Bremen-Alltag-Hannover, Hannover-Alltag-Bremen
Nach vier Wochen Arbeit in Hannover heute wieder der erste Arbeitstag in Bremen – und ehrlich gesagt, es fiel mir schwer in den eigentlichen Alltag zurückzukommen. Ich habe nie wirklich große Begeisterung und Sympathie für meine Heimatstadt Hannover empfunden. Klar, es gibt auch die schönen Ecken, die ich so unglaublich gerne mag, sei es der Maschsee, das Joggen durch die Eilenriede oder die Kneipen in der Südstadt, das Schlendern über den Lindener Marktplatz oder die Cafés auf der Lister Meile. Aber ansonsten stehe ich mit Hannover nicht unbedingt auf einer Stufe. Die Innenstadt zwischen Hauptbahnhof, Kröpcke und Landtag ist teilweise so das ziemlich Hässlichste, was ich städtebaulich kenne. Hannover fehlt einfach so ein bisschen das Flair, gerade in der Innenstadt, ein bisschen die Sympathie der Gäste, die Harmonie im Stadtbild. Es wird ja jetzt einiges in Angriff genommen, aber bis es dort eine sichtbare Verbesserung gibt, dürften noch 10 Jahre vergehen.
Totzdem waren die vier Wochen in Hannover unendlich schön, nette Kollegen, nettes Projekt – und bei meinem morgenlichen Spaziergang durch die City habe ich einfach die Augen zugemacht. Aber es war einfach mal Abwechselung, neue Gesichter auf dem Weg zur Arbeit, neue Wege, neue Gedanken.
Heute dann wieder der erste Arbeitstag in Bremen, mit der Straßenbahn an den Villen von Schwachhausen vorbei, über den auch in Bremen eher unschönen Bahnhofsvorplatz, weiter durch die City zur Domsheide, vorbei am Dom und Rathaus. Sieht schöner aus als in Hannover, zumindest das Stadtzentrum.
Nach Feierabend ging ich durch die Obernstraße, weiter über den Domshof zum Schüsselkorb, Nieselregen, graues Wetter, Laune zwar gut, aber Wetter und Atmosphäre fürchterlich. Und ganz plötzlich bekam ich ein bisschen Sehnsucht nach Hannover. In Bremen setzt jetzt wieder der graue Alltag ein, zumindest auf dem Weg zur Arbeit. Gleiche Bahn, gleiche Leute. Ich will endlich Frühling, Sonne morgens, mit dem Fahrrad in die Stadt fahren, vobei an den wartenden Leuten an den Haltestellen. Ich muss mir was überlegen, wie ich den Arbeitsweg morgens bis dahin abwechselungsreicher gestalten kann. Vielleicht auch mal bei Regen mit dem Rad fahren? Etwas eher fahren, kleinen Umweg in der Stadt machen?
Und ich will einen Maschsee im Stadtzentrum von Bremen, und eine Altstadt mit Flair in der City von Hannover. Und überhaupt endlich Sonne.
Und ach ja, an die ältere Frau in der 4 heute morgen. Sie saßen auf meinem Platz. Da sitze ich eigentlich immer. Der Platz ist Kopernikusstraße normalerweise immer noch frei. Immerhin habe ich heute in der Straßenbahn woanders gesessen.


Dienstag, 3. März 2009 7:07
Wenn Du an der Kopernikusstraße warst, bist du aber nicht mit der 4 gefahren, sondern mit der 6 oder 11 ;)
Sonne will ich auch haben, auf die Altstadt kann ich verzichten. Wenn ich schon den Maschsee hab, was will ich dann mehr? Außerdem ist der Vergleich meiner Meinung nach unfair. Hannover hat nun mal im Krieg stark gelitten, während Bremen gut weggekommen ist.
Dienstag, 3. März 2009 17:34
Na ja, wenn ich in Hannover in der Kopernikusstraße einsteige, benutze ich in der Tat die 6 oder 11. Wenn ich aber in Bremen in der Kopernikusstraße einsteige – was ich gemacht habe – , dann nehme ich die 4 respektive die 4S am Morgen.