FIFA WM 2010 – Auslosung der Gruppenphase

Gruppe A

  • Südafrika
  • Mexiko
  • Uruguay
  • Frankreich

Gruppe B

  • Argentinien
  • Nigeria
  • Südkorea
  • Griechenland

Gruppe C

  • England
  • USA
  • Algerien
  • Slowenien

Gruppe D

  • Deutschland
  • Australien
  • Serbien
  • Ghana

Gruppe E

  • Niederlande
  • Dänemark
  • Japan
  • Kamerun

Gruppe F

  • Italien
  • Paraguay
  • Neuseeland
  • Slowakei

Gruppe G

  • Brasilien
  • Nordkorea
  • Elfenbeinküste
  • Portugal

Gruppe H

  • Spanien
  • Schweiz
  • Honduras
  • Chile

[19h32] Wenn die WM teilweise so lahm wird wie die  Auslosungsveranstaltung, muss man sich Sorgen machen. Hatte mir da ein bisschen mehr erwartet. Aber gut, das Wichtigste am heutigen Abend waren ja die Gruppen.

[19h28] Wenn hier heute Abend eine Mannschaft Losglück hatte, dann war es Spanien. Das ist ja fast schon ein Spaziergang. Gruppe G richtig und Gruppe B ein bisschen weniger knackig. Ich finde, dass das keine einfache Gruppe für Deutschland ist. England gegen USA sticht aus Gruppe C heraus, aber ich denke, beide Teams sollten da durchkommen.

[19h25] Brasilien, Portugal und Elfenbeinküste in einer Gruppe – stark!

[19h20] Ghana finde ich sehr schwer als Gegner.

[19h13] England gegen die USA sicherlich reizvoll. Spanien bekommt mit Honduras einen leichten Gegner, Australien ist für Deutschland sicherlich nicht das einfachste Los.

[19h08] Eröffnungsspiel also Südafrika gegen Mexiko. Und dieses Lächeln von Theron, wenn sie die Platzierung in der Gruppe verkündet, hat schon was.

[19h03] Neunzehn Uhr Drei – die Kugeln rollen.

[19h00] Da ist die Demokratie in Südafrika transparenter als Modus und Entscheidungen im Vorfeld bei der Auslosung der WM. Und jetzt will man das alles in zwei Minuten erklären.

[18h57] Dann kann es ja jetzt losgehen. Die Gruppenköpfe werden gleich gesetzt, zunächst noch einmal die Gruppen vorgestellt.

[18h51] Der Gospel-Chor war das mit Abstand beste bisher. Endlich mal ein wenig Stimmung. So, und jetzt geht es dann langsam mit den Vorbereitungen für die Auslosung los.

[18h43] Gibt es Zakumi schon als Kuscheltier? Maskottchen und Spielball der Weltmeisterschaft werden vorgestellt.

[18h41] Wieso sind eigentlich noch keine Elefanten im Saal aufgetreten?

[18h34] Nach 33 Minuten hat auch Sky die Tonprobleme in den Griff bekommen. Charlize Theron kommt im knalligen dunkelroten Kleid auf die Bühne. Und wieder eines dieser komischen Videos.

[18h28] Könnte man nicht einfach mal ein Bilder von Kaptstadt zeigen? Wie sieht es da gerade aus, schauen Menschen die Veranstaltung, gibt es Feiern und Partys oder ähnliches? Stattdessen irgendein paar simple Bilder und Videos. Für mich eine kalte, gefühllose Veranstaltung.

[18h25] Eusébio ist im Publikum und steht auf. Applaus brandet auf. Auf BBC Five live werden derzeit alle Teams nach ihren bisherigen Qualifikationsleistungen seziert.

[18h22] Es folgt ein Rückblick auf die bisherigen Weltmeisterschaften. Das ist aber auch alle vier Jahre berechenbar wie 30 Grad irgendwann im Sommer. Aus so einer Veranstaltung kann man so viel rausholen, haut mich überhaupt nicht vom Hocker.

[18h18] Ich will Kugeln sehen. Jetzt werden erstmals die Teams vorgestellt – und ich wette, dann gibt es wieder Musik. Bis jetzt eine ziemlich lahme Veranstaltung, wie ich finde.

[18h13] Die Weltmeisterschaft wird Südafrika ein großes Stück nach vorne bringen, so Blatter.

[18h10] Es folgen Jacob Zuma und FIFA-Chef Blatter. Ich mache noch mal kurz meinen Salat weiter.

[18h08] Während ich mir einen Tomatensalat mache, ist die festliche Veranstaltung in Kapstadt gestartet – mit einer kleinen musikalischen Darbietung, der Begrüßung von der Moderatorin und einer aufgezeichneten Rede von Nelson Mandela: “Wir müssen darauf achten, dass dieses Ereignis in Südafrika allen Menschen zugute kommt.” Na denn.

[17h58] Live-Blogs auch bei Trainer Baade, Entscheidend is auf’m Platz und allesaussersport.

[17h55] David Beckham: “Wir müssen niemanden mehr fürchten.” Satz des Tages.

[17h53] Die eigentliche Auslosung beginnt so gegen 19:00 Uhr und soll wohl eine Dreiviertelstunde dauern. Aber man kennt das ja von Auslosungen. Es ist häufig komplizierter als notwendig. Europäische Mannschaften können in der Gruppenphase gegeneinander spielen, alle übrigen Teams aus der gleichen Kontinentalzone dürfen nicht aufeinander treffen.

[17h51] Umfangreiches Live-Blogging bei der BBC. Und Jogi Löw ist völlig entspannt. Man nehme es, wie es komme.

[17h48] Die Sky-Sondersendung wartet mit wenig überraschenden und spannenden Momenten auf. Immerhin hat man mit Kai Dittmann sogar einen Mann vor Ort. Der durfte auch gleich Franz Beckenbauer interviewen. Fünf Minuten Mehrzeit – und praktisch keinen Mehrwert. Dafür macht sich die Diskussionsrunde mit Jessica Kastrop ganz gut. Aber wirklich neue Infos gibt es nicht.

[17h35] Jetzt weiß ich auch, warum Sky so früh mit der Übertragung anfängt. Beweihräucherung und Selbstlob, das sich die Abonnenten nur vor die Köpfe fassen können. Aber jetzt geht es um Fußball, Effenberg, Fritz von Thurn und Taxis und Andreas Brehme sind zu Gast.

Das große Highlight des Sportjahres 2010, die Fußballweltmeisterschaft in Südafrika, wirft seine ersten Schatten voraus. Die Auslosung der Gruppenphase steht morgen Abend in Kapstadt an. Deutschland hat den Bonus in Lostopf 1 zu sein, trifft also nicht auf die ganz großen Gegner. Trotzdem ist immer noch eine Gruppe mit Frankreich, der Elfenbeinküste und Mexiko möglich.

Hier die Lostöpfe in der Übersicht:

Lostopf 1:

  • Südafrika, Brasilien, Spanien, Italien, Deutschland, Argentinien, England, Niederlande

Lostopf 2:

  • Japan, Südkorea, Nordkorea, Australien, Neuseeland, USA, Mexiko, Honduras

Lostopf 3:

  • Nigeria, Elfenbeinküste, Ghana, Kamerun, Algerien, Paraguay, Chile, Uruguay

Lostopf 4:

  • Frankreich, Portugal, Dänemark, Slowakei, Slowenien, Schweiz, Griechenland, Serbien

Sky beginnt morgen ab 17:30 Uhr mit der Übertragung, das ZDF steigt eine Stunde später ein.

Ich werde morgen ab 18:00 die Auslosung an dieser Stelle live mittickern!

Langlauf am Rhein – der schmale Grat zwischen Event und Klimaschutz

Die ZEIT beschreitet heute einen bisher einmaligen Weg und widmet fast die Hälfte ihrer gesamten Ausgabe dem Kampf gegen den Klimawandel. Am Montag beginnt für 10 Tage die Klimakonferenz in Kopenhagen. Seit Jahren diskutieren die Regierungschefs dieser Welt über fast nichts anderes mehr als die Begrenzung der Erderwärmung. Wir alle scheinen dazu aufgefordert zu sein, aktiver und verantwortungsbewusster mit unseren natürlichen Ressourcen umzugehen. Blöd nur, dass sich die Staatschefs bis heute nicht auf einen mehrheitsfähigen umgesetzten Kompromiss geeinigt haben. Einer muss anfangen und vorweg gehen – so denkt aber bis jetzt keiner.

Immerhin scheint sich – um etwas Positives von den Diskussionen der letzten Jahre abzuleiten – ein neues Bewusstsein abgeleitet haben, dass mehr auf den Klimaschutz geachtet werden muss. Jeder muss das tun – am besten gleich vor der Haustür. Und Düsseldorf, die Stadt, in der ich seit zwei Monaten lebe und die mir so wunderbar gefällt, leistet dieses Wochenende einen ganz besonderen Beitrag zum Klimaschutz.

Dort, wo es vergangenen Monat noch fast 20 Grad waren und dieser Tage immerhin etwas knapp über 10 Grad, liegt am Wochenende Schnee – für den Weltcup der Langläufer am Rheinufer. Ich weiß gar nicht, ob es ein sinnlosere Aktion als die Durchführung einer Wintersportart auf 39 Meter über Normal Null gibt. Ich gebe zu, dass ich vor zwei Jahren auch ganz interessiert am Fernseher den Weltcup verfolgt habe, fand die Veranstaltung in Düsseldorf als etwas Außergewöhnliches, als ein kleines Event, das man ganz wunderbar mit der Kulisse des Rheins und der Stadt im Hintergrund anschauen konnte.

Vielleicht war vor zwei Jahren mein Gespür für Klimaschutz noch nicht so ausgeprägt wie in diesem Jahr. Aber ich halte die Veranstaltung mittlerweile für völligen Schwachsinn. Um mich richtig zu verstehen: Nicht die Sportart an sich, und ich wünsche vor allen den deutschen Sportlern und Trainerteam viel mehr Aufmerksamkeit für ihre in den letzten Jahren großartige Arbeit. Aber dieses Langlauf-Wochenende am Rhein, mittlerweile sowieso nur noch ein einziger Event-Charakter – muss in Zeiten der Diskussion über Klimawandel nun wirklich nicht mehr sein. Über 100 LKW-Fahrten (!) braucht es um rund 3000 Kubikmeter Kuntschnee (!!) an den Rhein zu bringen. Manchmal wünschte ich mir, das fließe alles gleich in den Rhein. Der Schnee kommt übrigens aus der Skihalle in Neuss (sic!).

350.000 Besucher werden erwartet, mehr Event-Charakter geht nicht. Und mehr als die Hälfte der Zuschauer wird wahrscheinlich Langlauf noch nie im TV gesehen haben oder sehen wollen. Aber Hauptsache im Schweizer Dorf gibt es dann den Alkohol. Die FH Düsseldorf hat nach einer Studie herausgefunden, dass Dreiviertel der Zuschauer aus Düsseldorf oder der nahen Region kommt. So what also? Kein großer Anziehungspunkt überregional. Keinem würde es weh tun, wenn der Weltcup nicht mehr stattfinden würde. Außer vielleicht den Sportlern, die das Licht der Aufmerksamkeit nicht mehr bekommen. Aber das ist eine ganz andere Geschichte. Und wenn dafür die einzige Lösung solche Veranstaltungen wie am Wochenende sind, darf man den Wintersport in Deutschland dann auch bitte gerne zur Grabe tragen. Und ich kann beim besten Willen auch nicht erkennen, dass der Langlaufsport in Deutschland von diesen zwei Tagen nachhaltig und dauerhaft profitieren würde. Es ist eine Veranstaltung, die lediglich dem Event-Charakter einiger in unserer Gesellschaft gerecht wird. Scheinbar kann man darauf aber nicht verzichten.

Ich muss mir noch überlegen, ob ich am Sonntag mal bei der Veranstaltung vorbeischaue. Eigentlich würde ich es aus Unterstützung und Verbundenheit für die deutschen Sportler gerne tun, aber ich komme mit dem Umfeld einfach nicht klar. Und was mich darüberhinaus noch ein bisschen ärgert. Dadurch, dass Anfang Dezember der Langlauf-Weltcup am Rheinufer stattfindet, wird bereits zwei Wochen vorher mit dem Aufbau begonnen. Die wunderschöne Rheinprommenade ist praktisch von den Weihnachtsmärkten und der weihnachtlichen Stimmung in der Altstadt komplett ausgeschlossen. Stattdessen tümmeln sich die Menschen irgendwo zwischen Jan-Wellem-Platz und Rathaus. Aber wie schön und gemütlich wäre es denn von den Atmosphäre, wenn auch die Rheinprommenade im weihnachtlichen Glanz erstrahlt und ein paar Glühweinstände bereit halten würde? Stattdessen ist sie seit zwei Wochen mit irgendwelchen Absperrgittern und Metallzäunen geschmückt.

Auch wenn der Schnee nicht gekühlt werden muss, auch wenn es von Neuss nach Düsseldorf nur 20 Kilometer LKW-Fahrt sind, und fast alle Besucher mit der U-Bahn anreisen (hey, welche Stadt kann schon behaupten, dass man mit der U-Bahn zum Wintersport fährt) und der Energieverbrauch vielleicht gar nicht so viel höher liegt als bei anderen Großveranstaltungen (wobei das nur die PR der Stadt Düsseldorf sagt), ich habe irgendwie Bedenken und Probleme damit, dass eine solche Veranstaltung durchgeführt wird. Natürlich ist es für Düsseldorf eine wunderbare Gelegenheit Werbung zu machen, aber wie war das gleich nochmal: Einer muss anfangen und vorweg gehen.