Beiträge vom Januar, 2009

Bettenwechsel mit der Deutschen Bahn

Dienstag, 13. Januar 2009 17:04

Ich habe noch eine kleine Geschichte aus dem Urlaub zu erzählen. Es war der Samstag nach Neujahr. Wir wollten für eine Wanderung mit dem Zug von Oberstdorf nach Fischen fahren. Das sind nur ein paar Kilometer, aber geht mit dem Zug schnell, einfach und bequem.

Dachten wir auch bis wir auf dem kleinen gemütlichen Bahnhof von Oberstdorf ankamen. Samstag Vormittag kurz nach Zehn, laut einer Einheimischen die tradtionelle Reisezeit des Bettenwechsels. Und da ein Großteil der Reisenden per Bahn das Allgäu verlässt – um dann ab Augsburg, München oder Ulm per ICE weiter zu fahren – war der Bahnhof sehr sehr voll. Alles kein Problem, wenn man genug Züge fahren lässt. Doch das scheint bei der Deutschen Bahn nicht möglich zu sein.

Alle Stunde fährt ein Zug, und dann nur ein Triebwagen. Ein einfacher Wagen. Keine Doppelbespannung. Nichts. Laut einer Einheimischen ist das schon seit Jahren so, dass die Bahn am Wochenende weniger fährt, auch in den Ferien, wenn die Touristen das Allgäu verlassen. Beschwerden seien immer ignoriert worden. Wir quetschten uns dann mit allen anderen Fahrgästen in den Zug, ich stand auf der Stufe (was ja auch beabsichtigt war, weil wir übernächste Station wieder aussteigen wollten). Im Zug war Chaos. Koffer und Ski wurden aufs Klo gestellt, man stand dicht an dicht. Kein Platz zu Atmen. Die Senioren waren am Fluchen. Erster Halt: Langenwang. Nur ein kleiner Haltepunkt, trotzdem gingen die Türe auf. Und dann nicht wieder zu, weil die Fahrgäste in den Lichtschranken standen. Doch statt einer Durchsage blieben wir einfach 10 Minuten stehen. Dann ging es weiter, nachdem sich der Lokführer endlich mal durchgerungen hat eine Ansage zu machen. 10 Minuten, das ist übrigens der Übergang, den die Fahrgäste haben um in Augsburg und Ulm die ICE bzw. IC zu bekommen. Doch es kam noch schlimmer. Nächster Halt das schöne Fischen im Allgäu. Wir konnten aussteigen und ich hätte dafür fast eine Flasche Sekt aufgemacht. Aber der Bahnsteig in Fischen war auch überfüllt. Aber es passte keiner mehr rein. Eine Oma konnte ihre Enkelin nicht in den Zug mehr setzen. Das Mädchen wollte nach Kiel. Umstiegszeit in Augsburg 10 Minuten. Die Verspätung summierte sich dann in Fischen auf 25 Minuten und 50 Fahrgäste blieben in Fischen zurück, samt ihrem ganzen Gepäck mussten sie eine weitere Stunde bei -15 Grad warten. Aber die Sonne hat geschienen. Eine Mutter war den Tränen nahe, ein älteres Ehepaar wollte partout nicht aus der Lichtschranke gehen, bis sie die Versicherung vom Lokführer bekommen haben, dass sie ihren Anschlusszug verpassen werden und das auch bescheinigt haben wollten. Letzlich konnte der Zorn der Fahrgäste, die im Zug bereits dem Kollaps nahe waren, sie umstimmen.

Ich bin derweil mal zum Lokführer gegangen und habe vorsichtig gefragt, was der Zirkus sollte, warum man nicht auf den bekannten Touristenstrom reagiere und mit mehr und längeren Zügen fahre. Dann kam nur die Info, dass er dafür nichts könne und er nur den Zug fahre, den er zur Verfügung gestellt bekomme. Er habe aber schon mehrfach Bescheid gesagt in der Zentrale, dass Leute zurückbleiben müssen, weil der Zug voll ist.

Das konnte ich nachvollziehen. Er meinte, wenn ich mich beschweren wolle, solle ich bei der DB Regio AG Bayern anrufen. Ich wollte mich gar nicht beschweren, habe aber aus Interesse dann dort mal angerufen, an einem Samstag. Man teilte mir mit, dass der Kundenservice der DB Regio AG Bayern nur von montags bis freitags arbeite, ich sei jetzt in der Abteilung Fernverkehr gelandet. Ich möge es doch noch mal Montag versuchen. Ich habe dankend abgelehnt.

Wir gingen dann auf unseren Wanderweg. Die kleine eingleisige Strecke immer im Blick. Es fuhr nicht ein zusätzlicher Zug mehr an diesem Samstag. Es bleibt dabei. Es sind diese Ereignisse, die die noch-Bahnfahrer immer weiter verärgern. Schade, aber Service und Kundenbetreuung werden bei der Bahn flächendeckend immer noch nicht groß geschrieben.

Thema: Alltägliches | Kommentare (1) | Autor: medispolis

Es kann ja nicht alles klappen

Dienstag, 13. Januar 2009 8:28

Und ich dachte schön, Barack Obama würde alles gelingen in seiner Zeit vor dem Amtseid am 20. Januar. Aber scheinbar gibt es auch Schwierigkeiten, wie bei der Hundesuche.

Aber Spaß beiseite. Als Barack Obama vergangene Woche von Chicago dauerhaft in Richtung Washington D.C. gezogen ist, sagte er, dass er sowas wie Wehmut verspüre. Jetzt ist dann also richtig auf der großen Weltbühne angekommen. Kommenden Dienstag ist dann die Vereidigung. Und dann beginnt die harte Arbeit. Nahost-Konflikt, Irak und Iran, Wirtschafts- und Finanzkrise, marode Infrastruktur in den USA, Gesundheitssystem der Vereinigten Staaten. Es gibt so viel zu tun. Und die Erwartungen sind sowas von groß. Dass man da sowas von Wehmut oder Sehnsucht nach der Heimatstadt verspürt, dürfte nur allzu verständlich sein.

Wie wird aber das erste Regierungsjahr Barack Obama aussehen? Wird er wirklich grundlegendes auf der Welt verändern? Und wo wird er die Schwerpunkte legen? Denn angesichts der Aufgaben und Erwartungen muss es solche geben. Denn alles, was man von ihm verlangt und wünscht, ist nicht in den ersten zwei Jahren zu erreichen. Es bleibt also interessant, wie der Präsident Barack Obama auf der großen Weltbühne auftritt. Und was würde mehr Magie verleihen als ein dauerhafter Friedensprozess im Nahen Osten unter der Verhandlung von Obama.

Viel zu tun, viel wird erwartet, nicht alles wird Obama erfüllen können.

Sehr ausführlich mit der bevorstehenden Regierungszeit von Barack Obama hat sich die Sendung “Der Tag” des Hessischen Rundfunks beschäftigt. “Hoffnung als Bürde – Obamas schwierige Agenda” (MP3).

Thema: Politik International | Kommentare (0) | Autor: medispolis

Premier League 2008/2009 21. Spieltag, Manchester United – FC Chelsea

Sonntag, 11. Januar 2009 16:29

[18h56] Endstand Manchester United – FC Chelsea 3:0

Mein lieber Mann, was für eine schlechte zweite Hälfte des FC Chelsea. Ich dachte eigentlich, im Vergleich zur ersten würde man sich noch mal vielleicht steigern, aber es wurde eine Kapitulation, eine Offenbarung der derzeitigen Schwächen der Blues. Ganz viel Arbeit für Scolari. Und es dürfte jetzt umso interessanter werden, ob man auf dem Transfermarkt noch mal tätig wird.

Verdienter Sieg für die Red Devils, die mir quer durch alle Mannschaftsteile richtig gut gefallen haben. Das war das Utd aus der vergangenen Saison. Spielfreudig, direkt und mit Eiseskälte vor dem Tor. Chelsea hat zu viele Fehler gemacht, gerade auch defensiv. Im Mittelfeld war Quantität statt Qualität. Man enttäuschte komplett. Auch Ballack ein Schatten vergangener Tage.

Durch den Sieg übernimmt Man Utd wieder Platz 3 vor Aston Villa, einen Punkt hinter Chelsea. Mit einem Sieg am Mittwoch gegen Wigan würde man Chelsea sogar in der Tabelle überholen. Aber dazu dann mehr am Mittwoch.

[18h53] Drei Minuten Nachspielzeit im Old Trafford

[18h49] Manchester United – FC Chelsea 3:0, Dimitar Berbatov, 87. Minute

Jetzt wird es wirklich bitter für die Blues. Ronaldo knallt einen Freistoß von links in den Strafraum. Ballack, Terry und di Santo machen große Kulleraugen, Berbatov nutzt den freien Raum, und trifft aus kurzer Distanz. Ganz einfach. Und so abgesprochen. Weil Vidic in der Mitte Terry und di Santo blockt und Berbatov den Weg frei macht.

[18h46] Und eher macht Manchester United hier das 3:0. Schuss von Ronaldo geht hauchzart am Tor vorbei. Chelsea hat sich ergeben. Gut fünf Minuten noch regulär.

Wechsel FC Chelsea: Franco di Santo für Joe Cole

[18h41] Wahnsinn, wie chancenlos der FC Chelsea doch ist. Liegt einerseits an der Stärke von Man Utd. Die Gastgeber haben sich etwas zurückgezogen, stehen aber hinten wie eine Eins. Und Chelsea macht Fehler über Fehler im Spielaufbau.

Wechsel Manchester United: Michael Carrick für Ryan Giggs.

Der Waliser mit einer richtig guten Begegnung. Hat Ballack, Joe Cole und Deco gut in Schach gehalten. Wenn man bei Chelsea überhaupt jemand rausheben kann, dann ist es in den ersten 20 Minuten Lampard gewesen. Ansonsten kollektives Kapitulieren vor den Red Devils. Habe Chelsea selten so uninspiriert und kraftlos erlebt. Scolari, wir haben ein Problem.

[18h32] So, 20 Minuten noch regulär. Im Moment spricht nichts, aber auch gar nichts dafür, dass der FC Chelsea hier noch einmal ins Spiel zurückfindet.

[18h28] Wechsel Manchester United: John O’Shea für Patrice Evra

Der Franzose muss verletzt raus. Und Rooney bekommt nach 66 Minuten die gelbe Karte. Längst überfällig.

[18h26] Wechsel FC Chelsea: Juliano Belletti für Bosingwa

[18h25] Manchester United – FC Chelsea 2:0, Wayne Rooney, 63. Minute

Und Chelsea jetzt auch in der Defensive wie ein besserer Hühnerhaufen. Evra kann sich auf links viel zu leicht durchsetzen (wo ist Bosingwa?) und produziert eine tolle Flanke. In der Mitte Carvalho zu weit weg von Berbatov, der gleichzeitig noch Terry auf sich zieht. Bleibt Rooney übrig, der nur noch einschieben braucht. Ashley Cole und Peter Cech können das 2:0 nicht verhindern.

[18h22] Carlos Tevez lässt sich beim Aufwärmen feiern, bekommt viel Applaus von den Fans. Wollte Tevez nicht den Verein verlassen?

[18h18] Chelsea und die eigenen Angriffe – das ist bisher gar nichts. Zu viel durch die Mitte. Drogba trifft nach Rückpass von Lampard den Ball überhaupt nicht. Statt Gefahr für Van der Sar im Tor gibt es Einwurf für Manchester United. Bezeichnend diese Szene gerade. Von Chelsea muss viel mehr kommen. Was sich wohl Jose Mourinho gerade denkt…

[18h15] Chelsea mit etwas mehr Ballbesitz in den ersten Minuten der zweiten Hälfte, aber so wirklich viel ist dabei noch nicht raus gekommen. Man Utd steht defensiv sehr sehr sicher.

[18h12] Deco ist übrigens mit Verletzung in der Kabine geblieben. Fand den Portugiesen auch gar nicht so schlecht in der ersten Hälfte.

[18h07] Wechsel FC Chelsea: Nicolas Anelka für Deco

Weiter geht es mit dem zweiten Spielabschnitt

[17h58] Und die BBC fragt mal wieder zurecht, warum Chelsea die Pfosten bei Ecken nicht besetzt. Das hat schon ein Tor damals in Fulham gekostet. Und jetzt wieder.

[17h51] Halbzeit Manchester United – FC Chelsea 1:0

Verdiente Pausenführung, wenn auch in der Entstehung so kurz vor Schluss etwas glücklich. Aber Man Utd den Zug frischer und mit mehr Tempo zum Zug, der die Führung erzwungen hat. Bei Chelsea im Mittelfeld zu viele Spieler auf zu wenig Raum. Man Utd macht das ganz gut und versucht das Spiel auf die Flügel zu verlagern.

Ein Spiel, das größtenteils im Mittelfeld stattgefunden hat. Beide Defensiven standen gut. Nur Chelsea hat den einen Fehler gemacht. Gleichzeitig kam von den Blues aber nach vorne auch zu wenig. Nur eine gute Torchance. Mal sehen, ob Scolari das Mittelfeld ein bisschen entzerrt und einen zweiten echten Stürmer bringt. Anelka sitzt ja auf der Bank.

[17h49] Manchester United – FC Chelsea 1:0, Nemanja Vidic, 45. +2

Besser geht es nicht aus Sicht von Manchester United. Ecke von Giggs von rechts, Berbatov verlängert in der Mitte, Vidic am langen Pfosten kann einköpfen. Cech noch mit den Fingerspitzen dran, kann die Führung aber nicht verhindern. Da hat Chelsea defensiv einmal geschlafen – und Utd eiskalt.

[17h46] Letzte Station John Terry. Toller Angriff von Man Utd. Park hat freie Bahn, doch der Kapitän der Blues im letzten Moment dazwischen. War gut gespielt und hätte zumindest den Torschuss verdient gehabt.

Didier Drogba, nun ja, mit bescheidenem Auftritt. Weiß nicht, ob es Anelka besser machen würde, aber ein Versuch wäre es sicherlich wert.

[17h44] Beeindruckende Zahl. Fast 80% Ballbesitz für Chelsea in den letzten Minuten. Doch kaufen können Sie sich dafür gar nichts. Zu viel Gedränge im Mittelfeld, stehen sich da häufig im Wege.

[17h40] Erste Ecke für Chelsea nach 38 Minuten

[17h34] Bester Spielzug der Gastgeber. Über links mit viel Tempo von Evra, der Rooney bedient. Der findet seinen Sturmpartner Berbatov, der mit Körpertäuschung zwei Spieler aussteigen lässt. Aber es kommt nur ein Schüsschen raus, war aber auch der schwächere linke Fuß. Kein Problem für Cech.

[17h31] Es bleibt dabei. Viel Einsatz, viel Kampf, viel Leidenschaft. Wenig spielerische Highlights und klare Torchancen. Von Chelsea bis dato offensiv fast gar nichts zu sehen.

[17h27] Freistoß für Manchester United. Wolff Fuss: “Ronaldo steht da wie John Wayne.” At his best, wie so oft.

[17h25] Die erste gute Chance hatten wir jetzt. Giggs mit direktem Freistoß aus halbrechts. Cech ohne Probleme, kann den Ball per Faust sicher abwehren.

[17h23] 20 Minuten vorbei im Theater der Träume. War Man Utd in den ersten Minuten klar überlegen, konnte Chelsea in den letzten Minuten die Sache etwas ausgeglichener gestalten. Viel konzentriert sich auf das Mittelfeld, es fehlen noch die großen und klaren Torchancen.

[17h16] Eigentlich gute Freistoßposition für Chelsea nach Foul von Fletcher an Deco. Doch Ballack aus 20 Metern mit ganz kläglicher Ausführung.

[17h13] Mea culpa. Sehe gerade, dass RealityCheck Wigan-Tottenham live mitgebloggt hat. Sehr gut zum Nachlesen.

[17h10] Peter Cech schon mit ein, zwei kleineren Unsicherheiten. Lässt eine Flanke von Ronaldo fallen. Aber gut gegangen. Bisher ein Spiel ,wie ich es mir erhofft habe. Viel Tempo, viele Zweikämpfe. Leichte Vorteile für Manchester United, die etwas mehr Zug in Richtung gegnerisches Tor zeigen.

[17h06] Erste gelbe Karte nach drei Minuten, Foul von Lampard an Ronaldo. Geht intensiv los.

[17h03] Bestes Heimteam der Liga gegen stärkstes Auswärtsteam der Premier League in dieser Saison. Es ist angerichtet. Chelsea in blau von rechts nach links mit Anstoß, Man Utd in gewohnt rot.

[16h55] PREMIERE mit einem Spielerporträt von Ronaldo und eine Vorstellung des FC Chelsea, beides aus dem Archiv des PL Magazins. Dafür braucht es keine Vorberichterstattung. Es gibt so viele aktuelle Themen, die brisanter sind als dieser gezeigte Müll. Sorry, PREMIERE, aber das ist einfach nur schwach. Sechs, setzen ! Zum Glück entschädigt Wolff Fuss.

[16h52] Die Aufstellungen im Old Trafford

Manchester United: Van der Sar – Neville, Vidic, Evans, Evra – Ronaldo, Fletcher, Giggs, Park – Berbatov, Rooney

FC Chelsea: Cech – Bosingwa, Carvalho, Terry, Ashley Cole – Obi Mikel, Lampard, Ballack, Deco, Joe Cole – Drogba

Rio Ferdinand ist nicht rechtzeitig fit geworden und wird morgen noch mal zu einer ärztlichen Untersuchung geschickt. Giggs bekommt im Mittelfeld den Vorzug vor Michael Carrick. Carlos Tevez darf wieder nur auf der Bank Platz nehmen. Chelsea wieder nur mit einer Spitze. Laut Scolari ist das besser für seine Mannschaft. Drogba bekommt diesmal die Chance, Anelka nur auf der Bank.

[16h44] Harry Redknapp muss mal wieder seinen Zauberstab suchen. Wigan Athletic schlug im frühen Nachmittagsspiel die Tottenham Hotspur mit 1:0 durch einen Treffer von Maynor Figueroa in der 91. Minute. Wigan mit 31 (!) Punkten weiter auf Rang 7. Die Spurs rutschen durch die Niederlage und den Punktgewinn von Stoke auf den ersten Abstiegsplatz. Es wird ein weiter und harter Weg für Tottenham.

[16h42] Mourinho hatte sich auch zur Kritik von Benitez an Ferguson geäußert. Er könne die Worte des Liverpool-Trainers nicht nachvollziehen und halte sie für falsch. Auch in der englischen Sportpresse wendet sich das Blatt so ein bisschen gegen Benitez, vor allem nach dem eher müden Auftritt gestern bei Stoke City. Credo: Benitez solle lieber seine Hausaufgaben auf dem Platz machen. Für die englischen Boulevardmedien ein gefundenes Fresse. Da reißt einer weit die Klappe auf und gewinnt dann mit seinem Team nicht bei einem Abstiegskandidaten. Blöd gelaufen für Benitez. Der hatte gestern im Interview nach dem Spiel seine Kritik an dem Verhalten von Sir Alex Ferguson noch einmal untermauert.

[16h38] Ein alter Bekannter heute im Stadion. Jose Mourinho schaut erstmals seit seiner Entlassung beim FC Chelsea ein Fußballspiel in England vor Ort an und war vorhin bei Five Live für ein längeres Gespräch. Er sieht einen Dreikampf um den Titel und bezeichnet den heutigen Tag als etwas ganz Besonderes wieder in England zu sein und sein altes Team spielen zu sehen. In Schutz hat er Trainer Scolari genommen. Er leiste, so Mourinho, hervorragende Arbeit an der Stamford Bridge.

Zum ersten Mal schaut Jose Mourino wieder beim FC Chelsea vorbei. Letzte Saison war die Partie der Blues bei den Red Devils die erste Begegnung nach dem Rücktritt von Jose Mourinho. Damit schließt sich zumindest der Kreis.

[16h34] Hoffen wir auf etwas mehr Tore und mehr Temprament als bei den gestrigen Spielen in der Premier League. Die Tabellenkonstellation gibt es ja eigentlich schon her. Manchester United kann mit einem Sieg heute auf einen Punkt zu Chelsea aufschließen und hat dann sogar noch zwei Spiele in Hinterhand. Würde man auch diese beiden gewinnen, hätte man sogar den FC Liverpool um einen Punkt überflügelt. Chelsea kann derweil mit drei Punkten bis auf einen Zähler an die Reds ranrücken. Ein Remis wäre für Liverpool, Aston Villa und Arsenal ein kleiner Segen. Sollte es aber einen Sieger im Old Trafford geben, muss der Verlierer einen kleinen Knicks erleben. So eng ist auch an der Tabellenspitze.

[16h29] Schönen Nachmittag zusammen.

Thema: Live-Blog, Premier League | Kommentare (4) | Autor: medispolis

Premier League 2008/2009 21. Spieltag, Stoke City – FC Liverpool

Samstag, 10. Januar 2009 18:19

[20h23] Endstand Stoke City – FC Liverpool 0:0

Absolut verdienter Punktgewinn für Stoke City, die mit viel Leidenschaft und Aufwand sich hier das Remis erspielt haben. Ja, erspielt, denn ich war überrascht, wie gut auch spielerisch Stoke hier mitgehalten hat. Nichts mit langen Bällen, sondern auch mal Spiel über die Flügel.

Liverpool hatte zwar insgesamt die besseren Chancen, hat aber uninspiriert gewirkt, spielte irgendwie nur mit halber Kraft. Dachte, man könnte das ganze so im Vorbeigehen erledigen. Erinnerte ein bisschen an Werder Bremen. Und die wenigen Chancen hat man dann auch nicht genutzt.

Wie kann man das Spiel einordnen? Für Stoke, die den Abstiegsplatz zunächst einmal verlassen, ein toller Punktgewinn. Für Liverpool, jetzt vier Punkte vor Chelsea, ist es ein bitterer Punktverlust, ein Rückfall in alte Zeiten. War es nur ein schlechter Tag, an dem nichts gelingen sollte? Das zeigt dann nächste Woche das Merseyside-Derby.

Für mich völlig unklar, warum Benitez auf Keane verzichtet hat. Überhaupt hat er meiner Meinung nach viel zu defensiv aufgestellt. Eine zweite echte Spitze hätte den Reds gut getan. Und wenn man so dadurch in den ersten 20 Minuten die Führung erzielt hätte, wäre es ein ruhiger Abend geworden. Sahen wir Ende Dezember das eine Extrem des FC Liverpool mit dem 5:1 bei Newcastle, gab es heute das negative Pendant. Zumindest ein bisschen Anlass zur Sorge sollte das allen geben. Chelsea und Manchester United haben morgen die Chance den Rückstand zu verkürzen.

[20h21] Liverpools bester Angriff. Torres verlängert einen langen Ball, Gerrard bekommt noch den Fuß an den Ball, die Kugel trudelt an den linken Pfosten. Das wäre es gewesen.

[20h20] Drei Minuten Nachspielzeit

[20h18] Wechsel Stoke City:  Danny Pugh für Dave Kitson

[20h17] Wenn ich dieses Spiel noch länger in Erinnerung haben will, bräuchte es jetzt ein Tor von Stoke City.

[20h15] Wir gehen in die letzten fünf Minuten. Liverpool scheint hier eine ganz große Chance verpassen zu wollen.

[20h14] Oder doch nicht. Gerrard mit feinem Freistoß von der linken Strafraumgrenze an die Latte.

[20h12] Liverpool hat jetzt komplett den Faden verloren. Da liegen Welten zwischen dem letzten Auswärtsspiel bei Newcastle United.

[20h08] Und Stoke hat die Führung auf dem Fuß. Wieder eine Standardsituation. Freistoß aus zentraler Position, Glenn Whelan tritt an, sowas von knapp vorbei. Das hätte die Führung sein können, die für die Potters jetzt mehr als verdient wäre.

[20h07] Wechsel Stoke City: Liam Lawrence für Matthew Etherington

[20h05] Wechsel FC Liverpool: Ryan Babel für Yossi Benayoun

Wollen die Reds nicht gewinnen?

[20h03] Und seit langer Zeit mal wieder eine große Chance für Stoke. Wie sollte es anders sein als nach einem Einwurf von Delap. Kopfball von Dave Kitson, knapp über das Tor. Viertelstunde noch. Stoke bleibt gefährlich, und Liverpool schafft es weiterhin nicht Druck aufzubauen. Komisches, aber spannendes Spiel.

[19h58] Und zum ersten Mal Unordnung vor dem Tor von Sörensen, als Lucas völlig frei steht zum Kopfball, gibt aber noch mal in die Mitte, hätte er auch selbst versuchen können. Solche Situationen gab es aus Sicht von Liverpool viel zu selten. Zu wenig Druck, immer noch die Handbremse angezogen.

[19h54] Der Schiedsrichter positioniert noch die Mauer und Gerrard führt den Freistoß schon aus, knallt den Ball in die Mauer (wollte er eigentlich vorbeizirkeln), bekommt dafür gelb. Passt zur bisherigen Leistung. 25 Minuten noch.

[19h50] Wechsel FC Liverpool: Fernando Torres für Albert Riera

Der Spanier also mit seinem Comeback in der Liga nach drei Monaten Verletzungspause.

Eine Stunde gespielt. Viel hat sich in den letzten Minuten nicht ereignet. Ist es die Ruhe vor dem Sturm? Liverpool fällt offensiv zu wenig ein, man riskiert nicht viel. Stoke bekommt immer Ecken und Freistöße und bleibt somit stets gefährlich.

[19h42] Und Liverpool hat bei den langen Einwürfen und den hohen Bällen wieder jede Menge Mühe. Das wird noch eine ganz heiße Kiste in den letzten 38 Minuten. Spannend. Und von Liverpool offensiv weiter eher wenig zu sehen.

[19h39] Liverpool kann sich natürlich auch selbst schlagen. Reina mit einem Abstoß direkt vor die Füße von Dave Kitson, der dann Reina umkurvt. Winkel ist aber zu spitz. Er trifft nur das Außennetz. Und solche Situationen bauen die Potters und deren Fans natürlich auf.

[19h35] Weiter geht es im Britannia Stadium. Vorerst auf beiden Seiten keine Wechsel, aber Fernando Torres ist schon beim Warmlaufen.

[19h18] Halbzeit Stoke City – FC Liverpool 0:0

Das Ergebnis geht in Ordnung. Die Reds haben zu Beginn aus ihrer spielerischen Überlegenheit es verpasst mehr Torchancen zu erspielen. Da war der Respekt von Stoke City noch sehr groß. Doch die Potters kamen nach und nach immer besser ins Spiel, weil Liverpool sich mehr zurückzog, weil es Fehler im Spielaufbau gab und Gerrard nicht mehr am Spiel teilnahm.

Defensiv haben die Reds vor allem bei einigen hohen Bällen Probleme gehabt. Das nutzt Stoke immer mehr aus, durch die langen Einwürfe von Delap oder die stets gefährlichen Ecken. Stoke schlägt sich wirklich gut, auch wenn es nicht immer ein Hochgenuss ist dabei zuzusehen.

Hätte Liverpool an die ersten 15 Minuten länger anknüpfen können, wäre hier eine Führung drin gewesen. So haben wir dreißig Minuten ein völlig offenes Spiel gesehen, teilweise sogar mit Vorteilen für Stoke. Erinnert sei an den Lattentreffer. Es steht eine spannende zweite Halbzeit an.

[19h08] Das Publikum in Stoke ist wirklich großartig. Stoke spielt so gut sie können, kommen vermehrt in die Nähe des Tores von Reina. Liverpool macht – im Gegensatz zu den ersten 15 Minuten – zu viele Fehler im Spielaufbau. Gerrard ist völlig abgetaucht. Das wird noch ein hartes Stück Arbeit, wenn man die Tabellenführung ausbauen will.

[19h06] Rory Delap trocknet den Ball vor dem Einwurf mittlerweile sogar mit einem roten Handtuch, das am Spielfeldrand liegt. Was man nicht alles macht für möglichen Erfolg.

[19h02] 30 Minuten gespielt, intensive Partie, an der Stoke immer mehr teilnimmt, sich keineswegs versteckt. Liverpool wirkt in der ein oder anderen Situation alles andere als sicher in der Defensive. Die Dominanz der Reds aus den ersten 15 Minuten ist erstmal vorbei.

[18h56] Meine Fresse, jetzt kommt, sobald 24 Minuten des Spiels absolviert sind, von PREMIERE doch tatsächlich Werbung für die Serie “24″. Dieser Laden wird immer lächerlicher. Ich habe englischen Kommentar an, glaube aber, dass auch Sven Schröter sich diese “Einladung” als Wortspiel nicht entgehen lassen konnte.

[18h52] 20 Minuten gespielt. Eigentlich eine ganz muntere Partie. Weil Liverpool auf das 1:0 gehen will, bieten sich Stoke immer wieder Gelegenheiten zum Kontern. Schönheitspreise wird auch dieses Spiel eher nicht bekommen, aber Kick&Rush von Stoke ist mal ganz schön anzusehen, weil sobald die Potters über die Mittellinie kommen, das halbe Stadion aufsteht und losschreit.

Liverpool spielt es vielleicht noch zu einfach und lässig. Große chancen gibt es nur nach Fehlern von Stoke. So wie jetzt, Benayoun steckt zu Kuyt durch, Winkel etwas zu spitz, Sorensen pariert zur Ecke. Also einiges los.

[18h43] 80% Ballbesitz für den FC Liverpool in den ersten 10 Minuten

Wow, was für eine Szene. Assisstent erkennt das Abseits nicht, Stoke wuschelt sich durch die Reds-Abwehr und Einwurf-Spezialist Rory Delap knallt den Ball final aus kurzer Distanz an die Unterkante der Querlatte. Das wäre ja was gewesen. Beste Chance für Stoke. Riesenglück für Liverpool.

[18h38] Liebe Gunners, schaut euch an, wie der FC Liverpool die ersten Minuten gegen ein defensiv stehendes Team angeht. Variables Spiel, viel über die Flügel, mit hoher Passgenauigkeit, Doppelpässe wenn möglich. Sieht zumindest spielerisch ganz gut aus. Eine Chance gab es auch schon. Nach Flanke von Riera kam Kuyt zum Kopfball, aber am Tor vorbei. Stoke lässt sich hinten reindrängen und hat Probleme sich dauerhaft zu befreien.

[18h35] Standardsituationen könnten für die Potters ein Mittel sein um zu Torchancen zu kommen. Freistoß aus 20 Metern, aber Whelan’s Schuss geht gut und gerne drei Meter über das Tor. Aber immerhin ein bisschen Kribbeln zu Beginn in der Liverpooler Defensive.

[18h32] Liverpool mit den eher ungewohnten mintgrünen Trikots, Stoke in rot-weiß gestreift. Es geht los. Stoke mit Anstoß, spielt von links nach rechts in der ersten Hälfte.

[18h29] Sehr schöne Atmosphäre in Stoke, eisige Kälte, ein bisschen Nebel über dem Stadion, ausverkauft, gut gelaunte Fans. Also mehr Stimmung als vorhin im Emirates.

[18h25] Die Aufstellungen im Britannia Stadium

Stoke City: Sorensen – Wilkinson, Abdoulaye Faye, Shawcross, Higginbotham – Delap, Amdy Faye, Whelan, Etherington – Cresswell, Kitson

FC Liverpool: Reina – Carragher, Hyypia, Skrtel, Aurelio – Benayoun, Lucas, Mascherano, Riera – Gerrard – Kuyt

Benitez verzichtet weiter auf Torres. Der Spanier sitzt nur auf der Bank. Kuyt soll unterstützt durch Gerrard für Tore sorgen. Überraschend, dass auch Robbie Keane nicht in der Startelf steht. Hyypia und Skrtl kehren dafür in die erste Elf zurück. Bei Stoke gibt, wie erwartet, Matthew Etherington sein Comeback für die Potters.

[18h19] So, auf zum Samstagabendspiel in der Premier League. Der FC Liverpool könnte seinen Vorsprung auf sechs Punkte gegenüber Chelsea ausbauen, Stoke mit drei Punkten die Abstiegszone verlassen. Vorhang auf für hoffentlich 90 packende Minuten im Britannia Stadium.

Thema: Live-Blog, Premier League | Kommentare (2) | Autor: medispolis

Premier League 2008/2009 21. Spieltag, FC Arsenal – Bolton Wanderers

Samstag, 10. Januar 2009 15:21

[17h59] Wirklich gefallen hat mir der FC Arsenal nur zwischen der 70. und 85. Minute, da war auch mal die überraschende Situation dabei. Ansonsten das bekannte Bild. Man braucht zu viele Chancen, und es fehlt der Knipser, der die wenigen dann auch mal macht im ersten Versuch. Wenn man solche Spiele dann noch gewinnt, gut, aber wirklich dauerhaft kann das keine Lösung sein.

Wichtiger Sieg also für Arsenal, die Everton etwas auf Distanz halten. Die Toffees besiegten die Tigers mit 2:0. Zweimal Remis in den anderen Partien. Middlesbrough kann sich nicht wirklich absetzen, weil man die Führung nicht über die Zeit bringt. West Ham mit einem Punkt bei Newcastle, den man sicherlich gerne mitnimmt. Zola bleibt weiter ungeschlagen in 2009.

[17h55] Die Endstände am Samstagnachmittag in der Premier League

  • FC Arsenal – Bolton Wanderers 1:0
  • Newcastle United – West Ham United 2:2
  • FC Middlesbrough – FC Sunderland 1:1
  • FC Everton – Hull City 2:0

[17h51] Drei Minuten Nachspielzeit in London

[17h48] Und die Arsenal-Fans haben gleich mal wieder die Plakate mit “Keeping the Faith” hervorgeholt. Vela hatte vor einigen Momenten die große Chance auf das 2:0, scheitert aber an Jaaskelainen.

Wechsel FC Arsenal: Aaron Ramsey für Emmanuel Adebayor.

[17h44] FC Arsenal – Bolton Wanderers 1:0, Niklas Bendtner, 84. Minute

Nasri und Clichy schicken Van Persie auf links raus, der Niederländer mit toller, scharfer Hereingabe in die Mitte, wo Bendtner schneller ist als sein Gegenspieler und zum 1:0 einnetzt.

Und im Gegenzug fast der Ausgleich, als Davies völlig freistehend an Almunia scheitert. Mein lieber Mann.

[17h42] Etwas weniger noch als 10 Minuten regulär im Emirates. Es ist ein Spiel auf ein Tor, aber Arsenal agiert zu hektisch, zu nervös, wenig überlegt vor dem Tor. Bolton hat mittlerweile einen ganzen Fuhrpark vor dem eigenen Tor geparkt. Den Wanderers geht langsam die Luft aus. Würde Arsenal mal überlegt und mit Köpfchen spielen, hätte man hier eine gute Chance.

[17h41] FC Middlesbrough – FC Sunderland 1:1, Kenwyne Jones, 82. Minute

[17h38] Wechsel Bolton Wanderers: Obadeyi für Mustapha Riga

Newcastle United – West Ham United 2:2, Andrew Carroll, 78. Minute

[17h35] Wechsel FC Arsenal: Niklas Bendtner für Emmanuel Eboue

[17h31] Endlich mal schneller, direkter Fußball der Gunners. Am Ende steht der Pfostenschuss von Van Persie, nachdem zweimal schnell direkt gespielt und weitergeleitet wurde. Van Persie setzt sich gut durch und zieht halb im Fallen mit Rechts an den Pfosten.

Drangphase von Arsenal jetzt. Bolton schwimmt immer mehr.

[17h25] Die beste Chance für die Gunners. Ein Traumpass von Nasri hebelt die gesamte Bolton-Abwehr auseinander, Adebayor freistehend vor dem Tor, lässt sich aber zu viel Zeit und Andrew O’Brien kann den Schuss noch blocken. So eine Chance wird man wohl nie wieder bekommen. Bin fassungslos.

[17h24] Wechsel FC Arsenal: Carlos Vela für Abou Diaby

[17h22] Ich muss mal ein Interview von Jens Lehmann zitieren, das ich neulich bei Kai auf allesaussersport gefunden habe. Lehmann stellt fest zum Spielsystem des FC Arsenal:

Das Schema war klarer: Wenn der Fabregas an dieser oder jener Stelle den Ball bekommt, dann spielt er ihn da oder dort hin. Die Spielzüge waren automatisiert. In der Bundesliga dagegen passieren manchmal Dinge, mit denen man nicht rechnet.

Machen Sie mal den Versuch, liebe Leser, und spielen “Wo geht der Ball als nächstes hin?”, wenn die Gunners im Angriff sind. Vielleicht braucht es auch mal den Gunners Dinge, mit denen man manchmal nicht rechnet. Eine Überraschung, oder so. Denn auch Bolton kann rechnen.

[17h15] Wenn einer für den Aufstieg des FC Everton steht, dann ist es der aus Lüttich gekommende Fellaini. Der hat jetzt aber seine 10. gelbe Karte bekommen und fehlt damit im Derby gegen Liverpool nächste Woche.

Newcastle United – West Ham United 1:2, Carton Cole, 55. Minute

[17h13] Wir schreiben die 52. Spielminute und sehen die erste Chance für die Gäste. Taylor mit einem Kopfball nach langem Ball von der rechten Seite, aber kein wirklich großes Problem für Almunia.

[17h11] Einziger wirklicher Aktivposten bei den Gastgebern ist Robin van Persie, der auch mal ein direktes Duell mit dem Gegenspieler aufnimmt, der auch mal den Ball länger hält und versucht Struktur in das Angriffsspiel zu bringen. Aber er ist bisher der einzige. Von daher unverändertes Bild im Emirates.

[17h06] Keine Wechsel im Norden Londons. Es geht weiter. Mal sehen, was dem FC Arsenal in den zweiten 45 Minuten einfällt.

[17h05] So, es geht langsam weiter. Middlesbrough spielt schon, in London kommen die Mannschaften auf das Feld zurück.

[16h54] So viel gibt es eigentlich über die Partie im Emirates nicht zu erzählen. Arsenal besser mit mehr Ballbesitz, mit ein paar guten Chancen. Aber das war eher die Ausnahme. Die Regel ist, dass sie sich gegen die gut stehende Defensive der Wanderers sehr schwer tun. Es mangelt an guten kreativen Ideen.

Everton erhöht mit der komfortablen Pausenführung den Druck auf die Gunners, momentan einen Punkt hinter dem FC Arsenal. Middlesbrough mit ganz wichtiger Führung gegen Sunderland.

[16h49] Halbzeit in allen vier Spielen der Premier League. Pfeifkonzert im Emirates Stadium. Die Zwischenstände:

  • FC Arsenal – Bolton Wanderers 0:0
  • Newcastle United – West Ham United 1:1
  • FC Everton – Hull City 2:0
  • FC Middlesbrough – FC Sunderland 1:0

[16h47] FC Everton – Hull City 2:0, Mikel Arteta, 45. Minute

[16h46] FC Middlesbrough – FC Sunderland 1:0, Alfonso Alves, 45. Minute

[16h43] Thomas Wagner: “Liebe Zuschauer, in der Halbzeit wollen wir Sie heiß machen auf morgen. Wir zeigen Ihnen das letzte Ligaspiel von Man Utd.”

Anmerkung meinerseits: Das ist fast zwei Wochen her, war ein eher langweiliger Kick, endete 1:0. Aber ich werde richtig heiß auf morgen. Fange an zu schwitzen.

[16h41] Wechsel Bolton Wanderers: Mustapha Riga für Johan Elmander

Der Schwede muss mit Knieverletzung vom Platz. Gar nicht gut für das Team von Gary Megson.

[16h38] Die BBC meldet, dass im Emirates einige Flutlichtlampen ausgegangen sein sollen. Wunderte mich schon, warum es so dunkel ist. Aber wahrscheinlich hatten die Lampen auch kein Vergnügen für so ein bescheidenes Spiel ihr Licht zu opfern.

[16h36] Ich habe mir mittlerweile einen Cappucino gemacht, esse die letzten Weihnachtskekse und lese das Feuilleton der ZEIT, während ich die Live-Ticker im Auge habe. Auf dem Platz im Emirates passiert überhaupt nichts. Langweilige erste Hälfte.

[16h32] Arsene Wenger hat jetzt übrigens auch die Winterjacke an. So richtig erwärmen dürfte ihn das Spiel bisher auch nicht. Über 60% Ballbesitz für die Gastgeber. Klingt dominant, ist es aber bei weitem nicht. The same procedure as every home game.

[16h30] Newcastle United – West Ham United 1:1, Craig Bellamy, 29. Minute

[16h25] Die ersten 25 Minuten sind ein Paradebeispiel, wie man den Gunners den Wind aus den Segeln nehmen kann. Hinten rein stellen, die Mitte dicht machen und dann fällt den Hauptstädtern bis dato wenig bis gar nichts ein. Drei Viertel aller Angriffe der Gunners laufen durch die Mitte. Aus Sicht von Bolton ideal, für die Gunners ein Offenbarungseid, weil man immer noch nicht versucht über außen druck zu machen.

[16h22] Der Führungstreffer im Goodison Park soll wohl aus mehr als nur deutlicher Abseitsposition erzielt worden sein. Sei es drum, Everton sitzt Arsenal im Nacken.

[16h20] Bolton zieht sich immer mehr zurück, Elmander spielt vorne jetzt mehr oder weniger einzige Spitze. Arsenal tut sich weiter schwer, weil man offensiv noch zu ungenau spielt und es wie immer zu häufig durch die Mitte geht.

FC Everton – Hull City 1:0, Marouane Fellaini, 19. Minute

Newcastle United – West Ham United 1:0, Michael Owen, 19. Minute

[16h15] Für mich interessant zu sehen, wer in Abwesenheit von Fabregas das Zepter im Mittelfeld übernimmt. Von der Spielanlage kann es nur Nasri sein. Mal sehen, wie der Franzose diese Rolle übernimmt. Im Moment ist er der Gunner mit den meisten Ballkontakten.

So auch eben wieder, als er Van Persie bedient. Dessen Schuss aus 16 Metern aber über das Tor. Wenn wir so wollen, der Ansatz einer ersten Torchance. Wenn wir so wollen.

[16h11] Knapp 10 Minuten gespielt im Emirates. Noch nichts Erwähnenswertes passiert. Bolton auf Sicherheit bedacht, steht sehr sicher, greift etwa in Höhe der Mittellinie schon an. Elmander und Davies lassen sich erstaunlich weit zurückfallen. Damit verhindern die Wanderers zunächst einmal, dass Arsenal das gefährliche Kurzpassspiel aufziehen kann.

[16h05] Mal kurz nachgeschaut. London meldet dunstig bei -2 Grad und Arsene Wenger an der Seitenlinie nur in Anzug ohne warme Winterjacke. Respekt.

[16h02] Los geht es. Arsenal wie immer in rot und weiß mit Anstoß von links nach rechts.

[15h59] Denilson war noch einmal beim Friseur. Adebayor richtet ein Gebet gen Himmel. Van Persie mit einem Gesichtsausdruck, der an Lustlosigkeit nicht zu überbieten ist.

[15h57] Na immerhin zeigt PREMIERE die Tore von Villa gegen West Brom. Einen halben Karmapunkt.

[15h54] Damit sollte Arsenal gewarnt sein. Villa scheint richtig fest im Sattel zu sitzen. Die Gunners müssen drei Punkte einfahren um den vierten Platz nicht gänzlich aus den Augen zu verlieren.

[15h50] Die Aufstellungen im Emirates Stadium

FC Arsenal: Almunia – Sagna, Toure, Djourou, Clichy – Eboue, Diaby, Denilson, Nasri – Adebayor, Van Persie

Bolton Wanderers: Jaaskelainen – Basham, Shittu, Andrew O’Brien, Samuel – Taylor, Muamba, McCann, Gardner – Elmander, Davies

Kolo Toure kehrt nach Verletzung zurück ins Team und ist Kapitän, weil Fabregas noch mehrere Wochen verletzt fehlt. Bei den Wanderers fehlt der Kapitän Kevin Nolan gesperrt. Und auf der Auswechselbank gibt es nur vier Ersatzspieler, weil Bolton viele Verletzte beklagt.

[15h38] Aston Villa hat das Mittagsspiel gegen West Bromwich Albion mit 2:1 gewonnen. Bereits in der ersten Hälfte legte Villa den Grundstein, Curtis Davies und Agbonlahor brachten das 2:0 zur Halbzeit. Doch West Brom kämpfte sich zurück, verkürzte durch James Morrison, zu mehr reichte es aber nicht. Villa springt damit erstmal auf Platz 3, einen Punkt hinter dem FC Chelsea.

[15h33] Bleiben also vier Spiele am heutigen Nachmittag. Der FC Arsenal empfängt die Bolton Wanderers, Everton hat Hull City zu Gast, der FC Sunderland reist zum FC Middlesbrough und Newcastle will im Heimspiel gegen West Ham endlich mal wieder drei Punkte einfahren.

[15h30] Ich habe noch einen Nachtrag: Heute Mittag war der Chief Executive von Stoke City, Tony Scholes, bei Sky News zu Gast. Er sprach dabei sehr ausführlich über die Mechanismen auf dem Transfermarkt in England. Laut Scholes beobachtet man bereits jetzt Spieler, die im Sommer zu Stoke wechseln könnte. Dabei weiß man noch nicht einmal, ob man weiterhin in der Premier League spielt. Tony Scholes bestätigte Interesse gegenüber Marlon Harewood (zurzeit bei Aston Villa) und schloss einen Abgang von Ricardo Fuller aus. Zur Erinnerung: Fuller war derjenige, der seinen Mitspieler auf dem Platz geohrfeigt hat. Ansonsten spielt Fuller aber eine sehr gute Saison für Stoke. Und das sieht auch Scholes so, von daher Fuller bis auf weiteres unverkäuflich.

[15h24] Bei Sky News konnte man sich heute Mittag in den Sportnachrichten eine gewisse Häme nicht verkneifen. Da handelt die Premier League mit Millionen und Milliarden, es reicht aber zum Beispiel im Fratton Park zu Portsmouth nicht für ein Rasenheizung. Laut Sky News würden die Kosten dafür jährlich bei 300.000 Pfund liegen. Das ist Peanuts. Aber wie wäre es, wenn sich jetzt Portsmouth durch die Ablösesumme von Defoe schon mal für sechs Jahre eine Rasenheizung holt?

[15h21] Schönen Nachmittag. Immerhin haben wir noch vier Nachmittagsspiele, nachdem Fulham gegen Blackburn und Portsmouth gegen Manchester City aufgrund von Unbespielbarkeit des Platzes abgesagt wurden.

Thema: Live-Blog, Premier League | Kommentare (3) | Autor: medispolis

Premier League in Kürze (IX) – Finanzkrise, Transfers im Januar, Rafa vs. Fergie, Nachrichten

Freitag, 9. Januar 2009 20:53

So, ich habe dann mal heute Nachmittag und Abend ein bisschen die Feedreader durchgelesen um einen Überblick über die Ereignisse der letzten Woche und Tagen zu bekommen. Von daher jetzt in etwas loser Reihenfolge das Wichtigste zusammengefasst.

DIE PREMIER LEAGUE IM GRIFF DER FINANZKRISE

  • Gestern Abend gab es auf BBC Five Live eine einstündige Sondersendung zu den Auswirkungen und Gefahren der Finanzmarktkrise auf die Premier League. Zu Gast waren unter anderem der Bänker Keith Harris und der Besitzer des Zweitligisten FC Reading, John Madejski. Die Diskussion ist sehr zu empfehlen, gerade weil sie auch die Sicht und Ansichten der Fans mitberücksichtigt. (Zum Hören hier klicken und bis zu Minute ’59 vorspulen).
  • Inhaltliches Fazit der Sendung: Es ist eine schwierige Situation für die Vereine. Vor allem weil sich die Betriebe und Unternehmen die VIP-Boxen und Logen nicht mehr leisten können beziehungsweise auf solchen Luxus verzichten. Das würde vor allem die großen Vereine treffen, explizit wurde der FC Arsenal genannt. Allgemein wurde formuliert: Je größer der Klub, desto höher könne man fallen.
  • John Madejski berichtete vom FC Reading, wo die Einnahmen aus dem Bereich VIP und Hospitality um bis zu 30% zurückgegangen sind.
  • Auch die sportliche Sicht wurde begutachtet. In Zeiten der Finanzkrise wird es noch wichtiger sportlichen Erfolg zu haben, gerade auch um die Fans zu versöhnen, aber um auch weiterhin für mögliche Investoren offen zu stehen. Denn die kaufen – so meint man – nur Erfolg.
  • Keith Harris berichtete, dass er es aber momentan für sehr unwahrscheinlich halte, dass es einen größeren Interessenten gebe. Gleichzeitig gab er bekannt, dass es ernsthafte Überlegungen für einen Verkauf von Newcastle United gab, aber Präsident Mike Ashley letzlich nicht mehr bereit war den Verein zu verkaufen.
  • Natürlich ging dann auch wieder die Diskussion los, inwieweit die ausländischen Milliardäre wirklich ein Interesse für den Klub, seine Geschichte und die Fans haben. Einschätzung der Gäste eher hier negativ, Klubs werden häufig immer noch als Trophäen gesehen aus Sicht der Investoren.

Wie tief die Finanzkrise dem englischen Fußball uns insbesondere der Premier League dann zusetzt, werden dann wohl die nächsten Wochen und Monaten zeigen. Beim FC Chelsea sieht man es ja schon ganz deutlich. Verträge werden angeblich demnächst nur noch um ein Jahr verlängert, zu geringeren Konditionen. Trainer Scolari muss um einen neuen Stürmer richtig kämpfen. Schaut man sich derzeit die Bemühungen der Tottenham Hotspur auf dem Transfermarkt an, kann man auch anderer Ansicht sein. Aber wie gesagt, sportlicher Erfolg wird noch wichtiger. Mehr zur Finanzkrise im englischen Fußball gibt es auch bei allesaussersport.

DER TRANSFERMARKT IM JANUAR

  • Gute Übersichten über die Transfertätigkeiten gibt es bei Sky Sports, die sogar täglich den ganzen Tag über bloggen und zudem eine Komplettübersicht aller Transfers anbieten. Ähnliches bietet die BBC an, zudem gibt es eine spezifische Vereinsübericht über Hintergründe und Handlungsbedarf auf dem Transfermarkt.
  • Bisher ist es immer noch so ein bisschen die Testphase der Vereine, das Ausloten von möglichen Ablösesummen, das Beobachten der Konkurrenz und natürlich auch das Abwägen. Was kann ich bezahlen, was müssen wir uns leisten, wo können wir uns sinnvoll verstärken?
  • Den größten Coup gelang bisher den Tottenham Hotspur, die Jermain Defoe von Portsmouth wieder zu Harry Redknapp holten beziehungsweise an seine alte Wirkungsstätte.
  • Ansonsten noch erwähnenswert: Wayne Bridge wechselt von Chelsea zu Man City, Lassana Diarra verlässt Portsmouth in Richtung Real Madrid, der Zweitligist Queens Park Rangers verstärkt sich mit zwei Profis aus der Premier League. Von Aston Villa kommt Wayne Routledge, von den Bolton Wanderers Heidar Helgusson.
  • Noch ein Zweitligist hat sich prominent verstärkt: Birmingham City holte Scott Sinclair in einem Leihgeschäft vom FC Chelsea und Hameur Bouazza vom FC Fulham.
  • Matthew Etherington wechselt innerhalb der Premier League von West Ham zu Stoke City und spielt bereits morgen gegen den FC Liverpool.
  • Die Bolton Wanderers haben in Russland Sebastien Puygrenier. Der Franzose ist bis zum Ende der Saison von Zenit St. Petersburg ausgeliehen.
  • Was kann noch kommen in den nächsten Wochen? Charles N’Zogbia hat erklärt, dass er bereit sei Newcastle United zu verlassen. Mögliche Interessen sind Aston Villa, Arsenal und Tottenham.
  • Apropos Arsenal. Nichts neues in Sachen Andrei Arshavin. Man möchte den Russen, es scheitert bis jetzt aber noch an vielen Details.
  • Manchester City möchte Roque Santa Cruz von den Blackburn Rovers holen, ist aber nicht bereit viel Geld in die Hand zu nehmen (!). 18 Millionen Pfund verlangen die Rovers. Da will City bis jetzt noch nicht mitgehen.
  • Und dann gibt es noch zwei Personalien, die eventuell in den nächsten Wochen einen neuen Verein haben könnten. Jermaine Pennant wartet ebenso wie der FC Liverpool auf ein gutes Angebot, Carlos Tevez hat jüngst mitgeteilt, dass er Manchester United verlassen möchte. Arsenal wird immer wieder als mögliche Anlaufstelle genannt.

RAPHAEL BENITEZ vs. SIR ALEX FERGUSON

War es kalkuliert, spontan oder schon ganz lange geplant? Die Kritik von Liverpool-Trainer Raphael Benitez heute gegen den Rivalen Sir Alex Ferguson von Manchester United. Benitez hatte auf der Pressekonferenz vor dem Spiel gegen Stoke City so ziemlich alle Geschütze gegen Sir Alex aufgefahren. Quasi nach dem Motto: Sir Alex darf sich alles erlauben, wird nie bestraft, beklagt sich über alles, wittert Verschwörung beim Spielplan. Sir Alex is killing the referees, so Benitez.

So eine Kritik habe ich seitens Benitez bisher selten erlebt, von daher glaube ich auch, dass sie sehr wohl bewusst gewählt und auch inhaltlich so gesetzt sein sollte. Auf die Frage des Reporters holt Benitez dann auch gleich einen Zettel mit Infos drauf aus seinem Jackett. An Fakten sollte sich gehalten werden.

Sky News hat das ganze im Bild festgehalten, der Guardian hat das Manuskript.

Mehr dazu im Fiver des Guardian und im Guardian Sport Blog [1; 2]

WEITERE NACHRICHTEN

  • Ashley Young, in Verbindung mit Real Madrid gebracht, hat sich klar zu Aston Villa und seinem Trainer Martin O’Neill bekannt. [Sky Sports]
  • Paul Ince hat sich erstmals seit seiner Entlassung bei den Blackburn Rovers in der Öffentlichkeit geäußert. Gegenüber Sky Sports News bemängelte er, dass er zu wenig Zeit hatte und nicht genug Unterstützung von der Vereinsführung bekommen hat. [Sky Sports]
  • Englands ehemals bester Schiedsrichter, Graham Poll, hat die Kamapgne der FA zu mehr Respekt auf dem Spielfeld gegenüber den Unparteiischen massiv kritisiert. Sie habe nichts bewirkt und sei zum Scheitern verurteilt [Daily Telegraph]
  • Chelsea-Kapitän Frank Lampard hat seine Hintermannschaft kritisiert. Man könne sich defensive Fehler wie zuletzt nicht länger leisten, vor allem nicht im Spiel am Sonntag gegen Manchester United. [ESPN Soccernet]

Thema: Premier League | Kommentare (0) | Autor: medispolis

Was interessiert mich mein Geschwätz von gestern…

Freitag, 9. Januar 2009 19:15

Ich war eben auf der Website der CDU, weil ich schon mal schauen wollte, ob es Unterlagen und Informationen für das Wahljahr 2009 gibt. Leider noch nicht so ergiebig, dafür fand ich folgende Textpassage, die mich doch schmunzeln ließ.

Da ist die Kanzlerin dann also umgefallen. Macht nichts, machen ja alle jetzt.

Thema: Bundestagswahl 2009, Wirtschaft | Kommentare (0) | Autor: medispolis

Premier League 2008/2009 Preview 21. Spieltag – Like a new signing

Freitag, 9. Januar 2009 16:44

Guten Abend. Da beschäftigt man sich einmal knapp zwei Wochen lang überhaupt nicht mit der Premier League und stellt dann fest, dass sich die Welt schon dreimal weitergedreht hat. So viel ist passiert. Zunächst aber erstmal die Vorschau auf den 21. Spieltag. Ich werde später noch einen weiteren Eintrag mit Hintergründen zu den Transfers und anderen Nachrichten schreiben.

PREMIERE verwöhnt uns dieses Wochenende mit drei Spielen. Laut Werbung im Sportportal mit dem Claim “mehr Premier League geht nicht”. Bei solchen Aussagen kann dem treuen Abonnenten einfach nur schlecht werden. Wo ist das Samstagmittagspiel, wo das frühe Spiel am Sonntag?

Ich weiß nicht so ganz, wie ich die aktuelle Lage in der Premier League einordnen soll. Aber irgendwie bekomme ich immer mehr das Gefühl, dass es diese Saison die große Rückkehr des FC Liverpool geben wird. Es ist aber nur ein Gefühl. Über die aktuelle Situation an der Tabellenspitze bloggt Phil McNulty/BBC.

Der 21. Spieltag sieht durchaus viele interessante Partien (von denen wir live leider mal gar nichts sehen). Ein Duell an der Tabellenspitze, ein brisantes Stadtderby Lokalderby und drei direkte Duelle im Abstiegskampf.

Aston Villa – West Bromwich Albion

Der Spieltag öffnet also mit dem Stadtderby Midlands-Derby in Birmingham, nur wenige Kilometer trennen beide Spielstätten. In der Tabelle ist es allerdings eine etwas größere Distanz, nämlich 20 Punkte oder 16 Plätze. Aber West Bromwich Albion hat sich an die Konkurrenten herangearbeitet, hat den Abstand auf zwei Punkte verkürzt. Zuletzt konnte man zwei ganz wichtige Siege einfahren, hat aber immer noch die zweitschlechteste Auswärtsbilanz aller Teams in der Premier League und noch nie in der höchsten englischen Fußballliga gegen Villa gewonnen. Und natürlich ist der Gastgeber hier Favorit in diesem Spiel, aber auch Villa hat sich schon das ein oder andere Mal schwer getan gegen defensiv stehende Mannschaften, auch im eigenen Villa Park. Beim Team von Martin O’Neill sind Gareth Barry und Ashley Young – zwei ganz wichtige Stützen – fraglich. Baggies-Coach Mowbray hofft vor allem auf die Rückkehr James Morrison. Mit einem Sieg kann Aston Villa bis auf einen Punkt an Chelsea heranrücken, sollte West Brom gewinnen und die direkte Konkurrenz patzen, wäre man zum ersten Mal seit zwei Monaten wieder auf einem Nichtabstiegsplatz.

FC Portsmouth – Manchester City

Teil I eines Dreierpacks von direkten Duellen zweier Mannschaften, die in akuter Abstiegsgefahr stecken beziehungsweise bei einer Niederlage in solche geraten. Und sollte eines der Teams am Samstagnachmittag an der Südküste verlieren, würde man da wieder stehen, wo man eigentlich von Anspruch nicht hinwollte und laut Qualität der Spieler eigentlich auch nicht hingehört. Portsmouth seit vier Spielen ohne Punktgewinn, die Gäste aus Eastlands mit nur einem Sieg in sechs Ligapartien. Wer kann die negative Brisanz also umkehren? Und sagen wir mal so: Das Potential für eine Krise bei City dürfte größer sein. Peinliches Aus im FA-Cup, meilenweit von den eigenen Erwartungen entfernt – alles keine vertrauenserweckenden Attribute um in ein solches Spiel zu gehen. Bei Portsmouth darf man sich jetzt schon mal Gedanken machen, wie die Abgänge von Defoe und Diarra ersetzt werden sollen. Denn zwei ganz wichtige Stützen verlassen im Januar den Verein. Einstweilen spielt Peter Crouch wohl einzige Spitze. Bei City wird Wayne Bridge, der vom FC Chelsea wechselte, sein Comeback geben, währenddessen die Einsätze von Robinho, Wright-Phillips fraglich sind. Stephen Ireland, für mich neben Joe Hart wirklich einziger Lichtblick diese Saison bei City, fehlt gelbgesperrt.

Newcastle United – West Ham United

Die Gäste aus dem Osten Londons stehen eigentlich schon über der Linie wirklich gefährdeter Teams dank der sechs Punkte aus den letzten zwei Spielen. Aber gelingt ihm und seinen Hammers auch der dritte Streich? Durchaus möglich, sollte Newcastle nicht ganz schnell wieder zu seiner Form zurückfinden. Ich habe das Heimspiel gegen Liverpool noch gesehen und musste feststellen, dass ich noch nie eine so schlechte Leistung eines Teams gesehen habe wie die der Magpies am Sonntag nach Weihnachten. Noch spielt Matthew Upson bei den Hammers, steht am Samstag auch in der Startelf. Interesse von Arsenal und Tottenham soll aber mehr als nur bestehen.

Und dann hält dieses Spiel noch eine ganz besondere Gesichte bereit. Die Rückkehr von Kieron Dyer, der am Samstag zumindest auf der Bank Platz nehmen wird. Im FA-Cup hatte er vergangenes Wochenende schon kurz gespielt. Jetzt arbeitet er sich immer mehr in die erste Mannschaft. Es ist die große Hoffnung, die man am Upton Park noch hat, das Talent, die Spielstärke und die Torgefährlichkeit des Kieron Dyer. Im Sommer 2007 wechselte er zu den Hammers und machte in den vergangenen 1 1/2 Jahren aber nur zwei Spiele, weil er sich im August 2007 in einem Pokalspiel nach einem Foul einen zweifachen Bruch des rechten Beines holte. Die Genesung gestaltete sich schwierig und hatte sich immer wieder verzögert. Aber jetzt könnte es soweit sein. Und in Zeiten eher schlechter Nachrichten darf man dank solcher Meldungen auch mal wieder lächeln in Zolas Team. Und wie brachte es Stürmer Carton Cole auf den Punkt: “It’s like a new signing for the club”.

FC Middlesbrough – FC Sunderland

Aus dem FC Middlesbrough wird man diese Saison nicht wirklich schlau. Recht guter Saisonstart, dann die erste Schwächephase, man berappelte sich wieder, um dann nach ein paar Wochen sich gleich wieder eine Auszeit zu nehmen. Und diese Auszeit hält bis jetzt auch noch an. Und jetzt steht auch noch ein Lokalderby im Nordosten Englands an. Middlesbrough ist seit acht Spielen ohne Sieg. Aber wie immer in solch schwierigen Situationen wird strikt an Trainer Southgate festgehalten. Und hätte man nicht schon genug Baustellen, gab es auch noch das Angebot der Spurs für Stewart Downing, das aber abgelehnt wurde, in einer Entschlossenheit, die man vom FC Middlesbrough in solchen Fragen eigentlich gar nicht gewohnt ist. Der neue Trainer des FC Sunderland, Ricky Sbragia, hat eine ganz gute Bilanz in seinem ersten Traineramt, die Hälfte der Spiele, nämlich drei, hat er gewonnen. Sollte Middlesbrough verlieren, würde man recht wahrscheinlich auf die Abstiegsplätze rutschen.

FC Arsenal – Bolton Wanderers

PREMIERE live, Samstag ab 15h55; Kommentar: Thomas Wagner

Auch wenn das Spiel nun live im TV kommt, kann ich dieser Partie überhaupt nichts abgewinnen, rein gar nichts. Da sind weiter oben geschilderte Begegnungen mehr als nur sexy. Da ist schlichter Premier League Alltag, Platz fünf gegen Platz 11. Arsenal möchte versuchen den Anschluss an Villa auf Platz 4 zu erreichen, Bolton muss aufpassen, dass man nicht wieder in akute Abstiegsgefahr rutscht. Aber da dann eine Brisanz reinzuinterpretieren, fällt mir mehr als nur schwer. Und wenn es die sportlich schon nicht gibt, machen das eben die Trainer unter sich aus. Arsene Wenger schießt einen kleinen Giftpfeil Richtung Reebok Stadium, beschuldigte Simon Davies unfair zu spielen, gerade auch im Hinspiel, das die Gunners souverän gewannen. Von unfairer Spielweise war da bei Bolton eher wenig zu sehen, eher die Gunners in persona Diaby leisteten sich den ein oder anderen Fehtritt. Ein typische verbale Wenger-Attacke also. Gary Megson konterte diese daraufhin auch ganz lässig, mit einer Homage an die Gunners.

FC Everton – Hull City

Was man auch nicht vergessen sollte, ist, dass den Gunners der FC Everton immer mehr im Rücken hängt. Für mich ist das Team von David Moyes zurzeit eines der stabilsten Teams in der Liga und sollte man die aktuelle Form konservieren können, glaube ich, dass man auch wieder um den fünften Platz ein gehöriges Wort mitstreiten kann. Im Moment ist Hull City noch  im grauen Mittelfeld der Tabelle, aber die Tendenz sprich nicht unbedingt für die Tigers. Es fehlt wohl nach nur einem Sieg in den letzten 11 Spielen einfach ein Erfolgserlebnis. Urlaub über Weihnachten für die Spieler, Halbzeitansprache auf dem Spielfeld. Trainer Phil Brown hat schon einiges versucht. Im FA-Cup letzte Woche hatte er zahlreiche Stammkräfte geschont, sagte er. Oder er wollte schauen, wer aus der zweiten Reihe mal eine Chance in der Startelf verdient hat.

FC Fulham – Blackburn Rovers

Roy Hodgson trifft als Trainer des FC Fulham auf seinen ehemaligen Klub. Fulham spielt eine tolle Saison, ist extrem heimstark und seit neun (!) Spielen ohne Niederlage. Klubrekord und mit dem FC Liverpool zurzeit Ligaspitze. Blackburn steht nur aufgrund des besseren Torverhältnisses nicht auf dem letzten Platz. Viel Arbeit noch für Trainer Allardyce.

Stoke City – FC Liverpool

PREMIERE live, Samstag ab 18h25; Kommentar: Sven Schröter

“Vier” ist die Zahl dieses Spiels. Stoke verlor die letzten vier Spiele wettbewerbsübergreifend, Liverpool will genau diesen vierten Sieg in Folge. Ich hatte am vergangenen Wochenende im Hotelzimmer ein bisschen FA-Cup geschaut und war jetzt nicht groß angetan vom FC Liverpool. Aber das brauchte ich auch nicht. Man hat gewonnen und gut ist. Und genau das ist die Stärke momentan der Reds. Man gewinnt Spiele, im Gegensatz zu Chelsea oder Manchester United. Jetzt kommt aber eine Aufgabe auf die Reds zu, die sicher nicht leicht ist, aber in der derzeitigen Form keine allzu große Hürde sein sollte. Als bestes Anschauungsbeispiel sollte man sich noch mal den Auftritt der Gunners bei Stoke ansehen, denn genau so spielt man da nicht. Stoke muss man beschäftigen mit schnellem, direkten, variablen Spiel. Eigentlich mit der Spielweise, die Liverpool so gegen Newcastle ausgzeichnet hat. Dirk Kuyt hatte dann zu Beginn der Woche im Liverpool Daily Post auch schon mal angekündigt, dass man noch lange nicht die Bestform erreicht habe. Bei Liverpool ist der Einsatz von Xabi Alonso mehr als nur fraglich. Dagegen konnte Trainer Benitez auf der Pressekonferenz verkünden, dass Torres, Skrtl und Fabio Aurelio alle fit genug für die Startelf seien.

Wigan Athletic – Tottenham Hotspur

Innerhalb von einer Woche treffen sich beide Teams zum zweiten Mal. Vergangenen Sonntag feierten die Spurs ein 3:1 im FA-Cup gegen das Team von Steve Bruce, zudem gewann man das Hinspiel im Halbfinale des Carling Cup gegen Burnley mit 4:1. Alles in Butter könnte man meinen für die Spurs, zumal ja jetzt auch noch Sonnenschein Jermain Defoe wieder bei Ziehvater Harry Redknapp unter Vertrag stand. Der Transfer wurde heute von der FA genehmigt, Defoe wäre für die Partie am Sonntag in Wigan spielberechtigt. Ob er auch in der Startelf steht, ließ man bei den Spurs noch nicht durchblicken. Im Pokal steht man ganz gut da, aber in der Liga ist es immer noch ein weiter Weg. Man ist punktgleich mit Stoke, die zurzeit den ersten Abstiegsplatz einnehmen. Zur Bilanz stehen auch nur zwei Punkte aus den letzten vier Spielen, was zu wenig ist um dauerhaft die Abstiegszone zu verlassen.

Manchester United – FC Chelsea

PREMIERE live, Sonntag ab 16h45; Kommentar: Wolff Fuss

Ach ja, und dann hätten wir zum Abschluss des Spieltages noch einen echten Klassiker. Wie gesagt, ich sehe beide Teams derzeit weit von ihrer Bestform. Man Utd müht sich von Sieg zu Sieg, von großer spielerischer Kreativtät und Spiellaune ist schon seit mehreren Wochen eher wenig zu sehen. Ungefähr gleiches gilt für den FC Chelsea. Partien der Blues gleichen derzeit so ein bisschen wie das Suchen der Nadel im Heuhaufen. Wirkliche Schocker beider Teams, also das auf sich Aufmerksammachen, die Adresse an die Konkurrenz, hat es von beiden Teams schon lange nicht mehr gegeben. Mir fallen zwei Ursachen ein. Zum einen spielt bei Chelsea das gesamte Team mit Ausnahme von Lampard und Anelka weit unter ihren Möglichkeiten, und Michael Ballack sehr weit. Seit seinem Streit mit Löw und der Verletzung ist Ballack in der derzeitigen Form für die Blues nur schwer zu gebrauchen. Warum die nun alle so unterdurschnittlich spielen, weiß ich auch nicht. Aber da bin ich scheinbar nicht der einzige. Und dann kommt für mich noch ein Aspekt hinzu, der auch im Vergleich zum FC Liverpool sich eher negativ auswirkt. Benitez hält den Laden der Reds gut zusammen, es gibt wenig Schlagzeilen außerhalb des Platzes. Bei Chelsea ist es das fehlende Geld, das Flehen von Scolari nach einem neuen Stürmer und das peinliche Remis im FA-Cup, bei Man Utd die Unzufriedenheit eines Carlos Tevez oder auch der Ferrari-Crash von Ronaldo, nicht zu vergessen die Niederlage gegen Derby County.

Nun treffen beide am Sonntag im Old Trafford aufeinander. Beide auf der Suche nach ein bisschen mehr Harmonie. Und die dürfte vorerst nur der Sieger haben. Man Utd könnte mit einem Sieg bis auf einen Punkt an Chelsea heranrücken – und hat dann noch zwei Spiele weniger absolviert. Für Chelsea-Trainer Scolari zählt deshalb auch nur ein Sieg. Die Blues können wieder auf John Terry nach Sperre zurückgreifen, bei Man Utd kehrt Ferdinand zurück in die Startelf.

Thema: Premier League | Kommentare (2) | Autor: medispolis

Wunderschönes Allgäu

Freitag, 9. Januar 2009 9:23

Blick auf Fischen im Allgäu. Von Norden aus kommend der letzte Ort vor Oberstdorf

So, bin wieder daheim. Wer mal nicht weiß, was er mit seinem Urlaub anfangen soll bzw. günstig verreisen möchte, aber trotzdem etwas erleben will, dem sei die Region um Oberstdorf empfohlen. Schönes, übersichtliches Skigebiet, tolle Wanderwege, viele Langlaufstrecken, und schönstes Winterwetter mit viel Schnee und Sonne. Dazu preisgünstige und leckere Gastronomie. Gerade im Winter ist das Allgäu ein Traum (auch wenn die Sonne schon um 15:30 Uhr hinter den Bergen verschwindet und es manchmal länger dauert, bis sich der Nebel auflöst)

Und im Sommer können dann auch die zahlreichen Radwege wieder benutzt werden.

Thema: Alltägliches | Kommentare (0) | Autor: medispolis

Kurze Zwischenmeldung

Montag, 5. Januar 2009 18:18

Grüß Gott! Ich hatte vergessen den Downloadlink für den “Spielmacher” in den Artikel einzufügen. Nach vier Tagen Internetpause und schönstem Winterwetter habe ich das jetzt nachgeholt.

Wir lesen uns spätestens Freitagabend mit der Premier League Preview. Bis dahin. Und kalt ist es erst, wenn der Schnotter in der eigenen Nase zu frieren beginnt. In diesem Sinne eine schöne Winterwoche.

Thema: Internes | Kommentare (0) | Autor: medispolis