Beiträge vom 16. April 2010

TV-Kritik: Erst fragen, dann wählen mit Hannelore Kraft

Freitag, 16. April 2010 22:37

Freitagabend, kurz nach 18:00 Uhr. Im ZDF-Infokanal und parallel auf zdf.de startet ein kurzes, gut gemachtes Intro mit flotter Musik und die Kamera schwenkt in ein viel zu großes Studio, wo ein paar Sitzecken, ein paar PC-Pools und ein großer Moderationstisch aufgebaut sind. Die Moderatoren Dunja Hayali und Steffen Seibert begrüßen die Zuschauer am Fernseher und von den Computern im “aufgepimpten” Studio des ZDF. Da sind wir also bei der Jugendsprache des ZDF. Faszinierend, wie schnell sich das ZDF wandeln kann und sich seiner neuen, ansonsten eher unbekannten Zielgruppe anpassen kann. Vermeintlich. Bis auf diesen kleinen Aussetzter werden es spannende und interessante 90 Minuten.

Das ZDF hatte also mal wieder eingeladen, Erst- und Jungwähler für Politik zu begeistern und zu erwärmen, konkret im Vorfeld der Landtagswahl in Nordrhein-Westfalen am 9. Mai. Die wie ich finde sehr gelungene Premiere im Rahmen der Bundestagswahl, wo sich die Spitzenkandidaten der Parteien den Fragen der jungen Wählerschaft gestellt haben, wurde auch für die Landtagswahl an Rhein und Ruhr wieder ins Leben gerufen. Die ganze Veranstaltung heißt ZDF log in und läuft unter dem Slogan: Erst Fragen, dann wählen. In Kooperation mit den VZ-Netzwerken bietet das ZDF Sendezeit, Örtlichkeit und die Chance Fragen zu stellen an die Spitzenkandidaten für die NRW-Wahl. Das ganze wird medial begleitet über diverse Twitter-Accounts und einem Chat, der parallel zur Sendung läuft. Man kann per Videobotschaft Fragen stellen oder einfach auch nur schnell per Twitter die ein oder andere Nachfrage äußern. Bei studi VZ hat die Sendung immerhin knapp 700 Fans. Kein herausragender Wert, aber es ist ja auch mal schön, wenn sich das ZDF nicht immer nur nach Quote und Beliebtheit orientiert.

Alle großen Parteien aus Nordrhein-Westfalen haben ihr Kommen zugesagt, nur der Herr Ministerpräsident ist sich zu schade, mit jungen Menschen zu kommunizieren. Scheinbar. Und schickt stattdessen seinen wesentlich dynamischeren Generalsekretär. Da kann das ZDF nichts für, peinlich ist das nur aus Sicht der CDU. Ist so ein Projekt erfolgreich? Wobei muss man diese Frage als Qualitätskriterium überhaupt stellen? Zur Bundestagswahl noch als Experiment angedacht, scheint sich diese TV-Runde als fester Baustein zu etablieren. Das ZDF sprach selbst von mehreren tausend Fragen, die eingesendet wurden. Wie gesagt, mir haben die Runden im Rahmen der Bundestagswahl gut gefallen. Ob das ZDF alles tut, so eine Runde bekannter zu machen, steht auf einem anderen Blatt Papier. Wieviele Jung- und Erstwähler mögen wohl den ZDF-Infokanal empfangen. Da ist die Übertragung im Netz verständlich, nur sind die Themen, die dort diskutiert werden, vielleicht stark gemünzt auf die junge Wählerschaft, doch letzlich gehen sie alle an und sollten deshalb auch von einem viel größeren Publikum beachtet werden. Insgesamt ein gutes Format, eine gute Idee, das man aber an der ein oder anderen Stelle noch modifizieren und verbessern kann. Herr Frey formuliert das so: Fernsehen und online werden verknüpft. In dem kurzen Einspielfilm sagt er das so, als wäre es eine kleine Revolution.

Zu Gast in der heutigen Auftaktsendung war Hannlore Kraft, die Spitzenkandidatin der SPD und Herausforderin von Ministerpräsident Jürgen Rüttgers. Hannelore Kraft kommt über die kleine Wendeltreppe in das Studio und setzt sich zusammen mit den beiden Moderatoren an den zentral positionierten Tisch. Nach etlichen Minuten Smalltalk (“Haben Sie trotz Asche gut hierher gefunden? Sag mal, Steffen, bekomme ich auch was zu trinken?”). Es folgt ein Porträt von Hannlore Kraft. Sie mag Gesellschaftsspiele (“Mensch, ärgere dich nicht.”). Und in 30 Sekunden hat man dann offensichtlich alles über die Person Hannlore Kraft erfahren. Bilder in hektischer Reihenfolge abgespielt sprechen Worte, beim ZDF ersetzen sie diese. Erstes Thema ist Bildung, bei der Länderzuständigkeit keine Überraschung. Steffen Seibert mit der ganz forschen Frage an Hannelore Kraft, sie möge doch bitte mal die grundsätzlichen Veränderungen in der Bildungspolitik bei Regierungswechsel skizzieren. So einfach ist Politik dann auch nicht. Und dann ging die restliche Sendung im vorhersagbaren Schema vom Band. Fragen wurden gestellt, Frau Kraft beantwortete sie, es wurden Gäste aus NRW gehört, in eine Kneipe nach Düsseldorf geschaltet, bei den “Onlinern” (diejenigen jungen Menschen, die vor den PC-Bildschirmen saßen) wurde beobachtet, wie die Resonanz im Netz sich darstellt. Es war durchaus unterhaltsam, nie wirklich langweilig, auch und vor allem weil Hannelore Kraft trotz Wahlkampfstress sich sehr munter und frisch präsentierte, sympathisch rüberkam, selbstbewusst auftrat und bemüht war, einfach und verständlich zu antworten. Ob sie damit dann neue Wähler gewinnen konnte und unentschiedene Wähler überzeugen konnte, wird sich erst am 9. Mai zeigen. Alle wichtigen landespolitischen Themen – Bildung, Energie, Wirtschaft, Arbeit, Integration – wurden abgedeckt, wenngleich eine klare thematische Linie manchmal fehlte und es zu Überschneidungen kam. Da hätte man besser trennen können. Bemerkenswert fand ich auch, dass das eher sperrige Thema Kommunalfinanzen seinen Platz bekam. Hayali und Seibert führten souverän durch die Sendung und stellten – wenn nötig – kluge und gute Nachfragen. Ist man gar nicht gewohnt.

Was mir nicht so gut gefiel, war die optische Umsetzung. Ich brauche für einen einfachen, verständlichen Frageaspekt doch keinen kleinen Einspieler, indem dann visuell gezeigt wird, was es bedeutet, wenn Lehrerstellen gestrichen werden. Gleichzeitig bringt es wenig, wenn Frau Kraft eine ausfühliche Antwort gibt und am unteren Bildrand dann irgendwelche Chat-Meldungen und Diskussionen in einem Laufband erscheinen. Konzentriert zuhören und lesen konnte ich da nicht. Und auch hier wieder mein kleiner Appell: Qualität statt Quantität. Es hätte doch völlig gereicht, wenn man zwischendurch einfach mal häufiger in den Chat geschaut hätte. Dann braucht man auch nicht diesen Laufband-Quatsch.

Die große Stärke dieser Sendung lebt eben auch vom Input der Zuschauer und der Bereitschaft des ZDF diese dann auch einzubinden. Bestes Beispiel die Diskussion über die Abschaffung der Studiengebühren. Es kam via Video die Frage nach der alternativen Finanzierung der Hochschulen auf, wenn die Studiengebühren schrittweise bis Mitte zur nächsten Legislaturperiode abgeschafft würden. In welchen Schritten das passieren soll, ist wohl auch der SPD noch völlig unklar. Frau Kraft sagte dann nur, dass man es “aus Mitteln des Haushalts” ausgleichen müsse. Was so konkret ist wie die Meldung, dass in 2011 Schnee fallen wird. Also hatte ich via Twitter nachgefragt mit der Bitte um Konkretisierung. Glücklicherweise wurde mein Tweet dann vorgelesen und Frau Kraft hatte die Gelegenheit dort noch einmal genauer drauf einzugehen. Hat sie dann auch gemacht, so richtig zufriedenstellend war das aber nicht. Wenn ich jetzt böse wäre, würde ich sagen, die SPD und Frau Kraft wüssten überhaupt nicht, wie sie die Abschaffung der Studiengebühren finanzieren sollen. Aber Hauptsache man zieht mit dem Kassenschlager durch den Wahlkampf. Dann gab es dann den Aspekt von überflüssigen Ausgaben der CDU/FDP-Regierung. Also die Formel: Statt verlängerter Landebahn für den Flughafen Münster-Osnabrück eben Umschichtung im Haushalt und Geld für die Hochschulen. Wenn Politik so einfach wäre. Dann wurden noch irgendwelche Fonds und Banken ins Spiel gebracht. Alles nicht so befriedigend aus meiner Sicht. Aber das hat sich eben dann noch an einigen anderen Themenfeldern gezeigt. Und dementsprechend oft musste Frau Kraft nochmal ihre Position deutlich machen. So sollte das sein – und das trug maßgeblich zur hohen Qualität der Sendung bei.

Nach knapp 90 Minuten war die Sendung beendet. Frau Kraft ging gut gelaunt aus dem Studio (“Hat Spaß gemacht, Tschüss zusammen”). Insgesamt ein sehr ordentlicher Auftritt. Nur zu möglichen Koalitionsoptionen hat sie wenig Konkretes gesagt (“Wir fusionieren nicht, wir koalieren.”). Und Frau Hayali hat der SPD-Spitzenkandidatin “noch viel Kraft für den Wahlkampf” gewünscht (sic!). Sonntag geht es dann weiter. Ab 19:35 ist dann CDU-Generalsekretär Andreas Krautscheid zu Gast, gefolgt von den Spitzenkandidaten von FDP, Grüne und Linke. Herr Seibert, es wäre schön, wenn Frau Hayali dann schon im Wasser im Glas hätte. In diesem Sinne: Bitte weiter einschenken bei den nächsten Wahlen!

Thema: TV und Radio, Wahlen und Umfragen | Kommentare (1) | Autor: medispolis

Premier League 2009/2010 Preview #35 – Time for a derby

Freitag, 16. April 2010 16:53

Kompletter Spieltag an diesem Wochenende, noch vier bis zum Saisonende. Eher wenig reizvolle Partien an diesem Spieltag, dafür fast alle Ansetzungen extrem wichtig für die Tabellenkonstellation. Alles wird überstrahlt von den zwei großen Stadtderbys und dem wichtigen Spiel von Liverpool gegen West Ham am Montagabend.  Die Top 3 der Tabelle mit schwierigen Aufgaben an diesem Wochenende.

Manchester City – Manchester United

Sky Sport 1 live, Samstag 13:40 Uhr, Kommentar: Markus Gaupp

Der Spieltag eröffnet mit dem Manchester Derby, wenn der Tabellenvierte den Zweitplatzierten empfängt. United muss im Laufe der letzten vier Saisonspiele vier Punkte auf den FC Chelsea aufholen um Meister werden zu wollen. Das Spiel in der Hinserie war ein Klassiker, als United Mitte September mit 4:3 durch einen Treffer in der Nachspielzeit gewann. Es wäre schön, wenn ähnliches Spektakel auch morgen wieder stattfinden würde. Die Red Devils spielen aller Voraussicht nach nicht von Beginn an mit Wayne Rooney, die Verantwortung liegt dann erstmal wieder auf den Schultern von Nani und Berbatov.  Aber über die Einsätze vom wohlmöglich besten Spieler dieser Premier League Saison wurde ja schon so viel geschrieben, warten wir mal ab, was sich letzlich herauskristallisiert. Interessant und ein Schlüssel zum Sieg in diesem Spiel könnten vor allem die direkten Duelle im Mittelfeld werden. De Jong und Barry auf Seiten von City gegen Scholes und Fletcher bei Manchester United. Während die Gäste Anschluss an Chelsea halten wollen, versucht City einmal mehr ein deutliches Ausrufezeichen für den vierten Platz zu setzen. Zuletzt gelang das spektakulär, als man in den letzten zwei Spielen 11 Tore erzielte. City diese Saison bisher nur mit einer Heimniederlage, gegen den FC Everton. Und man hat den erfolgreichsten Stürmer des Jahres 2010 in seinen Reihen. Carlos Tevez erzielte bisher 13 Tore seit Jahresanfang – Ligaspitze.

Birmingham City – Hull City

Hull City ist jetzt das einzige Team noch ohne Auswärtssieg in dieser Saison, nachdem man selbst gegen Burnley zuhause nicht gewinnen konnte. Trainer Dowie gibt sich dennoch in Durchhalteparolen, obwohl sein Team vier Punkte vom rettenden Ufer entfernt ist. “Wir müssen uns daran halten, an was wir glauben. Dann kommen auch die Erfolge, Hektik hilft uns jetzt nicht weiter.”  Hull muss auf den verletzten Stephen Hunt verzichten, der wohl auch bis zum Saisonende ausfallen wird. Eigentlich ist es die letzte Chance für Hull überhaupt noch einmal sowas wie Hoffnung und Aufbruchstimmung zu erzeugen. Die nächsten Gegner heißen Aston Villa, Sunderland, Wigan und Liverpool. Da bleibt nur noch wenig Spielraum für Punktverluste. Vielleicht könnte die aktuell sinkende Formkurve von Birmingham City den Tigers entgegenkommen. Die Gastgeber mit nur drei Punkten aus den letzten sechs Spielen. Es wirkt so, als habe das Team von Alex McLeish ein wenig den Fokus verloren. Wer will es ihnen verdenken, wenn man im grauen Mittelfeld der Tabelle steht.

FC Sunderland – FC Burnley

Nach dem ersten Auswärtssieg der Saison von Burnley vergangenes Wochenende bei Hull City müssen jetzt unbedingt weitere Punkte folgen. Doch die Hürde Sunderland ist ungleich schwieriger als das KC Stadium letzten Samstag. Die Black Cats diese Saison erst mit zwei Heimniederlagen – allerdings auch sieben Unentschieden im Stadium of Light. Das wird also sehr schwer für die Clarets und Burnley kann sich eigentlich noch nicht mal mit einem Remis zufrieden geben. Natürlich kann man einen wichtigen Sieg nicht gleich überbewerten, aber der Erfolg in Hull hat schon Verbesserungen gezeigt, insbesondere in der Offensive und auch auf der rechten Mittelfeldseite bei Chris Eagles. Größtes Sorgenkind von Burnley bleibt weiterhin die Defensive, dort gibt es einfach zu viele Schwachstellen. Beim Sunderland-Sturm mit Bent und Jones wirkt das mehr als bedrohlich.

Außerdem am Samstagnachmittag drei Duelle, in denen es nicht mehr wirklich um viel geht. Die Blackburn Rovers empfangen den FC Everton (Sky Sport 1 live, 15:55 Uhr mit Oliver Faßnacht). Beide Teams stehen im Mittelfeld der Tabelle, wenngleich die Toffees noch kleine theoretische Chancen auf den sechsten Platz haben. Dafür wäre ein Sieg bei den heimstarken Rovers notwendig und Ausrutscher der Konkurrenz. Blackburn mit sehr starker Heimbilanz. Saisonübergreifend nur drei Niederlagen in 28 Spielen. Everton aber ebenso in guter Form, man verlor nur zwei der letzten 20 Pflichtspiele. Könnte also eine interessante Partie werden. Die defensiv starken Rovers, die fast alles können nur keine Tore schießen – und auf der anderen Seite Everton, eine Maschine, die gelegentlich auf Torejagd geht, aber vor allem auswärts die brutale Effizienz darstellt. Desweiteren hat der FC Fulham die Wolverhampton Wanderers zu Gast. Die Wolves mit nur einer Niederlage in den letzten sechs Spielen, mit sechs Punkten Vorsprung aber immer noch nicht final gerettet. Ob Fulham schon den HSV in Gedanken bei sich habt? Im Britannia Stadium empfängt Stoke City die Bolton Wanderers.

Tottenham Hotspur – FC Chelsea

Sky Sport 1 live, Samstag 18:25 Uhr, Kommentar: Marcel Meinert

Dass die Tottenham Hotspur durchaus auch noch im Mesiterschaftsrennen eine gewichtige Rolle spielen können, haben sie am Mittwochabend gezeigt, als siein einem tollen Fußballspiel den FC Arsenal mit 2:1 besiegten. Jetzt wartet der nächste Stadtrivale aus London, wenngleich die Spurs mit einem Sieg gegen Chelsea zumindest nicht die Titelträume der Blues beenden, aber immerhin einen mittelgroßen Dämpfer verpassen können. Chelsea gibt sich dieser Tage in der Außendarstellung als sehr selbstbewusst und gefestigt. Nach dem wichtigen Sieg bei Manchester United schwebt man auf einer kleinen Erfolgswelle, holte 16 von möglichen 18 Punkten zuletzt. Da kündigt Peter Cech dann auch schon mal an, dass man durchaus gewillt sei, auch dreckig und knapp gewinnen zu wollen beziehungsweise zu können. Der Dienstagabend gegen Bolton hat es gezeigt.  Es wird interessant zu sehen sein, wie die Spurs mit ihren Kräften umgehen. Das FA-Cup Halbfinale und die Partie gegen Arsenal haben viele Energien verbraucht, insbesondere in der Schlussphase gegen die Gunners war man stehend K.O. Tottenham hat in 2010 an der White Hart Lane noch nicht verloren und diese Saison erst 11 Gegentore kassiert, wird also bei aller physischen und vielleicht auch psychischer Überlegenheit keine leichte Aufgabe für den FC Chelsea. Bei den Blues sitzt Ashley Cole erstmals seit seiner Verletzung wieder auf der Bank, bei den Spurs fehlt wie schon am Mittwoch der gesperrte Wilson Palacios und jetzt zudem auch Niko Kranjcar, der mit einer Knöchelverletzung die Saison beendet hat. Augenmerk auf das Duell Kaboul gegen Malouda auf der rechten Spurs-Seite. Könnte eine gute Möglichkeit sein, den Spurs-Defensivriegel zu knacken.

Am Sonntag zwei Duelle, die seit den Partien unter der Woche ein wenig an Attraktivität verloren haben. Wigan Athletic hat den FC Arsenal zu Gast (Sky Sport 1 live, 14:25 Uhr, Kommentar: Andreas Renner). Arsenal nur noch mit theoretischen Chancen auf den Titel, Wigan liegt fünf Punkte über dem rettenden Ufer. Dann sind vor allem zwei Aspekte interessant: Wie reagiert Arsenal auf die Niederlage und wie wird sich Robin van Persie in der Startelf über 60 bis 75 Minuten in die Offensive der Gunners integrieren? Wenger spricht zwar davon, dass der Titel noch nicht komplett aus der Reichweite der Gunners ist, hat heute Vormittag auf der Pressekonferenz aber angekündigt, dass die nächste Saison ein echter Prüfstein für seine junge Mannschaft wird. Wie immer eigentlich. Klappt es einmal nicht, ist die nächste Herausforderung die nächste Reifeprüfung. A never ending story. Zudem am Sonntagnachmittag der Auftritt vom FC Portsmouth gegen Aston Villa (Sky Sport 1 live, 16:55 Uhr, Kommentar: Toni Tomic). Villa spielte unter der Woche nur remis gegen den FC Everton und hat damit praktisch keine Chancen mehr auf den vierten Platz. Das Team von Martin O’Neill kann aber noch dem FC Liverpool kräftig in die Suppe spucken und die Reds vom sechsten Tabellenplatz verdrängen. Das sollte Motivation genug sein.

Der FC Liverpool hat am Montagabend – ausgerechnet am Montagabend, wo ich vom Gefühl her seit langem keine guten Spiele der Reds mehr gesehen habe – die Chance den Angriff von Aston Villa zu kontern. Gleichzeitig kommt mit West Ham United ein Team an die Anfield Road, das mit einem Auswärtssieg einen großen Schritt Richtung Klassenerhalt machen kann. Sky überträgt live ab 20:55 Uhr mit Marco Hagemann am Mikrofon.

Wenn ich es schaffe, versuche ich am Sonntag oder Montag den Spieltag per Live-Blog ein wenig zu begleiten. Angenehmen Start ins Wochenende

Thema: Premier League | Kommentare (0) | Autor: medispolis

Hannover rückt zusammen

Freitag, 16. April 2010 12:33

Ich bin ja immer vorsichtig, wenn es darum geht, Euphorie und Begeisterung überzubewerten, aber ich glaube, dass in den letzten Tagen der Finaleinzug der Hannover Scorpions durchaus auch bei denjenigen, welche die Mannschaft gerade mal vom Hörensagen kennen, eine gewisse Aufmerksamkeit bekommen hat. Die Zeitungen sind jetzt täglich mit halbseitigen Berichten voll. Und dann könnte es ja fast noch klappen, dass ganz Hannover hinter den Scorpions steht. Oder zumindest die Eishockey-Fans beider Vereine in der Stadt. Was insgesamt ein Image-Gewinn für die gesamte Region wäre – jenseits der Eisfläche.


Direktlink zum Video

Und wer der Finalgegner wird, entscheidet sich dann hoffentlich heute Abend.

Thema: Sport | Kommentare (0) | Autor: medispolis