What if there was no time
Ich kann schon mal sagen, dass es hier die nächsten Wochen ein bisschen ruhiger wird als sonst, was ungefähr so viel heißt, dass ich einen täglichen oder zweitäglichen Blogrhythmus nicht immer aufhalten kann. Ganz einfach aus dem Grund, dass sonst zu viel Arbeit ansteht, die erstmal im Vordergrund steht.
Der erste große Schwung ist seit heute Nachmittag erstmal weg, von daher freue ich mich jetzt auf ein bisschen mehr Freizeit als die letzten Tage, bevor es dann Mitte Mai wieder etwas stressiger wird. Ich will mich auch gar nicht beklagen, besser man hat so viel um die Ohren als nicht. Und ich mache das auch sehr gerne.
Wenn es früher solche Situationen gab, wo ich sehr viel zu tun hatte, viel zu organisieren und andere Sachen zu erledigen, bin ich damit oft überfordert gewesen. Wusste nicht, wo, wann und mit was ich anfangen sollte, habe oft viele Sachen nebenbei noch gemacht, andere Erledigungen immer wieder zur Seite geschoben. Wusste nicht, wann ich einfach mal mit der Arbeit aufhören sollte, wann auch mal Freizeit sein musste, wusste nicht, wie ich mit kleinen Erfolgen, fehlender Motivation und Rückschlägen umgehen sollte.
Vor ein paar Wochen hatte ich ein sehr interessantes Gespräch mit einer früheren Freundin, die mir erzählt hatte, wie sie falsch mit zu viel Stress umgegangen ist, wie sie sich immer höhere Erwartungen gesetzt hat, wie sie irgendwann auch nicht mehr wusste, wie sie die angestrebten Zielen erreichen wollte.
So schlimm ist es bei mir nicht, auch nicht, was die Ziele angeht. Trotzdem habe ich in letzter Zeit häufiger gemerkt, dass ich mich zu sehr stresse, dass ich abends nicht einschlafen kann, dass ich mir über zu viele Leute und Dinge zu viele Gedanken und Vorstellungen mache. Das habe ich ihr erzählt, weil sie am besten weiß, wie man mit sowas umgehen konnte.
Sie sagte dann ganz nüchtern: “Stress hat man nicht, Stress macht man sich nur selber. Klar ist Zeit begrenzt, du wirst nie alles schaffen, was du dir vornimmst, und schon gar nicht kann alles perfekt sein. Gib dir ausreichend Zeit für schöne Dinge am Tag, mach genug Pausen, vergiss einfach mal die Arbeit. Belohne dich für kleine Erfolge.”
Ich fand das damals völlig banal, aber vielleicht musste es mir erst einer sagen. Ich habe das dann mal versucht, klar die Arbeit zu begrenzen (sowohl im Büro als auch zuhause) und mir genügend Freizeit zu geben. Und mir über den Tag verteilt Dinge vorgenommen, über die ich mich schon im Voraus freue. Und mir hat es geholfen. Morgens höre ich jetzt wieder regelmäßig eine Stunde Chris Moyles bei der BBC und fahre dann erst ins Büro, mache jetzt Mittags wieder länger Pause in der Sonne, arbeite dann auch wieder ein bisschen länger und habe mir vorgenommen nach sieben Uhr keine Arbeit mehr zu erledigen.
Bis jetzt habe ich fast durchgehalten, heute eher weniger ,weil ich abends zuhause getrödelt habe. Manchmal muss man eben Ausnahmen machen. Dafür habe ich eben eine neue Folge 24 geguckt, esse jetzt Vanilleeis mit Erdbeeren und schaue Friday Night Lights.
Stress kann manchmal auch positiv sein, weil man merkt, dass man etwas verändern muss.


Dienstag, 21. April 2009 20:18
Zum einschlafen kann ich heiße Milch mit Honig empfehlen.