Erste Bilanz des Europawahlkampfs: Welcher Wahlkampf?

Gut eine Woche ist es noch bis zum Termin der Europawahl am 07. Juni 2009. Zeit für ein kurzes Fazit zum bisherigen Europawahlkampf. Wobei man die Frage stellen muss, welchen Wahlkampf ich eigentlich meine. Und genau so ist es auch irgendwie. Ich habe bisher vom Wahlkampf, von Bemühungen die Menschen für Europa zu begeistern und die Wichtigkeit dieser Wahl herauszustellen, noch nicht viel mitbekommen. Die Parteien fahren ihren Wahlkampf auf Sparflamme, setzen merkwürdige Themenschwerpunkte und interessieren sich größtenteils kaum für die Europawahl. Es wird so nebenbei erledigt. Und das soll, liebe Parteien, eine wichtige Wahl sein? Bei den Anstrengungen, die derzeit sichtbar sind, muss man sich vereinzelt fragen, ob die Spargeltour des hiesigen Ortsvereins nicht mehr Menschen mit ihren Plänen erreicht.

Die SPD hat sich in diesem Europwahlkampf am weitesten hervorgetan, den Wahlkampf vor allem auch zur Polarisierung genutzt. Die ersten Wahlplakate waren ausschließlich dem Negative-Campaigning gewidmet. Das kann man machen. Natürlich ruft so eine Strategie immer auch Kritik hervor. Teils auch berechtigte Kritik. Ich hätte es besser gefunden, wenn man Negative-Campaigning stets mit einer klaren Alternative verbindet – auch auf einem Wahlplakat. Dafür fand nicht nur ich die Kampagne der SPD mutig, fast schon ein bisschen kreativ. Sagen wir es mal so: Es war Wahlkampf, den die SPD versucht zu gestalten hat. Ich habe heute in Hannover sogar ein SPD-Wahlplakat mit Bezug zum VW-Gesetz gesehen. Das hat also sogar einen Bezug zur Europapolitik. Und immerhin hatte bei den Sozialdemokraten das Europa ein Adjektiv. Es sollte sozial sein.

Ohne jetzt den anderen Parteien zu nahe treten zu wollen. Aber richtigen Wahlkampf sehe ich bei allen anderen nicht. Die CDU hat null Aussagen auf ihren Wahlplakaten. “Wir in Europa” ist die pure Einfallslosigkeit. Mir ist klar, dass Deutschland nicht in Asien oder auf der Antarktis liegt. Oder die FDP: “Für Deutschland in Europa.” Null Aussagen zur Politik der FDP in Bezug zur Europa. Ein Plakat, das seit Wochen am Straßenrand steht, direkt vor meiner Haustür. Und jeden Morgen will ich auf dem Weg zur Bahnhaltestelle gegentreten, weil ich es schade finde, dass der Europawahlkampf so wenig Beachtung findet. Bei der CDU/CSU und bei der FDP. Da gibt es wenig Aussagen, wenig Konkretes, sondern Plakate, die aus der Kohl-Ära wieder hervorgeholt wurden. Dann lieber polarisierende Aussagen als gar keine. Denn so wie CDU und FDP derzeit ihren Wahlkampf gestalten, wird sich keine Sau für die Europawahl am 07. Juni interessieren. Haben CDU, FDP und mit Abstrichen die SPD ein wichtiges Argument in die Öffentlichkeit gebracht, eine Botschaft vermittelt, warum es wichtig ist Sonntag in einer Woche wählen zu gehen? Mir fällt keines ein.

Die Grünen gingen mit WUMS in den Wahlkampf. Das Poltern hat gerade mal für ein paar Stunden gereicht. Wirtschaft und Umwelt, menschlich und sozial. Klingt erstmal plausibel und nach grüner Politik. Aber wirklich mit Inhalt haben auch die Grünen ihre Kampagne nicht. Oder gibt es irgendein Wahlplakat, wo es eine klare politische Programmatik der Grünen gibt?

Die Linkspartei glänzt dazu im Gegensatz schon mit Aussagen: Raus aus Afghanistan, Millionäre abkassieren oder Freiheit und Gleichheit. Mensch, das sind Wort, die einem auf der Straße richtig ins Auge fallen. Die Linke hält die Bevölkerung für so doof, dass die wohl denken, man könne mit bundespolitischen Themen einen Europwahlkampf gestalten. Das ist schlicht arm von der Linkspartei. Millionäre abkassieren – geht das auf europäischer Ebene. Begrenzung der Managergehälter in der EU? Wer soll das entscheiden? Und vor allem: Ist das durchsetzbar unter 27 Staaten. Aber die Linkspartei hat ja eine Alternative. Man fordert im Europwahlkampf den Abzug von Truppen aus Afghanisten. Ich weiß gar nicht, ob es sich auch bei den Linken herumgesprochen hat, dass der Krieg in Afghanistan eine NATO-Mission, die von den Vereinten Nationen legitimiert wurde, darstellt. Die EU hat mit den Kämpfen in Afghanistan rein gar nichts zu tun, jedenfalls keine Zuständigkeiten oder Gesetzgebungskompetenzen. Aber es kämpfen europäische Länder mit, das hat die Linkspartei richtig erkannt. Ich würde sagen, dass die Linkspartei als nächstes den Verkauf von Cornflakes in den in de Schweiz verbietet. Cornflakes werden ja in der EU produziert.

Europa soll, wenn man den Statements der Parteien glaubt, noch nie so wichtig sein für die Menschen wie heute. Europa steht vor so großen Herausforderungen wie noch nie. Europa zu gestalten ist die Kernaufgabe des 21. Jahrhunderts auf unserem Kontinent. Den Menschen Europa und europäische Politik näher zu bringen ist die minimale Voraussetzung für einen Prozess, in dem sich die Menschen mit europäischen Themen beschäftigen und die auch verstehen. Die Europwahl sei doch so wichtig und zukunftsweisend. Und dann kommen solche Anstrengungen der Parteien dabei heraus. Und dann muss man sich über 30% Wahlbeteiligung nicht wundern, sondern fast schon froh sein.

Mir muss man die Wichtigkeit dieser Wahl nicht erklären. Ich lese die Weblogs der Spitzenkandidaten und informiere mich über die Beschlüsse und Ereignisse auf europäischer Ebene. Aber da bin ich, das gebe ich gerne zu, eine Ausnahme. Mich muss man nicht überzeugen, dass ich am 07. Juni zur Wahl gehe. Wie vielleicht auch 15-20% andere nicht. Aber hat sich der Großteil der Bevölkerung in den letzten Wochen wirklich angesprochen gefühlt, sich mit europapolitischen Themen beschäfigt? Ganz klar nein. Von den Medien konnte man die letzten Monate auch nicht allzuviel erwarten. Es wurde wenig über Europa berichtet, vor dem Wahlkampf nimmt das jetzt etwas zu. Aber die Aufgabe Europa den Menschen näher zu bringen, wäre eigentlich Aufgabe der Parteien gewesen.

Wäre, denn sie habe es nicht geschafft oder gar nicht gewollt. Halbherzig, mit inhaltlich falschen Akzenten und einer Darstellung nach außen, die wenig kreativ und motivierend wirkte. Die Europawahl sollte so im Vorbeigehen absolviert werden. Und Europa soll so wichtig sein? Ich will nach der Wahl nicht eine einzige Silbe hören, die sich über eine geringe Wahlbeteiligung beklagt. Diese Leier hat ausgedient. Die Parteien hatten es dieses Jahr in der Hand. Sie wollten es nicht, also haben sie es auch nicht verdient.

Zitat des Tages: Dienstag, 26. Mai 2009: Abschied von Diego

“Auf jeden Fall fällt es mir schwer, Bremen zu verlassen. Ich werde immer mit großer Sehnsucht an Bremen zurückdenken. Ich hatte hier drei tolle Jahre, die besten Jahre meiner Karriere und meines Lebens. Egal was passiert, Werder Bremen wird für immer in meinem Herzen bleiben.”

Diegos Interview zum Abschied aus Bremen.

Hoffnungen und Befürchtungen wegen Sky

Morgen scheint es also soweit zu sein: Die neuen Preise und Programmpakete von Sky Deutschland werden vorgestellt. In knapp fünf Wochen wird PREMIERE von der Bildfläche verschwinden, Sky Deutschland wagt einen Neuanfang für erfolgreiches Pay-TV, das sich nach den Vorstellungen von PREMIERE-Chef Williams in Deutschland etablieren soll. Ein Entertainment-Format von Weltklasse, hieß es damals in der Pressemitteilung. Höher kann man die Erwartungen eigentlich nicht schrauben, aber sehr viel tiefer fallen – und scheitern.

So richtig schlau wurde man bisher nicht von den Plänen von Sky Deutschland. Massive Investitionen in Vertrieb, Programm und Service werden angekündigt. Da wirkt die heutige Mitteilung von der Aufschaltung von Disney Cinemagic HD als klares Indiz, dass die Vertrauten von Rupert Murdoch die Sache wirklich ernst meinen. Gestern ging dann über die Ticker die Aufnahme des Senders MotorVision TV ins Programmbouquet. Ein Sender, den eigentlich keiner braucht und der von seiner Aufmachung und der Programmqualität eigentlich das genaue Gegenteil zu einem Entertainment-Format von Weltklasse ist.

Ohne jetzt schon die Details zu kennen, kann man eines sagen: Pay-TV in Deutschland wird besser – aber auch teurer. Da kommt ein Neuanfang für Bezahlfernsehen in einem Land, in dem die Mehrheit immer noch mit 10-20 analogen Programmen zufrieden ist und das derzeit von einer massiven Wirtschaftskrise betroffen ist, nicht gerade zum günstigsten Zeitpunkt. Ob man mit den ambitionierten Plänen Pay-TV zu revolutionieren – denn nichts anderes ist dieser Neuanfang – scheitern wird?

Ich hoffe es nicht. Ich kenne jetzt auch schon fast acht Jahre PREMIERE und ich würde es fantastisch finden, wenn Pay-TV in Deutschland nochmal revitalisiert wird. Weil ich gerne Sport, Serien und Filme schaue, die mit das Free-TV nicht bieten kann. Und dafür bin ich dann auch gerne bereit zu zahlen. Nur glauben tue ich an einen Neuanfang des Pay-TV in Deutschland einfach nicht. Dafür sind die finanziellen Ausgangsbedingungen bei PREMIERE und die strukturellen Voraussetzungen in Deutschland nicht vorteilhaft genug. Mark Williams muss einen langen Atem haben. Vielleicht haben die Verantwortlichen von Sky einen zu großen Wurf gemacht. Aber wer will es ihnen verbieten: Wenn, dann richtig. Die Taktik aus Nichts Ganzem und Wenig Halbem hat PREMIERE die letzten Jahre in den Ruin getrieben. Dabei hätte eine Investition ins Programm und eine Erweiterung um wichtige Programminhalte, wie Nascar, NBA, BBL und einige neue Serien, vielleicht erstmal gereicht um wieder mehr Abonnenten zu erreichen. So hat man die letzten zwei Jahren keinen Cent investiert – und sich viel Vertrauen verspielt. Vertrauen, das man jetzt innerhalb weniger Monate wieder zurückgewinnen muss. Ein Start von 0 auf 110, ganz vorne anfangen. Jetzt macht man den großen Wurf, nachdem man monatelang die Abonnenten ausbluten ließ mit Programmkürzungen und unsinniger Programmgestaltung.

Ich habe die Hoffnung, dass Sky wieder mehr Sport und mehr Serien zeigt. Und Pay-TV in Deutschland wieder zu einem Produkt macht, für das es sich lohnt zu bezahlen. Die nächsten zwei Jahre werden auch für den TV-Markt in Deutschland ausgesprochen spannend. Denn wenn Sky scheitern sollte – und ich sehe das durchaus als mögliche Option an – war es das mit Pay-TV in Deutschland. Sky muss ganz viel leisten um wieder mehr Abonnenten ins Boot zu holen. Eine sehr große Aufgabe. Wenn man scheitern sollte, wäre das irgendwo sogar nachvollziehbar. Jedenfalls nachvollziehbarer als die vergangenen Geschäftsjahre von PREMIERE. Jetzt sind Profis am Steuer. Aber auch Profis können ihre Ziele nicht immer erreichen, zumal ihr Erfolg nur zum Teil in den eigenen Händen liegt.

Ein schmaler Grad. Vielleicht sind wir ja morgen schon schlauer und können sagen, wie sich die Waage zwischen Hoffnungen und Befürchtungen die nächsten Monate ausbalanciert.

Meine Premier League Saison 2008/2009

Mannschaft der Saison: FC Fulham

  • Letzte Saison erst am letzten Spieltag den Klassenerhalt gesichert, galt das Team aus dem Südwesten Londons unter vielen Experten als erster Abstiegskandidat. Doch weit gefehlt. Fulham spielt die beste Saison in der Premier League, ist extrem heimstark und kann gegen Ende der Saison auch endlich auswärts gewinnen. Belohnung für die tolle Saison: Platz 7 und der Einzug in die Europa League. Für den Verein, der finanziell wahrlich nicht auf Rosen gebettet ist, ein kleiner Geldregen.

Spieler der Saison: Steven Gerrard

  • 16 Tore und eine erneut großartige Saison des Kapitän vom FC Liverpool. Hatte gegen Ende der Saison ein paar Verletzungsprobleme. Deshalb kam er auch nur auf 31 Einsätze in dieser Saison. Wer weiß, was passiert wäre, wenn Gerrard über die ganze Saison fit gewesen wäre.

Trainer der Saison: Tony Pulis, Stoke City

  • Ganz klammheimlich hat sich Stoke City in der Rückrunde gemausert. Zuletzt hatte man sogar zweimal auswärts gewonnen. Am Ende der Saison wurde man mit 45 Punkten bester Aufsteiger in der Premier League Saison 2008/2009. Man spielte nicht immer schön, aber in der Rückrunde erfolgreich. Kompliment an Tony Pulis.

Überraschung der Saison: West Ham United

  • Noch so ein Team, das die wenigsten auf der Rechung für einen Platz im oberen Mittelfeld hatten. Nachdem zu Beginn der Saison bekannt wurde, dass der isländische Besitzer des Vereins aufgrund der Finanzkrise große Teile seines Vermögens verloren hatte, stand auch West Ham vor leeren Geldbörsen. Keine Transfers mehr, Sponsoren waren schwierig zu finden. Dafür klappte es auf dem Platz umso besser. Gianfranco Zola hat innerhalb weniger Monate eine geschlossene Mannschaft geformt. Und die Fans im Upton Park hat man auch wieder versöhnt.

Enttäuschung der Saison: Newcastle United

  • Braucht man ja eigentlich nicht mehr viel zu sagen: Drei Trainer während einer Saison, ein Vereinsbesitzer, der seinen Verein verkaufen will, aber keinen Investor findet. Eine verunsicherte Mannschaft, das Verletzungspech von Michael Owen. Wenn selbst Alan Shearer nicht helfen kann, weiß ich es auch nicht mehr. Der Premier League wird mit dem Abstieg der Magpies etwas fehlen. Aber für Newcastle United ist der Weg in die 2. Liga ein Punkt in der Vereingeschichte komplett neu anzufangen. Und das ist mehr denn je nötig.

Spiel der Saison: FC Liverpool – FC Arsenal 4:4, 21. April 2009 an der Anfield Road

  • Ich habe es damals als eines der besten Spiele der letzten Jahrzehnte bezeichnet. Und dabei bleibe ich auch heute noch. Liverpool dominierte die erste Hälfte, Arsenal ging überraschend in Führung. Die zweite Hälfte war dann von beiden absoluter Power-Fußball auf höchstem Niveau. Dass dann eben auch einige defensive Fehler passieren, ist konsequent. Überragender Spieler war Ashavin, der Liverpool mit seinen vier Tore einen großen Dämpfer im Kampf um die Meisterschaft verpasste. Da nutzten auch die Tore von Fernando Torres nichts. Und wer immer noch nicht weiß, warum fast eine Milliarde Menschen solche Spiele am TV sehen wollen, weiß es nach diesem Spiel.

Tor der Saison: Fernando Torres, FC Liverpool - Blackburn Rovers, 11. April 2009

  • So eine Entscheidung ist natürlich immer schwierig. Wenn ich mich entscheiden müsste, würde ich das 1:0 von Fernando Torres gegen die Blackburn Rovers nehmen. Langer Ball auf Torres, perfekte Ballannahme per Brust, und aus der Drehung in den Winkel getroffen. Kein Gegenspieler dieser Welt kann so ein Tor verteidigen.

Schönster Moment der Saison:

  • Mit Arsenal-Fans im Emirates Stadium diskutiert haben und das Spiel gegen Manchester City sehen dürfen. Erinnere mich immer noch gerne an das London-Wochenende zurück.

Peinlichster Moment der Saison:

  • Die Auswechselung von Christiano Ronaldo beim Derby Anfang Mai gegen Manchester City. Er ist ein großer und toller Fußballer, aber so eine Show abziehen, nur weil er ausgewechselt wird, ist einem Superstar nicht würdig.

Überschätzt: Michael Ballack

  • Höchstens eine durschnittliche Saison, wenn überhaupt. Ich kann es nicht mehr begreifen, wenn in jedem Chelsea-Spielbericht einer deutschen Tageszeitung in der Überschrift der Name Ballack vorkommt. Hat er für die vergangene Saison nicht verdient.

Unterschätzt: Nicolas Anelka

  • Ist mit 18 Tore Torschützenkönig in der Premier League Saison 2008/2009 geworden. Doch wirklich viel stand Anelka diese Saison nicht im Mittelpunkt. Ganz leise und heimlich hat Anelka seine Tore gesammelt. Und er ist eben auch kein Didier Drogba, wenig Schwalben, kein Aufschreien nach dem CL-Aus. Top-Saison von Anelka.

Comeback der Saison: Guus Hiddink

  • Gut, er hat noch nie in der Premier League trainiert. Aber seitdem der Russe russische Nationaltrainer das Zepter in der Hand beim FC Chelsea trug, waren die Spiele der Blues wieder anschaubar. Das ging unter Luis Felipe Scolari gar nicht. Schade, dass Hiddink nicht länger an der Stamford Bridge verweilt.

Besondere Auszeichung für: David Moyes

  • Der Trainer des FC Everton hatte mit die schwierigste Aufgabe in dieser Saison. Teilweise fiel der komplette Sturm in der Hinrunde für mehrere Wochen aus. Trotzdem konnten sich die Toffees wieder auf Platz Fünf kämpfen. Vater des Erfolgs ist Moyes, der auch gleich mit einem neuen Vertrag für die nächsten vier Jahre ausgestattet wurde.

Das ging viel zu schnell: Hull City

  • Tolle Hinrunde mit attraktivem Fußball. Der Erfolg stieg Phil Brown ein bisschen zu hoch in den Kopf. Keine Neuverpflichtungen in der Winterpause, in der Rückrunde ging es steil bergab. Aber am Ende hat es ja knapp gereicht.

Das ging viel zu langsam: FC Arsenal London

  • Fünf Niederlagen in den ersten neun Saisonspielen. Danach legte man aber ein Siegesserie nach der anderen hin. Wäre nur der verpatzte Saisonstart nicht gewesen…

Das war schon richtig gut: Andrej Ashavin

  • Habe selten einen Spieler gesehen, der sich so gut und so schnell in der Premier League zurechtgefunden hat. Vier Tore gegen Liverpool, dazu eine feine Einzelleistung mit schönem Tor gegen die Blackburn Rovers. Ashavin und Arsenal – das passt einfach zusammen. Hoffentlich auch nächste Saison.

Das muss wieder besser werden: PREMIERE

  • Nur drei Spiele pro Spieltag. Das ist einfach viel zu wenig. Dazu eine Chelsea-Lastigkeit, die nicht verständlich ist. Unter Sky soll ja alles besser werden. Vier bis fünf Spiele pro Wochenende wären schon ein erster Schritt. Und bitte wieder das Premier League Magazin einführen.

Beste Kommentierung der Saison: Marco Hagemann, FC Arsenal – Hull City 1:2

  • Mit einer Begeisterung und Kompetenz in die Geschichte und Strukturen von Hull City während des Spiels eingeführt. Große Klasse! Dazu nette Geschichten und die nötigen Emotionen bei den Toren für die Tigers.

Hier geht es dann ab Mitte Juni weiter mit der Vorschau und allen News zur neuen Saison. Freuen wir uns auf eine spannende und unterhaltsame neue Premier League Saison 2009/2010.

Premier League 2008/2009 Saisonfinale: Hoping for the Great Escape

[19h00] Damit steigen West Brom, Middlesbrough und Newcastle ab. Aufsteiger sind Birmingham City, die Wolverhampton Wanderers und der Sieger aus dem Playoff-Finale zwischen Burnley und Sheffield United, das morgen Nachmittag in Wembley ausgetragen wird.

Schönen Sonntag noch. Ein kleiner Rückblick auf die Saison folgt in den nächsten Tagen.

[18h56] Endstände Hull City – Man Utd 0:1 und Aston Villa – Newcastle 1:0

Die Tigers sehen wir nächstes Jahr wieder in der Premier League. Newcastle steigt ab. Alan Shearer gibt Martin O’Neill die Hand und schaut dann in eine Leere hinein, Tränen fließen, Ein sportlicher Abstieg. Die Spieler haben Tränen in den Augen, Shearer geht zu jedem Spieler persönlich hin. War das ein Abschied? Eigentlich wollte er doch bleiben. Man geht zu den Fans und applaudiert für die tolle Unterstützung.

[18h54] Eine Minute noch im Villa Park.

[18h50] Vier Minuten Nachspielzeit in Hull. Und Phil Brown schreitet auf und ab an der Seitenlinie. Vier Minuten auch bei Newcastle oben drauf.

[18h49] Fünf Minuten inklusive Nachspielzeit noch für Newcastle United in der Premier League. Eine Minute noch regulär in Hull.

[18h47] Chelsea mittlerweile mit dem 3:1 gegen Sunderland. Abschiedsgeschenk für Guus Hiddink durch Ashley Cole.

[18h45] An der Anfield Road wird Hyypiä mit Standing Ovations verabschiedet. Er übernimmt für die letzten Minuten beim Spielstand von 3:1 für Liverpool gegen Tottenham die Kapitänsbinde von Steven Gerrard.

[18h44] Sechs Minuten noch im Villa Park. Es spielen nur noch die Gastgeber.

[18h42] Daniel Cousin kommt für Hull City in die Partie. Vielleicht mehr Torgefahr in den letzten 10 Minuten.

[18h40] Die Chance des Jahres für Aston Villa. Aber John Carew trifft aus vier Metern das Tor nicht. Völlig frei in der Mitte. Das wäre fast der Todesstoß für Newcastle gewesen.

[18h37] Viertelstunde noch. Alles hängt von einem Tor im Villa Park ab.

[18h32] Newcastle United kommt besser ins Spiel und setzt vermeintlich zur großen Schlussoffensive an. Jedenfalls gibt es jetzt bedingungslose Offensive. Aber häufig zu unkontrolliert und zu blind gespielt. Wie bei Hull City fehlt auch bei den Magpies die Qualität im Spiel nach vorne. Lange Bälle, fast schon Kick and Rush. Noch knapp 20 Minuten. Villa immer wieder mit gefährlichen Kontern. Spiel steht auf Messers Schneide.

Chelsea mit dem 2:1 beim FC Sunderland durch Salomon Kalou (74. Minute).

[18h28] Mendy für Barmby. Etwas mehr defensive Sicherheit, aber auch ein Spieler mit Impulsen nach vorne. Hofft Phil Brown. Und City weiter viel zu harmlos.

Konter von Manchester United, über zwei, drei Stationen. Marcheda verzieht knapp am kurzen Pfosten vorbei.

[18h27] Newcastle jetzt mir drei Stürmern. Owen kommt in die Partie für Kevin Nolan. Die letzte Hoffnung for the Great Escape.

[18h25] Bei Newcastle wird Michael Owen gleich kommen. Liverpool erhöht auf 2:0 durch Dirk Kuyt gegen Tottenham in der 64. Minute. Damit dürfte Fulham den siebten Platz sicher haben. Und Phil Brown schreitet weiter an der Seitenlinie auf und ab.

[18h24] Hull City Trainer Phil Brown schreitet an der Seitenlinie auf und ab. Von Hull City kommt so gut wie gar nichts mehr, vor allem spielerisch ist man mit dem Latein am Ende. Wenn Man Utd einen, oder zwei Zähne zulegen würde, könnte man problemlos auf 2:0 erhöhen. Hull ergibt sich hier seinem Schicksal und kann nur hoffen, dass Newcastle kein Tor schießt.

[18h18] Aston Villa dominiert die zweite Hälfte. Einzig und allein Steve Harper ist es zu verdanken, dass Newcastle noch nicht finale beerdigt wurde. Von den Gästen kommt zu wenig nach vorne. Und Villa nutzt seine techische Überlegenheit viel besser aus.

West Ham United – FC Middlesbrough 2:1, Junior Stanislas, 58. Minute

Richard Eckersley für Rafael bei Manchester United

[18h14] Folan für Geovanni bei Hull City. Die Tigers in den letzten Minuten mit mehr Zug nach vorne. Einen Kopfball von Barmby kann Kuszczak gerade noch so zur Ecke klären. Das sollte doch Mut geben etwas zielstrebiger nach vorne zu spielen.

[18h12] FC Sunderland – FC Chelsea 1:1, Kieran Richardson, 53. Minute

[18h11] West Ham United – FC Middlesbrough 1:1, Gary O’Neill, 50. Minute

[18h08] Damit alle Teams im Abstiegskampf mit Rückständen im Moment.

Hull City gerät in den ersten Minuten stark unter Druck. Turner klärt fast vor Ultimo eine Hereingabe von Rafael. Können sich nicht richtig befreien, spielen zu unständlich nach vorne. Zweite Halbzeit gehört bisher Manchester United.

[18h07] FC Sunderland – FC Chelsea 0:1, Nicolas Anelka, 47. Minute

[18h05] Beginn 2. Halbzeit

Nahezu zeitgleich angepfiffen in Hull und Birmingham. Etwas, was die Bundesliga immer noch nicht schafft.

[18h03] Was wir schon jetzt feststellen dürfen, ist, dass es für den FC Middlesbrough wohl nicht reichen wird.

[18h01] Newcastle United und Hull City haben eigentlich gar nicht so viel verkehrt gemacht. Aber man sieht eben auch, warum beide Teams kurz vor dem Abstieg stehen. Blöde Gegentore, und in der Offensive fehlen ein bisschen die qualitativen Möglichkeiten wirklich Druck auf die gegnerische Abwehr auszuüben.

[17h49] Die Ergebnisse nach 45 Minuten

  • Aston Villa – Newcastle United 1:0
  • Blackburn – West Brom 0:0
  • Arsenal – Stoke 4:1
  • Fulham-Everton 0:1
  • Liverpool – tottenham 1:0
  • Sunderland-Chelsea 0:0
  • Hull City-Man Utd 0:1
  • Man City-Bolton 1:0
  • West Ham-Middlesbrough 1:0
  • Wigan-Portsmouth 1:0

Damit Fulham in der Europa League. Newcastle und Middlesbrough würden West Brom in die Championship folgen.

[17h47] FC Fulham – FC Everton 0:1, Leon Osman, 45. Minute

[17h45] Spiel im KC Stadium plätschert Richtung Halbzeit. Hull will den Rückstand erstmal in Grenzen halten und mit in die Pause nehmen, Man Utd tut nicht mehr als notwendig. Hull in der Offensive einfach zu harmlos. Ideen und Strategien sind durchaus da, aber das stellt Kuzczak nicht wirklich auf die Probe.

[17h42] Und Villa bekommt Oberwasser, drängen mit Macht auf das 2:0. Newcastle für einen Moment völlig von der Rolle. Haben Glück, dass Villa ein bisschen zu fahrlässig mit seinen Chancen umgeht. Wenige Minuten noch bis zur Halbzeit.

[17h39] Aston Villa – Newcastle United 1:0, Gareth Barry, 38. Minute

Die verdiente Führung für Villa. Die Mannschaft wurde in den letzten Minuten wieder stärker. Nach einer Ecke können die Magpies nicht klären, der Ball fällt Barry vor die Füße. Schuss aus 22 Metern mit seinem starken linken Fuß, Duff fälscht den Schuss noch unhaltbar für Harper ab. Shearer tobt an der Seitenlinie. Ganz blödes Gegentor.

[17h36] West Ham United – FC Middlesbrough 1:0, Carton Cole, 33 Minute

[17h35] Hull City hat den Faden dieses Spieles komplett verloren. Es geht ganz wenig zusammen. Manchester United schon mit mehreren Chancen die Führung zu erhöhen. Marcheda verzieht ganz knapp. Für Hull steht einzig ein Freistoß von Geovanni und ein toller Schuss von Dawson auf der Haben-Seite. Aber alles zu wenig gefährlich.

[17h33] FC Liverpool – Tottenham Hotspur 1:0, Fernando Torres, 31. Minute

[17h29] Alan Shearer scheint die Info des Führungstores mittlerweile auch erreicht zu haben. Ballt die Faust an der Seitenlinie. Offenes, ausgeglichenes Spiel im Villa Park. Newcastle verdient sich durch mehr Einsatz und Engagement in den letzten 15 Minuten den Punktgewinn.

[17h25] Hull City – Manchester United 0:1, Darron Gibson, 24. Minute

Im Moment wäre Hull City abgestiegen. Manchester United mit der zweiten guten Szene in diesem Spiel. Marcheda legt auf links zurück zu Gibson, und der knallt den Ball ins lange Eck. Myhill kommt nicht mehr dran. Hull City hätte die Situation viel früher klären müssen. Und jetzt muss man wieder mehr fürs Spiel tun.

[17h20] Erste Torchance für Manchester United. Freistoß aus über 20 Metern von Nani, aber direkt auf Myhill.

Arsenal führt mittlerweile 3:0 gegen Stoke und Man City 1:0 gegen die Bolton Wanderers.

[17h18] Newcastle kommt immer besser ins Spiel, Nervosität der Anfangsminuten ist abgelegt. Einziges Manko bisher: Man ist noch zu überhastet vor dem Tor von Brad Friedel.

[17h14] Villa lässt sich ein bisschen anstecken von Newcastle, fallen in eine gewisse Lethargie. Newcastle mit Doppelchance auf die Führung. Cuellar klärt auf der Linie für Villa.

Phil Brown kann ganz entspannt an der Seitenlinie stehen. Sein Team macht das bis jetzt ganz gut, nicht nur blind nach vorne spielen. Sondern ruhig, überlegt, mit Konzept. Sieht bis jetzt gut aus. Man Utd mit ein paar zaghaften Versuchen in der Offensive, aber Hull konnte beide Male schnell klären.

[17h11] Bei Newcastle United zittern die Beine, ganz nervöser Auftakt. Spielen nur auf Sicherheit, kaum ein Pass über ein, zwei Stationen nach vorne. Wenn es nicht direkt nach vorne geht, wird sofort der Rückpass gesucht. Villa schaut sich das gemütlich an. würde man einen Zahn zulegen, könnte man die Magpies durchaus überrollen in den ersten Minuten. Shearer steht wild gestikulierend an der Seitenlinie und hat nach knapp 10 Minuten schon die Schnauze voll. Newcastle scheint nicht begriffen zu haben, um was es geht.

[17h09] Hull City kommt ganz gut ins Spiel, spielen mutig nach vorne, warten nicht ab, lassen sich nicht reinstellen. Da will jemand ein Spiel gewinnen. Gefahr nach den Ecken eher begrenzt, aber die United-Abwehr wirkte auch alles andere als sicher.

[17h06] Newcastle United gerät schon in den ersten Minuten unter Druck. Agbonlahor mit Kopfball über die Querlatte. Die Gegenspieler mit Sicherheitsabstand – da sollten Alan Shearer eigentlich alle Gesichtszüge entgleisen.

[17h04] Nach zwei Minuten erste Ecke für die Gastgeber – und das komplette Stadion erhebt sich.

[17h02] Beginn 1. Halbzeit

Hull City in schwarz/gelb und Anstoß von rechts nach links. Partie in Villa-Park hat eine Minute früher angefangen. Letzte Partie, die angepfiffen wurde, war West Ham gegen Middlesbrough.

[17h00] Alan Shearer mit einem ganz entspannten Gesichtsausdruck im Villa-Park. Mal sehen, wie lange das noch anhält. Villa-Park ausverkauft. Newcastle Fans sind zahlreich erschienen.

[16h57] PREMIERE schaltet regelmäßig zum Spiel Aston Villa gegen Newcastle. Also eine kleine Mini-Konferenz. Die Tore verpassen wir also im Villa Park nicht.

[16h55] Die Aufstellungen im KC Stadium

Hull City: Myhill – Ricketts, Turner, Kilbane, Dawson – Garcia, Marney, Boateng, Barmby – Geovanni – Fagan

Manchester United: Kuszczak – Rafael, Neville, Brown, De Laet – Nani, Fletcher, Gibson, Welbeck – Martin, Marcheda

Zumindest in der Offensive bekommt der Nachwuchs von Manchester United eine Chance. Ronaldo, Van der Sar, Rooney, Giggs, Carrick, Scholes, Anderson, Tevez, Park und Berbatov sind alle nicht im Kader.

[16h52] Beim FC Arsenal heute im Heimspiel gegen Stoke City übrigens Vito Mannone im Tor. 21 Jahre alt. Mir zum ersten Mal im Arsenal-Magazin aufgefallen, für das er regelmäßig für Interviews zur Verfügung stand.

[16h50] Die Aufstellungen im Villa Park

Aston Villa: Friedel – Gardner, Davies, Cuellar, Shorey – Milner, Petrov, Barry, Ashley Young – Carew, Agbonlahor

Newcastle United: Harper – Coloccini, Steven Taylor, Edgar – Guthrie, Nolan, Butt, Duff, Lövenkrands – Martins, Viduka

[16h41] Regelmäßige Verfolger der Premier League wissen, dass der Trainer von Hull City, Phil Brown, kein einfacher Charakter ist. Heute ist auch seine Meisterprobe. Kann er den Abstiegs seines Teams verhindern? Hull City ist eines der schlechtesten Teams der Rückrunde. Und jetzt ausgerechnet gegen Manchester United. Um ein bisschen den Druck und die Nervosität von seinen Spielern zu nehmen, ging Brown mit der gesamten Mannschaft unter der Woche ins Theater. Zu der Aufstellung von Manchester United sagte er: “Sir Alex ist seit 23 Jahren im Fußballgeschäft tätig. Er hat das Recht alles zu tun, was er will.”

[16h33] Aston Villa hat nur eines der letzten zwölf Ligaspiele gewonnen. Trainer Martin O’Neill kündigt aber an: “Wir werden alles versuchen dieses Spiel zu gewinnen.”

[16h31] Immerhin ein paar bekannte Namen bei Manchester United in der Startelf. Gary Neville, Rafael, Wes Brown, Fletcher und Federico Macheda von Beginn an.

[16h29] Michael Owen bei Newcastle zunächst nur auf der Bank. Man möchte nicht das Risiko einer frühen Verletzung gehen. Martins und Viduka bilden das Sturmduo. Einzig auf Rechtsverteidiger Habib Beye und den gesperrten Sebastian Bassong müssen die Magpies verzichten.

[16h25] Newcastle-Trainer Alan Shearer im Interview vor dem Spiel bei Aston Villa.

[16h22] Es ist also gar nicht so unwahrscheinlich, dass sich Newcastle United morgen in der Championship wiederfindet. Der Guardian hat die Folgen und Konsequenzen für die einzelnen Vereine bei Abstieg zusammengestellt. Newcastle hatte vor zwei Jahren die fünfthöchsten Gehälter in der Premier League, fast 63 Millionen Pfund. Das kann sich kein Verein in der 2. Liga leisten. Gleichzeitig stehen die Chancen den Verein zu verkaufen bei einem Abstieg noch viel schlechter, als sie sich ohnehin schon darstellen.

[16h19] Kennen Sie die Nachnamen Drinkwater, Eckersley, Chester oder De Laet? Die stehen heute alle im Kader von Manchester United. Hull City darf sich gnädig schätzen. Sir Alex schont seine Stars für das Champions League Finale. Sehr viel einfacher können es die Tigers nicht haben.

[16h16] Der Kampf um den siebten Platz ist weniger kompliziert. Fulham reicht ein Punkt im Heimspiel gegen den FC Everton um in die Europa League einzuziehen. Tottenham muss beim FC Liverpool antreten, unbedingt gewinnen und auf eine Niederlage der Cottagers hoffen. Oder man holt fünf Tore Differenz gegenüber Fulham auf, wenn es im Cravan Cottage ein Unentschieden gibt.

[16h12] Der Abstiegskampf: Vier Teams kämpfen noch um den Klassenerhalt.

FC Sunderland (36 Punkte, -19 Tore): Bei einem Sieg gegen den FC Chelsea bleibt man auch nächstes Jahr in der Premier League. Ein Unentschieden reicht nur, wenn entweder Hull City oder Newcastle United nicht gewinnt.

Hull City (35 Punkte, -24 Tore): Hull City reicht ein Remis, wenn Newcastle nicht gewinnt. Sollte Hull verlieren, darf Newcastle bei Aston Villa keine drei Punkte holen.

Newcastle United (34 Punkte, -18 Tore): Newcastle reicht ein Unentschieden, wenn Hull City verliert. Ansonsten muss Newcastle bei allen Konstellationen gewinnen. Gewinnt Hull City und verliert der FC Sunderland gegen den FC Chelsea, kann Newcastle mit einem Sieg den Klassenerhalt schaffen.

FC Middlesbrough (32 Punkte, -28 Tore): Für das Team von Gareth Southgate zählt nur ein Sieg. Man hat den Klassenerhalt nicht mehr in eigener Hand. Wenn Middlesbrough im Upton Park gewinnt, muss Hull City verlieren. Gleichzeitig muss Middlesbrough noch vier Tore gegenüber Hull City aufholen. Das wäre schon ein großes, großes Wunder.

[16h01] PREMIERE zeigt ab 16:55 Uhr die Partie von Hull City gegen Manchester United. Die Tigers müssen je nach Spielstand bei Newcastle gegen den Titelträger gewinnen. Sir Alex schont zahlreiche Stammspieler und spielt mit einer C-Elf. Für die Parteien von Newcastle United (bei Aston Villa), dem FC Middlesbrough (bei West Ham United) und des FC Sunderland, die den FC Chelsea empfangen, bedienen Sie sich beim Streamangebot ihres Vertrauens.

[15h55] In drei Stunden wissen wir, ob ein Traditionsklub wie Newcastle United kommende Saison in der zweiten Liga spielt. Der Nordosten der Insel zittert. Vier Teams kämpfen noch um den Klassenerhalt. Zudem entscheidet sich, ob Fulham oder Tottenham in die Europa League einziehen wird. Das Saisonfinale in der Premier League 2008/2009. Für wen geht im Tabellenkeller das Licht aus? Schönen Nachmittag zusammen.

Bremen im Kirchentags-Fieber

So, wir beenden mal die Auszeit. So langsam komme ich dann wieder in den gewohnten Blog-Rhythmus. Wenn meine Planung der nächsten Tage aufgeht, habe ich am Sonntagnachmittag auch ausreichend Zeit das Saisonfinale in der Premier League live zu bloggen.

Kommen wir aber zu einem anderen Thema: Evangelischer Kirchentag bei uns in der Hansestadt. Vor ein paar Tagen titelte der Kurier am Sonntag: “Deutschland und die Welt schauen auf Bremen.” An die Einwohner dieser schönen Stadt war das die allerletzte Erinnerung, dass wir uns mal vier Tage gastfreundlich zeigen sollten und die vielen Gäste bei uns in der Stadt herzlich aufnehmen. Aber Spaß beiseite: Jeder, der Bremen schon einmal besucht hat, weiß, dass die meisten von uns alle nett und gastfreundlich sind. Da habe ich mir die wenigsten Sorgen gemacht, dass sich die Gäste bei uns nicht wohl fühlen würden.

Ein paar Befürchtungen hatte ich eher, dass diese immer noch kleine Großstadt den Ansturm der Gäste nicht bewältigen würde. Und als ich am Mittwoch in der Mittagspause schon fast zwei Gäste unter einer Straßenbahn sah, als gerade mal die ersten Menschenmengen Bremen erreicht haben, war ich skeptisch. Aber irgendwie bekommt Bremen den Kirchentag ganz wunderbar geregelt. Das kleine Dorf mit Straßenbahnanschluss. Die Stadt, die zwar von der Einwohnerzahl locker als Großstadt durchgeht, aber immer ein bisschen fernab des Mainstream durchs Leben geht. Ruhig, bloß nicht hektisch. Bloß keine Aufregung. Kein Tam-Tam und Brumborium. Dann geht es Bremen am besten. Und jetzt innerhalb weniger Tage fast eine halbe Million Menschen beim Evangelischen Kirchentag. Aber es scheint mehr als nur zu klappen.

Ich hätte nie gedacht, dass ich der BSAG, die ich sonst für ein durchaus leicht überfordertes Unternehmen halte, mal ein großes Lob aussprechen muss. Aber der Kirchentags-Fahrplan ist eine logistische Meisterleistung. Die Stadtbahnen im 5-Minuten Takt, auf der 4 und 5 fast alle drei Minuten. Und trotzdem nur geringfügige Verspätung. Wenn ich 10 Minuten länger brauche nach Horn-Lehe, ist das alles noch im Rahmen. Und auch die Menschen, mit denen ich ins Gespräch gekommen bin, waren alle sehr zufrieden mit den Verkehrsanbindungen. Von wegen Dorf mit Straßenbahnanschluss.

Ich habe heute den ganzen Tag mal genutzt ein bisschen Kirchentags-Atmosphäre zu schnuppen. Gut, ich saß dann doch eher zwei Stunden mit einer Bekannten im Café und habe Milchkaffee geschlürft. Von daher habe ich dann die Nachmittags-Programmpunkte auch links liegen gelassen und bin einfach noch ein bisschen durch die Stadt geschlendert. Das Gewitter tat sein Übriges. Plötzlich war alles ganz leer, die Hagelkörner hatten die Straßen und Fußgängerzone für sich. Die streng gläubigen Menschen verzeihen mir jetzt den nächsten Satz. Aber das Schönste an den bisherigen Kirchentagen ist stets das Open-Air-Konzert der Wise Guys, der fantastischen a-capella-Gruppe aus Köln. Gut, der Abend der Begegnung ist auch ein Highlight. Das Konzert der Wise Guys beim Kirchentag 2005 in Hannover war schon großarti. Spätestens seitdem bin ich Fan der Wise Guys und habe auch schon ein paar mehr Konzerte besucht. Aber die Stimmung und Atmosphäre bei einem Open-Air ist immer noch 200% besser. So auch heute: Fast 60.000 sind auf die Bürgerweide für das Konzert gekommen. Vier Zugaben, am Ende das Eingeständnis der Wise Guys, dass sie sich “ins heutige Publikum verliebt haben.” Es war einfach großartig. Nach jedem Lied schwappten erstmal zwei La Ola über die Bürgerweide. Nach zweieinhalb Stunden machten sich dann 60.000 auf den Weg zum Bahnhof. Und als dann im Gustav-Deetjen-Tunnel alle das “Ohrwurm-Lied” angestimmt haben, wusste ich spätestens, dass Bremen und der Kirchentag einfach zusammenpassen.

Die Abreise hat dann auch wunderbar geklappt. Bild des Tages: Die BSAG-Mitarbeiter, die per Trillerpfeifen die Abfahrt der Straßenbahnen und Busse regeln. Ein heftiger Pfiff. Und dann ging es los. Die Ampel sind alle abgeschaltet worden. Die 4 nach Horn-Lehe war auch an der Kopernikusstraße noch rappelvoll, am Hbf hat keiner mehr reingepasst. Trotz eines Taktes von alle 3-4 Minuten. Hätte nicht gedacht, dass so viele Kirchentags-Gäste in Horn-Lehe residieren. Aber die Gymnasien in Horn sind wohl komplette Bettenlager. Neben mir stand eine Pfadfindergruppe aus Regensburg, die sich vorher alle noch Pommes gekauft haben. Zwei der fünf haben aber ihre Gabel auf dem Weg zur Haltestelle verloren. Und mussten jetzt die Pommes vollgeschmiert mit Mayo per Hand essen. Direkt vor meinen Augen. Mir war das egal. Aber das sich da die Pfadfinder nicht anders helfen konnten. Jedenfalls haben sie erzählt, dass sie im Gymnasium Horn untergebracht sind und es ihnen gut gefällt.

So habe ich an diesem Tag fast nur glückliche und zufriedene Gesichter in Bremen gesehen. Und ein tolles tolles Konzert gab es noch dazu. Einziger kleiner Kritikpunkt. Vor zwei Jahren war das Konzert der Wise Guys in Hannover noch kostenlos, diesmal hat es 10 Euro gekostet. Was ich meinen Begleitern nicht gesagt habe. Weil ich es nicht wusste. Und schlicht nicht für möglich gehalten hätte. Aber vielleicht macht das Kapital auch vor der Kirche nicht halt. Man weiß ja nie. Trotzdem darf nach einem Tag schon festgestellt werden, dass der Kirchentag ein wahrer Segen für Bremen ist. Endlich mal Tam-Tam in der Stadt. Mensch, ihr seid ja alle da.

Und die Wise Guys haben Radio gespielt. Das war sowieso der einzige Wunsch für heute Abend.

Auszeit

Ja, ich habe auch schon wieder zu wenig Zeit. Man sieht es an den spärlichen Einträgen der letzten Wochen. Und ich bin ein bisschen genervt, dass ich im Moment meine vielen Ideen für schöne Blogbeiträge nicht wirklich umsetzen kann, weil ständig irgendwas dazwischen kommt. Meist Arbeit.

Von daher mach ich jetzt mal einen kleinen radikalen Schritt und mache eine etwas längere Blogpause. Einfach um ein bisschen Abstand zu gewinnen und sich nicht ständig Gedanken machen zu müssen, dass man die ganzen Ideen nicht umsetzen kann.

Ich weiß nicht, wie lange das sein wird. Vielleicht nur ein paar Tage, vielleicht drei Wochen oder zwei Monate. Aber da ich momentan nicht die Zeit habe mich hier wirklich drum zu kümmern, lass ich es besser bleiben. Dann fühle ich mich auch irgendwie wohler dabei.

Und sobald ich wieder die Zeit habe, mich hier länger mit zu beschäftigen, geht es auch weiter. Versprochen. Aber im Moment fehlt mir die Zeit und damit auch ein bisschen die Lust und Motivation. Und ein bisschen Abstand soll ja meist eine gute Lösung sein.

Ich werde die Kommentare zunächst nicht schließen. Wer mich unbedingt erreichen möchte in der Zwischenzeit, weiß, wo und wir er das alternativ zum Blog machen kann. Danke fürs Verständnis. Bis bald.

European Young Journalist Award

Ich wurde ganz herzlich auf den European Young Journalist Award aufmerksam gemacht und gefragt, ob ich hier in meinem Blog nicht darüber auch kurz informieren könnte. Da ja demnächst Europawahlen anstehen und ich es durchaus für notwendig halte, dass mehr junge Menschen sich für Europa interessieren und begeistern, habe ich mal eine Ausnahme gemacht und weise gerne darauf hin. Bis zum 31. Mai können noch Beiträge eingesendet werden. Das ganze wird organisiert von der Generaldirektion zur Erweiterung der Europäischen Kommission und der Media Consulta International Holding AG aus Berlin. Voraussetzung für die Beiträge: Sie müssen sich mit der Europäischen Union beschäftigen. Im Idealfall mit der Erweiterung der EU. Teilnehmen können Journalisten/Blogger/Medien- und Politikinteressierte, die zwischen 17 und 35 Jahren alt sind.

Wer also Lust hat in den nächsten zwei Wochen sich mit dem fürchterlichen Komplex EU zu beschäftigen und etwas mehr Engagement mit europäischer Politik zeigen möchte als viele Bürger und unsere politischen Parteien im Wahlkampf, der findet mehr Informationen auf der Internetseite des European Young Journalist Award.

Weitere Informationen auch in einer Pressemitteilung aus dem Februar

Wie die Resonanz in Deutschland bisher ist, weiß ich leider nicht. Wenn das aber jemand wissen will, kann ich mich gerne um Informationen kümmern.

Zitat des Tages: Donnerstag, 14. Mai 2009 – Westerwelle und Steuersenkungen

“Ich habe nie heilige Eide darauf geschworen, im Fall einer Regierungsbeteiligung das Steuerreformkonzept der FDP sofort und umfassend umsetzen zu wollen. Die von meiner Partei angestrebte Umstellung des Systems auf einen Stufentarif mit Steuersätzen von zehn, 25 und 35 Prozent werde länger dauern und werfe auch technische Schwierigkeiten auf.”

FDP-Chef Guido Westerwelle zum Steuerkonzept seiner Partei

Trotzdem sagte Westerwelle, dass es nur eine Koalition mit seiner Partei gebe, wenn im Vertrag ein “faires Steuerkonzept” verankert sei.

Seit heute dürften wir wissen, dass das fairste Steuerkonzept ist die Steuern nicht zu erhöhen. 316 Milliarden Euro lassen grüßen…

[via Tagesspiegel]

Zitat des Tages: Dienstag, 12. Mai 2009 – Abusing the System

“All the parties are as bad as each other in abusing the system of expenses and allowances. The Way MPs have acted confirms how self-serving and out of touch most are.”

Aus einer Umfrage der Times zu den Spesenabrechnungen britischer Politiker.

Fast 90 Prozent der Befragten stimmen dieser Aussage zu, nachdem seit vergangenen Freitag jeden Tag neue Enthüllungen über großzügige Spesenabrechnungen ans Licht kommen. Ganz vorne bei den Recherchen ist der Daily Telegraph, der die Story am Freitag auch exklusiv publizierte. Mittlerweile gibt es auf der Internetseite der Zeitung eine komplette Liste der Politiker, die größzügig ihre Spesen abgerechnet haben. Ob es nun die Reperatur des Rasenmähers, das Auswechseln von Glühbirnen oder die Sanierung des eigenen Hauses war – britische Politiker haben mal so richtig das Steuersystem aus den Fugen gebracht. Und viel wichtiger: Das Ansehen der Politik mehr als nur nachhaltig beschädigt.

Und zwar quer durch alle Parteien, Konservative wie die Labour Party. Trotzdem ist es vor allem auch wieder eine neue Krise für Gordon Brown. Der Premierminister hat sich erst am Montag für das exzessive Verhalten seiner Kollegen entschuldigt, einen Tag später als sein konservativer Rivale David Cameron. Dass das die Kritiker Browns natürlich ausgeschlachtet haben, dürfte auch klar sein. Mittlerweile liegt die Labour Party in den Umfragen bei knapp über 20 Prozent.

Dominic Lawson/The Independent nimmt in seinerm Kommentar kein Blatt vor den Mund und rechnet mit den Politikern ab.

Es ist scheinbar erst der Anfang einer fürchterlichen Entwicklung. More to come.