Die Kommunikationsstrategie für die Europawahl 2009

Das Europäische Parlament hat gestern für die versammelten Medien die Kommunikationsstrategie des Parlaments für die Europawahlen vom 04.-07. Juni 2009 vorgestellt. Kommunikationsstrategie mag auf den ersten Blick nach etwas Revolutionärem klingen, was es eigentlich nicht ist. Vielmehr geht es darum, die europaskeptische Bevölkerung für die Wahl Anfang Juni zu motivieren. Ob das alleine über Kommunikation gelingt, wage ich zu bezweifeln.

Das Motto des Europäischen Parlaments lautet: Europa stehe vor schweren und umfassenden Herausforderungen, und nur wer wählen geht, hat eine Chance die Politik und die Haltung der Europäischen Union gegenüber diesen Herausforderungen mitzubestimmen. Europa gibt sich einen kleinen demokratischen Anstrich. Die Vizepräsidenten des Europäischen Parlaments, die Spanierin Alejo Vidal-Quadras, bringt es zusammenfassend auf den Punkt:

“The single message of the campaign is about choice. It is not designed to appeal to citizens’ civic duty, but to highlight that there are major policy choices confronting the EU which will impact on people’s lives, that these choices are decided at European level with the Parliament playing the leading role.”

Das Europäische Parlament hat eine Liste der Herausforderungen für die Legislaturperiode 2009-2014 zusammengestellt, unter anderem Klimapolitik, Immigration und auch Terrorismus und Sicherheit in der Europäischen Union. Bezeichnend, dass die größte Herausforderung der EU in diesen Tagen, der Vertrag von Lissabon, ganz am Ende steht. Was soll man dazu noch sagen.

Wie sieht die Kommunikationsstrategie des Europäischen Parlaments nun aus?

  • Es wird zahlreiche Motive geben, die die Herausforderungen der EU zeigen. Das ganze soll wie ein schwarzes Brett funktionieren. Also werden die Schulen und politischen Institutionen in den nächsten Wochen wohl mit Flyer zugeschüttet.
  • Dann gibt es Wahlplakate in den Straßen der größten Städte Europas mit Themenschwerpunkt Enegiepolitik, Migration, Verbraucherschutz und Sicherheit.
  • Eine Art “Kummerkasten” für Europas Bürger. Die Meinungen werden dann regelmäßig ausgestrahlt, auch über den Youtube-Kanal des EP.
  • Anzeigen in Fernsehen und Radio
  • Website zu den Europwahlen 2009. Hier die deutsche Version.
  • Und man ist auch im Netz vertreten. Spezielle Sonderseiten auf Facebook und MySpace, Bilder auf flickr, spezieller Youtube-Channel, EU Tube.

Klingt für mich von den reinen Formalia erstmal gar nicht so schlecht. Dann bin ich mal auf die Motive und die Umsetzung gespannt. Denn darauf kommt es letztendlich an, ob sich die Bürger Europas von der Kampagne auch angesprochen fühlen.

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Autor: medispolis
Datum: Mittwoch, 18. März 2009 8:17
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