Premier League Kompakt: Review West Ham-Spurs, der 14. Spieltag, Trainer im Fokus, Nachholspiel am Mittwoch

Auch wenn ich die Partie West Ham-Tottenham aufgrund der WM-Quali-Aulosung nach der ersten Hälfte unterbrechen musste und ich die zweite Hälfte erst am späten Abend sah, konnte man sich trotzdem ein gutes Bild machen von einem exellenten Spiel, das zwar nicht mit spielerischen Höhepunkten um sich schlug, aber ungeheuer spannend und intensiv war. Der Trainer von West Ham, Alan Curbishley, hatte vor der Partie hochnäsig angekündigt, dass Tottenhams neuer Trainer Juande Ramos mal so richtig erleben werde, wie es ist in einem Londoner Derby verantwortlich an der Seite zu stehen. Die Stimmung im ausverkauften Upton Park im Osten Londons war wie immer exellent. Doch von den großen Ankündigungen der Hammers war wenig zu spüren. Die Spurs nahmen das Spiel recht schnell in die Hand und konnte auch gefährlich vor dem Tor von Robert Green auftauchen. Doch Jermaine Jenas scheiterte am Keeper der Hammers, Berbatov bekam zu recht keinen Elfmeter. Offensiv wirkten die Spurs also sicher, doch mal wieder machte ihre katstrophale Defensive einen Stroch durch die Rechnung. Kaboul verstolperte völlig unnötig den Ball am eigenen Strafraum, die Hammers spielten die Tottenham-Abwehr schwindelig, Carton Cole brauchte in der 20. Minute nur noch einschieben. 1:0 für West Ham. Bis zur Halbzeit plätscherte die Partie dann so vor sich hin, kurz vor Abpfiff gab es dann noch einmal große Aufregung. Matthew Upson scheiterte am glänzenden Paul Robinson, fast mit dem Halbzeitpfiff dann eine der wohl am schwierigsten zu entscheidene Elfmeterentscheidung. Robert Green kommt aus seinem Tor hinaus, Keane lupft den Ball über den Keeper, geht leicht an ihm vorbei, ist schon fast vorbei, der Ball ist fast im Seitenaus, die Schuhspitze berührt den Stürmer der Spurs und der fällt im 16er – kein Elfmeter. Ich weiß immer noch nicht, ob es einer war. Ich würde sagen nein, weil die Berührung von Green an Keane nicht sos stark war, dass man hätte fallen müssen. Zur 2. Halbzeit brachte Juande Ramos Darran Bent für den ganz schwachen Kaboul. Die Spurs konnten zulegen, gingen viel Risiko, investierten bis zur 80. Minute deutlich mehr als die Hammers und wurden folgerichtig mit dem 1:1 belohnt. Nach einem Freistoß verschätzt sich Robert Green beim Raulaufen und kann den wuchtigen Kofball von Dawson nicht mehr abwehren. Gegen Ende der Partie setzten die Hammers dem Spiel noch mal ihren Stempel auf, erspielten sich einige hochkarätige Chancen, die aber alle glänzend von Robinson pariert wurden. Und als alle schon dachten, es würde beim Remis bleiben, gab es Elfer für die Tottenham Hotspurs nach dem Foul von Neill an Defoe. Defoe trat selbst an und scheiterte am glänzenden Robert Green, der den gut geschossenen Strafstoß an den Pfosten lenken konnte. Ein spannendes und hochklassiges Derby ging unentschieden zu Ende. Für die Hammers steht am Samstag gleich das nächste Derby beim FC Chelsea an, die Spurs empfangen Birmingham City. Hoffentlich dann mit einer stabileren Defensive.

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Ansonsten war der 14. Spieltag ein normaler ohne ganz besondere Highlights, einzig die Bolton Wanderers konnten mit dem 1:0 gegen Manchester United für eine Überraschung sorgen. ManU verpasste den Anschluss an die Spitze, weil Arsenal gleichzeitig Wigan Athletic mit 2:0 besiegte. An dieser Stelle hatte ich ja wenigstens etwas Recht, dass es für die ersatzgeschwächten Gunners nicht einfach werden sollte. Mein Tipp bezüglich der Performance von Manchester United war ja nicht der beste. ManCity und der FC Chelsea konnten nach Siegen gegen Reading und bei Derby County den Anschluss an Tabellenplatz 2 halten. Dagegen spitzt sich die Krise in Sunderland und Middlesbrough weiter zu. Die Black Cats gingen mit 1:7 beim FC Everton unter, das Team von Gareth Southgate verlor sang- und klanglos mit 0:3 daheim gegen Aston Villa. Fulham schafft es weiterhin nicht, eine Führung in Siege umzumünzen und spielte zum 7. Mal in dieser Saison remis beim 2:2 gegen die Blackburn Rovers im heimischen Craven Cottage.

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Die Insel und ihre Trainer – während man immer noch seitens der FA zahlreiche Bewerbungsmappen annimmt, geben sich immer mehr Experten in die Klinke in die Hand, wer denn nun der Nachfolger sein soll. Er muss gut Englisch sprechen können und sollte möglichst kein Engländer sein. Fabio Capello wird von den meisten Experten vorgeschlagen, Jürgen Klinsmann soll bereits mit der FA Gespräche führen und seit heute hat auch Luis van Gaal erstmals sein Interesse bekundigt.

Derby County hat heute Morgen nach dem mehr als mäßigen Saisonstart Trainer Billy Davies entlassen. Auch der Bonus des Aufstieges in die Premier League hat nicht mehr gegolten. Ich bin mal gespannt, was der Nachfolger aus Derby rauskitzeln kann. Wie gesagt, ich habe es schon öfters betont, Derby hat nur wenige Punkte Rückstand ans rettende Ufer. Ein neuer Trainer könnte also vielleicht die Trendwende schaffen. Nur ich sehe nicht, wie das mit dem bisherigen Spielermaterial gehen soll. Man ist schlicht nicht fähig in der Premier League zu überleben. Spielerisch hat man nicht die Klasse mitzuhalten, und alle Defizite mit Kampf und Einsatz auszuschalten, gelingt vielleicht 70 Minuten lang. Doch dann schwinden die Kräfte und die Spiele werden verloren wie just am Samstag gegen den FC Chelsea. Auch die zwischenmenschliche Beziehung zwischen Trainer Davies und dem Vorstandsvorsitzenden Adam Pearson war nicht mehr der beste. Mal schauenm, ob Derby County von dem Rausschmiss profitieren kann.

Auch bei den Reds an der Anfield Road kocht die Bude. Das Verhältnis zwischen Trainer Benitez und den beiden amerikanischen Besitzer, Hicks und Gillett, sei merklich ausgekühlt. Benitez warf den Eigentümern fehlende Fähigkeiten bei den Spielertranfers vor und die konterten, Benitez solle doch mit dem vorhandenen Spielermaterial erstmal Erfolge in Liga und Champions League feiern. Lt. News Of The World gab es bereits Gespräche zwischen den Besitzern und Jose Mourinho. Doch der wartet auch auf einen Anruf der FA. Trainerkarusell auf der Insel par exellance.

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Unter der Woche gibt es am Mittwoch ein Nachholspiel zwischen den Blackburn Rovers und Aston Villa, das von der Tabellenkonstellation ganz interesant ist. Der Tabellenneunte empfängt den Tabellensiebten, Blackburn könnte bei einem Sieg an Villa vorbeiziehen. Bei dem Team von Martin O’Neill zeigt die Formkurve wieder stärker nach oben, die Rovers sind etwas auf den Boden der Tatsachen zurückgekommen nach dem Remis in Fulham. Aber mit einem Sieg am Mittwoch wäre man wieder dick im Geschäft, was die internationalen Plätze angeht.

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Autor: medispolis
Datum: Montag, 26. November 2007 18:20
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