Zum Glück gibt es Phoenix

Heute startet der Nominierungsparteitag der US-Demokraten in Denver, Colorado. Höhepunkt des viertägigen Spektakels ist die Rede von Barack Obama, die er in der Nacht von Donnerstag auf Freitag deutscher Zeit im INVESCO Field halten wird. Eben routinemäßig mal geschaut, wie die Berichterstattung in Deutschland über den Parteitag der Demokraten aussieht.

ARD: Keine Live-Übertragungen aus Denver, allerdings gibt es eine lange Nacht der US-Wahlen von Freitag auf Samstag ab 23h30. Der Parteitag ist dann aber schon Vergangenheit.

ZDF: Keine Sondersendungen geplant

N24: Keine Live-Übertragungen. In der Nacht der Obama-Rede gibt es Dokumentationen über U-Bahnen und die Gefahr auf der Schiene.

n-tv: Eine Doku über das Empire State Building wird dem Parteitag der Demokraten vorgezogen. Ist n-tv noch Partnersender von CNN?

Phoenix: Zum Glück gibt es diesen Sender. Berichtet in der Nacht von Donnerstag auf Freitag von Mitternacht bis 06h00 vom US-Parteitag. Die Rede von Barack Obama gibt es im Zweikanalton. Phoenix übernimmt wieder das Bild von MSNBC.

SkyNews: Live-Übertragung der Rede von Barack Obama sowie ein tägliches Special “Decision Time”.

CNN: Täglich gibt es von 22h00 bis 03h00 deutscher Zeit Live-Berichte vom Parteitag der US-Demokraten.

BBC World: Live-Schalten nach Denver in der Sendung BBC World News America. Live-Übertragung der Rede von Barack Obama.

PREMIEREs Optimierungswahn geht weiter. Jetzt spürt die DEL den eiskalten Wind

PREMIERE sorgt mal wieder für großes Kino und Diskussionen. Das Sportprogramm wird mit Ausnahme der nationalen Fußball-Übertragungen immer weiter zusammengestrichen (die komplette Liste gibt es bei allesaussersport). Jetzt wird auch am wirklich letzten großen Standbein des Sport-Programms, nämlich der Deutschen Eishockey Liga (DEL), bei den Übertragungen gekürzt.

PREMIERE wirbt bei den Informationsplattform für die Werbekunden mit zwei Live-Spielen pro Woche. Ich zitiere die entsprechende Mitteilung.

“So können sich die Fans darauf verlassen, bei Premiere wöchentlich zwei Begegnungen aus der DEL zu erleben.”

Auch das pdf-File für die Werbekunden spricht explizit von zwei Live-Spielen pro Woche, am Donnerstag und Sonntag.

Der Spielplan der DEL ist ja schon länger veröffentlicht. Für die ersten Wochen sind auch die entsprechenden Termine im TV-Guide von PREMIERE verzeichnet. Und was fällt auf: Nix da mit zwei Übertragungen pro Woche. Auch hier wird optimiert. Gehen wir die Termine mal im Einzelnen durch.

  • Donnerstag 04.09. 19h15 Saisoneröffnung Köln – Berlin (live bei PREMIERE)
  • Sonntag 07.09. – KEINE Übertragung (obwohl gespielt wird. z.B. um 14h30 Hannover gegen Duisburg oder um 18h30 Nürnberg gegen Berlin)
  • Donnerstag 11.09. 19h15 Iserlohn – Köln (live bei PREMIERE)
  • Sonntag 14.09. 16h20 Berlin – Augsburg (live bei PREMIERE)
  • Donnerstag 18.09. 19h15 Frankfurt – Duisburg (live bei PREMIERE)
  • Sonntag 21.09. – KEINE Übertragung (obwohl gespielt wird. z.B. um 14h30 Hamburg gegen Frankfurt oder um 18h30 Mannheim gegen Krefeld)
  • Donnerstag 25.09. 19h15 Kassel – Nürnberg (live bei PREMIERE)
  • Sonntag 28.09. – KEINE Übertragung (obwohl gespielt wird. z.B. um 18h30 Mannheim gegen Frankfurt oder auch Straubing gegen Augsburg)

Also klar erkennbar, dass wir weit davon entfernt sind zwei Spiele pro Woche zu sehen. Es ist das alte Spiel. Informationen seitens PREMIERE und die eigentliche Realität klaffen weit auseinander. Man hat letztes Jahr den Vertrag mit der DEL bis 2012 verlängert. Carsten Schmidt sprach stellvertretend für PREMIERE von einem sehr wichtigen Programminhalt. Die DEL ist neben der Formel 1 die einzige Sportart im PREMIERE-Programm, bei der es einen längerfristigen Vertrag gibt. Und wenn jetzt hier schon wieder am Programm gekürzt wird, dann haben wir nochmal eine neue Dimension erreicht. Die Skala nach unten scheint unendlich offen.

Und was mich am meisten wieder ärgert, ist die Tatsache, dass mit etwas geworben wird, dass seitens PREMIERE nicht eingehalten wird. Es sind eben keine zwei Spiele pro Woche aus der DEL.

PREMIEREs Kürzungen – leider alltäglich.

Fußball-Tristesse in Hannover

Ich war gestern Abend beim ersten Heimspiel von Hannover 96 gegen Energie Cottbus. Ich gehe seit Jahren immer zum ersten Heimspiel und konnte diesmal acht Personen, darunter drei Frauen, überreden mitzukommen. Zumindest die weibliche Begleitung werde ich so schnell nicht mehr überzeugen können. “Da ist das Passspiel der Frauennationalmannschaft genauer”, war der gemeinsame Tenor der Damen. Recht haben sie.

Aber das nur als Randnotiz. Wir saßen wieder recht gut im Unterrang auf der Westtribüne mit bester Sicht auf das Spielfeld. Ich habe bei weitem kein Kantersieg von Hannover 96 erwartet, sondern ein sehr enges und vielleicht auch phasenweise sehr zähes Spiel. Aber da war ich wohl auch der einzige. Alle Fans, mit denen ich gesprochen habe und die in näherer Umgebung saßen, sprachen vor dem Spiel von einem überzeugenden Sieg, träumten von gutem offensiven Fußball. Cottbus habe gegen Hoffenheim verloren, dann müsse doch Hannover 96 keine Probleme mit den Lausitzern haben. Das war kurz vor dem Spiel. In der 80. Minute waren dann einige vom Pfeifen schon müde und bereuten ihre Dauerkarte für die laufende Saison. Gegen Ende des Spiels pfiff das ganze Stadion, die Mannschaft traute sich nicht mal mehr vollständig zum Fanblock zu gehen. Der Frust der Fans saß richtig tief.

Wie gesagt, ich habe von der Hecking-Truppe keine Wunderdinge erwartet, zumal klar war, dass Cottbus mit 10 Mann die Defensive ausfüllen würde und sich Hannover mit solch einer Taktik des Gegners schon immer etwas schwerer getan hat. Doch was ich erwartet habe, waren Einsatz, Laufbereitschaft, eben eine gewisse Leidenschaft für die Arbeit. Aber die war mit Ausnahme der ersten 10 Minuten nicht zu sehen. Das war die eigentliche Enttäuschung. Und auch Trainer Dieter Hecking und die Vereinsführung um Präsident Martin Kind müssen sich meiner Meinung nach langsam mal Gedanken darüber machen, wie sie mit Hannover 96 umgehen möchten. Mitte Juli hat Martin Kind in einem Interview mit der Hannoverschen Allgemeinen Zeitung das Saisonziel internationales Geschäft ausgegeben, möglichst gleich direkt in den UEFA-Cup. Was das im Vereinsumfeld und bei den Fans ausgelöst hat, konnte man gestern erfahren: Hohe, ja schon überhöhte Erwartungen. Mit so einer Leistung wie heute kämpfen wir gegen den Abstieg, war der Tenor auf der Tribüne. Wenn man sich in den Zeitungen heute die Stimmen zum Spiel durchliest, hört man Dieter Hecking sagen, dass es zwar eine enttäuschende Leistung gewesen sei, die Mannschaft aber eben noch Zeit brauche und er über mehrere Jahre hier ein Team aufbauen möchte. Also was denn nun? Direkter Einzug in den UEFA-Cup oder eine langfristige Perspektive für eine jetzt noch nicht völlig eingespielte Mannschaft? Da sollte man sich im Vereinsumfeld mal einig werden. Und wohlgemerkt: Mit Jan Schlaudraff und stand gestern ein Spieler in der Anfangself, der nicht in der letzten Saison in Hannover gespielt hat.

Der gestrige Abend hat eindrucksvoll gezeigt, dass Hannover 96 nicht die spielerische Qualität hat eine defensiv eingestellte Mannschaft wie Cottbus auszuspielen. Und auch Dieter Hecking muss sich Fehler in der taktischen Ausrichtung vorwerfen lassen. Gehen wir die Mannschaftsteile mal im einzelnen durch. Wir können uns glücklich schätzen, dass wir Robert Enke im Tor stehen haben. Gutes Stellungsspiel, souverän und mit guten Paraden. Enke war es zu verdanken, dass es beim Unentschieden blieb. Die Viererkette in der Abwehr bestand gestern aus Hanno Balitsch auf rechts, in der Innenverteidigung spielten Vinicius und Valerien Ismael, linker Verteidiger war Christian Schulz. Defensiv stand man weitesgehend sicher, wenngleich der gestrige Abend auch gezeigt hat, dass Balitsch auf hinten rechts nicht der richtige Mann ist, weil dadurch die Impulse aus dem Mittelfeld fehlen. Das war gestern dadurch bedingt, dass Steven Cherundolo erst spät von der Nationalmannschaft zurückkehrte. Der US-Boy kam dann Mitte der zweiten Halbzeit. Und spielte dann im rechten Mittelfeld. Lieber Herr Hecking, warum geht dann Cherundolo nicht auf seine etatmäßige Position als Rechtsverteidiger und Balitsch kann ins Mittelfeld vorrücken? Es kam praktisch kein gescheiter Angriff in der letzten Phase des Spiels, der mal über die Flügel ging. Stattdessen nur langer Hafer von Vinicius und Ismael.

Aber die Verteidigung ist – mit Ausnahme der Standardsituationen – das geringste Problem. Besonders im Mittelfeld drückt der Schuh. Da spielt ein Altin Lala seit mehreren Jahren, teils schon in der dritten Liga, den defensiven Part im Mittelfeld. Und Altin Lala hat schlicht nicht mehr die Qualität in der 1. Liga zu spielen, wird von Dieter Hecking aber konsequent aufgestellt. Altin Lala ist eine Fleißbiene, kämpft um jeden Ball. Das rechne ich ihm hoch an. Aber wer auf vier Metern den freien Mann mehrmals nicht sieht und dem Gegner den Ball in die Füße pfannenfertig spielt, hat da eher nichts verloren. Und somit kommen eben auch keine Impulse aus dem Mittelfeld für den offensiven Part und die Stürmer. Gleiches wie für Altin Lala geht für Sergio Pinto. Und wenn aus einem Mittelfeld mit vier Akteuren schon mal zwei keinen Impuls nach vorne bringen, fällt die Last auf zwei Schultern. Das waren gestern Szabolcs Huszti und Arnold Bruggink. Dass die dann gegen eine dicht gestaffelte Cottbusser Defensive dann hoffnungslos überfordert sind, ist kein Wunder. Sie bekommen keine Unterstützung aus dem defensiven Mittelfeld und finden vorne in Mike Hanke einen Stürmer, der durch Lustlosigkeit, fehlende Laufbereitschaft, ständiges Gemeckere und Schwalben am Stück auffällt. Nur eines tut er nicht. Sich konsequent anzubieten – und zwar so, dass man ihn auch auf dem sicheren, einfachen Wege anspielen kann. Hankes Leistung gestern war eine Frechheit. Zumal er stets mit der großen Klappe ins Mikrofon spricht, einen Platz in der Nationalelf beansprucht, es aber gleichzeitig nicht schafft sich in ein Spiel reinzuhängen, zu kämpfen und seine Mitspieler aufzurütteln. Am besten hat mir gestern Jan Schlaudraff gefallen, zumindest in der ersten Hälfte. Da konnte man so etwas wie Spielkultur erkennen, da war Bemühen zu sehen. Gleiches gilt auch für Christian Schulz, der auf der Position des Linksverteidigers aber auch “verschenkt” wird. Im linken Mittelfeld wäre er besser aufgehoben. Doch Michael Tarnat fällt mit Verletzung noch länger aus. Hannover 96 möchte in den UEFA-Cup, der etatmäßige Linksverteidiger fällt längerfristig aus. Christian Schulz ist auf hinten links eine Notlösung. Aber Präsident Martin Kind und auch Trainer Dieter Hecking sehen keinen Handlungsbadarf für einen weiteren Transfer. Verstehe das wer will. Stattdessen können wir uns mit Innenverteidigern langsam zuballern.

Und wenn dann neben den ganzen spielerischen Defiziten und taktischen Unzulänglichkeiten auch noch fehlende Laufbereitschaft dazukommt, dann sehen wir eben so ein Spiel wie gestern, wo ab der 50. Minute Vinicius und Ismael in regelmäßiger Beständigkeit die Bälle hoch und lang nach vorne schießen. Es muss sich spielerisch, taktisch und personell einiges ändern auf dem Platz. Vorerst noch auf dem Platz. Vielleicht auch bald darüberhinaus im Verein.

Denn Fußball-Tristesse gab es schon zu häufig in Hannover. Einen Mann hat man gestern öfter gehört auf der Tribüne. Ralf Rangnick. Das war Spektakel in Hannover, eben aber nicht immer ganz erfolgreich. Dann ging ein Spiel gegen die Bayern eben mal 3:3 aus. Besser als ein lustloses 0:0 gegen Cottbus. Allemal. Wie gesagt, Dieter Hecking ist das kleinere Problem. Man kann seine Handschrift erkennen, nur muss auch er langsam mal einsehen, dass es mit dem Personal und der Taktik nicht das Optimale aus der Mannschaft rausholt. Das Personal können wir ja leider nicht mehr groß verändern, von daher wäre es mal Zeit für ein neues Spielsystem. Vielleicht eine Stärkung des offensiven Mittelfelds mit nur einem Stürmer. Denn Mike Hanke ist derzeit am besten auf der Bank aufgehoben.

Premier League 2008/2009 Preview 2. Spieltag – Meet the Robinson

Zweiter Spieltag am dritten Wochenende im August in der Premier League. Sonst gab es gleich zu Beginn immer eine englische Woche, diesmal hatten die Teams eine Woche Zeit den ersten Spieltag aufzuarbeiten. Kurze Randnotiz: PREMIERE setzt seinen Sparkurs konsequent um und weicht auch vom Sendeschema mit Fokus auf den Top Four nicht ab. Das heißt also, wir sehen so Knallerpartien wie Arsenal gegen Hull City oder Chelsea gegen Stoke, während uns Begegnungen wie Aston Villa gegen Manchester City oder Tottenham gegen Newcastle verwehrt bleiben. Verstehe das einer wer will. Arsenal gegen Hull City wird sicherlich kein Quotenknüller. Völlig undurchsichtig auch die Strategie der Spielauswahl. Manchmal zeigt man kein Liverpool-Spiel samstags um 16h00, manchmal doch. Dabei sollten doch gerade zu diesem Zeitpunkt die Quoten dank Konkurrenz durch die Bundesliga eher gering sein, oder? Stattdessen wird ein lukratives Monday Night Game zwischen Tottenham und Aston Villa, das völlig ohne Konkurrenz läuft, einfach ignoriert.

Die Lehren aus dem ersten Spieltag sind schnell erzählt: Chelsea marschiert vorne weg mit einer sehr ansehnlichen und spielerisch guten Leistung. Arsenal spielt weiterhin den Chancentod und münzt drückende Überlegenheit in einen Arbeitssieg gegen West Bromwich Albion. Manchester United strauchelt in Abwesenheit zahlreicher Stammspieler gegen Newcastle United. Überraschende Auftaktsiege gab es für Aufsteiger Hull City gegen Fulham und Middlesbrough gegen Tottenham. Das torreichste Spiel sah man nach einer schwachen ersten Halbzeit beim 4:2 von Aston Villa über Manchester City, Gabriel Agbonlahor war dreifach erfolgreich. Einen Einstand nach Maß gelang auch Blackburns neuem Manager Paul Ince mit dem 3:2 beim FC Everton. Und das trotz einer wieder durchwachsenden Leistung von Englands ehemaligem Nationaltorhüter Paul Robinson. Beim Ausgleich zum 1:1, einem von halblinks direkt verwandelten Freistoß von Mikael Arteta, sah Robinson alles andere als gut aus, hatte sich völlig verschätzt und hatte ein Stellungsspiel jenseits von Gut und Böse. Die vergangenen Monate waren nicht die Blütezeit von Paul Robinson. Insbesondere in der letzten Saison unterliefen ihm zahlreiche Fehler, unter anderem in so wichtigen Spielen wie beim 4:4 gegen Aston Villa, als Martin Jol kurz vor dem Rauswurf stand. Seine Fehler in der Nationalmannschaft lasse ich mal außen vor. Juande Ramos setzte Robinson auf die Bank, so langsam lief die Zeit ab an der White Hart Lane. Ende Juli dann der Transfer zu den Blackburn Rovers, wo er Brad Friedel als etatmäßige Nummer Eins vor sich sah. Doch Brad Friedel wechselte zu Aston Villa. Ganz plötzlich war der Weg wieder frei für Paul Robinson. Das Spiel am vergangenen Samstag war zumindest kein Glanzlicht, viel mehr Fehler sollte sich Robinson nicht mehr leisten.

Blackburn Rovers – Hull City

Nächste Herausforderung für Paul Robinson und die Rovers ist der Aufsteiger Hull City. Es spielen also zwei Siegerteams vom vergangenen Wochenende gegeneinander. Für Hull City sind Siege gegen Teams wie Fulham natürlich goldwert, ob man die Hürde Blackburn auch so souverän meistern kann, bezweifele ich mal. Der Trainer von Hull City, Phil Brown, gibt sich im BBC-Interview dennoch optimistisch und kämpferisch. Die Rovers gewannen bisher nur einmal die ersten beiden Auftaktspiele in einer Saison. Das war in der Saison 1997/1998. Damals folgten dann sechs Siege in Folge. Über die Zukunft von Roque Santa Cruz wird weiter spekuliert, Angebote von diversen Klubs sollen vorliegen. Noch läuft er aber für Blackburn auf.

FC Liverpool – FC Middlesbrough

Die Reds am vergangenen Wochenende mit einem glanzlosen 1:0 in Sunderland, während das Team von Gareth Southgate doch etwas überraschend die Spurs mit 2:1 bezwang. Beide haben drei Punkte, beide aber mit ganz unterschiedlichen Erfahrungen aus dem Saisonauftakt. Liverpools Trainer Benitez war nach dem schmeichelhaften 0:0 in Lüttich in der CL-Quali schon ratlos angesichts der dürftigen spielrischen Leistung. Scheinbar hat er dies bis Samstag nicht lösen können. Und ob diese Woche so viel Zeit blieb? Denn an der Anfield Road herrscht schon wieder Trubel abseits des Rasens. Benitez fühlte sich von Seiten der Vereinsführung nicht hinreichend im Poker um Gareth Barry unterstützt. Der Spanier wollte den Mittelfeldspieler von Aston Villa gerne verpflichten, Liverpools Chief Exekutive Rick Parry lehnte dies als zu teuer ab. Jetzt soll es ein Friedensgespräch gegeben haben. “We will now move forward together.” Mal sehen wie lange.

Newcastle United – Bolton Wanderers

Die Magpies wollen nach dem Achtungserfolg im Old Trafford ihren 1000. Sieg nach dem Zweiten Weltkrieg einfahren. Ist ja auch ein nettes Jubiläum. Besonders positiv für das Team von Trainer Kevin Keegan war die gute Leistung der drei Neuzugänge Fabricio Colocini, Jonas Gutierrez und Danny Guthrie.

Stoke City – Aston Villa

Heimpremiere für die Potters – und mit Aston Villa hat man gleich einen ganz attraktiven Gegner gezogen. Dementsprechend groß ist die Vorfreude von Trainer Tony Pulis. Das Britannia Stadium wird mit 28.000 Zuschauern ausverkauft sein.

Tottenham Hotspur – FC Sunderland

Die Spurs und die Black Cats haben ja im Sommer reichlich Wechseltheater gespielt. Drei ehemalige Spurs spielen jetzt bei Roy Keane und kommen gleich am zweiten Spieltag wieder an die White Hart Lane. Natürlich ist der erste Spieltag noch kein Maßstab für zukünftige Saisonperspektiven, aber ein selbsternannter Kandidat für das internationale Geschäft muss beim FC Middlesbrough anders auftreten. Auch auf dem Transfermarkt gab es für die Nordost-Londonern einen Rückschlag. Arshavin wird bei Zenit St. Petersburg bleiben, hingegen konnte der FC Sunderland mit Djibril Cisse von Olympique Marseille einen prominenten Neuzugang verpflichten.

West Bromwich Albion – FC Everton

Zwei Besiegte des ersten Spieltages gegeneinander. West Bromwich hatte gegen Arsenal nie eine Chance auf den Sieg, wirkte zu ängstlich und hatte zu viel Respekt. Aber dass Everton gegen Blackburn verlieren würde, hatte ich nicht gedacht. Die Toffees waren eines der heimstärksten Teams der Liga über mehrere Saisons, sogar die Top Four zitterten vor Begegnungen im Goodison Park. Und dass dann ausgerechnet Paul Ince bei seinem Trainerdebüt dort gewinnt, war die Überrraschung des Spieltages. Dabei war das Team von Trainer David Moyes keineswegs schlecht, sondern eher unglücklich. Trotzdem ist die Partie gegen WBA für Everton unangenehm. Aufsteiger, volle Hütte. Da heißt es kühlen Kopf zu bewahren.

FC Fulham – FC Arsenal London

PREMIERE live ab 18h25; Kommentar: Marc Hindelang

Das erste Derby in der neuen Saison findet im Westen Londons im Craven Cottage statt. Fulham wie gesagt mit der Auftaktniederlage gegen Hull City und die Gunners spielten mal wieder das Lied vom Chancentod. Unglaublicher hoher spielerischer Aufwand, schön anzusehen, aber der Ertrag fällt einfach zu gering auf, viel zu gering. Klar steht am Ende ein knapper Sieg, aber man spielt ja auch nicht immer gegen West Bromwich Albion. Arsenal hat ein sehr leichtes Auftaktprogramm, nun ist Fulham dran. Auch dort kann man sich wohl einige ausgelassene Chancen leisten. Arsene Wenger konnte einen weiteren Neuzugang vermelden. Mikael Silvestre kommt für zwei Jahre von den Red Devils, Traore wurde dagegen an den FC Portsmouth ausgeliehen. Der FC Fulham hat eigentlich nur Spieler verloren. David Healy geht nach Sunderland, Moritz Volz wechselt in die Championship zu Ipswich, und Steven Davis wechselt zu den Glasgow Rangers. Wenn Fulham so weitermacht, wird man der Abstiegskandidat Nummer Eins.

Wigan Athletic – FC Chelsea London

PREMIERE live ab 14h25; Kommentar: Markus Gaupp

Es war ein brilianter Auftritt des FC Chelsea in der ersten Halbzeit gegen Portsmouth. Jetzt soll der erste Auswärtssieg folgen. Auf Didier Drogba müssen die Blues wohl noch bis Anfang Oktober verzichten, der Einsatz von Michael Ballack ist mehr als fraglich. Der Deutche steht erst seit Freitag wieder im Training. Dank der zahlreichen Alternativen muss man einen Einsatz nicht riskieren. Wie lange Andrei Shevchenko dagegen noch für den FC Chelsea spielt, wird sich in den nächsten Tagen klären. Aus dem Umfeld des Ukrainers hört man, dass ein Wechsel zum AC Mailand kurz bevorsteht.

Manchester City – West Ham United

Besonders die Heimstärke hat Manchester City in der vergangenen Spielzeit ein Platz im oberen Drittel der Tabelle ermöglicht, auch jetzt muss man um einen kleine Krise zu Saisonstart zu vermeiden ein Heimsieg gegen die Hammers einfahren. City hat sich die Dienste von Hamburgs Vincent Kompany gesichert. Über Vertragsdetails ist noch nichts bekannt geworden, man habe sich aber auf eine Ablösesumme geeinigt. Alan Curbishley galt unter Buchmachern übrigens als einer der fünf Trainer, der möglichst bald von seinem Klub entlassen werden würde. Passend dazu ein älterer Kommentar der BBC: Curbishley cool under pressure.

FC Portsmouth – Manchester United

Monday Night Game, PREMIERE live ab 20h55; Kommentar: Marco Hagemann

Der amtierende Meister zu Gast beim Pokalsieger, alles unter Flutlicht an der Südküste Englands. Ich kann mich an ein Monday Night Game mit Portsmouth nur selten erinnern, zuletzt gab es an Weihnachten ein spätes Abendspiel im Fratton Park. Bereits vor zwei Wochen gab es das Spiel im Community Shield, wo die Red Devils mit 3:1 nach Elfmeterschießen gewannen. Mal sehen, wer den eher verhaltenen Saisonstart positiv aufbessern kann. Ich werde das Spiel am Montagabend live mitbloggen.

Zwischen “Renewing America’s Promise” und “Securing America’s Future”: The 2008 Democratic National Convention

Wer mal wieder zumindest fast hautnah erfahren möchte, dass Welten zwischen dem politischen Alltagsgeschäft zwischen Europa und den Vereinigten Staaten liegen, der sollte vom kommenden Montag an seine Blicke gen Denver, Colorado richten. Dort findet vom 25.-28. August der Nominierungsparteitag der US-Demokraten statt, auf welchem Barack Obama die Kandidatur für das Amt des Präsidenten annehmen wird.

Zunächst ist es rein formell erstmal ein Zusammenkommen der Mitglieder und Anhänger der Demokratischen Partei. Aber eben auch nur formell. Über allem steht primär die Wahl des Kandidaten für das Amt des Präsidenten. Doch das könnte man ja auch theoretisch an einem Tag abhalten. Es ist dann vielleicht doch mehr: Das Präsentieren einer geschlossenen, geeinten Partei, das Vorstellen von Konzepten, Überzeugungen und politischen Programmen, Ideen, wie man Amerika besser machen kann. Der Parteitag läutet somit auch die entscheidene Phase des Wahlkampfes ein, knapp zwei Monate vor der Wahl am 04. November. Und wenn man sich das Begleitprogramm während der Covention anschaut, dann kann man auch davon ausgehen, dass eine aktive Verbindung von Politik und Bürgern hergestellt werden soll. Etwas, das man in Deutschland immer wieder vermisst.

Nachdem das Wochenende in Denver mit zahlreichen Aktionen und Programmen und einem gemeisamen Zusammen mit den unterschiedlichsten religiösen Gruppen begonnen hat, geht es dann von Montag bis Donnerstag um Politik, besser: um Politik und Personen. Der Montag steht unter dem Motto “One Nation“. Obamas Ehefrau Michelle wird die Eröffnungsrede halten, eine kleine Bewerbung für den Posten der First Lady. In der aktuellen Ausgabe der ZEIT ist ein sehr schönes Porträt von Michelle Obama, der Artikel ist leider noch nicht online verfügbar. Er folgen Reden unter anderem von Ex-Präsident Jimmy Carter und der Sprecherin des Repräsentantenhauses, Nancy Pelosi. Unter der Headline “Renewing America’s Promise” geht es am Dienstag dann weiter. Hauptrednerin wird Hillary Clinton sowie Mark Warner, der 2008 für das Amt des Senators kandidiert. Der Mittwoch hat den Titel “Securing America’s Future“. Es ist dann eben der schmale Grad zwischen dem ehemaligen Versprechen, dass in den USA alle Menschen gleichberechtigt sind, dass das Streben nach Glück und Wohlstand jedem offen stehen soll, und dem Versuch Amerikas Interessen weltweit durchzusetzen, vielleicht auch mit Mitteln, die dafür sorgen, dass Menschen nie wieder die Chancen glücklich und wohlhabend zu werden. Bill Clinton, John Kerry und Gouverneur Bill Richardson werden sich dazu äußern, zudem gibt es eine Rede eines Kriegsveteranen aus dem Irak-Krieg.

Der Mittwoch ist eigentlich der Tag des Vize-Präsidenten, der auch die Hauptrede halten wird. Doch bis jetzt hat Barack Obama noch keinen Kandidaten gefunden bzw. noch keinen öffentlich gemacht. Deshalb kann man schon davon ausgehen, dass die Suche sich doch schwieriger gestaltet. Viele Experten raten ihm ja einen erfahrenen, mit den Washingtoner Verhältnissen vertrauten Menschen auszuwählen. Gleichzeitig möchte Barack Obama für einen Neuanfang in D.C. sorgen, für change. Irgendwo da muss es eine Schnittmenge geben. Es werden vor allem immer zwei Namen häufiger genannt. Kathleen Sebelius, Gouverneurin von Kansas, oder Timothy M. Kaine, Gouverneur aus Virginia. Öffentlich geworden ist aber noch nichts.

Barack Obama muss mit dem Parteitag eine Kehrtwende schaffen, das Ruder umdrehen. In letzten Umfragen liegt er gleichauf mit seinem Kontrahenten John McCain. Oder wie CNN es so schön zusammenfasst: In need of a game changer. Time fragt, wo Obamas Leidenschaft geblieben ist, kritische Stimmen gibt es auch vom Boston Herald. Der Donnerstag wird Obamas Tag sein. “Change you can believe in“. Mit einem Vize-Präsidenten im Rücken geht es für Obama ins INVESCO Field nach Denver, wo er vor 75.000 Menschen unter freiem Himmel seine Nominierung annehmen will. Am 45. Jahrestag der Rede von Martin Luther King: “I have a dream.” Den hat Obama sicherlich auch. Doch sogar bis dahin ist es noch ein steiniger Weg. Von der Zeit bis November ganz zu schweigen.

Schaffe, spare, Häusle baue – Zu Gast im Schwabenländle

Am vergangenen Wochenende war ich für ein paar Tage bei Freunden in Stuttgart, habe in einem kleinen Winzerdorf in der Nähe von Waiblingen gewohnt. Ich war zwar schon mehrere Male am Bodensee, im Herzen Schwabens, in Stuttgart, war ich bisher noch nicht. Umso gespannter war ich auf die Menschen und die Stadt. Es war ein fantastisches Wochenende. Wenn man es kurz fassen will: Schwäbisches Essen ist köstlich, Schwaben, zumindest die, die ich kenne und die ich getroffen habe, sind äußerst nett – und Stuttgart ist eine wunderschöne Stadt.

Die etwas längere Form. Freitagmorgen im vollen ICE von Hannover über Frankfurt und Mannheim nach Stuttgart gefahren, Regen peitschte an die Zugfenster, in Mannheim bei dunklen Wolken und Dauerregen mal wieder über die englischen Zugansagen der Zugführer gelacht, aber in Stuttgart gab es immerhin nur ein paar Schauer. Aus Mannheim kommend erreicht man Stuttgart im großen Bogen, fährt durch den eher graueren Nordwesten der Stadt, bevor man dann in einer langen Rechtskurve Richtung Bahnhof kommt. Links sieht man dann den Neckar, schaut auf Bad Cannstatt und kann die Ausläufer des wunderbaren Stuttgarter Schlossgartens sehen. Nach Fahrt in die Pension und einem kleinen Rundgang durch die Stadt gab es am Abend dann Fußball in einer der zahlreichen PREMIERE-Sportsbars. Mir gefällt die Stuttgarter Innenstadt, weil es eben neben den ganzen Gebäuden auch Parks und größere Plätze gibt. Vom Bahnhof kommend geht man durch die Königsstraße und steht nach 500 Metern auf dem Stuttgarter Schlossplatz.

Samstag war dann ein dichtes Programm. Zunächst, da der Nebel noch im Stuttgarter Tal hing, gab es den Besuch im Mercedes Benz Museum, das in die weitläufigen Anlangen in Stuttgart-Untertürkheim eingebettet ist. Für jemanden, der sich für Autos interessiert, ist dies ein absolutes Muss. Die gesamte Geschichte des Automobils wird auf 10 Etagen erklärt, es gibt über 500 Ausstellungsstücke, zahlreiche Erklärungen und viele technische Hintergründe. Von den Pionieren des Automobils bis zu den Silberpfeilen ist alles dabei. Eintritt liegt bei 8 Euro, ermäßigt 4 Euro. Man sollte sich schon ein paar Stunden für alles Zeit nehmen. Es gibt für jeden Besucher einen Audio-Guide, der den Betrachter bei allen wichtigen Stationen mit Informationen versorgt. Zudem kann man individuell weitere Informationen anfordern. Hat mir sehr gut gefallen. Weiter ging es dann auf den Stuttgarter Fernsehturm, dem ersten Fernsehturm der Welt.


Am Rande des Stadtteils Degerloch gelegen hat man hoch auf dem Berg und Turm eine wunderbare Aussicht über die Stadt und das Tal, in dem Stuttgart liegt. Direkt am Fernsehturm liegt das Stadion auf der Waldau, wo die Stuttgarter Kickers und die VFB Amateure ihre Heimspiele austragen. Wir schauten dann die Partie aus der 3. Liga, VFB Amateure gegen den Wuppertaler SV. Endstand 2:0, knapp 2000 Zuschauer. Mehr sollen auch im Schnitt über die ganze Saison nicht kommen. Spielerisch war das zumindest vom VfB II ganz gut anzusehen, Wuppertal enttäuschte bis auf die ersten 15 Minuten auf ganzer Linie. Weiter ging es wieder Richtung City, zur Mercedes Benz Arena, wo wir in der Kneipe direkt am Stadion gegessen und die Bundesliga-Konferenz geschaut haben. Anschließend Spaziergang am Neckar und durch Bad Cannstatt. Abends zum Abschluss des Tages auf den Rotenberg mit toller Aussicht auf das beleuchtete Stuttgart. Der Stadtteil Rotenberg liegt wunderbar gelegen an den Weinhängen hoch über der Stadt, zahlreiche Weinlokale und Restaurants säumen die kleinen, engen Gassen. Es war wunderschön.

Der Sonntag zeigte sich dann auch wettertechnisch von seiner schönsten Seite, sonnig und über 25 Grad. Von daher auch eher die Seele bäumeln lassen. Frühshoppen im Biergaten des Stuttgarter Schlossgartens, in der Sonne liegen, in die Cafés des Schlossparkes einkehren. Abends dann VFB-Spiel in der Kneipe geschaut. Neben uns saß ein Schwabe, so mitte sechzig, der sich über fast alles aufgeregt hat. Über die Spielweise und Einstellung des VFB, über die Frisur von Khedira, eben alles. Nur Thurn und Taxis bekam sein Fett nicht weg. Abends dann in einem kleinen schwäbischen Dörfle schwäbischen Rostbraten gegessen. Es war köstlich.

Montag ging es dann leider schon wieder zurück. Aber Stuttgart, die Menschen und die Landschaft hat mir so gut gefallen, dass ich schon morgen wieder hinfahren könnte. Und das kann ich nicht über jede Stadt behaupten, die ich mir schon mal angeschaut habe.

Mehr Fotos von der Reise gibt es hier.

Es war wunderschön!

War für ein verlängertes Wochenende bei Freunden in Stuttgart, zum ersten Mal die baden-württembergische Landeshauptstadt besucht. Erster Eindruck war mehr als positiv und nach drei Tagen Sightseeing und ein bisschen Eintauchen in die schwäbische Lebensart bin ich immer mehr begeistert von Stuttgart. Ausführlicher Reisebericht und Fotos folgen demnächst.

Blick vom Rotenberg auf das beleuchtete Stuttgart. Einer der schönsten Aussichtspunkte der Stadt.


Premier League 2008/2009: Preview 1. Spieltag

Es geht also wieder los. Die Premier League startet in die neue Saison. Wie gesagt, ich bin am Wochenende in Stuttgart, von daher zu den Ereginissen in den nächsten Tagen hier erst später mehr. Die Zeit ist schon etwas fortgeschrittener als ich dachte und mir heute Nachmittag noch zwei Termine dazwischen gekommen sind, verweise ich auf ein paar Preview von Mark Lawrenson bei der BBC.

Live-Spiele bei PREMIERE

  • FC Arsenal – West Bromwich Albion, Samstag ab 13h40
  • FC Chelsea – FC Portsmouth, Sonntag ab 14h25
  • Manchester United – Newcastle United, Sonntag ab 16h55

Ab nächstem Wochenende gibt es dann hier die gewohnte längere Vorschau. Ein schönes Wochenende und viel Spaß beim Fußball oder was auch immer.

Premier League 2008/2009 – Sehen, hören und lesen

Nachfolgend ein paar Tipps, wo man auf den unterschiedlichen Verbreitungswegen an der Berichterstattung über die Premier League teilnehmen kann. Für Vollständigkeit kann ich nicht garentieren. Wer noch Tipps und Hinweise hat, kann dies gerne in den Kommentaren kundtun.

So sehe ich die Premier League…

  • Für die deutschen Kabelkunden führt an PREMIERE leider kein Weg vorbei. Das Sparprogramm hat sich jetzt auch auf die Premier League ausgewirkt. Man zeigt drei Spiele pro Spieltag – in der englischen Wochen zwei Spiele pro Spieltag -  mit dem Fokus auf die Top Four, wobei ein Verein nicht immer gezeigt wird. Wird wohl den FC Liverpool sehr häufig treffen. Sendetermine für die Live-Spiele gibt es in den TV-Guides von PREMIERE [1; 2]. Zudem gibt es wieder das Premier League Magazin. Die halbstündige Sendung gibt es am jedem Samstag vor dem ersten Premier League Spiel. Montags gibt es die Sendung Premier League Kompakt mit allen Spielen und allen Toren. Das Magazin dauert 60 Minuten und beginnt um 19h15. Solange die Primera Division noch spielfrei hat, beginnt Premier League Kompakt um 20h00. Ansonsten hat sich nichts Wesentliches geändert. Auch die Kommentatoren bleiben die gleichen wie die letzten Spielzeiten, also vor allem Sven Schröter, Andreas Renner, Markus Gaupp, Marco Hagemann und Wolff Fuss. Und wenigstens ein bisschen Hoffnung habe ich noch, dass wir wieder zwischen Weihnachten und Neujahr eine Premier League Konferenz bekommen, zumal es ja auch nur zwei volle Spieltage gibt.
  • Wer etwas mehr Geld ausgeben will und nicht an einen Kabelnetzanbieter gebunden ist, der kann auf die großen ausländischen PAY-TV Sender zurückgreifen. Sky Sports zeigt 92 Spiele aus der Premier League live, zudem gibt es Aufzeichnungen zahlreicher Spiele. Sky Italia zeigt bis zu 6 Spiele aus der Premier League pro Wochenende. Wer da Interesse zeigt, dem sei der entsprechende Thread im Digitalfernsehen-Forum empfohlen.
  • Zumindest keine Live-Bilder, aber alle wichtigen Interviews, Nachrichten und Hintergründe gibt es auch in der Videoabteilung von Sky Sports.

So höre ich die Premier League…

  • Für alle Premier League Fans führt am Football Weekly Podcast des Guardian kein Weg vorbei. Der Podcast wird zweimal wöchentlich aufgenommen und montagabends und donnerstagabends ins Netz gestellt. In 45 Minuten wird sachlich, unterhaltsam über englischen, aber auch ausländischen Fußball diskutiert. Regelmäßige Studiogäste sind die Fußball-Journalisten des Guardian, per Telefon schalten sich die Fußballkorrespondenten aus Deutschland (Raphael Honigstein von der Süddeutschen Zeitung) und aus Spanien (Sid Lowe) dazu. Regelmäßige Updates gibt es auch vom italienischen Fußball, ist der Moderator der Sendung, James Richardson, Kenner und begeisteter Anhänger der Serie A. Die erste Folge zur neuen Saison gibt es am kommenden Donnerstag.
  • Wer sich sonst noch via Radio oder Livestream über die Premier League informieren möchte, kann dies am besten mit BBC Radio Five Live anrichten. Von Montag bis Freitag werden täglich von 20h00 bis 23h00 deutscher Zeit die wichtigsten Sportnachrichten des Tages mit Experten diskutiert. Die Premier League nimmt da einen besonderen Stellenwert ein. Ganz besonders empfehlen kann ich den Monday Night Club, immer montags ab 20h00, wo das Premier League Wochenende nochmal analysiert wird. Jeden Freitag gibt es ab 20h00 die Premier League Preview Show. BBC Radio Five Live hat auch zahlreiche Fußball-Podcasts im Programm. Empfehlen kann ich den Five Live Football Daily, der die Sportsendung des Abends nochmal zusammenfast, 6-0-6, das Phone-In der Fußball-Fans, und die Sendung Sportsweek, die immer sonntags ab 10h00 interessante Gäste aus der Welt des Sports interviewt.

So lese ich die Premier League…

Und wer lieber deutsche Medien haben will…

  • Dem sei gesagt, dass hier die Berichterstattung über die Premier League nicht so ausführlich ist. Das Sportportal Spox zeigt die Highlightvideos der Premier League Spiele, die bei PREMIERE gelaufen sind. Zudem gibt es auch einen halbwegs brauchbaren News-Ticker.
  • Ansonsten darauf hoffen, dass die Artikel von Raphael Honigstein über die Premier League in der Süddeutschen Zeitung ebenfalls online gestellt werden (oder die SZ kaufen).
  • Der KICKER berichtet auf ein, zwei Seiten montags und donnerstags über die Premier League. Zudem gibt es am kommenden Montag wieder ein kleines Sonderheft zur Premier League (danke an Miro für den Hinweis per Kommentar).

Oder einfach mal hier vorbeischauen. Ich werde für jeden Spieltag eine Preview schreiben, und wenn ich Zeit habe am Wochenende die Spiele live mitbloggen. Nicht immer, aber einige werden es wohl werden. Ansonsten je nach Aktualität und Zeit gibt es auch ein paar Hintergründe.

Dann kann es ja auch bald losgehen. Da ich am Wochenende in Stuttgart bin, kriege ich nicht so richtig viel vom ersten Spieltag mit. Aber ich nehme mir die Spiele auf. Preview auf den ersten Spieltag erfolgt dann im Laufe des Donnerstag.

Premier League 2008/2009 – Die Aufsteiger

Von vorneherein gelten die Aufsteiger als die ersten Abstiegskandidaten. Das hat vor allem auch finanzielle Gründe, haben die Vereine in der Championship, also der zweiten Liga in England, einfach weniger Geld zur Verfügung. Und auch der Aufstieg macht die Klubs nicht gerade finanzstärker als zum Beispiel Wigan, Fulham oder Sunderland. Heißt konsequenterweise auch, dass sie normalerweise spielerisch nicht mithalten können. Für West Bromwich Albion, Stoke City und Hull City kommt es also vor allem darauf an, spielerische Defizite durch höhere Laufbereitschaft, Einsatz und Leidenschaft zu kompensieren.

West Bromwich Albion ist die klassische Fahrstuhlmannschaft. Nur einmal hat man es geschafft nach einem Aufstieg in der Premier League eine weitere Saison dranzuhängen. Das war 2003/2004 und 2004/2005. PREMIERE-Zuschauer der frühen Zeit können sich vielleicht noch an den letzten Spieltag der Saison 2003/2004 erinnern, als the Baggies den Klassenerhalt schafften – als bisher einziges Team in der Premier League, das an Weihnachten noch Tabellenletzter war. Nun unternimmt man also einen neuen Versuch dieses Kunstwerk zu wiederholen. Das liegt durchaus im Bereich des Möglichen, hat man doch ein duchaus spielstarkes Mittelfeld. Die Frage ist nur, wer die Tore schießen soll. Kevin Phillips, Torgarant in den letzten zwei Jahren mit 38 Toren in 71 Einsätzen, ist zu Birmingham City gewechselt. Die Verantwortung Tore zu erzielen hat jetzt Like Moore, der von Aston Villa kam. Zudem verpflichtete man eines der größten englischen Torwarttalente mit Scott Carsen, der vom FC Liverpool geholt wurde. Wenn ich es einem der drei Aufsteiger zutraue die Liga zu halten, dann ist es West Bromwich Albion.

Stoke City setzt vor allem auf seine zwei Neuzugänge, die dem Team die Qualität bringen sollen um die Liga zu halten. Dave Kitson kam vom FC Reading, zudem verpflichtete man Seyi George Olofinjana von den Wolverhampton Wanderers. Aber ob das eben ausreicht, ist auch die andere Frage. Das einzige, was vielleicht helfen könnte, ist, dass Stoke den Gegnern ihr Spielsystem mit den langen, hohen Bällen aufzwingen kann, ganz kompakt in der Defensive stehen und vielleicht den ein oder anderen Konter setzen. Von den Potters darf man keine Wunderdinge in Sachen spielerische Highlights erwarten, aber vielleicht kann das ja auch von Vorteil sein.

Gleiches gilt ungefähr für Hull City, die aber mehr Erfahrung neben als auf dem Platz haben. Trainer Phil Brown hat viel Erfahrung in der Premier League, war Assisstenztrainer von Big Sam Allardayce bei den Bolton Wanderers. Sein Assisstent Brian Horton hatte unter anderem schon die Verantwortung bei Manchester City und Port Vale. Der Kader wird schlicht nicht gut genug für die Premier League sein. Leistungsträger ist vor allem der wallisische Nationaltorwart, Boaz Myhill. Der Rückhalt soll der Abwehr Stabilität geben. Man hat sich punktuell ganz gut verstärkt. George Boateng kam aus Middlesbrough, Geovanni von Manchester City und Anthony Gardner von den Tottenham Hotspur. Eine Einheit muss man wohl erst noch finden. Aber dafür hat man ja das erfahrene Trainerteam um Phil Brown und Brian Horton.

Und dass Aufstieger den Experten alle Prognosen einen Strich durch die Rechnung machen und durchaus für Furore in der Premier League sorgen können, hat zuletzt – auch entgegen aller Erwartungen – der FC Reading vor zwei Jahren gezeigt. Alles ist also möglich, wenn auch weniger wahrscheinlich.