Medien-Sport-Politik, 07.09.2009

Für mich ist eines der Sporthighlights des Sommers immer auch die US Open in New York, die seit Jahren von Eurosport übertragen werden. Dieses Jahr auch parallel auf Eurosport, Eurosport 2 und Eurosport HD. Eigentlich genug Kanäle, um die deutschen Spieler in den Fokus der Berichterstattung zu stellen. Aber scheinbar hat Eurosport keine Auswahl auf die Spielauswahl oder das Signal, welches angeboten wird. Sagt Eurosport. So ganz kann ich das aber nicht verstehen, weil man zum Beispiel am Samstagabend immer wieder zwischen Tommy Haas und dem Sharapova-Match gewechselt ist. Da frage ich mich ganz ehrlich, wieso Tommy Haas nicht vollständig gezeigt wird. Und auf Eurosport 2 lief ein Match, das gefühlt 10 Menschen interessieren könnte. Schade, da hatte Eurosport eine große Chance verpasst, zwei wirklich gute Spiele parallel zu übertragen. Und generell habe ich dieses Jahr das Gefühl, dass sehr viel häufiger die Damen übertragen werden, wenn man die Auswahl zwischen Herren und Damen hat. Kommt mir persönlich so vor. Kann mich auch irren. Mir fällt es dieses Jahr aber verstärkt auf.

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Bei Sky News tut sich mal wieder was hinter den Kulissen. Der Nachrichtenkanal von der Insel hat eine Petition ins Leben gerufen, dass es zur General Election im nächsten Jahr ein landesweites TV-Duell der Spitzenkandidaten von Labour, den Liberal Democrats und der Conservative Party. Eine entsprechende Einladung ging an Gordon Brown, David Cameron und Nick Clegg, den Chef der Liberal Democrats. Es gibt bereits zwei Zusagen – nur Gordon Brown hat noch nicht geantwortet. Die Debatte soll bei Sky News, live im Internet und im Radio übertragen werden. Eat this, RTL und Sat.1. Es wäre das erste Mal, dass es eine solche Debatte im britischen Fernsehen geben würde. Um dieses Vorhaben zu unterstützen, hat Sky News eine Petition gestartet, damit diese Idee realisiert wird.

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Nochmal britische Medien, diesmal BBC Five Live. Jetzt hat auch der Sport-und Nachrichtenkanal der BBC als letzter der Radiostationen eine neue Website bekommen. Zudem wurde das Programm am Wochenende ein wenig verändert. Wichtigste Neuerung: Danny Baker hat seine eigene Radioshow bekommen. Baker ist vor allem für seine stets direkte Meinung bekannt, insbesondere zu Zeiten, als er noch 6-0-6 bei BBC Five Live leitete. Stets direkt, aber auch ungemein nett, witzig und unterhaltsam. Und nicht nur deswegen unglaublich beliebt bei vielen Radiohörern. Von 10:00-12:00 Uhr deutscher Zeit gibt es jetzt samstags jetzt immer die Danny Baker Show. Wer Zeit hat, zum Beispiel beim Wochenendputz, unbedingt einmal reinhören. Baker hat der Montags-Medienausgabe des Guardian ein längeres Interview gegeben, indem die Art und Weise, wie Baker Radio macht, sehr gut herüberkommt und wie er sich gerade wegen seines vorlauten Mundwerks verändern musste.

“I certainly don’t feel under any kind of scrutiny. I would thunder against that. It’s not a matter of mellowing, I just don’t believe there are any windmills to be tilted at in football any more. There is a much more sly route to bring things down and put them in perspective than being Mr Angry. It is much funnier to tweak tails than to bellow and rage.”

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Wo wir gerade bei der BBC sind. BBC Radio 1 fährt in den nächsten Tagen mal wieder alle Geschütze auf. Heute Abend von 20:00 bis 01:00 Uhr ist Muse Night inklusive Mitschnitt eines Live-Konzerts von Muse‘ Heimatstadt Teignmouth an der Südküste Englands von vergangenem Samstag. Zudem gibt es Interviews und eine Muse-Dokumentation. Wer diese großartige Band näher kennenlernen möchte, dem sei ein Reinhören empfehlen. Kommen für einige Konzerte Ende November auch nach Deutschland. Und am 18. September gibt es dann ab 11:00 Uhr mein persönliches Highlight. Coldplay in der Live-Lounge und Highlights vom Konzert im Glasgower Hampden Park. Und für solche Ereignisse verehre ich diesen Radiosender.

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Via des Pottblogs bin ich auf die Petition Wir wollen nur Fußball gestoßen. Diese Petition richtet sich gegen die höheren Preise Bundesliga zu verfolgen seit dem Launch von Sky in Deutschland. Dabei ärgert die Initiatoren der Petition vor allem, dass man das Bundesliga-Paket nicht mehr alleine buchen kann, sondern zusätzlich Sky Welt abonnieren muss. Meine Güte, einige regen sich über die Preise auf, andere wie ich klagen über das eher mangelhafte Sportprogramm. Am besten Sky holt sich alle Sportrechte der Welt und bietet die für 5 Euro an. Wenn alles so einfach wäre. Zumindest in einem Ansatz kann ich die Petition verstehen. Gerade im Bundesliga- und Sportbereich ist die Preiserhöhung rapide, zumal es an neuen Sportrechten eher wenig gab. Nur mehr Anstoßzeiten bei der Bundesliga. Andererseits wäre Sky ohne die Preiserhöhung schon klinisch tot.

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Nochmal zurück auf die Insel, diesmal aber Fußball. Samstag kehrt die Premier League aus der Länderspielpause zurück. Und in den Internetforen, Blogs und Zeitungen gibt es dieser Tage nur ein Thema: Das Transferverbot für den FC Chelsea. Mittlerweile soll auch Manchester United in Verdacht stehen Dreck am Stecken zu haben. Ich habe ja im englischen Fußball schon einiges erlebt, aber dieser Artikel hat mir dann doch die Sprache verschlagen. Der Viertligist Crewe Alexandra hat sich in die Debatte eingeschaltet und wirft einem Premier League Klub vor, junge Spieler dem Verein zu klauen. Dabei muss man wissen, dass Crewe Alexandra für seine exzellente Jugendarbeit bekannt ist. Der director of football, Dario Gradi, macht dann auch gleich ein großes Fass auf:

“The big clubs are stealing other people’s players and you worry financially for the clubs where the players are stolen from. What sort of compensation are we going to get for all the work that has gone into developing him? Any compensation is insignificant for the effort that gone in. I’m delighted with what has happened with Chelsea. I would hope all the big clubs are frightened to death. There is no excuse for breaking the rules.”

Da dürfte das letzte Wort noch nicht gesprochen sein…

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Autor: medispolis
Datum: Montag, 7. September 2009 18:29
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Ein Kommentar

  1. 1

    Natürlich ist das mit Sky und den Preisen nicht sooo einfach. Aber dennoch finde ich die Petition von ihrem Ziel her gut.

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