Beiträge vom 18. März 2009

Die BBC diskutiert über Blogs

Mittwoch, 18. März 2009 21:34

Die BBC hat heute mitgeteilt, dass sie einen kleinen Relaunch ihrer Blogs vorgenommen hat. Etwas übersichtlicher, etwas freundlicher. Die Blogs sollen zentraler Bestandteil des BBC-Nachrichtenangebots werden.

Stephen Mitchell, stellvertretender Direktor bei BBC News, erklärt im Video die Rolle von Blogs und ihre Bedeutung für die BBC. Mit dabei in der Diskussion zugeschaltet ist Stephen Glover, der unter anderem für die Daily Mail schreibt und wahrlich kein Freund der BBC ist. Er halte es für bedenklich, wenn bei der BBC Journalisten bloggen und somit ihre Ansichten in der ehe schon meinungsstarken, teilweise meinungsbeherrschenden Stellung der BBC verwirklichen können. Und so entsteht eine kurze, aber lebhafte Debatte über Blogs als Medium zur Informationsaufbereitung und subjektiver Meinungsmache. Es lohnt sich die fünf Minuten anzuschauen.

Das Video gibt es hier.

Thema: TV und Radio, Zeitungen/Zeitschriften | Kommentare (0) | Autor: medispolis

Die Kommunikationsstrategie für die Europawahl 2009

Mittwoch, 18. März 2009 8:17

Das Europäische Parlament hat gestern für die versammelten Medien die Kommunikationsstrategie des Parlaments für die Europawahlen vom 04.-07. Juni 2009 vorgestellt. Kommunikationsstrategie mag auf den ersten Blick nach etwas Revolutionärem klingen, was es eigentlich nicht ist. Vielmehr geht es darum, die europaskeptische Bevölkerung für die Wahl Anfang Juni zu motivieren. Ob das alleine über Kommunikation gelingt, wage ich zu bezweifeln.

Das Motto des Europäischen Parlaments lautet: Europa stehe vor schweren und umfassenden Herausforderungen, und nur wer wählen geht, hat eine Chance die Politik und die Haltung der Europäischen Union gegenüber diesen Herausforderungen mitzubestimmen. Europa gibt sich einen kleinen demokratischen Anstrich. Die Vizepräsidenten des Europäischen Parlaments, die Spanierin Alejo Vidal-Quadras, bringt es zusammenfassend auf den Punkt:

“The single message of the campaign is about choice. It is not designed to appeal to citizens’ civic duty, but to highlight that there are major policy choices confronting the EU which will impact on people’s lives, that these choices are decided at European level with the Parliament playing the leading role.”

Das Europäische Parlament hat eine Liste der Herausforderungen für die Legislaturperiode 2009-2014 zusammengestellt, unter anderem Klimapolitik, Immigration und auch Terrorismus und Sicherheit in der Europäischen Union. Bezeichnend, dass die größte Herausforderung der EU in diesen Tagen, der Vertrag von Lissabon, ganz am Ende steht. Was soll man dazu noch sagen.

Wie sieht die Kommunikationsstrategie des Europäischen Parlaments nun aus?

  • Es wird zahlreiche Motive geben, die die Herausforderungen der EU zeigen. Das ganze soll wie ein schwarzes Brett funktionieren. Also werden die Schulen und politischen Institutionen in den nächsten Wochen wohl mit Flyer zugeschüttet.
  • Dann gibt es Wahlplakate in den Straßen der größten Städte Europas mit Themenschwerpunkt Enegiepolitik, Migration, Verbraucherschutz und Sicherheit.
  • Eine Art “Kummerkasten” für Europas Bürger. Die Meinungen werden dann regelmäßig ausgestrahlt, auch über den Youtube-Kanal des EP.
  • Anzeigen in Fernsehen und Radio
  • Website zu den Europwahlen 2009. Hier die deutsche Version.
  • Und man ist auch im Netz vertreten. Spezielle Sonderseiten auf Facebook und MySpace, Bilder auf flickr, spezieller Youtube-Channel, EU Tube.

Klingt für mich von den reinen Formalia erstmal gar nicht so schlecht. Dann bin ich mal auf die Motive und die Umsetzung gespannt. Denn darauf kommt es letztendlich an, ob sich die Bürger Europas von der Kampagne auch angesprochen fühlen.

Thema: Politik International, Zeitungen/Zeitschriften | Kommentare (0) | Autor: medispolis

Zitat des Tages: Mittwoch, 18. März 2009 – Hans Zach droht mit Rücktritt

Mittwoch, 18. März 2009 7:21

Es knistert bei den Hannover Scorpions. Gestern nach dem Spiel soll Trainer Hans Zach – einem Bericht der HAZ von heute zu entnehmen – ausgeflippt sein und einen Rundumschlag gegen die Vereinsführung der Hannover Scorpions begonnen haben. Er wollte sogar einen Rücktritt nicht ausschließen.

“Wir haben die Halle mit überragenden Leistungen vollgespielt, hatten zweimal 10.000 Zuschauer, einmal 8.000 Zuschauer. Und jetzt, in den wichtigsten Spielen des Jahres, spielen wir vor halbleeren Rängen. Wenn ich lesen muss, dass Jugendliche, Rentner und Behinderte Probleme haben ermäßigte Karten zu bekommen, dann ist das ein Eigentor sondergleichen. Wenn wir als Mannschaft einen Fehler machen, dann versuchen wir ihn auszubügeln. Davon merke ich hier nichts. Dass die Mannschaft teuer ist, das wusste man ja vorher. “

Vom Reporter angesprochen, ob diese deutlichen Worte möglicherweise Konsequenzen für ihn haben könnten, antwortete Hans Zach:

“Es traut sich ja keiner etwas zu sagen. Aber ich bin total auf Seiten der Fans. Und wenn jemand etwas sagt, dann ist mir das auch egal – dann höre ich eben nach der Saison auf.”

Dem ist eigentlich nichts hinzuzufügen. Man kann nur hoffen, dass die Scorpions mit ein bisschen Wut im Bauch ins Spiel 4 am Freitag gehen. Das Team und vor allem Hans Zach haben Besseres verdient.

Wer nicht weiß, warum die Fans der Hannover Scorpions derzeit so verärgert sind, dem sei noch einmal ein etwas älterer Bericht in der Hannoverschen Allgemeinen Zeitung empfohlen.

Thema: Sport | Kommentare (3) | Autor: medispolis