Beiträge vom August, 2009

Medien-Sport-Politik, 31.08.2009

Montag, 31. August 2009 20:13

Der Sommer neigt sich dem Ende entgegen. Heute und morgen noch einmal knapp oder leicht über 30 Grad, am Wochenende dann bei uns hier im Norden ein kleiner Hauch von Herbst. Freue mich aber schon auf den goldenen Oktober und die letzten warmen Tage des Jahres. So, versuche dann langsam auch mal wieder in einen vernünftigen Blog-Rhythmus zu kommen. Das einzige, was ich noch an großem Projekt vor mir habe, ist ein kleiner Umzug von Bremen nach Düsseldorf Ende September. Aber das sollte zu schaffen sein – und vor allem wird das – verglichen mit der doch teils sehr zähen und hektischen Wohnungssuche – eher entspannend. So viel zur persönlichen Gemütslage bei mir. Blicken wir noch ein wenig kurz auf die Ereignisse des Wochenendes zurück.

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Wahlabend gestern in Thüringen, Sachen und dem Saarland. Ich wollte mir den medialen Wahlabend eigentlich gar nicht antun, habe dann aber doch weite Strecken geschaut bzw. es nebenbei laufen lassen. Vielleicht kurz zu der politischen Dimension: Ich glaube, dass sich für die Bundestagswahl 2009 gar nicht so viel verändert hat, was die reine Stimmenanzahl angehen wird. Vielmehr haben wohl auch die Leute das Gefühl seit gestern Abend bekommen, dass jetzt erst überhaupt ein Wahlkampf stattfinden wird, dass es eine inhaltliche Auseinandersetzung geben wird. Dass durch die Ergebnisse der Landtagswahlen die SPD jetzt aber mal ganz schnell fünf Prozentpunkte auf die CDU aufholt, halte ich für eher zweifelhaft. Vielmehr ist die Basis dafür, das in den nächsten Wochen zu erreichen, ein wenig besser geworden. Ich kann mich noch an ein älteres Uni-Seminar erinnern, in der ein CDU-Politiker mal gesagt habe, dass Volksparteien wieder stärker sein müssen, damit man gar nicht erst schwierige Dreier-Koalitionen bilden muss. Mit dem gestrigen Abend sollte diese Wunschvorstellung beendet sein. Das 5-Parteien-System wird in Deutschland die Regel und Koalitionen von drei Parteien kommen schneller denn je. Vielleicht schon Ende September.

Wie gesagt, eigentlich wollte ich den Wahlabend ohne TV verbringen – und als in der ARD um gefühlt 18:06 Uhr ein Reporter einen CDU-Vertreter aus dem Saarland gefragt hat, wie er sich die Verluste erklären kann, war ich auch kurz davor. Ich bin kein Journalist, aber ich werde es wohl nie begreifen und verstehen, wie man so eine Frage zu so einem Zeitpunkt stellen kann. Was für eine Antwort wird da eigentlich erwartet? Um 22:00 Uhr dann ein Dreierpack an TV-Talkrunden in der ARD, beim ZDF und Sat.1. Ich hatte mich, weil ich zu faul zum Zappen war, für die ARD entschieden, zumal ich mir von Gabriel und Westerwelle zumindest auch ein bisschen Zoff und Unterhaltung versprochen hatte. Gab es dann auch zumindest im Ansatz. Im Ansatz, weil Anne Will die fürchterliche Gabe hat jegliche Diskussion kaputt zu reden und nicht mal für ein paar Minuten laufen zu lassen. Als wenn ihr die Redaktion vorschreibt, sie müsse 320 der erarbeiteten 500 Fragen von ihren Notizkärtchen loswerden. Sehr viel Potential nach oben. Man muss in der ARD nur mal die Courage haben, das auch zu nutzen.

Und da war ja dann noch diese Twitter-Geschichte mit der Veröffentlichtung von Exit-Polls via Twitter schon am frühen Nachmittag. Thomas Knüwer hat schon die wichtigsten Aspekte zusammengefasst. Ich finde den Vorfall jetzt nicht unbedingt so schlimm, trotzdem finde ich es unbegreiflich, warum man die Ergebnisse nicht einfach für sich behalten kann. Es ist alles andere als cool, via Twitter solche Ergebnisse zu posten. Aber gut, Medienkompetenz ist nicht jedem mit in die Gene gelegt worden.

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Vierter Spieltag der Premier League 2009/2010. Ich konnte wegen Zeitmangels nur wenig sehen, die letzte halbe Stunde von Bolton gegen Liverpool und Manchester United gegen Arsenal, wobei das alleine aufgrund der acht Minuten Nachspielzeit und dem Platzverweis von Arsene Wenger schon jeden Cent wert war. Im Prinzip hat sich zu meinen Beobachtungen der Vorwoche nicht viel verändert. Ich finde Arsenal trotz der Niederlage weiterhin auf einem richtig guten Weg, genauso läuft bei Manchester United weiterhin wenig zusammen. Chelsea, Tottenham und West Ham konnten ihre blütenweiße Weste behalten, während Bolton und Portsmouth weiter ohne Punkt dastehen. Morgen schließt das Transferfenster auf der Insel. Wenn ich es zeitlich irgendwie unterbringen kann, werde ich tagsüber ein wenig bloggen – je nach Lage der Dinge.

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Bekanntlich sind die Verhandlungen zwischen Sky und der Primera Division gescheitert. Ich finde es bedauerlich, zeigt es doch vor allem, dass Sky wenig anders agiert als PREMIERE – zumindest vom Gefühl her. Mittlerweile gibt es eine Online-Petition für den Verbleib der Primera Division bei Sky, bei der sich schon immerhin knapp 500 Leute eingetragen haben. Tendenz steigend. Nehmen wir mal an, man knackt die Zahl der 1000 Unterschriften. Würden alle diese 1.000 Abonnenten komplett kündigen, gehen Sky pro Jahr (vorausgesetzt jeder Abonnent zahlt im Schnitt 40 Euro pro Monat) knapp 480.000 Euro an Einnahmen flöten. Angeblich sollen die Rechte für drei Jahre für um die 10 Millionen Euro zu haben gewesen sein. Inklusive Produktion der Spiele durch Sky plus das Parallelangebot Internet-Stream ist es mehr als klar, warum Sky die PD nicht zeigen will. Da soll man das gesparte Geld lieber in anderen Sport, BBL, NBA oder sogar Nascar stecken.

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Am Wochenende fand das Edinburgh TV Festival statt. Der Guardian hat auf einer Sonderseite die Debatten und Gespräche dokumentiert und viele interessante Artikel veröffentlicht. Außerdem gibt es den Media Talk Podcast diesmal auch als Video.

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Einfach mal die Pausentaste drücken…

Samstag, 29. August 2009 11:43

Mein Leben fühlt sich derzeit wie eine hektische Reise an, irgendwo zwischen Bremen, Düsseldorf und Hannover, irgendwo zwischen frühem Aufstehen und morgendlichen Zugfahrten und erschöpften Nachmittagen und drei Stunden Schlaf im Inter City auf dem Rückweg nach Bremen. Ich hoffe sehr, dass dieser Zustand sich Anfang der Woche erledigt hat und endlich wieder der Alltag in ruhigeren Bahnen verläuft. Deshalb auch seit ein paar Tagen hier weniger los, aber ich bemühe mich das wieder zu ändern. Aber momentan muss das Bloggen einfach mal hinten anstehen.

Und wenn man dann morgens um kurz nach vier aufsteht und mit dem ersten Zug, EuroCity 7 nach Chur, Richtung Rheinland fährt und ganz alleine im vorderen Wagen sitzt, dann kommt einem das Gefühl nahe, dass im Leben doch eigentlich alles in Ordnung ist und man vielleicht auch auf hohem Niveau über die Situation klagt, weil ja alles viel schlimmer sein könnte. Das ist ja auch völlig richtig – doch ich finde es furchtbar, wenn man ständig unterwegs ist, wenn man bei dem einen Projekt schon an das andere denken muss, wenn man zu Beginn der Woche mit all seinen Aktivitäten und Plänen schon auf das Ende der Woche Rücksicht nehmen muss – und vor allem, wenn man nicht weiß, ob das alles, was man sich vornimmt, auch erfolgreich sein wird. Enttäuschungspotential war noch nie größer. Und bei der ganzen Hektik und trotzdem den ganzen schönen Momenten um einen herum möchte man dann einfach mal die Pausentaste drücken, mal für einen Moment länger stehen bleiben, mal das Hier und Jetzt genießen – und nicht schon wieder mit den Gedanken bei der Wohnungsbesichtigung um 13:30 Uhr sein.

Einfach mal auf Pause drücken. Hey, Euro City 7, fahr doch einfach mal rechts ran, für drei bis vier Minuten aufs Abstellgleis, lass dich von lahmen Güterzügen überholen, aber bleib stehen. Ich könnte das Fenster runtermachen, frische Sommerluft an einem herrlichen Morgen einatmen und in aller Ruhe den tollen Sonnenaufgang fotografieren. Aber nein, du bretterst mit 200 km/h über Weichen und Gleise, immer näher deinem Ziel entgegen. Und plötzlich ist es hell draußen.

Ich will beim Coldplay-Konzert ständig auf Pause drücken, bei jedem Lied, bem Chor von Viva la Vida, bei den bunten Schmetterlingen, die durch die Arena fliegen, bei den großen gelben Ballons, die bei Yellow durch den Innenraum schweben. Ich will, als ich Dienstagnacht umarmt werde, nicht mehr loslassen, muss mich aber doch trennen.

Ach, lieber Düsseldorfer, für ein paar Minuten muss die 704 Richtung Kniebrücke und Landtag wegen eines Unfalls anhalten. Der Straßenbahnfahrer gibt durch, dass es in Kürze weiter geht. Alle Fahrgäste springen auf, verlassen die Bahn und gehen zu Fuß weiter, suchen hektisch nach Alternativmöglichkeiten der Weiterfahrt. Als ich der letzte im Fahrzeug bin, springe ich auch auf und hetze zu Fuß zum nächsten Besichtigungstermin. Wieder Hektik. Kurz vor meinem Ziel überholt mich wieder die Straßenbahn, fast leer, ohne Menschen.

Es ist eine Situation irgendwo zwischen latenter Unzufriedenheit, Vorfreude auf die nächsten Monaten in Düsseldorf und ein wenig Traurigkeit, das Bekannte und Bewährte aufzugeben. Und alles gepaart mit Hektik, die ich aber so gerne vermeiden würde, andererseits wird es nie langweilig. Und zwischen all den Hochs und Tiefs bewege ich mich gerade. Aber ich weiß, dass wenn alles gut geht, in den nächsten Tagen ein stabiles Hoch kommt. Und dann verichte ich auf die Pausentaste und würde wahrscheinlich am liebsten vor- und zurückspulen in meinem Leben.

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Coldplay in Hannover

Mittwoch, 26. August 2009 17:30

Mir fehlen immer noch die Worte um den gestrigen Abend zu beschreiben. Grandios, toll, gefühlvoll, mächtig, zurückhaltend, stimmungsvoll. Irgendwie ein bisschen von allem. Und am allerliebsten möchte ich einfach den großen Ballon an die Hand nehmen und mich zum nächsten Konzert fliegen lassen. Jetzt heißt es wohl erstmal zwei Jahre warten. Wie immer, Coldplay, See You Soon.

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Ballpodder, die 2. Runde

Mittwoch, 26. August 2009 16:50

Ich hatte hier schon einige Male auf einen Podcast der Fußball- und Sportblogger hingewiesen. Wie ich gerade festgestellen musste, hatte ich es verpasst auf die erste Ausgabe hinzuweisen. Umso mehr möchte ich euch die 2. Runde ans Herz legen. Meine Wenigkeit ist dort per Telefon zugeschaltet und sagt ein paar Sätze über die neue Premier League Saison, zudem gibt es interessante Beiträge zum FC Bayern Union Berlin und dem Hamburger SV. Reinhören lohnt sich auf alle Fälle.

Alles weitere zum Podcast bei Probek, der dankenswerter Weise wieder seine Küche zur Verfügung gestellt hat. Dort bitte auch Feedback, Anregungen und Kritik hinterlassen. Wer mitmachen möchte oder mit Rat und Tat zur Seite stehen will, erfährt hier alles Wichtige.

Merci für die Aufmerksamkeit

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Medien-Sport-Politik, 25.08.2009

Dienstag, 25. August 2009 10:37

“Politik ohne Umwege” oder “Es geht ums Ganze” oder “Reichtum besteuern” – tja, was nehmen wir denn da jetzt in Deutschland für die nächsten Jahre? Der Wahlkampf zur Bundestagswahl 2009 wirft seine Schatten voraus – oder auch nicht. Und ich weiß immer noch nicht wirklich, wen ich wählen soll. War der Wahlkampf früher immer noch eine Auseinandersetzung um die beste und richtige Politik, ist es heute schlicht das Aufstellen irgendwelcher sinnloser Wahlplakate, die zum überwiegenden Teil von irgendwelchen Frustrierten gleich wieder beschmiert werden. Streit – ja sowas gehört in eine Demokratie! – um die richtige Politik sucht man vergebens. Und sobald ein politischer Akteur einen anderen kritisiert, fallen 80 Millionen Menschen inklusive der schreibenden Zunft um, als hätte sich der Politiker gerade mit Sprengstoffgürtel durch die Fußgängerzone bewegt. Wenn ich in einem Wahlkampf nicht polarisieren darf, wann darf ich es denn dann? Es ist doch paradox: Ich kenne ganz viele Menschen, die sich fürchterlich darüber aufregen, dass die Parteien sich inhaltlich immer mehr annähren. Jetzt wird versucht sich im Wahlkampf so gut es geht unterscheidbar zu machen – und wieder heulen alle auf. Den politischen Gegner schlecht machen, das geht ja gar nicht. Meine Güte, wie leblos ist unsere Demokratie mittlerweile geworden, wie beliebig gehen wir Bürger mit den politischen Entscheidungen um. Im Vergleich zum derzeitigen Wahlkampf ist eine Fahrt im CityNight Line der Bahn ein echtes Erlebnis. Ich finde das schade, weil Demokratie lebt von aktiven Bürgern, von politischem Wettbewerb und dem Ringen um die besten Konzepte. Aber dieses Jahr rollt der Wahlkampf wie ein Schlafwagen vor sich hin. Da braucht sich dann keiner wundern, wenn die Leute zur Stimmabgabe nicht bewegt werden.

Ich habe mir mittlerweile die Wahlprogramme der im Bundestag vertretenen Parteien durchgelesen, nicht komplett, aber die wichtigsten Punkte. Und ich sehe da sehr wohl Unterschiede. Warum werden diese nicht auch nach außen getragen? Wieso wirbt keine Partei für ihre Politik auch einmal in klarer Abgrenzung zu den anderen politischen Akteuren? Michael Spreng, der ehemalige Medienberater von Edmund Stoiber, sieht ähnliche Ansätze und beklagt den Schlafwagen-Wahlkampf. Vielleicht kommt ja am Wochenende etwas mehr Pfeffer in den Wahlkampf durch die Landtagswahlen in Thüringen, Sachsen und dem Saarland. Eine detailierte Analyse gibt es bei ZEIT online.

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Nichts Neues in Sachen TV-Rechte bei Sky Deutschland. Es gibt noch keine Einigung bezüglich der Übertragung der Serie A und der Primera Division zu vermelden. Gestern hatte sich Sky Sports in UK die Rechte für drei weitere Spielzeiten an der spanischen Liga gesichert, in Deutschland warten die Fans noch vergeblich auf eine erfolgreichen Abschluss. Knapp zwei Monate nach Start von Sky in Deutschland macht sich bei den ersten Ernüchterung bereit. Was steht für den Sportfan auf der Haben-Seite: 1-2 Premier League Spiele mehr pro Wochenende und die Rechte an der Europa League. Ansonsten sei man an allem interessiert und man verhandelt über alles. Große Worte, wenig Taten bisher bei Sky Deutschland.

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Vergangene Woche hatte Medienmogul Rupert Murdoch die weiße Fahne gehisst und angekündigt die Gratis-Zeitung “London Paper” einzustellen. Der Guardian beleuchtet Hintergründe und Ursachen.

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Es ist ja so eine Sache mit Sport-Experten. Ich finde Experten, die den Moderatoren mit Rat und Tat zur Seite stehen, immer eine Bereicherung, solange sie mit Hintergrundwissen aufwarten können und auch einmal selbst Initiative ergreifen und nicht jedes Wort vom Moderator in den Mund gelegt bekommen müssen. Bisher haben mir ehemalige Aktive als Experten am besten gefallen, weil sie eben sich auch noch ein bisschen in die Spieler reinversetzen können. Dass ist da aber auch Unterschiede gibt, sieht man an Lars Ricken, der seit ein paar Tagen bei Sky regelmäßig auftaucht und alles andere ist – nur kein Experte. Da ist die Verpflichtung von Kevin Keegan als Fußballexperte für ESPN schon sehr viel interessanter von den Voraussetzungen. Und an dieser Stelle noch mal: Jeder TV-Sender kann sich glücklich schätzen, wenn Mirko Slomka als Experte eingeladen ist. Wenn er schon kein Trainer bei Hannover 96 werden wird…

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Bisher sind noch keine Protestbriefe von Liverpool-Fans bei der BBC, dem Guardian oder der Times eingegangen. Aber auch an der Anfield Road ist man ähnlich wie beim FC Bayern alles andere als zufrieden mit dem Saisonstart. 3 Punkte aus 3 Spielen ist für den Anspruch des FC Liverpool viel zu wenig. Gestern Abend setzte es eine 1:3-Niederlage daheim gegen Aston Villa. Und in den 90 Minuten wurde bisher so deutlich wie nie, dass den Reds Xabi Alonso enorm fehlt. Für Lucas sind die Fußstapfen derzeit noch minimum zwei Nummern zu groß. Phil McNulty von der BBC analysiert das Spiel in seinem Blog. McNulty twittert diese Saison auch von seinen Reisen zu den Spielen und der journalistischen Arbeit. Sehr interessant.

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Premier League 2009/2010 #3, Erkenntnisse nach 270 Minuten

Sonntag, 23. August 2009 11:43

Für die meisten Teams sind zumindest drei Spiele schon bestritten worden. Einzig und allein die Teilnehmer an den Playoffs zur Champions League und Europa League sowie Aston Villa und der FC Liverpool, die das Monday Nigh Game austragen, hinken noch ein bisschen hinterher. Trotzdem bietet sich einfach einmal die Gelegenheit auf die ersten Entwicklungen in der Premier League Saison 2009/2010 zu blicken. Natürlich ist der Erkenntniswert nach 180-270 Minuten noch eher gering, dennoch gibt es schon jetzt einige zumindest zarte Anzeichen, in welche Richtung es für welche Teams diese Saison gehen könnte.

London dominiert derzeit die Premier League. Auf den ersten drei Tabellenplätzen sind lediglich Klubs aus der Hauptstadt. Ganz oben stehen die Tottenham Hotspur und der FC Chelsea. Bei den Blues aus dem Westen Londons hätte man das schon eher erwarten können, bei den Spurs haben sich das wohl nur die kühnsten Propheten an der White Hart Lane erträumt. Für das Team von Harry Redknapp der beste Saisonstart seit fast 40 Jahren. 9 Punkte, drei Spiele, +6 Tore. In den Sportforen der englischen Tageszeitungen wird schon diskutiert, ob die Spurs die Phalanx der Big Four brechen können. Zum Vergleich: In der Vorsaison holten die Spurs ihre ersten neun Punkte erst bis zum 11. Spieltag. Damals gab es am 01. November ein 2:1-Heimsieg gegen den FC Liverpool. Im Prinzip wollte Tottenham auch schon die vergangenen Jahre unter Martin Jol und Juande Ramos in dieser Art und Weise wie jetzt in die Saison starten. Bloß hat es nur diesmal geklappt. Ich habe heute das Spiel der Spurs bei West Ham United auf Sky gesehen. Insgesamt ein etwas glücklicher Sieg, weil sich beide Teams über 90 Minuten nahezu auf Augenhöhe begegneten. Tottenham mit mehr Druck und Spielanteilen zu Beginn des Spiels, die Hammers brauchten ein wenig Zeit um ins Spiel zu kommen, konnten aber insbesondere in der zweiten Halbzeit das Spiel ausgeglichen gestalten. Knackpunkt für den Sieg der Spurs die eher schwache linke Seite von West Ham, auf der der flinke Aaron Lennon sich immer wieder gegen Jonathan Spector durchsetzen konnte. Insgesamt sollte den Hammers um ihre Leistung aber nicht bange sein, denn das war heute völlig ok.

Richtig gut in die Saison ist auch der FC Arsenal London gestartet. Zwei überzeugende Siege in der Premier League beim 6:1 in Everton und dem 4:1 im Emirates Stadium gegen den FC Portsmouth. Vor der Saison wurde von vielen Experten verkündet, dass insbesondere die Gunners aufgrund der Abgänge von Toure und Adebayor und der wenigen hochkarätigen Neuverpflichtungen prädestiniert seien für das Herausfallen aus den Top Four. Momentan sind die Anzeichen ganz offensichtlich dafür ehe gering. Trotzdem sollte man den Auftakt nicht allzu hoch bewerten. Everton hatte am Auftaktspieltag einen miserablen Samstagabend erwischt und Portsmouth kann in der jetzigen Form wirklich nicht der Gradmesser sein für den FC Arsenal. Wenn die Gunners im Emirates Stadium Platz und wenig Gegenwehr beim Kombinieren bekommen, sind solche Ergebnisse wie gegen Pompey fast schon Standard. Auch die neu formierte Innenverteidigung mit Willam Gallas und Thomas Vermaelen wurde noch wenig geprüft. Die großen Bewährungsproben kommen dann nächsten Samstag mit dem Auswärtsspiel bei Manchester United und dem Beginn der Champions League. Allerdings ist es fürs Erste erstaunlich, wie kombinationssicher und zielstebig vor dem gegnerischen Tor die Londoner agieren. Momentan ist wenig vor der schlechten Chancenverwertung der letzten Saison zu sehen. Offensiv scheint man diese Saison mehr Möglichkeiten denn je für den Torerfolg zu haben. Momentan ist der Erfolg von Arsenal eine Momentaufnahme, die Arsene Wenger aber gerne mitnimmt zur Unterstützung seiner Philosophie. Und wer die Tore der Gunners noch nicht gesehen hat, einfach mal irgendwo anschauen. Fußball kann so schön und einfach sein!

Manchester United hingegen müht sich ein bisschen in die Saison hinein, wobei das eigentlich nicht ganz so besonders ist. Auch letzte Saison startete man nicht mit einer perfekten Ausbeute. 1:0 gegen Birmingham, Niederlage beim Aufsteiger Burnley, Kantersieg dank starker zweiter Hälfte bei Wigan Athletic. Sechs Punkte nach drei Spielen ist keine schlechte Bilanz für ein Team, das – auch wenn man es vielleicht nicht gerne hören mag – ein bisschen im Umbruch steckt. Rooney ist im Sturm im Moment noch weitesgehend auf sich alleine gestellt, Berbatov muss seine Rolle erst noch finden, und das Mittelfeld lässt ohne Christiano Ronaldo sehr viel Torgefahr vermissen. Da sind kleine Erfolge, wie das erste Tor von Michael Owen, schon ein großer Schritt nach vorne. Bei Man Utd hängt vieles in dieser Saison, so sieht es zumindest bisher aus – vom Sturm ab. Harmonieren Rooney, Berbatov und Owen, hat Man Utd wenig Probleme. Tun sie es nicht, und das Mittelfeld bleibt weiterhin eher ungefährlich bei den Torversuchen, gibt es eben solche Niederlagen wie gegen den FC Burnley. Und sollte es davon zu viele geben, fährt der Meisterschaftszug im März dann ohne die Red Devils ab. Was Man Utd noch braucht, ist ein torgefährlicher Mittelfeldspieler, der auch so ein bisschen die Aufmerksamkeit von Rooney nimmt und gleichzeitig mehr Platz für Antonio Valencia ermöglicht.

Ähnliches wie für Manchester United gilt auch für den Stadtrivalen Manchester City. Das sieht alles noch ein bisschen uneingespielt und mühsam aus. Aber solange man gewinnt, dürfte das Mark Hughes egal sein. Guter Saisonstart auch für den FC Sunderland, wo man nach drei Spielen schon sehr gut die Handschrift vom neuen Trainer Steve Bruce lesen kann. Siege gegen Blackburn und Bolton, Niederlage trotz starker erster Hälfte gegen Chelsea. Wenn man so weiterspielt, ist man auf einem sehr guten Wege wenig mit dem Abstieg zu tun zu haben. Denn solche Siege wie gegen die Rovers und Wanderers sind essentiell, gegen Chelsea kann man ruhig verlieren. Die Abwehr wirkt mit Neuzugang Cattermole sehr viel stabiler und im Sturm hat man mit Darran Bent und Kenwyne Jones zwei sehr agile und treffsichere Spieler. Im Rahmen ihrer Möglichkeiten sind Stoke und Birmingham in die neue Saison gestartet. Die Schwierigkeiten der Premier League durfte an den ersten Spieltagen auch Aufsteiger Wolverhampton erfahren, der jetzt aber zumindest einen Sieg auf dem Konter hat und eine lange erfolgslose Durststrecke zum Auftakt erstmal vermeiden konnte. Ebenso wie Hull City nach dem 1:0 gegen die Bolton Wanderers. Schon zwei Siege verzeichnet der FC Burnley. Heute ein 1:0 gegen den FC Everton. Platz 7 nach drei Spieltagen – optimaler Beginn für den Aufsteiger vom Turf Moor.

Ganz am Tabellenende steht derzeit wenig überraschend der FC Portsmouth, die beim Auswärtsspiel im Emirates immerhin ihr erstes Saisontor geschossen haben. Ich sehe im Moment wenig Anzeichen, wie Pompey nach 90 Minuten mal ein Spiel gewinnen soll. Unter der Woche kamen erste Gerüchte auf, wonach Torwart David James möglicherweise den Verein verlassen könnte, eventuell in Richtung Tottenham. James macht sich Sorgen um seine Teilnahme an der WM in Südafrika, sollte er weiterhin bei der Schießbude der Liga im Tabellenkeller stecken. Und so finanziell schlecht, wie Portsmouth derzeit dasteht, bringen Transfererlöse notwendige liquide Mittel. Und sollte James auch noch gehen, könnten die Lichter sportlich bereits an Weihnachten ausgehen.

Auch der FC Everton hat einen miserablen Saisonstart hingelegt. Zwei Spiele, zwei Niederlagen, 1:7 Tore. Dazu das Theater um Innenverteidiger Juleon Lescott. Das sollte sich jetzt aber zumindest gelegt haben. Lescott wird in den nächsten Tagen zu Manchester City für eine Ablösesumme von 22 Millionen Pfund wechseln. Geld, das die Toffees dann für Transfers zur Verfügung haben. Trainer Moyes hat schon mal klar gemacht, dass dringend etwas getan werden muss. Da kommen ihm die beiden Auftaktniederlagen zumindest in dieser Hinsicht gerade richtig.

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Just four friends trying to make great music

Donnerstag, 20. August 2009 22:38

Coldplay spielen Acoustic-Version von Yellow am 18.06.08 bei der BBC. Foto: kavita41

Coldplay spielen Acoustic-Version von Yellow am 18.06.08 bei der BBC.

“In a telescope lens, and all you want is friends. I’ll see you soon” Coldplay – See You Soon

Am Dienstag ist es dann endlich soweit: Coldplay Open Air in Hannover – und der Tag, auf den ich mich seit Monaten freue. Zum ersten Mal meine absolute Liebligsband auf Stadiontour in Deutschland. Coldplay – eine der derzeit angesagtesten und erfolgreichsten Musikgruppen des 21. Jahrhunderts, aber auch eine etwas seltsame Band. Vier Männer, die ein bisschen in ihrer ganz eigenen Welt leben und damit Coldplay anders machen als viele erfolgreiche Musikgruppen. Irgendwo zwischen der Schüchternheit eines Chris Martin und dem Selbstbewusstsein weit über 30 Millionen Alben verkauft zu haben, begeistern Coldplay seit fast 10 Jahren – in ihrer ganz eigenen Welt. Coldplay sind anders, aber trotzdem besonders. Und das vor allem aufgrund ihrer Musik.

Wie wird eine Band zu einer Lieblingsband? Ich hatte 2001 in das schon etwas ältere Debüt-Album “Parachutes” reingehört, ganz zufällig, weil ich das Cover mit dem Globus so schön fand. Und ich war von der Musik ganz angetan und hatte Coldplay weiter in meinem Hinterkopf. 2002 kam dann ja das zweite Studioalbum A Rush Of Blood To The Head – und seitdem hatte es mich völlig gepackt. Ich war so fasziniert von der Musik, von den wunderschönen Balladen wie “The Scientist” und “Green Eyes” von “Clocks” und der nachdenklichen und mächtigen Song “Politik”. Drei Jahre später dann der nächste Schritt. Ich fand das dritte Album X&Y noch einmal besser, allen voran “Speed of Sound” und “Fix You”. Und seitdem so oft es eben geht auf die Konzerte gegangen, viel über Coldplay gelesen und gesehen. Doch nach X&Y wurde es lange ruhig um Chris Martin, Jonny Buckland, Will Champion und Guy Berryman, die sich damals auf dem College getroffen hatten um Musik zu machen. Just four friends trying to make great music. Und nach dem dritten erfolgreichen Studioalbum stellte sich dann die Frage, wie man weiter erfolgreich sein kann, was man neu und besser machen kann und muss, um weiterhin die Arenen und Stadien voll zu bekommen.

Und wenn man diesen Revitalisierungsprozess von Coldplay vor ihrem vierten Studioalbum Viva la Vida or Death and all his Friends verstehen will, muss man sich ein wenig mit dem Innenleben der Band vertraut machen, soweit es zumindest an die Öffentlichkeit drängt. Chris Martin, Frontman und Lead Singer von Coldplay, hat einmal gesagt, sass er nicht so wie Usher tanzen kann, nicht so wie Beyonce singen kann und seine Songs nicht so schreiben kann wie Elton John. Deshalb beruhe Coldplays Erfolg vielmehr auf Enthusiasmus und Leidenschaft, als auf die Fähigkeiten aller vier Bandmitglieder. “We can do the best with what we’ve got.” Und dafür brauchte es eben eine kleine Erneuerung, mehr Frische, mehr Kreativität um ein weiteres Kapitel an die Trilogie der ersten Alben zu hängen. Weniger Trauer, weniger Melancholie, mehr Begeisterung und Leben in den Songs. Parallel dazu geben sich Coldplay auf ihren Konzerten anders. War es vor fünf Jahren fast noch Schüchternheit, sind es heute Hingabe und Interaktivität mit den Fans. Man traut sich zu kommunizieren, so blöd das auch klingen mag. Eben weil man es sich selbst bewiesen hat, dass man durch Veränderung noch mehr Erfolg haben kann. Das nehmen auch die eher zurückhaltenden, schüchternen Jungs von der Insel sehr erfreut zu Kenntnis. Auch wenn man eigentlich nie richtig im Rampenlicht stehen möchte. Man möchte nur Musik machen und am liebsten auf Interviews verzichten. So groß das Befremdnis gegen Kommerz und Kommerzialisierung – man ist selbst in dieser Blase drin und versucht sich immer besser in ihr zurechtzufinden. Vor drei Jahren eine Charaktereigenschaft der Band, die schwer vorstellbar schien. Coldplay haben sich selbst mal als eine Band mit einer komplizierten menschlichen Beziehung, als eine seltsame Ehe bezeichnet – nur zu viert und ohne Sex. Und vielleicht hat genau der im übertragenden Sinne gefehlt – und Leidenschaft war wieder von Nöten nach X&Y für den kleinen, aber feinen Wandel von Coldplay, musikalisch, wie vom Auftreten in der Öffentlichkeit.

Was macht Coldplay nicht nur für mich so besonders? Vor allem ist es eben die Musik, die vielen Titel, welche man zu so vielen unterschiedlichen Zeitpunkten und verschiedenen Gefühlslagen hören kann. Wenn man traurig ist, dann die großartige Ballade “The Scientist”, das von dem Ende einer Beziehung handelt und das Leben  eines engen Freundes der Band erzählt. Oder die Aufbruchstimmung von “Fix You”, nach jedem Tief kommt auch ein Hoch. Das Lied ist übrigens für Martins Ehefrau Gwyneth Paltrow geschrieben worden, deren Vater gestorben war. Oder eben das fröhliche Viva la Vida. Alles ist so wie es ist – und es ist gut so. Aber es ist eben nicht nur die Musik. Mir gefällt auch, wie Coldplay sich nach außen geben, wie sie als Band zusammenhalten und mit dem Ruhm und dem Erfolg umgehen. Die britische Presse mag das zwar gerne mal als zu ehrlich und langweilig berzeichnen, aber ich finde es eine Bereicherung, wenn man nur durch Musik und gesellschaftliches Engagement auffällt. Und nicht durch Skandale, Drogenexzesse oder Pöbeleien. Ich sehe Will Champion lieber hundertmal Fußball spielen vor einem Konzert als irgendwie seinen Rausch auszuschlafen. Und Chris Martin schafft auf der Bühne auch immer besser den Spagat zwischen ängstlich und selbstbewusst. Aber stets ehrlich und authentisch.

Wer Drogen nimmt, fliegt weiterhin raus. Nur eine der vielen Band-Regeln. Man möge doch mystisch bleiben und eher wenig Interviews geben. Und Alben dürften fortan nicht mehr länger als 42 Minuten sein. Als Reaktion darauf, dass Chris Martin am liebsten noch heute drei Songs vom X&Y Album streichen würde. Natürlich steht Martin besonders im Mittelpunkt der Boulevard-Welt, nicht nur wegen Coldplay, sondern auch seiner Ehefrau, Hollywood-Star Gwyneth Paltrow. Aber ich kenne wenige Menschen, die damit so zurückhaltend umgehen. Keine Kameras, wenn sie zusammen sind, keine gemeinsamen Interviews, die privaten und beruflichen Leben sind strikt getrennt. “It feels best”, sagt Chris Martin. Und am allerbesten ist es, wenn er darüber Journalisten gar keine Auskunft geben muss. Da freut sich auch der Rest der Band. Auf die Frage, welche Songs Chris Martin in seiner Top Drei sehen würde, nannte er vier: Politik, Fix You, Yellow und Clocks. Ich gehe mal davon aus, dass wir alle am Dienstag hören werden. Und dass er vier statt drei nennt, kann man Chris Martin nun wirklich nicht böse nehmen. Neues Selbstbewusstsein wäre es gewesen, wenn er gleich zehn aufgezählt hätte.

Was die Zukunft von Coldplay angeht, herrscht für die Fans erstmals Beruhigung. Gerüchte, die im Winter aufkamen, wonach die Band sich trennen werde, waren Gerüchte. Mehr nicht. Am neuen Album wird bereits gearbeitet. Es soll angeblich etwas ganz Neues sein. Das kann bei Coldplay nie verkehrt sein. Trotzdem ist es immer wieder schön alte Songs und Melodien zu hören. Darauf freue ich mich am Dienstag. Und live ist Coldplay sowieso ein unbeschreibliches Erlebnis. Und solange Chris Martin noch Songs schreibt, bis sein Haar wächst, weiß ich, dass Coldplay uns noch ein paar Jahre erhalten bleiben. Vielleicht ein weniger mystisch als bisher.

Und wie die neue Kreativität aussieht, sollte sich diese Acoustic-Version von Yellow anschauen.

Look at the stars, look how they shine for you, and everything you do, and they were all yellow.

Foto: kavita41

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Feels like home without home

Mittwoch, 19. August 2009 22:19

Düsseldorf

Weniger erreicht als ich gedacht und erhofft hatte. Uni-Krams lief super, Wohnung solala. Dafür kenne ich jetzt Düsseldorf immer besser, weiß, in welche Straßenbahn ich steigen muss ohne nochmal vorher in den Faltplan zu schauen und weiß jetzt auch, wo man wohnen kann und was man besser meiden sollte. Und trotz 33 Grad und langen Fußmärschen durch Düsseldorf habe ich in einer perfekten Wohnung den Schimmel im Badezimmer entdeckt. Man muss ja immer das Positive aus dem Leben ziehen.

To be continued.

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Medien-Sport-Politik, 18.08.2009

Dienstag, 18. August 2009 9:18

Bevor ich für einen Tag und eine Nacht nach Düsseldorf aufbreche um den Wohnungsmarkt anzuschauen und Papierkram an der Uni zu erledigen, noch ein paar Informationen, die nicht unerwähnt bleiben sollen.

Auch an dieser Stelle noch einmal der Hinweis auf die wieder sehr interessante und bisher gut aufbereitete Themenwoche von Sky News. Aufghanistan: The Future. Es gibt tagsüber immer wieder Hintergründe, Dokumentationen und Schalten zu dem exzellenten Jeremy Thompson, der live in Kabul diese Woche ist. Zu empfehlen auch die Eindrücke von Nick Ludlam aus der Forward Operating Base Jaker. Alle weiteren Informationen gibt es hier. Am Donnerstag finden in Afghanistan Präsidentschaftswahlen statt.

Einen guten Artikel über die Rolle des derzeitigen Präsidenten Hamid Karzai in der aktuellen Ausgabe des Economist.

Die Zahl der toten Soldaten aus Großbritannien hat am Wochenende erstmals die 200 überschritten. Und so ganz allmählich bekommt auch die Insel eine politische Diskussion über den Krieg in Afghanistan, die Sicherheit der Soldaten und den Sinn des Kampfeinsatzes. Premier Gordon Brown hatte am Sonntag in einem Interview gesagt, dass die Arbeit und das Engagement der Soldaten am Hindukusch Großbritannien sicherer mache und dies immer wieder mit der Gefahr des islamistischen Terrorismus begründet, der sich am deutlichsten bei den Anschlägen von London im Sommer 2005 gezeigt habe. Der Guardian hat Zahlen und Hintergründe zu der Anzahl der toten Soldaten von der Insel. Besonders auffällig: Die steigende Zahl toter Soldaten in Afghanistan. Da ist in Großbritannien die politische Diskussion erst am Anfang.

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Kein Tag vergeht, wo die BBC nicht im Blickpunkt der Medien-Seiten der englischen Tageszeitungen steht. Zu groß, zu teuer, zu viel Meinungsmacht. Da ist die Kritik, die ein ehemaliger Mitarbeiter an BBC Radio 2 äußert, ja fast schon milde. Auch für die deutschen Radiosender vielleicht ganz interessant zu lesen.

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Angela Merkel war gestern Abend in Bremen zu einer Wahlkampfrede auf dem Marktplatz. Spontan habe ich mich doch noch entschlossen ihr zuzuhören. Die Rede fand ich höchstens durchschnittlich, ich hätte mir gerne mehr konkrete inhaltliche Forderungen gewünscht. So blieb der große Teil ihrer Rede meist sehr vage. Man müsse alles tun um zu verhindern, dass diese Wirtschafts- und Finanzkrise nicht wieder passiere. Doch wie die Politik das erreichen kann, sagte Merkel nicht. Der Weser-Kurier fasst die wichtigsten Aussagen zusammen. Und da ist schon das Optimum rausgeholt worden. Schade, Chance verpasst. Wenn man Merkels Rede dagegen mit der des CDU-Landesvorsitzenden Röwekamp vergleicht, war Merkel brilliant. Einer der ersten Sätze von Röwekamp: “Bremen ist Merkel-Land”. Da hat der halbe Marktplatz gelacht. Wichtigtuer. Mehr nicht.

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Nichts Neues übrigens in Sachen Primera Division und Serie A bei Sky. Man teilte mir auf meine Anfrage nur mit, dass man weiter verhandele und bei erfolgreichem Abschluss eine Pressemitteilung herausgebe. Ich lehne mich einmal ein bisschen aus dem Fenster, was reine Spekulation ist: Primera Division sehen wir ab dieser Saison mit drei Spielen pro Woche. Serie A nicht, wahrscheinlich erst nächste Saison, wenn die Kasse eventuell ein wenig voller ist. Ist aber mein derzeitiger Tipp. Und dass verhandelt wird, sagt Sky. Wie es wirklich hinter den Kulissen aussieht, weiß wohl nur Carsten Schmidt.

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Dafür läuft die Premier League dankenswerter Weise wieder auf sehr gutem Niveau bei Sky. Fünf Spiele am ersten Wochenende, am kommenden Wochenende sind es wegen des Spielplans nur vier, aber damit kann ich gut leben. Der 2. Spieltag der Premier League Saison 2009/2010 steht heute und am Mittwoch auf dem Programm. Sky zeigt heute Abend ab 20:40 Uhr Sunderland gegen Chelsea mit Markus Gaupp und morgen Abend ebenfalls ab 20:40 Uhr Burnley gegen Manchester United. Die Heimpremiere der Clarets im Turf Moor kommentiert Marcel Meinert. Für den FC Chelsea keine leichte Aufgabe heute Abend in Sunderland. Die Black Cats sind gut in die Saison gestartet, gegen Bolton wirkte insbesondere das Zusammenspiel im Mittelfeld und das Verständnis mit den beiden Stürmern schon recht gut für den Beginn einer Saison. Bei Chelsea wirkte gegen Hull City noch vieles ungenau, wenig eingespielt und häufig durch Zufall produziert. Manchester United möchte in Burnley den zweiten Saisonsieg, Burnley den ersten Punktgewinn.

Wigan will den tollen Saisonstart mit dem Auswärtssieg bei Aston Villa jetzt mit einem Heimsieg gegen die Wolverhampton Wanderers krönen und erstmals Tabellenführer für eine Nacht werden. Für die Wolves würde das die zweite Auftaktniederlage bedeuten. Liverpool will den fürchterlichen Saisonstart mit einem Heimsieg gegen Stoke City vergessen machen. Letzte Saison gab es an gleicher Stelle nur ein 0:0. Um den ersten Saisonsieg kämpfen Birmingham und Portsmouth im St. Andrews Park. Und Hull City will den Höhenflug der Tottenham Hotspur stoppen.

Und dann ist da heute Abend ja noch der Battle of Britain, Celtic-Arsenal. In diesem Sinne Cheers und bis die Tage.

Thema: Medien-Sport-Politik | Kommentare (0) | Autor: medispolis

Premier League 2009/2010 #1, Tottenham Hotspur – FC Liverpool

Sonntag, 16. August 2009 16:23

[18h58] Endstand Tottenham Hotspur – FC Liverpool 2:1

Insgesamt verdienter Sieg für die Spurs gegen alles in allem enttäuschende Reds, besonders in der ersten Hälfte. Zum Ende dann ein wenig Aufbäumen, aber wenig klare Chancen.

Erstes Premier League Wochenende ist im Kasten – und es macht schon wieder richtig Spaß zuzuschauen. Dienstag und Mittwoch bereits der nächste Spieltag, allerdings nur mit sechs Spielen. Dann an dieser Stelle ohne Live-Blog, weil ich Dienstag und Mittwoch in Düsseldorf sein werde.

[18h56] Wechsel Tottenham Hotspur: Roman Pavlyuchenko für Jermain Defoe

[18h55] Drei Minuten Nachspielzeit

[18h50] Meine Güte, ich will kein Schiedsrichter sein. Toller Angriff von Liverpool. Benayoun auf Voronin, der in vollem Lauf einen Schubser von Assou-Ekotto bekommt. Ein Kann-Elfmeter würde ich sagen. Wird aber nicht gegeben. Gomes hat den Ball sicher.

Eine Minute später: Torres schießt Assou-Ekotto den Ball an die Hand, aber keine aktive Bewegung zum Ball. Hier richtig, auf keinen Elfmeter zu entscheiden. Sehr spannende Schlussphase. Liverpool kommt auf den letzten Drücker.

[18h47] Wechsel Tottenham: Jamie O’Hara für Luka Modric

Sieben Minuten noch. Tottenham wird ein wenig nachlässig, Liverpool bis auf wenige Ausnahmen aber komplett ungefährlich vor dem Tor der Spurs.

[18h43] Hertha-Fans aufgepasst. Voronin kommt bei den Reds für Dirk Kuyt.

[18h39] Wechsel FC Liverpool: Daniel Ayala für Skrtl. Der mit schmerzverzerrtem Gesicht den Platz verlässt. Ayala 18 Jahre alt, erstes Premier League Spiel.

[18h37] Mal wieder eine gute Chance für den FC Liverpool. Torres gibt auf den rechten Flügel raus zu Johnson. Von dort kommt eine scharfe Flanke direkt vors Tor. Torres in der Mitte kann sich nicht ganz durchsetzen, Kopfball geht knapp daneben. Nochmal Schlussoffensive der Reds?

[18h35] So ereignislos die erste Halbzeit war, umso spannender und dramatischer sind die zweiten 45 Minuten.

[18h32] Längst überfälliger Wechsel beim FC Liverpool. Yossi Benayoun kommt für Ryan Babel. Bei den Spurs jetzt Peter Crouch für Robbie Keane.

[18h28] Da hatte man den Eindruck, Liverpool könnte sich ein bisschen konsolidieren nach dem Ausgleich. Man wirkte ein wenig sicher, Selbstvertrauen kehrte zurück. Tottenham für einen Moment ein wenig aus dem Konzept. Und dann nach einer Standardsituation fiel man in den Trott der ersten Hälfte zurück. Und muss jetzt wieder dem Rückstand hinterher laufen.

[18h24] 2:1, Sebastien Bassong, 59. Minute

Und fast im Gegenzug wieder die Führung für die Spurs durch den Neuzugang aus Newcastle. Freistoß von Modric (Carragher hatte Defoe gefoult), der den Ball butterweich in die Mitte schiebt. Bassong setzt sich gegen Johnson und Carragher durch. Schöner Kopfball, keine Chance für Reina. Und Liverpool für die Passivität bestraft. Da ist keiner hochgesprungen.

[18h20] 1:1, Steven Gerrard, 56. Minute

Und plötzlich ist der FC Liverpool wieder in diesem Spiel. Tolle Einzelaktion von Johnson auf rechts, dribbelt sich durch zwei Mann durch, Gomes kommt einen Tick zu spät und foult Johnson im Strafraum. Klarer Elfer. Gerrard verwandelt ganz sicher, in die Mitte unters Dach.

Da muss ein Außenverteidiger mal die Initiative ergreifen…

[18h19] Elfmeter FC Liverpool

[18h18] Pepe Reina zeigt einmal mehr, warum er ein richtig guter Torwart ist. Fernschuss von Palacios aus 20 Metern, der Spanier kann den Ball mit den Fingerspitzen gerade noch über die Latte lenken.

Spiel wieder ein bisschen verflacht. Spurs ziehen sich ein wenig zurück und lauern. Liverpool schafft es immer noch nicht das Spiel völlig an sich zu reißen.

[18h13] Endlich mal ein vernünftiger Angriff des FC Liverpool. Über drei Stationen. Kuyt auf Torres, der auf Gerrard zulegt. Der Kapitän mit Schuss aus 20 Metern ganz knapp am Tor vorbei.

[18h10] Beginn 2. Halbzeit

Keine Wechsel. Skrtl und Carragher noch mit dabei. Ich würde bei Liverpool jetzt gerne Benayoun sehen, zumal Babel auf links ein Totalausfall ist.

[17h52] Halbzeit Tottenham Hotspur – FC Liverpool 1:0

30 Minuten passierte wenig an der White Hart Lane. Da war die Kieferverletzung von Skrtl schon der interessanteste Fakt. Dann wachte Tottenham plötzlich auf. Keane hatte die fantastische Gelegenheit auf 1:0 zu stellen, scheiterte aber an Reina. Weitere Chancen folgten, bevor Assou-Ekotto mit Gewalt die Führung gelang. Bei Liverpool geht so gut wie gar nichts zusammen. Kuyt auf rechts noch bemüht, Gerrard weiß gar nicht, wo er zuerst sein soll. Babel und Torres schlicht nicht im Spiel. Der Unterschied in diesem Spiel: Bei den Spurs lief 30 Minuten nichts zusammen, bei Liverpool 45. Insgesamt eher schwaches Spiel mit vielen Fehlern, Tottenham trotzdem aufgrund der Leistungssteigerung in den letzten 15 Minuten verdient vorne.

[17h49] Bei Liverpool läuft gar nichts zusammen. Gar nichts.

[17h47] 1:0, Benoit Assou-Ekotto, 44. Minute

Traumtor für die Spurs zum Ende der ersten Hälfte. Gab einen Freistoß für die Gastgeber, den Huddlestone in die Mauer beförderte. Der Abpraller kommt zu Assou-Ekotto und der drischt den Ball durch alle Mann hindurch mit einer atemberaubenden Geschwindigkeit in den Winkel. Null Chance für Reina. Absolut verdiente Führung für Tottenham

4 Minuten Nachspielzeit in der ersten Hälfte.

[17h44] Liverpool konnte sich in den letzten Minuten mal wieder ein bisschen befreien, waren, drei, vier Minuten in der Hälfte der Spurs. Robbie Keane derweil mit seiner dritten guten Torchance – alle leichtfertig vergeben.

[17h36] Und wieder die riesengroße Chance zur Führung für die Spurs. Einen langen Ball von Gomes verpassen Lucas und Gerrard im Mittelfeld, Modric hat ganz viel Platz, spielt in die Schnittstelle auf Keane, der den Ball über Reina lupfen will. Doch der Keeper der Reds bleibt lange stehen und kann zur Ecke klären. Oberwasser für die Spurs jetzt.

[17h32] Erster Torschuss in dieser Begegnung. Gerrard aus halbrechter Position knapp am Tor vorbei. Und im Gegenzug die 100%-Chance für Robbie Keane. Flanke von Palacios zu lang, doch Modric kann den Ball im Spiel halten, gibt in die Mitte, wo Keane Skrtl davon gelaufen ist und völlig frei vor dem Tor steht. Völlig frei. Doch Reina mit sensationallem Reflex gegen den Kopfball von Keane. Die Fans hatten den Torschrei schon auf den Lippen.

[17h28] Skrtl zum Beißtest wieder an der Seitenlinie. Scheint wohl größere Schmerzen und Schwierigkeiten mit dem Kiefer zu haben. Und das ist bisher auch das Interessanteste an diesem Spiel. Sonst noch viele Baustellen bei beiden Teams, viel Stückwerk, das sich vor allem im Mittelfeld abspielt. Kein gutes Spiel.

[17h24] Immerhin einmal ein bisschen Aufregung auf dem Platz. Ansonsten völlig ausgeglichenes Spiel mit wenig Torraumszenen.

[17h21] Mascherano macht den Rechtsverteidiger, Johnson vorerst den Innenverteidigern. Benitez hat nicht vor zu wechseln. Beide kommen zurück auf dem Platz mit Kopfbinde. Englischer Fußball halt. Da muss man durch.

[17h18] Ganz böse und blöde Situation aus Sicht der Reds. Carragher und Skrtl gehen beide völlig unbedrängt zum Kopfball, kein Gegenspieler weit und breit in Sicht. Beide sprechen sich nicht ab und prallen in der Luft zusammen. Carraghers Kopf an den Kiefer von Skrtl. Beide haben Blut im Gesicht und wirken leicht benommen. Skrtl wohl mit einem Cut an der Lippe. Liverpool vorerst zu neunt. Skrtl muss etwas länger behandelt werden. Carragher auch.

[17h13] Knapp 10 Minuten gespielt. Bis jetzt ist ein gemütlicher Sonntagnachmittagkick, der sich noch in der Findungsphase befindet. Liverpool optisch ein klein wenig überlegen. Aber bis jetzt ist wenig passiert.

[17h03] Beginn 1. Halbzeit

Die Spurs ganz in weiß mit Anstoß von rechts nach links. Liverpool traditionell ganz in rot.

[17h00] Sonne und fast 25 Grad in London. Zunächst wieder Applaus für den verstorbenen Sir Bobby Robson.

[16h57] Eine Sache müssten mir die ganzen Premier League Kritiker noch mal erklären. Wenn die Ticketpreise so unglaublich hoch sind, warum gehen jede Woche so viele Menschen ins Stadion und schauen die Spiele bei Sky im Pay-TV? Ich will es ja mal nur gesagt haben…

[16h51] Die Aufstellungen an der White Hart Lane

Tottenham Hotspur: Gomes – Corluka, King, Bassong, Assou-Ekotto – Lenon, Palacios, Huddlestone, Modric – Defoe, Keane

FC Liverpool: Reina – Johnson, Carragher, Skrtl, Insua – Mascherano, Lucas – Kuyt, Babel – Gerrard, Torres

Gerrard also rechtzeitig fit geworden für das Spiel in London. Wird wohl hängende Spitze hinter Torres sein, Babel und Kuyt mehr über die Außenbahnen, Mascherano soll defensiv absichern. Benayoun eher überraschend nur auf der Bank. Neuzugang Glen Johnson debütiert auf der Rechtsverteidigerposition. Bei den Spurs Neuzugang Bassong ebenfalls gleich in der Startelf. Ansonsten das gewohnte Personal mit dem flinken Aaron Lennon über rechts, Modric wohl eher zentral hinter den Spitzen. Im Mittelfeld bin ich besonders auf Palacios gespannt, der im Januar von Wigan kam und noch nicht so ganz die Erwartungen erfüllt hat.

[16h44] Natürlich ist es noch der erste Spieltag – und man sollte vorsichtig sein, schon irgendwelche Schlüsse aus den ersten 90 Minuten zu ziehen. Aber eines zeigt sich zumindest, dass für alle Teams – Sieger wie Verlierer – noch eine Menge Arbeit wartet, weil noch nicht alles rund lief. Auch für Arsenal, die vor allem die verletzten Spieler integrieren müssen und dringend einen größeren Innenverteidiger brauchen. Wenn nämlich Gefahr für Almunia aufs Tor gestern kam, dann auch per Kopf. Fellaini’s Kopfball konnte von Denilson erst auf der Linie gerettet werden. Auch bei Chelsea und Man Utd läuft noch nicht alles rund. Chance für die kleinen Teams vielleicht den ein oder anderen Punkt zu ergattern. Hull City war kurz davor, City fehlte es an Cleverness. Mal sehen, wie die Spurs das gegen Liverpool hinbekommen.

[16h38] Vielleicht noch ein, zwei Sätze zu den Spielen von gestern. Größte Überraschung für mich der souveräne Auswärtssieg von Wigan Athletic bei Aston Villa. Damit hatte ich überhaupt nicht gerechnet. Vom Ergebnis hatte er FC Arsenal natürlich Maßstäbe gesetzt. 6:1 beim FC Everton spricht eine deutliche Sprache. Trotzdem würde ich das Ergebnis nicht zu hoch bewerten, weil Everton fast über 90 Minuten komplett neben sich stand. Und dass Arsenal die Qualität solche Schwächen auszunutzen, war schon vor dieser Saison bekannt. Erstaunlich die vielen Auswärtssiege. Fulham bei Portsmouth, West Ham bei den Wolves und Sunderland in Bolton. Da hatten die Heimfans eher wenig zu lachen.

[16h31] Erste News von der White Hart Lane: Gerrard und Torres starten für die Reds, im Sturm bei den Spurs Robbie Keane und Jermain Defoe. Peter Crouch nur auf der Bank vorerst.

[16h29] Manchester United hat eben sein Auftaktspiel in die neue Saison mit 1:0 gegen Birmingham City gewonnen. Das Ergebnis sieht enger als, als der Spielverlauf in der nur durchschnittlichen Partie war. Man Utd hatte das Spiel meist im Griff, ließ aber in der Defensive auch einige Chancen für City zu, welche die Blues aber nicht konsequent nutzten. In Ansätzen hat mir die Offensive von den Red Devils schon ganz gut gefallen. Valencia hatte einige gute Momente, Rooney war richtig präsent in der Offensive, nicht nur wegen des Tor des Tages. Insgesamt wird Sir Alex aber feststellen müssen, dass United noch ein paar Spiele braucht um sich richtig einzuspielen. Birmingham wirkte für mich insgesamt zu passiv, gerade Mitte der zweiten Hälfte, wo Man Utd ein wenig das Tempo drosselte. Wenn sich – auch dank Unstimmigkeiten in der Abwehr von United – dann Chancen für Birmingham anboten, wirkte man zu unüberlegt und hektisch vor dem Tor von Ben Foster. Pluspunkte bei City für Torwart Joe Hart, der einige tolle Paraden zeigte. Für United schon mal ein Fortschritt im Vergleich zur letzten Saison, als man nur unentschieden spielte. Trotzdem noch eine Menge Arbeit für Trainer Ferguson.

[16h23] Schönen Sonntagnachmittag zusammen. Abschlussspiel des ersten 1. Spieltages in der Premier League zwischen Tottenham und Liverpool steht auf dem Programm.

Thema: Premier League | Kommentare (1) | Autor: medispolis