Beiträge vom 27. Oktober 2008

Zitat des Tages: Montag, 27. Oktober 2008 – Pluspunkt Joe Biden

Montag, 27. Oktober 2008 20:01

“Ich weiß, dass Halloween nicht mehr weit ist. Aber John McCain als Kandidat des Wandels? Das ist eine Verkleidung, die ihm die Amerikaner nicht abkaufen.”

Vize-Präsidentschaftskandidat Joe Biden

Bei den Gründen nach dem derzeitigen Vorsprung in den Umfragen für Barack Obama wird ja viel über Finanzkrise, Sarah Palin, Obamas Ruhe und Kontinuität in der Wirtschaftspolitik und das schwierige Erbe von John McCain durch acht Jahre Präsidentschaft von George W. Bush gesprochen. Meiner Meinung nach wird ein ganz wesentlicher Grund vergessen, nämlich die Person Joe Biden.

Er ist die Erfahrung in Obamas Team, der ruhende Pol zwischen der glänzenden Rhetorik und dem Charisma von Barack Obama. Seit 35 Jahren ist er im Senat vertreten, blickt also ähnlich wie John McCain auf eine lange politische Karriere zurück. Obama hat mit der Nominierung von Biden als sein Running Mate seine fehlende Kompetenz in Fragen der Außen-und Sicherheitspolitik abgedeckt. So weit, so gut. Das macht noch keinen guten Kandidaten im Wahlkampf, von dem Obama hätte profitieren können. Kernaspekt für mich ist, dass Biden es fast durchgängig im Wahlkampf geschafft hat, sachlich, ruhig, aber sehr konsequent seine und Obamas politische Vorstellungen zu präsentieren. Ohne viel Schnickschnack, ohne große Sprüche (da ist das Zitat weiter oben schon eine Ausnahme), ohne große Ausrutscher, eine beständige Person in turbulenten Zeiten des Washingtoner Politikbetriebes. Biden bekam als politische Kontrahentin Sarah Palin gegenübergesetzt. Deren Ansehen ist bei vielen nach peinlichen Interviews und poltischen Fehlern schnell wieder gesunken. Biden hatte die Gelegenheit im TV-Duell Anfang Oktober alle Schwächen von Sarah Palin aufzudecken und damit sie und John McCain bloßzustellen. Er tat es nicht und unterscheidet sich damit von der republikanischen Strategie. Und Anfang Oktober war die Situation in den Umfragen längst nicht so deutlich wie jetzt, Biden hätte also durchaus diese Strategie fahren können.

Biden steht für Sachlichkeit, für Verlässlichkeit und kann damit punkten – und das obwohl er aus der Washington-Clique kommt. Change kann man mit Joe Biden nicht unbedingt direkt verkörpern, aber man kann change mit einer sachlichen, klar definierten Politik unterstreichen und ausfüllen. Und das genau war die Aufgabe von Joe Biden, und bis jetzt hat er die sehr gut ausgefüllt. Gut für ihn, aber vor allem hilfreich für Barack Obama.

Fox News hat sich auch etwas näher mit Bidens Rolle im Wahlkampf beschäftigt.

Thema: US Wahl 2008, Zitat des Tages | Kommentare (3) | Autor: medispolis

NBA-Häppchen

Montag, 27. Oktober 2008 16:23

Ich werde im Laufe der nächsten Tage auch noch ein paar Sätze zur NBA schreiben. Ansonsten bleibt alles beim alten: Vorerst keine NBA im deutschen Fernsehen. Und das vorerst ist noch optimistisch. Ich glaube, wir sehen dieses Jahr keine NBA in Deutschland.

Thema: US-Sport | Kommentare (3) | Autor: medispolis