Von Außenseitern bis Zukunftsmusik – Ein kleiner Rückblick auf die EM 2008

A wie Außenseiter – Ohne jetzt groß das Favoritensterben bedauern zu wollen, hätte ich vor der EM nicht damit gerechnet, dass die Türkei und Russland im Halbfinale stehen, bei den Türken sogar noch weniger. Aber es ist schön zu sehen, dass man sich im moderenen Profifußball immer weiter entwickeln muss. Das hat Frankreich zum Beispiel nicht geschafft, Italien und die Niederlande nur bedingt, wenngleich Oranje bis zum Viertelfinale den besten Fußball gespielt hat.

B wie BBC – Stammleser dieses Blogs wissen, wie sehr ich die BBC verehre. Auch dieses mal bei der EM wieder. Live-Bloggings von allen Spielen, vom Finale ab 16h00 deutscher Zeit, zahlreiche Blogs, Journalisten der BBC sind bei twitter angemeldet, bei BBC Five Live viele Hintergrundberichte und Schalten in die Stadien. Obwohl die englische Mannschaft gar nicht dabei war, hat die BBC eine Berichterstattung auf den Tisch serviert, der europaweit seines gleichen sucht – qualitativ wie auch von der Quantität her.

C wie Casillas – Mit 27 Jahren Europameister, vier Mal schon spanischer Meister und zweimal Champions League Sieger. Für mich der beste Torwart dieses Turniers.

D wie Deutsche Elf – Ja, man kann sicherlich zweigeteilter Meinung sein über die Leistung des Teams von Trainer Joachim Löw. Ich fand sie allenfalls durchschnittlich, aber längst nicht so schlecht, wie sie mancherots gemacht wird. Zweiter bei einer Europameisterschaft wird man nicht, wenn man nur vom Glück verfolgt ist. Und wer sechs Tore im Viertel- und Halbfinale schießt, braucht sich mal gar nicht verstecken. Klar ist nicht alles Silber was glänzt, aber da haben wir schon viel schlechtere Leistungen gesehen. Auch das sollte man mal berücksichtigen.

E wie Eigentor – In den Spielen gab es keines, dafür umso mehr neben dem Platz. Ich sage mal nur Seebühne und Stimmungsberichte von Bernd Schmelzer, die vor dem Spiel gegen Österreich mit der Filmmusik aus Armageddon unterlegt werden. So schlimm war die Situation in der Gruppe B auch nicht.

F wie Football Daily – Der Podcast des Guardian war eine Bereicherung jeden Morgen beim Frühstück. Wer mehr erfahren will, schaue bitte hier.

G wie Günter Netzer – Ich kann dem Original nicht mehr viel abgewinnen, zu vorhersehbar sind die Analysen von Günter Nezter. Viel besser ist das hier.

H wie Hellas – Als ich Ende Mai bei meinem Lieblingsgriechen in Hannover war, waren sich die Kellner sicher, dass Griechenland zumindest ins Viertelfinale kommt. Nur einer wollte nicht mitwetten – der Barkellner aus Spanien.

I wie Innovation – Bela Rethy als Radioreporter, Hansi Flick als Chefcoach und Frank-Walter Steinmeier als zukünftiger Kanzlerkandidat mit der Deutschlandkrawatte.

J wie Ja richtig – Hände hoch, wer sofort wusste, dass das 1:0 der Niederlande gegen Italien ein regulärer Treffer war? Wohl die wenigsten. Aber es wusste Kommentator Steffen Simon, alleine deswegen zwei Karmapunkte für den Reporter der ARD.

K wie Klose – Hat eigentlich eine passable EM gespielt. Nur mit Arnd Zeigler wird er wohl nicht mehr befreundet sein. Der Stadionsprecher von Werder hatte sich über Klose lustig gemacht und gewettet, dass der Bayern-Stürmer bei dieser EM kein Tor erzielen werde. Wetteinsatz von Zeigler war, einen Podcast nackt zu vertonen. Prompt macht Klose das 2:0 gegen Portugal. Wenn es doch immer so einfach wäre.

L wie Leiden – Es gab dann eben auch die Momente der ganz großen Trauer. Gleich zu Beginn im Eröffnungsspiel zum Beispiel die Verletzung vom schweizer Hoffnungsträger Alexander Frei, oder die Verletzung von David Villa, der dann ausgerechnet beim Finale zugucken musste. Wenn man ganz weit zurückgehen will, dann fällt einem noch die Verletzung von Italiens Fabio Cannavaro ein, der Italiens Abwehr so nicht zur nötigen Stabilität verhelfen konnte.

M wie Manuel González – Joachim Löw und Joseph Hickersberger sind wahrlich keine Trainer mit dem Temprament eines Fatih Terim oder Giovanni Trappatoni. Aber der Spanier hatte wohl einen Geheimauftrag, den erst die spanische Mannschaft erfüllen konnte. Ansonsten aber durchweg anständige Schiedsrichterleistungen. Und warum ausgerechnet Herbert “Herb” Fandel den Spaniern zweimal keinen Elfmeter gegeben hat, dürfte jetzt auch klar sein.

N wie Nihat – Hat für mich das schönste Tor bei dieser Europameisterschaft geschossen. Der Siegtreffer zum 3:2 gegen Tschechien.

O wie Ovationen – Ich frage mich schon seit längerem, seit wann Großteile der Bevölkerung so verrückt nach Fußball geworden sind. Das war vor sechs Jahren noch nicht der Fall. Und alles auf die WM 2006 zu schieben finde ich zu einfach. Aber ich habe auch keine bessere Erklärung, warum 600.000 Menschen auf die Berliner Fanmeile pilgern um die deutsche Nationalmannschaft zu sehen.

P wie Public Viewing – Ich war bis dato eigentlich kein großer Freund des Public Viewing, aber mein Nachbar hatte mich dann dazu mehrfach überredet, sodass ich zumindest mit Ausnahme von Viertelfinale und Finale alle Spiele der deutschen Mannschaft beim Public Viewing am Theater am Goetheplatz in Bremen gesehen. Und warum ich nach dem Viertelfinale das Finale dort nicht schauen wollte, dürfte klar sein. Blöder Aberglaube.

Q wie Quickie – Schnellstes Tor dieser EM von Luka Modric im Spiel gegen Österreich per Foulelfmeter nach vier Minuten.

R wie Rauswurf – Italiens Nationalcoach Roberto Donadoni musste nach dem Ausscheiden im Viertelfinale seinen Hut nehmen, Marco van Basten wird Trainer bei Ajax, Köbi Kuhn kümmert sich um seine kranke Frau und Joseph Hickersberger verlässt das Team Austria. Nur einer ist noch mit an Bord: Raymond Domenech. Aber wenigstens hatte der Heiratsantrag Stil. Genauso so eine Verpflichtung von Peter Neururer als österreichischer Nationaltrainer.

S wie Slaven Bilic – Komischer Trainertyp, den nicht vom Charakter nicht unbedingt leiden kann. Fand das daher auch sehr amüsant, wie Bilic im Viertelfinale beim Tor von Klasnic von allen guten Geistern verlassen aufs Spielfeld gerannt ist um dann prompt den Ausgleich zu kassieren. Natürlich war die Nachspielzeit schon abgelaufen, Herr Bilic.

T wie Terim – Für mich ein bisschen der Trainer dieses Turniers. Stand vor der EM im eigenen Land extrem in der Kritik, er halte an den falschen Leuten fest, im Team und dem türkischen Verband gab es interne Streitigkeiten. Aber nach der Auftaktniederlage gegen Portugal dann sein Team so einzustellen und mit solch einer Begeisterung an der Linie sein Team zu dirigieren, verdient höchste Anerkennung. Der hat während der 90 Minuten mehr Flüssigkeit verloren als so mancher Spieler. Schlichtweg großartig.

U wie Unglaublich dankbar – Ich habe eine kleine gewisse negative Grundhaltung gegenüber der Schweiz, man muss ständig an der Grenze warten, sein Geld tauschen. Aus vielem hält sich die Alpenrepublik raus. Und das man dann ganz ohne Murren sein eigenes Fernsehbild zur Verfügung steht, verdient Anerkennung. Dann zahle ich im Winterurlaub auch wieder brav meine Mautgebühren.

V wie Videotext – Ich hoffe die Praktikanten beim Schweizer Fernsehen sind fristlos entlassen worden. Oder man schafft die Texte der Nationalhymnen im Videotext wieder ab. Liest doch ehe keiner mit.

W wie Wasserfall – Das Spiel zwischen der Schweiz und der Türkei bleibt wohl in längerer Erinnerung. Regen, Regen, Regen, wohin das Auge schaute. Und Gary Lineker sagte bei der BBC, dass der Scorerpunkt für die Führung der Schweizer der Regen bekommen müsste. War ein tolles Spiel.

X wie Xylophon – Wer kann damit mal eine zünftige Stadionmusik komponieren? [Fällt jemandem etwas Besseres zu X ein?]

Y wie Yildiray Bastürk – Wurde nicht vom türkischen Verband für diese EM nominiert und wird erst wieder spielen, wenn Fatih Terim nicht mehr Trainer ist. Der neutrale Zuschauer verzichtet dann doch lieber auf Bastürk.

Z wie Zukunftsmusik – Wo findet die nächste EM statt? Wie viele Mannschaften spielen mit? Fragen über Fragen, die UEFA muss Antworten finden. Und es wäre schön, wenn Entscheidungen transparenter und nachvollziehbarer gemacht werden als die vergangenen Jahre. Aus Fehlern kann man auch lernen.

“Schlussendlich also drei Tolle Wochen, nicht wahr, Herr Netzer.” – “Ja, in der Tat.”

Zitat des Tages: Montag 30. Juni 2008 – Nothing but admiration

“I have nothing but admiration for the Germans. I cannot believe how bad they have been throughout the tournament and they did well to get to the final. They are bad as I have ever seen – they could have been beaten five or six in Vienna.” Alan Hanson Hansen, Fußballexperte bei der BBC

“Defensively Germany were so weak it’s unbelievable. Every single team they played against had so many chances to score it was untrue. From a German point of view, I just cannot believe they got this far.” Alan Shearer, Fußballexperte bei der BBC

Ja, wir sind aber so weit gekommen und wir waren so gar dabei bei der Euro 2008. Aber im Prnzip hat die BBC ein bisschen Recht. Ich schreibe heute Abend noch einen kleinen Rückblick.

Mr Fashion: Joachim Löw

“Fitted white shirt, black trousers, hint of emo – totally adores himself. Fatih Terim tried the white shirt too, so did Löw’s number two, but with limited success. Peter Drury on ITV fell just a little bit in love with ‘the dapper German’.”

Der Observer, die Sonntagsausgabe des Guardian, blickt ausführlich und ein bisschen humorvoll auf die Europameisterschaft 2008 zurück. Der Rückblick zur Euro 2008 kann auch seitens der Leser kommentiert werden.

Barack Obama kommt nach Deutschland

Irgendwann ist ja immer das erste Mal. Der demokratische Präsidentschaftskandidat, Barack Obama, macht im August noch vor dem Nominierungsparteitag in Denver seine erste Reise nach Europa und in den Mittleren Osten. Auch Deutschland stattet er einen Besuch ab, wahrscheinlich in Berlin.

“This trip will be an important opportunity for me to assess the situation in countries that are critical to American national security, and to consult with some of our closest friends and allies about the common challenges we face. This will be an important opportunity to have an exchange of views with leaders in these countries about these and other issues that are critical to American national security and global security in the 21st century.”

[via Reuters]

Premier League in Kürze (II)

  • Ich hätte nicht gedacht, dass die Verpflichtung von Paul Ince als neuer Trainer der Blackburn Rovers solche Wellen auf der Insel schlagen würde. Klar ist der erste schwarze Trainer in der Premier League ein kleiner historischer Meilenstein, doch Paul Ince nur auf seine Hautfarbe herunterzubrechen, verwischt eigentlich seine großartigen Tätigkeiten und Charaktereigenschaften, die Blackburn sicherlich neue Impulse geben können. Ein schöner Kommentar dazu von Phil McNulty bei der BBC.
  • Was gibt es sonst so Neues an der Trainerfront? Eher wenig. Und das ist ja auch mal schön. Mark Hughes versucht Manchester City komplett umzukrempeln. Für mich ist das im Vorfeld der Saison der interessanteste Schauplatz. Was macht Hughes bzw. was darf er machen in Sachen Neuverpflichtungen? Mal sehen, wieviel Geld Thaksin Shinawatra bereithält. Und Felipe Scolari macht sich bei den Spielern des FC Chelsea schon mal beliebt, indem er den EM-Teilnehmern mal schnell den Urlaub kürzt. Alle Spieler haben sich am 07. Juli an der Stamford Bridge einzutreffen.
  • Einen großen Coup konnte man schon mal vermelden. Nach Informationen von ESPN soll man sich mit ZSKA Moskau über einen Wechsel des brasilianischen Stürmers Jo einig sein. Die Ablösesumme soll bei 19 Millionen Pfund liegen – neuer Rekord für die Citizens.
  • Aufsteiger Stoke City kann aufatmen. Einer der wichtigsten Spieler im Kader, Stürmer Ricardo Fuller, wird laut Angaben von Trainer Tony Pulis rechtzeitig zum Saisonstart Mitte August fit sein. Fuller hatte sich bei einem Freundschaftsspiel mit seinem Nationalteam Jamaika eine Knieverletzung zugezogen. Es wurde zunächst ein längerer Ausfall befürchtet.
  • Mark Viduka von Newcastle United macht Fortschritte bei seinem Genesungsprozess nach einer Achillessehnenverletzung.
  • Verletzungssorgen gab heute hingegen der FC Everton bekannt. Die beiden Defensivstützen der Toffees, Joseph Yobo und Tony Hibbert, leiden an einer Knieverletzung bzw. an Knöchelbeschwerden. Saisonstart zunächst einmal fraglich.
  • Die Bolton Wanderers haben Schwedens Nationalstürmer Johan Elmander vom FC Toulouse verpflichtet. Der Schwede bekommt einen 3-Jahres-Vertrag beim Team von Gary Megson. Ablösesumme soll bei 10 Millionen Pfund liegen.
  • Grant Leadbitter hat seinen Vertrag beim FC Sunderland vorzeitig um drei weitere Jahre bis 2011 verlängert.
  • Emanuel Adebayor spielt auch in der kommenden Saison beim FC Arsenal. Das gab der Stürmer heute bekannt.
  • Nochmal FC Everton: Trainer David Moyes hat klargestellt, dass Stürmer Andy Johnson nicht zum Verkauf bereitsteht.
  • Neuer Torwart für die Tottenham Hotspur: Gomes kommt vom PSV Eindhoven für 9 Millionen Pfund Ablöse zu den Spurs. Der Telegraph berichtet unterdessen, dass Paul Robinson vor seinem Abschied von der White Hart Lane steht. Nach Informationen des Guardian sind Aston Villa, Manchester City und auch der FC Middlesbrough an einer Verpflichtung interessiert. Ablöse soll bei 5 Millionen Pfund liegen.
  • Peter Crouch vom FC Liverpool ist derzeit heiß begehrt auf der Insel. Nachdem Adebayor bei Arsenal bleibt, gibt es seitens Arsene Wengers kein Interesse mehr am Stürmer der Reds. Der Guardian hat Informationen, wonach Portsmouth. Manchester City, die Tottenham Hotspur und auch Newcastle United an Crouch interessiert sind. Liverpool will 12 Millionen Pfund als Ablösesumme. Konkurrenz belebt das Geschäft – es könnten mehr werden.

Bis zu den einzelnen Teamvorschauen im August und dem Ausblick auf die Saison werde ich bis dahin alle fünf Tage die wichtigsten Wechsel und Transfergerüchte hier unter der Kategorie “Premier League in Kürze” zusammenfassen.

12 Solisten für das goldene Dreamteam

Die USA haben heute ihr Basketball-Team für die Olympischen Sommerspiele in Peking vorgestellt. Es gibt keine wirklich großen Überraschungen. Und wenn man sich die Liste mal anschaut, kann man nur mit der Zunge schnalzen. 12 großartige Solisten für das Dreamteam, das Gold in Peking holen will.

  • Kobe Bryant, LeBron James, Dwyane Wade, Carmelo Anthony, Jason Kidd, Tayshaun Prince, Carlos Boozer, Chris Bosh, Dwight Howard, Chris Paul, Michael Redd und Deron Williams

Individuell haben Nationaltrainer Mike Krzyzewski und Manager Jerry Colangelo die besten Basketballspieler der Welt in ihren Reihen. Aber können sie auch als Team spielen, als Team funktionieren? 2004 gelang dies in Athen nicht unbedingt, man holte lediglich Bronze, verlor im Turnierverlauf drei Spiele. In Peking ist man mit Gastgeber China, Spanien, Angola und zwei weiteren Teams, die noch benannt werden müssen, in einer Turniergruppe. Vor allem das Duell gegen den Weltmeister Spanien verspricht Hochspannung.

Kobe Bryant wird also das Team anführen. Wie passend, dass der Superstar der LA Lakers in der vergangenen Spielzeit zum Teamplayer gewachsen ist. Das könnte von Vorteil sein. Es gibt übrigens keinen Spieler des aktuellen Meisters aus Boston im Kader. In Frage wäre wohl ehe nur Kevin Garnett gekommen, aber der hatte schon vor Monaten verkünden lassen, dass er nicht an Olympia teilnehme. Ebenso nicht dabei sein wollten Tim Duncan, Chauncey Billups und Amare Stoudamire. Ist ja vielleicht auch ganz gut so. Denn viele Köche verderben ja den Brei. Wollen wir hoffen, dass es im Team USA nicht schon zu viele sind. Keine leichte Aufgabe für die Trainer, aber hoffentlich ein Spektakel für die Basketballfans.

Bremen bleibt weiter auf den Schulden sitzen und die ganzen Konjunktive machen wenig Hoffnung

Heute ging es in Bremen mal wieder ums Geld. Dass ist eigentlich nicht sonderlich erwähnenswert, weil mitunter täglich die letzten Cent zusammengekratzt werden müssen. Über 15 Milliarden Euro Schulden, jährlich müssen 600 Millionen Euro für Zinszahlungen aufgebracht werden. Das sind die Eckdaten, Tendenz in den nächsten Jahren eher noch schlimmer werdend.

Deshalb schaute man heute schon mit Hoffnung, aber auch einem flauen Gefühl im Magen nach Berlin, wo sich die Föderalismuskommission II, die die Finanzbeziehungen zwischen Bund und Ländern neuordnen soll, traf um Lösungsvorschläge für die teils dramatische Lage der öffentlichen Haushalte zu präsentieren. Für Bremen wäre das optimale Ziel gewesen, dass man eine feste Zusage bekomme um die Altschulden Schritt für Schritt via einem Gemeinschaftsfonds abzubauen, auf alle Fälle erhoffte man sich aber zumindest einen finanziellen Zuschuss um die jährliche Zinslast nicht vollständig mit Bremer Mitteln begleichen zu müssen.

Und nach dem Treffen heute in Berlin verstärkt sich in der Hansestadt eher das flaue Gefühl in der Magengegend. Ein solidarischer Abbau der angehäuften Altschulden von 1 553 Milliarden Euro soll nunmehr erst in fünf bis sieben Jahren angegangen werden, verkündeten Peter Struck und Günter Oettinger. Aus Bremer Sicht ist dies viel zu spät und stellt keine zufriedenstellende Lösung da. Immerhin bei der Drückung der Zinslast konnte man einen Teilerfolg erzielen. Ländern wie Bremen, dem Saarland und Schleswig-Holstein soll so zumindest beim Abbau der enormen Zinslasten geholfen werden. Der Fonds soll jährlich mit 1,0 Milliarden bis 1,2 Milliarden Euro ausgestattet und je zur Hälfte von Bund und Ländern finanziert werden. Das ist schon mal ein Schritt in eine vernünftige Richtung, lässt aber auch noch viele Fragen offen. Nach welchem Finanzierungsschlüssel zahlen die Länder ein? Nach welchen Kriterien wird die Milliarde verteilt? Fragen über Fragen, die zeigen, dass das Grundkonstrukt zumindest in diesem Punkt steht, gleichzeitig sind aber noch enorm viele Details zu klären.

Insgesamt also ein eher ernüchternder Tag für das Bundesland Bremen, weil vor allem die Zusage zum Altschuldenabbau in fünf bis sieben Jahren wenig konkret und bindend scheint. Und was nützt die Zinskompensation, wenn man gleichzeitig noch auf über 15 Milliarden Euro Altschulden sitzt? Bis Ende Oktober sollen die Eckpunkte der heute vorgestellten Reform in Gesetzesform gebracht werden. Struck und Oettinger teilten mit, dass sie eine Einigung “für möglich halten”. Im Prinzip hat man heute mal die Grenzen abgesteckt, mehr aber auch nicht. Und die ersten kritischen Stimmen aus den Bundesländern kommen schon. Eine finale Einigung scheint soweit weg wie vor Beginn der Verhandlungen. Man scheint keinen Schritt weiter zu sein, viele wichtige Fragen sind noch nicht beantwortet. Bezeichnend, dass man auf den Websites der Bremer Parteien auch noch keine Stellungnahmen oder Pressemitteilungen der Regierungsparteien einsehen kann. Thomas Röwekamp von der CDU hat sich als Erster heute geäußert:

“Von Bremens Wirtschaftskraft bleibt unter dem Strich nichts übrig. An dieser Situation hat sich seit der Einsetzung der Föderalismus­kommission vor anderthalb Jahren nichts geändert. Wenn sich unser Land aus der Schul­denfalle befreien soll, brauchen wir eine gerechtere Finanzverteilung und eine Regelung für die Altschulden – und zwar zügig. Doch davon redet zurzeit offenbar niemand. Der Schuldenberg wächst Monat für Monat, die Zinslasten erdrücken uns. Wenn das Kernproblem nicht gelöst ist, helfen uns weder die in Aussicht gestellten Zinsentlastungen noch eine Schuldengrenze.”

Natürlich ist es die Aufgabe als Oppositionsführer von Thomas Röewkamp die Arbeit und Verhandlungstaktik der Bremer Rot/Grünen-Koalition kritisch zu begutachten, aber ich glaube, dass hier jenseits der Parteipolitik genau die Sicht Bremens allgemein gut zum Vorschein kommt. Man verband in Bremen große Hoffnungen in diesen Tag, wirklich viel ist davon übrig geblieben. Und so geht es auch zukünftig weiter ums Geld in Bremen, mindestens die nächsten fünf bis sieben Jahre noch.

EM 2008 Viertelfinale, Spanien – Italien

[23h24] Casillas wird Spieler des Spiels. Damit spielt Spanien im Halbfinale am Donnerstag gegen Russland. Die Revanche der Hiddink-Truppe steht dann an, dürfte auf alle Fälle interessanter werden.

[23h21] Endstand Spanien – Italien 4:2 nach Elfmeterschießen.

[23h16] Elfmeterschießen in Wien. Spanien wird mit David Villa beginnen.

  • 1:0, David Villa
  • 1:1, Fabio Grosso
  • 2:1, Cazorla
  • Casillas hält den Schuss von de Rossi
  • 3:1, Marcos Senna (souverän und hoch geschossen)
  • 3:2, Mauro Camoranesi
  • Buffon hält den Schuss von Daniel Guiza – alles wieder offen
  • Casillas hält den Schuss von di Natale. Genauso so schwach geschossen wie vorher Guiza
  • 4:2, Cesc Fabregas.

Spanien im Halbfinale!!!!

[23h12] Spanien – Italien 0:0 nach 120 Minuten Man kann nur hoffen, dass die Italiener für ihre destruktive Spielweise hier nicht belohnt werden. Also Elfmeterschießen. Bei den beiden Torhütern, die gleichzeitig Kapitäne ihrer Teams sind, könnte es auch bis Mitternacht gehen.

[23h10] 20 Sekunden vor Schluss nochmal schön vorgetragener Angriff der Spanier, aber es fehlte wieder ein bisschen.

[23h06] Fünf Minuten noch in Wien. Es ist ein verzweifeltes Anrennen beider Teams ohne jegliche Struktur mehr, ohne Spielfluss. Die Spanier scheinen noch den etwas längeren Atem zu haben. Insgesamt wäre ein Sieg der Iberer durchaus verdient. Aber we fragt danach, wenn es zum Elfmeterschießen kommt?

[23h03] Nettes Bild vom Guardian.

[23h01] Es ist auch noch Zeit für einen Sonntagsschuss.

[22h58] Wechsel Italien: Del Piero für Alberto Aquilani. Die 108. Minute könnte vielleicht noch wichtig werden, vielleicht.

[22h54] Spanien – Italien 0:0 nach 105 Minuten So munter die ersten Minuten der Verlängerung waren, so trist und einfallslos war die Partie danach. Die Spieler sind platt, keine Ideen mehr, Italien macht gar nichts mehr. Können wir nicht gleich zum Elfmeterschießen fortschreiten?

[22h49] Der traumhafte Sonnenuntergang und der leicht rötlich gefärbte Himmel, den ich von meinem Balkon aus sehen kann, entschädigen etwas. Mitunter schaue ich da länger darauf als auf den Fernseher.

[22h44] Aber auch die Italiener mit einem wunderschönen Konter über di Natale, Grosso, aber Marchena vor Toni am Ball. Im Anschluss Kopfball von di Natale, den Casillas über die Latte lenkt. Kleine Druckphase der Blauen.

[22h42] Beste Chance für Spanien, als Italien im Sekundenschlaf ist. Fabregas Schuss wird geblockt, den Abpraller setzt Silva ganz knapp neben das Tor. Da wäre Buffon nicht mehr rangekommen. Spanien mit dem besseren Start in die Verlängerung.

[22h40] Weiter geht es. Weiter, immer weiter.

[22h38] Und im Stadion wird “Let Me Entertain You” gespielt, wie passend.

[22h35] Spanien – Italien 0:0 nach 90 Minuten Gellendes Pfeifkonzert von den Zuschauern. Zu Recht. Über 90 Minuten gesehen ein furchtbares Spiel. Italien über weite Strecken mit einem “Anti-Fußball”, der eigentlich verboten gehört. Spanien bemüht, druckvoller, zwingender, aber ohne die Cleverness im Abschluss. Also Verlängerung.

[22h32] Drei Minuten Nachspielzeit. Wofür das denn bitte? Verstehe das einer wer will.

[22h29] Erste Aktion von Guiza. Nach Flanke von Villa nimmt der Spieler von Real Mallorca den Ball aber per Hand mit, wäre aber sowieso an Buffon gescheitert. Zwei Minuten noch [und leider noch ein paar mehr]

[22h26] Wechsel Spanien: Daniel Guiza für Fernando Torres. Mutige Entscheidung, weil Torres eigentlich noch am besten spielte.

[22h22] Spanien baut noch einmal Druck auf, Senna mit Distanzschuss aus 30 Metern, Buffon rollt der Ball durch die Arme – an den linken Pfosten.

[22h21] Cesc Fabregas vor den Augen von Trainer Wenger mit einer unterirdischen Leistung nach seiner Einwechselung, kaum Kreativität. Man sieht ihn nur beim Ausführen von Eckbällen. Etwas mehr als 10 Minuten noch, aber das geht hier straight auf Verlängerung. Leider, denn eigentlich kann man dieses Spiel nicht länger anschauen, so schlecht ist es mittlerweile.

[22h16] Wechsel Italien: di Natale für Cassano.

[22h13] David Villa rutscht bei einem Angriff im Strafraum weg und sieht gelb wegen Schwalbe. Herb hatte auch schon bessere Tage. Etwas mehr als 15 Minuten noch in Wien, Italien etwas bemühter, man spielt häufiger über die Mittellinie, aber Toni ist entweder glücklos im Abschluss oder bekommt kein verwertbares Zuspiel. Und es ist mucksmäuschenstill im Stadion.

[22h10] Statistik der BBC: “Italy have been involved in more goalless draws at European Championships than any other team, with six from 26 games.” Das Spiel ist weiterhin eine ganz zähe Angelegenheit.

[22h02] Wow. Beste und erste Chance für die Italiener, ein bisschen Chaos, die Italiener gewinnen ein paar Kopfballduelle, Casillas will Toni den Ball wegschnappen, kommt aber zu spät, ist aber dennoch rechtzeitig zurück um den Schuss von Perrotta gerade so von der Linie zu klären. Zum ersten Mal die Defensive der Spanier etwas unsortiert.

[22h01] Wechsel Spanien: Fabregas für Xavi und Santi Cazorla für Iniesta

[21h59] Wechsel Italien: Camoranesi für Perrotta

[21h57] Offensive bei den Spaniern. Nach einer Ecke Fernschuss von Marchena aus 30 Metern, weit über das Tor in Richtung Donauprommenade.

[21h55] Das Spiel ist nicht wirklich besser geworden, Italien in der Offensive weiter völlig von der Rolle, Spanien im Angriff bemüht mit einem starken Silva und einem beweglichen Fernando Torres, aber hilflos was den finalen Pass und das kreative Moment angeht, aber immerhin kann man da so etwas wie einen durchdachen Ansatz sehen. Den Italienern ist sowas auf irgendeinem Alpenpass wohl abhanden gekommen.

[21h53] Beim Live-Blogging der BBC wird Herbert Fandel übrigens nur noch “Herb” genannt.

[21h47] Ohne Wechsel geht es weiter mit der zweiten Hälfte.

[21h33] Jaja, eine politische Nachrichtensendung. In Simbabwe kapituliert die Opposition, Isreal öffnet Grenzübergänge etc. etc. Und wir erfahren als Topmeldung, dass das deutsche Team wieder trainiert. Morgen dann der Aufmacher: Bei Jens Lehmann wurden auf dem Zimmer die Handtücher nicht getauscht. Bin fassungslos.

[21h31] Halbzeit Spanien – Italien 0:0 Zum Glück ist Pause. Spanien überlegen gegen ganz schwache Italiener. Viel magere Kost auf beiden Seiten, allerdings haben die Spanier ein paar Mal gezeigt, wie diese Abwehr zu knacken ist. Das sah teilweise nach richtig gutem Fußball aus, zudem hatte man ein bisschen Pech mit den Schiedsrichterentscheidungen. Insgesamt kann das Spiel nur besser werden, wenn auch die Italiener mal konsequent an diesem Spiel teilnehmen wollen.

[21h29] Und Bela Rethy spricht von der “Siegermentalität” der Italiener. Guten Abend, Herr Rethy, welches Spiel sehen Sie denn?

[21h26] Wahnsinn, mehr als klares Foul von Grosso an Silva am linken Strafraumeck, Fandel hat freie Sicht und lässt weiterspielen. Unfassbar. Passt sich dem schlechten Niveau an.

[21h22] Großes Fleißkärtchen für Silva, der jetzt vermehrt über rechts kommt, nach links Richtung Strafraum zieht und humorlos abzieht, Ball geht ganz knapp am rechten Pfosten vorbei. Klares Chancenplus für Spanien, wenngleich es keine hochkarätigen Aktionen waren.

[21h20] Für die Angriffe der Italiener muss man als Entschädigung eigentlich morgen bei der Pizzaria um die Ecke die Nudeln umsonst bekommen. Grausam, grausam, grausam.

[21h16] Silva ist einer der wenigen positiven Erscheinungen auf dem Spielfeld, spielt druckvoll und hat vor allem ein gutes Auge für den Mitspieler. Eben aber eine Einzelaktion, Schuss aus 20 Metern, Buffon taucht ab und kann ohne Probleme den Ball festhalten. Spanien mit der ersten Ecke in diesem Spiel.

[21h10] Das was die Italiener in der Offensive zeigen, ist mit Abstand das Schlechteste, was ich bei dieser EM bisher gesehen habe. Da kommt kein Pass an, da stimmen die Laufwege nicht, da gibt es schlicht kein Konzept. Von einem Weltmeister darf man sicherlich mehr erwarten.

[21h08] De Rossi räumt Villa 20 Meter vor dem Strafraum um, bekommt aber keine gelbe Karte, wer weiß warum der Pianist die stecken ließ. Den Freistoß hält Buffon sicher. Eine der ganz wenigen Torchancen in diesem Spiel.

[21h01] Ambrosini foult Villa im Strafraum, der Spanier bleibt mit Schmerzen liegen, Fandel lässt weiterspielen, obwohl es meiner Meinung nach durchaus Elfmeter hätte geben können. Spanien wird etwas aktiver, versuchen mehr über die Flügel zu spielen. Italien weiter mit “Anti-Fußball” par exellance.

[20h58] Das könnte ein ganz zäher Abend werden, weil Italien hier gar nichts macht, lässt Spanien kommen, denen fällt aber offensiv noch nicht das richtige Rezept ein um den italienischen Abwehrriegel zu knacken. Silva hatte vor ein paar Minuten eine ganz gute Chance, sein Schuss wurde aber geblockt. Spanien scheut es noch (verständlicherweise) mehr Risiko zu gehen, fürchtet man schnelle Gegenangriffe der Italiener.

[20h51] Die ersten paar Minuten sind absolviert, Italien steht unglaublich tief, fast mit zwei Viererketten vor dem eigenen Strafraum, überlassen den Spaniern das Mittelfeld, greifen dann aber konsequent und effektiv an, sodass die Spanier noch nicht gefährlich vor das Tor von Buffon kamen.

[20h45] Spanien mit Anstoß, spielen in den roten Triktos von links nach rechts in der ersten Hälfte.

[20h42] Königliche Unterstützung für die Spanier. Prächtige Stimmung, ein buntes Miteinander im Stadion.

[20h40] So, die Nationalhymnen, einmal mit Text und einmal ohne.

[20h36] BBC Five Live sieht einen kleinen Vorteil für die Spanier. Sehen mit Villa und Torres die etwas stärkere Sturmspitze, die von der Abwehrschwäche der Italiener in der Abwesenheit von Cannavaro profitieren könnten.

[20h32] BBC Five Live ist jetzt live im Stadion in Wien, die Reporter berichten, dass es immer noch unglaublich warm ist, aber keine schwüle Luft, sondern ein wunderbarer trockener Sommerabend.

[20h27] Wien meldet um 20h00 noch fast 30 Grad bei leicht bewölktem Himmel. Es soll auf alle Fälle trocken bleiben.

[20h23] Es wird zahlreich gebloggt heute Abend. Kai bei allesaussersport, beim EM-Blog und auch der Stadtneurotiker ist live dabei.

[20h20] Die Aufstellungen im Ernst-Happel-Stadion zu Wien

Spanien: CasillasSergio Ramos, Marchena, Puyol, CapdevilaIniesta, Senna,  Xavi, SilvaVilla, Torres

Italien: BuffonZambrotta, Panucci, Chiellini, GrossoAquilani, de Rossi, AmbrosiniPerrottaToni, Cassano

Die Spanier knüpfen zumindest mit der Aufstellung an die beiden ersten erfolgreichen Spiele aus der Gruppenphase an, da gibt es keine Veränderungen. Bei den Italienern gibt es zwei Wechsel. Gattuso und Pirlo fehlen beide gelbgesperrt, dafür rückt Perrotta hinter die Spitzen, die Toni und Cassano heißen.

[20h12] Spanien hat Italien seit 88 Spielen nicht besiegen können, wenngleich die Spanier seit neun Pflichtspielen ungeschlagen sind. Das letzte Mal, das man neun Spiele am Stück gewinnen konnte, war im Jahre 1927. Das 10. Spiel ging dann verloren – gegen Italien. Der Trainer der Furia Roja, Luis Aragonés, geht dementsprechend mit ein bisschen Trotzigkeit in diese Partie: “Das Team ist überzeugt, dass es gewinnen kann. Sie werden 110% geben. Ich weiß, dass wenn mein Team auf dem Spielfeld sterben muss, werden sie es tun.”

[20h04] Sid Lowe, der spanische Fußball-Korrespondent des Guardian, hat im EM-Podcast davon berichtet, dass die Spanier mit sehr viel Respekt in diese Begegnung gehen. Schaut man sich die aktuelle Form bei dieser EM an, muss man das nicht unbedingt erwarten. Viel mehr die Vergangenheit dürfte daran schuld sein. Zu oft haben die Spanier in der Vorrunde überzeugt um dann in der KO-Runde sang- und klanglos auszuscheiden. Nun also gegen Italien. Das Team von Roberto Donadoni zuletzt mit ansteigender Form im Spiel gegen Frankreich, gleichzeitig haben die Spanier im letzten Gruppenspiel gegen Griechenland nicht gerade überzeugen können. Und nach dem Gesetz dieser Viertelfinale bisher dürfte Italien weiterkommen, das Team also, das erst etwas später in Form kam und als Zweitplatzierter in dieses Viertelfinale geht. Gleichzeitig gilt aber auch: Spanien hat absolut das Potential die Italiener, gerade auch mit der etwas wackligen Abwehr, aus dem Turnier zu werfen.

[19h58] Dieser UN-Kindergarten beim ZDF beinhaltet mehr politische Sachverhalte als diverse Heute-Journal-Sendungen der letzten Tage. So, kommen wir zum Sportlichen.

[19h55] Während die drei Fragezeichen auf der Seebühne in Bregenz krampfhaft mal versuchen ein Ausrufezeichen in Sachen qualitativer Berichterstattung zu setzen, groove ich mich langsam bei der BBC auf das letzte Viertelfinale dieser Europameisterschaft ein. Spanien gegen Italien steht auf der Dessertkarte.