“Armageddon” für West Ham United oder “too good to go down”?
Keine einfachen Zeiten für West Ham United und die Fans der Hammers in diesen Tagen. Der Verein kämpft ums sportliche und wirtschaftliche Überleben. Einer der neuen Besitzer des Vereins, David Sullivan, sprach gestern sogar von einem “Armageddon”, sollte West Ham absteigen müssen. Gleichzeitig kündigte er einen Sparkurs samt drastischer Gehaltskürzungen für die nächste Saison an. Jede Position im Verein sei überbezahlt. West Ham steht kurz vor dem finanziellen Kollaps. Nach Berichten der Sun steht der Verein bei anderen Mannschaften mit 15 Millionen Pfund in der Kreide.
Für West Ham beginnen mit dem heutigen Heimspiel gegen Birmingham City entscheidene Wochen, die vielleicht die ganze Saison definieren könnten. Anlass genug um genauer auf die Lage bei dem Traditionsklub aus dem Osten Londons zu schauen. Und wer könnte das besser tun als ein Hammers-Fan. Mit Wolfgang/Rapidhammer sprach ich über die sportliche und finanzielle Krise von West Ham und die derzeitige Stimmungslage bei den Anhängern der Hammers. Wolfgang wohnt in Wien und bloggt über West Ham United auf Rapidhammer Footballunited und ist via Twitter unter @rapidhammer zu erreichen.
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Vielen Dank für deine Zeit. Für alle, die dein Blog nicht kennen, erzähl doch mal ganz kurz, wie es dazu gekommen ist, dass du Fan von West Ham United geworden bist.
Ich glaube, der Beginn der Begeisterung für einen Verein kann oft nicht richtig erläutert werden. Das hat auch was Mystisches, Unerklärliches. Nick Hornby meinte einmal: “I fell in love with football as I would later fall in love with women suddenly, uncritically, giving no thought to pain it would bring”. Bei uns gab es schon im Gymnasium eine starke Fraktion von Fans des englischen Fußballs. Wir freuten uns damals vor allem über die im Sonntag-Abendsport gezeigten besten Torszenen aus der “First Division”, und da fielen mir auch die “Hammers” mit ihren für das kontinentale Auge ungewohnten “claret and blue”-Trikots auf. Bobby Moore, die Academy, die Liebe zu London und mehrfache Aufenthalte dort taten ein Übriges. Es gibt auch Parallelen zu meinem heimatlichen Klub Rapid Wien (da bin ich wirklich ein “lifelong supporter”): Rapid wurde als “1. Wiener Arbeiter Fußballklub” gegründet, West Ham als “Thames Ironworkers” – beide also richtige Arbeiterklubs! Und schließlich ist da vielleicht noch “die moralische Autorität des Außenseiters”, die Nick Hornby den West Ham-Fans einmal zugebilligt hat – ein Klub für “glory hunters” ist das jedenfalls nicht.
Momentan ist es ja nicht gerade einfach Anhänger der Hammers zu sein. Seit dem sechsten Spieltag steckt man im Tabellenkeller, nach der Niederlage in Burnley ist man weiterhin auf einem Abstiegsplatz. Was sind die Hauptgründe für die sportliche Krise im Osten Londons?
Die gesamte Saison war geprägt von ökonomischer Unsicherheit. Nachdem die Gläubiger von Björgulfur Gudmundsson – der isländische Eigentümer war im Zuge der Wirtschaftskrise bankrott gegangen – über eine “CB Holding” den Klub übernommen hatten, wusste man nie so richtig, wie es weitergehen sollte. Die Kaderzusammenstellung im Sommer war – vor allem aus finanziellen Gründen – nicht optimal, sowohl im Angriff als auch in der Verteidigung hatte man zuwenig “cover” für verletzte Spieler. Junge Spieler, die letzte Saison erfolgreich in die Mannschaft eingebaut wurden, spielten im Herbst nicht konstant. Und wenn es auch blöd klingt, viele Spiele gingen wirklich knapp verloren, da war sicher auch Pech dabei, das sich im Verlauf dieser bisherigen Saison noch nicht “ausgeglichen” hat. Mit dem Eigentümerwechsel sollte nun Ruhe eingekehrt sein.
Gibt es denn noch Hoffnung für West Ham? In der Wintertransferperiode konnten immerhin Mido von Middlesbrough, Benny McCarthy aus Blackburn und der Brasilianer Ilan aus St. Etienne geholt werden. Wie können die drei den Hammers weiterhelfen?
Natürlich gibt’s Hoffnung: man erinnere sich nur an den “greatest escape” 2007, als West Ham noch neun Runden vor Schluss auf dem letzten Platz lag. Ein Carlos Tévez ist zwar diesmal nicht im Kader, aber an sich haben die Hammers genug Qualität, um nicht abzusteigen. Mido wurde von Middlesbrough ausgeliehen, spielte aber zuletzt bei einem Klub in seiner Heimat Ägypten. Wie fit er ist, wird sich weisen. Er spielt aber um eine minimale Gage und möchte echt nochmal beweisen, was in ihm steckt. Der Brasilianer Ilan muss sich an das Spiel in der Premier League wohl erst gewöhnen, er hat aber Torinstinkt und gleich bei seinem Debüt getroffen. Am meisten halte ich von Benedict McCarthy, auch wenn er bei seinem ersten Spiel am Wochenende gegen Burnley noch nicht voll überzeugen konnte.
Leistungsträger bei West Ham insbesondere im Sturm ist Carlton Cole, schon sieben Saisontreffer in 16 Einsätzen, aber auch immer wieder verletzt. Überhaupt ist die Offensive mit 30 Treffern, darunter fast ¾ Stürmertore, nicht das größte Problem. Warum dann aber kaum Verstärkungen für die Defensive im Winter?
Ich hätte zwar auch noch einen Verteidiger geholt, aber die drei neuen Stürmer sollten dem bisherigen Alleinunterhalter im Angriff, Carlton Cole, helfen und für die entscheidenden Siege sorgen können. Seit sich Cole und dann auch Guillermo Franco verletzt hatten, sah’s im Angriff müde aus: nur 7 Tore in den 11 Spielen seit Anfang Dezember!
Es sah im Angriff doch müde aus, weil inbesondere das Mittelfeld extrem ungefährlich ist. Nur neun Mittelfeldtore von vier verschiedenen Spielern. Das war letzte Saison ähnlich. Warum schafft es West Ham nicht gerade bei der doch offensiv ausgerichteten Spielweise ein torgefährliches Mittelfeld zu erzeugen? Das würde doch auch den Sturm entlasten.
Da liegt wohl ein echtes Problem: die Stürmer hängen oft in der Luft, weil aus dem Mittelfeld zu wenig Brauchbares kommt. Grund: einerseits sind frühere Leistungsträger nicht in Form. Vor allem Mark Noble (bis zum Erreichen der Altersgrenze Kapitän des englischen U21-Teams) und der junge Jack Collison lassen heuer ziemlich aus. Dann war Behrami länger verletzt und sein Ersatz Radoslav Kovac ist einfach nicht gut genug. Scott Parker, eigentlich der Star im Mittelfeld, hatte auch mit Verletzungen zu kämpfen; bei ihm fehlt mir die Konstanz. Andererseits war die Einkaufspolitik bei den midfielders alles andere als glücklich. Da haben wir Alessandro Diamanti: bei ihm wechseln Licht und Schatten – ein neuer Paolo di Canio wird der nicht mehr. Und der zweite Neue für’s offensive Mittelfeld, Jimenez, kam in London nie richtig an – er hat im Jänner zurück nach Italien gewechselt. Savio detto, er ging schon im August zurück nach Italien.
Alles in allem: es fehlt ein echter Kreativer, ein “flair player”, Assistgeber und Heckenschütze, wie es zum Beispiel bis vor zwei Saisons Yossi Benayoun war. Oder auch ein Kieron Dyer sein könnte, wenn er fit wäre. Lee Bowyer hat man abgegeben, der spielt jetzt eine super Saison bei Birmingham. Matty Etherington hat man abgegeben – eine super Saison bei Stoke. Gegen Burnley hat Junior Stanislas in der zweiten Halbzeit recht gut gespielt. Wenn Scott Parker und Valon Behrami fit bleiben und sich Noble wieder fängt, wären die vier mein Wunsch-Mittelfeld. Bei Diamanti bin ich mir nicht so sicher, ob der noch einschlägt…
Gleichzeitig las man in den Tageszeitungen, dass West Ham gerne Van Nistelrooy, Robbie Keane aus Tottenham und Mateja Kezman von Paris St. Germain holen wollte – alle wieder Stürmer. Alle sind trotz lukrativer Angebote nicht nach London gewechselt. Belastet die finanzielle Ungewissheit des Vereins den Wechsel von Neuzugängen, einfach, weil man sich nicht sicher sein kann, ob in einem Jahr noch das Gehalt gezahlt wird?
Ein Abstiegskampf in der Premier League ist wohl auch nicht so attraktiv wie mit HSV in der Europa League zu spielen. Und die neuen Eigentümer haben ein schonungsloses Bild vom hohen Schuldenstand bei den Hammers gezeichnet, da überlegt man sich’s als Spieler, ob man dorthin wechseln möchte. Robbie Keane war den Hammers aber, glaube ich, definitiv zu teuer.
Wie groß findest du denn die Auswirkungen der finanziellen Krise des Vereins auf die sportlichen Leistungen des Teams?
Das ständige Gerede von einem bevorstehenden Eigentümerwechsel und hohen Schulden hat sich sicher ausgewirkt. Und wenn’s einmal nicht gut läuft, dann kommt auch Pech und mangelndes Selbstvertrauen hinzu. “In football it’s all about confidence”, heißt es nicht zu unrecht.
Eine Serie zu starten ist ja auch nicht einfach. Ich kann mich an die gute Leistung von West Ham gegen Portsmouth Ende Dezember erinnern. Anschließend sah ich dann eine richtig schlechte Performance bei den Spurs. Nach den wenigen Siegen diese Saison folgte in der nächsten Partie sofort ein Rückschlag. Komischerweise zeigte man vor allem gegen die großen Teams der Liga gute Leistungen. Ist der Abstiegskampf bei den Spielern schon angekommen?
Das frage ich mich auch. Vor allem die ewigen netten Interviews von Gianfranco Zola nach Niederlagen lassen mich daran zweifeln, dass man den Ernst der Lage schon erkannt hat. “Too good to go down” – das sollte man rasch aus den Hirnen rauskriegen.
Die neuen Besitzer des Vereins, David Sullivan und David Gold, haben nach ihrer Übernahme sehr schnell mitgeteilt, dass den Verein Schulden in Höhe von 110 Millionen Pfund plagen, für einen kleinen Premier League Klub eine enorme Summe. Gleichzeitig sagte Sullivan, es mache ökonomisch überhaupt keinen Sinn in den Verein zu investieren, er mache das nur, weil er Fan der Hammers sei. Einerseits rettet jemand den Klub, sagt aber auch, dass die Zukunft sehr schwierig wird. Wie kommt sowas bei den Anhängern an?
Ich denke, da will jemand bewusst ganz anders antreten als vor gut drei Jahren die Isländer, die damals den Klub übernommen haben. Wahrscheinlich sollen diese Hinweise auf den Schuldenstand und vor allem die hohen laufenden Kosten eine Vorbereitung auf kommende Umbrüche sein. Man wird sich im Sommer wohl noch von dem einen oder anderen besonders gut verdienenden Spieler trennen. Vor allem aber dürfte es auch um das Senken von anderen Personalkosten gehen. In einem aktuellen Interview teilte Sullivan mit, man habe höherrangigen Klubmitarbeitern bereits den Vorschlag gemacht, auf 25 Prozent ihres Gehalts zu verzichten, wenn sie ihren Job behalten möchten. Im Sommer könnte man sich von “zwanzig bis dreißig” Mitarbeiten trennen. Indem Sullivan die hohen Einkünfte in dem Interview auch zahlenmäßig benennt, versucht er – glaube ich – öffentlichen Druck aufzubauen und Verständnis bei den Anhängern zu erwecken. Für die Anhänger geht’s jetzt mal um’s Überleben in der Premier League. Auch wenn sich viele den dynamischen Unternehmer Tony Fernandes als neuen Eigentümer gewünscht haben anstatt der beiden alten Eastender mit schlüpfriger Vergangenheit – jeder ist nun froh, dass die Eigentümerfrage endlich gelöst wurde und man sich wieder auf’s Sportliche konzentrieren kann. Bis zum Saisonende jedenfalls…
…wenn dann Spieler, wie zum Beispiel Carton Cole, Scott Parker oder Alessandro Diamanti, verkauft werden müssen. Wird die nächste Saison nach einem möglichen Klassenerhalt nicht noch viel schwieriger und würden die Fans Verkäufe von Leistungsträgern einfach so akzeptieren?
Matthew Upson wird schon derzeit als möglicher Kandidat für einen Transfer genannt. Bei Cole und Parker habe ich eher das Gefühl, dass sie nicht abgegeben werden. Auch Tormann Robert Green könnte gehen. Dass es zu einem Ausverkauf kommt, glaube ich aber nicht.
Schweißt die schwierige Situation die Fans eigentlich zusammen? Du bist da vielleicht näher dran als ich. Gib doch mal einen kurzen aktuellen Stimmungseinblick in die Seele eines Hammers-Fan.
Im Augenblick macht sich bei mir ein gewisser Fatalismus breit. “Never a dull moment with West Ham United”, heißt es so schön – aber leider wird’s vor allem deshalb nicht langweilig, weil in den letzten Jahren was schiefgehen konnte, auch schiefging: 2006 das FA-Cup-Finale durch einen Fernschuss von Steven Gerrard praktisch Sekunden vor dem Schlusspfiff verloren, bei der Carlos Tévez-Affäre 8,5 Millionen Pfund Strafe und bis zu 20 Mio Pfund Schadenersatz an Sheffield Utd bezahlt, der letzte Eigentümer gerade aus dem Land, das von der Finanzkrise am härtesten getroffen wurde, unser Stürmer-Star bei seinem ersten Einsatz im Nationalteam schwer verletzt und mittlerweile in “Frühpension”. Fehlt nur noch, dass man heuer in die Championship absteigt! Aber das wird nicht passieren, denn auch wir Anhänger sind der Meinung: “too good to go down”!
West Ham steht schon seit knapp zwei Jahren immer wieder negativ in den Schlagzeilen wegen der finanziellen Situation des Vereins. Wie geht man als Fan damit um und ändert man seine Haltung gegenüber dem Verein?
Die ärgsten negativen Schlagzeilen machte wohl zunächst die Carlos-Tévez-Affäre, als der Klub im Frühjahr 2007 wegen unzulässiger Vertragsklauseln bei der Verpflichtung des Argentiniers und seines Landsmannes Javier Mascherano fürchten musste, Punkte abgezogen zu bekommen. Man kam dann zwar mit einer horrenden Geldbuße davon, aber der Ruf des Klubs war ramponiert. Und gegen Absteiger Sheffield United war West Ham in einen jahrelangen Rechtsstreit verwickelt, der schließlich mit einem Vergleich endete. Aufgrund dessen muss West Ham einen zig-Millionen-Betrag als Schadenersatz an Sheffield Utd zahlen. Gleichzeitig kam die Wirtschaftskrise, die Island besonders getroffen hat – und West Ham hatte das Pech, einen isländischen Eigentümer zu haben. Man bleibt natürlich ein Fan des Klubs, aber man betrachtet vieles kritischer.
Nun hatte man letzte Saison und dem 9. Platz als Abschluss eine tolle Spielzeit unter Trainer Gianfranco Zola gespielt. 2009/2010 läuft es bisher nicht zufriedenstellend. Wie viel Kredit hat denn Zola noch bei den Fans?
Als im Zuge der Übernahme durch Sullivan/Gold das Gerücht auftauchte, dass diese den Trainer auswechseln würden, wurde gleich eine Petition “pro Zola” gestartet, und die beiden Neuen bestätigten unverzüglich, dass “GZ” Trainer bleiben werde. Die Zahl der Kritiker unter den Fans nimmt aber natürlich mit jedem enttäuschenden Resultat zu, wobei Zola vor allem eine gewisse taktische Ahnungslosigkeit vorgeworfen wird. Der italienische Manager hat aber zweifellos noch viel Kredit bei den Fans, vor allem weil er sein Team seit jeher den tradionellen “West Ham Way” spielen lässt (gepflegtes Kombinationsspiel statt “kick and rush” mit hohen Flanken in den Strafraum, und dazu baut Zola, dem West Ham-Selbstverständnis entsprechend, immer wieder Eigenbauspieler aus der vereinseigenen Academy in die Mannschaft ein). Ich hoffe nur, dass man heuer nicht “in Schönheit stirbt”, zumal die Zola-Philosphie nicht gegen jeden Gegner und in jedem Spiel umgesetzt werden kann.
Wenn das System Zola nicht flexibel genug ist, erklärt das vor allem, dass man gegen Chelsea und Arsenal, wo man Raum zum Kombinieren hatte, gute Leistungen zeigte. Gegen Burnley oder Stoke sind aber andere Elemente von Nöten. Haben die Fans der Hammers zu hohe qualitative Ansprüche an den gespielten Fußball?
Der West Ham-Fan wird sich nie mit einer langweiligen statischen Spielweise zufrieden geben. Als man bemerkte, dass “GZ” ganz anders spielen ließ als sein Vorgänger Alan Curbishley, löste das eine echte Euphorie aus. Und in der ersten Saison des Italieners lief es ja auch prächtig: ein “top ten”-Finish und beinah die Qualifikation für einen Europa League-Startplatz. Aber für den “relegation dog fight” könnte Zolas bevorzugte Spielweise schön langsam zum Bumerang werden. Wobei man dazusagen muss, dass Zola ohnehin immer wieder herum experimentiert. Am Anfang trat er mit einem dezitierten 4-3-3 an und ließ auch in der Reserve und in den Jugendteams auf diese Taktik umstellen, dann wurde oft Carlton Cole als Solostürmer eingesetzt, und jetzt mit den Stürmer-Neuerwerbungen wird man wahrscheinlich meistens 4-4-2 spielen, wie zuletzt gegen Burnley. Da hatten die Hammers übrigens beachtliche “11 attempts on target” zu verzeichnen, so schlecht war das nicht, nachdem man – leider viel zu spät nach einem allzu defensiven Beginn – in die Partie hineingefunden hatte. Es wird aber Zeit, dass “GZ” und sein Co-Trainer Steve Clarke das Team so einstellen, dass Angriffsspiel, Mittelfeld und solide Verteidigung wieder so ineinander greifen, wie das in der letzten Saison der Fall war.
Noch einmal Thema Verletzungen: Kieron Dyer kam 2007 als großer Hoffnungsträger von Newcastle nach West Ham. Seitdem hat er nur 18 Pflichtspiele absolviert. Sullivan legt ihm den Rücktritt vom Profisport nahe – damit West Ham auch hier Kosten sparen kann. Ein richtiger Schritt?
Ich kann nicht beurteilen, wie Dyer wirklich gesundheitlich beisammen ist. Aber die Situation erinnert an Stürmer Dean Ashton, der nach seiner schweren Knöchelverletzung im Sommer 2006 – das war eigentlich der Beginn der großen Pechsträhne bei West Ham – nicht mehr ganz gesund geworden ist und seinen Abschied vom Fußball bekannt geben musste. Wenn die Situation bei Dyer ähnlich ist, dann muss man einen Schlussstrich ziehen.
Ein kurzer Ausblick auf die nächsten Spiele. West Ham hat drei schwere Auswärtsspiele demnächst, bei Manchester United, Chelsea und Arsenal. Die nächsten Heimspielgegner heißen nach der heutigen Partie gegen Birmingham unter anderem Hull City, Wolverhampton, Bolton und Stoke. Wo steht West Ham Ende März in der Tabelle?
Die nächsten Spiele werden entscheidend sein. Mittwoch gegen Birmingham (zu Hause) und dann nochmals zu Hause gegen Hull müssen zwei Siege her – was gegen Brum alles andere als leicht werden wird. Entscheidend werden die direkten Duelle gegen die “fellow strugglers” im unteren Tabellendrittel sein, und da haben die Hammers viele Heimspiele. Ende März muss schon ein Respektabstand zum “Strich” da sein, egal wie die drei Auswärtsspiele gegen die Großen ausgehen!
Sollte es mit den Siegen im Februar nicht klappen, wäre dann ein Rücktritt von Zola denkbar?
Ja. Wenn man keine neuen Spieler mehr holen kann, holt man einen neuen Trainer. Diesem Gesetz würden sich wahrscheinlich auch Sullivan/Gold nicht entziehen können. Hoffen wir, dass es nicht so weit kommen wird…
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Ich bedanke mich recht herzlich beim Rapidhammer, dass er für das Interview zur Verfügung stand.







Donnerstag, 11. Februar 2010 11:51
West Ham hat’s geschafft. Der für die Moral immens wichtige Sieg gegen Birmingham (2:0) bringt die Hammers aus der Relegationszone und sollte der Anfang einer Wende zum Guten sein! http://rapidhammer.footballunited.com/