Jetzt darf Barack Obama endlich mit der Arbeit anfangen
Mittwoch, 21. Januar 2009 16:51
Titelbild des Boston Herald vom heutigen Mittwoch. Good luck, Mister President!
(via)
Thema: Politik International | Kommentare (0) | Autor: medispolis
Mittwoch, 21. Januar 2009 16:51
Titelbild des Boston Herald vom heutigen Mittwoch. Good luck, Mister President!
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Dienstag, 20. Januar 2009 12:54
[18h50] So, es geht jetzt weiter mit einem Essen im Kapitol und der Verabschiedung von George W. Bush. Ab 20:30 Uhr gibt es dann die Parade auf der Pennsylvania Avenue. Ich mach jetzt hier Schluss. Genießt noch die schönen Bilder aus Washington. Einen schönen Abend aus Bremen.
[18h43] Jetzt kommt journalistisch der interessanteste Teil. ZDF schaltet gleich zum Moderator, Sky News begibt sich in die Menschen und fragt nach. Jeder darf sich vorstellen, wie er heißt und wo er herkommt und dann erzählen ganz einfache Leute ihre Eindrücke. Unaufgeregt und angenehm zuzuhören.
Und zwei Karmapunkt für Tom Buhrow und Hanni Hüsch für ihre Headsets. Und dann gleich wieder der Punktverlust. Wen interessiert, dass George Bush morgen früh Kaffee kocht? Oder war bisher unklar, dass er das auch kann?
[18h38] Zum Schluss gibt es die Nationalhymne.
[18h33] Ob sich die Menschen da in der Kälte vielleicht mehr von der Rede erwartet haben? Es war eine gute Rede, aber ohne die großen rhetorischen Glanzlichter, ohne das absolute Highlight, an das man sich vielleicht erinnern kann. Aber Obama macht auch keinen Wahlkampf mehr, sondern ist Präsident.
“The World has changed, and we must change with it.” Auch Barack Obama hat sich verändert.
Inhaltlich: Auf die Grundwerte und die historischen Erfahrungen beruht. Aus den Fehlern der Vergangenheit lernen, die Verbindung zwischen Politik und Volk wieder lebhafter machen. Für Frieden auf der Welt sorgen, aber zusammen und wohl überlegt. Und Terroristen bekämpfen, die Amerika schaden wollen. Die Herausforderungen seien real, aber Amerika habe die Kraft diese Krise zu meistern und zu lösen. Wir haben die Hoffnung gewählt, nicht die Angst und Furcht. Das war ein Satz, der mir in Erinnerung bleibt.
[18h28] Hier die komplette Antrittsrede von Barack Obama
[18h08] Barack Obama tritt ans Pult für seine Antrittsrede [frei vom Mithören übersetzt]
Es sei dankbar für das große Vertrauen. Er danke George W. Bush für seine Arbeit für die Nation, insbesondere für die Transition Phase. Wir sind mitten in einer großen Krise, wir sind im Krieg gegen ein weit entferntes Netzwerk, unsere Wirtschaft liegt am Boden, Häuser wurden verloren, Gesundheit kostet zu viel. Ich stehe hier mit großer Demut vor den Aufgaben, die vor uns liegen.
Es wird nicht schnell gehen, aber wir werden es schaffen. Wir haben Hoffnung gegenüber Furcht ausgesucht. Wir haven viele Herausforderungen, aber wir werden sie lösen. Alle sind frei, alle sind gleich, alle haben das Recht nach Glück. Es ist Zeit unseren dauerhaften Glauben zu bestätigen.
Wir bleiben die mächtigste Nation auf dieser Welt. Wir müssen aufstehen und die Arbeit beginnen um Amerika zu erneuern. Überall ist Arbeit zu erledigen. Wir wollen nicht nur neue Jobs, wir wollen auch neuen Wohlstand und Wachstum für unsere Wirtschaft. Wir müssen neue Rahmenbedingugen schaffen. Und natürlich gibt es Leute, die den Umfang unserer Maßnahmen hinterfragen. Diejenigen, die öffentliches Geld ausgegeben haben, müssen wieder glaubwürdig handeln.
Unsere Gründungsvater haben Ideale geschaffen, das Wirken von Recht und das Recht aller Menschen. Ich lehne die Idee ab auszusuchen zwischen Sicherheit und Idealismus. Jeder, der weltweit nach Frieden sucht, ist ein Freund von Amerika. Wir sind bereit noch einmal mit gutem Beispiel vorne weg zu marschieren. Wir geben den Irak an die Menschen zurück und arbeiten eng zusammen um atomare Waffen zu verhindern. Wir werden die Terroristen besiegen, die vorhaben uns zu schaden und zu zerstören.
Wir suchen einen neuen Weg vorwärts mit der muslimischen Welt, der auf Respekt und Anerkennung basiert. Wir müssen mit Demut an all die denken, die für unser Land im Ausland dienen. So viel wie Politik auch machen kann, es ist das Vertrauen und der Glaube der Bürger, der Regierung und Politik lebendig macht. Das ist die Quelle von Vertrauen, das Wissen, dass Gott usn ruft um in eine unsichere Zukunft zu begleiten.
“Let it be told to the future world…that in the depth of winter, when nothing but hope and virtue could survive…that the city and the country, alarmed at one common danger, came forth to meet.”
[18h06] John G. Roberts vereidigt Barack Obama zum 44. Präsidenten der Vereinigten Staaten von Amerika. Und Obama war nervös. Aber das macht nichts. Wer will es ihm nicht zugestehen? Und es folgen 21 Salutschüsse. Welcome Mr. President
[18h00] Nochmal Musik, eigens komponiert von John Williams für diesen Tag. Gabriela Montero ist unter anderem dabei, den Rest kenne ich nicht. Man ist ein bisschen im Zeitverzug. Bush darf noch ein paar Minuten länger Präsident bleiben.
[17h57] John Paul Stevens, Richter am Supreme Court, vereidigt nun Joe Biden.
[17h54] Nachdem Rick Warren das Gebet gesprochen hat, singt nun Aretha Franklin.
[17h51] Millionen Menschen sind in sich gekehrt und beten für Barack Obama, für Joe Biden, das Kabinett und für sich selber. Emotionale Eindrücke.
[17h45] So, jetzt sind endlich alle da. “Obama”-Rufe der Menge. Kann man relaxter diese Treppe darunter gehen, als es eben Barack Obama getan hat? Zunächst leistet Joe Biden den Eid.
[17h40] Ein Meer aus weiß, rot und blau. Jetzt tritt Barack Obama gleich nach draußen.
[17h38] George W. Bush wirkt ausgesprochen entspannt, lacht und scherzt. Tja, wenn man sich jetzt nicht mehr um die ganze Scheiße kümmern muss, die man angerichtet hat, geht es einem gleich viel besser.
[17h35] In den Menschenmassen sollen Gesänge wie “Na Na Hey Hey Goodbye” angestimmt worden sein, als Bush zusammen mit Cheney aus dem Kapitol kommt. Und jetzt kommt Joe Biden, der gleich dann vereidigt wird.
[17h32] Buh-Rufe für George W. Bush, als er auf den Leinwänden zu sehen ist. Erstmal kommen Frau Obama und Frau Biden.
[17h29] Amerika scheint im Moment ein ziemlich zufriedenes Land zu sein. Lächeln, wohin man sieht. Gleich kommt George W. Bush.
[17h23] Und am Weißen Haus werden Umzugskartons in LKW eingepackt. Und die Musikkapelle spielt immer noch, aber keiner scheint ihr zuzuhören.
[17h21] Und welcher Modeberater hat den Schal von George Bush Senior ausgesucht? Jetzt schütteln die Clintons die Hände. Jeder bekommt seinen Applaus, seine Ehre für ehemalige politische Arbeit.
[17h19] Jimmy Carter kommt auf die Bühne vor dem Kapitol. Das erinnert mich wieder an mein Referat damals in den USA, das ich über die Regierungszeit von Carter gehalten habe. Ein Mann mit großen Plänen gewesen, aber eher wenig erreicht. In seiner Zeit nach der Präsidentschaft erfolgreicher.
[17h16] Das Ehepaar Clinton im Kapitol, draußen brandet großer Applaus bei den Menschen auf. Und es ist noch nicht Obama gewesen.
[17h06] Ein paar Minuten bei ARD und ZDF reingeschaut. Immerhin hat die ARD mit Tom Buhrow einen ausgewiesenen USA-Experten an seiner Seite. Buhrow mit interessanten Worten über Washington, seine Einwohner und das Lebensgefühl. Auch die ARD zeigt die Bilder in Großaufnahme, kein Bilder der Studios und Moderatoren. Beim ZDF werden die schönen Bilder überquatscht.
Ich weiß nicht, aber ich fühle mich bei CNN und Sky besser unterhalten.
Mittlerweile sind Bush und Obama im Kapitol angekommen.
[16h57] In Amerika wird auch nichts dem Zufall überlassen. Die Autoleuchten blinken sogar blau und rot. Einfach schöne Bilder. Sky News berichtet von zwei Millionen Gästen.
[16h56] Die Leute jubeln den Autos zu. Ich freue mich schon jetzt auf die Bildergalerien beim Boston Globe.
[16h52] Großartiges Bild. Luxuslimousinen, und dazwischen ein weißer, dreckiger und abgewrackter Wagen für das kleine Fernsehteam, das die Fahrt filmt. So, gleich gehen dann auch unsere deutschen ÖR auf Sendung. Mal schauen, was wir da erfahren.
[16h48] George W. Bush hat zum letzten Mal das Weiße Haus als Präsident gesehen.
[16h46] Dick Cheney, zuletzt geschwächt von Herzproblemen, im Rollstuhl und mit Gehstock auf dem Schoß liegend verlässt das Weiße Haus. Joe Biden zeigt viel Respekt und ordnet sich hinter dem ehemaligen Vize-Präsidenten ein. Update: Er sitzt aber im Rollstuhl, weil er sich am Rücken verletzt hat. Danke an Arne für die Anmerkung in den Kommentaren.
[16h42] Mitglieder des Kongress kommen nach und nach auf ihre Plätze. Biden und Obama verlassen soeben das Weiße Haus, jetzt geht es Richtung Kapitol.
[16h36] Ich frage mich gerade, ob Barack Obama bei seiner neuten von zehn Reden auf den Festbällen in Washington so etwas wie Erleichterung oder Respekt vor der Aufgabe vor ihm spürt. Und 10 Reden an einem Abend. Stressiger kann es für einen Präsidenten ja fast schon nicht mehr werden.
[16h33] CNN macht das ganz clever, Gäste und Experten nur in einem kleinen Fenster, das große Bild schwenkt über die Menschenmenge. Mit über zwei Millionen Besuchern wird jetzt gerechnet.
[16h24] Bei Sky News standen zwei Themen im Vordergrund in den letzten Minuten. Die Sicherheitslage am heutigen Tage (sehr kritische Sicherheitslage, so heißt es) und für mich interessanter die historische Dimension dieser Vereidigung. Ein Gast sagte, dass er sein Land nicht wiedererkenne. Schwarze und Weiße würden freundschaftlich und herzlich miteinander sprechen, fahren gemeinsam Richtung Kapitol.
Zurzeit kommen die Gäste, Persönlichkeiten und Promis Richtung Kapitol. Muhammad Ali wurde schon gesichtert. Und die US Marine Band spielt ihre Militärmusik. Sonniges Wetter in Washington.
[16h07] Der Guardian tickert jetzt auch live mit.
[16h03]
Was ist das? Nein, das ist kein Fotoalbum. Die Süddeutsche Zeitung hat mal wieder eine Klickstrecke gemacht mit Glückwünschen an Barack Obama.
[15h55] Die Top Ten Titelseiten amerikanischer Zeitungen von heute (via HAZde)
Die Ehepaare Obama und Biden sind jetzt beim Kaffeetrinken im Weißen Haus.
[15h42] Der Guardian fasst die Ereignisse des Tages zusammen.
[15h38] Barack Obama wird nachher seine Hand auf dieselbe Bibel legen, die Abraham Lincoln benutzt hat. Seine Worte werden dann die folgenden sein:
“I do solemnly swear that I will faithfully execute the office of President of the United States, and will to the best of my ability, preserve, protect, and defend the Constitution of the United States.”
Unklar ist noch, Obama das “So help me God” an die wenigen prägnanten Worte dranhängt. Bei Sky News war vorhin eine Journalistin, die meinte, er würde es machen. Obama sei durchaus ein religiöser Mensch, zeige es nur nicht so nach außen.
[15h26] David Miliband, britischer Außenminister, war gerade aus London zugeschaltet. Er erwarte sich eine Fortsetzung der guten Beziehungen zu den USA. Und die englischen Medien machen sich schon wieder Sorgen, dass Gordon Brown nicht der erste sein könnte, der einen Termin bei Obama bekommen könnte.
[15h24] Hervorragender Artikel in der Los Angeles Times über die Probleme, die Obama im alltäglichen Washingtoner Politikbetrieb bekommen könnte. Stichwort special interests und Lobbygruppen. Talking about bridges is easier than building them.
[15h18] Das schöne an Sky News ist, dass sie eben nicht in ein Studio gehen oder von irgendeinem Dach senden, sondern direkt an dem Memorial stehen. Auf einer kleinen Plattform umringt von den ganzen Menschen. Ein Kameraschwenk nach links und man hat eindrucksvolle Bilder.
[15h16] Und nur so geht es.
[15h08] In Washington soll die Memorial Metro Station geschlossen sein, weil mehrere Menschen in der Nähe der Station an Unterkühlung leiden. Haben wohl in der Station übernachtet.
Einzigartige Atmosphäre. Musik überall, die Leute singen und tanzen. Halten sich irgendwie warm.
[15h04] Auch wenn ich mich wiederhole. Das sind unfassbare Menschenmassen. Bleibe für die nächsten Stunden erstmal bei Sky News. Jeremy Thompson erzählt mal gleich, dass er gestern Abend einen Mann aus Simbabwe getroffen hat. He could not resist to travel to the USA.
[14h58] Die New York Times bloggt auch live mit. Ein Zitat des Tages vom ZUENDER.
CNN hat sich unter die Menschenmassen getraut und interviewt Familien, viele Schwarze unter den Besuchern, so die Moderatorin. Alle mit der gleichen Antwort, warum sie heute in Washington sind: Sie wollen dabei sein, wenn Geschichte geschrieben wird.
[14h50] Die “Bestie”, Obamas Limousine, hat sich in Bewegung gesetzt. Jede Kurve wird von den Kameras festgehalten. Menschen jubeln an den Straßenrändern. Fahrt dauert gerade mal eine Minute. War ja auch kein Verkehr.
[14h45] CNN hat zurzeit die eindrucksvollsten Live-Bilder: Menschen mit Mützen und US-Fahnen in der Hand jubeln in die Kameras. Nach Schätzungen sollen bereits über eine Million Menschen sich in der Nähe des Kapitols befinden.
[14h41] Weil es Hubertus Heil gerade twittert: Hier der offene Brief von Frank-Walter Steinmeier an Barack Obama.
[14h38] Barack Obama wird in den nächsten Minuten zur Saint John’s Church aufbrechen für einen Gottesdienst, anschließend geht es dann weiter zu Kaffee und Kuchen bei der Bush-Familie.
Bei Sky News wird gerade diskutiert, wer wohl die Rede für Barack Obama geschrieben habe. Alle sind sich einig: Seine Redenschreiber – und Michelle Obama war auch dran beteiligt.
[14h32] “We Are One” Concert für Barack Obama. Beyonce mit “America the Beautiful”
Ich habe am Sonntagabend neben dem Footballspiel immer mal wieder beim Konzert “We are one” für Barack Obama vorbeigeschaut. Und ich weiß nicht ganz, wie ich es jetzt hier ausdrücken soll. Aber ich hätte wirklich nichts dagegen, wenn es sowas auch für die Bundeskanzlerin oder den Bundespräsidenten gibt. Muss ja nicht gleich U2 sein, aber warum schafft es unsere deutsche Politik nicht sich endlich mal den Menschen zu öffnen, sie an Politik teilhaben zu lassen?
Ich will ja gar keine amerikanischen Verhältnisse hier in Deutschland. Nur eines: Dass sich Politik wieder den Menschen zumwendet, ihnen zuhört, auf sie zugeht. Da können solche Veranstaltungen allemal helfen. Aber wenn ich sehe Wahlabende hier in Deutschland ablaufen, kann ich wohl nur urteilen, dass es ein sehr langer Weg bis dorthin ist. Warum muss zum Beispiel die Vereidigung der Bundeskanzlerin oder des Bundeskanzlers in dieser Betonburg Bundestag stattfinden? Warum nicht Open Air, dass die Menschen daran teilhaben können? Mit Musik, Aufführugen, eben ein kleines Fest. So, das wollte ich mal loswerden.
[14h12] Wenn es einen Grund für N24 gibt, dann deren USA-Korrespondent Stephan Strothe. N24 hat ein schönes Live-Bild aus Washington. Es sind und bleiben unglaubliche Menschenmassen.
Und fast alle Sender mit dem gleichen Schema: Fragen, ob Obama jetzt die Welt besser mache, wie schnell er den Nahost-Konflikt lösen kann, ob jetzt alles besser wird. Dazu stets die gleichen Studiogäste. Da kann man eine Stunde zuhören, aber dann wiederholt es sich.
Ich freue mich schon auf Sky News, wenn die wieder einfach nur mit den Menschen reden, sich einfach unter die Leute begeben. Das ist auch kein Königsweg, aber unterhaltsam und eine gute Abwechselung, wenn man als Sender den ganzen Tag über berichtet.
[14h07] Und wo ich gerade bei meinem Guardian-Feedordner bin. Noch zwei Hinweise: Die US-Korrespondenten des Guardian schreiben über die Bedeutung der Antrittsrede. Immer wieder zu empfehlen: Deadline USA, eines der besten Politikblogs, das ich kenne.
[14h03] Was am 10. Februar 2007 in Springfield begann mit der Verkündung, dass Barack Obama sich für das Präsidentenamt bewirbt, ging weiter mit der Nominierung der Demokratischen Partei am 28. August in Denver. Und am 04. November gewann Obama die Wahl gegen John McCain. Ich hole noch mal zwei alte Links hervor: Der Guadian hat einen tollen Artikel veröffentlicht: The Obama Story. Das ganze auch nochmal als Video: The Road to the White House
[13h51] Live-Impressionen aus Washington. Irgendwo zwischen Absperrzäunen und Blaulichtern der Polizeifahrzeuge bewegen sich hunderttausende Richtung Kapitol. ABC News spricht auf ihrer Website von chaotischen Zuständen auf den Straßen.
[13h49] Was planen die TV-Sender? Sagen wir es so: Nichts Überraschendes. Man greift auf bewährte Kräfte zurück.
ARD: Übertragung von 17:00 Uhr bis 18:50 Uhr mit Hanni Hüsch und Tom Buhrow. Übertragung im Internet unter tagesschau.de ab 15:30 Uhr.
ZDF: Sondersendung ebenfalls ab 17:00 Uhr mit Steffen Seibert und Matthias Fornoff. Heute-Journal aus Washington, um 22:15 Uhr fast Claus kleber den Tag zusammen
Phoenix: Überträgt von 14:45 bis Mitternacht.
RTL: Zwei Minuten vor High Noon geht RTL auf Sendung. Moderiert wird das ganze von Peter Kloeppel.
n-tv und N24 berichten seit heute Morgen rund um die Uhr. Ebenso CNN.
Sky News: Berichtet live ab 15:00 Uhr komplett aus Washington mit dem stets exzellenten Jeremy Thompson. Man überträgt auch die Parade live.
[13h37] N24 gibt Tipps für eine US-Reise, bei welcher man Obamas Lebensstationen abklappern kann. Illinois im Winter sei aber nicht zu empfehlen,weil zu kalt. Dann, die Autorin, lieber Hawaii. Und jetzt der Reiseexperte. Florida ist zurzeit am beliebtesten. Man merkt, wie schwer sich N24 tut, wenn man seit 7:00 Uhr fast nur über ein Thema berichtet. Und ganz wichtig: Genug Trinkgeld und keine Diskussionen mit Polizisten bei Verkehrskontrollen.
Und dass Florida beliebt ist, hätte ich jetzt nicht gedacht, ganz ehrlich. Interessant eine Zahl. Die Reisen der Deutschen in den USA haben seit dem Gewinn von Obama um 20% zugenommen.
[13h30] Barack Obama hatte am Wochenende John King von CNN Frage und Antwort gestanden. Es ist ein sehr bemerkenswertes Interview geworden mit sehr viel persönlichen Gedanken und Botschaften abseits der großen Politik. Interessant fand ich vor allem eine Aussage.
Die WELT hat das Interview dokumentiert.
John King: Ihre Familie ist nach Washington umgezogen. Ihre wunderbaren Töchter haben Freunde zurückgelassen und werden neue Freunde finden. Meine Tochter ist zwölf. Sie sieht die Fotos Ihrer Kinder in Zeitschriften, die wir manchmal wahrscheinlich besser von ihr fernhielten. Und sie sagt: „Daddy, haben sie schon neue Freunde? Und welchen Sport treiben sie?“ Wo ziehen Sie die Grenze, hinter der Ihre Töchter und Ihre Familie niemanden mehr etwas angeht?
Obama: Meine Hoffnung ist, die Medien mögen einsehen, dass es schon schwer genug ist groß zu werden, selbst wenn man nicht in einem Goldfischglas lebt. Es wäre naiv von mir oder Michelle zu glauben, die Menschen interessierten sich nicht für die Mädchen. Aber wir haben die Medienvertreter gebeten, den Mädchen nicht zu folgen und keine Bilder von ihnen zu machen, wenn sie nicht gerade mit ihren Eltern an einer öffentlichen Veranstaltung teilnehmen. Und ich hoffe, dass die Journalisten das respektieren, weil sie selber doch auch Eltern sind und die Probleme kennen
[13h23] Unsere Bundeskanzlerin Angela Merkel wünscht sich eine engere Zusammenarbeit mit den USA. Die globalen Probleme können nur gemeinsam gelöst werden. Das sagte sie heute Morgen um kurz nach sechs im Morgenmagazin. Hier das Video.
[13h20] Die ARD diskutiert in ihrem Mittagsmagazin, ob Obama wirklich die Welt retten kann. Als Interviewgast zugeschaltet ist Josef Braml von der Deutschen Gesellschaft für Auswärtige Politik. Braml ist skeptisch. Zu viele institutionelle Verschränkungen, zu viele Probleme. Auf die Frage, warum Obama so beliebt ist, kommt doch tatsächlich als Antwort, dass er nicht George W. Bush ist. Da kann man von einem Experten etwas mehr Tiefe erwarten.
[13h16] Für die Twitterer unter uns: Zu empfehlen sind der offizielle Account zur Vereidigung: Obama Inaugural und das USA-Ressort des Guardian. Bei Flickr gibt es fast minütlich neue Fotos aus Washington.
Es gibt so viele Sachen im Internet zu entdecken, dass man alles gar nicht erwähnen kann. Wer noch interessante Links hat, darf dies gerne in den Kommentaren kundtun.
[13h10] Wunderschöner Sonnenaufgang über Washington. Sky News hat den Partnersender Fox für erste Eindrücke von vor Ort losgeschickt. Es ist erkennbar, dass der gesamte Bereich vom Kapitol bis zur National Mall bereits überfüllt ist
[13h08] Wie läuft der Tag heute ab? Um kurz vor vier trifft Obama den alten Präsidenten George W. Bush und seine Frau zum Kaffeetrinken. Um fünf beginnen die Feierlichkeiten vor dem Kapitol mit der Vereidigung von Joe Biden als Vize-Präsident. Obama legt dann den Amtseid um 18:00 Uhr ab, dann folgen Antrittsrede und Nationalhymne. Um 20:30 Uhr startet die Parade die Pennsylvania Avenue entlang zum Weißen Haus.
[13h02] Wetter soll passabel werden. Temperaturen tagsüber knapp unter null Grad, wolkiger Himmel, vielleicht ein bisschen Sonnenschein. Sky News mit Bildern aus Washington. Und das sind unglaubliche Menschenmassen, alle in dicken Jacken eingepackt. Wahnsinn.
[12h59] Kurz vor sieben Uhr morgens in Washington. Es ist noch dunkel, das Kapitol wird durch die Scheinwerfer hell erleuchtet. Und es sind schon unglaubliche Menschenmassen unterwegs. Der Bereich zwischen Kapitol, National Mall und dem Washington Monument ist schon sehr gut gefüllt. Parkplätze in der Nähe von Metrostationen sind bereits geschlossen worden. Besucher werden gebeten per Bus anzureisen, Züge sind überfüllt
[12h54] Guten Tag zusammen. Ich werde die nächsten Stunden über die Ereignisse in Washington live mitbloggen und schauen, was die Fernsehsender aus ihren Übertragungen machen. Der Rest ergibt sich dann sicherlich. Mal sehen, was der Tag an schönen Bildern und Emotionen bringt.
Thema: Live-Blog, Politik International | Kommentare (10) | Autor: medispolis
Montag, 19. Januar 2009 20:12
[22h53] Endstand FC Liverpool – FC Everton 1:1
Ein Ergebnis, das beide irgendwie nicht weiter bringt. Schaut man sich die gesamten 90 Minuten an, geht das Remis in Ordnung. Aber wenn Liverpool kurz vor Schluss führt, darf man sich das eigentlich nicht mehr nehmen lassen. Die Premier League macht jetzt Pause bis zum 27. Januar. Dann geht es hier weiter mit englischem Fußball. Gute Nacht
[22h52] Zwei Minuten Nachspielzeit. Sehr wenig.
[22h51] Wechsel FC Liverpool: Ryan Babal für Albert Riera
[22h48] FC Liverpool – FC Everton 1:1, Tim Cahill, 87. Minute
Wieder ein Standard, was sonst. Immer wenn Arteta am Ball ist, wird es gefährlich. Der Spanier mit scharf gezogenem Freistoß von links vor das Tor, Cahill schleicht sich weg, und köpft aus ganz kurzer Distanz ein. Liverpool einen Moment nicht aufmerksam. Und weg ist die Tabellenführung.
[22h46] Wechsel FC Liverpool: Lucas für Fernando Torres
[22h41] Liverpool zieht sich 10 Minuten vor Schluss immer weiter zurück, lässt Everton kommen und wartet auf den einen entscheidenen Konter.
[22h36] Etwas mehr noch als eine Viertelstunde. Führung für Liverpool geht in Ordnung. Ab der 55. Minute hat man mehr investiert, Everton beschäftigt. Die Toffees haben offensiv nicht mehr genug getan und müssen auch jetzt wieder aufwachen. Spiel geht derzeit nur in eine Richtung. Liverpool kontrolliert, ohne bis jetzt zwigend auf das 2:0 gehen zu wollen. Aber Everton lässt sich noch nicht locken.
[22h29] FC Liverpool – FC Everton 1:0, Steven Gerrard, 68. Minute
Ein typischer Steven Gerrard! Riera gibt von links in die Mitte, Gerrard hat etwas Platz, geht noch ein paar Schritte und knallt den Ball dann flach ins rechte untere Eck. Ganz wichtiges Tor für Liverpool durch den Kapitän.
[22h28] Wechsel FC Liverpool: Yossi Benayoun für Robbie Keane
Keane ist heute fast alles schuldig gelieben. Damit Kuyt von rechts in die Sturmmitte, Benayoun geht auf die rechte Seite.
[22h23] Liverpool jetzt viel besser im Spiel. Beschäftigen Everton in der Defensive. Bis auf einen Schuss von Torres knapp über das Tor ist aber auch noch nichts bei rausgekommen.
[22h17] So, meinte ich das! Klasse Aktion von Liverpool. Riera mit Flanke von rechts nach der Ecke. Skrtl legt auf Gerrard, der mit links etwas verunglückt, aber Howard zu einer guten Parade zwingt. Hyypia will den Abpraller, aber Hibbert einen Tick eher am Ball. Sonst hätte es 1:0 gestanden.
[22h16] Erste Ecke für Liverpool nach 55 Minuten.
[22h15] Arteta mit direktem Freistoß aus 30 Metern direkt in die Arme von Reina. So meinte ich das aber nicht.
[22h11] Wer wissen will, warum Everton so gut auswärts abschneidet, braucht nur einmal die defensive Leistung heute anschauen. Bis auf die eine Szene von Torres nichts zugelassen. Arteta sieht gelb. Überfällig.
[22h07] Keine Wechsel. Weiter geht es. Bitte mehr Torchancen, meine Herren
[22h05] In Liverpool schneit es jetzt ziemlich heftig. Bleibt aber nicht liegen.
[21h56] Ich vermisse die NBA. Dallas gewinnt in Philadelphia 95:93. Buzzerbeater von Nowitzki entscheidet das Spiel. Hach, wie gerne hätte ich das gesehen.
[21h49] Halbzeit FC Liverpool – FC Everton 0:0
Es ist kein schlechtes Spiel, aber so richtig gut ist es auch nicht. Everton für mich die bessere Mannschaft, Liverpool offensiv nur einmal gefährlich. Alles ist bei beiden Teams noch zu vorhersehbar. Bei Everton geht alles über links, ebenso bei Liverpool. Kuyt auf rechts nimmt kaum, Keane im Sturm gar nicht teil. Ganz viel Steigerungspotential. Was das Spiel ansehbar macht, ist das Tempo und der Einsatz, den beide Teams zeigen.
[21h48] Robbie Keane spielt ja auch mit.
[21h45] Es braucht Distanzschüsse. Hibbert veliert den Ball im Spielaufbau, Riera hat viel Zeit sich die Kugel zurecht zu legen, zieht aus 20 Metern ab. Ganz knapp vorbei.
[21h44] Vierte Ecke für Everton, die aber auch in der Offensive zu berechenbar spielen. Einfach zu verteidigen, aber sie beschäftigen den Gegner wenigstens.
[21h42] Anichebe und Alonso prallen direkt vor den Trainerbänken mit den Köpfen zusammen. Sah in der Zeitlupe ganz schlimm aus. Alonso wirkt leicht benommen, rappelt sich aber wieder auf. Fünf Minuten noch.
[21h39] Reina jetzt zum zweiten Mal innerhalb von kurzer Zeit mit Problemen beim Ball abfangen nach Ecke oder Flanke. Everton wieder etwas zielstrebiger nach vorne, die Reds spielen nachlässig. Außer der Aktion von Torres noch nichts Gefährliches – und das ist ein bisschen zu wenig.
[21h35] Mittlerweile starker Regen in Liverpool, Temperaturen noch bei 3 Grad, soll aber in der nächsten Stunden kälter werden und in der Nacht in Schnee übergehen. Schönes Fußballwetter. Und das Spiel hat merklich an Qualität verloren.
[21h30] Und prompt hat Torres das 1:0 auf dem Fuß. Toller langer Pass von Hyypia auf Torres. Der kann seinen Verfolger Lescott abschütteln, Howard kommt raus, verkürzt etwas, Torres will es ganz genau machen und trifft dann nur den Außenpfosten. Den kann/muss man machen.
[21h28] Beste Chance dieses Spiels für den FC Everton. Gute Flanke von rechts, Cahill setzt sich in der Mitte gegen Carragher durch, Kopfball kommt ganz gefährlich auf das Tor. Super Reflex von Reina.
Und Pienaar sieht die erste Gelbe in diesem Spiel, für vergleichsweise nichts.
[21h24] Phil Neville immer noch ohne gelbe Karte. Howard Webb hat heute seinen ganz besonderen Tag. Alleine schon für das erste Foul gegen Gerrard zu Beginn hätte man gelb zeigen können.
[21h22] 20 Minuten gespielt an der Anfield Road. Ausgeglichenes Spiel, Everton macht für mich den etwas besseren Eindruck, aber wirklich nur minimal. Der Game Plan von David Moyes geht zumindest defensiv auf, offensiv waren die ersten Minuten schon das beste. Auch bei Liverpool viele Fehler, die aber auch von Everton erzwungen werden. Den Reds fehlt der Druck über die Flügel. Riera hat momentan mehr Probleme bei der Ballannahme, und Kuyt auf rechts hat es schwer gegen Baines. Bis jetzt also viel Kampf, das Suchen des richtigen Weges. Wenig spielerische Highlights. Aber kann ja noch werden.
[21h13] Howard Webb heute sehr großzügig, was die gelben Karten angeht. Hat noch keine gezeigt, obwohl es da schon zweimal zu Anlass gab.
Liverpool vor allem nach Standards gefährlich. Freistoß Gerrard, Kuyt frei am Fünfmeterraum, Baines kann den Schuss blocken.
[21h08] Die englischen Kommentatoren ärgern sich gegenseitig. Also sowas. Britischer Humor. Nun ja. Everton macht das ganz gut, stehen defensiv kompakt, wenn Liverpool angreift. Wagen aber auch immer mal wieder den Weg nach vorne. Lässt sich gut anschauen.
[21h05] Spiel kennt nur eine Richtung in den ersten Minuten – auf das Tor von Reina. Everton mit gutem, druckvollen Beginn. Benitez wieder auf der Trainerbank. Anweisungen gibt aber weiter Sammy Lee.
[21h02] Los geht es. Blau gegen Rot. Everton mit Anstoß von links nach rechts.
[20h59] Gänsehaut
[20h51] BBC Five Live mit Breaking News aus Mailand. Kaka soll mit einem Milan-Trikot vor die wartenden und protestierenden Fans gegangen sein. War das jetzt Abschied oder ein Bekenntnis zum Klub? Vertreter von Man City sind derzeit in Mailand für letzte Verhandlungen.
[20h49] Die Aufstellungen an der Anfield Road
FC Liverpool: Reina – Carragher, Hyypia, Skrtel, Aurelio – Kuyt, Gerrard, Alonso, Riera – Keane, Torres
FC Everton: Howard – Hibbert, Lescott, Jagielka, Baines – Osman, Arteta, Neville, Pienaar – Cahill – Anichebe
Die Aufstellungen des FC Liverpool liest sich richtig gut. Alonso kommt als Stabilisator wieder zurück ins Mittelfeld, Mascherano wäre die defensivere Variante, sitzt aber zunächst auf der Bank. Und wie gesagt, Keane und Torres vorne weg. Anichebe kehrt ins Team für Everton zurück und ersetzt den gesperrten Felliani
[20h42] Bin gespannt auf den FC Everton heute. Für mich spielen die eine sehr sehr gute Saison. Auch unter Berücksichtigung der Verletztenliste. Die Ausfälle von James Vaughan, Yakubu und Saha sorgen dafür, dass der komplette Sturm des FC Everton derzeit nicht zur Verfügung steht. Tim Cahill und Anichebe sollen heute für Tore sorgen. Und zu allem Überfluss fehlt auch noch Fellaini, der derzeit eine überragende Saison spielt.
[20h36] Das 180. Merseyside Derby in der Liga wartet also auf uns. Liverpool würde mit einem Sieg wieder an die Tabellenspitze kommen. Everton kann mit drei Punkten Anschluss an den FC Arsenal auf Platz 5 halten. Die Reds sind seit 10 Spielen ungeschlagen, Everton seit fünf Spielen ohne Niederlage. Zuletzt gab es drei Siege in Folge. Auswärts ist die Bilanz der Toffees noch besser. Die letzten drei Auswärtsspiele wurden gewonnen. Sollte es heute einen vierten geben, würde man einen Rekord aus dem Jahre 1986 einstellen.
[20h31] Hier die Ausführungen von Raphael Benitez vor dem Merseyside Derby. Der Spanier steht derzeit mit den US-Besitzern in Verhandlungen über einen neuen Vertrag. Bisher gab es keine Einigung, weil Benitez volle Kontrolle über die Transfertätigkeiten haben will. Benitez will aber eine schnelle Einigung haben, weil er es leid ist sich über dieses Thema zu äußern. Auf dem Fußball soll die Konzentration liegen.
[20h24] Interessante Tage auch für Steven Gerrard. Freitag gibt es die erste Verhandlung vor Gericht wegen der Schlägerei in einer Diskothek. Wer weiß, ob Gerrard das zweite Merseyside Derby am Sonntag im FA-Cup noch auf dem Spielfeld erlebt.
[20h17] Zwei ganz aktuelle Nachrichten
[20h12] Good Evening. Torres und Keane im Sturm, erstmals seit Ende November. Benitez will die Tabellenführung wieder zurück.
Thema: Live-Blog, Premier League | Kommentare (6) | Autor: medispolis
Sonntag, 18. Januar 2009 16:27
[18h53] Endstand Tottenham Hotspur – FC Portsmouth 1:1
Schwere Zeiten für die Spurs. Hier war viel mehr drin, wenn man seine Chancen besser genutzt hätte. So bringt Portsmouth das Remis etwas mehr. Tottenham klettert mit dem Punktgewinn zwar bis auf Platz 16, aber alle Teams dahinter ebenfalls mit 21 Punkten. Lennon konnte seine gute Form nicht 90 Minuten halten. Portsmouth wollte am Ende nicht mehr als das 1:1. Wir lesen uns morgen Abend wieder zum Merseyside Derby. Einen schönen Abend, was immer Schönes ihr macht.
[18h52] Bent nochmal mit Flachschuss, direkt auf James. Chancenauswertung mangelhaft. Portsmouth krökelt sich über die Zeit.
[18h50] Drei Minuten Nachspielzeit
[18h48] Wechsel FC Portsmouth: Marc Wilson für Younes Kaboul
[18h45] Und jetzt will Tottenham den Ball ins Tor tragen. Denen ist aber auch nicht zu helfen. Dann wieder schön gespielt. Langer Ball auf Defoe, der den Ball schön abschirmt, verzieht aber knapp. Angriffswelle auf Angriffswelle
[18h42] Portsmouth hat hier viel Glück. Nach einer Ecke spielt Tottenham schnell, auf links wieder Bentley schön frei. In der Mitte kann in höchster Not vor Bent und Defoe geklärt werden. Nach vorne von den Südküstlern kommt praktisch gar nichts mehr.
[18h40] Es wäre fast passiert, aber nur fast. Tolle Flanke von links von Bentley, in der Mitte Bent sowas von frei. Köpft aber aus zwei Metern (!) neben das Tor (!!). Das wäre es gewesen. 10 Minuten noch.
[18h35] Was wäre Pompey ohne David James. Langer unangenehmer Freistoß, den James aus dem Winkel fischt. Die anschließende Ecke sieht Portsmouth mit Mann und Maus auf der Linie klären Davies kratzt den Kopfball von Woodgate von der Linie. Spurs mit dem Oberwasser.
[18h33] Wechsel Portsmouth: John Utaka für David Nugent
[18h31] Und jetzt 20 Minuten Dramatik bitte. Können die Spurs, wie damals gegen Liverpool, das Spiel noch drehen?
[18h29] Tottenham Hotspur – FC Portsmouth 1:1, Jermain Defoe, 70. Minute
Home sweet Home. Defoe trifft zum verdienten 1:1. Schöner angriff der Spurs. Zokora sieht Modric in der Mitte. Der geht Richtung Strafraum und legt dann quer zu Defoe, der mit links satt ins untere Eck bringt. Portsmouth einen Moment unaufmerksam.
[18h28] Wechsel Tottenham: David Bentley für Gareth Bale
Noch mehr Offensive. Letzte Hoffnung für die Spurs’ Fans.
[18h24] Gute 25 Minuten noch. Was haben die Spurs noch im Köcher? Das Spiel hat durch den Führungstreffer einen kleinen Bruch bekommen. Tottenham muss sich erstmal wieder sammeln. Portsmouth verlegt sich noch mehr aufs Kontern, wenn sie das nicht schon die ganze Zeit erledigt haben. Ganz kritische Phase für Harry Magic Redknapp.
[18h18] Tottenham Hotspur – FC Portsmouth 0:1, David Nugent, 59. Minute
Was für Szenen. Zunächst David James wieder mit famoser Parade gegen einen abgefälschten Schuss von Lennon. Und dann fliegt den Spurs der eigene Angriff um die Ohren. James wirft schnell ab, Portsmouth kontert, Traore treibt den Ball, legt rüber zu Nugent, der mit sattem Flachschuss ins lange Eck noch leicht abgefälscht trifft. Klasse gespielt. Spielverlauf ein bisschen auf den Kopf gestellt. Erste Chance für Portsmouth im zweiten Durchgang und das Tor.
[18h14] Ledley King musste übrigens mit einer Oberschenkelzerrung raus. Also Entwarnung wegen des Knie und ich revidiere meine Aussage von vorhin.
[18h12] Am auffälligsten bisher im zweiten Durchgang der doch recht bunte Schal von Tony Adams, steht im gut. spiel kommt erst sehr langsam wieder in Fahrt. Bemühen ist da, aber immer viel zu viele Fehler, gerade im Spiel nach vorne. Der letzte Pass kommt nicht an. Kein Wunder, dass Crouch, Bent und Defoe mehr oder weniger vorne in der Luft hängen.
[18h05] Keine Wechsel. Weiter geht es.
[17h49] Halbzeit Tottenham Hotspur – FC Portsmouth 0:0
Gutes, interessantes Spiel mit vielen Chancen. Doch entweder halten die Torhüter gut oder das Nervenkostüm der Spieler verhindert die Führung. Spurs etwas zwingender und zielstrebiger. Bester Mann auf dem Platz: Aaron Lennon, teilweise eine Augenweide, wie er von rechts in die Mitte zieht. Spannung für die zweite Halbzeit garantiert.
[17h46] Wechsel Tottenham: Michael Dawson für Ledley King
[17h44] Beste Chance dieses Spiels – für Portsmouth. du liebe Güte. Spurs wollen auf Abseits spielen, doch das klappt nicht. Nugent frei vor Gomes, so frei, so frei. Doch Gomes hält klasse. Wer hätte das gedacht.
Und wieder konnte kein Fehler genutzt werden. Ledley King muss vom Platz, scheint wieder das Knie zu sein. Ach Mann, das ist wirklich blöd. Ich hatte unten ja schon die Befürchtung.
[17h41] Fünf Minuten noch bis zur Pause. Von den Chancen klarer Vorteil für die Gastgeber, Spielanteile sind relativ ausgeglichen, wenngleich Tottenham zwischen der 20. und 30. Minute klar dominant war.
Und ich wette, Heurelho Gomes legt sich heute noch einen Ball ins Tor. Ein Nervenkostüm, das zu überhasteten und unüberlegten Aktionen führt.
[17h38] Tottenham mit fahrlässigem Ballverlust im Spielaufbau, doch Younes Kaboul haut den Ball ins Außennetz anstatt Crouch oder Traore in der Mitte zu bedienen. So viele gute Chancen bekommt Pompey nicht mehr.
Und Fehler gab es schon zahlreiche, man muss sie nur mal nutzen.
[17h36] Nächste Großchance für die Spurs. King nach schöner Hereingabe mit dem Kopfball, aber wieder reagiert James glänzend. Bent will abstauben, steht dann aber im Abseits und hatte den Nachschuss auch sowieso nicht unterbringen können.
[17h34] Luka Modric ist einer der ganz wenigen bei den Spurs, die überhaupt noch nicht im Spiel sind. Aber war das jemals anders in dieser Saison?
[17h31] Wechsel Tottenham: Darren Bent für Roman Pavlyuchenko
[17h29] Sean Davies sieht die erste gelbe Karte der Partie für ein mehr als nur rüdes Einsteigen gegen Pavlyuchenko. Wird länger behandelt und kann wohl nicht weitermachen. Muss mit der Trage vom Platz gebracht werden.
[17h27] Und dann auf einmal Portsmouth mit brandgefährlichem Konter über Kranjcar auf rechts. In der Mitte kann Corluka in letzter Sekunde den Schuss von Traore blocken, sonst hätte es 0:1 gestanden. Spurs etwas zu weit aufgerückt. Wer soll es ihnen verzeihen bei dem Mehr an Chancen?
[17h24] Tolle Szene. Lennon auf rechts mit fantastischer Vorarbeit für Defoe in der Mitte. Doch James kann den wuchtigen Kopfball von Defoe exzellent über die Latte lenken. Führung der Spurs wäre jetzt mehr als verdient.
[17h21] Ein richtig gutes Fußballspiel. Schuss von Lennon, bester Mann auf dem Platz doch James mit toller Parade, lenkt den Ball um den Pfosten. Nach der Ecke dann Pavlyuchenko scheißt Defoe an, ansonsten wäre der Ball wohl drin gewesen.
Intensives Spiel, viel Tempo und Einsatz, aber auch noch sehr viele Fehler im Spielaufbau. Aber alleine für die Leidenschaft beider Teams gibt es Applaus von mir.
[17h13] Meine Fresse, Heurelho Gomes kann einen ganz einfachen Schuss von Glen Johnson nicht festhalten, Crouch um ein Haar am Abpraller dran, doch da kann Gomes dann noch die Hand zwischen bringen und den Ball klären. Mal sehen, welcher Torwart hier für mehr Lacher sorgt. Sein Gegenüber ist ja auch dafür bekannt.
[17h12] Aaron Lennon macht auch mal auf sich aufmerksam, dass die Angriffe der Spurs nicht nur über die linke Seite laufen sollen. Zieht von rechts schön in die Mitte, Schuss geht dann aber genau in die Arme von David James.
[17h10] Ganz nette Anfangsphase. Spurs klar überlegen. Defoe mit der besten Chance, als er einen Querschläger der Pompey-Defensive nutzen kann und fast frei auf das Tor zuläuft. Verzieht aber mit links ganz knapp am Tor vorbei.
Portsmouth ist um Ordnung bemüht. Trauen sich auch immer wieder mal nach vorne, ist aber sehr vorausschaubar. Trotzdem gutes Tempo für ein so wichtiges Spiel.
[17h05] Sol Campbell wird bei jeder Ballberührung ausgebuht. So lange es beim Buhen bleibt, ist es ok.
[17h01] Portsmouth mit Anstoß in den dunklen Trikots von links nach rechts. Es kann losgehen.
[17h00] Die White Hart Lane in den letzten Strahlen der Abendsonne. Sehr schöne Atmosphäre. Innige Begrüßung von Redknapp mit seinem alten Trainerteam, begrüßt fast jeden mit herzlicher Umarmung.
[16h58] Der Ersatzverkehr auf der Victoria Line scheint auch geklappt zu haben. Spiel wird pünktlich beginnen.
[16h54] Der FC Chelsea veröffentlicht auf seiner Homepage ein Statement, wonach es keinerlei Pläne von Abramovitsch gebe den Klub zu verkaufen. Entsprechende Meldungen seien falsch. Abramovitsch behält sich weitere Schritte gegen die Sunday Times vor.
[16h52] Die Aufstellungen an der White Hart Lane
Tottenham: Gomes – Corluka, Woodgate, King, Bale – Lennon, Zokora, O’Hara, Modric – Pavlyuchenko, Defoe
Portsmouth: James – Johnson, Campbell, Distin, Belhadj – Nugent, Davies, Kaboul, Kranjcar – Armand Traore – Crouch
Bei den Spurs gibt es einen Wechsel. Aaron Lennon soll wieder für Druck über die rechte Mittelfeldseite sorgen. Michael Dawson muss weichen. Pluspunkt für die Spurs-Abwehr ist das Mitwirken von Ledley King. Das Knie scheint zu halten. Auch Pompey mit einem Wechsel. Sean Davies für Mark Wilson im Mittelfeld.
[16h45] Harry Redknapp trifft auf seinen alten Verein, bei dem er bis Oktober Trainer war. Und Defoe spielt mit seinem alten/neuen Verein gegen seinen alten Verein. Und wenn Defoe heute treffen sollte, bin ich auf den Jubel gespannt.
[16h43] Und jetzt gibt es knallharten Abstiegskampf an der White Hart Lane. Tottenham, zurzeit nach den Ergebnissen von gestern, Tabellenschlusslicht empfängt den FC Portsmouth, die fünf Plätze und drei Punkte besser stehen. Und wie eng das da alles ist, zeigt die Tabelle. Mit einem Sieg würden die Spurs von 20 auf 12 klettern. Verrückte Saison.
[16h38] Im frühen Sonntagspiel hat West Ham United seinen Höhenflug fortgesetzt. Man schlug den FC Fulham mit 3:1 und überholte die Cottagers in der Tabelle, liegt jetzt auf Rang 8, noch vor Hull City. David di Michele, Mark Noble und Carton Cole mit seinem fünften Tor im fünften Spiel schossen die Treffer für die Gastgeber. Paul Konchesky konnte sehenswert zum 1:1 ausgleichen. Fulham kassiert nach neun Spiele ohne Niederlage mal wieder einen kleinen Dämpfer.
[16h33] Zwei Nachrichten, die heute tagsüber aufgeschlagen sind. Demnach plant laut einem Bericht der Sunday Times Chelsea-Präsident Abramovitsch einen Verkauf des Klubs und erkundigt sich in der Wüste gerade nach potentiellen Interessenten. Und dann hat der Guardian/Observer, unter anderem der stets exzellent informierte Ducan Castles, eine Story veröffentlicht, wonach Manchester City’s Besitzer nie ein Angebot in Höhe von 125 Millionen Euro abgegeben hätten. 50 Millionen Pfund sollen angeblich geboten worden.
[16h27] Tach zusammen.
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Sonntag, 18. Januar 2009 15:48
Ich will nichts verdramatisieren, aber die nächste Trainerentlassung in der Premier League könnte kurz bevorstehen, nämlich beim FC Middlesbrough, die nach dem mehr als kläglichen 0:3 gestern gegen West Bromwich Albion heute bei einem Sieg der Tottenham Hotspur erstmals in dieser Saison auf einen Abstiegsplatz rutschen könnten.
Und vielleicht ist es dann der Auslöser Trainer Gareth Southgate von seinen Aufgaben zu entbinden. Die Zahlen sprechen eine klare Sprache. Seit 10 Spielen wartet man auf einen Sieg in der Liga, der gute Saisonstart ist längst aufgebraucht. Zudem kommen seit gestern auch wieder erhebliche spielerische Defizite auf die Tagesordnung. Wer sich die Worte von Gareth Southgate nach dem Spiel anhört, findet nichts anderes als Durchhalteparolen, ein Appellieren an die eigenen Stärke, ein sich Bewusstmachen der eigenen brenzligen Situation. Ob das reicht bei der Vereinsführung Vertrauen für eine Fortsetzung der Arbeit zu werben? Southgate hat noch einmal nachgelegt. Er könne sich nicht beschweren, wenn ihn Präsident Steve Gibson entlassen würde. Das klingt so ein bisschen wie das Vorbereiten des eigenen Begräbnisses.
Aber traut sich das Steve Gibson einfach so? Rein sportlich gesehen gibt es zurzeit wenig Argumente noch länger an Gareth Southgate festzuhalten. Am Samstag geht es im FA-Cup zum Zweitligisten Wolverhampton, danach folgen Ligaspiele gegen Chelsea, Blackburn und Manchester City. Also ein Hochkaräter und mehr oder weniger zwei direkte Konkurrenten im Abstiegskampf. Braucht es für diese schwierige Phase nicht einen Neuanfang? Bisher nein, so ist die Meinung von Steve Gibson. Und wenn es nach Gibson geht, dann auch in der Zukunft nicht. Wohl selten hat es eine solch innige Verbindung zwischen einem Trainer und dessen Chairman gegeben. Seit fast 15 Jahren ist dies Steve Gibson beim FC Middlesbrough, ist seit seiner Kindheit Fan des Vereins, bei den Fans unglaublich beliebt. 2006 holte er Southgate als Trainer zum FC Middlesbrough und war seitdem ein starker Unterstützer des jetzigen Trainers.
Und es ist ja nicht die erste sportlich schwierige Situation für Middlesbrough. Man stand häufig im Abstiegskampf, hat sich aber gerade am Ende der Saison, in der heißen Phase ab Mitte März, immer wieder gefangen. Und das war eben unter Gareth Southgate als Trainer. Aber kann beziehungsweise darf Steve Gibson bis zum März damit warten und dann schauen, in welcher Lage sich das Team befindet?
Gareth Southgate hat – bildlich gesprochen – seinen roten Teppich für einen Rückzug vom Job schon ausgelegt. Damit macht er natürlich auch deutlich, dass er sich dieser ernsten Lage bewusst ist. Die Frage ist eben nur, ob er auch die Kraft hat Middlesbrough aus dieser schwierigen Phase zu führen. Momentan macht es nicht den Anschein. Southgate spielt ein bisschen mit dem Feuer. Vielleicht wartet er ja nur auch auf das klare Bekenntnis von Steve Gibson. Bekenntnisse, die es schon häufiger von Gibson gab. Am Ende bleibt eine Frage stehen. Wird Steve Gibson die Kraft und den Mut haben seinen “Schützling” Gareth Southgate nicht länger als Trainer beim FC Middlesbrough arbeiten zu lassen?
Thema: Premier League | Kommentare (0) | Autor: medispolis
Freitag, 16. Januar 2009 10:28
Ich hatte zu Beginn des Jahres im “Spielmacher” ganz nüchtern geschrieben, dass mit der Übernahme von Manchester City auf dem Transfermarkt noch einmal ein neuen Zeitlalter beginnen könnte. Und möglicherweise stehen wir kurz davor. Der aktuelle Stand bezüglich der Offerte von Manchester City an Milans Kaka ist, dass die Vereinsführung des AC Mailand Kaka offiziell die Erlaubnis gegeben hat mit Manchester City zu verhandeln. Wenn man so will, steht und fällt dieser Deal mit der Haltung von Kaka. Milan ist offiziell bereit Kaka für viel Geld abzugeben, City scheint auf Teufel komm raus das viele Geld in die Hand nehmen zu wollen. Die Frage ist, was Kaka macht. Vor zwei Tagen hat er noch angekündigt, dass er nichts anderes vorhabe als seine Karriere in Italien zu beenden. Scheinbar hat er sich noch nicht ganz von dieser Einstellung verabschiedet. Was ein möglicher Transfer bedeuten würde, möchte ich mir noch gar nicht ausmalen. Und so ganz ohne Risiko läuft das auch nicht für Manchester City. Der Guardian-Podcast brachte schon mal die Frage auf, was passiert, wenn sich Kaka verletzten sollte. Arsenal-Trainer Wenger gab gestern Abend bei Five Live einen interessanten Satz von sich: “It’s not the real world.” Abwarten, was passiert. Sagen wir es mal so: City könnte sich selbt ins Bein schießen, wenn man die finanzielle Schmerzgrenze für einen Transfer schon jetzt so hochlegt. Das werden auch die anderen Vereine registrieren, die die Ablösesumme in die Höhe treiben könnten. Aber es nicht schafft, ganz normale Spieler aus der Premier League an sich zu binden, muss halt den großen globalen Wurf wagen. Meint man bei den Besitzern von Manchester City.
Etwas Beruhigung gab es diese Woche beim FC Chelsea, der sich locker lässig mit 4:1 im FA-Cup bei Southend United durchgesetzt hat. Aber ein Problem hat der FC Chelsea immer noch nicht lösen können. Was geschieht im Sturm? Trainer Scolari hatte immer – auch via Medien – darauf bestanden, dass die Blues einen weiteren Stürmer brauchen. Doch scheinbar ist man bei den Blues nicht mehr gewillt Geld auszugeben. Anelka und Drogba als etatmäßige Stürmer. Sollte sich einer verletzten, könnte Chelsea in der entscheidenen Phase der Meisterschaft vielleicht nicht mehr hinhalten. Unabhängig davon, verstehe ich nicht, wie Scolari die Qualität seiner Stürmer verschwendet. Drogba wird geschont, Anelka muss auf der Bank Platz nehmen. Scheinbar weiß Scolari selbst nicht, wen er aufstellen soll und wer den Platz auf der Bank bekommt. Es ist wie Würfeln an der Stamford Bridge.
Ein paar Transfers der letzten Tage: West Ham United hat Kyel Reid an die Wolverhampton Wanderers ausgeliehen. Liam Miller wechselt von Sunderland zu den Queens Park Rangers. Drei etwas größere Transferaktionen gab es zudem in der Premier League. Kevin Kilbane wechselt von Wigan Athletic zu Hull City. Zwei neue Spieler aus der Ligue 1 spielen ab sofort auf der Insel: Blackburn leiht sich Gael Givet von Olympique Marseille aus, West Bromwich Albion bekommt Marc-Antoine Fortune vom AS Nancy.
Ansonsten noch ein paar Dinge, die sich in den letzten Tagen angesammelt haben. Bei der BBC bloggt Gavin Strachan, der bei Notts County in der vierten Liga spielt. Mittlerweile wird er auf dem Spielfeld schon vom Schiedsrichter gefragt, wie sein Blog läuft.
In der Premier League beginnen derzeit die Verhandlungen um die TV-Rechte für den Zeitraum 2010 bis 2013. Den Interessenten wurden erste Unterlagen zugesendet. Der Guardian berichtete gestern, dass ESPN mit dem finanzstarken Disney-Konzern im Hintergrund ernsthaft für zumindest ein Rechtepaket bieten werde. Somit könnte Setanta abgelöst werden. An Sky Sports wagen sich die Amerikaner aber wohl nicht ran.
22. Spieltag also in der Premier League. Zwei Trainer werden mit ihren alten Vereinen konfrontiert. Manchester United kann Tabellenführer werden und PREMIERE verwöhnt uns mit vier Spielen am Wochenende. Bitte weiter so! Es geht doch.
FC Chelsea – Stoke City
PREMIERE live, Samstag ab 15h55; Kommentar: Andreas Renner
Braucht es Zahlen dafür, dass der FC Chelsea derzeit in einer kleinen (Sinn-) Krise steckt. Man hat nur zwei der letzten acht Spiele in der Liga gewonnen, diese Saison insgesamt nur 12 von 21 Begegnungen. Das entspricht 57,1% und ist in der Ära von Roman Abramovitsch die schlechteste Bilanz eines Trainers bisher. Und das vor dem 200. Tag im Amt als Chelsea-Trainer für Felipe Scolari. Und insbesondere die zweite Halbzeit am Sonntag im Old Trafford macht Anlass zur Sorge. Die Liste der Probleme ist lang: Defensivverhalten bei Standardsituationen, fehlende Harmonie im Mittelfeld, ungefährliche Stürmer. Es klappt vieles momentan nicht beim FC Chelsea. Man könnte nur meinen, dass ein Gegner wie Stoke City genau zur richtigen Zeit kommt. Aber die sollten sich mit ihrem Remis gegen Liverpool genug Selbstvertrauen erarbeitet haben und haben diese Saison gezeigt, wie man bei einem Spitzenteam, wenn auch etwas glücklich, zu einem Punkt kommen kann. Die Potters warten seit acht Spielen auf einen Sieg.
Bolton Wanderers – Manchester United
Ganz offensichtlich konnten die Red Devils nicht an die gute Leistung des Chelsea-Spiels anknüpfen. Aus neutraler Sicht wäre das für das Spiel sicherlich wünschenswert gewesen, aber am Ende stehen die drei Punkte. Und das war das Wichtigste. Und mit einem Sieg bei den Wanderers könnte man zumindest für 48 Stunden die Tabellenführung übernehmen. Und Sir Alex Ferguson hätte es mal wieder allen Kritikern und Nörglern gezeigt. Und man muss sich das mal vergewissern: Die spielerischen Leistungen der Red Devils waren diese Saison alles andere als gut oder vergleichbar mit letzter Saison, trotzdem könnten sie an Spieltag 22 ganz oben stehen. Bolton hatte einen starken November und eine gute erste Dezemberhälfte. Seitdem geht es wieder steil bergab. Die letzten drei Spiele gingen alle verloren.
Manchester City – Wigan Athletic
Ob Kaka seine Entscheidung davon abhängig macht, wie City am Wochenende gegen Wigan spielt? Man muss sich das nochmal vor Augen führen: City gewann drei der letzten 15 Ligaspiele und steht zwei Punkte vor einem Abstiegsplatz. Und man darf schon sagen, dass Wigan Athletic hier als Favorit in diese Partie geht. Dafür muss man aber anders, sprich mutiger, auftreten als am Mittwoch bei Manchester United. Und die Latics haben diese Saison gegen Teams aus dem Mittelfeld, gerade auswärts, immer gut ausgesehen. So oder so interessante Zeiten in Eastlands. Und was passiert eigentlich, wenn die Besitzer aus Abu Dhabi keine Lust mehr haben an ihrem kleinen Spielzeug?
FC Sunderland – Aston Villa
Sehr interessante Begegnung im Stadium of Lights. Sunderland könnte sich mit einem Sieg von den Abstiegsplätzen entfernen, Villa mit einem Sieg sogar bis auf zwei Punkte an Liverpool ranrücken. Die Gäste von Martin O’Neil möchten auch im 10. Spiel in Folge ungeschlagen bleiben. Curties Davies hat im Interview mit dem Independent eine Standortbeschreibung abgegeben. Wichtige Tage liegen vor seinem Team. Eventuell mit einem neuen Stürmer? Der Mirror berichtet, dass Villa ein Angebot in Höhe von 14 Millionen Pfund für Darran Bent von den Spurs abgegeben hat.
Blackburn Rovers – Newcastle United
Besonderes Spiel I für einen Trainer. Sam Allardyce trifft als jetziger Trainer der Rovers auf Newcastle, wo er im Sommer 2007 für gerade mal sechs Monate tätig war. Es war sicherlich nicht seine schönste Zeit, das Bedürfnis nach einem Sieg war wohl noch sie so hoch wie am Samstag. Newcastle steht zwar auf Platz 11, ist aber auch nur drei Punkte von Platz 18 entfernt. Zuletzt scheiterte man vor allem an der eigenen Unfähigkeit. 0:1 im FA-Cup gegen Hull, obwohl man klar besser war und sich viele Chancen erarbeitete. 2:2 gegen West Ham trotz Überlegenheit und den besseren Chancen. Blackburn hat eine der schlechtesten Heimbilanzen der Liga. Macht diesmal nichts, denn mit Newcastle kommt eines der schwächsten Auswärtsteams.
West Bromwich Albion – FC Middlesbrough
Für mich ist es das eigentliche Topspiel dieses Spieltages. West Bromwich Albion, Tabellenletzter, empfängt den FC Middlesbrough, 16. in der Tabelle und nur drei Punkte vor den Baggies. Wenn das Team von Tony Mowbray also nochmal eine Chance, ein bisschen Rückenwind haben wollen, dann braucht es einen Sieg gegen das Team von Gareth Southgate. Der steht mal wieder ein bisschen Druck. Es gibt kein Geld für Neuverpflichtungen, ensprechend enerrgisch appelliert Southgate an die Stärken seiner Spieler. “Wir müssen in jedem Spiel alles aus uns rausholen.” Eine gute Einschätzung zur aktuellen sportlichen Lage gibt Scott Wilson im Northern Echo.
Hull City – FC Arsenal
PREMIERE live, Samstag ab 18h25; Kommentar: Thomas Wagner
Es war das Ausrufezeichen der Tigers in der ersten Saisonhälfte, der Sieg beim FC Arsenal, der Beginn einer Erfolgswelle, der zwischenzeitlich den dritten Platz einbrachte. Davon ist man nun meilenweit entfernt, trotzdem ist es für Hull City ein ganz wichtiges Spiel. Man steht sozusagen an einer Kreuzung. Links geht es in Richtung sicheres Mittelfeld, rechts weiter in Richtung Abstiegsplätze. Man hatte die letzten Wochen stetig nach rechts einbiegen wollen, konnte aber trotz der vielen Niederlagen den Abstand einigermaßen halten. Doch sollte es jetzt eine weitere Niederlage gegen die Gunners setzen, würde man auch in die gefährdete Region rutschen. Mal sehen, wie viel wert der Sieg gegen Newcastle im FA-Cup wert war. Für die Moral vielleicht, für Trainer Phil Brown, für die Stimmung im Team. Ob für die Stammspieler wird sich zeigen, denn die meisten wurden geschont. Die Tigers haben die letzten vier Spiele verloren, dabei 12 Tore kassiert. Über eine Statistik hatte ich mich gestern, als ich sie gelesen hatte, ein bisschen gewundert. Arsenal ist seit Mitte November ungeschlagen in der Liga. Unter den sieben Partien waren aber auch drei Remis, so kann der Abstand zur Spitze ganz gut erklärt werden. Man habe weiter Hoffnung, so Wenger, dass Arshavin bald im Emirates spielen würde. Erstmal heißt es Anschluss halten an Aston Villa.
West Ham United – FC Fulham
Der Sonntag sieht dann zwei Partien. Das frühe Spiel am Nachmittag sieht das Londonder Derby Ost gegen Südwest. Und es könnte ein gutes, offenes Spiel werden, können beide Teams doch relativ relaxt in diese Partie gehen. Ein direktes Duell in der Tabelle, derr 10. empfängt den 9. West Ham könnte mit einem Sieg also an Fulham vorbeiziehen. Die Cottagers haben Interesse an Angelos Charisteas angemeldet. Man möchte aber nur ein Ausleihgeschäft, dagegen würde West Brom ihm einen dauerhaften Vertrag anbieten wollen. Scheint also noch nichts entschieden.
Tottenham Hotspur – FC Portsmouth
PREMIERE live, Sonntag ab 16h55; Kommentar: Marcel Meinert
Besonderes Spiel für einen Trainer II. Harry Redknapp trifft mit seinen Spurs auf seinen alten Verein Portsmouth, wo er noch bis zum Herbst letzten Jahres an der Seitenlinie stand. Auch dieses ist ein Spiel im unteren Tabellendrittel, die Spurs könnte mit einem Sieg auf 23 Punkte kommen und würde dann aufgrund des besseren Torverhältnisses an Pompey vorbeiziehen. Wichtiges Spiel also für beide. Redknapp hat nach der Niederlage gegen Wigan sein Team hart ins Verhör genommen. Es fehle an Einstellung und am wirklich letzten Willen ein Spiel zu gewinnen. Interessant könnte die Anreise der vielen Fans werden. Im Norden Londons ist am Wochenende die Victoria Linie gesperrt. Und wer in London schon einmal war, weiß, was es heißt, wenn die Victoria Linie nicht fährt. Chaos. Es gibt zwar einen Busersatzverkehr, aber der fährt nicht durchgängig die gesamte Linie ab. Mal sehen, wie die Pompey Fans von der Liverpool Street nach Tottenham kommen.
FC Liverpool – FC Everton
PREMIERE live, Montag ab 20h55; Kommentar: Markus Gaupp
Sehr viel besser kann man einen Spieltag nicht beenden, das Merseyside Derby an der Anfield Road, wo der FC Everton seit 10 Jahren nicht mehr gewonnen hat. Liverpool könnte sich erstmals seit Dezember wieder auf Platz 2 zu diesem Zeitpunkt befinden. Everton muss auf Felliani verzichten, der gelbgesperrt fehlen wird.
Mehr zu den Spielen am Sonntag und Montag dann in den Live-Bloggings.
Thema: Premier League | Kommentare (0) | Autor: medispolis
Donnerstag, 15. Januar 2009 16:05
Barack Obama schreibt einen öffentlichen Brief an seine beiden Töchter und alle Kinder in den USA. Nachzulesen im PARADE Magazine.
Thema: US Wahl 2008 | Kommentare (0) | Autor: medispolis
Donnerstag, 15. Januar 2009 14:45
Ich find es mal wieder klasse, wie sich unsere politische Elite derzeit für ihr Konjunkturpaket lobt. Mag sein, dass es da durchaus viele gute Ansätze gibt – das will ich gar nicht bestreiten – trotzdem ärgert es mich, wie sorglos man mit dem Geld zukünftiger Generationen um sich schmeißt.
Ende 2009 ist Deutschland mit 1,65 Billionen Euro verschuldet, der Löwenanteil liegt dabei auf der Bundesebene. Dieses Jahr gibt es mit 60 Milliarden Euro Neuverschuldung einen neuen historischen Rekord. Alles Zahlen, die kein Gütesiegel für die Politik sind.
Aber es soll ja Abhilfe geschaffen werden, mit der Schuldenbremse, dem heiligen Instrument für alle gestrauchelten Finanzminister. Ab 2015, also, wenn wir alle schon an den Schulden erstickt sind, soll diese Schuldenbremse dann wirksam werden. Im Grundgesetzt wird dann festgelegt, dass die jährliche Neuverschuldung nur noch 0,5% des BIP betragen darf. Das ist im Gegensatz zur jetzigen Regelung der Europäischen Union, die uns laut dem Maastrichter Vertrag eine jährliche Neuverschuldung von maximal 3% vorschreibt, ein klarer Fortschritt. Doch der Haken an der Geschichte kommt sofort. Dies gelte nur für eine normale Wirtschaftslage, nicht für Krisen oder andere überraschende Ereignisse. Man sagt dann immer so schön, wenn das gesamtwirtschaftliche Gleichgewicht aus den Fugen geraten ist. Dann darf weiter unbegrenzt Schulden machen, zumindest wird man dann dafür nicht bestraft. So ein Ungleichgewicht stellt übrigens einzig und allein die Bundesregierung fest. Wenn das dann mal keine Ausrede ist.
Zwei Fragen beschäftigen mich: Was passiert denn, wenn man gegen diese Schuldenbremse verstößt? Gibt es dann auch nur einen blauen Brief aus Brüssel, der dann im Kanzleramt zur Kenntnis genommen wird und anschließend im Papierkorb verschwindet? Denn eines wird im Moment gerne übersehen: Wir haben ja durch den Vertrag von Maastricht bereits eine europäische Schuldenbremse, die noch großzügig ausgelegt ist. An diese haben sich nur die wenigsten Staaten gehalten, auch Deutschland häufig nicht. Wenn man es schon nicht dauerhaft schafft, Masstricht einzuhalten, frage ich mich, wie man dann die Klausel 0,5% erreichen will. Aber zur Not ist die Wirtschaft eben nicht im Gleichgewicht.
Und wieso loben sich alle so für die Erfindung der Schuldenbremse? Wie der Name schon sagt, es bremst die Neuverschuldung ein bisschen, gestattet sie aber auch weiterhin immer noch zu. In guten Zeiten weniger, in Krisen beliebig hoch. Und vielleicht sollten wir ins Grundgesetz auch mal einen Passus schreiben, wie wir die jetzt schon angehäuften Schulden abbauen wollen. Denn die werden durch die Schuldenbremse auch nicht weniger.
Bundeskanzlerin spricht dieser Tage häufig vom Vertrauen, das wieder gewonnen werden muss beziehungsweise in der Bevölkerung erreicht werden soll. Beim Thema Schuldenbremse besteht zumindest bei mir noch ein bisschen Nachholungsbedarf. Ich verstehe den Sinn des Konzeptes nicht, verstehe nicht, wieso sie erst in sechs Jahren kommen soll und würde gerne erfahren, was passieren soll, wenn man die Schuldenbremse mal nicht einhalten sollte. Die Politik muss wohl noch ein bisschen Überzeugungsarbeit leisten.
Thema: Politik National, Wirtschaft | Kommentare (0) | Autor: medispolis
Donnerstag, 15. Januar 2009 8:48
Die Hinrunde der Bundesliga-Saison 2008/2009 von Werder Bremen war nun alles andere als zufriedenstellend. Häufig fehlender Einsatz, extreme Leistungsschwankungen, die ein oder andere Disziplinlosigkeit auf und neben dem Platz und erhebliche Schwächen in der Defensive, insbesondere auf den Außenverteidigerpositionen machten die ersten 17 Spieltage für alle Werder-Fans nicht unbedingt zu einem besonderen Erlebnis.
2009 sollte alles wieder besser werden. Das war zumindest die Hoffnung der Werder-Fans. Konstante Leistungen, Disziplin und mehr defensive Stabilität. Der Angriff auf die internationalen Plätze sollte beginnen. Grundlage dafür sollte das Trainingslager in Belek in der Türkei werden. Das sieht heute seinen letzten Tag. Es gibt noch das Testspiel gegen Besiktas Istanbul (leider nur live bei Werder.TV zu sehen), dann geht es zurück in die Hansestadt, bevor man am kommenden Dienstag bei Lech Posen, ebenfalls in der Zwischenrunde des UEFA-Cup, antritt.
Das Trainingslager in Belek ist also so gut wie vorbei – und hat sich bei Werder Bremen irgendwas zum Positiven verändert? Es gibt zwei Testspiele, zwei Niederlagen, davon eine Klatsche gegen Galatasaray Istanbul mit 1:4. Gerade in diesem Spiel zeigen sich wieder erhebliche defensive Schwächen. Disziplin wird bei allen wohl immer noch nicht groß geschrieben. Torsten Frings sah in dieser Partie die rote Karte, weil er den Schiedsrichter mit “Fuck You” beschimpfte. Und zudem gibt es das ganze Theater um einen eventuellen Wechsel von Diego zu Inter Mailand oder Juventus Turin. Vorerst alles beim alten also im neuen Jahr bei Werder Bremen, leider muss man das feststellen. Ich will mich an Testspielen und deren Ergebnisse nun nicht wirklich aufhängen. Aber für mich sind sie zumindest teilweise eine aktuelle Standortbeschreibung zu sehen, wo die Mannschaft steht und wieviel man noch zu tun hat. Und nach den gezeigten Leistungen ist noch einiges zu erledigen, vor allem in der Defensive. Und bei allem Respekt für Alexandros Tziolis, den ich für einen guten Fußballspieler halte und der Werder im Mittelfeld vor allem auch etwas mehr defensive Stabilität geben könnte, aber die wirklich wichtigen Schwachstellen der Hinrunde, die Außenverteidigerpositionen, hat man noch nicht auf dem Transfermarkt abstellen können. Das Mittelfeld war in der Werder-Saison nun das kleinste Problem. Und dann stellt sich immer noch die Frage, ob Werder mit einem Stürmer in guter Form wieder an die Torgefährlichkeit der vergangenen Saison anknüpfen kann. Sanogo will weg, wenn er nicht mehr spielt. Almeida hatte man angedroht, falls er sich nicht verbessere, plane man nicht mehr mit ihm. Also auch im Sturm sind viele Dinge noch nicht geregelt.
Kommen wir kurz zur roten Karte von Torsten Frings. Für die Beschimpfung des Schiedsrichters hat er teamintern eine Geldstrafe bekommen, sich entschuldigt, mehr Konsequenzen wird es wohl nicht geben. Da wären wir dann wieder beim Thema Disziplinlosigkeit, das laut Frings aber überhaupt kein Thema mehr sei. Denn – und jetzt kommt die entscheidene Begründung des Werder-Kapitäns – in einem Bundesligaspiel oder im UEFA-Cup würde er sich zu einer Bemerkung nicht hinreißen lassen. Aber in einem Testspiel sei das nun mal passiert. Von der Begründung kann man halten, was man will. Ich finde sie Schwachsinn. Und einen Bärendienst hat sich Frings damit auch nicht erwiesen. Ich dachte, er wäre schlauer. Ichg weiß nicht, ob man sich in der Causa Diego besser anstellen kann, als Werder es momentan tut. Wieviel bringt es, wenn man sagt, Diego stehe nicht zum Verkauf und alle Angebote werden ignoriert? In der Premier League gelingt dies hin und wieder. Wenn Diego natürlich völlig überflüssig in Zeitungsinterviews Wechselgerüchte streut, dann weiß ich auch nicht mehr. Vielleicht sollte man ihm einfach mal sagen, dass er noch einen gültigen Vertrag bei Werder hat und er sich auf die Rückrunde vorbereiten soll und nicht auf den Verein, wo er vielleicht 2011 spielt.
Frank Hellmann bezeichnet Werder Bremen in der heutigen Frankfurter Rundschau als Irgendwie außer Rand und Band. In einem Interview mit der WELT wird Klaus Allofs etwas konkreter zu den aktuellen Problemen bei Werder Bremen:
“Die Mannschaft ist angehalten, an sich zu arbeiten. Denn die Disziplin ist ein Schlüssel zum Erfolg. Aber dabei kommt es in erster Linie nicht auf das Tragen der richtigen Hose an, sondern auf das Benehmen auf dem Spielfeld.”
[...]
Wir haben unter vielen Dingen gelitten. Sei es unter der Olympiateilnahme von Diego, wodurch er uns gefehlt hat. Dann kam die Verletzung von Per Mertesacker. Auch Pizarro, der erst spät von Chelsea kam, hatte Nachholbedarf, weil er keine Vorbereitung hatte.
[...]
Es muss allen hier klar sein, dass in der Rückrunde von jedem Einzelnen mehr kommen muss. Denn wir kriegen nichts geschenkt.”
Leider überhaupt keine Anzeichen weiterer Neuzugänge. Ich bin gespannt, wie man die defensiven Probleme der Hinrunde in den nächsten Wochen in den Griff bekommen möchte. Momentan sehe ich keine Anzeichen einer mehr als deutlichen Leistungssteigerung von Clemens Fritz. Und bei einem Ausfall von Fritz sind Pasanen und Prödl keine brauchbaren Alternativen. Zu wünschen wäre, dass Sebastian Boenisch seine gute Form der letzten Spiele konservieren kann und auch in der Rückrunde mehr Spielzeit bekommt. Denn von allen Außenverteidigern war Boenisch noch der Lichtblick. Werder habe viel gelitten, so Allofs, das schließt die Fans mit ein. Noch gibt es keine Anzeichen, dass es in der Rückrunde besser wird. Aber noch sind ja auch zwei Wochen Zeit.
Thema: Werder Bremen | Kommentare (2) | Autor: medispolis
Dienstag, 13. Januar 2009 22:01
Im Old Trafford findet am Mittwochabend das Nachholspiel vom 18. Spieltag zwischen Manchester United und Wigan Athletic statt. Die Verlegung war nötig geworden, weil die Red Devils Mitte Dezember an der FIFA Klub-WM in Japan teilnahmen.
Wigan Athletic möchte wissen, wie gut sie wirklich sind. Und da bietet sich die Partie bei Manchester United bestens an. Es sind die Teams mit den derzeit besten Bilanzen in der Liga. Wigan Athletic gewann sechs der letzten sieben Spiele in der Premier League, nur gegen den FC Arsenal hatte man verloren, aus den letzten vier Spielen gab es die maximale Punktzahl. Belohnung ist Platz 7 mit 31 Punkten. Wer hätte das vor der Saison gedacht? Aber auch Manchester United kommt langsam wieder in Fahrt. Von der Tabellenposition steht man ja sowieso nicht allzu schlecht da – mit einem Sieg könnte man auf Tabellenplatz Zwei vorspringen -, trotzdem waren gerade die spielerischen Leistungen der letzten Wochen alles andere als gut. Man hat zwar die Spiele gewonnen, aber die Abläufe, das Verständnis füreinander auf dem Platz war Lichtjahre davon entfernt, wie man es am Sonntag gegen den FC Chelsea phasenweise gezeigt hat. Besonders gegen den FC Middlesbrough hatte man sich im Old Trafford sehr schwer getan. Ronaldo brachte über links wenig zu Stande, Park war der Chancentod, Rooney regte sich mehr auf als am Ball gewesen zu sein. Am Sonntag waren das alles – auch durch die Hereinnahme von Ryan Giggs – vergessene Ereignisse.
Dabei hatten die Latics alles andere als einen ruhigen Saisonverlauf. Einem ganz guten Saisonstart folgte eine Schwächephase im Oktober mit vier Niederlagen am Stück, unter anderem gegen Fulham und im Heimspiel gegen Middlesbrough. Hinzu kamen viele Verletzte, Emil Heskey stand für mehrere Partien nicht zur Verfügung. Nach den vier Niederlage im Oktober stand Trainer Steve Bruce zumindest schon teilweise auf der Abschussliste, hat dann aber rechtzeitig die Kurve bekommen, sich von der Kritik nicht beeindrucken lassen und weiter in Ruhe gearbeitet. Der jetzige Erfolg gibt ihm und der gesamten Mannschaft Recht. Wenn einer die aktuelle Philosophie und die Stärke von Wigan Athletic dieser Tage ganz gut verkörpert, dann ist das Wilson Palacios, der im Mittelfeld seine Fäden zieht und unglaublich stark diese Saison spielt. Zwar noch ohne Tor, aber mit großer Laufbereitschaft, viel Talent hat sich der aus Honduras stammende Palacios in die Herzen der Fans gespielt. Und auch gegen Tottenham am Sonntag hat er wieder mit unglaublich viel Einsatz gespielt, für das Team, zur Unterstützung von Zaki und Heskey. Und Palacios hat keine leichte Zeit hinter sich. Sein Bruder wurde in der Heimat vor knapp 18 Monaten gekidnapt. Untersützung und Hilfe fand er schon damals bei Steve Bruce, als der noch Trainer bei Birmingham City war. Bruce holte Palacios dann auch nach Wigan.
Jung und dynamisch spielt Palacios bei Wigan, immer noch dynamisch, aber längst nicht mehr der Jüngste bei Manchester United ist Ryan Giggs, der mir gegen den FC Chelsea richtig gut gefallen hat. Vielleicht ist es auch gerade diese Ausgeglichenheit im Mittelfeld, die Manchester United jetzt – auch im Vergleich zu Chelsea und Arsenal – wieder so stark macht. Wie gesagt, die letzten Leistungen waren alles andere als meisterlich. Bis auf die am Sonntag. Wenn Man Utd diese Form konservieren kann und wenn sie die direkten Duelle gegen die Top Four für sich entscheiden, werden sie wohl auch wieder englischer Meister. Mal sehen, ob man in den nächsten Wochen schon einen Trend ausmachen kann.
Aber erst einmal gilt es für die Red Devils die Hürde Wigan zu nehmen. Derer ist sich auch Sir Alex bewusst, der heute auf der Pressekonferenz sagte, es sei schwieriger im Moment Wigan als Chelsea zu schlagen. Der Respekt ist und muss also auch da sein. Als Ziel gibt er aus am kommenden Samstagabend an der Tabellenspitze zu stehen. Liverpool kann dann am Montag gegen Everton wieder nachziehen. Steve Bruce hat angekündigt, dass es für sein Team wohl keine bessere Zeit geben würde als jetzt gegen Manchester United zu spielen. Kann man so sehen.
Wigan wird in der gleichen Startelf antreten wie beim 1:0 gegen Tottenham Hotspur. Keine Verletzten, gute Leistungen zuletzt. Es gibt keinen Grund für Steve Bruce sein Team zu verändern. Bei den Red Devils fehlt weiterhin Rio Ferdinand. Hinzu kommt jetzt nach dem Spiel am Sonntag Patrice Evra, der mit einer Fußverletzung vier Wochen fehlen wird.
PREMIERE überträgt das Nachholspiel am Mittwoch ab 20:55 Uhr live. Es kommentiert Marco Hagemann.
Thema: Premier League | Kommentare (0) | Autor: medispolis