Beiträge vom Mai, 2010

Demokratie ist zum Glück kein Wunschkonzert

Montag, 10. Mai 2010 22:40

Nordrhein-Westfalen hat gewählt. Den meisten Politikern wird das Ergebnis nicht unbedingt gefallen, aber jetzt ist es die Pflicht und Aufgabe der Politiker mit diesem Ergebnis etwas anzufangen. Blöd nur, wenn man in einem ereignislosen Wahlkampf – mal abgesehen von dem ein oder anderen Skandälchen im Hause Rüttgers – fast alle Koalitionsoptionen ausgeschlossen hat. Jetzt hat man den Salat. Die einem werfen dem politischen Gegner Wahlbetrug vor, Journalisten haken bei jeder Frage nach irgendwelchen Koalitionskonstellationen nach, Politiker versuchen verzweifelt nach Hintertürchen zu suchen um sich ja nicht festlegen zu müssen. Wenn mich etwas an den Wahlkämpfen der letzten fünf Jahre stört – neben der immer geringer werdenden inhaltlichen Auseinandersetzung – dann ist es dieses ständige Gerede über Koalitionen und diese permanente Ausschließeritis der politischen Akteure. Die Grünen schließen Jamaika aus, die FDP will eigentlich auch keine Ampel-Koalition, die SPD sucht immer noch eine Linie, wie sie mit der Linkspartei umgehen soll. Vielleicht sollten wir uns noch einmal alle darüber Gedanken machen, um was es eigentlich in Wahlkämpfen geht und was wir Bürger wählen. Wir wählen mit unserer Erststimme normalerweise Personen, die sich in Parteien zuhause fühlen, und mit der Zweitstimme die Landesliste einer Partei. Wir stimmen aber über keine Koalition ab und es treten auch keine Koalitionen an. Trotzdem wird in Wahlkämpfen überwiegend nur noch über Parteibündnisse gesprochen und diskutiert. Fürchterlich. Und es sollte jetzt eigentlich auch bei allen angekommen sein, dass das deutsche Parteiensystem nur noch in den seltensten Fällen Zweier-Koalitionen erlauben wird (von der Möglichkeit einer Großen Koalition einmal abgesehen). Dreier-Bündnisse werden die Zukunft sein und da wird es dann die verdammte Pflicht der Politiker sein, sich zusammenzuraufen und einen natürlich schwierigen Kompromiss zu suchen. Da muss jeder Abstriche und Zugeständnisse machen, das ist sicherlich nicht einfach, aber notwendig. Und ich denke, man darf das als Bürger auch verlangen und einfordern. Und wenn SPD und Grüne jetzt doch mit der Linkspartei zusammengehen sollten, dann sind dadurch immerhin 54% der abgegebenen Wählerstimmen abgedeckt. Und dann darf eigentlich keiner etwas dagegen sagen. Auch nicht Herr Rüttgers, der schon gar nicht.

Womit wir beim nächsten Umstand wären, der mich schon seit dem späten Donnerstagabend beschäftigt und mich gestern wieder eingeholt hat. An besagtem Abend hatte nämlich der Chef der britischen Konservativen, David Cameron, sehr schnell nach den ersten Prognosen verlautbaren lassen, dass nur er jetzt den Auftrag habe eine Regierung zu bilden. Das mag in diesem Fall sogar richtig sein, weil Cameron im Vergleich zur Labour Party einen deutlichen Wahlsieg errungen hat. Doch was heißt das einen Auftrag für die Regierungsbildung zu haben? Eigentlich nicht mehr als das man die meisten Wählerstimmen auf sich vereint hat. Doch dass man damit eine mehrheitsfähige Regierungskoalition zustande kommt, drückt sich damit gar nicht aus. Vielleicht ist es mehr der Wunsch qua erworbenem Machtzuspruch die Dinge in die richtige Richtung lenken zu wollen. Mehr aber auch nicht. Nun ist das britische Beispiel aufgrund der starken Stimmverluste von Labour vielleicht etwas eindeutiger als die Situation in Nordrhein-Westfalen, was vielmehr die Frage aufwirft, wer denn jetzt in Nordhein-Westfalen den Auftrag hat eine Regierung zu bilden. Rüttgers sagt, er habe den Auftrag einfach weiterzuregieren. Hannelore Kraft gibt zu Protokoll, dass auch der Ministerpräsident abgewählt wurde. Ja, was denn nun? Rein formal gilt das ungeschrieben Gesetz, dass diejenige Partei mit den meisten Wählerstimmen sich um eine Koalition bemüht. Aber bei einem Unterschied von ein paar Tausend Stimmen? Jürgen Rüttgers hat sich deswegen heute mal wieder der Fußballsprache gewidmet: Wenn Punktgleichzahl herrscht, zähle eben das Torverhältnis und dementpsprechen die mehr geschossenen Tore, also die meisten Wählerstimmen. Man möchte Jürgen Rüttgers jetzt fast schon entgegenrufen, dass ein Team, das zwar haushoch führt, aber dann doch noch fast verliert, zudem intern völlig zerstritten ist und teilweise arrogant auf dem Spielfeld aufgetreten ist und im direkten Vergleich mit der Spielführerin des Gegners viel schlechter abschneidet, ein Trainerwechsel und ein Neuanfang sicherlich gut tun würde. Am Ende landet man dann doch wieder bei der Feststellung, dass es vielleicht final doch darauf hinausläuft, wer am Ende eine Regierungsmehrheit auf sich vereinen kann als vielmehr darum, wer die meisten Stimmen bekommen hat. Zumal bei der Ausschließeritis der politischen Akteure. Und weil jetzt rot-grün mehr Sitze hat als schwarz-gelb, hat diese Zusammensetzung einen Auftrag? Wir wählen doch keine Koalitionen.

Bleibt noch eine Aussage, die mich dieser Tage immer wieder mit offenem Mund vor dem TV oder Computerbildschirm zurücklässt. Es ist zwar nur eine dieser häufig bekannten Phrasen von Politikern, aber dieser Ruf nach “stabilen Verhältnissen in Nordrhein-Westfalen” oder einer “stabilen Regierung” ist für mich schon jetzt das Unwort des Jahres. Wer sagt mir, was stabile Verhältnisse sind? Für mich ist das eine Koalition, die ausreichend Stimmen für eine Regierungsbildun hat, ganz einfach. Schließt für mich also jedes Dreier-Bündnis ein. Für Rüttgers sind stabile Verhältnisse nur dann, wen er im Amt des Ministerpräsidenten bleibt. Und für das bürgerliche Lager ist jedes Fernbleiben der Linkspartei stabil. Damit ist eigentlich keine Koalition stabil.

Man könnte diesen Bogen immer weiter spannen. Alle Beispiele – dieser ständige Koalitionshickhack, das Streiten um den Regierungsauftrag sowie die Forderung nach stabilen Verhältnissen – machen eines deutlich: Politik ist schon komplex genug, man muss sie mit solchen Nebenschauplätzen nicht noch komplizierter machen. Wenn jede Partei den Anspruch hat etwas zu verändern, dann sollten sie fähig sein, Koalitionen einzugehen, die nach dem Wahlergebnis möglich sind. Denn stabile Verhältnisse gibt es vor allem, wenn man schnell eine handlungsfähige Regierung gebildet hat, in der jeder zu Kompromissen bereit ist. Politiker sollten dazu bereit sein und nicht beharrlich auf irgendwelchen Standpunkten sitzen bleiben -  und wir Bürger müssen endlich mal akzeptieren, dass nicht alle Wünsche und Programme der Parteien dann letzlich auch umgesetzt werden, Kompromisse sind nötig.

Andernfalls ändern wir das Wahlrecht und machen die Mehrheitswahl wie in Großbritannien. Das wurde ja schon mal häufiger gefordert um die Regierungsbildung zu beschleunigen. Dieser Wunsch ist jetzt auch ausgeträumt, wie die Situation auf der Insel gerade zeigt. Dann besser so wie es jetzt ist. Mehrheit ist Mehrheit – egal für wen. Zur Not auch unter Beteiligung der Linkspartei oder als Große Koalition. Nicht die besten Alternativen, aber Demokratie ist zum Glück noch kein Wunschkonzert.

Thema: Politik National, Wahlen und Umfragen | Kommentare (2) | Autor: medispolis

Sky News at it’s best

Montag, 10. Mai 2010 20:13

Hatte mal wieder eine großartige TV-Begleitung heute beim Abendessen. Die frühen Abendnachrichten bei Sky News. In den Hauptrollen Labour Berater Alastair Campbell und Sky News Political Editor Adam Boulton. Lustig wird es spätestens ab Minute 4. Großartig. Wie gerne hätte ich einen solchen Sender in Deutschland. Und auch wenn es nicht immer den höchsten journalistischen Standards entsprechen mag, ist es stets unterhaltsam. Und man erfährt immer noch mehr Nachrichten, als wenn Panzerdokus oder Brückenvorstellungen gezeigt werden.

Direktlink zum Video

Weitere Hintergründe auch beim Guardian.

Thema: Politik International, TV und Radio | Kommentare (5) | Autor: medispolis

Meine Premier League Saison 2009/2010

Sonntag, 9. Mai 2010 18:59

Die letzten Entscheidungen der Premier League Saison 2009/2010 sind eingetütet. Der FC Chelsea hat noch einmal eindrucksvoll untermauert, dass die Blues verdient englischer Meister geworden sind. Arsenal festigt Rang 3, Man City, Aston Villa und Liverpool spielen in der Europa League. Von Hull City, Burnley und Portsmouth müssen wir uns verabschieden. Newcastle United und West Bromwich Albion stehen als Aufsteiger bereits fest. An dieser Stelle also mein kleiner persönlicher Rückblick auf die vergangene Premier League Saison.

Mannschaft der Saison: FC Chelsea London

Da gab es eigentlich wenig Alternativen, auch wenn man früh in der Champions League ausgeschieden ist. Aber ansonsten: Meisterschaft und Einzug ins Finale des FA-Cup. Und das in den ersten Saison von Carlo Ancelotti. Die beste Offensive der Liga mit über 100 Toren, mehrere Kantersiege. Einziges kleines Manko: Häufig gab es defensive Patzer und Aussetzer. John Terry hatte schon lange nicht mehr so viele Fehler wie in dieser Saison. Wenn es also etwas am FC Chelsea zu kritisieren gibt, dann die stets etwas fehlerhafte Defensivleistung. Ein kleiner Schönheitsfleck.

Spieler der Saison: Wayne Rooney

Schade und unglücklich, dass Rooney in der entscheidenen Saisonphase verletzungsbedingt pausieren musste, sonst hätte er garantiert die 30-Tore-Marke diese Saison geknackt. Aber auch so hatte der Engländer maßgeblichen Anteil daran, dass United im Jahr eins nach Christiano Ronaldo wieder bis zum letzten Spieltag um die Meisterschaft mitspielte. Am Ende 26 Tore für Rooney, eins schöner als das andere. Und zudem das Kopfballspiel enorm verbessert. Kompliment!

Trainer der Saison: Harry Redknapp, Tottenham Hotspur

Immer wieder von vielen unterschätzt und von zahlreichen Fußball-Experten auf der Insel die Fähigkeit abgesprochen bekommen, in den wichtigen Spielen auf den Punkt hochkonzentriert zu sein, konterte Harry Redknapp in seiner zweiten Saison bei den Spurs alle Kritik mit dem vierten Tabellenplatz. Und in der entscheidenen Saisonphase ist man nicht eingebrochen. Heimsiege gegen Arsenal und Chelsea, zudem der wichtige Auswärtssieg bei Manchester City. Und wenn man sich daran erinnert, dass Redknapp vor 18 Monaten die Spurs als Tabellenschlusslicht übernommen hat, ist die Performance diese Saison noch höher einzuschätzen.

Überraschung der Saison: Birmingham City

Extrem heimstark, kompakt in der Defensive und vor allem in der Hinserie sehr erfolgreich. Alex McLeish hat bei Birmingham City eine homogene, gut funktionierende Mannschaft aufgebaut, auch natürlich wegen der Millionen des chinesischen Besitzers. Trotzdem als Aufsteiger aus der Championship die Überraschung der Saison.

Enttäuschung der Saison: FC Liverpool

Viele Spielerverletzungen, ein formschwacher Steven Gerrard, immer wieder Diskussionen um den Schuldenstand des Vereins und die Suche nach neuen Besitzern, dazu die unendliche Auseinandersetzung zwischen Benitez und den US-Besitzern. Am Ende erreicht man in die Europa League für die neue Saison. Mehr nicht. Frühes Aus in der Champions League und das Europa League Finale verpasste man auch. Wer weiß, ob Benitez nächste Saison noch Trainer an der Anfield Road ist und wo Torres und Gerrard spielen. Keine einfachen Zeiten für die Reds.

Spiel der Saison: Manchester Utd – Manchester City 4:3, 20.09.2009

Es gab richtig viele gute Spiele in der vergangenen Saison, aber eines sticht immer noch heraus. Manchester Derby, schon früh in der Saison die Standortbestimmung, wer die Herrschaft in Manchester übernommen hat. Es war von Beginn ein Spiel mit unglaublichem Tempo. Die Dramatik kam aber erst zum Schluss. Bellamy mit dem Ausgleichstreffer für City in der Nachspielzeit. Es stand 3:3. Doch in der sechsten Minute der Nachspielzeit hat ausgerechnet Michael Owen noch den Siegtreffer für United erzielt. Die Botschaft war klar: United regiert Manchester. Und Michael Owen verschwand von der Bildfläche. Aber dieses ein Tor bleibt noch lange in Erinnerung.

Tor der Saison: Maynor Figueroa 1:2, Stoke vs Wigan, 12. Dezember 2009

Es gab so viele schöne Tore. Ich habe mich für dieses hier entscheiden. Am Ende hat es dann nicht zum Sieg gereicht. Das Spiel ging 2:2 aus. Aber Figueroa mit dem tollen 2:1 für Wigan. Aus der eigenen Hälfte den Freistoß direkt ins Tor verwandelt. Überraschend, mit viel Präzision, Mut und Risiko. Und er wurde belohnt. Virtueller Beweis hier.

Schönster Moment der Saison: Jermain Defoe

Beim höchsten Saisonsieg in dieser Premier League Spielzeit, dem 9:1 von Tottenham über Wigan, macht Jermain Defoe drei Tore – innerhalb von sechs Minuten. Am Ende steuert er fünf Tore zum Sieg bei. Toll. Und zur Halbzeit stand es erst 1:0.

Peinlichster Moment der Saison: FC Portsmouth

Gab es ja genug diese Saison für Pompey. Beispielhaft der Februarabend bei Manchester United. Am 06.02. verliert Pompey mit 0:5,  zur peinlichen Niederlage steuert man drei Eigentore bei.

Überschätzt: Phil Brown

Ich hielt Phil Brown, ehemaliger Trainer von Hull City, stets für einen guten und sehr kompetenten Trainer. Das ist er auch weiterhin. Man kann über seine Außendarstellung trefflich diskutieren. Man muss sie auch nicht gut finden. Was man Phil Brown viel mehr vorwerfen lassen muss, ist, dass er nicht rechtzeitig das sinkende Schiff verlassen hat, klammerte sich an seinen Job, nachdem Hull City schon seit Monaten in einer Formkrise steckte. Und so bleibt Phil Brown immer eine große Geschichte in dieser Saison, abseits des Platzes. Im Oktober letzten Jahres konnte er auf eine junge Frau, die von einer Brücke springen und sich das Leben nehmen wollte, beruhigend einreden und verhindern, dass sie springt. Sonst haben seine Worte diese Saison eher wenig erreicht.

Unterschätzt: Darren Bent, FC Sunderland

Wenn man nicht bei einem großen Verein in der Liga spielt und es schafft weniger durch Skandale aufzufallen als bei seinem Vorgängerverein, den Tottenham Hotspur, dann steht man nicht mehr so im Fokus der Öffentlichkeit. Und man nimmt nur noch am Rande Notiz von den großartigen Leistungen. Darren Bent vom FC Sunderland ist das klassische Beispiel dafür. 24 Saisontreffer sind eine Sprache für sich.

Comeback der Saison: Cesc Fabregas, FC Arsenal London

Ende Dezember. Arsenal spielt im Emirates Stadium gegen Aston Villa. Es steht 0:0 in einem richtig guten Fußballspiel. Arsenal verpasste es aber die Überlegenheit in Tore umzumünzen. Cesc Fabregas sitzt nach einer Verletzung noch auf der Bank, wird in der zweiten Halbzeit eingewechselt – und schnürt einen Doppelpack. Endstand dann 3:0. Fabregas verletzt sich beim 2:0 und muss wieder ausgewechselt werden.

Besondere Auszeichung für: Roy Hodgson

Der FC Fulham war letzte Saison schon meine Mannschaft des Jahres. Aber auch dieses Jahr komme ich nicht herum, die Cottagers ausführlich zu loben. Diesmal aber den Trainer. Fulham hatte auch diese Saison wieder viele Verletzungsprobleme, doch insbesondere Hodgson wird von vielen Leuten im Umfeld des Vereins eine stabilisierende Rolle zugesprochen. Hat das Team zusammengehalten, ordentliche Premier League Saison und der Einzug ins Finale der Europa League. Neid muss man sich ja – so heißt es immer wieder – hart erarbeiten. Für Roy Hodgson trifft dies vollkommen zu.

Das ging viel zu langsam: Saisonstart von West Ham United

Die Diskussionen im Sommer um die Zukunft von den Hammers lähmten den Verein im ersten Saisondrittel. Immer wieder neue Gerüchte um Trainer- und Besitzerwechsel. Die Fans foderten mehr Einsatz von den Spielern. Keine leichte Phase für West Ham im Herbst. Am Ende hat es dann doch gereicht, nicht wegen der eigenen Stärke. Ob Zola eine Zukunft im Osten Londons hat?

Das ging viel zu schnell: Manchester City und Mark Hughes

Letzlich hat es Manchester City nicht geschafft die eigens gesteckten Saisonziele zu erreichen. Am Ende wurde es nur der fünfte Platz. Verglichen mit den eigenen Erwartungen und den finanziellen Investitionen einfach zu wenig. Im Herbst wurde Mark Hughes entlassen, dabei war man nur zwei, manchmal drei Punkte hinter den Spurs. Vielleicht wäre der Weg mit Hughes doch besser gewesen. Oder ein anderer Trainer als Mancini, wenngleich der Italiener keinen schlechten Job gemacht hat. Erfolg kommt eben nicht auf der Highspeedstrecke.

Das war schon richtig gut: Florent Malouda

Es gibt ja dann immer auch so eine Auszeichnung für den am stärksten formverbesserten Spieler. Für mich ist das diese Saison vor allem Florent Malouda vom FC Chelsea. Der Franzose wirkte in den letzten Spielzeiten häufig immer nur als Mitläufer, diese Saison war er ein Garant dafür, dass Chelsea wieder das Flügelspiel revitalisiert hat. Und das die Blues somit offensiver wieder mehr Variabilität bekommen haben. Und dazu noch 12 Tore. Fortsetzung gerne.

Das muss wieder besser werden: Finanzielle Situation der Vereine

Noch nie so oft wie in dieser Saison hat man auch über die finanzielle Dimension der Premier League gesprochen und gestritten. Portsmouth meldete Insolvenz an, Bolton machte den Vorschlag die Premier League zu splitten, damit auch die kleineren Vereine wieder konkurrenzfähiger machen zu lassen und finanziell mehr Spielraum zu geben. Man Utd meldet Rekordschulden, Liverpool verlängert die Frist für eine Zurückzahlung einer Bürgschaft immer wieder, bei West Ham wechselten die Besitzer, Geld fehlt immer noch. So schön und attraktiv Fußball in der Premier League ist, so leidenschaftlich die Fans in den Stadien sind. Die Premier League steht in den nächsten Jahren vor großen Problemen und Herausforderungen. Es bleibt zu hoffen, dass die richtigen Schlüsse und Konsequenzen aus dieser Saison gezogen werden.

Das war es also für die Premier League Saison 2009/2010. Hat wieder sehr viel Spaß gemacht. Auf ein neues im August an dieser Stelle. Saisonstart wird aller Voraussicht nach der 14. August 2010 sein.

Thema: Premier League | Kommentare (0) | Autor: medispolis

Geschafft

Samstag, 8. Mai 2010 18:20

Ich nach 90 Minuten vor dem TV. Werder die Champions League Qualifikation. Hannover 96 den Klassenerhalt. Und es sind die Erfolge am schönsten, mit denen man am wenigsten vor Wochen gerechnet hat.

Thema: Alltägliches | Kommentare (0) | Autor: medispolis

Zitat des Tages: Donnerstag, 06. Mai 2010 – Tevez is god!

Donnerstag, 6. Mai 2010 22:04

“Me and my missus were going on about [the election], and she’s saying, ‘Who you voting [for]?’ And I said well ‘I’m not voting for anyone. I’m just gonna take me voting card and I’m gonna put in massive letters “Tevez is god!”

Noel Gallagher, ehemaliger Sänger von Oasis, über seine Wahlentscheidung bei den britischen Parlamentswahlen, die heute stattfinden.

[via NME]

Thema: Politik International, Zitat des Tages | Kommentare (0) | Autor: medispolis

Ich verstehe die BILD-Zeitung nicht

Montag, 3. Mai 2010 18:43

Ich habe mich die letzten Tage bedingt durch einen kleinen Vortrag für ein Uni-Seminar genauer und ausführlicher mit der Griechenland-Krise beschäftigt, mit den Ereignissen, die zu der hohen Verschuldung des Mittelmeerstaates geführt haben, wie die Märkte Gerüchte und Spekulationen angeheizt haben und wie die Politik seit Monaten verkündet hat, dass man Griechenland helfe, aber lange wenig Konkretes ausgearbeitet wurde. Empfehle jedem Mal sich dort genauer einzulesen, unglaublich interessant. Empfehle die aktuellen Ausgaben vom SPIEGEL und Economist und einfach mal im ZEIT-Archiv stöbern. Klassisches Beispiel dafür, wenn Politik die Märkte unterschätzt, sagen immer viele. Ich weiß gar nicht, ob das Verhalten der Politik ein Unterschätzen war, was ja impliziert, dass man sich der Gefahr und der Dynamik der Märkte nicht bewusst war. Für mich ist das viel mehr – gerade auch auf deutscher Seite – ein Ausreizen gewesen, einfach testen, wieweit man gehen kann. Leider hat man dann den Bogen etwas überspannt. Was mehr als bedauerlich ist, aber eben auch zeigt, dass für die Regulierung der Finanzmärkte noch einiges getan werden muss.

Ich habe mir natürlich auch ein wenig die Medienberichterstattung europaweit und in den USA über die dramatische Lage in Griechenland angeschaut und konnte den überwiegenden Tenor durchaus nachvollziehen. Die USA haben insbesondere die Rolle und Position der Gesamtzone begutachtet (“Wo ist Europa?” hat die New York Times gefragt) und auch der Medientenor in der Euro-Zone leuchtete mir ein. Frankreich hat sehr schnell gesagt, dass man für Griechenland-Hilfen zur Verfügung steht, entsprechend ruhig verlief die Medienberichterstattung. Die britische Presse machte sich – wen wundert es – vor allem mit berechtigter Kritik über Angela Merkel lustig. Zitat aus dem aktuellen Economist, Seite 67: “Angela Merkel’s political credibility has not yet been downgraded to junk status”, wobei im Heft die Dynamik und die verschiedenen Dimensionen der Krise – und damit die Rechtfertigung für die Kritik an Merkel – exzellent aufgezeigt werden.

Nur die deutsche Medienberichterstattung gibt mir Rätsel auf, allen voran die BILD. Warum gerade jetzt diese Kampagne gegen finanzielle Unterstützung für Griechenland? Da werden von BILD-Redakteuren auf Marktplätzen Drachmen verteilt, die vorher gegen Euro ausgegeben wurden. Da sind Bilderserien in der Zeitung, die Menschen in Athen an Restauranttischen beim Abendessen zeigen (Sollen die Griechen etwa auch noch verhungern, frage ich mich. Das Essen darf man ihnen ja wohl nicht verbieten) und auf einer Doppelseite Menschen aus Deutschland, die das Geld viel dringender nötig hätten als die Griechen, zum Beispiel für den Neubau des lokalen Feuerwehrhauses.

Aber warum fährt die BILD diese massive Kampagne, wie ich sie seit Jahren eigentlich nicht mehr gesehen habe? Ist es das Zögern der Politik gewesen, die sich nicht schnell genug auf eine klare Linie einigen konnte und der BILD das Agenda-Setting ermöglichte? Will die BILD mal wieder Sprachrohr der Bevölkerungsmeinung sein (dabei war doch zu Beginn der Kampagne noch gar nicht klar, wie die Deutschen zu Zahlungen stehen)? Will die BILD beweisen und demonstrieren, welche Stärke und Macht sie hat, die Meinung in der Bevölkerung zu beeinflussen? Oder möchte der Boulevard sich wieder als Anwalt des kleinen Mannes, der sich öffentlichkeitswirksam nicht artikulieren kann, verstehen?

Und dann denke ich die ganze Zeit darüber nach, was die BILD mit der Kampagne eigentlich bewirken wollte. Merkel die Krise verschärfen, ein Blatt aus dem Hause des Axel-Springer-Verlages! Und ich denke, dass auch der BILD von Beginn an offensichtlich war, dass sie nicht verhindern kann, dass Deutschland Kredite gewährt und dass Griechenland gerettet wird. Warum also die Kampagne?

Wahrscheinlich ist es einfach das Ausleben eines journalistischen Triebes des Boulevardjournalismus mal richtig auf die Pauke zu hauen. Wieviel Schuld daran auch die Politik hat, steht auf der anderen Seite der Medaille.

Thema: Politik National, Wirtschaft, Zeitungen/Zeitschriften | Kommentare (1) | Autor: medispolis

Premier League 2009/2010 #37, FC Liverpool – FC Chelsea 0:2

Sonntag, 2. Mai 2010 16:23

Noch zweimal 90 Minuten ohne Punktverlust bestehen – und dann ist der FC Chelsea London englischer Meister 2009/2010. Zweimal, das klingt nicht unbedingt dramatisch, zumal das letzte Spiel daheim gegen Wigan geht. Bloß hatte man an diesem Sonntag noch eine der schwersten Hürden vor sich, gegen den FC Liverpool an der Anfield Road. Die Reds, die im Gegensatz zu den Blues so gar nichts mehr zu verlieren haben, wollen eine mäßige Saison zumindest für die Fans verschönen. Denn auch wenn man mit drei Punkten wohl Manchester United zum Meister machen würde, gäbe es nicht viel mehr Prestige und Anerkennung von den Fans, wenn man den FC Chelsea besiegen würde. Und es wäre vielleicht auch das passende Abschiedsgeschenk für Rafael Benitez, im seinem wohl letzten Heimspiel an der Anfield Road. Der Spanier, der Liverpool in seiner ersten Saison zum Champions League Titel führte, ist Sinnbild für die Reds in dieser Saison: Zu viele Baustellen außerhalb des Spielfeldes, zu viele Gerüchte, zu viele Diskussionen um Cash als um Tore und Triumphe. Da kann man zumindest mit einem tollen Spiel einiges vergessen machen. Rekordmeister im englischen Fußball hin oder her.

Chelsea konnte seit elf Spielen nicht mehr an der Anfield Road gewinnen, hat seit 2005 nur ein Tor in Ligaspielen an der Mersey erzielt. Liverpool veränderte seine Aufstellung im Vergleich zum Ausscheiden in der Europa League auf zwei Positionen. Maxi Rodriguez, der im Europapokal nicht spielberechtigt war, ersetzte Ryan Babel, Javier Mascherano spielt weiter auf der Rechtsverteidigerposition, weil Glen Johnson weiter verletzt ist. In der Innenverteidgung ersetzt Kyrgiakos Daniel Agger. Der Däne rückt dann auf die Linksverteidigerposition. Alles nicht so optimal. Bei Chelsea kehrt der Kapitän John Terry nach seiner Sperre zurück, Paulo musste deshalb wieder auf der Bank nehmen. Vom Personal und den Möglichkeiten offensiv zu spielen, geht der FC Chelsea hier ganz als Favorit in die Bank.

Nach der inbrünstigen Intonation von You never walk alone ging es dann los. Chelsea mit Anstoß in der ersten Hälfte, spielte in den blauen Trikots von links nach rechts, Liverpool wie immer ganz in rot. Nach zehn Minuten die beste Chance für den FC Liverpool. Nach einem Einwurf spielt Liverpool schnell, Gerrard mit dem Pass von der rechten Seite in die Mitte, wo Aquilani viel zu viel Platz hat. Der Italiener mit einem fantastischen Distanzschuss, der sogar noch die Latte streichelt. Insgesamt in der Anfangsphase verteiltes Spiel, beide bemühten sich um einen geordneten Spielaufbau und wollten partout nicht die Defensive vernachlässigen. Große Torchancen blieben aus, mit Ausnahme der Gelegenheit von Aquilani. Dass das eine Spazierfahrt für Chelsea werden könnte, war nach 10 Minuten überhaupt nicht zu sehen. Liverpool sehr konzentriert, fragt sich eben nur, wie lange die Reds dies im Spiel durchhalten können. Chelsea agierte vorsichtig, überließ Liverpool zum großen Teil das Mittelfeld, hin und wieder griff man aber sehr früh an und machte die Räume eng. Zwischendurch wollte man mal zeigen, dass man auch dabei ist. Aber man braucht ja auch nicht auf Teufel komm raus die Tore schießen, man hat 90 Minuten Zeit und demonstriert die Stärke jederzeit einen Gang höher schalten zu können. Was Liverpool exzellent machte in den ersten 20 Minuten, war das Zustellen der Flügel, die eigentliche Schwachstelle im Spielsystem der Reds. Aber Agger auf Links und Mascherano auf rechts hatten gegen Malouda und Kalou überhaupt keine Probleme, gewannen fast alle Zweikämpfe.

Mit Verlaufe der ersten Halbzeit wurde es ein füchterlich anzuschauendes Fußballspiel, insbesondere Chelsea enttäuschte auf ganzer Linie, kam überhaupt nicht ins Spiel. Einige Glanzlichter kamen, wenn überhaupt, nur vom FC Liverpool, die sich ganz gut durch das Chelsea-Mittelfeld kombinierten, im Abschluss aber immer wieder kläglich scheiterten. Da fehlte einfach ein Fernando Torres. Und wenn Chelsea schon keine Tore schießen will, macht das eben Liverpool für die Blues. Zumindest fast. 33 Minuten waren gespielt, als der Kapitän der Reds, Steven Gerrard, einen unglaublich blöden Rückpass auf Reina spielte. In das riskante Zuspiel sprintet Drogba und legt den Ball an Reina vorbei ins Tor. Chelsea auf dem Weg Richtung Meisterschaft – und sie haben dafür überhaupt nichts getan. Ein Spiegelbild der Saison vom FC Liverpool. Und plötzlich war Chelsea da, Lampard verzog völlig freistehend aus knapp 20 Metern in der 36. Minute. Liverpool geschockt vom Rückstand. Zwei Minuten später bekommt Kyrgiakos in allerletzter Sekunde das Bein vor den einschussbereiten Anelka. Das hätte das 0:2 sein können. Kurz vor der Halbzeit musste Benitez verletzungsbedingt wechseln, brachte Ryan Babel – bekannt für Tore in Duellen gegen die Big Four – für Maxi Rodriguez. Mit dem 10 für Chelsea ging es in die Pause, zumindest durch die letzten Minuten der ersten Halbzeit teilweise verdient. Liverpool offensiv zu umständlich und defensiv mit dem einen haarsträubenden Fehler.

Es gab keine Wechsel in der Halbzeitpause – und am Spiel änderte sich im Vergleich zu den letzten Minuten der ersten Hälfte wenig. Liverpool schien sich schon aufgegeben haben, auch Mascherano und Agger auf den Außenbahnen längst nicht mehr so präsent und zielstrebig wie in den ersten 45 Minuten. Chelsea versuchte schon kurz nach Wiederanpfiff den Sack zuzumachen, hatte aber ein wenig Pech im Abschluss, als Kalou sich mit schönem Solo bis zur Grundlinie durchtankte, in der Mitte dann aber keinen Abnehmer fand. Chelsea tat gut daran auf das 2:0 zu gehen, denn auch wenn es nur 1:0 nach 50 Minuten stand und Liverpool seelisch und körperlich nicht mehr an diesem Spiel teilnahm, war die Führung dennoch knapp. Und nach 54 Minuten die Konsequenz, die schon lange angedeutet hatte. Lampard macht das 2:0. Ein Pass hebelt die Reds-Abwehr aus, Anelka hat alle Zeit der Welt in die Mitte zu passen, wo Lampard nur noch einschieben braucht. Game over. Zu allem Überfluss verletzte sich auch noch Jamie Carragher bei der möglichen Verhinderung des Gegentores, Daniel Ayala kam für ihn in die Partie. Liverpool kann einem leid tun, wirklich. Die Reds versuchten noch mal alles, Chelsea hatte zahlreiche Konterchancen. Das 3:0 lag eher in der Luft als ein Anschlusstreffer des FC Liverpool. Kuyt verletzte sich im Kopfballduell mit Terry, musste den Platz verlassen um die Blutung zu stillen. Der Fußballgott hatte sich gegen Liverpool gestellt. Es ging alles schief. Das Spiel plätscherte dem Ende entgegen. Liverpool konnte nicht mehr, Chelsea brauchte nicht mehr. Und wenn Chelsea mal wollte, war der überragende Reina zur Stelle.

Die Blues sind auf dem besten Weg zur Meisterschaft, Manchester United muss gegen Sunderland schon gewinnen um noch Chancen zu haben. Für Liverpool bleibt nach 90 enttäuschenden Minuten – nicht von der Leistung, denn die war gepaart mit der Einstellung in den ersten 35 Minuten mehr als ordentlich – der Weg in die Europa League. Die Reds stehen vor einem Neuanfang. Und das muss nicht immer schlecht sein.

Thema: Premier League | Kommentare (0) | Autor: medispolis

Live-Blog 01.05.2010: Vorletzter Spieltag in Premier League und Bundesliga

Samstag, 1. Mai 2010 13:09

[17h56] Tabellenstand in der Premier League. Tottenham auf Platz 4 mit 67 Punkten, dahinter Man City mit 66 Punkten. Damit wird das Nachholspiel am Mittwoch zum echten Schlüsselspiel. Mit einem Sieg könnten die Spurs den vierten Rang eintüten. Liverpool kann morgen noch ranrücken an das Duo. Aston Villa hat einen Europa League Platz sicher. Everton spielt nächste Saison definitiv nicht international.

So, das wäre es dann für heute Abend. Vielen Dank fürs Lesen. Schönen Abend noch.

[17h54] Nach sechs Minuten Nachspielzeit bringt auch Tottenham das 1:0 gegen Bolton nach Hause.

[17h52] Endstand Manchester City – Aston Villa 3:1

[17h48] Manchester City – Aston Villa 3:1, Craig Bellamy, 90. Minute

City bringt einen Konter nach Hause. Wright-Philips setzt sich auf links energisch durch. Cuellar wird überlaufen, Pass zu Bellamy – und dann ein Schlenzer in den Winkel. Tolles Tor und Entscheidung in dieser Partie. 3 Minuten Nachspielzeit so far.

[17h46] Tevez geht bei City, Micah Richards kommt. Beton wird angerührt.

[17h43] Villa jetzt zwar mit mehr Tempo, ich wollte schon vom letzten Aufbäumen schreiben, als man einen Eckball rausholte, aber wirklich dauerhaft ist das nicht. Villa mit fast 60 Prozent Ballbesitz in der zweiten Hälfte – und dafür ist insgesamt einfach zu wenig bei rausgesprungen. Fünf Minuten noch. Ungemein spannend.

[17h38] City bekommt Konterchancen, Kompany mit dem Kopfball, aber über das Tor. Eher macht City hier das 3:1, Villa schafft es nicht City unter Druck zu setzen.

[17h33] Viertelstunde noch in Eastlands. Villa weiter ohne die ganz gefährlichen Torchancen. Derweil dringt Tottenham an der Lane auf die Entscheidung. Manchini bringt Wright-Philipps für Adam Johnson.

[17h25] Keine weiteren Tore in der Premier League, wenngleich Bellamy gerade die riesengroße Chance auf das 3:1 für City hatte, scheiterte aber am glänzenden Brad Friedel. Von Villa kommt in der zweiten Halbzeit etwas zu wenig. City steht ganz gut und lässt kaum Chancen zu. Auch Tottenham liegt weiter knapp vorne gegen Bolton.

[17h21] Damit Hertha abgestiegen, Freiburg gerettet, 96 mit ganz großem Schritt Richtung Klassenerhalt. Werder mit Big Point im Kampf um Platz 3, zumal Dortmund und Leverkusen über ein Remis nicht hinauskamen. Aus meiner Sicht gab es schon schlechtere Spieltage.

[17h19] Endstände in der Bundesliga

Schalke-Werder 0:2, Bayern-Bochum 3:1, Hannover-Gladbach 6:1, Köln-Freiburg 2:2, Leverkusen-Hertha 1:1, Dortmund-Wolfsburg 1:1, Frankfurt-Hoffenheim 1:2, Hamburg-Nürnberg 4:0, Stuttgart-Mainz 2:2

[17h16] So unzufrieden ich mit Werder in der ersten Halbzeit war, so zufrieden bin ich mit den zweiten 45 Minuten. Richtig cool und souverän zu Ende gebracht, ganz ganz stark.

[17h11] Köln macht den Ausgleich in Freiburg. Noch ist das Team von Robin Dutt gerettet. Und Bochum macht das 1:3. Damit Tordifferenz wieder in Nähe von 96. Musste das sein, lieber Bayern. Bitte konzentriert zu Ende spielen.

[17h07] Ach, Wolfsburg. Wie wäre es mal mit norddeutscher Schützenhilfe. Erstmal nicht, Ausgleich für den BVB durch Marco Stiepermann. Wieder einen neuen Namen kennengelernt.

[17h06] Unglaubliche Szenen in Leverkusen. Kopfball von Bayer an die Unterkante der Latte, Ball springt von dort genau an die Linie. Im Nachschuss Friedrich, Drobny reagiert glänzend. Weiter 1:1 in Leverkusen.

[17h02] Hannover macht das 6:1 durch Bruggink, Hamburg das 4:0 gegen Nürnberg und Stuttgart gleicht zum 2:2 gegen Mainz aus. Werder weiter am Drücker, eher das 3:0 als das 2:1 im Bereich des Möglichen.

[16h58] Marcel Reif: “Thema Meisterschaft für Schalke ist erledigt.” Nun ja, 20 Minuten noch, Werder ist vieles zuzutrauen. Aber im Moment sieht das sehr souverän von den Gästen aus. Bis jetzt noch.

[16h55] Dzeko mit dem 1:0 in Dortmund, für Werder äußerst praktikabel bisher, solange man weiter auf Schalke in Führung liegt. Bayern macht das 3:0, wieder Thomas Müller. Und Gladbach sorgt für Ergebniskosmetik mit dem 1:5, ich wechsle jetzt erstmal auf Einzeloption nach Gelsenkirchen.

[16h52] Schalke-Werder 0:2, Hugo Almeida, 64. Minute

So geht es doch, Werder. Endlich mal Spielkultur, gut überlegt, energisch nach vorne. Özil mit dem Zuspiel auf Almeida, der nur noch einschieben muss. Drei Torchancen, zwei Tore, aber der Unterschied ist, dass sich Werder endlich traut nach vorne zu spielen.

[16h48] Halbzeit in der Premier League: Man City-Villa 2:1 und Tottenham-Bolton 1:0

[16h46] Ausgleich in Leverkusen, wo Hertha auf das 2:0 drängte, Leverkusen durch Friedrich aber den Treffer erzielt. Spannende Schlussphase im Kampf um den dritten Platz.

[16h45] Tore auch in der Premier League. City dreht das Spiel gegen Villa durch zwei Tore innerhalb von einer Minute. Elfmeter Tevez und Adebayor die Torschützen. Und Tottenham führt 1:0 durch ein Tor von Huddlestone.

[16h42] Schalke-Werder 0:1, Mezut Özil, 56. Minute

Jetzt habe ich ihn so oft kritisiert bisher, aber jetzt kommt ein großes Lob. Fantastische Leistung von Özil, prima Einzelaktion, setzt sich gegen zwei Gegenspieler durch und dann der präzise Schuss ins lange Eck.

[16h39] Und Mainz mit der 1:0-Führung in Stuttgart. Die Schwaben damit wohl erstmal aus dem Rennen für den dritten Platz. Und 96 mit dem 5:0 durch Chahed. Ich werde verrückt. Fünf Tore von 96, richtig nett. So sollte es doch sein.

[16h36] Von Werder muss einfach mehr kommen, das wirkt immer noch mit angezogener Handbremse. Kontrolle ist gut, aber man kann sich ja nicht drauf verlassen, dass die Zwischenstände so bleiben. Viel zu oft lange Bälle, wenig Kreativität in der Offensive, Özil weiterhin ein Fremdkörper in diesem Spiel. Pizarro und Almeida hängen in der Luft vorne, bekommen nur lange Bälle und tappen dann in die sehr gut funktionierende Abseitsfalle der Schalker. Die Gastgeber selbst mit vorsichtigen Angriffen, zu viel Platz will man auch noch nicht gewähren. Und so steht das hier weiter 0:0 und ist ganz schwere Kost mittlerweile geworden.

[16h32] Beginn 2. Halbzeit

[16h30] Unfassbares Tempo bei Manchester City gegen Villa. Da muss Aston noch viele Angriffe aushalten, bisher bekommen sie immer noch einen Fuß dazwischen. Derweil noch keine Tore an der White Hart Lane.

[16h28] Blitztabelle Bundesliga: Bayern zwei Punkte vor Schalke, Bremen auf 3 einen Punkt vor Leverkusen und Dortmund mit je 57 Punkten. Derzeit Freiburg auf 14 mit 32 Punkten gerettet, dahinter Hannover mit 30 auf Rang 15, zwei Punkte vor Bochum und Nürnberg (je 28). Gute Ausganglage für 96 und Freiburg für die zweite Hälfte.

[16h24] Villa weiter mit unbequemem Spiel für City, machen die Räume schön eng, City kann nur selten sein schnelles Angriffsspiel aufziehen. Und selbst bleibt man über Milner und Agbonlahor brandgefährlich. Schuss von Milner, aber zu zentral, keine Probleme für Fulop.

[16h21] Halbzeit in der Bundesliga

Köln-Freiburg 1:1, 96-Gladbach 4:0, Hamburg-Nürnberg 3:0, Bayern-Bochum 2:0, Schalke-Werder 0:0, Leverkusen-Hertha 0:1, Dortmund-Wolfsburg 0:0, Stuttgart-Mainz 0:0, Frankfurt-Hoffenheim 1:0

[16h18] Manchester City – Aston Villa 0:1, John Carew, 18. Minute

Ach, wie perfekt umgeschaltet. Villa geht in Führung bei City. Carew mit seinem vierten Tor in den letzten sechs Spielen gegen City. Villa belohnt sich für konzentrierte und engagierte Anfangsphase und nutzt den ersten Angriff zur Führung. Fulop im Tor bei City als Ersatz für den verletzten Shay Given mit seinem ersten Patzer. So hatte er sich das sicherlich nicht vorgestellt. Joe Hart ist leider nicht da.

[16h15] Halbzeit Schalke-Werder 0:0

Nach 28 Sekunden Nachspielzeit ging es in die Kabine. Kein gutes Spiel, Schalke scheut das allerletzte Risko, Werder lethargisch, versucht es mit Fernschüssen zum Torerfolg. Kaum Tempo im Angriffsspiel. Schwach.

[16h12] Und Werder hat Glück, dass ein Foul von Mertesacker an Höwedes nicht mit Elfmeter belegt wird. Werder schwimmt so vor sich hin, spaziert sich so durchs Spiel. Spielerisch aus Werder-Sicht sehr sehr arm bisher.

[16h11] Hannover 96-Gladbach 4:0, Mike Hanke, 41. Minute

Sogar Hanke trifft. Ich fasse es nicht. Ich fasse es nicht.

[16h09] Schalke macht das ziemlich geschickt. Ziehen sich zunächst ein wenig zurück, lassen Werder kommen um dann schnell die Abspielfehler von Werder für einen eigenen Konter zu nutzen. Farfan angelt sich an der Eckfahne den Ball, Zuspiel auf Schmitz, präzise Flanke, in der Mitte Kuranyi vor Naldo, Kopfball geht aber ein paar Meter daneben.

[16h07] Dortmund verpasst die Chance in Führung zu gehen, Benaglio hält den Strafstoß von Sahin. Weiter 0:0 in Dortmund, richtig geil.

[16h05] Weiterhin durchaus sehenswertes Spiel in Gelsenkirchen, leichte Vorteile für Schalke, Werder fehlt nach vorne ein wenig die Durchschlagskraft. Özil steht noch völlig neben sich. Auch wenn ich jetzt dafür wahrscheinlich gleich wieder einen Meckerer bekomme: Es fehlt Marin, der auch mal in den Strafraum zieht und so mindestens mal einen Strafraum provozieren kann. Werder fällt offensiv noch zu wenig ein.

[16h01] Die Aufstellungen im City of Manchester Stadium

Manchester City: Fulop – Zabaleta, Toure, Kompany, Bridge – Adam Johnson, De Jong, Vieira – Bellamy, Adebayor, Tevez

Aston Villa: Friedel – Cuellar, Collins, Dunne, Warnock – Downing, Petrov, Milner, Ashley Young – Carew, Agbonlahor

[15h58] Hannover 96-Gladbach 3:0, Didier Ya Konan, 28. Minute

Mit einem Wort bisher: Perfekt!

[15h54] Hannover 96-Gladbach 2:0, Sergio Pinto, 24. Minute

Klasse Spiel von den 96ern. Nicht wiederzuerkennen. Pinto mit sattem Schuss, war aber haltbar. Und der HSV mit dem 3:0 gegen Nürnberg. Im Moment klare Angelegenheiten im Abstiegskampf. Zeit mal genauer nach Gelsenkirchen zu schauen.

[15h53] Schalke jetzt mit der ersten großen Torchance, Mertesacker rettet im letzten Moment vor den einkopfbereiten Angreifern, zuvor Kuranyi mit dem Kopfball an die Latte.

[15h48] Die Bayern legen vor im Meisterschaftskampf, Müller mit dem 1:0 nach Flanke von Lahm. Etwas unorthodox, aber Bochum wird bestraft für zu viel Passivität in der Defensive. Und drei Minuten später Müller mit dem 2:0. Ein Schauplatz weniger, Bochum schwenkt schon jetzt die weiße Fahne.

[15h47] 96-Gladbach 1:0, Haggui, 17. Minute

[15h45] Werder und Schalke sind bemüht nach vorne zu spielen, aber da hakt es noch an der ein oder anderen Stelle, Schalke kommt eher über die Flügel. Werder versucht es mit Frings und Borowski eher durch die Mitte. Klappt noch nicht so ganz, Schalke steht defensiv sehr sicher. Völlig ausgeglichnes Spiel, bei Ballbesitz wie bei guten Torchancen. Nämlich noch gar keine, zumindest gute Chance.

[15h42] Und die Hertha geht mit 1:0 in Leverkusen in Führung. Toller Angriff, Gekas mit der Flanke und Raffael mit dem Volley, keine Chance für Adler. Zweiter guter Angriff der Berliner, nachdem zu Beginn schon Gekas den Innenpfosten getroffen hatte.

[15h40] Hamburg-Nürnberg 1:0, Pitroipa, 10. Minute

[15h39] Köln-Freiburg 1:0, Zoran Tosic, 9. Minute

[15h38] Starke Anfangspahse derweil von 96 im Heimspiel gegen Gladbach, auch wenn mein Stream jedes Mal hing in den letzten Sekunden. Das sah aber gut aus von Hannover, schnell und flüssig durchs Mittelfeld kombiniert. Pech und bei Ya Konan wie immer ein klein wenig Unvermögen beim Abschluss sorgen dafür, dass Gladbach noch ohne Gegentor davon gekommen ist. 96 hat sich was vorgenommen, sieht gut aus.

[15h34] Vier Minuten auf Schalke absolviert, noch nichts passiert. Und Marcel Reif hat auch keinen Frosch im Hals. Schalke mit Freistoß, auf den langen Pfosten gezogen, Wiese ein wenig desorientiert. Farfan köpft an das Außennetz. Almeida und Borowski sollten die nötige Absicherung gegen die kopfballstarken Gastgeber sein.

[15h31] Auch wenn erst 35 Sekunden gespielt sind in der Allianz-Arena, drücken die Gastgeber schon aufs Tempo. Und ich kann mir beim besten Willen nicht vorstellen, wie Bochum diese 90 Minuten unbeschadet überleben wird. Bochum hypernervös.

[15h30] Beginn 1. Halbzeit

[15h24] Drama in der Scottish Premier League, wo Hearts of Midlothian durch ein spätes Tor von David Obua mit 2:1 bei Hibernian Edinburgh gewinnen. Damit großer Rückschlag für Edinburgh im Kampf um den Europapokal. Motherwall kann mit einem Sieg bei Celtic Glasgow sich später etwas absetzen.

[15h21] Die Aufstellungen in der AWD-Arena

Hannover 96: Fromlowitz – Cherundolo, Eggimann, Haggui, Christian Schulz – Pinto, Balitsch, Schmiedebach, Bruggink – Ya Konan, Hanke

Borussia Mönchengladbach: Bailly – Levels, Brouwers, Dante, Daems – Bradley, Meeuwis – Matmour, Arango – Friend, Reus

Mirko Slomka: “Ganz Hannover steht hinter uns. Wir wollen an die guten Leistungen zuletzt anknüpfen, es zählt nur ein Sieg. Wir sind top vorbereitet.” 96 also mit zwei Spitzen, Ya Konan neben Hanke. Endlich mal eine etwas offensivere Ausrichtung, auch Bruggink wieder im Mittelfeld, Schmiedebach wohl eher über die linke Seite.

[15h14] Jürgen Klopp: “Wir haben die Chance, etwas richtig Geiles zu machen. Wir haben Fußball pur im Mittelfeld.” Immerhin kann man über die Wortwahl schmunzeln, ansonsten viele belanglose Interviews in den Vorberichten. Was soll man jetzt auch noch groß sagen…

[15h13] Kai tippt in Hamburg auch seine Gedanken in die Tastatur. Bitte vorbeischauen bei Allesaussersport.

[15h10] Thomas Schaaf bei Jan Henkel: “Ich hoffe, dass wir ein tolles Spiel erleben. Es ist schön, so viel Aufmerksamkeit zu bekommen wie in den letzten Tagen. Ich hoffe uns gelingt eine gute Partie. Wir sind konzentriert auf unsere Dinge, alles andere interessiert uns nicht. Wir wollen unseren guten Fußball anbieten, wir wollen genauso frisch wirken wie zuletzt.”

[15h07] Der Trainer der Bayern erwartet übrigens heute eine Ga(a)la-Vorstellung, klingt mit seinem holländischen Akzent noch besser, als schriftlich niedergeschrieben.

[15h05] Die Aufstellungen in der Veltins-Arena

Schalke 04: Neuer – Rafinha, Höwedes, Bordon, Schmitz – Westermann – Kluge, Rakitic, Farfan, Hao – Kuranyi

Werder Bremen: Wiese – Fritz, Mertesacker, Naldo, Pasanen – Frings, Borowski – Bargfrede, Özil – Pizarro, Almeida

Magath sieht Werder in der Pflicht, werden auch nach vorne spielen, erwartet ein offenes Spiel und hofft auf die eigene starke Defensive. Bei den Gästen Pasanen wieder mit dabei, bin gespannt auf das Duo Bargfrede Özil im eher offensiven Mittelfeld.

[14h57] Bei Leverkusen kehrt Adler zurück ins Tor, Notiz aus dem ganz hohen Norden. Beim HSV Ruud van Nistelrooy nicht in der Startelf. So wenig brisant die letzten beiden Spieltage für die Hamburger sind, die Gäste aus Nürnberg kämpfen ebenfalls noch um das sportliche Überleben in der Bundesliga.

[14h55] Werder auf Schalke mit zwei Stürmern, Almeida an der Seite von Pizarro. Hunt ist zwar auf der Bank, aber noch nicht fit genug für die Startelf. Borowski spielt für Marin, also dann die etwas defensivere Variante für das Mittelfeld.

[14h48] Sehr schöne Antwort von Marcel Reif auf die Frage von Sebastian Hellmann, wie Schalke Werder schlagen kann: “Keine vier Tore kassieren, drei schießt man immer.”

[14h43] Sky konzentriert sich zunächst – wen wundert es – auf die Bayern und den Kampf um die Meisterschaft. Wirklich Neues erfährt man da aber nichts.

[14h32] Halbzeit in der Premier League. Birmingham City hat noch mal nachgelegt, 2:0 gegen Burnley jetzt durch Benitez kurz vor Pausenpfiff. Spiel dürfte durch sein und braucht die Aufmerksamkeit nicht unbedingt weiter verdienen.

[14h17] Während Burnley und Birmingham im Samstagmittagspiel derzeit reihenweise gute Torchancen auslassen, versuchen drei Mannschaften später dies sehr viel besser zu machen – im eigenen Interesse und um nächste Saison eventuell in der Champions League zu spielen. Die Tottenham Hotspur mit der Pflichtaufgabe gegen die Bolton Wanderers. Sollten die Spurs so agieren wie in ihren letzten beiden Heimspielen gegen Arsenal und Chelsea sollten drei Punkte keine völlige Überraschung sein. Bei den Spurs dürfte Aaron Lennon wieder im Kader sein, Einsatz von Beginn an aber noch nicht final geklärt. Würde Tottenham natürlich extremst weiterhelfen, denn wenn etwas nicht ganz so gut geklappt hat -von den Erfolgen aber dennoch überstrahlt wurde – war das Flügelspiel zuletzt, gerade über die rechte Seite. Tottenham war vor allem durch schnelles Spiel durch die Mitte erfolgreich, mit Lennon hat man jetzt wieder die Option auch über die Außenbahnen Torchancen vorzubereiten.

Im Samstagnachmittagspiel auf Sky das Fernduell um den Abschluss an den vierten Tabellenplatz. Manchester City empfängt Aston Villa. Für City ist die Rechnung ganz einfach: Die nächsten beiden Heimspiele gewinnen und man ist definitiv auf dem vierten Platz, weil am Mittwoch die Spurs nach Eastland kommen. Villa muss auf alle Fälle gewinnen, da man schon ein Spiel mehr als die Konkurrenz hat. Das Team von Martin O’Neill gewann die letzten drei Auswärtsspiele, City sollte also gewarnt sein.

[14h15] Birmingham City geht gegen den FC Burnley mit 1:0 in Führung, kurioses Tor, nach mehreren Zweikämpfen im Fünfmeterraum, letzlich fälscht Clarets-Torwart Jensen den Ball unglücklh über die Torlinie ab. Verdient aus Sicht der Gastgeber.

[14h02] Hilfreich für den heutigen Nachmittag – zumindest für die Bundesliga – sind eine Tabelle und der gute alte Taschenrechner oder gutes, schnelles Kopfrechnen.

[13h58] Im Fernduell um die Meisterschaft mit den Schalkern spielt der FC Bayern gegen den VfL Bochum. Auf die Partie schauen natürlich auch alle Kellerkinder. 96 wie gesagt gegen Gladbach, der SC Freiburg kann mit einem Sieg in Köln den Klassenerhalt perfekt machen. Nürnberg darf Aufbauhilfe beim Hamburger SV leisten.

In der Auseinandersetzung um den Qualifikationsplatz für die Champions League Leverkusen mit der vermeintlich leichtesten Aufgabe im Heimspiel gegen Hertha, Dortmund hat Wolfsburg zu Gast.

[13h51] Vor ein paar Wochen sah es danach aus, dass Werder Bremen die Saison in der Liga eigentlich schon abhaken konnte. Doch zuletzt drei Siege in Folge und einige Ausrutscher der Konkurrenz ist man jetzt zumindest in einer guten Ausgangslage für den dritten Platz. Und kann durch die heutige Auswärtspartie bei Schalke 04 auch erheblich in den Meisterschaftskampf eingreifen. Vorteil Werder: Man ist solche Drucksituationen durchaus gewohnt, vor zwei Jahren machte man erst am letzten Spieltag in Leverkusen die Qualifikation für die Champions League perfekt. Bei Werder ist man deshalb auch entsprechend zuversichtlich: “Oft stehen die Fakten zu diesem Zeitpunkt schon, nun sind wir mittendrin in der Spannung und voll konzentriert, da bleibt man hellwach”, so Thomas Schaaf. Doch auch Werder hat natürlich einiges zu verlieren. Wenn man schon Dritter werden könnte, ist es dann für die Ansprüche des Teams schon eine Niederlage, sollte es am Ende der Saison nicht klappen. Man kann darüber trefflich streiten, ob Schalke mehr zu verlieren hat. Champions League spielt man nächste Saison schon, doch auch hier dürfte gelten: Wenn man Meister werden kann und es dann nicht wird, dürfte die Enttäuschung gerade bei Schalke massiv sein. Spiele, in denen beide Teams gewinnen müssen, könnten ein einzige Spektakel werden – oder das pure Abtasten und Warten auf einen Fehler, zur Not in der 92. Minute. Interessante Ausgangslage in der Veltins-Arena.

[13h29] Die Stadt scheint zumindest hinter Hannover 96 zu stehen. Die AWD-Arena ist ausverkauft. Und nachdem man die letzten Wochen auch nach Niederlagen die positive Entwicklung, dass sich tabellentechnisch gar nichts verschlechtert habe, in den Vordergrund gestellt hat, muss spätestens jetzt ein Umdenken bei den Niedersachsen beginnen. Heute zählen für 96 nur drei Punkte, will man am letzten Spieltag in Bochum nicht gewinnen müssen. Es zählt also nicht zu sagen, dass bei eigener Niederlage und un null Punkten für den VfL in München die Lage unverändert geblieben sei. Faktisch mag das sein, doch wie will man selbstbewusst und mit Optimismus dann nächstes Wochenende an die Ruhr reisen? Entsprechend wenig ließ man dieser Tage in Hannover vom Verein nach außen verlautbaren, es wurde sich abgeschottet. Die Trainings waren nicht mehr öffentlich, es gab außer der PK vor dem Spiel am Donnerstag keine Medientermine. Sportlich gesehen ist es immer noch unklar, ob Ya Konan nach seiner Muskelverletzung wieder aufläuft, alternativ dann wieder mit Mike Hanke als einziger Spitze. Muss ich nicht unbedingt haben. Bei Gladbach fehlt – vielleicht zum Vorteil für 96 – Bobadilla. Gladbach kann frei aufspielen und völlig ohne Druck agieren. In Hannover hat man dieser Tage immer wieder die positiven Aspekte aus der Partie gegen Leverkusen hervorgehoben. Nur was nützt es, wenn man nach 90 Minuten kein Tor und der Gegner drei Treffer erzielt hat? Und heute nützen bei einer Niederlage auch keine positiven Aspekte mehr.

[13h17] Die Premier League startet jetzt gleich um viertel vor zwei mit einem aber eher bedeutungslosen Spiel in den Nachmittag. Birmingham City empfängt den schon abgestiegenen FC Burnley. Die Gastgeber sind seit 14 Spielen im heimischen St. Andrews ungeschlagen, warten aber schon seit fünf Spielen auf einem Heimsieg. Zuletzt gab es nur Unentschieden. Sky beginnt dann ab 14:30 mit der Vorberichterstattung für die Bundesliga.

[13h14] Mal sehen, wie sich der Nachmittag entwickelt. Ich versuche zunächst mal den Schwerpunkt auf vier Spiele zu begrenzen: Bayern-Bochum, Schalke-Werder, 96-Gladbach und aus der Premier League Manchester City gegen Aston Villa. Je nachdem wie sich der Spieltag entwickelt, ändere ich das dann aber auch gerne.

[13h09] Einen sonnigen Samstagmittag aus Düsseldorf fürs Live-Blogging der Fußballereignisse des Tages. Schwerpunkt auf dem Kampf um Platz 4 in der Premier League sowie dem Meisterschafts- und Abstiegskampf in der Bundesliga. Hereinspaziert.

Thema: Fußball, Live-Blog, Premier League | Kommentare (2) | Autor: medispolis