Beiträge vom September, 2007

Bundesliga 8. Spieltag, Werder Bremen – Arminia Bielefeld 8:1

Samstag, 29. September 2007 17:55

Es gibt ja manchmal Tage, das gelingt einem fast alles – heute war so einer. Und im Nachhinein muss ich mich ärgern, dass ich nicht ins Weserstadion gegangen bin, obwohl ich die Möglichkeit hatte. Aber auch am Fernseher war es ein besonderer Nachmittag.

Dabei war – wie ja schon hier berichtet – auch die Personallage etwas entspannter. Clemens Fritz saß nach 6 Wochen Pause erstmals wieder auf der Bank. Peter Niemeyer gab sein Bundesligadebüt von Beginn an, ansonsten war das die altbekannte Aufstellung mit Diego hinter den Spitzen Almeida und Sanogo. Für Werder ging es vor allem darum, den trotz des 1:1 in Wolfsburg positiven Trend der letzten Woche fortzusetzen und sich auf die CL am Mittwoch vorzubereiten. Bielelfeld wollte Wiedergutmachung für das 0:2 am Mittwoch gegen Hannover.

Los ging es bei bedecktem Himmel, aber trockenem Wetter. Das war heute Morgen hier in Bremen noch ganz anders. Bremen begann lethargisch, Bielefeld fiel nicht viel ein. Einzig und allen Wichniarek brachte etwas Gefahr für das Tor von Tim Wiese. Bremen wurde langsam besser. 17 Minute: Tosic schießt eine Alibiflanke von links, die Bielfelder Abwehr brachte den Ball direkt auf den Fuß von Peter Niemeyer, der volley unhaltbar für Hein trifft. Ein Tor wie aus dem Nichts, aber ganz nach meinem Geschmack. Kurz danach hatte gleich Almeida die Chance auf das 2:0, verzog aber. Das wäre dann auch etwas viel gewesen. Von Bielefeld war nichts mehr zu sehen. Mertesacker trifft nur die Latte, ein Kopfball von Sanogo wird auf der Linie geklärt. Dannach kann Werder auf 2:0 erhöhen. Almeida trifft nach butterweicher Flanke von Sanogo. Das Sturmduo harmoniert wie lange nicht mehr. Clemens Fritz kommt zu seinem Debüt, weil Niemeyer verletzt raus muss. Kurz nach dem 2:0 schlägt Bielefeld zurück. Wichniarek kommt aus Abseitsposition zum 2:1. Es war Bielefelds letzte Aktion in dieser Partie vor dem Tor von Werder. Und Bremen dreht vor der Pause noch mal richtig auf. 3:1 und 4:1 durch Boubaca Sanogo. Der Ivorer, der sich in den ersten Tagen doch deutlicher Kritik ausetzen musste nach seinem Wechsel aus Hamburg, ist jetzt endgültig in Bremen angekommen. Allofs hat mal wieder ein glückliches Händchen bewiesen. Zur Halbzeit war die Partie bereits entschieden.

Die 2. Hälfte ist schnell erzählt. Ich konnte partout nicht auf Konferenz schalten. Das war einfach nur fesselnder Fußball von Werder, auch wenn Bielefeld es den Bremern mehr als leicht machte. Aber das ist ja egal. Rosenberg kam in der Pause für Sanogo. Kräfte schonen für die Champions League und einem torhungrigen Spieler die Chance auf leichte Tore zu geben. Die Taktik von Schaaf ging auf. 5:1 durch Geburtstagskind Mertesacker, 6:1 durch den eingewechselten Rosenberg und 7:1 durch den wieder überragenden Diego per wunderschönem Freistoß. Hugo Almeida setzte mit dem 8:1, das wunderschön herausgespielt wurde, den Endpunkt unter eine denkwürdige Partie. Standing Ovations im Weserstadion.

Ich will das Ergebnis aufgrund der Bielefelder Schwäche nicht überbewerten, aber gerade in Zeiten der langen Verletztenliste sind solche Spiele balsam für die Seele, weil sie doch zeigen, dass Werder alles versucht, so gut wie möglich in der Tabelle  dranzubleiben. Das ist heute sehr sehr gut gelungen. Wenn man jetzt noch die Euphorie mit in die CL nehmen kann, wäre das selbstverständlich klasse. Mittwoch geht es daheim gegen Olympiakos Piräus. Ich hätte nichts dagegen, wenn man an die Leistung anknüpft. Es muss natürlich kein 8:1 sein, aber wenn die Stimmung und die Spielweise von Werder so stimmen sollte wie heute, werde ich den Abend hoffentlich in bleibender Erinnerung behalten.

Felix

Thema: Fußball, Werder Bremen | Kommentare (0) | Autor: medispolis

Preview Premier League 8. Spieltag – Die 8 Fragezeichen

Freitag, 28. September 2007 14:42

Schönen Freitagnachmittag,

der 8. Spieltag steht an auf der Insel und ist damit sehr schön eingebettet zwischen Carling Cup und Champions League bzw. UEFA-Cup in der kommenden Woche. Für viele Manschaften also wichtige Tage. Mal schauen, ob dann einige Fragen mehr beantwortet werden können. Der 8. Spieltag hat jetzt keine Partie von der Marke Chelsea-ManU, aber dennoch sind einige interessante Vergleiche dabei. Also die Glaskugel anschmeißen und auf Antworten warten.

Wer übernimmt die Vorherrschaft in Manchester?
Die beiden Klubs aus der Stadt im Nordwesten Londons sind hervorragend in die Saison gestartet und treffen sich nach sieben Spieltagen auf den Plätzen 2 und 3. Das spricht auch in erster Linie für Manchester City, die am Samstag gegen Newcastle United den Spieltag eröffnen (Prem live ab 13h40 mit Markus Gaupp). Newcastle muss ohne Michael Owen auskommen, dafür ist aber wieder Mark Viduka dabei, der unter der Woche im Carling Cup gegen den FC Arsenal mit einer Fußverletzung pausieren musste. Shola Ameobi ist fraglich. Für ManCity kommt es vor allem darauf an, dass man defensiv wieder besser steht. Beim 3:3 gegen Fulham letzten Samstag gab es gerade in der bis dato sehr sicher stehenden Abwehr erhebliche Defizite. Newcastle hat gegen West Ham überzeugt. Es wird spannend zu sehen sein, inwieweit sich der Ausfall von Michael Owen auf die Performance der Megpies auswirkt.
Manchester United hat eine ganz komische Woche hinter sich. Ein 2:0 gegen den FC Chelsea folgte am Mittwoch eine 0:2 Schlappe gegen den Zweitligisten Coventry City im Carling Cup vor eigenem Publikum. Was folgt also am Samstag? Man muss zu Birmingham City reisen (Prem live ab 18h10 mit Andreas Wilde), die ihrerseits bei Blackburn mit 0:3 untergingen. Und das bizarre Element an dieser Partie. Birmingham hat mehr Tore als ManU geschossen, aber nur halb so viel Siege erreicht wie die Red Devils. ManU muss nicht nur gewinnen, um Anschluss an den FC Arsenal zu halten, sondern auch den Stadtrivalen hinter sich zu lassen. Denn der lauert einen Punkt dahinter.

Wie geht es weiter beim FC Chelsea?
Guus Hiddink hat dann auch abgesagt, Sven Göran-Eriksson hat jeglichen Kontakt zu Chelsea abgelehnt, zu Marco van Basten, der am Sonntag bei Manchester United auf der Tribüne neben Abramovitsch saß, wird jeglicher Kontakt dementiert. Vor allem außerhalb des Platzes bestimmt der FC Chelsea zurzeit die Schlagzeilen. Jetzt tritt mehr oder weniger gezwungenermaßen wieder Ligalltag ein mit dem Heimspiel gegen den Stadtrivalen FC Fulham, also gegen den Tabellensiebzehnten (Prem live ab 15h55 mit Sven Schröter). Alle erwarten also einen Sieg vom Team von Avram Grant, das aber immer noch auf Drogba, Lampard, Carvalho und Ballack verzichten muss. Mikel ist gesperrt. Gute Vorzeichen sehen also anders aus. Darum sorgt sich auch Stürmer Andriy Schevchenko. Für die Blues kann es also nur besser werden. Mittwoch geht es in der CL gegen den FC Valencia.

Warum rotiert Raphael Benitez wieder beim FC Liverpool?
Das fragen sich viele Fans der Reds dieser Tage. Gestern wurde darüber auch in der Premier League Vorschau bei BBC Five Live diskutiert. Es ist klar, dass es für den FC Liverpool bei Wigan Athletic nur um drei Punkte geht, nicht mehr, aber auch nicht weniger. Und womöglich beginnt der FC Liverpool ohne Fernando Torres. Benitez beginnt also wieder die Rotation und nennt dafür einen plausiblen Hintergrund. Beim 4:2 Sieg im Carling Cup gegen den FC Reading wurde Torres mehrfach böse gefoult. Benitez forderte daraufhin a la Hoeneß einen stärkeren Schutz für seinen Spieler durch die Schiedsrichter. Dies wurde von Seiten der FA als unsinnig abgelehnt – und seitdem ist Rotation angesagt. Denn Benitez ist der seltsamen Ansicht, dass Titel am Ende der Saison gewonnen werden und dann die Topspieler fit sein müssen. Also wird Torres jetzt mehrfach geschont. Mal sehen, ob man am Ende der Saison noch nach Titeln greifen kann.

Hat denn Martin Jol wenigstens am Montag Glück?
Dieser Spieltag hat mal wieder ein Monday Night Game im Programm. Die Tottenham Hotspurs treffen an der heimischen White Hart Lane auf Aston Villa, also ein Duell zweier Traditonsklubs (Prem live ab 20h55 evtl. mit Markus Gaupp). Und für Martin Jol ist jedes Spiel, das jetzt folgt, ein Spiel gegen seine Entlassung. Nur ein Sieg nach sieben Spielen ist für den Klub, der mit großen Erwartungen in die Saison gestartet war, eine echte Blamage. Man weißt dabei die schlechteste Heimbilanz aller 20 Mannschaften der Premier League auf. Und jetzt geht es zuhause gegen Villa, die ihrerseits über eine exellente Heimstärke verfügen, aber auswärts auch noch kein Bäume ausgerissen haben. Ich will nicht unken, aber sollte es zu einer Niederlage für die Spurs kommen, war es das letzte Spiel für Martin Jol.

Können die Gunners die Tabellenspitze verteidigen?
Für den FC Arsenal ist dabei im Auswärtsspiel im Upton Park bei West Ham United mindestens ein Punkt notwendig. So wie die Mannschaft von Arsene Wenger die letzten Wochen aufgetreten ist, sollte dies kein Problem sein. Es ist das 101. Derby zwischen beiden Mannschaften am Tag des 11-jährigen Dienstjubiläums für Trainer Arsene Wenger als Coach des FC Arsenal. Heut wurde bekannt, dass der Russische Milliadär Alisher Usmanov seine Anteile beim FC Arsenal auf 23% erhöht hat.

Wer kann sich Luft nach oben verschaffen?
Das ist das Motto bei den Partien Portsmouth – Reading und Sunderland – Blackburn. Es ist auch das Aufeinandertreffen zweier besonderer Trainer. Roy Keane trifft auf Mark Hughes, der vom Trainer des FC Sunderland nur kurz Sparky genannt wird. Also ein Duell zwischen Unbekümmertheit und Erfahrung auf der Trainerbank. Blackburn möchte den Schwung aus dem Sieg im Carling Cup mitnehmen, aus welchem der FC Sunderland schon eine Runde vorher sang- und klanglos ausschied. Für die Südküstler geht es gegen Reading die gute Heimbilanz dieser Saison auszubauen. Im Fratton Park ist man diese Saison noch ohne Niederlage, Reading ist auswärts noch ohne Sieg. Portsmouth muss auf Stürmer Kanu verzichten.

Wer siegt im ultimativen Kellerduell?
Derby County gegen die Bolton Wanderers, 19. gegen 20., 4 Punkte gegen 4 Punkte, -16 gegen -4 bei der Tordifferenz. Bei solchen Zahlen zählt jeder Punkt. Bolton konnte unter der Woche im Carling Cup gegen Fulham gewinnen, hat also für einen Achtungserfolg gesorgt. Dennoch ist immer noch keine Ruhe eingekehrt für den neuen Trainer der Wanderers, Sammy Lee. Obwohl man die ersten drei Spiele nicht verloren hatte, steht man ganz unten in der Tabelle. Die Entwicklung der letzten vier Spiele kann sich also jeder selbst ausmalen. Sehr schön bringt der Derby-Manager Billy Davies die Situation in Derby zum Ausdruck: “We are still what we are – everybody’s favourite to go down.”

Braucht der geneige Premier League Fan auch sonntags Fußball von der Insel?
Eigentlich ja, aber diesen Sonntag gibt es nur eine Partie, die nicht unbedingt geschaut werden muss. Der FC Everton empfängt den FC Middlesbrough (Prem live ab 16h55). Der FC Everton will nach zwei Niederlagen wieder in die Spur finden und den sehr guten Saisonstart nicht unvergessen lassen. Ansosnten kann man mal wieder Gareth Southgate bei der Arbeit zuschauen. Mehr Gründe gibt es aber auch wirklich nicht, dieses Spiel zu schauen.

Rückschau auf den Spieltag dann am Dienstag

Felix

Thema: Premier League | Kommentare (0) | Autor: medispolis

Bild des Tages: Barack Obama mobilisiert die Massen

Freitag, 28. September 2007 8:21

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Eine Wahlveranstaltung mitten in der Nacht im New Yorker Washington Square Park (Ortsteil Manhatten). Mehr als 10.000 Zuhörer sind zu einer Rede von Barack Obama, der für die Demokraten der nächste Präsident der USA werden will, gekommen. Eine Situation, die es in Deutschland wohl so nie geben würde.

Inhaltlich war eigentlich nichts wesentlich Neues dabei, wobei Obama noch einmal ausdrücklich sich zu Hillary Clinton absetzte, vor allem in inhaltlichen Fragen, wie dem Irak-Krieg. Präsident Bush hat unterdessen Anfang der Woche gesagt, dass er an eine Kandidatur von Hillary Clinton glaube. Wenn man sich so die Blogs und Berichte in den USA durchliest, fällt dies zunehmend etwas schwerer zu glauben. Eine Entscheidung ist längst noch nicht gefallen.

Ganz interessant die Aussage einer 18-jährigen, freshman (also 9. Klasse), die bei der Veranstaltung dabei war: “It’s a social thing. Everyone on my floor was, like, are you going to the Obama thing?” Interesse für Politik unter Jugendlichen, die man bei vielen Deutschen vergeblich sucht.

Felix

Foto: Richard Perry/New York Times

Thema: US Wahl 2008 | Kommentare (0) | Autor: medispolis

Licht am Ende des Tunnels für Werder Bremen – Carlos Alberto mit Verdacht auf Epilepsie

Donnerstag, 27. September 2007 20:29

0:3 in Dortmund, 4:1 gegen Stuttgart und ein 1:1 beim VFL Wolfsburg. Was Werder zu Beginn der Saison 2007/2008 noch fehlt ist ganz eindeutig die Konstanz. Sehr viel – eigentlich fast alles – hängt vom Spielmacher Diego ab. Und es liegt natürlich auch an der langen Liste der Verletzten. Mit Frank Baumann fiel diese Woche der 12. Stammspieler aus. Der Werder-Kapitän leidet an einer Knieverletzung und wird voraussichtlich knapp sechs Wochen fehlen.Wenn die Verletzten also zurückkehren, darf also davon ausgegangen werden, dass Werder wieder zu mehr Konstanz finden sollte – eine Eingewöhnungsphase der Rückkehrer natürlich vorausgesetzt. Und es gibt Licht am Ende des Tunnels an der Weser, zwar noch kein wärmender Sonnenstrahl, aber immerhin ein leichter Lichtblick.

Ivan Klasnic hat am heutigen Donnerstagnachmittag zum ersten Mal wieder mit der Mannschaft trainiert. “Wir sind der Meinung, dass jetzt der Moment gekommen ist, an dem wir den Wunsch von Ivan akzeptieren können und mit ihm diesen Schritt wagen. Wir erhoffen uns, dass er die Einheiten voll und ohne Komplikationen absolvieren kann”, so Klaus Allofs. Der Kroate, der sich vor rund einem halben Jahr einer Nierentransplantation unterziehen musste, spielt dabei mit einem speziellen Schutzgürtel aus Fieberglas. Es ist eine besondere Verantwortung für alle bei Werder Bremen, zumal Klasnic keine Sonderbehandlung fordert. Aber genau die muss meiner Meinung nach möglich sein. Ob Klasnic jemals wieder überhaupt aktiv in der Bundesliga mitmischen kann, ist noch völlig offen. Ich würde es ihm von Herzen gönnen. NBA-Star Alonzo Mourning spielt ebenfalls mit einer Spenderniere.

Ebenfalls wieder im Mannschaftstraining ist Clemens Fritz, der vielleicht schon am Samstag gegen Bielefeld im Weserstadion auflaufen kann. Fest steht dies noch nicht 100%, aber ich würde es mir wünschen, weil ich Petri Pasanen nicht für die optimalste Besetzung auf der rechten Abwehrseite halte.

In den kommenden Tagen kehrt auch Tim Borowski wieder ins Mannschaftstraining zurück. Ein erster Test gestern verlief sehr positiv. Das Knie sei schmerzfrei, so Borowski. Werder-Gott Diego leidet immer noch an einer Muskelverhärtung im Oberschenkel, der Einsatz am Samstag ist zumindest fraglich.

Zu guter Letzt noch eine traurige Nachricht, die aber bitte noch mit Vorsicht zu genießen ist. In Bremen herrscht das Gerücht – der Weserkurier hat heute darüber berichtet – , dass Carlos Alberto an Epilepsie leide und diese Krankheit jahrelang verschwiegen habe. Behaupten tut dies der ehemalige Präsident von Corinthias Sao Paulo in der Ermittlung “Perestroika”, über die ich ja schon berichtet habe. Näheres ist leider aber nicht bekannt. To be continued

Felix

Thema: Werder Bremen | Kommentare (0) | Autor: medispolis

Wann kommt die Klage?

Donnerstag, 27. September 2007 11:00

Die ARD wirbt mit dem Slogan “Mit den Zweien sieht man besser” für die neue Show von Harald Schmidt und Oliver Pocher, die am 25. Oktober ab 22.45 Uhr startet. Eine Frage der Zeit, wann die ersten  Proteste aus Mainz kommen werden. So sind die Öffentlich-Rechtlichen halt.

Thema: TV und Radio, Zeitungen/Zeitschriften | Kommentare (0) | Autor: medispolis

Ist es nicht schön…

Mittwoch, 26. September 2007 16:53

wenn man nach acht Stunden Arbeit zuhause feststellt, dass man das wichtigste Utensil, nämlich seinen Terminkalender mit Telefonnummern, im Büro vergessen hat und wieder zurückbrausen darf?

Na wenigstens sind die Karten für Werder-Piräus bei mir eingetroffen. Wenigtens eine gute Nachricht…

BTW: Großartiger Artikel bei ZEIT-Online über die 100 Tage – Bilanz der Linkspartei.

„Wenn die Rente mit 67 und Hartz IV rückgängig gemacht werden und die Deutschen aus Afghanistan abziehen, dann wäre es nicht schlimm, wenn wir überflüssig werden.“

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Review Premier League 7. Spieltag – Wenn nicht nur die Gerüchteküche brodelt

Montag, 24. September 2007 21:27

Schönen Montagabend,

aus akuter Zeitnot heute ein etwas kürzerer Rückblick auf den Spieltag. Da am vergangenen Wochenende auch nicht all zu viel an verschiedenen Themen auf der Agenda stand, möchte ich mich auf drei Themen heute konzentrieren.

“Die Leistung des FC Chelsea ist dramatisch. Wir sprechen von defensiver Unzulänglichkeit und offensiver Harmlosigkeit. Ich hätte nie gedacht, dass ich diese beiden Vokabeln einmal in Zusammenhang mit dem FC Chelsea erwähnen muss.” Ein Zitat von Wolff Fuss, der gestern bei Premiere das Spiel kommentierte. Und es passt wie die Faust aufs Auge. Was der FC Chelsea gestern bei Manchester United über weite Strecken der Partie abgeliefert hat, muss jedem Fan der Blues große Sorgen machen. Zurzeit hapert es an allen Ecken und Enden, einzig und allein Peter Cech ist in Normalform. Natürlich war das Spiel auch durch die Fehlentscheidung des Schiedsrichter in eine aus Chelsea Sicht falsche Richtung gelenkt worden, dennoch muss aber konstatiert werden, dass Chelsea in Sachen Aufholjagd rein gar nichts entgegenzusetzen hatte. Manchester United spielte so wie ein Pferd, das nur so hoch sprang, wie es auch musste. Am Ende ein verdientes 2:0 für die Red Devils. Hier noch einmal das Live-Blogging zum Nachlesen. Und die Gerüchteküche brodelt und brodelt – London kann sich vor lauter Küchenchefs schon nicht mehr retten. Angeblich sollte, so wurde es am Wochenende berichtet, Jose Mourinho zu den Tottenham Hotspurs wechseln und damit den erfoglosen und weit hinter den Erwartungen zurückgebliebenen Martin Jol ablösen. Mittlerweile wurde dies von Seiten der Spurs dementiert. Jol habe mit Mourinho telefoniert und der Portugiese hat verneint, in Kontakt mit den Spurs getreten zu sein. Aber diese Meldung zeigt auch, wie angekratzt das Image und der Job des Spurs-Managers ist. Am Wochenende gab es mit Ach und Krach ein 1:1 gegen die Bolton Wanderers, das – gelinde gesagt – zu viel zum Sterben ist, aber auch zu wenig zum Leben. Und wo wir gerade bei den Trainern sind: Sven Göran Eriksson hat jegliche Kontakte zum FC Chelsea laut BBC dementiert.

Der FC Liverpool hat nach dem 0:0 gegen Birmingham einen ersten kleinen Rückschlag nach Wochen spielerischer Leichtigkeit erhalten. Und Coach Raphael Benitez hat schnell den Schuldigen am Leistungseinbruch seiner Mannschaft gefunden. Die englische Nationalmannschaft. Zum Glück ist er Spanier.

Sehr überzeugt hat mich am Wochenende Newcastle United, die West Ham United mit 3:1 bezwangen, aber wohl ihren Top-Stürmer Michael Owen verloren. Owen scheint wohl schlimmer erkrakt zu sein. Während des Spiels hat er um seine Auswechselung gebeten. Wohl möglich wird er England auch in den wichtigen EM-Quali Spielen fehlen. Eine genauere Untersuchung unter der Woche soll Aufschluss über die Situation ergeben. Mittwoch geht es für Newcastle im Carling Cup gegen die Gunners.

Und zum Schluss dann wenigstens noch etwas Positives. Der FC Arsenal bleibt die Mannschaft der Stunde in England und brilliert mit Zauberfußball. Und heute hat man mal eben schnell mitgeteilt, dass man zum reichsten Klub der Insel aufgestiegen ist. Positive Schlagzeilen im Norden Londons. 40 Kilometer weiter südwestlich träumen sie gerade davon.

Felix

Thema: Premier League | Kommentare (0) | Autor: medispolis

Premier League 7. Spieltag, Manchester United – FC Chelsea London

Sonntag, 23. September 2007 16:37

[19h00] Manchester nach dem Sieg jetzt auf Platz 2 hinter den Gunners vom FC Arsenal, die aber noch ein Spiel weniger haben. Chelsea belegt Platz 6. Die Red Devils haben erstmals in dieser Saison zwei Tore in einem Spiel geschossen – gegen den FC Chelsea, der im Dauerregen von Manchester die mit Abstand schlechteste Leistung seit Jahren ablieferte. Mourinho lacht sich unterdessen ins Pfäustchen und schwebt in 30 Millionen Euro Abpfindung. Einen schönen Sonntagabend noch.

[18h56] Endstand Manchester United – FC Chelsea 2:0. ManU war gnädig und hat Chelsea lange am Leben gehalten, doch die konnten überhaupt kein Kapital schlagen. Die eigenen Anhänger buhen die Spieler des FC Chelsea aus. Es stehen interessante Tage an der Stamford Brige an. In dieser Verfassung ist Chelsea von der Meisterschaft meilenweilt entfernt.

[18h52] Elfer für ManU und das 2:0 für die Red Devils Saha, der angeblich von Ben-Haim gefoult wurde (aber viel zu theatralisch gefallen ist, als das man sagen könnte, er wäre berechtigt), verwandelt selbst in die Mitte. Cech fliegt nach rechts – in die falsche Ecke.

[18h49] Braucht es einen Beweis dafür, dass die Premier League diese Saison ausgeglichener denn je ist, Chelsea und ManU sich strecken müssen für den Titel und die englischen Schiedsrichter weiter in der Diskussion stehen? Man nehme dieses Spiel. Ich könnte jetzt jeden einzelnen Mannschaftsteil auseinandernehmen, aber es bringt nichts, weil bei Chelsea das Kollektiv versagt und bei ManU jeder mit einem 1:0 zufrieden ist. Bin mal gespannt, wann die ersten Rufe nach Mourinho ertönen.

[18h41] Saha für Tevez bei Manchester United. Tevez mit dem Unterschied bisher in diesem Spiel. Ist Abramovitsch noch da?

[18h38] Pizarro für Joe Cole, der eben mit gestreckten Beinen von hinten Ronaldo platt macht. Es gab nur gelb. Ferguson forderte vehement die rote Karte. Das Spiel passt sich immer mehr dem Wetter an.

[18h33] Wright Philipps jetzt übrigens für Malouda, der mir bei Chelsea aber noch am besten gefallen hat.

[18h33] So blöd es jetzt auch klingen mag. Chelsea steht im Regen von Old Trafford. Und Kalou hatte gefühlte zwei Ballkontakte.

[18h28] Graham Taylor sagt bei BBC Five Live: This looks like a damage limitation exercise for Chelsea. Das Spiel verflacht. Ich kann ManU nicht verstehen. Wieso sind die so zögerlich? Und Wolff Fuss will auch wieder Jose Mourinho zurück. Ich auch.

[18h22] Kalou für Shevchenko. Der Ukrainer geht unter tosendem Applaus von Abramovitsch vom Feld. Doch was soll jetzt Kalou da vorne alleine schaffen. Der FC Chelsea ein Schatten seiner selbst. ManU könnte hier bei mehr Risiko den Sack zumachen.

[18h13] Und mittlerweile schüttet es im Old Trafford. Trotzdem ist das Spiel weiter eher mäßig. Wie wird Chelsea mit 10 Mann agieren bzw. reagieren. Wie kommt ManU mit der zahlenmäßigen Überlegenheit zurück? Was macht Shevchenko, der vorne fast verhungert. Und wann verlässt Roman Abramovitsch vorzeitig das Stadion? Also Antworten bitte…

[18h08] Und weiter geht es mit der 2. Hälfte. Portsmouth hat in Blackburn 1:0 gewonnen und Bolton und Tottenham trennen sich 1:1, was eigentlich keinem hilft. Mehr dazu in der Spieltagsrückschau am Dienstag, weil ich morgen den ganzen Tag unterwegs bin.

[17h52] Halbzeit – Manu führt 1:0. Insgesamt verdient. Chelsea darf jetzt mit 10 Mann beweisen, was sie derzeit können.

[17h50] Tor!!! 1:0 für Manchester United durch Carlos Tevez. Als eigentlich schon alles vorbei war (Nachspielzeit war abgelaufen), geht ManU mit der Führung in die Pause. Wes Brown gibt nach einem Eckball wieder raus auf Giggs. Der flankt butterweich mit dem Außenrist, Tevez am kurzen Pfosten nickt ein. Sein erster Treffer für die Red Devils.

[17h43] Chelseas Angriffsbemühungen sind derzeit so durchsichtig wie Schäubles Online-Durchsuchungen und haben die Gefährlichkeit eines kleinen Schmetterlings. Lebloser geht es kaum. Und vorne fehlt weiter die Anspielstation.

[17h42] Und es bleibt dabei: Chancen ja, aber keine, wo ich jetzt sagen würde, dass sie mich vom Hocker reißen. ManU kann die zahlenmäßige Überlegenheit nur sehr sehr bedingt ausspielen.

[17h33] Platzverweis Obi Mikel Völlig überzogen diese Entscheidung. Er geht von vorne in Evra rein, will aber den Ball spielen. Gelb wäre ausreichend. Avram Grant sah so aus, als hätte vor das Spielfeld zu stürmen. Mourinho hätte es getan.

[17h32] Und Cech faltet Essien zusammen, nachdem dieser den Ball nicht klären kann. Giggs hätte es fast bestraft, aber eben nur fast. Es fehlt immer wieder ein Stück, wie bisher im ganzen Spiel. Gerücht Gerücht: Marco van Basten wird neuer Trainer bei Chelsea;)

[17h31] Auf den anderen Plätzen auch nichts passiert. Bolton-Tottenham weiter 1:1, Portsmouth führt in Blackburn mit 1:0.

[17h27] ManU findet wieder besser ins Spiel ohne sich aber große Chancen zu erspielen. Die Spitze mit Rooney und Tevez hat noch einige Unstimmigkeiten, Giggs über links gefällt mir sehr gut. Aber wie gesagt, an guten Chancen mangelt es noch.

[17h22] Cole im Strafraum gegen Evra. Der Elfer für ManU bleibt von Schiedsrichter Dean verwehrt. In Deutschland unvorstellbar, wobei man auch für britische Verhältnisse hier durchaus hätte auf den Punkt zeigen können.

[17h20] Manchester United tut sich schwer im Spiel nach vorne. Chelsea steht gut und lässt bis auch die Chance von Rooney wenig anbrennen.

[17h15] Auch wenn Chelsea ganz manierlich vorne kombiniert, fällt doch schon auf, wie sehr Drogba vermisst wird. Eine Anspielaktion, die vorne auch mal den Ball halten kann, fehlt somit. Shevchenko ist eher der Vollstrecker und Malouda eher der Passgeber, der an der Mittellinie rumkreuzt. Mal sehen, wie man das lösen kann, zudem Lampard weiterhin fehlt.

[17h12] Mourinhos bester Freund, Shevchenko, mit der ersten Chance für Chelsea. Schöne Einzelaktion, aber knapp übers Tor. Aber Wolff Fuss durfte mal wieder die Stimme erheben. Chelsea wird stärker.

[17h05] Erste vielversprechende Möglichkeit für Manchester. Rooney setzt sich gegen Ben-Haim am rechten Strafraumeck durch und schnippelt den Ball aufs Tor. Cech gerade noch mit den Händen am Ball. Klasse Aktion von beiden.

[17h02] Und los geht es im Old Trafford. Der Sieger würde auf Platz 2 vorrücken.

[16h59] “Jose Mourinho – simply the best” auf einem Transparent im Old Trafford. Wetter übrigens 15 Grad, Niederschlagswahrscheinlichkeit 90%. Ach und das hätte ich fast vergessen: Richtig schöner Nachmittag gestern im Weserstadion.

[16h55] Fünf Spiele gibt es heute in der Premier League. Newcastle besiegte West Ham mit 3:1, habe das Spiel nicht gesehen, aber soll wohl verdient gewesen sein. Portsmouth führt zur Halbzeit 1:0 in Blackburn und im “Krisen-Gipfel” zwischen Bolton und Tottenham steht es nach 45 Minuten 1:1 nach Toren von Robbie Keane und Ivan Campo. Kurz vor Schluss führt Aston Villa 2:0 gegen den FC Everton.

[16h52] Premiere beginnt die Übertragungen fünf Minuten früher und blickt auf die Person Mourinho zurück. Schöner Beitrag von Thomas Wagner. Kommentieren wird Wolff Fuss.

[16h50] Die Aufstellungen

Manchester United
01
Van der Sar – 06 Brown, 05 Ferdinand, 15 Vidic, 03 Evra, 07 Ronaldo, 18 Scholes, 16 Carrick, 11 Giggs – 32 Tevez, 10 Rooney

Die Red Devils also mit dem bekannten 4-4-2 mit Rooney und Tevez im Sturm. Ronaldo über links soll die Spitzen unterstützen. Ansonsten kann der Sir auf alle wichtigen Leistungsträger zurückgreifen.

FC Chelsea London
01
Cech – 20 Ferreira, 22 Ben-Haim, 26 Terry, 03 Cole – 04 Makelele, 05 Essien, 12 Obi Mikel, 10 Cole – 07 Shevchenko, 15 Malouda

Die Blues mit einem sehr variablen Spiel. Viererkette weiter ohne den verletzten Carvalho, auch Lampard ist weiterhin verletzt. Essien soll defensiv absichern, Obi Mikel, Cole und Malouda sollen die Spitze unterstützen, können aber auch selbst mit in die Spitze vorstoßen.

[16h45] Das Spiel nach der Ära Mourinho für die Blues von der Stamford Bridge. Avram Grant, der noch keine Trainerlizenz besitzt, darf heute das Team auf die Red Devils vorbereiten. Die Spekulationen über den Abgang von Mourinho halten indes an. Der Guardian nennt neue Details in einer umfangreichen Story. Eine Zusammenfassung gibt es bei allesaussersport.

[16h40] Schönen Nachmittag an diesem wunderbaren Spätsommertag. Gleich geht es los mit Manchester United gegen den FC Chelsea London, das Verfolgerduell in der Premier League.

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Preview Premier League 7. Spieltag – The Special One

Freitag, 21. September 2007 16:42

Schönen Freitagnachmittag!

Ich weiß zwar noch gar nicht, ob ich viel vom kommenden Spieltag mitkriegen werde, da ich Samstag im Weserstadion bin und anschließend in Hannover auf einer Geburtstagsfeier, aber wozu gibt es Aufzeichnungen. Sonntag zum Bloggen bin ich aber rechtzeitig zurück.

Der 7. Spieltag ist sehr schön gesplittet, fünf Spiele am Samstag, fünf am Sonntag. Viel großes Kino ist es diesmal wohl nicht, hauptsächlich stechen drei Spiele heraus, der Rest fällt so ein bisschen in die Kategorie “business as usal”.

Für Kino hat ja diese Woche ehe schon der FC Chelsea gesorgt, der am kommenden Sonntag bei Manchester United antreten wird (Prem live ab 16h55 mit Wolff Fuss). Ich scheue mich ein bisschen davor, das ganze als “Spitzenspiel” zu titulieren, weil die Leistungen beider Mannschaften diese Saison einfach noch zu unkonstant waren. Vielleicht können wir uns auf “Verfolgerduell” einigen. Im Zweifel geht es 1:0 für ManU aus. Es ist das 1. Spiel nach der Ära Mourinho und unterdessen gibt es so viele Schlagzeilen und Gerüchte im Westen Londons, dass man schnell den Überblick verliert. Fest steht bisher nur: Der Portugiese ist nicht mehr Trainer beim FC Chelsea, (vorübergehender) Nachfolger ist zunächst der Israeli Avram Grant. Ansosnten werden munter weitere Namen genannt. To be continued. Aber das Sportliche soll natürlich nicht in den Hintergrund treten. Eigentlich müssen beide Teams gewinnen um Anschluss an den FC Arsenal zu halten. Wer verlieren sollte, steht erstmal hinter seinen Erwartungen zurück. Ganz interessant ist diese Statistik: 87 Torschüsse hat Manchester in sechs Spielen aufs Tor gebracht, aber nur Reading hat weniger Tore erzielt. Alle Hoffnung liegt also auch auf Wayne Rooney, der beim Auswärtssieg bei Benfica Lissabon immerhin 70 Minuten spielte. Alles weitere zu den Aufstellungen im Rahmen des Live-Blogging am Sonntag.

Zweites intereesantes Spiel am Wochenende ist der “Krisen-Gipfel” am Sonntag zwischen den Bolton Wanderers und den Tottenham Hotspurs, sprich Tabellenletzter gegen den viertletzten der Tabelle oder – überspitzter formuliert – das Spiel mit den gescheiterten Erwartungen. Immerhin konnten die Spurs im UEFA-Cup am Donnerstagabend gegen Farmagusta mit 6:1 ein Erfolgserlebnis feiern, währenddessen die Wanderes gegen Rabotnicki Kometal nicht über ein 1:1 hinauskamen. Falls Tottenham sich weiter nach vorne spielen will, dann geht das nur über einen Sieg in Bolton, der die Wanderers in eine noch tiefere Krise stürzen würde.

Zu empfehlen ist sicherlich auch trotz fehlender TV-Übertragung in Deutschland das Nordost Derby zwischen dem FC Middlesbrough und dem FC Sunderland. Middelsbrough am vergangenen Wochenende mit einer empfindlichen Niederlage gegen West Ham United. Und jetzt kommen die Black Cats, die letzte Woche Reading mit 2:1 besiegten. Beide Mannschaften sind Tabellennachbarn und die Städte trennt nicht einmal 100 Kilometer. Und zudem ist es das 50te Spiel für Roy Keane als Manager der Black Cats. Fehlt nur noch ein gutes Fußballspiel.

Die Top 3 der Premier League sind alle am Samstag im Einsatz. Der FC Arsenal hat Derby County zu Gast. Die Gunners sind im Moment die Mannschaft der Stunde auf der Insel nach dem Sieg im Derby gegen die Spurs und dem glänzenden Start in die Champions League nach dem 3:0 gegen den FC Sevilla. Mit einem Sieg kann die Tabellenspitze ausgebaut werden (Prem live ab 15h55 mit Thomas Wagner). Gleich im Anschluss gibt es die Partie FC FulhamManchester City (mit Markus Gaupp). Bereits zur Tea Time um 16h deutscher Zeit kämpfen die Reds an der Anfield Road gegen Birmingham City. Der FC Liverpool musste unter der Woche zwei schwerwiegende Ausfälle erleiden. Daniel Agger und Xabi Alonso fallen mit Fußbrüchen längere Zeit aus. Zudem am Samstag noch FC ReadingWigan Athletic. Wigan spielt ohne ihren Topstürmer Emile Heskey.

Der Sonntag steht dann ganz im Zeichen des Verfolgerduells und dem Krisengipfel. Eröffnet wird mit Newcastle UnitedWest Ham United (Prem live ab 14h25 mit Markus Gaupp). Newcastle muss nach dem blamablen Auftritt gegen Derby einiges wieder gut machen. Mit einem Sieg zieht man an West Ham in der Tabelle vorbei. Zudem am Sonntag noch die Spiele Aston VillaFC Everton und Blackburn Rovers gegen den FC Portsmouth. Es ist so ein bisschen hier auch Wiedergutmachung für enttäuschende Leistungen im UEFA-Cup. Die Rovers verloren in Larissa mit 2:0 und der FC Everton kam gegen Metalist Kharkiv nicht über ein 1:1 hinaus. Schön, dass wieder Ligaaltag ist.

Ob Jose Mourinho das Spiel am Sonntag im TV anschaut? The Special One

Felix

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Von verhärteten Fronten und der mangelhaften Suche nach Kompromissen – Bahnstreik die zweite

Freitag, 21. September 2007 13:16

Man hätte ja im vergangenen Sommer meinen können, dass sich die Tarifparteien im Bahnstreik doch noch einigen würden. Man benannte mit Heiner Geißler und Kurt Biedenkopf zwei prominente Vermittler zwischen den Konfliktparteien, es wurde merklich ruhiger. Man nahm die Auseinandersetzung kaum noch war. Über einen Monat später stehen die Zeichen wieder auf Streik. Was hat man denn in vier Wochen erreicht? Die Antwort ist ganz einfach. Nichts.

Und wenn man sich die derzeitigen Positionen der Verhandlungspartner anschaut, dann kann man auch nicht wirklich optimistisch sein, dass es bis Ende des Monats noch zu einer Einigung kommt. Eine kleine Auswahl aktueller Zitate belegt die verhärteten Fronten zwischen den Tarifparteien, aber auch die Verzweifelung der Politik, die einerseits mal wieder wirtschaftlichen Schaden befürchtet, zum anderen aber auch gerade mit dem Thema der Privatisierung der Bahn schon genug Ärger hat. Kurzum: Die Politiker haben die Schnauze voll, dass die Bahn die Schlagzeilen bestimmt.

“Der Eklat zwischen den Gewerkschaften ist ein schwerer Rückschlag für die Gewerkschaftsbewegung. Alle Beteiligten müssen jetzt auch das Allgemeinwohl und die Volkswirtschaft im Auge behalten.”
Bundesverkehrsminister Wolfgang Tiefensee im “Tagesspiegel” (Freitagsausgabe)

Nun sollte ja hinlänglich bekannt sein, dass die Politik in einzelnen Bereichen nicht den größten Einfluss auf rein wirtschaftliche Entwicklungen hat. Deshalb ist das Zitat auch pure Verzweiflung. Und nochmal: Ich habe das Gefühl, dass vielen Politikern diese ständige Konfrontation mit einem möglichen Bahnstreik auf den Senkel geht.

“Wenn die GDL nicht mit den anderen Gewerkschaften kooperiert, dann müssen wir uns auf einen Streik einstellen.”
Bahn-Personalvorstand Margret Suckale

Das war auch schon so im August, von daher frag ich mich, wieso jetzt alle wieder so aufschreien. Nicht verhandelbare Forderung der GDL war damals ein eigener Tarifvertrag, sprich also auch keine Koorperation mit den Schaffnern und anderen Mitarbeitern. Wer hier das Ende der Gewerkschaftsbewegung sehen sollte, wie Herr Tiefensee, sieht in Niederlagen in Sport auch den Weltuntergang.

“Wir lassen uns nicht am Nasenring durch die tarifpolitische Arena ziehen.”
Transnet-Vorsitzender Nobert Hansen

Tja, und das fehlte dann auch noch. Wenn es schon nicht zwischen Bahn und GDL klappt, kracht es dann auch innerhalb der Bahn-Gewerkschaften. Ich kennem ich jetzt nicht so mit den einzelnen Strukturen bei den Gewerkschaften aus, aber für mich wirkt es unverständlich, dass die GDL nicht schon früher Gegenwind aus den eigenen Reihen bekommen hat. Das war im August nicht so extrem. Nur – und das fehlt mir immer bei der Diskussion – sieht es keiner ein, dass es ohne die Lokführer nicht geht. Also, wie wär es mit etwas Entgegekommen und Unterstützung unter den Gewerkschaften?

“Wir verhandeln nur über einen eigenständigen Tarifvertrag.” 
GDL-Chef Manfred Schell

Am 30. September endet die Friedenspflicht. Ab Oktober könnte wieder gestreikt werden, wenn es zu keiner Einigung kommt. Pünktlich zu den Herbstferien in den Schulen. Wo ist Hartmut Mehdorn gerade eigentlich?

Felix

Thema: Wirtschaft | Kommentare (0) | Autor: medispolis