Beiträge vom Mai, 2008

Programmhinweis: Saisonrückblick Premier League

Samstag, 17. Mai 2008 20:28

PREMIERE sendet am kommenden Donnerstag, 22. Mai, um 22h15 einen 60-minütigen Saisonrückblick auf die Premier League Saison 2007/2008. Die Sendung wird, so war es zumindest die letzten drei Jahre Usus, von der Premier League produziert und wird dann von PREMIERE mit einer deutschen Tonspur besetzt. Zuletzt haben Wolff Fuss oder Markus Gaupp den Rückblick kommentiert.

Am Samstag, 24. Mai, gibt es dann um 16h00 eine 40-minütige Sendung mit den schönsten Toren der Saison 2007/2008. Ich kann mich nicht mehr genau dran erinnern, meine aber in Erinnerung zu haben, dass PREMIERE letztes Mal diese Sendung eigenständig produziert hat, würde mich aber nicht wundern, wenn es aber auch hier ein vorgefertigtes Produkt der Premier League geben würde.

Thema: Premier League, TV und Radio | Kommentare (1) | Autor: medispolis

Meine Premier League Saison 2007/2008

Donnerstag, 15. Mai 2008 21:53

Spieler der Saison: Fernando Torres

  • 33 Tore in seiner ersten Saison auf der Insel nach seinem Wechsel von Atletico Madrid an die Anfield Road sind eine Zahl für sich.

Trainer der Saison: David Moyes, FC Everton

  • Den FC Everton zum dritten Mal in Folge unter die ersten fünf der Liga gebracht, teilweise hatte man sogar den vierten Platz im Visier. Kontinuität wird groß geschrieben im Goodison Park, und dafür ist vor allem Moyes verantwortlich.

Überraschung der Saison: FC Arsenal London

  • Auch wenn es zum Titel nicht gereicht hat und man am Ende ein bisschen den Anschluss verlor, hat der FC Arsenal unter Arsene Wenger eine der besten Saisons gespielt und insbesondere in der Hinrunde brillianten Fußball gespielt. Ich hätte nicht gedacht, dass das Arsenal nach dem Weggang von Henry so schön umsetzten würde.

Enttäuschung der Saison: Tottenham Hotspur

  • Millionen vor der Saison in die Hand genommen, Platz Vier als Saisonziel im Auge gehabt, mieser Saisonstart, dann sehr unwürdig den Trainer entlassen. Im Niemandsland der Tabelle hat man dann wenigstens befreit Fußball gespielt. Aber die Perspektiven für die kommende Spielzeit stimmen, sollte also besser werden.

Spiel der Saison: Tottenham Hotspur – FC Chelsea 4:4, 19. März 2008 an der White Hart Lane

  • In einem Spiel, in dem es für die Spurs um nichts mehr ging, hat das Team von Juande Ramos leidenschaftlichen Fußball gespielt, ein 0:1, ein 1:3 und ein 3:4 aufgeholt. Mit der fantastischen Stimmung an der White Hart Lane der schönste Fußballabend dieser Saison

Tor der Saison: Robbie Keane, 4:4 Tottenham – Chelsea, 90. Minute

  • Aus 20 Metern vom linken Strafraumeck aus per Drehschuss ins lange Eck gezirkelt.

Schönster Moment der Saison: Ryan Giggs

  • In seinem Rekordspiel für Manchester United erzielt der Walliser das 2:0 für die Red Devils und macht damit die Meisterschaft für Manchester United perfekt. Solche Geschichten schreibt nur der Fußball.

Schlimmster Moment der Saison: Eduardo

  • Nach dem Foul von Taylor in Birmingham muss der Kroate mit mehren Brüchen, unter anderem des Knöchels, die Saison beenden. Alles erdenklich Gute, dass wir ihn vielleicht bald wieder spielen sehen.

Comeback der Saison: FC Fulham

  • Zwölf Punkte aus den letzten vier Spielen in der Saison, man gewann die letzten drei Auswärtsspiele der Saison, nachdem man zuvor fast 30 Spiele lang ohne Dreier auf fremden Platz blieb. Respekt an Roy Hodgson. Auf eine weitere Premier League Saison im Südwesten Londons.

Das ging viel zu schnell: Sam Allardyce

  • Nach nur sechs Monaten im Amt verlässt Allardyce Newcastle. Vom Hoffnungsträger zum Buhmann für schlechte Leistungen des Teams. Da halfen auch die vielen Kaugummis nichts.

Das ging viel zu langsam: FC Liverpool

  • Formschwankungen allgegenwärtig, schwacher Saisonstart. Liverpool wird erst wieder ein Wörtchen um die englische Meisterschaft mitreden, wenn man konstanter in den Leistungen wird und Benitez nicht erst im April seine Startelf gefunden hat.

Besondere Ehrung für: Roque Santa Cruz

  • Beim FC Bayern abgestempelt war er maßgeblich an der guten Saison bei den Blackburn Rovers beteiligt, schoss über 20 Tore. Ein guter Griff, den Mark Hughes da bekommen hat.

Besondere Auszeichnung für: Andreas Renner

Die besten Kommentierungen bei PREMIERE

  • 1. Marco Hagemann, Tottenham-Chelsea 4:4. Am Ende war Hagemann beleidigt, dass es nur vier Minuten Nachspielzeit gab, trotzdem war er zu diesem Zeitpunkt schon nassgeschwitzt und hat die 90 Minuten exellent begleitet.
  • 2. Markus Gaupp, Tottenham-Aston Villa 4:4. Der Durchbruch für Gaupp mit einer fantastischen Kommentierung. Seitdem fester Bestandteil bei Kommentierungen aus der Premier League. Hat sich stetig verbessert, viele nette Geschichten parat.
  • 3. Wolff Fuss, Chelsea-Manchester United 2:1. Ballack “kopfballstark wie Hölle” und Wolff Fuss wie die meisten ihn schätzen, witzig, emotional, hintergründig und kein wenig langweilig.

So, damit schließen wir jetzt für ein paar Wochen mal das Theater Premier League. Ich werde ab Ende Juni wieder mit allen Wechselgerüchten und Vorschauen auf die neue Saison einsteigen. Die neue Saison startet voraussichtlich am 16. August 2008. Ansonsten bleibt in der neuen Saison hoffentlich auch bei PREMIERE alles beim alten und man kürzt nicht noch mehr.

In diesem Sinne, auf ein neues ab August 2008

Thema: Premier League | Kommentare (3) | Autor: medispolis

Zitat des Tages: Donnerstag, 15. Mai 2008 – Die Hoffnung stirbt zuletzt

Donnerstag, 15. Mai 2008 20:49

“Die neuen Pakete sind klarer positioniert und dadurch besser zu verkaufen. Mit den Kombi-Paketen, die erhebliche Preisvorteile bieten, schaffen wir attraktive Anreize, Premiere gleich komplett zu abonnieren. Die neue Angebotstruktur schafft die Voraussetzung für nachhaltiges Abo-Wachstum und steigende Umsätze pro Abonnent, wir erwarten uns kräftige Impulse für das Neugeschäft.” PREMIERE-Chef Michael Börnicke zur neuen Paket-und Angebotsstruktur ab dem 01. Juli 2008

Lassen wir uns das nochmal auf der Zunge zergehen?

  • Erhebliche Preisvorteile
  • Attraktive Anreize
  • Nachhaltiges Abo-Wachstum
  • Steigende Umsätze
  • Kräftige Impulse für das Neugeschäft

Und ich würde noch nicht mal einen Cent drauf setzen, dass das mit den steigenden Umsätzen passiert. Aber die Hoffnung stirbt zuletzt, auch in Unterföhring. Manuel Weis/Quotenmeter hat das Prozedere nochmal übersichtlich zusammengefasst.

Anmerkung meinerseits: Ich habe gerade meinen PREMIERE-Vertrag bis Mai 2009 verlängert, kann also mehr als locker auf das ganze Umstellen blicken. Und wer weiß, wann es die nächste Paketreform gibt.

Thema: TV und Radio, Zitat des Tages | Kommentare (4) | Autor: medispolis

Zitat des Tages: Montag, 12. Mai 2008 – Weiter, immer weiter

Montag, 12. Mai 2008 19:49

“I am now convinced that it is time to pull together behind a single candidate who has the backing of a growing number of Americans. I therefore announce my wholehearted endorsement of Sen. Barack Obama.” Dolly Strazar, Superdelegierte aus Hawaii.

Most of the primary voters across the nation have now spoken. It is time to bring a graceful end to the primary campaign. We now need to unify the Democratic Party and focus on electing Sen. Obama and a working majority in the United States Senate.” Tom Allen, Mitglied des Representantenhauses im Bundesstaat Maine

Ist der Spuk also bei den Demokraten bald vorbei? Nein, denn Hillary Clinton macht weiter. Kommende Woche stehen die Vorwahlen in West Virginia an. Clinton liegt dort haushoch in Führung, aber es sind nur 28 Delegierte zu vergeben, bei dem Rückstand, den sie hat, ist das gar nichts. Und auch bei den Superdelegierten liegt sie jetzt im Rückstand. Wie kann man Hillary Clinton bloß zum Aufgeben bewegen?

(via CNN)

Thema: US Wahl 2008, Zitat des Tages | Kommentare (2) | Autor: medispolis

NBA Playoffs 2008 Conference Semifinals Spiel 4, Utah Jazz – Los Angeles Lakers 123:115 n.V.

Montag, 12. Mai 2008 10:18

Es gibt Spiele, bei denen weiß man schon nach den ersten Spielminuten, dass sie das Potential für ein spannendes und dramatisches Finish besitzen. Als die Utah Jazz zu Beginn mit ihren schnellen Fastbreaks die noch löchrige Defense der Lakers ein ums andere Mal förmlich auseinandernahm und der Lärmpegel in der Energy Solutions Arena fast das Dach zum Wegfliegen brachte, nahm Lakers-Trainer Phil Jackson keine Auszeit, sein Team sollte sich beweisen, sich zurückkämpfen. Das klappte auch – aber erst ganz am Ende der regulären Spielzeit. Bis dahin gab es zunächst 48 Minuten guten Basketball, aber vor allem ein enges Spiel. Utah konnte erst zu Beginn des vierten Viertels richtig wegziehen, aber paradoxerweise wurden dann gerade die Lakers am stärksten.

Die Ausgangslage vor Spiel 4 im Mormonenstaat war ganz klar definiert. Utah brauchte aufgrund der Heimstärke der Lakers den zweiten Sieg vor eigenem Publikum um die Serie am Leben zu halten. Und so begannen sie auch dieses Spiel, lagen schnell in Führung und nutzen zu Beginn die Abwesenheit von Derek Fisher, der zu Beginn des Spiels schnell zwei unnötige Fouls kassierte. Danach war es über lange Zeit ein durchaus ausgeglichenes Spiel, die Lakers konnten zwar nie den Vorsprung der Jazz wirklich zum Schmilzen bringen, blieben aber auch immer noch im Spiel, hatten höchstens acht Punkte Rückstand Mitte des dritten Viertels. Den Unterschied machte vor allem die Treffsicherheit von der Freiwurflinie der Jazz, insbesondere Kobe Bryant hatte dort einige selten gezeigt Schwächen. Und weiterer Pluspunkt für die Jazz: Die Bankspieler, die die nötigen Punkte mehr brachten als die Superstars ihre Pausen machten. Mannschaftlich geschlossener gingen die Jazz ins vierte Viertel und konnten dort zu Beginn ihren höchsten Vorsprung in diesem Spiel verzeichnen. 12 Punkte Mitte des vierten Viertels standen zu Buche. Doch diesen Vorsprung konnten die Lakers noch egalisieren – auch mit der Hilfe von Kobe Bryant, der kurz vor Schluss mit dem 3-Punkt-Spiel auf einen Punkte zum 103:104 verkürzte. Zuvor hatte Derek Fisher mit einem herrlichen Dreier die Aufholjagd eingeleitet, die mit dem Tip-Shot von Odom zum 108:108 vier Sekunden vor Schluss beendet wurde. Es ging in die Verlängerung.

Die Verlängerung ging dann verdientermaßen an die Jazz, die Lakers wirkten etwas erschöpft, insbesondere Kobe Bryant konnte leicht gehemmt durch eine Rückenverletzung aus dem ersten Viertel seinem Team nicht helfen. Die kurioseste Szene gab es knapp eine Minute vor Schluss in der Energy Solutions Arena. Bryant verkürzt mit schhönem Layup zum 110:112 aus Sicht von Los Angeles Lakers. Plötzlich arbeitet die Defense, kurz vor Schluss der 24-Sekunden Uhr muss Kyle Korver werfen, verzieht, aber der Rebound fällt in die Arme von Mehmet Okur, der dann zu Willams gibt, die Jazz können neu aufbauen. Kirilenko kriegt den Ball, setzt zum Dunk an, wird von Odom gefoult. Korb fällt. Spiel gelaufen. Utah schlägt die Lakers 123:115 nach Verlängerung.

Bester Werfer auf dem Platz Deron Williams mit 29 Punkten. Diese Serie ist jetzt völlig offen. Utah hat gezeigt, dass sie die Lakers besiegen können. Und jetzt stehen die Lakers unter Druck. Eine Heimniederlage in der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag kann man sich angesichts der bärenstarken Heimvorstellungen der Jazz nicht leisten. Würde mich nicht wundern, wenn diese Serie über die vollen sieben Spiele gehen wird. Aber mindestens einmal müssen die Jazz auch in LA gewinnen, wenn sie das Finale in der Western Conference erreichen wollen.

PREMIERE zeigt Spiel 5 der Serie zwischen den Lakers und den Jazz in der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag ab 04h30 live.

Thema: US-Sport | Kommentare (0) | Autor: medispolis

Das Saisonfinale in der Premier League 2007/2008

Sonntag, 11. Mai 2008 10:31

So langsam erhöht sich der Puls auf der Insel. Der letzte Spieltag in der Premier League steht am Nachmittag auf dem Programm. Drei Fragen werden gegen 18h00 beantwortet werden: Wer ist neuer englischer Meister, wer schnappt sich den fünften Platz und wer steigt ab? Und man möge meinen, in England ist der Fokus ganz klar auf der Meisterschaft, aber das täuscht, denn auch der Abstiegskampf bekommt in den Fernseh- und Radiosendungen viel Berichterstattung. “It is the most exciting league in the world. We are all looking forward to a nail-biting Sunday for the fans”, sagte Sir Alex Ferguson diese Woche. Dann auf ein neues Kapitel. Alles hier live-gebloggt ab 15h00, die Spiele starten um 16h00.

Thema: Live-Blog, Premier League | Kommentare (2) | Autor: medispolis

Manchester United oder der FC Chelsea – Vor der Entscheidung um die englische Meisterschaft

Samstag, 10. Mai 2008 16:53

Tja, wer hätte das gedacht, dass die Meisterschaftsentscheidung sich bis zum letzten Spieltag hinziehen würde. Und dass es nicht das Duell Arsenal vs Manchester United ist – die Gunners waren im März noch fünf Punkte vor den Red Devils – sondern dass die Blues mit einem perfekten Schlussspurt nochmal zu den Red Devils aufgeschlossen haben. Im Fußball ist halt alles möglich, und deswegen verbiete ich mir hier auch irgendeine Prognose, wer nun um 18h00 englischer Meister ist. Dass einzige, was halbwegs objektiv feststellbar ist, dass Manchester United einen kleinen Vorteil hat aufgrund des besseren Torverhältnisses. Nicht mehr, aber auch nicht weniger.

Die Ausgangslage: Beide Mannschaften liegen mit 84 Punkten gleichauf, Manchester United hat das um 17 Tore bessere Torverhältnis. Sollten die Red Devils also in Wigan gewinnen, sind sie definitiv englischer Meister. Sollte Wigan dem Team von Sir Alex ein Remis bescheren und Chelsea gegen Bolton gewinnen, dann wären die Westlondoner an der Tabellenspitze. Also eigentlich ganz einfach.

Wigan Athletic – Manchester United

Die Zahlen zum Spiel:

  • Der Trainer von Wigan, Steve Bruce, hat eine besondere Verbundenheit zu Manchester United, hat dort von 1987 bis 1996 gespielt. In 418 Spielen erzielte er 52 Tore.
  • Manchester United könnte den 10. Meisterschaftstitel unter Sir Alex Ferguson einfahren
  • Sollte Ryan Giggs in Wigan auflaufen, wäre es sein 758. Einsatz. Würde damit mit Sir Bobby Charlton gleichziehen
  • Wigan Athletic hat noch nie einen Punkt gegen Manchester United geholt, es setzte nur Niederlagen.
  • The Latics seit fünf Spielen ohne Niederlage, 11 Punkte aus diesen Spielen geholt
  • Wigan seit sieben Heimspielen ohne Niederlage, dabei sechs Mal ohne Gegentor
  • Manchester United mit nur einer Niederlage in den letzten 13 Pflichtspielen
  • Die Red Devils mit 17 Tore in den letzten zehn Minuten des Spiels – Ligabestwert
  • Seit vier Auswärtsspielen nicht mehr gewonnen (zuletzt in der CL Anfang April beim AS Rom)

Und vielleicht kann man ja es so formulieren. Manchester United hat die etwas unangenehmere Partie, aber eben auch die etwas bessere Ausgangslage. Wigan hat auch bedingt durch den eher weniger bespielbaren Untergrund gegen die Top-Teams recht gut ausgesehen. Wer also so etwas wie ein Scheitern von Manchester United konstruieren will, der nehme die Parameter Spielfeld+Lezte Bilanzen von Wigan zuhause und von ManU auswärts. Aber dabei belasse ich es auch, denn individuell ist Manchester United klar besser besetzt. Die Red Devils weiter ohne Wayne Rooney, ein großes Fragezeichen steht noch hinter Vidic, der zuletzt noch an Schwindelgefühlen litt. Da soll kurzfristig entschieden werden. Wigan ohne Mittelfeldaktuer Kilbane, ansonsten gibt es keine Ausfälle zu kompensieren. Bent und Heskey sollen im Sturm für Tore sorgen. Und Steve Bruce hat derweilen angekündigt, dass man keine Geschenke verteilen wird. Na denn.

FC Chelsea – Bolton Wanderers

Die Zahlen zum Spiel:

  • Es wäre der vierte nationale Titel für die Blues
  • Bei einem Sieg wäre Chelsea seit 21 Ligaspielen in Serie ungeschlagen, beste Bilanz in dieser Saison
  • Gleichzeitig würde man dann im 82. Spiel an der Stamford Bridge ungeschlagen bleiben.
  • Bolton ist noch nicht final gesichert, sollte aber nicht mehr absteigen, es sei denn man verliert selbst hoch und Reading wie Fulham fahren Kantersiege ein
  • Chelsea mit 50 Punkten aus den letzten 20 Ligaspielen
  • 21 Mal ohne Gegentor – Bestwert in der Premier League
  • Die Bolton Wanderers mit 10 Punkten aus den letzten vier Spielen, zuvor nur ein von möglichen 24.
  • Bolton nur mit zwei Siegen gegen Mannschaften aus der oberen Tabellenhälfte
  • In den letzten acht Spielen gegen Londoner Klubs gab es nur einen Sieg, letzte Saison in Watford.

Die Zahlen und auch die Form sprechen also für einen Sieg des FC Chelsea. Und auch Trainer Avram Grant ist zuversichtlich, dass sein Team gegen Bolton gewinne, ob es dann zum Titel reiche liege nicht in den Händen der Westlondoner. Deshalb ist es nach der logik des Israelis auch vor allem der Druck, der auf Manchester United liege. Chelsea habe nichts zu verlieren. Überhaupt ist es ganz interessant Avram Grant in den letzten Tagen zugehört zu haben. Sonst immer sehr zurückhaltend, defensiv und wortkarg gegenüber der Presse, hat Grant, vielleicht auch beflügelt von der Auszeichnung zum Trainer des Monats, das Spiel mal umgedreht, hat sein Team stark geredet, den Kontakt zur Presse gesucht (auch um ein paar Giftpfeile und etwas Salz in die Meisterschaftssuppe von Manchester United zu streuen). Man nimmt es halt so, wie es einem am besten passt. Bei Chelsea ist nur der Einsatz von Ricardo Carvalho fraglich, alles andere kann sich Grant so basteln, wie er will. Bolton wieder mit Campo und Joey O’Brien, dafür fehlen weiter Stammtorwart Jaaskelainen, Gardner und Nicky Hunt.

Mehr zur Meisterschaftsentscheidung:

Thema: Premier League | Kommentare (0) | Autor: medispolis

2 aus 3 – Der FC Fulham, Birmingham City und der FC Reading vor dem Finale gegen den Abstieg

Freitag, 9. Mai 2008 23:47

Neben den Entscheidungen über die Meisterschaft und den Kampf für den fünften Platz – die beiden Vorschauen gibt es im Laufe des Samstags – ist es vor allem das Finale gegen den Abstieg, das die Massen am Sonntag auf der Insel elektrisiert. Derby County ist ja bereits seit mehreren Wochen abgestiegen, nun machen Fulham, Birmingham und Reading aus der einfachen Losung “2 aus 3″ ein hoffentlich spannendes und dramatisches Finale für den Klassenerhalt in der Premier League. Fulham sah vor drei Wochen noch wie ein sicherer Abstiegskandidat aus, hat jetzt aber die besten Chancen aller drei Teams auch in der kommenden Saison in der höchsten englischen Spielklasse zu spielen. Aber schauen wir genauer auf die einzelnen Partien.

FC Portsmouth – FC Fulham

Die Ausgangslage: Fulham liegt mit 33 Punkten gleichauf mit dem FC Reading, hat aber das um 6 Tore bessere Torverhältnis gegenüber Reading. Fulham liegt einen Punkt vor Birmingham City.

Die Zahlen zum Spiel:

  • Nur einmal stand der FC Fulham 2008 nicht auf einem Abstiegsplatz, genau am lezten Spieltag, der uns bevorsteht.
  • Der FC Portsmouth hat von der Punktzahl die beste Saison seit über 50 Jahren gespielt.
  • Portsmouth hat die letzten 5 Spiele gegen Fulham nicht verloren
  • Überhaupt gab es noch keinen Sieg des FC Fulham gegen Portsmouth in der Premier League überhaupt
  • Portsmouth hat sieben der letzten acht Heimspiele nicht verloren
  • Fulham könnte mit einem Sieg zum ersten Mal seit April 2006 drei Spiele in Serie wieder gewinnen
  • Der FC Fulham hat diese Saison nur zweimal auswärts gewonnen, das waren die letzten beiden Auswärtsspiele gegen Reading und Manchester City.
  • Fulham hat 70% seiner Gegentore in der zweiten Halbzeit kassiert.

Im Prinzip sprechen die Zahlen nicht besonders für den FC Fulham, zumal man auswärts antreten muss. Aber die Zahlen und die spielerische Form haben auch in den letzten beiden Wochen nicht für die Cottagers gesprochen, aber man konnte überlebenswichtige Siege einfahren, zwar nicht spielerisch schön, aber effektiv. Und nun steht man auch dank der Patzer der Konkurrenz wieder in der Pole-Position. Und es ist nebenbei eben auch eine Bestätigung für die Arbeit von Trainer Roy Hodgson, Phil McNulty von der BBC mit einer schönen Analyse der Arbeit des Fulham-Trainers. Und auch diesmal stehen die Chancen für den FC Fulham nach einem Sieg an der Südküste gar nicht so schlecht. Portsmouth ist seit Wochen mehr oder weniger mit den Gedanken beim FA-Cup Finale, zuletzt gab es drei Niederlagen. Pompey weiter ohne Torwart David James, zudem ist der Einsatz von Sol Campbell fraglich. Fulham spielt mit der gleichen Elf wie beim Sieg gegen Birmingham. Mit Kontiunität zum Klassenerhalt lautet das Motto im Südwesten Londons.

Derby County – FC Reading

Die Ausgangslage: Reading liegt auf dem ersten Abstiegsplatz aufgrund des schlechteren Torverhätltnisses gegen Fulham, man hat aber ebenso wie die Cottagers 33 Punkte und liegt damit einen Punkt vor Birmingham City.

Die Zahlen zum Spiel:

  • Derby County hat die schlechteste Bilanz einer Mannschaft in der Premier League jemals
  • Die Rams haben die letzten fünf Spiele verloren, in den letzten vier Begegnungen 17 Gegentore
  • Der FC Reading ist seit über neun Stunden ohne eigenen Treffer.
  • Reading nur mit einem Sieg aus den letzten acht Spielen, nur 2 Punkte aus den letzten sechs Spielen
  • Zweitschlechteste Defensive nach Derby County
  • Der FC hat sieben der letzten neun Auswärtsspiele verloren

Das krasse Gegenteil zum FC Fulham ist das Team von Steve Coppell aus Reading, das jetzt seine zweite Premier League Saison absolviert. In der vergangenen Spielzeit stand man vor dem letzten Spieltag um über 20 Punkte besser da. Auch die Hinrunde hat durchaus vielversprechend für den FC Reading begonnen, doch man spielte eine fürchterliche Rückserie, in der nicht mehr viel zusammenkam. Von Defensive bis Offensive gab es immer wieder Baustellen, einzig und allein Steve Coppell blieb die Konstante im Vorort Londons. Denn der Trainer wurde eben nicht vor die Tür gesetzt, was angesichts der Rückrundenbilanz durchaus möglich gewesen wäre. Jetzt geht es also zu den Rams, vor dem Spiel werden schon mal die Giftpfeile ausgeteilt. Reaing wohl wieder mit der etwas offensiveren Spielweise, Marek Matejovsky wird von Beginn an spielen. Reading hat wohl vom Papier her die einfachste Aufgabe, aber auch im Pride Park muss Reading erstmal etwas gewinnen.

Birmingham City – Blackburn Rovers

Die Ausgangslage: Birmingham City belegt mit 32 Punkten den 19. Platz und liegt einen Punkt hinter Fulham und Reading, hat aber von allen Teams, die gegen den Abstieg spielen, die beste Tordiffierenz, wobei das hier auch nur relativ zu nehmen ist.

Die Zahlen zum Spiel:

  • Es ist das 25. Spiel von Trainer Alex McLeish an der Seitenlinie der Blues
  • Blackburn hat seit acht Jahren noch nie das Abschlussspiel einer Saison verloren
  • Kein Sieg in den letzten fünf Spielen, nur zwei Punkte aus den letzten sechs Partien.
  • Seit 18 Spielen immer Minimum einen Gegentreffer kassiert.
  • Unter McLeish vier von 23 Spiele gewonnen
  • Schon 10 Gegentore für Birmingham in den letzten 10 Spielminuten
  • Die Blackburn Rovers wollen den dritten Sieg in Folge einfahren
  • Nur eine Niederlage in den letzten sieben Ligaspielen
  • Die Rovers gewannenn nur eines der letzten vier Auswärtsspiele, haben aber bei all ihren sieben Auswärtssiegen in dieser Saison mit nur einem Tor Unterschied gewonnen.

Aber nicht nur für Birmingham hat diese Partie noch eine übergeordnete Bedeutung. Sollte Blackburn gewinnen und Aston Villa gegen West Ham verlieren, wären die Rovers Sechster und damit für den UI-Cup qualifiziert und hätten die Chance wieder international zu spielen. Der große Druck liegt aber klar auf Birmingham City, Trainer Mc Leish fordert von seinem Team den Glauben an die eigene Stärke. Interessant dürfte vor allem zu sehen sein, wie die Abwehr von City mit dem durchaus gefährlichen Sturm der Rovers, Roque Santa Cruz und Jason Roberts, umgeht. Liam Ridgewell als Stütze in der Innenverteidigung ist bei Birmingham fraglich, ebenso Stümer McFadden. Keine guten Vorzeichen. Bei Blackburn könnte Benny McCarthy wieder in die Startelf zurückkehren, ansonsten eben das Stürmerduo Curz/Roberts.

Und was das Schöne ist an diesem letzten Spieltag im Tabellenkeller. Es gibt überhaupt kein Taktieren mehr, auf die anderen Plätze schauen bringt gar nichts. Jedes Team, egal ob Fulham, Reading oder Birmingham, muss voll auf Sieg spielen. Wenn ich noch ein Prognose abgeben darf, dann steigen Birmingham und Fulham ab, obwohl ich es mir wünschen würde, wenn Fulham in der Liga bliebe. Aber ich glaube, dass es nicht für einen Sieg in Portsmouth reicht. Aber mal schauen, Sonntag um 18h00 sind wir schlauer.

Thema: Premier League | Kommentare (0) | Autor: medispolis

Radio Bremen weiß nicht, dass auch PREMIERE-Abonnenten ihr Programm hören

Mittwoch, 7. Mai 2008 7:52

Ich bin gestern Abend nach 23h00 – ich weiß gar nicht mehr genau warum – bei Radio Bremen Eins hängengeblieben und hörte dann auch die Nachberichte zur Bundesliga, die sich auf das bloße Ansagen der Ergebnisse beschränkte sowie eine Zusammenfassung des Spieles Bochum-Schalke von Manni Breuckmann. Mehr war dann auch nicht, aber ich sollte mich….Trommelwirbel…täuschen. Man hatte da ja noch ein selbst geführtes Interview mit Dortmunds Trainer Thomas Doll und Sportdirektor Michael Zorc, kündigte Moderator Henry Vogt stolz an. Das Interview führte Philipp……[mehr vom Nachnamen habe ich nicht verstanden, weil Henry Vogt den einfach verschluckt hat]. Und was kam dann: Die zwei Einspielungen der PREMIERE-Interviews, die Ecki Heuser in der Nachberichterstattung mit Doll und Zorc geführt hat.

Liebes Radio Bremen, ich habe bei weitem nichts gegen PREMIERE-Interviews, aber fremdes Gedankengut, das nicht aus dem Hause der ARD kommt, sollte man auch also solches kennzeichnen. Ich bekomme auch immer Prügel, wenn ich das hin und wieder mal vergesse. Also merkt es euch für nächstes Mal.

Ein Lob dann aber doch noch: Immerhin habt ihr das PREMIERE-Interview genommen und nicht das des DSF. Wenigstens das ehrt euch.

Thema: TV und Radio, Zeitungen/Zeitschriften | Kommentare (1) | Autor: medispolis

Zitat des Tages: Dienstag, 06.05.08 – Klare Worte

Dienstag, 6. Mai 2008 21:19

“Die CSU verspricht den Menschen diese ‘Reform’ nur, um ihre schlechten Umfragewerte zu verbessern. [...] Eine derart unehrliche Politik enttäuscht die Menschen und erhöht die Politikverdrossenheit.” Finanzminister Peer Steinbrück (via Spiegel Online)

Und es ist ungerecht den nächsten Generationen gegenüber. Wenn kein Geld da ist, dann kann es auch nicht verteilt werden. Das ist unbequem zu vermelden, aber ehrlich. Und ehrliche Politik ist stets zu loben.

Thema: Politik National, Zitat des Tages | Kommentare (0) | Autor: medispolis