Beiträge vom Dezember, 2008

Merkel sieht nur den Machterhalt – und dann noch lieber fahrende Autos als den Klimaschutz

Sonntag, 14. Dezember 2008 21:36

Es gibt sicherlich schönere Termine als sich auf einem Sonntagnachmittag im Kanzleramt in Berlin zu einer Sitzung über die Finanz- und Wirtschaftskrise zu treffen. Angela Merkel hat über 30 Vertreter aus Wirtschaft, Wissenschaft und Politik eingeladen um über Lösungen und Strategien zu beraten, die die Rezession abfedern sollen.

Für Angela Merkel scheint dieser Tage ein bisschen Beratung gut nötig. Klar, ist das keine leichte Zeit zu regieren, aber Merkel und auch SPD-Kanzlerkandidat scheinen immer noch nicht den großen Plan zu haben. Auf was man sich aber immer ganz schnell einigen kann, sind die Vorhaben, die den Machterhalt sichern. Dabei ist aber eigentlich nur Merkel und Steinmeier geholfen, die Krise wird damit erst recht nicht gelöst.

Vor allem Frank Walter Steinmeier, aber auch die Bundeskanzlerin haben dieser Tage in mehreren Interviews, zuletzt heute in der BILD am Sonntag, immer wieder einen Satz betont: Arbeitsplätze dürfen nicht in Gefahr sein. Das sind natürlich vor dem bevorstehenden Wahljahr 2009 mit zahlreichen Landtagswahlen, der Bundestags- und der Europwahl durchaus populäre Forderungen. Solange Arbeitsplätze gesichert werden, können sich Merkel und auch Steinmeier in den guten Zahlen sonnen. Viel dafür haben sie ja direkt ehe nicht getan. Und die Idee oder vielmehr die Strategie Arbeitsplätze zu sichern bedarf auch nicht eines großen Wurfes.

Damit wir uns hier nicht falsch verstehen. Ich halte diese Schritte nicht für falsch, aber insgesamt gehen mir diese Ideen nicht weit genug, lösen die Probleme nicht, lenken von anderen Schwierigkeiten ab. Was sie aber wohl schaffen, sind eine gute Basis, dass Angela Merkel mit gutem Gewissen in den Bundestagswahlkampf gehen kann. Wenn das ihr einziges Interesse ist, na dann gute Nacht. Bisher habe ich so den Eindruck.

Nehmen wir das Beispiel Autoindustrie. Es ist ganz offensichtlich, dass die großen Autokonzerne unter der beginnenden Wirtschaftskrise leiden. Angela Merkel verspricht also alles um Arbeitsplätze zu erhalten. Und setzt dafür alles auf eine Karte und stellt den Klimaschutz erstmal hinten an. Auf dem EU-Gipfel in Brüssel ist sie damit auch noch erfolgreich gefahren. Man hat zwar ein Klimapaket verabschiedet, das aber deutlich unter den Zielen liegt, das man sich zu Beginn des 21. Jahrhunderts gesetzt hat. Und vor allem Angela Merkel hat erreicht, dass die deutschen Autohersteller erst ab 2015 die neuen Umweltstandards umsetzen müssen. Rein rechtlich haben sie bis 2019 einen Freifahrtschein weiter an den jetzigen klimaschädigenden Vorgaben festzuhalten. Für das Klima, für die Zukunft kein toller Kompromiss. Für Merkels Chancen auf Wiederwahl 2009 aber wohl schon. Die Unterstützung der Autobranche dürfte ihr sicher sein.

Und ganz ehrlich verstehe ich Angela Merkel in diesem Punkt nicht. Wie kann ich das Versprechen Arbeitsplätze zu sichern nicht an irgendwelche Bedingungen knüpfen? Im Moment sieht es so aus, als tut Angela Merkel alles die Arbeitsplätze in der Industrie zu sichern, ohne aber auch überhaupt nur ein Problem – gerade in der Autobranche – zu lösen. Denn dass die Automobilindustrie in diese Krise geschlittert ist, ist vor allem ihre Schuld. Jahre lang hat man auf dem hohen Ross gesessen, immer größere, immer mehr spritfressende Autos gebaut. Wirkliche Nachhaltigkeit und ein Auge für einen Umweltschutz hat es nur bedingt gegeben. Die ganze Automobilindustrie muss sich komplett umstellen. Aber bisher sieht es überhaupt nicht danach aus. Die Krise wird schon vorbeigehen, und dann machen wir weiter wie bisher. Die Kanzlerin hat dafür europaweit schon mal ihre Zustimmung signalisiert. Bis 2019 zumindest.

Also alles für die Arbeitsplätze in der Autoindustrie und ganz wenig für den Klimaschutz. So sieht Angela Merkels bisheriges Konzept in der Finanzkrise aus. Und ganz ehrlich: Ich kann das nicht verstehen, dass es bisher nicht eine einzige Auflage an die Autoindustrie gab, und zwar eine, die ein sofortiges Umdenken erfordert. Was machen wir denn, wenn 2013 die nächste Wirtschaftskrise kommt und die Leute wieder sparen und keine Autos mehr kaufen? Gibt es dann wieder den Erhalt der Arbeitsplätze? Das kann es doch auch nicht sein. Die Autoindustrie, vor allem Opel, will staatliche Hilfen. Die Bundesregierung wäre gut beraten, dass an strikte Auflangen zu knüpfen. Doch das scheint für Angela Merkel zu unpopulär.

Dass gerade in diesen Zeiten der Klimaschutz nicht als oberste Priorität angesehen wird, ist einfach schade und der falsche Weg. Denn wenn wir beim Kimaschutz so weiter machen, ist die nächste Katastrophe nicht mehr weit. Was machen wir denn, wenn der Rhein mal wieder über die Ufer tritt und Städte wie Mainz, Köln oder Düsseldorf in den Fluten versinken. Dann haben wir ein nationales Problem, das weit mehr Schaden anrichten kann als jede Finanzkrise. Und solche Ereignisse werden sich in den nächsten Jahrzehnten eher häufen. Auch Naturkatastrophen kosten enorm Geld. Sie jetzt einzudämmen wäre der richtige Schritt als dafür zu sorgen, dass Opel bis 2019 produzieren können wir sie wollen. Und was machen wir eigentlich, wenn eine Wirtschaftskrise zusammen mit einer Naturkatastophe auftritt? Jetzt den Klimaschutz zu schützen wäre DAS notwendige Ziel, das viel mehr wert ist, gerade für die zukünftigen Generationen, als irgendein Arbeitsplatzerhalt bei der Autoindustrie. Wie gesagt, Arbeitsplätze zu erhalten ist nicht falsch, aber dabei darf es nicht bleiben. Strikte Vorgaben für die Autoindustrie. Und wenn die da nicht mitziehen, habe ich überhaupt nichts dagegen, den ganzen Laden an die Wand fahren zu lassen. Denn schuld sind sie ja fast selber. Und Angela Merkel macht sich jetzt zu Gehilfe dieser Industrie, macht sich populär bei allen Beschäftigten und verliert dabei die großen Ziele, die großen Aufgaben des 21. Jahrhunderts aus dem Ziel.

Alles für den Machterhalt. Politisch vielleicht geschickt. Mehr aber auch nicht. Schade, dass sich Angela Merkel ihr früh erworbenes Lob für ihre Klimapolitik jetzt so kapputt fahren lässt. Von einer Autoindustrie, die für ihr Scheitern selbst verantwortlich war. Aber, wenn in 30 Jahren die Städte überschwemmt sind, die Eisbären am Nordpol verschwunden sind, dann wissen wir, dass wir die falschen Prioritäten gesetzt haben.

Viel zu spät wurde der Klimawandel in den Angriff genommen. Jetzt hatte Angela Merkel die große Chance, und sie hat sie leichtfertig aus der Hand genommen. Dass das Investieren in Klimaschutz, gerade auch in der Autoindustrie zu neuen Arbeitsplätzen führen kann, hat man Angela Merkel wohl noch nicht gesagt.

Thema: Bundestagswahl 2009, Wirtschaft | Kommentare (0) | Autor: medispolis

Zitat des Tages: Sonntag, 14. Dezember 2008 – Uli Hoeneß macht sich lächerlich

Sonntag, 14. Dezember 2008 11:00

“Ich habe nicht mitgekriegt, dass Hoffenheim oder Schalke unter der Woche unterwegs waren. Aber der FC Bayern war in Lyon und muss schon am Samstag in Stuttgart spielen. Das ist ein absoluter Witz. Darüber muss gesprochen werden. Das sind unnötige Dinge, die mich immer wieder aufregen. Und das sage ich nicht, weil wir nur 2:2 gespielt haben. Das hätte ich auch gesagt, wenn wir 4:1 gewonnen hätten.

Uli Hoeneß nach dem 2:2 seiner Bayern beim VfB Stuttgart.

Ach, Herr Hoeneß, schon mal darüber nachgedacht, dass Stuttgart am Donnerstag noch UEFA-Cup spielt gegen Standard Lüttich? Wo ist das Problem Mittwoch und dann Samstag zu spielen? Sind die Bayern nicht eine internationale Spitzenmannschaft, die den Kader und die Qualität der Spieler hat das auf sich zu nehmen? Möchte man sich nicht mit den besten Teams Europa messen? Dann schauen Sie mal nach England oder Spanien. Da ist das fast Woche für Woche eine Regelmäßigkeit.

Und insgeheim geben Sie damit zu, dass ihr Team körperlich nicht fit genug war. Ich habe zwar nicht alles gesehen vom Spiel, hatte aber nie den Eindruck, dass Ihre Mannschaft körperlich nachgelassen hat.

Diese Aussagen passen in das ganze Bild, das Sie gestern nach dem Spiel abgegeben haben. Sich über die Rote Karte von Oddo und das vermeintliche Foul von Lehmann aufregen, aber über das Abseits von Klose vor dem 1:1 verlieren Sie kein Wort.

Eigentlich haben Sie solche Aussagen nicht nötig. Und ich denke, man muss sehen, dass Sie diese Aussagen ernst meinen. Und dann tut es Leid für mich. Lächerlicher kann man sich nicht machen. Eines Managers des FC Bayern nicht würdig !

Thema: Fußball, Zitat des Tages | Kommentare (4) | Autor: medispolis

Kleiner, aber feiner Unterschied

Freitag, 12. Dezember 2008 11:52

Die EU einigt sich doch tatsächlich auf ein europäisches Konjunkturprogramm. Aber auch nur, weil im Abschlusstext jetzt nicht mehr drin steht, dass die Staaten “mindestens 1,5 Prozent” ihres BIP beitragen sollen, sondern nur noch “ungefähr 1,5 Prozent”. Also einfach “mindestens” durch “ungefähr” ersetzt.

Politik kann doch so einfach sein.

Thema: Politik International | Kommentare (0) | Autor: medispolis

Premier League 2008/2009 Preview 17. Spieltag – Terminiert

Donnerstag, 11. Dezember 2008 22:33

Der Spielplan der Premier League ist jetzt bis Ende Februar fest terminiert. Die FA hat in Absprache mit den Vereinen in den vergangenen Tagen die genauen Ansetzungen veröffentlicht. Ein Blick auf die Highlights:

  • Am Sonntag, 01. Februar, ist Großkampftag im Nordwesten Englands mit Newcastle gegen Sunderland und Liverpool gegen Chelsea. Manchester United bestreitet einen Tag später das Monday Night Game gegen den FC Everton.
  • Am 07. Februar hat Chelsea zum Nachmittag Hull City zu Gast, das Spätspiel am Samstagabend steigt an der Südküste zwischen Portsmouth und Liverpool. Der Sonntag sieht wieder ein Derby mit Tottenham gegen Arsenal um 14h30, im Anschluss empfängt West Ham Manchester United. Da dürfte einiges los sein in London.
  • Die Premier League macht dann zwei Wochen Pause und eröffnet am 21. Februar mit Aston Villa – FC Chelsea. Auch die Samstagnachmittagsspiel sind attraktiv mit Arsenal gegen Sunderland, Liverpool gegen Manchester City und Newcastle gegen Everton. Es gibt wieder ein Monday Night Game mit Hull City gegen die Spurs.
  • Der letze Februar-Spieltag sieht fast alle Spiele am Samstag vor, unter anderem Arsenal gegen Fulham, weil dann der nächste Spieltag gleich wieder unter der Woche stattfindet.

Auch die beiden Nachholspiele von Manchester United wurden terminiert. Man empfängt am Mittwoch, 14. Januar, um 21h00 Wigan Athletic und am Dienstag, 17. Februar, um 21h00 den FC Fulham.

Das Nachholspiel von Man Utd gegen Wigan ist bereits im PREMIERE TV-Guide verzeichnet. Überhaupt legt sich PREMIERE im Januar etwas mehr ins Zeug und zeigt Mitte Januar sogar viel Spiele aus der Premier League an einem Wochenende. Ich befürchte zwar, dass das nur aufgrund der Winterpause in der Bundesliga geschieht, aber ich begrüße es natürlich sehr.

FC Middlesbrough – FC Arsenal

Doch bevor Robbie Keane mit dem FC Liverpool an die Arbeit geht, eröffnen erstmal die Gunners den 17. Spieltag im Riverside Stadium beim FC Middlesbrough. Das Team von Wenger zeigt diese Saison in Beständigkeit ihre zwei Gesichter. Zuletzt eher wieder das lethargische. Man gewann letzte Woche zwar 1:0 gegen Wigan, zeigt aber alles andere als eine überzeugende Leistung. Insbesondere Eboue wurde von den eigenen Fans während des Spiels mehrfach ausgepfiffen. Das sind Szenen, die man aus dem Emirates eigentlich nicht gewohnt sind, was aber zeigt, dass trotz oder vielleicht gerade wegen acht Punke Rückstand auf Liverpool die Situation beim FC Arsenal mehr als angespannt ist. Middlesbrough ist seit vier Spielen ohne Siege. Je nachdem, welches Gesicht die Gunners zeigen, wird sich diese Serie ändern.

FC Liverpool – Hull City

PREMIERE live, Samstag ab 15h55; Kommentar: Markus Gaupp

Wie muss sich ein Spieler fühlen, der für knapp 25 Millionen Euro von Tottenham nach Liverpool wechselt, bei Trainer, Mitspieler und Fans hohe Erwartungen schürt und dann in 15 Spielen nur auf zwei Tore kommt? Das müsste im Moment Robbie Keane fragen. Und wenn durch die Zeitungen schon Gerüchte schwaben, dass es eventuell zu einer Rückkehr von Keane an die White Hart Lane kommt, dürfte Keane nicht wirklich erfreut sein. Doch Keane kämpft und Benitez hat ebenfalls erklärt, dass Keane nicht zum Vekauf steht. Mehr dazu auch beim Daily Telegraph. Am Samstag kommt jetzt Überraschungsaufsteiger Hull City an die Anfield Road. Liverpool hatte zuletzt Probleme zuhause, und Hull glänzt durch eine der besten Auswärtsbilanzen in der Liga. Liverpool kann vorlegen, weil Chelsea erst am Sonntag spielt. Doch dafür ist mehr als ein Unentschieden wie zuletzt nötig. Vielleicht hilft ja die Vertragsverlängerung von Trainer Benitez. Angeblich soll es noch vor dem Heimspiel gegen Hull eine Vertragsverlängerung bis 2013 geben.

Manchester City – FC Everton

Vom Potential und den beiden Namen klingt dies wie ein richtig gutes Premier League Spiel, das kann es vielleicht sogar werden. Doch mit wirklich gutem Fußball verbindet man beide Mannschaften diese Saison noch nicht. Everton hatte zwischenzeitlich eine kleine Aufholjagd gestartet, ist nach dem 2:3 gegen Villa aber auch wieder schmerzhaft auf den Boden der Tatsachen zurückgekommen. Und auch Manchester City kommt alles andere als vom Fleck. In Eastlands erreicht man derzeit nur Aufmerksamkeit mit neuen Ablösesummen, aber nicht mit guten Ergebnissen. Aus sieben Ligaspielen gab es nur einen Sieg.

Aston Villa – Bolton Wanderers

Wenn es einen Bigpoint geben kann, ein Spiel, das einer ganzen Saison eine Richtung geben kann, dann könnte es das 3:2 von Villa gegen Everton gewesen sein, mit welchem man auf Tuchfühlung zu den Top Four bleibt. Und viel wichtiger für das Team: Nach zuletzt zwei Nullnummern erzielte man drei Tore, und das auch noch auswärts. Jetzt muss man auch wieder zuhause den Weg ins Tor finden. Zu Gast sind die Wanderers, die nach dem 0:2 gegen Chelsea wieder mal das Verlieren mussten. Trotzdem sind sie nach Chelsea und Man Utd das erfolgreichste Team der letzten Wochen und steht im gesicherten Mittelfeld. Vielleicht ist es Zeit für eine Überraschung.

Wigan Athletic – Blackburn Rovers

Die Spatzen pfeifen es ein bisschen von den Dächern. Wenn Paul Ince mit seinen Rovers nicht bei Wigan Athletic gewinnt, könnte seine dritte Trainerstation vorbei sein. Im Moment gibt man ihm noch Rückendeckung, beruft sich dabei auf die Leistungssteigerung gegen den FC Liverpool. Aber ehrlich, sehr viel schlechter, als Blackburn die letzten Partien absolviert hat, kann man eigentlich auch schon nicht mehr spielen. Wigan zeigt klare Aufwärtstendenz. Würde mich nicht wundern, wenn man diesen Trend bestätigt und Paul Ince noch weiter in die Krise stürzt.

FC Sunderland – West Bromwich Albion

Der Tabellenachtzehnte gegen den Tabellenletzten. Schon Mitte Dezember gibt es nicht mehr Abstiegskampf als am Samstagnachmittag im Stadium of Light. Sunderland ist noch immer ohne Trainer, und denkt immer noch eher auch an Roy Keane zurück. Scheinbar kann man es immer noch nicht glauben, dass Keane geflüchtet ist. Die BBC hat sich nochmal hinter diese Story gemacht und gibt mehr Hintergründe zum Rücktritt von Roy Keane. Und dass Keane sich dann vor die Mikros hinstellt und sagt, dass er plant als Trainer zurückzukehren, macht die ganze Sache noch nicht einfacher. Jetzt muss Sunderland erstmal an der sportlichen Baustelle arbeiten – und dann kommt der Trainer. Tony Momwbray steht bei West Brom übrigens nicht zur Debatte.

Stoke City – FC Fulham

Fulham hat in den letzten Wochen gezeigt, dass sie auch auswärts halbwegs mithalten können. Und solange man weiter in den Heimspielen punktet, fährt man damit ganz gut. Platz 9, 20 Punkte nach 16 Spielen. Das liest sich aus Sicht von Fulham ganz gut. Und mit genau so wird man jetzt auch bei Stoke antreten. Die Gastgeber könnten mit einem Sieg an Fulham vorbeiziehen. Interessant wird zu sehen sein, wie Stoke gegen sehr kompakte Cottagers agieren wird. Wahrscheinlich helfen nur wieder lange Einwürfe.

Tottenham Hotspur – Manchester United

PREMIERE live, Samstag ab 18h25; Kommentar: Andreas Renner

Heimspiel der Spurs gegen einen der Top Four. Da war doch was. Richtig, ein 2:1 gegen Liverpool leitete die Aufholjagd von den Spurs unter Harry Redknapp ein, die sie nach dem 2:0 bei West Ham bis auf Platz 15 gebracht hat. Aber es sind weiterhin nur drei Punkte vor den Abstiegsplätzen. Eigentlich brauchen die Spurs also weiterhin Siege, Siege, Siege. Nun ist Manchester United nicht gerade eine Adresse, die man einfach mal so im Vorbeigehen schlägt, aber ich glaube die Spurs haben ganz gute Chancen. Eben, weil von ihnen keiner etwas erwartet. Es ist die Rückkehr von Berbatov an seine alte Wirkungsstätte. Wie zufrieden ist der Bulgare im Old Trafford? Und wie populär ist Berbatov in Manchester? Der Guardian erzählt im Podcast, dass er von vielen als zu faul angewesen wird. Natürlich spielt Berbatov keine schlechte Saison, hat hinter Arteta vom FC Everton die zweit meisten Vorlagen in der Premier League. Aber so richtig scheint er noch nicht bei den Red Devils angekommen. Und die Konkurrenz mit Rooney und Tevez ist ja auch nicht ohne. Mehr zu Tevez und seiner Rolle bei Man Utd berichtet Raphael Honigstein in seiner wöchentlichen Spox-Kolumne. Die Spurs mit vier Siegen aus den letzten sechs Spielen. Die Spurs sind nicht chancenlos, und so ein Sieg würde Harry Magic auch noch mal richtig gut stehen.

FC Portsmouth – Newcastle United

Vor der Saison hätte man durchaus beide Teams auf Augenhöhe sehen können. Doch bisher konnte nur der FC Portsmouth die Erwartungen halbwegs erfüllen. Man steht auf Platz 7 mit 23 Punkten, hat sieben Zähler mehr als die Magpies, die knapp über dem Strich stehen. Und bei Pompey kündigt sich rechtzeitig vor Weihnachten eine gute Nachricht an. Lassana Diarra soll dieser Tage wieder ins Training zurückkehren. Gute Nachrichten sind bei Newcastle Mangelware. Vielleicht gibt es eine am Sonntag.

FC Chelsea – West Ham United

PREMIERE live, Sonntag ab 16h55; Kommentar: Markus Gaupp

Für West Ham United ist es innerhalb von sechs Tagen das zweite Londoner Derby. Das erste ging am Montagabend gegen die Spurs mit 0:2 verloren. Alles in allem verdient, weil die Spurs ihre Chancen nutzten, eine Eigenschaft, die den Hammers schon seit mehreren Spielen nicht mehr gegeben ist. Problemfeld ist immer mehr das Mittelfeld, das jegliche Kreativität vermissen lässt. Aussicht auf Besserung: Eher wenig. Und wenn dann die Chancen auch nicht verwertet werden, hat Gianfranco Zola eine lange List an Baustellen. Und kehrt jetzt an seine Arbeitsstätte zurück. Zola ist im Westen Londons immer noch sehr beliebt. Chelsea ist wieder in die Spur gekommen, auch wenn das System der Blues immer noch nicht wieder einwandfrei läuft. Die Leichtigkeit, die Schnelligkeit ist immer noch nicht wieder an die Stamford Bridge angekommen. Gerade die letzten Leistungen in den Heimspielen haben die Fans verärgert. Aber für West Ham sollte es reichen. Doch ob sich die Fans mit einem 1:0 zufrieden geben?

Thema: Premier League | Kommentare (0) | Autor: medispolis

Meine Wutrede an PREMIERE

Mittwoch, 10. Dezember 2008 22:44

“Ich muss über die Berichterstattung heute Abend das eine oder andere Wort verlieren, liebe PREMIERE-Verantwortliche in der Sport-Redaktion. Ich weiß nicht, ob ihr noch wisst, wie eure Berichterstattung mittlerweile in den letzten Jahren dramatisch an Qualität verloren hat. Das war heute ein neuer Tiefpunkt. So, wie die Übertragung heute war – und das hat sich ja schon seit den letzten Wochen und Monaten angedeutet – das hat nichts, aber auch gar nichts mehr mit der qualitativ guten Berichterstattung aus den vergangenen Jahren zu tun. Habt ihr einfach alles verlernt oder wollt ihr nicht mehr?

Ihr habt mal für eine exzelltente Berichterstattung gestanden, habt dafür mehrmals den Deutschen Fernsehpreis bekommen, aber die jetzige Übertragungsqualität ist schlicht nicht mehr akzeptabel. Das ist nicht mehr PREMIERE, das ich seit Jahren kenne und bis vor ein paar Monaten auch geschätzt habe. Tut mir Leid, wenn ich das so sagen muss.

Und vom Fernseher sieht und hört sich das alles noch viel schlimmer an, als ihr es vielleicht unten vor den Kameras mitbekommt. Das ist nicht mehr die PREMIERE-Berichterstattung aus den Jahren 2002 bis 2006. Ihr seid aber auch in der komfortablen Situation, dass ihr das alles wieder ändern könnt. Ihr müsst nur wollen!

Wollt ihr weiterhin 10 Minuten der ehe schon gekürzten Vorberichterstattung für sinnloses Gelaber über eine Wutrede aus dem Jahr 2001 verschenken? Wo war zum Beispiel der Nachbericht zum Werder-Spiel? Soll es zukünftig weiterhin nur noch knapp 3 Minuten Halbzeitstudio geben und der Rest wird dann mit Werbung, eurer Charity, und der Freundschaftswerbung zugepflastert? Wollt ihr die Abonnenten auch weiterhin mit dem Logo “Bundesliga bis 2013″ nerven? Mittlerweile wissen wir es alle. Es macht sich nicht besonders gut, wenn man sich auf den Erfolgen ausruht und seit 2005 massiv gekürzt hat. Warum macht ihr nicht mal ein Logo wie “NBA, NHL, NFL, Ligue 1, Nascar, Golden League leider gekürzt” bei PREMIERE. Das passt doch sicherlich noch irgendwie dazwiwschen. Ihr müsst eure Berichterstattung wieder komplett umstellen. Wenn ihr so weiter berichtet wie jetzt, war es das mit weiteren Auszeichnungen. Eher gehen euch die Abonnenten von Bord.

Ihr habt noch Zeit, aber es ist sicherlich fünf Minuten vor zwölf. Aber das wisst ihr ja selber. Schaut euch mal ein bisschen bei der BBC um, oder bei ITV, eventuell auch Sky, wie die eine Fußball-Übertragung beginnen und durch den Abend führen. Da steht der Sport im Mittelpunkt, und nur der Sport. Da wird nicht hundert Mal gesagt, dass es kalt draußen ist und der Experte kann mehr erklären als zu sagen, dass es ein gutes Spiel wird, weil es kalt draußen ist, und sich die Spieler ja bewegen müssen. Das kann sogar ich. Aber das darf nicht euer Anspruch sein. Wenn ja, seid ihr tief gesunken. Leider, weil ihr könnt es viel viel besser.

Ihr müsst euch schleunigst wieder daran gewöhnen, an das Einmaleins der Berichterstattung, so wie vor drei, vier Jahren. Fangt rechtzeitig an, dann könnt ihr auch die Werbung unterbringen, stellt Aufstellungen, Analysen in den Vordergrund. Spielt Spielzüge ein, die der Experte erklären kann, zeigt exemplarisch Stärken und Schwächen der Mannschaften. Konzentriert euch auf den Sport. Weg mit diesen dämlichen Spielerporträts, wo es fünf Minuten null Infos für einen Spieltag gibt, sondern nur schöne Bildchen. Das brauche ich nicht um gut informiert in eine CL-Konferenz mit acht (!) Spielen zu gehen. Dann kann ich auch die Bravo Sport lesen. PREMIERE, erkennt ihr euch eigentlich noch wieder? Wo ist der Charme in eurer Berichterstattung? Früher habe ich mich noch tagelang an bestimme Szenen aus den Übertragungen erinnert, heute spult ihr euer Programm ab, und das war es dann. Das kann nicht sein. Ihr könnt froh sein, dass ihr so viele gute Kommentatoren habt, die eine Konferenz immer noch sehenswert machen. Doch was ihr aus dem kompletten CL-Abend macht, ist einfach nur noch schade. Ständig irgendwelche Einspielfilme, und wenn es ein Gespräch mit dem Experten gibt, beschränkt sich das bei Dieter Nickles und Franz Beckenbauer auf ein Frage-Antwort-Spiel und ein Abarbeiten von Notizen. Erkenntniswert: Null. Manchmal habe ich das Gefühl, ihr seid noch nicht mal richtig vorbereitet in den Abend gegangen.

Man kann das noch korrigieren. Aber dann müsst ihr morgen anfangen. Besinnt euch mal wieder auf eure Stärken, schaut Videos der Übertragungen vom 2003 bis 2005. Ihr könnt das doch auch ganz anders. Sonst steht ihr in ein paar Jahren mit noch weniger Abonnenten da. Das ist genau das, was wir nicht wollen. Ich nicht, weil ich daran interessiert bin, dass es auch in Deutschland gutes Pay-TV gibt und ihr, weil ihr finanziell gut aufgestellt sein wollt und Gewinne machen möchtet. Doch ihr macht Programm für uns Abonnenten. Vielleicht solltet ihr daran mal wieder denken. Wir schauen, und wir können auch aufhören zu schauen. Feiert euch weiter selbst über die Bundesliga bis 2013, aber wenn ihr weiterhin dazu keine programmatischen Alternativen anbietet, gehen die Lichter vielleicht irgendwann mal aus. Tut mir leid, wenn ich das so schonungslos sagen muss.

Wenn einer Nachhilfeunterricht braucht, dann schaut mal bei der BBC vorbei oder kramt mal ein bisschen in eurem Archiv. Mehr Sport, mehr Fußball, weniger Show, weniger belanglose Gespräche. Mehr Zeit für die Vorberichte. Alles ganz einfach. Das braucht dann natürlich auch Experten, die mehr sagen können, als dass man, wenn man sich in der Kälte nicht bewegt, eine Lungenentzündung bekommt. Ich habe sicherlich noch mehr gesehen – auch weiterhin positive Dinge – als ich jetzt geschrieben habe. Aber ich glaube, das genügt erstmal.”

Und zumindest für eine Sache war der heutige Experte gut. Er gab mir den inhaltlichen Aufbau für den Blogbeitrag.

Thema: TV und Radio | Kommentare (3) | Autor: medispolis

Zitat des Tages: Mittwoch, 10. Dezember 2008 – Eine Nummer zu groß

Mittwoch, 10. Dezember 2008 19:20

Ein sehr netter Dialog ereignete sich heute im House of Commons bei der wöchentlichen Fragestunde an den britischen Premier Gordon Brown. Wie immer setzte ihn der Chef der Konservativen, David Cameron, gehörig unter Druck.

Cameron: I am going to ask PM again about getting banks lending to businesses. Money help not merely tprotect banks but ensure flow. On those terms recapitalisation failed. Agree?

Brown: First was to help banks. Not only did we save the world errr…(das ganze Haus bricht in Lachen aus)… not only saved world’s banking system.

Und diesen Fauxpass bekam dann Gordon Brown in den folgenden halben Stunde sowas von um die Ohren.

Cameron: Difference between him and us is he’s talking about saving the world, we’re talking about businesses [...] You can save the world in a few minutes if you like [...]

“Super Gordon strikes again” titelten daraufhin die englischen Medien.

[via Sky News]

Thema: Politik International, Zitat des Tages | Kommentare (1) | Autor: medispolis

Rückblick auf 2008

Mittwoch, 10. Dezember 2008 16:19

…mit 55 Bildern aus dem Jahr 2008 bei SPIEGEL Online

Thema: Alltägliches | Kommentare (0) | Autor: medispolis

They are too sexy for their shirts

Montag, 8. Dezember 2008 13:08

Ich habe am Samstag bedingt durch private Feierlichkeiten keine Bundesliga schauen können, habe dann aber, auch um Wolff Fuss mal bei einem Werder-Spiel zu hören, mir am späten Samstagabend meine Aufzeichnung nochmal angeschaut. Werder Bremen also zu Gast beim Karlsruher SC. Und ich war schockiert. Mit Ausnahme der ersten 10 Minuten hat Werder eine der schlechtesten Leistungen hingelegt, die ich jemals von diesem Team gesehen habe. Und spätestens sollten die Alarmglocken schrillen an der Weser.

Es sind ja jetzt mittlerweile nicht mehr nur die spielerischen Defizite, die ins Auge fallen. Die Außenverteidiger lassen offensiv weiter jegliche Aktivität vermissen und haben defensiv in persona Tosic ein Zweikampfverhalten, für das mir schlicht die Worte fehlen. Im Mittelfeld fehlen die Ideen, der Einsatz, Frings und Diego sind ein Schatten vergangener Tage. Und im Sturm kann man zurzeit aufstellen, wen man will. Sicher kann man nicht sein, wer zurzeit die Form für Tore schießen hat. Mit Ausnahme von Tim Wiese, und in Ansätzen Mertesacker und Naldo spielt die gesamte Mannschaft unter ihren Möglichkeiten. Natürlich kann es mal spielerisch nicht laufen, aber dann erwarte ich zumindest Einsatz, Laufbereitschaft und Leidenschaft um diese Defizite anders auszugleichen. Doch davon ist bei Werder keine Spur. Man kann, vielleicht will man das auch nicht. Und das ist besorgniserregend. Weil es eben auch kein Einzelfall mehr ist, sondern eine Entwicklung über die ganze Saison. Eine Entwicklung, die gefährlich und bekannt ist und die Schaaf und Allofs scheinbar nicht lösen können.

Schauen wir doch mal auf die nackten Zahlen, die durchaus belegen können, dass es bei Werder Bremen neben den spielerischen Mängeln vor allem eine Frage der Einstellung ist. Ein 5:4 gegen Hoffenheim und ein gutes 1:1 in der Champions League bei Inter Mailand lässt Werder eine 1:4-Klatsche in Stuttgart folgen. Ein hart erkämpftes 3:3 gegen Dortmund folgt ein sehr schmeichelhaftes 2:2 in Athen.  Die Fans im Weserstsdion sehen nach einem fantastischen 5:1 im Heimspiel gegen Hertha drei Tage später eine der schlechtesten Saisonleistungen beim 0:3 gegen Panathinaikos. Ein Heimsieg gegen Köln und ein gutes Auswärtsspiel beim Hamburger SV ist für Klaus Allofs Grund genug das Team mal wieder umschwänglich zu loben. Es folgt ein 2:2 in der Champions League bei Famagusta, ein Spiel, in welchem man viel zu harmlos und selbstsicher agiert. Das Siegtor wird schon fallen. Im Heimspiel gegen Eintracht Frankfurt setzt es ein 5:0, alle scheinen wieder zufrieden und von sich überzeugt. Prompt setzt es nach völlig indiskutabler Einstellung ein 0:1 beim Karlsruher SC.

Und jedes Mal hört man nach den Niederlagen von Klaus Allofs und Thomas Schaaf die selbe Platte. Ja, man hätte sich von den guten Leistungen der vorherigen Spiele wieder blenden lassen, man habe nicht die nötige Einstellung, die notwendig ist um solche Spiele zu gewinnen, an den Tag gelegt. Ich bin es mittlerweile leid mir ständig die gleichen Aussagen von Schaaf und Allofs anzuhören. Von Spielern, wie Diego, Pizarro und gerade Frings, die ein paar Millionen Euro im Jahr verdienen und mit einer großen Klappe durch die Presselandschaft reisen, wenn sie nicht (vollkommen zurecht) für die Nationalmannschaft nominiert werden, erwarte ich einfach mehr. Und vor allem erwarte ich, dass sie solche immer wiederkehrenden Fehler abstellen. Aber die gesamte Mannschaft (Mertesacker, Naldo und Wiese nehme ich mal ein bisschen aus der Kritik raus) lässt sich scheinbar von Frings und Diego anstecken. Wenn die keine Lust haben, dann machen die anderen halt auch nicht mit. I’m too sexy for my shirt, bloß nicht mal Leidenschaft, Einsatz und Aufopferung zeigen. Man kann nicht nur immer schön und sexy spielen. Aber scheinbar ist das bei vielen im Werder-Team noch nicht angekommen.

Also spielerische Defizite sind das eine, hinzu kommt dann noch erschwerend eine Grundhaltung zu diversen Spielen, die in der Bundesliga nicht akzeptabel ist. Man kann einmal einen ganz schlechten Tag haben, wo es einfach nicht laufen will, das gestehe ich jedem Profi auch mehrmals in einer Saison zu. Doch was Werder an Einstellung diese Saison in diversen Spielen gezeigt hat, ist schlicht und ergreifend eine Frechheit. Und was nützt es dann, wenn Werder-Trainer Thomas Schaaf nach dem Spiel ins PREMIERE-Interview den Kommentar gibt, dass er es mittlerweile leid sei ständig die gleichen Fehler anzusprechen? Man übe wöchentlich die Fehler und Defizite abzustellen. Er könne es sich auch nicht erklären, warum seine Spieler es nicht auf dem Platz umsetzen können. Kann man Einstellung für ein Spiel eigentlich trainieren? Ist das nicht selbstverständlich, dass ich nach einem verlorenen Zweikampf versuche den Ball zurückzuerobern? Wie gesagt, spielerisch klappt es selten, hinzu kommen hinreichende Defizite in der Einstlellung zum Spiel. Klar sind da die Spieler auf dem Platz hauptverantwortlich für, aber eben auch Trainer Thomas Schaaf und Manager Klaus Allofs.

Ich will überhaupt keine Rücktritts-Diskussion antreten, weil es dafür schlicht und ergreifend zu früh ist, nur wird es endlich mal an der Zeit, dass Trainer und Manager offen ihre Fehler zugeben und auch mal intern zu Konsequenzen greifen. Denn eins ist doch klar: So wie jetzt kann es schlicht nicht weitergehen. Klaus Allofs muss sich ankreiden lassen, dass er dachte, mit der Mannschaft aus der Vorsaison würde es erfolgsmäßig so weitergehen. Zumindest im Sturm gab es ja auch überhaupt keinen Grund zum Handeln. Dass Rosenberg, Sanogo und Almeida eine solche Formschwäche haben, war nicht abzusehen. Aber die defensiven Leistungen in der Abwehr haben schon letzte Saison eigentlich zum Handeln gezwungen, doch Allofs tat dies nicht. Und jetzt ist es eher schlimmer geworden. Dass Dusko Tosic mittlerweile Stammspieler auf der linken Seite ist, sagt eigentlich alles. Trotzdem verneint Allofs bis jetzt noch sich konkret um neue Spieler zu kümmern. Vielleicht wäre es jetzt endlich mal an der Zeit zu sagen: “Ja, wir suchen dringend ein, zwei gute Außenverteidiger”, damit Fritz, Pasanen und Tosic mal so etwas wie Konkurrenz bekommen. Denn momentan spielen alle so, als wären sie sich ihrer Sache sicher auch die Rückrunde spielen zu dürfen. Aber eben das dürfen sie gerade nicht. So wie alle drei momentan das Spiel annehmen, zeigt, dass sie – sollte es zu entsprechenden Verpflichtungen in der Winterpause kommen – bei Werder erstmal keine Chance haben dürfen. Wie gesagt, dass man im Mittelfeld und Sturm im Sommer nicht unbedingt Handlungsbedarf sah beziehungsweise mit Özil und Pizarro sich eigentlich ja auch gut verstärkt hat, will ich Klaus Allofs nicht ankreiden. Aber dass man defensiv auf bessere Zeiten gehofft hat (und man ausschließlich gehofft), dürfte bisher Klaus Allofs’ größter Fehler bei Werder Bremen gewesen sein.

Jürgen L. Born, der Werder-Chef, ließ am Sonntagmorgen durchblicken, dass nach der Leistung in Karlsruhe nun natürlich auch Thomas Schaaf nicht mehr unumstritten ist. Und genau so denke ich im Moment auch, denn Schaaf muss sich auch mal hinterfragen, warum er es nicht schafft sein Team 100% auf ein solches Spiel bei einem Tabellenletzten einzustellen. Es kann schlicht nicht sein, dass der KSC in allen Belangen, wie Einsatz, Laufbereitschaft und Siegeswille, den Hanseaten überlegen war. Und das zu verhindern ist primär die Aufgabe von Thomas Schaaf. Primär eben, sekundär dann vor allem durch die Spieler, die auf dem Platz stehen. Und da haben wir ja schon weiter oben diskutiert. Scheinbar sind Diego, Frings, Baumann und Pasanen überfordert die Ideen und Anweisungen des Trainers umzusetzen. Was mich ärgert, ist, dass solch schlechte Leistungen schlicht einfach so hingenommen werden. Wieso greift Thomas Schaaf nicht mal durch? Ich habe überhaupt nichts dagegen, wenn Frings mal zwei Spiele auf die Tribüne muss und sich das von oben mal anschauen darf. Gleiches gilt für Diego und Pizarro, wobei die das ja jetzt schon von sich aus erledigt haben.

Bei Werder läuft zurzeit eigentlich alles falsch. Die falsche Transferpolitik im Sommer macht sich jetzt bemerkbar (ist jede Position eigentlich doppelt und in gleich guter Qualität besetzt?). Werder spielt CL, Bundesliga und DFB-Pokal. Dafür ist der Kader schlicht nicht gut genug, Herr Allofs. Und zu allem Überfluss an momentanen spielerischen Defiziten kommt ein Verhalten der Spieler dazu, dass meilenweit von einem funktionierenden Teamgefüge entfernt ist und jeglichen Vorbildcharakter vermissen lässt. Zum Glück ist bald Weihnachten. Dann können sich alle mal besinnen und hinterfragen. Denn sollte es so weitergehen, bin ich der erste, der Werder meine Unterstützung entzieht.

Thema: Werder Bremen | Kommentare (5) | Autor: medispolis

Premier League 2008/2009 Preview 16. Spieltag – Der Hirte verlässt seine Herde

Freitag, 5. Dezember 2008 17:31

Wer ist der nächste Trainer in der Premier League, der seinen Stuhl räumen muss? Buchmacher sagen: Paul Ince. Und seit dem vergangenen Mittwoch bleibt ein Bild in meinen Gedanken, dass die BBC schon am Mittwoch und auch der Guardian gestern nochmal geschildert haben. Nach dem 3:5 der Blackburn Rovers im Carling Cup gegen Manchester United läuft Ince Richtung Kabine, an der Seitenlinie im Old Trafford. Zuschauer berichten, dass Ince Tränen in den Augen hatte. Der erste schwarze Manager in der Premier League, seine erst dritte Trainerstation. Bei seinen vorherigen Arbeitgebern Macclesfield Town und Milton Keynes Dons blieb er gerade mal ein Jahr Trainer. Und die Zweifel, ob Paul Ince seine erste Saison als Trainer in der Premier League bei Blackburn abschließt, werden immer größer. Ich würde es mir wünschen, wenn Ince es schafft die Rovers aus der Krise herauszufordern. Aber ich kann es mir schlicht nicht vorstellen, der sympathische Paul Ince wirkt in der jetzigen Situation ein wenig überfordert. Und wer die Gegentore am Mittwoch gegen Manchester United gesehen hat, dem wird klar, dass es so vieles gibt, das Ince ändern muss. Wohl nicht wissend, wo er überhaupt anfangen soll.

Ein ganz normaler Spieltag diesmal in der Premier League. Samstagmittagspiel auf Sky, Samstagabendspiel auf Setanta und Monday Night Game gibt es noch oben drauf. PREMIERE verwöhnt uns mit drei Leckerbissen. Blöderweise nimmt man wieder ein Spiel parallel zur Buli. Warum nicht Fulham gegen Man City als Einstieg für den Samstag…

FC Fulham – Manchester City

Mark Hughes kann sich glücklich schätzen, dass er relativ souverän die Zwischenrunde im UEFA-Cup erreicht hat. Denn beim Blick auf die aktuelle Situation in der Liga sollte einem bei Manchester City schon ein bisschen Angst und Bange werden. In Eastlands scheint man auf der Stelle zu treten, vor allem auswärts. Nur ein Punkt aus den letzten drei Auswärtsspielen, Man City stellt eine der schlechtesten Abwehrreihen in der Ferne. Schon 14 Tore hat man kassiert, nur Blackburn und Stoke stehen schlechter da. Und jetzt geht es ausgerechnet ja fast schon zur Festung Cravan Cottage. Das Team von Roy Hodgson hätte man durchaus als Kandidat für den Abstieg auf der Rechnung haben können, doch man steht recht sicher im oberen Mittelfeld und könnte mit einem Sieg weiter Boden gut machen. Fulham stellt die vierbeste Abwehr der Liga, nur 11 Gegentore, gerade mal 5 in Heimspielen kassiert. Dass man gleichzeitig aber auch erst 12 geschossen hat, verwundert nicht. Die meisten Heimspiele gewinnt man im Cravan Cottage meist mit einem Tor Unterschied. Die Gäste müssen auf Elano verzichten, Robinho, Wright-Philipps und Micah Richards sind fraglich.

Blackburn Rovers – FC Liverpool

Die Reds machen sich gerade so ein bisschen selbst die Krise. Die Fans pfeifen die eigene Mannschaft nach dem 0:0 gegen West Ham gnadenlos aus, Benitez kritisiert die aktuelle Form seines Teams. Dabei steht man an der Tabellenspitze mit einem Punkt Vorsprung vor dem FC Chelsea. Viel schlimmer scheint die Verletzung von Fernando Torres zu sein. Gab man zunächst eine Pause von zwei bis drei Wochen an, fällt Torres jetzt erstmal auf unbestimmte Zeit aus. Man wolle, so Benitez, ihm alle Ruhe geben, dass die Verletzung komplett auskuriert wird. Die Rovers müssen versuchen den Schalter umzulegen und das 3:5 bei Man Utd vergessen machen. Paul Ince hofft vor allem auf den Einsatz von Roque Santa Cruz.

Bolton Wanderers – FC Chelsea

PREMIERE live, Samstag ab 15h55; Kommentar: Andreas Renner

So wie der FC Chelsea derzeit auftritt, ist das Stolperpotential bei den wieder erstarkten Wanderers ziemlich groß. Das Team von Gary Magson ist das Team der Stunde in der Premier League, holte 12 Punkte aus den letzten fünf Spielen. Und stand Magson Mitte Oktober noch ganz oben auf der Liste der Trainer, die kurz vor der Entlassung stehen, sitzt er jetzt sicher und fest im Sattel. Da gibt es nur ein ganz kleines Problem, Bolton hat diese Saison zuhause erst zweimal gewonnen. Und der FC Chelsea ist bisher noch ungeschlagen im Jahr 2008 auswärts. Die Blues müssen auf Joe Cole und Didier Drogba verzichten. Normalerweise gewinnt Chelsea ja in einer kleinen Krise ja meist dreckig mit 1:0. Aber die Wanderers sind im Moment nicht das Team, mit dem man dieses versuchen sollte.

FC Arsenal – Wigan Athletic

Ich gehe mal davon aus, dass Arsene Wenger am Samstag im Emirates wieder die etablierte Jugendmannschaft spielen lässt. Man flog unter der Woche etwas unglücklich im Carling Cup beim Zweitligisten Burnley raus, weil man wieder zu viele Chancen vergab. Es ist plötzlich wieder das alte bekannte Problem. Dabei haben die Londonder zuletzt eher durch Effektivität vor dem Tor geglänzt. Erinnert sei an zwei Tore und drei Chancen an der Stamford Bridge oder an zwei Tore und zwei Chancen im Heimspiel gegen Manchester United. Die Chancenverwertung war mal ein Problem. Aber das würde zu den Gunner passen, wenn man es jetzt wieder hochzüchtet. Gut, wir wollen das ganze nicht überbewerten, es hat ja der zweite Nachwuchs am Dienstag gespielt. Aber so ein Heimspiel gegen die defensivstarken und kompakten Spieler aus Wigan ist ja fast schon prädestiniert dafür eher wenige Chancen zu bekommen. Und wenn man die dann wieder nicht konsequent nutzt, steht es ganz schnell 0:0 nach 90 Minuten, oder sogar schlechter. Wiliam Gallas wird den Gunners fehlen. Dafür weiterhin mit Arsenal Spieler des Monats – Robin van Persie. Was zwei Tore gegen Chelsea alles so auslösen können.

Newcastle United – Stoke City

Die Magpies brauchen Siege, Siege, Siege. Der letzte liegt schon mehr als einen Monat zurück. Am 3. November gab es ein 2:0 gegen Aston Villa. Seitdem gab es drei Remis und eine Niederlage, zuletzt zweimal ein 0:0. Das ist ganz schön für die Defensive, zeigt aber auch, dass es bei Newcastle niemanden gibt, der ein Spiel auch mal mit zwei oder drei Tore im Alleingang entscheiden kann. Michael Owen ist ein Schatten vergangener Tage. Trainer Joe Kienaar sagte dann gestern auch auf der Pressekonferenz, dass man wieder so spielen müsse wie beim 2:0 gegen Villa. Ein Strohhalm zur Rettung, mehr aber auch nicht. Bei den Gastgebern fehlen Ameobi und Alan Smith verletzt. Stoke flog am Dienstag nach guter Leistung im Carling Cup gegen Derby raus. Sollte es jetzt eine Niederlage setzen, würde Newcastle das Team von Tony Pulis in der Tabelle überholen.

Hull City – FC Middlesbrough

Zwei ganz sympathische Mannschaften treffen im KC Stadium aufeinander. Für Hull wäre es mal wieder an der Zeit ein kleines Glanzlicht zu setzen, zu zeigen, dass man noch dabei ist. Man profitiert immer noch von dem sehr guten Saisonstart. Der letzte Sieg liegt fast sechs Wochen zurück, seitdem setzte es eine Reihe an Niederlagen, zuletzt gab es immerhin drei Unterschieden. Middlesbrough ist immer noch in der akuten Umgebung der Abstiegsplätze.

Manchester United – FC Sunderland

PREMIERE live, Samstag ab 18h25; Kommentar: Marc Hindelang

Auch wenn man die genauen Umstände noch immer nicht weiß, dürfte doch klar sein, dass Roy Keane von sich aus als Trainer beim FC Sunderland zurückgetreten ist und er nicht gefeuert wurde. Über die Motive kann man nur spekulieren, aber es ist nicht so überraschend mehr gewesen. Keane hatte sich in Pressegesprächen immer wieder sehr kritisch hinterfragt, es gab den Vorfall, dass er nicht mit seiner Mannschaft im Bus zum Auswärtsspiel gefahren ist, und es gab letzte Woche das 1:4 daheim gegen Bolton. Und danach muss er sich wohl wieder diese Gedanken gemacht haben, sich wieder hinterfragt und kam zu dem Schluss, dass er nicht mehr der Richtige für Sunderland sei. Bonus bei der Vereinsführung und den Fans hatte er noch alle mal, führte er die Black Cats doch vor zwei Jahren fast schon sensationell in die Premier League und schaffte letzte Saison recht souverän den Klassenerhalt. Auch wenn es jetzt so ein bisschen wie die Flucht aussieht, wird Roy Keane sich das sicherlich gut überlegt haben. Denn ein Hirte verlässt nicht so einfach seine Herde. Denn wie ein kleiner Hirte wirkte Keane in letzter Zeit, schwarzer Mantel immer bis oben zugeknöpft, der Vollbart wuchs und wuchs. Hätte man ihm noch einen Stock gegeben, wäre es das perfekte Bild gewesen. Aber das soll gar nicht negativ gemeint sein. Keane hat durchaus sehr gute Arbeit in Sunderland erledigt. Doch trotzdem bleibt seine letzten Schritte fraglich und zweifelhaft. Die BBC blickt sehr ausführlich auf Roy Keane und seine Zeit beim FC Sunderland zurück.

Für Sunderland gibt es jetzt nichts einfacheres als bei Manchester United anzutreten. Erwartet wird wenig, man kann nur überraschen. Derweil beginnen die Bemühungen um einen Nachfolger in Sunderland. Ganz oben auf der Liste soll Big Sam Allardyce stehen. Also quasi das genaue Gegenteil zu Keane, zumindest was das Hinterfragen angeht. Aber vielleicht brauchen die Black Cats gerade jetzt einen kleinen Paradigmenwechsel. Bei den Red Devils rückt das Comeback von Paul Scholes näher, aber noch nicht an diesem Wochenende. Darran Fletcher wird seine Position nochmal ausführen.

West Bromwich Albion – FC Portsmouth

Ich habe den FC Portsmouth Donnerstag beim VfL Wolfsburg gesehen, wo man durchaus eine ansprechende Leistung brachte. Aber es fehlt immer irgendetwas. Es gab es 2:2 gegen den AC Mailand, zuletzt ein ganz knappes 3:2 gegen Blackburn und dann das 2:3 beim VfL. Konstante Leistungen sehen anders aus. Und das ist es, was den Südküstlern irgendwie auch fehlt. Mal eine Siegesserie, mal gute Leistungen über zwei oder drei Spiele. Man darf nicht zu viel von Tony Adams erwarten, aber ich denke, dass das im Rahmen des Möglichen liegen sollte. Offensiv hat man mit Defoe und Crouch zurzeit einen treffsicheren Sturm, woran man arbeiten muss ist die Defensive. Bei WBA muss man an ganz vielen Dingen arbeiten, vor allem aber an der Offensive. Mit 11 Toren stellt man die schlechteste Offensive der Liga. Bei West Brom ist nicht die Frage, wer die Tore verhindert, sondern wer sie überhaupt schießen soll.

FC Everton – Aston Villa

PREMIERE live, Sonntag ab 16h55; Kommentar:Markus Gaupp

Verfolgerduell im Goodison Park. Everton hat sich ganz gut in der Saison zurechtgefunden jetzt. Nach dem schwachen Saisonstart hat man Anschluss an die internationalen Plätze. Villa hingegen schwächelt etwas, zuletzt gab es zweimal ein 0:0, obendrein eine Heimniederlage im UEFA-Cup. Unter der Woche brachte Marin O’Neill einen interessanten Namen auf die Tagesorndnung. Der Trainer bestätigte, dass man Interesse an Henrik Larsson habe. Ich weiß nicht, wie ernst das ganze gemeint war, aber zur Aushilfe für die Rückrunde gibt es sicherlich schlechtere Spiele. Die Frage ist nur, ob Villa einen weiteren Stürmer braucht. Schaut man sich die letzten Ergebnisse an, dann ja. Mal sehen, ob sich diese Tendenz in den letzten Spielen des Jahres noch hält. Dann kann man im Januar ja entsprechend handeln. Für Everton-Manager David Moyes zählen derweil nur die nackten Punkte.

West Ham United – Tottenham Hotspur

Der Tabellendreizehnte empfängt die drei Plätze schlechter positionierten Spurs im Monday Night Game und Londoner Derby im Upton Park. Und wenn die Spurs mal wieder auswärts gewinnen sollten, würden sie sogar an den Hammers vorbeiziehen. Kann sich noch jemand an Alan Curbishley erinnern? Genau, West Hams Vorgänger von Gianfranco Zola. Der ist ja bekanntlich zurückgetreten, weil wichtige Spieler verkauft wurden und das ganze nicht mit ihm abgesprochen wurde. West Ham steht finanziell alles andere als rosig da, muss in der Winterpause wohl wieder Spieler verkaufen. Das wissen natürlich auch die restlichen Klubs der Liga und strecken schon mal ihe Fühler nach Matthew Upson raus.

Thema: Premier League | Kommentare (1) | Autor: medispolis

Konsumkosten

Freitag, 5. Dezember 2008 10:14

Ist es nicht eigentlich erstaunlich, wie wenig an Gedanken, Lösungsvorschlägen und Strategien zu den Themen Steuersenkungen, Konjunkturpakete und Konsumgutscheine derzeit von unserem Wirtschaftsminister Michael Glos kommt? Aber das ist ein anderes Thema.

Hat noch jemand den Überblick, wer, was und wie die Bundesregierung derzeit die anstehende Wirtschaftskrise lösen will? Ich habe es mittlerweile aufgegeben täglich mich mit neuen Vorschlägen auseinander zu setzen. Merkel und Steinbrück sind irgendwo gefangen zwischen europäischen Lösungen, nationalen Wahlkämpfen und dem Druck aus der eigenen Partei. Keine leichte Situation, da kann man den Michael Glos ja fast schon verstehen, dass er sich zurückhält.

Neustes Thema, was immer wieder diskutiert wurde, sind die Konsumgutscheine. Ich ertappe mich immer wieder dabei, dass ich solche Gutscheine gar nicht so schlecht finde, aber aus rein persönlichen Motiven. Ich hätte etwas Geld mehr und könnte mir etwas kaufen, was ich gerne möchte, aber jetzt auch nicht unbedingt bräuchte. Beispielsweise einen neuen Festplattenrekorder, einen neuen PC-Bildschirm oder Geld für eine Städtreise oder Urlaub (natürlich ins Ausland).

Ich hätte aus meiner Sicht also Gefallen an so einer Lösung, aber ob das wirtschaftlich Sinn macht, kann man sicherlich bestreiten. Auch, ob wir eine solche Maßnahme jetzt überhaupt schon brauchen und damit nicht eher mehr Panik auslösen als vielleicht angemessen. Aber der Vorschlag ist durchaus sexy. Was man ja nicht immer von politischen Programmen behaupten kann. Die ZEIT hat in ihrer derzeitigen Ausgabe auf Seite 3 eine pro / contra – Diskussion über die Einführung von Konsumgutscheinen. Und Josef Joffe berichtet, wie Konsumgutscheine in den USA wirken.

Thema: Wirtschaft | Kommentare (2) | Autor: medispolis