Beiträge vom Januar, 2010

Premier League 2009/2010 #24, FC Arsenal – Manchester United.

Sonntag, 31. Januar 2010 16:38

[18h54] Endstand FC Arsenal – Manchester United 1:3

Ich habe meinen Zug zu bekommen, von daher eine umfassende Analyse des füchterlichen Sportwochenendes in den nächsten Tagen. Mit ein wenig Abstand, zweimal schlafen und einer wichtigen Klausur morgen sollte das dann besser gehen. Im Moment ist es nur einfach riesengroße Enttäuschung. Absolut verdienter Sieg für Man Utd, die ihre Chancen genutzt haben und die Nachlässigkeiten von Arsenal exzellent bestraft haben. Arsenal war heute schlicht nicht gut genug und hatte große Probleme, klare Torchancen in Tore umzumünzen.

Euch allen einen schönen Wochenanfang. Bis die Tage an dieser Stelle.

[18h49] Gallas ist völlig frei im Fünfmeterraum, steht aber ein wenig mit dem Rücken zum Tor. Und köpft aus bester Position daneben. Vier Minuten Nachspielzeit.

[18h48] Berbatov für Nani. Die Krone wäre, wenn der Ex-Spurs Stürmer hier noch einen Treffer erzielt.

[18h44] Ecke Fabregas, Kopfball Vermaelen, Van der Sar und Evans halten den 2-Tore-Vorsprung mit auf der Linie fest. Valencia kommt für Park bei den Red Devils.

[18h42] Niedlich, wie die englischen Kommentatoren versuchen, sowas wie Spannung in dieses Spiel hereinzureden.

[18h38] 1:3, Thomas Vermaelen, 80. Minute

Bezeichnend, dass ein Abwehrspieler trifft. Schuss von Vermaelen wird noch abgefälscht. Und plötzlich wieder ein bisschen Stimmung im Stadion. Ein bisschen.

[18h34] Rooney hatte nach Ballverlust von Eboue die Chance auf das 4:0, schießt aber knapp am Tor vorbei. 15 Minuten noch – und Manchester United bekommt Lust an diesem Spiel. Arsenal läuft mit allen Mann nach vorne. Würde mich also nicht wundern, wenn man noch mal in einen Konter gerät.

[18h30] Die nächste Flanke von Arsenal ins No Man’s Land. Ferguson bringt Giggs für Scholes, Eboue und Bendtner kommen bei Arsenal für Sagna und Rosicky.

[18h27] Eher macht Manchester United hier mit einem Konter das 4:0 als Arsenal das 1:3. Wie gesagt, bemüht sind die Gunners, aber das ist alles zu hektisch, nicht gut überlegt und damit auch sehr gut zu verteidigen für die Gäste.

[18h19] Arshavin per Fallrückzieher auf Song. Völlig frei, schöner Schuss und….knapp daneben. Arsenal gibt sich wenigstens nicht auf, versucht alles, aber das ist schlicht nicht gefährlich und gut genug im Moment. Wenger bringt den schnellen Walcott für Denilson.

[18h17] Arsenal mit wütenden Angriffen in den letzten Minuten. Aber ohne Erfolg, und ohne große Probleme für Van der Sar. Es fehlt der Knipser. Noch ist Zeit für einen Transfer.

[18h10] 0:3, Ji Sung Park, 52. Minute

Das könnte ein ganz bitterer Abend werden. Ein weiterer “Moment of Glory” für die Red Devils. Arsenal wird wieder ausgekontert. Langer Ball auf Park, Arsenal ist nicht schnell genug, zudem warten alle auf den Querpass auf Nani, keiner geht richtig auf Park, der Almunia dann keine Chance lässt. Erster Saisontreffer für Park.

Und Arsene Wenger ist auf der Bank kurz vorm Explodieren. Wieder so ein dummes Gegentor. Und es erinnert mich wieder sehr an das Chelsea-Heimspiel. United war das bessere Team in den ersten Minuten der zweiten Halbzeit. Erst nach 10 Minuten in der zweiten Hälfte Fabregas mit einem gefährlichen Distanzschuss knapp über das Tor.

[18h04] Beginn 2. Halbzeit

[17h48] Halbzeit Arsenal-Man Utd 0:2

Die Gäste mit fünf brillianten Minuten, die Arsenal in ein tiefes Loch fallen lassen haben. Es war in den ersten 35 Minuten ein ausgeglichenes Spiel, das sogar die besseren Chancen bei Arsenal sah. Insbesondere Arshavin sorgte für Gefahr, war aber im Abschluss stets unglücklich. Wie man das besser macht mit der Chancenauswertung, zeigten dann Nani und Rooney. Würde mich wundern, wenn dieses Spiel noch einen anderen Ausgang als nach den ersten 45 Minuten bekommen sollte. Ich sag das ganz ehrlich: Aber als Arsenal-Fan spüre ich gerade nichts als Leere.

[17h46] Zwei Minuten Nachspielzeit

Erinnert mich frappierend an die Heimniederlage von Arsenal gegen Chelsea. Damit – wenn es so bliebe – die dritte Niederlage in 24 Heimspielen saisonübergreifend für die Gunners. Zweimal gegen Chelsea, ein Mal gegen Man Utd.

[17h42] Arsene Wenger auf seinem Sitz mit Gesichtsstarre. Arshavin hatte zum wiederholten Male eine gute Chance für einen Treffer, verzieht erneut aus aussichtsreicher Position. Im Gegenzug verspielt sich Man Utd um einen dritten Treffer.

[17h40] Das ist ja mal wieder ein ganz wunderbares Sportwochenende aus meiner Sicht. Melde mich umgehend für einen Kloster-Besuch an.

[17h37] 0:2, Wayne Rooney, 37. Minute

Sein 100. Treffer in der Premier League. Sein 14 Treffer in den letzten 14 Pflichtspielen. Und das war einfach wunderschön gespielt. Arsenal fliegt der eigene Konter um die Ohren. Rooney spielt raus auf Nani, bekommt vom Portugieseb den Ball zurück und zieht trocken ins lange Eck. Innerhalb von vier Minuten ist Man Utd 2:0 vorne. Völlig überraschend. Und Arsenal steht wieder wie ein begossener Pudel da, der eigentlich gar nicht weiß, was hier in den letzten Minuten geschehen ist.

[17h37] Und jetzt Arsenal gezwungenermaßen ein, zwei Gänge höher schalten. Arshavin muss auch mal den Blick für den Mitspieler haben, Denilson und Fabregas müssen wieder offensiver werden. Das war zunächst alles auf Safety first ausgerichtet. Das kann man jetzt langsam über Bord werfen.

[17h33] 0:1, Eigentor Almunia, 33. Minute

Ein in der Entstehung ganz großes Tor. Nani setzt sich auf rechts gegen zwei Gegenspieler durch, zieht nach tollem Move in den Strafraum ein, lupft den Ball auf den langen Pfosten. Der Schuss wäre wohl nicht reingegangen, wenngleich am langen Pfosten Park bereit gestanden hätte. Almunia will den Ball klären und legt sich ihn nahezu selbst ins Tor.

[17h28] Zum ersten Mal kann sich Rooney ein wenig von Vermaelen und Gallas lösen, bekommt hinter seinen Drehschuss aber nicht genug Kraft. Kein Problem für Almunia. Erster Ballkontant für Almunia überhaupt, so der Eindruck. Eine Minute später verzieht Nani aus kurzer Distanz am kurzen Pfosten vorbei. Leichtes Übergewicht für Man Utd, nachdem Arsenal die letzten Minuten offensiv aktiver war.

[17h27] Richtig interessant die Duelle im Mittelfeld. Denilson, Fabregas und Song gegen Carrick, Fletcher und Scholes. Völlig ausgeglichen, wenn überhaupt leichte Vorteil für Arsenal durch die Einzelleistung von Fabregas. Aber im Mittelfeld wie überhaupt defensiv beide Teams fast ohne Fehler.

[17h21] Arsenal mit einer erneuten tollen Kontergelegenheit, weil Fabregas Scholes und Fletcher abschüttelt. Aber der Spanier und Arshavin verstolpern beide in der entscheidenen Phase den Ball. Arshavin trifft den Ball bei einem Torschuss aus guter Position nicht richtig. Da war viel mehr drin.

[17h19] Gutes Fußballspiel, was eben noch fehlt, sind die ganz klaren Torchancen. Spricht in erster Linie für die guten Defensivreihen. Torgelegenheiten meistens nur durch Zufall oder nach Einzelleistung. Nani wirkt ein wenig angeschlagen nach Foul von Song, der dafür zurecht die gelbe Karte sah.

[17h13] Man Utd steht defensiv bisher exzellent, Arsenal hat Probleme, die Lücke zu finden und haben auch noch ein paar Ungenauigkeiten in den Zuspielen. Dann müssen es Einzelaktionen sein. Tolles Solo von Arshavin, umdribbelt Wes Brown und dann will es ganz genau machen und in die lange Ecke zielen. Toller Schuss, hauchzart am Pfosten vorbei. Lange Bälle auf den schnellen Arshavin – könnte eine Alternative sein, wenn United weiter so kompakt und eng am Mann steht.

[17h08] Ausgeglichenes Spiel in den ersten Minuten. Arshavin hatte eine gute Konterchance für Arsenal, Rooney erzielte um ein Haar das 0:1, wird aber in letzter Sekunde aus kurzer Distanz geblockt. Viel spielt sich im Mittelfeld ab. Arsenal mit besserer Ballbehandlung, die Gäste mit mehr Power, insbesondere über rechts mit Nani, der schon ein ums andere Mal eine gefährliche Hereingabe fabriziert hat. Rosicky klärt in letzter Sekunde vor dem einschussbereiten Carrick. Man Utd wird stärker.

[17h01] Beginn 1. Halbzeit

Schiedsrichter der Partie ist Chris Foy. Und los geht es. It’s simply Arsenal vs Man Utd. Die Gunners mit Anstoß und von links nach rechts in den ersten 45 Minuten, Man Utd in den dunklen Trikots.

[16h57] “We would like to be brilliant today.” Zitat Arsene Wenger vor dem Spiel.

[16h54] Three games that could define Arsenal’s season. Heute Man Utd, kommenden Sonntag beim FC Arsenal, vier Tage später dann im Heimspiel gegen den FC Liverpool. Alles oder nichts.

[16h52] Die Aufstellungen im Emirates Stadium:

FC Arsenal: Almunia – Sagna, Gallas, Vermaelen, Clichy – Fabregas, Denilson, Song – Nasri, Rosicky – Arshavin

Manchester United: Van der Sar – Da Silva, Evans, Brown, Evra – Scholes, Carrick, Fletcher – Nani, Park – Rooney

Bei den Gunners ist Thomas Vermaelen rechtzeitig fit geworden. Das ist für Arsenal ein enormer Vorteil. Ganz anders die Situation in der Innenverteidigung bei Manchester United. Evans und Brown ist nun alles andere als die etablierte Besetzung. Ferdinand fehlt gesperrt, Vidic verletzt. In der Offensive des FC Arsenal bekommt Nasri den Vorzug vor Walcott, Song ersetzt im Mittelfeld Ramsey, der vorzeitig nur auf der Bank ist. Giggs und Valencia sind ebenfalls nur auf der Bank, dafür bekommen Nani und Park den Vorzug im Team von Sir Alex.

[16h43] Es ist ein Schlüsselspiel für beide Teams, für Arsenal noch ein wenig mehr. Sollte Chelsea am Dienstag sein Nachholspiel bei Hull City gewinnen und Arsenal heute verlieren, wären es acht Punkte Rückstand. Da wären wir dann fast wieder bei dem Abstand von Ende November. Sollte Man Utd heute ohne Punkte gen Norden reisen, wären es sieben Zähler Rückstand. Und sollte Hull am Dienstag gewinnen, schicken Wenger und Ferguson ein paar Flaschen Wein zu Phil Brown. Für die Konjunktive entschuldige ich mich übrigens.

[16h38] Nachdem der FC Chelsea gestern durch ein 2:1 beim FC Burnley die Tabellenführung in der Premier League ausgebaut hat, ist es jetzt am FC Arsenal und Manchester United, den Rückstand aus ihrer Sicht nicht zu groß werden zu lassen. Hereinspaziert zum Spitzenspiel in der Premier League, mehr als nur Wenger versus Ferguson.

Thema: Live-Blog, Premier League | Kommentare (2) | Autor: medispolis

Premier League 2009/2010 Preview #24 – Unhaltbare Situation

Freitag, 29. Januar 2010 12:37

Beginnen wir die Vorschau auf den Premier League Spieltag 24 mit einem erneuten Blick zum Krisenklub der Premier League, zum FC Portsmouth. Wobei kurz angemerkt sein soll, dass es momentan eigentlich bei keinem Verein wirklich ruhig ist. Theater um Benitez bei Liverpool, stets neue Verletzte beim FC Arsenal, sportliche Talfahrt in Sunderland, Fulham, Wigan und Burnley, Phil Brown in Hull mal wieder auf der Kippe zum Rauswurf, ein wenig Stillstand bei Tottenham, Ärger um Rio Ferdinand bei Man Utd. Da ist ja fast schon paradox, dass ausgerechnet der FC Everton dieser Wochen auf einer kleinen Welle des Erfolgs schwebt. Aber zurück nach Portsmouth, deren Krise sehr viel schlimmer erscheint als die paar aufgezählten Missstände bei den anderen Vereinen. Ausbleibende Gehälter an Spieler und Beschäftigte, der Pleite immer noch bedrohlich nahe, Transferembargo, ein Abschalten der Vereinswebsite, ausbleibende Fernsehgelder um die Schulden des Vereins bei anderen Klubs zu tilgen. Portsmouth hat in den vergangenen Wochen alles erlebt. Und zu den enormen finanziellen Problemen kommt die sportliche Talfahrt. Jetzt scheint die Krise bei den Südküstlern eine neue Dimension angenommen zu haben. Nach übereinstimmenden Medienberichten stehen Chief Exekutive Peter Storrie und Trainer Avram Grant kurz vor dem Rücktritt. In den Frühnachrichten der BBC war bereits von einer Entscheidung am heutigen Freitag die Rede. Das ist aber nicht bestätigt. Der Verein soll hinter dem Rücken von Grant und Storrie Verhandlungen mit den Tottenham Hotspur über den Verkauf von Younes Kaboul und Torwart Asmir Bergovic geführt haben. Das Portsmouth Spieler verkaufen muss, ist ja eigentlich keine neue Meldung wert. Doch scheinbar hat auch intern ein tiefer Riss durch den Verein zu geben. Vertrauen scheint nicht mehr gegeben. “Die Situation ist unhaltbar”, sagte Storrie. “Wenn wir Spieler verkaufen müssen um Geld in die Kasse zu bekommen, dann bin nur ich der richtige Mann um Vertragsdetails auszuhandeln.” Nach Berichten von BBC Five Live sollen die Spieler von Pompey zum vierten Mal in dieser Saison nicht zum regulären Termin bezahlt werden können. Mal sehen, welche Entwicklungen das Wochenende da noch bereithält.

Update, Freitag 12:34 Uhr. ESPN Soccernet berichtet, dass Storrie und Grant vorerst beim FC Portsmouth bleiben wollen.

Es steht also Spieltag 24 auf dem Programm. Wobei nur fünf Teams die komplette Zahl an Spielen absolviert haben, viele Klubs stehen immer noch bei 21 oder 22 Spielen. Nachholspiele gibt es deshalb zahlreiche im Februar. Bereits nächste Woche. Dazu am Dienstag dann mehr.

Hull City – Wolverhampton Wanderers

Keine einfachen Tage auch für Hull City im Monat Januar. Nur einen Punkt in den letzten drei Spielen, und das auch nur mit sehr viel Glück in Tottenham. Ansonsten wirken die Tigers in ihren Spielen sowas von chancenlos und zerbrechen regelmäßig in der Schlussphase, zuletzt beim 0:4 im Old Trafford, aber auch im FA-Cup Anfang Januar in Wigan. Hull steht einen Punkt unter dem Strich und hat zudem mit Abstand die schlechteste Tordifferenz. Defensiv hakt es besonders. Nun könnte man meinen, dass entsprechende Verstärkung notwendig ist. Doch auch Hull City setzt den Rotstift an. Der neue Chairman des Vereins, Adam Pearson, hat einen drastischen Sparkurs angekündigt. Erster Schritt das Kürzen von Spielergehältern. Oder noch am besten: Das Verkaufen der Großverdiener im Verein. Nach Berichten sollen das Peter Halmosi, Kevin Kilbane und Daniel Cousin sein. Nur Abnehmer gibt es für die drei noch nicht. Phil Brown hat den Kürzungen, so hört man, zugestimmt. Aber solche Maßnahmen machen die Arbeit für den Trainer nicht gerade leichter. Interessant wird derweil zu sehen sein, wie die Wolves, einen Punkt und zwei Plätze vor Hull in der Tabelle, den Achtungserfolg beim 0:0 gegen Liverpool mit in dieses Spiel nehmen können. Was für Hull gilt, trifft auch auf Wolverhamtpon zu: Richtig überzeugend hat man schon lange nicht mehr gespielt.

FC Liverpool – Bolton Wanderers

Sky Sport 1 live, Samstag 15:55 Uhr, Kommentar: Sven Schröter

Man mag es kaum aussprechen, aber Liverpool könnte mit eigenem Sieg und gleichzeitiger Niederlage der Spurs in Birmingham auf Platz 4 der Tabelle aufrücken, profitiert aber davon, dass Man City noch einige Nachholspiele zu absolvieren hat. Bei Liverpool hängt der Haussegen sowieso schief. Angeblich soll es gestern Abend ein Treffen von Juventus-Verantwortlichen mit Beratern von Benitez gegeben haben. Die Italiener wollen den Spanier möglichst schnell nach Turin lotsen. Solche Gerüchte und Meldungen sind natürlich alles andere als vorteilhaft vor dem wichtigen Spiel gegen Bolton. Torres wird weiterhin fehlen, Gerrard bekommt die zentrale Rolle im offensiven Mittelfeld, Kuyt hat sich als einzige Spitze zuletzt ganz gut gemacht. Die Wanderers haben sich unter dem neuen Trainer Owen Coyle schon ganz gut verbessert. Das hat man bereits bei der Niederlage im Emirates gesehen, zuletzt vor allem in den Siegen im FA-Cup und in der Liga gegen Coyle’s Ex-Klub Burnley. Würde mich nicht wundern, wenn Bolton mit entsprechender Leistung wie zuletzt auswärts bei Arsenal an der Anfield Road punkten kann. Liverpool braucht eine weitere Energieleistung und den vollen Rückhalt der Fans.

Wigan Athletic – FC Everton

Der FC Everton ist nach seinem fürchterlichen Saisonstart und der großen Verletzungsmisere richtig gut in Fahrt gekommen und sowas wie das Team der Stunde in der Premier League. In der Liga hat man zuletzt Ende November verloren, seitdem gab es aus den letzten neun Spielen 17 Punkte. Die Toffees haben sich damit vorerst aller Abstiegssorgen entledigt. Großen Anteil daran hat auch Landon Donovan, der gegen Sunderland sein erstes Pflichtspieltor für Everton erzielte. Völlig diametral hingegen läuft die Formkurve bei Wigan Athletic. Nach dem guten Saisonstart kommt man einfach nicht aus der bedrohten Zone raus. Einem guten Spiel mit defensiver Stabilität und guter Chancenauswertung folgt dann meist eine katastrophale Leistung wie zuletzt bei der Niederlage in Blackburn, wo man die Tore sich fast selbst einschenkte.

West Ham United – Blackburn Rovers

Auch für die Hammers ein extrem wichtiges Spiel im Abstiegskampf. Zuletzt gab es einen kleinen Achtungserfolg beim 0:0 bei Aston Villa, 10 Tage später dann aber ein eher ernüchterndes Remis in Portsmouth. Um in der Liga zu bleiben, muss West Ham solche Spiele eigentlich gewinnen. Und dazu gehört dann auch die Partie gegen die Rovers am Samstagnachmittag. Blackburn kommt mit der Empfehlung von zwei Siegen in Folge in der Premier League.

FC Fulham – Aston Villa

Ein klein wenig Stillstand bei Aston Villa, viel schlimmer die Situation hingegen beim FC Fulham. Villa ist vor dem Spiel im Cravan Cottage nur noch siebter in der Tabelle, hatte aber im Januar bisher auch nur zwei Ligaspiele, die beide nur mit Unentschieden beendet wurden. Dafür gab es umso überzeugendere Siege in den Pokalwettbewerben. Fulham hat aus den letzten fünf Spielen nur einen Punkt geholt. Und man war in nahezu allen Spielen völlig chancenlos. Mal sehen, wer den Turning Point in diesem Spiel finden kann.

Birmingham City – Tottenham Hotspur

Der Tabellenachte empfängt den Viertplatzierten in der Tabelle, eigentlich also eine ganz attraktive Begegnung. Wenn die Blues nochmal in die Nähe der Europapokalplätze kommen wollen, ist ein Sieg gegen die Spurs notwendig. Birminghams Erfolgsserie ging am Mittwoch beim FC Chelsea zu Ende, was nun alles andere als eine große Schande ist. Interessant wird sein, wie Tottenham mit dem physischen, sehr kampfbetonten Spiel der Blues umgehen werden. Gegen solche Gegner hatte Tottenham zuletzt immer wieder Probleme.

FC Burnley – FC Chelsea

Sky Sport 1 live, Samstag 18:25 Uhr, Kommentar: Oliver Faßnacht

Der FC Chelsea ist in der Premier League weiterhin das Maß aller Dinge. 10 Tore in den letzten zwei Heimspielen, in den beiden Partien des neuen Jahres hat das Team von Carlo Ancelotti nicht verloren und überzeugend wieder die Tabellenführung übernommen – in Abwesenheit zum Beispiel von Didier Drogba. Mittlerweile ist die Konkurrenz in der Offensive durch die vielen guten Leistungen schon so groß, dass Joe Cole von Ancelotti keine Stammplatzgarantie mehr ausgesprochen bekommt. Jetzt wartet mit dem Auswärtsspiel der Blues beim FC Burnley eine vermeintlich einfache Aufgabe. Man hat den Eindruck, dass die Clarets nach dem Wechsel von Owen Coyle zu Bolton immer noch ein wenig in Schockstarre versetzt sind und die Harmonie ein wenig verloren gegangen ist, auch gerade in Verbindung zwischen Fans und Verein. Viele Anhänger des Vereins haben den Abgang von Coyle und die Zustimmung der Vereinsführung dazu nicht verstanden, bei Burnleys Partie am Mittwoch in Bolton hallten Judas-Rufe durch das Reebok Stadium. Burnley hat die letzten drei Ligapartien verloren und ist zudem auch im FA-Cup gegen Zweitligist Reading ausgeschieden.

Manchester City – FC Portsmouth

Sky Sport 1 live, Sonntag 14:25 Uhr, Kommentar: Markus Gaupp

Im Moment gibt es für den FC Portsmouth nun wirklich keine leichte Aufgabe, aber gerade ein Auswärtsspiel bei Manchester City in der jetzigen Phase kann gut und gerne zu einer Demontage für Pompey werden. Die Gastgeber brauchen den Sieg um weiter im Kampf um den begehrten vierten Platz mitreden zu können. Gegenwärtig liegt man drei Punkte zurück, hat aber auch zwei Spiele weniger absolviert. Es ist Spiel 1 nach dem Intermezzo von Robinho in Eastlands. City ist zwar im Carling Cup gegen den Stadtrivalen United ausgeschieden, hat aber eindrucksvoll gezeigt, dass man ein ernsthafter Konkurrent um den vierten Platz ist und bei besserem Saisonverlauf auch um den Meistertitel gewesen wäre. Portsmouth ist schon fünf Punkte von einem Nichtabstiegsplatz entfernt und derzeit sieht wenig danach aus, dass es nach dem Spiel am Sonntagnachmittag weniger sein könnten.

FC Arsenal – Manchester United

Sky Sport 1 live, Sonntag 16:55 Uhr, Kommentar: Roland Evers

Achtung Wortwitz zum Anfang! Das Remis bei Aston Villa war mit Sicherheit kein Beinbruch (angesprochen auf die Verletzung von Thomas Vermaelen), auch wenn man sich schon ein wenig enttäuscht zeigte beim FC Arsenal. Trotz zweier Lattentreffer der Gunners reichte es nur zu einem 0:0 im Villa Park, Arsenal musste also ein wenig abreißen lassen gegenüber Chelsea. Manchester United musste hingegen im Carling Cup deutlich mehr investieren, kam aber auch zu einem Erfolgserlebnis und den Finaleinzug. Von den Voraussetzungen und der Stimmungslage geht man also ein wenig unterschiedlich in das Spitzenspiel des 24. Spieltages. Arsenal steht einmal wieder unter Druck sich in einem großen Spiel mit dem jungen Team beweisen zu müssen, hingegen darf Man Utd wieder zeigen, dass sie ein erfahrenes Team sind, das mit solchen schwierigen Auswärtsspielen exzellent umgehen kann. Die Red Devils verloren diese Saison aber sowohl in Liverpool als auch beim FC Chelsea, Arsenal ist eines der heimstärksten Teams der Liga und hat diese Saison daheim nur einmal verloren, gegen den FC Chelsea. Man Utd hat diese Saison immerhin schon viermal verloren.

Arsenal gegen Manchester United – das ist immer auch das Duell zweier Trainer-Legenden, Arsene Wenger gegen Sir Alex Ferguson. Und bezogen auf die letzten Jahre ist es auch das Aufeinandertreffen von Erfolgslosigkeit bezogen auf Titeln versus Titel in Serie zuletzt. Es ist aber auch das Duell zwischen einem Team, das auf gesunden Finanzen steht gegen einen überschuldeten Verein. Doch danach fragt am Saisonende keiner, wenn die Meisterschale vergeben wird. Zwei Schlüsselspieler stehen im Fokus in diesem Spiel, zum einen Wayne Rooney. Der Stürmer der Red Devils produziert Tore am Fließband, vier Treffer gegen Hull und den entscheidenen Treffer im Carling Cup. Für die Arsenal-Verteidigung, in der Thomas Vermalen aller Voraussicht nach noch fehlen wird, steht also eine Menge Arbeit an. Sollte Vermaelen noch fit werden, was laut Arsene Wenger nicht völlig auszuschließen ist, wird wohl Sol Campbell in die Startelf rücken an der Seite von Gallas. Und dann sind alle Augen bei Arsenal natürlich wieder auf Cesc Fabregas gerichtet, der sich mit Rooney schon jetzt so ein wenig um den Titel Spieler der Saison streitet. Zuletzt war der Spanier der Schlüssel zum Erfolg für die Gunners, gerade auch in Spitzenspielen. Eine weitere tolle Leistung wird die Telefondrähte aus Spanien nach London sicherlich wieder glühen lassen. Bei Arsenal wird Eduardo mit Oberschenkelzerrung fehlen, auch Diaby ist noch nicht wieder fit. Dafür kehrt aber Niklas Bendtner in die Startelf zurück, Eboue und Alex Song sind wohlbehalten vom Afrika-Cup zürück und ebenfalls einsatzbereit. Bei den Gästen fehlt Rio Ferdinand gesperrt, Valencia wird ins Team zurückkehren.

Alles weitere zu diesem Spiel am Sonntag in einem Live-Blog ab 16:30 Uhr.

FC Sunderland – Stoke City

Sky Sport 1 live, Montag 20:55 Uhr, Kommentar: tba

Wenn wir von derzeitigen sportlichen Krisen in der Premier League sprechen, führt auch kein Weg am FC Sunderland vorbei. War das 2:7 beim FC Chelsea das höchste aller möglichen Alarmzeichen, hat sich danach aber auch gar nicht verbessert. Man schied im FA-Cup beim FC Portsmouth aus und verlor sang- und klanglos in Everton in der Liga. Drei Punkte ist man noch von einem Abstiegsplatz entfernt und langsam gehen Trainer Steve Bruce die Argumente aus. Auch wenn Sunderland ein etablierter Verein in der Premier League ist, erinnert die Situation doch ein wenig an den sportlichen Abstieg von Hull City letzte Saison. Sunderland muss endlich den Turnaround schaffen. Da bietet sich das Heimspiel gegen Stoke City an, immerhin direkter Tabellennachbar der Black Cats. Aber Stoke kommt mit einer guten sportlichen Form ins Stadium of Light. Sieg im FA-Cup gegen Arsenal, zuvor in der Liga ein Punkt gegen Liverpool und deren drei gegen Fulham. Das wird also alles andere als ein Spaziergang für Sunderland. Verdammt zu siegen.

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Die latente Unzufriedenheit in mir

Dienstag, 26. Januar 2010 21:03

Normalerweise würde jetzt hier die Vorschau auf den Premier League Spieltag stehen und ich hatte mich schon gefreut, Tottenham gegen Fulham live mitzubloggen. Normalerweise. Leider bin ich ein wenig im Klausurenstress, wobei das noch nicht mal das größte Problem ist. Das ist alles händelbar und kann gut nebenbei erledigt werden. Stress ist das zum Glück eigentlich gar nicht. Blöderweise habe ich mir in den Weihnachtsferien zwei kleinere Projekte aufschwatzen lassen, die bis Donnerstagmorgen fertiggestellt werden müssen. Und leider habe ich den Aufwand für Erarbeitung und Recherche völlig unterschätzt bzw. wurde mir die Dimension nicht wirklich erklärt und erst nach und nach bewusst.

Und so steht jetzt nochmal eine Nachtschicht an, zum Glück spielen die Mavs heute Nacht und Sky zeigt es. Das macht es etwas erträglicher.

Es dürfte keinem entgangen sein, dass es hier ein wenig anders aussieht. Das wird auch so bleiben. Ein bisschen frische Farbe sollte mich dann motivieren ab Donnerstag oder Freitag wieder in den Blog-Rhythmus zurückzukehren. Werde noch ein paar Dinge verändern – und wem irgendwas missfällt, kann das auch gerne mitteilen. Ansonsten habe ich ein paar nette Ideen für die nächsten Wochen hier, damit ich das ganze vielleicht wieder ein wenig abwechselungsreicher von Form und Inhalt gestalten kann. Etwas, was ich mir schon länger vorgenommen habe, aber noch nie wirklich in den Angriff nehmen konnte. Und das ärgert mich ein wenig und sorgt seit den letzten Tagen für eine latente Unzufriedenheit in mir. Deswegen freue ich mich auf Donnerstagmorgen. Nachmittags schreibe ich dann meine erste Prüfungsleistung im Master, Montag dann die zweite. Und dann ist die Unzufriedenheit hoffentlich verflogen.

In diesem Sinne. Schönen Abend und bis die Tage an dieser Stelle wieder.

Thema: Internes | Kommentare (0) | Autor: medispolis

Notizen aus Düsseldorf (I)

Samstag, 23. Januar 2010 21:21

Seit über drei Monaten wohne ich jetzt schon in Düsseldorf. Ich war früher ein paar Mal in der Stadt auf Durchreise und letztes Jahr zwecks Bewerbung für den Studiengang dann wieder häufiger. Ich fand Düsseldorf damals stets eine sehr lebenswerte und pulsierende Stadt. Das würde ich auch nach drei Monaten noch weiter so unterschreiben, allerdings ist es wirklich so, dass, wenn man einmal länger in einer Stadt wohnt und nicht nur als Tourist zu Besuch ist, die Sicht auf und die Meinung über die Stadt ein wenig negativer wird. Ist bei mir auch so. Ich verspüre jetzt nicht mehr die große Euphorie, wenn ich nach Düsseldorf fahre oder mit anderen Leuten über Düsseldorf spreche, trotzdem bleibt es weiterhin eine Stadt, in der ich sehr gerne lebe und mich ausgesprochen wohl fühle.

Warum meine Meinung jetzt im Vergleich zu meinen ersten Tagen hier negativer geworden ist, kann ich gar nicht so genau sagen. Vielleicht liegt es einfach daran, dass ich Düsseldorf vorher vielleicht ein wenig zu positiv gesehen habe und ich die Stadt – und eben auch die nicht so schönen Ecken oder die Gebiete, die mal dringend eine Auffrischung gebräuchten könnten – kenne. Und wenn ich dann am Sommer auf meiner Lieblingspark im Rheinpark in der Sonne sitze, ist mir das sowieso egal. Überhaupt: So ein großer Fluss hat für eine Stadt schon ein unglaublich schönes Flair. Und dass ich in drei Minuten am Rhein mit dem Rad bin – das damals bei der Zusage für die Wohnung aber gar nicht gewusst habe – lässt mich über das ein oder andere negative Element im Düsseldorfer Stadtbild doch schnell hinwegsehen. Was ich allen Gästen von Düsseldorf mal empfehlen kann. Abends oder nachts (glaube bis 22:00 Uhr) auf den Rheinturm fahren. Tolle Aussicht auf die Rheinebene und die beleuchtete Stadt.

Auch wenn der Stadtteil Pempelfort, in dem ich wohne, von vielen völlig zu Unrecht unterschätzt wird und scheinbar bei den meisten nur ein kleines Zur-Kenntnis-Nehmen auslöst, wenn man sagt, man wohne in Pempelfort, sei an dieser Stelle doch angemerkt, dass man sehr viel zentraler und schöner nicht wohnen kann. 10 Minuten in die Altstadt, fünf Minuten in die City, ebenso kurzer Weg zum Rhein und in den Hofgarten. Dazu alle Geschäfte des täglichen Bedarfs fast vor der Nase und mit der Nordstraße fast schon eine kleine Shopping-Meile in der Nähe. Den Starbucks werde ich im Sommer mit meinem Frappucino Strawberry häufiger belagern. Natürlich ist auch Pempelfort ein typischer Stadtteil einer deutschen Großstadt im Stadtzentrum. Viel Verkehr, hin und wieder auf den Hauptstraßen ganz schön laut. Aber dafür ist es eben umso schöner, wenn man dann in den Parks oder am Rhein von der Hektik abschalten kann.

Was aus meiner Sicht gar nicht geht, ist die Rheinbahn. Ich merke durchaus, dass man sich in diesem Unternehmen bemüht, sowas wie Service großzuschreiben und sehe das auch an der ein oder anderen Stelle. Es gibt auch supermoderne Bahnen, in denen es wirklich Spaß macht mitzufahren. Aber das ist eher die Ausnahme: Häufig hat die Rheinbahn gerade in der Hauptverkehrszeit auf der Strecke zur Uni viel Verspätung und sammelt auf dem Weg dorthin noch einmal dieselbe Zahl Minuten drauf, die sie in Pempelfort hat. Und alte, fast schon nostalgische Bahnen schön und gut: Aber irgendwann wäre es wirklich mal an der Zeit, neue Fahrzeuge anzuschaffen. Studenten machen die Bahnen schon nicht kaputt. Da muss man deswegen nicht die 70er Jahre-Bahnen fahren lassen. Also die Rheinbahn und ich sind noch keine Freunde geworden. Natürlich kann ich auch mit dem Fahrrad zur Uni fahren, was ich mit Ausnahme des Winters und bei schlechtem Wetter auch tun werde. Nur gerade jetzt, wenn es abends früh dunkel wird und ich bei Dunkelheit durch Düsseldorf mit dem Fahrrad fahre, kann mich auch gleich irgendwo aufhängen. Gut ausgebaute Radwege in der City bleiben eine Seltenheit. Und mit Autofahrern die Straße teilen – no way. Dann im Winter lieber mit der verspäteten Straßenbahn. Mir fällt gerade auf, dass ich seitdem ich hier bin noch nicht U-Bahn gefahren bin.

Auch in Düsseldorf wird überall fleißig gebaut – zur Verschönerung des Stadtbildes. Ist auch an manchen Stellen dringend nötig. U-Bahn durch die City, Neugestaltung des Jan-Wellem-Platzes und zahlreiche Neubauten an der Eisenbahnstrecke zwischen Düsseldorf Wehrhahn und Zoo stehen die nächsten Jahre an. Ich finde das gut, dass so umfangreich in den Städteneubau investiert wird. Wenn man etwas schöner machen kann und die Bausünden früherer Jahre überwinden kann, ist das umso besser. Und vielleicht schaffen wir das ja auch nochmal bei den Bahnsteigen und dem Bahnhofsdach des Düsseldorfer Hauptbahnhofs. Über die Bahnhofseinfahrt will ich gar nicht nachdenken. Man macht sich dann also seine Gedanken über das Aussehen von Düsseldorf, wenn man ein wenig länger hier wohnt.

Habe es zumindest versucht, hier eine regionale Tageszeitung zu abonnieren. Aber ich kann es einfach nicht, wenngleich der Lokalteil der Rheinischen Post noch akzeptabel ist – im Gegensatz zum Internetauftritt. Die perfekte Informationsquelle über lokale Politik und Düsseldorf generell habe ich noch nicht gefunden.

Apropos Kommunalpolitik: Kommt das mir nur so vor oder ist es im Vergleich zu anderen deutschen Großstädten hier extrem ruhig in der Kommunalpolitik? Ich bekomme hier immer noch kaum was mit. Anmerkung meinerseits: Könnte auch an meiner noch mangelnden Bereitschaft liegen mich ausführlicher damit zu beschäftigen. Eine Sache noch: Ich habe den Einruck, das man mit dem nicht vorhandenen Schuldenstand Düsseldorfs in der Fremde durchaus angeben kann.

    Und wenn die Rheinbahn und ich Freunde werden, sage ich hier als erstes Bescheid. Die Rheinbahn macht jetzt aber erstmal Sparprogramm, wie ich gehört habe. Vielleicht kann man sich ja auch mal die ein oder andere Verspätung sparen.

    Thema: Düsseldorf | Kommentare (0) | Autor: medispolis

    Premier League 2009/2010 Nachholspiele, Arsenal-Bolton und Liverpool-Tottenham

    Mittwoch, 20. Januar 2010 20:19

    [23h02] Am Wochenende ist fast Premier League Pause. Nur Hull gegen Man Utd steht auf dem Programm. Den nächsten Spieltag gibt es dann in einer Woche, wieder abends am Dienstag und Mittwoch. Dann aber wieder mit Live-Blog an dieser Stelle. Für heute mache ich die Lichter aus. Schau mir gleich noch mal die Tabelle an und dann geht es ab in die Koje. Gute Nacht.

    [23h00] Endstand Liverpool-Tottenham 2:0

    Und wenn man jetzt mal eine kleine Siegesserie starten könnte, wäre dieser wichtige Sieg auch was wert. Liverpool verkürzt den Rückstand auf die Spurs auf einen Punkt. Insgesamt verdient, Tottenham mit zu wenig Durchschlagskraft. Liverpool hat mit viel Kampf und Leidenschaft die Ausfälle kompensiert.

    [22h58] Gänsehaut-Atmosphäre an der Anfield Road.

    [22h55] FC Liverpool-Tottenham 2:0, Dirk Kuyt, 90. +3

    Foul von Bassong an Ngog. Kuyt verwandelt sicher, allerdings erst im zweiten Versuch, nachdem beim ersten Mal Lucas zu früh in den Strafraum gelaufen ist. Entscheidung in diesem Spiel.

    [22h53] Elfmeter FC Liverpool

    [22h53] Stephen Darby für Philip Degen. Und wir haben fünf Minuten Nachspielzeit. Premier League at it’s best an diesem Abend.

    [22h49] Wenn es ein Spiel gibt, das eine Mannschaft mit den Fans versöhnen kann, dann eine solche leidenschaftliche Leistung wie heute. Benitez hat sein Team toll eingestellt. Und Liverpool macht den Sack nicht zu. Kyrgiakos scheitert an Gomes. Und Marco Hagemann braucht demnächst ein Sauerstoffzelt, exzellenter Kommentar wie immer.

    [22h47] Rodriguez und Ngog mittlerweile in der Partie. Fünf Minuten vor Ende der regulären Spielzeit Ngog mit toller Einzelleistung, toll über links mit dem Schlenzer in die lange Ecke, aber Gomes mit super Reflex.

    [22h43] Endstand Arsenal-Bolton 4:2

    Die Gunners mit einer unglaublichen Energieleistung und großen Willen nach dem 0:2, drehen das Spiel auf 4:2. Als Belohnung die vorübergehende Tabellenführung. Kompliment an Bolton. Wenn man so weiterspielt, wird man nicht absteigen. Da hat Owen Coyle schon ganze Arbeit geleistet.

    [22h41] Aston Villa im Carling Cup Finale nach 6:4 gegen Blackburn.

    [22h38] Theo Walcott gibt sein Comeback, kommt für Eduardo.

    [22h37] Liverpool kann sich wieder ein bisschen besser aus der Umklammerung der Spurs befreien. Ein Distanzschuss von Riera geht knapp am Tor vorbei. Viertelstunde noch. Und die Liverpooler Fans sprechen schon Stoßgebete. Spurs stark in den letzten 15 Minuten – und Liverpool prädestiniert für später Gegentore.

    [22h34] Carlos Vela kommt für Rosicky.

    [22h32] Arsenal-Bolton 4:2, Andrej Arshavin, 86. Minute

    Wieder mit viel Willen und Leidenschaft die hoffentlich Entscheidung in diesem Spiel. Denilson leitet auf Arshavin, der wuselt sich durch die Abwehr und trifft dann trocken humorlos zum 4:2. Saisontreffer Nummer 59 für den FC Arsenal im 22. Spiel.

    [22h30] Arsenal ist kurz vor dem Kollaps, Bolton hat jetzt die letzten Minuten das Spiel nur in eine Richtung diktiert. Auch hier ist noch nichts entschieden. Keine Ahnung, warum Wenger nicht noch einmal wechselt.

    [22h29] Tottenham übernimmt immer mehr das Zepter an der Anfield Road. Und es steht ja auch nur 1:0, weil Liverpool einen exzellente Kontersituation nicht gut abschließt. Kuyt und Degen haben nur einen Gegenspieler vor sich, aber der Ex-Dortmunder traut sich den Abschluss nicht zu.

    [22h27] Bolton verstärkt die Offensive. Klasnic für Lee. Die Wanderers damit zu zweit im Sturm.

    [22h24] Bei den Spurs Alan Hutton in der Partie. Erst Aktion ein Ummähen von Mascherano. Die große Klasse ist es nicht in Liverpool, eher was für die Vertreter des traditionellen britischen Fußballs. Und Redknapp zieht die Register nach und nach. Robbie Keane kommt gleich in die Partie.

    [22h23] Arsenal wechselt. Craig Eastmond für den leicht angeschlagenen Diaby. Luft ist aus dem Spiel ein wenig raus. Arsenal mit den Kärften verständlicherweise ein wenig am Ende. Bolton traut sich noch nicht komplett zu öffnen.

    [22h18] 20 Minuten noch in London zu absolvieren.

    [22h17] Komischer Status jetzt im Spiel in London. Arsenal nimmt ein wenig Fahrt raus, Bolton kommt wieder stärker nach vorne und lässt Räume offen, die Arsenal noch nicht konsequent nutzt. Gleichzeitig muss aber immer auch befürchten, dass Bolton den Ausgleich macht. Arsenal in der Defensive alles andere als sattelfest und sicher.

    [22h14] Besserer Start für Tottenham, Defoe bekommt ein eigentlich reguläres Tor nicht anerkannt. Gute Chance auch für Liverpool. Kopfball Riera an die Latte. Und ich hätte gerne zwei Bildschirme. Habe immer das Gefühl, dass ich was verpasse.

    [22h11] Arsenal-Bolton 3:2, Thomas Vermaelen, 65. Minute

    Und Arsenal dreht das Spiel. Diesmal mit regulärem Tor. Ecke von rechts, Diaby gewinnt das entscheidene Kopfballduell, legt auf für Vermaelen, der aus kurzer Distanz pfannenfertig neben den Pfosten trifft. Keine Chance für Jaaskelainen. Bolton zu passiv, hatte keiner den Belgier auf der Rechnung.

    [22h08] Beginn 2. Halbzeit an der Anfield Road

    [22h07] 5:2 für Villa und dann Blackburn mit dem Anschluss. Wenn es läuft, dann läuft es. Nur nicht in der Defensive, scheinbar

    [22h05] Tolle Kombination über Arshavin und Fabregas, Schuss des Spaniers aus 16 Metern, Jaaskelainen lenkt den Ball hervorragend über den Querbalken. Arsenal drückt auf die Führung, darf hinten aber nicht zu offen stehen. Bolton hat die offensiven Bemühungen bei weitem nicht eingestellt.

    [22h04] Villa scheint alles klar machen zu wollen. 4:2 gegen die Rovers. Einen Fuß im Wembley Stadium. Gavin McCann bei Bolton jetzt in der Partie.

    [22h03] Mark Davies muss mit der Trage vom Platz. Das sah richtig böse aus – und der Schiedsrichter hatte eigentlich mehr als gute Sicht. Hoffentlich die Verletzung nicht allzu schlimm. Davies mit einer der besten bei Bolton.

    [22h00] Villa geht im Carling Cup Halbfinale Rückspiel mit 3:2 gegen Blackburn in Führung. Spiel gedreht.

    [21h59] Arsenal-Bolton 2:2, Cesc Fabregas, 53. Minute

    Unglückliches, fast schon kontroverses Gegentor für die Wanderers. Gallas mit klarem Foul an Davies, sieht böse aus. War aber keine Absicht, aber klares Foul. Referee lässt weiterlaufen und Fabregas setzt sich gegen mehrere Gegenspieler durch, tunnelt Jaaskelainen. Nach dem Foul wäre das Gegentor zwar noch verhindert gewesen, aber sehr sehr unglücklich. Entsprechend wütend auch die Reaktionen der Wanderers.

    [21h56] Bin gespannt, wie Arsenal diese zweite Hälfte angehen wird. Volle Offensive gleich von Beginn an und langsam auf den Ausgleich hinarbeiten. Oder volles Risiko auf den Sieg gehen und eventuell ein blödes Kontergegentor kassieren? Momentan sieht es eher nach der gedämpften Variante aus. Aber dauert ja immer einige Minuten, bis Arsenal in Fahrt kommt. Derweil hat Bolton wieder den leicht besseren Start in die zweite Hälfte. Die Gastgeber in der Defensive teilweise schon wieder zu weit weg von ihren Gegenspielern.

    [21h51] Beginn 2. Halbzeit im Emirates

    [21h51] Halbzeit Liverpool-Tottenham 1:0

    Auch ein tolles Fußballspiel. Tolle Stimmung, unfassbare Leidenschaft. Nicht unbedingt die vielen und hochkarätigen Chancen wie bei Arsenal-Bolton, aber dafür viel Kampf und Einsatz. Liverpool insgesamt mit den besseren Torchancen, von daher geht die knappe Führung schon okay. Tottenham hat ein bisschen den Beginn verschlafen, kam dann aber Mitte der ersten Hälfte besser in die Partie.

    [21h50] Beste Szene für Tottenham nach tollem Zuspiel von Palacios auf Modric, Reina verkürzt hervorragend den Winkel und vereiltelt die Chance. Intensives Spiel zwischen beiden Teams, wenn auch ohne große Torchancen, aber unglaubliches Engagement aller 22 Spieler.

    [21h48] Jamie Carragher holt in der Nachspielzeit einen Eckball raus. Anfield erhebt sich. Sagt alles über dieses Spiel. Premier League vom Feinsten heute Abend. Gomes zum wiederholten Male mit Problemen bei hohen Bällen, nach der Hereingabe von Riera Skrtel aus der Distanz über das Tor.

    [21h47] Vier Minuten Nachspielzeit

    [21h41] Intensives, körperbetontes Spiel an der Road. Mascherano sieht gelb nach Foul an Jenas. Krancjar mit dem Freistoß, King mit dem Kopfball. Reina hält toll, wird dann aber abgepfiffen. Crouch beklagt sich festgehalten worden zu sein. In der Zeitlupe klar erkennbar. Glück für die Reds, da pfeifen viele auch Elfmeter für sowas.

    [21h36] Halbzeit Arsenal-Bolton 1:2

    Unfassbare Szenen in den Schlussminuten der ersten Halbzeit, als Arsenal wie eine Armee auf das Tor der Wanderers marschierte. Die Gäste halten die knappe, aber glückliche Führung. Die Gastgeber haben sich den Rückstand durch zum teils dilettantisches Abwehrverhalten selbst zuzuschreiben. Bring on Sol Campbell!

    [21h31] Arsenal-Bolton 1:2, Thomas Rosicky, 43. Minute

    Aber sowas von verdient. Die gefühlt 50. Chance wird dann genutzt. Eine Minute später Arsenal mit der großen Chance zum 2:2. Fabregas scheitert mit tollem Distanzschuss nach Vorlage von Arshavin an Jaaskelainen. Wäre ein tolles Tor geworden.

    Zwei Minuten Nachspielzeit.

    [21h31] Benitez und Redknapp an der Seitenlinie, sehr schön anzuschauen.

    [21h28] Arsenal komplett dominant jetzt. Bekommen Freistöße in Serie. Und haben Pech. Kevin Davies köpft an die Unterkante der Latte, fast ein Eigentor. Fünf Minuten noch in Halbzeit 1. In Duisburg wäre das jetzt der Anschlusstreffer gewesen.

    [21h26] Drama derweil im Carling Cup. Christopher Samba muss mit glatt rot vom Platz, Elfmeter für Villa zum 2:2. Spiel wieder in erträglichere Bahnen gebracht.

    [21h23] Der Unterschied zwischen Arsenal und Bolton ist momentan auch die Chancenverwertung. Nächste äußerst passable Gelegenheit für die Gunners, als Fabregas nach tollen Sololauf auf Eduardo ablegt, der dann aber aus aussichtsreicher Position viel zu harmlos im Abschluss.

    [21h20] Keine Sorge, ich schaue mit einem Auge immer auch nach Liverpool. Nur, jedes Mal, wenn ich die Option dann wechsle, fällt im Emirates ein Tor. Zur Partie an der Anfield Road: Was ich bisher so gesehen habe, verdiente Führung für die Reds, wenngleich Tottenham in den letzten Minuten stärker wird. Spiel verlagert sich zunehmend vor das Tor von Reina.

    Villa verkürzt im Carling Cup auf 1:2 gegen die Blackburn Rovers.

    [21h16] Arsenal-Bolton 0:2, Matthew Taylor, 28. Minute

    Arsenal begräbt sich gerade selbst. Nach einer völlig misslungenen Ecke der Wanderers bekommen die Gunners den Ball wieder nicht weg, Denilson mit dem klaren Foul im Strafraum. Taylor hat Glück beim Elfmeter, Almunia war dran, kann das 0:2 aber nicht verhindern. Scheint so ein Tag zu sein, an dem nichts zu Stande kommt, obwohl es das doch eigentlich sollte.

    [21h16] Elfmeter Bolton Wanderers

    [21h12] Die Blackburn Rovers erhöhen auf 2:0 bei Aston Villa. Würden damit jetzt im Carling Cup Finale stehen.

    [21h10] Bolton kurz vor dem 2:0, man mag es kaum glauben. Freistoß Taylor, um die Mauer herum, Almunia kann den Ball gerade noch so um den Pfosten lenken.

    [21h08] FC Liverpool-Tottenham 1:0, Dirk Kuyt, 7. Minute

    Frühe Führung für die Reds. Langer Abschlag von Reina, Dawson rutscht in der Spurs-Defensive aus. So haben Kuyt und Aquilani die Gelegenheit sich per Doppelpass in Position zu spielen. Kuyt schließt mit präzisem Flachschuss ins lange Eck ab.

    [21h05] Fazit nach einer Viertelstunde im Emirates. Nach der verdienten Führung für Bolton kommt Arsenal jetzt viel besser ins Spiel, drei gute Chancen, haben deutlich mehr Ballbesitz und Bolton versucht immer mehr alle Mann hinter den Ball zu bekommen. Die Gäste bleiben aber weiterhin gefährlich bei Kontern. Gutes, schnelles Spiel.

    [21h02] Beginn 1. Halbzeit an der Anfield Road

    Derweil wieder erneut gute Chance für Arsenal, Eduardo mit Schuss aus der Distanz nur ganz knapp über das Tor. Arsenal übernimmt die Kontrolle über das Spiel, ist ja auch bitter nötig.

    [20h59] Riesen Chance für Arsenal zum Ausgleich. Nach tollem Pass von Rosicky ist Fabregas völlig frei, scheitert aus kurzem Winkel aber an Jaaskelainen. Derweil gehen die Blackburn Rovers mit 1:0 im Carling Cup bei Aston Villa in Führung und egalisieren das Ergebnis aus dem Hinspiel.

    [20h55] Arsenal-Bolton 0:1, Gary Cahill, 7. Minute

    Die Gunners spielen Harakiri in der eigenen Hälfte und werden für Fehler, Nachlässigkeiten und dem sehr nervösen Beginn in der Abwehr sofort bestraft. Erst klärt Gallas unglücklich zum Einwurf, nachfolgend Clichy mit Kerze im Strafraum, Cahill fällt der Ball vor die Füße, keiner in seiner Nähe und aus kurzer Distanz ist Almunia dann auch chancenlos. Verdiente Führung für couragierte Wanderers.

    [20h54] Bolton kommt besser ins Spiel, spielen mutig nach vorne. Arsenal hat die erste Gelegenheit zum Kontern. Über Diaby und Arshavin, der Franzose dann mit dem Flachschuss in die Arme von Jaaskelainen. Eine Minute später versucht es Arshavin mit ähnlichem Resultat. Flottes Spiel in den ersten Minuten.

    [20h53] Die Aufstellungen an der Anfield Road

    FC Liverpool: Reina – Carragher, Skrtel, Kyrgiakos, Insua – Degen, Mascherano, Lucas, Riera – Aquilani – Kuyt.

    Tottenham Hotspur: Gomes – Corluka, Dawson, King, Bale – Modric, Jenas, Palacios, Kranjcar – Crouch, Defoe

    Maxi Rodriguez bei den Reds vorerst nur auf der Bank. Bei den Spurs fehlt Lennon, dafür spielt Ledley King mal wieder in der Innenverteidigung.

    [20h49] Beginn 1. Halbzeit im Emirates Stadium

    Sehr guter Besuch für einen Mittwochabend in London. Nach den Begrüßungen und der Schweigeminute geht es dann los. Arsenal in rot-weiß mit Anstoß von links nach rechts, die Wanderers in den dunklen Trikots. Referee der Partie ist Alan Whiley.

    [20h41] Arsenal war übrigens zum letzten Mal am ersten Spieltag nach dem 6:1 bei Everton an der Tabellenspitze.

    [20h36] Die Aufstellungen im Emirates Stadium

    FC Arsenal: Almunia – Sagna, Gallas, Vermaelen, Clichy – Fabregas, Denilson, Diaby, Rosicky – Arshavin, Eduardo.

    Bolton Wanderers: Jaaskelainen – Steinsson, Cahill, Knight, Robinson – Lee, Mark Davies, Muamba, Cohen, Taylor, Kevin Davies.

    Bei den Gastgebern wie gesagt Clichy und Denilson neu im Team im Vergleich zur Auswärtspartie in Bolton am Sonntag, dafür müssen Traore und Craig Eastmond weichen. Sitzen aber beide auf der Bank. Und insbesondere bei Eastmond kann ich mir einen Einsatz später vorstellen. Bei den Wanderers Ivan Klasnic nur auf der Bank. Damit nominell nur eine Spitze. Man spielt ja auch im Emirates.

    [20h29] Vor dem Spiel im Emirates gibt es eine Schweigeminute für die Opfer der Erdbebenkatastrophe auf Haiti. Zudem geht von jedem Verkauf des Stadionprogramms für das Spiel ein Pfund auf ein Spendenkonto. Schöne Geste des Vereins.

    [20h27] Wie gesagt, Arsenal kann mit einem Sieg punktemäßig zu Chelsea aufschließen, Liverpool könnte mit drei Punkten bis auf einen Zähler an die viertplatzierten Spurs heranrücken. Hört sich auf den ersten Blick gut an, würde aber im Falle einer Niederlage auch sieben Punkte Rückstand bedeuten. Harry Redknapp hat in seinen 12 Besuchen als Manager an der Anfield Road noch nie gewonnen.

    [20h23] Die interessantesten Personalien: Bei Arsenal kehren Clichy und Denilson ins Team zurück. Laut Wenger ein großer Schub für sein Team. Theo Walcott sitzt nach seiner Verletzung von Ende Dezember erstmals wieder auf der Bank. Samir Nasri und Ramsey fallen noch gut zwei Wochen aus. Bei Liverpool fangen Alberto Aquilani und Albert Riera von Beginn an, Ngog auf der Bank, Kuyt ganz vorne im Sturmzentrum. Robbie Keane sitzt bei seiner Rückkehr an die Anfield Road nur auf der Spurs-Bank.

    [20h19] Hereinspaziert und schönen guten Abend. Zwei äußerst interessante Nachholspiele in der Premier League heute Abend. Um 20:45 Uhr versucht Arsenal seine gute Form mit einem Sieg gegen Bolton zu untermauern. Bei einem Sieg mit zwei Toren oder mehr Unterschied würden die Gunners vorübergehend die Tabellenspitze übernehmen. Um 21:00 Uhr startet Liverpool im Heimspiel gegen Tottenham ein weiteren Versuch der Kampagne “Alles für die Rettung des Vereins mit dem Erreichen des vierten Platzes am Ende der Saison”. Mit einem Sieg würde man zumindest wieder den Anspruch stellen, dass man nicht ganz vom Radar genommen werden darf.

    Thema: Live-Blog, Premier League | Kommentare (0) | Autor: medispolis

    Medien-Sport-Politik, 19.01.2010

    Dienstag, 19. Januar 2010 8:20

    Wurde eigentlich jemals schon so umfassend und ausführlich über eine Naturkatastrophe, wie das Erdbeben in Haiti, im deutschen Fernsehen berichtet? Von meinem Gefühl übersteigert das auch noch die Berichterstattung zum Tsunami in Südostasien vor einigen Jahren. Ich bin bei sowas ja immer ein wenig sensibel, was den Umfang und die Art der Berichterstattung angeht. Natürlich muss umfassend uns ausführlich über die Lage in Haiti berichtet werden, auch mit Extra-Sendungen, Brennpunkten und zu ausführlichem Teil in den Hauptnachrichtensendungen. Und gerade auch die Resonanz auf die Spendenaufrufe scheint zu zeigen, dass die Menschen das Thema und das Schicksal der hilflosen Menschen in Haiti bewegt. Gestern Abend in den ARD-Tagesthemen wurde ebenfalls wieder ausführlich mit mehreren Berichten und einer Fast-Live-Schalte nach Haiti berichtet. Unter anderem gab es eine interessante Reportage, in welcherein Hilfsteam, das frisches und sauberes Wasser an die Menschen verteilt, begleitet wurde. Sowas finde ich dann für eine sachliche Berichterstattung angemessen. Aber muss man einer alten Frau, die nach einer Woche unter Trümmern gelegen hat und im letzten Moment gerettet wurde, gleich als Erstes das Mikro ins Gesicht halten? Ich finde, hier geht die Berichterstattung zu weit.

    ***

    Achtung Trommelwirbel…Angela Merkel hat sich zu einem politischen Sachverhalt klar und deutlich geäußert. Sie hat den Bau von Kohlekraftwerken unterstützt, sie war gestern in NRW auf einem CDU-Wirtschaftstreffen. Aktuell gibt es in NRW recht fortgeschrittene Pläne ein neues Kohlekraftwerk zu bauen, eventuell auch in Düsseldorf. Auf kommunaler Ebene hat man sich aber scheinbar in Düsseldorf gegen den Bau eines neuen Kraftwerkes entschlossen.

    ***

    Diese Geschichte mit der Hotelspende und der FDP darf man durchaus als unglücklich bezeichnen, wenn auch alles im rechtlichen Rahmen geschehen ist. Könnte bei entsprechender Dynamik vielleicht ein ähnlicher Fall werden wie die Dienstwagenaffäre von Ulla Schmidt. Nicht gegen das Gesetz verstoßen, aber politisch nicht gerade clever gehandelt. Blöd nur, dass für eine entsprechende Änderung des Gesetzes für die Parteispenden sich eigentlich alle Parteien daran beteiligt müssen. Nur eine Anstrengung aller Akteure könnte ein Verbot von Spenden durch Unternehmen an Parteien effektiv umsetzen. Aber, ich wette, das lässt die FDP nicht mit sich machen. Wäre trotzdem ein deutliches Zeichen. Es wäre clever, denn ich sehe doch schon wieder die ganzen wüsten Kommentare aller Politikenttäuschten, die auf dieser Story tagelang rumreiten. Und die, welche ehe schon skeptisch der neuen Regierung gegenüberstanden, bekommen jetzt kein besseres Bild.

    ***

    Gestern Abend gab es zum ersten Mal die Liga Total! Spieltagsanalyse im DSF. Auf den ersten Blick dachte ich, es wäre ein weitere dieser Quiz-Shows mit einem Moderator und zwei Kandidaten hinter ihren Pulten. Und es gibt dann alle drei Minuten eine Frage, eine kleine Szene und dann die Antworten der beiden Experten. Warum eine solch große Distanz zwischen Moderator und Gästen? Finde ich völlig unangebracht. Warum nicht ein großer Analysetisch und ein Halbkreis im Sitzen? Inhaltlich war das sicherlich soweit okay, trotzdem würde ich mir da ein wenig Abwechselung wünschen. Man muss nicht jedes Tor krampfhaft analysieren, ständig werden Szenen eingespielt. Man kann sich auch überanalysieren. Ein bisschen Abwechselung mit Interviews und einem Loslösen vom Analysieren der einzelnen Spielszenen würde der Sendung sicherlich gut tun.

    ***

    Vor einiger Zeit hatte sich der private britsche Fernsehsender Channel 4 die Rechte an den London Paralympics 2012 gesichert und damit der BBC sicher geglaubte Übertragungsstunden weggenommen. Jetzt wird wieder darüber spekuliert, ob Channel 4 sein Engagement im Sportbereich ausbauen könnte und damit an frühere Zeiten anknüpfen könnte. Spekuliert wird zum Beispiel über einen Ausbau und eine Rückgewinnung der Cricket-Übertragungen. Quelle: Guardian.

    ***

    Gestern Abend wurden die Nominierten für die Brit Awards bekanntgegeben. Lily Allen, Lady Gaga und Pixie Lott führen die Liste mit je drei Nominierungen an. Hier die komplette Liste der Nominierungen. Die Brits Album of 30 years werden übrigens per Publikumvoting ermittelt. Da bin ich mal richtig gespannt, wer das gewinnt. Einige Top-Alben dabei.

    ***

    “Du hast da so ein Funkeln in den Augen. Ist was passiert?” “Nein, überhaupt nicht, ich sehe gerade nur, dass der FC Arsenal am Mittwoch die Tabellenspitze übernehmen kann.” Auch wenn das zu diesem Zeitpunkt überhaupt nichts wert ist und das Spiel gegen Bolton auch erstmal gewonnen werden muss, stellt sich für einen Arsenal-Fan dann schon sowas wie ein großes Gefühl der Erleichterung ein. Im August schrieb ich noch: ” Ich tue mich sehr schwer mit einer Prognose für die Gunners. Wenn alles gut läuft, wird es am Ende der vierte Platz.” Und dann war schon viel Wunsch und Hoffnung dabei. Und das es jetzt so gut läuft, freut mich dann doch sehr. Mittwoch also das Nachholspiel gegen Bolton. Parallel dazu spielt Rafael Benitez um seinen Job. Wichtiges Spiel gegen die Tottenham Hotspur. Mit einem Sieg würde man auf einen Punkt an Platz 4 ranrücken. Und das aber auch nur, weil die Konkurrenz vor dem FC Liverpool auch nicht gerade eine Siegesserie hat. Mit den bisherigen Leistungen wäre Liverpool eigentlich schon aus dem Rennen, aber so können regelmäßig weitere Enttäuschungen produziert werden.

    Beide Spiele gibt es am Mittwoch bei Sky und hier im Live-Blogging.

    Bei irgendeinem Klub in der Premier League brennt ja immer der Baum. War es in den vergangenen Tagen eher der FC Portsmouth, sucht derzeit West Ham United händeringend nach einem neuen Investor. Einer fällt schon mal weg: Tony Fernandes, Unternehmer aus Malaysia, konnte sich nicht mit West Ham einigen. Und Fernandes hat das mal eben schnell via Twitter mitgeteilt. Jetzt dürfte der Weg frei sein für David Sullivan und David Gold. Entscheidung vielleicht schon heute. Je eher desto besser, denn West Ham braucht frisches Geld für Aktionen auf dem Transfermarkt.

    Im Brennpunkt steht dieser Tage auch Manchester United. Ein mit Schulden überfüllter Klub, Fan-Aufstand gegen die Glazers mit der Aufforderung an Ferguson zurückzutreten, Gedanken über den Verkauf des Trainingsgeländes. Die Glazers brauchen dringend neues Geld und wollen ihre Schulden verschenken. Wenn das so einfach wäre. Momentan hat das vor allem noch eine wirtschaftliche Komponente, über die sportlichen Auswirkungen wird man wohl erst nächste Saison richtig diskutieren können. Mehr im Artikel von Raphael Honigstein zur Tickenden Bombe Man Utd.

    Thema: Medien-Sport-Politik | Kommentare (0) | Autor: medispolis

    Review aufs Sportwochenende

    Sonntag, 17. Januar 2010 19:04

    Ob ich ein schönes Wochenende hatte, beurteile ich zum großen Teil danach, was ich gemacht habe, wen ich gesehen und was an Ereignissen nächste Woche ansteht. Und zu einem kleinen Teil eben auch an den sportlichen Ereignissen von Freitag bis Sonntag. Gradmesser sind dabei immer die Leistungen von Werder, Hannover 96, dem FC Arsenal und den Hannover Scorpions. Auch wenn das nur ein kleiner Teil meines Wohlbefindens ist, kann es ein gutes Wochenende schon mal ein wenig schlechter machen oder natürlich auch umgekehrt. Und gehe ich mit schlechter Laune am Montagmorgen aus dem Haus zur Uni, dann hat es meistens mit den sportlichen Ereignissen der letzten Tage.

    Fragt mich einer nach diesem Wochenende, weiß ich eigentlich so gar nicht, wo ich es einordnen soll. Tendenziell eher negativ. Daran können auch die durchwegs guten Leistungen der Hannover Scorpions nichts ändern. Heimsieg am Freitag gegen Augsburg, heute zwar eine Niederlage im Penaltyschießen gegen die stark formverbeserten Pinguine aus Kreefeld. Aber vier Punkte mehr, weiterhin auf Platz drei und alle Chancen offen sich am Saisonende unter den ersten sechs der Tabelle zu platzieren. Von daher war das aus Eishockey-Sicht ein doch gutes Wochenende.

    Was man vom Fußball nicht unbedingt behaupten kann. Werder Bremen verlor in Frankfurt mit 0:1 und verpatzt den Rückrundenauftakt. Vor sechs Wochen sprach Klaus Allofs noch von der Meisterschaft, heute gab es die Standpauke für die Spieler und die Erwähnung des ach so tollen Begriffes “Mittelmaß”. Und genau da steht Werder zumindest von der Form der letzten Wochen auch. Im Prinzip war die Leistung in Frankfurt eine Fortsetzung der Performance gegen Schalke und Hamburg. Viel zu lethargisch, nicht zielstrebig, halbherzig im Spielaufbau. Als wollte man dieses Spiel gar nicht gewinnen oder hoffte, Frankfurt würde mit einem spektakulären Eigentor für den Sieg der Hanseaten sorgen. Özil war alles andere als präsent auf dem Platz, Marin tauchte insbesondere in der zweiten Hälfte auch ab. Dann ist es klar, dass Rosenberg, Pizarro und Almeida vorne keine Impulse setzen können. Wenn es überhaupt etwas Positives zu erwähnen gab, dann das Debüt vom Linksverteidiger Abdennour. Hatte einige gute Ansätze. Wenn er das noch ein wenig verbessern kann, wird das ein vielversprechender Transfer. Weitere Einschätzungen zum Werder-Spiel in Frankfurt gibt es bei Meine Saison.

    Bei Hannover 96 herrschen derzeit die Alarmglocken nach der peinlichen Heimniederlage gegen Hertha BSC Berlin. Wühlt man sich durch die Fanforen und die Kommentare unter den Artikeln der Hannoverschen Allgemeine, sieht man nur Frustabbau und das Infragestellen von nahezu allen Elementen im Verein, Trainer wie Spieler, Präsident. Nur die Fans will keiner entlassen. Zu allem Übel kommt jetzt noch die Verletzung von Ya Konan, der fast zwei Monate ausfallen wird. Wobei der Sturm gar nicht das größte Problem ist. Mit Stajner, Schlaudraff und auch Hanke sind hier Alternativen zumindest vorhanden. Sorgen macht mir auch für das Auswärtsspiel in Mainz die Abwehr. Schulz fehlt wegen der 5. gelben Karte, Karim Haggui ist noch mit Tunesien beim Afrika-Cup. Mario Eggimann hat gestern gezeigt, dass er in seiner momentanen Form keine Verstärkung und ein adäquater Ersatz ist, um es einmal vorsichtig zu formulieren. Und so hängt die Zukunft von Trainer Bergmann und auch ein bisschen des Vereins am nächsten Spiel in Mainz. Sollte dort nicht gewonnen werden, dann dürfte die Amtszeit von Bergmann beendet sein. Und die Vorzeichen sprechen ja nun wirklich nicht gerade dafür, dass Hannover in Mainz gewinnt. Personalprobleme, Selbstvertrauen, das jenseits von gut und böse sein wird, extremer Druck gewinnen zu müssen, dazu ist Mainz noch das fünftbeste Heimteam der Liga. Natürlich ist es jetzt ein leichtes zu sagen, man sollte Andreas Bergmann entlassen. Trotzdem finde ich die jetzige Strategie richtig. Vielleicht gelingt ja doch ein Coup in Mainz und mit Selbstvertrauen dann ein Sieg gegen Nürnberg – und dann sieht die Tabellenkonstellation schon ganz anders aus. Bergmann bekommt noch eine Chance, seine letzte.

    Äußerst erfreulich hingegen das Ergebnis des FC Arsenal. Die Gunners gewannen 2:0 in Bolton dank eines wieder mal überragenden Cesc Fabregas. Man festigt damit Platz 3 und hat jetzt sieben Punkte Vorsprung auf Manchester City. Bolton zeigte sich unter dem neuen Trainer Owen Coyle in vielerlei Hinsicht schon stark formverbessert, konnte die vielen Chancen aber nicht nutzen. Arsenal insgesamt mit einer guten Leistung im Spiel nach vorne, man ließ aber defensiv zu viele Möglichkeiten für die Wanderers zu. Insbesondere in den ersten 30 Minuten der zweiten Halbzeit bettelte man förmlich um den Ausgleichstreffer. Aber am Ende ist alles gut gegangen. Noch erwähnenswert: Craig Eastmond, 19-jähriger Engländer, gab beim FC Arsenal heute sein Premier League Debüt von Beginn an.

    Thema: Fußball, Werder Bremen | Kommentare (0) | Autor: medispolis

    Premier League 2009/2010 #22 – Das Wort zum Samstag

    Samstag, 16. Januar 2010 18:12

    “As a Sunderland fan I thought football had made me suffer enough, then I got myself a Liverpool-supporting boyfriend.”

    Textmitteilung eines Sunderland-Fans beim BBC-Liveblog.

    Die Nachricht schickte sie wohlgemerkt direkt nach dem 1:1 von Liverpool in Stoke. Und bevor Sunderland gegen Chelsea spielte. Die Black Cats verloren übrigens 7:2 in London.

    Wir Fußballfans haben es schon nicht leicht. Schönen Samstagabend zusammen.

    Thema: Premier League | Kommentare (0) | Autor: medispolis

    Premier League 2009/2010 Preview #22 – Time is running out

    Samstag, 16. Januar 2010 9:41

    Guten Morgen zusammen! Ich bin dieses Wochenende mal wieder vollgepflastert mit Terminen und zudem wegen eines schmerzenden linken Armes dank Sturz auf einer plötzlich dagewesenen Eisplatte ein wenig im Schreiben eingeschränkt, von daher heute nur eine komprimierte Vorschau auf den 22. Spieltag der Premier League. Ich hoffe, ich finde im Laufe des Sonntags noch ein wenig Zeit genauer auf die Entwicklungen der letzten Tage einzugehen.

    Live-Spiele bei Sky an diesem Wochenende:

    • Sa 13h40, Stoke City – FC Liverpool, Kommentar: Oliver Faßnacht
    • Sa 15h55, FC Chelsea – FC Sunderland, Kommentar: Sven Schröter
    • Sa 18h25, FC Everton – Manchester City, Kommentar: Markus Gaupp
    • So 14h25, Aston Villa – West Ham United, Kommentar: Markus Gaupp
    • So 16h55, Bolton Wanderers – FC Arsenal, Kommentar: Marcel Meinert

    Ist der Auftritt des FC Liverpool bei Stoke City nun ein Schicksalsspiel für Rafel Benitez? Glaubt man der Vereinsführung gibt es ein klares Nein auf diese Frage. Man werde mit Benitez bis zum Ende der Saison weiterarbeiten. Englische Medien hatten darafhin spekuliert, dass der Spanier dann im Sommer entlassen werden könnte, wenn er sein selbst gestecktes Ziel unter die Top Four zu kommen nicht erreicht. Für mich macht das ganze wenig Sinn. Liverpool könnte ja schon im März erkennen, dass es fast aussichtslos wird unter die ersten Vier zu kommen. Dann wird man garantiert nicht an Benitez festhalten, zumal das Nichterreichen der Champions League für Liverpool mehr finanzielle als sportliche Folgen hätte. Zu allem Überfluss kommen in der jetzigen schwierigen Situation auch noch die Verletzungen von Torres, Gerrard und Benayoun hinzu. Man möchte im Moment nicht mit Benitez tauschen wollen.

    Zumal die Konkurrenz um den vierten Platz für Liverpool immer größer wird. Manchester City hat unter dem neuen Trainer Mancini einen Lauf und tritt im Spätspiel am Samstagabend beim FC Everton an. Die Toffees sollten eigentlich genug Selbstbewusstsein aus dem Remis beim FC Arsenal gezogen haben, dass sie auch für die Citizens ein gleichwertiger Gegner sein können. Mit einem weiteren Punktgewinn könnte sich Everton so ganz langsam aus der bedrohlichen Situation entfernen, City könnte mit einem Sieg sogar dem FC Arsenal auf die Pelle rücken. Die Tottenham Hotspur empfangen zuhause Hull City, frisch verstärkt mit dem Ägypter Zaki. Also auch für die Spurs eine mehr als lösbare Aiufgabe, Aaron Lennon kehrt nach Verletzung in die Startelf zurück. Birmingham City reist zum Schlusslicht FC Portsmouth. Pompey macht dieser Tage auch wieder mehr Schlagzeilen im Wirtschaftsteil der Zeitungen. Es gab wieder Verzögerungen bei den Gehälterzahlungen und das TV-Geld, das eigentlich für den Verein bestimmt war, hat die Premier League zur Tilgung von Schulden aus Transfers eigenmächtig eingesetzt. Gibt es nach dem schmeichelhaften Lebenszeichen im FA-Cup bei Zweitligist Coventry City ein weiteren Erfolgsmoment für Avram Grant oder ist Birmingham das erste Team, das im Fratton Park so langsam die Lichter ausschießt? Die Gäste könnten mit einem Sieg vorübergehend auf Platz sechs rücken. Und Liverpool unter Zugzwang in den nächsten Wochen setzen. Das könnte auch Aston Villa, die am frühen Sonntagnachmittag West Ham United empfangen. Wer die letzten Auswärtsleistungen der Hammers gesehen hat, kann eigentlich nicht fest damit rechnen, dass das Team von Gianfranco Zola irgendwas im Villa Park holen wird. Villa steht kurz vor dem Einzug ins Carling Cup Finale. Jetzt muss neben der Kür aber auch die Pflicht folgen, nämlich drei Punkte gegen West Ham.

    Und dann gibt es noch den Kampf um die ersten drei Plätze in der Tabelle. Lösbare Aufgaben für den FC Chelsea gegen den FC Sunderland und Manchester United gegen den FC Burnley. Die ersten beiden Teams in der Tabelle also mit machbaren Heimspielen. Es ist das erste Spiel für die Blues in der Premier League im Jahr 2010 und trotzdem steht man immer noch an der Tabellenspitze, dank Punktverluste von Man Utd und Arsenal. Chelsea muss weiter auf die Spieler verzichten, die beim Afrika-Cup auftreten. Bei Manchester United kommt Edwin Van der Sar zurück ins Tor, Darran Fletcher fehlt nach seinem Platzverweis von letzter Woche. Da hat der FC Arsenal mit dem Auswärtsspiel bei den Bolton Wanderers schon die mit Abstand schwierigste Aufgabe. Erster Teil des Doubleheader, denn beide Teams treffen sich am Mittwoch im Emirates zum Nachholspiel des 2. Spieltag. Premiere für den neuen Bolton-Trainer Owen Coyle, der von Burnley kam. Für viele Beobachter der Premier League ein unverständlicher Wechsel, hatte Coyle Burnley doch in die Premier League geführt und spielt für einen Aufsteiger eine sehr ordentliche Saison. Letzlich war es dann doch wohl das Kleingeld und die Hoffnung aus Bolton zukünftig wieder einen großen Klub zu machen. Interessant wird sein, wie Coyle es schafft aus dem eher körperbetonten, kompakten Spiel der Wanderers das flüssige, kombinationssichere Auftreten, das Burnley diese Saison zumindest in den Heimspielen ausgezeichnet hat, zu machen. Arsenal kann wieder auf Dienste von Cesc Fabregas zurückgreifen, Denilson wird wohl ausfallen. Das soll, so Wenger auf der Pressekonferenz am Freitag, erst kurzfristig entschieden werden. Nichts Neues übrigens in Sachen Transfers von Stürmern zum FC Arsenal. Niklas Bendtner ist zurück im Training und könnte in 10 Tage schon wieder in das Spielaufgebot rücken. Wenger gab aber zu, dass es sicherlich drei, vier Wochen dauern wird bis Bendtner wieder volle Matchpraxis erreicht hat. Eigentlich zu lange für Wenger. Aber konkrete Zeichen für einen Stürmerkauf gibt es weiterhin nicht.

    Thema: Premier League | Kommentare (0) | Autor: medispolis

    Vorschau Bundesliga-Rückrunde: Hannover 96

    Freitag, 15. Januar 2010 10:23

    Abschließend einige Gedanken der Sportblogger zur Situation bei Hannover 96 vor der Rückrunde. Weil letztens irgendwo auch die Frage aufkam, welchem Team ich näher stehe, also Werder oder 96, dann ist das ganz klar Bremen. Ich finde nach wie vor, dass bei 96 nicht so alles läuft, wie es laufen konnte. Ich tue mich immer schwer mich als richtiger 96-Fan zu identifizieren, nichts desto trotz habe ich für den Verein zumindest große Sympathien und beobachte regelmäßig, was im Verein und im Umfeld passiert. Infos zur Bundesliga-Rückrundenvorschau der Sportblogger finde sich zu Beginn dieses Eintrags an dieser Stelle.

    Wie gut klappt es mit Trainer Andreas Bergmann? Ich kenne Bergmann aus seiner St. Pauli-Zeit nicht unbedingt als mitreißendsten Trainer. Kann so ein Charakter in Hannover überhaupt langfristig arbeiten?

    medispolis: Schwierige Frage. Bergmann ist alles andere als ein mitreißender Trainer, sondern wirklich eher ruhig und besonnen, in der Außendarstellung und wohl auch im Umgang mit seinen Spielern. Bei den Fans ist er unglaublich beliebt, bei den Spielern auch. Im Vereinsumfeld ist er längst nicht mehr so unumstritten wie zu Beginn seiner Tätigkeit. Martin Kind hatte um den Jahreswechsel herum von Bergmann einen energischeren Umgang mit seinen Spielern gefordert, Bergmann sei zu weich und freundlich mit seinen Spielern.

    Nach der peinlichen Leistung im Testspiel gegen Union Berlin ist Schmadtke dann ja mit der Mannschaft Schlitten gefahren und hat wohl eine ziemlich drastische Kabinenansprache in der Halbzeit geliefert. Könnte ich mir bei Bergmann nie vorstellen, deswegen hat es wohl auch der Sportdirektor gemacht. Bergmann ist nach dem Tod von Enke eigentlich nur einmal deutlich geworden, als er seine Spieler ermahnte, man dürfe sich leistungsmäßig nicht hinter dem Tod von Enke verstecken. Dann kam das 2:3 gegen Bochum nach 2:0-Führung. Und seitdem hängt das alles so ein bisschen in der Schwebe in Hannover. Entscheidend wird der Rückrundenstart. Heimspiele gegen Hertha und Nürnberg, dazwischen auswärts in Mainz. Wenn dort nicht ordentlich gepunktet wird (optimal wären sechs Punkte aus den beiden Heimspielen), glaube ich dürfte Bergmann sehr schnell weg sein.

    Kurtspaeter: Interessant finde ich die Tatsache, das man aus der Zeit bei St.Pauli ganz andere Stimmen zu Bergmann hört. Demnach hat er sich (vorallem gegen Ende) den Fans gegenüber als extrem arrogant und den Spielern gegenüber als eher unflätiger Derrwisch dargestellt. Ich sehe das aber ähnlich, wenn Hannover gut in die Rückrunde kommt, dann bleibt er bis zum Saisonende.

    Ist es richtig, durch das Abhängen von Enkes Trikots zum Rückrundenbeginn das Thema “Enke” schon wieder auf den Tisch zu bringen?

    medispolis: In Hannover zumindest war das Thema Enke nie wirklich unter dem Tisch. Und das scheint wohl auch das größte Problem gewesen zu sein in den letzten Spielen der Hinserie. Von daher finde ich es angebracht, das Trikot abzunehmen, auch wenn dann das Thema noch einmal ausführlich besprochen wird. Aber das dauerte gar nicht so lang. Scheinbar haben sich die meisten damit abgefunden, dass das Trikot jetzt weg ist, die Diskussion ist sehr schnell zu Ende gegangen. Und ich denke, es hilft auch den Spielern.

    Heinzkamke: Der Zeitpunkt in der Winterpause war meines Erachtens richtig gewählt (wenn auch vielleicht so nicht vorgesehen). Der Gedanke, man hätte es wenige Spieltage vor Schluss getan, unter Betonung irgendeines medial intensiv aufbereiten Zusammenhangs zwischen Trikot und Mannschaftsleistung, ist mir deutlich unangenehmer.

    Enno: Für mich ist Hannover der Abstiegskandidat Nummer Eins. Die Mannschaft kann nicht mehr gewinnen, das ist jetzt schon offensichtlich und wird nach dem Beginn der Rückrunde in eine abgrundtiefe Negativspirale enden. Das klingt zwar platt und pietätlos. Aber die Mannschaft hat den Tod von Robert Enke nicht verkraftet.

    Hannover 96 – Forsell, Hanke – besteht noch Hoffnung für die Stürmer mit dem einst wohlklingenden Namen?

    medispolis: Nein! Bei Forsell übrigens noch weniger als bei Hanke. Forsell kam ja schon mit einer langwierigen Verletzung aus Birmingham nach Hannover. Seitdem mehr verletzt gewesen als gespielt. Bei Hanke sehe ich noch ein wenig bessere Chancen. Und im Moment ist es für beide sowieso schwierig sich in die Mannschaft zu spielen. Ya Konan scheint gesetzt, wenn es eng wird, spielt Stajner zweite Spitze, ansonsten im System Bergmann nur ein Stürmer oder vielleicht ja mal wieder Schlaudraff als hängende Spitze.

    Kurtspaeter: Forsell hat einen wohlklingenden Namen, von dem ich immer noch nicht weiß, warum der eigentlich so wohlklingend sein soll. Abgesehen von seinem halben Jahr in Gladbach ist er nur durch Verletzungen aufgefallen. Und Hanke wird von Magath nach Schalke zurückgeholt und dann noch einmal groß rauskommen…

    Thema: Fußball | Kommentare (0) | Autor: medispolis