Beiträge vom Februar, 2009

Zahlen des Tages aus der Premier League: 10 und 14

Samstag, 28. Februar 2009 19:44

Der FC Arsenal verliert nach dem 0:0 gegen den FC Fulham den Anschluss an den vierten Tabellenplatz. Arsenal schoss zuletzt am 10. Januar ein Tor in einem Heimspiel.

Der FC Middlesbrough gewinnt mit 2:0 gegen den FC Liverpool und beendet damit eine Serie von 14 Spielen in Folge ohne dreifachen Punktgewinn. Und die Meisterschaftschancen des FC Liverpool haben sich in Luft aufgelöst.

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Premier League 2008/2009 Preview 27. Spieltag – Paradies im Riverside

Donnerstag, 26. Februar 2009 22:46

Diese Woche nochmal ein bisschen komprimierter als sonst, da ich Freitag wenig Zeit habe und Donnerstagabend mir die Kraft fehlte ausführlich zu recherchieren.

Bedingt durch das Finale im Carling Cup am Sonntagnachmittag im Wembley Stadion (PREMIERE live ab 15:45 Uhr), gibt es dieses Wochenende nur acht Spiele in der Premier League. Die Partien von Manchester United gegen den FC Portsmouth und von Sunderland gegen Tottenham sind auf den 22. April beziehungsweise schon auf den 7. März verlegt worden. PREMIERE hat im Rechteschrank gekramt und zeigt das Finale aus London. Was ich persönlich für völligen Blödsinn halte, weil man erstens bisher den Carling Cup, für die großen Mannschaften ein absolut unwichtiger Wettbewerb, keine Aufmerksamkeit geschenkt hat und es zweitens sehr viel interessantere Spiele in der Premier League gibt. PREMIERE dann auch nur mit einem Spiel aus der englischen Liga an diesem Wochenende – neuer Tiefpunkt. Und zu allem Überfluss wählt man dann auch noch Chelsea gegen Wigan am Samstagnachmittag aus, wenn gleichzeitig Middlesbrough gegen Liverpool um den Anschluss an die Nichtabstiegsplätze kämpft. Und das alles nur weil ein durschnittlicher Fernsehsender einen durchschnittlichen Michael Ballack zeigen muss. Ich werde es nie verstehen.

Zumindest in der Champions League war es ja eine recht erfolgreiche Woche für die englischen Klubs. Drei Siege und ein Remis, alle vier Teams mit guten bis sehr guten Chancen für einen Einzug ins Viertelfinale. Und wenn es Sicht der Engländer ganz positiv klingen soll, kommen vier Mannschaften aus der Premier League ins Viertelfinale, einmal Bundesliga, Primera Division, Portugal und Griechenland. Und was die englischen Medien dann anstellen, will ich gar nicht wissen. Denn bereits gestern wurden die Teams – allen voran der FC Liverpool – in höchsten Tönen gelobt. Fazit in der britschen Presse: Alles andere als ein Sieger aus der Premier League oder eventuell der FC Barcelona wäre ein Weltwunder.

27. Spieltag in der Premier League also mit je vier Spielen am Samstag und Sonntag. Themenschwerpunkte vor allem der Abstiegskampf und der Wettbewerb um die direkte Qualifikation für die Champions League. Auch wenn das Xavier Mascherano anders sieht.

FC Everton – West Bromwich Albion

Ganz interessantes Spiel im Goodison Park, wenn Everton um den Anschluss an den UEFA-Cup Platz spielt und West Bromwich Albion versucht die Abstiegsplätze zu verlassen, was man aber nur schafft, wenn man mit sieben Toren Unterschied gewinnt. Aber man könnte ja immerhin den Abstand verkürzen. Die Toffees sind aber seit fünf Spielen ohne Niederlage daheim, also keine leichte Aufgabe für Tony Mowbray, dessen Mannschaft die letzten drei Partien verloren hat. West Broms nächste Aufgaben heißen Everton und Arsenal. Trotzdem spielt man gegen Ende der Saison noch fast alle direkten Konkurrenten im Abstiegskampf – aber da könnte die Mission schon fast aussichtslos sein. Zu allem Überfluss muss man auf Teixeira und Youssuf Mulumbu, zudem fehlt schon länger der Kapitän Jonathan Greening. Und damit fehlen WBA auch die notwendigen Tore.

FC Middlesbrough – FC Liverpool

Ja, ich weiß, Gareth Southgate ist immer noch Trainer beim FC Middlesbrough. Und nimmt man die aktuelle sportliche Lage als Gradmesser und die bisherigen Trainerentlassungen dieser Saison als Vergleichsobjekte, frage ich mich auch, warum Southgate noch im Amt ist. Scheinbar ist doch alles mit den Strukturen beim FC Middlesbrough zu erklären. Als Tabellenvorletzter mit 23 Punkten nach 26 Spielen und mit 14 Spielen ohne Sieg (davon acht Niederlagen) hat man eigentlich wenig Argumente auf seiner Seite. Für Liverpool geht es darum Platz 2 zu festigen. Das wird schon schwer genug. Liverpool und Meisterschaft habe ich erstmal abgeschrieben. Fernando Torres fällt für das Gastspiel im Riverside Stadium aus.

FC Chelsea – Wigan Athletic

PREMIERE live, Samstag ab 15:55 Uhr; Kommentar: Sven Schröter

Na ja, gut, ich gebe zu, zumindest die erste Halbzeit bei Aston Villa und auch die ersten 40 Minuten in der Champions League gegen Juventus durchaus ansehbar von Chelsea waren, aber da gleich von einer Trendwende zu sprechen, halte ich für zu verfrüht. Vielleicht sind wir nach dem Spiel  gegen Wigan Athletic etwas schlauer. Wigan steht im trostlosen Mittelfeld der Tabelle, frei von Sorgen und Ängsten

Gleiche Voraussetzungen wie bei der Partie an der Stamford Bridge gibt es im Emirates Stadium bei FC Arsenal – FC Fulham. Die Gunners wollen Platz 5 sichern, eventuell sogar noch einmal Aston Villa auf Platz 4 angreifen. Für Fulham gilt dasselbe wie für Wigan. Im gesicherten Mittelfeld, man kann die großen Teams ärgern. Am Sonntag Abstiegskampf mit Hull City – Blackburn Rovers. Die Tigers sind nach der Niederlage im Monday Night Game richtig fett drin im Geschäft. Man hat zwar noch sechs Punkte Vorsprung, aber die Tendenz der letzten Wochen und Monate ist erbärmlich. Und Blackburn hat auswärts zuletzt stets gute Leistungen gezeigt. Ein reizvolles Mittelfeldduell gibt es im Upton Park: West Ham United – Manchester City. Die Hammers wollen Wiedergutmachung für das Aus im FA-Cup. Die Bolton Wanderers können mit einem Sieg gegen Newcastle United endgültig durchatmen und die Magpies wieder ganz bedrohlich an die Abstiegsplätze befördern. Bei Aston Villa scheint derzeit so ein bisschen der Wurm drin. Niederlage nach schlechter Leistung gegen Chelsea, Aus im UEFA-Cup. Da kommt das auswärtsschwache Stoke City vielleicht gerade richtig.

Nächster Spieltag ist bereits am Dienstag und Mittwoch. Dann gibt es auch wieder eine ausführlichere Vorschau und Live-Bloggings zu den Spielen.

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Champions League 2008/2009 Achtelfinale Hinspiele, Inter – Man Utd und Arsenal – AS Rom

Dienstag, 24. Februar 2009 19:58

[22h40] Ich weiß noch nicht, ob ich es schaffen werde den morgigen Abend live zu bloggen. Ich versuche mich aber zu beeilen und rechtzeitig zuhause zu sein, versprechen möchte ich es aber nicht. Gute Nacht aus Hannover.

[22h38] Endstand FC Arsenal – AS Rom 1:0

Nur ein 1:0. Aber ohne Gegentor und gute Leistung, das das Positive für den FC Arsenal, der wirklich gut gespielt hat. Aber eben die Tore nicht gemacht.

Zweimal Remis in den anderen Spielen: Lyon-Barca 1:1 und Atletico-Porto 2:2

[22h36] Endstand Inter Mailand – Manchester United 0:0

Kein wirklich schönes Spiel, aber spannend. Von daher kann der neutrale Zuschauer es durchaus gutheißen, dass Man Utd seine Überlegenheit in der ersten Hälfte nicht zu einer deutlichen Führung genutzt hat. Inter in den ersten 45 Minuten unter aller Kanone.

[22h32] Drei Minuten Nachspielzeit in San Siro

[22h30] Und Rooney gleich mit der gelben Karte. Kommentar TuT: “Positiv verrückt.”

[22h29] Christiano Ronaldo hat sich heute Abend auch keine neuen Freunde gemacht.

[22h25] Mittlerweile ist das 0:0 für Man Utd teilweise sogar ein bisschen glücklich, Inter hatte in den letzten 10 Minuten einige gute Chancen. Rooney kommt für Park, etwas mehr als fünf Minuten noch. Würde mich wundern, wenn noch ein Tor fiele. Wenn dann eher für Inter.

[22h18] Seit langer Zeit mal wieder eine nennenswerte Chance für Man Utd, als Giggs sich durch die Abwehr tanzt, aber sein Schuss von Cordoba im letzten Moment geblockt wird. Viertelstunde noch in Mailand, ist mittlerweile ein eher zähes Spiel, zäh in dem Sinne, dass es zwar mehr Tempo gibt, aber nur wenige klare Chancen entstehen.

[22h16] Swansea führt im FA-Cup übrigens mit 1:0 beim FC Fulham. Und Coventry gegen Blackburn

[22h15] Atletico Madrid – FC Porto 2:2, Lisandro Lopez, 72. Minute

[22h13] Manchester United kann sich wieder besser befreien, relativ offenes Spiel in San Siro in der zweiten Halbzeit. Was den Red Devils im Moment fehlt, sind die klaren Torchancen. Bei Arsenal muss man sich fragen, wieviele Chancen man noch vergeben möchte. Unfassbar, dass es da nur 1:0 steht.

[22h10] Olympique Lyon – FC Barcelona 1:1, Thierry Henry, 68. Minute

[22h08] Ich denke mal, dass Jose Mourinho diesem Schiedsrichter nicht mehr über den Weg laufen will. Schiedsrichter Medina Cantalejo mit ganz schlechter Leistung. Schwalben sollte man schon von Fouls unterscheiden können – und natürlich umgekehrt.

[22h03] Gewohntes Bild im Emirates. Bendtner vergibt eine weitere Großchance, die englischen Kommentatoren wollen – nach der wütenden Stimme zu urteilen – wohl noch morgen den Ausreiseantrag für den Dänen stellen. Arsenal dem 2:0 klar näher als die Roma dem Ausgleich. Doni hält seine Mannschaft im Spiel.

[21h58] Man Utd schafft es nicht mehr die Außenbahnen so gut dicht zu machen wie in der ersten Hälfte, da haben Muntari und Stankovic auf links sehr viel mehr Platz. Und wenn TuT Cordoba nochmal mit langem, rollenden “R” spricht, werfe ich meinen Fernseher vom Balkon. Insgesamt ist der Anfangsdruck von Inter aber wieder etwas gesunken. Man Utd bekommt das Spiel wieder etwas besser in den Griff.

[21h54] Auch die Roma scheint den Schalter ein bisschen mehr in Richtung Offensive umgelegt zu haben. Arsenal steht aber defensiv kompakt, sodass Almunia noch nicht wirklich geprüft wurde.

[21h49] Inter in der Anfangsphase der zweiten Halbzeit schon mit mehr Torgefahr als in den ersten 45 Minuten zusammen. Adriano trifft nach Zuspiel von Cambiasso den Ball nicht richtig, knapp drüber, dann gibt es nach Flanke von rechts das Duell Ferdinand/Adriano im Strafraum. Der Brasilianer fällt zu leicht, kein Elfmeter. Aber mehr Action. Immerhin.

[21h47] Weiter geht es mit der zweiten Halbzeit

[21h34] Atletico und Lyon liegen bei ihren Auftritten vor eigenem Publikum knapp vorne, wobei Lyon gerade zu Beginn wohl ein echtes Feuerwerk an Chancen abgebrannt hat. Auf der Iberischen Halbinsel ist es der Tag der großen Geschenke.

[21h32] Halbzeit FC Arsenal – AS Rom 1:0

Mehr als verdiente Halbzeitführung für die Gunners. Gute Leistung, Applaus von den Fans. Nasri bei den Londoner mit starker Leistung. Roma nur mit einem gescheiten Angriff.

[21h31] Atletico Madrid – FC Porto 2:1, Diego Forlan, 45. Minute +2

[21h31] Halbzeit Inter Mailand – Manchester United 0:0

Inter mit einer erbärmlichen Leistung. Keine echte Torchance. Man Utd konnte die zahlreichen Chancen nicht nutzen.

[21h27] Sehr sexy. Man Utd Fans in dunkelroten Parücken. Die können sich alle zwei Minuten die Haare raufen. Eigentlich unvorstellbar, dass Man Utd hier nicht führt. Vielleicht ein Wort zu Berbatov, den ich eben mal für fünf Minuten beobachtet habe. Vom Gesichtsausdruck immer so ein bisschen mürrisch, aber im Spiel durchaus aktiv, bringt sich ganz gut ein, hat es aber auch schwer als einzige Spitze. Wenn Sir Alex schlau ist, bringt er zur Halbzeit einen zweiten Stürmer.

Derweilen auf der Inter-Bank mehr Einsatz und Temprament als in der gesamten Mannschaft 43 Minuten lang. Figo, Toldo und Mourinho müssen zum Rapport beim spanischen Referee.

[21h21] FC Arsenal – AS Rom 1:0, Robin Van Persie, 37. Minute

Sehr viel besser kann man einen Elfmeter wohl nicht schießen. Van Persie mit links ins von ihm aus rechte untere Eck. Null Chance für Doni. Dann eben so. Arsenal belohnt sich für 30 starke Minuten. Und um ein Haar das 2:0, aber Van Persie bekommt seine Hereingabe nicht mehr richtig unter Kontrolle, zwei Roma-Verteidiger blocken und grätschen dazwischen.

[21h20] Elfmeter FC Arsenal

Mexes mit ganz blödem Foul an Van Persie, hakt und stochert ein bisschen. Van Persie nimmt den Kontakt dankend an und lässt sich – durchaus geschickt – fallen.

[21h19] Man muss den Gunners ja schon mal hochanrechnen, dass sie nicht – wie so oft – blind durch die Mitte agieren. Das hat sehr viel mehr Struktur und Ideenreichtum als sonst, Nasri weicht auf die Flügel aus, Van Persie lässt sich immer wieder zurückfallen und bindet seine Gegenspieler. Was Arsenal fehlt, ist der Knipser. Jemand, der in einer Flanke mal hineinsprintet, der die Lücke mit einem Distanzschuss findet. Sieht alles gut aus, bringt aber wenig ein. Wie so oft.

[21h12] Meine Güte, wieweit ist Inter von seinen Gegenspielern entfernt? Stellungsfehler von Rivas, Giggs auf halblinks ganz frei, Julio Cesar macht aber die kurze Ecke zu und reagiert klasse. Die Italiener müssten sich nicht wundern, wenn es hier 0:3 aus ihrer Sicht steht. Very special.

Und die nächste gute Chance für die Red Devils. Freistoß von Ronaldo aus knapp 25 Meter, klasse über die Mauer getreten, Ceasr mit den Fingerspitzen dran. Das war die siebte große Chance für die Gäste. 28 Minuten gespielt.

[21h10] Und der angeblich so große und tolle Zlatan Ibrahimovic sieht derzeit gegen Johny Evans keinen Stich. Man Ud bleibt spielbestimmend in Sani Siro.

[21h08] Auch wenn die Roma vorhin einmal kurz vor Manuel Almunia aufgetaucht ist, hat sich das Spiel im Emirates nicht grundlegend geändert. Arsenal macht weiter das Spiel ohne sich aber ganz große Chancen zu erspielen. Nasri übernimmt ein bisschen mehr die Initiative im Mittelfeld, spielt nicht stur auf halblinks, sondern weicht gerne auch mal auf rechts aus. Dann steht er sich zwar ein bisschen mit Eboue im Weg und zieht dann wieder in die Mitte, aber die Roma ist perfekt vorbereitet, von daher ist es an der Zeit, dass die Gunners für die ein oder andere Überraschung sorgen.

Atletico Madrid – FC Porto 1:1, Lisandro Lopez, 22. Minute

[21h02] Inters Auftritt lässt auch TuT nicht kalt, der schon verzweifelt nach Ursachen sucht. Der Grund ist so banal wie einfach:  Man Utd, die sowas von souverän und abgeklärt spielen. Ballsicher, gut und zielstrebig im Passspiel, stark im Zweikampf. Die Leistung des Teams von Jose Mounrinho erinniert so ein bisschen an eine Reisegruppe, die irgendwo auf ihrer Kaffeefahrt einen Bolzplatz gefunden hat und sich mal kurz die Beine vertreten will. Total passiv und teilnahmslos. Fast so wie damals im Spiel gegen Werder. Bloß steht jetzt der englische Meister gegenüber.

[20h58] Fast 70% Ballbesitz für die Gunners. Auch kein wirklich überraschender Wert. Wenn ich das richtig sehe, dann spielt der FC Arsenal im klassischen 4-4-2, sprich Van Persie als zweite Spitze. Die Roma steht ganz gut, lässt Arsenal viel Platz, greift erst ca. 30 Meter vor dem Tor konzentriert an. Und dann weiß Arsenal erstmal nicht weiter. Wenig Platz für Kurzpassfußball.

[20h55] Und wie geht es bei Arsenal weiter? Mit dem Auslassen guter Torchancen. Nasri passt nach tollem Lauf über die rechte Seite in die Mitte, wo Bendtner völlig frei steht. Doch der Däne kann den Ball nicht annehmen, die Roma kann klären. Flotter Beginn in allen Spielen bisher.

[20h52] Unfassbar hohes Tempo von Manchester United in den Anfangsminuten. Ronaldo mit tollem Kopfball nach einer Ecke, aber Cesar auf der Linie mit guter Reaktion. Und Fritz von Thurn und Taxis spricht von Ronaldo wie ein großes Monster, das Inter “zu bändigen habe”. Wird schwierig, wenn es so weitergeht. Ersten Minuten gehen klar an die Gäste.

Olympique Lyon – FC Barcelona 1:0, Juninho, 7. Minute

Auch die Franzosen mit starkem Auftakt. Einer der gefürchteten Freistöße des Brasilianers, Valdez verschätzt sich und der Ball geht in hohem Bogen ins lange Eck, Und Lyon mit Power-Play, Barca völlig von der Rolle.

[20h49] In Mailand erste gute Szene von Man Utd. Freistoß von Ronaldo, aber zu zentral direkt in die Hände von Julio Cesar.

Atletico Madrid – FC Porto 1:0, Maxi Rodriguez, 3. Minute

[20h47] Ach, gar nicht schön. Italienischer Kommentar auf Tonoption 2 in San Siro. Heißt wohl mit Fritz von Thurn und Taxis zu leben.

[20h45] Dann kann es ja losgehen. Man Utd in rot von rechts nach links. Und Konferenz in 16:9. Sehr schön.

[20h41] Will nicht zynisch klingen, aber die Fans des FC Arsenal haben mal wieder was zu jubeln. Die Teams betreten den gut aussehenden Rasen im Emirates.

[20h37] Die Aufstellungen in San Siro

Inter Mailand: Julio Cesar – Maicon, Rivas, Chivu, Santon – Zanetti, Cambiasso – Muntari, Stankovic – Ibrahimovic, Adriano

Manchester United: Van der Sar – O’Shea, Ferdinand, Evans, Evra – Fletcher, Carrick, Giggs, Park – Christiano Ronaldo – Berbatov

Tevez und Rooney nur auf der Bank – in einem Achtelfinale der Champions League! Scheinbar kann sich Sir Alex diesen Luxus leisten. Zumidest Tevez hätte ich von Beginn an erwartet. O’Shea und Evan rücken ins Team. Bei Inter das gewohnte Personal der letzten Wochen. Wenn man und Sir Alex so will, können beide in Bestbesetzung spielen.

[20h31] Die Aufstellungen im Emirates Stadium

FC Arsenal: Almunia – Sagna, Toure, Gallas, Clichy – Eboue, Denilson, Diaby, Nasri – Van Persie, Bendtner

AS Rom: Doni – Motta, Mexes, Loria, Riise – Perrotta, De Rossi, Brighi – Taddei, Julio Baptista – Totti

Bei den Gunners wieder Diaby für Alex Song. Eboue kommt formal für Ashavin, wenngleich er über rechts kommt. Bei der Roma ist Totti rechtzeitig wieder fit geworden. Vucinic erstmal nur auf der Bank.

[20h26] Wie gut ist beziehungsweise kann der FC Arsenal London noch Fußball spielen? Und das vor allem ohne Andrej Ashavin, der in der Champions League für die Gunners nicht spielberechtigt ist. Schaut man sich die Ergebnisse in der Liga an, fällt die Torarmut auf. Zuletzt gab es drei Nullnummern in Folge. Defensiv mag man zwar gut stehen, aber offensiv geht bei den Gunners gar nichts mehr. Klar macht sich da das Fehlen von Adebayor bemerkbar, aber vor allem Van Persie, Bendtner und Nasri schaffen es überhaupt nicht auch nur ansatzweise Torgefahr auszustrahlen. Da kommen Statements von Arsene Wenger, er habe mit seinen Spielern das Team der Zukunft vor sich, wie blanker Hohn. Nun ist auch die Roma bei weitem kein Synonym für druckvollen Angriffsfußball (welche italienische Mannschaft ist das überhaupt?). Heißt für Arsenal. Heute muss offensiv der Knoten platzen. Letzte Saison hatte man den AC Mailand im Achtelfinale vor der Brust. Dort spielte man im Hinspiel im Emirates 0:0, die Gunners gewannen dann auswärts mit 2:0. Aber in dieser Form solch eine Leistung zu wiederholen sehe ich sie momentan überhaupt nicht.

[20h19] Die beiden Tabellenführer der Serie A und Premier League heute also im direkten Duell in San Siro. Viel wurde vor dem Spiel vom Duell Jose gegen Fergie gesprochen, eher weniger über den sportlichen Aspekt des Spiels. Wenn man so will spielen zwei der drei besten Teams in Europa momentan, Barca heute Abend in Lyon. Sir Alex hat vor dem Spiel groß angekündigt auf Offensive und Sieg zu gehen.  Und vielleicht muss man diese Partie auch genau so angehen.

[20h06] Die Frage des Abends: Wieviele englische Mannschaften werden das Viertelfinale nicht erreichen? Auf der Insel bricht dieser Tage so ein bisschen die Panik aus, glaubt man doch derzeit nicht daran, dass alle vier Mannschaften das Viertelfinale erreichen. Von den heutigen Partien wird das am ehesten noch Manchester United zugetraut (und das sagt schon ein bisschen was über das aktuelle Standing der englischen Mannschaften). Inter ist ja nun wahrlich keine einfach Aufgabe. Aber gerade Arsenal zeigt derzeit alles andere als Konstanz und Stärke. Liverpool und Chelsea sind derzeit so ein bisschen die großen Unbekannten. Liverpool zuletzt mit sinkender Form, Chelsea wieder mit leicht steigender Verfassung. Wenn ich mich vor dem heutigen Spieltag festlegen muss, sage ich, dass Chelsea und Man Utd weiterkommen. Arsenal und Liverpool scheiden aus.

[20h02] Alle Probleme des Tage haben sich lösen lassen, auch das letzte, nämlich die Frage, wie ich parallel Eishockey und Fußball schauen soll. Da die Scorpions in Wolfsburg gerade alles machen, nur nicht Eishockey spielen, kann ich mich ganz in Ruhe der Champions League widmen. Passt in diesen wunderbaren Tag.

[19h59] Englisch-italienische Nacht 1. Teil. Guten Abend zu zwei ganz interessanten Partien im Achtelfinale der Champions League.

Thema: Champions League, Live-Blog | Kommentare (1) | Autor: medispolis

Premier League 2008/2009 26. Spieltag, FC Liverpool – Manchester City 1:1

Sonntag, 22. Februar 2009 17:57

Nachdem Manchester United am Samstagabend mehr oder weniger souverän die Blackburn Rovers mit 2:1 besiegte und damit den Vorsprung in der Tabelle auf den FC Liverpool auf acht Punkte vergrößerte, war der FC Liverpool heute im Heimspiel gegen Manchester City gefordert nachzulegen. Alles andere als drei Punkte wären eine kleine Vorentscheidung im Meisterschaftsrennen in der Premier League. Und die Voraussetzungen für die Reds waren rein statistisch gesehen gar nicht so schlecht. Seit 23 Spielen hat man an der Anfiel Road nicht mehr verloren, Manchester City gewann diese Saison bisher nur ein Auswärtsspiel und hat zuletzt in der Fremde stets fürchterliche Leistungen abgeliefert.

Die Reds mussten aber auf zwei absolute Leistungsträger verzichten. Steven Gerrard und Xabi Alonso fehlten verletzt beziehungsweise gesperrt. Kuyt stürmte neben Fernando Torres, Mascherano und Lucas übernahmen die zentralen Rollen im Mittelfeld. Mark Hughes stellte nach dem Motto “Angriff ist die beste Verteidigung” auf und bedorderte Steven Ireland in die Spitzen neben Robinho und Craig Bellamy.

Die erste Halbzeit gehörte in den ersten 30 Minuten ganz klar dem FC Liverpool. Man hatte mehr Ballbesitz, zeigte mehr Zug zum Tor, hatte aber nur wenige ganz große Torchancen. Die beste gab es nach knapp 20 Minuten, als eine Flanke von Dossena an Freund und Feind vorbeiging und letzlich erst auf der Linie von City geklärt werden konnte. Ansonsten agierte Liverpool aber zu umständlich in der Offensive. Fernando Torres sprang der Ball häufig zu weit weg vom Fuß, Riera vergab eine große Chance, weil er zu lange brauchte sich den Ball auf seinen starken linken Fuß zu legen. Von City war wenig zu sehen. Die Leistung glich den gewohnten Auftritten bei Auswärtsspielen. Erst nach einer halben Stunde hatte man urplötzlich die Führung auf dem Silberteller bekommen, als Ireland nach tollem Doppelpass das Zuspiel von Robinho wieder aufnimmt, aber kläglich an Reina scheiterte. Insgesamt keine wirklich gute Hälfte. Liverpool hätte aus den Chancen und den Spielanteilen sehr viel mehr machen müssen.

City kam besser aus der Halbzeit und ging gar nicht so unverdient in Führung in der 51. Minute. Robinho setzt auf links Vincent Kompany in Szene, der Bellamy findet. Der Schuss des Waliser wäre kein Problem für Reina gewesen, wäre nicht Alvaro Arbeloa in die Schussbahn gekommen und den Ball in hohem Bogen unhaltbar abfälscht. Die zweite gute Chance von City in diesem Spiel war gleichbedeutend mit der Führung. Danach war Liverpool komplett von der Rolle und jede Spitzenmannschaft – Manchester City ist das nicht – hätte hier den Reds schon den Knockout verpasst. Bezeichnend ein Schuss aus 30 Metern von Mascherano Mitte der zweiten Halbzeit weit über das Tor. Gerrard wurde schmerzlichst vermisst, kaum Kreativität und Spielfreude, kaum klare Chancen für die Gastgeber. Shay Given war nach 72 Minuten nicht einmal ernsthaft geprüft worden. Es ging wenig zusammen bei Liverpool und City bekam genau ihr Spiel. Halbwegs sicher stehen und den ein oder anderen Vorstoß nutzen für einen gefährlichen Konter. 15 Minuten vor Schluss – und Liverpool bekam immer noch nicht den Zug zum Tor. Der Meisterschaftszug schien abzufahren. Und auch wenn Liverpool in dieser Saison schon diverse Male nach Rückständen gewonnen hatte, eine Vietelstunde vor Schluss sah rein gar nichts danach aus. Das Spiel wurde ein bisschen hektischer und zerfahrener, alles sprach für Manchester City. Aurelio und Nabil El Zhar kamen in die Partie für Dossena und Riera – kaum positive Effekte. Fernando Torres stand alleine auf weiter Flur.

Liverpool schien am Boden – bis zur 78. Minute. Schneller Angriff über links – City passt überhaupt nicht auf – , Torres trifft in der Mitte die Flanke von Benayoun nicht richtig, aber Kuyt ist da und schiebt den Ball mit seinem siebten Saisontreffer über die Linie. Ausgleich 12 Minuten vor Schluss – und es sah gar nichts danach aus. Und Liverpool hatte noch genug Zeit für einen Siegtreffer, plötzlich suchte Liverpool auch wieder vermehrt den Weg nach vorne. Die Schlussoffensive begann. City stellte sich nur noch hinten rein und schlug lange Bälle auf Craig Bellamy, in der Hoffnung Liverpool auszukontern. Die Reds warfen mehr oder weniger alles nach vorne. Auch Benitez setzte alles auf eine Karte, brachte Babel als dritten Stürmer für Mascherano. Und fünf Minuten vor Schluss die beste Chance für Liverpool zum Sieg. Benayoun nimmt nach Kopfballablage von Torres den Ball volley, aber zu zentral auf das Tor, Shay Given reagiert glänzend. Von diesen Situationen gab es über das gesamte Spiel viel zu wenig. Drei Minuten Nachspielzeit wurden an der Anfiel Road angezeigt. City konnte den Ball in den letzten Minuten besser vom Tor fernhalten. Liverpool kam nur noch zu wenigen klaren Chancen.

Am Ende ein leistungsgerechtes 1:1, was für Liverpool natürlich viel zu wenig ist. In drei Wochen spielt man im Old Trafford. Schon dann kann sich fast endgültig entscheiden, wer englischer Meister wird. Sieben Punkte Vorsprung sind es aktuell. Und die Punktverluste von Liverpool heute waren absolut unnötig, weil man die wenigen Chancen nicht nutzte und überhaupt viel zu wenig Druck auf die City-Abwehr aufbaute. Schwere Zeiten für Liverpool. Die Diskussion um die Vertragsverlängerung mit Benitez, die Meisterschaft fast abgegeben und Mittwoch Champions League. Stürmische Zeiten an der Anfield Road.

Thema: Premier League | Kommentare (0) | Autor: medispolis

Unterstützt Jens Weinreich !

Sonntag, 22. Februar 2009 12:45

Ich denke die Auseinandersetzung zwischen Theo Zwaniger und dem DFB mit dem freien Sportjournalisten Jens Weinreich dürfte den meisten Leser meines Blogs bekannt sein. Auch wenn ich darüber hier noch nie einen Beitrag geschrieben habe, habe ich die Diskussion mit sehr viel Aufmerksamkeit, Interesse und Sympathie für die Arbeit und das Handeln von Jens Weinreich verfolgt.

Und auch wenn es jetzt diesmal wieder nur ein paar Worte an dieser Stelle sind: Unterstützt Jens Weinreich !

Thema: Zeitungen/Zeitschriften | Kommentare (0) | Autor: medispolis

Hallo, Echo?

Sonntag, 22. Februar 2009 11:02

“Und sie haben sich gefragt, warum es Bruce Darnell in der ARD nicht geschafft hat? Ich glaube sie haben es eben gesehen.”

Oliver Pocher zum Auftritt von Bruce Darnell bei der gestrigen Echo-Verleihung in Berlin

Und wenn ich schon so einen Spruch als Highlight einer 3-stündigen Sendung in Erinnerung behalte, dann sagt das vieles über die Qualität der Echo-Verleihung in der ARD aus. Es war sicherlich nicht alles schlecht gestern Abend. Die Live-Auftritte waren größtenteils wirklich gelungen, allen voran Udo Lindenberg, U2 und Razorlight, und auch Silbermond hat mir einigermaßen gefallen.

Aber ansonsten war es eine fürchterliche Show. Eine überforderte Barbara Schöneberger, die irgendwie das Ziel hatte Oliver Pocher an Sprüchen zu überbieten, versuchte cool, dynamisch und witzig zu wirken – und dabei grandios scheiterte. Wieso können Moderatoren nicht einfach so sein, wie sie wirklich sind? Warum muss man sich für solche Anlasse immer irgendwie verstellen? Absolut nicht nachvollziehbar. Oliver Pocher moderierte halt so wie er es auch sonst tut. Von daher fand ich das zwar kein wenig besser, aber eben glaubwürdiger und vorhersehbar. In so einer Show geht es ja in aller erster Linie um Musik und die Ehrung von Musikern. Die Moderatoren sollten eine angenehme Begleitung für den Abend sein, mehr nicht. Das hätten man den beiden vielleicht mal sagen sollen.

Na ja, und ich kann es bis heute nicht verstehen, dass da Musiker ans Mikrofon treten und nicht einen vollständigen Satz sagen können, nicht irgendetwas was außerhalb des “Hallo”, “danke” und “viel Spaß noch” ist. Keine Anekdote, keine kleine Geschichte. Furchtbar. Und die Laudatoren waren keineswegs besser. Irgendwas vorbereitet, spezifisch für “ihre” Kategorie, die sie vorstellen. Absolut null. Uninspiriert, wenig kreativ. Und was macht eigentlich Christian Wulff da? Entschuldigung, wenn ich das so drastisch sage, ich schätze Herrn Wulff für seine politische Arbeit, aber das gestern Abend war an Peinlichkeit nicht mehr zu überbieten.

Und wenn man es dann noch nicht mal schafft, zwei wichtige Kategorien wie unter anderem “Beste Gruppe Rock/Pop International” vorzustellen, ist das ein weiteres Armutszeugnis. Denn auf diese Kategorie hatte ich gewartet, weil Coldplay nominiert war. Ich wussste, dass sie wegen der bevorstehenden Australien-Tournee nicht in Berlin sein werden, aber ich dachte, man sagt wenigstens, dass sie den Echo bekommen haben und spielt eine kleine Videobotschaft sein. Beste Gruppe Rock/Pop International ist ja keine ganz unwichtige Kategorie, aber sie überhaupt nicht zu erwähnen, ist schon merkwürdig. Da musste ich erst im Internet nachschauen, ob Coldplay gewonnen haben. Das hat meine Ansicht über diesen Abend nicht gerade verbessert. Aber hauptsache Bruce Darnell darf fünf Minuten Müll zu Protkoll geben.

Die Zuschauer haben es der ARD gedankt, 1,5 Millionen Zuschauer weniger. Da wirbt man im Einspieler mit dem Slogan “wichtigster Musikpreis Europas” – was schon mal gar nicht sein kann, denn das ist der Brit Award – und dann kommen solche drei Stunden heraus. Wie gesagt, es war nicht alles schlecht, aber vieles. Die ARD hat sich keinen Gefallen getan das zu übertragen, wobei für die schlechten Dankesreden und Laudatoren kann der Sender nun nichts. Man feierte sich selbst gestern, aber der Großteil war wohl schon zu blind um zu sehen, wie schlecht diese Show wirklich war. Und wenn ich jetzt lese, dass die ARD eine Samstagabendshow mit Oliver Pocher plant, wird mir ganz übel. Aber gut, nach unten ist  noch ein bisschen Spielraum.

Thema: TV und Radio | Kommentare (4) | Autor: medispolis

Premier League 2008/2009 26. Spieltag, Aston Villa – FC Chelsea 0:1

Samstag, 21. Februar 2009 15:40

Ich hatte eigentlich schon einen längeren Blogbeitrag zum wundersamen Aufstieg von Aston Villa in der Pipeline, habe aber mit der Veröffentlichung immer wieder gewartet, zumal in den letzten Tagen die Formkurve der Villens etwas nach unten sank. Bisher hatte ich immer den Eindruck, dass das Team von Martin O’Neill mehr oder weniger alles für ihre Verhältnisse zu Gold machen konnten in dieser Saison. Diese Vorstellung musste ich zuletzt ein bisschen revidieren. Im FA-Cup beim FC Everton fiel die komplette Innenverteidigung aus und Villa zeigte bis dato unbekannte Schwächen in der Defensive. Im UEFA-Cup gab es nur ein mageres 1:1 gegen ZSKA Moskau. Auch in Birmingham stößt man also an seine Grenzen.

Jetzt stand die nächste Bewährungsprobe in der Liga bevor, das Spitzenspiel gegen den FC Chelsea London im heimischen Villa Park. Für beide Teams geht es noch um die direkte Qualifikation für die Champions League. Ein Sieg für die Blues würde bedeuten, dass sie an Aston Villa in der Tabelle vorbeiziehen würden. Oder anders ausgedrückt: Chelsea gibt sich noch nicht geschlagen und Villa bekommt weiterhin seine Grenzen aufgezeigt. Doch zumindest in der Liga dürfte das Selbstvertrauen der Gastgeber groß sein. Seit 13 Spielen ist man ungeschlagen, Chelsea verlor nur zwei der letzten 10 Spiele. Ein echtes Spitzenspiel also.

Vor der Begegnung das übliche Taktieren in den Medien. Villa-Manager Martin O’Neill gab die Favoritenrolle komplett an die Blues, die sehr viel mehr unter Druck stehen würden als Aston Villa. Guus Hiddink stand zum ersten Mal an der Seitenlinie für die Londoner und musste auf den gesperrten Ashley Cole verzichten. Dafür kehrte John Terry nach abgelaufener Sperre ins Team zurück. Bei Aston Villa war die medizinische Abteilung vor allem mit zwei Spielern beschäftigt. Emile Heskey und James Milner, zuletzt in glänzender Form, waren fraglich vor dem Spiel.

Sonnenschein, blauer Himmel im Villa Park. Fast schon Frühling. Heskey und Milner wurden rechtzeitig fit, Carlos Cuellar bekam in der Defensive den Vorzug vor Ricardo Gardner. Für mich völlig überraschend spielte Paulo Ferreira für Ashley Cole auf links, im Sturm das Duo Drogba und Anelka. So ein bisschen schon die neue Handschrift von Guus Hiddink. Und die zeigte sich dann auch auf dem Platz. Chelsea war nicht wiederzuerkennen im Vergleich zu den Leistungen der Scolari-Ära. Schnell, direkt, flexibel mit Zug zum Tor. Man hat sehr früh das Kommando übernommen, was nicht heißen soll, dass Villa gar nicht an diesem Spiel teilnahm. Aber die besseren Chancen oder Chancen überhaupt hatte nur der FC Chelsea. Lampard zog im Mittelfeld die Fäden, Drogba und Anelka waren beide sehr engagiert. Bei Villa ging aus dem Spiel heraus so gut wie gar nichts. Umständlich beim letzten Platz in die Spitze, über die Flügel längst nicht so druckvoll wie gewohnt. Quasi folgerichtig dann auch die Führung der Gäste in der 19. Minute durch Nicolas Anelka. Lampard dribbelt sich durch zwei Villa-Spieler durch und hat dann noch das Auge für den in die Schnittstelle der Abwehr sprintenden Anelka, der per Lupfer über den herauseilenden Brad Friedel diesen wunderschönen Spielzug abschließt. Danach verstanden es die Blues die Räume sehr eng zu machen, Villa hatte wenig Platz zum Kombinieren. Die beste Chance der ersten Hälfte für Aston Villa deshalb auch nach einer Standardsituation. In der 33. Minute trifft Ashley Young mit einem tollen Freistoß nur die Querlatte. Das war dann zumindest so ein bisschen die Initialzündung für einen kleinen Schlussspurt gegen Ende der ersten Hälfte, aber wieder nur gefährlich nach Ecken und Freistößen, wenig Strukturiertes aus dem Spiel heraus. Aber man konnte Chelsea immerhin am eigenen Strafraum beschäftigen, zumal die Blues bei den Flanken alles andere als sicher wirkten. Insbesondere Peter Cech macht für micht seit Wochen alles andere als eine souveräne Figur bei hohen Bällen.

Also 1:0 zur Pause für die Gäste aus London, die sich klar formverbessert gezeigt haben. Villas Stärken wurden exzellent aus dem Spiel genommen. Ein Quantensprung gegenüber vorheriger Leistungen der Blues. Verdiente Führung für Chelsea, Villa konnte nur in den letzten 15 Minuten Druck auf den Kasten von Peter Cech ausüben. Und dass Villa in der zweiten Halbzeit durchaus Rückstände aufholen kann, weiß Arsenal London am besten.

Die Gastgeber kamen besser und zielstrebiger aus der Halbzeit, besonders über links brachte Villa mehr Druck auf Bosingwa, der sich unter Dauerbeschäftigung sah. Höhepunkt der Offensive nach der Halbzeit die Doppelchance in der 53. Minute, als erste Agbonlahor völlig freistehend an Cech scheiterte und nach der anschließenden Ecke Millner völlig frei nicht das Tor traf, sondern den Fuß von Drogba. Danach verflachte die Partie, Villa bekam wieder den Trott der ersten 30 Minuten, Chelsea nahm nicht die letzte Konsequenz auf ein 2:0 zu gehen. So schwebte das Spiel so vor sich hin. 20 Minuten vor Schluss war es eine Glanzparade von Cech nach tollem Schuss von Barry, der die Fans im Villa Park wieder aufwachen ließ. Martin O’Neill setzte alles auf eine Karte, brachte mit John Carew einen Stürmer für Curtis Davies. 20 Minuten vor Schluss war die Partie weitesgehend ausgeglichen, aber insgesamt war die zweite Hälfte nicht mehr wirklich anzuschauen. Es wirkte teilweise so, als befinde man sich noch in der Findungsphase dieses Spiels, zu viele Fehler und Ungenauigkeiten auf beiden Seiten. Villa versuchte zwar immer wieder mal nach vorne zu spielen, aber alles wirkte zu zaghaft, Peter Cech wurde kaum geprüft. Chelsea spielte das dann mehr oder weniger locker und lässig über die Zeit.

Alles in Allem gewinnt der FC Chelsea also verdient bei Aston Villa mit 1:0. In der Tabelle überholt man das Team von Martin O’Neill und ist jetzt Dritter. Guter Einstand für Guud Hiddink, der – so scheint es – Chelsea wieder mehr Leben und Leidenschaft auf dem Spielfeld vermitteln konnte, und wenn es als positives Beispiel auch nur die Spieler auf der Torlinie bei gegnerischen Ecken sind. Wir haben heute nicht die Villens gesehen, die zu Recht dort oben spielen. Aber es kann ja auch nicht immer klappen. Heute hatte man sich das Glück auch nicht erarbeitet. Villa verliert zum ersten Mal seit dem 9. November 2008.

Am angenehmsten für viele Fans war in der zweiten Halbzeit der Sonnenschein und die 12 Grad im Villa Park.

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Zitat des Tages: Samstag, 21. Februar 2009 – Hoffnung für die Mitarbeiter von Opel

Samstag, 21. Februar 2009 12:35

In Deutschland ist über  Hilfen für Opel ein Streit entbrannt. Während die vier Bundesländer mit Opel-Werken sich dazu bereit erklärt haben, zeigt sich die Bundesregierung bislang zurückhaltend und will auf das GM-Finanzkonzept warten.

In der Union mehren sich aber die kritischen Stimmen. Der Sprecher des Parlamentskreises Mittelstand der Union, Michael Fuchs, warnte davor, Opel mit Staatsbürgschaften abzusichern: „Das Geld wandert sofort in die USA, dem können wir nicht zustimmen“, sagte er der Berliner Zeitung. „Eine Insolvenz von Opel wird nicht zu vermeiden sein.“ Für die Opel-Mitarbeiter sei dies nicht problematisch: Diese seien erstens gut abgesichert und hätten außerdem als begehrte Fachleute gute Aussichten auf einen neuen Job.

[Hervorhebung von mir] [via Berliner Zeitung]

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Rätselraten an der Ampel

Mittwoch, 18. Februar 2009 21:37

Ich fuhr heute Morgen mit dem Fahrrad zur Arbeit, durch die kalte Luft und mit dem Sonnenaufgang über Hannover im Hintergrund ging es 30 Minuten in die Stadt. Mir war selten so kalt wie heute Morgen. Meine Ohren waren schon nach wenigen Minuten eingefroren, irgendwann waren Beine und Füße teilweise nicht mehr spürbar.

Auf halber Strecke warte ich an einer großen Kreuzung an der Ampel. Plötzlich hält neben mir mit extrem starker Bremse eine junge Frau, dick eingepackt, weiße Mütze, Handschuhe und bunter Schal. Ihr langes blondes Haar weht ein bisschen über ihre Schultern und in ihr Gesicht. Ich höre auf zu summen, und stelle meine Musik auf dem i-Pod etwas leiser und schaue kurz zu ihr rüber. Das Gesicht kenne ich doch irgendwo her, meine ich, denke ich. Ich schaue sie noch mal ein bisschen länger an – doch dann ist grün und sie braust davon. Kurze Zeit später wieder die nächste Ampel, wieder zwei Minuten warten. Ich komme 10 Sekunden später an als sie, selten jemanden gesehen, der so schnell fährt. Ich dachte, ich fahre immer schon schnell. Ich nehme meine Kopfhörer aus den Ohren, schaue zu ihr rüber, lächele sie an. Sie nimmt ihr Kopfhörer raus, lächelt zurück. Ich frage: “Sag mal, ohne dir zu nahe treten zu wollen, aber ich bin mir sicher, wir kennen uns. Aber frag mich nicht, woher.” Sie antwortet: “Geht mir auch so, komisch.” Und schon sind ihre Kopfhörer wieder in den Ohren, sie setzt ihre Mütze wieder auf, und ihre langen blonden Haare wehen wieder im Fahrtwind. Und schon ist sie weg, ich versuche dran zu blieben. Das will ich jetzt geklärt wissen. Jetzt gibt es mal länger keine Ampel, ich denke stärker nach, und ich meine, es würde mir wieder einfallen. Ich lege an Geschwindigkeit zu, und schaffe es sie einzuholen. Ihr Mountain Bike glitzert in den Sonnenstrahlen. Ihr bin wieder auf ihrer Höhe, Kopfhörer raus, rüberschauen, kurzes Lächeln.

Sie macht es ebenso. Ich frage: “Sag mal, hast du mal in Bremen gewohnt oder bist öfter mit dem Zug von dort nach Hannover gefahren? Auch kurz vor Weihnachten? Kann das sein, dass ich dir damals deinen schweren Koffer die Treppe runtergetragen habe? Sie antwortet: “Ja, stimmt genau, du warst das. Ja, ich habe in Bremen gewohnt und arbeite jetzt in Hannover.” Ich: “Ich bin da einfach nicht drauf gekommen, aber ich habe mich sofort an dich erinnert.” Ampel geht auf grün, sie braust fast schon wieder los, nicht um mir vorher noch ihre Karte in die Hand zu drücken. “Ruf mal an, wir können uns auf einen Kaffee treffen.” “Ja klar, gerne, ich melde mich.” Und schon war sie wieder weg.

Kurz vorm Büro kommt mir der Chef entgegen. “Was machen Sie denn schon hier, Sie haben doch noch 10 Minuten.” Tja, da hat meine Fahrradfahrt heute etwas weniger lang gedauert. Heute Nachmittag habe ich sie im Büro angerufen. Morgen gibt es einen Kaffee nach Feierabend. Und dann geht es sicherlich ganz gemütich mit dem Fahrrad aus der Stadt raus. Wobei so ganz kann ich mir das noch nicht vorstellen. Aber vieleicht kann sie ja auch langsamer fahren. Wenn ich schon solange ihretwegen gerätselt habe, muss es ja auch für morgen noch eine Überraschung geben.

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Premier League 2008/2009 Preview Manchester United – FC Fulham

Dienstag, 17. Februar 2009 22:40

Eigentlich braucht man über das Nachholspiel des dritten Spieltages in der Premier League zwischen Manchester United und dem FC Fulham gar nicht so viele Worte verlieren. Da kommt das Team ins Old Trafford, das diese Saison noch keinen Auswärtssieg eingefahren hat, da findet die Partie statt, die in den letzten acht Aufeinandertreffen nur den Sieger Manchester United kannte, und Fulham reist zu dem Team, das die letzten neun Pflichtspiele alle gewonnen hat. Alles als ein Sieg von Manchester United wäre eine mittelschwere Sensation.

Und selbst wenn man im Cravan Cottage spielen würde – Fulham ist dagegen zuhause eine Macht, das ist auch der Grund, warum sie im Mittelfeld der Tabelle stehen- könnte man immer noch sehr zuversichtlich auf Manchester United setzen. Die Red Devils schweben derzeit auf einem Formhoch wie schon lange nicht mehr. Vorne erzielt man regelmäßig ein, zwei Tore – und hinten scheint das Tor zumindest in der Premier League wie vernagelt. Im FA-Cup musste man bei Derby County erstmals seit langer Zeit wieder ein Gegentor schlucken. Würde Man Utd morgen Abend zu null spielen, wäre man in der Premier League seit 1302 Minuten ohne Gegentreffer. Ein weiteres Spiel braucht es noch für den europäischen Rekord. Wenn sich Fulham also nachhaltig empfehlen will für den Spielverderber des Abends, stellt man sich 90 Minuten hinten rein und versucht ein Tor zu schießen um dann am Ende 1:3 zu verlieren. So in etwa könnte der Abend aussehen.

Können wir denn wenigstens etwas Spannung für dieses Spiel erzeugen? Wenn man ehrlich ist, eigentlich nicht. Und ich müsste mich schon an Heimspiele von Manchester United gegen Middlesbrough oder Sunderland im Dezember erinnern um Manchester United auch nur irgendeine Formschwäche andichten zu wollen. Trotzdem kann die Partie durchaus interessant werden, was davon abhängt, wieviel Leidenschaft und Mut Fulham in die Waagschale wirft. Zumal auch nicht so viel zu verlieren hat. Drei Punkte im Old Trafford hat Roy Hodgson sicherlich nicht im Plan mit einberechnet, da zählen eher die nächsten drei Heimspiele gegen West Brom, Hull und Blackburn. Wenn man dort sieben Punkte holt, spielt man auch nächste Saison in der Premier League. Ein Punktgewinn am Mittwochabend im Old Trafford würde zumindest den Druck siegen zu müssen für diese Spiele etwas nehmen. Für Manchester United geht es einfach nur darum die Tabellenführung auszubauen. Mit einem Sieg würde man den Vorsprung auf fünf Punkte gegenüber Liverpool auf Platz 2 ausbauen und nochmal ein Ausrufezeichen im Meisterschaftskampf setzen. Und fast zwei Wochen ist die Tabelle dann auch bereinigt von Nachholspielen, ehe die Red Devils wegen des Carling Cup Finales gegen Tottenham mit dem Ligabetrieb wieder aussetzen müssen.

Zumindest auf einen Spieler kann man Mittwochabend mal etwas genauer beobachten. Der Franzose Olivier Dacourt, ausgeliehen von Inter Mailand bis zum Ende der Saison, bestreitet für den FC Fulham sein zweites Spiel in der Premier League. Gegen Wigan wurde er zur zweiten Halbzeit eingewechselt und machte ein gutes Spiel. Und für genau solche Spiele hat man sich die Erfahrung eines Dacourt geholt, mal sehen, wir sehr er seiner Mannschaft die auf dem Platz weitergeben kann.Manchester United wird wie auch schon in den letzten Wochen auf seine beste Mannschaft zurückgreifen können, Wayne Rooney sitzt nach seiner Verletzung wieder auf der Bank. Bei Fulham sind zwei Leistungsträger fraglich. Bei Verteidiger Paul Konchesky und Stürmer Andy Johnson wird kurzfristig entschieden, ob sie spielen können.

PREMIERE überträgt das Nachholspiel am Mittwochabend live um 20:55 Uhr.

Thema: Premier League | Kommentare (0) | Autor: medispolis