Beiträge vom April, 2008

Wie Carlos Alberto seine Chancen auf eine Rückkehr bei Werder Bremen erhöht

Dienstag, 8. April 2008 16:06

Was macht eigentlich Carlos Alberto so? Der Brasilianer, der zu Beginn der teuerste Neuzugang von Werder Bremen war und mit großen Erwartungen an der Weser empfangen wurde, kam hier in der Hinrunde überhaupt nicht zurecht. Gesundheitlich wie auch menschlich passte einfach nur sehr wenig zusammen. Werder Bremen in persona Klaus Allofs zog die Reißleine und schickte ihn zurück in sein Heimatland Brasilien. Er sollte bis zum Ende der Saison an den FC Sao Paulo ausgeliehen werden, damit er wieder fit und gesund nach Bremen zurückkommt und in der neuen Saison voll angreifen kann.

So sieht dann zum Beispiel die Bilanz von Carlos Alberto in der letzten Woche aus:

  • Ausschluss vom Spielbetrieb bis auf Weiteres wegen mangelnder Fitness
  • Zu spätes Erscheinen beim Abschlusstraining – es droht eine Disziplinarstrafe
  • Laut lokalen Medien ist Alberto Lichtjahre von seiner Bestform entfernt
  • Alberto wird in den nächsten Tagen Spezialtraining bekommen.

Eigentlich wird nur eines deutlich. Carlos Alberto hat keine professionelle Einstellung zu seinem Beruf. Meinetwegen kann er gleich in Brasilien bleiben. Denn so bringt er Werder Bremen nicht weiter. Schade um das viele Geld, aber jetzt ist es für Werder Bremen an der Zeit den Fehler eines Transfers wieder schnell gut zu machen. Vielleicht kann man ihn ja auch noch lukrativ nach Brasilien verkaufen.

Thema: Werder Bremen | Kommentare (0) | Autor: medispolis

Zitat des Tages: Dienstag, 08. April 2008 – Bush hat dort nichts verloren

Dienstag, 8. April 2008 11:08

“Zu diesem Zeitpunkt und im Licht jüngster Vorfälle glaube ich nicht, dass Präsident Bush eine Teilnahme an der Eröffnungsfeier in Peking planen sollte, wenn es keine größeren Veränderungen seitens der chinesischen Führung gibt.”

Hillary Clinton, US-Präsidentschaftsbewerberin, nimmt Stellung zur Diskussion um die Rolle Chinas und die Olympischen Spiele 2008

Nachdem es gestern schon in Paris zu massiven Protesten kam, ist das olympische Feuer morgen in San Francisco an der Westküste der USA. Auch hier kam es schon heute zu Protesten, Demonstranten erklimmten die Goldon Gate Bridge. Dass es Proteste gibt, dürfte verständlich sein. Viel interessanter ist aber das jetzt immer stärker werdende Einschreiten der Politik. Hillary Clintons Statement ist ja nicht nur eine Mahnung an George W. Bush, sondern auch eine klare Kritik an Chinas Vorgehen in Tibet. Das dürfte interessant werden, inwieweit die USA sich klar gegen China abgrenzen. Denn eine mögliche Absage von Präsident Bush wäre das deutlichste Zeichen, wenn es denn kommen sollte.

Derweil haut China auf die Pauke, kritisiert Frankreich für das Vorgehen gestern in Paris. Die Olympischen Spiele sollten als großartiges Sportereignis “von der Politik ferngehalten werden”, sagte eine Sprecherin des chinesischen Organisationskommitees in Peking. Gerade das scheint bei der Rolle Chinas und der aktuellen Situation im Land anscheinend nicht so einfach.

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Preview Premier League 33.Spieltag – In Schönheit sterben und rotieren

Samstag, 5. April 2008 11:10

Da ich heute Vormittag arbeite und dann per Zug zu einer Geburtstagsfeier nach Hannover fahre – und ich gestern den ganzen Papierkram von einem kranken Kollegen erledigen musste und erst um 22h00 zuhause war, habe ich es nicht geschafft die Preview zu schreiben. Wer sich dennoch informieren will über die Spiele vom Wochenende, hier ein paar hilfreiche Links.

Premier League Vorschau von Sky Sports

Mark Lawreson tippt die Spiele der Premier League und des FA Cup

Schönes Wochenende und viel Spaß vorm Fernseher

Thema: Premier League | Kommentare (0) | Autor: medispolis

“2 aus 5″ – Wer folgt Derby County in die Championship?

Donnerstag, 3. April 2008 22:11

Letzte Woche stieg Derby County als erster Verein und mit einer der schlechtesten Bilanzen ever in die zweite englische Liga ab. Sechs Spieltage vor Saisonschluss müssen sich noch fünf Vereine Sorgen um den Klassenerhalt machen. Richtig schlecht sieht es für Fulham und Bolton aus, die zurzeit die Abstiegsplätze belegen. Aber auch drei andere Vereine können sich noch nicht sicher wähnen, vor allem weil es noch zahlreiche direkte Duelle zwischen den Abstiegskandidaten gibt. Viele Experten gehen davon aus, dass 36 Punkte bis zum Klassenerhalt reichen. Das sind deutlich weniger Punkte als in den letzten Spielzeiten, aber Bolton und Fulham haben die Messlatte auch nicht sehr hoch gelegt.

FC READING

Die Ausgangslage: 32 Punkte (-21 Tore)
Reading ist zurzeit noch nicht gerettet, bei dem Verein nördlich von London beginnt die Abstiegszone. Zurzeit hat man sechs Punkte Vorsprung auf einen Abstiegsplatz.

Das Restprogramm
Sa 05.04. Newcastle United (A)
Sa 12.04. FC Fulham (H)
Sa 19.04. FC Arsenal London (A)
Sa 26.04. Wigan Athletic (H)
Sa 03.05. Tottenham Hotspur (A)
So 11.05. Derby County (A)

Wenn man Fulham und Wigan schlägt, bleibt man in der Premier League, weil man gleichzeitig direkten Konkurrenten die Punkte wegnimmt. Das ist aber leichter gesagt als getan. Ansonsten sind da auch einige Brocken drin, bei denen Reading wenig Chance haben wird.

WIGAN ATHLETIC

Die Ausgangslage: 31 Punkte (-19 Tore)
Fünf Punkte Vorsprung auf einen Abstiegsplatz, zuletzt nur zwei Punkte aus vier Spielen.

Das Restprogramm
Sa 05.04. Birmingham City (H)
Mo 14.04. FC Chelsea (A)
Sa 19.04. Tottenham Hotspur (H)
Sa 26.04. FC Reading (H)
Sa 03.05. Aston Villa (A)
So 11.05. Manchester United (H)

Wigan Athletic hat von allen Mannschaften eines der schwierigsten Restprogramme, man sollte die Heimspiele gegen Birmingham und Reading gewinnen um die Klasse zu halten. Vielleicht kann man bei Aston Villa zumindest einen Punkt holen. Gegen Chelsea und Manchester United dürfte wenig zu holen sein.

BIRMINGHAM CITY

Die Ausgangslage: 30 Punkte (-11 Tore)  
Das Team von Alex Mc Leish steht auf dem letzen Platz, der zum Klassenerhalt reicht, vier Punkte Vorsprung auf den Tabellenachtzehnten.

Das Restprogramm
Sa 05.04. Wigan Athletic (A)
Sa 12.04. FC Everton (H)
So 20.04. Aston Villa (A)
Sa 26.04. FC Liverpool (H)
Sa 03.05. FC Fulham (A)
So 11.05. Blackburn Rovers (H)

Und das schwierigste Restprogramm hat Birmingham City, schwierige Auswärtsspiele gegen direkte Konkurrenten und bei Aston Villa, Heimspiele gegen die beiden Teams aus Everton. Das ist dann mal ein Maßstab.

BOLTON WANDERERS

Die Ausgangslage: 26 Punkte (-18 Tore)
Die Wanderers belegen den ersten Abstiegsplatz, haben vier Punkte Rückstand auf Platz 17.

Das Restprogramm
Sa 05.04. Aston Villa (A)
Sa 12.04. West Ham United (H)
Sa 19.04. FC Middlesbrough (A)
Sa 26.04. Tottenham Hotspur (A)
Sa 03.05. FC Sunderland (H)
So 11.05. FC Chelsea (A)

Die Wanderers haben ein ganz brauchbares Restprogramm, das durchaus dafür geeignet ist den Rückstand auf Platz 17 aufzuholen. Heimspiele gegen West Ham und Sunderland sind zu machen, mit dem FC Chelsea hat man nur ein Team aus den ersten Acht der Tabelle.

FC FULHAM

Die Ausgangslage: 24 Punkte (-24 Tore) 
Platz 19, sechs Punkte Rückstand und die schlechteste Auswärtsbilanz aller Teams aus der Premier League.

Das Restprogramm
Sa 05.04. FC Sunderland (H)
Sa 12.04. FC Reading (A)
Sa 19.04. FC Liverpool (H)
Sa 26.04. Manchester City (A)
Sa 03.05. Birmingham City (H)
So 11.05. FC Portsmouth (A)

Nun ja, wenn man Fulham noch gerettet haben sehen will, muss man erstmal die Heimspiele gewinnen. Das wird schon schwer genug. Aber – und jetzt kommt der Knackpunkt – man braucht mindestens einen oder zwei Auswärtssiege. Und die Cottages sind seit fast 40 Spielen auswärts ohne Sieg. Und die Auswärtsaufgaben sind auch nicht die Leichtesten.

Mein Tipp: Neben Derby werden Fulham und Birmingham absteigen. Die Wanderers retten sich, weil sie spielerisch noch das stärkste Team der Abstiegskandidaten sind und ein vergleichsweise leichtes Restprogramm haben. Spannend bleibt es aber bis zum Schluss, es gibt noch viele direkte Duelle der Abstiegskandidaten. Es wird ein heißer April im Tabellenkeller.

Thema: Premier League | Kommentare (2) | Autor: medispolis

Mediales am Donnerstagmittag

Donnerstag, 3. April 2008 12:38

Anfang dieser Woche lief mein Probe-Abo der Süddeutschen Zeitung ab. Nach langen Überlegungen habe ich mich entschieden kein Abo abzuschließen, was aber nicht an der mangelnden Qualität der Zeitung liegt. Gerade das Politik- und Sportressort hat mich mit den umfangreichen Hintergrundberichten sehr begeistert. Aber ich habe eben auch erfahren, dass ich einfach nicht mehr der Tageszeitungsleser bin, der morgens vor der Arbeit als erstes zum Briefkasten läuft und dann beim Frühstück 30 Minuten durch die Zeitung blättert. Ich schaue lieber morgens einmal über die Nachrichten-Websites, klappere ein paar Blogs ab und höre zwei Podcasts auf dem Weg zur Arbeit. Dennoch, falls sich jemand für ein Tageszeitungs-Abo interessiert, kann ich die Süddeutsche Zeitung sehr empfehlen. Und die Artikel von Raphael Honigstein über englischen Fußball gibt es meistens auch online.

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Und dann bin ich mit der ZEIT ehe schon ganz gut eingedeckt, was Lesestoff angeht. Seit heute erscheint die Wochenzeitung in leicht verändertem Layout, mit neuen Rubriken und Kolumnen. So gibt es zum Beispiel im Politikteil jetzt zwei Meinungsseiten, wo Redakteure und Politiker über aktuelle Themen ihre Meinung sagen. Darüberhinaus ist das Layout etwas moderner, übersichtlicher und einfacher geworden. Die beiden Titelthemen, der Erfolg der deutschen Kunst und die bunte Republik Deutschland bezüglich neuer Koalitionen, haben Chefredakteuer Giovanni di Lorenzo dazu veranlasst auch das Erscheinungsbild der ZEIT zu verändern. Die ZEIT dürfe sich verändern, werde aber ihre Wesenszüge nie aufgeben. Der Online-Auftritt wurde in den letzten Monaten auch mehrmals überarbeitet.

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Und wo wir gerade bei veränderten Online-Auftritten sind, darf ein Hinweis auf den Relaunch der BBC-Websiten nicht fehlen. Der News-Bereich sowie die Fußball-Titelseite sind schon angepasst, ein paar Unterkategorien im Sport-Bereich, wie zum Beispiel die Premier League, sind noch nicht überarbietet. Insgesamt wirkt der neue Auftritt aufgeräumter, übersichtlicher, schlichte Nachrichten, Kolumnen, Hintergründe sind besser voneinander getrennt und leichter zu finden. Die BBC hat in ihrem Sport-Blog die Leser über das neue Layout informiert [1, 2, 3], zudem gibt es dort eine Diskussion mit den Verantwortlichen der BBC über Verbesserungsvorschläge.

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Gestern wurde in New York eine Studie des Marktforschungsunternehmens ABI-Research vorgestellt, die Video-on-Demand Plattformen wie Maxdome, aber auch vod.premiere Wachstum in den nächsten Jahren bescheinigt. Die Preise sollen sinken, dafür soll mehr durch Werbung finanziert werden. Ganz interessant ist vor allem ein Punkt, den ich aber in einem Artikel auf Sat+Kabel wiederfand. Demnach sind die Video-on-Demand Angebote von Sky in den Bereichen Sport und Film für Abonnenten kostenlos, während PREMIERE-Abonnenten für eine Übertragung online nochmal seperat bezahlen müssen. Eat this, Herr Börnicke.

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Ganz ganz schwache Quoten für Champions TV gestern Abend bei der Partie Istanbul gegen Chelsea. Sat.1 hat wohl auf den Ballack-Effekt gehofft. aber mal ganz ehrlich. Wer, der Michael Ballack regelmäßig sehen will, hat kein PREMIERE-Abo? Fußball im Free-TV, zumindest was Partien ohne deutsche Beteiligung angeht, kann man auch streichen. Der Interessenkreis ist dafür einfach zu klein bzw. schaut ehe schon bei PREMIERE. Könnte interessant werden, ob Sat.1 oder auch RTL überhaupt nochmal um solche teuren Rechte mitbieten oder die PREMIERE gleich mit den Pay-TV Rechten zusammengeschenkt werden.

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Schöner Artikel im Tagesspiegel über die Blogger-Konferenz “re:publica”.

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Wahrscheinlich haben die meisten die gestrige Hart aber Fair”-Sendung verpasst. Ich würde mir die nochmal angucken, als ich diesen Artikel bei der FAZ gelesen habe.

Thema: Zeitungen/Zeitschriften | Kommentare (0) | Autor: medispolis

Champions League Viertelfinale Hinspiel, FC Arsenal – FC Liverpool

Mittwoch, 2. April 2008 19:49

[22h47] Endstand FC Arsenal – FC Liverpool 1:1 Ich muss mich entschuldigen, dass ich die letzten 15 Minuten nicht mehr bloggen konnte. Aber die Leute haben mir hier die Bude eingerannt und irgendwie fiel dann alles zusammen. Im Emirates passierte auch nicht mehr all zu viel. Arsenal war weiter spielbestimmend, Liverpool rettete sich über die Zeit. Benitez brachte noch Voronin für Torres. Arsenal hätte hier gewinnen müssenm hatte die klaren Chancen und viel mehr Ballbesitz. So bliebt es aber mehr als spannend für das Rückspiel kommenden Dienstag. Da ist alles möglich, zumal die Gunners beim AC Mailand gezeigt haben, wie man auswärts aufzutreten hat. Kompliment an Marco Hagemann für eine ruhige, sachliche und sehr kompetente Kommentierung.

Fenerbahce Istanbul schlägt den FC Chelsea mit 2:1. Hätte ich nicht gedacht. Also auch hier viel viel Spannung fürs Rückspiel. In diesem Sinne eine gute Nacht.

[22h17] Lucas für Alonso bei Liverpool. Die Reds können sich glücklich schätzen, dass es noch 1:1 steht. Teils haben sie das Glück, teils ist es Unvermögen der Gunners beim Torabschluss.

[22h11] Nächste Großchance für die Gunners. Adebayor über links mit einer gechippten Hereingabe, Fabregas bekommt den Abpraller in der Mitte, zieht aufs Tor, aber Bendtner steht im Weg und verhindert die Führung. Der Däne zwar im Abseits, aber hätte er da nicht gestanden, stünde es 2:1. Passt ganz gut zur momentanen Spielsituation. Tolles, temporeiches Spiel. Macht Spaß zuzuschauen.

[22h07] Und dann wieder Liverpool unter Dauerbeschuss. Ein Schuss von Adebayor kann nach Hereingabe von Eboue von der Linie gekrazt werden. Zwei Minuten später foult Kuyt Hleb im Strafraum. Einen klareren Elfmeter gibt es nicht – und der Referee hatte klare Sicht. Unverständlich, wie man da nur Ecke entscheiden kann. Aber es bliebt dabei: Arsenal die klar bessere Mannschaft im zweiten Durchgang.

Bendtner für Eboue in der Partie. Jetzt zwei Spitzen bei Arsenal

Fenerbahce Istanbul – FC Chelsea 1:1, Colin Kazim, 64. Minute

[22h05] Und es bliebt dabei, dass Arsenal das einfach viel zu kompliziert spielt. Der große Druck ist jetzt erstmal auch weg, die Reds haben hier und da auch mal wieder Gelegenheit sich offensiv einzuschalten. Ganz gut zu sehen ist, wie Torres komplett abgemeldet ist und Gerrard die Initiative alleine ergreifen muss.

[21h58] Arsenal drückt aufs Tempo, Liverpool kann sich kaum mehr befreien.

Benitez wechselt das erste Mal. Benayoun kommt für Ryan Babel.

[21h55] Arsenal mit dem besseren Start in die zweite Hälfte, setzt Liverpool wieder mehr unter Druck, aber es ist das alte Problem der Gunners. Man betreibt viel Aufwand und bekommt wenig Ertrag. Man schleppt den Ball nach vorne, spielt schön bis zum 16er um dann den Ball zu verlieren oder zu verdaddeln. Dann kann sich die Defensive der Reds wieder positionieren. Jetzt macht es Walcott mal besser, zieht direkt aus 20 Metern ab, knapp am linken Pfosten vorbei.

[21h51] Lt. den englischen Kommentatoren ist Van Persie verletzt in der Kabine geblieben.

[21h49] Manuel Almunia sammelt Fleißpunkte, ist nach einem Freistoß von Gerrard und dem anschließenden Drehschuss von Kuyt blitzschnell unten und kann im Nachfassen die Kugel unter sich vergraben.

[21h46] PREMIERE ist zeitgleich mit dem Anstoß wieder im Emirates. Wechsel bei den Gunners. Walcott für van Persie. Verstehe ich jetzt nicht, aber egal. Kann Liverpool weiter so gut die Kreise des FC Arsenal eingrenzen oder können die Gunners mit ihrem Kurzpassspiel wieder für mehr Gefahr sorgen?

[21h40] Christoph Daum bei PREMIERE: “Ich bin 100% FCer.” Tja, haben wir das bei einer Champions League Übertragung auch geklärt.

[21h31] Halbzeit FC Arsenal – FC Liverpool 1:1 Nettes Fußballspiel im Emirates mit einem verdienten Pausenergebnis. Die Gunners mit dem besseren Beginn, dann kam Liverpool glücklich zum Ausgleich und hat seitdem sehr an Sicherheit und Selbstbewusstsein gewonnen. Arsenal hat Probleme die Abwehr der Reds zu knacken. Einmal ist das gelungen – weil die Abwehr geschlafen hat. Ansonsten eher wenige gute Torchancen.

[21h28] Kurz vor der Pause erhöhen die Gunners noch mal den Druck, drängen Liverpool wieder vermehrt in die Defensive. Aber die Abwehr der Reds steht jetzt sicherer als zu Beginn der Partie.

[21h20] Noch knapp 10 Minuten bis zur Halbzeit. Nach dem Ausgleich kommen die Reds jetzt deutlich druckvoller und vor allem spielerisch sicherer in diese Partie, Arsenal findet in der Offensive praktisch nicht mehr statt, Liverpool übernimmt immer mehr das Kommando mit einem flexiblen Flügelspiel zwischen Kuyt, Gerrard und Babel und einer defensiven Absicherung mit Mascherano und Alonso, die die Aktionskreise von Fabregas und Van Persie immer besser eingrenzen. Bis jetzt geht die Taktik von Benitez auch aufgrund des Zwischenstandes, aber vor allem aufgrund der verbesserten spielerischen Anlage seit 10 Minuten, komplett auf.

[21h10] FC Arsenal – FC Liverpool 1:1, Dirk Kuyt, 26. Minute Super Vorarbeit von Gerrard, der sich den Ball halblinks schnappt, mit Tempo in den Strafraum eindring, zwei, drei Gegenspieler schwindelig spielt, der Pass in die Mitte kommt auch noch, wo Kuyt sich durchsetzt und den Ball über die Linie an Almunia vorbei ins Tor spitzelt. Auswärtstor für die Reds, das sich nicht gerade abgezeichnet hat. Aber die Defensive der Gunners hatte Gerrard nicht im Griff.

[21h07] FC Arsenal – FC Liverpool 1:0, Emanuel Adebayor, 23. Minute Schnell ausgeführte Ecke der Gunners nach der Aktion von Reina, in der Mitte pennt die ganze Defensive der Reds, Adebayor steigt hoch und kann problemlos einköpfen. Aufgrund der letzten Minuten verdiente Führung für die Londoner.

[21h05] Erste gute Chance dieser Partie für die Gunners, als Fabregas einen langen Pass spielt, den van Persie volley übers Tor nimmt. Gleich darauf die nächste gute Aktion, wiederum scheitert van Persie am glänzenden Reina, der den Ball zu Ecke abwehren kann.

[21h02] Knapp 20 Minuten durch im Norden Londons. Sehr sehr zäher Beginn, Liverpool erstmal vollends auf die Defensive beschränkt, steht mit sechs Mann vor dem Strafraum, zudem orientiert sich Gerrard bei Ballbesitz der Gunners sofort nach hinten. Arsenal tut sich mit dem Kurzpassspiel noch schwer, es fehlen genaue, direkte Pässe. Die fängt Liverpool alle effektiv ab.

[20h58] Fenerbahce Istanbul – FC Chelsea 0:1, Eigentor Deivid de Sousa, 13. Minute Chelsea hat schnell über links gespielt, Malouda gibt scharf in die Mitte, und de Sousa fälscht ins eigene Tor ab.

[20h51] Pepe Reina ist mir schon in den letzten Wochen immer wieder mit besonders spektakulären Ausflügen aufgefallen. Auch heute wieder nach sieben Minuten, langer Ball auf Adebayor, Reina kommt raus, verschätzt sich, macht den Winkel dann aber gut zu, sodass Adebayor nicht in die Mitte flanken kann.

[20h45] Erste Hälfte hat begonnen in London und Istanbul.

[20h44] Die Meldung des Tages kommt aus dem Live-Ticker der BBC. Die Besitzer des FC Liverpool gehen zumindest heute getrennte Wege. Tom Hicks ist im Emirates, George Gillett ist Snowboarden in Colorado. Live-Bloggings auch beim Guardian, aus dem Emirates und aus Istanbul.

[20h43] Fantastische Stimmung in London und Istanbul. Gerade in der Türkei hört man fast gar nichts mehr. Das sollte mal einer die Dezibel messen.

[20h38] Die Aufstellungen im Emirates Stadium

Arsenal: Almunia – Toure, Gallas, Senderos, Clichy – Eboue, Flamini, Fabregas, Hleb – Van Persie – Adebayor

Liverpool: Reina – Carragher, Skrtel, Hyypia, Aurelio – Mascherano, Alonso, Kuyt, Gerrard, Babel – Torres

Beide Mannschaften nur mit einer Spitze. Torres gegen Adebayor, das sind 23 Pflichtspieltore gegen 28 Treffer in dieser Spielzeit. Klingt gut.

[20h31] Rolf Fuhrmann ist auch ein putziges Marsmännchen. Grund für die Kopfhörer: Ohrenbetäubende Lautstärke im Istanbuler Stadion.

[20h25] Wer Lust hat, Marsmännchen zu sehen, sollte dann doch mal zu Sat.1 schalten, wo Christoph Daum in Istanbul weilt. Wenn der mit Wolff Fuss zusammen kommentiert, werde ich bei dem Spiel auch mal länger reinschalten. Ansonsten schaue ich erstmal das rein englische Duell.

[20h17] Lob an PREMIERE. Jan Henkel und Stefan Effenberg und ein ganz normales Studio. Sollen sich doch die Sat.1 – Zuschauer mit den rotierenden Monitoren rumschlagen.

[20h15] Liverpools Coach Benitez setzt vor allem auf seinen Stürmer Fernando Torres, den er als Schlüssel für den Erfolg in Europa bezeichnet. Der Spanier geht von einem engen Aufeinandertreffen aus. Ansonsten ist es eigentlich wie immer: Liverpool in der Liga ohne Titelchancen, muss versuchen in Europa die Lorbeeren zu ernten. Und sagen wir es mal so: Ich würde mir wünschen, wenn es diesmal nicht gelingt, nicht weil ich Anti-Liverpool eingestellt bin, sondern weil ich glaube, dass man dann endlich sieht, dass man eben nationale Schwächen nicht immer durch europäische Erfolge ersetzen kann. Vielleicht setzt ja dann mal ein Umdenken ein an der Anfield Road mit einer stärkeren Konzentration auf die nationale Komponente.

[20h09] BBC Five Live ist mit Vorberichten auf Sendung. Liverpool und Arsenal machen zwei Wechsel gegenüber den Ligapartien. Bei Arsenal ist Diaby nicht dabei, Eboue kommt wieder über die rechte Seite. Im Sturm spielt Adebayor für Bendtner. Bei Liverpool Maschaerano und Aurelio für Lucas und Riise.

[20h07] “Die nächsten 10 Tagen definieren unsere Saison”, sagte Arsene Wenger gestern auf der Pressekonferenz. Man könne jeden schlagen. Das klingt angesichts der Leistungen der letzten Wochen optimistisch und auch ein bisschen gewagt, weil es im Umkehrschluss auch bedeutet, dass wenn der FC Arsenal sowohl in der Champions League als auch mit den wichtigen Spielen in der PL gegen Liverpool und Manchester United die Mission eben gescheitert ist. Und dass diese nächsten 10 Tage überhaupt wieder diesen Stellenwert zumindest in der Liga bekommen, hat man vor allem selbst mitverschuldet.

[19h58] Alles zur TV-Situation und den Kommentatorenansetzungen bei der-kommentator.

[19h55] Keine Ahnung, wie Spieler mit so einer Situation von drei Spielen gegen denselben Gegner in einer Woche. Fakt ist aber, dass beide Teams unter Berücksichtigung der Situation in der Premier League dieses Aufeinandertreffen sehr ernst nehmen. Sowohl Liverpool als auch Arsenal wollen mal wieder einen Titelgewinn einfahren. Da man beim FC Arsenal in der letzten Woche so ein bisschen vom Gewinn der Premier League abgerückt ist, konzentrieren sich die Bemühungen beider wohl immer mehr auf die Champions League. Für Liverpool ist die Königsklasse sowieso der letzte Rettungsanker – auch wenn Steven Gerrard kein Bock mehr auf internationale Erfolge gepaart mit nationaler Ernüchterung hat. Fußball kann ganz schön kompliziert sein.

[19h50] Man sieht sich immer dreimal in einer Woche. Teil I heute im Viertelfinale Hinspiel zwischen dem Finalisten 2006, dem FC Arsenal, und dem Sieger 2005 sowie Finalist 2007, dem FC Liverpool, im Emirates Stadium zu London.

Thema: Champions League, Live-Blog | Kommentare (3) | Autor: medispolis

Drei Konkurrenten, sechs Spieltage, 18 Punkte – Wer wird englischer Meister 2007/2008?

Mittwoch, 2. April 2008 18:25

In fünf Wochen spätestens wissen wir, wer englischer Fußballmeister 2007/2008 wird. Spätestens am 38. Spieltag, dem 11. Mai 2008, wird der Meisterschaftspokal übergeben. Oder vielleicht doch schon eine Woche eher, wenn Manchester United im heimischen Old Trafford West Ham United empfängt. Die Premier League geht in ihre heiße Phase. Zeit für einen dreiteiligen Ausblick auf die letzten Wochen, beginnend heute mit der Meisterschaft, Freitag mit dem Abstieg und am Samstag dreht sich alles um den UEFA-Cup, sprich den Kampf zwischen Liverpool, Everton und Portsmouth. Blicken wir zunächst auf den Dreikampf in der Meisterschaft

MANCHESTER UNITED

Die Ausgangslage: 76 Punkte
Die Red Devils liegen sechs Spieltage vor Schluss fünf Punkte vor dem FC Chelsea, haben von allen Titelanwärtern die mit Abstand beste Tordifferenz und gehen somit als Favorit in die letzten Spieltage.

Das Restprogramm
So 06.04. FC Middlesbrough (A)
So 13.04. FC Arsenal (H)
Sa 19.04. Blackburn Rovers (A)
Sa 26.04. FC Chelsea (A)
Sa 03.05. West Ham United (H)
So 11.05. Wigan Athletic (A)

Mit Ausnahme der beiden Spiele gegen die direkten Konkurrenten hat es Manchester United eher mit leichten Aufgaben zu tun, spielt fast nur gegen Mannschaften, die die Saison innerlich vielleicht schon mehr oder weniger abgehakt haben. Knackpunkt dürfte vor allem das Spiel an der Stamford Bridge sein. Hat man nach dieser Partie drei Punkte Vorsprung, dann dürfte man den Meistertitel auch nach Hause fahren.

Stärken und Schwächen
Großes Plus für Manchester United ist der wohl beste und ausgeglichenste Kader, die spiestarke Offensive und die gleichzeitig stabile Defensive. Man stellt die wenigsten Gegentore (15) und hat die meisten Treffer geschossen (68). Zudem hat man mit Sir Alex Ferguson einen erfahrenen Trainer, der auch bei kritischen Situationen Ruhe bewahren kann. Großes Prunkstück ist eben auch Christiano Ronaldo, der in jedem Spiel den Unterschied machen kann. Und wenn man überhaupt eine Schwäche nennen kann, dann ist es, dass man vielleicht nicht den besten Torwart in den Reihen hat bzw. auf der Torwartposition nicht optimal besetzt ist.

Meine Prognose
Alles andere als die 17. Meisterschaft von Manchester United wäre eine große Überraschung. Dennoch muss das Team von Sir Alex noch lange kämpfen, da Chelsea von hinten mit großen Schritten naht. Trotzdem können sich die Red Devils nur noch selber im Weg stehen.

FC CHELSEA LONDON

Die Ausgangslage: 71 Punkte
Fünf Punkte hinter Manchester United und nur einem Punkt vor dem FC Arsenal gehen die Blues als momentan Tabellenzweiter in die letzten sechs Spieltage.

Das Restprogramm
Sa 05.04. Manchester City (A)
Mo 14.04. Wigan Athletic (H)
Do 17.04. FC Everton (A)
Sa 26.04. Manchester United (H)
Sa 03.05. Newcastle United (A)
So 11.05. Bolton Wanderers (H)

Chelsea hat das vermeintlich leichteste Restprogramm der Titelanwärter. Schwierig dürfte vor allem die Aufgabe am Donnerstagabend beim FC Everton werden, nachdem man erst Montags zuvor gegen Wigan spielte. Der Vorteil ist aber auch, dass man eine Woche vor dem Schlager gegen Manchester United vorlegen kann. Das letzte Spiel gegen die Wanderers könnte vor allem für Bolton im Abstiegskampf noch von großer Bedeutung sein.

Stärken und Schwächen
Die Partie gegen Middlesbrough hat das Problem der Blues recht deutlich gemacht. Wenn man nicht wirklich gefordert wird, dann verfällt man schnell in Lethagie und quält sich zu Siegen. Von dauerhafter, spielerischer Leichtigkeit war zuletzt eher wenig zu sehen. Wenn man allerdings gefordert wird, kann man aber auch ansprechende Leistungen, wie zuletzt gegen Arsenal, an den Tag legen. Dieser schmale Grat könnte sich negativ auswirken. Zudem hat man mit Avram Grant nicht gerade den erfahrensten Trainer für einen Meisterschaftsendspurt an der Seite. Großer Vorteil des FC Chelsea ist die Heimstärke, die man gegen Manchester United ausspielen will. Zudem kann auch Didier Drogba an guten Tagen den Unterschied ausmachen.

Meine Prognose
Chelsea kommt Manchester United nahe, aber am Ende reicht es nicht ganz, weil man eben in den vermeintlich leichten Spielen nicht genug punktet.

FC ARSENAL

Die Ausgangslage: 70 Punkte
Die Gunners von Arsene Wenger waren im Febuar schon mal mit fünf Punkten Vorsprung Tabellenführer, doch dann kam die Serien der Remis und die Niederlage gegen Chelsea. Jetzt finden sich die Gunners nur auf Platz Drei, sechs Punkte hinter ManU, einen Zähler hinten den Konkurrenten aus Westlondon.

Das Restprogramm
Sa 05.04. FC Liverpool (H)
So 13.04. Manchester United (A)
Sa 19.04. FC Reading (H)
Mo 28.04. Derby County (A)
Sa 03.05. FC Everton (H)
So 11.05. FC Sunderland (A)

Es sind die 10 härtesten Tage in seiner Trainertätigkeit, so formulierte Arsene Wenger gestern auf der Pressekonferenz im Vorfeld der Champions League Partie gegen den FC Liverpool. Sollte man aber diese Woche erfolgreich hinter sch bringen, sprich mit Siegen gegen Liverpool und bei Manchester United (was man letzte Saison schon mal schaffte), dann ist auch für die Gunners noch vieles möglich. Denn das Restprogramm ist dann eher einfach vom Papier. Anders herum wird aber auch ein Schuh draus. Arsenal kann schon in sieben Tagen auf den Boden der Tatsachen zurückgekommen sein und alle Chancen auf die Meisterschaft verspielt haben.

Stärken und Schwächen
Die aktuelle Formkurve spricht nicht mehr pro Arsenal. Es fehlt seit Wochen die spielerische Leichtigkeit, Adebayor hat Ladehemmung, zudem fehlt mit Sagna in den wichtigen Spielen Anfang April eine wichtige defensive Stütze. Mit 26 Gegentreffern hat man die schlechteste Defensive der Titelanwärter. Pluspunkt könnte sein, dass man die Gunners nicht wirklich mehr auf der Rechnung hat. Und bei Manchester United haben sie schon mal gewonnen, unter Wenger mit dem Torschützen Adebayor, in der 88. Minute. Arsenal braucht noch einmal ein Schlüsselerlebnis.

Meine Prognose
Die Gunners haben nur Außenseiterchancen, und kommen am Ende der Saison aufgrund der Stärke der Konkurrenz und der schwierigen Auswärtsaufgabe im Old Trafford auf Platz 3.

Thema: Premier League | Kommentare (0) | Autor: medispolis

Der neue “Spielmacher” ist da

Dienstag, 1. April 2008 23:15

Und das ist kein Aprilscherz. Die neue Ausgabe des “Spielmacher” ist da. Wir Autoren haben uns wieder mit einigen Themen aus der aktuellen Welt des Fußballs beschäftigt, unter anderem…

  • PREMIEREs tiefer Fall. Kürzungen bedrohen Programmvielfalt und Qualität.
  • 17 Jahre Bundesliga bei PREMIERE. Ein Analyse der aktuellen Berichterstattung
  • Besuch des Bundesligaspiels Hamburger SV – Eintracht Frankfurt
  • Fehlentscheidungen – Auf dem Weg zum perfekten Fußball?
  • Fußball in Norwegen – Der lange Winter ist vorbei
  • Zuhause ist es am schönsten – Porträt der Championship aus England

Ich wünsche im Namen aller Autoren viel Spaß beim Lesen. Die nächste Ausgabe erscheint bereits am 01. Juni 2008. Wer bei Fußballterminen aufpasst, weiß sicherlich warum. Hier gibt es die Datei zum Download

Ausgabe_April_2008.pdf

Weitere Infos auch in der Navigationsleiste und bei den Blogkollegen

Felix

Thema: Internes | Kommentare (3) | Autor: medispolis

Drei Wochen vor den Vorwahlen in Pennsylvania gehen Hillary Clinton langsam die Argumente aus

Dienstag, 1. April 2008 12:56

Seit Anfang März, seit den überraschenden und teils deutlichen Erfolgen von Hillary Rodham Clinton, ist Vorwahlpause bei den Demokraten. Eine Pause, die eigentlich nur einem wirklich zu Gute kommt – John McCain von den Republikanern. Heute in drei Wochen finden dann die Vorwahlen in Pennsylvania statt, eigentlich ein Staat, der eher Clinton liegt, hoher Anteil von weißen, älteren, katholischen Menschen. Eigentlich eine Bühne, auf der man sich wieder richtig präsentieren kann. Aber ob es überhaupt soweit kommt beziehungsweise es möglicherweise der letzte Auftritt ist, wird hier nicht beantwortet werden können. Aber es ist wahrscheinlich. Hillary Clinton hat man zwar im Schnitt durchaus 10-15 Prozentpunkte Vorsprung in den Umfragen in Pennsylvania, aber seit zwei Wochen tut sich rein gar nichts in irgendwelchen Meinungsschwankungen. Das mag und kann man durchaus positiv bewerten für Clinton, aber es zeigt eben auch: Die Wähler und Anhänger der Demkraten haben solange das Gefühl der Poltikmüdigkeit – sie wollen eine Entscheidung. Entweder Obama oder Clinton. Und wie es aussieht: Dann eher Obama. Wirklich lange kann man sich damit nicht mehr rumschlagen. Obama und vor allem Clinton sinken in ihren persönlichen Umfragewerten signifikant ab, John McCain von den Republikanern sonnt sich, macht Reisen durch die Welt, tritt so auf, als wäre er mit einem Bein schon im Weißen Haus.

Und die Pause kommt den Demokraten auch nicht wirklich gut. Das haben auch die wichtigsten Leute der Partei so langsam erkannt. Howard Dean sorgt sich besonders. Die letzten Wochen haben aber eben auch gezeigt, dass die Zeit und die Argumente für Hillary Clinton immer dünner werden. Gerade die erfundene Geschichte mit dem möglichen Beschuss bei einem Besuch in Serbien hat sich enorm negativ auf ihre Popularität ausgewirkt. Und besonders nett fand ich dann ihre Entschuldigung: Menschen machen auch mal Fehler. Also, wenn man sich an bestimmte Sachen nicht mehr richtig erinnert, dann macht man auch nicht solche bewussten Aussagen, wie Clinton es tat. Keine Frage, dass auch Barack Obama vor Problemen und Schwierigkeiten stand. Aber er hat sie, unter anderem mit der Rede über die Frage des Rassismus in den USA, weitaus eleganter gelöst als Clinton. Und vor allem: Er hat sich die Probleme nicht selbst gemacht. Clinton lag nach ihren Erfolgen gut im Rennen – und schießt dann ein bemerkenswertes politisches Eigentor. Und auch andere Tatsachen sprechen gegen Clinton. Immer mehr Superdelegates laufen ins Obama-Lager, zuletzt die Senatorin von Minnesota, Amy Klobuchar. Und dann ist es eben auch noch der Rückstand in den Delegiertenstimmen, den sie auch bei deutlichen Siegen in allen noch ausstehenden Vorwahlen nicht mehr aufholen wird. Dass Barack Obama einen Austritt verneint, ist auch nicht verwunderlich, liegt er doch immer noch in Führung und braucht nicht nach hinten schauen.

Und es ist eben auch ein bisschen die politische Stimmung. Die Demokraten fürchten vor allem darum, dass sie mit den immer länger andauernden Streitigkeiten McCain ungewollt zum Favoriten für das Präsidentenamt machen. Das soll auf alle Fälle verhindert werden. Die Stimmen von vielen Seiten nach einer Aufgabe von Hillary Clinton werden immer lauter. Gerade durch ihre Handlungen in der letzten Woche hat sie ihre Angriffsfläche vergrößert. Irgendwann wird auch Hillary Clinton einsehen müssen, dass sie aus diesem Rennen aussteigen muss – zum Wohle der Partei. Das könnte, auch wenn es eine herbe politische Niederlage wäre, ihr wieder ein Stück an Glabwürdigkeit zurückbringen. Denn die vielen Niederlagen in den Vorwahlen hat auch sie mit zu verantworten. Die Zeit läuft gegen Hillary Clinton.

Thema: US Wahl 2008 | Kommentare (0) | Autor: medispolis

Momente, die man genießen muss

Dienstag, 1. April 2008 12:10

…wenn man morgens um 10h00 beim besten Zahnarzt in Hannover auf dem Stuhl sitzt, der Arzt im Mund rumprokelt und man als Patient gleichzeitig die Stöpsel des i-Pod in den Ohren hat und den Football Weekly Podcast des Guardian hört.

Zahnarzt: “Herr Flemming, gar keine klassische Musik mehr. Was hören Sie denn da jetzt?”
Ich: “Podcasts!”
Zahnarzt: “Höre ich auch gerne auf dem Weg zur Arbeit. Was hören Sie da gerade?”
Ich: “Football Weekly vom Guadian.”
Zahnarzt: “Ach, echt. Den habe ich gestern Abend schon gehört.”

Ja, und mein Weisheitszahn wächst auch gerade. Im November bin ich wieder da. Den i-Pod schließen wir dann am Lautsprecher an. So machen Zahnarztbesuche Spaß.

Thema: Alltägliches | Kommentare (0) | Autor: medispolis