Beiträge vom 29. August 2008

Premier League 2008/2009 Preview 3. Spieltag – Whinging Hammers

Freitag, 29. August 2008 21:05

Neuer Spieltag, neues Glück in der englischen Premier League an diesem Wochenende. Der dritte Spieltag steht an – und wir haben den ersten richtigen Krisenherd, oder zumindest ist dass Potential für die erste Trainerentlassung in der Premier League nicht mehr ganz so weit. Bei West Ham United hängt mal wieder – nett formuliert -  der Haussegen schief. Hinter verschlossenen Türen scheint es aber viel mehr zu sein. Sollten die Hammers nicht ganz schnell in die Erfolgsspur zurückfinden, dürften die Tage von Trainer Alan Curbishley ganz schnell gezählt sein. Die Hammers gewannen zwar ihr erstes Saisonspiel gegen Wigan Athletic, gingen dann am vergangenen Wochenende aber mit 0:3 bei Manchester City unter. Das scheint alles nicht weiter schlimm. Doch die Situation wurde immer brenzliger unter der Woche. Mittwochmittag geben die Hammers bekannt, dass Verteidiger Anton Ferdinand den Verein in Richtung Sunderland verlässt. Knapp 12 Millionen Euro kassieren das Team aus dem Osten Londons dafür. Im Vereinsforum bricht daraufhin der Trubel aus. Fans beschimpfen den Verein und den Trainer, sind völlig fassungslos, dass ein Schlüsselspieler der Hammers einfach so verkauft wird. Wohl gemerkt auch, weil die Hammers bis dato überhaupt keinen Ersatz für Ferdinand auf dem Radar haben. West Ham United hat nicht einen prominenten Neuzugang diese Saison verpflichtet, mit Bobby Zamora und jetzt Anton Ferdinand aber zwei ehemalige Leistungsträger verloren. Diskussionen über die finanzielle Situation von West Ham kamen wieder auf die Tagesordnung. Tenor der Fans: Trainer Alan Curbishley hat nicht den Überblick über die Mannschaft, hätte einem Transfer von Ferdinand nach Sunderland niemals zustimmen dürfen. Der Ärger unter den Fans also groß. Am Abend kommt es im Upton Park in der zweiten Runde des Carling Cup zum Heimspiel gegen den Viertligisten Macclesfield. Die Hammers liegen nach völlig indiskutabler Leistung zur Halbzeit mit 0:1 zurück – und dann entlädt sich die Wut der Fans. Bereits zur Pause wird das Team und Trainer Curbishley gnadenlos ausgepfiffen und verhöhnt. Das ganze setzt sich über weite Teile der zweiten Hälfte vor. Am Ende gewinnt man nach Verlängerung mit 4:1. Die Fans pfeifen weiter. Im Prinzip ist es wie immer bei den Hammers. Eine Kleinigkeit wird zur Staatsaffäre aufgebauscht, völlig ungeplant kommen weitere Zutaten hinzu und schon hat man eine kleine handfeste Krise im Verein. Dabei ist im Prinzip außer dem Transfer von Anton Ferdinand nichts passiert. Ich weiß nicht, wie die Fans der Hammers reagieren, wenn sie mal in akuter Abstiegsgefahr sind. Klar dürfte aber auch sein, dass Alan Curbishley auch sehr genau schaut, wie lange er sich das noch antuen will. Denn eine Chance wirklich in Ruhe zu arbeiten hat Curbishley bei West Ham nie bekommen. Irgendwo schwebte immer ein kleines Damoklesschwert. Die Fans fordern seinen Rücktritt und wünschen sich Slaven Bilic als Nachfolger. Wie hat Sean Ingle vom Guardian vor zwei Jahren so wunderbar geschrieben: Football fans are idiots.

West Ham United – Blackburn Rovers

Aber nicht nur für Alan Curbishley ist es ein ganz besonderes Spiel, sondern auch für seinen Trainerkollegen gegenüber. Paul Ince kommt an seine alte Wirkungsstätte. Von 1985 bis 1989 war Ince Spieler bei West Ham United. Zwei Trainer also im Blickpunkt – und ein ganz wichtiges Spiel. Die Hammers können wieder auf die Dienste von Lucas Neill und George McCartney setzen, auch Craig Bellamy scheint zumindest wieder im Kader zu sein. Mit einem Sieg würde West Ham an den Rovers vorbeiziehen – und Alan Curbishley kann wieder etwas ruhiger arbeiten. Bis zum nächsten Spiel.

FC Everton – FC Portsmouth

Klingt von den Namen her wie ein echtes Spitzenspiel, die bisherigen Leistungen in dieser Saison geben aber keinen Anlass dazu diese Begegnung als solche zu titulieren. Everton verlor die Auftaktpartie gegen Blackburn und kam nur zu einem mühevollen Auswärtssieg bei West Bromwich Albion. Für Portsmouth setzte es Niederlagen gegen Chelsea und Manchester United. Klar ist das ein schweres Auftaktprogramm, aber Sorgen macht auch nicht, dass die Südküstler verloren haben, sondern eher dass wie sie verloren haben. Keine Harmonie zwischen Defoe und Crouch im Sturm und praktisch kein Durchsetzungsvermögen auf den Außenpositionen. Aber gehandelt haben bisher nur die Toffees. Heute wurde der Transfer von Louis Saha bekannt gegeben, bereits gestern konnte man den Equadorianer Segundo Castillo von Roter Stern Belgrad verpflichten. Beide stehen am Sonntag aber noch nicht auf dem Platz. Bei Portsmouth sind die Einsätze von Defoe und Jerome Thomas fraglich. Dem Team von Harry Redknapp fehlen zudem Glenn Little, Kanu und David Nugent. Sollten die Südküstler verlieren, wäre es der schlechteste Saisonstart in der Vereinsgeschichte.

Bolton Wanderers – West Bromwich Albion

Ein Saisonsieg gegen kein Saisonsieg. Der Aufsteiger hat bisher kein Bein in die Premier League stellen können. Man zeigt noch zu viel Respekt, traut sich zu wenig zu. Die zweite Hälfte gegen Everton hat gezeigt, dass spielerisches Potential durchaus vorhanden ist. Jetzt wirft man vorerst den letzten Hoffnungsanker ins Fahrwasser. Borja Valero, Mittelfeldspieler von Real Mallorca, macht sein Debüt. Der Transfer hat die Baggies gut 7 Millionen Euro gekostet, insgesamt hat West Bromwich Albion 30 Millionen Euro auf dem Transfermarkt investiert. Nur mal so um die Rahmenbedingungen abzustecken. Aufsteiger in die Premier League, 30 Millionen Euro in die Hand genommen. Heißt konkret aber auch, dass da von den Ergebnissen und der Spielweise etwas mehr kommen muss. Bei Bolton ist Gary Cahill gesperrt, die Wanderers müssen zudem auf Stürmer Johan Elmander verzichten.

Hull City – Wigan Athletic

Das ist ein durchaus sehr reizvolles Spiel. Hull City ist bisher die Überraschung in dieser Saison. Ein Sieg und ein Remis bedeuten momentan den vierten Tabellenplatz und damit bester Aufsteiger. Und wenn man wirklich den Klassenerhalt schaffen will, dann sind Heimsiege gegen Teams wie Wigan zwingend notwendig. Die Gäste aus dem Nordosten Englands stehen ihrerseits aber auch schon etwas unter Druck. Zwei Niederlagen, zuletzt aber ansteigende Form gegen den FC Chelsea. Die Begegnung ist auch so reizvoll, weil sie auf Augenhöhe stattfindet. Hull City hat gezeigt, dass man zuhause gewinnen kann, Wigan hat unter der Woche im Carling Cup mit einem 4:0 gezeigt, dass man auch offensiv schlagkräftig ist. Bei Wigan kehrt Henri Camara in die Startelf zurück.

FC Middlesbrough gegen Stoke City

Und dann gibt es noch ein zweites Duell auf Augenhöhe. Beide Teams haben drei Punkte, wenngleich Middlesbrough ein bisschen unter Wert letzte Woche an der Anfield Road geschlagen wurde. Das Team von Gareth Southgate ist aber trotz des 1:2 gegen Liverpool gut in die Saison gestartet. Auch der Sieg gegen Tottenham hat gezeigt, dass man sich spielerisch und auch taktisch verbessert hat. Dementsprechend zufrieden zeigt sich auch Southgate, warnt aber auch vor Stoke City. Eine Personalie wird derzeit heiß diskutiert in Middlesbrough, nämlich die von Mido. Southgate möchte, dass Mido beim Verein bleibt, kann ihm aber keine Stammplatzgarantie geben. Die will der Ägypter aber haben.

Manchester United – FC Fulham

Weil Manchester United am Freitagabend im UEFA Super Cup gegen Zenit St. Petersburg gespielt hat, entfällt diese Partie. Ein Termin für das Nachholspiel steht noch nicht fest.

FC Arsenal London – Newcastle United

Premiere live ab 18h25; Kommentar: Andreas Renner

Die Gunners sind schon so ein bisschen wieder die Wundertüte. Nach dem enttäuschenden Auftritt gegen den FC Fulham folgte ein durchaus souveränes 4:0 gegen Twente Enschede in der CL-Quali. Vor allem ein Mann machte wieder den Unterschied. Cesc Fabregas stand erstmals nach seiner Verletzung für 70 Minuten in der Startelf und gab dem Mittelfeld wieder mehr Tempo und Ballzirkulation. Doch, was tun, Herr Wenger, wenn Cesc Fabregas wieder ausfällt? Der Franzose soll laut Angaben vom Arsenal-Chef Danny Fizsman 30 Millionen Pfund für neue Spieler zu Verfügung haben. Fizsman: “If he said ‘I want this guy and he is 30 Million Pounds worth, can I buy him?’ the answer is yes. Absolutely yes.” Doch Wenger scheint nicht zu fragen. Nun am Samstag in der Liga also gegen die Magpies, die ihrerseits ganz gut gestartet sind. Dem Remis gegen ManU folgte ein Sieg gegen Bolton. Die Handschrift von Kevin Keegan scheint lesbarer zu sein als letzte Saison. Bei den Gunners wird Mikael Silvestre noch nicht spielen, der Einsatz von Nasri ist aufgrund einer Viruserkrankung fraglich. Bei Newcastle fehlen gleich einige Stammkräfte, unter anderem Geremi, Mark Viduka, Damien Duff und Obafemi Martins.

FC Chelsea – Tottenham Hotspur

PREMIERE live, Sonntag ab 14h25; Kommentar: Marc Hindelang

Das zweite Londoner Derby diese Saison wird zum Aufeinandertreffen der Gegensätze. Chelsea ist optimal gestartet, zwei Siege, 5:0 Tore. All das kann man von den Tottenham Hotspur nicht behaupten. Vor der Saison wurden wieder die großen Erwartungen aus der Schatztruhe geholt, man träumt vom CL-Quali Platz – und zum Auftakt gab es dann erstmal zwei Niederlagen, gegen Middlesbrough und zuhause gegen Sunderland. Tottenham scheint die Berbatov-Saga doch mehr zu belasten als gedacht, von daher ist es unverständlich, dass dieser Eiertanz seitens der Spurs nicht beendet wird. Trainer Juande Ramos hat Berbatov am vergangenen Wochenende aus dem Kader geschmissen, in den nächsten Stunden soll es Gespräche zwischen den Spurs und Berbatovs Berater geben. Derweil gibt Sir Alex aus Monte Carlo zu Protokoll, dass ein großer Transfer immer unwahrscheinlicher wird. To be continued.

FC Sunderland – Manchester City

Manchester City ist weiter aktiv auf dem Transfermarkt. Mitte der Woche kam Shaun Wright-Philipps vom FC Chelsea, zudem steht man kurz vor einer Verpflichtung von Pablo Zabaleta von Espanyol Barcelona. Der argentinische Olympiasieger soll 10 Millionen Euro Ablöse kosten. Auch die Black Cats von Roy Keane haben ja kräftig investiert, zuletzt mit Anton Ferdinand von West Ham. Sunderland hat mittlerweile eine ganz gute Basis gefunden, da machen sich die Neuzugänge bemerkbar.

Aston Villa – FC Liverpool

PREMIERE live, Sonntag ab 16h55; Kommentar: Oliver Seidler

Liverpool hat bisher vier Pflichtspiele gemacht in dieser Saison, drei Siege, ein Remis. Perfekt könnte man sagen, aber bei den Reds liegt noch vieles im Argen. Was sich im Hinspiel in Lüttich bezüglich fehlender spielerischer Kreativität angedeutet hat, hat sich bis jetzt wie ein roter Faden durch den Saisonauftakt gezogen. Qualität ist es dann immer noch, wenn man Spiele in der 94. und 118. Minute zu seinen Gunsten entscheiden kann. Aber beliebig oft kann man das nicht forsetzen. Bei Liverpool wird Steven Gerrard fehlen.

Alles weitere zu den Sonntagspielen im Live-Blogging ab 14h00.

Thema: Premier League | Kommentare (0) | Autor: medispolis

US-Wahl 2008 TV-Tipp: McCain revealed

Freitag, 29. August 2008 17:51

Vor knapp zwei Stunden hat der designierte Präsidentschaftskandidat der US-Republikaner, John McCain, seine Kandidatin für den Vize-Präsidenten benannt: Sarah Palin, Gouverneurin von Alaska.

Am kommenden Montag beginnt dann der viertätige Parteitag der US-Republikaner in Minneapolis/St. Paul. Dann steht der Kalte Krieger (SPIEGEL) im Mittelpunkt der Weltöffentlichkeit. Anlässlich dieses Ereginisses hat CNN eine Dokumentation über das private und politische Leben von John McCain erstellt. Alle wichtigen Stationen seines Lebens werden beleuchtet und mit persönlichen Einschätzungen von ihm ergänzt.

“It’s a life already made for the movies. He survived a plane crash during flight school, a catastrophic fire on a U.S. naval ship, and five years as a prisoner of war (P.O.W.) in Vietnam. Politically, he’s considered a self-styled maverick.”

McCain revealed am morgigen Samstag um 16h00 und 21h00 auf CNN.

Thema: TV und Radio, US Wahl 2008 | Kommentare (0) | Autor: medispolis

UEFA-Cup 2008/2009 – Auslosung der 1. Runde

Freitag, 29. August 2008 12:44

[Anmerkungen zur Auslosung gibt es weiter unten]

[13h50] Die Begegnungen in der 1. Runde im UEFA-Cup 2008/2009

  • AC Mailand – FC Zürich
  • FC Timisoara – Partizan Belgrad
  • Hertha BSC Berlin - St. Patrick’s Athletic
  • Bonik Ostrau – Spartak Moskau
  • Metalist Kharkov – Besiktas Istanbul
  • FC Portsmouth – Vitoria Guimaraes
  • Kayserispor – Paris St. Germain
  • FC Sevilla – FC Salzburg
  • VFL Wolfsburg – Rapid Bukarest
  • Sampdoria Genua – FBK Kaunas
  • Maritimo Funchal – FC Valencia
  • Dinamo Zagreb – Sparta Prag
  • Manchester City – Omonia Nikosia
  • Young Boys Bern – FC Brügge
  • AS Nancy – FC Motherwell
  • FC Everton – Standard Lüttich
  • SSC Neapel – Benfica Lissabon
  • AC Bellinzona – Galatasaray Istanbul
  • NEC Nijmegen – Dinamo Bukarest
  • Racing Santander – FC Honka Espoo
  • Hapoel Nikosia – FC Schalke 04
  • Litex Lovech – Aston Villa
  • Austria Magna Wien - Lech Posen
  • Vitoria Setubal – SC Heerenveen
  • SK Brann Bergen – Deportivo La Coruna
  • Slavia Prag – SC Vaslui
  • Slaven Koprivnica – ZSKA Moskau
  • Bröndby Kopenhagen – Rosenborg Trondheim
  • Cherno More Varna – VfB Stuttgart
  • Stade Rennes – FC Twente Enschede
  • Ajax Amsterdam – FC Borac
  • Tottenham Hotspur – Wisla Krakau
  • FC Kopenhagen – FC Moskau
  • MSK Zilina – Levski Sofia
  • Borussia Dortmund – Udinese Calcio
  • SC Braga – Artmedia Petrzalka
  • Feyenoord Rotterdam – Kalmar FF
  • Hamburger SV – Unirea Urziceni
  • Hapoel Tel Aviv – AS St. Etienne
  • FC Nordsjälland – Olympiakos Piräus

[13h49] Ansonsten: Viele Partien hauen mich da echt nicht vom Hocker. Am ehesten noch der SSC Neapel gegen Benfica Lissabon. Stade Rennes gegen Twente dürfte ganz interessant werden. Erneute Probe für Steve McClaren als Vereinstrainer in Holland. Auf Augenhöhe und durchaus attraktiv sehe ich auch die Partie zwischen Tel Aviv und St. Etienne.

[13h43] Die englischen Teams haben ganz unterschiedliche Aufgaben. Der FC Everton gegen Standard Lüttich ist schon nach den Eindrücken der Belgier gegen Liverpool eine echte Hausnummer. Das wird alles andere als ein Selbstläufer. Wenn Portsmouth in der Form so weiterspielt wie bisher, muss man sich auch Sorgen machen, ob man gegen Vitoria Guimaraes die nächste Runde erreicht. Aston Villa, Manchester City und die Spurs haben alle mehr als machbare Aufgaben.

[13h39] Die deutschen Teams haben unterschiedliche Aufgaben. Hertha BSC, der Hamburger SV, der VFB Stuttgart und Schalke 04 haben einfache Aufgaben. Das darf kein Problem sein. Dortmund mit der Partie gegen Udinese und Wolfsburg mit dem Spiel gegen Rapid Bukarest habe da schon schwerere Aufgaben, zumal man zuerst zuhause antritt.

[13h02] Wie immer das übliche langweilige Prozedere: Begrüßung, Rückblick auf die Saison, Erklärung der Formalia. Alles wenig spektakulär.

[12h57] Das Losverfahren ist soweit ganz einfach. Es gibt acht Gruppen à 10 Mannschaften, von denen fünf gesetzt sind und fünf ungesetzt. In den jeweiligen Gruppen spielt dann ein gesetzes gegen ein ungesetztes Team. Mannschaften aus dem gleichen Land dürfen nicht aufeinandertreffen. Gespielt wird im Hin-und Rückspiel. Wer zuerst gezogen wird, hat Heimrecht im Hinspiel. Wie die einzelnen Gruppen zustande gekommen sind, lassen wir hier mal weg.

[12h51] Sechs deutsche Mannschaften sind dabei: Hertha BSC Berlin, Borussia Dortmund, Schalke 04, der VfB Stuttgart, der Hamburger SV und der VFL Wolfsburg. Ansonsten ist das Teilnehmerfeld von der Qualität breit gestreut, reicht vom AC Mailand, dem FC Sevilla und Benfica Lissabon bis zum SC Vaslui oder Cherno More Varna.

[12h48] Sehe gerade, dass Eurosport auch einen Livestream anbietet. Die UEFA bietet wieder die interaktive Grafik an.

[12h45] Guten Tag zusammen. In einer Viertelstunde wird die erste Runde im UEFA-Cup ausgelost. Für mich immer auch ein bisschen Geografiestunde und das Kennenlernen neuer Mannschaftsnamen, wobei diesmal auch sehr viel lukrative Teams dabei sind. Eurosport überträgt ab 13h00 live.

Thema: Fußball, Live-Blog | Kommentare (0) | Autor: medispolis

Democratic National Convention 2008: Rede von Barack Obama im INVESCO Field

Freitag, 29. August 2008 2:54

[05h20] Es war vor allem eine tolle Kulisse für eine solche Veranstaltung. Oder wie Hubertus Heil es via twitter bezeichnet hat: “Musik und Tanz. Mehr los als bei Pink Floyd Konzerten.” So denn. Einen angenehmen Start in den Freitag. Bis dahin.

[05h17] Es war eine gute Rede. Nicht zu vergleichen mit der Berlin-Rede, weil eben ein ganz anderer Themenschwerpunkt und andere Adressaten. Diesmal kam es auch auf Details an, auf politischen Programme. Es mussten mehr als nur Grundsätze angeboten werden. Das ist gelungen. Jetzt muss man schauen, ob das auch die unentschlossenen Wähler für ihn und seine Politik begeistert hat. Bei den Leuten, die Sky News interviewt, Begeisterung über alle Gesichter. Aber das dürfte klar sein. Aber wenn jetzt an den Fernsehbildschirmen Menschen vielleicht nochmal über ihre Entscheidung eventuell McCain zu wählen nachdenken, wenn Unentschlossene mehr zu Obama tendieren, dann hat er sein Ziel erreicht. Mal schauen, was die Umfragen der nächsten Tage ergeben.

[05h14] Wenn man so will, war die Rede also ein Kompendium aus drei Teilen. Das Scheitern der republikanischen Partei dokumentieren, seine Politik vorstellen, eingerahmt von den Basics, die die USA wieder redefinieren müssen. Von den Gedanken und den Idealen, die Amerika nach vorne gebracht haben und die immer wieder gerne unter dem Stichwort “American Promise” zusammengefasst werden.

[05h12] Und Sky News wieder ganz groß, schnappt sich vorbeilaufende Leute. “Hi, we are from Sky News, from London, England.”

[05h10] Und all diese politischen Grundsätze waren eingerahmt in sehr persönliche Gedanken, in einer Reflexion seines eigenen Lebens, seiner bisherigen Erfahrungen und Erlebnisse in Amerika. Immer wieder erinnerte er an den American Promise, an Wertvorstellungen, an Ideale, die es wieder herzustellen gelte. Er erinnerte an das Schicksal, an die Probleme und Schwierigkeiten ganz normaler amerikanischer Bürger und verband diese mit seinen konkreten politischen Vorstellungen. Obama wollte klar machen, dass er wisse, was die Leute im Land bewegt. McCain doesn’t get it, seine Botschaft.

[05h07] Und dann kam quasi als Gegenüberstellung, als Kontrast sein Wahlprogramm. Steuererleichterungen, neue Jobs schaffen, eine allgemeine Krankenversicherung, Investitionen in neue Energien, verantwortungsvolles Ende des Irak-Krieges und einer Stärkung der militärischen Präsenz in Afghanistan.

[05h03] “Own your failure.” Gestehe dein Scheitern ein. Barack Obama hat es in dieser Rede geschafft die Politik der Republikaner und von John McCain zu kritisieren – und zwar auf sehr geschickte Weise. Hat die Verdienste von John McCain anerkannt und gelobt um dann loszuscheißen gegen die Politik des Kontrahenten. Ob Außenpolitik, Steuerpolitik, Umwelt, Wirtschaft, Gesundheit und Gesellschaft – überall hat er Kritikpunkte gefunden.

[04h58] Die Sonne ist mittlerweile untergegangen, Flutlicht ist an. Die Obama-Familie kommt aufs Podium. Feuerwerk geht los. Joe Biden und seine Frau schließen sich an. Blitzlichtgewitter von den Fotografen und den Zuschauern. Beeindruckende Atmosphäre.

[04h55] America, we cannot turn back. We cannot walk alone. Let us keep the American Promise. Und das waren dann 50 Minuten Barack Obama. Die Masse jubelt.

[04h53] Militär macht uns nicht stark, Geld macht uns nicht reicht, Bildung macht uns nicht schlau. Es ist der American Promise, der Amerika stark, reich und schlau macht. Unsere alle Träume können einer sein.

[04h51] “This election has never been about me, it is about you.” Großartiger Satz. Wechsel kommt nicht aus Washington, sondern nach Washington.

[04h49] Nächstes Thema Gesellschaftspolitik: Keine Diskriminierung für gleichgeschlechtliche Paare, die Anzahl ungewollter Schwangerschaften verringern, das Waffenrecht verschärfen.

[04h46] Patriotism has no party. Er liebe dieses Land. Und da sind sie wieder diese Sätze, diese Aufzählung. Soldiers have not served a Blue America or a Red America, they have served the United States of America. I have news for you, John McCain. We all put our conutry first.

[04h44] Er erinnert an die große Tradition von demokratischer Außenpolitik. Niemand solle ihm sagen, dass Demokraten Amerika nicht beschützen können. Er will den Krieg im Irak beenden – und zwar verantwortungsvoll -  und das Engagement in Afghanistan verstärken. Er will das morale Standing und Ansehen Amerikas in der Welt wieder herstellen.

[04h40] Nächstes Thema Außenpolitik. Den American Promise nicht nur in den USA wieder herstellen, sondern auch in der gesamten Welt. Obama ist bereit für eine Auseinandersetzung mit John McCain über Außenpolitik. Er erinenert an das Versagen von McCain für den Irak-Krieg gestimmt zu haben. John McCains Außenpolitik macht Amerika nicht sicher. Mc Cain verfolge Ideen der Vergangenheit. Man verhindere nicht den Terrorismus, indem man den Irak angreift.

[04h37] Jeder soll sich eine Ausbildung am College leisten können, Krankenversicherung für alle. Soziale Sicherheit soll auch für zukünftige Generationen ermöglicht werden. Gleiche Arbeit soll gleichen Lohn hervorbringen. All dies kostet Geld. Das wisse Obama. Aber Schulden müssen ebenfalls abgebaut werden.

[04h34] Nächstes Thema Energiepolitik: Vom Öl unabhängig machen, in umweltverträgliche Kohlekraftwerke investieren, Wind- und Solarenergie sollen ausgebaut werden, diese Technologien sollen neue Jobs schaffen. Föderung der Technik für umweltverträgliche Autos. Und Zuschüsse für Familien, die sich solche Autos kaufen. Gute Umweltpolitik brauche Anreize, dass sie auch genutzt wird.

[04h32] Einige Gedanken zum American Promise verbunden mit klaren politischen Botschaften: Ausbau von Schulen, Bildung auch für Ärmere. Die Regierung in Washington dürfe nicht gegen die Menschen, sondern für die Menschen arbeiten. Jetzt wird es ganz konkret: Steuererleichterungen für Reiche zurücknehmen, Steuererleichterungen für Firmen, die in den Mittelstand, Steuererleichterungen um 95% für Familien. In 10 Jahren ist Amerika unabhängig von Öl aus dem Nahen Osten – sein Wahlversprechen, wenn er Präsident wird.

[04h30] Wie immer bringt Obama Fallbeispiele aus seiner Familie und seiner nähreren Umgebung, aus seinem Leben. Die Beispiele sollen zeigen, welche Probleme Amerika zu lösen hat. Diese Stories, die er gerade erzählt hat, das sind meine Helden, das sind die Menschen, um die ich mich kümmern will, deren Leben ich besser machen will.

[04h27] Und nach all den ganzen Versagen der Republikaner die Botschaft: Um all das alles zu ändern, will er Präsident werden. Change for the USA. Und jetzt wird es konkret in den politschen Themen: Steuererleichterungen für die Mittelklasse, Schaffen neuer Jobs, Bildung für alle bezahlbar machen. Die wirtschaft wieder stärker machen.

[04h25] John McCain habe keine Ahnung über das Leben der Amerikaner. Steuererleichterungen für die Reichen und die großen Firmen, aber nicht für die Leute, die es wirklich benötigen. John McCain doesn’t care, John McCain doesn’t get ist.

[04h23] John McCain ist alles andere als independent in wichtigen politischen Fragen, sei es Energiepolitik, sei es in Bereichen der Wirtschaft, der Umwelt- oder Gesundheitspolitik. Die Angriffe auf die Republikaner häufen sich. Bis jetzt noch nichts Konkretes zu eigenen politischen Vorschlägen.

[04h21] Enough! Amerika brauche einen Wechsel um den American Promise zu bewahren. John McCain ist die Fortsetzung von George W. Bush. “Eight is enough.” Es dürfe keine dritte Amtszeit der Bush-Administration geben. Trotzdem lobende Worte für einen großen Patrioten, John McCain, der aber 90% seiner Entscheidungen mit George W. Bush gemeinsam hat. Das ist eine “10 percent chance of change.”

[04h19] Barack Obama will, dass auch die nächsten Generationen – so wie er damals – den American Dream verfolgen können. Ein defining moment in history of the United States. Das Land erfahre Probleme und Schwirigkeiten. Es ist ein Ergebnis der falschen Politik von George W. Bush. Gleich der erste Angriff an die gegenwärtige Regierung. “America, we are a better country than this.”

[04h16] Dank an seine Gegenkandidaten mit Betonung auf den ganz besonderen Verdiensten von Hillary Clinton. Dank an alle Redner auf der Democratic National Convention. Besonderen Dank an Joe Biden. Dank an seine Frau und Töchter, die er liebt und auf die er sehr stolz ist.

[04h14] Erster Satz gleich der wichtigste Satz: “I accept your nomination for the presidency of the United States.”

[04h12] “City of binding lights” von U2 erklingt. Barack Obama kommt auf die Bühne. Die ersten Menschen haben Tränen in den Augen. Minutenlanger Applaus.

[04h08] Da sollten sich alle Wahlstrategen mal etwas abschauen, wie man einen Kandidaten ins richtige Licht rückt, wie man eine Person präsentiert.

[04h02] Die Menge stimmt sich mit “Yes we can”-Rufen auf Barack Obama ein. Es gibt einen Einspielfilm über Barack Obama, in welchem sein Leben nacherzählt wird. Bilder aus seiner Kindheit, Erinnerung an seine Eltern, seine Laufbahn in der Politik. Tenor: Barack Obama ist einer von uns, jemand, der intensiver als andere den American Dream verfolgt hat [und von ihm auch profitiert hat].

[04h00] Man kann Sky News für vieles kritisieren, die bouvelardeske Aufmachung gehört dazu. Aber eines kann dieser Sender: Aus Live-Events das Maximale rausholen. Man schnappt sich einfach so einen African-American, der kurzzeitig durchs Bild huscht. “Wait a second, we are from Britain, Sky News. 45 years after the speech of Martin Luther King Jr. Do you have your dream now?” Der Interviewte überlegt kurz: “Almost.”

[03h57] Die ARD beginnt ihre Übertragung. Als Einspielmusik für den Vorspann gibt es Musik aus Fluch der Karibik. Ohne Worte.

[03h55] Barack Obama soll bereits seit einer Dreiviertelstunde im INVESCO Field sein und hat den Nachmittag mit einem Basketballspiel verbracht.

[03h52] Live-Bloggings auch beim Guardian und der BBC.

[03h44] Es ist ein historischer Moment. Barack Obama ist der erste schwarze Präsidentschaftskandidat der US-Demokraten. Rein formell ist diese Rede die Annahme der Nominierung, die die National Convention gestern ausgesprochen hat. Aber es ist mehr: Neben dem Auftakt zur heißen Phase des US-Wahlkampfs ist es vor allem auch eine programmatische Rede. Barack Obama muss jetzt den schmalen Grat finden zwischen starken, kräftigen Worten, zwischen emotionalen Bildern und der Antwort auf ganz konkrete Sorgen, die die Menschen der USA haben. Es ist in erster Linie also eine programmatische Rede – und diesmal mit dem Schwerpunkt der Innen-, Wirtschafts- und Gesundheitspolitik. Und darüberhinaus muss Barack Obama den 80.000 im INVESCO Field und den Millionen am TV klar machen, warum er der bessere US-Präsident ist und nicht sein Kontrahent John McCain.

[03h37] Sky News interviewt ein paar Leute, die im Umfeld der Bühne stehen, unter anderem auch einen 60-jährigen Weißen aus North Carolina, der gerade seinen Ruhestand angetreten hat. Hat einen Hut ähnlich wie Uncle Sam auf, und einen Vollbart. Gibt aber ehrlich und sehr persönliche Auskünfte über seine politischen Ansichten.

[03h34] Breaking News von CNN: John McCain wird noch nicht heute Nacht seinen Kandidaten für das Amt des Vize-Präsidenten vorschlagen. Gründe werden nicht genannt. Kann mir aber vorstellen, dass es rein taktische Gründe sind, würde diese Meldung doch in dem ganzen Obama-Hype völlig untergehen.

[03h31] Die Demokraten haben in Denver nichts dem Zufall überlassen. Während Obamas Rede gibt es eine Kameraeinstellung, die Obama auf einer Linie mit den Zuschauern im Hintergrund zeigt. Es wird also nicht von oben herab geschaut. Damit entgeht man zumindet teilweise der Kritik der Republikaner, die diese ganze Veranstaltung für reine Show halten und Obama einmal erneut den Status eines Prominenten geben, aber nicht den eines Politikers, die die dringenen Probleme Amerikas anpacke. Mal schauen, ob CNN die tolle Skycam dann auch weniger einsetzt.

[03h27] Ein Transkript der Rede von Barack Obama ist bereits im Internet veröffentlicht.

[03h23] Völlig unerwartet kommt Obamas Kandidat für den Vize-Präsidenten, Joe Biden, auf die Bühne in Denver. Es war kurzzeitig etwas ruhiger geworden, jetzt brandet wieder Applaus auf.

[03h14] Nächste Rednerin ist Susan Eisenhower, die Enkelin vom ehemaligen Präsidenten Dwight D. Eisenhower. Sie hält eine kleine Grundsatzrede zur Außenpolitik. Eisenhower selbst ist Experten in Sachen Außenpolitik, Schwerpunkt Russland.

[03h10] Sky News, CNN und die BBC berichten fast die ganze live aus Denver und unterbrechen nur selten für einen kurzen Nachrichtenblock und Werbung. CNN hat den Situation Room mit Wolf Blitzer ins INVESCO Field verlagert. Zwei Moderatoren und viele Gäste sitzen auf Barhockern irgendwo etwas abseits von der Bühne umlagert von Schweinwerfern und Kameras. Sky News steht mit Jeromy Thompson mitten in der Menge. Die ARD und ZDF übertragen die Rede jetzt übrigens auch live und im Zweikanalton. Mittwoch Morgen stand davon noch nichts in den TV-Guides. Scheint sich bei den ÖR wohl erst spät herumgesprochen haben, dass da heute etwas Wichtiges in den USA passiert, was man live übertragen muss.

[03h07] Weiter geht es mit musikalischer Unterhaltung. Bisher schon aufgetreten sind die Black Eyed Peas, Sheryl Crowe und Stevie Wonder. Jetzt singt Michael McDonald “America the Beautiful.”

[03h05] Es ist eine beeindruckende Atmosphäre im INVESCO Field. In den oberen Rängen sind zwar noch einige Plätze frei, aber ansonsten ist das Stadion voll. Unten auf dem Spielfeld ist eine große Bühne aufgebaut, tausende stehen im Umfeld dieser Bühne und schwenken Fahnen und Plakate. Riesige Videoleinwände sind aufgebaut. Die Strahlen der untergehenden Sonne streifen die Plätze ganz oben im Stadion.

[03h02] Al Gore lobe Obamas Charaktereigenschaften, seine poliitschen Visionen, die Amerikas moderne politische Kultur bereichern. “Obama inspires hope”, für so viele politikenttäuschte Menschen in den USA. “Geht hinaus und verbreitet die Botschaft von Barack Obama quer über das Land.” Al Gore wird mit tosendem Applaus gefeiert. Ein Gospel-Chor singt “Let the Sun shine in”. Scheint beste Einstimmung gewesen zu sein.

[03h00] Hauptthema in der Rede des Nobelpreisträgers ist natürlich Klima- und Energiepolitik. “We are facing a planetary emergency.” Eine massive Reduzierung von CO2 ist notwendig. Amerika müsse in neue Energien investieren. Amerika habe alles dieses massive Problem zu lösen. Bis auf einen Präsidenten, der diese Politik in Washington auch umsetzt. “It is time for a change.”

[02h53] Moin aus Bremen. Um 04h00 geht es los mit der Rede von Barack Obama. Im Moment hält Al Gore seine Grundansatzsprache.

Thema: Live-Blog, US Wahl 2008 | Kommentare (0) | Autor: medispolis