Premier League 2009/2010 Preview #31 – The Sinking Ship

Freitag, 19. März 2010 7:24

Wir schreiben Spieltag 31 in der Premier League Saison 2009/2010. Acht Spieltage noch bis zum Saisonende. Keine Live-Blogs am Wochenende, da ich in Berlin verweile und nun die diversen Ticker auf dem iPhone als Ergebnisdienst habe. Ich versuche aber nächste Woche noch einmal genauer auf das Restprogramm der Titelkandidaten, der Mannschaften im Kampf um Platz 4 und die Abstiegskandidaten genauer zu schauen. Je nachdem wie es meine Zeit zulässt. Eight to go also – und mal wieder ein kompletter Spieltag mit 10 Partien.

Wie schnell sich die Dinge im Fußball ändern können, erlebt dieser Tage Roman Pavlyuchenko von den Tottenham Hotspur. Er spielte eine ganz schwache erste Saisonhälfte, war bei Trainer Harry Redknapp hinter Robbie Keane, Jermain Defoe und Peter Crouch teilweise nur vierte Wahl und hat im Januar seinen festen Entschluss gehabt den Verein zu verlassen. Nur fand sich damals kein Verein, der die von den Spurs geforderte Ablösesumme zu zahlen. Der Russe musste in London bleiben. Glücklicherweise gab man an der White Hart Lane dann Keane zu Celtic Glasgow ab, sodass sich die Konkurrenzsituation im Sturm ein wenig entspannte. Pavlyuchenko blühte immer mehr auf, in den letzten sechs Spielen für die Spurs erzielte er acht Tore, zuletzt ein Doppelpack beim 3:1 über die Rovers vergangenen Samstag. Mit Tottenham steht er noch im FA-Cup Halbfinale und es steht immer noch der Kampf um den vierten Platz im Vordergrund. Tottenham wird von den Experten immer der Status der grauen Maus zugeschrieben, die irgendwann schon einbrechen, weil sie ihre Chance einfach nicht nutzen können. Doch mit Pavlyuchenko könnte es diese Saison anders sein.

Nüchtern betrachtet steht der FC Liverpool im Viertelfinale der Europa League und hat noch überdurchschnittliche Chancen auf den vierten Platz in der Tabelle. Aber man kann es eben auch anders formulieren: Liverpool spielt eine höchstens durchschnittliche Saison, ist in der Liga meilenweit vom Titel entfernt und schon in der Gruppenphase der Champions League ausgeschieden. Zuletzt stabilisierte sich wieder die Form, aber die Gegner hießen auch nur Portsmouth und Lille. Und für Wigan reicht es nicht. Neben all den sportlichen Baustellen – Steven Gerrard macht derzeit mehr mit Ellbogenschlägen auf sich aufmerksam als mit genialen Aktionen auf dem Platz – gibt es zudem auch noch die finanzielle Ungewissheit. 237 Millionen Euro Verbindlichkeiten stehen bei der Royal Bank of Scotland – rund 100 Millionen müssen davon im Sommer zurückgezahlt werden -  und der amerikanischen Bank Wachovia aus, dazu die immer unkonkreter gestalteten Pläne für ein neues Stadion und die auftauchenden Gerüchte über einen Verkauf der Anteile der US-Besitzer Hicks und Gillett. Mal sind es US-Investoren, mal reiche Millionäre aus Asien. Wenn es noch sowas wie keine Baustelle gab, dann war es das Klima in der Mannschaft. Doch damit hat jetzt der Spanier Albert Riera aufgehört, der seinen Verein als “sinkendes Schiff” bezeichnet hat. Zudem rechnete er mit Trainer Benitez ab.

“When the coach doesn’t say anything to you and you are in good shape with no physical problems and training well, you have no choice but to think [the fact you are not playing] is personal. The team’s playing badly and needs changes. If I’m doing something badly and you’re my boss and you trust in me, then you would tell me what I am doing wrong and what I have to do to play. The fact that Benítez has not said anything is what most hurts.”

Quelle: Guardian

Aston Villa – Wolverhampton Wanderers

Sky Sport 1 live, Samstag 13:40 Uhr, Kommentar: Toni Tomic

Der Spieltag eröffnet mit dem Derby im Großraum Birmingham. Für beide Teams ein richtungsweisendes Spiel. Villa konnte unter der Woche bei Wigan Athletic mit 2:1 gewinnen und hat jetzt wieder Anschluss an den CL-Quali-Tabellenplatz. Mit einem Sieg im heimischen Villa Park könnte man vorübergehend auf Platz fünf vorrücken. Das sollte Anlass genug sein, die Erfahrungen der letzten Saison, als im letzten Saisondrittel die Puste ausging. Das will man vermeiden. Trainer Martin O’Neill sagt in Interviews derzeit immer nur kurz und knapp, man habe aus den Fehler der vergangenen Saison gelernt. Ob Villa das gemacht haben, können sie gegen die Wolves unter Beweis stellen. Die Gäste können ihren 1:0-Auswärtssieg vom letzten Wochenende in Burnley veredeln.

FC Portsmouth – Hull City

Beide Team standen diese Woche wieder in den Schlagzeilen. Fangen wir bei Pompey an. Der Verein hat jetzt im Zuge des Insolvenzverfahrens von der Premier League offiziell einen Abzug von neun Punkten bekommen. Damit ist Portsmouth, wenn sie es nicht ehe schon waren, abgestiegen aus der Premier League. Sportlich ist also alles verloren, trotzdem bleibt es spannend an der Südküste, aus wirtschaftlicher Hinsicht. Der Insolvenzverwalter des Klubs, Andrew Andronikou, versucht derzeit intensiv die Überlebenschancen des Vereins zu sichern. Noch ist gar nichts erreicht, Portsmouth braucht dringend Geld, man will irgendwie möglich den Klub noch nicht verkaufen. Andronikou steht in Verhandlungen mit der Premier League. Unter anderem wird diskutiert, ob Portsmouth Einnahmen aus den TV-Geldern bereits als Vorschuss bekommt, ob bereits jetzt Spieler verkauft werden könnnen, aber trotzdem noch im Verein bleiben und Portsmouth würde gerne bereits jetzt das Geld bekommen, das ihnen als Rettungsschirm für den Abstieg in die Championship zusteht. Noch ist keine Einigung erreicht. Sportlich geht es für Portsmouth nur noch um die Ehre.

Sozusagen das genaue Gegenteil zu Hull City, die mit allen Kräften sich gegen den Abstieg stemmen wollen. Und seit dieser Woche mit neuem Trainer. Phil Brown wurde nach der Heimniederlage gegen Arsenal gefeuert. Der Chairman, Adam Pearson, bis dato immer ein starker Unterstützer für Brown, hat dann doch die Reißlinie gezogen und die Gleichung Brown entspricht Abstieg aufgestellt. Neuer Mann an der Seitenlinie ist jetzt Iain Dowie, nachdem Avram Grant und auch Mark Hughes abgesagt hatten. Letzte Station von Dowie waren die Queens Park Rangers, hatte zuletzt als TV-Kommentator für Sky gearbeitet. Es ist das erste von neun Endspielen für Hull, drei Punkte sind erstmal auf das rettende Ufer aufzuholen. Und wenn nicht in Portsmouth, wo dann?

Wigan Athletic – FC Burnley

Direkte Abstiegsduelle gibt es natürlich auch an diesem Spieltag. Wigan empfängt Burnley und kann mit einem Heimsieg den Vorsprung auf die Clarets auf sieben Punkte ausbauen. Bei Burnley ist der Baum auch kurz vorm Lichterloh-Brennen. Es gab Medienberichte, wonach Trainer Brian Lwas vor der Rauswurf steht. Bis jetzt haben sich diese Gerüchte nicht bewahrheitet. Aber nach einer Niederlage in Wigan wird die Luft immer dünner. Burnley freut sich auf die Rückkehr von Stürmer Steven Fletcher, der die letzten drei Spiele mit einer gebrochenen Hand passen musste.

Stoke City – Tottenham Hotspur

Sky Sport 1 live, Samstag 15:55 Uhr, Kommentar: Marcel Meinert

Einzig und allein aus Sicht des Kampfes um den vierten Platz ist das eine zeigenswerte Partie. Stoke steht im gesicherten Mittelfeld. Da kann gar nichts mehr anbrennen. Die Potters sind aber trotzdem extrem heimstark und das wird eine richtig große Hürde für die Spurs. Jetzt können sie es den Kritikern mal zeigen, dass sie auch gewinnen können, wenn es drauf ankommt.

Desweiteren am Samstagnachmittag die Partien FC Sunderland – Birmingham City, in der Sunderland versuchen will den leichten Aufwärtstrend der letzten Woche fortzusetzen, und FC Everton – Bolton Wanderers.

FC Arsenal – West Ham United

Sky Sport 1 live, Samstag 18:25 Uhr, Kommentar: Markus Gaupp

Die Gunners sind mehr als nur im Titelkampf und wollen diese Position durch einen Heimsieg gegen die Hammers untermauern. Bei Arsenal kehren Fabregas und Rosicky in die Mannschaft zurück, ebenso Alex Song, der seine 2-Spiele-Sperre abgesessen hat. Willam Gallas wird weiterhin fehlen, von daher wird wahrscheinlich wieder Sol Campbell an der Seite von Thomas Vermaelen in der Innenverteidigung spielen. Nur damit der Name mal gehört wurde: Christian Eriksen ist ein 18-jähriger Däne, offensiver Mittelfeldspieler bei Ajax Amsterdam und nach Recherchen des Guardian ein ganz heißer Kandidat auf der Liste von Arsene Wenger. Und Wenger würde gerne zugreifen, der Däne hat noch ein Jahr Vertrag in der Ehrendivision. Ajax-Trainer Martin Jol hat Eriksen schon mit Wesley Sneijder und Rafael van der Vaart verglichen. Mal sehen, wie sich das entwickelt.

Manchester United – FC Liverpool

Sky Sport 1 live, Sonntag 14:15 Uhr, Kommentar: Andreas Renner

Ganz ehrlich, mich haut diese Ansetzung zu diesem Zeitpunkt jetzt nicht vom Hocker. Klar ist das ein Klassiker im englischen Fußball, ein Duell zweier ganz großer Klubs, aber in der jetzigen Phase sehe ich wenig Anzeichen, als wenn das ein spannendes Spiel werden würde. Tippe da auch ein deutlichen Sieg für Manchester United. Bei Liverpool läuft es nicht so richtig auf wie neben dem Platz. Wenn diese Partie sportlich vielleicht noch einen Reiz hat, dann den, dass Liverpool immer gut ausgesehen hat im Old Trafford und zumindest Stolperstein für die Red Devils spielen könnte. Nur so richtig glauben mag ich es nicht.

Desweiteren am Sonntagnachmittag FC Fulham – Manchester City. Mal sehen, ob sich die Cottagers schon vom Feiern erholt haben nach dem grandiosen 4:1 über Juventus Turin. City hatte viel Zeit zum Nachdenken und braucht die drei Punkte für die Champions League Qualifikation. Aber Fulham in dieser Form und mit dem Selbstvetrauen ist keine leichte Hürde.

Blackburn Rovers – FC Chelsea

Sky Sport 1 live, Sonntag 16:55 Uhr, Kommentar: Torsten Kunde

Ich verstehe den FC Chelsea nicht. Gut, man ist gegen einen sehr guten Gegner aus dem Achtelfinale der Champions League ausgeschieden und ist insgesamt unter seinen Möglichkeiten geblieben und hat eines seiner Ziele damit nicht erreicht. Und plötzlich gehen alle Alarmsirenen los. Geheimtreffen zwischen Ancelotti und Abramowitsch, und plötzlich soll mal wieder völlig neu eingekauft werden. Schweinsteiger, Aguero, Torres stehen auf der Liste. Ferreira, Deco, Beletti unter anderem auf der Abschussliste. Also wieder das große Geld anfassen, die Finanzkrise beim Russen scheint vorbei zu sein. Dabei steht man noch im FA-Cup Halbfinale und hat gute Chancen auf die Meisterschaft. Alles ein Anlauf von Panik? Erstmal gibt es das Auswärtsspiel in Blackburn, genau richtig um mal wieder auf den Boden der Tatsachen zu kommen.

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52 Tage vor der Landtagswahl in Nordrhein-Westfalen

Mittwoch, 17. März 2010 21:33

Nachdem die letzten Tage und Wochen im Fokus von Sponsoring-Affären, gegenseitigen Schuldzuweisungen zwischen CDU und FDP wie von Regierung und Opposition, dem Rücktritt des CDU-Generalsekretärs Hendrik Wüst und der Kritik an einigen politischen Blogs in NRW standen, wäre es ja vielleicht mal angebracht so langsam in die inhaltliche Auseinandersetzung einzusteigen. Alle Parteien haben ihre Wahlprogramme geschrieben und zum Teil auch von Parteitagen verabschiedet, die Wahlplakate sind alle schon entworfen. Wäre also schön, wenn in den nächsten Wochen die Themen im politischen NRW vielleicht die Struktur des Schulwesens, mehr Präsenz von Polizei im öffentlichen Raum oder beispielweise die Energie- und Wirtschaftspolitik werden. Ich gebe die Hoffnung da mal noch nicht auf.

Aber kommen wir nochmal zurück zu der Auseinandersetzung CDU vs. Blogger. Für mich wieder ein Musterbeispiel dafür, dass Politik die Sensibilität fehlt mit solchen Instrumenten und den Inhalten dahinter umzugehen. Da gründen einige Journalisten aus NRW das Wir in NRW-Blog, bleiben aber anonym, sie sind keiner Redaktion zuzuordnen. Das ist ihr gutes Recht, auch wenn es nicht unbedingt den Anspruch an vollständige Transparenz erfüllt. Aber egal. Der neue CDU-Generalsekretär Andreas Krautscheid schießt gegen das Blog und auch gegen die Ruhrbarone, das sei alles eine Kampagne, die von der SPD initiiert sei und der CDU und vor allem dem Ministerpräsidenten schaden will. Der CDU hätte es sehr gut gestanden, wenn sich inhaltlich mit den Vorwürfen in diversen Blog-Beiträgen konstruktiv auseinandergesetzt hätte. So bliebt ein fader Beigeschmack und mein Eindruck, dass die CDU von diesen Dingen da im Internet immer noch nicht viel verstanden hat. Zumindest Herr Krautscheid. Das Handelsblatt mit einem längeren Stück zum Kampf Rüttgers vs. Blogger. Und auch ZAPP hat das Thema aufgegriffen.

Und zu allem Überfluss kommt dann Professor Korte von der Uni Duisburg-Essen – durchaus einigen bekannt durch die Wahlsendungen im ZDF – und lässt dann solche Sätze heraus im Interview mit der WAZ:

Empfinden Sie diese Unkultur des Anonymen, der üblen Nachrede, die Verwischung der Grenzen, was Journalismus ist, nicht als unerträglich?

Korte: Ja – eben als Herrschaft des Gerüchts

Das sind dann eben auch solche Sätze, die von einer gewissen Ignoranz und Ahnungslosigkeit strotzen. Aber Hauptsache man schlägt gegen alles aus. Sich mit Kritik und Vorwürfen auseinandersetzen wäre vielleicht der angesehenere Weg. Und wenn Vorwürfe falsch sind, kann man sie ja auch entkräften. Und dann kenne ich keinen Blogger, der dann mit falschen Vorwürfen und Behauptungen durch die Online-Welt reist. Mehr dazu bei den Ruhrbaronen.

Übrigens: Man muss unsere ÖR doch auch mal loben. Das WDR-Landtagsblog gefällt mir außerordentlich gut.

Die letzten Umfragen versprechen eine spannende Wahl, umso interessanter dürfte deshalb in den nächsten Wochen auch der inhaltliche Schwerpunkt im Wahlkampf sein. Nach den letzten Zahlen liegt die CDU bei 35%, SPD bei 33%, die Grünen bei 13%, FDP 10% und die Linke zieht knapp in den Landtag ein mit 6%. Die Christdemokraten liegen damit 10 Prozentpunkte niedriger als bei der Wahl 2005, die Grünen sieben Punkte besser. Interssant die Frage nach den Koalitionen. Rot-Grün liegt hier mit 48% in der Wählergunst vorne. Würde man die Spitzenkandidaten von CDU und SPD direkt wählen, dann liegen sie nahezu gleich auf. Die Spitzenkandidatin der SPD, Hannlore Kraft, hat seit Sommer 2009 fast 15 Prozentpunkte hinzugewonnen. Die Zufriedenheit der Landesregierung liegt nur noch bei knapp 30 Prozent. Unklar bleibt eben auch, wie sehr die Opposition von der angeschlagenen Regierung profitieren kann. Bleibt spannend.

Fehlt nur noch die Diskussion um die Inhalte. Dann steht einem ganz spannenden Wahlkampf nichts mehr im Wege. Alles andere kann so bleiben. Vielleicht gibt es dann ja wirklich mal eine Auseinandersetzung und kein Schlafwagen-Wahlkampf. Auch dank einiger Blogger.

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Bürger dieser Republik, ihr wisst Bescheid!

Mittwoch, 17. März 2010 18:50

Ich hatte heute Vormittag mal wieder die helle Freude bei der Haushaltsdebatte im Bundestag. Um Inhalte geht es da ja schon seit Jahren nicht mehr, in der Aussprache um den Kanzleretat. Umso lustiger ist es dann immer wieder zu beobachten, wie sich Opposition und Regierung gegenseitig die Vorwürfe um die Ohren werfen. Wenn schon keine Inhalte, dann wenigstens unterhaltsam. Ich genieße das immer wieder gerne dazuzuhören.

Übrigens: Die aktuelle Verfassung der Bundesregierung fasst Volker Kauder in seinem ersten Satz zusammen. Auch solche kleinen Versprecher gehören dazu.

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Zitat des Tages: Mittwoch, 17. März 2010 – Es geht doch, Herr Stichnoth!

Mittwoch, 17. März 2010 15:02

Gerade eben in meinem Mail-Postfach aufgeschlagen. Infos der Hannover Scorpions zu den beginnenden Playoffs. Pre-Playoffs werden ja auf alle Fälle gespielt, ob es für die direkte Qualifikation reicht, entscheidet sich frühstens Freitag nach dem Heimspiel gegen die Grizzly Adams Wolfsburg.

Hier ein Auszug aus der Mitteilung:

Es ist fast wieder soweit: die beste Zeit des Jahres steht vor der Tür. Die Play-offs 2010 beginnen für unsere Scorpions entweder in der kommenden Woche mit der 1. Play-off-Runde oder aber mit der direkten Qualifikation für das Viertelfinale – dann starten wir Ende März/Anfang April in die Meisterrunde.
Das Team gibt grade im Endspurt noch einmal alles und unsere Fans haben sich während der gesamten Spielzeit von einer Seite präsentiert, die uns als Hannover Scorpions mit großem Stolz erfüllt. Alle Preise und auch die Ermäßigungen bleiben deshalb analog zur Vorrunde, einen moderaten Aufschlag gibt es frühestens ab dem Halbfinale. „Die Mannschaft braucht die Unterstützung unserer Fans gerade in den Play-offs und es wäre schön, wenn möglichst viele Freunde wieder den Weg in die TUI Arena zu den Spielen um die Deutsche Meisterschaft finden würden“, sagt Geschäftsführer Marco Stichnoth.

Da hat man aus dem Fehler der Vergangenheit und das Ticket-Chaos in den letzten Jahren gelernt. Gut so. Das freut mich sehr. Dann fehlt eigentlich nur eine tolle Leistung des Teams in den letzten drei Saisonspielen und dann in den Playoffs.

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Champions League 2009/2010 Achtelfinale Rückspiel, FC Chelsea – Inter Mailand

Dienstag, 16. März 2010 20:10

[22h36] Endstand FC Chelsea – Inter Mailand 0:1

Beeindruckende Leistung von Inter insgesamt über die 90 Minuten. Wer an der Bridge kein Tor kassiert, hat nicht allzuviel verkehrt gemacht. Chelsea hatte zwei gute Phasen in diesem Spiel, kurz vor der ersten und gleich nach der zweiten Hälfte. Aber diese 20 Minuten überstand Inter mit ein wenig Glück. Ansonsten ließ man wenig zu, auch weil Chelsea es an Ideen mangelte. Offensiv setzten die Italiener wenig Akzente. Mitte der 2. Hälfte hatten sie das Spiel endgültig zerstört nur um dann das Siegtor zu erzielen. Nicht schön, aber erfolgreich.

Damit kann sich Chelsea ganz in Ruhe auf die Meisterschaft konzentrieren, was auch nicht von Nachteil sein dürfte. Aber heute Abend steht erstmal die große Enttäuschung. Damit hatte man nicht unbedingt gerechnet.

[22h34] ZSKA Moskau erreicht durch ein 2:1 beim FC Sevilla das Viertelfinale der Champions League.

[22h33] Materazzi  kommt für die letzten Minuten für Motta.

Turnbull kann sich nochmal auszeichnen. Eto’o wieder auf und davon, aber der Ex-Boro hält gut und klärt zur Ecke.

[22h32] Vier Minuten Nachspielzeit. Remember 1999. Alles ist möglich. Nur heute nicht.

[22h28] Platzverweis Didier Drogba/FC Chelsea

Der Ivorer im Strafraum im Zweikampf mit Motta, zunächst schubst Drogba Motta ein wenig. Im Nachhinein tritt Drogba Motta absichtlich auf den Fuß. Stark hat das gesehen und gibt glatt rot. Hart, aber vertretbar.

[22h27] Fünf Minuten noch und Inter macht jetzt das, was sie am besten können und was sie mit wenigen Ausnahmen heute durchgängig gemacht haben. Verteidigen mit acht, neun Mann in der Nähe des Strafraums. Und Chelsea fällt wie so häufig in dieser Partie nicht genug ein.

Mariaga kommt für Sneijder bei Inter.

[22h24] Acht Minuten noch und die englischen Kommentatoren ziehen schon ihren Hut vor Jose Mourinho. Chelsea wirkt geschockt und braucht noch zwei Tore. Sky gibt kurzer Hand die Rechte für die Champions League an RTL2 ab, weil Michael Ballack nicht mehr im Wettbewerb ist.

[22h20] FC Chelsea – Inter Mailand 0:1, Samuel Eto’o, 79. Minute

Ich wollte gerade schreiben, dass es überhaupt nicht nach einem Tor für Chelsea aussieht und dass Inter dieses Spiel endgültig getötet hat, da schlägt Inter zu. Und wie. Langer Ball auf Eto’o vom diesmal brillianten Sneijder, Eto’o steht nicht im Abseits, ist schneller als Ivanovic, der Weg ist frei und diesmal behält er die Nerven und lässt Turnbull keine Chance. Und das dürfte es gewesen sein. Nicht schön anzuschauen, aber erfolgreich.

[22h16] Bei Inter geht Pandev, Stankovic kommt.

[22h15] Salomon Kalou kommt für Zhirkov, damit darf Malouda seinen Arbeitsplatz 30 Meter nach hinten verlegen. Letzte Chance für Chelsea. Sie brauchen ein Tor, hätten aber auch schon längst aus dieser Partie sein können.

[22h14] Kein wirklich ansehnliches Spiel mehr. Aber das dürfte Inter egal sein. Die spielen nicht um einen Schönheitspreis.

[22h11] Stark mit der kleinlichen Linie mal wieder. Chelsea lässt zu viele Standards in Nähe des Strafraums zu. Wieder gute Gelegenheit für Inter, aber Motta köpft über den Querbalken. Ganz lange keine Chance mehr vom FC Chelsea.

[22h07] Inter mit dem Schuss ins Viertelfinale – daneben. Tolles Zuspiel von Sneijder auf Milito, der steht nicht im Abseits, verzieht aber aus bester Position den Schuss. Ball geht am langen Pfosten vorbei. Turnbull hat gut den Winkel verkürzt. Aber was war schon fast eine 100%.

Je später es wird, umso größer der Druck für Chelsea, die treffen müssen und hinten ein wenig offener stehen dann. Was das bedeutet, sieht man eben gerade. Malouda mit einem durchaus gelbwürdigen Foul an Lucio. Aber Stark belässt es bei der letzten Ermahnung.

Gute 23 Minuten noch. Es bleibt spannend.

[22h04] Erster Wechsel bei Chelsea. Joe Cole kommt für Michael Ballack. Marcel Reif und Sebastian Hellmann können es nicht fassen, verlangen noch während des Spiels eine Standleitung zu Carlo Ancelotti. Über was soll man denn in den Nachberichten sprechen?

[22h01] Super Spielzug von Inter. Sneijder legt mit der Hacke auf Pandev, der ist frei durch, wird im letzten Moment aber von Zhirkov geblockt. Die Chelsea-Abwehr im kompletten Tiefschlaf. Die anschließende Ecke bringt dann auch Gefahr, aber Turnbull kann den Schuss von Milito locker halten.

Chelseas Druck der ersten Minuten ist wieder ein wenig verflogen. Wir befinden uns wieder im Aggregatzustand von Mitte der ersten Hälfte.

[21h56] Inter hat ein bisschen seine Linie verloren. Wolfgang Stark übrigens auch. Zeigt Malouda gelb. In Halbzeit 1 hätte es dafür nur einen Freistoß gegeben. Bundesligakompatibel gepfiffen.

[21h55] ZSKA Moskau geht mit 2:1 beim FC Sevilla in Führung. Die Andalusier brauchen damit zwei Tore um ins Viertelfinale einzuziehen. Hätte ich auch nicht mit gerechnet.

[21h53] Ich sag ja: Florent Malouda. Wieder schön auf links durchgesetzt, Flachschuss aufs kurze Torwarteck, aber Cesar ist blitzschnell unten und klärt zur Ecke. Inter bisher nur einmal vor dem Chelsea-Tor in der zweiten Hälfte, als Eto’o ein langes Zuspiel nicht wirklich gut verarbeitet. Ansonsten nur Chelsea in Durchgang zwei. Führung wäre langsam verdient, weil die Blues sukzessive den Druck und das Tempo erhöhen.

[21h49] Malouda dreht auf, schönes kleines Solo. Wird nur durch Thiago Motta gestoppt. Erste gelbe Karte in diesem Spiel. Drogba mit dem Freistoß in die Arme von Cesar. Guter Beginn von Chelsea.

[21h47] Beginn 2. Halbzeit

Keine Wechsel auf beiden Seiten. Dann wollen wir doch mal schauen, ob Chelsea das Tempo und die gute Phase aus dem Ende der ersten Hälfte durch den Pausentee nicht verloren hat.

[21h31] Halbzeit FC Chelsea – Inter Mailand 0:0

Peep. Peeep. Peeeeep. Halbzeit an der Stamford Bridge. Noch keine Tore, aber interessantes Spiel. Partie wurde besser im Verlauf der ersten Halbzeit. Inter steht defensiv mit Ausnahme bei langen Bällen, wo die Italiener erst im letzten Moment klären konnten, recht gut. Chelsea fiel lange nichts ein. Immerhin sowas wie Druckaufbau in den letzten fünf Minuten, aber die großen Torchancen fehlen noch. Verspricht viel Spannung für die zweite Hälfte.

In der anderen Partie steht es zwischen dem FC Sevilla und ZSKA Moskau 1:1. Würde Verlängerung bedeuten.

[21h30] Inter hat Probleme, wenn Chelsea lange Bälle spielt, diesmal rettet wieder Samuel vor dem einschussbereiten Lampard. Da stehen die Italiener nicht sicher genug. Aber nur so bekommt Chelsea überhaupt mal sowas wie Torgefahr.

[21h29] Wolfgang Stark pfeift sehr nicht-bundesligamäßig. Warum nicht immer so?

[21h26] Gute Gelegenheit für Chelsea. Ballack mit dem Zuspiel auf Malouda, der dreht sich um seinen Gegenspieler, tolle Bewegung, Schussbahn ist frei, doch diesmal ist es Samuel, der sich im letzten Moment in den Schuss wirft. Eine gute Minute später die nächste gute Chance für die Gastgeber. Feines Zuspiel von Drogba auf Anelka, der Franzose nimmt den Ball gut mit, legt ihn an den herausstürmenden Cesar vorbei, aber Motta klärt noch deutlich vor der Linie. Beste Phase der Blues in den letzten Minuten. Cesar wird behandelt, kann aber weiterspielen.

[21h25] Ancelotti steht, Mourinho sitzt. Seit Minuten.

[21h22] Guter Spielzug von Inter. Maicon, für mich einer der besten Akteure auf dem Spielfeld, schickt Eto’o auf rechts, gute Hereingabe, Schuss von Milito kann aber zur Ecke geklärt werden. Das sind dann aber auch schon Highlights. Bisher erst laut Statistik erst ein Torschuss.

[21h18] Beste Chance in diesem Spiel wahrscheinlich – für Inter. Wieder Maicon rechts ganz frei, Terry unterläuft die Flanke, am langen Pfosten ist Eto’o aber zu überrascht, als dass er noch einen vernünftigen und präzisen Kopfball hinbekommt. Dabei war er doch so frei.

[21h14] Stichwort Mittelfeldduelle: Bis jetzt aus meiner Sicht ausgeglichen. Mikel spielt unauffällig, aber soweit effektiv. Von Sneijder ist auch noch wenig zu sehen. Neutralisiert sich viel. Interessant vor allem, wie häufig Zhirkov mit nach vorne kommt, das ist ja fast schon Ashley Cole-Manier. Wenn Zhirkov ganz mit nach vorne geht, sichern Malouda und teils auch Mikel ab.

[21h11] Mal wieder Gefahr vor dem Tor von Julio Cesar. Malouda gewinnt ein Kopfballduell gegen Lucio im Strafraum (hat sich was mit den wichtigen Kopfballduellen), der Ball fällt Drogba vor die Füße, viel Platz, gute Schussposition, aber Maicon wirft sich in den Schuss und verhindert, dass der Ball aufs Tor kommt. Aber so was wie Marke Zufall. Aus dem Spiel geht bei Chelsea weiterhin wenig.

[21h05] Inter macht das exzellent, greifen rechtzeitig an, meist schon im Mittelfeld auf den ballführenden Spieler, nicht bei jeder Gelegenheit, aber wenn, sind die Räume für Chelsea verdammt eng. Inter steht eng am Mann, gewinnen fast alle Kopfballduelle und die Zweikämpfe auf den Außenbahnen. Mourinho dürfte zufrieden sein. Chelsea wirkt ein wenig planlos, nicht genug Ideen bisher um Inter zu knacken. Auf das Bisherige haben sich die Gäste außerordentlich gut eingestellt.

[21h00] Techtelmechtel zwischen Motta und Lampard, nachdem zuvor Lucio seinen Fuß etwas zu hoch hatte und beinahe das Gesicht von Malouda traf. Drogba war mit der Aktion des Brasilianers gar nicht einverstanden und hat ihm das auch sehr deutlich gezeigt und gesagt. Stark belässt es zurecht bei Ermahnungen. Mehr als eine Viertelstunde durch. Noch keine große Chance, aber interessantes Spiel. Inter hat es nach der anfänglichen Unruhe ganz gut geschafft, Chelsea vom Tor fernzuhalten.

[20h56] Auf der anderen Seite gute Szene von Ballack, dessen Distanzschuss aus 20 Metern knapp am rechten Pfosten vorbeigeht.

[20h54] Erster Angriffsversuch der Gäste. Maicon wird auf rechts gut frei gespielt, hat viel Platz, Schuss geht aber Richtung Londoner Innenstadt. Da war mehr drin. Spiel wird lebhafter, auch weil Inter sich überhaupt nicht versteckt. Lässt sich gut anschauen.

[20h52] Nach sieben Minuten macht sich Eto’o erstmals unbeliebt bei den Chelsea-Fans, als er nach einem wirklich harmlosen Zusammenprall fast eine Minute und vier Rollen auf dem grünen Rasen später endlich wieder aufsteht. Ob das schon Zeitspiel war?

[20h49] Chelsea übernimmt das Zepter in den ersten Minuten, aber noch alles sehr ungenau. Viele Fehlpässe, häufig Abseits. Aber Spiel bewegt sich klar in die Richtung Julio Cesar. Inter wacht nur langsam auf, ist dann aber sofort präsent von Turnbull. Ausgeglichen, leichte Vorteile für die Blues danke besserer Spielanlage.

[20h45] Beginn 1. Halbzeit

Inter Mailand mit Anstoß in den ersten 45 Minuten, spielen in weiß von links nach rechts, Chelsea wie gewohnt in blau.

[20h43] “It must be a strange feeling for Jose Mourinho to come out of the tunnel and turning right.”

[20h38] Die Aufstellungen an der Stamford Bridge

FC Chelsea: Turnbull – Ivanovic, Alex, Terry, Zhirkov – Ballack, Mikel, Lampard, Malouda – Anelka, Drogba

Inter Mailand: Julio Cesar – Maicon, Lucio, Samuel, Zanetti – Cambiasso, Sneijder, Motta – Pandev, Eto’o, Milito

Also noch ergänzend: Mario Balotelli ist in Italien geblieben, gab da wohl ein paar Unstimmigkeiten zwischen Mourinho und dem Nachwuchstalent. Beide Teams mit offensiver Ausrichtung. Materazzi ist erstmal nur auf der Bank.

[20h32] Beide Teams kämpfen in ihren Ligen noch um die Meisterschaft. Chelsea am vergangenen Wochenende mit einem souveränen 4:1 gegen West Ham. Inter verlor bereits am Freitagabend bei Catania mit 1:3. Unterschiedliche Vorzeichen also vor dieser Partie was die Ligaleistungen angeht. Mein Tipp für heute Abend ist ein 3:1 für Chelsea nach Verlängerung.

[20h24] Ballack hier, Ballack da. Wie zu befürchten. Wenn der Deutsche mindestens 37 Ballkontakte in der ersten Hälfte verzeichnet, kommentiert Marcel Reif die zweite Hälfte sicherlich von der Eckfahne aus und Sebastian Hellmann wird kurzfristig nach London eingeflogen und fragt, was das für Ballack im Stadium seiner Karriere bedeutet.

[20h23] Worauf ich mich heute Abend freue:

1. Jose Mourinho. Großartiger Trainer, mir gefällt seine Art. Bin gespannt, wie er sich über die 90 Minuten verhält.

2. Florent Malouda. In bestechender Form zuletzt. Könnte für Chelsea ein Schlüssel zum Sieg sein.

3. Die Duelle im Mittelfeld: Ballack, Mikel und Lampard gegen Sneijder, Motta und Cambiasso.

4. Ross Turnbull. Sein zweites Champions League Spiel, und dann gleich ein Rückspiele im Achtelfinale. Hat zuletzt gegen West Ham eine gute Leistung gezeigt. Mal sehen, wie er sich in diesem wichtigen Spiel präsentiert.

[20h17] Doppelte deutsche Beteiligung heute Abend im Westen Londons. Wolfgang Stark leitet die Partie. Chelsea wieder mit Zhirkov hinten links in der Viererkette, ansonsten beide Teams mit dem Personal der letzten Wochen. Bei den Blues Alex wieder in der Innenverteidigung, Carvalho darf auf der Bank Platz nehmen.

[20h15] Eigentlich ist das Spiel aus Sicht von Jose Mourinho ja eigentlich schon gespielt. Denn Mourinho, so die Aussage des Trainers – verliert nicht an der Stamford Bridge. Es wurde einen großen Hype um seine Rückkehr gemacht. Da passen die Meldungen von heute Nachmittag, wonach Mourinho bei einem Ausscheiden heute Abend um seinen Job bangen muss, nicht ganz so zusammen.

[20h10] The Return of the Special One. Jose Mourinho kehrt mit Inter Mailand zurück an die Stamford Bridge. Der FC Chelsea muss das 1:2 aus dem Hinspiel aufholen. Bühne frei für die Champions League, Achtelfinale Rückspiel. Hoffentlich a special one. Guten Abend.

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Zitat des Tages: Dienstag, 16. März 2010 – Wie in keiner anderen Zeitung

Dienstag, 16. März 2010 8:41

“Dass ich morgens in der U-Bahn, wenn ich zur Arbeit gehe, eine Zeitung kaufen kann und alles, was mich am Sport interessiert, sofort in einer Zeitung lesen kann. Und zwar aktueller als in jeder anderen Zeitung, weil wir einen extrem späten Redaktionsschluss haben, der bei wichtigen Ereignissen und Entwicklungen sogar noch einmal nach hinten verlegt werden kann.”

Verleger Michael Hahn, Herausgeber vom Sport-Tag, spricht im Tagesspiegel über das Projekt eine tägliche Sportzeitung in Deutschland ins Leben zu rufen: “Ich habe keine Zweifel.”

Wenn man so weitermacht, dann habe ich meine Zweifel, ob das ein erfolgreiches Produkt werden kann.

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Selbstreferenzielles: Das Blog-Stöckchen

Sonntag, 14. März 2010 22:21

Drüben beim Jubiläumseintrag von Planet Of Sports gefunden – und da dachte ich mir, ich greife einfach mal das Stöckchen auf und beantworte die paar Fragen. Wobei ich mich bei sowas immer ein wenig schwer tue. Ich könnte zum Beispiel keinem spontan fünf bis sechs Argumente geben, warum ich ein Blog betreibe. Höchstens nach längerem Überlegen. Vielleicht sollte ich an der Spontanität mal arbeiten.

Warum bloggst du?

Klar, dass der Spaßfaktor an erster Stelle steht. Schreibe schon seit der Kindheit unglaublich gerne, das hat damals mit Reisetagebüchern von den gemeinsamen Urlauben mit meinen Eltern angefangen, ging dann über ein kleines Praktikum in der Schulzeit bei einer Stadtteilzeitung bis hin zum Schreiben von vielen Texten für das Abi-Buch. Alles natürlich immer irgendwie freiwillig und nicht so richtig professionell. Und das liebe ich auch am Bloggen. Ich muss nicht zwingend auf jedes Detail in der Rechtschreibung achten (gebe mir aber Mühe), ich muss Texte nicht nach einem gewissen Schmema aufbauen. Ich kann einfach so schreiben, wie das mir entweder Spaß macht oder wie ich es für notwendig halte, damit die Botschaft eines Textes so gut wie möglich rüberkommt. Ich wurde letztens mal gefragt, warum ich mit der Liebe zum Schreiben nach der Schulzeit nicht was mit Journalismus machen wollte. So richtig habe ich das nie versucht, habe mich zwar auf Praktika beworben, aber bekam stets eine Absage. Und seitdem nicht mehr weiter verfolgt. Also Spaß und Begeisterung fürs Schreiben ist der eine Grund. Dann habe ich durchs Bloggen unglaublich viele neue Leute kennengerlernt, nicht alle bisher persönlich, nur die wenigsten, aber Anlaufstellen gefunden, die man fragen kann über bestimmte Themen und bei spezifischen Problemen, aber durch die man auch viele neue Infos und Ansichten täglich erhält. Und ich entdecke heute noch Woche für Woche neue Blogs, die mir immer wieder noch gefallen und die ich neu in den Feedreader hinzufüge. Von daher will ich das Bloggen eigentlich auch nicht aufgeben.

Seit wann bloggst du?

Der erste Eintrag in diesem Blog stammt vom 29. Mai 2007, sind also in ein paar Monaten dann drei Jahre. Seitdem haben sich 994 Artikel angesammelt.

Warum lesen deine Leser deinen Blog?

Ich könnte jetzt eine Geschichte erzählen, als ich vor einem Jahr auf einer Geburtstagfeier mich mit Namen vorstellte und dann von zwei Leuten angequatscht wurde, ob ich der von medien-sport-politik sei. Führe jetzt zu weit. Und ich glaube, ich kann die Frage auch nicht beantworten. Uch weiß aber von vielen, dass meine Sport-Live-Blogs von vielen sehr geschätzt werden. Drehen wir das doch einfach mal um. Ich lese Blogs zum Beispiel um mich zu informieren, um nette Geschichten, Beobachtungen und Skuriles aus dem Alltag zu erfahren und teilweise auch um mir eine Meinung zu bilden abseits von den traditonellen Medien. Das kann ich wohl nicht erfüllen. Das wäre ja auch mal was für eine schöne Umfrage: Warum lesen wir eigentlich Blogs? Wenn es dazu schon Ergebnisse gibt, bitte melden.

Welche war die letzte Suchanfrage, über die jemand auf deine Seite kam?

Die letzte Suchanfrage war “BBC Radio 5 live in Deutschland hören”. Weiß gar nicht, ob ich da mal was konkret zu geschrieben habe. Ich weiß nur, dass ich den Sender sehr gerne höre.

Welcher deiner Blogeinträge bekam zu Unrecht zu wenig Aufmerksamkeit?

Rückblickend habe ich mir schon damals gewünscht, dass die Diskussion um die Ticket-Preise bei den Scorpions in den letztjährigen Playoffs mehr Aufmerksamkeit bekommt. Leider nicht. Mal sehen, was dieses Jahr wird.

Dein aktueller Lieblingsblog?

Das kann ich gar nicht sagen. Was ich schon immer gerne gelesen habe und immer noch gerne lese – und hier vielleicht noch nie wirklich erwähnt habe: London Leben

Welchen Blog hast du zuletzt gelesen?

Die letzten beiden eben gerade. Beim Fußball-Blog der BBC über die aktuelle sportliche Lage bei den Wolverhampton Wanderers, und die deutsche Fankultur am Scheideweg beim Sportmedienblog

Wie viele Feeds hast du gerade im Moment abonniert?

Habe letzte Woche es endlich mal geschafft meinen Feedreader aufzuräumen. Habe 119 Feeds abonniert, davon sind 82 Blogs oder Zusammenfassungen von mehreren Blogs, der Rest Newsfeeds und Sportnachrichten.

An welche fünf Blogs wirfst du das Stöckchen weiter und warum?

Wer will, darf nehmen!

Thema: Alltägliches | Kommentare (0)

Mein Fazit zum Sport-Wochenende, 12.-14.03.

Sonntag, 14. März 2010 21:40

An diesem Wochenende mal wieder festgestellt, wie toll es doch sein kann Sport zu erleben, egal ob vor dem TV oder live im Stadion oder der Arena. Umso besser dann ntürlich, wen die bevorzugte Mannschaft gewinnt. Aber als Sport-Fan kann ich mich auch durchaus daran erfreuen, wenn ich vom anderen Team großen Sport zu sehen bekomme. Dann ist eben das andere Team besser. Kurzum: Gibt mit nur wenigen Ausnahmen nichts Schöneres als das Wochenende zumindest teilweise sich dem Sport zu widmen. Und wenn man dann vor Aufregung und Spannung in den letzten Minuten beim Eishockeyspiel gar nicht mehr hinsehen möchte, steht man einfach wie die fast 7000 anderen Zuschauer auf und klatscht sich die Nervosität aus den Händen und feuert die Mannschaft zum Heimsieg an.

Und aus meiner Sicht war es natürlich ein ganz großartiges Wochenende, wie ich es zuletzt eher selten erleben durfte. Siege für 96 und Werder in der Bundesliga, Arsenal mit drei ganz wichtigen Punkten in der Premier League und als i-Tüpfelchen heute noch das umgemein spannende Spiel zwischen den Scorpions und den Adler Mannheim, dass die Zach-Truppe dank guter Chancenauswertung und fantastischer Laufarbeit in der Defensive letzlich nicht unverdient mit 2:1 für sich entschied. Playoff-Chancen weiter in Takt, die Konkurrenz hat heute verloren, aber das heißt noch gar nichts.

So, und jetzt erstmal drei Tage Durchpusten und sich wieder anderen Dingen widmen. Die nächsten Wochen werden sportlich noch genug nervenaufreibend. Von daher an dieser Stelle auch gar keine große Analyse mehr. Da bin ich heute nicht mehr fähig zu.

Thema: Sport | Kommentare (0)

Medien-Sport-Politik, 12.03.2010

Freitag, 12. März 2010 17:48

Es war die letzten Tage schon wieder ein wenig ruhiger, was einfach daran liegt, dass zurzeit zu viele andere Dinge – gewollt wie ungewollt – zu erledigen sind. Sollte sich über das Wochenende aber hoffentlich entspannen. Einstweilen ein kompakter Eintrag, zudem auch mit ein paar Hinweisen auf den bevorstehenden Premier League Spieltag am Ende des Eintrags.

Zeitungsmarkt Großbritannien

Das Audit Bureau of Circulation hat heute neue Verkaufszahlen für den englischen Zeitungsmarkt im Monat Februar veröffentlicht. Es bleibt bei dem Trend der vergangenen Jahre: Vor allem die Qualitätszeitungen verkaufen weniger Ausgaben. Der Guardian setzt erstmals seit 30 Jahren weniger als 300.000 Ausgaben am Tag ab, liegt jetzt aktuell bei 284.514, das sind fast 17% weniger als vor einem Jahr, rund sechs Prozent weniger als im Januar. Auch die Sonntagsausgabe Observer musste einen Rückgang verzeichnen. Weniger dramatisch sind die Auflagenverluste bei der Times, dem Independent und dem Daily Telegraph. Die Auflage gesteigert hat als eine der wenigen Zeitungen die News of The World. Quellen: Guardian, Media Week. Alle Zahlen gibt es hier in der Übersicht.

BBC 6 Music: Schluss oder nicht Schluss?

Ende 2011 soll die Radiostadion der BBC zusammen mit dem Asian Network geschlossen werden und mit zahlreichen weiteren Einsparungen dem Druck der Politik nachgegeben werden. Knapp zwei Wochen nach der Verkündigung der Pläne durch BBC-Chef Mark Thompson sind bisher knapp 8.000 Beschwerden bei der BBC eingegangen, die eine Fortführung von BBC Radio 6 Music fordern, darunter mittlerweile bekannte Moderatoren, aber auch Musikbands wie Coldplay, Lily Allen und andere. Da dürften die nächsten Wochen interessant werden. Der Politik dürften die bisher knapp 8.000 Beschäftigten ziemlich egal sein.

Alle Spiele der WM 2010 auch in GB in HD

Der britische TV-Sender ITV hat heute den Start eines eigenen HD-Kanals angekündigt. Man hat Verhandlungen mit Sky und Virgin Media abgeschlossen. Das heißt also, dass eine flächendeckende Versorgung via Kabel und Satellit gewährleistet ist. Britische Fußballfans können somit fast alle 64 Spiele auch in HD verfolgen, nur eines der parallel stattfindenen Spiele gibt es in HD. Also ingesamt 56. Da haben wir den britischen TV-Markt doch tatsächlich im Sommer 2010 etwas voraus.

Politcamp 2010

In knapp einer Woche findet das PolitCamp 2010 statt, wieder in Berlin direkt am Spreeufer. Vorschau auf die Veranstaltung in der nächsten Woche noch an dieser Stelle. Vorerst lebt zumindest angesichts des eher zähen Online-Wahlkampfes zur Bundestagswahl 2009 und den bisher noch mäßigen Aktivitäten zur NRW-Landtagswahl die Debatte wieder auf, wie Online-Wahlkampf in Deutschland funktionieren könnte oder auch nicht. Dazu sechs steile Thesen von Mathias Richel, und Antwortversuche bei den Kühlschranknotizen.

Das Bild der Politiker dieser Tage

Ich war gestern Morgen in Hannover mit einem durchaus fähigen Nachwuchspolitiker frühstücken. Namen und Parteizugehörigkeit sind unwichtig, aber ihm wird eine durchaus ansehnliche Karriere zugetraut. Irgendwann mal. Ich habe ihn gefragt, ob er nach den Pannen der Bundesregierung, den Skandalen und Äußerungen der letzten Woche und die ganze schlechte Außendarstellung der Politik manchmal überlegt, einfach mit der Politik aufzuhören und etwas anderes zu machen. Ich fand die Frage durchaus berechtigt. Gerade als junger Politiker würde ich jetzt bei den Entwicklungen der letzten Tage schon mal an die Decke gehen (vor allem, wenn ich einer Regierungspartei angehöre). Er antwortete dann, dass er über sowas gar nich nachdenke und das auch nicht seine Haltung sei. Und solange er sich kräftig anstrenge und sich nichts zu Schulden kommen lässt, stehe ein Rückzug aus der Politik überhaupt nicht zur Debatte. Es wundere ihn nur, dass er so häufig mit dieser Frage konfrontiert werde. Da war ich beruhigt, dass ich nicht der einzige war, der bisher gefragt hat.

Sport-Wochenende

Ich freue mich jetzt schon drauf. Morgen in der AWD-Arena 96 gegen Frankfurt schauen und am Sonntag endlich mal wieder in die Tui-Arena. Scorpions gegen Adler Mannheim. Der erste von fünf Thrillern für die Mannschaft von Hans Zach im Kampf um die direkten Playoff-Plätze. Nürnberg auswärts, Mannheim daheim, in Düsseldorf und Ingolstadt und Wolfsburg noch zu Gast. Da meinte es der Spielplangestalter besonders gut mit den Scorpions-Fans.

Zitat des Tages: Liverpool-Trainer Rafael Benitez

“I am confident we can beat anyone at Anfield on our day with the fans behind us. We were just not strong enough today but there is still 90 minutes to play. It was an improvement from the last game. The players’ reaction has been very positive. I am disappointed with the result but really pleased with the effort of the players. They were fantastic today.”

Nun ja, 1:0 in Lille verloren nach der 1:0-Niederlage in Wigan. Und wie schwer war es wirklich noch schlechter zu spielen als bei den Latics? Rafael Benitez vor keine einfachen Tagen.

Premier League 2009/2010: 30. Spieltag

Der Titelkampf

Keine einfachen, aber lösbare Aufgaben für die drei Titelanwärter. Chelsea mit einem Heimspiel gegen West Ham United und Man Utd hat Fulham zu Gast. Schon schwieriger die Reise des FC Arsenal zu Hull City, die gezeigt haben, dass sie zumindest punktuell über ein Spiel eine ganz starke Leistung bringen können. Der FC Chelsea kann ein Lied davon singen. Die Gunners weiterhin ohne Cesc Fabregas.

Der Kampf um den 4. Platz

Pflichtaufgaben für Tottenham gegen Blackburn (Samstag 13h45 auf Sky) und Liverpool gegen Schlusslicht Portsmouth (Montag 20h55 bei Sky). Schon schwieriger die Aufgaben für die beiden anderen Teams. Aston Villa muss zum heimstarken Stoke City und Manchester City reist zum FC Sunderland, der unter der Woche mit dem 4:0 gegen Bolton erstmals seit November wieder gewinnen konnte.

Der Abstiegskampf

6-Punkte-Spiel am Samstagnachmittag zwischen Burnley und Wolverhampton. Beide liegen derzeit bei 24 Punkten, nur die schlechtere Tordifferenz trennt beide Teams. So belegt Burnley den ersten Abstiegsplatz. Mit einem Sieg könnte man sich also erstmal ein klein wenig Luft verschaffen. Gegen den Abstieg geht es auch bei der Partie zwischen Bolton und Wigan. Der Sieger kann sich erstmal von den Abstiegsplätzen entfernen.

Mehr zur Premier League im Laufe des Wochenendes und auch am Montag noch.

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Premier League 2009/2010 #29, Wigan Athletic – FC Liverpool

Montag, 8. März 2010 21:51

[22h58] Endstand Wigan Athletic – FC Liverpool 1:0

Meine Güte, Liverpool, was für eine enttäuschende Leistung, die allen Fans richtig Sorgen machen muss. Defensiv in der ersten Hälfte wieder mit den bekannten Schwächen. Das wäre ja noch zu verkraften. Aber offensiv war das heute so harmlos und ungefährlich. Kirkland musste nicht einen Ball halten. Da warten ganz schwierige Wochen auf die Reds. Wigan insbesondere in der ersten Hälfte mit toller Leistung. In den zweiten 45 Minuten tat man so viel wie nötig.

Durch den Sieg verbessert sich Wigan auf Platz 14, hat jetzt vier Punkte Vorsprung auf die Abstiegszone. Liverpool verpasst den Sprung auf den vierten Platz. Man bleibt Sechster mit 48 Punkten, einen Punkt weniger als Man City auf 5, die aber noch zwei Spiele weniger haben. Siebter ist Aston Villa mit 45 Punkten, aber drei (!) Spielen weniger als Liverpool. Und die heutige Leistung gibt überhaupt keinen Anlass dafür, die Wörter Liverpool und Champions League noch einmal in den Mund zu nehmen. Wenn sie so weiter spielen, für länger Zeit nicht mehr.

[22h56] Und Liverpool ohne Chancen in der Nachspielzeit, kommen nicht in Nähe des Strafraums. Tolle Einzelaktion von Moses, der sich auf links gegen Johnson durchsetzt, Schuss aber nicht präzise genug aufs Tor. Aber bringt Zeit.

[22h52] Fünf Minuten Nachspielzeit. It’s Premier League.

[22h48] Letzter Wechsel Wigan: Hugo Rodallega geht, Jason Scotland für die letzten drei Minuten plus Nachspielzeit.

[22h47] Und der Gesichtsausdruck von Benitez auf der Bank spricht Bände, quasi nach dem Motto: “Leckt mich doch alle mal – und der Platz ist furchtbar schlecht.”

[22h44] Henry Thomas für Diame bei Wigan und Liverpool bringt Ryan Babel für Dirk Kuyt. Gerrard mit dem nächsten überflüssigen Foul. Der nächste gelbe Karton, die insgesamt sechste Verwarnung in dieser Partie.

[22h41] Torres mit dem Frustfoul nach überflüssigem Ballverlust. Liverpools gute Phase zwischen der 65. und 72. Minute ist komplett verpufft. Wigan wieder besser im Spiel, die Reds tun sich fast schon selbst Leid.

[22h38] Und da ist der Jackpot für den FC Liverpool, die riesengroße Chance zum Ausgleich. Flanke von links von Insua, Kuyt legt toll mit dem Kopf für Torres vor, dessen Seitfaltzieher ganz knapp am Pfosten vorbeigeht. Tolles Spiel jetzt, noch eine knappe Viertelstunde.

[22h35] Bei Wigan schwinden die Kräfte, kaum noch Entlastung oder gescheite Angriffe nach vorne. Man steht kompakt in der Defensive. Spiel kippt immer mehr in Richtung Liverpool. Jetzt mal wieder ein gefährlicher Konter für Wigan, Reina kann gut gegen Rodallega klären, am langen Pfosten kann Carragher gegen Scharner klären. Aber das sind eher Ausnahmen, wobei man sagen muss, dass Liverpool trotz mehr Ballbesitz weiterhin kaum gefährlich vor Kirkland auftaucht.

[22h31] Liverpool erhöht ein wenig den Druck. In den letzten fünf Minuten vier Ecken. Aber alle ungefährlich. Keine Torchancen. Zweiter Wechsel bei Liverpool. Aquilani kommt für Benayoun.

[22h29] Torres versucht es volley mit einem Torschuss, Ball geht ins Seitenaus. Martinez bringt Victor Moses für Moreno. Kam im Januar vom insolventen Chrystal Palace.

[22h24] Hut ab vor Wigan Athletic, wie die kämpfen und teilweise richtig ansehnlich nach vorne spielen. Konter über drei Stationen nach vorne. Langer Ball auf Moreno, der auf der rechten Außenbahn in die Mitte zieht. Abschluss dann aber zu zentral aufs Tor, direkt in die Arme von Reina. Und Liverpool fällt offensiv weiter wenig ein. Torres versucht es mal über die Flügel, dann fehlt er aber in der Mitte. Von Maxi Rodriguez ist gar nichts mehr zu sehen. Auch Gerrard ist abgetaucht.

[22h20] Meine Güte, was eine Szene. Reina kommt völlig übermotiviert aus seinem Tor, obwohl Kyrgiakos und Carragher bei Moreno sind. Reina fliegt am Ball vorbei, Carragher schießt Moreno an. Von dessen Fuß senkt sich der Ball fast ins Tor, bevor der Grieche noch den Ball über die Querlatte köpft. Das wäre es ja gewesen. Wie gesagt, Liverpool weiterhin mit katastrophalen defensiven Fehlern.

[22h16] Benitez mit dem ersten cleveren Wechsel. Glen Johnson kommt für Lucas. Damit der Ex-Pompey hinten rechts in der Kette. Mascherano rückt in die defensive Mittelfeldrolle. Das sollte vielleicht etwas mehr Stabilität verleihen.

[22h13] Partie mit mehr Tempo in die zweite Hälfte gestartet. Sieht ganz so aus, als habe Benitez seiner Mannschaft mitgegeben, mehr für die Offensive zu tun. Schien ja auch bitter nötig. Leider bleibt man defensiv weiter anfällig. Heißt für Wigan: Konterchancen. Und insbesondere über Rodallega ist man stets gefährlich. Auch Moreno macht einen vitalen Eindruck. Liverpool spielt schon nach 52 Minuten mit dem Feuer, weil sie 45 Minuten es nicht geschafft haben den Brand in der eigenen Defensive zu löschen.

[22h09] Und sollte Insua mit seiner gelben Karte im Hinterkopf weiterhin die Zweikämpfe so meiden und Gegenspieler an sich vorbeispazieren lassen, dann ist die Auswechselung eine Frage der Zeit. Oder der Gegentreffer.

[22h07] Beginn 2. Halbzeit

[21h56] Ich hatte mir ja eigentlich vorgenommen, die Partie komplett live mitzubloggen. Leider musste ich noch eine Website aktualisieren und erwartete noch einen wichtigen Anfruf. Von daher weiter unten eine schnelle Zusammenfassung der ersten Hälfte und jetzt in gewohnter Form die zweite Hälfte in Live-Blog-Form. Liverpool muss eine deutliche Leistungssteigerung zeigen, sollten noch drei Punkte mitgenommen werden.

[21h52] Halbzeit Wigan Athletic – FC Liverpool 1:0


1. Halbzeit

Stellen Sie sich mal vor, Sie wären Trainer eines Vereins, der in den letzten 13 Ligaspielen nur ein einziges Mal gewonnen hat. Und dann vergewissern Sie sich bitte noch einmal, dass Sie gerade Ihre erste Saison als Trainer in der Premier League absolvieren. Und nach einem guten, fast schon unerwarteten guten Saisonstart taumelt ihr Team jetzt unaufhaltsam dem Abstieg entgegen. Was gibt es dann Besseres für Sie als ein Monday Night Game in der Premier League gegen den immer noch großen FC Liverpool? Ein Spiel, in dem Sie – Team wie Trainer – doch eigentlich nur gewinnen können? Gut, natürlich können Sie nach diesem Spiel ohne Punkte dastehen. Aber wer würde das als große Überraschung verbuchen? Wahrscheinlich niemand. Sie haben die große Gelegenheit Ihr Team durch eine gute Leistung wieder mehr Selbstvertrauen zu geben. Und auch Sie können wieder ein wenig durchatmen. Das Team lebt, heißt es dann ja immer so schön.

Und genau diese Gedanken scheinen Roberto Martinez, dem Trainer von Wigan Athletic, vor dem wichtigen Spiel gegen den FC Liverpool durch den Kopf gegangen zu sein. Anders waren die ersten guten 20 Minuten von Wigan Athletic nicht zu erklären. Verglichen mit den letzten Aufgaben, war das Team fast schon wie ausgewechselt. Dem Gast aus Liverpool, Tabellensechster vor dieser Partie mit der Chance bei einem Sieg auf Platz Vier zu springen, gehörten zwar die ersten Minuten, aber danach fand Wigan viel besser in die Partie, hatte mehr Ballbesitz und verstand es exzellent, Liverpool früh im Spielaufbau zu stören. Die Reds verfielen in ihre diese Saison schon häufig gesehene Passivität und ließen Wigan machen. Den Latics fehlte allerdings die Qualität im Abschluss und die wirklich gefährlichen Torszenen.

Bei Liverpool spielte in der Abwesenheit von Glen Johnson – er saß immerhin schon wieder auf der Bank – Mascherano wieder auf der Position des Rechtsverteidigers. Krygiakos ersetzte Daniel Agger und Insua sprang für den verletzten Fabio Aurelio ein. Gerrard war eher mit defensiven Aufgaben bedacht, spielte eher die defensivere Sechser-Rolle. Passte nicht so ganz in den ersten 20 Minuten. Für Bewegung nach vorne sollten Benayoun und Maxi Rodriguez sorgen. Kuyt und Torres übernahmen die Sturmspitzen, der Holländer dabei leicht zurückgezogen. Bei Wigan spielte Marcelo Moreno, ehemals Werder Bremen, für Hendry Thomas. Melchiot stand für die Latics nicht zur Verfügung.

Nach 30 Minuten durfte man dann ein wenig in Ernüchterung fallen. Leider wenig Highlights, Gerrard scheiterte in der 25. Minute nach gutem Zuspiel von Benayoun an den eigenen Nerven und der guten Abwehrreihe von Wigan. Für die Gastgeber musste man bis dahin aber ein großes Kompliment aussprechen. Zumindest vom Kampf, der Leidenschaft und dem Einsatz war das eine sehr gute Leistung. Dass man spielerisch nicht überzeugen konnte, war fast nicht anders zu erwarten. Bei Liverpool fehlte das gewisse Etwas, man war zwar bemüht, aber da waren viele Fehler und Ungenauigkeiten dabei. Man ging wenig Risiko, setzte Wigan kaum unter Druck. Die typische Auswärtstaktik von Rafael Benitez. Und alle Liverpool-Fans, jetzt mal kurz weghören. Und genau deshalb steht ihr diese Saison nur auf Platz 6 derzeit und nicht da, wo derzeit Arsenal, Chelsea und Man Utd stehen. Aber das nur am Rande. Am interesantesten in der ersten Hälfte war noch die rigorose Kartenverteilung von Schiedsrichter Andre Marriner, der eine äußerst kleine Linie fuhr und nach 33 Minuten schon beide Innenverteidiger der Reds mit gelb verwarnte. Wigan belohnte sich in der 35. Minute mit der 1:0-Führung für die gute erste Hälfte – und Liverpool half kräftig mit. An einer langen Fehlerkette stand ein fürchterlicher Pass von Kuyt, Emmerson Boyce schnappte sich den Ball, tolle Flanke auf Rodallega, der Mascherano in der Mitte entwischt ist und aus kurzer Distanz nur noch über die Linie schieben muss. Keine Chance für Pepe Reina.

Bis zur Halbzeit war es dann ein deutlich munteres Spiel. Liverpool kam durch Torres zu einer guten Chance, Wigan blieb bei schnellen Gegenangriffen immer wieder gefährlich, auch weil Liverpool fürchterliche Fehlpässe spielte. Auf der Trainerbank der Reds bereitete derweil Rafael Benitez seine Pausenpredigt vor, die Notizzettel sahen sehr voll aufgeschrieben. Da passte einiges nicht. Defensiv klappte die Absicherung mit Lucas und Gerrard auf den eher defensiven Positionen kaum. Da waren die Lücken zu groß, wenig ging über die Flügel, Maxi Rodriguez und Benayoun waren da häufig auf sich alleine gestellt. Gerrard hatte auf seinen defensiveren Part schon nach 35 Minuten keinen Bock mehr und schaltete sich häufiger in die Offensive ein, was nur zur Folge hatte, dass Liverpools defensive Löcher noch größer wurden.

Thema: Live-Blog, Premier League | Kommentare (0)