Und was nun, Herr Wenger? [Season 2011/2012, Episode 3]

Dienstag, 24. Januar 2012 12:14

Januar 2012, 22 Spiele sind in der Premier League Saison 2011/2012 gespielt, der FC Arsenal hat 36 Punkte, 18 Zähler Rückstand auf Tabellenführer Manchester City. Noch nie standen die Gunners in der Ära von Arsene Wenger so schlecht da zu diesem Zeitpunkt in der Saison.

Es herrscht Ratlosigkeit beim Verein. Und auch bei den meisten Fans, mir eingeschlossen. Ich habe keine Erklärung für die mäßige Leistung gegen Manchester United in der ersten Hälfte finden können. Viele Gedanken, viele Notizen, aber kein Schema, das die vielen Fehlpässe, mangelnde Abstimmung im Mittelfeld und die geringe Kreativität in der Offensive klären könnten. Mangelnde Erfahrung als Begründung fällt weg. Und dass Arsenal schönen Fußball spielen kann, haben sie 20 Minuten in der zweiten Halbzeit demonstriert. Nur warum erst dann?

Der Verein bewegt sich in eine dramatische Situation. Die Qualifikation für die Champions League steht auf ganz wackeligen Füßen, die Gunners können noch nicht mal sicher sein, sich überhaupt für Europa zu qualifizieren. Schlechter kann die sportliche Lage auch im Hinblick auf eine Vertragsverlängerung von Robin van Persie eigentlich nicht sein. Die aktuelle Lage ist kritisch.

Was ist los beim FC Arsenal, wo liegen die Gründe für das mangelnde sportliche Abschneiden? Zwei Sachverhalte sind ganz offensichtlich, die auch als Hauptgründe für die sportliche Krise angeführt werden können. Blöd nur, dass im Verein keiner darauf reagiert.

Zu viele Verletzungen
Die Liste der verletzten Spieler ist schlicht zu lang. Es ist ja fast schon paradox, dass ausgerechnet Robin van Persie noch keine Saisonspiel verletzt gefehlt hat. Mit Thomas Vermaelen, der mittlerweile wieder fit ist, Sagna, Carl Jenkinson, Kieran Gibbs und Andre Santos fiel nahezu der gesamte Defensivverbund aus. Auf den Außenverteidigerpositionen spielten Innenverteidiger. Das erschwerte Druck über die Flügel aufzubauen. Mit Jack Wilshere und teilweise jetzt Mikel Arteta fehlen die Schaltstellen im defensiven Mittelfeld, jene Spieler, die Impulse für das Offensivspiel geben sollen. Ersatz in persona Abou Diaby fehlt ebenfalls verletzt. Zu allem Überfluss hatte sich vor dem so wichtigen Spiel gegen Manchester United auch Thierry Henry verletzt. Viele Spieler kommen in den nächsten Wochen zurück. Hoffentlich ist es noch nicht so spät.

Zu viele wichtige Spieler im Formtief
In Abwesenheit von Jack Wilshere musste insbesondere Aaron Ramsey viele Spieler absolvieren. Der Waliser wirkte in den letzten Spielen müde und erschöpft, was völlig verständlich ist, zumal Ramsey vor einem Jahr noch mit Beinbruch verletzt an seinem Comeback arbeitete und erst im Frühjahr wieder den Spielbetrieb aufnahm. Theo Walcott hatte einen guten Saisonstart, spielt in den letzten Wochen aber auch zu unkonstant. Chamakh im Sturm ist ein Schatten seiner selbst. Die ständigen Bekundungen, dass er irgendwann seine Form finde und den Durchbruch bei Arsenal schaffen werden, klingen wie Durchhalteparolen. Gleiches gilt für Andrej Arshavin, der spätestens nach dem Spiel am Sonntag sich endgültig aus den Herzen der Fans gedribbelt hat.
Der FC Arsenal hat eigentlich nur eine starke Achse derzeit im Team. Das sind Torhüter Szczesny, Koscielny in der Innenverteidigung, Song im defensiven Mittelfeld (zum Glück ist der nicht beim Afrika-Cup!) und Robin van Persie im Sturm. Und diese Achse reicht einfach nicht um ganz vorne mithalten zu können.

Die Stimmung bei den Fans ist gereizt, man ist unzufrieden über die sportliche Situation. Die Auswechselung von Alex Oxlade-Chamberlain war das Ventil, in dem es sich entladen hat. Es ist verständlich, nur kann man Wenger da nicht den größten Vorwurf machen. Hätte Arshavin den entscheidenen Pass gespielt, wäre Wenger der Held gewesen. Man kann mit Spielerwechseln richtig oder falsch liegen, Wenger liegt häufig richtig. Die Fans haben überreagiert, vielleicht war es auch gar nicht die Auswechselung an sich, sondern die generelle Unzufriedenheit. Wenger hat Recht. Er muss seine Auswechselungen nicht rechtfertigen. Die starre Haltung des Trainers wie die Reaktion der Fans zeigt, wie angespannt die Lage bei den Gunners ist.

Der FC Arsenal hat die letzten drei Spiele verloren und war teilweise nicht wieder zu erkennen. Viele Abspielfehler in der Vorwärtsbewegung, ein ganz langsamer Spielaufbau mit vielen Querpässen. Das kennt man von Arsenal gar nicht. Das Offensivspiel hat wenig Dynamik. Es zieht sich wie ein roter Faden durch die Saison. Mittlerweile wissen die Gegner perfekt, wie gegen Arsenal verteidigt werden muss. Swansea hat es vorgemacht. Und da Arsenal weiterhin defensive Aussetzer produziert, werden solche Spiele stets knapp verloren.

Und den großen Vorwurf, den man Arsene Wenger machen muss, ist, dass er für diese Situation und diese Entwicklung keinerlei Lösungsmöglichkeiten hat. Seine Sturheit bloß keine neue Spieler zu kaufen, steht im krassen Widerspruch zu der Notwendigkeit. Im Prinzip hat Arsenal einen brauchbaren Stürmer. Das soll reichen? Natürlich kommen einige wichtige Spieler demnächst zurück ins Team. Aber kann es der Anspruch der Gunners sein, um Platz fünf mitzuspielen? 39 Tore geschossen, 33 Treffer kassiert. Beides sind im Vergleich zu den Konkurrenten die schlechtesten Werte. Wenger scheint jeglichen Bezug verloren zu haben, wenn er öffentlich sagt, dass kein Bedarf für Neuverpflichtungen besteht.

Wenger geht ein hohes Risiko ein: Sollte es am Saisonende nicht für die Champions League reichen, dürfte es das für Wenger bei Arsenal gewesen sein. Nicht weil er rausgeschmissen wird, sondern weil sogar er dann sicherlich erkennt, dass er dem Verein nicht weitergeholfen hat. Nicht nur Wenger geht ein hohes Risiko ein, auch der Verein steht vor einer immensen Herausforderung: In der Europa League zu spielen kann sich Arsenal eigentlich nicht leisten, zumal dann wichtige Spieler, wie Van Persie oder Walcott, nur schwierig zu halten sein werden. Wenn sich Arsenal und Wenger schon weigern exorbitant hohe Gehälter zu zahlen und damit einen klaren Wettbewerbsnachteil gegenüber Tottenham, Chelsea und den Klubs aus Manchester hat, wäre es zumindest angemessen, dieses Geld in einen breiten Kader zu stecken. Und der ist zumindest in der Offensive nicht gegeben.

Es wäre ein fatales Zeichen, sollte van Persie am Saisonende den Verein verlassen, weil er sportlich keine Perspektive im Verein sieht. Wenn Wenger so weitermacht, steigen die Chancen auf dieses bedauerliche Ereignis.

Die nächsten Hürden heißen Aston Villa im FA-Cup, dann Bolton auswärts in der Liga. Es folgt ein Heimspiel gegen Blackburn, bevor es zum FC Sunderland geht. Klingt alles machbar, nur hat Arsenal zuletzt genau solche Spiele verloren.

Wenger hat in den letzten Tagen viel Kredit bei den Fans verspielt. Es wird Zeit brauchen, bis die Fans wieder zufrieden sind. Eigentlich helfen nur Siege – oder vielleicht mal ein, zwei neue Spieler. Sonst heißt es bald: In Arsene we trusted.

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The greatest way to start the day: The Chris Moyles Show, BBC Radio 1

Sonntag, 22. Januar 2012 15:22

Die schönste Begleiterscheinung der jetzt etwas ruhigeren Phase bis Ende März ist, dass ich ganz in Ruhe und ohne schlechtes Gewissen morgens ein wenig bummeln kann. Was für mich heißt: Ich kann endlich wieder länger The Chris Moyles Show auf BBC Radio 1 hören. Als ich im Juli 2005 im Urlaub in London war, habe ich die Show das erste Mal gehört und fand sie sofort großartig, was sich durch die Live-Übertragung zur Fußball-WM aus Deutschland nochmal gesteigert hat. Ich wurde ein großer Fan und bin es bis heute noch. Nur konnte ich in den letzten zwei Jahren die Show nur selten hören und hatte abends meistens auch keine Zeit und Lust sie on demand zu verfolgen.

Warum bin ich ein so großer Fan der Chris Moyles Show geworden? Zu einem großen Teil liegt es vielleicht am Formatradio der deutschen Hörfunkwellen, die morgens aus einem Pool von 20 Liedern wählen, dazwischen Nachrichten, bisschen Comedy und Werbung. Aber nahezu null Interaktion mit dem Publikum und innerhalb des Radioteams. Und da liegt die ganz große Stärke der Chris Moyles Show. Die Sendung lebt von einem eingespielten Team, interagiert mit den Hörern bereits nach drei, vier Minuten on air und sorgt dafür, dass man gut gelaunt und mit einem Lachen in den Tag startet. Chris Moyles (@CHRISDJMOYLES) ist der Host der Sendung, an seiner Seite Dave Vitty (@davidvitty), langjähriger Freund von Moyles und damals mit ihm gemeinsam zu Radio 1 gewechselt. Aled Haydn Jones (@ahj) und Matt Fincham (@mattfincham) produzieren die Sendung, Dominic Bryne (@domisatwit) liest die Nachrichten, Tina Daheley (@TinaDaheley) liest die Sportmeldungen. Ansonsten sind alle Teammitglieder aber nicht an ihre Rollen gebunden, es entwickeln sich häufig lebhafte Debatten über den ganz normalen Alltag, sei es Ernährung, Premier League, hin und wieder auch Wirtschaft und Politik.

The Chris Moyles Show schafft es perfekt, Social Media einzubinden. Alle Teammitglieder sind bei Twitter und informieren über die Show. Die Sendung selbst hat einen Twitter-Account, ist bei Facebook und mit einem eigenen YouTube-Channel aktiv. Mehr Informationen zur Show gibt es auf der Radio 1 Website.


The Monday Cheesy Song der Chris Moyles Show

The Chris Moyles Show ist anders. Montags bis Freitags von 07:30 Uhr bis 11:00 Uhr deutscher Zeit wird gesendet, online via der Radio 1 Website in sehr guter Qualität zu hören. Von 07:30 bis 08:00 Uhr wird nach der Eröffnungshymne keine Musik gespielt, sondern der gestrige Tag Revue passiert. Meist werden Fußballergebnisse besprochen, die Teammitglieder erzählen aus ihrem Alltag, Hörer werden aufgefordert zu twittern, facebooken oder eine SMS zu schicken, was sie derzeit so bewegt. Nach den Nachrichten um 08:00 Uhr wird dann Musik gespielt, unterbrochen von längeren Diskussionen. Fast immer sind Gäste aus Musik, Showbizz und TV für ein Gespräch zu Gast. Wenn nicht, gibt es Quizzrunden, wie das beliebte Rob Dj Monday Night Pop Quiz jeden Dienstag um 08:45 Uhr und gegen Ende der Sendung Carpark Catchphrase, wo Hörer, in ihren Autos sitzend, Redewendungen erkennen müssen und mit ihrer Hupe deutlich machen, dass sie eine Antwortidee haben. Höhepunkt jeder Woche ist die Golden Hour freitags von 10:00 bis 11:00 Uhr, wo Chris Moyles in der ersten halben Stunde fast schon vergessene, selten im Radio gespielte Songs aus einem Jahr spielt. Die Teammitglieder müssen das Jahr erkennen. In der zweiten halben Stunde haben sich die Teammitglieder einen Song gewünscht, der dann gespielt wird.

Klingt auf dem ersten Blick vielleicht gar nicht so spektakulär, aber wenn man regelmäßig zuhört, verfällt man sehr schnell der wenig strukturierten, sehr lebhaften, unterhaltsamen und lustigen Show. Weiterer Vorteil: Fast alle neue Hits bekommen in der Show ihre erste Radiopremiere, viele Bands kommen dafür persönlich ins Studio. Die Mischung und perfekte Interaktion der Teammitglieder, samt der Einbindung der Hörer via Social Media, machen die Chris Moyles Show hörenswert. Chris Moyles war wegen vieler Äußerungen, u.a. dem Auffordern zum Alkoholkonsum, in den vergangenen Jahren immer wieder in die Kritik geraten. Er war bis zum Jahr 2009 übergewichtig, hat viel getrunken. Anfang 2009 bekletterte er dann den Kilimandscharo zu Gunsten einer Charity. Seitdem macht er einen kompletten Wandel seines Lebensstils durch, trinkt weniger, macht Sport und ernährt sich gesund. Seine Fortschritte und Schwierigkeiten erzählt er häufig während der Show. Das mag langweilig klingen, ist es aber nicht. The Chris Moyles Show schafft es die banalsten Alltagsprobleme in lockerer Atmosphäre aufzuarbeiten.

Chris Moyles hat ebenso viele Bewunderer wie Kritiker. Er polarisiert. Der Guardian hat es im Frühjahr 2009 auf den Punkt gebracht.

Chris Moyles is undoubtedly one of Radio 1′s funniest, most natural broadcasters. When he’s on a riff he can be hilarious. All he has to do is give out less yip about getting bladdered and submit to a spot of PC rewiring. If he could remember, occasionally, that he’s not just broadcasting to the Radio 1 “family”, or even to his mates, but to an audience that includes 11-year-olds, then, honestly, even the Daily Mail might grow to love him.

Aber er schafft es immer noch, über sieben Millionen Zuhörer jeden Morgen zu gewinnen. Er liegt damit zwar deutlich hinter der Show von Chris Evans auf BBC Radio 2, hat aber seit dem Start 2004 über zwei Millionen Hörer hinzugewonnen. Bereits seit 2004 ist die Show auf Sendung, Moyles hat seinen Vertrag mit der BBC zuletzt bis 2014 verlängert, zu einer Zeit, als Spekulationen an der Tagesordnung waren, dass Moyles die BBC verlässt. Im September 2009 wurde Moyles zum 5-jährigen Jubliäum der DJ, der am längsten die Morning Show auf Radio 1 innehatte. Jetzt schafft er sogar sein 10-jähriges Jubiläum. Die Plaudertasche.

Wer mal reinschauen will. Denn mittlerweile werden viele Sendungen auch teilweise ins Netz gestreamt. Dies stammt aus der Record Breaking Show im März 2011, als Moyles 52 Stunden am Stück on oir war und dadurch knapp 2,5 Millionen Pfund an Spenden für Comic Relief sammelte.

The Chris Moyles Show, montags bis freitags von 07:30 Uhr bis 11:00 Uhr via der Radio 1 Website oder on demand im BBC iPlayer.

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Am Tag danach

Donnerstag, 19. Januar 2012 18:15

Ein Tag nach Abgabe der Masterarbeit und Fertigstellung des Tagungsbandes. Schöne Aussicht. Und so langsam versuchen, hier wieder mehr rein zu schreiben. Demnächst mehr.

Blick vom Drachenfels auf das Siebengebirge, Rhein und die Insel Nonnenwerth.

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Sonntagmittag

Sonntag, 8. Januar 2012 13:48

Mein Wohnung ist Chaos. 100 Seiten Papier liegen kreuz und quer mit farbigen Anmerkungen, Notizen, drei große Ordner mit Texten liegen auf dem Bett. Neben mir eine große Kanne Tee und der Rest des Weihnachtsgebäcks. Im CD-Player läuft die Britpop-Playlist. Ich lese, lese und lese. Finde Textpassagen großartig, andere scheußlich. Denke nach. Streiche, ersetze, ergänze. Nebenbei warte ich auf die Rückmeldungen meiner Korrekturleser, die nach und nach eintrudeln (danke an euch alle!). Zwischendurch mache ich mir einen Zeitplan für die nächsten Tage. Was muss ich noch machen? Was will ich nochmal in Ruhe lesen? Um was muss ich mich für Abgabe, Druck etc. noch kümmern? Nebenbei ein Blick auf die Dropbox, wo in der Schweiz fleißig am Buch gearbeitet wird. Noch eine anstrengende, vollgepackte Woche.

Nur noch eine.

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Lebenszeichen

Mittwoch, 7. Dezember 2011 16:05

Letztens fragte mich ein Bekannter, ob ich noch wüsste, wie das Bloggen geht. Klar, war meine Antwort, sowas verlernt man doch nicht. Die großen Arbeitsprojekte sind im letzten Drittel angekommen. Was erstmal gut klingt, aber doch noch in den nächsten fünf bis sechs Wochen jede Menge Tüfteleien und Arbeit mit sich bringt. Am 15. Januar muss der Tagungsband zum 7. Düsseldorfer Forum Politische Kommunikation beim Verlag eingereicht sein, ein paar Tage später will (!) ich meine Masterarbeit abgeben.

Und so sitze ich derzeit entweder zuhause oder in Bibliothek und rechne und codiere um – alles mit der schönsten Software der Welt, SPSS. Wo im Namen eigentlich nur ein ‘A’ fehlt, damit es richtig viel Laune macht. Das Ergebniskapitel der Masterarbeit muss noch geschrieben werden – und dann beginnt die Korrekturphase. Die trifft dann zeitgleich auf das letzte Korrekturlesen des Buches. Ich bestelle mir schon mal 100 Rotstifte.

Heißt im Umkehrschluss: Die Tage sind immer noch ziemlich ausgelastet. Und abends bin ich so leergefegt von guten Gedanken, dass die Kraft gerade noch für Fernsehen reicht – und da auch nur Fußball, Sport und kitschige Filme. Harald Schmidt, Sie waren auch schon mal unterhaltsamer. Mittlerweile lache ich nur noch bei den “Plautzen im Plenarsaal”. So oder so neigt sich alles ganz ganz langsam dem Ende entgegen. Irgendwo in diesem Tunnel ist ein ganz kleiner Funken Licht zu erkennen. Ein schöner Gedanke. Leider derzeit noch ziemlich weit weg.

Man liest sich.

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Good things are coming my way

Montag, 24. Oktober 2011 18:03

2011 war schon jetzt ein ziemlich lehrreiches Jahr. Viele Entscheidungen mussten getroffen werden. Einige davon waren so falsch, dass ich mich nachträglich manchmal wundere, wo ich hin und wieder mit meinen Gedanken war. Aber hinterher ist jeder bekanntlich schlauer. Und so fühlt sich 2011 derzeit irgendwie gehetzt und verloren an. Aber mit dem Potential, dass ich in ein paar Jahren darauf zurückblicke und sagen kann: war doch gar nicht so schlecht.

Es ist ruhig hier an dieser Stelle und das wird es bis Ende des Jahres irgendwie mehr oder weniger bleiben. Nachdem ich gemerkt habe, dass es nicht immer vorteilhaft ist auf vielen Hochzeiten zu tanzen, habe ich jetzt für den Rest des Jahres “nur” noch meine Masterarbeit und den Tagungsband vom DFPK 2011 auf der To-Do-Liste. Man beachte das nur in den Gänsefüßchen. Ende Januar muss die Masterarbeit abgegeben werden, vor Weihnachten will ich so gut wie fertig sein, damit ich ausreichend Zeit für Korrekturen, Formatierungen und den ganzen eher langweiligen Kram haben werde. Und so wie es aussieht, ist vor Weihnachten das Buchprojekt ebenfalls so gut wie fertig. Das werden ja besinnliche Feiertage. Diesen beiden Projekten gehört derzeit meine ganze Aufmerksamkeit, hin und wieder auch mal am Wochenende, wobei ich das bisher noch vermieden habe bzw. nicht immer plane. Sonst werde ich völlig verrückt. Und bis Ende des Jahres köchelt hier weiter die Sparflamme. Hoffe, dass ich Mitte Dezember dann wieder voll einsteigen kann.

Und so schiebe ich alle anderen Aufgaben derzeit einfach weg. Das Blog hat ein etwas größeres Datenbankproblem, für den Leser nicht sichtbar, und solange ich keine Updates mache, auch nicht für mich. Aber da habe ich derzeit einfach keine Lust und Zeit mich damit zu beschäftigen. Und all die Gedanken und Fragen, wie es nach dem Studium weitergeht, blocke ich derzeit auch ab. Aber sie kommen aus allen Richtungen, was verständlich ist. Aber erstmal noch die nächste Episode in der Masterarbeit schreiben (hoffentlich Mitte bis Ende November fertig) – und dann wird weiter geschaut. Prioritäten und die vielen Hochzeiten. Man lernt ja.

Wenn ich wie heute dank Statistiksoftware und leistungsfährigem Rechner nicht zuhause am Schreibtisch sitze, verweile ich in der Bibliothek. Ich war eigentlich während der fünf Jahre Studium nie der Bibliotheksarbeitstyp, fand ich zu stressig, zu unruhig. Zuhause konnte ich alleine in Ruhe arbeiten. Mittlerweile hat sich das während der Masterarbeit verändert. Ich bin in der Bibliothek deutlich produktiver, wobei das daran liegen könnte, dass zumindest heute die BBC wieder exzellente Radiosendungen hervorgebracht hat. Morgen geht es wieder in die Bibliothek, die Seiten wollen weiter gefüllt werden.

Ein Ende ist zumindest absehbar. Good things are coming. Und bis dahin

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Eine Abrechnung mit den DEL-Schiedsrichtern

Montag, 24. Oktober 2011 10:40

Nicht von mir, wobei ich das auch könnte, nur wegen der Masterarbeit nicht alle Gedanken beisammen habe. Sondern von Toni Krinner, Trainer der Hannover Scorpions.

Nachdem die Hannover Scorpions am Freitag beim Spiel in Hamburg ein reguläres Tor nach Betrachtung des Videobeweises nicht bekommen haben und am Sonntag im Heimspiel gegen die Krefeld Pinguine Marvin Krüger mit schwerer Verletzung verloren hatten und der Krefelder Gegenspieler dafür nur eine 2-Minuten-Strafe erhielt, platzte Scorpions-Coach Toni Krinner auf der anschließenden Pressekonferenz der Kragen. Eine Abrechnung mit den DEL-Schiedsrichtern, die vielen Fans aus der Seele sprechen wird.

“Die Schiedsrichterleistung in Hamburg war verheerend. Die Schiedsrichterleistung hat uns einen Punkt gekostet. Ich finde es schade, dass unsere Fans, die so super mitgemacht haben und so zahlreich erschienen sind in Hamburg, leider nicht sehen konnten, dass wir etwas mitnehmen. Aber so ist das und es ist ja mal ganz gut, dass die Fans auswärts sehen, wie wir manchmal verschaukelt werden. Das muss ich ganz deutlich sagen. Da sind wir verschaukelt worden. [...]
Ja, er sagt, er hat nur zwei Minuten gegeben, weil der Spieler nicht blutet. Das ist eine so lächerliche Aussage. Wenn der Spieler so von hinten gecheckt wird, dass er benommen liegenbleibt, dann muss schon was passiert sein. Die sind zu dritt – und sehen nichts. Und genauso war es in Hamburg. Die sind zu dritt, sehen nichts, brauchen einen Fernsehbeweis, und machen selbst dann noch Fehler. Das Problem ist so groß, dass das fürchterlich ist. Und wenn man dann was sagt, dann wird man abgestraft, so wie wir im letzten Drittel, als nichts mehr gepfiffen wird. Und dass eine selbstherrliche Darstellung abgeliefert wird, die seines Gleichen sucht. Es ist peinlich, wie 40 Spieler, zwei oder vier Trainer, eine ganze Woche lang die Mannschaft vorbereiten, mit der Mannschaft arbeiten, und dann wird innerhalb von Momenten ein Spiel kaputt gemacht. Mich ärgert das heute noch so maßlos, was der Brüggemann sich in Hamburg erlaubt hat. Das ist eine Sauerei, die stinkt zum Himmel. Das ist eine Unverschämtheit. Wenn der so schlecht ist, dass er solche Entscheidungen nehmen muss, dann ist es peinlich. Dann hat er da nichts zu suchen. Oder er ist nicht so schlecht. Dann will ich ihm da nichts unterstellen. Dann wird es ins Uferlose gehen. Aber das ist peinlich.”

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Bewegung bei den DEG Metro Stars

Montag, 26. September 2011 18:34

Die DEG Metro Stars stehen vor einer ungewissen Zukunft. Darüber hatte ich in diesem Blogeintrag ausführlicher geschrieben. Nun läuft es derzeit sportlich ebenfalls nicht rund. Der Saisonstart wurde ziemlich in den Sand gesetzt. Drei Spiele, drei Niederlagen, allerdings zweimal nach Verlängerung gegen den Meister Berlin und in Augsburg. Richtig schlecht spielten die Metro Stars am Freitag vor eigenem Publikum gegen den EHC München.

In der Stadt wird vermehrt über die aktuelle Situation und die Zukunft der Metro Stars. Einen ersten Impuls gibt es jetzt von Stefan Sporken, dem ehemaligen Fanbetreuer der DEG, der in einer Streitschrift einige in den Medien kursierenden Gerüchte und Argumente versucht klarzustellen und zu erläutern.

Die Streitschrift wurde dankenswerter Weise von der Westdeutschen Zeitung in Gänze online gestellt und kann hier heruntergeladen werden.

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Premier League 2011/2012 #5 – The own goal group without a leader

Samstag, 17. September 2011 17:59

Ein Gunners-Fan hat es in diesen Tagen nicht leicht. Die Blackburn Rovers besiegten den FC Arsenal im Samstagmittagspiel verdient mit 4:3 in einem nicht hochklassigen, aber spannenden und in der Schlussphase dramatischen Spiel. Die Gäste begannen das Spiel hervorragend, standen hoch, spielten schnell und direkt nach vorne und gingen durch Gervinho nach feinem Pass von Song verdient in Führung. Gegen den Spielverlauf erzielte Blackburn dann den Ausgleich durch Neuzugang Yakubu. Arteta brachte Arsenal mit tollem Abschluss wieder in Führung. Mit der knappen, aber verdienten Führung ging es in die Pause. Gewitterregen ging in der zweiten Hälfte über Lancashire nieder und Arsenal agierte wie vom Blitz getroffen. Song und Koscielny standen mit ihren beiden Eigentoren am Ende einer Reihe von defensiven Aussetzern. Yakubu sorgte mit seinem zweiten Tor zwischendurch für eine 4:2-Führung. Arsenal warf in der Schlussphase alles nach vorne, erspielte sich Chancen für ein ganzes Spiel. Entweder scheiterten die Gunners an ihren eigenen Nerven oder an Paul Robinson. Lediglich Chamakh konnte den Ex-Nationaltorhüter überwinden. Wengers Truppe steht ohne Punkte da, obwohl drei Tore auswärts erzielt wurden.

Da dürfte sehr schnell klar sein, worauf sich die Kritik an diesem Wochenende konzentrieren wird, nämlich die Defensive. Das war definitiv ein Rückschritt, wenn nicht gar mehr. André Santos kam heute zu seinem Startdebüt auf der linken Verteidigerseite und hatte einen fürchterlichen Nachmittag, war selten nah genug am Gegenspieler. Nun hat Santos bisher erst einmal 90 Minuten und ein paar Sekunden für Arsenal in dieser Saison gespielt. Es verbietet sich also jetzt schon ein vorschnelles Urteil zu fällen. Fakt ist aber: Santos muss sich gewaltig steigern. Sonst freue ich mich zukünftig auf Einsätze von Kieran Gibbs. Und das soll was heißen. Aber Santos war nicht die einzige Schwachstelle bei Arsenal. Johan Djourou war nach seiner Einwechselung für Sagna schlicht nicht auf einen Einsatz vorbereitet und torkelte über das Spielfeld, konnte sich nur mit Fouls helfen, war zu langsam gegen Blackburns Hoilett. Und von diesen Problemen auf den Außenbahnen hat sich im Spielverlauf immer mehr die Innenverteidigung angesteckt. Koscielny und Mertesacker fanden keine Abstimmung, das Eigentor von Song gleich nach Beginn der zweiten Halbzeit wirkte lähmend. Zu allem Überfluss machte Koscielny noch eines – spätestens dann war die Messe gelesen. Bereits in der ersten Halbzeit wirkte Arsenals Defensive angeschlagen und verwundbar. Da profitierten die Verteidiger vom langsamen Offensivspiel der Rovers. Die haben in der zweiten Hälfte einen Zahn zugelegt und Arsenal fiel wie ein Kartenhaus auseinander. Von der Unsicherheit bei gegnerischen Standards will ich gar nicht sprechen. Und auch Per Mertesacker spielte richtig schlecht heute.

Es gab aber ein paar positive Hoffnungsschimmer bei Arsenal. Aaron Ramsey spielte toll, mit viel Genauigkeit im Spiel. Alex Song hatte gute Aktionen, Gervinho zeigt sich stark formverbessert, nicht nur wegen seines Tores. Arteta spielte eine klasse erste Hälfte. Aber eben nur gute 45 Minuten. In der zweiten Hälfte war er unsichtbar. Und das ist die zweite Dimension der aktuellen Formkrise des FC Arsenal. Neben den defensiven Aussetzern fehlt ein Leader auf dem Platz, jemand der die anderen aufrüttelt, mal in den Hintern tritt, motiviert. Es gab es Verletzungsunterbrechung Mitte der zweiten Hälfte beim Stand von 3:2 für Blackburn. Da wäre es an der Zeit gewesen der Mannschaft auf dem Platz einen Ruck zu geben, wie es früher Fabregas immer mal gemacht hat. Oder auch Nasri. Oder sogar Jack Wilshere. Stattdessen schwiegen sich die Gunners an. Ein paar Minuten später folgte das Eigentor von Koscielny. Wo war Arteta in der zweiten Halbzeit? Ein Ramsey fehlt da schlicht noch die Erfahrung. Auch van Persie wirkte erstaunlich beteiligungslos bei der Motivation seiner Mitspieler.

Seit der Niederlage im Februar im Finale des Carling Cup hat Arsenal 16 Ligaspiele absolviert. Und dabei magere 16 Punkte geholt. Ein Punkteschnitt eines Abstiegskandidaten. Von Top Four will ich gar nicht mehr sprechen. Jetzt muss als erstes Selbstvertrauen und defensive Stabilität zurück. Und das wird schwer genug. Es werden, das steht jetzt schon fest, keine einfachen Monate im Umfeld des FC Arsenal. Auch nicht für Wenger, der zukünftig mehr bieten muss als Erklärungen à la Verunsicherung durch das 2:8-Debakel im Old Trafford. Arsenal hat in fünf Ligaspielen bereits 14 Tore kassiert. Geld wäre für nennenswerte Neuverpflichtungen in der Defensive ist da und wurde von Wenger nicht ausgegeben. Vermaelen kann nicht schnell genug zurückkehren. Wenger selbst sprach nach dem Spiel von einem schrecklichen Saisonstart. Sein Team sei nicht gut genug zurzeit. Er ginge mit einigen Sorgen in die nächsten Wochen. Nächste Woche kommen die Bolton Wanderers ins Emirates Stadium. Unter der Woche ist Carling Cup gegen Shrewsbury angesagt. Zeit für den zweiten Anzug. Co-Trainer Pat Rice hat nach dem 1:1 in Dortmund gesagt, dass Arsenal die Kurve bekommen habe. Aus dieser sind sie heute ziemlich heftig wieder rausgeflogen. Dass Arsenal guten Fußball spielen kann, haben sie in der ersten Halbzeit gezeigt.

Außerdem am heutigen Samstag:

Aston Villa – Newcastle United 1:1
Schiedlich friedlich trennten sich beide Teams im Villa Park. Gabriel Agbonlahor brachte Villa früh in Führung, Newcastles derzeit einziger Stürmer in Normalform, Leon Best, besorgte in der 57. Minute den Ausgleich. Beide verpassten sich in der oberen Tabellenhälfte weiter festzusetzen.

Bolton Wanderers – Ipswich Norwich City 1:2
Die Wanderers hatten einen ganz schwarzen Nachmittag erwischt. Der Aufsteiger aus Ipswich Norwich ging durch Tore von Pilikington und Johnson innerhalb von fünf Minuten kurz vor der Halbzeit mit 2:0 in Führung. In der Nachspielzeit sah Ivan Klasnic von Howard Webb glatt rot. Bolton kämpfe in der zweiten Halbzeit leidenschaftlich, Martin Petrov verkürzte per Elfmeter nach 65 Minuten. Zu mehr reichte es aber nicht.

FC Everton – Wigan Athletic 3:1
Die Toffees kommen langsam in Fahrt. Sieben Punkte aus den letzten drei Spielen, auch weil Everton heute mit 2:1 gegen Wigan gewann. Die Latics gingen durch Di Santo nach einer halben Stunde in Führung, postwendend der Ausgleich durch Phil Jagielka. Das erlösende Tor erzielte der griechische Youngstar Apostolos Vellios kurz vor Schluss. Und in der Nachspielzeit setzte Neuzugang Royston Drenthe noch einen drauf.

Swansea City – West Bromwich Albion 3:0
Erste hat der Aufsteiger aus Wales in den ersten vier Spielen gar nicht getroffen. Und dann fielen die Tore wie am Fließband. Nach dem 2:0 zur Pause hat Dyer gleich nachgelegt. Swansea holt sich den ersten Saisonsieg, verlor aber Neil Taylor mit einer schlimmeren Verletzung nach einem Ellbogenschlag von Peter Odemwingie. Neun Minuten wurde Taylor auf dem Platz behandelt.

Wolverhampton Wanderers – Queens Park Rangers 0:3
Der Höhenflug der Wolves ist erstmal vorbei, QPR kommt zum zweiten Saisonsieg, und wieder auswärts. Die Neuzugänge im Team von Neil Warnock schlugen zu, Joey Barton erzielte nach acht Minuten das 1:0, DJ Campbell, aus Blackpool gekommen, setzte mit dem 3:0 den Schlusspunkt.

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Premier League 2011/2012 Preview #5 – Alt gegen Jung

Freitag, 16. September 2011 18:33

Ich bin wieder später dran als eigentlich gewollt. Aber die Woche war wieder stressig und nach einem 8-Stunden-Tag an der Masterarbeit ist die Kraft jetzt meine ganzen Notizen von unter der Woche für eine ganz ausführliche Spieltagsvorschau zusammenzufassen eher gering. Also im Schnelldurchlauf ein Blick auf den 5. Spieltag. Vielleicht am Wochenende noch mehr.

Der Spieltag eröffnet am Samstag um 13:45 Uhr mit der Partie Blackburn Rovers gegen den FC Arsenal. Mühsam ernährt sich ja bekanntlich das Eichhörnchen und so versuchen die Gunners von Spiel zu Spiel ein wenig mehr Selbstvertrauen zu bekommen, Automatismen im Spiel nach vorne zu lernen. Zumindest defensiv war die Leistung in der Champions League gegen Dortmund ein größerer Hoffnungsschimmer. Nächste Bewährunsprobe nun gegen die robusten Rovers, mit denen Arsenal im Ewood Park in den letzten Jahren immer Schwierigkeiten hatte. Die sind in Blackburn derzeit nicht viel kleiner. Letzter Tabellenplatz, noch kein Saisonsieg, letztes Wochenende immerhin ein verdienter Punkt beim FC Fulham. Dazu ein Aufstand der Fans, die am Samstag sich zu einem Protestmarsch treffen wollen, gegen Trainer Steve Kean, der noch das Vertrauen von den indischen Besitzern genießt. Für Arsenal vielleicht der richtige Gegner um in der Tabelle nach vorne zu rücken. Bei den Gunners kehren Gervinho, Jenkinson und Song nach Sperre wieder zurück. Für Arsene Wenger gibt es also wenig Grund die Formation im Vergleich zum Dienstag nicht zu ändern. Damit sich die Mannschaft endlich mal einspielen kann. Aaron Ramsey, Tomas Rosicky und Ryo Miyaichi fehlen wohl verletzt.

Sky verzichtet auf Übertragungen am Samstagnachmittag. Man kann es ausnahmsweise mal verzeihen. Wobei es durchaus interessante Begegnungen gibt. Aston Villa empfängt Newcastle United. Beide Teams kämpfen mit Personalsorgen, gerade bei den Magpies ist das mit dem ausgedünnten Kader problematisch, zumal sich jetzt Neuzugang Davide Santon am Knie operieren lassen musste und einen Monat ausfällt. Ryan Taylor nimmt seine ungewohnte Linksverteidigerposition wieder ein. Nach dem Weggang von Jose Enrique hat Alan Pardew nicht nur auf dieser Position ein kleines Problem. Aston Villa wird also die rechte Angriffsseite stärken. Eventuell könnte also Marc Albrighton zurück ins Team kehren. Emile Heskey muss mit seiner Oberschenkelverletzung im Sturm ersetzt werden. Beide Teams sind ordentlich in die Saison gestartet. Newcastle könnte mit einem Sieg sogar am FC Chelsea vorbei auf Rang 3 klettern. Gut gestartet sind auch die Wolverhampton Wanderers, die jetzt Aufsteiger Queens Park Rangers empfangen. Außerdem will Swansea City endlich den ersten Saisonsieg und das erste Saisontor erzielen. Gegner ist West Bromwich Albion, die erst letztes Wochenende den ersten Dreier einfahren konnten. Ausgerechnet gegen Norwich City, die jetzt zu den Bolton Wanderers reisen dürfen. Bolton stand nach dem ersten Spieltag noch auf dem ersten Tabellenplatz. Das scheint dem Team von Owen Coyle nicht gut bekommen zu sein. Zwar gab es am zweiten Spieltag noch eine klasse Leistung bei der unglücklichen 2:3-Niederlage gegen Man City. Doch dann setzte es krachende Niederlagen gegen Liverpool und Manchester United. Nun kommt mit den Canaries ein Gegner, den Bolton eher schlagen kann. Nach zwei Remis zum Auftakt verlor Norwich die letzten drei Spiele. Außerdem die beiden Tabellennachbarn FC Everton und Wigan Athletic im direkten Duell.

Feiner Sonntag in der Premier League. Blöderweise vier interessante Spiele zu drei Anstoßzeiten, gibt also ein paar Überschneidungen. Den Auftakt machen um 14:30 Uhr die Tottenham Hotspur und der FC Liverpool. Die Reds wähnten sich eigentlich auf einen sehr guten Weg, verloren dann aber letztes Wochenende mit 0:1 bei Stoke City. Zum ersten Mal hat der FC Liverpool es nicht geschafft Dominanz im Mittelfeld auszustrahlen und hatte Schwierigkeiten mit dem kämpferischen Spiel der Potters. Da dürften die Spurs den Reds ein wenig mehr liegen. William Gallas, Aaron Lennon und Rafael van der Vaart könnten nach Verletzung zurückkehren. Bei Liverpool weiter kein Steven Gerrard. Das Comeback ist fürs nächste Wochenende geplant, vielleicht schon am Mittwoch im Carling Cup in Brighton. Parallel dazu FC Fulham gegen Manchester City. Beide waren im Europapokal aktiv. City nur mit einem 1:1 gegen Neapel. Da hatten sich die Citizens sicherlich mehr erwartet. Auch für Fulham gab es nur einen Punkt gegen Twente Enschede. Die Cottagers warten noch auf einen Saisonsieg, während Man City alle Saisonspiele gewann. Eine Serie wird definitiv zuende gehen.

Und zum Abschluss noch Manchester United gegen den FC Chelsea. Der alte Sir Alex Ferguson gegen den jungen dynamischen Andre Villas-Boas. Für den Chelsea-Trainer der erste große Härtetest. Oder die einfache Frage: Können die Blues mit Man Utd mithalten oder liegen die Red Devils nach fünf Spieltagen schon fünf Punkte vor dem Komkurrent aus London. Sir Alex hat Chelsea weiter auf dem Zettel und redet den Gegner stark, sieht ihn als Titelkonkurrent. Das sind sie nach vier Siegen in Serie auch. John Terry und Frank Lampard kehren bei Chelsea ins Team zurück, Man Utd muss auf Tom Cleverley, Rafael, Danny Welbeck und Nemanja Vidic verzichten.

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