Beiträge vom April, 2010

TV-Kritik: Erst fragen, dann wählen mit Hannelore Kraft

Freitag, 16. April 2010 22:37

Freitagabend, kurz nach 18:00 Uhr. Im ZDF-Infokanal und parallel auf zdf.de startet ein kurzes, gut gemachtes Intro mit flotter Musik und die Kamera schwenkt in ein viel zu großes Studio, wo ein paar Sitzecken, ein paar PC-Pools und ein großer Moderationstisch aufgebaut sind. Die Moderatoren Dunja Hayali und Steffen Seibert begrüßen die Zuschauer am Fernseher und von den Computern im “aufgepimpten” Studio des ZDF. Da sind wir also bei der Jugendsprache des ZDF. Faszinierend, wie schnell sich das ZDF wandeln kann und sich seiner neuen, ansonsten eher unbekannten Zielgruppe anpassen kann. Vermeintlich. Bis auf diesen kleinen Aussetzter werden es spannende und interessante 90 Minuten.

Das ZDF hatte also mal wieder eingeladen, Erst- und Jungwähler für Politik zu begeistern und zu erwärmen, konkret im Vorfeld der Landtagswahl in Nordrhein-Westfalen am 9. Mai. Die wie ich finde sehr gelungene Premiere im Rahmen der Bundestagswahl, wo sich die Spitzenkandidaten der Parteien den Fragen der jungen Wählerschaft gestellt haben, wurde auch für die Landtagswahl an Rhein und Ruhr wieder ins Leben gerufen. Die ganze Veranstaltung heißt ZDF log in und läuft unter dem Slogan: Erst Fragen, dann wählen. In Kooperation mit den VZ-Netzwerken bietet das ZDF Sendezeit, Örtlichkeit und die Chance Fragen zu stellen an die Spitzenkandidaten für die NRW-Wahl. Das ganze wird medial begleitet über diverse Twitter-Accounts und einem Chat, der parallel zur Sendung läuft. Man kann per Videobotschaft Fragen stellen oder einfach auch nur schnell per Twitter die ein oder andere Nachfrage äußern. Bei studi VZ hat die Sendung immerhin knapp 700 Fans. Kein herausragender Wert, aber es ist ja auch mal schön, wenn sich das ZDF nicht immer nur nach Quote und Beliebtheit orientiert.

Alle großen Parteien aus Nordrhein-Westfalen haben ihr Kommen zugesagt, nur der Herr Ministerpräsident ist sich zu schade, mit jungen Menschen zu kommunizieren. Scheinbar. Und schickt stattdessen seinen wesentlich dynamischeren Generalsekretär. Da kann das ZDF nichts für, peinlich ist das nur aus Sicht der CDU. Ist so ein Projekt erfolgreich? Wobei muss man diese Frage als Qualitätskriterium überhaupt stellen? Zur Bundestagswahl noch als Experiment angedacht, scheint sich diese TV-Runde als fester Baustein zu etablieren. Das ZDF sprach selbst von mehreren tausend Fragen, die eingesendet wurden. Wie gesagt, mir haben die Runden im Rahmen der Bundestagswahl gut gefallen. Ob das ZDF alles tut, so eine Runde bekannter zu machen, steht auf einem anderen Blatt Papier. Wieviele Jung- und Erstwähler mögen wohl den ZDF-Infokanal empfangen. Da ist die Übertragung im Netz verständlich, nur sind die Themen, die dort diskutiert werden, vielleicht stark gemünzt auf die junge Wählerschaft, doch letzlich gehen sie alle an und sollten deshalb auch von einem viel größeren Publikum beachtet werden. Insgesamt ein gutes Format, eine gute Idee, das man aber an der ein oder anderen Stelle noch modifizieren und verbessern kann. Herr Frey formuliert das so: Fernsehen und online werden verknüpft. In dem kurzen Einspielfilm sagt er das so, als wäre es eine kleine Revolution.

Zu Gast in der heutigen Auftaktsendung war Hannlore Kraft, die Spitzenkandidatin der SPD und Herausforderin von Ministerpräsident Jürgen Rüttgers. Hannelore Kraft kommt über die kleine Wendeltreppe in das Studio und setzt sich zusammen mit den beiden Moderatoren an den zentral positionierten Tisch. Nach etlichen Minuten Smalltalk (“Haben Sie trotz Asche gut hierher gefunden? Sag mal, Steffen, bekomme ich auch was zu trinken?”). Es folgt ein Porträt von Hannlore Kraft. Sie mag Gesellschaftsspiele (“Mensch, ärgere dich nicht.”). Und in 30 Sekunden hat man dann offensichtlich alles über die Person Hannlore Kraft erfahren. Bilder in hektischer Reihenfolge abgespielt sprechen Worte, beim ZDF ersetzen sie diese. Erstes Thema ist Bildung, bei der Länderzuständigkeit keine Überraschung. Steffen Seibert mit der ganz forschen Frage an Hannelore Kraft, sie möge doch bitte mal die grundsätzlichen Veränderungen in der Bildungspolitik bei Regierungswechsel skizzieren. So einfach ist Politik dann auch nicht. Und dann ging die restliche Sendung im vorhersagbaren Schema vom Band. Fragen wurden gestellt, Frau Kraft beantwortete sie, es wurden Gäste aus NRW gehört, in eine Kneipe nach Düsseldorf geschaltet, bei den “Onlinern” (diejenigen jungen Menschen, die vor den PC-Bildschirmen saßen) wurde beobachtet, wie die Resonanz im Netz sich darstellt. Es war durchaus unterhaltsam, nie wirklich langweilig, auch und vor allem weil Hannelore Kraft trotz Wahlkampfstress sich sehr munter und frisch präsentierte, sympathisch rüberkam, selbstbewusst auftrat und bemüht war, einfach und verständlich zu antworten. Ob sie damit dann neue Wähler gewinnen konnte und unentschiedene Wähler überzeugen konnte, wird sich erst am 9. Mai zeigen. Alle wichtigen landespolitischen Themen – Bildung, Energie, Wirtschaft, Arbeit, Integration – wurden abgedeckt, wenngleich eine klare thematische Linie manchmal fehlte und es zu Überschneidungen kam. Da hätte man besser trennen können. Bemerkenswert fand ich auch, dass das eher sperrige Thema Kommunalfinanzen seinen Platz bekam. Hayali und Seibert führten souverän durch die Sendung und stellten – wenn nötig – kluge und gute Nachfragen. Ist man gar nicht gewohnt.

Was mir nicht so gut gefiel, war die optische Umsetzung. Ich brauche für einen einfachen, verständlichen Frageaspekt doch keinen kleinen Einspieler, indem dann visuell gezeigt wird, was es bedeutet, wenn Lehrerstellen gestrichen werden. Gleichzeitig bringt es wenig, wenn Frau Kraft eine ausfühliche Antwort gibt und am unteren Bildrand dann irgendwelche Chat-Meldungen und Diskussionen in einem Laufband erscheinen. Konzentriert zuhören und lesen konnte ich da nicht. Und auch hier wieder mein kleiner Appell: Qualität statt Quantität. Es hätte doch völlig gereicht, wenn man zwischendurch einfach mal häufiger in den Chat geschaut hätte. Dann braucht man auch nicht diesen Laufband-Quatsch.

Die große Stärke dieser Sendung lebt eben auch vom Input der Zuschauer und der Bereitschaft des ZDF diese dann auch einzubinden. Bestes Beispiel die Diskussion über die Abschaffung der Studiengebühren. Es kam via Video die Frage nach der alternativen Finanzierung der Hochschulen auf, wenn die Studiengebühren schrittweise bis Mitte zur nächsten Legislaturperiode abgeschafft würden. In welchen Schritten das passieren soll, ist wohl auch der SPD noch völlig unklar. Frau Kraft sagte dann nur, dass man es “aus Mitteln des Haushalts” ausgleichen müsse. Was so konkret ist wie die Meldung, dass in 2011 Schnee fallen wird. Also hatte ich via Twitter nachgefragt mit der Bitte um Konkretisierung. Glücklicherweise wurde mein Tweet dann vorgelesen und Frau Kraft hatte die Gelegenheit dort noch einmal genauer drauf einzugehen. Hat sie dann auch gemacht, so richtig zufriedenstellend war das aber nicht. Wenn ich jetzt böse wäre, würde ich sagen, die SPD und Frau Kraft wüssten überhaupt nicht, wie sie die Abschaffung der Studiengebühren finanzieren sollen. Aber Hauptsache man zieht mit dem Kassenschlager durch den Wahlkampf. Dann gab es dann den Aspekt von überflüssigen Ausgaben der CDU/FDP-Regierung. Also die Formel: Statt verlängerter Landebahn für den Flughafen Münster-Osnabrück eben Umschichtung im Haushalt und Geld für die Hochschulen. Wenn Politik so einfach wäre. Dann wurden noch irgendwelche Fonds und Banken ins Spiel gebracht. Alles nicht so befriedigend aus meiner Sicht. Aber das hat sich eben dann noch an einigen anderen Themenfeldern gezeigt. Und dementsprechend oft musste Frau Kraft nochmal ihre Position deutlich machen. So sollte das sein – und das trug maßgeblich zur hohen Qualität der Sendung bei.

Nach knapp 90 Minuten war die Sendung beendet. Frau Kraft ging gut gelaunt aus dem Studio (“Hat Spaß gemacht, Tschüss zusammen”). Insgesamt ein sehr ordentlicher Auftritt. Nur zu möglichen Koalitionsoptionen hat sie wenig Konkretes gesagt (“Wir fusionieren nicht, wir koalieren.”). Und Frau Hayali hat der SPD-Spitzenkandidatin “noch viel Kraft für den Wahlkampf” gewünscht (sic!). Sonntag geht es dann weiter. Ab 19:35 ist dann CDU-Generalsekretär Andreas Krautscheid zu Gast, gefolgt von den Spitzenkandidaten von FDP, Grüne und Linke. Herr Seibert, es wäre schön, wenn Frau Hayali dann schon im Wasser im Glas hätte. In diesem Sinne: Bitte weiter einschenken bei den nächsten Wahlen!

Thema: TV und Radio, Wahlen und Umfragen | Kommentare (1) | Autor: medispolis

Premier League 2009/2010 Preview #35 – Time for a derby

Freitag, 16. April 2010 16:53

Kompletter Spieltag an diesem Wochenende, noch vier bis zum Saisonende. Eher wenig reizvolle Partien an diesem Spieltag, dafür fast alle Ansetzungen extrem wichtig für die Tabellenkonstellation. Alles wird überstrahlt von den zwei großen Stadtderbys und dem wichtigen Spiel von Liverpool gegen West Ham am Montagabend.  Die Top 3 der Tabelle mit schwierigen Aufgaben an diesem Wochenende.

Manchester City – Manchester United

Sky Sport 1 live, Samstag 13:40 Uhr, Kommentar: Markus Gaupp

Der Spieltag eröffnet mit dem Manchester Derby, wenn der Tabellenvierte den Zweitplatzierten empfängt. United muss im Laufe der letzten vier Saisonspiele vier Punkte auf den FC Chelsea aufholen um Meister werden zu wollen. Das Spiel in der Hinserie war ein Klassiker, als United Mitte September mit 4:3 durch einen Treffer in der Nachspielzeit gewann. Es wäre schön, wenn ähnliches Spektakel auch morgen wieder stattfinden würde. Die Red Devils spielen aller Voraussicht nach nicht von Beginn an mit Wayne Rooney, die Verantwortung liegt dann erstmal wieder auf den Schultern von Nani und Berbatov.  Aber über die Einsätze vom wohlmöglich besten Spieler dieser Premier League Saison wurde ja schon so viel geschrieben, warten wir mal ab, was sich letzlich herauskristallisiert. Interessant und ein Schlüssel zum Sieg in diesem Spiel könnten vor allem die direkten Duelle im Mittelfeld werden. De Jong und Barry auf Seiten von City gegen Scholes und Fletcher bei Manchester United. Während die Gäste Anschluss an Chelsea halten wollen, versucht City einmal mehr ein deutliches Ausrufezeichen für den vierten Platz zu setzen. Zuletzt gelang das spektakulär, als man in den letzten zwei Spielen 11 Tore erzielte. City diese Saison bisher nur mit einer Heimniederlage, gegen den FC Everton. Und man hat den erfolgreichsten Stürmer des Jahres 2010 in seinen Reihen. Carlos Tevez erzielte bisher 13 Tore seit Jahresanfang – Ligaspitze.

Birmingham City – Hull City

Hull City ist jetzt das einzige Team noch ohne Auswärtssieg in dieser Saison, nachdem man selbst gegen Burnley zuhause nicht gewinnen konnte. Trainer Dowie gibt sich dennoch in Durchhalteparolen, obwohl sein Team vier Punkte vom rettenden Ufer entfernt ist. “Wir müssen uns daran halten, an was wir glauben. Dann kommen auch die Erfolge, Hektik hilft uns jetzt nicht weiter.”  Hull muss auf den verletzten Stephen Hunt verzichten, der wohl auch bis zum Saisonende ausfallen wird. Eigentlich ist es die letzte Chance für Hull überhaupt noch einmal sowas wie Hoffnung und Aufbruchstimmung zu erzeugen. Die nächsten Gegner heißen Aston Villa, Sunderland, Wigan und Liverpool. Da bleibt nur noch wenig Spielraum für Punktverluste. Vielleicht könnte die aktuell sinkende Formkurve von Birmingham City den Tigers entgegenkommen. Die Gastgeber mit nur drei Punkten aus den letzten sechs Spielen. Es wirkt so, als habe das Team von Alex McLeish ein wenig den Fokus verloren. Wer will es ihnen verdenken, wenn man im grauen Mittelfeld der Tabelle steht.

FC Sunderland – FC Burnley

Nach dem ersten Auswärtssieg der Saison von Burnley vergangenes Wochenende bei Hull City müssen jetzt unbedingt weitere Punkte folgen. Doch die Hürde Sunderland ist ungleich schwieriger als das KC Stadium letzten Samstag. Die Black Cats diese Saison erst mit zwei Heimniederlagen – allerdings auch sieben Unentschieden im Stadium of Light. Das wird also sehr schwer für die Clarets und Burnley kann sich eigentlich noch nicht mal mit einem Remis zufrieden geben. Natürlich kann man einen wichtigen Sieg nicht gleich überbewerten, aber der Erfolg in Hull hat schon Verbesserungen gezeigt, insbesondere in der Offensive und auch auf der rechten Mittelfeldseite bei Chris Eagles. Größtes Sorgenkind von Burnley bleibt weiterhin die Defensive, dort gibt es einfach zu viele Schwachstellen. Beim Sunderland-Sturm mit Bent und Jones wirkt das mehr als bedrohlich.

Außerdem am Samstagnachmittag drei Duelle, in denen es nicht mehr wirklich um viel geht. Die Blackburn Rovers empfangen den FC Everton (Sky Sport 1 live, 15:55 Uhr mit Oliver Faßnacht). Beide Teams stehen im Mittelfeld der Tabelle, wenngleich die Toffees noch kleine theoretische Chancen auf den sechsten Platz haben. Dafür wäre ein Sieg bei den heimstarken Rovers notwendig und Ausrutscher der Konkurrenz. Blackburn mit sehr starker Heimbilanz. Saisonübergreifend nur drei Niederlagen in 28 Spielen. Everton aber ebenso in guter Form, man verlor nur zwei der letzten 20 Pflichtspiele. Könnte also eine interessante Partie werden. Die defensiv starken Rovers, die fast alles können nur keine Tore schießen – und auf der anderen Seite Everton, eine Maschine, die gelegentlich auf Torejagd geht, aber vor allem auswärts die brutale Effizienz darstellt. Desweiteren hat der FC Fulham die Wolverhampton Wanderers zu Gast. Die Wolves mit nur einer Niederlage in den letzten sechs Spielen, mit sechs Punkten Vorsprung aber immer noch nicht final gerettet. Ob Fulham schon den HSV in Gedanken bei sich habt? Im Britannia Stadium empfängt Stoke City die Bolton Wanderers.

Tottenham Hotspur – FC Chelsea

Sky Sport 1 live, Samstag 18:25 Uhr, Kommentar: Marcel Meinert

Dass die Tottenham Hotspur durchaus auch noch im Mesiterschaftsrennen eine gewichtige Rolle spielen können, haben sie am Mittwochabend gezeigt, als siein einem tollen Fußballspiel den FC Arsenal mit 2:1 besiegten. Jetzt wartet der nächste Stadtrivale aus London, wenngleich die Spurs mit einem Sieg gegen Chelsea zumindest nicht die Titelträume der Blues beenden, aber immerhin einen mittelgroßen Dämpfer verpassen können. Chelsea gibt sich dieser Tage in der Außendarstellung als sehr selbstbewusst und gefestigt. Nach dem wichtigen Sieg bei Manchester United schwebt man auf einer kleinen Erfolgswelle, holte 16 von möglichen 18 Punkten zuletzt. Da kündigt Peter Cech dann auch schon mal an, dass man durchaus gewillt sei, auch dreckig und knapp gewinnen zu wollen beziehungsweise zu können. Der Dienstagabend gegen Bolton hat es gezeigt.  Es wird interessant zu sehen sein, wie die Spurs mit ihren Kräften umgehen. Das FA-Cup Halbfinale und die Partie gegen Arsenal haben viele Energien verbraucht, insbesondere in der Schlussphase gegen die Gunners war man stehend K.O. Tottenham hat in 2010 an der White Hart Lane noch nicht verloren und diese Saison erst 11 Gegentore kassiert, wird also bei aller physischen und vielleicht auch psychischer Überlegenheit keine leichte Aufgabe für den FC Chelsea. Bei den Blues sitzt Ashley Cole erstmals seit seiner Verletzung wieder auf der Bank, bei den Spurs fehlt wie schon am Mittwoch der gesperrte Wilson Palacios und jetzt zudem auch Niko Kranjcar, der mit einer Knöchelverletzung die Saison beendet hat. Augenmerk auf das Duell Kaboul gegen Malouda auf der rechten Spurs-Seite. Könnte eine gute Möglichkeit sein, den Spurs-Defensivriegel zu knacken.

Am Sonntag zwei Duelle, die seit den Partien unter der Woche ein wenig an Attraktivität verloren haben. Wigan Athletic hat den FC Arsenal zu Gast (Sky Sport 1 live, 14:25 Uhr, Kommentar: Andreas Renner). Arsenal nur noch mit theoretischen Chancen auf den Titel, Wigan liegt fünf Punkte über dem rettenden Ufer. Dann sind vor allem zwei Aspekte interessant: Wie reagiert Arsenal auf die Niederlage und wie wird sich Robin van Persie in der Startelf über 60 bis 75 Minuten in die Offensive der Gunners integrieren? Wenger spricht zwar davon, dass der Titel noch nicht komplett aus der Reichweite der Gunners ist, hat heute Vormittag auf der Pressekonferenz aber angekündigt, dass die nächste Saison ein echter Prüfstein für seine junge Mannschaft wird. Wie immer eigentlich. Klappt es einmal nicht, ist die nächste Herausforderung die nächste Reifeprüfung. A never ending story. Zudem am Sonntagnachmittag der Auftritt vom FC Portsmouth gegen Aston Villa (Sky Sport 1 live, 16:55 Uhr, Kommentar: Toni Tomic). Villa spielte unter der Woche nur remis gegen den FC Everton und hat damit praktisch keine Chancen mehr auf den vierten Platz. Das Team von Martin O’Neill kann aber noch dem FC Liverpool kräftig in die Suppe spucken und die Reds vom sechsten Tabellenplatz verdrängen. Das sollte Motivation genug sein.

Der FC Liverpool hat am Montagabend – ausgerechnet am Montagabend, wo ich vom Gefühl her seit langem keine guten Spiele der Reds mehr gesehen habe – die Chance den Angriff von Aston Villa zu kontern. Gleichzeitig kommt mit West Ham United ein Team an die Anfield Road, das mit einem Auswärtssieg einen großen Schritt Richtung Klassenerhalt machen kann. Sky überträgt live ab 20:55 Uhr mit Marco Hagemann am Mikrofon.

Wenn ich es schaffe, versuche ich am Sonntag oder Montag den Spieltag per Live-Blog ein wenig zu begleiten. Angenehmen Start ins Wochenende

Thema: Premier League | Kommentare (0) | Autor: medispolis

Hannover rückt zusammen

Freitag, 16. April 2010 12:33

Ich bin ja immer vorsichtig, wenn es darum geht, Euphorie und Begeisterung überzubewerten, aber ich glaube, dass in den letzten Tagen der Finaleinzug der Hannover Scorpions durchaus auch bei denjenigen, welche die Mannschaft gerade mal vom Hörensagen kennen, eine gewisse Aufmerksamkeit bekommen hat. Die Zeitungen sind jetzt täglich mit halbseitigen Berichten voll. Und dann könnte es ja fast noch klappen, dass ganz Hannover hinter den Scorpions steht. Oder zumindest die Eishockey-Fans beider Vereine in der Stadt. Was insgesamt ein Image-Gewinn für die gesamte Region wäre – jenseits der Eisfläche.


Direktlink zum Video

Und wer der Finalgegner wird, entscheidet sich dann hoffentlich heute Abend.

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Premier League 2009/2010 #34, Tottenham Hotspur – FC Arsenal 2:1

Mittwoch, 14. April 2010 22:57

Wenn zwei Teams in ein Spiel hineingehen mit der Prämisse, dass dieses gewonnen werden müsse, dann kann man durchaus erwarten, dass einem Spektakel geboten wird. Arsene Wenger hat unmissverständlich geäußert, dass seine Gunners alle restlichen fünf Saisonspiele erfolgreich gestalten müssen um überhaupt noch theoretische Chancen auf den Meisterschaftstitel zu haben. Nach dem Ausscheiden gegen den FC Barcelona stand jetzt wieder Ligaalltag gegen die Spurs an. Und das Team von Harry Redknapp braucht drei Punkte um Anschluss an Manchester City zu halten. Mit einem Sieg würde man auf einen Punkt rankommen, zudem gibt es noch das direkte Duell am 5. Mai in Eastlands. Die Spurs schieden am Wochenende im FA-Cup gegen Portsmouth aus. Beide Teams mit Niederlagen in den Pokalwettbewerben suchen jetzt wueder den Erfolg in der Liga. Sehr viel brisanter war die sportliche Ausgangslage lange nicht mehr in diesem Nord London Derby, und dann kommt die besondere Atmosphäre eines Derbys noch hinzu. Wie gesagt beste Voraussetzungen für ein tolles Fußballspiel.

Die Gäste aus dem Emirates hatten eine Reihe von hochkarätigen Stammkräften zu ersetzen, Gallas, Arshavin, Fabregas und Song fehlten alle verletzt. In der Innenverteidigung bekam Sol Campbell den Vorzug neben Thomas Vermaelen, Eboue startete über rechrs an Stelle von Walcott. Robin van Persie saß zunächst auf der Bank. Auch die Spurs mit zahlreichen Wechseln im Vergleich zum Auftritt in Wembley am Sonntag. Defoe und Pavlyuchenko stürmten, in der Innenverteidigung konnte Ledley King mal wieder von Beginn an spielen. Tottenham muss immer noch auf Aaron Lennon verzichten, dafür gab es das Premier League Startdebüt von Danny Rose im Mittelfeld der Spurs.

Gute äußere Bedingungen an der White Hart Lane und – wie sollte es anders sein – eine fantastische Stimmung samt den erwarteten Buhrufen für Sol Campbell. Es war ein schwungsvolles, temporeiches Spiel von Beginn an, das beide Abwehrreihen vor die ein oder andere Herausforderung stellte. Aber die Defensive stand, die Offensive beider Teams lief sich häufig fest. Arsenal hatte Glück in der 9. Minute, als Vermaelen gerade noch so sein Bein in den Schuss von Pavlyuchenko stellen kann. Tottenham ging nach 11 Minuten in Führung – und durch was für ein Tor. Nach einer Ecke kann Almunia eigentlich gut und sicher den Ball wegfausten, doch die Faustabwehr verwandelt ausgerechnet der Debütant Danny Rose per Volley aus 25 Metern direkt. Wunderschönes Tor, ein Strich, keine Chance für Almunia. Hat sich nicht gerade angebahnt, aber vielleicht brauchte es eines weiteren Beweises, dass im Fußball nicht immer alles vorhersehbar ist, schon gar nicht im Derby. Nach 20 Minuten musste Thomas Vermaelen verletzungsbedingt den Platz verlassen, ohne Einwirkung des Gegners beförderte er den Ball ins Aus und fasste sich dann ans Knie. Silvestre und Campbell bildeten fortan die Innenverteidigung, da wird der Altersdurchschnitt erheblich nach oben gebracht. Arsenal übernahm dann Mitte der ersten Hälfte die Kontrolle über das Spiel ohne sich aber wirklich zwingende Torchancen zu erarbeiten. Entweder kam der letzte Pass nicht präzise genug oder ein Verteidiger der Spurs hatte seinen Fuß dazwischen. Tottenham ließ die Gunners gewähren und streute nur noch sporadisch gelungene Offensivbemühungen ein. Dass es trotzdem ein ansehnliches Spiel war, lag am hohen Tempo und großen Einsatz beider Teams. Wenig Highlights bis zum Halbzeitpfiff, fünf Minuten vor der Pause war Modric tauchte Modric frei vor Almunia auf, der Spanier konnte aber glänzend den Winkel verkürzen. Bei Arsenal zwei Defizite: defensiv immer anfällig, wenn die Spurs schnell und direkt spielten und offensiv einfach nicht genau und präzise genug in den Zuspielen. Das war recht problemlos für die Spurs zu verteidigen. Mit der knappen Führung gingen beide Mannschaften in die Kabine.

Danny Rose wurde zu Beginn der zweiten 45 Minuten verletzungsbedingt durch David Bentley ersetzt, bei Arsenal gab es keine Spielerwechsel. Und was für ein Auftakt in der zweiten Hälfte. Knapp 90 Sekunden nach Anpfiff gingen die Spurs mit 2:0 in Führung. Nach einem Traumpass von Jermain Defoe in die Schnittstelle der Gunners-Abwehr steht Gareth Bale am langen Pfosten ganz frei, kann noch einen Schritt gehen und dann Almunia überwinden.  Bale mit seinen einzigen beiden Premier League Treffern, beide gegen Arsenal, getrennt durch zweieinhalb Jahre. Sagna hatte das Abseits aufgehoben – was das exzellente Zuspiel von Defoe nicht schmälern soll. Arsenal wieder desorientiert in der Defensive, und die Spurs schlagen eiskalt zu. Alles, was man sich in der Halbzeitpause vorgenommen hat, war damit wieder über Bord geworfen. Wenger brachte Walcott für Sagna, Eboue spielte jetzt den Rechtsverteidiger. Danach beruhigte sich das Geschehen. Die Spurs hatten das Spiel im Griff. In der 68. Minute dann das Comebakck von Robin van Persie, kam für Denilson. Arsene Wenger setzte also alles auf eine Karte. Und sie mussten ja auch etwas bwwegen. Viel zu wenig kam von Arsenal über die gesamte Partie und vor allem nach dem Rückstand. Die Spurs, die Sonntag noch in der Verlängerung spielten, waren den Gästen körperlich wie spielerisch eine Klasse überlegen. Harry Redknapp brachte Eidur Gudjohnson für Jermain Defoe, Tottenham zog sich zum Starten von Kontern tief in die eigene Hälfte zurück. Und Arsenal blieb nur das Hoffen auf die traditionell starke Schlussphase in dieser Saison. Bisschen wenig, wenn man nahezu chancenlos mit 0:2 nach 75 Minuten bei den Spurs zurücklag. Beste Chance für Arsenal in der 80. Minute, als Van Persie ein Zuspiel wunderbar mit der Brust annahm und direkt abzog, aber Gomes im Tor der Spurs den Ball blitzschnell über die Querlatte lenkte. Nach der Ecke wird ein Schuss von Rosicky noch unglücklich von der Spurs-Abwehr abgefälscht, Kugel geht ganz knapp am Tor vorbei. Ein kurzes Aufatmen des Patienten, mehr war es aber auch nicht. Bis zur 84. Minute. Dann Doppelchance für die Gunners. Freistoß von van Persie aus zentraler Position in den Knick, aber Gomes mit einer weltklasse Parade, lenkt den Ball noch am Tor vorbei. Dann Kopfball Campbell, der Brasilianer im Tor der Spurs bekommt die Fingerspitzen noch an den Ball und hat die Querlatte im Bündnis mit sich. Und in der 85. Minute der  fällige Anschluss, weil Walcott sich auf rechts gut in Position für eine Flanke bringt und Bendtner in der Mitte sich wieder gut durchsetzt und den Ball einschiebt. Sechster Saisontreffer des Dänen – wieder in der Schlussphase. Arsenal wachte ganz spät auf. Und dann wurde es ein Sturmlauf in den letzten Minuten. Vier Minuten Nachspielzeit waren angezeigt.

Und so besiegen die Spurs den FC Arsenal letzlich verdient mit 2:1. Die letzten zwei Siege der Spurs gegen Arsenal in einem Nord London Derby ereigneten sich, nachdem Tottenham in den ersten 10 Minuten des Spiels getroffen hatte. So wie heute, mit zwei Chancen zwei Tore. Eine Qualität, welche die Gunners heute nicht hatten. Arsenal damit so gut wie aus dem Titelrennen. Rechnerisch ist die Meisterschaft zwar noch möglich, auch weil Chelsea am Samstag selbst noch zu den Spurs muss, aber nach der Leistung heute fällt es schwer Arsenals Ansprüche auf die Trophäe zu konkretisieren und als reale Möglichkeit zu begreifen. Das war schlicht zu wenig, mit Ausnahme der letzten 10 Minuten. Da sieht man mal, wie sehr van Persie den Gunners gefehlt hat. Die Spurs hingegen sind komplett im Rennen um den vierten Platz dabei und können am Samstag gegen Chelsea dem nächsten Stadtrivalen ein Bein stellen. Arsenals Titelträume sind heute wohl zerplatzt, die Spurs dürfen weiterhin von der Champions League träumen. Zwei Vereine, sechs Kilometer voneinander entfernt, gefühls- und stimmungsmäßig liegt heute Abend eine halbe Ewigkeit dazwischen.

Thema: Premier League | Kommentare (0) | Autor: medispolis

Finale ist schön!

Dienstag, 13. April 2010 22:18

Und das haben die Scorpions dann auch geschafft

[via Alexander Spangenberg]

22. November 2009: Die Hannover Scorpions verlieren das Punktspiel gegen den ERC Ingolstadt daheim mit 2:3 nach Verlängerung. Das Ende des Novembers verbringen die Scorpions im Tabellenkeller, sind zwischenzeitlich sogar Schlusslicht. Hans Zach droht mit Rücktritt.

13. April 2010: Die Hannover Scorpions liegen im Spiel 3 der Halbfinalserie zwischenzeitlich mit 1:4 zurück, schaffen durch ein spätes Tor von Chris Herperger nach leidenschaftlichem Kampf noch den Ausgleich in der regulären Spielzeit, um dann im gewohnt gefährlichen Powerplay den Sieg perfekt zu machen. Sascha Goc sorgte mit seinem Schlagschuss für das 5:4.

Auch wenn das jetzt nur ein paar Zahlen sind. Für einen Scorpion-Fan keine leichte Spielzeit. Und dass am Ende der Finaleinzug steht, hätte ich mir in den kühnsten Träumen nicht vorstellen können. Einfach nur großartig.

Thema: Sport | Kommentare (0) | Autor: medispolis

Zitat des Tages: Dienstag, 13. April 2010 – Brown vs Murdoch

Dienstag, 13. April 2010 14:15

“People have got used to getting content without having to pay. I don’t think you are going to be able to put things behind paywalls in the way that people think. People will pay for certain things, and should pay for certain things, but I think there’s a whole sort of element of communication that’s got to be free. People mind paying for basic news.”

Premier Gordon Brown über die Einrichtung der Bezahlinhalte von Rupert Murdoch bei Times Online und in Zukunft auch bei The Sun.

Zu Erinnerung: The Sun hat sich für diese Wahl klar auf die Seite der Konservativen und David Cameron gestellt. Und damit dürfte das Thema Medienpolitik – nicht nur wegen de Pläne der Konservativen den Einfluss der BBC zu beschränken – endgültig im Wahlkampf angekommen sein.

[via The Financial Times]

Thema: Politik International, Zitat des Tages | Kommentare (0) | Autor: medispolis

Link-Tipps zur UK-Election 2010

Dienstag, 13. April 2010 13:16

Themenseite der BBC zur Wahl 2010 mit allen Nachrichten, Hintergründen, Umfragen und einem Überblick über die Wahl-Blogs der BBC.

Zwei Blogs der BBC möchte ich besonders ans Herz legen: Vom Politikkorrespondenten Nick Robinson und von Rory-Cellan Jones über alle technischen und digitalen Fragen, welche die Wahl tangieren.

Umfangreiche BBC-Analyse der Wahlprogramme von Labour, den Liberal Democrats und den Conservatives.

Themenseite des Guardian zur General Election 2010

Tägliches Live-Bloggen von Andrew Sparrow mit allen News und Hintergründen zum Wahlkampf der Parteien.

Das Wahlprogramm der Konservativen – The Conservative Manifesto 2010

Das Wahlprogramm der Labour Party – The Labour Party Manifesto 2010 (pdf)

Sky News Blog Boulton & Co mit allen Hintergründen und Berichten hinter dem Wahlkampf und den Spitzenkandidaten

Interactive Chart der Times mit den Wahlprognosen und Schlüsselbezirken für einen Wahlerfolg

Der Daily Telegraph erklärt den Ablauf der Wahl und die Regularien zur Teilnahme der Stimmabgabe

Übersicht über Artikel von einem der einflussreichsten politischen Korrespondenten in UK, vom Chief Political Correspondent des Independent, Steve Richards.

Politik-Blog der News of the World für den etwas boulevardesken und einfachen Einblick in den Wahlkampf in UK. Schwerpunkt sind vor allem die Auswirkungen der Wahlprogramme auf die Bürgerinnen und Bürger.

Thema: Politik International | Kommentare (0) | Autor: medispolis

Medien-Sport-Politik, 08.04.2010

Donnerstag, 8. April 2010 11:04

Hallo zusammen. Dank akuten Zeitmangels für private Aktivitäten meinerseits in dieser Woche ist es an dieser Stelle etwas ruhig. Ab Sonntag geht es dann in der gewohnten Schlagzahl weiter. Also gibt es jetzt hier einen großen Eintrag mit einigen Gedanken und Infos, was die letzten Tage so liegen geblieben ist.

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Wollte ich an dieser Stelle eigentlich schon viel eher erwähnen. Großartiger Essay von Thea Dorn in der letzten ZEIT-Ausgabe über den Umgang der Menschen mit Bedrohnungsszenarien.

“Der global vernetzte Zuschauer des frühen 21.Jahrhunderts hat seinen Instinkt für die Realität verloren. Seine eigene Urteilskraft reicht nicht mehr aus, um zu unterscheiden, wo der Theaterdonner aufhört und die wirkliche Bedrohung anfängt. Auch die Medien helfen ihm nicht, wenn es darum geht, Sinne und Verstand zu schärfen. Im Gegenteil: Immer schneller und unter immer grelleren Jahrmarktsklängen treiben sie das Karussell der schlechten Nachrichten aus aller Welt an: Schweinegrippe, bombardierte Tanklaster in Afghanistan, Erdbeben in Haiti, Griechenland vor dem Staatsbankrott. Alles furchtbar, alles scheinbar ganz nah und dann doch wieder weit weg. Mit jedem Tag, an dem die Verhältnisse in seiner kleinen Welt stabil bleiben, erscheint dem Zuschauer der Katastrophenhorizont mehr und mehr als flirrender Bühnenprospekt. Doch wenn er die überreizten Augen für einen Moment schließt, kommt die Angst, und er fleht nach Politikern, die versprechen, dass ihm in seiner Nussschale nichts zustoßen wird, ganz gleich, wie wild die Wogen draußen toben.”

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Zumindest in Hannover ist es hin und wieder immer noch ein Thema: Die Alkoholfahrt von der ehemaligen Vorsitzenden der evangelischen Kiche in Deutschland, Margot Käßmann. Ein neues Licht bekam dieser Fall, als Joahim Steinhöfel, Rechtsanwalt und Blogger aus Hamburg, behauptete, dass nach ihm vorliegenden oder zugespielten Informationen, der Beifahrer von Käßmann an besagtem Abend Ex-Kanzler Gerhard Schröder gewesen sein soll. Schröder hat mittlerweile per eidesstattlicher Eklärung mitgeteilt, dass er nicht der Beifahrer gewesen sei. Hinzu kommt eine einstweilige Verfügung, Steinhöfel musste den Beitrag mit den Behauptungen entfernen. Bleibt immer noch die Frage, wer denn Beifahrer war. In Hannover gibt es durchaus die Grundstimmung, dass es jemand nicht ganz Unbekanntes gewesen ist, weil unter normalen Umständen doch schon längst herausgefunden wurde, wer mit Käßmann zusammen im Auto saß. Mal sehen, vielleicht gibt es da ja noch ein weiteres Kapitel.

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Das United Kingdom hat nun endlich einen Wahltermin. Am 6. Mai stellt sich Premier Gordon Brown zur Wiederwahl, in den nächsten Wochen versuche ich an dieser Stelle den Wahlkampf ein wenig ausführlicher zu begleiten. Es war schon ein biazarres Bild vorgestern. Brown fährt zur Queen in den Buckingham Palace und von dort weiter zu seinem Amtssitz in die Downing Street. Mit dabei rund um die Uhr auf fas jedem Schritt der ganze britische Medienmarkt (gefühlt). In Minutenabständen gingen via Twitter die Breaking-News rein, wo sich Gordon Brown gerade befindet, mit Hubschraubern wurde die Autofahrt begleitet und diverse Zeitungsjournalisten füllten einen ganzen Tag lang Live-Blogs mit Informationen, die schon am Vortag feststanden. Unterhaltsamer, wenn auch leicht hyperventilierender Journalismus. Aber besser als andersherum.

Ich werde die Tage noch eine kleine Linkliste zu den Wahlen in GB aufstellen. Fürs erste seien zwei Blogs empfohlen. Guardian-Journalist Andrew Sparrow bloggt den ganzen Tag über täglich bis zum Wahltermin bei Live with Andrew Sparrow. Wenn er das bis zum 06. Mai durchhält, Respekt! Zudem sei das BBC-Blog von Nick Robinson, political editor bei der BBC, wärmstens ans Herz gelegt. Ergänzend das Blog vom Sky News Political Team.

Insgesamt wird es drei TV-Duelle der Spitzenkandidaten Brown, Cameron und Clegg geben. Beginnend am 15. April über innenpolitische Themen (übertragender Sender ist ITV), am 22. April über außenpolitische Fragen (Sky News überträgt) und eine Woche später die BBC-Debatte über Wirtschaftspolitik. Sky News überträgt seine Debatte in HD. Und rührt dafür schon mal kräftig die Werbetrommel.

Promo für Sky News HD und die TV-Debatte am 22. April.

Screenshot: Guardian

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Thema DEL-Playoffs: Die Halbfinals stehen fest. Wolfsburg emfängt am Freitag Augsburg, und die Hannover Scorpions haben den ERC Ingolstadt zu Gast. Es wird nach dem Ausscheiden der Eisbären Berlin nicht nur einen neuen deutschen Meister geben, sondern auch eine Mannschaft, die erstmals die Trophäe gewinnen würde. Ausgang der Halbfinals völlig offen. Ich kann beim besten Willen keine durchdachte Prognose abgeben. Ich hatte die Grizzlys leicht favorisiert, aber wer wie Augsburg Berlin rausschmeißt und mit Endres einen derzeit in Top-Form spielenden Goalie hat, ist alles zuzutrauen. Zwei Teams auf den Pre-Playoffs im Halbfinale, dazu der Dritte und Vierte aus der Hauptrunde. Auch wenn es auf dem ersten Blick nicht die großen Namen sind, verspricht das doch eine Menge Spannung. Und das schöne ist: Kein Team verspürt wirklich den Druck unbedingt gewinnen zu müssen. Das ist schon alles Zugabe für die vier Klubs.

Schiedsrichter in der DEL: Ist ja auch ein schon mehr oder weniger komplett durchgekautes Thema. Ich hatte das Vergnügen Spiel 3 zwischen Hannover und Nürnberg live in der Tui-Arena zu sehen, wo zumindest einige sehr zweifelhafte Entscheidungen gegen Hannover getroffen wurden. Auch die DEG hatte sich häufig über die Referees in der Serie gegen Wolfsburg beklagt. Nach den zahlreichen DEL-Spielen, die ich zuletzt gesehen habe, ist das größte Problem der Schiedsrichter nicht mehr, dass sie zu kleinlich pfeifen, sondern dass die Entscheidungen häufig nicht mehr nachvollziehbar sind, sprich nicht konsistent und konsequent in ihrer Auslegung. Da wird ein Check oder ein Haken 10 Mal nicht abgepffifen – um dann ganz plötzlich doch mal für 2 Minuten gut zu sein. Und das kann es eigentlich nicht sein. Entweder ich pfeife es immer – oder gar nicht. Das macht es für die Spieler einfacher – und für die Fans nachvollziehbar.

Spiel 5 gestern Abend zwischen Hannover und Nürnberg. Ich hatte zwischendurch mal auf den Live-Ticker geschaut und konnte nach dem ersten Drittel meinen Augen nicht trauen, war aber erst für die letzten 10 Minuten vor dem heimischen Fernseher. Und sowas möchte ich nicht mehr durchmachen. Zwischendurch habe ich vor Aufregung abgewaschen, damit ich nicht jede Nürnberger Angriffswelle erlebe. In Hannover waren gestern Abend gerade mal knapp 3.000 Zuschauer in der Arena, was extrem wenig ist, aber auch seine Ursachen hat (Champions League parallel, später Beginn, kurzfristige Ansetzung), ist natürlich aber trotzdem schade. Auch in den hannoverschen Medien wird heute die geringe Zuschauerzahl beklagt. Und was ist auf der Titelseite der HAZ: Jubelnde Bayern-Spieler, die Meldung über den Halbfinaleinzug der Scorpions muss man schon sehr lange suchen. Da steht das Team von Hans Zach zum dritten Mal in den letzten fünf Jahren im Halbfinale (haben nebenbei bemerkt nur die Eisbären, Düsseldorf und die Haie geschafft), aber hannoversche Medien schaffen es außer einem Vor- und Nachbericht zum Spiel überhaupt nicht sowas wie eine Playoff-Stimmung zu erzeugen in der Stadt. Und da ist die Titelbildauswahl nur das letzte Puzzleteil. Auf der Internetseite der Neuen Presse klebt immer noch eine emotionlose dpa-Meldung zum Einzug. Wo sind die Hintergründe zu den Spielen? Wo ist ein vernünftiger Live-Ticker aus der Arena, wo ein Live-Blog eines Redakteurs? Gibt es keinen, de Fans per Twitter aus der Arena mit Eindrücken versorgen kann? Wo ist mal ein Interview zum Playoff-Start gewesen? Wo ist ein Fan-Forum, wo besondere Specials in den Zeitungen? Nein, es wird seitens hannoverscher Medien gar nichts gemacht. Eishockey, sowohl von den Scorpions als auch den Indians, wird links liegen gelassen, es ist schlicht Pflicht statt Kür. Und sich dann noch über die schlechten Zuschauerzahlen beklagen. My ass, seid ruhig und lasst uns, die regelmäßig in die Arena gehen oder die Scorpions andersweitig unterstützen, in Ruhe. Dann kommen eben nur 3.000 – aber die machen stimmung und unterstützen das Team bis zur letzten Sekunde.

P.S.: Ich will die Leistung der Bayern nicht schlechtreden. Großartig gemacht bei Man Utd. Es ging in erster Linie um die Auswahl der Titelbilder.

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Die Premier League startet am Wochenende den 34. Spieltag. Da parallel die Halbfinals im FA-Cup stattfinden, werden am Samstag nur zwei Spiele ausgetragen. Im echten Abstiegsknaller empfängt Hull City den FC Burnley, beide drei Punkte voneinander getrennt, Hull einen Platz vor Burnley und selbst einen Zähler hinter dem rettenden Ufer. Zudem empfängt West Ham Sunderland. Auch die Hammers brauchen jeden Punkt im Abstiegkampf. Sunderland kommt mit Rückenwind durch den Sieg gegen die Tottenham Hotspur. Am Sonntag spielen dann unter anderem Liverpool, Man Utd und Man City, bevor es dann am Mittwoch das Spitzenspiel des Spieltages gibt. Nord-London-Derby zwischen Tottenham und Arsenal. Soviel zur Premier League erstmal in Kürze. Mehr dann am Sonntag.

Schönen Start ins Wochenende.

Thema: Medien-Sport-Politik | Kommentare (0) | Autor: medispolis

Premier League 2009/2010 Preview #33

Freitag, 2. April 2010 22:16

Der Kampf um die Meisterschaft

Ein ganz wichtiges Wochenende im Titelrennen steht uns bevor. Der Spieltag eröffnet mit dem Gipfetreffen im Old Trafford. Manchester United empfängt den FC Chelsea (Sky live, Samstag 13:30, Moderation: Jan Henkel, Kommentar: Markus Gaupp), der Tabellenführer hat seinen ärgsten Verfolger zu Gast. Manchester United hat diese Saison erstmal einmal zuhause verloren, beim 0:1 gegen Aston Villa. Chelsea hngegen hat vor allem auswärts nicht immer die besten Leistungen abgerufen. Erinnert sei an die Remis unter anderem in Wigan, Blackburn und Hull. Dafür kommen die Blues mit ganz viel Rückenwind nach dem 7:1 gegen Aston Villa. Die Red Devils müssen ohne Wayne Rooney auskommen, Berbatov wird ihn ersetzen. Der Bulgare zuletzt in bestechender Form, erzielte fünf Tore in seinen letzten sieben Ligaeinsätzen. Bei Chelsea kehrt Drogba ins Team zurück. Interessant wird das Aufeinandertreffen mit Vidic und Ferdinand in der Innenverteidigung werden. Chelsea hat übrigens 24 Tore geschossen in den sechs Spielen, wo Drogba nicht eingesetzt wurde. Jetzt müssen sie zeigen, dass es auch mit dem Ivorer klappt. Schlüssel für einen Sieg könnte auch Frank Lampard sein, der sich zuletzt in Torlaune präsentierte und mit seinen Treffern vom Wochenende nunmehr dritterfolgreichster Torschütze in der Historie des FC Chelsea ist.

Eine Statistik hatte ich unter der Woche in einem längeren Artikel über den Titelkampf in der Premier League gelesen, blöderweise in mein Notizbuch vergessen zu schreiben, wo ich es genau gefunden habe. Demnach beträgt die durchschnittliche Punktezahl pro Spiel im Monat April seit der Saison 2004/2005 für den FC Chelsea 2.36, für den FC Arsenal 2.00 und für Man Utd 1.81. Nimmt man den Zeitraum seit der Saison 2006/2007 für den Monat April, dann sind es 2.33 für die Blues aus London und jeweils 2.00 für Arsenal und Manchester United. Mit den verletzungsbedingen Ausfällen einiger Schlüsselspieler und der Statistik im Rücken biegen die Blues als Favorit in die letzten Spieltage ein. Das Ergebnis im Old Trafford hat auch großen Einfluss auf die Partie im Emirates, wo der FC Arsenal die Wolverhampton Wanderers empfängt (Sky live, Samstag 15:55, Kommentar: Andreas Renner). Die Wolves sind seit vier Spielen ohne Niederlage. Bei den Gunners fehlen Gallas, Arshavin und Fabregas. Nasri wird wohl die Position des Spaniers einnehmen, Walcott über die rechte Seite kommen. Rosicky könnte Arshavin ersetzen. Ein Pflichtsieg für das Team von Arsene Wenger, aber es könnte unter diesen Voraussetzungen ein ganz hartes Stück Arbeit werden. Große Enttäuschung nicht ausgeschlossen.

Der Kampf um den vierten Tabellenplatz

Es bleibt weiter spannend. Zwischen Tottenham auf Platz 4 und Aston Villa drei Ränge dahinter liegen nur sieben Punkte, alle Anwärter haben 31 Spiele absolviert, nur Liverpool als Tabellensechster hat schon ein Spiel mehr auf dem Konto. Beste Chancen auf den vierten Platz haben derzeit die Tottenham Hotspur, die jetzt aber vor der Auswärtshürde FC Sunderland stehen. Die Black Cats sind im Kalenderjahr 2010 im Stadium of Light noch ungeschlagen. Tottenham kommt aber mit dem Empfehlung von fünf Ligasiegen in Folge und hat im Sturm durch die Rückkehr von Jermain Defoe wieder größere Auswahl. Sunderland-Trainer Steve Bruce ließ auf der Pressekonferenz vorrechnen, dass er sich erst gerettet fühle, wenn sein Team 40 Punkte erreicht habe, fehlen also noch fünf Zähler. Die vemeintlichst leichteste Aufgabe hat Manchester City, die zum FC Burnley reisen (Sky live, Samstag 18:25, Kommentar: Sascha Roos). Die Clarets haben nur ein Sieg in den letzten 21 Spielen feiern können, und Manchester City kommt mit einem wiedererstarketen Carlos Tevez. Alles andere als ein komfortabler Sieg für City wäre eine Überraschung. Laut Burnley-Trainer Brian Laws braucht sein Team noch drei bis vier Siege für den Klassenrhalt. Die Gegner bis Saisonsende heißen eben Man City, zudem noch Hull, Sunderland, Liverpool, Birmingham und Tottenham. Dann müsste man eigentlich schon Man City schlagen, um die Rechnung zu erfüllen. Verkehrt wäre es nicht, zumal der Abstand aufs rettende Ufer schon drei Punkte beträgt. Alle Spiele gewinnen, das gilt auch für den FC Liverpool, der am Sonntagnachmittag bei Birmingham City gastiert (Sky live, Sonntag 15:55, Kommentar: Markus Gaupp). Das Team von Alex Mc Leish hat erst zwei Heimniederlagen diese Saison kassiert, gegen Arsenal, Chelsea und Man Utd hat man im St. Andrews Park nicht verloren. Es braucht also eine weitere Topleistung von Fernando Torres, zuletzt fünf Tore in den vergangenen drei Ligaspielen. Mal sehen, ob Benitez ähnlich wie gegen Sunderland nur mit einer defensiven Absicherung spielt. Das hat den Reds verdammt gut getan. Auswärtsaufgabe auch für den letzten Kandidaten. Aston Villa muss zu den Bolton Wanderers reisen und will die Schmach aus dem 1:7 bei Chelsea vergessen machen. Trainer Martin O’Neill bezeichnete den vergangenen Samstag als einen der schlimmsten Momente in seiner Trainerkarriere. Jetzt heißt es Wiedergutmachung. Unter der Woche tauchten Gerüchte auf, wonach sich O’Neill mit Klubbesitzer Randy Lerner heftigst überworfen hat und vor dem Rücktritt stand. Diese Meldungen haben sich aber nicht bestätigt, Fakt ist aber wohl, dass das Verhältnis zu Lerner merklich abgekühlt ist. Sorgen auf und neben dem Platz für Aston Villa.

Der Abstiegskampf

Der FC Portsmouth kann an diesem Wochenende auch ganz offiziell als erster Absteiger feststehen. Sollte Pompey nicht gegen die Blackburn Rovers gewinnen und gleichzeitig Hull City oder West Ham drei Punkte holen, würde der Rückstand auf das rettende Ufer bei noch fünf Saisonspielen mehr als 15 Punkte betragen. Und das wäre mathematisch gesehen nicht mehr einholbar. Natürlich müssten dafür Hull oder West Ham erstmal gewinnen, aber wenn nicht und Portsmouth selbst drei Zähler holt, kann der Abstieg nur um einen Spieltag nach hinten verschoben werden. Denn beide Teams haben schwere Auswärtsaufgaben vor sich. Hull City, gegenwärtig auf Platz 18 mit 27 Punkten nach 31 Spielen, fährt zu Stoke City. Die Tigers haben diese Saison noch keinen Auswärtssieg geholt und müssen ausgerechnet jetzt zu den heimstarken Potters. Vielleicht gibt der Sieg gegen Fulham ja ein bisschen Selbstvertrauen für das Team von Publikumsliebling Jimmy Bullard, der zuletzt in sieben Ligaspielen vier Mal traf. Mammutaufgabe auch für West Ham United, die im Goodison Park beim FC Everton antreten. Gianfranco Zola hat sich nach seinem Kurzurlaub in Italien dazu entschlossen, doch weiter an der Seitenlinie der Hammers Kommandos zu geben. West Ham verlor die letzten sechs Spiele, diese Saison gab es bisher nur einen Auswärtssieg. Everton hat die letzten sieben Heimspiele gewonnen. Noch Fragen, wer als Favorit in dieses Spiel geht? Ebenfalls am Sonntag besteitet der FC Fulham sein 53. (!) Pflichtspiel in dieser Saison. Im Cravan Cottage empfängt man Wigan Athletic, die vier Punkte vor den Abstiegsplätzen stehen. Trainer Roberto Martinez hofft für die Gäste, dass sich die durchaus guten spielerischen Leistungen irgendwann auch mal in Zählbares ummüntzen. Bei den Latics fehlt Gary Caldwell nach seinem Platzverweis auf dem Spiel gegen Man City.

Ein schönes Wochenende. Nachbericht zum Spieltag im Laufe der Osterfeiertage. Schönes Wochenende.

Thema: Premier League | Kommentare (0) | Autor: medispolis

Medien-Sport-Politik, 01.04.2010

Donnerstag, 1. April 2010 18:31

Beginnen wir mal mit einem ganz attraktiven Thema in NRW: Verkehrspolitik. Ich fahre ja gerne und oft mit dem Zug durch NRW und ich schaffe es vielleicht auf drei von zehn Reisen pünktlich durchs Bundesland zu kommen. Es passiert selten, dass wenn man das Bundesland verlässt, weniger Verspätung hat als beim Start der Reise. Da kann man in Bielfeld pünktlich sein und auf dem Weg bis Düsseldorf werden sich schon die 10-15 Minuten Verspätung ansammeln. Zu viele Züge in NRW, zu wenig Gleis, gerade auf der Rhein-Ruhr-Magistrale zwischen Dortmund und Duisburg. Da würde es doch Sinn machen, Streckenabschnitte auszubauen, Überholmöglichkeiten zu schaffen, vielleicht zusätzliche Gleise für den Fernverkehr, wo die Strecken völlig verstopft sind. Das wäre teilweise auch noch alles im finanziellen Rahmen. Aber was macht die Landesregierung? Mal 2,1 Milliarden Euro für den Rhein-Ruhr-Express, auch so ein Projekt, das schon länger tot erschien, aber komischerweise immer wiederbelebt wurde. Ursprünglich sollte dieses Vorhaben einmal zur Fußball-Weltmeisterschaft 2006 realisiert werden. Jetzt sollen in den nächsten zwei Jahren erstmal baurechtliche Voraussetzungen geprüft werden, danach soll gebaut werden. Und natürlich nicht in einem Stück, sondern erstmal abschnittsweise. Erst Köln-Leverkusen, dann nach und nach der Abschnitt zwischen Dortmund und Essen. Wenn Sie jetzt da eine Lücke im Streckenplan entdecken, haben sie alles richtig gemacht. Manchmal frage ich mich wirklich, ob man das wenige Geld nicht sinnvoller ausgeben kann [via Der Westen]

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Wahlplakat der Grünen zur NRW-Landtagswahl. Quelle: Grüne NRW

Wahlplakat der FDP zur NRW-Landtagswahl. Quelle: FDP-NRW

Ich bin ja kein großer Freund von Wahlplakaten. Es sei denn, sie sind kontrovers, transportieren eine klare inhaltliche Botschaft, sind kreativ und ein wenig humorvoll gestaltet. Ansonsten finde ich dieses Instrument im Wahlkampf überflüssig. Nun sind seit ein paar Tagen die Straßen in NRW mit Plakaten zugepflastert. Hier mal drei Plakate zur Auswahl. Über die Großfläche der Grünen kann ich immerhin noch schmunzeln, da hat man zumindest mal ein wenig Kreativität einfließen lassen, ansonsten sind alle Plakate furchtbar einfach, simpel und inhaltslos gehalten. Schade ums Papier. Und bei den Plakaten der SPD denke ich immer an Waschmittel-Werbung. Keine Ahnung, wer da mit den Farben ein wenig zu viel gespielt hat. Und die FDP mit der klassischen Gleichung und zwei Unbekannten. Und dann einfach mal gleichsetzen. Wird schon irgendwie.

Wahlplakat der SPD zur NRW-Landtagswahl. Quelle: SPD NRWUnd bei der CDU liest man, dass es in NRW um folgende drei Dinge geht: Arbeit, Kinder und Sicherheit. Meine Güte, wer hätte das gedacht. Und das hat man alles auf ein Plakat bekommen. Oder auf einem anderen Plakat ist zu lesen: Wir in NRW – Stark. Sicher. Sozial. Und die Rote-Socken-Kampagne darf auch nicht fehlen. Rot-Rot nicht mit mir!, fordert der Ministerpräsident. Rote Socken bringt normalerweise sonst nur der Weihnachtsmann.

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Apropos Grüne NRW. Bärbel Höhn, ehemalige Umweltministerin in NRW, in einem Gastbeitrag für das Wir-in-NRW-Blog.

Die “Rent-a-Rüttgers”-Affäre um die Vermarktung des Ministerpräsidenten auf CDU-Parteitagen hat dem Ansehen seines Amtes schweren Schaden zugefügt. Die “Video-Affäre” um die aus der Staatskanzlei heraus betriebene Video-Überwachung von Oppositionsführerin Hannelore Kraft hat elementare Anstandsregeln des demokratischen Wettbewerbs verletzt. Und kritischen Journalisten und Bloggern, die diese Skandale untersuchen, wird nun mit der Staatsanwaltschaft gedroht – ein Affront gegen die freie Presse, der manche an die Spiegel-Affäre erinnert.

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Was ich mich auch schon den ganzen Tag frage: Warum bekunde ich mein Interesse an einem Fernsehsender, von dem überhaupt noch nicht sicher ist, ob er zum Verkauf ansteht? Von N24 ist die Rede – wobei ich mich sowieso frage, warum man N24 kaufen soll. Besitzer von Nachrichtenagenturen, Produzenten und Rupert Murdoch melden ihr Interesse an. Murdoch und Nachrichtensender. Zwischen Fox News und Sky News dann noch ein deutscher Ableger. Dann lieber kein Fox News. Besser keine Nachrichten als irgendein Propaganda-Sender.

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Ich weiß gar nicht, ob es Gordon Brown genießt noch ein paar Tage länger mit dem Termin für die nächsten Wahlen zu warten, nur um die Journalisten zu ärgern. Denn ständig sind diese jetzt hinter Brown her, bloggen jede Rede und jeden Auftritt live mit in der Hoffnung, der Termin würde bekanntgegeben. Über Wasser hält man sich mit der Veröffentlichung geheimer Wahlplakate und den Reporterreisen durchs Land, um die Stimmung der Menschen zu erfragen. Doch wann gewählt wird, weiß noch keiner.

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Die Dallas Mavericks heute Nacht mit ihrem 50. Saisonsieg bei den Memphis Grizzlies. In knapp zwei Wochen beginnen die NBA-Playoffs und insbesondere in der Western Conference ist das Rennen um die guten Platzierungen enger denn je. Zwar stehen schon fast alle Teams fest, die an den Playoffs teilnehmen werden, nur ist noch reichlich Spielraum für Verbesserungen und Verschlechterungen in der Tabelle vorhanden. Ich hatte die Tage bei Sky mal vorsichtig angefragt, wie die Coverage der Playoffs aussehen wird, habe aber leider noch keine Antwort. So wie es aussieht, habe ich dieses Jahr ein eher entspannte zweite Aprilhälfte, da würde ich dann schon gerne möglichst viel an Spielen mitnehmen. Aber ich sehe mich schon wieder vor irgendwelchen Computerstreams nachts auf der Tastatur einschlafen.

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Premier League Spieltag 33 steht vor der Tür. Mehr zu den Ansetzungen und Rückblick über die Osterfeiertage. So richtig freuen kann ich mich irgendwie nicht seit den Ereignissen von gestern Abend. Arsenal war über weite Strecken der Partie gegen Barcelona chancenlos, hat zwar eine tolle Moral gezeigt und sich zurückgekämpft. Aber der Preis dafür war sehr hoch, vielleicht zu hoch. Fabregas fällt bis Ende der Saison aus, ebenso William Gallas, Arshavin möglicherweise drei bis vier Wochen. Ich kann beim besten Willen nicht sehen, dass Arsenal sowas wie eine Chance im Camp Nou hat, zumal mit den Personalsorgen. Gleichzeitig stehen aber auch entscheidene Wochen in der Meisterschaft an, wo ich die Chancen auf den Titel immer noch durchaus als intakt bezeichnen würde, zumal Man Utd und Chelsea am Samstag direkt aufeinandertreffen. Aber wahrscheinlich sind die Gedanken jetzt sowieso schon in Barcelona. Was ich sagen will: mir wäre es lieber gewesen, Arsenal wäre gestern gegen ein sehr viel besseres Team ausgeschieden oder zumindest deutlich unterlegen und könnte sich ganz auf die Liga konzentrieren. Hinterher ist man immer schlauer, ich weiß, aber im Moment kommt mir die Situation beim FC Arsenal wie in einem Schwebezustand vor. Nichts halbes und nichts ganzes. Einen kleinen Schritt noch in der Champions League, irgendwo in Lauerstellung im Titelkampf. Dazu die personellen Rückschläge. Aber vielleicht sieht die Situation am Samstag nach dem Spiel gegen die Wolves wieder vielversprechender aus.

Wie gesagt, mehr zur Premier League spätestens am Samstag. Bis dahin einen schönen Donnerstagabend und einen angenehmen ersten Feiertag.

Thema: Medien-Sport-Politik | Kommentare (0) | Autor: medispolis