Gordon Brown und die Rechtschreibschwäche?
Montag, 9. November 2009 10:13
Aufmerksamkeit erregte eine Meldung, die ich heute Morgen bei den Frühstücksnachrichten der BBC abgefangen habe. Die Mutter eines getöteten britischen Soldaten in Afghanistan hat sich wutentbrannt an die Sun gewandt und den Beileidsbrief vom britischen Premierminister Gordon Brown kritisiert.
Der Sohn der Mutter, Guardsman Jamie Janes, gerade einmal 20 Jahre alt, war im Oktober in Afghanistan getötet worden. Jetzt hat sie den von Gordon Brown persönlich geschriebenen Beileidsbrief erhalten. Doch der hat ihre Wut scheinbar nur verstärkt. Die Mutter nannte den Brief eine “Beleidigung”, er strotze vor Rechtschreibfehlern, sei fürchterlich schwierig zu lesen, weil Brown angeblich so undeutlich schreibe. Und zu allem Überfluss habe der Premierminister auch noch den Namen des toten Soldaten falsch geschrieben.
Downing Street No 10 hat natürlich sofort reagiert. Man bedauere den Vorfall sehr und betonte, dass Premier Brown niemals wissentlich einen Namen falsch schreiben würde.
Für den englischen Boulevard ist das mal wieder genau die Story, welche die Zeitungen brauchen. Da kann man jetzt ganz viel wieder reininterpretieren. Angefangen natürlich bei den angeblichen Sehstörungen von Gordon Brown. Es wundert mich, dass noch keine Zeitung festgestellt hat, dass wenn Brown schon keine Briefe mehr schreiben könnne, ob er dann auch noch ein Land aus der Krise führen kann.
Und jetzt steht der Tod eines 20-jährigen britischen Soldaten im Mittelpunkt der Medienberichterstattung. Das haben sich sicherlich weder die Mutter noch Premier Gordon Brown gewünscht.
Thema: Politik International | Kommentare (0) | Autor: medispolis

