Konsumkosten
Ist es nicht eigentlich erstaunlich, wie wenig an Gedanken, Lösungsvorschlägen und Strategien zu den Themen Steuersenkungen, Konjunkturpakete und Konsumgutscheine derzeit von unserem Wirtschaftsminister Michael Glos kommt? Aber das ist ein anderes Thema.
Hat noch jemand den Überblick, wer, was und wie die Bundesregierung derzeit die anstehende Wirtschaftskrise lösen will? Ich habe es mittlerweile aufgegeben täglich mich mit neuen Vorschlägen auseinander zu setzen. Merkel und Steinbrück sind irgendwo gefangen zwischen europäischen Lösungen, nationalen Wahlkämpfen und dem Druck aus der eigenen Partei. Keine leichte Situation, da kann man den Michael Glos ja fast schon verstehen, dass er sich zurückhält.
Neustes Thema, was immer wieder diskutiert wurde, sind die Konsumgutscheine. Ich ertappe mich immer wieder dabei, dass ich solche Gutscheine gar nicht so schlecht finde, aber aus rein persönlichen Motiven. Ich hätte etwas Geld mehr und könnte mir etwas kaufen, was ich gerne möchte, aber jetzt auch nicht unbedingt bräuchte. Beispielsweise einen neuen Festplattenrekorder, einen neuen PC-Bildschirm oder Geld für eine Städtreise oder Urlaub (natürlich ins Ausland).
Ich hätte aus meiner Sicht also Gefallen an so einer Lösung, aber ob das wirtschaftlich Sinn macht, kann man sicherlich bestreiten. Auch, ob wir eine solche Maßnahme jetzt überhaupt schon brauchen und damit nicht eher mehr Panik auslösen als vielleicht angemessen. Aber der Vorschlag ist durchaus sexy. Was man ja nicht immer von politischen Programmen behaupten kann. Die ZEIT hat in ihrer derzeitigen Ausgabe auf Seite 3 eine pro / contra – Diskussion über die Einführung von Konsumgutscheinen. Und Josef Joffe berichtet, wie Konsumgutscheine in den USA wirken.


Freitag, 5. Dezember 2008 16:53
Hihi, Gutscheine klingen natürlich verlockend. Her damit! Denn wer möchte kein Geld geschenkt bekommen, zumal bald Weihnachten ist? Mein Weihnachtsgeld habe ich auch entzückt auf das Konto klimpern sehen, obwohl mein Arbeitgeber dauernd über die ach so schlechten Zeiten jammert. Da kann doch der Billiarden-Schuldner Deutschland auch mal was für mich abdrücken.
Ich kann mir zwar nicht alles leisten, aber immerhin alles was mir wirklich wichtig ist. Dafür bin ich sehr dankbar. Deshalb wüsste ich im Moment gar nicht, was ich mir konkret für so einen Gutschein kaufen würde. Vermutlich würde ich es einfach so “raushauen”. Hier eine DVD-Box, da eine Kino-Karte, mal essen gehen oder volltanken und nach Bremen zum Weihnachtsmarkt.
Die Binnen-Nachfrage anzukurbeln ist an sich zwar keine schlecht Idee, aber bitte lieber langfristig. Einmalige Gutscheine sehe ich eher als Perlen vor die Wahl-Säue.
Freitag, 5. Dezember 2008 23:50
Auch wenn sich natürlich jeder über 500 EUR extra freuen würde sehe ich darin auch nur eine kurzfristige Maßnahme. Über die Finanzierung der Konsumgutscheine hinaus, ergeben sich dabei auch noch andere Probleme…
http://www.arschtrompete.de/politik/konsumgutscheine-neue-fernseher-fur-alle/