Beiträge vom September, 2009

Die letzten Tage in Bremen

Sonntag, 27. September 2009 18:15

Ich weiß, dass es hier die letzten Tage mal wieder ein wenig ruhiger war. Ich habe aber auch den ersten Teil meines Umzuges nach Düsseldorf absolviert. Mittlerweile sind alle meine Möbel in der neuen Wohnung, ich bleibe aber Bremen noch eine Woche erhalten und werde von Hannover aus pendeln. Am 05.10 geht es dann endgültig von Weser und Leine an den Rhein. Fällt es mir schwer Abschied zu nehmen? Ja! Freue ich mich auf die neue Zeit? Ja! Irgendwie ist eine Woche zwischen ein bisschen Traurigkeit und Vorfreude auf eine neue Zeit. Und soweit liegen Bremen, Hannover und Düsseldorf auch nicht auseinander. Gibt es nicht schon genug Gründe für den Wechsel nach Düsseldorf aufgrund des Studiums, gefällt mir das kulturelle Angebot in der Region unfassbar gut. Da muss ich schon mit Bedacht auswählen, was ich alles sehen möchte. Also, jetzt an diesem Sonntagnachmittag liegt erstmal noch eine Woche im schönen Bremen vor mir, auf die ich mich sehr sehr freue. Aber zunächst ein Rückblick auf Ereignisse und Gedanken der letzten Tage.

Montag, 22.09.

Zum letzten Mal ein Montag, wo ich von zuhause in Horn-Lehe aus ins Büro fahre. Das Wetter ist großartig, so, wie ich es so schätzen gelernt habe im Hollerland. Wieder dichter Bodennebel über den Feldern, darüber strahlt die Sonne vom wolkenlosen Himmel. Also mit dem Fahrrad der bekannte Weg, den ich fast schon im Schlafen absolvieren kann. Ein kurze Stück am Autobahnzubringer, auf den Jan-Reiners-Weg, über das Uni-Gelände und dann auf der Parkallee am Bürgerpark entlang in die City. Brauche wieder fast 30 Minuten und liege damit im Schnitt. Habe es mal in 23 geschafft, aber da hatte ich mal Rückenwind bei einem Wintersturm. Arbeitstag wie immer voll gepackt, am frühen Abend zuhause, zwischendurch eingekauft. Zuhause eine To-Do-Liste für die Woche erstellen. Ist ja doch viel Kleinkram zu erledigen. Mir graut schon ein wenig davor irgendwas Wichtiges vergessen zu haben. Aber lässt sich sicherlich alles spontan gerade biegen, sage ich mir. Telefoniere fast eine Stunde am Abend und falle dann doch recht müde ins Bett – um kurz nach neun. Schaffe immerhin noch zwei Podcasts zu hören. Meine Wohnung wirkt aufgeräumt und sortiert.

Dienstag, 23.09.

Ich habe frei, stelle mir den Wecker aber trotzdem wie immer auf 06:30 Uhr. Genug Tätigkeiten auf dem Zettel, die man an einem freien Tag machen könnte. Das Weckerklingeln höre ich zwar, ich stehe aber erst um kurz nach acht auf. Wenn man schon mal die Chance hat unter der Woche auszuschlafen…am Vormittag volles Programm. Friseur, Bank, Schuhmacher, Baumarkt, dazu ein paar Telefonate und Einrichten des Mail-Accounts an der Uni Düsseldorf. Zum Mittag gibt es Fisch. Ich sehe schon, dass ich in Düsseldorf häufiger zu Gosch gehen muss für eine Portion Fisch. Aber gut, warum nicht. Zum Nachtisch gibt es die exzellente Dokumentation über Coldplay aus The South Bank Show von ITV. Brilliant gemacht. Nach solchen 45 Minuten fällt es dann schwer, Kartons zu packen. Geht dann aber doch ganz angenehm, dauert aber länger als geplant. Entdecke viele Sachen, von denen ich meinte, ich hätte sie längst nicht mehr. Sortiere auch viel aus. Am Ende bin ich zufrieden – und meine Wohnung eine einzige Baustelle. Mit dem Schreibtischstuhl darf ich jetzt nicht zurückrollen, weil ich sonst das leere Bücherregal umhaue. Beim Aufstehen muss ich aufpassen, dass ich nicht über einen Turm von Kartons stolpere. Während ich die Kartons packe, spricht Obama auf Sky News über den Klimawandel, am Abend schaue ich aus dem Augenwinkel Leeds gegen Liverpool im Carling Cup. Irgendwann höre ich Torjubel, flitze aus der Küche vor den Schreibtisch und stolpere fast über einen Karton, der da normalerweise nicht steht. Aber normal sind diese Tage sowieso nicht. Erneut wunderschöner Sonnenuntergang über dem Hollerland.

Die nächsten Tage sind eindimensional. Büro, abends packen und immer weniger Platz sich in der Wohnung halbwegs zurechtzufinden. Mein Archiv gesammelter Zeitungen wird auch immer kleiner, weil ich mich dafür entschieden habe, Geschirr in Zeitungspapier einzuwickeln. Warum, weiß ich gar nicht mehr genau. Aber wahrscheinlich, damit nichts kaputt geht. Als letztes müssen dann PC, Fernseher und Schreibtisch dran glauben. Freitagabend, kurz nach acht. Ich habe alles eingepackt. Kann mich kaum mehr frei bewegen, habe nichts zu tun. Kann kein TV schauen. Nichts. Stehe auf dem Balkon, i-Pod auf und lasse die schönen Jahre in Bremen Revue passieren. Letzte Nacht in meiner Wohnung, aber noch eine Arbeitswoche in Bremen.

Am Wochenende dann Umzug der Möbel nach Düsseldorf. Hat alles ganz gut geklappt. Bin erleichtert. Und jetzt geht es in die allerletzten Tage in Bremen. Eine Woche als Pendler. Das lässt sich überstehen.

Thema: Alltägliches | Kommentare (2) | Autor: medispolis

DFB Pokal 2009/2010 2. Runde, Werder Bremen – FC St. Pauli

Mittwoch, 23. September 2009 18:29

[20h50] Endstand Werder – St. Pauli 2:1

Verdienter Sieg für Werder, das im Achtelfinale steht. Besonders in der zweiten Halbzeit ein spannendes, unterhaltsames und dramatisches Spiel. Hat mir gut gefallen. Werder hätte höher gewinnen können. St. Pauli mit toller Moral und viel Herz, deshalb blieb es bis zum Ende spannend. Jetzt vielleicht noch ein Heimspiel im Achtelfinale. Von dieser Stelle ein Bye Bye. Man liest sich die nächsten Tage irgendwann mal wieder.

[20h49] Nochmal Eckball St. Pauli

[20h48] 2 Minuten Nachspielzeit

[20h47] Geiles Spiel jetzt. Marin mit dem Schuss an die Latte, aber Werder spielt Konter nicht gut genug zu Ende. St. Pauli lebt noch.

[20h43] Fünf Minuten noch zu spielen im Weserstadion. St. Pauli wirft jetzt alles nach vorne. Sako kommt für Boll. Volle Offensive jetzt – und vielleicht Platz für Werder zum Kontern. Spannend.

[20h39] 2:1, Naldo, 81. Minute

Wieder nach einer Ecke die Führung für Werder. Pauli bekommt den Ball nicht weg, Hunt mit erneuter Hereingabe von rechts. Mertesacker legt per Kopf auf Naldo vor, der den Ball nur noch über die Linie drücken muss. Schön gespielt und wieder die wichtigen Zweikämpfe gewonnen.

[20h33] 1:1, Takyi, 75. Minute

Das Tor darf sich dann mal Boenisch ankreiden. Erst lässt er die linke Seite völlig blank, sodass Takyi flanken kann. In der Mitte Ebbers mit spektakulärem Fallrückzieher an den Pfosten, den Nachschuss bringt Takyi, der nicht im Abseits ist, weil Boenisch munter weiterschläft, dann im Tor unter. Ein Gegentor, das es wirklich nicht gebraucht hat.

Wechsel Werder: Marko Marin für Markus Rosenberg

[20h27] Wechsel Werder: Peter Niemeyer für Philipp Bargfrede

[20h25] Beste Chance für Pauli. Schuss von Kruse aus knapp 16 Metern und Tim Wiese mit einer Weltklasseparade, lenkt den Ball noch um den Pfosten.

[20h24] Wechsel St. Pauli: Rouwen Hennings für Naki

[20h19] Partie ist gut anzuschauen. St. Pauli sucht jetzt auch weiter den Weg nach vorne, Werder hat viel Platz im Angriff. Leider noch nicht der tödliche Pass dabei oder wenn er kommt, wird im er Angriff von Pizarro oder Borowski verstolpert.

Wechsel Werder: Claudio Pizarro für Moreno

[20h14] Großartige Doppelchance für Werder. Rosenberg wird wunderschön freigespielt, setzt sich exzelltent durch, scheitert mit seinem Schuss aber am Pfosten, den Abpraller von Hunt hält Hain mit tollem Reflex.

[20h11] Werder zum ersten Mal in dieser Partie in der Defensive ein wenig unsortiert und mit keiner guten Absprache untereinander. Große Lücken, die St. Pauli aber nicht konsequent nutzt. Dauert zu lange, Werder kann in letzter Sekunde immer noch klären.

Wechsel St. Pauli: Max Kruse für Florian Bruns

[20h07] Es gleich schnell, direkt und munter weiter von beiden Mannschaften. Wenn die gesamte zweite Hälfte so wird, dann dann man sich schon mal freuen. Pauli traut sich jetzt mehr. Mal sehen, ob Werder einen guten Konter zum Ausbau der Führung nutzen kann.

[20h03] Weiter geht es im Weserstadion. Keine Wechsel auf beiden Seiten.

[19h47] Halbzeit Werder – St. Pauli 1:0

Verdiente Halbzeitführung für Werder, die mit Fortgang des Spiels immer besser wurden. Zwischen der 30. und 40. Minute hat mir das richtig gut gefallen. Werder lässt wenig zu und hat auch ein wenig glücklich die Führung erzielt. Pauli danach etwas offener, etwas weiter weg vom Gegenspieler, das brachte Werder mehr Raum ihr Spiel aufzuziehen. Die Konsequenz: Mehr Chancen und noch mehr Spielanteile. Hunt verdient sich Bestnoten für viel Fleiß und mehr Übersicht in den letzten 20 Minuten der ersten Hälfte. Wiese nahezu beschäftigungslos.

Noch ein paar Worte zu Rosenberg und Moreno. Sind beide nur schwer ins Spiel gekommen, was aber vor allem auch an der fehlenden Unterstützung aus dem Mittelfeld lag. Nach der Führung beide mit mehr Engagement, aber vor allem Moreno häufig noch mit vielen Fehlern und fehlendem Verständnis für die Laufwege seiner Mitspieler.

[19h38] Werder jetzt mit ganz starker Phase. Flanke von rechts durch Hunt, in der Mitte Flugkopfball von Rosenberg, knapp neben das Tor. St. Pauli öffnet jetzt sein Spiel auch ein bisschen mehr, Werder bekommt mehr Zeit und Raum zum Spielen und Kombinieren.

[19h35] Endlich mal ein schöner Angriff von Werder. Boenisch treibt den Ball nach vorne (das kann er!), Moreno läuft sich auf außen frei, Flankenwechsel zu Bargfrede, der den Ball volley nimmt, leider nichts Halbes, nichts Ganzes. Hunt verpasst in der Mitte. Wäre ein mutiger Direktschuss die bessere Alternative gewesen.

[19h29] 1:0, Aaron Hunt, 29. Minute

Na endlich aus Sicht von Werder. Wirklich erst Torchance gleich genutzt. Pauli bekommt den Ball nach einer Ecke nicht weit genug heraus, Naldo gewinnt das wichtige Kopfballduell, Moreno legt ab auf Hunt, der aus kurzer Distanz mit Tempo durch die Beine von Hain ins Tor trifft. Zwar nicht so geplant, aber letzlich schnell geschaltet und gut umgesetzt.

Werder wird stärker, erhöht den Druck. Morena kann in letzter Sekunde für Pauli den Schuss von Moreno nach Kombination mit Rosenberg abblocken.

[19h23] Ein Hauch von Torchance. Nach einem Handspiel von Bruns gibt es auf der linken Seite Freistoß für Werder, getreten von Bargfrede. Scharf vors Tor, aber keiner mehr dran. Landet in den Armen von Hain.

[19h19] Sagen wir es mal vorsichtig: Weder Moreno noch Rosenberg auch nur ansatzweise im Spiel, bekommen aber auch wenig verwertbare Bälle von Hunt oder Borowski. Werder bemüht, aber nicht konsequent genug und mit zu vielen kleinen Fehlern im Übergang von Mittelfeld auf Sturm.

Und dann blitzschneller Konter der Hamburger, plötzlich drei gegen drei vor dem Tor von Wiese, aber die Hereingabe von Ebbers zu ungenau, Fritz kann in der Mitte klären. Meine Güte, fehlte nicht viel.

[19h12] Sieht allerdings sehr strukturiert und leichtfüßig aus, wenn St. Pauli mal einen Fehler im Aufbauspiel bei Werder nutzt und versucht einen Konter zu starten. Über Ebbers, Takyi und Naki hat man drei wendige Anspielstationen. Fritz im letzten Moment dazwischen. Da muss Werder höllisch aufpassen.

[19h10] Knapp zehn Minuten gespielt. War überrascht, wie forsch Pauli in den ersten Minuten wirkte, jetzt ziehen sie sich aber immer mehr zurück, verteidigen mit allen Mann in der eigenen Hälfte. Werder versucht dominanter zu werden, scheitert aber noch an Ungenauigkeit bei den Flanken von Rosenberg oder den Abspielen von Boenisch. Insgesamt munterer Beginn, noch keine Torchancen.

[19h01] Und los geht es. Werder mit Anstoß in der ersten Hälfte von rechts nach links, St. Pauli in den roten Trikots. Dann bin ich mal auf das neue Sturmduo gespannt.

[18h59] Sky-Kommentator Torsten Kunde mit der ultimativen Wettervorhersage für die Region Bremen: Heute liegt kein Schnee.

[18h57] Tobias bloggt das Spiel auf Meine Saison.

[18h55] Die Aufstellungen im Weserstadion

Werder Bremen: Wiese – Fritz, Mertesacker, Naldo, Boenisch – Frings – Bargfrede, Borowski, Hunt – Rosenberg, Moreno

FC St. Pauli: Hain – Rothenbach, Morena, Gunesch, Drobo-Ampem – Boll, Lehmann – Bruns, Takyi, Naki – Ebbers

Werder wie gesagt mit einem völlig neuen Sturmduo. Im Mittelfeld wieder flexibel. Ozil verletzt, Marin nur auf der Bank. Ansonsten unverändert. Die Gäste mit einem etwas kompakteren Mittelfeld und nur einer echten Spitze.

[18h49] Thomas Schaaf: Unsere Leistung soll für uns sprechen. Wollen ein gutes Spiel liefern, wollen uns weiter verbessern. Marin und Pizarro draußen, weil sich Moreno und Rosenberg zeigen müssen. Wir wollen die Leistung von ihnen haben – und dafür müssen sie spielen. Wir unterschätzen St. Pauli nicht, auch nicht mit dieser Aufstellung.

[18h45] Moreno und Rosenberg in der Startelf bei Werder im Sturm. Das ich sowas noch erleben darf.

Holger Stanislawski stapelt mal wieder tief: Spielen bei einer absoluten Spitzenmannschaft in der Bundesliga. Werder hat einen tollen Kader. Der meint das sicherlich ernst, und schiebt sämtlichen Druck von seiner Mannschaft.

[18h43] Ich habe zwar bisher nur Ausschnitte von St. Pauli Spielen diese Saison gesehen, aber das, was ich beobachten konnte, hat mir ganz gut gefallen. Und sollte für Werder Warnung genug sein. Beste Offensive der zweiten Liga mit 17 Toren in sechs Spielen ist schon mal ein Ausrufezeichen. Da kommt es vielleicht gerade richtig, dass sich Werder ein wenig erstaunlicherweise die letzten Wochen vor allem defensiv stark verbessert hat. Vor allem Clemens Fritz auf rechts macht meiner Meinung nach einen deutlich lebhafteren und fitteren Eindruck als noch zu Beginn der Saison.

[18h35] Was für ein Spiel können wir denn heute erwarten? Auch wenn beide Teams durchaus offensiv gespielt haben bisher in dieser Saison und vor allem St. Pauli ein wenig über den Erwartungen spielt, bin ich noch ein wenig skeptisch, ob es wirklich eine unterhaltsame Partie wird. Vor allem, weil sich Werder diese Saison im Weserstadion stets schwer getan hat, wenn sie das Spiel machen mussten. Ich kann mir nicht vorstellen, dass der FC St. Pauli – im Gegensatz zur zweiten Liga – hinten die Räume öffnen wird und Werder spielen lässt. Geduldspiel ist  sicherlich übertrieben, weil dafür St. Paulis aktuelle Form zu gut und selbstbewusst ist. Mal abwarten.

[18h29] Das letzte Mal live bloggen aus Bremen, und da dachte ich mir, dass es nur ein Werder-Spiel zum Abschluss sein darf. Also heute DFB-Pokal 2. Runde in einer hoffentlich attraktiven Begegnung gegen den FC St. Pauli aus Hamburg.

Thema: Fußball, Live-Blog, Werder Bremen | Kommentare (2) | Autor: medispolis

Die Premier League schaut in die Zukunft: Talent-Quote und neue Regeln für die Klub-Finanzen

Mittwoch, 16. September 2009 18:10

Die englische F.A. ist bei weitem kein zimperlicher Fußballverband und deren zuständiger Chef für die Premier League, Richard Scudamore, eine Person, die zwar die große Öffentlichkeit scheut, und lieber intern die verrücktesten Ideen entwickelt. Zuletzt war das die Verlegung eines zusätzlichen Premier League Spieltages ins asiatische und amerikanische Ausland, was der englischen F.A. vor allem von den Fans viel Kritik einbrachte. Nun scheinen seit schon längerer Zeit Konzepte bei der F.A. entwickelt worden sein, die gestern in Absprache mit allen Premier League Klubs verabschiedet wurden. Das ist man von Scudamore und seinen Kollegen gar nicht gewohnt, dass man mit handfesten Beschlüssen an die Öffentlichkeit geht, und die Medien nicht als Testexperiment für einen weiteren Gedankengang verschwendet.

Erster Beschluss ist die sogenannte Home-grown-Quota, auf deutsch wohl am passendsten mit Talentquote übersetzt. Danach müssen…

  • ab der kommenden Saison 2010/2011, zum Ende jeder Transferperiode, von den maximal 25 Spielern in einem Teamkader mindestens acht “home grown”-Akteure sein
  • Ein Spieler mit diesem Status ist derjenige, welcher bereits mindestens drei Spielzeiten bei einem englischen oder wallisischen Klub unter Vertrag stand und zwischen 16 und 21 Jahren alt ist.

Richard Scudamore äußert sich dann auch wie folgt: “Es wird die Vereine hoffentlich ermutigen, mehr in die Jugendarbeit zu investieren und junge Talente zu fördern. Selber entwickeln anstatt zu kaufen – das ist unsere Absicht bei diesem Plan.” Und der britische Sportminister ergänzt: “Diese Schritte werden die Klubs ermutigen jungen Talenten eine Chance zu geben und sorgen gleichzeitig dafür, dass die Klubs wieder mehr Übersicht über ihre Finanzen haben.”

Auch wenn die Maßnahmen schon mal vorübergehend diskutiert wurden, kommt ihre Einführung zur neuen Saison dann doch eher schnell und ein wenig überraschend. Aber sie sind richtig. Anstatt in Europa groß einzukaufen, können Talente gefördert werden, was zukunftsorientierter und weniger teuer ist und gleichzeitig auch der Nationalmannschaft eine Perspektive gibt. Und zu anderen wird man die Diskussionen um den Kauf junger Talente aus dem Ausland, wie er zuletzt beim FC Chelsea bestraft wurde und bei Manchester United gemutmaßt wurde, im Ansatz vermeiden können. Diese Regel wird das nicht verhindern. Als Auflage gibt es aber immerhin die Regel, dass die Spieler dann professionell in England und Wales ausgebildet werden müssen und nicht irgendwo geparkt werden, damit sie keine andere Mannschaft kauft. Fast 60 Prozent der Spieler aus der Premier League kommen übrigens aus dem Ausland.

Einer ist der Regelung aber noch nicht so ganz glücklich. Rafael Benitez scheint nur mit viel Bauchschmerzen dem Plan etwas Positives abzugewinnen. Der Spanier sagte gestern: “Vielleicht wird dieser Schritt zu schnell geschehen. In der Champions League hatten wir eine Übergangszeit von zwei, drei Jahren um die Anzahl von englischen Spielern im Kader zu erhöhen. Das Problem in England ist, dass die Lücke zwischen den Jugendakademien und der ersten Profimannschaft zu groß sind. Es wird deshalb schwierig sein Qualität zu erhalten, aber wir werden unser Bestes geben. Die Anzahl der Spieler ist nicht das entscheidene Kriterium, die Qualität ist sehr viel wichtiger.” Die Sorgen von Benitez haben einen logischen Hintergrund: Im Kader vom FC Liverpool sind fast 90 Prozent Spieler, die keinen englischen oder wallisischen Pass haben. Diese Saison schafft man es nur mindestens acht von 28 Spielern aus England in den Kader aufzunehmen, weil man Spieler aus England auf der Liste hat, die aber nie im Kader für ein Pflichtspiel in der Premier League stehen. Und genau diese Schummel-Taktik soll damit auch unterbunden werden. Da muss sich der FC Liverpool anstrengen. Aber der Schritt ist ja auch gewaltig: Von 25 Spielern im Kader dürfen ab der neuen Saison nur noch 17 über 21 sein und müssen irgendwo in England oder Wales schon einmal Fußball gespielt und trainiert haben. Der Daily Telegraph rechnet vor, dass vor allem der FC Chelsea Probleme bei der Erreichung der neuen Regel bekommen kann. Der Kader umfasst derzeit 26 Spieler plus zusätzlich 11 Spieler, die sich in einem Ausleihegeschäft befinden. Von den 26 Spielern erfüllen sind sieben aus England, dabei allerdings schon einige über 21 Jahre. Mit den Neuverpflichtungen im diesen Sommer in persona Daniel Sturridge und Ross Turnbull wird man die Kriterien aber fast erfüllen. Nur der Kader muss verkleinert werden. Gar keine Probleme hat übrigens der FC Arsenal, auch wenn im aktuellen Kader nur vier Spieler sind, die einen englischen Pass haben. Bei der Einführung der Regel sind aber weitere 12 Spieler bereits drei Jahre bei Arsenal unter Vertrag gewesen und erfüllen somit die Bedingungen für die Home-grown-quota, deren Name vielleicht ein bisschen verwirrend ist, schließt er doch ausländische Talente weiter mit ein. Diese müssen allerdings eine Ausbildung auf der Insel bekommen.

Außerdem hat die Premier League angesichts der derzeitigen Wirtschafts- und Finanzkrise und vor dem Hintergrund der Beinahepleite des FC Portsmouth, von der jahrelang keiner etwas mitbekommen hat, vier neue Regeln für die Klub-Finanzen aufgestellt:

  • Alle Klubs müssen zum 01. März jeden Jahres die Bestätigung für einen unabhängig durchgeführten Finanzabschlüsse durch einen Wirtschaftsprüfers an die Premier League überreichen,  inklusive aller Materialien und Ergebnisse des Wirtschaftsrprüfers.
  • Darüberhinaus müssen zum 31. Närz jeden Jahres weitere Informationen über die Klubfinanzen an die Premier League überreicht werden, sodass die Premier League so früh wie möglich prüfen lassen kann, ob ein Verein finanziell auf die falsche Bahn geraten könnte.
  • Eine jährliche Prüfung an die Premier League, dass ein Klub keine ausstehenden Schulden bei einem anderen Verein hat.
  • Und zusätzlich eine jährliche Prüfung an die Premier League, dass ein Klub nicht verschuldet ist hinsichtlich der Einkommenssteuer, der Sozialversicherung und der Lohnsteuer.

Ich kenne mich zu wenig mit Wirtschaft und Finanzen aus, um das jetzt im Detail alles bewerten zu können. Es zeigt aber eben, dass die Premier League aus dem Fall des FC Portsmouth und den hohen Schulden in der Premier League überhaupt lernen möchte und solche Fälle für die Zukunft ausschließen möchte. Ein aktueller Fall zeigt, dass auch gerade in diesen Punkten Handlungsbedarf besteht. David Conn vom Guardian berichtet heute in seinem Inside Sport Blog, dass Hull City immer noch keine Auskunft über die Geschäftszahlen aus dem Jahr 2007/2008 gegeben hat. Es darf nur spekuliert werden, warum die Zahlen noch nicht bekanntgegeben wurden, möglicherweise auch größere finanzielle Probleme. Aber solche verspäteten Geschäftsberichte wird es unter den neuen Regeln nicht mehr geben. Die neuen Vereinbarungen sind für alle Klubs bindend. Bei Verstößen sind entsprechend drastische Strafen angekündigt worden. Es wird Zeit für Hull City, die Berichte anzufertigen.

Man sieht, dass sich was tut in der Premier League. Bereits im Januar diesen Jahres hatte ich angedeutet, dass es so nicht mehr weitergehen wird in der Premier League. Nach und nach zieht man jetzt die richtigen Schritte – für mehr finanzielle Stabilität und der Förderung junger Talente im eigenen Land.

Thema: Premier League, Wirtschaft | Kommentare (1) | Autor: medispolis

Der neue “Spielmacher” ist da: Ausgabe September 2009

Dienstag, 15. September 2009 10:50

Auch wenn wir Autoren und Herausgeber uns fest vorgenommen hatten, alle drei Monate ein kleines Blogmagazin zum Thema Fußball zu veröffentlichen, haben es wir ganz offensichtlich nicht geschafft, diesen Rhythmus im Sommer 2009 einzuhalten. Was unterschiedliche Gründe hat. Viele von uns hatten andere Projekte vor der Nase, deshalb hatten wir es selten geschafft gemeinsame Termine zur Vorbesprechung und Planung hinzubekommen.

Langer Rede, kurzer Sinn. Ab jetzt soll es wieder regelmäßiger den “Spielmacher” geben. Heute gibt es die Ausgabe September 2009, ein kleines Special-Heft zum Start von Champions League und der neuen Europa League.

Wir blicken auf den Faktor Geld in der Champions League, stellen die neuen Mannschaften in der Königsklasse vor, zudem blicken wir auf die neu eingeführte Europa League und die aktuelle Position Deutschlands in der Fünfjahreswertung der UEFA. Und natürlich werden auch die Chancen der deutschen Mannschaften in der Europa League, namentlich Werder Bremen, Hertha BSC Berlin und der Hamburger SV, beleuchtet.

Das Magazin gibt es hier zum Download: Ausgabe September 2009 (pdf-Format, 2,41 MB)

Ich wünsche wie immer eine spannende Lektüre. Alles weitere hinter der Idee des “Spielmacher” und das Archiv findet sich hier. Die nächste Ausgabe soll Anfang Dezember erscheinen.

Thema: Internes | Kommentare (3) | Autor: medispolis

Oscar Lafontaine kann nur gewinnen!

Dienstag, 15. September 2009 9:00

Man muss mit den programmatischen Inhalten der Linkspartei und der Art und Weise, wie sie Oscar Lafontaine in der Öffentlichkeit vertrritt und sich teilweise auch zusammenbastelt, gewiss nicht übereinstimmen. Sieht man aber die letzten Umfragewerte als Grundlage für den 27. September, dann kann die Linkspartei doch zahlreiche Stimmen auf sich vereinen. Letzte Umfragen sehen sie bei 12-14 Prozent. Sollte das auch das Ergebnis bei der Bundestagswahl sein, hat Oscar Lafontaine schon einmal richtig gewonnen. Ob man das jetzt gut oder schlecht findet.

Und auch ansonsten kann die Linkspartei mit Gysi und Lafontaine an der Spitze nur gewinnen. Dies wurde gestern im TV-Dreikampf in der ARD – welchen ich übrigens sehr informativ und unterhaltsam fans – wieder deutlich. Und zwar in Bezug auf die Koalitionsmöglichkeiten. Im Prinzip hat die Linkspartei keine Optionen, weil sowohl die SPD vehement und die Grünen recht deutlich darauf hinweisen, dass die Linken auf Bundesebene nicht regierungsfähig seien. Eine Koalition mit den Konservativen kommt ja sowieso nicht in Frage. Und eben weil Lafontaine keine Optionen hat, gewinnt er, weil er seine Stammwählerschaft nicht enttäuschen kann. Stimmen, die ich der Linkspartei geben, machen die Linken, aller Voraussicht in der Oppostion, stark. Und hier legt der große Vorteil gegenüber der FDP mit Westerwelle und den Grünen mit Jürgen Trittin.

Der Vorteil, den die Linke unter den drei Oppositionsparteien hat. Sowohl FDP und Grüne haben gestern im TV-Dreikampf mehrfach darauf hingewiesen, dass sie nicht die “Steigbügelhalter” für entweder eine Ampel-Koalition oder eine Jamaika-Koalition sein wollen. Gleichzeitig wollen beide Parteien aber auch eine Fortsetzung der Großen Koalition verhindern. Sollte es nicht für Schwarz-Gelb reichen, wovon ich derzeit ausgehe, stehen sowohl die FDP als auch die Grünen vor einem kleinen Existenzkampf, der viel weitreichendere Folgen haben könnte, den die Linkspartei nicht hat und von dem die Linke teilweise profitieren könnte. Käme Schwarz-Gelb nicht zustande, bliebe die Möglichkeit der Großen Koalition oder eben das neue Experiment einer Dreier-Koalition, entweder Ampel oder Jamaika. Und zwei der drei Oppositionsparteien würden dann jeweils mit sich ringen müssen, ob sie ihre Stammwählerschaft vergraulen für den Weg an die Macht – oder einfach eine Neuauflage der Großen Koalition hinnehmen. Stammwähler der Grünen, die zwar auch zu einem großen Teil aus dem bürgerlichen Lager kommen, was sich an den großen Erfolgen der Grünen in den Großstädten abzeichnet, würden es der Partei sicherlich übel nehmen, wenn sie in eine Jamaika-Koalition gehen. Die Grünen könnten nur wenige ihrer Politikinhalte durchsetzen. Da dürften die Stimmenzuwäche bei den nächsten Wahlen erstmal aussetzen. Gleiches gilt für die FDP. Sollte sie Rot-Grün zur Macht verhelfen, dürfte das zahlreiche Wähler der Liberalen an die Decke springen lassen. Die Höhenflüge dürften vorbei sein – und Guido Westerwelle hätte sein Wort gebrochen. Zwei durchaus mögliche Machtoptionen für FDP und die Grünen – aber keine würde der Partei für die Zukunft möglicherweise helfen. Eigentlich könnten beide Parteien nur verlieren.

Sorgen, die die Linkspartei nicht hat. Und sollte es wirklich zu einer Dreierkoalition ohne die Linkspartei kommen, dürften die Linken davon profitieren und weitere Wählerkreise erschließen. Da ist Opposition dann mal nicht Mist. Die Linkspartei kann nur gewinnen – oder anders formuliert. Grüne und FDP werden letzlich doch so schlau sein und auf ihre Stammwähler achten – auch in Bezug auf zukünftige Wahlen – und eine Neuauflage der Großen Koalition zulassen. Für die Linkspartei auch keine schlechte Lösung. Je mehr Koalitionsoptionen, desto größer die Sorgen etwas falsch zu machen und die Stammwähler zu vergraulen.

Thema: Bundestagswahl 2009 | Kommentare (1) | Autor: medispolis

Verdientes TV-Duell

Montag, 14. September 2009 17:23

Ich muss zugeben, ich habe das TV-Duell gestern Abend nicht gesehen. Nicht, dass ich es nicht wirklich wollte, aber ich hatte Besseres vor. Gewählt hatte ich schon, inhaltlich hatte ich mir im Vorfeld nicht viel von dem Duell erwartet. Und die Auswahl der Moderatoren riss mich auch nicht vom Hocker. Also lieber Pizza statt TV-Duell. Im Nachhinein fällt es mir natürlich durchaus leicht zu sagen, dass ich da alles richtig gemacht habe und der Großteil der Zuschauer gestern Abend enttäuscht die Flimmerkiste ausschaltete.

Und entsprechend war da heute auch die Medienreaktion. Das kann doch alles gar nicht sein, dass das kein Duell war. Beide so lieb und nett, so ruhig und sachlich. Wie verblendet sind eigentlich unsere Medienvertreter mittlerweile, um zu glauben, dass da etwas anderes stattfinden wird als im bisherigen Wahlkampf? Würde Steinmeier jetzt auf einmal auf volle Pulle Attacke gegen Merkel gehen, wäre DAS unglaubwürdig und nicht nachvollziehbar, weil er es im bisherigen Wahlkampf noch nicht gemacht hat. Ich habe nicht die leiseste Ahnung, auf was sich der Herr Deppendorf da im Bericht aus Berlin um 18:30 Uhr gefreut hat. Es klang mehr nach einem WM-Finale im Fußball.

Es gibt den nicht unbedingt empirisch nachweisbaren Spruch, dass das Volk immer nur die Regierung bekommt, die es verdient. Oder wie es Richard David Precht in der aktuellen Ausgabe der ZEIT im Feuilleton ausdrückt: Wir wählen uns alle nur selbst. Und seit gestern Abend sehe ich die Chancen für eine Große Koalition durchaus gestiegen. Und im Prinzip ist es auch genau das, was wir verdienen. Ein Großteil der Bevölkerung sagt, es würden Inhalte im Wahlkampf fehlen, dabei wird gerade von der SPD, den Grünen und auch der FDP durchaus ein Wahlkampf mit solchen geführt. Fast alle schreien auf, wenn Politiker mal gegen den Gegner sticheln. Sobald ein Negative-Campaigning-Plakat hängt, geht ein Aufschrei durch Bevölkerung und Medien. Das sollte mal nicht vergessen werden. Im Europawahlkampf haben viele auf die SPD, die einen Teil des Wahlkampfs auch mit solchen negativen Elementen geführt hat, eingeschllagen. Und jetzt wollen das wieder alle. Das kann doch auch alles nicht wahr sein.

Und dann lese ich einen solchen Kommentar bei tagesschau.de: “Verschont uns damit in der Zukunft.” Erst jubeln sie alle, und jetzt soll es nie wieder zu einem TV-Duell kommen. Ist das alles lächerlich. Es sollte eigentlich noch viel mehr solcher Aufeinandertreffen geben im Wahlkampf. Aber nicht mit überzogenen Erwartungen, vernünftigen Moderatoren und – das würde ich mir am meisten wünschen – im direkten Duell der Kandidaten unter Einladung von Zuschauern, die dann Fragen an die Kandidaten stellen dürften. Ungefähr so, wie das bei Obama und McCain im US-Wahlkampf so unterhaltsam funktioniert hat.

So, also am 27.09. noch einmal vier Jahre Große Koalition, und am besten gleich noch neue Moderatoren für ARD und ZDF (Wenn nicht jetzt, wann dann, stimmts, Herr Plasberg?) und ich werde auf eine einsame Insel wandern, wenn es so weiter geht. Herr Plasberg hatte ja davon gesprochen, dass das TV-Duell “Sauerstoffzufuhr für den Wahlkampf” sein werde. Man darf nur hoffen, dass wir alle unsere Atemschutzgeräte dabei haben in den nächsten Wochen, Monaten und Jahren.

Thema: Bundestagswahl 2009 | Kommentare (1) | Autor: medispolis

Premier League 2009/2010 #5, Tottenham Hotspur – Manchester United

Samstag, 12. September 2009 18:22

[20h24] Endstand Tottenham Hotspur – Manchester United 1:3

Man Utd rückt damit auf Platz 2 hinter Chelsea. Die Spurs rutschen auf Platz 4.

[20h20] Vier Minuten Nachspielzeit an der White Hart Lane

[20h13] Nani für Anderson in der Partie bei Manchester United. Die Red Devils dem 4:1 näher als die Spurs dem Anschlusstreffer. Cudicini rettet zweimal gegen die Schüsse von Rooney und Fletcher.

[20h07] Tottenham Hotspur – Manchester United 1:3, Wayne Rooney, 79. Minute

So einfach kann Fußball sein, auch wenn man in Unterzahl ist. Langer Ball auf Rooney, der Assou-Ekotto und Hutton abschüttelt und Cudicni zum 3:1 für die Gäste tunnelt. Haben die Spurs komplett geschlafen. Insgesamt verdient, weil überhaupt nicht erkennbar war, dass Man Utd in Unterzahl spielte und weil die Spurs viel zu wenig aus ihrer zahlenmäßigen Überlegenheit gemacht haben.

[20h01] Schöne Einzelleistung von Evra, der sich auf links gegen Hutton und King durchsetzt, mit seinem Schuss aber nur das Außennetz trifft.

Wechsel Spurs: Niko Kranjcar für Robbie Keane

[19h57] Exzellenter Konter von Manchester United. Über Rooney, nur über Rooney, der einen langen Pass in Höhe der Mittellinie aufnimmt und dann auf das Tor der Spurs zuläuft, noch einen Gegenspieler aussteigen lässt, Cudicini ist aber blitzschnell unten bei dem Schuss und klärt zur Ecke. Toll gemacht.

Bei den Spurs dauert das alles zu lange, ist das alles zu langsam und durchschaubar im Moment. Es fehlt so ein bisschen die Überraschung. Man Utd hat sich auch mit 10 Mann gut auf die Angriffe eingestellt.

Wechsel Spurs: Alan Hutton für Corluka

[19h51] Wechsel Manchester United: Ex-Spurs Carrick für Ex-Spurs Berbatov

Rooney jetzt einzige Spitze. Sagen wir es mal so: Wirklich aktiv war im Sturm in der zweiten Halbzeit bei Man Utd sowieso keiner mehr.

[19h49] Platzverweis Paul Scholes/Manchester United. Innerhalb von sieben Minuten zwei Fouls des Mittelfeld-Strategen. Die erste gelbe Karte war völlig berechtigt, die zweite kann man geben. Man Utd knapp 30 Minuten in Unterzahl. Gibt dem Spiel noch mal den nötigen Kick hoffentlich.

[19h45] Endlich mal wieder ein bisschen Aufregung in dieser Partie, die so ein bisschen zu verflachen drohte. Jenas setzt sich gut durch und zieht aus 20 Metern ab. Foster kann den Ball gerade noch so um den Pfosten lenken. Bei der anschließenden Ecke Crouch völlig frei beim Kopfball. Aber auf die Latte gesetzt. Zwei gute Chancen, die den Spurs Selbstvertrauen für die letzten gut 30 Minuten geben sollten.

Von Man Urd kommt derweil nicht mehr viel nach vorne. Rooney und Berbatov glänzen derzeit meist dadurch, dass sie im Abseits stehen.

[19h37] Die Spurs wieder mit dem besseren Start. Assou-Ekotto setzt sich auf links in Höhe des Strafraumes wunderbar gegen Fletcher durch. Ball kommt in die Mitte, wo Jenas eigentlich schon selbst schießen könnte, gibt aber weiter auf Keane, dessen Schuss noch abgefälscht über das Tor geht.

[19h35] Beginn 2. Halbzeit

[19h34] Die Spurs wechseln zur Pause. Jermaine Jenas jetzt für Wilson Palacios in der Partie.

[19h19] Halbzeit Tottenham Hotspur – Manchester United 1:2

Sehr attraktive Begegnung im Norden Londons mit dem besseren Start für die Spurs durch das wunderschöne Tor von Jermain Defoe. Dann kam Man Utd besser ins Spiel, erspielte sich Chancen und kam zum verdienten Ausgleich. Als das Spiel dann seine Ruhepause nahm, nutzten die Red Devils die Fehler in der Spurs-Abwehr und gehen mit der Führung in die Halbzeit. Bei tottenham kann Aaron Lennon gegen Evra sich kaum durchsetzen, und auch auf die langen Bälle auf Crouch haben sich Vidic und Ferdinand jetzt besser eingestellt. Da fehlt dann schon ein Spielmacher à la Modric.

[19h16] Zwei Minuten Nachspielzeit in der ersten Hälfte

[19h12] Tottenham Hotspur – Manchester United 1:2, Anderson, 41. Minute

Das Spiel war für ein paar Minuten in einer kleinen Ruhephase, da macht Man Utd die durchaus verdiente Führung. Nach einer Ecke wird ein Fernschuss von Scholes direkt in die Mitte abgeblockt, wo Anderson den Ball nur aufnehmen muss und dann flach unhaltbar für Cudicini unten rechts ins Eck trifft. Erstes Saisontor für Anderson, nahezu perfekte Chancenauswertung für Manchester United.

[19h05] Immerhin bleibt das Tempo weiter hoch. Ist gut anzuschauen. Chance für die Spurs. Über Keene und Huddlestone kommt der Ball zu Defoe, dessen Schuss ist aber zu harmlos. Ben Foster ist rechtzeitig unten.

[19h01] Unbeschreibliche Szene. Das hätte die Führung für die Gäste sein müssen. Rooney bei einem langen Pass nicht im Abseits, Cudicini gerade so am Ball, kann den Ball aber nicht festhalten. Der erste Nachschuss von Berbatov wird auf der Linie von Bassong geklärt, den zweiten Nachschuss setzt der Bulgare über das Tor. Spurs können sich kaum noch befreien und schaffen es überhaupt nicht mehr den Ball in den eigenen Reihen zu halten.

[18h59] Man Utd wird stärker, schöner Angriff der Red Devils. Berbatov nimmt den Ball an und zieht direkt ab, Cudicini lenkt den Ball gerade so über die Querlatte. Von den Spurs kommt im Moment offensiv eher wenig.

[18h56] Tottenham Hotspur – Manchester United 1:1, Ryan Giggs, 25. Minute

Wenn schon wenig aus dem Spiel geht, dann halt nach einem ruhenden Ball. Freistoß aus 18 Metern zentrale Position nach einem Foul von Palacios an Berbatov. Giggs über die Mauer in den Winkel. Auch wenn es die Torwartecke war, keine Chance für Cudicini, der ein paar Kalorien durch das Schreien für die richtige Mauerposition zuvor verloren hat.

[18h53] Evra hat auf links Aaron Lennon ganz gut im Griff, von daher spielen die Spurs im Moment so ein bisschen umständlich, häufig mit langen Bällen auf Peter Crouch. Darauf hat sich Rio Ferdinand im Gegensatz zu Sekunde 48 jetzt besser eingestellt. Daher sind auch die Chancen für Tottenham im Moment eher Mangelware. Viel spielt sich im Mittelfeld ab – und die Spurs spielen auch nicht ohne das größte Risiko. Sie führen ja auch 1:0.

[18h49] Sehr selbstbewusster Auftritt der Spurs, die das Spiel ganz gut im Griff haben. Bei Manchester United läuft wenig zusammen, Berbatov hat sich seine Rückkehr an alte Wirkungsstätte sicherlich auch anders vorgestellt. Dadurch, dass Valencia nur auf der Bank sitzt, muss entweder Rooney oder auch Berbatov hin und wieder auch mal auf den Flügel ausweichen – und dann ist in der Mitte nichts los.

[18h38] Spitzenspiel auch in der Bundesliga. HSV gegen VfB. Bei Allesaussersport wird mitgebloggt.

[18h36] Ein langer Ball hebelt die halbe Abwehr von Manchester United aus den Fugen. Ferdinand in seinem ersten Saisonspiel nicht präsent genug gegen Crouch. Und dann auch keiner bei Defoe, haben alle Abstand genommen um bei diesem schönen Tor hautnah dabei zu sein.

Man Utd bemüht sich wieder ins Spiel zu finden. Eine gute Aktion gab es über Giggs und Anderson, aber Cudicini ist auf dem Posten bei dem Schuss von Fletcher. So wie es im Moment aussieht  erstmal Rooney und Berbatov beide als Stürmer zentral, Rooney weicht nicht auf die Flügel aus.

[18h32] Tottenham Hotspur – Manchester United 1:0, Jermain Defoe, 1. Minute

Was für ein Auftakt, was für ein Tor. Da wirst du nach 48 Sekunden schon total verrückt. Langer Ball von Assou-Ekotto, Crouch gewinnt das Kopfballduell gegen Ferdinand, und dann Defoe mit einem Fallrückzieher wie aus dem Lehrbuch ins Tor zur Führung der Spurs. Unfassbar.

[18h31] Beginn 1. Halbzeit

Manchester United in rot von links nach rechts, die Spurs mit den weißen Trikots. Los geht es an der stimmungsvollen White Hart Lane. Die Gastgeber haben Anstoß.

[18h29] Die Aufstellungen an der White Hart Lane

Tottenham Hotspur: Cudicini – Corluka, King, Bassong, Assou-Ekotto – Lennon, Huddlestone, Palacios – Keane – Defoe, Crouch

Manchester United: Foster – O’Shea, Ferdinand, Vidic, Evra – Fletcher, Scholes – Giggs, Anderson – Berbatov, Rooney

Keane, Defoe und Crouch von Beginn an. Harry Redknapp hat Selbstbewusstsein. Keane aber wohl eher etwas zurück gezogen. Modric fehlt verletzt. Bei den Red Devils Berbatov und Rooney als Spitzen, mit mehr Freiheiten für den englischen Nationalspieler. Giggs und Anderson eher für das Kreative, Fletcher und Scholes eher auf die Defensive bedacht. Valencia erstmal nur auf der Bank.

[18h23] Noch einmal kurz zu Adebayor. Der hat sich eben bei der BBC zu seinem Torjubel geäußert: “Um ehrlich zu sein, es tut mir sehr leid.” Das hätte er vorher wissen müssen.

[18h22] Und weiter geht es mit dem nächsten kleinen Highlight. Abendspiel an der spätsommerlichen White Hart Lane zwischen Tottenham und Manchester United. Gewinnen die Spurs mit drei Toren Unterschied, können sie die Tabellenführung übernehmen.

Thema: Live-Blog, Premier League | Kommentare (0) | Autor: medispolis

Premier League 2009/2010 #5, Manchester City – FC Arsenal

Samstag, 12. September 2009 15:15

[18h08] Und auch Celtic Glasgow mit eher mäßigem Nachmittag. Können den Ausrutscher von den Rangers nicht nutzen und spielen nur 1:1 gegen Dundee United.

[17h59] Endergebnisse in der Premier League

  • Manchester City – FC Arsenal 4:2
  • Stoke City – FC Chelsea 1:2
  • FC Portsmouth – Bolton Wanderers 2:3
  • FC Liverpool – FC Burnley 4:0
  • FC Sunderland – Hull City 4:1
  • Blackburn Rovers – Wolverhampton Wanderers 3:1
  • Wigan Athletic – West Ham United 1:0

Stoke City – FC Chelsea 1:2, Florent Malouda, 90. +4

Chelsea bleibt danke des Last-Minute Treffers und dem Sieg bei Stoke Tabellenführer.. Tottenham kann dann aber gleichziehen. Portsmouth bleibt weiter ohne Sieg am Tabellenende. Starker Aufwärtstrend für Liverpool und Sunderland. Erster Saisonsieg für die Bolton Wanderers.

[17h54] Endstand Manchester City – FC Arsenal 4:2

Was nehmen wir mit aus diesem Spiel? Schwache 60 Minuten in Eastlands, wo Manchester City die einzige gute Torchance zur Führung nutzte und danach nur durch passives Rumgegurke aufwartete. Danach war es ein tolles Spiel mit mehr Action, mit mehr Torchancen. Arsenal machte den verdienten Ausgleich, City mit der zweiten guten Szene das 2:1. Und danach hat City dann für 10 Minuten gezeigt, zu was sie im Stande sind. Schneller, attraktiver Offensivfußball gegen aufgerückte und offene Gunners.

City hat gezeigt, dass sie offensiv auch ohne Tevez und Robinho verdammt gut sein können, wenn sie denn wollen. Bei Arsenal hat man das Fehlen von Ashavin gemerkt. Gleichzeitig war die Gunners-Defensive heute gerade in der zweiten Hälfte völlig von der Rolle. Das dürfte zumindest den ein oder anderen Kritiker und Skeptiker im Umfeld wieder lauter werden lassen.

Noch ein Wort zu Adebayor. Hat ein Tor gemacht und hätte so eine schöne Story schreiben können. Stattdessen eine hässliche Provokation gegenüber den Arsenal-Fans. Ich will nicht zu hart sein, aber ein paar Spiele Sperre würden ihm gut tun. Wie war das noch mit der Fairplay und Respect-Kampagne? Ein großer Spieler hat für mich heute erstmal viele Sympathien verloren.

[17h50] Vier Minuten Nachspielzeit in Eastlands

[17h49] Und Van Persie mit schönem Drehschuss an den Pfosten. Tolle letzte 20 Minuten in diesem Spiel, entschädigt für die trostlosen ersten 60 Minuten.

[17h47] Manchester City – FC Arsenal 4:2, Thomas Rosicky, 88. Minute

Da kann man sich als Arsenal-Fan ja doch noch ein wenig freuen. Zwar nur Ergebniskosmetik, aber wunderschön herausgespielter Angriff, den Rosicky lässig abschließt.

[17h44] FC Liverpool – FC Burnley 4:0, Yossi Benayoun, 83. Minute

[17h43] Manchester City – FC Arsenal 4:1, Shaun Wright-Phillips, 84. Minute

Und so spielt man einen Konter perfekt zu Ende. Clichy mit Ballverlust in der gegnerischen Hälfte. Bellamy trägt über 40 Meter den Ball nach vorne, Wright-Phillips ist mitgelaufen und hebt den Ball über Almunia ins Tor. Arsenal mit allen Mann aufgerückt. Klatsche für die Gunners, die zwei Tore zu hoch ist.

[17h40] Manchester City – FC Arsenal 3:1, Emmanuel Adebayor, 80. Minute

Und ich bin ein kleiner Hellseher. Diese Geschichte musste natürlich noch sein. Adebayor mit einem wunderschönen Kopfball, völlig frei. Arsenal war weit aufgerückt. Und dann Adebayor mit einer ganz hässlichen Szene. Läuft über das halbe Feld und mit sehr provokantem Jubel direkt vor den Arsenal-Fans. Bekommt dafür gelb – und ich hoffe inständig, dass der englische Boulevard diese Szene noch ein paar Tage durch den Kakao zieht. Sowas hat er ganz sicher nicht nötig.

[17h38] Und Man City jetzt endlich mit gutem Offensivfußbal, wie ich das eigentlich erwartet hatte. Wollen die Entscheidung in diesem Spiel.

[17h37] FC Sunderland – Hull City 4:1, Turner, 77. Minute

[17h37] Wechsel Arsenal: Wenger reagiert und bringt mit Eduardo einen zweiten Stürmer. Zudem kommt Eboue.

[17h33] Manchester City – FC Arsenal 2:1, Craig Bellamy, 74. Minute

Unfassbares Gegentor für die Gunners, die komplett im Tiefschlaf waren. Und City mit dem zweiten Tor nach der zweiten Torchance. Lescott gewinnt in Höhe der Mittellinie einen Zweikampf, über Wright-Philipps geht es auf rechts zu Richards, der in die Mitte passt, wo Bellamy völlig blank steht und aus 10 Metern Almunia keine Chance lässt. Arsene Wenger, mittlerweile wieder mit Sakko an der Seitenlinie, völlig entsetzt in seinem Trainerstuhl.

[17h32] FC Sunderland – Hull City 3:1, Darran Bent, 66. Minute

Sehr viel besser kann man im Sommer wohl nicht einkaufen. Bei City jetzt Martin Petrov für Stephen Ireland.

[17h32] Noch eine gute Viertelstunde im City of Manchester Stadium zu spielen. Von City kommt auch nach dem Ausgleich nicht wirklich mehr. Arsenal kontrolliert das Spiel, ist aber auch nicht wirklich gefährlich. Spiel plätschert mal wieder so vor sich hin.

[17h23] Blackburn Rovers – Wolverhampton Wanderers 3:0, David Dunn, 59. Minute

FC Portsmouth – Bolton Wanderers 2:2, Kevin Prince Boateng, 63. Minute

[17h22] FC Liverpool – FC Burnley 3:0, Yossi Benayoun, 58. Minute

[17h22] Manchester City – FC Arsenal 1:1, Robin Van Persie, 63. Minute

War das klasse gemacht vom Niederländer. Rosicky mit dem Pass auf Van Persie, der kommt vor Lescott an den Ball, dreht sich um den City-Verteidiger und schießt aus 16 Metern mit seinem schwächeren rechten Fuß ins lange linke Eck. Und jetzt muss City mal wieder den Hebel umlegen. Für die Passivität der letzten 30 Minuten bestraft.

[17h21] Etwas mehr als eine Stunde gepielt in Eastlands. In die Partie kommt etwas mehr Leben. Given kann einen Fernschuss von Vermaelen gerade noch so abwehren. Im Gegenzug spielt City den Konter wieder nur durchschnittlich zu Ende. Abschluss von Bellamy direkt in die Arme von Almunia.

[17h19] Wigan Athletic – West Ham United 1:0, Hugo Rodallega, 55. Minute

[17h17] Blackburn Rovers – Wolverhampton Wanderers 2:0, Gael Givet, 56. Minute

[17h16] Endlich mal Aufregung, als ich kurz vorm Einschlafen war. Ecke Van Persie, Kopfball Gallas aus ganz kurzer Distanz, aber Shay Given mit tollem Reflex. Damit stellen wir fest, dass Given auch noch da ist. Aber ansonsten weiter ganz ganz wenig zu berichten. Da hatte sicherlich nur ich viel mehr von diesem Spiel erwartet. Und im Stadion null Stimmung, wie in einer OP, wo der Arzt noch den letzten, wichtigen Schnitt machen muss, um den Patient vollständig zu heilen.

[17h12] Wechsel FC Arsenal: Welcome back Thomas Rosicky, für Denilson in die Partie gekommen.

FC Sunderland – Hull City, Andy Reid, 49. Minute

[17h08] Thomas Vermaelen mit kleiner Kopfballchance nach einem Freistoß von Fabregas, aber über das Tor. Man City probt schon wieder den Anti-Fußball und zieht sich komplett zurück. Wenn Arsenal hier nicht bald was einfällt, wird das ungefähr so spannend wie der Gang zum Altpapiercontainer.

[17h05] Beginn 2. Halbzeit

Fatboy Slim als Pausenmusik in Eastlands. So viel dazu. Keine Wechsel in der Pause. Weiter geht es. Und bitte mehr Action auf dem Platz.

[16h56] Halbzeitergebnisse in der Premier League

  • Manchester City – FC Arsenal 1:0
  • Stoke City – FC Chelsea 1:1
  • FC Portsmouth – Bolton Wanderers 1:2
  • FC Liverpool – FC Burnley 2:0
  • FC Sunderland – Hull City 1:1
  • Blackburn Rovers – Wolverhampton Wanderers 1:0
  • Wigan Athletic – West Ham United 0:0

[16h54] In Stoke gehen wir in die neunte Minute der Nachspielzeit. Verrückter englischer Fußball, unter anderem wegen Verletzungsunterbrechungen von Drogba und Terry.

[16h49] Stoke City – FC Chelsea 1:1, Didier Drogba, 45.+2

[16h48] Halbzeit Manchester City – FC Arsenal 1:0

Eigentlich hatte dieses schwache Spiel kein Tor verdient. Und mehr oder weniger haben sich die Gunners den Ball auch selbst ins Tor gelegt. Die ersten 20 Minuten haben die Gäste dominiert, waren sicher in den Kombinationen, verpassten es aber gefährlichere Torchancen zu erspielen. Mit der ersten Torchance von City fiel die Führung – und danach passierte so gut wie gar nichts. Arsenal harmlos, City fahrlässig mit den wenigen Konterchancen.

[16h47] FC Sunderland – Hull City 1:1. Kamil Zayatte, 44. Minute

[16h45] Drei Minuten Nachspielzeit in Eastlands in der ersten Hälfte

[16h43] FC Liverpool – FC Burnley 2:0, Dirk Kuyt, 42. Minute

FC Portsmouth – Bolton Wanderers 1:2, Matt Taylor, 43. Minute

[16h40] Fünf Minuten vor Halbzeit steht City bei Ballbesitz Arsenal im Mittelfeld mit allen 11 Mann in der eigenen Hälfte. Das ist noch hässlicher alc Chelsea unter Mourinho. Machen kaum noch was nach vorne. Und Arsenal kann überhaupt kein Kapital daraus schlagen. Wenig Ideen und Kreativität im Mittelfeld. Bendtner auf rechts steht zumindest auf dem Spielberichtsbogen, gesehen habe ich ihn noch nicht. Und Wright-Philipps scheitert bis jetzt immer in beständiger Regelmäßigkeit an Clichy.

[16h34] Stoke City – FC Chelsea 1:0, Aboudalaye Faye, 34. Minute

[16h33] Keine hochklassige Partie, eher eine lustlose Veranstaltung nach der Führung im City of Manchester Stadium. Wenig klare Chancen, beide tun sich extrem schwer, ihr Spiel, ihre Ideen und Qualitäten auf den Rasen zu bringen. Die Gastgeber nahmen sich 10 Minuten eine komplette Auszeit, werden jetzt wieder langsam aktiver. Arsenal immer noch irgendwo zwischen Scochkstarre und Suche nach der Lücke im Mittelfeld. Fabregas noch gar nicht im Spiel. Partie wird vor allem lebhaft, wenn City mal einen Konter fahren kann – die aber kläglich zu Ende spielt.

[16h28] FC Liverpool – FC Burnley 1:0, Yossi Benayoun, 27. Minute

[16h26] FC Portsmouth – Bolton Wanderers 1:1, Younes Kaboul, 25. Minute

[16h25] Von diesem Schock und dem aus Sicht von Arsenal blöden Gegentor müssen sich die Gunners erstmal erholen, hatten die ersten 20 Minuten gut über die Zeit gebracht, sicher kombiniert und hatten ein paar gute Torchancen. City war bis dahin mehr mit sich selbst beschäftigt.

25 Minuten durch – und City zieht sich zurück und lässt Arsenal erstmal machen. Vor eigenem Publikum. Nun ja, Sir Alex behält das mal im Hinterkopf. Da Arsenal aber immer noch ein wenig blockiert im Spielaufbau, hat das Spiel gerade seine erste Hängephase.

[16h19] Manchester City – FC Arsenal 1:0, Micah Richards, 20. Minute

Das Spiel völlig auf den Kopf gestellt. Die ersten 20 Minuten gehörten ganz klar Arsenal. Dann erste Chance für City. Freistoß mittlere Spielfeldposition von Barry, bringt den Ball zentral, Richards steigt am höchsten beim Kopfball. Dann sieht Almunia mehr als unglücklich aus. Verschätzt sich zunächst, Ball prallt dann gegen den Pfosten und vom Hinterkopf Almunias ins Tor. Ganz bitter.

Blackburn Rovers – Wolverhampton Wanderers 1:0, El Hadji Diouf, 20. Minute

[16h15] FC Sunderland – Hull City 1:0, Darran Bent, 12. Minute

FC Portsmouth – Bolton Wanderers 0:1, Tamir Cohen, 13. Minute

[16h13] Erste richtig gute Chance in diesem Spiel. Ecke für Arsenal von Van Persie, in der Mitte Gallas völlig frei (wo war Lescott?), Kopfball knapp über das Tor.

Lescott sieht die erste gelbe Karte in dieser Partie nach Foul an Van Persie.

[16h12] Es ist warm auf der Insel, über 20 Grad in Manchester. Arsene Wenger heute ohne Sakko an der Seitenlinie.

[16h11] Ganz spannendes Duell auf der rechten Seite von City, Wright-Phillips trifft auf Gael Clichy. Punktsieger bis jetzt der Verteidiger der Gunners. Aber Wright-Phillips hat einige Male gezeigt, dass das eine gute Option ist Adebayor im Zentrum zu bedienen.

[16h06] Sobald Adebayor auch nur in Ballnähe ist, gibt es ein gellendes Pfeifkonzert der mitgereisten Arsenal-Fans. Munterer Beginn, Arsenal versucht den Ball in den eigenen Reihen zu halten und zu kontrollieren. City ein wenig nervös im Spiel nach vorne. Noch keine Aktionen im Strafraum.

[16h00] Beginn 1. Halbzeit

Arsenal in rot mit Anstoß von rechts nach links in der ersten Hälfte. City wie immer in hellblau.

[15h58] Sheffield United gewinnt mit ein bisschen Mühe in der Championship 1:0 bei Derby County und bleibt Newcastle United auf den Fersen.

[15h55] Bei Chelsea heute auf der Bank Sam Hutchinson, 20-jähriger englischer Innenverteidiger. Solche Namen liest man die nächsten Monate da erstmal häufiger.

Nach drei Siegen zum Auftakt gab es für die Glasgow Rangers heute die ersten Punktverluste am vier Spieltag. Nur ein 0:0 bei Motherwall. Celtic hat jetzt gleich die Chance alleiniger Tabellenführer zu werden. Man hat Dundee United zu Gast im Celtic Park.

[15h52] Die Aufstellungen in Eastlands

Manchester City: Given – Richards, Toure, Lescott, Bridge – Wright-Philipps, Ireland, Barry, De Jong – Adebayor, Bellamy

FC Arsenal: Almunia – Sagna, Vermaelen, Gallas, Clichy – Bendtner, Song, Fabregas, Denilson – Diaby – Van Persie

Wenn da bei Man City noch im Sturm Tevez und Robinho stehen würden, ist das schon eine richtig starke Mannschaft, aber auch so liest sich das hervorragend. Arshavin fehlt bei Arsenal, dafür ist Febregas rechtzeitig fit geworden. Bendtner wohl wieder über die rechte Mittelfeldseite, was gegen Portsmouth beim 4:1 aber gut funktioniert hat.

[15h46] Unangenehme Aufgabe für den FC Chelsea im Britannia Stadium zu Stoke. City ist glänzend in die Saison gestartet und steht derzeit auf Platz 5 in der Tabelle. Stoke will den vierten Heimsieg in Folge, Chelsea weiter ohne Punktverlust bleiben in dieser Saison.

[15h41] Weil sich Hoeneß und Zorc gerade so über diese Länderspiele aufgeregt haben. Liverpools Trainer Raphael Benitez gönnt Javier Mascherano, Nationalspieler Argentiniens, eine Pause und bietet ihn nicht mal im Kader für das Spiel gegen Burnley auf.

[15h37] Drei Personalien sind noch zu erwähnen. Arshavin wie gesagt bei Arsenal nicht dabei, dafür erstmals wieder Thomas Rosicky auf der Bank bei den Gunners. Und für Juleon Lescott ist es diese Saison bereits das zweite Pflichtspiel in dieser Saison gegen Arsenal. Am ersten Spieltag gab es ein 1:6, mit indiskutabler Leistung von Lescott. Und Stichwort Lescott. Dessen ehemaliger Verein, der FC Everton, ist alles anders als toll in die Saison gestartet und muss zudem schlechte Nachrichten in Kauf nehmen. Spielmacher Mikael Arteta fehlt jetzt mit seiner Bänderverletzung jetzt wohl bis Ende November. Eigentlich hatte man gehofft, er würde nächste Woche ins Training einsteigen können. Arteta hatte zuletzt im Februar für Everton gespielt.

[15h31] Nähern wir uns langsam dem Spitzenspiel am heutigen Samstagnachmittag. Man City empfängt den FC Arsenal. Für beide Teams so ein bisschen der Fingerzeig, wie gut man wirklich ist. Arsenal hatte ja schon über weite Strecken gegen Man Utd gezeigt, dass man trotz der Niederlage in sehr guter Form ist. Nun muss man zwei Wochen auf Ashavin verzichten. City hatte in den ersten vier Spielen keine große Nummer vor der Brust, tat sich teilweise auch ein wenig schwer. Heute dann die erste Prüfung für die eher als schwach eingestufte Abwehr der Citizens.

Und weil wir gerade bei Interviews waren, hier noch ein paar interessante Aussagen. Diesmal vom “Flüchtling” Emmanuel Adebayor, der heute auf seinen früheren Verein trifft. Und “Ade” hat sich mal gar nicht so positiv über die Arsenal-Fans geäußert.

“What is good at City is the fans. They love you. Arsenal have a lot of fans who are not fans. Arsenal have fans from America and Jamaica. Today they are Arsenal fans, tomorrow they will be Liverpool fans, after tomorrow they will be Manchester United fans. If you boo your player every weekend, I am very sorry, you are not true fans. It hurt me a lot. That was the most difficult moment of my career.”

[15h23] Zwei äußerst interessante Interviews in der heutigen Ausgabe des Guardian, zum einen mit dem immer noch verletzten Theo Walcott vom FC Arsenal. Zum anderen mit Liverpools Torwart Pepe Reina.

Theo Walcott äußerst sich vor allem zu seinem privaten Umfeld und den Zielen seiner sportlichen Karriere. Und das klingt alles absolut authentisch, was Walcott zu Protokoll gibt.

“My friends, family and girlfriend have all helped, but I’m a level-headed guy anyway. I haven’t changed at all. People always think it’s about money, money, money but I just want to win trophies. Ryan Giggs is the perfect example for me, the amount of medals he’s won. You want to look back on your career and see what you’ve achieved, not just have a fancy car and a big house.”

Pepe Reina hat mit dem Spanien-Korrespondenten des Guardian für den Bereich Sport, Sid Lowe, gesprochen und äußert sich vor allem über Liverpools Titelchancen in dieser Saison.

“Can we win the league? I think so but there are other teams that are very capable of winning it – Chelsea, United, Arsenal, Manchester City. We can’t set ourselves objectives. We all want to win the league but right now it’s not a realistic objective.”

[15h15] Schönen Nachmittag zusammen. Richtig interessanter Samstag in der Premier League. Zunächst live bei Sky Manchester City gegen den FC Arsenal, dazu parallel die schwierigen Aufgaben von Chelsea bei Stoke City und Liverpool im Heimspiel gegen Aufsteiger Burnley. Und ab 18:30 Uhr versuchen dann die Spurs ihren besten Saisonstart seit 1961 zu bestätigen, gegen keinen geringeren als den amtierenden Meister Manchester United. Da kann man sich eigentlich nur freuen. Gehen wir es an.

Thema: Live-Blog, Premier League | Kommentare (0) | Autor: medispolis

Live-Blog: Zuschauer fragen Frank-Walter Steinmeier

Dienstag, 8. September 2009 20:48

[22h20] Man muss nicht so viel Ahnung haben um festzustellen, dass die heutige Sendung nicht an gestern anknüpfen konnte, gerade was Gradlinigkeit und Unterhaltung angeht. Ich habe in 150 Minuten nicht eine etwas persönlichere Frage gesehen. Stattdessen hat man sich heute zu Beginn viel zu lange, fast 30 Minuten, beim Thema Arbeitsmarkt aufgehalten. Und paradoxerweise hatte Steinmeier da seine stärksten Phasen und konnte teilweise auch durch verständliche und einfache Antworten punkten.

Der zweite Teil der Sendung war zäh, die Fragen wurden schlechter, Steinmeier wich manchmal aus oder beantwortete die Fragen nur am Rande. Das kann man ja auch alles machen. Aber warum beantwortet FWS nicht erst die Frage und dann kommt sowas wie “Gestatten Sie mir noch eine Ergänzung”. Perfekt und gut ist.

Seit der Frage von Lukas Heinser hat die Sendung nachgelassen. Aber wer konnte das ahnen, dass dieser kurze Einschub so für einen kleinen Bruch gesorgt hat. Vielleicht hat Steinmeier seitdem zu oft an Kurnaz gedacht. Da war ganz sicher mehr drin für den Kanzlerkandidaten der SPD. Guter Beginn, dann stark nachgelassen. Puste und Ausdauer im Wahlkampf, yadda, yadda.

Schönen Abend noch.

[22h17] Und wieder so ein bescheuertes Quiz der ARD. Steinmeier zu den vier Antwortmöglichkeiten A-D: “Und wo ist jetzt E?”. Ein weiterer Google-Treffer.

Und damit können wir diese 75 Minuten zu den Akten legen.

[22h14] Letzte Frage zu den Koalitionsmöglichkeiten an Steinmeier. Er führe keinen Koalitionswahlkampf, für eine starke SPD. Keine Koalition mit den Linken. Könne sich Bündnis mit Grüne und FDP vorstellen. Nichts Neues.

Meine Güte, die Fragen der letzten halben Stunde waren wirklich grenzwertig.

[22h10] Die Frau aus Hannover erzählt viel, stellt aber keine Frage. Ist das denn so schwer? Macht das Ende der Sendung nicht viel besser. Sie fordert kleinere Klassen. Dann gäbe es kleinere Probleme.

Und Steinmeier spricht jetzt über Bildungsfinanzierung, eigentlich nicht das Thema, aber er wirbt an dieser Stelle für seine Politik. Da das Wahlkampf ist, sei es ihm gestattet. Aber auch alles bekannt.

[22h06] Oh, Bildungspolitik. Was wird für Kinder mit Migrationshintergrund in den (weiterführenden) Schulen gemacht? Steinmeier: Essentielle Frage für unsere Gesellschaft. Aber Steinmeier sagt wieder nicht, was genau getan werden kann. Da stehen im Regierungsprogramm doch etliche Sachen drin. Ich habe das hier bei mir liegen. Wieso erzählt der das nicht? Ah, jetzt wieder im Nebensatz, Bessere Betreuung schon in den Kindergärten, gebührenfreies Studium. Und yaddda, yadda, gebührenfreie Bildung, jetzt Familiengeschichte von Steinmeier. Wenig Konkretes. Schade, wäre noch einmal eine gute Chance für FWS gewesen.

[22h02] Und was macht eigentlich Andy Murray da gerade in New York? Aber egal. Immer noch spannender als die Runde jetzt.

[21h59] Kann nicht einmal jemand diese Runde jetzt auflockern. Die schlafen gleich ein. Mehr Google-Treffer für Steinmeier, ARD-Wahlarena und Humor bitte. Schnell.

[21h55] Wie armselig wurde das Thema Außenpolitik abgehandelt. Unwürdig, dann besser gar nicht. Für zwei Minuten lang. Jetzt Atompolitik. Man möchte wohl noch ein paar Themen durchpeitschen. Frage nach der Endlagerung an den Vize-Kanzler. Doch es gibt erstmal ein paar Hinweise zur SPD-Energiepolitik. Kommt da noch was zur Endlagerung?….na..na…na, nein, es gibt keine klare Antwort auf die Endlagerung. Warum sagt Steinmeier nicht das, was im Regierungsprogramm der SPD steht? Aus dem Kopf ist das glaube ich: Offene Suche nach einem Endlager, nicht auf Gorleben festnageln lassen.

Und jetzt wird es wenig langweilig, die Stimmung sinkt. Die Fragen haben auch gar keinen Überraschungspotential mehr. Mal was Persönliches, dafür ist doch jetzt mal die Gelegenheit.

[21h53] Kurz vor Zehn – und wir nähren uns langsam dem Themenkomplex Außenpolitik. Wir müssen alles tun, um die Sicherheit der deutschen Soldaten zu gewährleisten. Und gleichzeitig über eine Rückzugsstrategie nachdenken. Alles schon bekannt, kaum Neues an dieser Stelle von Steinmeier. Aber das war bei Merkel nicht anders.

[21h50] Finde die Sendung einerseits schlechter, andererseits besser als gestern Abend. Schlechter, weil es ganz offensichtlich nicht so locker und schwungvoll geht. Wenige Themen werden angesprochen. Da musste man Lukas schon dankbar sein, dass man nicht im Arbeitsthema verstrickt. Und die Fragen werden auch wieder länger. Dafür wird – was mir besser gefällt – sehr viel mehr über Inhalte diskutiert und Steinmeier richtig herausgefordert wird, mehr als Merkel gestern. Das gefällt mir dann wieder besser, es werden mehr Nachfragen zugelassen.

Steinmeier insgesamt mit Licht und Schatten: Mal gute, knappe Antworten. Mal langes Ausschweifen und Herumreden ums Thema. Würde er die erstere Alternative häufiger nehmen, würden nicht nur die Politik-Maniacs folgen können. Das ist für Otto-Normalbürger teilweise nicht nachzuvollziehen. Das hat Merkel besser geschafft. Aber Steinmeier versucht sich eben so gut zu schlagen, wie es eben geht. Kämpft, ringt um die besten Worte.

Und die bisher beste Frage kam von Jörg Schönenborn. Sagt auch viel über die Zuschauer, aber gut, will da keinen kritisieren. Aber es gibt so viele Themen, die man ansprechen könnte, außer Arbeit.

[21h45] Nächste Frage: Inwieweit ist Realpolitik in Zeiten von Wahlen noch möglich?

Steinmeier: Er nehme Umfragen zur Kenntnis, aber er finde es nicht gut, wenn mit verkürzten Argumenten gearbeitet werde. Er will ehrlich und glaubwürdig bleiben. Verhaltener Applaus.

[21h41] Und plötzlich Themenwechsel. Lukas von Coffee And TV ist im Saal und fragt, ob Steinmeier von Herrn Kurnaz träumt. Steinmeier: Es gab keine Möglichkeiten, Herrn Kurnaz eher aus Guantanamo zurückzuholen. Die Situation tue ihm aber Leid.

[21h37] Frage an Steinmeier: Was will er gegen die Staatsverschuldung tun und wie will er Schulden abbauen? Und Steinmeier landet bei Konjunkturprogrammen. Konkrete Vorschläge bleiben erstmal aus. Aber das Problem der Kinder habe er im Blick. Da hätte ich mir sehr viel mehr erwünscht! NULL konkreter Vorschlag seitens Steinmeiers. Stichwort: Schuldenbremse, eventuell Sparen. Gibt doch genug.

Steinmeiers Antwort zugespitzt formuliert: Wir müssen die Krise verhindern, dann gibt es keine neuen Schulden.

[21h35] Ein zusätzlicher Treffer bei der Google-Suche Steinmeier und Humor: “Wenn die Große Koalition zu Ende geht, bin ich im Kanzleramt.”

Ansonsten völlig dusseliges Quiz wieder von der ARD. Wer kommt eigentlich bei den ÖR auf so einen Schwachsinn?

[21h32] Hugo Müller Vogg im Bildhintergrund kurz vor dem Einschlafen, weil Steinmeier nun wirklich dermaßen weit abgeschweift ist vom Thema. Es ging um Hartz IV und Schonvermögen, und Steinmeier landete bei Investitionsprogrammen für Schulen und Straßen. Ungünstig.

Und jedes Mal wird heute gefragt, ob man mit der Antwort zufrieden sei. War gestern nicht so.

[21h28] Eine Zuschauerin will wissen, ob Steinmeier schon den SPIEGEL gelesen habe? Oh je, das wird jetzt ein wenig kunterbunt. Die Zuschauerin liest was vor, Steinmeier bezweifelt den Wahrheitsgehalt der Aussagen im Spiegel-Bericht. Ein Ergebnis: Keine zusätzliche Besteuerung der Nacht- und Schichtarbeit. Ein Satz, eine klare Botschaft. Es geht doch auch kurz und knackig.

30 Minuten vorbei – und bisher nur das Thema Arbeitsmarkt. Finde ich ein bisschen sehr einseitig.

[21h24] Steinmeier schwitzt deutlich mehr als Merkel, finde ich aber völlig ok, das zeigt ja nur, dass er sich Gedanken macht und ein wenig mit den Fragen und Antworten kämpfen muss. Kennt jeder bei einer Präsentation.

Steinmeier steht übrigens wie Merkel nicht hinter dem kleinen Pult und hält sich mit beiden Armen fest, sondern lehnt sich ein wenig an das Pult an und benutzt eine Hand für Gesten.

Insgesamt sind die Fragen für Steinmeier schon deutlich besser, kürzer und auch mehr auf Inhalt gerichtet sind. Und die Zuschauer sind deutlich bereiter nachzufragen, zwingen Steinmeier seine Antworten noch einmal zu präzisieren. Da hat es Steinmeier deutlich schwerer als Angela Merkel!

Und dann muss ich noch einmal genau herausfinden, wer “wir” ist, von denen Steinmeier immer spricht. Die SPD? Warum sagt er das dann nicht…

[21h16] Wie wollen Sie, Herr Steinmeier, vier Millionen Arbeitsplätze schaffen und Arbeitsplätze in der Industrie erhalten? Frage eines Angestellten von Conti aus Hannover. Und Steinmeier weicht ein wenig aus, geht wieder auf das Thema Opel. Das braucht es doch nicht. Dann kommt die Antwort etwas verspätet, Weichen müssten gestellt werden, Signale erkannt werden, mehr in Bildung investieren. Neue Arbeitsplätze sollen mit guten ausgebildeten Menschen bestückt werden. Tja, das hätte der Stellwerksleiter aus Wattenscheid nicht besser sagen können mit den Weichen. So richtig hat Steinmeier nicht erklärt, wie die Arbeitsplätze entstehen sollen. Wo sind die neuen Märkte, wie Gesundheit und Energie, die hier hätten erwähnt werden müssen. Stattdessen jetzt wirkliches Abschweifen.

Und dann in einem Nebensatz die neuen Technologien. Das hätte besser gemacht werden können.

[21h12] Man bleibt weiter beim Thema Renteneintrittsalter. So bitter diese Entscheidung auch ist, ich finde sie richtig. Ganz einfach, weil es keine Alternativen gibt. Das Renteneintrittsalter wird unter einem Kanzler Steinmeier nicht erhöht.

Nächstes Thema: Angestellter von Hertie, 53 Jahre alt, wurde vor ein paar Monaten entlassen und “fühlt sich alleine gelassen” (O-Ton aus dem Einspielfilm). Frage: Warum Rettung für Opel, aber nicht Hertie? Das ist die Frage, die Steinmeier bei RTL nicht wirklich beantwortet hat. Entscheidener Unterschied laut Steinmeier: Bei Opel sei man bereit gewesen zu investieren, Investoren standen bereit. Bei Hertie und Arcandor war dies nicht der Fall.

Kurze, prägnante Antwort, kann ich so aus dem Kopf nicht sagen, ob man auch im Detail richtig war.

[21h05] Es geht los. Dem Kandidaten soll auf dem Zahn gefühlt werden. Na dann mal los. Erste Frage: Zum Thema Rente mit 67. Ob Steinmeier denn schon mal mit seiner Mutter darüber gesprochen habe, was es bedeutet hätte, wenn seine Mutter noch mit 67 in der Fabrik gearbeitet hätte.

Und Steinmeier erstmal mit einem Grundkurs zur demografischen Entwciklung. Rente mit 67 sei keine populäre Entscheidung. Wir mussten aber diese Entscheidung aber fällen. Schwierigkeiten für diejenigen, die hart arbeiten, sollen durch flexiblere Übergänge abgemildert werden. Kurz auf den Punkt. Es geht ja.

Wir werden die prinzipielle Entscheidung der Rente mit 67 nicht zurückdrehen, so Steinmeier. Wäre für jungen Menschen keine faire Entscheidung. Das war für den Anfang gar nicht so schlecht, der Grundkurs musste nicht unbedingt sein.

[20h59] Und dann hoffe ich noch, dass die Fragen heute etwas kürzer und auf den Punkt gebracht formuliert werden und sich vielleicht auch einmal direkter um die Person und ihre Art Politik zu machen richten. Merkel musste gestern nur “bequeme” inhaltliche Fragen beantworten. Das hat es ihr natürlich auch ein wenig leicht gemacht.

[20h56] Dass es Frank-Walter Steinmeier schwieriger als Angela Merkel fällt, komplexe politische Sachverhalte einfach zu erklären, und das in einer für nur politisch partiell interessierte Bürger verständlichen Sprache, ist ganz offensichtlich. Ich finde das nicht weiter schlimm. Jeder Mensch ist anders und hat unterschiedliche Qualitäten. Wichtig aus meiner Sicht für die Performanz von Steinmeier heute Abend ist vor allem, dass er die Fragen – anders damals bei RTL – auch direkt beantwortet. Wenn sich Sachverhalte in zwei Sätzen klar und verständlich darstellen lassen, verstehe ich es nie, wieso man dann immer noch einen ganzen Monolog beginnen muss. Mal sehen, wie Steinmeier diese Herausforderung heute meistert. Dass einige Politiker ihre Politik verständlicher als andere erklären können, liegt in der Natur der Sache. Steinmeier muss heute Abend zeigen, dass es zumindest verständlich ist und vor allem auch auf die Fragen bezogen ist. Etwas, das Merkel gestern Abend sehr gut gelungen ist.

[20h52] Die Quoten für die gestrige Sendung mit Angela Merkel waren aber alles andere als berauschend. 2,89 Millionen Menschen haben zugeschaut, das entspricht einem Marktanteil von 10,8 Prozent. Und das ohne große Highlights an einem Montagabend im Fernsehen. Ich bin mir relativ sicher, dass heute weniger zuschauen werden, unter anderem auch weil die Konkurrenz in Sachen Dr. House und dem Sat.1 Schnulzenfilm groß ist. Wer würde da schon die Wahlarena mit FWS vorziehen?

[20h48] Noch ist er Zweiter und höchstwahrscheinlich bleibt er es auch. Deshalb darf  Frank-Walter Steinmeier heute Abend in der ARD-Wahlarena auch als Zweiter teilnehmen und versuchen das durchaus positive Bild vom Auftritt Angela Merkels gestern zu ergänzen oder noch positiver zu machen. Gleiches Prozedere wie gestern im TV und bei mir im Blog.

Thema: Bundestagswahl 2009, TV und Radio | Kommentare (3) | Autor: medispolis

Live-Blog: Zuschauer fragen Angela Merkel

Montag, 7. September 2009 21:00

[22h33] Nur kurzes Fazit meinerseits: Sendung hat mir gut gefallen, Merkel hat sich recht gut geschlagen. An der ein oder anderen Stelle vielleicht nicht ganz deutlich genug, aber insgesamt sehr verständlich, kam sympathisch herüber, ist auf die Bürger gut eingegangen.

Zu Beginn fand ich die Fragen etwas zu lang, das muss man den Teilnehmern einfach mal sagen, dass man nicht drei Minuten hat um auf die Frage zu kommen. Am Ende wurde das besser, Themenvielfalt hat von Afghanistan über Krümmel bis zu Seniorenwohnungen alles abgedeckt. Fragen waren also ganz klar vorher nicht bekannt. Höhepunkt für mich die Diskussion über die Atompolitik. Das war Townhall-Meeting so wie es sein sollte.

Vielleicht ist die ARD ja auch auf den Geschmack gekommen, das jetzt häufiger anzubieten. Mal sehen, was die Quoten sagen. Morgen dann FWS, hier wieder im Live-Blog ab kurz vor neun. Gute Nacht aus Bremen und einen sonnigen Dienstag. Danke fürs Lesen.

[22h30] Angela Merkel schließt eine Koalition mit der SPD nicht aus, ihr Ziel bleibt eine Koalition mit der FDP.

[22h25] Wunderbar, dann kommen wir doch noch zum Schluss auf das Thema Afghanistan. Leider überhaupt viel zu wenig Außenpolitik. Aber gut, Zeit ist begrenzt. Ein ehemaliger Soldat in Afghanistan behauptet, dass die Bundeswehr nur noch mit Selbstschutz zu kämpfen habe.

Forderung nach Aufwertung der afghanischen Polizei, nach besserer Ausbildung der Polizisten im Land. Was sagt Merkel dazu? Vorfall vom Wochenende muss aufgeklärt werden, morgen früh dazu Regierungserklärung im Bundestag. Soldaten machen eine hervorragende Arbeit. Es müsse Tempo gemacht werden bei der Ausbildung, zusammen mit den afghanischen Behörden und in enger Kooperation. Europäische Polizeifraktion arbeitet noch nicht so gut zusammen. Wir müssen schauen, dass wir in den nächsten fünf Jahren einen massiven Schritt nach vorne kommen. Das sei schaffbar, so Merkel.

Bisschen dürftig die Antwort von Merkel. Wenn es nur an der Ausbildung der Polizei liegt, könnte es ja nicht so schwer sein.

[22h13] Nächste Frage kommt von einer Bewohnerin in direkter Lage zum Atomkraftwerk Krümmel. Wäre es für Deutschland nicht gesünder auf Atomenergie zu verzichten? Störfälle sind in der Tat inakzeptabel, Atomkraft soll Brückentechnologie werden. Sie sei sehr für erneuerbare Energien, aber Merkel befürchte, dass Deutschland es bis 2021 nicht schaffe, ohne Atomstrom den gesamten Energiebedarf zu decken. Deutschland könne für hohe Sicherheitsstandards bei Atomtechnologie stehen und diese weltweit anwenden. Endlagerung ist zäh. Merkel für Erkundung von Gorleben, wenn nicht geeignet, dann Suche nach einem anderen Endlager. Das ist fast schon SPD-like, nur nicht, was die Laufzeit der Atomkraftwerke angeht. “Brückentechnologie”, nicht “bis ultimo”, bin “Freund erneuerbarer Energien”. Meine Herren, Merkel besetzt auch alles. Kanzlerschaft verändert.

Merkel wird von der Fragenstellerin unter Druck gesetzt. Folgen und Risiken seien doch nicht abschätzbar. Sicherheit müsse doch vorgehen. Merkel sagt, dass bei fehlender Sicherheit sowieso eine Abschaltung geben würde.

Ja, so muss das sein, direkter Dialog zwischen Politik und Volk, mit guten Fakten, schlagkräftig, Merkel ein paar Schweißperlen auf die Stirn zaubern. Sehr sehr schön. So sollte das sein. Bravo!

[22h08] Erstwähler, geht aufs Gymnasium, fragt generall etwas zu den Sozialbeiträgen. Werden diese in den nächsten Jahren steigen? Stichwort, das ich mal einwerfe, sind Steuerzuschüsse und demografische Entwicklung. Gute Frage. Merkel antwortet: Ich gehe mal die Sozialsysteme durch. Bis 2020 bleibt der Rentenbeitrag in etwa konstant. Beitrag zur Arbeitslosenversicherung ist seit 2005 um 3% gesunken. Schwierigstes Thema sei derzeit das Gesundheitswesen. Gesundheitsversorgung sei Aufgabe aller Steuerzahler, deshalb auch die Steuerzuschüsse. Das ist solidarischer.

Kenne ich mich zu wenig aus. Aber das wäre im Prinzip auch bei einer Bürgerversicherung so, dass alle einzahlen würden. Aber wer versteht noch jedes Detail in der Gesundheitsreform. Merkel kann Beitragserhöhungen im Gesundheitswesen nicht ausschließen, will sie aber vermeiden.

[22h05] Kleiner Einschub meinerseits: Überleben der Banken ist dringender wie der altersgerechte Ausbau von Seniorenwohnungen. Klingt bitter, ist es auch. Aber so ist Politik leider auch. Vor allem beim Schuldenstand in Deutschland.

[21h59] Satz des Tages: “Politik unter Finanzierungsvorbehalt”. Endlich Bildungspolitik. Warum ist Bildung immer noch Ländersache? Merkel beantwortet die Frage zwar nicht haargenau, sondern zeigt eher, was der Bund alles schon macht und den Ländern an Vorgaben auferlegt. Unter den Bedingungen der Verfassungen sei aber nichts anderes möglich.

Die Fragenstellerin kommt aus Niedersachsen. CDU-Land unter Christian Wulff. Aber das nur nebenbei. Merkel kann also nicht direkt die Situation in Niedersachsen kritisieren. Macht sie auch nicht. Niedersachsen habe viel getan. Nun ja, ich werfe einfach Heister-Neumann als Stichwort ein. Merkel weiß genau, dass jeder Kommentar zur Bildungspolitik in Niedersachsen ihr Nachteil ist.

[21h50] Völlig dusselige Aktion der ARD, die nach einer Art Quizfrage das Motto von Merkels nächster Kanzlerschaft wissen wollen. Merkel nimmt Antwort A: Wir haben die Kraft. Ach, liebe ARD, wie überflüssig.

Nächste Frage zur Mehrwertsteuer: Gibt es eine Erhöhung unter der Bundeskanzlerin Merkel? Ganz klares Nein zu einer Mehrwertsteuererhöhung von Merkel, auch beim ermäßigten Satz. Wäre das falsche Zeichen zur falschen Zeit. Wenn man ganz fies ist, könnte man Merkel sagen, dass sie nur für die Krise eine Steuererhöhung ausschließt. Aber gut, das war schon eine sehr klare Aussage.

Ich bleibe dabei: Das, was Merkel hier abliefert, gefällt durch klare Aussagen, kommt sympathisch rüber und ist auch für den Laien, denke ich mal, mehr als verständlich. Für mich bis hierhin der beste Auftritt der Bundeskanzlerin, den ich gesehen habe. Noch nicht perfekt, aber wirklich gut. Nur Guido Westerwelle wird auf den Tisch hauen, denn ist man ehrlich, könnte man heute Abend nicht mehr wirklich erkennen, dass Merkel in der CDU ist. Das kann auch meist mit dem Programm der SPD durchgehen.

[21h43] Fantastische Frage eines Unternehmers vom Bodensee bezüglich der Kreditklemme, der bemängelt, dass sich Banken nur noch die Unternehmen für die Kreditvergabe aussuchen, die einigermaßen guten Umsatz machen. Kann die Politik helfen, zumal sie ja auch Bürgschaften gegeben hat? Zuschauer applaudieren für die Frage. Merkel: Zentrales Thema, das uns umtreibt. Merkel will versuchen, dass die Kriterien für die Kreditvergabe gelockert werden (Stichwort Basel II, das da aber im Weg steht). Kann aber noch keine großen Fortschritte verkünden. Bürgschaftsprogramm soll Abhilfe schaffen. Banken sollen Globalsumme bekommen und dann Leuten Kredite geben. Politik bürgt dann für eventuelle Ausfälle, sollte der Antragssteller den Kredit nicht zurückzahlen können. Merkel weist auf Nachfrage von Jörg Schönenborn darauf hin, dass dieses Prozedere noch einige Zeit dauern wird.

Anmerkung meinerseits: Dürfte eines der spannendsten Themen auf dem G20-Gipfel in Pittsburgh werden. Eigentlich das Thema, mit dem der Auf- oder Abschwung fällt.

[21h41] “Ich habe mir Mühe gegeben, es allgemein verständlich zu erklären.” Ich muss das noch mal irgendwo nachlesen. Aber gut, Pension und Rente, noch nicht mein Thema.

[21h38] Es wird ein wenig zäh, komische Fragen zu Acandor und den Pensionskassen. Wenn man sich schon meldet, liebe Zuschauer, dann bitte doch konkret und ohne irgendwelche großen Anekdoten.

Finde die Fragen teilweise alle ein bisschen zu lang. Man kann das doch auch in zwei, drei knappen Sätzen formulieren. Knapp sechs Fragen in 25 Minuten, da war der Anteil Frage/Antwort fast gleich groß. Könnte besser sein.

[21h31] Vom Projekt Rente mit 67 können wir nicht abweichen, so Merkel.

Ich finde das ganze bis jetzt ganz informativ. Auch wenn es so ein bisschen an eine Wünsch-Dir-Was-Stunde erinnert. Der Wunschzettel für die Politik ist lang. Da finde ich es ganz gut, dass Merkel auch sagt, was nicht geht.

Merkel wird auf eine Aussage aus dem Jahr 2005 angesprochen, ebenfalls in der ARD-Wahlarena, wo sie gesagt hat, dass es bei der Rente mit 65 bleibe. Hier hätte Merkel einfach nur sagen müssen, dass sich Zeiten ändern. Stattdessen versucht sich ein wenig aus der Situation herauszureden. Klitzekleiner Minuspunkt. Hätte sie es dem investigativen Journalisten durchaus so direkt sagen können. Koalitionen sind immer Kompromisse.

[21h29] Chef einer Baustellenfirma versucht der Bundeskanzlerin zu erklären, dass die Rente mit 67 gerade für Baustellenarbeiter nicht realistisch sei. Es müssten Regeln gefunden werden für solche Berufsgruppen, dass sie früher in Rente gehen könnten, ohne große Abschläge beim Einkommen. Die Kanzlerin antwortet: Es wird zukünftig keine Änderung geben. Wirbt für Verständnis und begründet ihre Entscheidung. Merkel macht deutlich, dass es vor allem sehr schwierig ist, eine klare Abgrenzung zwischen einzelnen Berufsgruppen zu finden. Man müsse in den Betrieben, Beispiel sei die Fließbandproduktion bei Opel, durch bessere Arbeitsmedizin vorsorgen.

[21h24] Merkel mit klarer Aussage: Mir ihr werde es einen Abbau des Kündigungsschutzes und Verletzung der Tariftreue nicht geben, verweist aber sogar darauf, dass dieses Thema 2002 und 2005 noch anders in den Regierungsprogrammen der Union stand. Damit grenzt sie sich sehr sehr deutlich von der FDP ab. Das wird Westerwelle alles andere freuen.

[21h19] Nächste Frage zum Thema Arbeitsmarkt, ein Arbeitsloser, seit sechs Jahren arbeitslos, möchte wissen, warum es so viele Jobs in Zeitarbeit gibt und wie Merkels Haltung zum Mindestlohn ist. Zwei Fragen, die zwar nichts miteinander zu tun haben. Merkel: “Wir müssen alles tun, jedem eine Chance zu geben, um auf den Arbeitsmarkt zu kommen.” Das ist mir zu unkonkret, so ein Allerweltssatz. Mindestlöhne würden dafür sorgen, dass Arbeitsplätze wegfallen, deshalb lehne sie diese flächendeckend ab. Hürden um auf den Arbeitsmarkt zu kommen, dürften nicht zu hoch sein, deshalb sei ein wichtiger Schritt die Zeitarbeit gewesen, weil man sich davon versprochen hat, dass Menschen dann in feste Beschäftigung gelangen.

Merkel kann den Fragensteller nicht wirklich überzeugen, fragt, ob er einmal an einen Umzug gedacht habe. Er verneint.

[21h16] Sendung startet aus dem E-Werk in Köln. Angela Merkel mit rotem Blazer, sieht ganz gut aus, fällt man schon mal farblich auf. Erste Frage einer alleinerziehenden Mutter zur Vereinbarkeit von Familie und Beruf, bezüglich Anrechnung von Elterngeld und Absetzung von der Steuer, was nicht zu 100% möglich ist. Super konkrete Frage. Merkel geht nach Begrüßung sofort auf die Frage ein, fängt präszise an, verheddert sich dann aber ein bisschen in Details. Haushalt soll wie ein Arbeitgeber behandelt werden, was Absetzung von der Steuer angeht.

[21h14] Für die Bundeskanzlerin ist es übrigens die vorletzte Chance via Fernsehpräsenz die Wähler zu überzeugen. Sonntag steht dann noch das TV-Duell an.

[21h11] Ansonsten wünsche ich mir eigentlich nur eines: Viele Informationen, klare Aussagen und vor allem konkrete Fragen: Wenn ich sehe, was die ARD auf ihrer Programmseite darstellt, zum Beispiel “Wie kommen wir aus der Krise?” oder “Was wird aus meinem Arbeitsplatz?”, dann wird mir jetzt schon ein wenig schlecht, weil solche Fragen lassen sich in wenigen Minuten nicht beantworten und sind für solche Zuschauerrunden viel zu komplex.

[21h03] Mit Spannung werden auch die Aussagen von Merkel zum Luftschlag in Afghanistan erwartet. Mal sehen, wie aktuell diese Sendung sein wird. Ansonsten würde ich mich zu Aussagen und Fragen über die Bildungspolitik freuen. Da kam bisher eher wenig von der Union.

[21h00] Erstes Townhall-Meeting, wie es so schön heißt, heute Abend in der ARD. Zu Gast ist die Bundeskanzlerin Angela Merkel. Ich werde hier nicht jeden Satz live mitbloggen, also keine Stenografie betreiben, sondern die wichtigsten Aussagen dokumentieren und schauen, wie sich die Kanzlerin schlägt und wie sie mit ihren Antworten auf die Fragen eingeht. Also kein Minuten-Live-Ticker hier, sondern eine Zusammenfassung der Sendung in vielen Abschnitten.

Morgen ist dann der Herausforderer Frank-Walter-Steinmeier bei der ARD. Wenn alles klappt, werde ich auch das live mitbloggen.

Thema: Bundestagswahl 2009, TV und Radio | Kommentare (0) | Autor: medispolis