Beiträge vom 15. September 2009

Der neue “Spielmacher” ist da: Ausgabe September 2009

Dienstag, 15. September 2009 10:50

Auch wenn wir Autoren und Herausgeber uns fest vorgenommen hatten, alle drei Monate ein kleines Blogmagazin zum Thema Fußball zu veröffentlichen, haben es wir ganz offensichtlich nicht geschafft, diesen Rhythmus im Sommer 2009 einzuhalten. Was unterschiedliche Gründe hat. Viele von uns hatten andere Projekte vor der Nase, deshalb hatten wir es selten geschafft gemeinsame Termine zur Vorbesprechung und Planung hinzubekommen.

Langer Rede, kurzer Sinn. Ab jetzt soll es wieder regelmäßiger den “Spielmacher” geben. Heute gibt es die Ausgabe September 2009, ein kleines Special-Heft zum Start von Champions League und der neuen Europa League.

Wir blicken auf den Faktor Geld in der Champions League, stellen die neuen Mannschaften in der Königsklasse vor, zudem blicken wir auf die neu eingeführte Europa League und die aktuelle Position Deutschlands in der Fünfjahreswertung der UEFA. Und natürlich werden auch die Chancen der deutschen Mannschaften in der Europa League, namentlich Werder Bremen, Hertha BSC Berlin und der Hamburger SV, beleuchtet.

Das Magazin gibt es hier zum Download: Ausgabe September 2009 (pdf-Format, 2,41 MB)

Ich wünsche wie immer eine spannende Lektüre. Alles weitere hinter der Idee des “Spielmacher” und das Archiv findet sich hier. Die nächste Ausgabe soll Anfang Dezember erscheinen.

Thema: Internes | Kommentare (3) | Autor: medispolis

Oscar Lafontaine kann nur gewinnen!

Dienstag, 15. September 2009 9:00

Man muss mit den programmatischen Inhalten der Linkspartei und der Art und Weise, wie sie Oscar Lafontaine in der Öffentlichkeit vertrritt und sich teilweise auch zusammenbastelt, gewiss nicht übereinstimmen. Sieht man aber die letzten Umfragewerte als Grundlage für den 27. September, dann kann die Linkspartei doch zahlreiche Stimmen auf sich vereinen. Letzte Umfragen sehen sie bei 12-14 Prozent. Sollte das auch das Ergebnis bei der Bundestagswahl sein, hat Oscar Lafontaine schon einmal richtig gewonnen. Ob man das jetzt gut oder schlecht findet.

Und auch ansonsten kann die Linkspartei mit Gysi und Lafontaine an der Spitze nur gewinnen. Dies wurde gestern im TV-Dreikampf in der ARD – welchen ich übrigens sehr informativ und unterhaltsam fans – wieder deutlich. Und zwar in Bezug auf die Koalitionsmöglichkeiten. Im Prinzip hat die Linkspartei keine Optionen, weil sowohl die SPD vehement und die Grünen recht deutlich darauf hinweisen, dass die Linken auf Bundesebene nicht regierungsfähig seien. Eine Koalition mit den Konservativen kommt ja sowieso nicht in Frage. Und eben weil Lafontaine keine Optionen hat, gewinnt er, weil er seine Stammwählerschaft nicht enttäuschen kann. Stimmen, die ich der Linkspartei geben, machen die Linken, aller Voraussicht in der Oppostion, stark. Und hier legt der große Vorteil gegenüber der FDP mit Westerwelle und den Grünen mit Jürgen Trittin.

Der Vorteil, den die Linke unter den drei Oppositionsparteien hat. Sowohl FDP und Grüne haben gestern im TV-Dreikampf mehrfach darauf hingewiesen, dass sie nicht die “Steigbügelhalter” für entweder eine Ampel-Koalition oder eine Jamaika-Koalition sein wollen. Gleichzeitig wollen beide Parteien aber auch eine Fortsetzung der Großen Koalition verhindern. Sollte es nicht für Schwarz-Gelb reichen, wovon ich derzeit ausgehe, stehen sowohl die FDP als auch die Grünen vor einem kleinen Existenzkampf, der viel weitreichendere Folgen haben könnte, den die Linkspartei nicht hat und von dem die Linke teilweise profitieren könnte. Käme Schwarz-Gelb nicht zustande, bliebe die Möglichkeit der Großen Koalition oder eben das neue Experiment einer Dreier-Koalition, entweder Ampel oder Jamaika. Und zwei der drei Oppositionsparteien würden dann jeweils mit sich ringen müssen, ob sie ihre Stammwählerschaft vergraulen für den Weg an die Macht – oder einfach eine Neuauflage der Großen Koalition hinnehmen. Stammwähler der Grünen, die zwar auch zu einem großen Teil aus dem bürgerlichen Lager kommen, was sich an den großen Erfolgen der Grünen in den Großstädten abzeichnet, würden es der Partei sicherlich übel nehmen, wenn sie in eine Jamaika-Koalition gehen. Die Grünen könnten nur wenige ihrer Politikinhalte durchsetzen. Da dürften die Stimmenzuwäche bei den nächsten Wahlen erstmal aussetzen. Gleiches gilt für die FDP. Sollte sie Rot-Grün zur Macht verhelfen, dürfte das zahlreiche Wähler der Liberalen an die Decke springen lassen. Die Höhenflüge dürften vorbei sein – und Guido Westerwelle hätte sein Wort gebrochen. Zwei durchaus mögliche Machtoptionen für FDP und die Grünen – aber keine würde der Partei für die Zukunft möglicherweise helfen. Eigentlich könnten beide Parteien nur verlieren.

Sorgen, die die Linkspartei nicht hat. Und sollte es wirklich zu einer Dreierkoalition ohne die Linkspartei kommen, dürften die Linken davon profitieren und weitere Wählerkreise erschließen. Da ist Opposition dann mal nicht Mist. Die Linkspartei kann nur gewinnen – oder anders formuliert. Grüne und FDP werden letzlich doch so schlau sein und auf ihre Stammwähler achten – auch in Bezug auf zukünftige Wahlen – und eine Neuauflage der Großen Koalition zulassen. Für die Linkspartei auch keine schlechte Lösung. Je mehr Koalitionsoptionen, desto größer die Sorgen etwas falsch zu machen und die Stammwähler zu vergraulen.

Thema: Bundestagswahl 2009 | Kommentare (1) | Autor: medispolis