Medien-Sport-Politik, 20.10.2009
Dienstag, 20. Oktober 2009 18:50
Wer es noch nicht entdeckt hat. Beim Guardian gibt es seit ein paar Tagen die sehr interessante Sonderseite 2000 to 2009: Reviews of the decade mit vielen lesenswerten Berichten und Eindrücken verschiedenen Ressorts. Da gibt es vieles, was sich als Lektüre anbietet. Besonders empfehlen kann ich die Schilderung von Alan Rusbridger: Democracy in the decade of Google.
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Noch einmal der Guardian, diesmal eher aus sportpolitscher Sicht. Journalisten der Zeitung sind nämlich vom englischen Viertligisten Drittligisten Leeds United rausgeschmissen worden und dürfen nicht mehr zu Spielen, Trainingssessions und Pressekonferenzen. Das schildert David Conn im Inside Sport Blog des Guardian. Anstoß des Rauswurfs war ein sehr kritischer und investigativer Artikel von Conn über die Besitzverhältnisse von Leeds United, mit denen sich der Verein nicht einverstanden zeigte. Konkret geht es darum, dass der Chairman Ken Bates den Verein zwar zusammen mit einer Holding besitze, dies auch einmal ausdrücklich so mitteilte, diese Schilderung dann aber wieder zurücknahm. Seitdem ist völlig unklar, wer zu welchem Anteil Leeds United besitzt. Vom Verein selbst habe ich keine Erklärung gefunden.
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Es ist ja bekannt, dass ich die BBC verehre. Und mal wieder ein weiterer Beweis dafür: Die Aktion Children in Need von der BBC. Das ist ja schon mal aller Ehren wert dieses Engagement. Aber dann noch nebenbei für diese Benefizaktion ein Konzert organisieren, unter anderem mit Muse, Snow Patrol, Take That, Mika und Lily Allen, macht mich schon wieder neidisch, dass das ARD und ZDF nicht in ähnlicher Weise mal hinkriegen. Aber das ist dann ja nicht Volksmusik oder mit der Beteiligung von Jörg Pilawa. Zum Heulen.
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Heute in genau einer Woche startet die neue Saison in der NBA, unter anderem mit der Spitzenpartie zwischen Boston und Cleveland, zudem empfängt Dallas die Washington Wizards. Früher habe ich mich seit Anfang Oktober darauf gefreut, mir Basketballhefte gekauft und die Homepages der Vereine besucht. Mich einfach riesig darauf gefreut, dass es wieder losgeht. Sonntagabend Basketball und bei guten Spielen gerne auch einmal in der Nacht aufgestanden. Seit zwei Jahren ist diese Begeisterung verflogen, weil die NBA nicht mehr im deutschen TV läuft. Es ist doch fast schon ein Armutszeugnis, dass wir einen der besten Basketballspieler der Welt in der NBA aus Deutschland haben und wir hier im TV nichts sehen, stattdessen die NBA in Dänemark, Belgien und Polen zu sehen ist. Manchmal würde ich am liebsten auswandern. Gerade Dallas mit einem wieder erstarkten Jason Terry, mit Nowitzki und Neuzugang Shawn Marion halte ich zumindest für deutlich stärker als letzte Saison. Aber was sehen wir deutschen Basketballfans mal wieder davon – nichts. Und liebe ARD und ZDF, Ergebnisse braucht ihr im Morgenmagazin auch nicht durchgeben. Zeigt lieber Basketball.
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Heute Abend Olympique Lyon, Sonntag Manchester United. Dazu schon sieben Punkte Rückstand auf eben Manchester United, den derzeitigen Tabellenführer in der Premier League. Könnten am Sonntag 10 Zähler werden. Schwere Zeiten für Trainer Rafael Benitez und den FC Liverpool. Da ist es für den Spanier nur erfreulich, dass immer noch über den Strandball diskutiert wird – und nur am Rande über die fast schon dramatische sportliche Situation bei Liverpool. Im schlimmsten Fall könnte man vielleicht schon die Meisterschaftsträume begraben und muss um das Weiterkommen in der Champions League bangen. Zumindest für diese eine Sache war der Beach Ball dann doch gut.
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Wort des Tages: Schattenhaushalt. Und sagen wir es mal so: Sollten CDU und FDP Steuergeschenke über neue Schulden finanzieren, hat diese Koalition bei mir schon jeden Kredit verloren. Hoffentlich verläuft sich Westerwelle dann irgendwo auf seiner Auslandsreise.
Zitat des Tages: “Ullrich wäre jetzt gut beraten, seine Anzeige zurückzuziehen. Es weiß ja nun jeder, was wirklich passiert ist”, sagt der Anwalt von Werner Franke, unser deutscher Anti-Doping Ermittler. Interessanter Artikel dazu im Tagesspiegel.
Thema: Medien-Sport-Politik | Kommentare (3) | Autor: medispolis

