Beiträge vom 26. November 2007

NBA 2007/2008 Week #5: Preview

Montag, 26. November 2007 21:22

Ich habe am Wochenende leider nur das gestrige Abendspiel gesehen zwischen Cleveland und Indiana. Das war teilweise auch feinster Basketball, aber dank der bescheidenen Wiederholungsrate seitens Premiere für Boston-Los Angeles Lakers musste ich darauf verzichten. Nächste Woche gibt es auf Premiere eine Begleitung des Road-Trip der Portland Trail Blazers, zunächst bei den Dallas Mavericks (Fr auf Sa ab 2h30; Kommentar: Markus Gaupp) und dann bei den San Antonio Spurs (So 21h30; Kommentar: Michael Körner).

Rückblick auf Week #4: Von Überfliegern und ganz besonderen Krisenherden
Wer hätte nach knapp einem Monat NBA-Basketball gedacht, dass die Phoenix Suns diese neue Saison mit dem besten Start in der Vereinsgeschichte beginnen? Das Team von Mike D’Antoni hat sich fernab jeglicher Schlagzeilen zum Topteam im Westen gemausert. Auf dem Konto stehen acht Siege in Folge, in der vierten Woche gelangen zwei Siege gegen Sacramento und einer gegen die Los Angeles Clippers. Auch für die Boston Celtics läuft es weiter sehr gut (Bilanz 11-1). Vergangene Nacht sorgten die Celtics wirder für ein besonderes Highlight. Bei den Charlotte Bobcats lag man 4.3 Sekunden vor Schluss mit 93-95 zurück, doch ein erfolgreicher Buzzer Beater von der Dreierlinie von Ray Allen sicherte den 96:95-Sieg. Auch die Orlando Magic, die Utah Jazz und die San Antonio Spurs sind weiter auf der Erfolgsspur in ihren Divisionen. Auf dem Weg der Besserung befinden sich die Milwaukee Bucks, die nach ganz schwachen Saisonstart jetzt fünf Spiele in Folge gewannen.
Zwei Teams mussten unter der Woche wichtige Leistungsträger längerfristig ersetzen. Gilbert Arenas von den Washingtn Wizards fällt nach seiner Knieoperation knapp drei Monate aus. Die Toronto Raptors müssen wohl sogar bis Saisonende auf Jorge Garbajosa verzichten, auch die Denver Nuggets werden vom Verletzungspech heimgesucht. Im Spiel gegen die Houston Rockets zog er sich eine Knieverletzung zu. Unter ganz besonderer Beobachtung stand vergangene Woche aus das Florida-Derby zwischen den Orlando Magic und den Miami Heat, das die Magic deutlich mit 120:99 gewannen. Ich möchte an dieser Stelle nicht von einer Wachablösung sprechen, aber was man ganz klar feststellen kann, ist dass diese Saison die Magic die klare Nummer eins in Florida sind. Mal schauen, wie lange das Team aus dem Sonnenstaat noch auf der Erfolgsspur bleiben kann. Bei den Heat fällt auf, dass Dwayne Wade immer noch nicht in Bestform ist. Spiele alleine zu entscheiden schafft er noch nicht. Ganz besonders im Fokus diese Woche stand auch wieder LeBron James von den Cleveland Cavaliers. Bei dem Sieg gestern Abend gegen die Indiana Pacers gelang ihm wieder ein Triple-Double mit 30 Punkten, 10 Assists und 11 Rebounds. Das war sein viertes Triple-Double, zwei Tage vorher gegen die Raptors zelbrierte er sein Drittes. Und gegen die Timberwolves vergangenen Mittwoch machte er mal locker 45 Punkte, 17 davon im letzten Viertel. Hätte er bloß ein besseres Team…
Der Rückblick wird abgeschlossen mit dem Blick auf zwei Krisenteams. Für die Chicago Bulls und die New York Knicks läuft die Saison alles andere als rosig. Erwartungen, finanzielle Investitionen stehen in keinem erfreulichen Vergleich zur Spielweise und den Ergebnissen. Paul Niemeyer vom NBA-Blog geht der Frage nach, welches der beiden Teams denn nun schlechter ist. Auch die New York Times sieht zunächst einmal wenig Hoffnung für die Knicks, zumal es heute Nacht gegen die starken Utah Jazz gehen wird.

Vorschau auf Week #5
Das bringt dann also auch die Überleitung zur Vorschau auf einige interessante Spiele in der kommenden NBA-Woche. Heute Nacht müssen also die New York Knicks beweisen, dass der Sieg gegen die Chicago Bulls keine Eintagsfliege war. Doh die Utah Jazz kommen mit der Empfehlung von drei Siegen in Folge, werden also für die Knicks ein anderes Kaliber sein als die Bulls. Würde mich nicht wundern, wenn New York mal wieder ausgepfiffen wird. Für mein Freunde aus Portland beginnt diese Woche ein Road-Trip in den Süden der USA. Zunächst hat man es aber im Rose Garden mit den starken Orlando Magic zu tun, bevor man dann gegen Ende der Woche zu den Dallas Mavericks und den San Antonio Spurs reist (beide Spiele bei Premiere live). Insbesondere auf das Aufeinandertreffen mit den Mavs freue ich mich schon sehr. Dallas Woche war irgendwie zum Abhaken. Nach der Gala von Nowitzki gegen Toronto folgten Niederlagen in Indiana und gegen Milwaukee, jeweils nach großen Rückständen. Die Mavericks verschlafen zunehmend die Anfangsminuten, finden dann zwar wieder ins Spiel, können aber die Rückstände nicht mehr egalisieren. Die Dallas Morning News zur aktuellen Situation bei den Mavs. Wenn Dallas NBA-Champion werden möchte, sind Partien wie gegen Portland oder gegen die Wizards in der Nacht von Montag auf Dienstag Pflichtaufgaben. Die Phoenix Suns dürfen gegen die Goldon State Warriors versuchen den neunten Sieg in Folge einzufahren. Die Seattle Sonics warten weiter auf ihren ersten Heimsieg. Ende der Woche kommen die Indiana Pacers, die auswärts schwächer auftreten als in Indianapolis. Vielleicht ist das ja eine ganz brauchbare Chance. Die Boston Celtics dürfen in dieser Woche Gegensätze spüren. Freitagnacht empfängt man das Krisen-Team aus New York, zwei Tage darauf kommt eine richtige Standortbestimmung bei der Partie zuhause gegen die Cleveland Cavaliers. Können Kevin Garnett, Paul Pierce und Ray Allen LeBron James stoppen? Eine Serie von drei Siegen in Folge weisen derzeit auch die New Jersey Nets mit Superstar Vince Carter auf. Am kommenden Wochenende geht es unter anderem nach Detroit. Die Pistons wirken noch sehr unkonstant, haben aber eine positive Bilanz, was ja im Osten erstmal ausreicht. Dwayne Wade und die Miami Heat haben auch keine leichten Aufgaben vor sich: Heimspiele gegen Charlotte und Boston folgen Partien in Denver und Utah. Insbesondere das Duell bei den Jazz verspricht Spannung und Dramatik.

Kommenden Dienstag gibt es dann einen Rückblick auf Woche #5.

Thema: US-Sport | Kommentare (0) | Autor: medispolis

Premier League Kompakt: Review West Ham-Spurs, der 14. Spieltag, Trainer im Fokus, Nachholspiel am Mittwoch

Montag, 26. November 2007 18:20

Auch wenn ich die Partie West Ham-Tottenham aufgrund der WM-Quali-Aulosung nach der ersten Hälfte unterbrechen musste und ich die zweite Hälfte erst am späten Abend sah, konnte man sich trotzdem ein gutes Bild machen von einem exellenten Spiel, das zwar nicht mit spielerischen Höhepunkten um sich schlug, aber ungeheuer spannend und intensiv war. Der Trainer von West Ham, Alan Curbishley, hatte vor der Partie hochnäsig angekündigt, dass Tottenhams neuer Trainer Juande Ramos mal so richtig erleben werde, wie es ist in einem Londoner Derby verantwortlich an der Seite zu stehen. Die Stimmung im ausverkauften Upton Park im Osten Londons war wie immer exellent. Doch von den großen Ankündigungen der Hammers war wenig zu spüren. Die Spurs nahmen das Spiel recht schnell in die Hand und konnte auch gefährlich vor dem Tor von Robert Green auftauchen. Doch Jermaine Jenas scheiterte am Keeper der Hammers, Berbatov bekam zu recht keinen Elfmeter. Offensiv wirkten die Spurs also sicher, doch mal wieder machte ihre katstrophale Defensive einen Stroch durch die Rechnung. Kaboul verstolperte völlig unnötig den Ball am eigenen Strafraum, die Hammers spielten die Tottenham-Abwehr schwindelig, Carton Cole brauchte in der 20. Minute nur noch einschieben. 1:0 für West Ham. Bis zur Halbzeit plätscherte die Partie dann so vor sich hin, kurz vor Abpfiff gab es dann noch einmal große Aufregung. Matthew Upson scheiterte am glänzenden Paul Robinson, fast mit dem Halbzeitpfiff dann eine der wohl am schwierigsten zu entscheidene Elfmeterentscheidung. Robert Green kommt aus seinem Tor hinaus, Keane lupft den Ball über den Keeper, geht leicht an ihm vorbei, ist schon fast vorbei, der Ball ist fast im Seitenaus, die Schuhspitze berührt den Stürmer der Spurs und der fällt im 16er – kein Elfmeter. Ich weiß immer noch nicht, ob es einer war. Ich würde sagen nein, weil die Berührung von Green an Keane nicht sos stark war, dass man hätte fallen müssen. Zur 2. Halbzeit brachte Juande Ramos Darran Bent für den ganz schwachen Kaboul. Die Spurs konnten zulegen, gingen viel Risiko, investierten bis zur 80. Minute deutlich mehr als die Hammers und wurden folgerichtig mit dem 1:1 belohnt. Nach einem Freistoß verschätzt sich Robert Green beim Raulaufen und kann den wuchtigen Kofball von Dawson nicht mehr abwehren. Gegen Ende der Partie setzten die Hammers dem Spiel noch mal ihren Stempel auf, erspielten sich einige hochkarätige Chancen, die aber alle glänzend von Robinson pariert wurden. Und als alle schon dachten, es würde beim Remis bleiben, gab es Elfer für die Tottenham Hotspurs nach dem Foul von Neill an Defoe. Defoe trat selbst an und scheiterte am glänzenden Robert Green, der den gut geschossenen Strafstoß an den Pfosten lenken konnte. Ein spannendes und hochklassiges Derby ging unentschieden zu Ende. Für die Hammers steht am Samstag gleich das nächste Derby beim FC Chelsea an, die Spurs empfangen Birmingham City. Hoffentlich dann mit einer stabileren Defensive.

***

Ansonsten war der 14. Spieltag ein normaler ohne ganz besondere Highlights, einzig die Bolton Wanderers konnten mit dem 1:0 gegen Manchester United für eine Überraschung sorgen. ManU verpasste den Anschluss an die Spitze, weil Arsenal gleichzeitig Wigan Athletic mit 2:0 besiegte. An dieser Stelle hatte ich ja wenigstens etwas Recht, dass es für die ersatzgeschwächten Gunners nicht einfach werden sollte. Mein Tipp bezüglich der Performance von Manchester United war ja nicht der beste. ManCity und der FC Chelsea konnten nach Siegen gegen Reading und bei Derby County den Anschluss an Tabellenplatz 2 halten. Dagegen spitzt sich die Krise in Sunderland und Middlesbrough weiter zu. Die Black Cats gingen mit 1:7 beim FC Everton unter, das Team von Gareth Southgate verlor sang- und klanglos mit 0:3 daheim gegen Aston Villa. Fulham schafft es weiterhin nicht, eine Führung in Siege umzumünzen und spielte zum 7. Mal in dieser Saison remis beim 2:2 gegen die Blackburn Rovers im heimischen Craven Cottage.

***

Die Insel und ihre Trainer – während man immer noch seitens der FA zahlreiche Bewerbungsmappen annimmt, geben sich immer mehr Experten in die Klinke in die Hand, wer denn nun der Nachfolger sein soll. Er muss gut Englisch sprechen können und sollte möglichst kein Engländer sein. Fabio Capello wird von den meisten Experten vorgeschlagen, Jürgen Klinsmann soll bereits mit der FA Gespräche führen und seit heute hat auch Luis van Gaal erstmals sein Interesse bekundigt.

Derby County hat heute Morgen nach dem mehr als mäßigen Saisonstart Trainer Billy Davies entlassen. Auch der Bonus des Aufstieges in die Premier League hat nicht mehr gegolten. Ich bin mal gespannt, was der Nachfolger aus Derby rauskitzeln kann. Wie gesagt, ich habe es schon öfters betont, Derby hat nur wenige Punkte Rückstand ans rettende Ufer. Ein neuer Trainer könnte also vielleicht die Trendwende schaffen. Nur ich sehe nicht, wie das mit dem bisherigen Spielermaterial gehen soll. Man ist schlicht nicht fähig in der Premier League zu überleben. Spielerisch hat man nicht die Klasse mitzuhalten, und alle Defizite mit Kampf und Einsatz auszuschalten, gelingt vielleicht 70 Minuten lang. Doch dann schwinden die Kräfte und die Spiele werden verloren wie just am Samstag gegen den FC Chelsea. Auch die zwischenmenschliche Beziehung zwischen Trainer Davies und dem Vorstandsvorsitzenden Adam Pearson war nicht mehr der beste. Mal schauenm, ob Derby County von dem Rausschmiss profitieren kann.

Auch bei den Reds an der Anfield Road kocht die Bude. Das Verhältnis zwischen Trainer Benitez und den beiden amerikanischen Besitzer, Hicks und Gillett, sei merklich ausgekühlt. Benitez warf den Eigentümern fehlende Fähigkeiten bei den Spielertranfers vor und die konterten, Benitez solle doch mit dem vorhandenen Spielermaterial erstmal Erfolge in Liga und Champions League feiern. Lt. News Of The World gab es bereits Gespräche zwischen den Besitzern und Jose Mourinho. Doch der wartet auch auf einen Anruf der FA. Trainerkarusell auf der Insel par exellance.

***

Unter der Woche gibt es am Mittwoch ein Nachholspiel zwischen den Blackburn Rovers und Aston Villa, das von der Tabellenkonstellation ganz interesant ist. Der Tabellenneunte empfängt den Tabellensiebten, Blackburn könnte bei einem Sieg an Villa vorbeiziehen. Bei dem Team von Martin O’Neill zeigt die Formkurve wieder stärker nach oben, die Rovers sind etwas auf den Boden der Tatsachen zurückgekommen nach dem Remis in Fulham. Aber mit einem Sieg am Mittwoch wäre man wieder dick im Geschäft, was die internationalen Plätze angeht.

Thema: Premier League | Kommentare (0) | Autor: medispolis

Ein neuer Versuch: Auf der Suche nach Frieden für Nahost

Montag, 26. November 2007 16:15

Außenpolitisch blickt die Welt diese Woche nach Annapolis, wo die USA unter Federführung von Präsident George W. Bush einen neuen Versuch unternehmen wollen, im langjährigen Konflikt zwischen Israelis und Palästinenser eine Lösung zu finden. Dass mittlerweile der gesamte Nahe Osten bis zum Iran ein einziges Pulverfass ist, macht die Sache nicht eben leichter. Es ist ein neuer Versuch – aber wo soll man anfangen, um der Region dauerhaften Frieden und Stabilität zu gewährleisten? Allgemein werden daher auch die Entwicklungen an das Treffen zutrückgeschraubt. Aber dennoch ist ein Versuch besser als keiner. Und auch schon eine Einigung (oder sei es nur ein Fortschritt) im Konflikt zwischen Israel und Palästina wäre ein wichtiges Zeichen für die gesamte Region. Es bleibt zu hoffen, dass das auch Olmert und Abbas berücksichtigen werden.

Zuletzt noch ein Radio-Tipp. HR2 beschäftigt sich heute ab 18.05 Uhr in der Sendung “Der Tag” mit dem Nahost-Konflikt. Titel der Sendung: “Letzte Ausfahrt Annapolis – Nahostkonferenz unter Erfolgsdruck”

Auch Joschka Fischer blickt in der Montagskolumne bei ZEIT online auf die Chancen für Nahost. Auch die New York Times blickt vorausschauend auf den Gipfel.

Bleibt nur noch zu hoffen, dass Maryland für einen Wendepunkt in Nahost sorgt. George W. Bush könnte sein Erscheinungsbild auch dramtisch aufhellen.

Thema: Politik International | Kommentare (0) | Autor: medispolis