Beiträge vom April, 2009

Präludium zum PolitCamp 2009

Mittwoch, 29. April 2009 22:23

Jetzt ist es also soweit: Am Wochenende findet das erste politische BarCamp in Deutschland statt, in Berlin, direkt am Ufer der Spree. Das Wetter soll großartig werden, es gibt viele interessante Themen und Gäste. Einem lebhaften und erkenntnisreichen Wochenende steht also kaum etwas im Wege. Und der HSV, Werder und Hertha BSC Berlin spielen ja auch erst Sonntagabend, ich kann den Fußball also komplett ausklammern. Und ich bin endlich mal wieder in einer der großartigsten Städte Europas. Auf meiner Beliebtheitsliste gleich hinter London. Und wenn das dann vom ÖPNV auch alles so klappt trotz diverser Baustellen und einer scheinbar nur pro Forma existierenden U-Bahn Stadion Jannowitzbrücke, nehme ich meine Zweifel auch gerne zurück.

Ich bin vor allem auf die beiden großen Programmpunkte, die Twitter-Session am Samstagvormittag und die “Elefanten-Session” mit den Wahlkampfleitern der Parteien am Sonntagvormittag, gespannt. Das soll aber die vielen kleineren Sessions in ihrer Wichtigkeit nicht überdecken, nur finde ich es interessant und gut, dass sich die Politiker an dem Dialog mit den interessierten Bürgern und Wählern stellen um über die wichtige Rolle des Internet für die politschen Parteien zu diskutieren. Ganz aktuell gibt es jetzt auch eine Session zu dem umstrittenen Thema Netzsperren. Da kann ich von der technischen Seite nur wenig beitragen, von daher hoffe ich darüber auch etwas mehr zu erfahren. Ich denke es gibt sicherlich auch viele Erfahrungsberichte aus der Welt des (Online-) Wahlkampfes.

Überhaupt finde ich es ein gutes Zeichen, dass fast 600 Teilnehmer zusammenkommen um über Politik und Wahlkampf im Internet zu sprechen. Natürlich gibt es seit der Obama-Kampagne einen unglaublichen Hype auf das Fangen von Wählerstimmen im Netz. Das ist auch eine sinnvolle und lohnenswerte Ergänzung zur Gesamtkampagne, nur werden wir einen Obama-Internet-Wahlkampf in Deutschland wohl eher nicht sehen. Zu unterschiedliche sind die politischen Institutionen, zu unterschiedlich die Mediensysteme. Trotzdem sind die vielfältigen Methoden und Strategien, die Obama im Netz angewandt hat, durchaus auf Deutschland übertragbar. Nur braucht es dafür eben auch politikinteressierte und politikbegeisterte Menschen. Und die gibt es in Deutschland zu wenig. Und das zu erreichen, ist auch Aufgabe der Politik. Von daher hoffe ich, dass wir auch dort ein paar interessante Worte zu hören bekommen. Denn alle politischen Parteien könnnen sich so umfassend und intensiv mit dem Internet beschäftigen wie noch nie in einem Bundestagswahlkampf. Das bringt alles nicht, wenn wir in Deutschland nicht wieder mehr Interesse für Politik generieren. Nur durch die Präsenz bei Facebook oder Twitter geschieht das nicht.

Das eine kann das andere aber bezwecken, von daher ist es ja auch so wichtig, wenn sich Parteien dauerhaft im Internet engagieren. Ich hatte vor ein paar Tagen zwei interessante Gespräche mit durchaus politikinteressierten Bürgern, knapp 40 Jahre alt. Ich habe sie gefragt, wie sie sich politisch informieren. Als Antwort kam: Tageszeitung, hin und wieder mal Tagesschau. Und das werden die meisten wohl sagen. Die neueste ARD/ZDF Onlinestudie aus dem Jahr 2008 besagt, dass fast 70% der Befragten das Internet nicht nutzen um sich politisch zu informieren, weil das Angebot aus TV, Zeitungen und wöchentlichen Magazinen ausreiche. Zu aller erst muss man das Medium Internet viel stärker in der Gesellschaft verankern. Das hat auch in den USA fast acht Jahre gebraucht.

Für einen wirklichen Internet-Wahlkampf fehlt in Deutschland also noch ein bisschen. Das sind aber alles Dinge, die man erreichen kann. Braucht halt nur gute Ideen und Mut sich zu öffnen. Damit beginnen die Parteien ja so langsam, was erfreulich ist.

Wahrscheinlich reicht das ganze Wochenende gar nicht aus um über alles zu sprechen. Und ich gehe mal davon aus, dass es nicht das letzte PolitCamp in Deutschland war. Was man so erfährt, ist die Veranstaltung glänzend organisiert. Da kann man sich wirklich nur drauf freuen. Bin gespannt, was das Wochenende bereithält. Und auf ein Putensteak freue ich mich auch schon. Aber das nur am Rande.

Thema: Bundestagswahl 2009, Zeitungen/Zeitschriften | Kommentare (0) | Autor: medispolis

Von der Lust und Unlust zu bloggen

Mittwoch, 29. April 2009 20:00

Da gibt es bei mir – wie ich im Laufe der letzten Monate herausgefunden habe – drei Phasen, in die mein Blogverhalten eingeordnet werden kann.

1. Ich habe keine Lust zu bloggen, also blogge ich auch nicht. Manchmal habe ich einfach keine Lust. Dann ist das Fernsehen interessanter, sind die Menschen um mir herum wichtiger. Manchmal ist das Wetter auch so schön, dass ich keine Lust zum Bloggen habe, sondern lieber in der Sonne auf dem Balkon liege.

2. Ich habe Lust zu bloggen, also blogge ich. Vorschau auf die Premier League, irgendein interessanter Zeitungsartikel, der mir über den Weg gelaufen ist, mal wieder Fußball im Fernsehen, sodass sich ein Live-Blog anbietet.

3. Ich habe Lust zu bloggen, blogge aber nicht. Und das ist die jetzige Phase, die ich gerade so ein bisschen erfahre. Viele Ideen, viele Geschichten und Beobachtungen, die ich gerne erzählen würde, aber schlicht nicht die Zeit habe sie so darzustellen, damit die Leser da auch etwas anfangen können. Gestern Abend um 22:00 Uhr zuhause gewesen, um 06:45 Uhr hat heute Morgen der Wecker geklingelt. Kurz kam ich in die Versuchung heute Morgen parallel zum Müsli essen zu bloggen, aber das hätte auf der Tastatur eine Sauerei gegeben.

Ich möchte so schnell wie möglich Phase 3 verlassen um mal wieder Phase 2 zu erleben. Spätestens in zwei Wochen dürfte es dafür wieder soweit sein. Genug Anlass zum Bloggen gab es ja die letzten Tage. Die deutschen Medien, allen voran n-tv und N24, bräuchten einmal eine Anleitung mit dem Titel: “Hyperventilieren soll gelernt sein.” Ich finde es klasse, wenn Nachrichtensender in ihrer Programmgestaltung flexibel sind und entsprechend auf Breaking-News reagieren. Aber vielleicht sollten sich die Verantwortlichen unserer Nachrichtensender einmal solche Situationen bei der BBC oder Sky News anschauen. Die hyperventilieren auch – gar keine Frage – aber der bedeutende Unterschied ist: Sie können es. Die schaffen es auch in solchen Phasen unsinnige Gerüchte von wohlüberlegten Gedankengänge zu trennen, sortieren das Wichtige vom Unwichtigen. Bei n-tv und N24 wird jeder Müll, der halbwegs nach deutscher Grammatik ausschaut, gesendet. Manchmal ist weniger eben mehr. Braucht es gar nicht so viele Details, sondern viel mehr eine tiefgreifende Analyse von ein, zwei Fakten. Das haben n-tv und N24 immer noch nicht so richtig gelernt.

Die Premier League biegt auf die Zielgerade ein. Da ich am Wochenende in Berlin auf dem PolitCamp bin, gibt es diesmal keine Vorschau auf den Spieltag. Dafür versuche ich dann aber die restlichen letzten Spieltage auch wieder live mitzubloggen. Also Phase 2 erreichen.

So, und jetzt ist es Zeit für das Sofa und Champions League. Befinde mich dann also mal kurz in Phase 1. Wobei ich mich gerade frage, ob es auch Phase 4 gibt. Keine Lust und trotzdem Bloggen. Denke ich noch einmal drüber nach. Erstmal gibt es den ARD-Brennpunkt zur Schweinegrippe. Man holt Versäumtes also nach. Hyperventilieren soll gelernt sein.

Thema: Alltägliches | Kommentare (0) | Autor: medispolis

Wochenende-Blues und Internetstreams

Sonntag, 26. April 2009 15:28

Wochenende-Blues am Schreibtisch

Wochenende-Blues am Schreibtisch

So wie auf diesem Bild sehen im Moment meine Wochenenden aus, also nach viel Arbeit und relativ viel Sitzen am Schreibtisch. Bis jetzt komme ich damit noch ganz gut zurecht, einzig allein das schöne Wetter draußen schmerzt schon ein bisschen. Statt Park, Weserufer und Eisdiele heißt es jetzt Sitzen am Schreibtisch. Ich versuche irgendwie das beste draus zu machen, höre viele alte CDs nebenbei, und gerade die letzten Wochenenden war ja auch reichlich Sport im TV zu verfolgen. Der Fernseher läuft also parallel zum Tippen, was eigentlich recht gut geht. Mich stört es nicht so.

Ich setzte mir für jeden Tag ein Ziel, was ich erreichen möchte. Und wenn das klappt, gibt es meistens eine Belohnung später. Entweder was Leckeres zu Essen abends oder in den letzten Tagen abends auch einmal der Gang in den Biergarten. Gestern am Samstag war der Schreibfluss etwas ruckelnd, klappte nicht so gut. Manchmal muss man eben länger nach den richtigen Worten und Satzverknüpfungen suchen. Heute klappte es dafür umso besser. Trotzdem hatte ich Samstag mehr erreicht als  ich mir vorgenommen hatte.

Und irgendwann war ich dann doch relativ glücklich mit den letzten Tagen und dachte mir, ich mach jetzt mal etwas Verrücktes, etwas ganz Spontanes in den Tagen von Deadlines und Planung. Nur fiel mir nicht das richtige ein. Ich wollte um zehn schon fast die Segel für den Samstag streichen, da fiel mir ein, dass Dallas gegen San Antonio in Spiel 4 der NBA Playoffs spielen müsste. Glücklicherweise verkrafte ich den Verlust der TV-Rechte für Deutschland ganz gut. Im Moment ziehe ich es nachts vor zu schlafen als NBA zu gucken, von daher habe ich mir dann auch nicht den League Pass geholt. Ich bin ja sowieso nicht der Freund von Internet-Streams, weil ich lieber auf dem Fernsehbild Basketball verfolge. Also breche ich jetzt mit gleich zwei Traditionen: Ich suche mir einen Internet-Stream raus und dann auch noch in der legalen Grauzone. Namen nenne ich hier nicht, aber ich war doch ganz angetan. Der Stream lief ruckelfrei bis zum Ende durch, ich habe so viele Werbespots wie noch nie gesehen, und die Bildqualität des Streams war auch einigermaßen akzeptabel. Jedenfalls konnte man die meiste Zeit lang erkennen, wenn der Ball durch den Korb fiel. Hin und wieder musste man sich aber auch auf den Applaus der Zuschauer verlassen. Insgesamt war es jetzt nicht das Erlebnis, das ich jeden Abend brauche. Aber ich wette, ich erwische mich dabei das ganze noch einmal zu wiederholen. Immerhin ein bisschen Abwechselung im sonst doch recht trostlosen Wochenende-Blues.

Thema: Alltägliches | Kommentare (0) | Autor: medispolis

Premier League 2008/2009 Preview 34. Spieltag – Ende aller Träume

Donnerstag, 23. April 2009 21:40

Drei Nachholspiele gab es ja unter der Woche. Nach dem dramatischen 4:4 zwischen Liverpool und Arsenal untermauerte Manchester United mit einem lockeren 2:0 gegen den FC Portsmouth die Tabellenführung. Man liegt jetzt drei Punkte vor Liverpool und hat ein Spiel weniger absolviert. Chelsea kam gegen den FC Everton nicht über ein 0:0 hinaus. Guus Hiddink, der die Stamford Bridge im Sommer definitiv verlassen wird, sprach danach vom Ende aller Meisterschaftsträume. Die Titeljagd sei vorbei, nun müsse man sich auf den FA-Cup und die Champions League konzentrieren. All das kann der FC Liverpool nicht mehr.

Manche Spannungstöter sprechen jetzt schon davon, dass die Tabelle in Stein gemeißelt sei und es zu keinen großen Veränderungen mehr kommen wird. Man darf aber nicht vergessen, dass das Nachholspiel von Man Utd gegen Wigan erst am 13. Mai ist. Und drei Tage später empfängt Manchester United dann den FC Arsenal. Noch ist nichts in trockenen Tüchern an der Tabellenspitze, und schon gar nicht im Abstiegskampf. Leider spart PREMIERE den in seinen Übertragungen weiterhin völlig aus.

West Ham United und die Tottenham Hotspur spielen noch um den siebten Platz, der aller Voraussicht nach zum Erreichen des UEFA-Cup Platzes reicht. Beide stehen aber vor schweren Aufgaben an diesem Spieltag. Die Hammers empfangen im Londoner Derby den FC Chelsea, der aufpassen muss, dass der FC Arsenal nicht noch Platz 3 für die direkte Qualifikation zur Champions League wegschnappt. Zur Erinnerung: Am 10. Mai empfangen die Gunners die Blues im Emirates Stadium. Die Spurs reisen zu Manchester United. Das Team von Harry Redknapp hat zumindest bei Aston Villa gezeigt, dass man auswärts sehr gute Leistungen abrufen kann. Aber ob es für die Red Devils reicht? Ich habe meine Zweifel. Und so viele Stolpersteine gibt es dann nicht mehr für das Team von Sir Alex. Und man mag es sich ja gar nicht vorstellen, wenn Robbie Keane in Diensten der Spurs seinem Ex-Klub nochmal die Chance ermöglicht an Man Utd ranzukommen.

Der FC Liverpool muss wieder vorlegen im Samstagnachmittagsspiel, zu Gast bei Hull City, die straight gen Championship taumeln. Nimmt man die Leistungen der letzten Wochen als Maßstab, sollte das locker zu meistern sein für die Reds. Bedingung eins: Man steht defensiv wieder sicherer als zuletzt gegen Arsenal und schafft es die Verunsicherung von Hull gleich in den ersten Minuten auszunutzen. Die Tigers erzielen ihre Tore vor allem gleich zu Beginn und sonst eher gegen Ende. Wenn man dort präsent und nicht nachlässig ist hat Liverpool gute Chancen. Eigentlich müssen beide Teams dieses Spiel gewinnen, ansonsten rückt das Ende aller Träume immer näher.

Im Fernduell um Platz 5 spielt Aston Villa bei den heimstarken Bolton Wanderers, auch kein Spiel, das man mal so im Vorbeigehen mitnimmt. FA-Cup Finalist FC Everton empfängt das auswärtsschwache Manchester City. Würde mich nicht wundern, wenn Villa und Everton am Samstag erstmals in dieser Saison die Plätze tauschen.

Stoke City schnuppert schon einmal Premier League Luft für die neue Saison und muss zum FC Fulham reisen, die von Niederlagen der Hammers und Spurs profitieren und sich den siebten Platz schnappen können. West Bromwich Albion beginnt seine Abschiedstournee aus der Premier League – auch wenn es theoretisch noch Möglichkeiten auf den Klassenerhalt gibt – gegen den FC Sunderland. Die Black Cats haben letzte Woche die Wiederbelebungsversuche gestartet und Hull City mit 2:0 besiegt. Jetzt sollte man gegen die Baggies nachlegen, um einen deutlichen Schritt weg von den Abstiegsplätzen zu machen.

Zweimal Abstiegskampf auch am Sonntag, wenn der FC Arsenal den FC Middlesbrough empfängt. Ich halte die Gunners, wenn das Team so zusammenbleibt und alle Verletzten zurückkehren, für einen ganz heißen Meisterschaftskandidaten 2009/2010. Aber soweit sind wir ja noch nicht. Für Middlesbrough geht es ja erstmal um das nackte Überleben. Drei Punkte sind es auf einen Nicht-Abstiegsplatz, den die Blackburn Rovers innehaben. Jene Rovers, die am späten Sonntagnachmittag Wigan Athletic empfangen. Wenn es blöd läuft – Middlesbrough also verliert bei gleichzeitigem Sieg der Rovers gegen Wigan – könnte Middlesbrough einen weiteren direkten Konkurrenten um den Nichtabstieg verlieren. Dann hätte man wohl nur noch Hull City oder eventuell Sunderland. Es sortiert sich aus.

Und am Montagabend, unter Flutlicht im stimmungsvollen St. James’ Park darf sich dann der Messias am Tyne versuchen. Alan Shearer hat ausdrücklich gesagt, dass man alle Heimspiele gewinnen muss – und auch auswärts nicht alles verlieren darf. Nur dann spielt man auch in der nächsten Saison in der Premier League. Und ganz ehrlich: Kann sich jemand Newcastle United in der zweiten englischen Liga vorstellen? Es geht gegen den FC Portsmouth, die ihrerseits ein bequemes Polster zwischen sich und den Abstiegsplätzen gelegt haben. Etwas, wovon Newcastle noch träumt. Und nicht, dass es auch am Montag für die Magpies heißt: Das Ende aller Träume.

Thema: Premier League | Kommentare (0) | Autor: medispolis

DFB-Pokal 2008/2009 Halbfinale, Hamburger SV – Werder Bremen

Mittwoch, 22. April 2009 20:02

[23h10] Ich wusste ja schon immer, dass Tim Wiese ein Modellathlet ist. Aber das war extraklasse von Wiese. Wirklich gut.

Und ich fahre über Pfingsten in die Nähe von Berlin. Das passt ja jetzt wunderbar.

[23h01] Also Elfmeterschießen zwischen dem HSV und Werder. Der HSV beginnt.

  • 1:0 Mathijsen
  • 1:1 Pizarro, den Innenpfosten geküsst.
  • Wiese hält gegen Boateng
  • 1:2 Özil
  • Wiese hält gegen Olic!!!!!!!
  • 1:3 Frings, mit Unterlatte. Mein lieber Mann.
  • Wiese hält gegen Jansen

Werder im Finale !!!!!

[22h59] Nach 120 Minuten Hamburger SV – Werder Bremen 1:1

Da war mehr für beide drin, eben durch den Konter des HSV, bei Werder wurden die vielen Chancen nicht gut genutzt.

[22h57] Tim Wiese kann nicht nur den Kung-Fu Tritt beim Rauslaufen. Klasse geklärt, Hamburg fast mit dem 2:1.

[22h55] Endstand Chelsea – Everton 0:0, Man Utd – Portsmouth 2:0

[22h53] Vier Minuten noch in der Verlängerung.

[22h50] Santa Maria, die Konter von Werder sind richtig schlecht, viel zu langsam, da hatte man eben die gute Chance schnell zu spielen und Tziolis läuft viel zu lange mit dem Ball. Am End hält Rost den Schuss von Rosenberg, eine Minute später von Özil.

Und Frank Rost ist schon mal richtig heiß gelaufen für das Elfmeterschießen.

[22h48] Und plötzlich drohte hier alles zu kippen. Boenisch verliert den Ball im Spielaufbau, über boateng und Olic geht es dann ganz schnell, Schuss von Trochowski geht ganz knapp am langen Pfosten vorbei. Kurz vorm Herzstillstand gewesen.

[22h45] Freistoß von Naldo aus knapp 25 Metern. Rost ist rechzeitig unten. alles nicht gefährlich genug. Und Hamburg versucht sich ein ganz klein wenig am Offensivspiel. Olic zieht knapp links am Tor vorbei.

[22h43] Beginn 2. Hälfte der Verlängerung

[22h41] Nach 105 Minuten Hamburger SV – Werder Bremen 1:1

Es spielt nur noch eine Mannschaft, nämlich Werder. Aber offensiv ist man zu ungeduldig, man spielt nicht genau genug. Hamburg ist nahezu stehend k.o. Werder nutzt die zahlreichen Chancen nicht. Noch einmal 15 Minuten bis zum Elfmeterschießen.

[22h40] Wechsel Werder: Tziolis für Frank Baumann

[22h37] Bremen macht aus der Überlegenheit und der Überzahl nach vorne zu wenig. Hinten steht man mit Ausnahme der Aktion von Boateng eben recht sicher, wobei Hamburg die Bemühungen nach vorne auch sehr dosiert hat.

[22h35] Der Platzverweis von Jarolim erhitzt die Gemüter. Ich bleibe dabei, dass man den geben KANN.

[22h32] Ecke Diego, Kopfball Naldo, super Reflex von Rost, der den Ball über die Latte lenkt. Hamburg igelt sich hinten ein, Werder kommt zu hochkarätigen Chancen und geht klar auf das 2:1.

[22h29] Wunderbar herausgespielte Chance von Werder. Rosenberg tankt sich durch die Abwehr, bekommt den Ball dann ein bisschen halblinks, Rost eilt heraus und kann den Schuss gut blocken. Klasse gemacht, gibt nur Ecke für Werder, die Rost dann sicher abfängt.

[22h26] Beginn 1. Hälfte der Verlängerung

[22h21] Nach 90 Minuten Hamburger SV – Werder Bremen 1:1

Eigentlich keine großen Highlights in der zweiten Hälfte, mit Ausnahme des Ausgleiches durch Özil und dem Platzverweis gerade. Hamburg mit der besten Chance den Ausgleich erzielt, Werder einmal nicht auf der Höhe der Zeit. Aber auch insgesamt mit zu wenig Chancen, mit zu wenig Gefahr vor dem Tor. Das zweite Tor von Werder lag nun wirklich nicht in der Luft. Wenn dieser blöde Ausgleich nicht wäre..

[22h20] Platzverweis David Jarolim/Hamburger SV

Özil ist auf und davon auf der linken Seite. Jarolim geht nur gegen den Mann, will nur Özil treffen – und das schafft er auch. Glatt Rot – und das kann man geben.

[22h18] Wir bekommen zwei Minuten Nachspielzeit

Der HSV kommt noch einmal. Wiese rettet nach einem Schuss von Olic zur Ecke. Diese fängt Wiese sicher ab.

[22h18] Wieder eine gute Konterchance für Werder, aber wieder nicht konsequent zu Ende gespielt. Rosenberg scheitert am Abwehrbollwerk. Es gibt Ecke für Werder.

[22h14] Wechsel Werder: Rosenberg für Almeida

[22h13] Mein Gott, Boenisch, was ein kleiner Sololauf. Sehr stark.

[22h10] Pizarro mit einem bisher ganz unauffälligen Abend.

[22h08] Noch 10 Minuten. Werder noch ohne Wechsel, könnte vielleicht von Vorteil sein, weil der HSV schon drei Mal wechseln musste. Werder unternimmt wieder mehr nach vorne, aber so richtig gefährlich ist das auch nicht. Werder nutzt die Chancen zum Konter noch nicht gut genug aus.

[22h01] Das werden spannende und knisternde letzte 17 Minuten regulär. Von Werder kommt jetzt nach vorne auch nicht mehr das Gelbe vom Ei. Das war und ist auch angesichts der langen Führung insgesamt zu wenig gewesen. Hamburg jetzt wieder drin im Spiel, rücken etwas weiter auf, greifen früher an. Dafür auch etwas mehr Platz für Werder. Und vor allem: Hamburg wird deutlich zweikampfstärker.

Boateng übrigens in der Partie für den verletzten Petric.

[21h54] Hamburger SV – Werder Bremen 1:1, Ivica Olic, 67. Minute

Meine Güte, eigentlich ist es fast wie immer. Werder fängt sich ein völlig dummes Gegentor. Schneller Angriff des HSV, plötzlich spielt man zwei gegen zwei, nachdem Werder nicht klären kann. Olic scheitert zunächst am sensationellen Wiese, Demel bekommt den Abpraller und drischt den Ball in den Strafraum, wo Olic den Fuß hinhält für den Ausgleich.

Werder einmal unaufmerksam – und dann das Tor. Wie gegen Berlin. Wie so häufig in dieser Saison.

[21h53] Positive Zweikampfbilanz weiterhin für Werder, aber von der Weser kommt nicht mehr viel nach vorne. Sehr eindimensionales Spiel in der zweiten Halbzeit. Um ein Haar ein Eigentor von Gravgaard. Ging knapp über das Tor.

Soll Werder jetzt mehr Risiko gehen?

[21h48] Fast eine Stunde gespielt. Sehr ereignisarme letzte 10 Minuten. Es passiert wenig. Der HSV macht fast gar nichts mehr, aber auch Werder nur sehr zögerlich im spiel nach vorne. Schauen sich das ganze Prozedere hier in Ruhe an.

Halbzeit Chelsea – Everton 0:0, Man Utd – Portsmouth 1:0

Wechsel HSV: Trochowski für Dennis Aogo

[21h43] Überlege ein drinking game zu starten: “Es ist ja nur ein Tor.”

[21h39] Der HSV in den ersten Minuten schon mit mehr Präsenz vor Tim Wiese als in der gesamten ersten Hälfte. Die Abwehr ist jetzt mehr gefordert und sollte erstmal den kleinen Schlendrian rauskriegen. Konzentrieren bitte!

[21h35] Der HSV kommt mit Tempo aus der Halbzeit. Jansen mit der Flanke von links, die Werder-Abwehr ein Stück desorientiert, und in der Mitte verpasst Pitroipa nur ganz knapp. Wiese mit den Fingerspitzen noch dran.

[21h33] Beginn 2. Halbzeit

[21h32] Wechsel Hamburger SV: Jonathan Pitroipa für Paolo Guerrero

[21h31] Dittsche hat schon mal die passende Kleidung für seine Sendung am Sonntag bekommen (oder für die Meisterschaftsfeier).

[21h23] Ich schaue jetzt nun nicht jedes Spiel des HSV in voller Länge, aber überall lese ich, dass Trochowski kommen soll. Was der HSV aber eher braucht, sind Zweikampfstärke, ein bisschen Esprit im Spiel nach Vorne und vor allem mehr Durchschlagskraft über außen. Fritz und Boenisch haben nun schon häufiger diese Saison gezeigt, dass sie nicht immer sattelfest sind. Aber die werden kaum geprüft.

Olli Dittrich bei PREMIERE. Er ist sehr optimistisch, sehr optimistisch. Dittsche for Bundeskanzler.

[21h18] Halbzeit Hamburger SV – Werder Bremen 0:1

Die HSV-Anhänger sagen zurecht, dass es “nur” 1:0 steht, aber so viele klare Chancen hatte auch Werder nicht. Die Überlegenheit bei Werder vor allem in der Präsenz im Mittelfeld. Özil, Diego, Frings und Baumann spielen heute richtig gut zusammen. Und zweikampfstärker ist der SVW auch. Aber ein Chancen-Feuerwerk hatte auch Werder nicht. Ich hätte mir gewünscht, dass man etwas konsequenter auf das 2:0 gegangen wäre, aber auch so kann jeder Werder-Fan zufrieden sein mit den ersten 45 Minuten. Mal sehen, ob der HSV noch den Weg in diese Partie findet.

[21h15] Zwei Minuten Nachspielzeit in der ersten Hälfte

[21h14] Werder zieht sich jetzt meiner Meinung nach etwas zu weit zurück und lässt dem HSV zu viel Platz im Mittelfeld. Aber die Gastgeber können davon überhaupt nicht profitieren. Kaum Druck auf das Tor von Wiese, Werder kann sich stets rechtzeitig ordnen und auf den HSV einstellen, wenn man das überhaupt tun muss.

[21h10] Manchester United – FC Portsmouth 1:0, Wayne Rooney, 9. Minute

[21h09] Werder bekommt sehr viel Platz auf den Außenbahnen. Wenn Boenisch noch etwas genauer flanken könnte…aber auch über links gefällt mir Werder sehr gut.

[21h05] Gebt dem Hund doch endlich mal was zu essen. Die Gastgeber kommen – vorsichtig ausgedrückt – etwas besser ins Spiel, hatten ein zwei gute Freistoßgelegenheiten, die aber eher wenig Torgefahr einbrachten. Werder verteidigt ganz gut, kann offensiv aber eher wenig Impulse in den letzten Minuten setzen.

Man muss es nur schreiben, da wurde es wieder gefährlich vor Frank Rost. Flanke Boenisch, aber sowohl Almeida als auch Pizarro rutschen am Ball vorbei.

[21h00] Auch wenn das jetzt vielleicht etwas unangebracht klingt, aber ich sehe da wohl gerade die besten 30 Minuten von Werder in dieser Saison, eben auch, weil man – von mir gewünscht – defensiv sehr präsent ist. Gefällt mir bis jetzt sehr. Einzig allein die Chancenverwertung könnte etwas besser sein.

Nächste klasse Chance für Werder. Toller Schuss von Boenisch von der halblinken Seite, toller Reflex von Rost. Eckball Werder, der dann wenig einbringt.

[20h57] Wer hat denn da wieder seinen Hund mit auf die Pressetribüne gebracht?

[20h54] Die Hamburger versuchen über den Kampf ins Spiel zu kommen. Werder aber im Moment immer einen Tick schneller am Ball, Resultat sind Fouls und teils gute Freistoßpositionen für Werder. Frings mit der letzten Ermahnung. Jarolim und Guerrero ebenfalls kurz vor gelb bzw. Guerrero schon mit gelb verwarnt.

[20h51] Fleißkärtchen für Torsten Frings für die ersten 20 Minuten. Hat man auch schon anders gesehen. Es ist viel Pfeffer im Spiel, jede Aktion des Schiedsrichters gegen den HSV bekommt ein Pfeifkonzert.

Naldo mit Freistoß aus über 30 Metern. Frank Rost kann mit den Fäusten zur Seite abwehren.

[20h48] Erste richtig gute Aktion des HSV. Guerrero bekommt vor dem Tor viel zu viel Platz, zieht aus knapp 20 Metern ab. Knapp am rechten Pfosten aus Sicht von Tim Wiese vorbei. Und da wäre der Werder Keeper wohl auch nicht mehr rangekommen.

[20h45] Viertelstunde durch. Führung geht in Ordnung. Werder die etwas souveränere Mannschaft, mit mehr Genauigkeit in den Pässen, mit mehr Struktur. Der HSV ist noch nicht wirklich im Spiel. Was mir bis jetzt sehr gut bei Werder gefällt, ist das Mittelfeld, gerade auch Baumann, der zusammen mit Frings die Räume sehr eng macht. Lässt sich bis jetzt sehr gut an.

[20h41] Hamburger SV – Werder Bremen 0:1, Per Mertesacker, 11. Minute

Ein Auftakt nach Maß für die Gäste. Jarolim hatte Pizarro in Höhe der Strafraumgrenze gefoult. Diego mit tollem Freistoß, den Rost noch an die Latte lenken kann. Mertesacker reagiert am schnellsten, kein Abseits und der “gute Junge” staubt ab zur Führung für Grün-Weiß.

[20h36] Erste gute Szene für Werder, als Jarolim den Ball an Özil verliert. Özil läuft fast bis zur Torauslinie, gute Hereingabe in die Mitte, am langen Pfosten verpasst Almeida knapp. Schnell, direkt gespielt. So könnte es gehen.

Und Tim Wiese bekommt ein kleines Ständchen von den HSV-Fans.

[20h33] Almeida hat schon mal gezeigt, auf was sich Frank Rost einstellen sollte. Flanke von Boenisch, rost vor Almeida am Ball, der Portugiese rutscht aber direkt in Rost rein. War keine Absicht, aber Rost hat schon mal ein bisschen geweint.

[20h30] Beginn 1. Halbzeit

[20h29] Kai bloggt bei allesaussersport.

[20h27] Die Aufstellungen in der HSH Nordbank Arena

Hamburger SV: Rost – Demel, Gravgaard, Mathijsen, Aogo – Alex Silva, Jarolim -  Jansen, Guerrero -  Petric, Olic

Werder Bremen: Wiese – Fritz, Mertesacker, Naldo, Boenisch – Baumann, Frings, Özil, Diego – Pizarro, Almeida

[20h21] Finde Martin Jol übrigens unglaublich sympathisch. Hoffe, der bleibt der Bundesliga noch ein paar Jahre erhalten.

[20h19] Trainer Baade bloggt bei ZEIT Online.

[20h16] Uwe Seeler bei PREMIERE, wünscht sich ein gutes UND erfolgreiches Spiel des HSV. Man beachte die Konjunktion.

[20h14] Beide Teams können in Bestbesetzung spielen. Bei Werder fehlen nur Hunt und Pasanen, dafür kommen Özil und Diego zurück ins Team. In Berlin wurden beide ja noch geschont.

Werder muss vor allem defensiv besser stehen. Offensiv mach ich mir bei Werder im Moment eigentlich keine so großen Sorgen. Aber will man gegen den starken Hamburger Sturm nicht gleich in der ersten Halbzeit umfallen, braucht man eine starke defensive Leistung. Und die war zuletzt, vor allem gegen Udine und in der zweiten Halbzeit in Berlin, nicht zu sehen.

[20h12] Interessant der Weg beider Teams ins Halbfinale. Werder bestritt nur Auswärtsspiele und setzte sich gegen Nordhorn und Aue durch. Und dann kamen die großen Siege in Dortmund und Wolfsburg. Hamburg hatte dagegen drei Heimspiele. Nur in der ersten Runde gewann man in Ingolstadt, dann besiegte man Bochum, 1860 München und den SV Wehen. Der HSV hatte also einen recht einfachen Weg ins Halbfinale.

[20h07] Bei mir steigt jetzt auch so langsam die Spannung. Ich glaube, dass es ein ganz enges Spiel wird. Ich habe auf ein 3:2 für Werder nach Verlängerung getippt. Tagsüber habe ich eigentlich kaum Gedanken an das Spiel verschwendet. Dabei wird mir irgendwie gerade jetzt erst richtig bewusst, was für ein wichtiges Spiel für beide Mannschaften bevorsteht. Es wird der Finalgegner für Bayer 04 Leverkusen gesucht. Als ich das letzte Mal nach Feierabend beim Werder-Bäcker war und mir ein Werder-Törtchen gekauft habe, hat der SVW übrigens in Wolfsburg mit 5:2 gewonnen. Dreimal darf man raten, was ich heute nach Feierabend gemacht habe. Und spätestens da stieg der Puls dann langsam, aber kontinuierlich an. Ich freue mich riesig auf das Spiel.

[20h02] Der erste von insgesamt vier “Schwanzvergleichen“. Heute Abend Halbfinale im DFB-Pokal zwischen dem HSV und Werder. Moin aus Bremen.

Thema: Fußball, Live-Blog, Werder Bremen | Kommentare (12) | Autor: medispolis

Premier League 2008/2009 33. Spieltag, FC Liverpool – FC Arsenal

Dienstag, 21. April 2009 20:35

[22h56] Endstand FC Liverpool – FC Arsenal 4:4

Nach sieben Minuten Nachspielzeit endet diese denkwürdige Partie. Was für ein Fußballspiel. Mutmaßlich hat es auch die Meisterschaft entschieden. aber so wie Arsenal heute gespielt hat, können sie auch Man Utd ein Bein stellen. Fakt ist aber erstmal, dass Man Utd morgen bei Sieg gegen Portsmouth drei Punkte vor Liverpool liegt, mit einem Spiel weniger, das am 13. Mai gegen Wigan ausgetragen wird.

Es war einfach ein tolles Fußballspiel. Arsenal war über 90 Minuten die schlechtere Mannschaft, insbesondere in der ersten Hälfte. Dann hat man aber die Fehler der Reds so gnadenlos bestraft, dass man überlegen muss, dass nicht schon als Verstoß gegen die Genfer Menschenrechtskonvention zu werten. Liverpool ist toll zurückgekommen, aber am Ende hat es nur zu einem Punkt gereicht. Für den neutralen Zuschauer war es eines der besten Fußballspiele der letzten 10 Jahre. Vom Gefühl fällt mir jetzt nur das UEFA-Cup Finale zwischen Liverpool und Alaves ein – sowie eben Champions League letzte woche. Aber das fand ich hier heute noch eine Spur dramatischer. Großartiges Spiel.

Und jetzt erstmal 15 Minuten Durchpusten. Wir lesen uns morgen Abend zum DFB-Pokal Halbfinale zwischen dem HSV und Werder wieder. Bis dahin eine gute Nacht aus Bremen.

[22h52] FC Liverpool – FC Arsenal 4:4, Yossi Benayoun, 93. Minute

Viel zu viel Platz für Benayoun, der das ausnutzt und Liverpool den erneuten Ausgleich bringt. Arsenal wieder viel zu offen und zu weit weg vom Gegenspieler.

[22h50] 5 Minuten Nachspielzeit

[22h49] FC Liverpool – FC Arsenal 3:4, Andrei Arshavin, 90. Minute

Das ist pervers. Das ist pervers. Unfassbar. Liverpool verliert gerade die Meisterschaft. Liverpool fliegt die eigene Ecke um die Ohren. Walcott und Arshavin kontern die Reds aus. Der Russe mit seinem vierten Tor in diesem Spiel.

[22h48] Was für ein Tempo im Spiel. Es geht rauf und runter. Auch Arsenal mit gefährlichen Kontern.

[22h45] Wechsel FC Liverpool: El Zhar für Dirk Kuyt

[22h44] Und wenn Carragher gerade das 4:3 gemacht hätte…absolut geiler Fußballabend. Noch fünf Minuten regulär.

[22h40] “Ein Spiel, an dem wirklich alle Spaß haben. Die Ausnahme sitzt auf der Trainerbank des FC Liverpool.” Wolff Fuss heute mal wieder großartig.

Kopfball Torres nach einer Ecke, Gibbs klärt auf der Linie für Arsenal. Um ein Haar die erneute Führung für Liverpool.

[22h38] Völlig offenes Spiel jetzt, das die Zuschauer begeistert. Babel mittlerweile in der Partie für Riera.

[22h35] 15 Minuten noch. Leider. Ein Hattrick von Arshavin, Arsenal dreht dieses Spiel, Liverpool kommt durch Torres zurück. Geiles Publikum an der Anfield Road. Was ein Spiel, was ein Spiel.

[22h32] FC Liverpool – FC Arsenal 3:3, Fernando Torres, 73. Minute

Ich kann nicht mehr, ich kann nicht mehr, ich kann nicht mehr. Riera mit der Flanke in die Mitte, Torres umkurvt zwei Gegenspieler und zieht trocken ab. Fabianski noch dran, kann den Ausgleich nicht verhindern.

[22h29] FC Liverpool – FC Arsenal 2:3, Andrei Arshavin, 70. Minute

Unfassbar, unfassbar! Das gibt es doch alles gar nicht. Kneif mich mal einer bitte. Arsenal dreht innerhalb von drei Minuten die komplette Partie. Dritte Chance, drittes Tor. Diesmal gibt Arshavin raus auf Nasri, die Flanke des Franzosen befördert Aurelio direkt vor die Füße von Ashavin. Der kann aus kurzer Distanz abzielen.

[22h26] FC Liverpool – FC Arsenal 2:2, Andrei Arshavin, 67. Minute

Liverpool pennt ein zweites Mal in diesem Spiel – und Arsenal trifft zum Ausgleich. Langer Abschlag von Fabianski, Arbeloa schläft, lässt sich von Ashavin den Ball wegnehmen. Der Russe läuft energisch zwei, drei Schritte und zieht dann aus etwa 20 Metern ins lange Eck. Brilliantes Tor und tolle Einzelleistung nach schwerem individuellen Fehler von Arbeloa.

Was ein geiles Fußballspiel.

[22h24] Wechsel FC Arsenal: Theo Walcott für Denilson

[22h21] Für die Statistik: Erste gelbe Karte für Sagna nach 62 Minuten. Unglaublich.

[22h19] Sagen wir es mal so: Sehr viel eindrucksvoller kann man nicht unter Beweis stellen, dass man englischer Meister 2008/2009 werden will.

[22h15] FC Liverpool – FC Arsenal 2:1, Yossi Benayoun, 56. Minute

Wolff Fuss hat gerade sämtliche Nachbarn hier aufgeweckt. Arsenal bekommt wieder den Ball nicht weg, Gibbs spielt in die Füße von Kuyt, der setzt sich auf rechts wunderbar durch, präzise Flanke, die Benayoun über die Linie drückt. Toure und Fabianski können das Tor nicht mehr verhindern. Ball klar hinter der Linie.

[22h12] Auch in der zweiten Hälfte über 60% Ballbesitz für den FC Liverpool. Die Reds drängen mit Macht auf die Führung, das komplette Stadion in Ekstase. Liverpool immer einen Tick schneller am Ball. Unglaublich intensive zweite Hälfte. Und wie sehr würde sich Arsene Wenger jetzt einen Gallas für die Innenverteidigung wünschen…

[22h08] FC Liverpool – FC Arsenal 1:1, Fernando Torres, 49. Minute

Torres. Wer sonst. Der verdiente Ausgleich. Arsenal bekommt den Ball nicht weg, Kuyt kann zweimal von der Strafraumgrenze flanken, beim zweiten Mal findet er dann Torres, der mit einem schönen Kopfball den Ausgleich besorgt. Null Chance für Fabianski.

Hach, ist das ein schöner Fußballabend.

[22h07] Fabio Aurelio versucht eine Direktabnahme aus 20 Metern nach einer Ecke von Kuyt. Ball geht sehr weit daneben. Man kann es auch etwas einfacher haben. Es braucht keine Kunststücke von Liverpool jetzt, sondern nur etwas mehr Glück und Genauigkeit vor dem Tor.

[22h05] Beginn 2. Halbzeit

[22h03] Die Halbzeitpause mit Telefonieren verbracht. Von daher geht es jetzt weiter. Die BBC meint, Liverpool agiere unglücklich. Das trifft es auf den Punkt.

[21h49] Halbzeit FC Liverpool – FC Arsenal 0:1

Ganz tolle erste Hälfte, unglaubliches Tempo, viele Torchancen. Fast alle für Liverpool, eine für die Gunners. Aber eine Unaufmerksamkeit des FC Liverpool und ein großartiger Fabianski sorgen für die überraschende Führung der Gunners. Wird sicherlich eine tolle zweite Hälfte.

[21h45] Es spielt weiterhin nur der FC Liverpool, dessen Titelträume gerade einen erheblichen Rückfall bekommen haben. Sir Alex nippt genüsslich an seinem Rotwein.

[21h40] Kurz nach der Führung für die Gunners Liverpool mit der nächsten riesen Chance, aber Benayoun findet in dem sensationell spielenden Fabianski seinen Meister. Wieder einmal.

Zeitlupenanalyse. Kein Abseits beim Pass von Nasri auf Fabregas.

[21h38] FC Liverpool – FC Arsenal 0:1, Andrei Arshavin, 36. Minute

Unfassbar, unfassbar. Eigentlich war alles geklärt. Aber Mascherano verliert an der Strafraumgrenze den Ball gegen Febregas. Doppelpass mit Nasri, extrem abseitsverdächtig, Nasri gibt in die Mitte, wo Ashavin völlig frei ist und der Russe knallt den Ball unters Dach. Spielverlauf völlig auf den Kopf gestellt, aber völlig. Liverpool macht einen Fehler – den Arsenal spielerisch großartig ausgenutzt hat.

[21h37] “Dann können wir auch ohne Schiedsrichter spielen.” Wolff Fuss zu absurd großzügigen Regelauslegung von Howard Webb. Der pfeift fast gar nichts heute. Das ist very very very british.

[21h31] Da muss schon die Abseitsfalle nicht richtig zuschnappen, Agger und Reina sich behindern und Carragher nicht bei Bendtner sein, damit es zur ersten kleinen Chance von Arsenal kommt. Fabregas scheitert aber kläglich, halb Schuss, halb Flanke. Für Bendtner nicht zu erreichen.

Derweil rollt die nächste Angriffswelle der Reds. Torres zieht aus 20 Metern ab, direkt auf Fabianski, der nur in die Mitte abprallen kann. Mit vereinten Kräften wird geklärt. Nach einer Ecke Agger mit dem Kopfball, Nasri klärt auf der Linie. Führung für den FC Liverpool überfällig.

[21h29] Schiedsrichter Howard Webb mit der bisher großzügigsten Regelauslegungen, die ich in sechs Jahren Premier League schauen gesehen habe. Lässt so gut wie alles laufen.

[21h26] Bei Arsenal geht noch nicht viel zusammen. Fabregas und Ashavin sind bei Alonso und Mascherano bestens aufgehoben und können kaum kreative Akzente nach vorne setzen. Bendtner dementsprechend auf weiter Flur als einzige Spitze. Zudem zahlreiche kleinere Unsicherheiten und Abstimmungsproblemen in der Innenverteidigung der Gunners. Das Glück, das sie haben, ist langsam aufgebraucht. Aber noch steht es ja 0:0.

[21h21] Nächste tolle Chance für Liverpool, wieder durch Torres, der von rechts in die Mitte zieht. Per Doppelpass kommt er wieder an den Ball, per Dropkick kommt dann der Hammer, der von Fabianski SENSATIONELL über die Latte gelenkt wird. Die Reds beginnen wieder eine kleine Angriffswellle, nachdem es in den letzten Minuten etwas ruhiger war und auch Arsenal zumindest mal etwas länger als zwei Minuten über die Mittellinie kam. Aber kaum Torgefahr für Reina.

[21h12] Fabianski hat seine schlechte Leistung vom Samstag wohl bestens verarbeitet. Arsenal kann sich bedanken, dass es hier noch 0:0 steht. Torres mit tollem Pass in die Schnittstelle der Abwehr, Toure und Silvestre wieder komplett unaufmerksam, Benayoun frei vor Fabianski, der aber rechtzeitig raus kommt und sich in den Schuss des Israelis wirft. Auch den Nachschuss von Alonso pariert der Keeper der Gunners. Arsenal kann dann klären, Kuyt misslingt die Flanke. Führung liegt in der Luft.

[21h08] Liverpool die dominierende Mannschaft der ersten Minuten. Arsenal steht unsicher in der Innenverteidigung. Toure kann gerade so Torres blocken, sah fast schon nach einem Elfmeter aus, weil Toure da ein bisschen sehr ungestüm in den Zweikampf ging. Riera kann dann den Abpraller nehmen, aber Fabianski ist schnell genug unten.

[21h06] Erste gute Szene nach drei Minuten. Torres setzt sich auf links gegen Sagna und Toure durch, Schuss aber zu unplatziert. Direkt in die Arme von Fabianski. Wenn ich das richtig sehe, beide Teams eher im 4-4-2, zumindest Liverpool. Kuyt neben Torres. Bei den Gunners spielt Fabregas einen ganz offensiven Part, hängende Spitze hinter Bendtner. Zumindest in den ersten Minuten.

[21h03] Beginn 1. Halbzeit

[21h00] You never walk alone. Gänsehaut. “Leidenschaft bis in die letzte Faser” (O-Ton Wolff Fuss)

[20h56] Tolle Vorschau der englischen Kollegen. Arsenal werden die “King Makers” sein. Haben noch die Partien gegen Liverpool (heute), Chelsea (10. Mai) und Arsenal Manchester United (16. Mai).

[20h51] Die Aufstellungen an der Anfield Road

FC Liverpool: Reina – Arbeloa, Carragher, Agger, Fabio Aurelio – Mascherano, Alonso – Kuyt, Riera – Torres

FC Arsenal: Fabianski – Sagna, Toure, Silvestre, Gibbs – Song, Fabregas – Ashavin, Denilson, Nasri – Bendtner

Beide Teams wohl – wenn ich die Aufstellung richtig interpretiere, in einem 4-5-1. Bei den Reds Torres einzige Spitze, bei den Gunners der Tagebuchschreiber Bendtner. Bei Liverpool Mascherano und Alonso eher defensiv im Mittelfeld, Kuyt und Riera eher offensiv. Insgesamt zwei Wechsel bei Liverpool. Aurelio ersetzt Skrtel, Carragher rückt wieder in die Innenverteidigung. Riera wieder in der Partei für Lucas. Bei Arsenal Walcott nur auf der Bank, Ashavin dafür von Beginn an. Sagna ersetzt Diaby, Nasri kehrt ins linke Mittelfeld zurück.

[20h44] Die ganz großen Stars fehlen zumindest zum Teil heute. Bei Liverpool ist Steven Gerrard verletzt. Nach neusten Informationen vom Verein dauert seine Verletzung wohl noch 10-14 Tage. Beim FC Arsenal fehlen Robin van Persie und Emmanuel Adebayor, die beide verletzt aus dem FA-Cup Halbfinale herausgekommen sind. Theo Walcott bei den Londonern zunächst nur auf der Bank.

[20h41] Andy Hunter vom Guardian beleuchtet in einem sehr guten Artikel die Offensive des FC Liverpool, die derzeit erfolgreichste in der Premier League.

[20h35] “We don’t prepare for failure, we know what we have to get out of each game – none more so than in these last six games.” Sammy Lee, Assistenztrainer beim FC Liverpool, gibt die Richtung für das heutige Spitzenspiel in der Premier League vor. Liverpool empfängt Arsenal. Die Reds kämpfen um die Tabellenspitze, die sie schon bei einem Unentschieden bis morgen Abend übernehmen würden. Aber für Liverpool zählen nur noch Siege, will man eine reale Chance auf die Meisterschaft haben. Arsenal hat mittlerweile den vierten Platz, der zur Champions League Qualifikation berechtigt, in Stein gemeißelt und gibt ebenfalls die Marschrichtung Angriff vor. Trainer Wenger spricht sogar noch vom Ziel der Meisterschaft. Immerhin spielt man noch gegen alle drei Mannschaften, die derzeit vor den Gunners stehen.

Also, Vorhang auf. Und was gibt es besseres als ein Abendspiel von der stimmungsvollen Anfield Road mit Wolff Fuss am Mikro.

Schönen guten Abend zusammen!

Thema: Live-Blog, Premier League | Kommentare (14) | Autor: medispolis

What if there was no time

Montag, 20. April 2009 21:52

Ich kann schon mal sagen, dass es hier die nächsten Wochen ein bisschen ruhiger wird als sonst, was ungefähr so viel heißt, dass ich einen täglichen oder zweitäglichen Blogrhythmus nicht immer aufhalten kann. Ganz einfach aus dem Grund, dass sonst zu viel Arbeit ansteht, die erstmal im Vordergrund steht.

Der erste große Schwung ist seit heute Nachmittag erstmal weg, von daher freue ich mich jetzt auf ein bisschen mehr Freizeit als die letzten Tage, bevor es dann Mitte Mai wieder etwas stressiger wird. Ich will mich auch gar nicht beklagen, besser man hat so viel um die Ohren als nicht. Und ich mache das auch sehr gerne.

Wenn es früher solche Situationen gab, wo ich sehr viel zu tun hatte, viel zu organisieren und andere Sachen zu erledigen, bin ich damit oft überfordert gewesen. Wusste nicht, wo, wann und mit was ich anfangen sollte, habe oft viele Sachen nebenbei noch gemacht, andere Erledigungen immer wieder zur Seite geschoben. Wusste nicht, wann ich einfach mal mit der Arbeit aufhören sollte, wann auch mal Freizeit sein musste, wusste nicht, wie ich mit kleinen Erfolgen, fehlender Motivation und Rückschlägen umgehen sollte.

Vor ein paar Wochen hatte ich ein sehr interessantes Gespräch mit einer früheren Freundin, die mir erzählt hatte, wie sie falsch mit zu viel Stress umgegangen ist, wie sie sich immer höhere Erwartungen gesetzt hat, wie sie irgendwann auch nicht mehr wusste, wie sie die angestrebten Zielen erreichen wollte.

So schlimm ist es bei mir nicht, auch nicht, was die Ziele angeht. Trotzdem habe ich in letzter Zeit häufiger gemerkt, dass ich mich zu sehr stresse, dass ich abends nicht einschlafen kann, dass ich mir über zu viele Leute und Dinge zu viele Gedanken und Vorstellungen mache. Das habe ich ihr erzählt, weil sie am besten weiß, wie man mit sowas umgehen konnte.

Sie sagte dann ganz nüchtern: “Stress hat man nicht, Stress macht man sich nur selber. Klar ist Zeit begrenzt, du wirst nie alles schaffen, was du dir vornimmst, und schon gar nicht kann alles perfekt sein. Gib dir ausreichend Zeit für schöne Dinge am Tag, mach genug Pausen, vergiss einfach mal die Arbeit. Belohne dich für kleine Erfolge.”

Ich fand das damals völlig banal, aber vielleicht musste es mir erst einer sagen. Ich habe das dann mal versucht, klar die Arbeit zu begrenzen (sowohl im Büro als auch zuhause) und mir genügend Freizeit zu geben. Und mir über den Tag verteilt Dinge vorgenommen, über die ich mich schon im Voraus freue. Und mir hat es geholfen. Morgens höre ich jetzt wieder regelmäßig eine Stunde Chris Moyles bei der BBC und fahre dann erst ins Büro, mache jetzt Mittags wieder länger Pause in der Sonne, arbeite dann auch wieder ein bisschen länger und habe mir vorgenommen nach sieben Uhr keine Arbeit mehr zu erledigen.

Bis jetzt habe ich fast durchgehalten, heute eher weniger ,weil ich abends zuhause getrödelt habe. Manchmal muss man eben Ausnahmen machen. Dafür habe ich eben eine neue Folge 24 geguckt, esse jetzt Vanilleeis mit Erdbeeren und schaue Friday Night Lights.

Stress kann manchmal auch positiv sein, weil man merkt, dass man etwas verändern muss.

Thema: Alltägliches | Kommentare (1) | Autor: medispolis

Premier League 2008/2009 Preview 33. Spieltag – Gerüchteküche

Donnerstag, 16. April 2009 21:54

Es ist FA-Cup Wochenende. Arsenal spielt gegen Chelsea und Manchester United empfängt Everton. Beide Spiele finden in Wembley statt. Mehr zum FA-Cup in der Spox-Kolumne von Raphael Honigstein.

Deshalb gibt es an diesem Wochenende nur sieben Spiele in der Premier League, Fokus dabei ganz auf den Abstiegskampf. Die drei Spiele werden dann am Dienstag und Mittwoch nachgeholt. Zwei Spiele gibt es  live bei PREMIERE, unter anderem Liverpool gegen Arsenal. Mehr dazu am Dienstag im Live-Blogging.

FC Sunderland – Hull City

Ich hatte ja den FC Sunderland in meiner Voschauserie als klaren Abstiegskandidaten klassifiziert. Und im Moment spielen sie auch so. Gebe es auf dem Platz nicht schon genug Probleme, macht man jetzt eine weitere Baustelle auf. Lokale Medien berichteten unter der Woche, dass man im Umfeld des FC Sunderland an einem Rettungskonzept arbeite. Quintessenz: Trainer Ricky Sbragia wird entlassen, Alan Curbishley, ehemals West Ham, soll bis zum Ende der Saison die Black Cats retten. Das Dementi kam prompt. Der Chairman des FC Sunderland, Niall Quinn, hat gegenüber Sky Sports News Sbragia den Rücken gestärkt. Er wisse nicht, woher diese Gerüchte kämen. Sie helfen dem Klub nicht weiter. Und jetzt hat man eine lästige Diskussion vor dem enorm wichtigen Spiel gegen Hull City. Für Sunderland ein Must-Win Game. Mit einem Sieg würde auch Hull City ganz dicht an die Abstiegsränge rücken. Hull mit nur einem Sieg aus den letzten 16 Spielen.

FC Middlesbrough – FC Fulham

Middlesbrough mit dem überlebenswichtigen Sieg gegen Hull City am Wochenende, heißt, man hat den Rückstand auf rettende Ufer auf zwei Punkte verkürzt. Heißt aber auch, dass dieser Sieg nur etwas wert ist, wenn man am Samstagnachmittag auch den FC Fulham schlägt. Vor ein paar Wochen hätte ich sogar gesagt, dass Middlesbrough das auch in schwächerer Form schafft, weil Fulham auswärts gar nichts gerissen hat. Seit ein paar wochen ist das aber anders – und drei Punkte sind für Middlesbrough alles andere als selbstverständlich.

Stoke City – Blackburn Rovers

Wer hätte das zu Anfang der Saison gedacht, dass Stoke City am Wochenende mit einem Sieg den Klassenerhalt so gut wie perfekt machen kann? Wohl die wenigsten. Mit einem Sieg gegen die Rovers wäre man aber kurz davor. Blackburn immer noch akut abstiegsgefährdet und möchte die schlechteste Saisonbilanz seit dem Wiederaufstieg vor fünf Jahren vermeiden. Das geht nur mit einem Sieg.

FC Portsmouth – Bolton Wanderers

Portsmouth könnte mit einem Sieg punktemäßig mit Bolton gleichziehen, bei einem Dreier für die Wanderers wären sie so gut wie gesichert und Portsmouth weiter in großer Not. Pompey kann auf den nicht mehr gesperrten Glen Johnson zurückgreifen.

Aston Villa – West Ham United

Es war ein großartiges Spiel, das Aston Villa am letzten Sonntag mit dem FC Everton veranstaltete. Dank der Punkteteilung dürfte aber auch klar sein, dass der vierte Platz für die Villens in weiter Ferne gerückt ist, zumal in der aktuellen Form des FC Arsenal. Also geht es im Duell mit dem FC Everton nur noch um die Frage, wer Fünfter oder Sechster wird. Im Prinzip würde es keinen Unterschied machen. Man wäre für den UEFA-Cup qualifiziert. Und sollte der FC Everton ins FA-Cup Finale kommen, würde sogar der siebte Platz dafür reichen. Diesen Platz hat im Moment West Ham inne, aber dicht gefolgt von Fulham, tottenham und Wigan. Wenn man so will, hat West Ham schon etwas mehr Druck in diesem Spiel.

Tottenham Hotspur – Newcastle United

PREMIERE live, Sonntag ab 14:25 Uhr, Kommentar: Markus Gaupp

Vor ein paar Monaten standen die Tottenham Hotspur noch im Abstiegskampf, Newcastle war irgendwo im gesicherten Mittelfeld. Seitdem haben sich die Vorzeichen komplett geändert. Die Spurs können bereits für die neue Saison planen, Newcastle kämpft ums nackte Überleben. Der große Hoffnungsträger ist Alan Shearer, die Newcastle-Legende. Aber dass das alles kein Prozess ist, der beginnt, wenn man einmal mit dem Finger schnippt, hat auch Shearer erfahren müssen. Trotzdem geht er zuversichtlich in die Partie am Sonntag: “In der letzten halben Stunde gegen Stoke haben wir gezeigt, dass wir bereit sind für den Abstiegskampf. Wir haben auch gezeigt, dass wir spielerisch uns verbessert haben. Das gibt Selbstvertrauen.” Jetzt kommt die wirklich schwierige Aufgabe an der White Hart Lane. Bis jetzt steht für Shearer ein Punkt aus zwei Spielen zur Buche. Das ist eigentlich zu wenig. Und wenn es keine drei Punkte bei den Spurs gibt und Sunderland gegen Hull gewinnt, könnten es schon vier Punkte Rückstand sein. Nächstes Spiel für Newcastle dann gegen Portsmouth. Eigentlich braucht es sechs Punkte aus beiden Spielen.

Manchester City – West Bromwich Albion

Wenn West Brom es nochmal versuchen will ein bisschen Hoffnung im Abstiegskampf zu schöpfen, dann muss man bei City gewinnen. Für das Team von Mark Hughes geht es eigentlich um gar nichts mehr. Man steht im Mittelfeld der Tabelle. Mittelmaß, passt zur Saison in der Premier League.

Thema: Premier League | Kommentare (0) | Autor: medispolis

Immer diese Umfragen und Stimmungen

Donnerstag, 16. April 2009 18:12

Ich finde es jeden Mittwochnachmittag immer wieder faszinierend, wie die wöchentliche Stern-Umfrage für Aufregung bei den Medien und Parteien sorgt. Pünktlich zur Mittagszeit kommen die neuen Umfrageergebnisse – und dann wieder interpretiert. Aus den Zahlen irgendetwas herausgezogen, eine neue Tatsache abgeleitet, eine neue Zukunftsprognose gegeben. Irgendetwas Neues, noch nie vorher Erwähntes, wird man mit den Zahle schon anfangen können. Und immer wird sich bemüht etwas neu zu interpretieren, was eigentlich im Vergleich zur Vorwoche nicht wirklich neu ist.

Seit Monaten ändert sich an den Umfragen fast gar nichts. Alle Parteien sind auf konstantem Niveau. Die CDU behauptet ihre Spitzenposition bei knapp 35 Prozent, die SPD liegt meist um die 25%, die FDP um die 16%, Grüne und Linkspartei bei 10%. Das geht jetzt schon mehrere Monate so, vielleicht mal eine Abweichung von einem Prozentpunkt nach oben oder unten. Trotzdem wird Woche für Woche eine neue Umfrage gestartet, was ja auch nicht weiter schlimm ist. Nur sollte man endlich mal erkannt haben, dass nur Veränderungen in Umfragen einer Interpretation bedürfen. Wenn Parteien auf gleichem Stimmenniveau verharren, braucht das keiner großen Erwähnung – und schon gar nicht der Interpretation der Vorwoche. Manchmal haben Umfragen eben keine neuen Erkenntnisse – und dann sollte man auch keine Neuigkeiten versuchen zu konstruieren. Und der Satz, dass die CDU von der Popularität Merkels nicht profitieren kann, wird sicherlich auch nur noch per copy and paste in die Texte übernommen. Vielleicht schaut man auch noch mal in die Meldungen von 2005 und ersetzt SPd einfach durch CDU und Schröder durch Merkel.

Gibt es also neue Erkenntnisse? Der Stern versucht es diese Woche trotzdem einmal wieder: Steinmeier steckt im Stimmungstief. Und was ist jetzt daran neu? Gut, er hat noch einmal zwei Punkte in der Popularität eingebüßt und liegt jetzt bei 22 Prozent. Aber mal ganz ehrlich? 22 oder 24 Prozent, so groß ist der Unterschied nicht. Und was macht man, wenn Steinmeier nächste Woche auf 24 Prozent wieder steigt. Titelt der Stern dann: Steinmeier verlässt das Stimmungstief. Es ist doch ganz offensichtlich: Im Moment sind die Stimmungen sehr konstant, es braucht also wirklich einschneidende Ereignisse um Veränderungen in der politischen Stimmung zu erzeugen. Sieht die jemand? Vielleicht sollte man in den Umfragen mal nach Motiven oder Handlungen fragen, die passieren müssen, damit die Wähler wieder wählen gehen beziehungsweise eine Partei wieder unterstützen.

Und damit diese Umfrage nicht völlig in der Bedeutungslosigkeit versinkt, hat man immerhin noch Forsa-Chef Manfred Güllner befragt. Güllner kommt doch auch gleich mit dem Hoffnungsanker für die SPD. Im Moment sind viele Nicht-Wähler ehemalige Wähler der SPD. Die Sozialdemokraten haben Wählerreserven, die sie nur mobilisieren müssen. Müsste das Ergebnis der Stern-Umfrage nicht also heißen: Steinmeier im Stimmungstief – aber er hat noch Reserven. Und obwohl Güllner der SPD ein bisschen Hoffnung macht, ist man bei den Sozialdemokraten gar nicht so gut auf Forsa zu sprechen.

Nächsten Mittwochmittag sind wir wieder ein bisschen schlauer.

Thema: Bundestagswahl 2009, Wahlen und Umfragen | Kommentare (0) | Autor: medispolis

Bürgerbeteiligung in Europa beschränkt sich auf den Wahlgang

Donnerstag, 16. April 2009 12:04

Ich habe mir mittlerweile die beiden Grundsatzprogramme der SPD und der CDU zur Europawahl am 07. Juni durchgelesen. Was mir beim ersten Blick besonders aufgefallen ist, dass beide Parteien den Bürger in den Vordergrund stellen. Europa ist für den Bürger da, der Bürger solle sich in Europa entfalten, die Stärken Europas nutzen. Die Bürger sollen sich aktiv in einem demokratischen Europa einbringen.

Klingt alles ganz wunderbar. Nur schaffen es die Parteien wieder nicht in letzter Konsequenz sich dazu durchzuringen Volksentscheide über politische Entscheidungen in Europa einzufordern. Was bringt es ständig den Bürger in den Vordergrund zu stellen, wenn sich sein europapolitisches Engagement auf einen schlichten Wahlgang alle fünf Jahre reduziert? Das reicht meiner Meinung nach bei weitem nicht die vielen Entscheidungen der EU mit den erheblichen Effekten für nationalstaatliche Politik zu legitimieren. Was spricht dagegen die Bürger über Entscheidungen in der EU abstimmen zu lassen?

Die SPD spricht immerhin von einem langfristigen Ziel einer Bürgerunion und der Installation einer “europäischen Öffentlichkeit”. Dabei soll den europäischen Parteien die Integrationsrolle zufallen. Das ist ein richtiger Ansatz, aber eben auch nicht mutig genug. Eine europäische Öffentlichkeit wird man nur durch mehr Bürgerbeteiligung erreichen. Und diese erreicht man nur, wenn man den Bürgern in der EU das Gefühl gibt, dass sie auch Einfluss auf europäische Politik nehmen können. Ob das nun Volksentscheidungen sein müssen, lasse ich mal dahingestellt. Fest steht aber nur, dass beide Parteien der Großen Koalition dazu keine befriedigende Antworten finden.

Die CDU widmet sich einem stärkeren Einbezug der Bürger in europäische Entscheidungen überhaupt keinem Kapitel. Es bleibt bei der Floskel, dass man “um die Zustimmung der Bürger” für die Europapolitik kämpfen. Die CDU ruft am Ende die Bürger und Bürgerinnen auf am 07. Juni wählen zu gehen. Klingt ja schön.

Sowohl SPD und CDU greifen viele inhaltliche Themen auf, sei es Finanz- und Wirtschaftspolitik oder Außenpolitik. Beide Parteien wollen weiterhin eine europäische Verfassung, die CDU möchte ausdrücklich einen Gottesbezug in der Präambel. Beide Parteien sprechen von einer Richtungsentscheidung bei der Europawahl, die SPD stellt vor allem die soziale Rolle der EU heraus, die CDU eher die der Wirtschaftsunion, bekennt sich aber auch klar zu europäischer Integration.

Aber die alles entscheidene Frage, wie man die Bürger mehr für Europa begeistern kann, wie man eine höhere Wahlbeteiligung erzielen kann, wie man die Bürger für europäische Themen mehr sensibilisieren kann, wird von beiden Parteien nicht beantwortet. Man hat zwar Ziele, Instrumente und Strategien werden aber nicht erwähnt. Natürlich wären Volksentscheide über europapolitische Themen ein massiver Einschnitt, aber bei Wahlbeteiligungen von knapp 30% hat man ja auch nicht mehr allzu viel zu verlieren. Ich hätte mir gerne in dieser inhaltlichen Komponente mehr Mut gewünscht.

Thema: Politik International | Kommentare (3) | Autor: medispolis