Beiträge vom 29. Oktober 2007

Mediales am Montagabend

Montag, 29. Oktober 2007 22:11

Viel Neues im Westen
In Nordrhein-Westfalen hat sich im Bereich Medien einiges getan heute. Beginnen wir chronologisch. Die WAZ-Mediengruppe hat heute Morgen das neuen Internetportal “Der Westen” gestartet, auf welchem die zahlreichen regionalen Angebote der WAZ-Mediengruppe, unter anderem auch die verschiedenen Lokalzeitungen, online gebündelt werden. Das Angebot, aus der Ferne in Bremen beobachtet, gefällt mir ganz gut, weil es einfach und übersichtlich ist und deutlich ausführlicher über Lokalereignisse berichten kann als vielleicht die einzelnen Zeitungen in ihren Regionalausgaben. Zahlreiche Weblogs runden das Angebot ab. Es wäre schön, wenn die WAZ sich auch zukünftig zu den Zugriffszahlen äußern könnte. Sollte das Angebot nämlich gut angenommen werden, ist es sicherlich eine Idee, die auch andere Mediengruppen übernehmen könnten. Wer mehr erfahren möchte, unter anderem auch zur Geschichte von “Der Westen”, dem empfehle ich die zwei Beiträge bei Jens im Pottblog.

Der WDR hat heute als erste Rundfunkanstalt der ARD eine eigene Mediathek für Audio- und Videobeiträge gestartet. Insgesamt hatte die ARD diesen Schritt für 2008 angekündigt. Nun preschen die Westdeutschen auf regionaler Ebene voran, eat this Radio Bremen und NDR!!! Das Portal ist ganz auf die Regio zugeschnitten. Per Postleitzahl kann sogar nach Beiträgen gesucht werden. Zudem gibt es ein 30-Tage Archiv für die beliebte Informationssendung “Aktuelle Stunde” am frühen Abend. Mal schauen, wann der Rest nachzieht. Vielleicht sogar noch vor 2008?

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ProSieben hat zahlreiche Programminvestitionen angekündigt, unter anderem auch den Bereich Fußball. Senderchef Andreas Bartel hat das in der Süddeutschen Zeitung angekündigt. Besonders Fußball passt gut zu uns. Es ist nicht unsere Absicht, Rechte an der Bundesliga exklusiv zu erwerben”. Das schließt ja Free-TV Übertragungen nicht aus. Aber wo möglich läuft es auf den DFB-Pokal hinaus. Hätte ich nichts dagegen, wenn man mal mehr als ein Spiel pro Runde sehen würde.

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Nicholas Sarkozy hat mal wieder auf sich aufmerksam gemacht, und diesmal nicht auf einer Pressekonferenz à la Heiligendamm. Dem US-Sender CBS gab er ein Interview. Als der Moderator auf die Frage nach dem Zustand seiner Ehe zu sprechen kam, antwortete der französische Präsident: “Wenn ich etwas zu sagen hätte über Cécilia, täte ich das bestimmt nicht hier.” Sarkoz verließ wütend das Interview. Das Interview war übrigens vor zwei Wochen aufgezeichnet worden, deshalb noch die Nachfrage des Moderators. Anschließend flüchtete Sarkozy zu seinem Pressesprecher und beschimpfte ihn als “Idioten”. Jaja, immer sind die anderen schuld.

Felix

Thema: TV und Radio, Zeitungen/Zeitschriften | Kommentare (0) | Autor: medispolis

NBA Season 2007/2008 Preview I: Eastern Conference

Montag, 29. Oktober 2007 21:21

nba-logo.gifIch habe lange überlegt, inwieweit ich über die neue NBA-Saison, auch aufgrund der eher spärlichen Berichterstattung bei Premiere und dem eher geringen Interesse an US-Sport in Deutschland, hier berichten werde und bin dann zu dem Entschluss gekommen, dass es auch bedingt durch einen straffen Terminplan meinerseits zwei Saisonvorschauserien gibt, einmal für die Western Conference (am Mittwoch) und beginnend heute mit der Eastern Conference. Morgen gibt es eine Vorschau auf die Spiele und Ansetzungen der ersten NBA-Woche. Die wird es zukünftig einmal pro Woche geben, auch mit einer entsprechenden Rückschau, abgrundet wird das ganze von Live-Bloggings und News je nach Zeit und Aktualität meinerseits.

So, das ganze Geschwafel vorweg, kommen wir nun zum wichtigen Teil. Ich habe seit gut zwei Wochen das Geschehen über dem Teich recht intensiv verfolgt und muss wieder feststellen, das es soviele umfangreiche und gute Berichterstatter in den USA gibt, dass es schwerfällt einen völlig umfassenden Überblick zu bekommen. Deshalb heute zunächst die Eastern Conference. Es ist ja kein gehütetes Geheimnis mehr, dass der Osten dem Westen sportlich die letzten Jahre klar unterlegen ist. Daran sollte sich auch, und das sagen ja auch die Prognosen und Vermutungen der Experten dieses Jahr nichts ändern. Man muss kein kühner Prophet sein um zu behaupten, dass, wenn alles normal läuft, der NBA-Champions wieder aus der Western Conference kommt. Trotzdem ist die Eastern Conference dieses Jahr wieder attraktiver und spannender anzuschauen als vielleicht noch letzte Saison.

kevin-garnett-boston.jpgUnd das liegt natürlich auch an den Boston Celtics, die mit dem wohl spektakulärsten Trade Kevin Garnett aus Minnesota verpflichtet haben. Und der Hoffnungsträger in Massachusetts verdient jetzt mal schlappe 24 Millionen Dollar pro Spielzeit. Das sind Vorschusslorbeeren, an die man sich in Boston erst einmal gewöhnen muss, denn rein sportlich gesehen hat man die letzten Jahre nur auf sich aufmerksam gemacht, wenn man einen Negativrekord nach dem anderen eingestellt hat. Mit Garnett soll die Wende kommen, mit Ray Allen und Paul Pierce hat er tatkräftige Unterstützung. Das Team der Celtics ist komplett umgekrempelt worden, denn für Garnett haben im Tausch zahlreiche Spieler gen Timberwolves Boston verlassen. Ob das neue Gesicht auch eine neue Erfolgsserie einleiten kann, bleibt abzuwarten. Wahrscheinlicher ist es auf alle Fälle. Die Big Three lassen aufhorchen.

Ansonsten gibt es aber noch viele Fragezeichen im Osten. Können die Toronto Raptors an ihre tollen Erfolge aus der letzten Saison, als sie erstmals Divisionsieger wurden, anknüpfen? Potential hat man mit Anthony Parker, Jorge Garbajosa und Andrea Bargnani auf alle Fälle. Und wie gut harmonieren Jason Kid und Vince Carter bei den New Jersey Nets? Die Nets müssen den Erfolg des Erreichens der zweiten Playoff-Runde bestätigen. Und wie weit Wirklichkeit und Anspruch voneinander entfernt sind, zeigen die New York Knicks. Mit Zach Randolph, den ich schon mal live in Portland gesehen habe, hat man sich zwar gut verstärkt, doch für einen der teuersten Kader mit knapp 90 Millionen Dollar ist man wohl noch Lichtjahre vom Erfolg am Big Apple entfernt.

Und was ist eigentlich bei den Miami Heat los? Zu Buche stehen sieben Preseason-Niederlagen, unter anderem ein 69:102 in Orlando oder ein 76:92 in Charlotte. Gut, man sollte die Preseason Games nicht zu hoch bewerten, aber man darf schon feststellen, dass sie Heat bie weitem nicht in der Form sind, wie die letzten Jahre, wobei man ja schon vergangene Saison eine nur mittelmäßige Saison spielt.miami-heat.jpg Und dieses Jahr wird zudem auch noch das 20-jährige Bestehen der Miami Heat groß gefeiert. Bereits 20 Tage vor Saisonbeginn – die Heat starten am 1. November mit einem Heimspiel gegen die Detroit Pistons – startet man einen Countdown unter dem Motto “Heat to host 20 days of heat“. Nicht, dass das Feiern im Dezember schon vorbei ist. Miami wird es vielleicht sogar schwer haben, überhaupt Division-Sieger zu werden. Mit den Washington Wizards um Superstar Gilbert Arenas hat man schlagkräftige Komkurrenz. Die Preseason der Wizards verlief durchschnittlich mit vier Siegen und vier Niederlagen. Die besten Rekords in der Eastern Conference haben übrigens Atlanta (7-1), Orlando (6-1) und Indiana (5-2). Man kann im Sinne der Fans nur hoffen, dass die Teams ihre gute Frühform halten und mit in die Saison nehmen können, damit die Eastern Conference wieder an sportlicher Stärke gewinnt und vielleicht zukünftig auch wieder zum Westen aufschließen kann. Geld ist auf alle Fälle auch am Atlantik genug vorhanden.

Zu guter Letzt noch ein Wort zu den großen Namen im Osten. Ich denke, dass auch diese Saison die Detroit Pistons, die Cleveland Cavaliers und die Chicago Bulls eine gute Rolle in der Eastern Conference spielen. Doch die Cavs haben weiterhin das Problem, dass fast die gesamte Performance von LeBron James abhängt. Spielt King James großartig, kann Cleveland jeden schlagen, spielt James nur durchschnittlich, ist für Cleveland nicht viel zu holen. Die vergangene Finalserie gegen die San Antonio Spurs hat das eindrucksvoll bewiesen. Wenn man sich die Erfolgsbilanz der Pistons der vergangenen Jahre anschaut, unter anderem eine Meisterschaft und fünf Conference Finals, ist Detroit auch aufgrund der Erfahrung ein Favorit im Osten. Chauncey Billups hat seinen Vertrag nach vielen Streitgkeiten verlängert, und mit Rasheed Wallace hat man eine weitere wichtige Stütze. In der vergagenen Saison ist man auch vor allem an internen Teamstreitigkeiten gescheitert. Wenn man auch im Team für Ruhe und Kontinuität sorgt, ist mit den Pistons auf alle Fälle zu rechnen. Die Chicago Bulls erinnern sich wohl immer noch gerne an den Sweep über die Miami Heat in der ersten Playoffrunde 2006/2007. Dass die Bulls konstanter und spielstärker geworden sind, haben sie letzte Saison gezeigt. Dies gilt es zu bestätigen. Mit Kirk Heinrich, Ben Gordon und Ben Wallace hat man drei Stützen, die ihre offensiven und defensiven Stärken haben. Die Mischung macht es.

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Der Vertrag von Premiere mit der NBA hat leider wieder die Krux, dass man schon vor der Saison die Live-Spiele festgelegt hat. Für alle TV-Zuschauer hier die Übersicht.

Am späten Abend gibt es dann erstmal zunächst einen Ausblick auf die erste Woche der neuen NBA-Saison. Morgen Nacht deutscher Zeit eröffnen die San Antonio Spurs zuhause gegen die Portland Trailblazers die neue Saison.

Felix

Thema: TV und Radio, US-Sport | Kommentare (0) | Autor: medispolis