Beiträge vom 30. November 2007

Preview Premier League 15. Spieltag – Trainerpremieren

Freitag, 30. November 2007 17:30

Schönen Freitagnachmittag,

zunächst ein kurzer Blick zurück. Als am Mittwochabend Europas Topklubs in der Champions League spielten, gab es in der Premier League ein Nachholspiel zwischen den Blackburn Rovers und Aston Vila. Villa siegte dabei durch Tore von Carew, Barry, Young und Harewood mit 4:0 und belegt nun Platz sechs in der Premier League, lediglich drei Punkte hinter dem zweitplatzierten Manchester United. Auch wenn das Ergebnis höher ausfiel als der Spielverlauf erahnen ließ, sind die Villens weiter auf dem Vormarsch, während die Rovers auf dem Boden der Tatsachen nach ihrer langen Siegesserie gekommen sind. Blackburn musste wieter Teile der zweiten Hälfte in Unterzahl spielen nach dem Platzverweis von Nelson.

Nun zurück zum 15. Spieltag, an welchem besonders ein Derby und drei neue Trainer im Blickpunkt stehen. Insgesamt gibt es zahlreiche interessante Partien. Am Sonntag finden wieder zwei Spiele statt, zudem gibt es wieder ein Monday Night Game für Setanta Sports.

FC Chelsea – West Ham United
Premiere live ab 13.40 Uhr; Kommentar: Marc Hindelang

Für West Ham ist es nach der Partie gegen Tottenham vom letzten Wochenende das zweite Derby in Serie, doch diesmal mit der deutlich schwierigeren Aufgabe. Der FC Chelsea hat am Mittwoch mit dem 4:0 in Trondheim das Achtelfinale in der CL perfekt gemacht, Avram Grant sitzt so fest im Sattel wie selten zuvor. Wer spricht noch an der Stamford Bridge noch von Jose Mourinho? Michael Essien ist nach seinem Platzverweis gesperrt, zudem fehlen Chelsea Peter Cech, Michael Ballack, Florent Malouda, Richardo Carvalho und Paulo Ferreira. Freddie Ljungberg kehrt bei West Ham ins Team zurück, Craig Bellamy fehlt weiterhin verletzt. Wenn West Ham was holen will im Westen Londons, sollten sie vor allem Didier Drogba unter Beobachtung nehmen, denn der schoss in den letzten vier Partien gegen West Ham drei Tore.

FC Portsmouth – FC Everton
Premiere live ab 15.55 Uhr; Kommentar: Thomas Wagner

Das Verfolgerduell an diesem Spieltag, Platz sieben gegen Platz acht, die Südküstler sind drei Punkte vor den Toffees. Portsmouth wird von vielen Experten nach der beeindruckenden Bilanz der letzten Spiele vieles zugetraut, auch ein dauerhafter Platz unter den Top Four der Liga. Überschattet wird das Spiel natürlich auch von der Causa Harry Redknapp. Der Trainer des FC Portsmouth hatte gestern eine Pressekonferenz gegeben, in welcher er jegliche Verbindung zu den Korruptionsvorwürfen abstritt. Er sei lediglich von der Polizei zu Aufklärungszwecken verhaftet worden. Ich weiß, dass das komisch klingt, aber so hat er es berichtet. Redknapp war am Dienstag in Stuttgart bei der CL-Partie gegen die Rangers und hat dann am frühen Morgen einen Anruf von seiner Frau erhalten, dass die Polizei das Haus des Ehepaares umstellt habe und den Computer von Redknapps Ehefrau beschlagnahmt haben. Redknapp fuhr sofort zurück und wurde dann von der Polizei verhaftet. Redknapp erhebt schwere Vorwürfe gegen die Polizei. Wenn es denn der Aufklärung dient, bitte…zurück zum Sportlichen: Sollte Portsmouth gewinnen, wäre man in der Tat ganz nah an den Top Four. Pompey wollen ihre Serie auf 11 ungeschlagene Heimspiele ausbauen. Everton muss auf Verteidiger Alan Stubbs verzichten, tritt aber sonst in Bestbesetzung an der Südküste Englands an.

Wigan Athletic – Manchester City
Es ist die Premiere von Steve Bruce als neuer Trainer von Wigan Athletic im Nordwest-Derby gegen die drittplatzierten Citizens. Wenn man noch etwas Positives für Wigan vor dieser Partie rausziehen will, dann ist es neben dem Schwung durch einen neuen Trainer die unglaublich gute Bilanz gegen das Team von Sven Göran-Eriksson. Wigan gewann gegen City alle bisherigen vier Aufeinandertreffen in der Premier League und schoss in den Heimspielen jeweils vier Tore. Man würde sich Samstag die Augen reiben, sollte es auch diesmal passieren.

Blackburn Rovers – Newcastle United
Vielleicht können die Megpies ja auswärts zurück in die Erfolgsspur finden nach den fürchterlichen Leistungen zuletzt daheim gegen Liverpool. Problem nur: Man hat nur drei der letzten 17 Auswärtspartien gewinnen können. Auch Blackburn hat zuletzt gegen Villa keine Bäume rausgerissen. Wer kann den Negativtrend stoppen? Bei Newcastle sind Taylor, Faye und Cacapa fraglich. Blackburn muss auf den gesperrten Ryan Nelson verzichten.

FC Reading – FC Middlesbrough
Gareth Southgate steht unter viel viel Druck bei Borough und muss nun nach Reading. Middlesbrough ist punktgleich mit dem ersten Abstiegsplatz, Reading nur drei Punkte davon entfernt. Es ist also ein Duell im ganz ganz tiefen Keller. Bei Middlesbrough kommt immerhin Julio Arca nach langer Verletzung zurück.

FC Sunderland – Derby County
Aber es geht noch tiefer!! Der Tabellenachtzehnte empfängt den Tabellenletzten. 10 Punkte gegen sechs Pünktchen. Es ist – Phasenschwein angeworfen – ein 6-Punkte-Spiel für beide, für Roy Keane auf Seiten von Sunderland unf für den Rückkehrer Paul Jewell an der Seitenlinie für Derby. Jewell kann also mal gleich beweisen, was er in wenigen Tagen mit Derby auf die Reihe gebracht hat. Wer hier verliert…was für ein Spiel. Abstiegskampf pur. Willkommen Paul Jewell zurück in der Premier League

Aston Villa – FC Arsenal
Premiere live ab 18.10 Uhr; Kommentar: Marcel Meinert

Für mich ist es das Topspiel der Woche. Die wieder erstarkten Villens empfangen den Tabellenführer, für Arsenal eine echte Herausforderung, zumal Aston Villa extrem heimstark ist und das 4:0 gegen Blackburn im Hinterkopf hat. Der letzte Sieg von Villa gegen Arsenal datiert aus dem Dezember 1998. Bei Villa fehlt Reo-Coker gesperrt, bei den Gunners Cesc Fabregas. Hleb und Clichy sind fraglich bei den Londonern.

FC Liverpool – Bolton Wanderers
Premiere live Sonntag ab 15.55 Uhr; Kommentar: Markus Gaupp

Liverpool unter der Woche mit einer weiteren “Sternstunde” in der Champions League trifft am Sonntagnachmittag auf die Bolton Wanderers, die am Donnerstagabend mit Ach und Krach ein 1:1 gegen Saloniki im UEFA-Cup schafften. Die Unterstützung für den Rebell Benitez war unter der Woche riesig, jetzt muss man auch im Ligaalltag wieder erfolgreich spielen. Nach dem 3:0 gegen Newcasltevon letztem Samstag hat man Tuchfühlung zum Tabellenzweiten, Bolton muss versuchen endlich aus dem Keller rauszukommen. Letes Wochenende hat man das mit dem 1:0 gegen Manchester United perfekt praktiziert, folgt jetzt der nächste Favoritensurz? Bolton muss auf die gesperten Nolan und Hunt verzichten.

Tottenham Hotspurs – Birmingham City
Und damit zur letzten Trainerpremiere. Schottlands ehemaliger Nationalcoach Alex McLeish beginnt sein Debüt für City an der White Hart Lane. Tottenham musste am Donnerstag im UEFA-Cup einen 0:2-Rückstand drehen, gewann aber noch 3:2 gegen Aalborg. Trotzdem hat das Spiel für die Spirs viel Kraft gekostet. Und gerade die Defensive war bei Tottenham wohl wieder unter aller Sau. Birmingham ist nicht chancenlos.

Manchester United – FC Fulham
Monday Night Game, Premiere live ab 20.55 Uhr; Kommentar: Marco Hagemann

Leider bin ich Montagabend unterwegs, sodass ich wohl nur die zweite Hälfte schauen kann. Manchester will an Arsenal dranbleiben, Fulham muss versuchen mal wieder mehr als ein Remis zu holen. Sir Alex wurde unter der Woche von der FA bestraft, weil er in der Halbzeitpause in Bolton Schiedsrichter Clattenburg beschimpft haben soll. Ferguson hat aber noch Zeit sich zu diesem Vorfall bis 11. Dezember zu äußern.

Newcastle United – FC Arsenal
Nachholspiel 2. Spieltag, Premiere live Mittwoch ab 20.40 Uhr

Da ich aus beruflichen Gründen Montagabend nicht mitbloggen kann, hole ich das dann am Mittwochabend nach, wenn Newcastle den FC Arsenal empfängt.

Ich wünsche ein schönes Fußballwochenende

Thema: Premier League | Kommentare (0) | Autor: medispolis

Die Favoriten führen – eigentlich alles klar für die Vorwahlen?

Freitag, 30. November 2007 11:26

Unter der Woche fand mal wieder so eine grandiose Befragung der Kandidaten via Internet statt. Diesmal durften Youtube-User die Bewerber der Republikaner befragen. Ich finde solche direktdemokratischen Elemente wunderbar, weil ich glaube, dass es vor allem so geht, dass Politiker mit der Realität in Verbindung gebracht werden. Die New York Times hat die komplette Debatte samt Transkript im Internet veröffentlicht. Knapp zwei Stunden intensve Diskussionen haben stattgefunden, die ich mir gestern Abend komplett angeschaut wurden. Viele neue Programmpunkte sind im Prinzip nicht angesprochen worden, dennoch lohnt es sich, weil die Bewerber mit ganz persönlichen Meinungen und Schicksalen konfrontiert werden und darauf im Rahmen ihrer Programmatik antworten müssen und dabei versuchen müssen sich gleichzeitig von den Mitbewerbern abzugrenzen. Es ist ein Spagat. Nach zwei Stunden intensiver Diskussion über den Irak-Krieg, Gewalt und Verbrechen in den Großstädten, illegale Einwanderung und den Schutz der Bevölkerung vor Terrorangriffen fällt eines auf: Nicht wesentlich unterscheiden sich die Wahlprogramme der Bewerber, würde mich nicht wundern, wenn die Person am Ende der ausschlaggebende Faktor ist. Die New York Times fasst in ihrem Politik-Blog die Debatte noch einmal sehr ausführlich zusammen.

Die Tagesschau hat dankenswerterweise die aktuellen Umfrageergebnisse auf Basis von Daten aus den USA einmal zusammengefasst. Wichtig ist hioerbei zu beachten, dass es sich bei den Ergebnissen um die Präferenz der Parteibasis geht. Und die ist bei den Vorwahlen ja zunächst einmal entscheidend. Ich musste während der Debatte mich erstmal mit den Kandidaten auseinandersetzen.umfrage-republikaner.jpg Was auffällt: Rudolph Giuliani liegt bei den Republikanern klar vorne. Doch das Paradoxe daran: Er ist auch der umstrittenste Kandidat, profitiert vor allem aber aufgrund seiner ungeheuren Popularität als ehemaliger Bürgermeister von New York während der Terroranschläge vom 11. September 2001. Aber für mich wirkten die anderen Kandidaten viel zu blass. Man meint zu glauben, dass es auf Giuliani hinausläuft – mangels schlagfertiger und prominenter Alternativen. Gegen Hillary dürfte keiner eine Chance haben.

umfrage-demokraten.jpgDer Vorteil, wenn man nur wenige Kandidaten ins Rennen schickt, zeit sich gerade bei den Demokraten. Doch weiß jeder was mit den Namen anzufangen und die Kandidaten können sich klar programmtisch profilieren und abgrenzen. Für mich überraschend ist der klare Vorsprung von Hillary Clinton, der fast 20 Prozentpunkte gegenüber Barack Obama beträgt. Edwards dürfte vernachlässigt werden. Wenn man sich die Situation bei den Demokraten anschaut, dürfte eigentlich klar sein, dass ea auf Hillary rausläuft. Mal schauen, ob das im Laufe der Vorwahlen sich noch verändert.

Insgesamt dürfte also klar sein, dass in beiden Lagern die Verhältnisse zunächst mal klar sind. Aber vor allem die Republikaner haben noch ein Problem: Entweder eine eher unbekannter Kandidat oder ein umstrittener Kandidat. Zumindest die demokratischen Anhänger dürften die Probleme der Gegner vorerst egal sein.

Felix

Thema: US Wahl 2008 | Kommentare (0) | Autor: medispolis