Impressionen aus London
Donnerstag, 9. April 2009 20:27
Würde mir jemand eine Million schenken, würde ich sofort nach London ziehen. Würde mir irgendjemand einen halbwegs brauchbaren Arbeitsplatz in London anbieten, würde ich sofort zuschlagen. Ich bin immer wieder fasziniert von dieser Stadt und bin unglaublich gerne in London, wegen der vielen Sehenswürdigkeiten, der kulturellen Vielfalt, dem unglaublich großen kulinarischen Angebot, den stets netten und freundlichen Menschen in der Stadt und auch weil man der Hektik und dem Stress einer Millionenstadt ganz schnell durch die vielen Grünanlagen und Parks entkommen kann. Vier Tage London liegen hinter mir und ich habe immer Sehnsucht nach dieser Stadt. Wenn man morgens in der Rush Hour mit den Einwohnern in den vollen U-Bahnen versucht die Zeitung umzuschlagen, wenn man mittags im Park sein Sandwich auspackt und die Berufstätigen die Grünanlagen stürmen, wenn man nachmittags einen der zahlreichen Pubs aufsucht und mit den Menschen nach Feierabend gemütlich ein Bier trinken kann und wenn man abends gut und günstig in den vielen Restaurants essen kann. London ist und bleibt meine absolute Lieblingsstadt. Ein paar Eindrücke:
Der Donnerstag war hektisch in London. G20-Gipfel in der Stadt. Wir sind dem Chaos weiträumig entwichen und sind drei Stunden an der Themse gelaufen, von Canary Wharf bis zum London Eye.

Blick auf die Tower Bridge

Die Millenium Bridge und Blick auf St. Paul's Cathedrale
Freitag Vormittag war Shoppen angesagt, weil das Wetter noch nicht ganz so gut war (na ja, Nebel und Sonne), nachmittags dann London Eye (ich würde es nicht nochmal machen, habe aber nichts bezahlt dafür und deshalb gerne mitgenommen), Gang durch den Hyde Park und abends nach Fulham, Richmond und Wimbledon rausgefahren.

Verkehr auf der Regent Street

Underground Station Earls Court
Wir haben in einem Hotel in Kensington gewohnt, in der Nähe der Station Earls Court. Ich finde Kensington jetzt vom Stadtteil nicht so schön, aber er liegt nicht zentral in der City, man kommt aber trotzdem zügig mit diversen Linien in die Stadt und kann mit dem Bus gut zu Harrods und dem Hyde Park fahren. Das Bild zeigt die Station Earls Court an einem Samstagmorgen um kurz nach neun. Ich frag mich, wann die Londoner alle aufstehen, aber ich habe selten an einem Samstagmorgen so viele Menschen auf den Beinen gesehen.

Blick auf den Hyde Park
Samstag Vormittag stand der Portobello Markt auf dem Programm, nachmittags dann für mich Fußball und abends waren wir nach dem Abendessen im Pub und sind spät abends mit einem Doppeldeckerbus durch das nächtliche London gefahren. Und so blöd es jetzt auch klingen mag. Ich kann jedem Besucher Londons das nur empfehlen. Ich habe mir erstmal Zorn zugezogen, weil wir zwei Busse vorbeifahren lassen mussten, weil die vorderste Sitzreihe ganz oben immer schon besetzt war. Der dritte Bus war dann ganz leer. Und Bus fahren in London macht unglaublich viel Spaß. Wir sind nur 15 Minuten von Marple Arch bis Parliament Square gefahren, bei gefühlt 20 Situationen dachte ich aber, dass wir mehrere Autos über den Weg fahren würden. Von oben sieht das immer so gefährlich aus.

Blick von Greenwich in Richtung London City
Sonntag haben wir zum Abschluss noch einen kleinen Tagesausflug nach Greenwich gemacht. Der Null-Meridian war von Touristen überfüllt, aber ansonsten ist das ein sehr schöner Stadtteil, die nicht so mit Gästen aus aller Welt überfüllt sind.
Das schöne in London ist, das man wirklich sehr gut und preiswert essen kann. In diesem Punkt ist London also gar nicht so teuer, wie von vielen Reiseführern immer behauptet. Wer gerne italienisches Essen mag, sollte auf alle Fälle beim Pizza Express vorbeischauen. Unglaublich frische Zutaten und sehr leckere Pizzen. Wer mittags vorbeischaut, sollte aber reservieren oder etwas Zeit mitbringen. Ich bin eigentlich kein so großer Freund von indischem Essen, wir haben aber trotzdem mal das Masala am Earls Court besucht. Und es hat mir sehr gut gefallen, kann ich auch gut empfehlen. Und was mir auch sehr gut gefallen hat, war das Wagamama in der Nähe vom Earls Court. Ich hatte hier aus Deutschland schon mal auf deren Internetseite nachgeschaut und da stand dann, dass es eher japanisch geprägt ist. Deshalb hatte ich das gar nicht mehr so auf der Rechung. Als wir Donnerstagabend dann davorstanden, sind wir trotzdem reingegangen – und es war köstlich. In die Currysauce hätte ich mich reinsetzen können.
Vier Tage gingen wieder viel zu schnell vorbei, wieder gar nicht alles geschafft. Insbesondere in das Museum British Music Experience will ich unbedingt noch einmal rein. Ich sehe schon, dass ich im September vielleicht noch mal nach London fahren muss. Oder nächstes Jahr.
Thema: Alltägliches | Kommentare (3) | Autor: medispolis

