Zitat des Tages: Montag, 8. Februar 2010 – Erkennbar nur Wahlkampf

Montag, 8. Februar 2010 19:20

“Da tut man doch gut daran, das im Juni zu entscheiden. Das April-Datum – wenn jemand Steuersenkungen versprechen will – ist erkennbar nur Wahlkampf.”

Günther Oettinger (CDU) zu den Steuersenkungsplänen der FDP, die bereits im April ein Konzept vorstellen möchte. Erkennbar nur Wahlkampf – was die CDU indirekt ja auch macht. Nämlich bloß keine konkreten Vorstellungen nennen – es ist ja Wahlkampf in NRW.

They’re all sitting in one boat.

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Den Ernst der Lage noch nicht erkannt

Sonntag, 7. Februar 2010 17:39

Hannover verliert mit 1:2 bei Hoffenheim. Mirko Slomka kommt nach dem Spiel zum Interview bei Sky und sagt Folgendes: “Ich kann meinem Team keinen Vorwurf machen.” Auch Präsident Martin Kind meldet sich am Samstagabend noch zu Wort: “Die Mannschaft kämpft, lebt und will. Das hat sie deutlich gezeigt.”

Da frage ich mich schon ein bisschen, welche zweite Hälfte Slomka und Kind in Sinsheim gesehen haben. Gut, es waren im Vergleich zu den ersten beiden Spielen in der Ära Slomka erste Ansätze einer Verbesserung zu sehen, wobei das auch nicht wirklich schwierig zu bewerkstelligen war. Trotzdem ist das von der Performance immer noch nicht so, als dass ich sagen würde, es gebe Anzeichen von Hoffnung auf eine baldige Leistungssteigerung und die Möglichkeit auch mal wieder drei Punkte einzufahren. Ich habe immer noch nicht das Gefühl, als hätte man bei Hannover 96 den Ernst der Lage erkannt. Man steht nach 21 Spielen auf Platz 16 der Tabelle mit gerade mal 17 Punkten. Da sollte man sich beziehungsweise muss man sich auch schon mal mit dem Thema Abstieg auseinandersetzen. Das ist ja nun kein Schreckgespenst mehr an der Leine, sondern leider eine durchaus realistische Konsequenz der schwachen Saison. Die nächsten drei Partien sind gegen Werder Bremen, Dortmund und Wolfsburg. Da kann mich von vorneherein von Punktgewinnen ausgehen, die sind aber endlich nötig. Von den letzten sechs Spielen in der Rückrunde hat 96 vier Hammeraufgaben zu erledigen, in Hamburg, München und Leverkusen, zudem empfängt man in der AWD-Arena Schalke 04. Es wird also endlich Zeit, dass man endlich wieder Punkte sammelt.

Trotzdem kann ich immer noch nicht sehen, dass es sowas wie Hoffnung für 96 in den nächsten Wochen geben kann. Bei allen kleinen Verbesserungen gestern bei Hoffenheim. Insbesondere das Defensivverhalten in den letzten Minuten der ersten Hälfte und die pure Harmlosigkeit nach dem Anschlusstreffer in der zweiten Hälfte waren Ausdruck einer Verunsicherung und der mangelnden Qualität in vielen Mannschaftsbereichen. Warum für Hannover 96 die nächsten Wochen nicht wirklich einfacher werden, möchte ich in fünf Punkten kurz deutlich machen:

Neuzugänge: Ich glaube schon, dass Elson und Arouna Koné eine Verstärkung für 96 bedeuten, insbesondere Koné hat mit seinem Torerfolg gezeigt, dass er eine Bereicherung sein kann. So einen Torschuss habe ich von Hanke, Forsell und Stajner die letzten Jahre nicht einmal gesehen. Gleichzeitig sind es aber eben auch nur zwei Neuzugänge in einem Team mit 11 Spielern. Der Effekt dürfte also begrenzt sein. Überhaupt ist die Transferpolitik von 96 die letzten Jahre unter aller Kanone. Mir fallen wenige Transfers ein, die wirklich in Hannover eingeschlagen haben und dem Team über mehrere Spielzeiten hinweg qualitativ geholfen haben. Da fällt es dann natürlich auch schwer von Seiten der Fans irgendwie so etwas wie Vertrauen zur Transferpolitik der Roten aufzubauen. Aus meiner Sicht machen Sportdirektor und Präsident keinen guten Job, haben es nicht geschafft, die Mannschaft wirklich zu verstärken. Wenn man Erfolg haben will und vor der Saison teilweise Wünsche wie das Erreichen der internationalen Plätze ankündigt, muss man einfach finanziell mehr investieren.

Formkrise der Spieler: Was nützen zwei gute Neuzugänge, wenn sechs bis sieben andere Spieler seit Monaten in einer Formkrise stecken. Insbesondere aus dem Mittelfeld kommen von den etablierten Spielern wie Bruggink, Stajner, Rosenthal oder Baltisch kaum Impulse. Da ist es dann für Stürmer natürlich auch schwierig sich in Szene zu setzen. Gleichwohl kann man von Mike Hanke eben aber auch mal erwarten, dass er sich ein wenig mehr bewegt, vor allem, wenn er als einziger Stürmer aufgestellt ist. Die Probleme offensiv, die Probleme aber auch defensiv. 96 lässt viel zu viele Chancen zu, die Positionen der Außenverteidiger waren nie wirklich exzellent besetzt, da lässt man viel zu viele Gelegenheiten für die Fans zu. Fromlowitz spielt höchstens eine durchschnittliche Saison. Neben den Formkrisen kommt dann eben noch eine erhebliche Anzahl von Verletzten hinzu, seit Jahren sammeln sich die Wehwehchen in Hannover. Ob man sich damit vereinsintern mal näher beschäftigt hat, warum das so ist?

Erfahrung im Abstieg: 96 hat in den vergangenen Spielzeiten zwar nie wirklich Bäume ausgerissen, aber die fehlende Erfahrung im Abstiegskampf könnte ein weiterer negativer Faktor sein. So schlecht wie jetzt stand 96 noch nie in der Tabelle da. Weiß 96 und haben es die Spieler verinnerlicht, wie Abstiegskampf funktioniert, auf was es in solchen Spielen ankommt? Ohne jetzt anderen Vereinen zu nahe zu treten, habe ich den Eindruck, dass Bochum, Köln, Freiburg, Nürnberg und auch Hertha sehr viel wissen, wie man in solchen Spielen auftritt.

Identifikationsfigur auf dem Platz: Nach dem Schicksalsschlag durch den Tod von Robert Enke hat man den Eindruck, dass es auf dem Platz nicht wirklich einen Spieler gibt, der das Team mitzieht, der die Mannschaft nach Rückständen wach rüttelt, der die Mitspieler bei guten Situationen lobt, der sie pusht in den entscheidenen Phasen des Spiels. Jemand, der mal ein Zeichen setzt, der sich auch mal mit dem Schiedsrichter anlegt (im Rahmen der Regeln natürlich). Die gesamte Mannschaft wirkt zu brav auf dem Platz. Eine Mentalität, die im kräftetreibenden und nervenzehrenden Abstiegskampf nicht zielführend ist. Natürlich war der Tod von Robert Enke eine Zäsur und eine extreme Belastung für das Team, aber so ein Ereignis muss man auch mal hinter sich lassen, so schwer es fällt. Das darf ich von solchen Menschen erwarten. Man muss dazu eben nur bereit sein.

Stimmung in Hannover: Die Fans sind enttäuscht von der Mannschaft, die hohen Erwartungen in Hannover sind mal wieder nicht erfüllt worden. Gegen Nürnberg kamen gerade mal 26.000 Zuschauer in die AWD-Arena. So etwas wie ein klares Bekenntnis zum Verein, ein Unterstützen in schwierigen Zeiten, das permanente Anfeuern während des Spiels, der Stadionbesuch auch gegen vermeintlich kleine Mannschaften – all das findet nicht mehr statt. Aber es wäre gerade in dieser schwierigen Phase sowas von notwendig. Eine Verbindung von Fans und Vereinen, scheinbar ist es dazu jetzt schon zu spät, vor allem, wenn weiterhin die Erfolge ausbleiben. Auch das kann ein entscheidener negativer Faktor im Abstiegskampf sein. Wenn ich sehe, wie die Hertha zum Beispiel versucht ihre Fans im Abstiegskampf zu mobilisieren, wenn ich feststelle, wie die Fans des 1. FC Nürnberg ihr Team anfeuern und das mit der derzeitigen Stimmung in Hannover vergleiche, sind da riesengroße Unterschiede zu erkennen. Wo ist das Aufeinanderzugehen beider Gruppen, wo ist das Entgegenkommen des Vereins gegenüber den Fans. Wenn der Verein eine solch lethargische Außendarstellung abgibt, wie soll da irgendein Funke der Mobilisierung auf die Fans überspringen? Im Moment wirkt das alles so, als bereite man sich schon auf die eigene Beerdigung vor. Die hannoverschen Medien haben nach der Verpflichtung von Slomka zumindest ein, zwei Tage versucht sowas wie Aufbruchstimmung zu konstruieren. Da war sogar von “Slobama” zu lesen. Im Nachhinein hat das eher geschadet als genutzt, und die Aufbruchstimmung hat auch nicht lange angehalten. Mittlerweile gibt es auch in den Medien nur noch selten positive Artikel über 96.

All das sind nur einige von vielen Puzzleteilen, die das derzeitige Innenleben und Außenbild von Hannover 96 ausmachen. Es ist schlimm – und ich habe den Eindruck, dass viele das noch gar nicht begriffen haben. Momentan sehe ich den Abstieg als sehr viel wahrscheinlicher als den Klassenerhalt. Da sind Verbesserungen in Hoffenheim ein kleines positives Puzzleteil in einem Strom von vielen negativen. Noch möchte ich mir nicht ausmalen, was passiert, sollte 96 absteigen. Das wäre für die Stadt, den Verein und die ganze Region eine mittlere Katastrophe. Und das Positive ist ja, dass noch genug Zeit da ist um die Entwicklung umzukehren. Nur muss man damit jetzt langsam mal anfangen. Weg von den Durchhalteparolen – sondern auf die Spieler setzen, die sich wirklich dafür einsetzen den Klassenerhalt schaffen zu wollen. Und wenn dann eben nur 14 übrig bleiben, dann hat der Kader für ein Spiel eben nur so viele. Und dann reicht es eben von der sportlichen Führung auch nicht zu sagen, dass dann irgendwann auch mal ein Sieg rausspringen muss, wie Herr Slomka das zur Protokoll gab. Die Mannschaft will, wie Herr Kind ausführt, ist schlicht übertrieben. Da waren gestern mindestens die Hälfte, die nicht wollen oder eben nicht können. Wobei das im Endeffekt diegleichen Auswirkungen für die Mannschaft hat. Aber eben nicht für die sportliche Führung. Denn die hätte sehen müssen, dass das Team mehr Verstärkungen braucht, gerade auch aufgrund der Anfälligkeit von Verletzungen. Wenn Slomka meint, er könne seinem Team keinen Vorwurf machen, übersieht er weite Teile der zweiten Hälfte. Das ist schlicht realitätsfremd, wie so vieles gerade bei Hannover 96. Wenn man sich nicht endlich mit der Wirklichkeit anfreundet, dann gehen langsam aber sicher die Lichter aus.

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Premier League 2009/2010 #25, Tottenham Hotspur – Aston Villa

Samstag, 6. Februar 2010 18:11

[20h24] Endstand Tottenham Hotspur – Aston Villa 0:0

Die Spurs können mit diesem Spiel nicht zufrieden sein, hatten genug Chancen hier ein Tor zu erzielen. Villa wird mit dem Unentschieden einigermaßen leben können. Viel Glück, wenig Aufwand, immerhin ein Punkt. Trotzdem für beide Teams im Kampf um den vierten Platz eine Enttäuschung. Tottenham verliert den vierten Platz an Liverpool, Aston Villa rangiert weiterhin auf Rang 7. Beide haben es aber versäumt insbesondere an Liverpool und Man City eine Kampfansage zu machen. Und wenn Harry Redknapp am Freitag noch durch die Pressekonferenz posaunte, dass man Arsenal noch überholen könnte, dann war das vom spielerischen Potential ansatzweise noch zu verstehen. Nur dann muss man das aber auch in Tore und drei Punkte umsetzen.

[20h22] Nochmal Schlussoffensive der Spurs, Villa schwimmt wieder. Zwölfte Ecke für die Gastgeber.

[20h21] Drei Minuten Nachspielzeit

[20h18] Kompliment an Schiedsrichter Foy, der eine Aktion im Strafraum an Defoe nicht als Elfmeter pfeift. Defoe hatte bereits vor dem Kontakt mit Petrov sich fallen lassen. Villa wechselt, Steve Sidwell für Stuart Downing.

[20h16] Tottenham hat wieder zwei Schippen zugelegt, aber das ist alles noch zu ungefährlich. Peter Crouch und seine Kopfbälle sehen immer sehr spektakulär aus, sind aber für Friedel keine Problem. Fünf Minuten noch.

[20h13] Schlussoffensive der Spurs, Aston Villa beginnt zu schwimmen.

[20h09] Disproportionalität bei den Ecken der Spurs. Je mehr sie bekommen (mittlerweile bei neun), desto schlechter und ungefährlicher werden sie. Minus-Bereich ist bald erreicht. Tottenham immerhin noch bemüht, aber kläglich im Abschluss.

[20h03] 20 Minuten noch zu absolvieren, kein gutes Spiel mehr, es tut sich nicht mehr viel. Kleinere Chancen wie zwei Aktionen durch Carew und einen Kopfball von Crouch verhindern immerhin, dass die Zuschauer nicht komplett einschlafen. Villa verteidigt jetzt sehr gut, gibt Tottenham weniger Raum als in den ersten 45 Minuten.

[19h49] Tottenham mit über 60 Prozent Ballbesitz in der zweiten Hälfte, also ähnlich wie im ersten Durchgang. Villa ist jetzt aber sehr viel präsenter und kann die Spurs sehr gut vom Tor fernhalten. Daher noch kaum eine gute Chance in den letzten 15 Minuten. Wenn sind es Einzelleistungen und Fernschüsse, diesmal Huddlestone, Friedel ist rechtzeitig unten. Halbe Stunde noch. Beide Teams müssen wieder stärker auf die Torchancen hinarbeiten, sonst läuft das hier zielstrebig auf ein 0:0 hinaus.

[19h40] Die ersten Minuten der zweiten Hälfte gehören ganz klar Aston Villa, die eine gute Freistoßposition 20 Meter vor dem Tor nach Foul von King an Agbonlahor bekommen. Downing setzt den Ball aber über den Querbalken. Tottenham scheint ein wenig überrascht, hat gar keine Ballsicherheit in den ersten Minuten nach Wiederanpfiff.

[19h36] Beginn 2. Halbzeit

[19h19] Halbzeit Tottenham Hotspur – Aston Villa 0:0

Gutes Spiel, das Tottenham über weite Strecken bestimmt hat. Beide Teams kamen schwierig in diese Partie, die Spurs übernahmen dann das Kommando und hatten genug Chancen hier in Führung zu gehen. Von Villa kommt viel zu wenig, einzig eine gute Chance steht auf der Habenseite. Insbesondere das schnelle Spiel über die Flügel mit Ashley Young und Downing könnte sehr viel besser laufen. Für beide noch Spielraum nach oben.

[19h14] Beste Chance für Tottenham in diesem Spiel. Schöner Freistoß vors Tor von Villa, Ball wird gut auf Ledley King verlängert, der mit einem Kopfball aus kurzer Distanz am überragenden Friedel scheitert, den Nachschuss setzt Defoe über das Tor. Trifft die Kugel nicht richtig, Ball landet auf dem Tornetz. Tottenham verpasst es erneut sich für eine gute einstudierte Standardsituation zu belohnen.

[19h11] Noch etwas mehr als fünf Minuten bis zur Halbzeit. Tottenham weiter spielbestimmend, in den letzten Minuten fehlen aber die großen Torchancen. Von Villa kommt weiter sehr wenig, bis auf die Doppelchance von Millner und Agbonlahor habe ich zumindest auf meinem Notizzettel nichts stehen.

[19h00] Und aus dem Nichts die große Chance für Villa zur Führung. Gomes hält zweimal glänzend, zunächst gegen einen Fernschuss von Milner, dann den Nachschuss von Agbonlahor. Da hat Tottenham zum ersten Mal richtig geschlafen in der Abwehr. Und Agbonlahor war blitzschnell da um den Abpraller aufzunehmen.

[18h56] Nächste mehr als passable Gelegenheit für Tottenham. Distanzschuss von Huddlestone, gute Parade von Friedel, auch der Nachschuss wird von Cuélla rechtzeitig zur Ecke abgewehrt. Führung wäre mehr als verdient.

[18h54] Emil Heskey kann mit seinen Schmerzen nicht weitermachen, O’Neill bringt John Carew, der von einigen sowieso schon in der Startelf erwartet wurde.

[18h50] Da hatte Peter Crouch schon das Lächeln des Torerfolges auf seinen Lippen. Toller Doppelpass vom Ex-Pompey mit Luka Modric, Crouch läuft sich prima frei, hat das ganze lange Eck frei, Richard Dunne blockt in allerletzter Sekunde den Schuss zur Ecke. Tolle Aktion des Innenverteidigers von Villa, aber erneute schaffen es die Spurs durch schnelles Direktspiel die Villa-Abwehr auszuhebeln. Wird Martin O’Neill nicht sonderlich schmecken.

[18h47] Tottenham übernimmt langsam aber sicher die Initiative, spielen den besseren Offensivfußball und strahlen mehr Torgefahr aus. Eckball Bentley, Kopfball Ledley King in die Arme von Brad Friedel. Villa findet offensiv noch kaum statt, ist auch ein wenig gehandicapt, weil Heskey nach einem Zusammenstoß mit Palacios Schmerzen an der Hüfte hat. Pluspunkt für die Spurs in den ersten Minuten: Luka Modric, zieht die Fäden im Mittelfeld. Auch Bentley knüpft auf rechts an seine guten Leistungen an.

[18h40] Noch nichts Erwähnenswertes passiert. Viele Fehler im Aufbau, beide Teams stehen kompakt im Mittelfeld. Entscheidend in diesem Spiel vielleicht die Duelle auf den Flügeln. Auf rechts Bentley gegen Downing, auf links Modric und Bale gegen Ashley Young und Cuéllar. Bis jetzt noch alles ausgeglichen.

[18h33] Beginn 1. Halbzeit

Stimmungsvolle White Hart Lane. Die Spurs in den weißen Trikots, Villa in den gewohnten lila-farbenen Shirts. Die Gäste mit Anstoß in dieser Partie, spielen von links nach rechts in der ersten Hälfte. Referee der Partie ist Chris Foy.

[18h25] Die Aufstellungen an der White Hart Lane

Tottenham Hotspur: Gomes – Corluka, Dawson, King, Bale – Bentley, Huddlestone, Palacios, Modric – Defoe, Crouch.

Aston Villa: Friedel – Cuellar, Collins, Dunne, Luke Young – Ashley Young, Milner, Petrov, Downing – Heskey, Agbonlahor

Beide Teams nahezu mit ihren Bestformationen heute Abend. Bei Tottenham ersetzt David Bentley den noch verletzten Aaron Lennon auf der rechten Seite. Hat das zuletzt außerordentlich gut erledigt. Nachdem Robbie Keane jetzt nach Glasgow ausgeliehen ist, lautet das Sturmduo der Spurs Crouch und Hattrick-Defoe. Bei Villa sitzt John Carew zumindest wieder auf der Bank.

[18h17] Die bisherigen Ergebnisse des 25. Spieltages

FC Liverpool – FC Everton 1:0 ; Manchester United – FC Portsmouth 5:0 ; Hull City – Manchester City 2:1 ; FC Burnley – West Ham 2:1 ; Stoke City – Blackburn Rovers 3:0 ; FC Sunderland – Wigan Athletic 1:1 ; Bolton Wanderers – FC Fulham 0:0

Ganz wichtige Siege für Burnley und Hull im Abstiegskampf, derweil verschärft sich die Krise bei West Ham nach der schwachen Vorstellung bei den Clarets. Sunderland und Wigan treten auf der Stelle, während Stoke mit dem Heimerfolg über Blackburn einen ganz großen Schritt Richtung Klassenerhalt macht. Liverpool meldet durch den hart erkämpften Sieg im Derby gegen Everton wieder Ansprüche auf den vierten Platz an, Everton verliert zum ersten Mal wieder seit Ende November. Man Utd übernimmt zumindest erstmal für 24 Stunden die Tabellenführung, während Portsmouth heute über 90 Minuten gezeigt hat, dass man nicht mehr die Qualität hat in der Premier League mitzuhalten. Es machte den Eindruck, als dass viele Spieler dazu auch gar keine Lust mehr hatten.

[18h11] Nachdem der FC Liverpool heute Mittag das Merseyside-Derby gegen den FC Everton gewinnen konnte, brauchen die Spurs jetzt einen Sieg um wieder auf den vierten Platz vorzurücken. Dank der Niederlage von Manchester City in Hull kann auch Aston Villa mit drei Punkten wieder Anschluss an den vierten Platz finden. Immens wichtiges Spiel also für beide Teams.

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Premier League 2009/2010 Preview #25 – Die wichtigen Dinge

Freitag, 5. Februar 2010 18:22

Ein sehr interessanter 25. Spieltag in der Premier League steht uns bevor.  Drei Stadtderbys stehen uns bevor, zudem gibt es ein Spitzenspiel im Verfolgerduell um den vierten Platz zwischen Spurs und Villa und viele direkten Duelle in der Abstiegszone. Das wird richtig spannend zu beobachten am Samstag und Sonntag.

Die Premier League hat seit einem Monat einen eigenen Podcast, quasi als eine Spieltagsvorschau. Ich habe jetzt den Podcast mehrfach gehört und finde ihn sehr hörenswert. Schwerpunkt liegt ganz klar auf den sachlichen Informationen. Wer großartige Interaktion und Humor erwartet, wird leider enttäuscht. Meist ist ein wechselnder Moderator mit einem Gast 30 Minuten dabei auf den kommenden Spieltag zu schauen, gelegentlich gibt es Interviews mit Trainern oder Spielern, die per Telefon zugeschaltet sind, und Audio-Einspieler. Mehr Infos gibt es hier.

Keine Woche derweil ohne neue Schlagzeilen aus Portsmouth. Seit dieser Woche hat der Verein mal wieder einen neuen Besitzer, den vierten in der laufenden Spielzeit. Damit hat Pompey diese Saison schon mehr Eigentümer im Verein gesehen als Siege auf dem Spielfeld, da stehen nämlich nur drei zur Buche. Der neue Mann an den kurzen Zügeln ist jetzt Balram Chainrai, ein Unternehmer aus Hongkong. Chainrai will seinen Anteil am Verein aber so schnell wie möglich wieder an einen “verantwortlichen und vertrauensvollen” Käufer weitergeben. Chainrai war bereits in die Übernahme von Portsmouth im Oktober verwickelt. Damals hatte er dem letzten Besitzer, dem Saudi Ali al-Faraj, 17 Millionen Pfund geliehen um Kredit zu begleichen. Al-Faraj war aber, wie sich später herausstellte, nun alles andere als reich oder bereit in den Verein zu investieren. Von daher hatte Chainrai Angst sein ganzes Geld, das er zur Verfügung gestellt hatte, zu verlieren und übernahm am Mittwoch kurzfristig den Verein. Und jetzt ist auf der Suche nach einem neuen Besitzer, aber mal ganz ehrlich – wer will Portsmouth in der Situation eigentlich noch haben?

FC Liverpool – FC Everton

Sky Sport 1 live, Samstag ab 13:40 Uhr, Kommentar: Andreas Renner

Der 25. Spieltag beginnt mit einem der attraktivsten Stadtderbys auf der Insel zwischen Rot un Blau. Liverpool empfängt Everton und beide Teams wollen ihre sehr gute Form weiterbehalten. Liverpool ist seit sechs Spielen ungeschlagen, darunter gab es vier Siege, Everton hat sein neun Begegnungen nicht mehr verloren. Liverpool kann mit einem Sieg vorübergehend auf den vierten Platz vorrücken, solange Tottenham am Abend nicht gewinnt. Es ist das 213. Aufeinandertreffen zwischen beiden Teams, Everton hat in der Liga seit über 11 Jahren bei Liverpool nicht mehr gewonnen. Doch dieses Jahr scheint man mehr denn je bereit und fähig dem Lokalrivalen ein Bein zu stellen. Die Toffees bringen seit Wochen konstant gute Leistungen, Liverpool muss sich immer wieder zu Siegen mühen. Das sieht alles andere als leichtfüßig und überzeugend aus. Interessant wird zu sehen sein, wie Liverpool mit eher defensiv eingestellten Gästen zurecht kommt. Liverpools Vorteil zum Beispiel im Heimspiel gegen Tottenham war, dass die Spurs selbst nach vorne spielten. Doch das muss Everton nicht, die können abwarten und sich den Gegner ausschauen. Fabio Aurelio dürfte für Liverpool wieder fit sein, bei Everton kehren Yakubu und Joseph Yobo nach ihrer Afrika-Reise zurück.

FC Burnley – West Ham United

Mehr Abstiegskampf in einem direkten Duell geht dann nicht derzeit. Der Tabellenneuntzehnte empfängt die vier Plätze besser platzierten Hammers, beide Teams trennen aber nur einen Punkt. Die Clarets könnten mit einem Sieg also West Ham in der Tabelle überholen und die Abstiegsplätze verlassen. Wenn da nicht das fehlende Selbstvertrauen wäre. Bei beiden Mannschaften muss man sich ja schon fast fragen, ob die noch wissen, wie sich ein Sieg anfühlt. Burnley hat die letzten 12 Spiele nicht gewonnen, darunter vier Niederlagen in den letzten Partien. Die letzten drei Punkte gab es am 31. Oktober beim 2:0 über Hull City. West Ham gewann nur eines der letzten neun Spiele, gegen Schlusslicht Portsmouth. Augenmerk auf die neue Sturmformation der Hammers. Die Neuzugänge aus der Wintertransferperiode sollen für Tore sorgen, Benni McCarthy und Mido. Für Burnley spricht immerhin die einigermaßen gute Heimform, während West Ham zu einen der schlechtesten Auswärtsteams der Liga zählt.

FC Sunderland – Wigan Athletic

Ähnlich brisant geht es auch im anderen Tabellenkellerduell zwischen Sunderland und Wigan zu. Beide Teams spielen seit Wochen fürchterlich schlechten Fußball und Sunderlands Performance am Montag gegen Stoke war eine der schlechtesten der ganzen Saison bisher. Zum Glück war “nur” Stoke der Gegner. Die Black Cats warten seit zehn Spielen auf einen Sieg, zuletzt im November gegen den FC Arsenal. Mit einem Sieg könnte man sich endlich wieder ein bisschen Luft im Abstiegskampf verschaffen. Da könnte Wigan Athletic gerade rechtzeitig kommen. Das Team von Roberto Martinez hat nur eines der letzten acht Spiele gewonnen, ist unter der Woche nach kläglicher Leistung zuhause im FA-Cup gegen den Viertligisten Notts County (ja, das Team, wohl Svennie mal war). Da sollte dann das letzte aller möglichen Alarmzeichen gewesen sein. Sunderland startet mit seinen Neuverpflichtungen Benjani (von Man City) und Alan Hutton (von den Spurs).

Bolton Wanderers – FC Fulham

Fulham darf die restlichen Saisonspiele einmal mehr versuchen zu zeigen, wie man spielen kann, wenn es nur noch um wenig geht. Man steht im gesicherten Mittelfeld, zu groß der Abstand nach oben und nach unten, das man nachträglich noch in Abstiegsgefahr kommen sollte. Da sind die Aufgaben in der Europa League gegen Donezk ja fasz schon die großen Highlights in den nächsten Wochen. Ganz andere Sorgen haben die Bolton Wanderers, punktgleich mit dem ersten Abstiegsplatz. Die Bilanz vom neuen Trainer Owen Coyle ist noch ein wenig verzerrt, waren die ersten Spiele doch unter anderem gegen Arsenal und Liverpool. Das wichtige Spiel gegen Burnley hat er gewonnen. Und genauso muss es auch diesmal laufen.

Stoke City – Blackburn Rovers

Das Duell der Tabellennachbarn, die beide gerade so am Rand zur bedrohten Zone in der Tabelle stehen. Stoke hat zudem zwei Spiele weniger als Blackburn ausgetragen, liegt zwei Punkte in der Tabelle hinter den Rovers. Mit einem Sieg und der stets großartigen Unterstützung im Britannia Stadium würde man einen weiteren Schritt Richtung Klassenerhalt machen. Die Rovers kommen mit der Empfehlung von vier Punkten aus den letzten beiden Spielen.

Manchester United – FC Portsmouth

Sky Sport 1 live, Samstag ab 15:55 Uhr, Kommentar: Toni Tomic

Sir Alex Ferguson stapelt tief vor dem Heimspiel gegen den FC Portsmouth. Pompey sei zwar angenockt, aber dafür gerade umso gefährlicher. Bei aller Vorsicht von Sir Alex wäre ein Sieg von Man Utd in der derzeitigen Form nach dem tollen Spiel gegen Arsenal das Normalste der Welt. Ich kann hier kein Argument nennen, das Portsmouth auch nur in die Nähe eines Punktgewinnes bewegen würde. Portsmouth spielt die schlechteste Premier League Saison in der Vereingeschichte und hat nur eines der letzten 25 Auswärtsspiele saisonübergreifend gewonnen. Es gibt unter den Experten nur noch wenig Hoffnung auf den Klassenerhalt, viele prophezeien sogar einen glatten Durchmarsch in die dritte Liga, quasi ein Leed United light. Mal sehen, ob Portsmouth auf seiner Abschiedstour durch die Premier League wenigstens ein wenig Unterhaltung in Old Trafford bietet.

Hull City – Manchester City

Ein Spiel, auf das ich nach dem Begutachten des Spiel vom Dienstag ungemein gespannt bin. Hull hat mir gegen den FC Chelsea richtig gut gefallen, fragt sich eben nur, ob man eine solche Leistung noch einmal wiederholen kann und gleichzeitig der Gegner nicht seinen besten Tag erwischt. Beides wäre nötig um auch gegen Manchester City etwas Zählbares mitzunehmen. Hull wartet seit 10 Spielen auf drei Punkte, aber das Remis gegen Chelsea war Hoffnungsschimmer genug, oder wie es Trainer Phil Brown formulierte: “Wir waren überlegen gegen Chelsea – warum sollen wir es dann nicht auch gegen Man City sein.” Zwei Hinweise auf Manchester City: Patrick Viera könnte sein Debüt für die Citizens geben, und Wayne Bridge könnte nach seiner Knieverletzung wieder im Kader stehen. “Alle anderen Dinge sind für mich nicht wichtig,” so Trainer Mancini. Für mich auch nicht.

Tottenham Hotspur – Aston Villa

Sky Sport 1 live, Samstag ab 18:25 Uhr, Kommentar: Markus Gaupp

Für mich eines der reizvollsten Spiele des Wochenendes, vor allem aufgrund der Tabellenkonstellation. Der Tabellenvierte hat den siebten zu Gast, bei Anpfiff könnte Tottenham durch einen Sieg von Liverpool einen Platz zurückgefallen sein. Villa kann mit einem Auswärtssieg in der Tabelle an den Spurs vorbeiziehen. Villa kommt nach dem eher schwachen Jahresausklang jetzt wieder langsam in Fahrt, hat drei der letzten vier Auswärtsspiele gewonnen. Die Spurs treten auch ein wenig zu viel auf der Stelle. Nur ein Sieg im Jahr 2010 bisher, im Heimspiel gegen Fulham. Dazu die Punktverluste gegen Birmingham und Hull, die so zumindest gegen letztgenanntes Team sicherlich nicht so eingeplant waren. Jetzt können beide Teams in diesem Spiel zeigen, ob sie ihre Mini-Krise überwunden haben und erheblichen Anspruch auf den vierten Platz untermauern wollen. Mehr dazu morgen Abend in einem Live-Blogging ab 18:15 Uhr.

Birmingham City – Wolverhampton Wanderers

Sky Sport 1 live, Sonntag ab 14:25 Uhr, Kommentar: Sven Schröter

Das zweite Derby an diesem Spieltag steigt im Großraum Birmingham, wo die Blues die Wolves im St. Andrews Park empfangen. Die Gäste spielen derzeit auch in einer Phase jenseits von gut und böse, schieden unter der Woche im FA-Cup gegen den insolventen Zweitligisten Crystal Palace aus und haben in der Premier League die letzten fünf Spiele nicht gewonnen. Birmingham derweil hat sich im oberen Mittelfeld der Tabelle konsolidiert. Mit dem internationalen Geschäft wird es definitiv nichts, aber damit hat ehrlicherweise auch keiner gerechnet. Zum 12. Mal in Folge wird Alex McLeish sein Team unverändert aufs Feld schicken. Das könnte das große Plus im Duell der beiden Aufsteiger sein.

FC Chelsea – FC Arsenal

Sonntag ab 16:45 Uhr, Kommentar: Roland Evers

Und da im Leben bekanntlich aller guten Dinge drei sind, wartet die englische Hauptstadt am Sonntagnachmittag mit dem letzten Derby des Spieltages auf. Für Arsenal ist es die allerletzte Chance den Fuß noch einmal in die Meisterschaftstür zu stellen. Mit einem Sieg an der Stamford Bridge würde man den Rückstand auf Chelsea auf drei Punkte verkürzen. Was im Umkehrschluss heißt, dass Arsenal bei einer Niederlage sich in den nächsten Wochen wohl darauf konzentrieren kann, die Champions League zu gewinnen und den dritten Platz abzusichern. Personell ändert sich nicht viel bei den Gunners. Erst am Samstagabend wird entschieden, ob Abou Diaby in den Kader für das Spiel berufen wird. Ansonsten bleibt alles beim alten, Eduardo fehlt weiter verletzt. Wenger wird wohl mit derselben Elf starten wie gegen Man Utd. Es wird spannend zu sehen sein, wie das junge Team den Rückschlag vom letzten Wochenende verkraftet hat. Bei Chelsea wird man froh sein, dass sich Sonntag wohl alles auf das Spitzenspiel konzentrieren wird, es sei denn, wie heute von der News of the World bei Sky News angekündigt, dass man in den Wochenendausgaben der Zeitungen die Terry-Affäre weiter ausschlachten wird. Chelsea könnte sich am Sonntag erstmals seit langer Zeit nur auf Platz 2 sehen, die Blues brauchen bei hohem Sieg der Red Devils vielleicht sogar drei Punkte für die Rückeroberung der Tabellenführung. Ashley Cole ist wieder vollständig fit und wird hinten links in der Viererkette beginnen.

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Das Bsirske-Lächeln

Mittwoch, 3. Februar 2010 16:59

Ist es Ihnen durch den Konsum der Nachrichtensendungen der letzten Tage auch schon aufgefallen, das sogenannte Bsirske-Lächeln? Frank Bsirske ist Chef der Vereinten Dienstleistungsgesellschaft Verdi, eine der größten Gewerkschafteb im DGB mit über zwei Millionen Mitglieder. Und als Chef von Verdi ist er derzeit an den Tarifverhandlungen für den öffentlichen Dienst beteiligt und vertritt die Interessen der Arbeitnehmer.

So weit so gut. Da derzeit nun gerade wieder Tarifverhandlungen stattfinden, genießen die Gewerkschaften mal wieder ein wenig mediale Präsenz, ganz vorne dabei natürlich ihr Chef. Ich weiß nicht, ob das beabsichtigt ist, was Bsirske macht, aber ich habe es jetzt schon so oft in Tageszeitungen oder in Berichten im Fernsehen gesehen, dass sein Verhalten wirklich ritualisiert scheint. Und es ist eine Szene, die mich derzeit immer wütender macht. Wenn ein TV-Beitrag gedreht wird, dann sitzen die Verhandlungsführer an einem runden Tisch, komischerweise sind die Kamerateams stets hinter Bsirske aufgebaut. Er muss sich also ein wenig drehen, um in die Kamera zu schauen. Und das macht er dann auch, immer wieder. Fährt den Stuhl ein wenig zurück, schiebt ihn ein wenig zur Seite und dreht sich leicht nach links rum. Nicht vollständig, sondern nur ein wenig seitlich. Nicht weiter erwähnenswert. Wenn da nicht dieses fast schon arrogant wirkende Lächeln wäre, was umso mehr auffällt, weil alle anderen Verhandlungspartner sich gerade so quälen überhaupt nur ein wenig Mimik in ihr Gesicht zu bekommen. Nicht so Frank Bsirske. Ein wenig zur Seite gedreht, gerade hingesetzt, und dann kommt dieses Lächeln in die Kamera. Mund bleibt zu, aber die Lippen zieht er ausdrücklich nach oben – so als würde er sich innerlich richtig freuen über seine Verhandlungsposition. Noch mehr nach innen, als er schon nach außen zeigt. Keine Spur von schwierigen Verhandlungen. Da sitzt jemand, dem es gut zu gehen scheint. Und jemand, der nicht ganz verstanden hat, dass er sich zumindest bei mir nicht gerade beliebt macht in diesen Tagen.

Am Donnerstag wird hier in Düsseldorf die Rheinbahn von Verdi bestreikt, den ganzen Tag lang. Alle U-Bahnen, Straßenbahnen und fast alle Busse. Man möchte durch die Warnstreiks seine Forderungen nach fünf Prozent mehr Lohn für die Beschäftigten des öffentlichen Dienstes deutlich machen. Zunächst ist es einmal das gute demokratische Recht der Gewerkschaft zu Streiks aufzurufen und auch Streikmaßnahmen durchzuführen, gleichzeitig kann ich es auch ein wenig verstehen, wenn man als Gewerkschaft in Tarifverhandlungen mit maximalen Forderungen geht oder zumindest seine Position deutlich macht. Was ich aber gar nicht verstehen kann: Dass man wie vernebelt an Forderungen festhält, die schlicht nicht realistisch wirken und sich überhaupt kein Stück bewegt. Und so habe ich derzeit eher wenig Verständnis für die Politik der Gewerkschaften – und das Lächeln von Frank Bsirske macht meine Meinung nicht gerade förderlicher. Es kann bei einer Lohnerhöhung von fünf Prozent doch auch für Bsirske nicht gerade verwunderlich wirken, dass man sich nach zwei Verhandlungen nicht einig geworden ist. Und jetzt so zu tun, als wären Warnstreiks notwendig, halte ich für ein ziemlich unglaubwürdiges Verhalten. Hätte man nicht gleich Streiks ausrufen können? Und ganz ehrlich: Wie soll eine schnelle Verhandlungslösung aussehen, wenn Bsirske partout an der Forderung von fünf Prozent Lohnerhöhung festhält? Ich habe von der Gewerkschaft noch kein vernünftiges Argument gehört, warum man es rechtfertigen könnte in Zeiten von fast bankrotten Kommunen, hochverschuldeten Ländern und einem Staat, der insgesamt an seiner Neuverschuldung zu ersticken droht, dass die Beschäftigten fünf Prozent mehr Lohn bekommen sollten. Wäre da nicht etwas mehr Vernunft auf Seiten der Gewerkschaften angebracht? Und bereits jetzt nach zwei Verhandlungsrunden zu einem Streik zu greifen, ist aus Sicht von vielen Menschen, die dadurch betroffen sein werden, fast schon blanker Hohn.

Eigentlich stehe ich immer auf Seiten der Beschäftigten, wenn es um mögliche Lohnerhöhungen geht. Aber dieses Mal muss ich auch dank des irgendwie sehr angeberhaften Verhalten von Bsirske sagen, dass ich wenig Verständnis für Verdi habe. Man mag sich gar nicht vorstellen, was passiert wäre, wenn in Düsseldorf noch Schnee gelegen hätte und viele Menschen auf Öffis angewiesen wären? Ich wette, Bsirske wäre persönlich nach Düsseldorf gekommen und hätte sich lächelnd an eine Haltestelle gestellt. Ob ihm das Lachen noch vergeht? Schwierig zu sagen. Letzlich ist das ja keine unkomfortable Situation, in der die Gewerkschaft derzeit ist. Jetzt kommt es darauf an, ob eher die Gewerkschaften oder die Arbeitgeber vernünftig agieren. Kann mir das bei dem in sich hinein lächelnden Bsirske nur schwer vorstellen, dass der nicht als Letzter auch noch lachen will.

Thema: Politik National, Wirtschaft | Kommentare (5)

Deshalb schaue ich so gerne The Daily Show

Dienstag, 2. Februar 2010 23:09

The Daily Show With Jon Stewart Mon – Thurs 11p / 10c
Q & O
www.thedailyshow.com
Daily Show
Full Episodes
Political Humor Health Care Crisis

Aus der gestrigen Episode vom 1. Februar -  John Stewart über das Treffen von Präsident Obama mit der republikanischen Partei. Er war zum Mittag eingeladen.

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Premier League 2009/2010 #21, Hull City – FC Chelsea

Dienstag, 2. Februar 2010 20:25

[22h39] Endstand Hull City – FC Chelsea 1:1

Absolut verdienter Punktgewinn für Hull City nach toller kämpferischer Leistung. Die Tigers machen damit einen Platz gut, stehen jetzt auf dem 18. Rang. Chelsea verpasst sich abzusetzen, kann nur zwei Punkte zwischen sich und Man Utd legen. Sonntag hat man Arsenal zu Gast, Hull empfängt am Samstagnachmittag Manchester City. Dann muss das Team unter Beweis stellen, dass man diese Leistung wiederholen kann.

[22h35] Zayatte für den verletzten McShane, der mit Drogba im Flugduell zusammengestoßen ist. Vier Minuten Nachspielzeit. Und endlich mal wieder Torgefahr. Joe Cole mit tollem Pass auf Sturridge, Myhill lenkt den Ball um den Pfosten zur Ecke.

[22h30] Kevin Kilbane für den fleißigen Altidore. Fünf Minuten noch. Weiter wenig gefährliche Szenen vor den Toren.

[22h27] Hull ist übrigens eines der schlechtesten Teams der Premier League in der Schlussviertelstunde. Entsprechend vorsichtig ist man jetzt. Chelsea kann aber noch nicht davon profitieren.

[22h24] Ich könnte mich zehn Minuten vor Schluss auf keinen Sieger festlegen. Beide wollen zwar auf drei Punkte spielen, das letzte Risiko wird aber gescheut. Credit to Hull: Klasse Leistung auch jetzt noch. Man darf ja immerhin nicht vergessen, wer heute Abend im KC Stadium zu Gast ist.

Doppelwechsel bei Chelsea: Ashley Cole für Zhirkov und Daniel Sturridge für Nicolas Anelka.

[22h19] Chelsea bei Ecken extrem anfällig. Da stimmt die Zuordnung überhaupt nicht. Wieder Ecke von rechts durch Hunt, Kopfball vom Torschützen Mouyokolo aber am Tor vorbei. Bleibt ein Spiel, das sich noch nicht so entscheiden will, in welche Richtung es die letzten Minuten gehen will.

[22h16] Auch Carlo Ancelotti mit dem ersten Wechsel. Joe Cole für Michael Ballack.

[22h11] Phil Brown bringt Neuzugang Amr Zaki für den blassen Jan Venegoor of Hesselink. Chelsea wird sukzessive ein wenig stärker, macht aber insgesamt immer noch zu wenig aus seinen Chancen. Bei Hull merkt man ein wenig das Ausgehen der Kräfte, Angriffe kommen nur noch sporadisch, dafür dann aber stets gefährlich, weil Chelsea immer noch wakelt in der Defensive. Gute 20 Minuten noch zu absolvieren.

[22h01] Boateng kann sich in einem Laufduell nicht gegen Ivanovic durchsetzen, wird aber auch klar geblockt. Bekommt aber keinen Freistoß, Phil Brown an der Seitenlinie kurz vor dem Kollaps angesichts des fehlenden Pfiffs. Auf der Gegenseite wird Myhill wieder geprüft, kann den Ball aber nach Kopfball von Malouda zur Ecke klären. Sekunden später scheitern Terry und Drogba am Amerikaner. Gute Szene jetzt der Gäste, Hull schwimmt ein wenig in der eigenen Abwehr. Kann sich beim Torwart bedanken, großartig gehalten.

[21h56] Ähnlich wie in der ersten Hälfte Hull mit dem sehr viel besseren Start. Kommen wieder mit Druck, Spielfreude und Engagement aus der Kabine. Und Chelsea lässt schon wieder zu viele Standards zu. Das sorgt immer für Gefahr vor dem Tor von Peter Cech.

[21h52] Terry sieht nach Ivanovic die zweite gelbe Karte in dieser Partie – und das ganze Stadion jubelt. Klar war das ein Verhalten von Terry nicht gerade vorbildhaft, aber wie sich jetzt alle, Fans wie Medien, als Moralapostel aufspielen – bei aller Notwendigkeit einer öffentlichen Berichterstattung – ist einfach nur widerlich.

[21h51] Beginn 2. Halbzeit

[21h35] Halbzeit Hull City – FC Chelsea 1:1

Glückliches Remis für Chelsea, das über 35 Minuten kaum Gelegenheit fand die gut organisierte Defensive von Hull zu knacken. Erst ein Freistoß brachte das Tor. Hull mit viel Einsatz und Leidenschaft. Haben es geschafft so gut wie möglich den Ball vom eigenen Tor fernzuhalten, die Offensive aber stets gesucht und wurden dafür mit der zwischenzeitlichen Führung belohnt. Verspricht eine spannende zweite Hälfte zu werden.

[21h34] Riesen Chance für Hull, wieder nach einem Freistoß. Um ein Haar das 16. von 21 Gegentoren nach Standards. Die Blues wieder völlig abwesend. Gardner kommt nahezu ohne Gegenspieler um sich herum zum Kopfball. Knapp drüber.

[21h31] Ganz nette Statistik der englischen Kommentatoren. 15 der 20 Gegentore vom FC Chelsea sind nach ruhenden Bällen gefallen.

[21h29] 1:1, Didier Drogba, 43. Minute

Dann muss es eben eine Standardsituation richten. Freistoß aus 18 Metern vom Ivorer, an der Mauer vorbei. Myhill macht einen Schritt raus aus seiner Torwartecke und dann schlägt der Ball flach am Innenpfosten ein. Toll gemacht von Drogba. Aber schmeichelhaft für Chelsea.

[21h28] 70 Prozent Ballbesitz für Chelsea in den letzten fünf Minuten. Null Ertrag.

[21h23] Hull verteidigt sehr laufintensiv, machen die Räume eng. Chelsea findet kein Rezept mit schnellem Spiel den Abwehrriegel zu knacken. Wieder Fernschuss, Deco. Wieder kaum Schwierigkeiten für Myhill. Das ist ein bisschen sehr wenig.

[21h20] Chelseas Offensivleistungen sind derzeit Einzelaktionen und Schüsse aus der Distanz. Diesmal Anelka, der Versuch des Franzosen aber viel zu schwach und zentral. No problems for Myhill.

[21h16] 1:0, Steven Mouyokolo, 30. Minute

Hull belohnt sich für eine engagierte erste halbe Stunde mit der verdienten Führung. Ecke von rechts vom besten Mann auf dem Feld, Stephen Hunt, in der Mitte setzt sich Mouyokolo gegen Ballack und Terry durch und kann völlig frei einköpfen. Mal wieder ein Gegentor für Chelsea nach einer Standardsituation.

[21h12] Zum allerersten Mal macht Chelsea das Spiel breit, spielt schnell und schon wird es gefährlich. Lampard gibt zu Ivanovic raus, dessen Flanke erreicht Ballack in der Mitte, der Kopfball aber zu zentral. Keine Probleme für Myhill. Ansonsten passiert sehr wenig. Chelsea kann nicht mehr Risiko gehen, zu wenig Bewegung. Hull will nicht und ist bis dato mit dem Spielverlauf sehr zufrieden. So ist das Interessanteste das konsequente Ausbuhen von John Terry bei jedem Ballkontakt.

[21h03] Spiel gibt im Moment wenig Torchancen her. Hulls großer Pluspunkt bisher die Außenbahnen. Fagan auf rechts und vor allem Stephen Hunt auf links, der Ivanovic vor enorme Probleme stellt. Vieles spielt sich im Mittelfeld ab – und hier haben die Tigers im Moment die Überhand ohne aber gefährliche offensive Aktionen einzuleiten.

[21h00] Sehe gerade zum ersten Mal, dass Phil Brown einen grauen Schal trägt. Der wählt jede Krawatte am Spieltag bewusst aus, und dann hat der keinen schwarz-gelben Schal?

[20h55] Erste ganz gute Chance für Chelsea nach 10 Minuten. Distanzschuss von Lampard, Myhill kann nur abklatschen, aber Anelka verstolpert den Abpraller unter tosendem Beifall der Hull-Fans. Spiel kommt nur langsam in Fahrt. Hull muss man zugute halten, dass sie bisher sehr ballsicher agieren, verlieren kaum einen Ball in der Vorwärtsbewegung. Höchstens ungenaue Zuspiele verhindern ein klares Spiel, aber ansonsten sehr zweikampfstarke Leistung der Tigers.

[20h53] Zwei Ecken und schon ein gefährlicher Freistoß in den ersten fünf Minuten. Hull spielt mutig nach vorne. Angriff ist die beste Verteidigung. Chelsea hat Probleme im Spiel nach vorne, Hull macht insbesondere das Mittelfeld extrem eng.

[20h47] Beginn 1. Halbzeit

Hull in den schwarz-gelben Trikots mit Anstoß von links nach rechts. Chelsea ganz in blau, wie gewohnt.

[20h42] Oliver Faßnacht beginnt seine Kommentierung mit den neusten Gerüchten im Terry-Fall. Ich wechsele die Tonoption – und die englischen Kommentatoren machen das exakt Gleiche. Kommt man wohl nicht dran vorbei. Ende der Woche wohl übrigens Entscheidung bezüglich des Kapitänamtes von Terry in der englischen Nationalmannschaft.

[20h36] Die Aufstellungen im KC Stadium

Hull City: Myhill – McShane, Gardner, Mouyokolo, Dawson – Fagan, Boateng, Cairney, Hunt, Altidore – Vennegoor of Hesselink

FC Chelsea: Cech – Ivanovic, Carvalho, Terry, Zhirkov – Ballack, Deco, Lampard – Malouda, Anelka, Drogba

Chelsea kann wieder auf Didier Drogba nach seiner Rückkehr vom Afrika-Cup zurückgreifen. Ashley Cole fehlt weiterhin mit seiner Knöchelverletzung, dafür rückt Zhirkov auf die Linksverteidigerposition. Im Mittelfeld ersetzt Deco Joe Cole. Hull spielt eigentlich mit der Aufstellung der letzten Wochen. Einzige Ausnahme ist der Einsatz von Craig Fagan für Bernand Mendy. Bei Hull ist Amr Zaki, der Neuzugang aus der Winter-Transferperiode, auf der Bank.

[20h29] Konträrer könnten die Ausgangsbedingungen vor diesem Spiel nicht sein. Chelsea gewann die letzten vier Ligaspiele, auch wenn man am Samstag gegen Burnley nicht gerade die beste Leistung zeigte. Hull wartet seit neun Spielen auf einen Sieg und verpasst Woche für Woche sich aus dem Abstiegskeller zu bewegen. Am Samstag spielte man gegen Wolverhampton 2:2, trotz zweimaliger Führung. Was wieder einmal an der extrem schwachen Defensive der Tigers lag. Könnte also ein bitterer Abend werden für das Team von Phil Brown, sollten die Gäste einmal in Fahrt kommen.

[20h25] Nachholspiel heute Abend in der Premier League. Vom 21. Spieltag ist diese Partie noch übrig geblieben. Chelsea kann mit einem Sieg vier Punkte zwischen sich und Manchester United legen, Hull City braucht jeden Punkt um aus der Abstiegszone zu kommen. Klein gegen groß heute Abend. Für beide ein richtungsweisendes Spiel.

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Premier League 2009/2010 #24, FC Arsenal – Manchester United.

Sonntag, 31. Januar 2010 16:38

[18h54] Endstand FC Arsenal – Manchester United 1:3

Ich habe meinen Zug zu bekommen, von daher eine umfassende Analyse des füchterlichen Sportwochenendes in den nächsten Tagen. Mit ein wenig Abstand, zweimal schlafen und einer wichtigen Klausur morgen sollte das dann besser gehen. Im Moment ist es nur einfach riesengroße Enttäuschung. Absolut verdienter Sieg für Man Utd, die ihre Chancen genutzt haben und die Nachlässigkeiten von Arsenal exzellent bestraft haben. Arsenal war heute schlicht nicht gut genug und hatte große Probleme, klare Torchancen in Tore umzumünzen.

Euch allen einen schönen Wochenanfang. Bis die Tage an dieser Stelle.

[18h49] Gallas ist völlig frei im Fünfmeterraum, steht aber ein wenig mit dem Rücken zum Tor. Und köpft aus bester Position daneben. Vier Minuten Nachspielzeit.

[18h48] Berbatov für Nani. Die Krone wäre, wenn der Ex-Spurs Stürmer hier noch einen Treffer erzielt.

[18h44] Ecke Fabregas, Kopfball Vermaelen, Van der Sar und Evans halten den 2-Tore-Vorsprung mit auf der Linie fest. Valencia kommt für Park bei den Red Devils.

[18h42] Niedlich, wie die englischen Kommentatoren versuchen, sowas wie Spannung in dieses Spiel hereinzureden.

[18h38] 1:3, Thomas Vermaelen, 80. Minute

Bezeichnend, dass ein Abwehrspieler trifft. Schuss von Vermaelen wird noch abgefälscht. Und plötzlich wieder ein bisschen Stimmung im Stadion. Ein bisschen.

[18h34] Rooney hatte nach Ballverlust von Eboue die Chance auf das 4:0, schießt aber knapp am Tor vorbei. 15 Minuten noch – und Manchester United bekommt Lust an diesem Spiel. Arsenal läuft mit allen Mann nach vorne. Würde mich also nicht wundern, wenn man noch mal in einen Konter gerät.

[18h30] Die nächste Flanke von Arsenal ins No Man’s Land. Ferguson bringt Giggs für Scholes, Eboue und Bendtner kommen bei Arsenal für Sagna und Rosicky.

[18h27] Eher macht Manchester United hier mit einem Konter das 4:0 als Arsenal das 1:3. Wie gesagt, bemüht sind die Gunners, aber das ist alles zu hektisch, nicht gut überlegt und damit auch sehr gut zu verteidigen für die Gäste.

[18h19] Arshavin per Fallrückzieher auf Song. Völlig frei, schöner Schuss und….knapp daneben. Arsenal gibt sich wenigstens nicht auf, versucht alles, aber das ist schlicht nicht gefährlich und gut genug im Moment. Wenger bringt den schnellen Walcott für Denilson.

[18h17] Arsenal mit wütenden Angriffen in den letzten Minuten. Aber ohne Erfolg, und ohne große Probleme für Van der Sar. Es fehlt der Knipser. Noch ist Zeit für einen Transfer.

[18h10] 0:3, Ji Sung Park, 52. Minute

Das könnte ein ganz bitterer Abend werden. Ein weiterer “Moment of Glory” für die Red Devils. Arsenal wird wieder ausgekontert. Langer Ball auf Park, Arsenal ist nicht schnell genug, zudem warten alle auf den Querpass auf Nani, keiner geht richtig auf Park, der Almunia dann keine Chance lässt. Erster Saisontreffer für Park.

Und Arsene Wenger ist auf der Bank kurz vorm Explodieren. Wieder so ein dummes Gegentor. Und es erinnert mich wieder sehr an das Chelsea-Heimspiel. United war das bessere Team in den ersten Minuten der zweiten Halbzeit. Erst nach 10 Minuten in der zweiten Hälfte Fabregas mit einem gefährlichen Distanzschuss knapp über das Tor.

[18h04] Beginn 2. Halbzeit

[17h48] Halbzeit Arsenal-Man Utd 0:2

Die Gäste mit fünf brillianten Minuten, die Arsenal in ein tiefes Loch fallen lassen haben. Es war in den ersten 35 Minuten ein ausgeglichenes Spiel, das sogar die besseren Chancen bei Arsenal sah. Insbesondere Arshavin sorgte für Gefahr, war aber im Abschluss stets unglücklich. Wie man das besser macht mit der Chancenauswertung, zeigten dann Nani und Rooney. Würde mich wundern, wenn dieses Spiel noch einen anderen Ausgang als nach den ersten 45 Minuten bekommen sollte. Ich sag das ganz ehrlich: Aber als Arsenal-Fan spüre ich gerade nichts als Leere.

[17h46] Zwei Minuten Nachspielzeit

Erinnert mich frappierend an die Heimniederlage von Arsenal gegen Chelsea. Damit – wenn es so bliebe – die dritte Niederlage in 24 Heimspielen saisonübergreifend für die Gunners. Zweimal gegen Chelsea, ein Mal gegen Man Utd.

[17h42] Arsene Wenger auf seinem Sitz mit Gesichtsstarre. Arshavin hatte zum wiederholten Male eine gute Chance für einen Treffer, verzieht erneut aus aussichtsreicher Position. Im Gegenzug verspielt sich Man Utd um einen dritten Treffer.

[17h40] Das ist ja mal wieder ein ganz wunderbares Sportwochenende aus meiner Sicht. Melde mich umgehend für einen Kloster-Besuch an.

[17h37] 0:2, Wayne Rooney, 37. Minute

Sein 100. Treffer in der Premier League. Sein 14 Treffer in den letzten 14 Pflichtspielen. Und das war einfach wunderschön gespielt. Arsenal fliegt der eigene Konter um die Ohren. Rooney spielt raus auf Nani, bekommt vom Portugieseb den Ball zurück und zieht trocken ins lange Eck. Innerhalb von vier Minuten ist Man Utd 2:0 vorne. Völlig überraschend. Und Arsenal steht wieder wie ein begossener Pudel da, der eigentlich gar nicht weiß, was hier in den letzten Minuten geschehen ist.

[17h37] Und jetzt Arsenal gezwungenermaßen ein, zwei Gänge höher schalten. Arshavin muss auch mal den Blick für den Mitspieler haben, Denilson und Fabregas müssen wieder offensiver werden. Das war zunächst alles auf Safety first ausgerichtet. Das kann man jetzt langsam über Bord werfen.

[17h33] 0:1, Eigentor Almunia, 33. Minute

Ein in der Entstehung ganz großes Tor. Nani setzt sich auf rechts gegen zwei Gegenspieler durch, zieht nach tollem Move in den Strafraum ein, lupft den Ball auf den langen Pfosten. Der Schuss wäre wohl nicht reingegangen, wenngleich am langen Pfosten Park bereit gestanden hätte. Almunia will den Ball klären und legt sich ihn nahezu selbst ins Tor.

[17h28] Zum ersten Mal kann sich Rooney ein wenig von Vermaelen und Gallas lösen, bekommt hinter seinen Drehschuss aber nicht genug Kraft. Kein Problem für Almunia. Erster Ballkontant für Almunia überhaupt, so der Eindruck. Eine Minute später verzieht Nani aus kurzer Distanz am kurzen Pfosten vorbei. Leichtes Übergewicht für Man Utd, nachdem Arsenal die letzten Minuten offensiv aktiver war.

[17h27] Richtig interessant die Duelle im Mittelfeld. Denilson, Fabregas und Song gegen Carrick, Fletcher und Scholes. Völlig ausgeglichen, wenn überhaupt leichte Vorteil für Arsenal durch die Einzelleistung von Fabregas. Aber im Mittelfeld wie überhaupt defensiv beide Teams fast ohne Fehler.

[17h21] Arsenal mit einer erneuten tollen Kontergelegenheit, weil Fabregas Scholes und Fletcher abschüttelt. Aber der Spanier und Arshavin verstolpern beide in der entscheidenen Phase den Ball. Arshavin trifft den Ball bei einem Torschuss aus guter Position nicht richtig. Da war viel mehr drin.

[17h19] Gutes Fußballspiel, was eben noch fehlt, sind die ganz klaren Torchancen. Spricht in erster Linie für die guten Defensivreihen. Torgelegenheiten meistens nur durch Zufall oder nach Einzelleistung. Nani wirkt ein wenig angeschlagen nach Foul von Song, der dafür zurecht die gelbe Karte sah.

[17h13] Man Utd steht defensiv bisher exzellent, Arsenal hat Probleme, die Lücke zu finden und haben auch noch ein paar Ungenauigkeiten in den Zuspielen. Dann müssen es Einzelaktionen sein. Tolles Solo von Arshavin, umdribbelt Wes Brown und dann will es ganz genau machen und in die lange Ecke zielen. Toller Schuss, hauchzart am Pfosten vorbei. Lange Bälle auf den schnellen Arshavin – könnte eine Alternative sein, wenn United weiter so kompakt und eng am Mann steht.

[17h08] Ausgeglichenes Spiel in den ersten Minuten. Arshavin hatte eine gute Konterchance für Arsenal, Rooney erzielte um ein Haar das 0:1, wird aber in letzter Sekunde aus kurzer Distanz geblockt. Viel spielt sich im Mittelfeld ab. Arsenal mit besserer Ballbehandlung, die Gäste mit mehr Power, insbesondere über rechts mit Nani, der schon ein ums andere Mal eine gefährliche Hereingabe fabriziert hat. Rosicky klärt in letzter Sekunde vor dem einschussbereiten Carrick. Man Utd wird stärker.

[17h01] Beginn 1. Halbzeit

Schiedsrichter der Partie ist Chris Foy. Und los geht es. It’s simply Arsenal vs Man Utd. Die Gunners mit Anstoß und von links nach rechts in den ersten 45 Minuten, Man Utd in den dunklen Trikots.

[16h57] “We would like to be brilliant today.” Zitat Arsene Wenger vor dem Spiel.

[16h54] Three games that could define Arsenal’s season. Heute Man Utd, kommenden Sonntag beim FC Arsenal, vier Tage später dann im Heimspiel gegen den FC Liverpool. Alles oder nichts.

[16h52] Die Aufstellungen im Emirates Stadium:

FC Arsenal: Almunia – Sagna, Gallas, Vermaelen, Clichy – Fabregas, Denilson, Song – Nasri, Rosicky – Arshavin

Manchester United: Van der Sar – Da Silva, Evans, Brown, Evra – Scholes, Carrick, Fletcher – Nani, Park – Rooney

Bei den Gunners ist Thomas Vermaelen rechtzeitig fit geworden. Das ist für Arsenal ein enormer Vorteil. Ganz anders die Situation in der Innenverteidigung bei Manchester United. Evans und Brown ist nun alles andere als die etablierte Besetzung. Ferdinand fehlt gesperrt, Vidic verletzt. In der Offensive des FC Arsenal bekommt Nasri den Vorzug vor Walcott, Song ersetzt im Mittelfeld Ramsey, der vorzeitig nur auf der Bank ist. Giggs und Valencia sind ebenfalls nur auf der Bank, dafür bekommen Nani und Park den Vorzug im Team von Sir Alex.

[16h43] Es ist ein Schlüsselspiel für beide Teams, für Arsenal noch ein wenig mehr. Sollte Chelsea am Dienstag sein Nachholspiel bei Hull City gewinnen und Arsenal heute verlieren, wären es acht Punkte Rückstand. Da wären wir dann fast wieder bei dem Abstand von Ende November. Sollte Man Utd heute ohne Punkte gen Norden reisen, wären es sieben Zähler Rückstand. Und sollte Hull am Dienstag gewinnen, schicken Wenger und Ferguson ein paar Flaschen Wein zu Phil Brown. Für die Konjunktive entschuldige ich mich übrigens.

[16h38] Nachdem der FC Chelsea gestern durch ein 2:1 beim FC Burnley die Tabellenführung in der Premier League ausgebaut hat, ist es jetzt am FC Arsenal und Manchester United, den Rückstand aus ihrer Sicht nicht zu groß werden zu lassen. Hereinspaziert zum Spitzenspiel in der Premier League, mehr als nur Wenger versus Ferguson.

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Premier League 2009/2010 Preview #24 – Unhaltbare Situation

Freitag, 29. Januar 2010 12:37

Beginnen wir die Vorschau auf den Premier League Spieltag 24 mit einem erneuten Blick zum Krisenklub der Premier League, zum FC Portsmouth. Wobei kurz angemerkt sein soll, dass es momentan eigentlich bei keinem Verein wirklich ruhig ist. Theater um Benitez bei Liverpool, stets neue Verletzte beim FC Arsenal, sportliche Talfahrt in Sunderland, Fulham, Wigan und Burnley, Phil Brown in Hull mal wieder auf der Kippe zum Rauswurf, ein wenig Stillstand bei Tottenham, Ärger um Rio Ferdinand bei Man Utd. Da ist ja fast schon paradox, dass ausgerechnet der FC Everton dieser Wochen auf einer kleinen Welle des Erfolgs schwebt. Aber zurück nach Portsmouth, deren Krise sehr viel schlimmer erscheint als die paar aufgezählten Missstände bei den anderen Vereinen. Ausbleibende Gehälter an Spieler und Beschäftigte, der Pleite immer noch bedrohlich nahe, Transferembargo, ein Abschalten der Vereinswebsite, ausbleibende Fernsehgelder um die Schulden des Vereins bei anderen Klubs zu tilgen. Portsmouth hat in den vergangenen Wochen alles erlebt. Und zu den enormen finanziellen Problemen kommt die sportliche Talfahrt. Jetzt scheint die Krise bei den Südküstlern eine neue Dimension angenommen zu haben. Nach übereinstimmenden Medienberichten stehen Chief Exekutive Peter Storrie und Trainer Avram Grant kurz vor dem Rücktritt. In den Frühnachrichten der BBC war bereits von einer Entscheidung am heutigen Freitag die Rede. Das ist aber nicht bestätigt. Der Verein soll hinter dem Rücken von Grant und Storrie Verhandlungen mit den Tottenham Hotspur über den Verkauf von Younes Kaboul und Torwart Asmir Bergovic geführt haben. Das Portsmouth Spieler verkaufen muss, ist ja eigentlich keine neue Meldung wert. Doch scheinbar hat auch intern ein tiefer Riss durch den Verein zu geben. Vertrauen scheint nicht mehr gegeben. “Die Situation ist unhaltbar”, sagte Storrie. “Wenn wir Spieler verkaufen müssen um Geld in die Kasse zu bekommen, dann bin nur ich der richtige Mann um Vertragsdetails auszuhandeln.” Nach Berichten von BBC Five Live sollen die Spieler von Pompey zum vierten Mal in dieser Saison nicht zum regulären Termin bezahlt werden können. Mal sehen, welche Entwicklungen das Wochenende da noch bereithält.

Update, Freitag 12:34 Uhr. ESPN Soccernet berichtet, dass Storrie und Grant vorerst beim FC Portsmouth bleiben wollen.

Es steht also Spieltag 24 auf dem Programm. Wobei nur fünf Teams die komplette Zahl an Spielen absolviert haben, viele Klubs stehen immer noch bei 21 oder 22 Spielen. Nachholspiele gibt es deshalb zahlreiche im Februar. Bereits nächste Woche. Dazu am Dienstag dann mehr.

Hull City – Wolverhampton Wanderers

Keine einfachen Tage auch für Hull City im Monat Januar. Nur einen Punkt in den letzten drei Spielen, und das auch nur mit sehr viel Glück in Tottenham. Ansonsten wirken die Tigers in ihren Spielen sowas von chancenlos und zerbrechen regelmäßig in der Schlussphase, zuletzt beim 0:4 im Old Trafford, aber auch im FA-Cup Anfang Januar in Wigan. Hull steht einen Punkt unter dem Strich und hat zudem mit Abstand die schlechteste Tordifferenz. Defensiv hakt es besonders. Nun könnte man meinen, dass entsprechende Verstärkung notwendig ist. Doch auch Hull City setzt den Rotstift an. Der neue Chairman des Vereins, Adam Pearson, hat einen drastischen Sparkurs angekündigt. Erster Schritt das Kürzen von Spielergehältern. Oder noch am besten: Das Verkaufen der Großverdiener im Verein. Nach Berichten sollen das Peter Halmosi, Kevin Kilbane und Daniel Cousin sein. Nur Abnehmer gibt es für die drei noch nicht. Phil Brown hat den Kürzungen, so hört man, zugestimmt. Aber solche Maßnahmen machen die Arbeit für den Trainer nicht gerade leichter. Interessant wird derweil zu sehen sein, wie die Wolves, einen Punkt und zwei Plätze vor Hull in der Tabelle, den Achtungserfolg beim 0:0 gegen Liverpool mit in dieses Spiel nehmen können. Was für Hull gilt, trifft auch auf Wolverhamtpon zu: Richtig überzeugend hat man schon lange nicht mehr gespielt.

FC Liverpool – Bolton Wanderers

Sky Sport 1 live, Samstag 15:55 Uhr, Kommentar: Sven Schröter

Man mag es kaum aussprechen, aber Liverpool könnte mit eigenem Sieg und gleichzeitiger Niederlage der Spurs in Birmingham auf Platz 4 der Tabelle aufrücken, profitiert aber davon, dass Man City noch einige Nachholspiele zu absolvieren hat. Bei Liverpool hängt der Haussegen sowieso schief. Angeblich soll es gestern Abend ein Treffen von Juventus-Verantwortlichen mit Beratern von Benitez gegeben haben. Die Italiener wollen den Spanier möglichst schnell nach Turin lotsen. Solche Gerüchte und Meldungen sind natürlich alles andere als vorteilhaft vor dem wichtigen Spiel gegen Bolton. Torres wird weiterhin fehlen, Gerrard bekommt die zentrale Rolle im offensiven Mittelfeld, Kuyt hat sich als einzige Spitze zuletzt ganz gut gemacht. Die Wanderers haben sich unter dem neuen Trainer Owen Coyle schon ganz gut verbessert. Das hat man bereits bei der Niederlage im Emirates gesehen, zuletzt vor allem in den Siegen im FA-Cup und in der Liga gegen Coyle’s Ex-Klub Burnley. Würde mich nicht wundern, wenn Bolton mit entsprechender Leistung wie zuletzt auswärts bei Arsenal an der Anfield Road punkten kann. Liverpool braucht eine weitere Energieleistung und den vollen Rückhalt der Fans.

Wigan Athletic – FC Everton

Der FC Everton ist nach seinem fürchterlichen Saisonstart und der großen Verletzungsmisere richtig gut in Fahrt gekommen und sowas wie das Team der Stunde in der Premier League. In der Liga hat man zuletzt Ende November verloren, seitdem gab es aus den letzten neun Spielen 17 Punkte. Die Toffees haben sich damit vorerst aller Abstiegssorgen entledigt. Großen Anteil daran hat auch Landon Donovan, der gegen Sunderland sein erstes Pflichtspieltor für Everton erzielte. Völlig diametral hingegen läuft die Formkurve bei Wigan Athletic. Nach dem guten Saisonstart kommt man einfach nicht aus der bedrohten Zone raus. Einem guten Spiel mit defensiver Stabilität und guter Chancenauswertung folgt dann meist eine katastrophale Leistung wie zuletzt bei der Niederlage in Blackburn, wo man die Tore sich fast selbst einschenkte.

West Ham United – Blackburn Rovers

Auch für die Hammers ein extrem wichtiges Spiel im Abstiegskampf. Zuletzt gab es einen kleinen Achtungserfolg beim 0:0 bei Aston Villa, 10 Tage später dann aber ein eher ernüchterndes Remis in Portsmouth. Um in der Liga zu bleiben, muss West Ham solche Spiele eigentlich gewinnen. Und dazu gehört dann auch die Partie gegen die Rovers am Samstagnachmittag. Blackburn kommt mit der Empfehlung von zwei Siegen in Folge in der Premier League.

FC Fulham – Aston Villa

Ein klein wenig Stillstand bei Aston Villa, viel schlimmer die Situation hingegen beim FC Fulham. Villa ist vor dem Spiel im Cravan Cottage nur noch siebter in der Tabelle, hatte aber im Januar bisher auch nur zwei Ligaspiele, die beide nur mit Unentschieden beendet wurden. Dafür gab es umso überzeugendere Siege in den Pokalwettbewerben. Fulham hat aus den letzten fünf Spielen nur einen Punkt geholt. Und man war in nahezu allen Spielen völlig chancenlos. Mal sehen, wer den Turning Point in diesem Spiel finden kann.

Birmingham City – Tottenham Hotspur

Der Tabellenachte empfängt den Viertplatzierten in der Tabelle, eigentlich also eine ganz attraktive Begegnung. Wenn die Blues nochmal in die Nähe der Europapokalplätze kommen wollen, ist ein Sieg gegen die Spurs notwendig. Birminghams Erfolgsserie ging am Mittwoch beim FC Chelsea zu Ende, was nun alles andere als eine große Schande ist. Interessant wird sein, wie Tottenham mit dem physischen, sehr kampfbetonten Spiel der Blues umgehen werden. Gegen solche Gegner hatte Tottenham zuletzt immer wieder Probleme.

FC Burnley – FC Chelsea

Sky Sport 1 live, Samstag 18:25 Uhr, Kommentar: Oliver Faßnacht

Der FC Chelsea ist in der Premier League weiterhin das Maß aller Dinge. 10 Tore in den letzten zwei Heimspielen, in den beiden Partien des neuen Jahres hat das Team von Carlo Ancelotti nicht verloren und überzeugend wieder die Tabellenführung übernommen – in Abwesenheit zum Beispiel von Didier Drogba. Mittlerweile ist die Konkurrenz in der Offensive durch die vielen guten Leistungen schon so groß, dass Joe Cole von Ancelotti keine Stammplatzgarantie mehr ausgesprochen bekommt. Jetzt wartet mit dem Auswärtsspiel der Blues beim FC Burnley eine vermeintlich einfache Aufgabe. Man hat den Eindruck, dass die Clarets nach dem Wechsel von Owen Coyle zu Bolton immer noch ein wenig in Schockstarre versetzt sind und die Harmonie ein wenig verloren gegangen ist, auch gerade in Verbindung zwischen Fans und Verein. Viele Anhänger des Vereins haben den Abgang von Coyle und die Zustimmung der Vereinsführung dazu nicht verstanden, bei Burnleys Partie am Mittwoch in Bolton hallten Judas-Rufe durch das Reebok Stadium. Burnley hat die letzten drei Ligapartien verloren und ist zudem auch im FA-Cup gegen Zweitligist Reading ausgeschieden.

Manchester City – FC Portsmouth

Sky Sport 1 live, Sonntag 14:25 Uhr, Kommentar: Markus Gaupp

Im Moment gibt es für den FC Portsmouth nun wirklich keine leichte Aufgabe, aber gerade ein Auswärtsspiel bei Manchester City in der jetzigen Phase kann gut und gerne zu einer Demontage für Pompey werden. Die Gastgeber brauchen den Sieg um weiter im Kampf um den begehrten vierten Platz mitreden zu können. Gegenwärtig liegt man drei Punkte zurück, hat aber auch zwei Spiele weniger absolviert. Es ist Spiel 1 nach dem Intermezzo von Robinho in Eastlands. City ist zwar im Carling Cup gegen den Stadtrivalen United ausgeschieden, hat aber eindrucksvoll gezeigt, dass man ein ernsthafter Konkurrent um den vierten Platz ist und bei besserem Saisonverlauf auch um den Meistertitel gewesen wäre. Portsmouth ist schon fünf Punkte von einem Nichtabstiegsplatz entfernt und derzeit sieht wenig danach aus, dass es nach dem Spiel am Sonntagnachmittag weniger sein könnten.

FC Arsenal – Manchester United

Sky Sport 1 live, Sonntag 16:55 Uhr, Kommentar: Roland Evers

Achtung Wortwitz zum Anfang! Das Remis bei Aston Villa war mit Sicherheit kein Beinbruch (angesprochen auf die Verletzung von Thomas Vermaelen), auch wenn man sich schon ein wenig enttäuscht zeigte beim FC Arsenal. Trotz zweier Lattentreffer der Gunners reichte es nur zu einem 0:0 im Villa Park, Arsenal musste also ein wenig abreißen lassen gegenüber Chelsea. Manchester United musste hingegen im Carling Cup deutlich mehr investieren, kam aber auch zu einem Erfolgserlebnis und den Finaleinzug. Von den Voraussetzungen und der Stimmungslage geht man also ein wenig unterschiedlich in das Spitzenspiel des 24. Spieltages. Arsenal steht einmal wieder unter Druck sich in einem großen Spiel mit dem jungen Team beweisen zu müssen, hingegen darf Man Utd wieder zeigen, dass sie ein erfahrenes Team sind, das mit solchen schwierigen Auswärtsspielen exzellent umgehen kann. Die Red Devils verloren diese Saison aber sowohl in Liverpool als auch beim FC Chelsea, Arsenal ist eines der heimstärksten Teams der Liga und hat diese Saison daheim nur einmal verloren, gegen den FC Chelsea. Man Utd hat diese Saison immerhin schon viermal verloren.

Arsenal gegen Manchester United – das ist immer auch das Duell zweier Trainer-Legenden, Arsene Wenger gegen Sir Alex Ferguson. Und bezogen auf die letzten Jahre ist es auch das Aufeinandertreffen von Erfolgslosigkeit bezogen auf Titeln versus Titel in Serie zuletzt. Es ist aber auch das Duell zwischen einem Team, das auf gesunden Finanzen steht gegen einen überschuldeten Verein. Doch danach fragt am Saisonende keiner, wenn die Meisterschale vergeben wird. Zwei Schlüsselspieler stehen im Fokus in diesem Spiel, zum einen Wayne Rooney. Der Stürmer der Red Devils produziert Tore am Fließband, vier Treffer gegen Hull und den entscheidenen Treffer im Carling Cup. Für die Arsenal-Verteidigung, in der Thomas Vermalen aller Voraussicht nach noch fehlen wird, steht also eine Menge Arbeit an. Sollte Vermaelen noch fit werden, was laut Arsene Wenger nicht völlig auszuschließen ist, wird wohl Sol Campbell in die Startelf rücken an der Seite von Gallas. Und dann sind alle Augen bei Arsenal natürlich wieder auf Cesc Fabregas gerichtet, der sich mit Rooney schon jetzt so ein wenig um den Titel Spieler der Saison streitet. Zuletzt war der Spanier der Schlüssel zum Erfolg für die Gunners, gerade auch in Spitzenspielen. Eine weitere tolle Leistung wird die Telefondrähte aus Spanien nach London sicherlich wieder glühen lassen. Bei Arsenal wird Eduardo mit Oberschenkelzerrung fehlen, auch Diaby ist noch nicht wieder fit. Dafür kehrt aber Niklas Bendtner in die Startelf zurück, Eboue und Alex Song sind wohlbehalten vom Afrika-Cup zürück und ebenfalls einsatzbereit. Bei den Gästen fehlt Rio Ferdinand gesperrt, Valencia wird ins Team zurückkehren.

Alles weitere zu diesem Spiel am Sonntag in einem Live-Blog ab 16:30 Uhr.

FC Sunderland – Stoke City

Sky Sport 1 live, Montag 20:55 Uhr, Kommentar: tba

Wenn wir von derzeitigen sportlichen Krisen in der Premier League sprechen, führt auch kein Weg am FC Sunderland vorbei. War das 2:7 beim FC Chelsea das höchste aller möglichen Alarmzeichen, hat sich danach aber auch gar nicht verbessert. Man schied im FA-Cup beim FC Portsmouth aus und verlor sang- und klanglos in Everton in der Liga. Drei Punkte ist man noch von einem Abstiegsplatz entfernt und langsam gehen Trainer Steve Bruce die Argumente aus. Auch wenn Sunderland ein etablierter Verein in der Premier League ist, erinnert die Situation doch ein wenig an den sportlichen Abstieg von Hull City letzte Saison. Sunderland muss endlich den Turnaround schaffen. Da bietet sich das Heimspiel gegen Stoke City an, immerhin direkter Tabellennachbar der Black Cats. Aber Stoke kommt mit einer guten sportlichen Form ins Stadium of Light. Sieg im FA-Cup gegen Arsenal, zuvor in der Liga ein Punkt gegen Liverpool und deren drei gegen Fulham. Das wird also alles andere als ein Spaziergang für Sunderland. Verdammt zu siegen.

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Die latente Unzufriedenheit in mir

Dienstag, 26. Januar 2010 21:03

Normalerweise würde jetzt hier die Vorschau auf den Premier League Spieltag stehen und ich hatte mich schon gefreut, Tottenham gegen Fulham live mitzubloggen. Normalerweise. Leider bin ich ein wenig im Klausurenstress, wobei das noch nicht mal das größte Problem ist. Das ist alles händelbar und kann gut nebenbei erledigt werden. Stress ist das zum Glück eigentlich gar nicht. Blöderweise habe ich mir in den Weihnachtsferien zwei kleinere Projekte aufschwatzen lassen, die bis Donnerstagmorgen fertiggestellt werden müssen. Und leider habe ich den Aufwand für Erarbeitung und Recherche völlig unterschätzt bzw. wurde mir die Dimension nicht wirklich erklärt und erst nach und nach bewusst.

Und so steht jetzt nochmal eine Nachtschicht an, zum Glück spielen die Mavs heute Nacht und Sky zeigt es. Das macht es etwas erträglicher.

Es dürfte keinem entgangen sein, dass es hier ein wenig anders aussieht. Das wird auch so bleiben. Ein bisschen frische Farbe sollte mich dann motivieren ab Donnerstag oder Freitag wieder in den Blog-Rhythmus zurückzukehren. Werde noch ein paar Dinge verändern – und wem irgendwas missfällt, kann das auch gerne mitteilen. Ansonsten habe ich ein paar nette Ideen für die nächsten Wochen hier, damit ich das ganze vielleicht wieder ein wenig abwechselungsreicher von Form und Inhalt gestalten kann. Etwas, was ich mir schon länger vorgenommen habe, aber noch nie wirklich in den Angriff nehmen konnte. Und das ärgert mich ein wenig und sorgt seit den letzten Tagen für eine latente Unzufriedenheit in mir. Deswegen freue ich mich auf Donnerstagmorgen. Nachmittags schreibe ich dann meine erste Prüfungsleistung im Master, Montag dann die zweite. Und dann ist die Unzufriedenheit hoffentlich verflogen.

In diesem Sinne. Schönen Abend und bis die Tage an dieser Stelle wieder.

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