DFB-Pokal 2008/2009 2. Runde, Erzgebirge Aue – Werder Bremen
Dienstag, 23. September 2008 18:27
Thema: Fußball, Live-Blog, Werder Bremen | Kommentare (0) | Autor: medispolis
Dienstag, 23. September 2008 18:27
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Montag, 22. September 2008 21:00
Zwei verkehrspolitische Themen bestimmen zurzeit die Innenpolitik in Bremen. Einmal landen wir dann ganz schnell wieder beim fehlenden Geld in der Hansestadt, bei dem anderen Schwerpunkt landet Bremen in einem Strudel aus Wirtschaftsinteressen, Privatisierungszwängen der Bahn und der eher geringen Kooperation zwischen den Bundesländern Bremen und Niedersachsen.
Kommen wir zum einfachen Teil: Die Stadt Bremen und die niedersächsichen Gemeide im Grenzgebiet der beiden Bundesländer haben vor vielen Jahren beschlossen das Straßenbahnnetz Bremens zu erweitern. Dabei geht es vor allem um die Anbindung des Bremer Umlandes an die Innenstadt. So soll zum Beispiel die Linie 1 über Osterholz bis nach Bremen-Mahndorf verlängert werden, die Linie 4, meine Stammbahn, soll über Borgfeld bis nach Lilienthal ausgebaut werden, zudem soll es im Süden Bremens eine Anbindung nach Stuhr erfolgen. Bei den meisten Bauvorhaben wurden auch schon die ersten Arbeiten begonnen. Doch jetzt hat man festgestellt, dass die Baumaßnahmen deutlich teurer werden. Angeblich soll es eine niedrige dreistellige Millionensumme sein. Eine Summe, die Bremen nicht aufbringen kann. Und auch die Gemeinden im Umland haben jetzt erhebliche Zweifel geäußert, dass die Projekte noch vollendet werden können. Warum man jetzt einfach ganz plötzlich feststellt, dass alles teurer wird. Alle Kostenschätzungen beruhen auf Materialpreisen des Jahres 2000. Und man hat nicht beachtet, dass es auch sowas wie Inflation gibt.
Gehen wir von den Straßenbahnschienen auf die Eisenbahnschienen. Heute gab es in Oldenburg eine Veranstaltung mit dem klangvollen Titel “Schienengüterverkehr – Perspektiven für die Wirtschaft in Niedersachsen und Bremen”. Darum geht es in Kürze: Durch den Bau des Tiefseewasserhafens in Wilhelmshaven und den weiter ansteigenden Güterumschlag in Bremerhaven platz das nicht gerade exellent ausgebaute Schienennetz aus allen Nähten. Die Strecken von Bremen nach Hamburg und Hannover haben kaum noch Kapazitäten. Und von 2008 bis 2015 wird mit einer nochmaligen Verdopplung des Schienengüterverkehrs zu den Häfen gerechnet. Heißt für Norddeutschland im Allgemeinen und Bremen im Speziellen: Ausbau des Schiennetzes. Otto Wiesheu aus Bayern, seines Zeichen auch im Vorstand der Deutschen Bahn, bringt es auf den Punkt:
„Deutschland ist eine der Top-Wirtschaftsnationen der Welt. Um diese Position zu behaupten, ist eine gut ausgebaute Infrastruktur als Voraussetzung für eine effiziente Logistik unabdingbar. Dies gilt besonders für den Seehafen-hinterlandverkehr.”
Und die IHK stellt konkrete Forderungen:
“Viele Eisenbahnstrecken in Norddeutschland sind bereits jetzt überlastet wie zum Beispiel Hamburg – Bremen oder Bremerhaven – Bremen – Hannover. Am Neubau der Y-Trasse führt daher kein Weg vorbei.”
Da hat man jetzt eine wunderbare Pressemitteilung veröffentlicht mit tollen, teils auch notwendigen Forderungen. Seit sieben Jahren gibt es konkrete Planungen für den Bau der Trasse. Und man ist nicht ein Stück weiter gekommen. Das Projekt ist umstritten, aber notwendig. Und wahrscheinlich jetzt aber schon zu spät. Da hat man sieben Jahre für nichts verstreichen lassen. Es sind sich alle Parteien einig, dass die Strecke aber kommen muss. Die CDU sieht sie als unverzichtbar. Dann frage ich mich, warum man heute noch nicht weiter ist. Alle wollen sie, doch noch ist nichts geschehen. Auch im Bundestag wurde der Sachverhalt schon mehrfach diskutiert.
Aber es scheint bis jetzt so wie immer. Worten folgen keine Taten. Was nützt es Bremen, Niedersachsen und Hamburg, wenn ständig über die Y-Trasse gesprochen wird, es aber null Fortschritt bei Planung und Bau gibt. Bis jetzt waren Pressemitteilungen immer Papier- und Zeitverschwendung. Ob es diesmal anders wird? Zweifel sind angebracht.
Thema: Bremen, Wirtschaft | Kommentare (0) | Autor: medispolis
Montag, 22. September 2008 15:29
Ich habe in den letzten Wochen vor allem ARD und ZDF häufig kritisiert, dass sie nicht ausführlich genug über die bevorstehende US-Wahl berichten, und wenn nur, erst sehr kurzfrisitg über die Sendetermine informieren (bei der Rede von Barack Obama waren es gerade mal 24 Stunden vorher).
Aber man scheint bei den Öffentlich-Rechtlichen zu lernen. Heute gab man bekannt, dass man alle vier TV-Duelle vor der US-Wahl, dreimal zwischen den Präsidentschaftskandidaten und einmal zwischen den Vize-Präsidenten, live übertragen wird. Und das hat man sogar vier Tage vor dem ersten Duell bekanntgegeben.
Quelle: Quotenmeter
Thema: TV und Radio, US Wahl 2008 | Kommentare (1) | Autor: medispolis
Sonntag, 21. September 2008 14:37
[17h00] Halbzeit auch in den anderen Spielen. Hull führt 1:0 gegen Everton, Man City mittlerweile 2:0 gegen Portsmouth. Keine Tore zwischen Tottenham und Wigan.
[16h57] Endstand FC Chelsea – Manchester United 1:1 Der große Hit war es nicht an der Stamford Bridge. Dafür hat Manchester United vor allem in der zweiten Hälfte zu wenig nach vorne getan. Dafür hat der FC Chelsea viel zu selten die Möglichkeit des schnellen Spiels über die Flügel. Und die Alibi-Flanken von Bosingwa können nicht der Weisheit letzter Schluss gewesen sein. Die Red Devils mit starken ersten 20 Minuten, dann wurde Chelsea sukzessive stärker und kam verdient zum Ausgleich. Damit bliebt der FC Arsenal weiter Tabellenführer.
[16h53] Drei Minuten Nachspielzeit
[16h47] Fünf Minuten noch. Ein atemberaubendes Spiel jetzt, es geht rauf und runter. Auch Manchester United nimmt wieder am Offensivspiel teil. Tendenz ist aber, dass Chelsea weiter zulegt und hier eher auf die Führung geht.
[16h42] FC Chelsea – Manchester United 1:1, Salomon Kalou, 80. Minute Ein glückliches Händchen von Felipe Scplari. Chelsea kann ausgleichen, natürlich nicht aus dem Spiel raus, sondern per Standard. Freistoß von Obi Mikel, der Ball wird immer länger, in der Mitte können sich Terry und Kalou gegen Ferdinand durchsetzen, und Kalou köpft dann aus kurzer Distanz ein. Neuer Aggregatzustand für die letzten 10 Minuten!
[16h35] Eine Szene, wie sie ins Bild passt. Erstmals ein schöner Angriff der Blues über rechts, Joe Cole mit der Hereingabe. In der Mitte steht Anelka freistehend vor dem leeren Tor und trifft den Ball nicht. Knapp 15 Minute noch. Aggregatzustand des Spiels weiter unverändert.
Wechsel FC Chelsea: Salomon Kalou für Michael Ballack. Wechsel Manchester United: John O’Shea für Ji Sung Park.
[16h28] Frage mich gerade, warum Chelsea so spielt, wie sie spielen. Häufig durch die Mitte, wenig über die Flügel. Chancen werden nicht genutzt, es kommen wenig kreative Ideen aus dem Mittelfeld. Im Moment ist das ein kleiner Rückfall in Zeiten, als Avram Grant noch Trainer war. Da ist man weit von der Leistung gegen Manchester City oder Bordeaux entfernt. Liegt das jetzt einzig und allein am Fehlen von Deco? Klar verteidigt Manchester United hervorragend, aber trotzdem ist das nicht der FC Chelsea, den man in den ersten vier Spielen der Saison gesehen hat.
[16h20] Blick auf die anderen Spiele. Nach 20 Minuten führt Manchester City mit 1:0 gegen Portsmouth durch einen Treffer von Jo, Hull City ist in Führung gegangen gegen den FC Everton. Noch keine Tore bei Wigan gegen Tottenham.
[16h17] Das Spiel setzt da fort, wo es vor dem Halbzeitpfiff aufgehört hat. Chelsea besser, mit mehr Ballbesitz, aber auch weiterhin nicht mit den großen, klaren Chancen. ManU beschränkt sich vollkommen auf die Defensive und kommt nur noch sporadisch vor das Tor von Cech.
Wechsel Manchester United: Christiano Ronaldo für Paul Scholes.
[16h09] Wechsel FC Chelsea: Didier Drogba für Florent Malouda. Weiter geht es mit der zweiten Hälfte.
[15h52] Halbzeit FC Chelsea – Manchester United 0:1 Der englische Meister hat sich die Führung vor allem in den ersten 20 Minuten verdient. Da war Manchester besser, spielbestimmender und hat die wenigen Chancen gut genutzt. Chelsea brauchte lange um in diese Partie zu finden, ab der 30. Minute wurden die Blues stärker und präsenter im Mittelfeld. Aber man spielt noch zu häufig durch die Mitte. Das ist zu leicht vorauszuschauen für Manchester United.
[15h49] Drei Minuten Nachspielzeit in der ersten Hälfte
[15h43] Noch knapp fünf Minuten bis zur Pause. Chelsea kommt jetzt besser in diese Partie und wirkt vor allem im Mittelfeld sehr viel präsenter als in den ersten knapp 35 Minuten, von daher verlagert sich das Spiel jetzt immer mehr in die Hälfte der Red Devils. Aber bis jetzt ist der Abschluss der Blues noch ausbaufähig. Man kombiniert ganz sicher, aber es fehlt die große, klare Torchance. Der FC Chelsea schafft es bis jetzt nur die Statistik des Ballbesitzes etwas ausgeglichener zu gestalten.
Fernschuss aus fast 30 Metern von Alex (“Der kann schießen wie ein Pferd” – Wolff Fuss), aber Kuszczak kann parieren. Chelsea bleibt spielbestimmend.
[15h34] Wechsel Manchester United: Van der Sar kann nicht weitermachen. Versucht es nochmal, fällt dann mitten bei Angriff von Chelsea in sich zusammen und zieht sich damit den Zorn des gesamten Publikums auf sich. Tomasz Kuszczak kommt ins Tor.
[15h30] Ganz knifflige Situation im Strafraum von Manchester United. Neville mit zu kurz geratener Kopfballrückgabe für seinen Torwartt, Malouda sprintet dazwischen, legt den Ball sich etwas vor. Van der Sar kommt raus, will zwar zum Ball, trifft ihn aber nicht. Malouda und Van der Sar rasseln ineinander. Ganz schwierig zu entscheiden. Es gibt keinen Elfmeter. Für englische Maßstäbe ok, in Deutschland hätte es wohl einen gegeben.
[15h21] FC Chelsea – Manchester United 0:1, Ji Sung Park, 18. Minute. Und wieder das gleiche Bild, Chelsea verliert den Ball im Aufbau, ManU drückt das Gaspedal voll durch, langer Ball auf Evra, der zurücjkauf Rooney legt. Dessen Schuss kann Cech nicht festhalten, Park staubt zur Führung ab. Die gesamte Chelsea-Defensive zu weit weg. Absolut verdiente Führung für den englischen Meister in einem guten Fußballspiel.
So, ManU führt auswärts. Wie letzte Woche. Jetzt darf man nur nicht wie ein Fünfligist auftreten in den letzten 72 Minuten.
[15h20] Ferdinand ist kein Knipser. Nach Ballverlust von Chelsea in der Vorwärtsbewegung hat ManU Überzahl, Rooney legt auf den mitgelaufenen Innenverteidiger Ferdinand, der – wie sollte es bisher auch anders sein in diesem Spiel – freistehend an einem klasse regierenden Peter Cech scheitert. Ball touchiert noch die Latte.
[15h16] Wechsel FC Chelsea: Alex für Ricardo Carvalho
[15h12] Kurze Zeit später die riesen Chance für Chelsea zur Führung. Anelka legt per Kopfball auf Joe Cole, der Evra abschütteln kann und dann freistehend aus 10 Metern sich eigentlich Van der Sar ausgucken kann und nur einschieben braucht. Eigentlich. Joe Cole schießt einen Meter neben den rechten Pfosten.
[15h09] Manchester United beginnt hier, als hätten sie in den letzten Tagen von Sir Alex heftig den Hintern versohlt bekommen. Mit Druck und Spielwitz nach vorne. Erste Chance dementsprechend für die Red Devils, als Hargreaves von rechts flankt und Fletcher in der Mitte fast freistehend den Ball nicht richtig trifft und somit knapp verzieht. Da hatte auch die Abstimmung zwischen Carvalho und Terry nicht optimal funktioniert. Ganz munterer Beginn, die ersten Minuten leichter Vorteil für die Gäste.
[15h04] Es ist angerichtet. Los geht es. Manchester mit Anstoß, Chelsea ganz in Blau von links nach rechts.
[14h57] Die Aufstellungen an der Stamford Bridge
FC Chelsea: Cech – Bosingwa, Carvalho, Terry, Ashley Cole – Obi Mikel, Lampard, Ballack, Joe Cole – Malouda, Anelka
Manchester United: Van der Sar – Neville, Ferdinand, Evans, Evra – Fletcher, Hargreaves, Scholes, Park – Berbatov, Rooney
Deco verletzt sich beim Aufwärmen, deshalb Ballack kurzfristig in der Startelf der Blues !
[14h53] Im Mittagsspiel der Premier League gewinnt Aston Villa bei West Bromwich Albion mit 2:1, klettert damit auf Platz Vier. John Carew und Gabriel Agbonlahor schossen die Treffer zum Sieg.
[14h51] Es ist eben auch nicht das Spitzenspiel, weil Manchester United noch nicht in die Spur der Vorsaison gefunden hat. Und es hakt an vielen Ecken und Enden. Im Sturm fehlt noch die Durchschlagskraft, das Mittelfeld wirkt teils durch die Abwesenheit von Ronaldo, teils auch durch Verletzungen, nicht präsent genug und schafft es nicht eine Verbindung zwischen Abwehr und Sturm zu schaffen. Bestes Beispiel dafür was die zweite Halbzeit in Liverpool. Ganz anders der FC Chelsea: Erfolgreich, schön gespielt, gut in der Defensive, und offensiv mit der nötigen Präzision vor dem Tor. Von daher: Für mich der FC Chelsea leichter Favorit heute.
[14h42] Chelsea mit der gleichen Aufstellung wie beim Sieg in der Champions League gegen Bordeaux, also Michael Ballack zunächst mal nur auf der Bank. Auf der Bank sitzt bei Manchester United auch Christiano Ronaldo, das Sturmduo bilden Dimitar Berbatov und Wayne Rooney. Die Red Devils im 4-4-2, damit Tevez nur auf der Bank. Hargreaves ersetzt den verletzten Michael Carrick. Jonny Evans ersetzt den gesperrten Vidic in der Innenverteidigung.
[14h39] PREMIERE beginnt bereits ab 14h45 mit den Vorberichten. Es kommentiert Wolff Fuss.
[14h37] Schönen Nachmittag. Ich scheue mich den Begriff Spitzenspiel für das heutige Aufeinandertreffen zu verwenden. Denn das ist es eigentlich nicht. Aber es ist eine ganz besondere Partie, wenn die beiden besten englischen Mannschaften im Westen Londons aufeinandertreffen.
Thema: Live-Blog, Premier League | Kommentare (0) | Autor: medispolis
Freitag, 19. September 2008 11:02
Nach den Spielen im Europapokal geht es jetzt am Wochenende weiter mit dem 5. Spieltag in der Premier League. Die englischen Mannschaften haben zwar alle punkten können, dennoch ganz unterschiedliche Spiele absolviert. Liverpool und Chelsea konnten mit wichtigen Siegen überzeugen, für Arsenal gegen Kiew und Manchester United gegen Villarreal reichte es nur zu einem Remis, wobei das den Gunners mehr nützt als dem Team von Sir Alex. Aston Villa ist nach dem 3:1 bei Litex Lovech so gut wie in der Gruppenphase, tat sich über weite Strecken der Partie schwer. Manchester City siegte knapp auf Zypern, Everton trennte sich 2:2 von Standard Lüttich und musste zweimal einen Rückstand aufholen. Heimsiege gab es für den FC Portsmouth (2:0 gegen Guimaraes) und die Tottenham Hotspur (2:1 gegen Wisla Krakau).
Und Tottenham ist auch ein ganz gutes Stichwort für diesen Spieltag. Montagabend verlor man das zweite Heimspiel dieser Saison gegen Aston Villa mit 1:2. Heißt als Konsequenz für die Spurs nach dem vierten Spieltag: Rote Laterne im Nordosten Londons, ein Punkt steht zu Buche. Die Situation erinnert schon jetzt fatal an die vergangene Saison, als Martin Jol nach verpatztem Saisonstart im Oktober entlassen wurde. Jetzt ist Jol mit dem Hamburger SV Tabellenführer in Deutschland und die Spurs-Fans schauen schon neidisch in die Hansestadt. Sollten die Spurs durch den Sieg im UEFA-Cup nicht auch Rückenwind für die Liga bekommen, sieht es düster aus für Juande Ramos. Ewig Zeit wird auch der Spanier nicht bekommen.
Kommen wir damit zum nächsten Battleground in der Premier League: St James’ Park in Newcastle. Die Fanproteste der vergangenen Woche haben bei Besitzer Mike Ashley Spuren hinterlassen. Er habe sich entschieden, so teile er Anfang der Woche mit, den Verein zu verkaufen. Unter der Woche war Ashley im Nahen und Mittleren Osten um Newcastle dort schmackhaft zu machen. Doch den Verein wollte niemand haben. Und einen neuen Trainer hat er auch noch nicht gefunden. Paul Ince von den Rovers war immer wieder mal im Gspräch, hat aber abgesagt. Momentan hat Chris Hughton, Assistenztrainer unter Kevin Keegan, die Betreuung der Mannschaft übernommen. Doch auch der sehnt sich nach einem neuen Trainer. Mike Ashley – ohne Käufer, ohne Trainer, gehasst von den Fans, und durch den Kauf von Newcastle immer noch verschuldet. Es gibt schönere Abschnitte im Leben.
Und die Premier League zeigt an diesem 5. Spieltag mal wieder Flexibilität bei der Spielplangestaltung. Fünf Spiele am Samstag, fünf Spiele am Sonntag. Alle UEFA-Cup Teilnehmer und das Spitzenspiel gibt es am Sonntag zur besten Kaffeezeit.
FC Sunderland – FC Middlesbrough
Der Spieltag eröffnet mit der Partie im Stadium of Light. Derby Nummer eins an diesem Spieltag an der Ostküste Englands. Nach einem doch durchaus vielversprechenden Saisonstart ist bei der Heimmannschaft im Moment der Knoten wieder drin. Zwar gab es letzte Woche ein 1:1 bei Wigan, doch vier Punkte nach vier Spielen sind für die auf dem Transfermarkt sehr tätig gewesenen Black Cats auch eher enttäuschend. Deutlich besser startete Middlesbrough und wurde erst letzte Woche mit der Auswärtsniederlage gegen Portsmouth gestoppt. Sunderland kann mit einem Heimsieg am Team von Gareth Southgate vorbeiziehen. Vielleicht trifft ja sogar ein Neuzugang.
West Ham United – Newcastle United
Es ist die Partie, die am Samstag im Fokus stehen wird. Der neue Trainer der Hammers, Gianfranco Zola, gibt sein Heimdebüt. Und über die Brisanz bei Newcastle braucht man keine Worte mehr verlieren. Je länger die Magpies nicht gewinnen, desto brenzliger wird die Situation im Vereinsumfeld. Und die Frage ist, ob Mike Ashley überhaupt jemanden finden wird, der diesen Verein übernehmen will. Einen freut das Theater besonders: Sportdirektor Dennis Wise. Denn hat bis jetzt noch einen Job. Auch aus Sicht der Tabelle ist es ein wichtiges Spiel für West Ham. Mit einem Sieg könnte man in höhere Tabellenregionen vordringen. Das wäre dann ein Einstand nach Maß für den neuen italienischen Trainer.
FC Liverpool – Stoke City
PREMIERE live ab 15h55; Kommentar: Marc Hindelang
Ob man an der Anfield Road schont ein bisschen von der Meisterschaft träumt? Jedenfalls hat der letzte Spieltag gezeigt, dass man die Reds dieses Jahr wohl auf der Rechnung haben sollte. Dafür muss man aber auch die Pflichtaufgaben gewinnen. Und dazu gehört das Heimspiel morgen gegen den Aufsteiger Stoke City, der den vorletzten Tabellenplatz belegt und im Moment noch Lehrgeld in der Premier League zahlt. Man spielt nicht schlecht, kann durchaus mithalten, letzlich reicht es aber nur selten für Punktgewinne. Die Partie in Liverpool ist für die Potters allerdings leicht anzugehen. Die Erwartungen sind gering, wie beim bisher einzigen Saisonsieg gegen Aston Villa. Die Reds beginnen wieder mit Torres und Gerrard in der Startelf. Unklar ist, ob Robbie Keane von Beginn an spielt. Je nachdem, welches System Benitez spielen lässt. Die Sun meldet heute, dass Dirk Kuyt in der Winterpause zum Hamburger SV wechseln will.
Blackburn Rovers – FC Fulham
Tja, wer hätte das gedacht. Fulham galt für viele als Abstiegskandidat, der die ganze Saison um den Klassenerhalt kämpfen muss. Doch die ersten Partien haben gezeigt, dass die Cottagers alles andere als ein Abstiegskandidat sind. Heimsiege gegen Arsenal und Bolton, nur auswärts klappt es noch nicht besonders. Dafür gibt es jetzt die nächste Chance gegen Blackburn, bei denen es weder zuhause noch auswärts wirklich rosig läuft. Acht Gegentore in den letzten zwei Spielen haben die Schwachstelle dieses Teams offenbart. Vielleicht weiß Fulham dies zu nutzen.
Bolton Wanderers – FC Arsenal
PREMIERE live ab 18h25; Kommentar: Andreas Renner
Die Gunners sind zurzeit on the Road. Letzten Samstag Blackburn, unter der Woche Kiew, jetzt am Samstagabend im Setanta-Livespiel geht es zu den Bolton Wanderers. Und wenn man so auftritt wie letzte Woche in Blackburn, braucht man sich keine großen Sorgen machen. Die Wanderers spielen zurzeit in allen Mannschaftsteilen unter ihren Möglichkeiten, formulierte es Bolton-Manager Gary Megson. Besonders der Ausfall von Stürmer Elmander ist schwerwiegender als gedacht.
West Bromwich Albion – Aston Villa
Das Derby in Midlands, zwei große Rivalen treffen aufeinander. West Brom gegen Aston Villa, beide Teams sind in der Metropolregion um Birmingham beheimatet. Aufgrund der großen Sicherheitsvorkehrungen wird dieses Spiel ähnlich wie Sunderland gegen Middlesbrough bereits zur Mittagszeit angepfiffen. Es ist das 131. Aufeinandertreffen der beiden Klubs in der Liga. Für Sky Sports sind dies alles Attribute dieses Spiel live vor dem großen Aufeinandertreffen der Big Four zu zeigen.
FC Chelsea – Manchester United
PREMIERE live Sonntag ab 14h45; Kommentar: Wolff Fuss
Es ist die Revanche für Moskau, es ist die Revanche für die letzten zwei Mannschaften, es ist die Revanche für alles. Die zwei erfolgreichsten Mannschaften der letzten Jahre auf der Insel treffen an der Stamford Bridge aufeinander. Viel mehr braucht man dazu eigentlich auch nicht sagen. Es sei denn, man heißt Sir Alex Ferguson. Der hat via diverser Medien den Rundumschlag gemacht. Es kann nicht sein, dass Manchester United in dieser frühen Phase der Saison zwei Auswärtsspiele bei direkten Konkurrenten um den Titel habe. Und dass die rote Karte von John Terry von der FA zurückgezogen wurde und der Chelsea-Kapitän am Sonntag damit spielberechtigt ist, bestätigt den Verdacht von Sir Alex, dass man Manchester United nicht mehr als Meister sehen will. Mehr dazu in der Spox-Kolumne von Raphael Honigstein. Was der Sir dabei aber gerne übersieht, ist, dass sein Team alles andere als gut in die Saison gestartet ist. Und daran ist weder John Terry noch der Spieplan schuld. Chelsea führt die Tabelle an und ist exellent in die neue Spielzeit gekommen. Michael Ballack steht vor seiner Rückkehr in die Startelf und könnte ins rechte Mittelfeld rücken. Somit könnte Juliano Beletti oder alternativ Bosingwa wieder auf die rechte Abwehrseite rücken. Manchester United wird mit Ronaldo beginnen. Michael Carrick wird verletzt fehlen.
Manchester City – FC Portsmouth
Die beiden Teilnehmer des UEFA-Cup im direkten Duell in Eastlands. Portsmouth hat jetzt langsam in die Spur gefunden, vor allem auch daheim an der Südküste mit Siegen gegen Middlesborough und Guimaraes. Aiuswärts hat man vor allem mit dem Sieg in Everton auf sich aufmerksam gemacht. Manchester City sollte also gewarnt sein, zumal der erste Heimauftritt nach der Übernahme wenig optimal verlief. Beim 1:3 gegen Chelsea offenbarte vor allem die Defensive eklatante Schwächen.
Hull City – FC Everton
Wenn es in der noch frühen Saison bereits eine Überraschung gibt, dann ist es der Aufsteiger Hull City. Platz fünf, sieben Punkte. Das lässt sich sehr gut anschauen. Zuletzt gab es ein Auswärtssieg bei Newcastle United. Doch jetzt kommt der erste große Brocken im eigenen Stadion. Der FC Everton hat bisher ein makellose Bilanz auswärts. In der Fremde überzeugen die Toffees, zuhause setzt es die Niederlagen. Trotzdem war es für die Klubführung ausreichend Trainer David Moyes mit einem neuen 5-Jahres-Vertrag auszustatten.
Tottenham Hotspur – Wigan Athletic
Und das Sorgenkind beendet den Spieltag. Man kann also sich ausrechnen, wo die Reise hingeht, wenn man die zweite Halbzeit am Sonntagnachmittag beginnt. Ein Heimsieg gegen Wigan muss auf Basis der Erwartungen an der White Hart Lane und der spielerischen Qualität in diesem Kader einfach Pflicht sein. Trainer Juande Ramos sagte gestern Abend bei der BBC, dass er sich durch den Sieg gegen Krakau positive Effekte für die Performance in der Liga wünsche. Na denn, mal schauen. Dass Wigan auswärtsstark ist, hat man zuletzt beim 5:0 in Hull bewiesen. Ein Sieg der Spurs wäre balsam für alle in London. Wenn nicht, brennt der Baum wohl schon wieder vorzeitig (und nicht erst zu Weihnachten).
Ich blogge die Partie an der Stamford Bridge am Sonntag ab 14h30 live.
Thema: Premier League | Kommentare (1) | Autor: medispolis
Dienstag, 16. September 2008 17:19
Endlich ist es wieder soweit. Die Champions League startet in die neue Saison. 32 Teams kämpfen um den Fußballthron in Europa. Eine Vorschau auf die neue Saison gibt es bei Abenteuer Fussball. Das Champions-League ABC bei north-stand. Heute startet der erste deutsche Vertreter in die Champions League. Werder Bremen empfängt Anorthosis Famagusta aus Zypern. Die Norddeutschen konnten in den vergangenen vier Spielzeiten das Auftaktspiel nicht gewinnen. Diesmal geht es aber auch nicht gegen Inter oder den FC Chelsea. Es wartet Famagusta. Alles zu diesem Spiel und ein Blick auf die englischen Mannschaften ab 20h00 im Live-Blogging.
Thema: Champions League, Live-Blog, Werder Bremen | Kommentare (1) | Autor: medispolis
Dienstag, 16. September 2008 14:09
“Diejenigen, die voreilig von Licht am Ende des Tunnels gesprochen hätten, müssten nun feststellen, dass das in Wirklichkeit der entgegenkommende Zug war.”
Bundesfinanzminister Peer Steinbrück zur Finanzmarktkrise in den USA
Ich will das Thema Finanzmarktkrise und Bösenabsturz gar nicht aufgreifen, weil es in seiner Komplexität und Vielschichtigkeit sich nicht in einem Blogbeitrag abhandeln lässt. Vielmehr frage ich mich die ganze Zeit, was die Lehren aus solchen Ereignissen sein können/müssen. Und dann kommen dann solche Fragen, ob der Staat Banken und Wirtschaftsunternehmen helfen muss, und wenn ja, ob er das bei allen machen muss. Macht sich die Politik nicht handlungsunfähig, wenn sie ein Kreditunternehmen finanziell unterstützt, dem anderen jegliche Hilfe (vorerst) verweigert?
So könnte die Liste dann anfangen und irgendwann steht am Ende die Frage, ob man aus Sicht des Staates solche Krisen verhindern, oder zumindest in ihrer Wirkung abfedern kann. Finanzkrisen verhindern kann wohl keiner, aber ihre Wirkung abschwächen kann man. Und das ist Aufgabe der Politik. Das funktioniert aber nur so, dass man in Zeiten wirtschaftlichen Aufschwungs sich nicht auf den Früchten ausruht, sondern zu dieser Zeit weitere Reformen macht. Jetzt steht Finanzminister Steinbrück vor den möglichen Belastungen des Haushalts und das Ziel eines ausgeglichenen Haushalts 2011 scheint wieder gefährdet. Klar kann man da der nationalen Politik keine direkte Schuld aussprechen, dennoch zeigen die jüngsten Ereignisse, dass sich Politik ändern muss. Globalisierte Wirtschaft mit neuen Absatzmärkten, sinkenden Transaktionskosten und weltweiter Kapitalmobilität schön und gut. Die andere Seite der Medaille sehen wir jetzt, und die Politik sieht sie jetzt auch: Vielleicht schon zu spät. Aber Steinbrück hat ja den Zug schon gesehen, vielleicht hat er ein bisschen Geld zur Seite gelegt.
Thema: Wirtschaft, Zitat des Tages | Kommentare (1) | Autor: medispolis
Dienstag, 16. September 2008 12:09
Am kommenden Sonntag startet die neue Saison der Basketball-Bundesliga (BBL), für die meisten Basketball-Fans aber immer noch mit einer unzureichenden Emfangsverbreitung. Nur im Pay-TV sind die Live-Spiele zu verfolgen. Der Sender sportdigital.tv zeigt 100 Partien live, im Free-TV soll es Zusammenfassungen geben. Und die Betonung liegt hier auf soll. ARD, ZDF und die dritten Programme haben zwar Rechte für Highlights, aber die Frage, ob dann auch irgendwas gesendet wird, steht auf einem ganz anderen Blatt Papier.
Zum Empfang: sportdigital.tv gibt es als reines Internet-Angebot, via Satellit über ArenaSat und Entavio und über Kabel bei Unity Media und Kabel BW und im IPTV bei Alice. Klingt auf den ersten Blick großartig, nur sind davon schon mal 14 Bundesländer mit ihren Kabelkunden ausgeschlossen. Seit Jahren verkündet Sportdigital.tv, dass man an der Verbreitung in den Kabelnetzen arbeiten will, hat dies vor ein paar Monaten nochmal unterstrichen, aber der große Coup ist bei weitem noch nicht gelungen. Und darunter leidet vor allem die Basketball-Bundesliga, denn anders als im Gegensatz zum Handball gibt es hier so gut wie keine Free-TV-Präsenz.
Nun hat die Basketball-Bundesliga in persona ihres Geschäftsführers Jan Pommer verkündet, dass die Basketball-Bundesliga auch bei ARD, ZDF und den regionalen dritten Programmen zu sehen sein wird – als Mini-Zusammenfassung im Morgen- oder Mittagsmagazin, vielleicht, wenn man ganz viel Glück hat, auch in der Sportschau. Denn ARD und ZDF haben zwar Rechte, aber sie werden nicht gezwungen, sie auch zu nutzen. Trotzdem kommt man bei der BBL zu dieser optimistischen Aussage:
“Wir sind sehr erfreut, dass wir erneut eine für beide Seiten erfolgversprechende Einigung erzielen konnten [...] Dies lässt sich unter anderem daran festmachen, dass wir unsere Reichweite bei den Öffentlich-Rechtlichen in der vergangenen Saison gesteigert haben.”
Woher weiß denn Jan Pommer schon jetzt, dass die Einigung ein Erfolg wird, wenn noch nicht mal feststeh, wie und ob überhaupt ARD und ZDF von der BBL berichten? Und das Märchen von der steigenden Reichweite gibt es auch schon länger. Weiß gar nicht, wieviele PREMIERE-Sport-Abonnentes es damals gab, die die BBL hätten gucken können? Aber das dürften bei weitem mehr sein, als die jetzt die BBL via Sportdigital.tv schauen. Mit der Verbreitung im zwei Bundesländern im Kabel hat man zumindest diesen Trend gestoppt, aber es ist das Eichhörnchen, das mühesam nach Reichweite sucht. Und wie man neue Fans und Abonnenten gewinnen will, indem man ARD und ZDF Rechte für 90-Sekunden-Sendungen gibt, bleibt mir ein Rätsel. Davon mal abgesehen, dass die Dritten Programme sogut wie gar nicht über die BBL berichten. Der Sportclub des NDR sonntagabends hatte, wenn ich mich richtig erinnere, letzte Saison dreimal über die BBL berichtet. Einmal war Jan Pommer zu Gast, zweimal wurde über die Artland Dragons gesprochen. Und dass dann als Erfolg zu titulieren, fällt mir schwer. Da wird das Potential bei weitem nicht ausgeschöpft.
Da eröffnen nun am kommenden Sonntagnachmittag Alba Berlin und die Artland Dragons die neue Saison. Das ist ein absolutes Spitzenspiel, die zwei besten Teams der letzten Saison treten gegeneinander an. Das wäre doch für die BBL die optimale Möglichkeit diese Partie live als Appetithappen im Free-TV zu zeigen. Der NDR und der RBB würden sich dafür doch gerade zu anbieten. Aber es wird keine Übertragungen geben. Stattdessen pfeift man das Spiel um 17h00 an. Zu spät für eine ausführliche Betrachtung in der ZDF-Sportreportage oder in der ARD-Sportschau um 18h00. Dafür gibt es dann vielleicht 90 Sekunden im Morgenmagazin, wenn Deutschland noch schläft oder besseres zu tun hat. Im RBB läuft am Sonntagnachmittag eine alte Folge der beliebten ARD-Serie “In aller Freundschaft”. Titel: Noch nicht zu spät. Für die BBL ist es nicht mehr fünf vor zwölf. Man hat es wieder nicht geschafft, die BBL vernünftig im Free-TV zu integrieren.
Thema: Sport, TV und Radio, Zeitungen/Zeitschriften | Kommentare (4) | Autor: medispolis
Dienstag, 16. September 2008 10:23
…schreibt Boris Johnson, der Bürgermeister von London, vor knapp zwei Monaten in seinem Blog über seine Urlaubspläne die Ferien am Mittelmeer zu verbringen und nicht auf den Britschen Inseln. Und eine weitere Begründung liefert er gleich noch hinterher.
“As I prepare for my last-minute booking, I consider it my patriotic duty to find a destination as sunny and foreign as possible, so that I can push some cash towards hard-pressed UK travel agents, and so that we minimise, on compassionate grounds, the number of British citizens exposed to the sight of my swimming trunks.”
Das ist nur eine der zahlreichen Geschichten, die Boris Johnson Woche für Woche in sein Internet-Tagebuch schreibt. Und die Woche für Woche von einer Vielzahl von interessierten Lesern kommentiert und weiterempfohlen werden. Jetzt kann man überlegen, warum gerade ein Bürgermeister von London solch ein Medieninteresse anzieht. Wahrscheinlich ist es dreierlei: Boris Johnson war jahrelang Journalist für zahlreiche große englische Tageszeitungen, versteht also etwas vom Handwerk. Seine Artikel sind verständlich, einfallsreich und wunderbar geschrieben. Für viele Bürger ist es wohl auch die Nähe zu einem Politiker, das Überbrücken einer Distanz. Hey, wenn du schon über uns regierst, dann lass uns wenigstens teilhaben an deinen persönlichen Gedanken, an deiner Politik. Das ist aber kein Prozess in eine Richtung. Denn durch das Veröffentlichen von Beiträgen schafft Boris Johnson gleichzeitig von der politischen Seite ein Stück Nähe zu den Wählern und Bürgern. Demokratie ist zustimmungsabhängig und damit auch begründungspflichtig. Und durch das Bloggen geht Johnson dieser Begründungspflicht durchaus nach. Auf eine noch nicht sehr massenkompatible Art und Weise, er ist, so blöd das klingen mag, in Europa damit immer noch Vorreiter. Und auch dieser Fakt macht es wohl besonders.
Also die Erfahrung als Journalist plus die Nähe zwischen Politik und Volk sind zwei Kriterien, warum Boris Johnson so erfolgreich bloggt. Letztes Puzzleteil: Seine Person, sein Charakter. Zotteliges, blondes Haar, begeisteter Fahrradfahrer, hin und wieder ein kleiner Tollpatsch. Boris Johnson ist einer von ihnen. Dabei kommt dann noch hinzu, dass der Bürgermeister von London sich seine politische Popularität nicht in den Schoß fallen lässt, sondern dafür hart gearbeitet hat, viel mit den Menschen gesprochen, Sorgen der Londoner ernst genommen und daraus eine politische Porgrammatik entworfen hat. Bekanntestes Beispiel ist das Verbot von Alkohol in öffentlichen Verkehrsmitteln. Und die Radwege in London werden auch stetig ausgebaut.
Die große Weltöffentlichkeit sah Boris Johnson zum ersten Mal bei den Olympischen Spielen im Peking, als er für die Stadt London die olympische Fahne entgegen nahm. Noch am gleichen Abend gab er eine wie immer lustige, aber durchaus sachliche Rede. Man beachte die beiden Personen im Hintergrund, die sich bei fortlaufender Rede irgendwann vor Lachen nicht mehr halten können.
Doch damit war der erste große Auftritt vor der Weltöffentlichkeit noch nicht erledigt. Chinesische Medien kritisierten Boris Johnson aufs Schärfste, weil der die Flagge nur mit einer Hand hielt, die andere in der Hosentasche versteckte und sein Jacket nicht zugeknöpft hat. Sowas sei arrogant und nicht respektvoll. Britische Medien griffen die Kritik sofort auf. Und was macht Boris Johnson. Er schreibt Tage später, dass er sich dieses Problems durchaus bewusst war, er das Jacket aber offen ließ als Ausruck “seiner offenen Politik, seiner Transparenz und der individuellen Freiheit”.
Immerhin hat er bei der Abschlussfeier nicht das Fahrrad genommen.
Thema: Politik International, Zeitungen/Zeitschriften | Kommentare (0) | Autor: medispolis
Samstag, 13. September 2008 18:21
[20h24] Endstand Manchester City – FC Chelsea 1:3 Chelsea gewinnt überzeugend und übernimmt wieder die Tabellenführung vor dem FC Liverpool. City hat noch einiges zu tun, man war spielerisch, teilweise auch körperlich und taktisch eine Klasse schlechter als die Londoner. Aber es ist ja auch noch Zeit. Wäre heute alles gelungen, wer weiß, wovon man dann dort heute Nacht geträumt hätte. Aber zum besten Klub der Welt fehlt City mehr – und nicht alles davon wird man mit Geld herstellen können.
[20h20] Drei Minuten Nachspielzeit
[20h16] Ein paar Minuten noch in Eastlands. Chelsea hat sich jetzt weit zurückgezogen, verteidigt mit neun Mann. City bemüht sich jetzt mehr, kommt aber kaum zur Torchancen. Es ist sicherlich Ernüchterung bei City. Man ist hier spielerisch deutlich unterlegen. Tja, öffnet die Geldquellen. Es ist wohl nötig.
[20h14] Wechsel Manchester City: Daniel Sturridge für Michael Ball
[20h09] Wechsel FC Chelsea: Alex für Nicolas Anelka
[20h07] Platzverweis John Terry/FC Chelsea. Glatt Rot für angebliche Notbremse, ein sowas von krasse Fehlentscheidung. Meine Herren, liebe Schiedsrichter. Mark Halsey spielt den Lutz Wagner. So einen Platzverweis darf man eigentlich nicht geben. Terry war klar nicht letzter Mann.
[20h02] Wechsel beim FC Chelsea. Juliano Beletti für Joe Cole und Didier Drogba für Florent Malouda
[19h59] Manchester City – FC Chelsea 1:3, Nicolas Anelka, 70. Minute Wieder wunderschön herausgespieltes Tor. Malouda auf Joe Cole, der in die Schnittstelle der Abwehr spielt, Anelka überläuft seinen Gegenspieler und lässt Joe Hart keine Chance. Auch hier das Defensivverhalten von City nicht existent. Und das kann man auch nicht mit Geld, Öl-Einnahmen oder Mega-Transfers lösen. Denn das geht nur durch Training. Praktisch keine Abstimmung in der City-Defensive.
[19h54] Und da war auf einmal wie aus dem Nichts die Chance zum Ausgleich. Drei gegen drei vor dem Tor von Peter Cech, Wright-Philipps legt auf Stephen Ireland, Carvalho blockt in letzter Minute den Schuss. Aber genau da muss City weiter machen. Das war die erste Offensivaktion in der zweiten Hälfte. Wir schreiben Minute 65. Da muss einfach mehr kommen.
[19h51] Wechsel Manchester City: Gelson Fernandes für Dietmar Hamann.
[19h48] Und die Führung geht hier absolut in Ordnung, City noch mit keiner echten Torchance im zweiten Durchgang. Chelsea hat da weitergemacht, wo sie aufgehört haben, City unter Druck gesetzt und liegen hier verdient in Front. Von Manchester muss viel mehr kommen, damit hier nicht gleich die erste Ernüchterung einsetzt. Insbesondere in der Defensive ist das Verhalten nicht Premier League tauglich.
[19h42] Manchester City – FC Chelsea 1:2, Frank Lampard, 53. Minute Ein wunderbares Tor. Toll, toll, toll gespielt. Lampard schnappt sich im Mittelfeld die Kugel, zieht Richtung Tor, nimmt Ashley Cole per Doppelpass mit, bekommt am 16er den Ball zurück, lässt zwei Gegner aussteigen, und schießt dann kurz und schmerzlos mit links ins lange Eck. Tolle Einzelleistung des Chelsea-Kapitän.
[19h40] Die zweite Halbzeit gleicht bis jetzt der ersten. Chelsea übernimmt die Initiative, City zieht sich weit zurück. Für mich völlig unverständlich, dass das Team von Mark Hughes sich da so einschnüren lässt. Lampard hatte die nächsten Chance, als er nach einem Zuspiel von Deco sich schön um seinen Gegenspieler dreht, aber knapp übers Tor zieht.
[19h35] Keine Wechsel zur zweiten Halbzeit. Es kann weitergehen.
[19h18] Halbzeit Manchester City – FC Chelsea 1:1 Gute Partie in Eastlands, die vor allem einen starken FC Chelsea sah, die sich vom Rückstand schnell erholt hatten. City mit einigen guten Szenen nach vorne, defensiv aber teilweise von allen guten Geistern verlassen. Wenn das Chelsea konsequenter ausnutzen würde, wäre hier schon eine Führung für die Gäste möglich gewesen.
[19h18] Ashley Cole kann mutterseelenallein auf das City-Tor laufen, wird nicht angegriffen und zieht aus 20 Metern ganz knapp über das Tor.
[19h12] Manchester City schwimmt in der eigenen Unfähigkeit im Defensivbereich. Meterweit von den Gegenspielern entfernt, kaum Abstimmung, viel zu wenig Pressing gegen Mann und Ball. Das ist teilweise abenteuerlich. Chelsea nutzt das aber noch nicht konsequent aus, gehen zu häufig noch über die Flügel. Vielleicht wäre das Kurzpassspiel durch die Mitte eine bessere Alternative.
[19h06] Dagegen sieht das offensiv bei Manchester City teilweise sehr sehr ansehnlich aus, gutes Kombinationsspiel, viel über die Flügel. Joe und Robinho weichen häufig nach außen aus. Das sieht gut aus und damit kann Mark Hughes sehr zufrieden sein.
[19h00] Brauchte es einen Beweises für die Abwehrschwäche der City-Abwehr. Dann gab es den gerade. Hohe Flanke von rechts in den Strafraum, Malouda kopft völlig freistehend an die Latte. Von dort springt der Ball zurück in die Hände vor Torwart Hart. Chelsea macht wieder mehr Druck. City verwundbar.
[18h55] Chelsea hat nach dem Ausgleich Oberwasser bekommen, dominieren jetzt diese Partie, erspielen sich ganz gute Chancen. Die Blues profitieren vor allem davon, dass City in der Defensive zu weit vom Gegner wegsteht.
Stephen Ireland antwortet für Manchester City, verzieht aber knapp über das Tor. Das Zusammenspiel von Joe, Ireland und Robinho klappt soweit ganz wunderbar. City mit den Schwächen eher in der Defensive.
[18h48] Manchester City – FC Chelsea 1:1, Ricardo Carvalho, 16. Minute Der Portugiese macht seinen Fauxpass wieder gut. Ecke von rechts von Lampard, Terry köpft in der Mitte Joe Cole an. Von ihm fällt der Ball Carvalho vor die Füße, der volley die Kugel unters Dach haut. Chelsea mit der schnellen Antwort. Könnte ein richtig klasse Spiel werden.
[18h45] Manchester City – FC Chelsea 1:0, Robinho, 13. Minute. Ich fasse es nicht, ich fasse es nicht, ich fasse es nicht. Nach einem Foul von Carvalho an Joe gibt es 20 Metern vor dem Strafraum Freistoß für City. Und wer macht es? Robinho, über die Mauer, butterweich, keine Chance für Cech. Eastlands tobt.
[18h40] Fast zehn Minuten vorbei, viel können wir noch nicht feststellen. Robinho ist bemüht, hatte schon ein, zwei gute Szenen. Was ich mich die ganze Zeit frage. Was macht Avram Grant im Stadion?
[18h32] City in hellblau von links nach rechts mit Anstoß, Chelsea London in dunkelblau. Joe Cole hat seine Schnittwunde am Kopf bestens versorgt.
[18h30] Die Aufstellungen im City of Manchester Stadium
Manchester City: Hart – Zabaleta, Richards, Dunne, Ball – Wright-Philipps, Hamann, Kompany, Ireland, Robinho, Jo
FC Chelsea: Cech – Bosingwa, Terry, Carvalho, Ashley Cole – Obi Mikel, Lampard, Deco, Joe Cole – Anelka, Malouda
Robinho gleich mal in der Startelf bei seinem Debüt, ebenso Wright-Philipps gegen seinen ehemaligen Verein. Bei den Blues ersetzt Obi Mikel den verletzten Essien, Michael Ballack muss noch passen. Joe Cole spielt trotz der Kopfverletzung vom Länderspiel. Drogba erstmals seit Wochen wieder auf der Bank. Anelka hat den Stammplatz sicher.
[18h25] Die Londoner können mit einem Sieg wieder Tabellenführer werden, würden punktgleich mit dem FC Liverpool dann sein. Manchester City kann mit drei Punkten bis auf Platz Zwei vorrücken. Aber es ist in aller erster Linie der Kampf des Geldes. Kann Manchester City den ersten Paukenschlag der neuen Abu Dhabi-Ära erzielen?
[18h20] Guten Abend. Letzter Akt an diesem Fußballsamstag. Das Großkapital bittet zum Stelldichein, Manchester City empfängt den FC Chelsea.
Thema: Live-Blog, Premier League | Kommentare (0) | Autor: medispolis