Was war, was ist, was sein wird
Ich habe vorhin in einer ruhigen Stunde mal die letzten Wochen hier im Blog durchgeblättert und dann doch sehr schockiert festgestellt, dass ich eher wenig Inhalt beigetragen habe. Das tut mir einerseits Leid, andererseits zeigt es, dass ganz offensichtlich nicht viel Zeit zum Bloggen war. Bin ich doch immer mehr der Auffassung, dass man sich zum bloggen Zeit nehmen sollte, und das nicht alles irgendwo zwischen Tür und Angel machen. Geht natürlich auch, finde ich aber schlechter, als für ein paar Tage einfach mal gar nichts zu schreiben. Es war ja auch einiges auf der Agenda, allen voran mein Umzug nach Düsseldorf. Das eigentliche Umziehen war das kleinste Übel, aber die Vor- und Nachbereitungen haben dann doch viel Zeit (und auch ein paar Nerven) gefressen. Allen voran, weil ich noch nie zwischen zwei Städten umgezogen bin, die weiter als eine Fahrstunde mit dem Auto auseinander liegen. Aber das ist Vergangenheit, genau so wie Bremen, wobei in meinen Gedanken stets präsent – was sich wohl auch nicht ändern wird. Aber ist ja auch nicht schlimm.
Gegenwart, Mittwochnachmittag, mein dritter richtiger Tag in Düsseldorf. Meine Wohnung ist eingerichtet, ich sitze mit einer Streuselschnecke und einem Cappucino am Schreibtisch, ich kann mit der Außenwelt kommunizieren und habe jetzt auch die nähere Umgebung erkundet. Auch wenn ich bisher nur 72 Stunden hier bin, Düsseldorf gefällt mir auch als Einwohner weiterhin so gut wie bei meinen Tagesbesuchen im Sommer. Etwas besseres Wetter hätte ich mir für die ersten Tage schon gewünscht, zumal ich eigentlich vorhatte, noch ein paar Ausflüge in der Oktobersonne zu machen. Muss dann erstmal verschoben werden. Dafür heute Vormittag im NRW Forum Catwalks gesehen. Auch wenn mich Modeschauen nicht sonderlich begeistern, war das schon sehr interessant aufbereitet. Heute Morgen kurz in der Uni gewesen. Mit der 707 scheint es die günstigste Verbindung zu sein. In Düsseldorf beobachtet man übrigens dasselbe Phänomen wie in Bremen, was den Fuhrpark der Stadtbahnen angeht. Von traditionell bis supermodern ist alles dabei. Aber das Ansagen der Haltestellen durch den Fahrer hat schon Stil. Nicht so sehr freuen sich Mütter mit Kindern und Rollstuhlfahrer über die alten Straßenbahnen. Aber insgesamt kann ich mich mit Düsseldorf immer mehr erwärmen. Zumindest mit meiner Umgebung, in der ich täglich leben werde.
Ich habe lange überlegt, was ich mit diesem Blog machen werde. Schließen, längere Pause oder Weitermachen. Die Antwort fiel dann schnell auf Weitermachen, die übrigen Alternativen standen eigentlich nie zur Debatte. Ich hoffe, dass Sky es dann auch mal schafft mir nicht nur Geld für den Smartcardtausch abzubuchen, sondern mir eine neue Smartcard auch mal zuzuschicken, damit ich weiter Werder und Premier League schauen kann. Ich habe keine Ahnung, in welche Richtung sich das hier entwickeln wird und wieviel Zeit ich die nächsten Monate und zwei Jahre haben werde hier Inhalt beizusteuern. Mal sehen, was dann im Laufe der Zeit dabei herauskommt. Ich weiß es nicht, aber ich freue mich drauf. Inhaltlich bleibt es weiterhin bei den drei Themenschwerpunkten, hin und wieder ergänzt durch einen kleinen persönlichen Touch aus dem Alltag eines Studenten in Düsseldorf.
In diesem Sinne, das Kapitel Düsseldorf ist aufgeschlagen worden. Danke fürs Lesen über all die Jahre. Es kommen noch ein paar hinzu.







Mittwoch, 7. Oktober 2009 18:52
“Jede Zeit hat ihre Aufgabe, und durch die Lösung derselben rückt die Menschheit weiter.” Heinrich Heine
In diesem Sinne ein herzliches Willkommen. Ich bin zwar nicht direkt aus Düsseldorf, aber immerhin aus dem Regierungsbezirk. Und akustisch bin ich dieser Stadt sowieso verbunden – ich wohne in der Einflugschneise des Flughafens.
Mittwoch, 7. Oktober 2009 20:27
Die alten Bahnen werden noch in diesem Jahr ausgemustert. Hat die Rheinbahn zumindest angekündigt. Ab Bilker S-Bahnhof kommt man mit dem Bus noch besser zur Uni. Zu Stoßzeiten empfehlen sich sogar noch andere Schleichwege…
Herzlich willkommen!
Donnerstag, 8. Oktober 2009 22:25
Ähnliche Gedanken beschäftigen mich auch nach meinem Umzug: Neue Stadt, altes Blog. ;-)
Neulich ist mir ein schönes Zitat über den Weg gelaufen: “Probleme sind Gelegenheiten, zu zeigen, was man kann.” (Duke Ellington) In diesem Sinne: Auf geht’s!