Das Ergebnis klingt zwar deutlich, aber so viel Spektakel war das gar nicht. Aber Brasilien muss man extremst auf der Rechnung haben. So viel individuelle Klasse in der Offensive, aber auch viele Chancen vergeben und in der Defensive in der zweiten Halbzeit ein paar Mal unsortiert. Chile praktisch chancenlos, weil in der Offensive mit zu wenig Durchschlagskraft und in der Abwehr mit den entscheidenen Fehlern.
Damit steht das zweite dritte Viertelfinale fest. Freitag 16:00 Uhr, Brasilien-Niederlande. Sollte man sich vormerken. Morgen dann der Auftritt der Spanier gegen Portugal als großes Highlight in diesem Achtelfinale. Bis dahin.
[22h17] Zwei Minuten Nachspielzeit
[22h14] Ramires ist übrigens gesperrt fürs Viertelfinale. Und auch sonst dürfte Dunga nicht alles geschmeckt haben. Einige defensive Aussetzer und die Chancenverwertung könnte auch noch verbessert werden.
[22h01] Es könnte mittlerweile auch 4:1 oder 5:2 stehen. Offenes Spiel jetzt, Chile spielt alles oder nichts. Chile hat die Latte getroffen, Brasilien wurden zwei Tore durch guten Paraden von Bravo verwehrt.
[21h48] Und Dani Alves um ein Haar mit dem Distanzschuss zum 4:0, knapp am Tor vorbei.
Chile derweil mit dem Wechsel, noch mehr Offensive. Ob es noch was bringt? Mauricio Isla geht, Rodrigo Millar kommt. Aber es dürfte zu spät sein. Chile kann die brasilianische Abwehr kaum in Verlegenheit bringen. Sie versuchen alles, Sanchez und Suazo, großer Kampf. Valdivia mit dem Distanzschuss knapp über das Tor. Brasilien hat drei Gänge zurückgeschaltet.
[21h46] 3:0, Robinho, 60. Minute
Es war nur eine Frage der Zeit. Endgültige Entscheidung in diesem Spiel. Ramires schleppt den Ball beherzt nach vorne, Pass raus zu Robinho, der den Ball ins Tor schlenzt. Ganz einfach gemacht. Aber Chile war auch aufgerückt.
[21h44] Großartige Parodie von Dave Henson zum Ausscheiden der Engländer und dem gestrigen Spiel gegen Deutschland, nach der Melodie von Cliff Richard – Mistletoe and Wine [via Tweet von Mark Chapman]. Der Song lief heute schon ein paar Mal bei BBC Five Live.
[21h40] Kaka bisher mit eher unglücklicher Leistung. Aber Brasilien hat schon nicht mehr so richtig Lust, rücken nur langsam nach, Fabiano und Robinho sind vorne meistens mit besten Wünschen auf sich alleine gestellt und haben kaum Anspielstationen bzw. müssen auf diese warten. Und dann ist Chile geschlossen wieder zurück und die Möglichkeit zum Kontern dahin.
[21h35] Eigentlich dürfte es nur eine Frage der Zeit sein, bis Chile die Kräfte schwinden, sie hinten noch mehr Räume anbieten und Brasilien irgendwann einen Konter erfolgreich zu Ende fährt.
[21h31] Beginn 2. Halbzeit
Zwei Wechsel bei Chile zur Halbzeit. Contreras muss für Rodrigo Tello weichen und Joge Valdivia ist für Mark Gonzalez im Spiel.
[21h16] Halbzeit Brasilien – Chile 2:0
Zehn starke Minuten gegen Ende der ersten Hälfte reichen Brasilien für eine komfortable Halbzeitführung und einer Vorentscheidung in diesem Spiel. Da war Chile bei allem Bemühen insgesamt zu ungefährlich im Spiel nach vorne. Und man muss konstatieren, dass Brasilien wohl noch eine Schippe drauflegen könnte. Wenn Brasilien auch mal von Anfang an so dominant und spielfreudig agieren könnte, würde ich mich mit dem Team auch glatt anfreuden können. Aber so ist es zu Beginn teils sogar ein wenig arrogant und behäbig. Dass sie es dann doch in ihre Richtung drehen, verdient Anerkennung. Und lässt Chile in Ratlosigkeit zurück.
[21h12] Und das ist dann eben doch bedenklich aus Sicht aller verbliebenen Mannschaften im Turnier, wie erfolgreich Brasilien spielt, wenn sie mal zwei Gänge höherschalten. Da war dann Chiles Abwehr chancenlos – und es wäre vielleicht jede dieser Welt.
Für Chile denkbar ungünstig. 30 Minuten lang war man zwar nicht immer spielbestimmend, aber man konnte Brasilien bei aller Qualität ganz gut vom eigenen Tor fernhalten. Und dann hat man zweimal nicht aufgepasst und wurde von der individuellen Klasse Brailiens überlaufen – und steht jetzt nach einer eigentlich ganz ordentlichen ersten Hälfte mit leeren Händen da. Gut angefangen, aber mit zunehmender Dauer offensiv bemüht, aber wirkungslos. Und defensiv in Schockstarre. Blöd gelaufen.
[21h07] 2:0, Luis Fabiano, 38. Minute
Super gespielt von den Brasilianern. Das war doch mal Fußball. Und eigentlich ist dieses Spiel entschieden damit. Es sei denn Brasilien wird überheblich. Robinho marschiert auf dem linken Flügel runter, Pass in die Mitte, wo Kaka den Ball einfach nur auf Luis Fabiano weiterleitet. Der steht nicht im Abseits, war gleiche Höhe, super gesehen vom Linienrichter, Fabiano geht noch einen Schritt, umkurvt den herauseilenden Bravo und schiebt zum 2:0 ein. Ganz feines Tor. Ganz fein.
[21h04] 1:0, Juan, 35. Minute
Ach Brasilien. Wieder ein Tor aus dem Nichts. Wieder eigentlich ohne viel Aufwand. Ist wohl auch Qualität, richtig verdient und absehbar war das nicht. Eckball von rechts, in der Mitte springt Juan am höchsten und wuchtet den Ball per Kopf ins Tor. Bravo im chilenischen Tor einfach eine Nummer zu klein um an den Ball heranzukommen.
[21h03] Spiel hat merklich nachgelassen. Chile und Brasilien ohne wirkliche Struktur, bei Brasilien ist das Tempo im Spiel nach vorne völlig weg, alles viel zulangsam und behäbig jetzt. Das hat Chile dann einigermaßen im Griff. Selbst ist das in Ansätzen ganz durchdacht im Spiel nach vorne, kommen manchmal auch bis an die Grundlinie. Aber im Abschluss dann meistens mangelhaft in der Ausführung.
[20h58] Glück für Chile, als Lucio im Strafraum im Getümmel gefoult wird. Für den Schiedsrichter schwierig zu sehen, hätte man aber bei klarer Sicht durchaus auf den Punkt zeigen können.
[20h54] Suazo mit merkwürdigem Ritual vor jedem Eckball. Er tätschelt herzlichst die Eckfahne, eine innige Umarmung. Ecken sind auch gar nicht so schlecht getreten.
[20h52] Bei beiden noch einige Mängel in der Vorwärtsbewegung. Vor allem Brasilien mit erstaunlich vielen langen Bällen, Chile im Moment sowieso. Und dann meistens häufig durch die Mitte, da steht vor allem Chile kompakt und stabil. Wenig Durchkommen. Brasilien möchte man zurufen es endlich mal mit Flanken zu versuchen. Aber sie hören mich nicht.
[20h43] Ausgeglichenes Spiel, weil auch Chile weiterhin den Weg nach vorne sucht. Bei den Chilenen geht viel über die rechte Seite, ebenso bei Brasilien. Links wird von beiden nahezu komplett ignoriert. Interessant die Duelle im Mittelfeld, Gilberto Silva gegen Mark Gonzalez, im Moment noch sehr ausgeglichen. Wenn Brasilien mal im Angriff ist, spielen sie den Ball extrem schnell nach vorne, bis jetzt ist Chile da noch gewappnet.
[20h39] Brasilien brauchte ein paar Minuten um in dieses Spiel zu kommen, in den letzten Minuten spielt sich aber alles in der chilenischen Hälfte ab. Distanzschuss von Gilberto Silva, den Claudio Bravo spektakulär zur Ecke abwehren kann.
[20h35] Auch wenn erst knapp fünf Minuten gespielt sind und Chile erst eine halbe Torchance hatte, das sieht zumindest offensiv sehr fein aus. Aber man steht hinten offen wie ein Scheunentor, Konter der Brasilianer, aber Luis Fabiano verzieht im Abschluss. Munteres Spielchen.
[20h31] Und Chile mit dem ersten Eckball nach 75 Sekunden. Vielversprechend.
[20h30] Beginn 1. Halbzeit
Chile mit Anstoß, spielen in den weißen Trikots von rechts nach links in der ersten Hälfte. Brasilien wie eigentlich immer in gelb-blau.
[20h24] Kai Dittmann zur Schiedsrichteransetzung von Howard Webb: “Auch das gibt es, ein Montag, und ein Engländer im Turnier.” Und in England sitzt jetzt wahrscheinlich die ganze Familie von Webb zitternd auf der Wohnzimmercouch vor dem TV.
[20h18] Es sind die vielleicht stärksten Teams derzeit aus Südamerika, beide schlossen die Eliminatorias Sudamericanas als erster und zweiter ab. Und Chile hat gezeigt, dass sie mit Argentinien und Brasilien mithalten kann. Vielleicht ist es ja ein Vorteil, dass sich beide Teams kennen, also nicht nur Stärken, sondern auch Schwächen.
[20h16] Die Aufstellungen im Ellis Park zu Johannesburg
Brasilien: Julio Cesar – Maicon, Lucio, Juan, Michel Bastos – Gilberto Silva, Ramires – Dani Alves, Kaka – Robinho – Luis Fabiano
Chile mit offensiver Aufstellung im 4-3-3. Estrada, Ponce und Jorge Valdivia sitzen nur auf der Bank, Gary Medel fehlt gesperrt. Dafür auf den Außenpositionen im Sturm mit Suazo und Beausejour. Brasilien wieder mit der vorsichtigen Formation, mit zwei defensiven Absicherungen Gilberto Silva und Ramires. Robinho, Kaka und Ramires, die gegen Portugal geschont wurden, sind wieder dabei. Elano ist immer noch nicht fit.
[20h09] Ist es nun das berühmte Pferd, das nur so hoch springt, wie es wirklich muss? Oder ist Brasilien unter der neuen Taktik von Trainer Dunga doch nicht so stark, wie von vielen Experten vorhergesagt? Gegen Nordkorea und die Elfenbeinküste reichte eine durchschnittliche Leistung, gegen Portugal war das eine einzige Enttäuschung. Wäre mal an der Zeit eine Duftmarke zu setzen. Die hat Chile mit guten Leistungen gegen Honduras und die Schweiz schon getan, Spanien war dann eine kleine Nummer zu groß. Wollen wir mal hoffen, dass Chile weiter so engagiert offensiv spielt, dann könnten wir vielleicht ein nettes Spiel bestaunen.
[20h03] Guten Abend. Gesucht wird der Viertelfinalgegner der Niederlande. Rekordweltmeister Brasilien, der bisher nur auf Sparflamme gekocht hat, oder Chile, Überraschungsmannschaft, die sich vielleicht auch nicht vor den ganz großen Teams fürchten muss.
Stekelenburg mit dem Foul, Elfmeter geht in Ordnung. Der niederländische Torwart sieht gelb. Vittek verwandelt sicher. Und gleich danach wird das Spiel abgepfiffen.
Die Holländer locker, leicht und lässig im Viertelfinale. Vierter Sieg bei dieser WM im vierten Spiel, erst ein Gegentor kassiert, aber höchstens mit zwei Toren Unterschied gewonnen. Ganz effizienter und zweckmäßiger Fußball. Muss man nicht gut finden, ist auch – wie man heute wieder feststellen konnte – nicht besonders schön anzuschauen, aber eben erfolgreich. Die Niederlande bleiben im 23. Spiel in Folge ohne Niederlage. Und da hast du dann alle Argumente auf deiner Seite.
Vier große Chancen hatten die Niederlande, zwei Tore haben sie gemacht und dann gemütlich das Ergebnis verwaltet. Ging auch so wunderbar auf, weil die Slowakei in der ersten Halbzeit nichts nach vorne unternahmen. Daran änderte sich auch nichts in der zweiten Halbzeit bis Mitte der zweiten 45 Minuten, als man plötzlich innerhalb weniger Minuten drei Großchancen hatte. Aber man hat eben das Tor nicht gemacht. Wie man Chancen und Fehler nutzt, haben dann die Niederlande wieder gezeigt und das Spiel zehn Minuten vor Schluss entschieden.
Sind die Niederlande jetzt ein WM-Favorit? Man kann ja sagen, weil sie extrem ruhig, abgeklärt spielen und wenige Chancen für Tore benötigen. Sie spielen nicht besonders gut, aber sie gewinnen und sind erfolgreich. Das macht gefährlich. Fraglich ist eben nur, was passiert, wenn die Mannschaft mal über 90 Minuten gefordert wird, die Defensive unter Druck steht. Denn die vermeintliche Schwachstelle wurde bei dieser WM noch kaum gefordert. Über den wahren Leistungsstand der Holländer werden wir wohl eher im Viertelfinale richtig schlau werden.
Und die Niederlande machen den Deckel drauf. Drei Chancen von der Slowakei in der zweiten Hälfte, die Niederlande seit der Doppelchance von vorhin kaum gefährlich vor dem Tor, aber wenn sie da sind, nutzen sie die Chancen. Langer Ball von Van Bronckhorst, Kuyt ist vor dem herauseilenden Mucha am Ball, legt in die Mitte, wo Sneijder nur noch ins leere Tor einschieben muss.
[17h22] Und jetzt die Doppelchance für die Slowakei innerhalb einer Minute. Die ersten beiden Gelegenheiten überhaupt. Erst scheitert Stoch nach schöner Einzelleistung an Stekelenburg, der den Ball gerade noch so über die Querlatte lenkt. Gleich danach die Niederlande wieder unter Druck. Tolles Zuspiel auf Vittek, kein Abseits, aber Schuss zu unplatziert auf Stekelenburg. Immerhin ein bisschen Aufregung in einer weiterhin vom Niveau sehr überschaubaren Partie.
[17h06] Zwei Chancen in einer Minute für die Niederländer zu Beginn der zweiten Hälfte, zwei Tore hätten fallen können. Beste Chance durch Robben, zieht von rechts rein, Schuss mit links, aber diesmal kann Mucha den Ball noch um den Pfosten lenken. Starke Szene von beiden. Und die Slowakei weiter ohne Torchance.
[16h45] Halbzeit Niederlande – Slowakei 1:0
Die Niederlande wie immer bisher bei dieser WM. Eine sehr gute Szene, das Tor gemacht und dann lässig den Stiefel runtergespielt. Geht diesmal wieder auf, weil von der Slowakei nach vorne so gut wie gar nichts kommt. Kein tolles Spiel, aber für die Niederlande eine bequeme und nie gefährdete Führung. Und warum mehr machen, wenn nicht nötig?
[16h31] 30 Minuten hat es gedauert, bis die erste gelbe Karte gezeigt wird. Robben für absichtliches Handspiel. Wenn es schon keine gelbwürdigen Fouls gibt, dann eben so, sagt sich Undiano. Entscheidung ist ein Witz. Bei sowas muss man kein gelb geben. Robben hat zwar den Arm draußen, aber schon sehr viel früher, als der Schuss kommt. Kurze Distanz und meilenweit vom Tor entfernt irgendwo an der Seitenlinie. Das berühmte Fingerspitzengefühl…
[16h21] England verlässt Südafrika. Sky Sports Reporter Chris Skudder hat gerade dieses twitpic online gestellt. Man beachte die Aufschrift auf dem Bus der englischen Mannschaft.
Wer sonst und wie sonst. Langer Ball auf Robben auf den rechten Flügel raus. Robben zieht nach innen, lässt zwei Gegenspieler aussteigen und schießt mit links flach ins Tor. Es scheint immer so zu funktionieren, aber die Slowakei hätte da ruhig etwas energischer auftreten können.
Führung ist insgesamt verdient, auch wenn es noch keine großen Torchancen gab, haben die Niederländer etwas mehr fürs Spiel getan, haben mehr Ballbesitz, lassen den Ball besser durch die Reihen zirkulieren. Wird ein schweres Stück Arbeit für die Slowakei und die Niederlande können jetzt gemütlich über Kuyt und Robben die Konter starten.
[16h04] Also Robben tatsächlich auf dem rechten Flügel, Kuyt kommt über die linke Seite.
[16h00] Beginn 1. Halbzeit
Schiedsrichter ist übrigens Undiano von der Partie Deutschland-Serbien. Holt euch also schon mal das große DIN A4-Blatt für die Liste der Verwarnungen.
[15h58] Unklar noch, wo Robben spielt. Offizielle Aufstellung der FIFA listete ihn auf der linken offensiven Seite, laut Tom Bayer eher über rechts. Dann muss Kuyt auf den linken Flügel. Hat der da jemals schon mal gespielt? Aus seiner Liverpool-Zeit mir nicht in Erinnerung.
[15h50] Dank Arbeit kein ausführliches Live-Bloggen. Analyse später vielleicht noch, spätestens dann nachher fürs Live-Blog zu Brasilien-Chile.
[15h25] Gleich um 16:00 Uhr das fünfte Achtelfinale. Die Niederlande gegen die Slowakei. Trotz des Sieges gegen Italien hat mich die Slowakei nicht beeindruckt. Halte die Niederländer für den klaren Favoriten. Robben wird erstmal bei dieser WM in der Startelf stehen, Rafael Van der Vaart muss dafür auf die Bank.
[15h08] Oder braucht die FA nur genug Zeit um einen Nachfolger zu finden? Und wenn es den nicht gibt, weil Redknapp bei Tottenham bleiben möchte oder O’Neill bei Villa, dann für die EM-Quali doch noch einmal mit Capello versuchen?
[14h59] Und diese PK wird viele Interpretationen zulassen. Ist Fabio Capello wirklich so happy über die Aussagen der FA? Oder hätte er sich ein klareres Bekenntnis seitens des Verbandes gewünscht?Warum sind die Spieler auf einmal so müde? Kam das überraschend für den Trainer? Welche Konsequenzen hat die angebliche Müdigkeit der Spieler für Struktur der Premier League?
Da werden wir den Sommer über noch einige Diskussionen erleben und erfahren.
Zu Frage über sein hohes Gehalt, gab Capello spöttisch ins Mikrofon: “I don’t choose my salary.”
Out of Africa, but still in his job. Two weeks to go.
[14h47] Und es geht los. Fabio Capello ist da. Einige Fragen muss er sich wieder übersetzen lassen.
“Habe mit Vertretern der FA gesprochen, haben um Überlegenszeit für zwei Wochen gebeten. Es ist in ihren Händen jetzt. Ich möchte absolut weiter englischer Nationaltrainer bleiben.”
“Wir hatten das Problem, dass sehr viel Spieler in unserem Team bei dieser Weltmeisterschaft sehr müde waren, nicht so schnell spielen konnten, wie wir uns das vorgestellt und auch vorgenommen haben. Den schlechten körperlichen Zustand von den englischen Spielern waren wir nicht gewohnt.”
FA hat Capello also tatsächlich gesagt, dass sie zwei Wochen benötigen um über die Zukunft von Capello zu entscheiden. Ist auch eine Leistung. Vertreter der FA, anwesend Adrian Bevington, haben betont, dass er einen gültigen Vertrag habe und das auch erstmal gelte. Hingegen müsse man aufgrund des schlechten Abschneidens die letzten Wochen genau analysieren und reflektieren.
Capello teilt Journalisten mit, dass er zufrieden sei mit der Aussage der FA. Er liebe es englischer Nationaltrainer zu sein und möchte es gerne weiter machen.
Capello spricht sich für eine Winterpause wie zum Beispiel in der Bundesliga aus. Aber es ist nicht seine Aufgabe darüber zu entscheiden.
Er bereue seine Auswahl der Spieler nicht. Er habe nach der Form der Spieler am Ende der Saison entschieden. Dies sei richtig gewesen.
Capello wird gefragt, ob das 4-4-2 überholt sei. Möchte sich dazu nicht klar äußern, er passe das System an die Fähigkeiten seiner Spieler an. Es würde auch, sollte er weiter Trainer bleiben, an der Grundstruktur nichts ändern, zeigt sich für Veränderungen aber offen.
Capello habe zahlreiche Angebote von anderen Klubs abgelehnt um weiter Nationaltrainer Englands zu bleiben.
Und nach 10 Minuten ist die PK beendet. In zwei Wochen wissen wir spätestens mehr.
[14h39] Fabio Capello lässt sich viel Zeit, noch einmal zum Schluss ein kleines Machtspielchen?
[14h32] Und Sky News kann den ganzen Tag schon nicht verstehen, dass die FIFA sich nicht zu Videotechnologie im Fußball äußern will geschweige denn darüber nachdenken.
[14h27] Im Media Centre der englischen Mannschaft, wo Capello in wenigen Augenblicken eine Pressekonferenz halten soll, ist erstmal der Strom kurzzeitig ausgefallen. Dürfte aber trotzdem pünktlich losgehen. BBC Five Live und Sky News klinken sich live ein.
[14h02] Sky News mit dem Rätsels Lösung für die englische Schwäche bei Weltmeisterschaften. Diesmal waren 12 Spieler im Kader über 30 Jahre alt.
The future cannot start too soon. It is no comfort for England’s elimination at the hands of Germany in the last 16, but a disaffected public will not have to spend all that much longer with several of these players. This, after all, has been the oldest group ever to represent the country at the tournament. Germany’s youth proved to be a devastating asset rather than a burden in Bloemfontein and no amount of indignation over a valid goal disallowed when the score was 2-1 alters that fact. There was already a need for change even before the humdrum results in South Africa. While the European Championship of 2012 is an immediate target, every calculation really has to be made in the context of the next World Cup, in Brazil. Four years from now, the only members of the present group who will still be in their twenties are Joe Hart, Glen Johnson, James Milner, Aaron Lennon and Wayne Rooney.
[13h04] Wieder mal sehr amüsante Fußball-Mittags-Mail vom Guardian, The Fiver.
[13h00] Wenig Ergiebiges heute aus der PK. Klose wird danach gefragt, warum er trotz der mäßigen Saison bei Bayern jetzt wieder so stark spielt. Er habe immer auf Australien hinarbeitet und Vertrauen in diejenigen Betreuer um ihn herum gehabt. Erfahrung der WM 2010 sei, so Klose, ganz wichtige Erfahrung für das noch junge Team.
[12h47] Die Pressekonferenz des DFB geht los. Stenger und Khedira sitzen auf dem Podium. Am Tag nach Bloemfontein..
Stenger bedankt sich für Reaktionen, Grüße und Glückwünsche aus Deutschland. “Einen herzlichen Gruß an unsere tollen Fans nach Deutschland. Ihr seid genauso super wie unsere Mannschaft hier.” Heute Morgen war Training, ein bisschen mit Ball, sonst Fitnesscenter. Heute ab 16:00 Uhr ist bis morgen 23:00 Freizeit für die Spieler.
Khedira: “Ja, alles ist sehr positiv bei uns. Die Reaktionen aus Deutschland zeigen uns jungen Spielern, dass wir auf dem richtigen Weg ist. Es gab ja Skepsis, aber wir jungen Spieler spielen aus Überzeugung für Deutschland.”
Khedira lobt Schweinsteiger und freut sich auf die freie Zeit. Jeder sei froh abzuschalten, aber danach gelte die Konzentration wieder auf Argentinien.
Khedira lehnt Videobeweise und mehr Technik ab: “”Wir Spieler sind froh, wie es gerade ist.”
Klose, mittlerweile auch auf der PK, sieht das anders: “Wenn Technik da ist und wir auch darauf zurückgreifen können, dann sollten wir das auch machen.”
Klose zu seinem 50. Länderspieltor und vor seinem 100. Länderspiel: “Es ist was Großartiges für einen Fußball das erreicht zu haben. Und das schöne: ich bin noch nicht am Ende. Es kann noch das ein oder andere Tor hinzukommen. Ich muss die Mannschaft loben, dass sie mich immer so in Szene setzt.”
[12h01] Sky startet seine Vorberichterstattung mit den Toren der deutschen Mannschaft, samt Originalkommentar von Marcel Reif. GÄNSEHAUT!
[11h47] Ein englischer Fan bei der BBC im Interview: “What a waste of money. I saved for a year, it cost me £5000, probably what those players spend on a pair of jeans.”
[11h22] Sky News mit einer längeren Schalte nach Rustenburg, wo den Journalisten immer noch das blanke Entsetzen in den Gesichtern steht. Keine wirklich neuen Erkenntnisse, außer die schonungslose Offenlegung, dass England einfach nicht gut genug war und weniger Leidenschaft gezeigt habe als das deutsche Team.
Pressekonferenz von Capello gegen 14:30 Uhr unserer Zeit. Noch nichts Konkretes über den Inhalt, es kann nur spekuliert werden, ob Capello heute Nachmittag schon seinen Rücktritt verkündet oder sich noch ein paar Tage dem Druck der Presse aussetzen möchte. PK gibt es live bei der BBC und auf Sky News.
[10h56] Treffen sich ein Italiener, ein Franzose und ein Engländer am Flughafen..ach ne, lassen wir das.
[10h46] Die Engländer sind so fair und schieben ihre Niederlage nur bedingt auf das nicht gegebene Tor von Frank Lampard. Dann müssen wir uns doch eigentlich auch nicht länger damit aufhalten. Die SZ hält trotzdem noch einmal inne.
“Die Debatten darüber, welche Konsequenzen aus dem größten Schiedsrichter-Versagen dieser WM zu ziehen sind, begannen schon lange vor dem Abpfiff in Bloemfontein und sind eine eigene Geschichte. Die plumpe Wiederholung und perfide Umdeutung der Ereignisse von Wembley 1966 aber waren eine Verhöhnung dieser ansonsten so wunderbaren Partie, die wie eine Zusammenfassung die Historie aller Duelle dieser Teams wiedergab, das Wembley-Aus der Deutschen ebenso wie das legendäre 1:5 von München, von allem fand sich etwas in den 90 Minuten voller dramatischer Lattenschüsse und wunderbarer Kontertore. Nur: Das alles wird nichts sein wegen dieser Fehlentscheidung der Schiedsrichter.”
[10h35] Jeder wird als Sündenbock tituliert: Der Trainer, die Spieler, die Geldmaschine Premier League, die eher schwache Jugendarbeit bzw. die geringen Früchte aus der durchaus guten Leistung der U21 letzten Sommer.
Und die derzeit größten Gewinner sind Darran Bent, der von Capello völlig unverständlich ignoriert wurde, und Theo Walcott, die beide eine lange Sommerpause hatten.
Alan Green, Kommentator bei BBC Five Live und bekannt für seine teils sehr kontroversen und drastischen Meinungen, hat wenig Glauben an Veränderungen im englischen Fußball. Was würde denn jetzt passieren? Die Spieler fahren nach Hause und verabschieden sich dann in den Urlaub nach Barbados und denken schon nicht mehr an die Blamage von Südafrika. Es liege jetzt an der englischen Öffentlichkeit, so Green, weiter mit Nachdruck die Spieler in Verantwortung zu nehmen und Veränderungen im englischen Fußball zu fordern. Von den Spielern sei dies bei weitem nicht zu erwarten.
Plan für das englische Team: Rückflug heute Abend nach England, zuvor die Pressekonferenz von Fabio Capello. Mal sehen,ob er freiwillig zurücktritt und sich dem Drama ganz schnell entzieht.
Der ehemalige Schiedsrichter Graham Poll, bekannt geworden durch seine drei gelben Karten bei der WM 2006, hat sich heute Morgen ebenfalls stark für Videotechologie ausgesprochen. Es wäre jetzt Zeit über die Einführung einer solchen Technologie nachzudenken.
[10h23] Die ersten englischen Fans, die nach Südafrika gereist sind, fordern eine Entschädigung, in Form von Gratis-Eintrittskarten für Länderspiele. Aber ganz ehrlich, liebe englischen Fußball-Fans, wollt ihr das euch wirklich weiter antun?
[10h14] Sogar Louis Van Gaal wird als möglicher Nachfolger diskutiert. Außerdem auf der Liste, wie erwähnt, Redknapp, auch Martin O’Neill, derzeit in Diensten von Aston Villa, bekommt eine Nennung. Und Stuart Pearce wird ebenfalls bei den Buchmachern gehandelt.
[10h05] Fabio Capello wird heute Mittag gegen 13:30 Uhr eine Pressekonferenz in Rustenburg abhalten. Er wird von sich aus nicht zurpcktreten, möchte von der FA aber einen Vertrauensbeweis haben, dass sie weiter mit ihm zusammenarbeiten wollen und die Qualifikation für die EM 2012 beginnen wollen.
[10h00] BBC Five Live Phone-In heute Morgen mit der Frage, wer verantwortlich ist für das Ausscheiden der Engländer im Achtelfinale. Könnte eine lebhafte Diskussion werden. BBC-Kommentator Graham Taylor geht davon aus, dass Capello keine Chance hat weiter englischer Nationaltrainer zu sein. Und die ersten Anrufer sehnen sich schon nach Harry Redknapp als Nachfolger.
[09h57] Pressekonferenz im deutschen Lager heute um 12:45 Uhr mit Klose und Khedira.
[09h33] Spätestens seit dieser Szene und auch durch das Abseitstor von Tevez gestern gegen Mexiko erhebt sich wieder die Diskussion über technische Hilfsmittel und den Videobeweis. Kai hat bei allesaussersport ein kleines Plädoyer aufgeschrieben, das ich zu großen Teilen unterschreiben würde.
Ich brauche kein Videobeweis in der Bundesliga, aber bei solch wichtigen Turnieren wie EM und WM wäre es nicht verkehrt darüber nachzudenken.
[09h31] Großartig zu sehen, wie Fabio Capello sich bei dem Lattentreffer schon über das Tor freut und dann in Schockstarre gerät.
[08h57] Ich hatte mich ja schon ein wenig gewundert, dass England auch von den deutschen Medien so stark geredet wurde. Die Leistungen in der Vorrunde waren ja teilweise unterirdisch. Müsste man mal in die WM-Historie schauen, welche Mannschaft nach eher mäßiger Vorrunde im Achtelfinale dann drei Leistungsexplosionen absolviert hat. Bei England war es zumindest von den Spielern möglich, aber zwingend erwarten konnte man es nicht. Im Spiel nach vorne war das aus Sicht der Three Lions gar nicht so schlecht, vielleicht sogar besser als gegen Slowenien, aber die defensiven Schwächen – vor allem der eher langsame Glen Johnson auf der rechten Seite – waren wieder stets dieselben. Terry weit von seiner Bestform entfernt, Zusammenspiel mit Upson hat überhaupt nicht geklappt. Wäre mit Carragher vielleicht anders gewesen.
Und was soll man noch zum deutschen Team sagen, außer dass es über weite Strecken eine großartige Leistung war, taktisch, wie auch spielerisch nach vorne. Wenn man solche Schwächephasen wie vor der ersten Halbzeit noch ein wenig abstellen könnte, wäre es nahezu perfekt. Und die Konter in der zweiten Halbzeit! Das war ja Arsenal-Style in den besten Zeiten. Einfach traumhaft.
[08h25] Wie geht es weiter mit Fabio Capello? Er will nicht zurücktreten, hat er jedenfalls gesagt, und die FA hat gestern zumindest die Tür für den Italiener nicht zugeschlagen. Es gibt aber Gespräche mit Vertretern der FA, die noch vor der Abreise heute nach England stattfinden sollen. Vertreter der FA, darunter unter anderem Managing Director Adrian Bevington, sind vor Ort bei der WM. Im Moment stehen die Zeichen für Capello aber nicht besonders gut.
[08h13] Mein letzter freier Montag für wieder längere Zeit. Bin ich heute an diesem Tag sehr dankbar dafür, kein Stress, kann die restliche Woche in Ruhe vorbereiten und ich kann nebenbei noch einmal die Wiederholung des Spiels schauen, ab 08:40 auf Sky.
Und bei der BBC hat man schon wieder Galgenhurmor. Spielt “Don’t cry for me, Argentinia, the truth is we never play you.”
[08h09] Schaut man sich die Medienberichterstattung am Morgen in England an, steht die blanke Enttäuschung und Wut vielen Journalisten ins Gesicht geschrieben. So sehr die Nationalmannschaft bei Siegen gelobt und aufgemuntert wird, wird sie bei Niederlagen in alle Bestandteile zerlegt. Tenor ist aber, dass die Three Lions nicht wegen des regulären nicht gegebenen Tores verloren haben. Das wird zwar trotzdem aufgegriffen, insgesamt wird die Leistung der englischen Nationalmannschaft aber als viel zu schlecht tituliert um überhaupt eine Chance gegen Deutschland gehabt zu haben. Die Sportausgabe des Daily Star greift das zweite Wembley-Tor nochmal auf und legt seine Berichterstattung darauf, dass Fabio Capello eigentlich keine Chance mehr haben dürfte Nationaltrainer zu bleiben. Besonders deutlich in seiner Wortwahl ist mal wieder die SUN, die den Spielern bescheinigt das Land schlecht vertreten zu haben. Und die Times ist in ihrem Sportteil ähnlich drastisch in ihrer Wortwahl. Spricht von Demütigung. Und bezeichenderweise haben die Fotografen es doch einmal geschafft die englische Viererkette auf einer Linie einzufangen. Denn das war sie viel zu selten. Ähnliche Reaktion der englischen Fans: Man war schlicht nicht gut genug. Einige Pessimisten schlagen jetzt natürlich genau in die Kerbe, dass die es schon vor dem Achtelfinale gewusst haben. Im Prinzip ist es wieder das alte Lied. Nach dem 1:0 von England gegen Slowenien – was bei weitem keine gute Leistung, aber eine bessere Leistung als vorher war – waren viele englische Zeitungen schon wieder euphorisch und haben wohl sicher mit einem Sieg der Three Lions gegen Deutschland gerechnet. Und dass es in dieser Extremtheit dann so anders kommt, stellt natürlich auch die englischen Medien ein wenig in Frage. Aber Selbstkritik darf man denen von nicht erwarten. Sowas wie “We were so wrong” wird man dort nicht lesen. Stattdessen hat man mit dem gesamten Team und auch Trainer Capello die Zielscheibe schnell gefunden. Einige Journalisten, insbesondere beim Boulevard, stellen schon nicht mehr nur den Trainer in Frage, sondern fragen auch schon, we von den Spielern überhaupt noch einmal den Weg in die Nationalmannschaft finden soll.
[07h48] Die Aufarbeitung der Krise des englischen Fußballs ist bereits am Anfang. Kosens scheint zu sein, dass die Krise der Nationalmannschaft zu einem ganz wesentlichen Grund auch bedingt ist durch die Struktur der Premier League. Zu viele Spiele, keine wirkliche Verbindung zwischen Liga und Nationalmannschaft, sehr viele ausländische Spieler und Trainer. Owen Gibson fasst im Guardian die Gründe zusammen.
“Premier League executives can’t be blamed for protecting their brand in the most successful way they know. But the FA’s German counterpart, the DFB, has a far more balanced relationship with the Bundesliga and is able to weigh what is best for the league against what is best for the game as a whole. That has led to a very different ownership model, often eyed enviously by those who feel alienated by the excesses of the Premier League era, and a higher percentage of homegrown players plying their trade in their domestic league. In the Premier League, that figure is just 37%. Meanwhile, the National Football Centre in Burton stayed on the drawing board for a decade, although there are renewed hopes that it will finally be built.”
[07h41] Tag eins nach der fantastischen Leistung der deutschen Nationalmannschaft gegen England. Jetzt wartet Argentinien im Viertelfinale. Mittlerweile hoffe ich die Ereignisse von gestern einigermaßen in Worte zu fassen. Und heute steht ja auch viel an. Die Reaktionen im deutschen Team, die Diskussionen in England mit einem vermeintlichen Rücktritt von Fabio Capello, das Infragestellen der gesamten englischen Mannschaft. Und wir haben zwei weitere Achtelfinale. Bring it on! Guten Morgen zusammen.
Und Fabio Capello weht der Wind immer mehr ins Gesicht nach dem Ausscheiden im Achtelfinale. Angeblich soll Harry Redknapp, derzeit noch Trainer bei den Tottenham Hotspur, Favorit für eine mögliche Nachfolge sein. Capello selbst hat gestern mehrfach deutlich gesagt, dass er nicht an einen Rücktritt denke. Strategie?
[23h00] Endstand USA – Ghana 1:2 nach Verlängerung
Spannende, dramtische Schlussminuten, aber es hat nicht gereicht für die USA. Drei Sekunden nach Abpfiff haut Sky das Sponsoring rein. Na einen schönen guten Abend, danke dafür.
Über das gesamte Spiel gesehen steht Ghana verdient im Viertelfinale. Haben es sich mit ihrer Passivität in der zweiten Halbzeit selbst schwer gemacht. In der Verlängerung dann gleich wieder mehr investiert, und prompt belohnt worden. Die USA sind überhaupt nicht ins Spiel gekommen. Und haben Ghana dann mit erbärmlicher Defensivleistung vor dem 1:2 auf die Siegerstraße geholfen. Am Ende fehlte die Kraft für ein weiteres Miracle. Damit Ghana im Viertelfinale gegen Uruguay, am Freitag um 20:30 Uhr.
[22h57] Drei Minuten Nachspielzeit. USA werfen inklusive Tim Howard alles nach vorne.
[22h55] Two minutes to go. Ghana hat alles im Griff.
[22h49] Letzter Wechsel Ghana: Samuel Inkoom geht, Sullay Ali Muntari kommt für die letzten acht Minuten.
[22h47] Die USA mobilisieren noch einmal ihre letzten Kräfte, haben wieder mehr Spielanteile, aber Ghana steht defensiv sicher bei allen Flanken, die von den US-Boys getreten wurden. 10 Minuten noch.
[22h41] Spielstand nach 105 Minuten USA – Ghana 1:2
Hätte ich nicht gedacht, dass Ghana doch noch mal eine kleine Schippe drauflegen konnte, sind den USA körperlich und läuferisch wieder überlegen. Und Ghana wieder mit dem perfekten Start, inklusive Aufzeigen der Anfälligkeit der US-Abwehr. Ghana fehlen 15 Minuten bis zum Viertelfinale.
[22h35] Die USA müssen ein wenig Tribut zollen für die Aufholjagd in der zweiten Hälfte, wirken platt und ein wenig langsam im Spielaufbau. Ghana mobilisert alle Kräfte, gewinnen die wichtigen Zweikämpfe. Erinnert alles ein wenig an die erste Halbzeit der regulären Spielzeit. Können die USA nochmal zurück ins Spiel finden?
[22h31] Die USA antworten mit einer Chance durch Feilhaber, aber der hat heute kein Glück im Abschluss. Ist halt kein Gyan.
[22h28] 1:2, Asamoah Gyan, 93. Minute
Gyan! Gyan! Gyan! Gyan! Ghana wieder mit einem Blitzstart, aber dank freundlicher Unterstützung der USA. Langer Ball auf Gyan, der die Kugel wunderbar mit der Brust verarbeitet. Setzt sich im Laufduell gegen Bocanegra durch, DeMerit kommt ebenso zu spät und Gyan zieht einfach ab. Keine Chance für Howard bei dem wuchtigen Schuss. Ganz schlechte Performance der Innenverteidigung der Amerikaner.
[22h25] Beginn 1. Halbzeit Verlängerung
Die US-Boys haben ihren dritten Wechsel vollzogen. Herculez Gomez ist für Jozy Altidore in die Partie gekommen.
[22h19] Spielstand nach 90 Minuten USA – Ghana 1:1
Zwei völlig unterschiedliche Halbzeiten. Deshalb geht das Remis auch okay, wenngleich Ghana schon ein wenig enttäuscht sein dürfte, die sich dann doch relativ einfach die Butter vom Brot haben nehmen lassen. Konnten viele gute Dinge aus der ersten Halbzeit nicht mitnehmen, und das lag nicht nur an der besseren Präsenz der US-Boys im Mittelfeld. Die Angriffe und Konter haben sie nicht mehr gut ausgespielt. Zweimal 15 Minuten Zugabe, da es ein durchaus ansehnliches Spiel war, nimmt man das gerne mit.
[22h18] Nochmal Eckball Ghana
[22h17] Sehr bitter. Laufduell zwischen Ayew und Altidore. Der US-Boy fällt, Ayew bekommt gelb, fehlt für ein mögliches Viertelfinale. In der Zeitlupe ist zu sehen, dass Altidore über seine eigenen Füße gestolpert ist. Für den Referee schwierig zu sehen, aber das muss der Linienrichter sehen, der gut zu dem Zweikampf stand.
[22h16] Drei Minuten Nachspielzeit. Den USA gehen auch die Kräfte aus. Es ist im Moment ein Versuch von beiden Teams sich in die Verlängerung zu retten.
[22h11] Fünf Minuten noch in der regulären Spielzeit. Mittlerweile riecht es ein wenig nach Verlängerung.
[22h06] Die Großchancen häufen sich für die USA. Langer Ball aus der eigenen Hälfte auf Altidore, der setzt sich in einem robusten Zweikampf gegen Jonathan Mensah durch, Schuss geht aber knapp am langen Pfosten vorbei. Ghana in der Defensive nicht mehr wieder zu erkennen.
[22h03] Wechsel Ghana: Stephen Appiah für den verletzten Kevin-Prince Boateng.
[22h01] Das sieht richtig klasse aus, was die USA jetzt teilweise spielen, schönes, schnelles Kurzpassspiel über vier, fünf Stationen. Ghana nur staunender Beobachter, Bradley mit dem Linksschuss als krönenden Abschluss des schönen Spielzuges. Kingson aber rechtzeitig unten. USA dem Sieg näher als Ghana.
[21h58] Hans Sarpei hat keine Lust mehr auf Clint Dampsey auf der rechten Seite. Ghana wechselt, bringt dafür Lee Addy. Linksverteidiger für Linksverteidiger. Der Dampsey-Bändiger. Etwas mehr als 15 Minuten noch regulär zu absolvieren.
[21h51] Und aus Sicht von Ghana würde ich mir Sorgen machen, weil sie regelmäßig, wenn die USA den Druck auf die Abwehr erhöhen, Fehler in Serie produzieren und zu schwimmen anfangen. Pendel endgültig zugunsten der USA umgeschlagen. Und dass obwohl die USA nicht mal viel investiert haben, sondern nur einige Stellschrauben fester gezogen haben.
[21h47] 1:1, Landon Donovan, 62. Minute (FE)
Donovan verwandelt souverän, ganz platziert an den Innenpfosten. Wenn das so gewollt war, Respekt! USA belohnen sich für Leistungssteigerung in der zweiten Halbzeit. Elfmeter ging völlig in Ordnung. Dampsey tunnelt John Mensah, ist frei durch und wird dann von Jonathan Mensah von der Seite umgehauen. Referee hatte gute Sicht und zeigt auf den Punkt, zudem gelb für Mensah, wäre im Viertelfinale gesperrt.
[21h46] Elfmeter USA
[21h45] Ghana hat Glück, dass sie keinen Elfmeter gegen sich bekommen, als Feilhabe im 16er gefoult wird. Schwierig für den Schiedsrichter zu sehen, erst in der zweiten Zeitlupe ist ein klares Foul zu erkennen. Ghana macht zu wenig nach vorne, spielt seine Angriffe schlampig zu Ende.
[21h39] Positiv zu erwähnen, dass die USA in der zweiten Halbzeit jetzt deutlich mehr nach vorne investieren. Sind auch nicht mehr so unterlegen im Mittelfeld. Dampsey aus dem Mittelfeld jetzt raus, eher als hängende Spitze oder offensiv auf dem rechten Flügel. Feilhaber kommt über halblinks. Sieht alles etwas harmonischer und durchdachter aus. Richtig große Chancen sind noch ausgeblieben, aber die Tendenz ist vielversprechend. Ghana muss jetzt deutlich mehr in der Defensive leisten, sodass die Angriffsbemühungen ein wenig seltener geworden sind.
[21h32] Was ist denn mit Kingson passiert? Zweite richtig gute Tat. USA mit schönem Angriff über rechts, flache Hereingabe, Altidore irritiert Jonathan Mensah, legt auf Feilhaber weiter, der am herauseilenden Kingson scheitert. Könnten die USA bitte so weiterspielen…
[21h31] Beginn 2. Halbzeit
[21h30] USA mit dem zweiten Wechsel. Benny Feilhaber kommt für Findley.
[21h16] Halbzeit USA – Ghana 0:1
Gbit es noch Hoffnung für die USA? Ja, es sind noch 45 Minuten zu spielen, man liegt nur ein Tor zurück und hat bei diesem Turnier schon häufig gezeigt, dass man Rückstände aufholen kann. Schaut man sich die ersten 45 Minuten an, dann nur bedingt. USA im Mittelfeld teilweise hoffnungslos unterlegen, können die schnellen Angriffe von Ghana überhaupt nicht unterbinden. Wenn überhaupt in den letzten Minuten der ersten Hälfte leichte Aufwärtstendenz, auch durch die Großchance von Findley. Ghana hat profitiert von der frühen Führung, danach aber genug unternommen um sich die Führung zu verdienen. Viel Laufarbeit, setzen die USA unter Druck ohne die Defensive völlig zu vernachlässigen. Gut geordnet, hohes Tempo. Das könnte vielleicht noch ein weiterer Vorteil der USA werden, sollte Ghana bald die Puste ausgehen.
[21h12] Erschreckend, wie dominant Ghana die USA im Mittelfeld ausspielt. Und Steven Cherundolo steht weiter völlig neben sich.
[21h06] Und auf der Gegenseite die Chance zum 2:0, wieder die Abwehr im Tiefschlaf. Langer Ball nach vorne, per Kopf auf Asamoah verlängert, DeMerit viel zu langsam, diesmal reagiert aber Tim Howard glänzend nach dem Schuss von Asamoah, ebenfalls schnell unten gewesen. Spiel bekommt endlich meh Torchancen.
[21h04] Und aus dem Nichts die Ausgleichschance für die USA. Ballverlust von Ghana im Spielaufbau, Jonathan Mensah hatte da einen kompletten Blackout, Überzahl USA, Ball wird nach rechts raus auf Findley gegeben, der aber am gut aufgelegten Kingson scheitert. Gar nicht mal schlecht gehalten und gut antizipiert. Tja, und solche Chancen zu verwerten wäre nicht verkehrt gewesen.
[21h01] Wieder Kommando zurück. Wechsel bei den USA. Maurice Edu kommt für Ricardo Clarke, der das Tor maßgeblich verschuldet hat und schon gefährdet für einen Platzverweis war. Ist Cherundolo auf rechts übrigens auch, wenn er weiter zwei Schritte später als Ayew am Ball ist, oder besser gesagt nicht am Ball ist.
[20h59] Fast 30 Minuten gespielt. Ghana gefällt mir, spielen engagiert nach vorne und haben mit dem Tor im Rücken natürlich viel Selbstvertrauen und Sicherheit gewonnen. Bei den USA viel zu viele Fehler im Spielaufbau, läuft bis auf den Spielzug über DeMerit und Bradley wenig zusammen. Von Donovan noch kaum was zu sehen.
[20h52] Erster guter Spielzug der USA. Langer Ball von DeMerit, direkt weiter geleitet auf Michael Bradley, dessen Hereingabe Kingson aber sicher abfangen kann. Tempo hat etwas nachgelassen, Ghana zieht sich zurück, lässt die USA kommen. Die versuchen sich ins Spiel zu kämpfen. Hohe Laufarbeit beider Teams.
[20h47] Cherundolo wird erneut von Ayew überlaufen auf der linken Angriffsseite der Ghanaer, kann sich nur mit einem Foul helfen und sieht die zweite gelbe Karte dieser Partie. Wäre für ein mögliches Viertelfinale gesperrt. Ghana schafft es derzeit exzellent die Schwachstellen der Amerikaner zu nutzen. USA nicht wirklich in der Partie bisher angekommen.
[20h43] Bei den USA klappt die defensive Abstimmung mal noch so gar nicht. Cherundolo wird auf rechts von Ayew oder Gyan permanent überlaufen, in der Mitte steht man zu weit von den Gegenspielern weg und ist schlicht zwei Schritte zusammen. Ghana, extrem ballsicher und genau in den Zuspielen, bekommt fast jeden zweiten Ball.
[20h40] Und die USA laufen mal wieder einem Rückstand hinterher. Aber das sind sie ja gewohnt.
[20h37] Erste gelbe Karte dieser Partie für Clark. Findet sich ja prima ein in das Spiel. Ob das Bob Bradley schon bereut?
[20h35] 0:1, Kevin-Prince Boateng, 5. Minute
Wieder schneller Spielzug. Der Prinz hat getroffen. Tolles Tor von Boateng. USA verlieren in Persona Ricardo Clarke den Ball in Höhe der Mittellinie, Boateng schnappt sich den Ball, wird nicht angegriffen, kleiner Schlenker nach links und dann satter Flachschuss. Wenig Chance für Tim Howard, wenn er da so steht. Ungünstig, scheint Boateng gesehen zu haben.
[20h34] Hohes Tempo in den ersten Minuten. Und Samuel Inkoom spielt alles andere als einen Rechtsverteidiger, sondern wohl eher im Mittelfeld. War jedefalls gerade sehr weit in der gegnerischen Hälfte. Schuss von Dampsey, aber keine Probleme für Kingson. Lässt sich gut ansehen.
[20h30] Beginn 1. Halbzeit
Die USA in den weißen Trikots. Ghana hat Anstoß in den roten Jerseys und spielt von rechts nach links in den ersten 45 Minuten. Viktor Kassi aus Ungarn ist der Schiedsrichter, soll angeblich aus Sicht der UEFA, hieß es heute bei der BBC, einer der kommenden großen Referees werden. Leistungen sprechen für ihn.
[20h26] Die USA spielen doch mit völlig anderer Aufstellung, eine Premiere, zumindest was die Positinierung bei der Nationalhymne angeht. Stimmung scheint fantastisch, wenngleich wieder einige leere Plätze im Unterrang zu erkennen sind. Ich verstehe es nicht.
[20h23] Die Aufstellungen im Royal-Bafokeng-Stadion zu Rustenburg
USA: Howard – Cherundolo, Bocanegra, DeMerit, Bornstein – Bradley, Clark – Dempsey, Donovan – Altidore, Findley
Ghana: Kingson – Paintsil, John Mensah, Jonathan Mensah – Inkoom, Sarpei – Boateng, Annan – Ayew, Asamoah, Gyan
Dreierkette oder mit fünf Verteidigern bei Ghana, ist nicht ganz so klar auf dem Aufstellungsbogen. Inkoom und Sarpei werden wohl vielleicht doch die Außenverteidigerpositionen einnehmen. Schauen wir mal. Ansonsten zwei Wechsel bei den US-Boys. Ricardo Clark ersetzt Edu im Mittelfeld und Robbie Findley kehrt nach seiner Gelb-Sperre zurück in den Sturm, Herculez Gomez dafür wieder auf der Bank. Bei Ghana eine Veränderung im Vergleich zur Niederlage gegen Deutschland. Inkoom kommt als defensive Absicherung für Prince Tagoe
[20h11] Hoher Besuch für die USA heute Abend. Kobe Bryant, der ehemalige US-Präsident Bill Clinton und Mick Jagger sind zusammen im Stadion gesichtet worden.
[20h09] Wenn man zwei Spieler bei beiden Teams herausstreichen will, dann auf Seiten der USA vor allem Landon Donovan, der den Siegtreffer gegen Algerien erzielte. Spielte eine tolle Weltmeisterschaft. Auf Seiten von Ghana – das hat nicht nur das Spiel gegen Deutschland gezeigt – Asamoah Gyan, der bei Stade Rennes in der Ligue 1 spielt. Groß, kräftig, dynamisch. Für die stets ein wenig unsicher wirkende US-Abwehr die wohl größte Bedrohung.
[20h04] Halte die Begegnung für völlig offen. Bin gespannt, wie Ghana es schafft aus der eher defensiven Grundhaltung der letzten Spiele wieder mehr in die Offensive investieren kann. Oder bleiben sie bei ihrer Taktik aus dem Deutschland-Spiel, unabhängig davon, dass jetzt das Achtelfinale stattfindet. Auf der anderen Seite die USA, nicht unbedingt mit der großen spielerischen Klasse, aber mit sehr viel Moral und Fighting Spirit. Erst ein 0:2 gegen Slowenien egalisiert, dann in der letzten Minute gegen Algerien das Tor zum Achtelfinale erzielt. Größtes Manko bei den US-Boys bisher die Chancenauswertung. Dampsey und Altidore lassen einfach zu viele Chancen liegen.
Gönnen würde ich beiden den Einzug ins Viertelfinale. Dem gesamten afrikanischen Kontinent würde es sicherlich gut tun, wenn ein afrikanisches Team in die Runde der letzten Acht einzieht. Und die USA kann man fußballtechnisch doch gar nur unterstützen. In der US-Öffentlichkeit häufig mit schwierigem Standing und trotzdem mit viel Herz und Einsatz in den Spielen bei der WM, verbunden mit der Hoffnung, dass irgendwann doch ein ganzes Land hinter ihnen steht. Ein Viertelfinale würde dabei sicherlich helfen.
[19h56] Stars and Stripes gegen Black Stars. Rustenburg ist Austragungsort für das zweite Achtelfinale bei der WM 2010. Good Evening everybody.
Uruguay zieht als erstes Team ins Viertelfinale ein und trifft dort auf den Sieger der Partie USA gegen Ghana, die heute Abend noch stattfindet. Über die gesamten 90 Minuten gesehen ein glücklicher Sieg. Die Südamerikaner gehen früh in Führung und haben danach wenig für dieses Spiel gemacht. Südkorea kam sukzessive besser ins Spiel und belohnte sich mit dem Ausgleich. Erst danach tat Uruguay wieder mehr für das Spiel und konnte durch die individuelle Klasse von Suarez dieses Spiel gewinnen.
Forlan, Suarez und auch Cavani sind als Trio nicht zu unterschätzen und eine echte Waffe gegen jede Defensive. Und die war bei Südkorea nicht immer sattelfest. Offensiv die zahlreichen Chancen nicht genutzt, da gab es in der zweiten Halbzeit genug Möglichkeiten. Und im Gegensatz zu den Asiaten hat Uruguay dann eiskalt zugeschlagen. Wenn die Südamerikaner nicht wieder in ihre Passivität verfallen, ist mit ihnen auf alle Fälle noch zu rechnen.
[17h46] Drei Minuten Nachspielzeit
[17h43] Fantastische Chance für Südkorea zum Ausgleich. Toller Pass von Park auf Dong-Gook Lee, Muslera rutscht der Ball durch, kann aber die Wucht des Schusses etwas stoppen, sodass noch vor der Linie geklärt werden kann. Pech für Südkorea.
[17h40] Der vermeintliche Matchwinner Suarez geht vom Platz, für die letzten gut fünf Minuten jetzt Alvaro Fernandez in der Partie. Mittelfeldspieler für Stürmer.
Auch Südkorea wechselt offensiv. Sung Yong Ki geht für Yeom Ki-Hun.
[17h36] 2:1, Luis Suarez, 80. Minute
Was für ein wunderschönes Tor. Und Uruguay mit dem Treffer, der nun gar nicht auf dem Programm stand. Ecke für die Urus von rechts, Ball segelt durch den Strafraum, wird nochmal nach links zu Suarez gegeben. Ein Move um den Gegenspieler herum und dann ins lange Eck geschlenzt. Fantastisch gemacht. Und überhaupt keine Chance für Jung im Tor. Südkorea wieder ein bisschen zu passiv und weit weg vom Gegenspieler.
Und Uruguay mit minimalstem Aufwand in der zweiten Halbzeit zur Führung. Kann man natürlich machen. Wenn es gelingt, hast du alle Argumente auf deiner Seite. Bitter für Südkorea.
[17h35] Packendes, spannendes Spiel jetzt bei sintflutartigem Regen, der vom Wind gepeitscht durch das Stadion tröpfelt.
[17h30] Unmotiviert nach vorne geschlagener Ball von Fucile findet Suarez, der wieder nicht im Abseits steht und fünf Meter um sich herum keinen Gegenspieler hat. War aber zu überrascht um den Kopfball aufs Tor zu platzieren. Aber das sollte doch Uruguay zeigen, dass die ganze zweite Halbzeit bisher Müll war und es auch anders geht.
Uruguay wechselt: Nicolas Lodeiro für Alvaro Pereria
[17h28] Und Südkorea scheint noch nicht genug zu haben. Uruguay wirkt platt und müde, noch keine Torchance in der zweiten Hälfte. Hätte ich nicht erwartet. Aber vielleicht gibt es ja noch nen Torwartfehler irgendwo.
[17h24] 1:1, Chung-Yong Lee, 68. Minute
Und jetzt Chaos und Unordnung in der Abwehr der Südamerikaner. Freistoß von der linken Seite, die Südkoreaner gewinnen die Kopfballduelle, Victorino mit der Kerze im 16er, Lugano zu weit weg vom Gegenspieler, Muslera kommt zu zögerlich heraus, Lee mit dem Kopfball ins Tor, jegliche Rettungaktionen der Urus kommen zu spät. Unnötiges Gegentor, aber Südkorea belohnt sich für den starken Beginn in der zweiten Halbzeit.
[17h17] Über das gesamte Spiel betrachtet mehr Ballbesitz für Südkorea, 54% zu 46%. Allein in der zweiten Halbzeit würde ich gefühlt von zwei Drittel Ballbesitz für die Asiaten sprechen wollen. Halbe Stunde noch zu gehen. Und vielleicht sollte man mal untersuchen, was Uruguay in der Kabine getrieben hat oder was an Tee getrunken wurde. Positive Effekte hatte es nicht.
Dong Gook Lee für Kim-Jae Sung bei Südkorea.
[17h14] Nur noch Südkorea in der zweiten Halbzeit. Flanke von rechts durch Du Ri Cha, in der Mitte Ji-Sung Park schneller als Lugano, Kopfball aber kein Problem für Muslera. Schon ein paar mehr Schweißperlen. Uruguay gelingt gar nichts mehr. Ausgleich wäre mittlerweile verdient und folgerichtig.
[17h07] Und dann muss Südkorea die Chancen irgendwann auch mal nutzen. Mal wieder ein langer Ball in Richtung Muslera, Lugano köpft direkt vor die Füße von Cho-Young Park, der den Ball statt aufs Tor aber in den südafrikanischen Abendhimmel befördert. Riesen Chance, viel mehr drin. Spiel scheint zu kippen, Südkorea dominant jetzt im zweiten Durchgang bisher.
[17h04] Uruguay weiter mit defensiver Grundhaltung, Südkorea mit der Richtung klar nach vorne. Und dann streuen die Asiaten einen fürchterlichen Querpass im Spielaufbau ein. Uruguay in Überzahl, aber Suarez hat keine Augen für seine Mitspieler, sondern versucht es selbst. Keine Probleme für Jung. Südkorea ist defensiv weiter alles andere als stabil, da muss Uruguay einfach mehr Druck ausüben. Sonst wird Südkorea irgendwann den Ausgleich machen, denn offensiv sieht das weiter vielversprechen aus.
[17h01] Beginn 2. Halbzeit
Regen in Port Elizabeth, meldet Roland Evers auf Sky. Bin gespannt, ob Südkorea die positiven Entwicklungen der letzten Minuten aus Halbzeit 1 aufrecht erhalten kann.
Wechsel bei Uruguay: Victorino kommt für Godin, Austausch des Innenverteidigers.
[16h46] Halbzeit Uruguay – Südkorea 1:0
Uruguay machte mit seiner ersten und einzigen Torchance die Führung in diesem Spiel. Das spielte den Südamerikanern natürlich blendend in ihre Karten. Konnten sich anschließend ganz auf ihre Defensive konzentrieren und machten nur noch wenig nach vorne. Hatten einmal ein wenig Pech mit der Abseitsentscheidung gegen Suarez. Südkorea brauchte sehr lange um in dieses Spiel zu finden, vieles nur Stückwerk, häufig lange Bälle auf Park. Das war für Uruguay einfach zu verteidigen. Gefahr einzig und allein durch den Freistoß in der fünften Minute. Gegen Ende der ersten Hälfte Südkorea mit mehr Tempo und Gefahr auch aus dem Spiel heraus, mit direkten Pässen und nicht mehr nur langen Bällen. Allerdings schafft man es noch nicht die Überlegenheit der letzten Minute in Torchancen umzumünzen. Aber es sind ja noch 45 Minuten zu absolvieren.
[16h43] Südkorea hat also knapp 30 Minuten gebraucht um das Gegentor zu verkraften, das lässt zumindest auf eine zweite Hälfte mit mehr Torchancen hoffen. Und nicht nur durch Distanzschüsse von Du Ri Cha.
[16h38] Südkorea etwas druckvoller in den letzten Minuten, Partie gestaltet sich etwas offener, wenngleich die Asiaten Muslera immer noch keine Schweißperlen auf die Stirn treiben. Uruguay sonnt sich auf seinem Ergebnis und macht kaum noch was nach vorne. Bei Südkoreas Defensivleistung eigentlich unverständlich.
[16h31] Aus dem Spiel geht wenig bei Südkorea. Vorhin der Freistoß von Chu-Young Park, jetzt versucht es der Stürmer aus Monaco mit einem schönen Schuss aus 20 Metern, geht aber ein paar Meter am Ball vorbei. Mehr war aber nicht aus Sicht von Südkorea. Bisschen wenig.
[16h28] Suarez war vor einigen Augenblicken frei durch, wurde aber zurückgepfiffen. Zeitlupe ließ lange auf sich warten. Schwierig zu entscheiden. Könnte ganz knapp Abseits gewesen sein, schwierig zu sehen, weil der Angriff auch mit sehr viel Tempo gespielt wurde.
[16h23] So richtig unterscheiden sich die beiden Tonoptionen bei Sky auch nicht mehr. Wollte mal Stimmung im Stadion einfangen – oder es ist Gottesdienst in Port Elizabeth. Uruguay steht verdammt gut hinten drin, Südkorea operiert nur mit langen Bällen, selten dass sie mal Platz haben für Direktspiel und Kombinationen. Und lange Bälle können die Südkoreaner nicht so wirklich gut verwerten.
[16h18] Es ist soweit okay, was Südkorea nach vorne anbietet. Da ist eine Grundidee erkennbar, Schwierigkeiten noch beim öffnenden Pass und vor allem beim In-Szene-Setzen von Park, der von Godin und Lugano gut bewacht wird. Uruguay steht defensiv soweit sicher, im Moment läuft vieles für die Südamerikaner.
[16h14] Meine Güte, Südkorea muss sich erstmal wieder sortieren. Sobald die Urus im Angriff sind, hat man das Gefühl, dass bei Südkorea alle Alarmglocken angehen und erstmal alle stehen bleiben vor Ehrfurcht. Uruguay kann sich viel zu leicht in der Offensive den Ball zuspielen. Und ohne mich jetzt zu sehr bestätigen zu wollen. Südkorea macht defensiv genau da weiter, wo sie gegen Nigeria aufgehört haben. Und ein Forlan oder Suarez sind halt zwei Nummern cleverer als die nigerianischen Stürmer und nutzen diese Schwächen konsequent.
[16h07] 1:0, Luis Suarez, 8. Minute
Und da sind die Defensivprobleme von Südkorea mal wieder – und Uruguay ist eiskalt und geht hier mit der ersten richtig guten Chance in Führung. Cavani gibt den Ball zunächst auf links raus zu Forlan, der setzt sich auf dem Flügel viel zu einfach gegen Cha und Kim durch, Hereingabe von Forlan relativ zentral vors Tor, Jung im Tor Südkoreas kann sich nicht entscheiden, was er machen soll. Fliegt am Ball vorbei, am langen Pfosten dann Suarez, der sich vom Gegenspieler gelöst hat. Trifft aus spitzem Winkel gekonnt ins leere Tor.
[16h05] Fünf Minuten gespielt und Südkorea hätte fast das 1:0 erzielt. Chu-Young Park setzt einen direkt getretenen Freistoß an den Pfosten, wunderschön über die Mauer gezogen, hätte ein Tor verdient gehabt.Und da wäre Muslera auch nicht mehr rangekommen.
Im Gegenzug Uruguay das erste Mal gefährlich vor dem Tor, weil Südkorea den Ball nicht weit genug aus der Gefahrenzone klären kann. Forlan mit der Direktabnahme, allerdings mit dem schwächeren linken Fuß, keine Probleme für Südkoreas Torwart. Vielversprechender Beginn.
[16h00] Beginn 1. Halbzeit
Südkorea stößt an, spielen in den weißen Trikots von rechts nach links in der ersten Hälfte. Uruguay in den blauen Shirts. Schiedsrichter der Partie ist Wolfgang Stark.
[15h56] Viele leere Plätze im Stadion, ist mir gestern auch bei Schweiz-Honduras aufgefallen. Zu teure Tickets? Kein Interesse am Spiel? Aber das Stadion von Port Elizabeth sieht aus der Hubschrauberperspektive schon sehr geil aus.
[15h51] Wie schon heute Vormittag gesagt: ich sehe Uruguay in der Favoritenrolle. Sollte Südkorea in der Defensive nicht wieder geordneter und kompakter stehen, könnte das Spiel deutlicher ausfallen. Und Uruguay muss natürlich treffen. Und die Chancenauswertung war bisher ja nicht so schlecht.
Südkorea: Sung-Ryong Jung – Du-Ri Cha, Yong-Hyung Cho, Jung-Soo Lee, Young-Pyo Lee – Sung-Yong Ki, Jung-Woo Kim – Jae-Sung Kim, Ji-Sung Park, Chung-Yong Lee – Chu-Yong Park
Ich bleibe dabei: Die südkoreanische Aufstellung einzuordnen und die Namen nicht zu verwechseln, ist mühsame Kleinarbeit. Aber nötig. Südkorea im 4-2-3-1 mit nur einer Spitze. Eine Veränderung im Vergleich zum Remis gegen Nigeria, Jae-Sung Kim auf der rechten Mittelfeldseite für Kihun. Uruguay mit der bekannten Formation, zwei Stürmer, Forlan dahinter, Perez mit der defensiven Rolle im Mittelfeld. Auch nur ein Wechsel bei den Südamerikanern. Godin kehrt in nach seiner Oberschenkelverletzung wieder in die Innenverteidigung zurück.
[15h22] Das erste Achtelfinale dieser WM steht vor der Tür. Während draußen die Temperaturskala Richtung 30 Grad schreitet, ist es in meiner Wohnung angenehm kühl. Eis und Obstsalat stehen bereit. Zeit für ein hoffentlich spannendes und dramatisches Fußballspiel.
[15h23] Live-Blog vom ersten Achtelfinale zwischen Uruguay und Südkorea jetzt an dieser Stelle.
[15h18] Und Sky zeigt nochmal die Vorberichte und Einspielfilme von heute Mittag. Dann kann ich das ja ignorieren.
[15h13] News aus dem englischen Camp. Die Insel-Kicker haben ihr Abschlusstraining schon absolviert, alle 23 Spieler waren an Bord, alle 23 sind fit, hat Trainer Capello mitgeteilt. Die Qual der Wahl für den Italiener. Wollte zur Aufstellung aber nichts sagen.
“Last time ENG played GER in a Euro or WC, ENG won, Keegan managed, Shearer scored and Collina reffed. It was 2000. Happy days for some.”
[12h52] Habt ihr eigentlich auch alle einen Ohrwurm?
[12h40] Muss mich jedes Mal übergeben, wenn Jessica Kastrop die BILD-Zeitung in alle Töne lobt. Was macht man nicht alles für den ehemaligen Arbeitgeber…
Und dieser Newsblock gerade war ja auch an Peinlichkeit kaum zu übertreffen. So, wieder die BBC an.
[12h15] Sky zeigt nochmal die Pressekonferenz von Oliver Bierhoff von heute am frühen Morgen. Nichts Weltbewegendes. Bierhoff bestätigt nochmal den Ausfall von Cacau, hatte sich gestern im Training verletzt und wurde sofort behandelt. Schweinsteiger und Boateng hatten gestern die ganze Zeit nicht mit der Mannschaft trainiert, waren im Hotel. Härtetest für beide heute beim Abschlusstraining.
Bierhoff beschreibt die Stimmung im Team als sehr besonders, jeder ist sich der Wichtigkeit des Spiels bewusst. Es ist eine Anspannung da, da hat sich die Stimmung wieder gelockert. Beim Training dann wieder volle Konzentration. Beim Frühstück war es ruhig, aber nicht verkrampft.
“Wir können immer noch verlieren und ausscheiden, und damit unser Ziel verpassen. Ich sehe England leicht im Vorteil, auch weil die meisten Spieler mehr internationale Erfahrung haben, vor allem in der Champions League. Unsere Mannschaft will gewinnen und kennt ihre Stärken. Die Mannschaft geht jetzt nicht gelassen in dieses Spiel, weil sie weiß, dass sie gegen England im Achtelfinale ausscheiden könnte – und das dann nicht überraschend wäre.
[12h09] Sky mit Schalte nach Südafrika zu Jan Henkel, der vor dem deutschen Mannschaftshotel steht. Alles leergefegt. Die Mannschaft sitzt bereits im Flieger nach Bloemfontein. Heute Abend um 16:30 Uhr das Abschlusstraining, um 18:00 die letzte Pressekonferenz von Joachim Löw vor der internationalen Presse. Die anwensenden Journalisten machen sich jetzt auf die Reise nach Bloemfontein, rund 500 Kilometer.
[12h03] Heute die ersten beiden Achtelfinalbegungen. Um 16:00 UhrUruguay gegen Südkorea. Würde leichte Vorteile für die Südamerikaner sehen, vor allem aufgrund der besser besetzten Sturmreihe. Südkorea hat mir während des Turniers, vor allem im Spiel gegen Nigeria, viel zu viele Schwächen im Defensivbereich gezeigt. Das sollten Forlan und Luis Suarez besser ausnutzen können als Yakubu und Obasi.
Heute Abend dann um 20:30 Uhr das sehr reizvolle USA gegen Ghana. Halte ich für völlig offen. Bin gespannt, wie Ghana es schafft aus der eher defensiven Grundhaltung der letzten Spiele wieder mehr in die Offensive investieren kann. Oder bleiben sie bei ihrer Taktik aus dem Deutschland-Spiel, unabhängig davon, dass jetzt das Achtelfinale stattfindet. Auf der anderen Seite die USA, nicht unbedingt mit der großen spielerischen Klasse, aber mit sehr viel Moral und Fighting Spirit. Erst ein 0:2 gegen Slowenien egalisiert, dann in der letzten Minute gegen Algerien das Tor zum Achtelfinale erzielt. Größtes Manko bei den US-Boys bisher die Chancenauswertung. Dampsey und Altidore lassen einfach zu viele Chancen liegen.
[11h27] Auch Twitter erlebt in Zeiten der Fußball-WM neue Rekordmarken. Nach einem Tor während des Spiels Dänemark-Kamerun wurden 3283 Tweets abgesendet, rund 200 mehr als beim NBA-Finale zwischen den LA Lakers und Boston Celtics. Quelle: Futurezone
[10h41] Ich hätte gestern Abend das besondere Vergnügen das Spiel Schweiz-Honduras bei schweizer Freunden hier in Düsseldorf schauen zu können. Letzlich war die Stimmung nach dem Spiel ein wenig getrübt, dafür während des Spiel umso besser. Mitgefiebert, mitgezittert und immer wieder verzweifelt am Auftritt der Eidgenossen. Ein kleines Puzzleteil hat bei jedem Angriff immer irgendwie gefehlt. Manchmal spielte man schnell, zielstrebig nach vorne, überbrückte mit schönen Diagonalpassen das Mittelfeld, um dann für das letzte Zuspiel dem Gegner den Ball zu schenken, völlig übermotiviert den Mitspieler zu ignorieren oder den Abschluss zu vermasseln. Idealtypisch die Szene von Barnetta in der zweiten Halbzeit, als er mit Tempo auf das Tor der Honduraner zog, eigentlich auch genug Platz für einen vernünftigen Abschluss hatte, sich die Ecke sogar fast aussuchen konnte bzw. der Torwart ihm das rechte Eck förmlich anbot, und er dann eine Rückgabe ihn die Arme des Torhüters fabrizierte. Aber letzlich war bis zum Ende des Spiels immer Hoffnung. Es könnte ja noch ein Tor fallen, und Spanien könnte ja auch noch treffen.
Keine Ahnung, wie mittlerweile die Regelung mit der Nachspielzeit ist. Gestern Abend gab es bei der Partie Schweiz-Honduras vier Minuten. Bei sechs Wechseln in der zweiten Halbzeit und zwei längeren Verletzungsunterbrechungen minimum ein bis zwei Minuten zu wenig.
Ganz interessant war auch die Berichterstattung im Schweizer Fernsehen zu sehen. Auf SF2 wurde das Spiel übertragen. Zunächst wurde aus einem Studio in der Schweiz gesendet, samt Klatschvieh auf den Rängen, was ich ja immer fürchterlich finde. Ungefähr eine halbe Stunde vor Spielbeginn wurde dann nach Südafrika geschaltet, wo dann ein Experte, der ehemalige Bundesliga-Spieler Alain Sutter, und ein Moderator auf das Spiel einstimmten. Es gab noch einen Field Reporter, der tatsächlich mit einem Thermometer am Spielfeldrand und die aktuelle Temperatur durchgab. Insgesamt alles sehr sachlich und schlicht, wenig Hype, ein, zwei Einspieler. Völlig unaufgeregt und unspektakulär. Ein wenig Dynamik hätte es schon sein können, aber sonst fand ich es gut.
Kommentator Sascha Ruefer war durchschnittlich, konnte genug Geschichten zu beiden Teams sagen, konnte das Spielgeschehen passabel einordnen, hat aber jetzt nicht mehr erzählt, als der normale Fußballfan auch gesehen hat. Aber er hat sich sehr mit Statistiken zurückgehalten und den Spielverlauf voll und ganz in seine Kommentierung einbezogen. Einige ganz gute Sprüche um die Kommentierung ein wenig aufzulockern. Bei der Verletzung des honduranischen Torwarts ließ er sich zur Bemerkung hinreißen “da war doch gar nichts, der muss sich beim Luftholen wohl verletzt haben.”
[10h19] Cacau fehlt übrigens wegen einer Bauchmuskelzerrung, hat der DFB gerade eben mitgeteilt.
[10h01] Ich hätte dann schon mal eine Überschrift für die englischen Zeitungen am Montag: “Bloemfontein – not again”. Eben gerade bei BBC Five Live gehört.
[09h57] Meldung aus dem deutschen Lager. Die Deutsche-Presse-Agentur berichtet, dass Cacau für die Partie gegen England ausfalle. Bei Boateng und Schweinsteiger ist eine finale Entscheidung noch nicht gefallen. Beide müssen noch eine Härtetest bestehen.
[09h53]Natürlich ist das morgige Spiel zwischen Deutschland und England heute Topthema in den englischen Zeitungen, neben der anstehenden Hintzewelle auf der Insel. Die SUN diesmal mit einem exzellenten Titelbild, bezieht sich auf den Safari-Ausflug der deutschen Nationalmannschaft gestern Nachmittag. Deutschland sei eingesperrt in der Box und habe Angst vor den Three Lions. Zwei Gegenpole in der Berichterstattung bilden die Times und der Daily Star. Während die Zeitung in den Händen von Medienmogul Murdoch sogar eine Überschrift in deutsch wählt und die englische Übersetzung nur in Klammern schreibt, greift der Daily Star noch einmal in die Kriegskiste. Es sei Krieg, und bildet Wayne Rooney mit einem Militärhelm ab. Interessant vor allem, dass die Times den Fokus hauptsächlich auf das Fußballspiel legt und das mit dem gut gelaunten, gestern auf der Pressekonferenz sehr relaxten David James personalisiert. Der englische Torhüter soll also für das relaxte, für das auf den Sport konzentrierte Verhältnis zwischen Deutschland und England stehen. Dass noch keine englische Zeitung Franz Beckenbauer auf ihrer Titelseite hatte, wundert mich dann schon.
[09h40] Guten Morgen zusammen. Sommer-Wochenende und die ersten Achtelfinals stehen an. Zudem morgen das Topspiel im Achtelfinale zwischen Deutschland und England. Ich weiß noch nicht genau, inwieweit ich es schaffe den Tag über live mitzubloggen, weil ich noch einige andere Sachen zu erledigen habe.
Wenn ich schon einmal einen Radio-Tipp für gleich abgeben kann, dann läuft ab 10:00 Uhr auf BBC Five Live die stets unterhaltsame Danny Baker Show direkt aus Südafrika.
[17h55] Und Fritz von Thurn und Taxis will jetzt in das Leben in Durban abtauchen und vielleicht noch ein wenig Strandluft schnuppern. Na dann wünsche ich doch mal viel Spaß dabei. In das Leben abtauchen, merke ich mir mal als mögliche Formel. Vielleicht macht ihr es ja ähnlich heute. Genießt das schöne Sommerwetter. Read you tomorrow.
[17h53] Endstand Portugal – Brasilien 0:0
Sechs Minuten nachgespielt – darf ich fragen warum? Beide Teams damit im Achtelfinale und Portugal weiter ohne Gegentor bei dieser WM. Auch heute beide Defensivreihen kaum gefordert. Schade, dass wir ein so von der Taktik geprägtes Spiel gesehen haben. Es gibt Pfiffe von den Zuschauern in Durban. Es bleibt zu hoffen, dass beide Teams sich steigern können, denn sonst könnte im Achtelfinale Schluss sein. Da hatte ich mir von diesem Spiel schon mehr erhofft. Sei es drum. Einen schönen Start ins Wochenende. Wir lesen uns dann morgen Vormittag wieder.
[17h47] Fünf Minuten Nachspielzeit. Es bleibt einem aber auch nichts erspart.
Distanzschuss Ramires, noch leicht abgefälscht gewesen, aber super gehalten von Eduardo.
[17h41] Grafite kommt für Luis Fabiano. Vielleicht der Wolfsburger mit einem Glanzlicht kurz vor Schluss? Viertes Länderspiel für Grafite.
[17h40] Brasilien wechselt, Ramires kommt für Julio Baptista. Spiel weiter schwach, schade, dass beide trotz der guten Ausgangslage sich hier in taktischen Zwängen ersticken und nicht wenigstens etwas Spielkultur aufkommen lassen. Kein Fest für die Zuschauer, bei weitem nicht. Etwas mehr als fünf Minuten noch.
Portugal mit dem letzten Wechsel. Miguel Veloso für Meireles, der die beste Chance dieses Spiels hatte.
Derweil Kalou mit dem 3:0 für die Elfenbeinküste gegen Nordkorea.
[17h32] Die Menschen im Stadion rasten aus, ohrenbetäubender Lärm in der Arena – weil der Stadionsprecher die Zuschauerzahl durchgibt. Von Thurn Taxis derweil mit Rückblick auf portugiesische Kolonialgeschichte.
[17h25] Fritz von Thurn und Taxis: “Ja, meine Herren, 0:0, das wäre aber nix.”
[17h19] Kurz nochmal zu Christiano Ronaldo, der ja diesen Angriff gerade eben initiiert hat. Ist häufig auf sich alleine gestellt, auch eben als Ronaldo nach vorne stürmte, ist nur Meireles mit gelaufen. Das macht es für den Portugiesen natürlich schwer. Leichter Vorteil für die Roten im zweiten Durchgang, von Brasilien kommt offensiv gar nichts mehr.
Petro Mendes kommt für Pepe, also positionsgetreuer Tausch.
[17h16] Meireles mit der Jackpot-Chance zum 1:0 für Portugal. Ronaldo zieht drei Gegenspieler auf sich, setzt sich auf rechts gerade so noch durch, bekommt aber Unterstützung von Lucio, der bei seiner Rettungsaktion unabsichtlich Meireles in der Mitte bedient, aber der Mittelfeldspieler vom FC Porto scheitert an Cesar, der großartig den Winkel verkürzt und weil Meireles wohl besser mit links abgeschlossen hätte. Es sind die wenigen Highlights.
[17h11] Bisschen mehr Tempo als in der ersten Hälfte, aber weiter kaum Torchancen. Bei Brasilien klappt immer noch nicht der finale Pass, Fabiano sind schon einige Bälle versprungen. Nilmar zwar bemüht, klass Technik, aber der kommt meistens gar nicht erst an den Ball.
Portugal mit dem ersten Wechsel: Simao kommt für Duda. Vielleicht etwas mehr Risiko und Kreativität.
[17h05] Ich hoffe ja, dass wieder mehr Fußball gespielt wird. Erster Ansatz für die Hoffnung. Schöner Spielzug der Portugiesen über links, Ronaldo ist auf links eigentlich schon fast durch, könnte sogar aufs Tor schießen, zögert und denkt dann aber zu lange nach, sodass Lucio gerade noch sein Bein dazwischen kommt. Eckball, den Meireles wieder kläglich verschenkt. Puh. Aber Sternchen für Lucio für die Rettungsaktion.
[17h02] Beginn 2. Halbzeit
[16h46] Halbzeit Portugal – Brasilien 0:0
Ich hätte lieber ein paar mehr Torchancen gesehen anstatt der vielen gelben Karten. Insgesamt keine ansehnliche Partie. Brasilien kann mit seinem Ballbesitz nur wenig anfangen, schafft es nur selten mal für einen überraschenden Moment zu sorgen und damit auch Torgefahr zu kreieren. Portugal wachte Mitte der ersten Hälfte mal kurz auf, hatte zwei ganz gute Torgelegenheiten, hat danach aber auch nichts mehr nach vorne unternommen. Für beide reichlich Spielraum nach oben, nur bei den Karten nicht mehr. Denn sonst endet das nicht 11 gegen 11.
Elfenbeinküste zur Halbzeit 2:0 gegen Nordkorea vorne.
[16h44] Große Szene von Dunga. Nimmt Melo runter, der höchstens durch Foulspiele aufgefallen ist, eine Minute vor Halbzeit runter, Josué jetzt im Spiel. Sieben gelbe Karten jetzt, die nächste hatte gerade Coentrao gesehen.
[16h39] Das portugiesische Innenverteidiger-Duo mit Carvalho und Bruno Alves hatte auch schon bessere Tage, erst haben sie sich vor zwei Minuten versehentlich über den Haufen gelaufen, eben konnten sie zu weit Luis Fabiano nicht verteidigen. Der Stürmer mit dem wuchtigen Kopfball knapp neben das Tor.
Von Ronaldo wenig zu sehen und mit Ausnahme dieser wenigen Chancen zwar ein Übergewicht für Brasilien in einem alles in allem aber sehr dürftigen Spiel. Es schleppt sich der Halbzeit entgegen, kaum Spielfluss, viele Unterbrechungen, was auch daran liegt, dass das Spiel doch schon sehr hart geführt wird. Eigentlich gar nicht nötig. Felipe Melo mit hartem Einsteigen, die fünfte oder sechste gelbe Karte in dieser Partie.
[16h30] Jetzt ist es so weit. Endlich mal schön gespielt von den Brasilianern. Hereingabe von rechts, am langen Pfosten schleicht sich Nilmar von Costa weg, bekommt das Zuspiel, verwertet es auch sehenswert, aber Eduardo lenkt den Ball noch an den Innenpfosten. Da war er, dieser Überraschungsmoment.
Im Gegenzug schneller Konter der Portugiesen, Tiago lässt sich im 16er fallen. Bekommt zurecht die gelbe Karte für seine Schwalbe. Gut gesehen vom Schiedsrichter und ein Armutszeugnis für Tiago.
[16h28] Brasilien spielt fast so ähnlich wie gegen Nordkorea und die Elfenbeinküste, sehr statisch, viel Ballzirkulation, aber wenig Raumgewinn. Nur ganz selten können sich das Tempo mal verschärfen, nur um dann Fehler im Spielaufbau einzustreuen. Bisher konnten sie immer mit ihrer ersten Chance und durch individuelle Klasse irgendwann in Führung gehen. Mal sehen, wann es soweit ist.
[16h24] Brasilien viel zu langsam im Spielaufbau, da geht wenig zusammen. Von Portugal kommt auch nicht viel mehr, aber immerhin können sie völlig unerwartet ein paar Highlights setzen. Diesmal ein tolles Zuspiel über 40 Meter auf Christiano Ronaldo, Juan, nahezu letzter Mann geht 35 Meter vor dem Tor mit absichtlichem Handspiel dazwischen. Sieht regelgerecht die gelbe Karte. Duda versteht die Welt nicht mehr, beschwert sich vehement beim Referee, und sieht auch gelb. Wäre ne vielversprechende Chance für die Südwesteuropäer gewesen.
[16h21] Die Elfenbeinküste erhöht auf 2:0, Torschütze Romaric, 20. Minute
[16h18] Coentrao ist auf seiner linken Seite ein wenig auf den Geschmack gekommen, wieder eine schöne Hereingabe, Tiago nimmt das Zuspiel per Volleyabnahme, hätte ein Tor verdient gehabt, ging aber zwei Meter am Tor vorbei. Beeindruckend, wie Portugal innerhalb weniger Minuten den Druck erhöhen konnte. Und damit haben sie schon mehr Torchancen als Brasilien, die jetzt fast in Schockstarre verfallen und mit ihrem ganzen Ballbesitz nichts anfangen können.
[16h14] Ach, ich sollte die Portugiesen nicht so schnell abschreiben. Erster schöner Angriff, weil Coentrao auf links sich gegen Maicon durchsetzt, läuft fast bis zur Grundlinie und schafft – im Gegensatz zu den Brasilianern – eine traumhafte Flanke. Cesar bekommt gerade noch so seine Finger an den Ball und kann vor zwei Portugiesen klären, die schon zum Kopfball bereit waren.
Fabiano sieht gelb, erste in dieser Partie. Wegen doch recht hartem Foul in der Nähe der Mittellinie. Unnötig wie das Handspiel von Sonntag.
Elfenbeinküste mittlerweile 1:0 vorne gegen Nordkorea, Torschütze Yaya Toure.
[16h12] In Ansätzen sieht das bei der Selecao schon vielversprechen aus, schaffen es aber nicht den Ballbesitz, die Ballsicherheit mit ins letzte Platzdrittel zu nehmen. Ungenaue Flanken, schlechte Zuspiele, wenn es drauf ankommt sowas wie Torgefahr zu erzeugen. Portugal macht bisher gar nichts, außer konsequent mit zwei Viererreihen zu verteidigen. Das Spiel noch kein wirkliches Dessert für mein Mittagessen von gerade eben.
[16h06] Die ersten Minuten gehen an Brasilien, man schafft es viel zu häufig aus portugiesischer Sicht schnell durch das Mittelfeld zu spielen, da lassen die Portugiesen viel zu viel Platz zwischen Abwehr und Mittelfeld. Fernschuss von Dani Alves, der scheinbar sich beweisen will, aber ein gute Stück neben das Tor. Portugal bei Ballbesitz Brasilien mit 10 Mann in der eigenen Hälfte, nur Christiano Ronaldo stellt sein Haargel an der Mittellinie zur Bewunderung aus.
[16h02] Brasilien spielt in den ersten Minuten konsequent nach vorne, schon zwei Ecken nach zwei Minuten. Die Eckbälle von Dani Alves aber so schlecht geschlossen, dass Portugal sich nicht groß anstrengen braucht um den Ball zu klären. Bedarf der Verbesserung.
[16h00] Beginn 1. Halbzeit
Brasilien in gelb mit den blauen Hosen von rechts nach links in den ersten 45 Minuten, die Portugiesen in den roten Trikots und weißen Hosen. Schön zu unterscheiden alles.
[15h57] Die Aufstellungen im Moses-Mabhida-Stadion zu Durban
Brasilien: Cesar – Maicon, Lucio, Juan, Bastos – Alves, Gilberto Silva, Felipe Melo – Nilmar, Baptista, Fabiano
Bei den Brasilianern fehlt Kaka gesperrt und Elano verletzt, Nilmar vom FC Villarreal, ganz interessanter Spieler, in der Startelf, zudem Baptista im Sturm zusammen mit Fabiano. Bei Portugal kein Almeida mehr, kein Simao mehr. Dafür Pepe, Duda, Danny und Ricardo Costa neu dabei. Deco fehlt weiterhin mit seiner Verletzung.
[15h46] Einigen ist es gerade schon aufgefallen und mir via Twitter mitgeteilt wurden, dass das Blog extrem langsam war. Weiß ich, habe mich da gleich rangesetzt. Zugriffszahlen sind jetzt nicht wesentlich höher als bei den letzten Live-Blogs zur WM. Ich habe diverse Plugins mal vorübergehend abgeschaltet, jetzt funktioniert es wieder etwas besser. Hoffe, das bleibt stabil. Wenn nicht, tut es mir Leid.
Und die Textpassage, wo ich mich über die unsägliche Moderation von Dieter Nickles aufrege, bleibt damit allen erstmal erspart. Aber ich habe es weiter im Hinterkopf. Nur so viel von Nickles: “Wollen die Brasilianer den auch so eng decken, weil er einen brasilianischen Namen, Ronaldo, hat?” Ohne Worte.
[15h43] Den Auftakt heute Nachmittag machen die letzten Spiele in der Gruppe G. Nordkorea empfängt die Elfenbeinküste. Die Nordkoreaner haben keine Chancen mehr auf das Achtelfinale, und die Elfenbeinküste eigentlich wenn überhaupt noch theoretisch. Muss man doch neun Tore gegenüber Portugal aufholen und gleichzeitig noch darauf hoffen, dass die Portugiesen gegen Brasilien verlieren. Also eher unwahrscheinlich. Deswegen sollte die meiste Aufmerksamkeit heute auch die Partie zwischen Portugal und Brasilien bekommen. Hier geht es noch um den ersten Platz in der Tabelle, verbunden mit der Hoffnung in einem möglichen Achtelfinale vielleicht Spanien aus dem Weg zu gehen. Portugal muss gewinnen um als Tabellenerster ins Achtelfinale einzuziehen, Brasilien reicht bereits ein Unentschieden.
[15h23] Schönen Nachmittag zusammen
Meine Fresse, Dieter Nickles, geht es noch plastischer als einen Beitrag über die brasilianische Nationalmannschaft als “die Deutschen aus Südamerika” anzupreisen?
[15h19] Harry Redknapp, Trainer der Tottenham Hotspur, in seiner BBC-Kolumne über die Begegnung von England am Sonntag gegen Deutschland. Wie immer sehr eindimensional sieht Redknapp ohne Kompromisse einen Sieg der Three Lions.
“I am sure we will win anyway. Germany beat an ageing Australia side in their first game but lost to Serbia before overcoming Ghana in a pretty even final group game. I do not think it is the best German side we have seen, that is for sure, and I do not see why we cannot beat them. I am pretty confident. Let’s be honest, England haven’t played well and Slovenia were not up to much – they would be in the bottom half of the Championship at best – but our players have not set the tournament alight yet and they will raise their game for the big games that are coming up, starting on Sunday.”
[15h11] Sami Khedira bei Sky im Interview:
“Die U21 war ein tolles Erlebnis, das nehme ich mit in dieses Spiel gegen England. Natürlich habe ich die Duelle von früher verfolgt, am Fernseher mitgefiebert, ist ein besonderes Spiel. Wir freuen uns auf das Duell. Natürlich haben wir in unseren jungen Jahren schon viel erlebt, aber so eine WM ist schon besonders. Ich würde lügen, wenn ich sage, es wäre normal. Und jetzt geht es ja erst richtig los. Bastian und ich sind beide Spieler, die Verantwortung übernehmen wollen, wir ergänzen uns in unseren Aufgaben gut. Basti ist der Spieler, der das Spiel ordnet und sich die Bälle holt. Ich möchte lieber den Ball in der Tiefe fordern und gehe lieber eher nach vorne. Und in der Defensive haben wir die gleichen Aufgaben. Es wäre ein weiterer Nackenschlag, wenn Bastian ausfallen sollte und weil er mir auch enorm hilft. Wir verstehen uns sehr gut und wir haben genug Qualität in der Mannschaft um den Ausfall aufzufangen. Mit Toni Kroos ist die Abstimmung auch okay, ein hervorragender Fußball, das würde auch klappen, aber es wäre bitter für die komplette Elf, wenn Bastian nicht dabei wäre.”
Heute Nachmittag ist für die DFB-Elf übrigens Training angesagt, ab 16:00 Uhr soll es da losgehen.
[15h03] Brauchen wir doch gar nicht drüber reden, Herr Effenberg.
[14h38] Zwei Wochen bei der WM sind nun vorüber, jetzt geht es dann ab morgen um alles. Das nächste Spiel kann immer das letzte sein. Zwei Wochen, die mich fußballtechnisch jetzt nicht unbedingt vom Hocker gehauen haben, wenngleich aber auch nicht völlig enttäuscht haben. Natürlich hätte ich mir mehr Tempo, mehr Tore und mehr Dramatik gewünscht. Aber es waren durchaus einige Partien dabei, die richtig toll waren zum Anschauen, zum Beispiel Deutschland-Australien, Chile-Honduras, Spanien-Schweiz, USA-Slowenien, Dänemark-Kamerun, Nigeria-Südkorea, Slowakei-Italien und in Ansätzen auch Brasilien gegen die Elfenbeinküste. Da habe ich schon sehr viel schlechtere Spiele gesehen als bei dieser Weltmeisterschaft.
Es war auch die große Diskussion um die Schiedsrichter, die ich ja seit der Dokumentation im WDR mit völlig anderem Auge sehe und zumindest in Ansätzen begreife und nachvollziehen kann, wie deren Arbeit abläuft. Nur frage ich mich schon, wie einige Schiedsrichter zu ihrer Berufung gekommen sind. Da trennt sich bei dieser WM schon ein bisschen die Spreu vom Weizen. Umso mehr freut es mich, dass Howard Webb und auch Wolfgang Stark ganz gute Leistungen gezeigt haben.
War es wirklich die WM der großen Überraschungen bisher? Zum teil, denn mit einem Ausscheiden von Frankreich konnte man zumindest mal einen Gedanken verlieren, bei Italien war das nicht wirklich angebracht. Beide sind aber verdient frühzeitig nach Hause gefahren. Aber ansonsten mit Argentinien, Südkorea, Ghana, Deutschland, Niederlande und Paraguay erwartbar. Ein wenig überrascht war ich dann doch von Japan und Slowakei. Und dass sich aller Voraussicht nach Brasilien und Portugal für die Runde der letzten 16 qualifizieren, darf als Normalität bezeichnet werden. Sollte Spanien heute Abend nicht die Segel streichen müssen, halten sich die Wunder doch in Grenzen.
Bleibt nur zu hoffen, dass in den nächsten Runden noch mehr Tore, Dramatik und etwas weniger Taktik dominieren.
[13h13] Sehr hohe Dichte von schwedischen Journalisten bei der Pressekonferenz. Verwunderlich.
[13h05]Philipp Lahm ist der nächste, der sich noch knapp 20 Minuten den Fragen der Journalisten stellen wird.
“In erster Linie will ich ein gutes Spiel machen, die Mannschaft muss den Ball wieder besser laufen lassen und in den eigenen Reihen halten, weniger Großchancen zulassen.”
“Na klar kennt man einige Spieler, von den Vereinsmannschaften, auch aus der Champions League. Auf dem Platz ist das aber anders, wir spielen Fußball gegeneinander.”
“Unser Offensivspiel, vor allem das Passspiel, muss besser werden, und unsere Defensivleistung. Man sollte das aber nicht an einer Person fest machen. Unser Aufbauspiel aus der Abwehr heraus muss auch verbessert werden. Ich lasse die Bemerkung, dass das die beste deutsche Mannschaft ist, in der ich bisher gesielt habe, so stehen. Die Mannschaft ist jung, steckt noch in der Entwicklung, es war wichtig, so ein entscheidendes Spiel wie gegen Ghana zu erleben. Daraus kann unsere Mannschaft sehr viel ziehen.”
“Das Kapitänsamt ist keine Last, sondern sehr sehr viel Lust. Es macht Spaß mit dieser Mannschaft zusammenzuarbeiten, mit dem Trainer, dem ganzen Betreuerteam. Ich bin mir sicher, dass Bastian am Sonntag spielen wird. Es ist ein Kämpfer.”
“Wir wissen, was auf uns am Sonntag zukommt. England spielt nicht nur Kick and Rush, sondern haben mit Rooney auch einen Stürmer, der sich den Ball in den Fuß spielen lässt. Wir werden topvorbereitet sein.”
[12h58] Sehr entspannter, lockerer und lässiger, aber sehr sachlicher und konzentrieter Joachim Löw. Verbreitet Optimismus. Gefällt mir.
Löw zu Mertesacker: “Per wird am Sonntag eine wichtige Rolle spielen, auch weil England bei Flanken extrem stark ist. Es gab ein paar Situationen im Spiel gegen Ghana, wo er nicht ganz glücklich war. Gegen Australien und Serbien war ich mit Per sehr zufrieden. In den wichtigen Spielen hat er immer bewiesen, dass er dann seine beste Leistung zeigt und wir uns auf ihn zu 100 Prozent verlassen können.”
Zur Rückkehr von Klose: “Es ist wichtig, dass er wieder mitspielen kann. Es ist gut, dass wir alle Spieler zur Verfügung haben, das betrifft unsere gesamte Offensive, dass wir da unsere Aktionen besser zu Ende spielen können.”
“Solche Spiele wie gegen Ghana sind für ein so junges Team extrem wichtig, und dass wir da jetzt durch gekommen sind, ist umso schöner. Es gibt Momente, wo wir auch mal die Sicherheit dem Risiko vorziehen. Solche Erfahrungswerte sind gut für uns.”
“Es wird höchste Zeit, dass wir das mit den Kriegsvergleichen sein lassen. Das ist unangebracht. Wir leben in einem vereinten Europa.”
“Wir haben drei, vier Mal Standards gebübt, leider waren sie im Spiel noch nicht so ganz erfolgreich. Vielleicht klappt es ja ähnlich wie bei der EM 2008 gegen Portugal.”
[12h34] Die Pressekonferenz beginnt, zunächst gleich wieder die begrüßenden Worte von Herrn Stenger, und der Bundestrainer ist auch zu Gast. Letzte PK im Mannschaftshotel vor dem Achtelfinale gegen England.
Mannschaft hatte heute Vormittag einen knapp zweistündigen Safari-Ausflug, Trainerteam blieb im Hotel und hat Videostudium gemacht.
Joachim Löw: “Ja, in der Vorrunde waren einige Überraschungen zu sehen, man konnte nicht erwarten, dass Weltmeister und Vize-Weltmeister ausscheiden. Einige Teams, von denen man nicht erwartet hatte, dass sie so stark sind, wie Uruguay oder die USA, auch Japan, haben sehr emotional und erfolgreich gespielt. Die Konstellationen in den Gruppen waren sehr interessant, viele Ereignisse hatte ich nicht erwartet.”
“Zum einen ist es so, dass die Geschichte sehr viel aussagt über die Begegnung England-Deutschland, viele Spieler waren da noch gar nicht geboren. Ich erinnere mich noch wage an 1966, eher an 1970. Danach gab es bei den Tunieren immer wieder Spiele von hoher Wichtigkeit, das sind Spiele mit viel Brisanz und Intensität. England verfügt über eine unglaubliche Erfahrung und individuelle Klasse. Wir freuen uns auf das Duell, wir versuchen mit unserer jugendlichen Leichtigkeit dagegen zu setzen.
“Ich verfolge den englischen Fußball, die meisten Spiele können wir im deutschen TV ja auch sehen. Ich bin immer wieder vom Tempo vom Fußball auf der Insel begeistert, vom intensiven Zweikampfverhalten. Unglaublich gutes Niveau.”
“Wir verfügen nicht über eine brave Mannschaft, sie ist unglaublich jung und willig, aber im Training herrscht schon Konkurrenz und Ehrgeiz. Man sieht mit welcher Macht Spieler, die noch nicht gespielt haben, versuchen in die Startelf zu kommen. Wir haben einen Ehrgeiz entwickelt, um in diesem Turnier bestehen zu können.”
“Ich kann nicht 100% beantworten, dass England trotz der vielen Ausländer in der Premier League trotzdem ein sehr gutes Team bei dieser WM an, aber noch nicht so spielen, wie sie sich vielleicht das vorgestellt haben. Aber die Sitation in der Premier League muss nicht von Nachteil sein für die englische Nationalmannschaft.”
“Wir haben uns gestern und heute mit England beschäftigt, haben gute Informationen über das Team, wissen schon sehr gut, wo die Stärken dieses Teams liegen, kennen aber auch die Schwächen der Mannschaft. Bei diesen Spielen ist es doch klar, dass beide Teams mit einem gewissen Respekt in diese Partie gehen, Angst bei uns und den Engländern nicht. Die Engländer wissen doch auch, dass wir sie schlagen können. Eine Grundanspannung herrscht vor, eine positive Nervösität. Wir werden mit unserem jungen Team in der Lage sein dagegenzuhalten.”
“Muss Kompliment machen an unsere medizinische Betreuung. Hinter Boateng und Schweinsteiger steht bis jetzt ein ganz großes Fragezeichen, heute Nachmittag werden beide nicht mit der Mannschaft trainieren. Beide haben muskuläre Probleme, die nicht ausgeheilt sind. Wir hoffen auf Besserung, es ist mehr als fraglich, ob beide oder einer von beiden am Sonntag einsatzbereit ist. Mit 90% reicht es am Sonntag nicht.
“Ja, wir werden sehen, es könnte sein, dass wir heute Nachmittag Elfmeter üben.”
“Also, was das System betrifft, kann ich mir immer vorstellen, auch wenn Spieler ausfallen, es zu ändern. Da bin ich offen. Es wird aber nicht entscheidend sein gegen England, meine ich. Wir hätten gegen Ghana in der Offensive einiges besser machen können, unsere Spielanlage gegemn Ghana war ja eigentlich gut, Aktionen gut begonnen, aber nicht gut zu Ende geführt. Hat aber nichts mit dem System zu tun. Wir müssen abwarten, was mit unseren verletzten Spielern passiert. Wir müssen die Aktionen in der Offensive besser zu Ende bringen. Wenn wir das gegen England nicht schaffen und wir weiter Ballverluste produzieren, wird das England mit Gerrard ausnutzen.”
“Bastian ist das Herz in der Mannschaft, der Motor im Mittelfeld. Natürlich würde es nicht von Vorteil sein, wenn Bastian nicht spielen sollte. Dann schenke ich halt einem anderen Spieler das Vertrauen, Toni Kroos zum Beispiel. Der hat das gut gemacht, ich könnte mir gut vorstellen ihn spielen zu lassen am Sonntag, wenn Schweinsteiger ausfallen sollte.”
“Ich finde das gar nicht schlecht, wenn es mal Diskussion zwischen Trainern und Spieler gibt. Terry und Capello sind so erfahren, die wissen schon, dass beide daran gelegen ist, dass das störend war, sondern vor allem dazu dienen sollte, das Team wieder aufzurütteln und besser zu machen.”
[12h27] Noch ein Deutscher ist weiterhin dabei. Wolfgang Stark pfeift am Samstag das Achtelfinale zwischen Südkorea und Uruguay. Referee am Sonntag bei Deutschland-England ist Jorge Larrionda aus Uruguay, via Zeit Online.
[12h18] Pressekonferenz des DFB heute gegen 12:30 Uhr mit Philipp Lahm und Bundestrainer Joachim Löw.
[12h07] David James ist extrem relaxt auf der Pressekonferenz, die gerade bei Sky News übertragen wird: “Wir brauchen nicht mehr auf die bisherigen Spiele zurückschauen. Wir haben gegen Algerien teilweise sehr gut gespielt, konnten unsere Überlegenheit aber nicht in Tore transformieren. Wir freuen uns sehr auf das Spiel gegen Deutschland. Wir haben damit nicht unbedingt gerechnet, jetzt ist aus Möglichkeit aber Realität geworden. Wayne Rooney möchte das nächste Spiel zu seinem Spiel machen. Aber er möchte, dass wir noch weiter im Turnier vordringen. Wir haben eine gute Mannschaft, die Stimmung ist gut, wir gehen bestens vorbereitet ins Spiel. Deutschland besiegen zu würden wäre romantisch und ein erstebenswertes Ziel.” Das Üben von Elfmeterschießen sei übrigens Hausaufgabe in den nächsten Tagen.
Frage eines Journalisten, was James zu Deutschland-Spiel gegen Ghana sagt und wo er es gesehen hat: “I was sitting in a pub with my mate, drinking orange juice.”
[12h02] David James über das Spiel gegen Deutschland: “It’s a game against a decent outfit.” Apropos David James: Er hat bei Capello jetzt den Status der Nummer 1. Das Interessante aber: Er wurde in beiden Spielen, sowohl gegen Algerien und Slowenien, kaum ernsthaft geprüft. Mal sehen wie das dann ist, wenn ein paar mehr Schüsse aufs Tor kommen. Denn James ist alles anders als ein sehr guter Torwart, immer wieder gut für einen Fehler, häufiger als bei anderen Torhütern.
[11h48] Erstaunlich, wie wenig man in englischen Zeitungen darüber liest, dass England seit über 40 Jahren bei einem großen Turnier nichts mehr gerissen hat und stets gegen einen großen Gegner verloren hat. Jetzt haben sie im Achtelfinale der WM 2010 den ersten vor der Brust. Angst wieder zu scheitern?
[11h19] meedia. de mit einer Übersicht über die besten WM-Blogs. Insbesondere die Arbeit von HAZ-Redakteur Heiko Rehberg kann ich empfehlen. In Hannover entdeckt man nach und nach auch Weblogs. Nächste Saison soll die Saison von Hannover 96 ebenfalls in einem Blog begleitet werden.
[11h14] Sky-Formel 1 Kommentator Jacques Schulz eben beim 1. freien Training in Valencia: “Machen Sie Ihrer Familie klar, dass es am Sonntag keinen Ausflug gibt, keine Zeit für Kinderbetreuung oder Kaffee und Kuchen am Wohnzimmertisch. Es gibt nur Sport.”
[10h59] Ich tue ich mich schwer mit einer Einschätzung des Spiels am Sonntag. Für mich ist das völlig offen, wenn überhaupt ein kleiner Vorteil für England aufgrund des Potentials der Einzelspieler, Gerrard, Lampard, Rooney etc. Mir wird ein bisschen zu viel Wind um die Leistungskurve der deutschen Mannschaft gemacht. Klar zeigt die Tendenz eher nach unten, was nach dem 4:0 gegen Australien auch nicht so verwunderlich ist. Vielleicht haben wir da eben deutlich über unseren Möglichkeiten gespielt. Fakt ist eben auch, dass wir insbesondere gegen Ghana viel zu eindimensional gespielt, teilweise auch zu berechenbar. Und dass zumindest die Defensive ein paar Sorgenzeichen von sich gab, vor allem Per Mertesacker in den Innenverteidigung. Das sind meiner Meinung nach aber alles keine Sachen, die für unlösbar gelten sollten.
Auf der anderen Seite das englische Team, das bei dieser WM nun wirklich keine Bäume ausgerissen hat. Klar, man hat 1:0 gegen Slowenien gewonnen, hatte aber auch während dieses Spiels viele schlechte Phasen und wirkte vor allem gegen Ende der Partie sehr müde, unkonzentriert und behäbig. Und so wahnsinnig toll war die Leistung der Engländer nun wirklich nicht, mehr ein Hängen und Würgen ins Achtelfinale. Na selbstverständlich ist jetzt da eine Leistungssteigerung erkennbar, aber das war nach den Blamagen gegen die USA und Algerien auch nicht besonders schwierig. England hat mehr individuelle Klasse, aber gerade Lampard und Rooney zeigen, dass dies noch längst nicht zum Erfolg führen muss. Respekt vor England sollte da sein, aber Angst oder gar Panikmache ist völlig unangebracht. Dafür haben die Engländer mich bisher überhaupt nicht überzeugt.
Worauf kommt es am Sonntag an? England wird versuchen viel über die Flügel zu spielen, man hat die linke Defensivseite der deutschen Mannschaft als Schwachstelle ausgemacht. Milner bekommt also die Aufgabe die rechte Außenbahn rauf und runter zu rennen. Deutschland muss defensiv, vor allem in der Innenverteidigung besser stehen, sich harmonischer absprechen, näher am Mann sein. Wenn Rooney und Defoe zu viel Platz bekommen, wird es schwierig. Mertesacker, der ein fantastisches Kopfballspiel hat, aber sonst immer ein wenig ungelenk wirkt, wird es nicht einfach haben gegen die kleinen, schnellen Stürmer der Three Lions. Und was sollte Deutschland machen? Druck auf die englische Abwehr, die anfällig ist. Terry und auch Dawson haben nicht ihre beste Form, Johnson auf der rechten Seite spielt ein eher mäßiges Turnier. Da sollte Podolski Vorteile haben. Özil und Müller werden vornehmlich auf Ashley Cole und Gareth Barry treffen. Das dürfte interessant werden. Wenn Deutschland mit mehr Tempo spielt, genauer in den Pässen, ist auch die englische Defensive verwundbar. Und da die Three Lions garantiert nicht mit acht Mann sich hinten einmauern, wird Deutschland – das haben schon Englands Gruppenspiele gezeigt – Platz und auch Torchancen bekommen. Nur die müssen dann auch genutzt werden.
Mein Tipp: 2:2 nach 90 Minuten und dann 4:2 für Deutschland nach Verlängerung.
[10h01] Huch, BBC Five Live heute mit einer ganz besonderen Call-In-Sendung. Es geht um die Abschaffung der aktuellen Nationalhymne “God Save The Queen”, weil sie doch das ganze United Kingdom repräsentiere. Zukünftig soll, so Vertreter der Liberal Democrats, eine englandspezifische Nationalhymne installiert werden. Vorschläge der Anrufer sind zum Beispiel Pomp and Circumstances.
[09h47] Der sid meldet, dass der Wechsel von Michael Ballack zu Bayer Leverkusen fix ist. Wird ein 2-Jahres-Vertrag unterschreiben.
“From the minute England’s round of 16 destiny was clear, you will have heard much about this sainted antagonism with Germany. Yet the so-called rivalry is quite obviously an illusion, existing only in the minds of those wishful to the point of insanity – which is to say, the English. We are rivals with Germany in the same way Christine Bleakley is rivals with Oprah [...] How to put it even more starkly? Since 1966, Germany have been in 11 major tournament finals, of which they have won five. We’ve been in two semi-finals, and it hardly needs pointing out how that ended. The only time we beat them in tournament football is when it didn’t matter, during Euro 2000 when both England and Germany went out in the first round anyway.”
Dass die Rivalität da ist, dürfte verständlich sein und ich finde das auch gar nicht schlimm. Gehört im Sport einfach dazu. Dementsprechend finde ich es auch nicht bedenklich, wenn die englischen und teilweise auch die deutschen Medien die Stimmung ein wenig anheizen. So zum Beispiel wie heute die SUN mit der Wurst-Schlagzeile. Das halte ich sogar für amüsant. Ein wenig bedenklich finde ich es, wenn englische Tageszeitungen sich immer noch für die Rivalität zwischen England und Deutschland auf den Zweiten Weltkrieg framen. Diese Zeit sollte doch eigentlich vorbei sein. Und schaut man sich die Berichte von heute an, gibt es scheinbar auch die Entwicklung es künftig bleiben zu lassen.
[09h27] Mark Lawrenson aus Südafrika bei BBC Radio 1: Er genieße trotz der großen Distanzen und der vielen Zeit im Flugzeug, die man zurücklegen muss, immer noch sehr diese Weltmeisterschaft. Das Land und seine Einwohner habe sich unglaublich freundlich und offen gegenüber den Besuchern gezeigt.
Lawrenson rechnet mit Elfmeterschießen von England gegen Deutschland, Lawrenson rechnet mit einem Weiterkommen von England (wen wundert es!). Begründung: Unterschiedliche Leistungskurven beider Teams während des Turniers, die etwas größere Unerfahrenheit des jungen deutschen Teams und die Verletzung von Bastian Schweinsteiger, der nicht hundertprozentig fit sein wird. Das sei ein Vorteil für England.
Einziges Problem für England dieser Tage: Sie könnten zu gut spielen. War wohl eine Anspielung auf Deutschland, die häufig auch mit mäßigen Leistungen es weit im Turnier geschafft haben. Oder dass jetzt die Erwartungen und die Selbstüberschätzung wieder zu hoch sind. Sucht es euch aus. Und noch ein Argument für ein England-Sieg: das Spiel läuft wieder bei der BBC. ITV wird sich in den Hintern beißen.
[09h13]Der Daily Telegraph berichtet, dass Fabio Capello wohl mit derselben Startelf gegen Deutschland spielt wie am Mittwoch gegen Slowenien. Er sei mit der Leistung sehr zufrieden gewesen und sehe keinen Grund etwas zu ändern. Dies gelte auch für Innenverteidiger Matthew Upson. Carragher würde damit erstmal wieder auf der Bank bleiben.
Englische Medien melden heute Morgen zudem, dass Capello verstärkt Elfmeterschießen geübt habe und bereits die ersten fünf Spieler für ein mögliches Elfmeterschießen benannt hat: Lampard, Rooney, Gerrard, Milner und Gareth Barry.
[09h05] Den Auftakt heute Nachmittag machen die letzten Spiele in der Gruppe G. Nordkorea empfängt die Elfenbeinküste. Die Nordkoreaner haben keine Chancen mehr auf das Achtelfinale, und die Elfenbeinküste eigentlich wenn überhaupt noch theoretisch. Muss man doch neun Tore gegenüber Portugal aufholen und gleichzeitig noch darauf hoffen, dass die Portugiesen gegen Brasilien verlieren. Also eher unwahrscheinlich. Deswegen sollte die meiste Aufmerksamkeit heute auch die Partie zwischen Portugal und Brasilien bekommen. Hier geht es noch um den ersten Platz in der Tabelle, verbunden mit der Hoffnung in einem möglichen Achtelfinale vielleicht Spanien aus dem Weg zu gehen. Portugal muss gewinnen um als Tabellenerster ins Achtelfinale einzuziehen, Brasilien reicht bereits ein Unentschieden.
Am Abend um 20:30 Uhr wird die Gruppe H beendet. Die besten Chancen aufs Achtelfinale hat Chile, denen ein Punkt gegen Spanien reicht um als Tabellenführer ins Achtelfinale einzuziehen. Chile könnte sich auch eine Niederlage gegen Spanien leisten, wenn die Schweiz nicht gleichzeitig gegen Honduras die zwei Tore gegenüber Chile aufholt. Alles ein wenig kompliziert. Sollte Chile gegen Spanien nur remis spielen, kann die Schweiz auch nur mit einem Tor Unterschied gewinnen, und Spanien wäre aus dem Turnier. Honduras könnte theoretisch auch noch das Achtelfinale erreichen, aber das ist so unwahrscheinlich, dass man sich damit gar nicht beschäftigen muss. Sagen wir es so: Die Schweiz muss voll auf Angriff spielen, denn dass Spanien patzt, darauf kann man sich nicht unbedingt verlassen. Und auch Chile ist längst noch nicht im Achtelfinale. Sehr interessante Konstellation und Ausgangslage.
[08h40] Kurzer Blick in die Premier League: Offenbar steht eine Einigung zwischen dem FC Liverpool und Roy Hodgson, jetzt noch Trainer in Fulham, unmittelbar bevor. Englische Medien berichten derweil, dass Sven Göran-Eriksson, noch Trainer der Elfenbeinküste, Favorit für die Nachfolge bei den Cottagers sein wird. Quelle: ESPN Soccernet.
[08h37] Was steht heute auf dem Speiseplan? Meine Aufmerksamkeit bekommt heute Vormittag ein wenig die BBC, einmal um die ehe schon gute Laune zu steigen und um die neuste Infos aus dem englischen Lager zu bekommen. BBC-Experte Lawrenson wird später aus Südafrika für die Chris Moyles Show zugeschaltet, BBC Five Live wird sicher in seinem Phone-In um 10:00 Uhr auf das Spiel am Sonntag blicken. Später am Mittag dann die deutsche Pressekonferenz, bevor um 16:00 Uhr dann endlich Fußball gespielt wird, mein Fokus wird auf Brasilien-Portugal liegen.
[08h01] Schon mal ein kurzer Blick in die englischen Tageszeitungen vom Freitag. Schaut man durch die Titelbilder ist die am Sonntag anstehende Partie nicht unbedingt das wichtigste Sportthema. Das ist bei den meisten Zeitungen heute Tennis. Entweder es gibt Bilder vom Treffen zwischen Andy Murray und der Queen. Murray ist locker lässig in die dritte Runde eingezogen und hatte danach die Queen getroffen. Die Königin war zum ersten Mal seit 1977 bei dem Tennisturnier. Oder es wird sich mit dem Rekordmatch zwischen John Isner und Nicolas Mahut. Also der ganze Fokus auf Tennis, wenn da mal wieder nicht die SUN wäre, die als einzige große englische Tageszeitung mit dem Spiel zwischen England und Deutschland aufmacht. Und den Engländern ihre größte Sorge nehmen möchte: das Elfmeterschießen. Denn die SUN hat herausgefunden, dass die Engländer vom Punkt eigentlich viel erfolgreicher sind als die Deutschen. Und Jermain Defoe hat schon 40 Elfmeter geübt.
[07h45] Guten Morgen allerseits. Fußball kann so schön sein, vor allem wenn das Team, welches man unterstützt, gewinnt und ins Achtelfinale einzieht. Und dann noch in so spektakuläre Weise wie die USA am Mittwoch. Wenn man eigentlich nicht mehr dran glaubt…wie die Reaktionen der Fans aus den USA zeigen [via Tweet von Hirngabel].
Ich konnte die letzten beiden Tage, Mittwoch und Donnerstag, nicht so umfangreich wie gewohnt die WM verfolgen. Ich habe zwar alles mitbekommen, aber irgendwie meist nur zwischen Tür und Angel, meist schon auf dem Sprung zum nächsten Termin oder der nächsten Aufgabe. Was aber auch daran liegt, dass Mittwoch und Donnerstag meine beiden Uni-Tage sind mit zahlreichen Seminaren und Vorlesungen. Theoretisch hätte ich an beiden Tagen fernbleiben können, da ich noch keinerlei Fehlzeiten habe. Allerdings musste ich am Mittwochnachmittag ein Konzept für eine mögliche Forschungsstudie vorstellen und auch heute waren neben den Präsenzvorstellungen zahlreiche andere Termine auf dem Campus zu erledigen, sodass es eigentlich nur von Nachteil gewesen wäre an beiden Tagen nicht hinzugehen. Und dann in den Vorlesungen oder während der Präsentation den Livestream laufen lasse, wollte ich auch nicht. Dann hätte ich ja auch gleich nach Hause gehen können.
Dann also der umständliche Weg, für einen Fußballfan während der WM nicht unbedingt einfach zu schlucken. Zumal wenn England spielt. Mittwochnachmittag, kurz vor vier. Halbwegs pünktlich aus dem Seminarraum raus, auf der Treppe im Live-Blog von allesaussersport schnell die Aufstellung angeschaut und dann erstmal aufs Fahrrad gesetzt. Von der Uni weg, kurz am Rhein entlang, weiter durch Flehe nach Unterbilk. Am Südring mal wieder die lange rote Ampelphase. Schnell das iPhone aus der Hemdtasche gekramt, durch die Tweets gelesen, wollte wieder losfahren, da springt die Ampel schon wieder auf rot. Eine Ampelphase verpasst. Habe ich wirklich so lange gelesen? Sonst stehe ich da immer eine halbe Ewigkeit. Weiter geht es, durch Unterbilk, an der Bilker Kirche vorbei auf die Rheinprommenade. Wieder viel los, Fußgänger latschen auf dem Radweg, aber eine lange Strecke ohne Ampeln und Autos. iPhone raus, beim Fahren schauen, wie es bei den Engländern steht. Beim Scrollen bloß nicht auf das Handy schauen, sondern geradeaus. Funktioniert nicht. Da ich keinen Massenunfall auslösen möchte, halte ich doch kurz an. Weiter 0:0, dann beruhigt die letzten Minuten weiter am Rhein entlang, über den Burgplatz, durch den Hofgarten nach Pempelfort. Im Park sonnen sich die Menschen, der Radweg ist leer, Zwischenstand schauen. Verdammt, ein Tor verpasst, Defoe macht das 1:0 für England. Ich hätte es doch fast geschafft bis nach Hause. Fahrrad gar nicht erst in den Keller bringen – kann ich ja in der Halbzeit erledigen, sondern nur draußen an die Laterne lehnen. In die Wohnung stürmen, TV an, alles stehen und liegen lassen. In der Pause wird für Ordnung gesorgt und das Fahrrad in den Keller gebracht. Die zweite Halbzeit kann ich dann ganz in Ruhe verfolgen. Hätte ich unterwegs nicht ständig angehalten und die Zwischenstände überprüft, hätte ich es vielleicht geschafft rechtzeitig zum Tor von Defoe zuhause zu sein.
Mittwochabend in großer Runde das Deutschland-Spiel geschaut, bin immer noch nicht ganz schlüssig, wie ich die Leistung insgesamt und die Chancen vor dem England-Spiel einordnen soll. Vielleicht dazu mehr am Freitag und Samstag. Eigentlich schaue ich Fußballspiele sehr gerne alleine oder in kleiner Runde zu zweit oder dritt. Aber es hat auch seinen Reiz und den Spaß mit 10-15 Menschen zu schauen. Und immer wieder köstlich zu sehen, wie die Frauen aufschreien, falls der Ball mal nur in Nähe des Tores kommt oder ein Spieler frei vor Neuer auftaucht. Und immer wieder bewundernswert, wie interessiert und teilweise auch bewandt einige Menschen sind, die sonst eher Fußball schauen oder meist nur während EM und WM. Ich muss nochmal genauer untersuchen, warum gerade EM und WM so eine Fußballeuphorie auslösen können und sich das in der Breite dann zum Beispiel nicht auf die Bundesliga überträgt. Und das allerbeste: Zu den Kommentatoren kann jeder seinen Senf dazugeben.
Donnerstagmorgen, kurz vor halb zehn. Ich sitze in der Sonne auf dem Campus, Milchkaffee geholt, draußen schon über 20 Grad. Wenn ich denke, dass ich bis 18:00 Uhr heute hier rumhängen würde, steht mir die Unlust ins Gesicht geschrieben. Es ist erstaunlich leer für einen Donnerstag in der Uni. Obwohl wir zur Stoßzeit in die Mensa gehen, ist es um kurz vor eins so leer, dass wir fünf Minuten später unser Essen haben. Da genießen wohl einige Menschen das schöne Wetter. Letzte Veranstaltung für diese Uni-Woche, Vorlesung zu Medienpsychologie, ein Thema, von dem ich wenig Ahnung habe, also sollte ich die Vorlesung besuchen, damit ich wenigstens mal einen Eindruck von der Thematik bekomme. Nebenbei aktualisiere ich alle drei Minuten meine Twitter-Timeline, zehn Reihen weiter vor uns schauen Studenten auf den ZDF-Livestream, irgendwann ist es soweit, dass auch Komliltonen in den hinteren Reihen Fußball schauen und der Professor sich die Zwischenstände durchsagen lässt. Bei jedem Tor gegen die Italiener jubelt der halbe Hörsaal. Ich wäre jetzt gerne zuhause. Thema ist interessant, also kann ich es gerade noch verkraften 90 Minuten meiner kostbaren Zeit der Medienpsychologie geschenkt zu haben.
Kurz vor sechs, diesmal kein Stress mit dem Rad auf dem Nachhauseweg. Auf dem Burgplatz sogar noch Bekannte getroffen und spontan für ein Bier angehalten. Im Hintergrund läuft die Zusammenfassung von Italien gegen die Slowakei. Ich habe keine Lust mich umzudrehen, sondern schaue lieber in die Sonne und auf den Rhein. Wochenende.
[22h26] So, dann morgen erster Endspieltag mit England und Deutschland. Keine Live-Blogs. Ich bin immer noch im Konflikt mit meinem Gewissen. Stelle bis 15:45 Uhr ein Konzept für ein Forschungsprojekt vor, schaffe es also nicht rechtzeitig zum England-Spiel nach Hause. Bin immer noch am überlegen, ob ich um 15:20 Uhr nicht gehe, einfach auf meinen Foliensatz verweise und mich vor den heimischen TV setze. Geht wohl leider nicht. Es ist wie es ist. In diesem Sinne eine gute Nacht aus Düsseldorf.
Südkoreas Spieler reißen die Arme in die Luft, die Spieler Nigerias schlagen die Hände vor den Kopf und versinken im Boden. Nigeria hatte genug Chancen zum Sieg, kein hochklassiges Spiel in Durban, aber sehr spannend. Griechenlands Taktik ist nicht aufgegangen, Argentinien mit minimalstem Aufwand zum Sieg.
Damit Argentinien und Südkorea im Achtelfinale. Das Team von Diego Maradona trifft am Sonntag um 20:30 Uhr auf Mexiko, Südkorea spielt am Samstag um 16:00 Uhr gegen Uruguay.
[22h20] Südkorea gefühlt mit dem siebten Spielerwechsel. Nigeria läuft die Zeit davon.
[22h18] Drei Minuten Nachspielzeit in Durban
Und nächster Distanzschuss von Obinna. Wieder ein sattes Pfund, hauchzart am Pfosten vorbei. Den hätte ich schon fast drin gesehen.
[22h17] Argentinien macht alles klar mit dem 2:0 gegen Griechenland.
Nigeria rennt verzweifelt an, ohne Konzept, ohne Struktur. Aber sie kommen zu Chancen. Victor Obinna mit Schuss nach Vorlage Obasi, knapp am Tor vorbei. Wahnsinn.
[22h15] Nigeria schwinden die Kräfte, das ist teilweise schon am Stock gehend, momentan kaum Impulse mehr nach vorne. Südkorea bis jetzt noch ganz abgeklärt.
[22h13] Fünf Minuten noch in Durban. Packende, spannende Schlussphase jetzt.
[22h08] Chancenverwertung bei Griechenland weiter mangelhaft. Die spielen die Angriffe sehr schön heraus, aber der Abschluss ist aus Fan-Sicht zum Haare raufen. Diesmal Martins nach tollem Pass von Obasi freistehend vor Sung-ryong, lupft den Ball aber über den hinauseilenden Torwart knapp neben das Tor. Auch den kann man gerne mal machen. Zehn Minuten noch.
[22h05] Griechenland – Argentinien 0:1, Martin Demichelis, 78. Minute
Damit dürfte Hellas die Koffer packen. Ecke von links, Demichelis köpft in der Mitte erst Milito an, den Abpraller knallt er dann in die Maschen. Griechenland irgendwo, nur nicht beim Gegenspieler.
Damit Nigeria ein Tor vom Achtelfinale entfernt, sollten sie gegen Südkorea noch gewinnen. Immerhin etwas spannend. Argentinien durch, Griechenland weg.
[22h04] Viertelstunde noch in beiden Partien. Mal sehen, ob Südkorea aus der lahmenden Haltung nochmal rausfindet.
[22h00] Bekommt Samaras schon Kilometerpauschale? Hellas braucht ein Tor oder ein 4:4 dürfte bei derzeitigem Spielstand in Durban auch reichen.
Wow, nach dem Fehlschuss gerade eben noch die Nerven haben den Elfmeter so cool und lässig zu verhandeln. Hut ab!
[21h56] Elfmeter Nigeria
Eigentlich hatte Südkorea die Situation schon geklärt, doch dann verlieren sie den Ball. Letzlich das klare Foul an Obasi, Elfmeter absolut berechtigt.
[21h55] Oh mein Gott! Nigeria mit der 1000% zum Ausgleich. Spielen das schön zu Ende, Pass in die Mitte, Südkorea kurzzeitig in Schockstarre und dann trifft Yakubu freistehend aus zwei Metern das Tor nicht, sondern schießt vorbei. Das war defintiv schwieriger.
[21h52] Di Maria kommt bei Argentinien für Maxi Rodriguez. Und Griechenland operiert nur noch mit langen Bällen auf Samaras, der dann völlig auf sich alleine gestellt ist. Hin und wieder Unterstützung durch Ninis. Aber das war es dann auch. Und immer wieder lange Bälle. Das kann nicht der Weisheit letzter Schluss sein, zumal sich Argentinien mittlerweile sehr gut darauf eingestellt hat.
[21h48] Argentinen will nicht so richtig, Griechenland kann nicht so richtig oder will vielleicht auch nicht so richtig. Nigeria kann nicht, Südkorea muss nicht unbedingt. Es tut sich wenig in diesen Minuten.
[21h42] Marc Hindelang: “Griechenland hat vielleicht ne Finanzkrise, aber keine an defensiven Spielern.”
[21h40] Derweil hatte Griechenland – ich seh es gerade noch in der Zeitlupe wieder auf der Einzelspieloption – die Chance zur Führung. Bock von Demichelis, Samaras im Eins gegen Eins, bekommt zweimal die Chance auf den Torschuss, beim zweiten Mal klappt es richtig gut. Schuss geht hauchzart am langen Pfosten vorbei. Das wäre es ja gewesen. Durch die Führung von Südkorea muss Griechenland jetzt mehr Risiko gehen.
Doppelwechsel Griechenland, teilweise verletzzungsbedingt. Ninis für Katsouranis und Torosidis wird durch Patsatzoglou ersetzt.
[21h37] Nigeria-Südkorea 1:2, Chu-Young Park, 49. Minute
Südkorea auf dem Weg ins Achtelfinale. Direkt verwandelter Freistoß halblinke Position, um die Mauer herumgeschlenzt, Enyeama macht einen Schritt aus der Torwartecke heraus und hat dann keine Chance mehr an den Ball zu kommen. Torwartfehler, und ich sag es ja, sah schon mal souveräner aus.
[21h34] Nigerias Torwart hat auch schon souveräner gehalten, lässt erstaunlich viele leichte Bälle prallen. Zudem ungewohnte Schwächen heute in der Strafraumbeherrschung. Ich hätte übrigens nichts gegen einen echten Thriller in der zweiten Halbzeit, so mit finaler Entscheidung in der 94. Minute.
[21h33] Beginn 2. Halbzeit
[21h31] Griechenland wechselt eingangs der zweiten Hälfte. Bringt Linksverteidiger Spiropoulos für einen offensiven Mittelfeldspieler Karagounis. Noch mehr Beton, ich fasse es nicht. I make signals
[21h18] Ende 1. Halbzeit
Argentinien-Griechenland 0:0 und Nigeria-Südkorea 1:1
Zwei Spiele, die einen trotz der brisanten Ausgangslage nicht wirklich vom Hocker hauen. Griechenland rührt Beton an und Argentinien schafft es nur selten Platz zu finden und sich Torchancen zu erarbeiten. Bei Nigeria gegen Südkorea zwar etwas mehr Spektakel, dafür aber auch viele Fehler. Insbesondere Nigerias Defensive besitzt extreme Lücken. Derzeit Südkorea dank des besseren Torverhältnisses im Achtelfinale. Und wirklich lange dürfte Griechenlands Defensive nicht mehr halten.
[21h15] Dauerdruck der Argentinier in den letzten Augenblicken der ersten Hälfte. Argentinier lassen den Ball schön laufen und verteilen ihn gut. Griechenland kommt da teilweise schlicht nicht hinterher. Und irgendwann ergeben sich dann die Chancen für Torschüsse. Erst Maxi Rodriguez, dann Messi, aber beide finden in Tzorvas ihren Meister.
Der Freistoß, den Obasi mit seinem Foul verursacht hat, kommt eigentlich harmlos von links vors Tor getreten, Nigeria auf der linken Defensivseite wieder viel zu offen, alles orientiert sich nach rechts, am langen Pfosten wieder mal Afolabi zu weit weg von seinem Gegenspieler, Lee schiebt den Ball über die Linie ins lange Eck.
[21h06] Wann immer ich mal zu Nigeria-Südkorea rüberschalten, passiert was. Diesmal Pfostenschuss von Nigeria durch den Torschützen Uche. Aber auch Südkorea sieht jetzt wieder besser, geordneter und dynamischer aus. Im Moment das etwas ansehnlichere Spiel.
Obasi sieht gelb, wäre für ein mögliches Achtelfinale gesperrt.
[21h02] Solange die Griechen keine Fehler machen, wird es schwierig für Argentinien. Fast wäre es soweit gewesen, als Tzorves eine harmlose Hereingabe nicht festhalten, der Ball teilweise sogar verspringt, am langen Pfosten Aguero völlig frei, Schuss kann aber gerade so zur Ecke geblockt werden. Und Tzorves macht fürs Erste drei Kreuze.
[20h58] Samaras ist wieder in der Sturmposition, zerlegt mal schnell die Eckfahne bei einem Versuch noch den Ball zu bekommen und widmet ihr danach keinen Blick. So ist das also.
[20h55] Südkorea sollte schleunigst daran tun wieder mehr für die Offensive zu tun, denn Nigeria sieht in der Defensive alles andere als sicher und geordnet aus. Park kann da mal 30-40 Meter ohne Gegenspieler durchs Mittelfeld laufen, aber die Südkoreaner tun sich verdammt schwer nach dem Rückstand, kommen nur langsam wieder in den Drive der ersten Spielminuten.
[20h51] 70% Ballbesitz für Argentinien. Und ich musste eben nochmal kurz auf meine Aufzeichnungen schauen, aber Samaras habe ich da tatsächlich als Stürmer gelistet.
[20h48] Und plötzlich zieht Argentinien das Tempo an, spielt schnell, Griechenland kommt nicht hinterher und schon gibt es zwei Chancen. Erst scheitert Aguero an Tzorvas, die anschließende Ecke sieht einen Fernschuss von Veron, den der griechische Torwart über die Latte lenken kann. So könnte es für Argentinien gehen.
[20h46] Nigeria damit bei drei Punkten. Griechenland würde also ein Unentschieden reichen, sollten die Afrikaner gewinnen. Dann wäre man bei vier Punkten. Aber alles noch mit sehr viel Spielzeit auf der Uhr. In Polokwane passiert wenig, Argentinien geht es sehr langsam und kontrolliert an.
Das verleiht dieser Gruppe in den ersten Minuten einen ganz besonderen Anstrich. Nigeria geht in Führung und nimmt damit Südkorea die gute Anfangsphase. Viel zu einfach kommen die Super Eagles aber zu ihrem Tor, weil Südkorea schlecht verteidigt. Erst kann sich Odiah auf dem rechten Flügel viel zu einfach durchsetzen, schöne Flanke in die Mitte, wo der südkoreanische Verteidiger eigentlich viel näher zum Ball steht als Uche, doch der schleicht sich aus dem Hintergrund hervor und schiebt flach unten links ins Tor ein.
[20h41] Wie zu erwarten: Viel Ballbesitz für Argentinien, aber nichts Gefährliches aus Sicht der Griechen, die bisher sattelfest in der Defensive stehen. Haben ja auch 10 Mann in der eigenen Hälfte.
[20h36] Rehhagel macht es wirklich. Er nimmt Messi in Manndeckung, Papastathopoulous scheint das zu übernehmen. Da freut sich doch jeder Fußball-Kommentator, über diesen Namen. Zum Glück gibt es Copy and Paste. Einmal richtig aufschreiben ist einfacher als stets fehlerfrei sprechen.
[20h34] Unabhängig von der Tabellenkonstellation ist die Partie der Argentinier gegen die Griechen auch so schon sehr interessant. Geballte Offensivstärke trifft auf Betonmischer aus Hellas, bin gespannt wie ein Flitzebogen, wie die Griechen es versuchen und vielleicht auch schaffen werden, die argentinische Offensive einzudämmen, wie Messi – scheinbar sogar per Manndeckung – bewacht wird. Und viel wichtiger: Wie schafft es Griechenland bei all der nötigen Defensive auch noch Tore erzielen?
[20h33] Du meine Güte, Südkorea nach nicht mal 120 Sekunden mit der Chance zur Führung. Nigeria mit Ballverlust in der Vorwärtsbewegung, Südkorea spielt es schnell, zwei Kontakte, Yong Chung Lee wunderbar freigespielt, aber knapp daneben geschossen, auch weil Enyeama mal wieder klasse den Winkel verkürzt hat.
[20h30] Beginn 1. Halbzeit
[20h28] Und noch ein Jubiläum. Heute vor 24 Jahren hatte Maradona sein berühmtes Tor mit der Hand Gottes erzielt, via Live-Blog der BBC.
[20h26] Bei der Hymne umlagern gefühlt 100 Fotojournalisten Maradona, der gemütlich zum Takt der Hymne vor sich hin wippt und summt. Schönes Bild.
[20h22] Vorfreude auf die argentinische Nationalhymne.
[20h20] Der Fritz feiert auf Sky heute seinen 60. Geburtstag vor dem Mikro. Also nehmt ihn einfach mal so, wie er ist und seine besondere Art des Kommentierens. Da sind Spieler auch heute noch manchmal schon “Oldtimer”. Wenigstens heute an seinem Geburtstag. Happy Birthday.
[20h18] Die Aufstellungen im Moses-Mabhida-Stadion zu Durban
Beide im 4-2-3-1, dürften uns da also nicht auf zuviele Tore freuen. Insbesondere Südkorea gefällt mit sehr viel taktischer Aufstellung. Bei Nigeria Kanu vorne als einzige Spitze, da soll jemand mit seiner Erfahrung helfen.
Und diese koreanischen Namen sind die Freude jeden Bloggers die korrekt zu übertragen und den Positionen zuzuordnen.
[20h10] Die Aufstellungen im Peter-Mokaba-Stadion zu Polokwane
Die Argentinier lassen mal schnell Higuain und Tevez draußen und nehmen als “Ersatz” Milito und Sergio Aguero. Kann nicht jeder von sich sagen. Insgesamt sieben Wechsel bei den Südamerikanern, auch Mascherano bekommt eine Pause. Bei Griechenland Samaras einzige Spitze, Gekas bleibt draußen.
[20h02] Also ich hätte nichts gegen einen Achtelfinaleinzug von Griechenland, weil es dann den Sommer über bei meinem Lieblingsgriechen in Hannover weiterhin die Rehakles-Platte geben sollte. Also, Otto, streng dich an mit deinen Mannen. Bin gespannt, wie Argentinien die Partie angeht. Locker, lässig, ohne viel Aufwand ins Achtelfinale oder nochmal volles Risiko und Tempo?
[19h58] Interessante Ausgangslage auch in der Gruppe B. Zumindest was Griechenland und Südkorea angeht, beide mit drei Punkten und derselben Tordofferenz (-1), die Asiaten haben aber die mehr geschossenen Tore. Griechenland steht vorne mit sechs Punkten. Die Albiceleste darf sogar mit zwei Toren verlieren und würde trotzdem ins Achtelfinale einziehen. Ansonsten ist alles offen. Gewinnt eines der beiden Teams, die derzeit den zweiten oder dritten Platz belegen, ist es definitiv im Achtelfinale. Griechenland müsste stets besser abschneiden als Südkorea. Sollte Nigeria mit zwei Toren Unterschied gegen Südkorea gewinnen und gleichzeitig Griechenland verlieren, könnten auch die Afrikaner noch ins Achtelfinale einziehen. Also vieles möglich. Halte einen Einzug von Nigeria aber schon für eine mittlere Sensation.
[17h53] Endstände, Frankreich-Südafrika 1:2 und Mexiko-Uruguay 0:1
Damit Uruguay als erster und Mexiko als zweiter der Gruppe A die ersten beiden Mannschaften im Achtelfinale. Glückwunsch dazu, hätte auch nicht jeder mit gerechnet. Beide Teams mit ordentlichen Leistungen, Mexiko teilweise sehr anfällig bei hohen Bällen. Mexiko aller Voraussicht nach gegen Argentinien, Uruguay gegen Südkorea oder Griechenland.
Im anderen Spiel blieb das Wunder für Südafrika trotz starker 60 Minuten aus. Letzlich hat die Kraft nicht gereicht für 90 Minuten Power-Fußball. Frankreich verdient draußen und Verlierer dieses Spiels, defensiv mit vielen Schlampigkeiten und diesmal auch mit wenig Glück bezüglich der Schiedsrichterentscheidungen. Damit Frankreich und Südafrika draußen.
Gesucht werden jetzt die Achtelfinalgegner von Mexiko und Uruguay. Dazu später mehr in einem weiteren Live-Blog. Bis nachher.
[17h48] Drei Minuten Nachspielzeit für Mexiko und Uruguay.
[17h43] Govou für Diarra. Auch im Spiel der Franzosen mit Südafrika kaum noch Highlights. Und Frankreich scheint auch nicht gewillt noch auf den Ausgleich zu gehen.
[17h42] Uruguay macht nur noch sporadisch etwas nach vorne. Mexiko fällt wenig ein um die eng gestaffelte Defensive der Urus zu knacken.
[17h38] Aus beiden Partien ist die Luft ein wenig raus, sieht alles danach aus, dass Uruguay und Mexiko den Weg ins Achtelfinale finden. Noch etwas mehr als 10 Minuten.
[17h34] Erschreckend zu sehen, wie Frankreich auf der linken Defensivseite mittlerweile überhaupt nicht verteidigt. Clichy mit einem rabenschwarzen Tag, Pienaar ein ums andere Mal über rechts in den Strafraum gezogen – ohne jegliche Gegenwehr.
[17h29] Frankreich – Südafrika 1:2, Florent Malouda, 70. Minute
Das war Fußball von den Franzosen und Südafrika jetzt mit einer Herkulesaufgabe vor sich. Toller Pass von Diarra (ja, der spielt wirklich mit!) auf Ribery, der legt quer auf Malouda, beide Male keine Abseits, Malouda braucht nur noch ins leere Tor einschieben.
[17h22] Mexiko hat gewechselt. Blanco ging die Puste aus, Xavi Hernandez jetzt in der Partie.
Die Mittelamerikaner gerade mit der tollen Chance zum Ausgleich, aber der Kopfball von Rodriguez aus kurzer Distanz geht knapp am Tor vorbei, kann man aber schon mal machen.
[17h22] Richtig klasse Spiel jetzt zwischen Südafrika und Frankreich. Die Equipe weiter mit unerklärlichen Aussetzern in der Defensive, insbesondere Clichy auf links mit einer grausamen Performance. Wieder wird er von Mphela überlaufen, doch kein südafrikanischer Spieler mitgelaufen, Lloris verkürzt gut den Winkel. Chance vertan.
[17h18] Und plötzlich Frankreich mit der Konterchance über Ribery, doch statt Henry anzuspielen, der mitgelaufen war und auch freistand, versucht es der Spieler von den Bayern selbst mit einem Kunstschuss, der deutlich über das Tor geht. Verschwenderisch.
[17h17] Südafrika dem 3:0 näher als Frankreich auch nur einer kleinen Torchance. Fernschuss von Katlego Mphela, bester Mann auf dem Platz, aber Lloris diesmal souverän zur Ecke abwehrend.
[17h15] Henry für Cissé bei Les Bleus. Abschiedstour eines ganz tollen Stürmers.
[17h12] Im anderen Spiel zeigt sich weiter, dass Mexiko bei Standardsituationen anfällig ist. Freistoß von der rechten Seite, in der Mitte diesmal Diego Lugano völlig blank, schöner Kopfball, platziert gedrückt, aber Perez im Tor Mexikos kann abwehren. Die Südamerikaner weiter spielbestimmend.
[17h10] Was für eine Chance für Südafrika! Die können ja richtig schön und attraktiv Fußball spielen. Frankreich in der Defensive weiter nicht von dieser Welt, viel zu weit weg von den Gegenspielern, Abseitsfalle passt nicht, toller Pass auf Mphela, der den Ball an den Pfosten schlenzt. Zentimeter für das 3:0 gefehlt.
[17h08] Alle 10 Franzosen sind wieder auf dem Spielfeld. Die letzten 45 Minuten WM-Luft schnuppern. Noch nichts Erwähnenswertes in der zweiten Halbzeit dabei. Bei der Equipe Malouda für Gignac in den zweiten 45 Minuten.
[17h06] Scheinbar gibt es ein Bedürfnis nach Live-Blogs. Nicht wundern, wenn die Seite vorübergehend etwas lahmt derzeit. Sie war eben gerade auch mal komplett weg. Ich schaue mal nebenbei, dass ich ein paar Dinge im Verborgenen abstelle, dass sie während des Spiels wieder besser läuft.
[17h03] Beginn 2. Halbzeit
[17h00] Eher schwache Halbzeitanalyse bei Sky mit Kastrop und Metzelder. Der Sky-Experte bezeichnet die rote Karte als ein wenig zu hart. Nochmal: Ich halte sie für eine der schlimmsten Fehlentscheidungen überhaupt, ich kann das überhaupt nicht verstehen da auch nur an rot zu denken. Gelb wäre okay. Warum sagt das eigentlich keiner so deutlich?
[16h50] Ende 1. Halbzeit
Frankreich – Südafrika 0:2 und Mexiko – Uruguay 0:1
Bis jetzt läuft alles für Südafrika. Liegen auch ein wenig dank der fürchterlichen Schiedsrichterentscheidung souverän und komfortabel mit 2:0 gegen Frankreich vorne, die ihrerseits gar nicht schlecht begonnen haben, nach dem Platzverweis und dem Rückstand aber jegliches Bemühen eingestellt haben.
Mehr Chancen in der Anfangsphase bei der anderen Partie, Mexiko macht zu wenig aus seinen Offensivaktionen. Uruguay cleverer, nutzen kurz vor der Halbzeit die Passivität in der mexikanischen Defensive zur Führung.
[16h47] Und plötzlich Uruguay mit Drangphase vor der ersten Hälfte, Mexiko wird ein wenig geschockt und auch müde. Die Südamerikaner auf dem besten Weg als Tabellenführer ins Achtelfinale einzuziehen.
[16h44] Mexiko – Uruguay 0:1, Luis Suarez, 43. Minute
Mexiko zweimal zu weit weg vom Gegenspieler. Flanke von der rechten Seite kann nicht verhindert werden, am langen Pfosten Suarez völlig frei, keine Probleme, braucht nur Einköpfen.
Und Südafrika liegt nur noch zwei Tore hinter Mexiko, müssen also noch zwei Mal treffen.
[16h40] Beste Chance Frankreich fünf Minuten vor der Halbzeit. Langer Freistoß von Ribery, an Freund und Feind vorbei, Gallas als letzter vielleicht noch dran, aber Josephs im Tor der Südafrikaner mit schönem Reflex, lenkt den Ball gerade so über die Querlatte.
Deutet sich da eine Überraschung an? Frankreich jetzt wieder mit seiner defensiven Schwäche und Südafrika nutzt die zahlenmäßige Überlegenheit sehr gut aus. Spielen gut über die Flügel, Masilela bekommt nochmal an den Ball, gibt ihn direkt vors Tor, Frankreich unsortiert, am langen Pfosten Mphela schneller und energischer am Ball als Clichy. Und Tor. Frankreich kommt nichts in Achtelfinale und Südafrika kann zumindest ein bisschen hoffen.
[16h35] Tut sich derzeit wenig bei Mexiko gegen Uruguay, das hohe Anfangstempo mit den vielen Chancen konnte nicht gehalten werden. Zehn Minuten noch bis zur Halbzeit.
[16h31] Da kann einem Frankreich in diesem Moment echt leid tun. Oberwasser jetzt natürlich für Südafrika, die mit der Führung im Rücken immer besser ins Spiel kommen. Aber Südafrika muss noch einiges an Toren aufholen.
Ich verstehe die Welt nicht mehr. Gourcuff in einem Zweikampf etwas zu weit mit dem Ellenbogen voraus, trifft seinen Gegenspieler. Klar, kann man über gelb diskutieren, wenn überhaupt. Aber glatt rot für eine solche Aktion ist eine schlichte Frechheit. Was ist bloß nur mit den Schiedsrichtern los? Ich fasse es nicht, dafür glatt rot, das habe ich noch NIE gesehen und das ist sowas von falsch.
[16h25] Lloris hat die Schweißperlen bei jeder Ecke und Hereingabe jetzt auf der Stirn, Zeit sich mal genauer der Partie Mexiko-Uruguay zu widmen, wo Guardado gerade aus gefühlt 40 Metern die Querlatte traf. Spiel mit mehr Highlights
Ecke von der rechten Seite, Lloris mit atemberaubender Strafraumbeherrschung, fliegt ohne Bedrängnis oder Gegenspieler um sich herum am Ball vorbei, der Innenverteidiger Khumalo setzt sich rustikal, aber fair gegen Gallas durch und köpft zur Führung für Bafana Bafana ein. Spielverlauf ein wenig auf den Kopf gestellt. Frankreich das besser Team, die Gastgeber dieser WM mit der ersten Chance zur Führung.
[16h19] Mehr Torchancen bei der Parallelpartie, insbesondere für Uruguay, die nächste Gelegenheit, als ich gerade umgeschaltet hatte. Ecke von rechts, in der Mitte Victorino völlig frei, Kopfball geht über das Tor. Auch Mexiko aber nicht völlig tatenlos. Machen aus ihren Standardsituationen, meistens Ecken, aber noch zu wenig, kaum Gefahr.
[16h15] Wenig Torchancen noch bei Frankreich-Südafrika, wenngleich das doch einigermaßen vielversprechend aussieht. 15 Minuten durch, Frankreich steht defensiv sehr viel sicherer als im letzten Spiel gegen Mexiko, Diaby und Diarra machen einen guten Eindruck im defensiven Mittelfeld. So kommt Südafrika kaum nach vorne und in die Nähe des Strafraums. Frankreich noch mit ein wenig angezogener Handbremse im Spiel nach vorne, insbesondere Ribery noch überhaupt nicht im Spiel.
[16h10] Es gleicht sich wieder hoffentlich nicht mit den ersten Spielen der Franzosen, auch diesmal mit sehr engagiertem Beginn.
[16h07] In Rustenburg Uruguay mit seinem sehr guten Start und der schönen Möglichkeit zur Führung, aber Suarez schießt freistehend aus halbrechter Position am Tor vorbei. Da stand die mexikanische Abwehr nicht auf einer Linie, Abseitsfalle hat nicht zugeschnappt, Suarez war durch, muss aber noch an der Genauigkeit arbeiten. Forlan, der mitgelaufen war, mit kleinem Nervenzusammenbruch auf dem Platz.
[16h04] Wie so häufig, Frankreich mit dem besseren Beginn. Spielen schnell über die linke Seite, Ball wird wunderbar zu Gignac durchgesteckt, der Stürmer aus Toulouse eigentlich völlig frei, scheitert aber kläglich mit einem Schüsschen an Josephs. Da war gleich zu Beginn viel mehr drin.
[16h03] Schaut man in die Gesichter der französischen Bankspieler, insbesondere Evra und Henry, ist eigentlich alles über den Zustand der französischen Nationalmannschaft gesagt.
[16h01] Beginn 1. Halbzeit
[15h56] Haben wir gerade das letzte Mal bei dieser WM die Marseillaise gehört? Aber immerhin tatkräftig mitgesungen, außer Diaby, der auf seinem Kaugummi gekaut hat.
[15h53] Gelbe-Karten-Zeiger bei der Partie Frankreich-Südafrika ist Oscar Ruiz aus Kolumbien und bei der Ansetzung Mexiko-Uruguay Viktor Kassai aus Ungarn.
[15h47] Die Aufstellungen im Royal-Bafokeng-Stadion zu Rustenburg
Die Mexikaner müssen Carlos Vela ersetzen im Sturm, der ganz erfahrene Blanco wird das machen. Hat mit seinem Elfmeter gegen Frankreich ja schon auf sich aufmerksam gemacht. Uruguay wieder mit voller Offensivpower im 4-3-3.
Mal sehen, ob sich beide trauen unentschieden zu spielen. Aber keiner will natürlich auch Zweiter werden und im Achtelfinale dann gegen Argentinien spielen. Also bei beiden Spielen interessante Ausgangslage.
[15h40] Die Aufstellungen im Free-State-Stadion zu Bloemfontein
Frankreich also mit vier Wechseln. Evra, Govou, Malouda und Anelka nicht dabei. Cissé gibt die einzige Spitze, Henry nur auf der Bank. Valbuena, bisher nur Einwechselspieler gewesen, erstmals in der Startelf soll über den rechten Flügel kommen, Gourcuff eher über links, Ribery wohl zentral. Toulalan fehlt gelbgesperrt, Alou Diarra an der Seite von Diaby im defensiven Mittelfeld. Josephs ersetzt im Tor Khune, der nach seiner roten Karte nicht zur Verfügung steht. Südafrika mit zwei echten Spitzen und einem Vierer-Mittelfeld.
[15h32] Vier der elf Startspieler der französischen Nationalmannschaft spielen beim FC Arsenal. Und der Trainer der Gunners ist ein Franzose. Sachen gibt es.
[15h28] Domenech schwingt noch einmal den Besen und verteilt einige Disziplinarmaßnahmen. Evra als Kapitän der Mannschaft mal schnell auf die Bank gesetzt, Alou Diarra übernimmt die Kapitänsbinde. Außer Ribery alle Führungsspieler mal eben zwei Nummern kleiner gemacht.
[15h22] Ausgangslage Gruppe A Die Situation ist nicht ganz einfach. Sobald Mexiko und Uruguay sich unentschieden trennen, sind beide für das Achtelfinale qualifiziert. Dann ist der Ausgang der Partie zwischen Frankreich und Südafrika völlig egal. Sollte Uruguay gewinnen, muss Frankreich vier Tore gegenüber Mexiko aufholen und möglichst viele schießen, also am besten 4:2 gewinnen und Mexiko würde gleichzeitig 0:2 gegen Uruguay verlieren. Südafrika muss sogar fünf Tore auf Mexiko aufholen. Und sieht irgendjemand derzeit die Chance, dass Frankreich so viele Tore schießt? Uruguay und Mexiko sind beide schon in einer komfortablen Situation, aber theoretisch ist noch alles möglich. Auch für Südafrika. Zuerst zählt bei Punktgleichheit die Tordifferenz und dann die Anzahl der geschossenen Tore.
[15h15] Raymond Domenech hat sein Team ordentlich umgekrempelt. Evra, Henry, Govou und Malouda sitzen alle nur auf der Bank.
[15h12] Frankreich tritt an. Schönen Nachmittag zu den letzten Spielen in der Gruppe A. Kann sich die Equipe Tricolore nochmal aus der Krise ziehen?
Derweil Joachim Löw im Interview bei Sky. Zeigt sich zuversichtlich für die Partie morgen. Liest man zwischen den Zeilen durch, wird Cacau morgen im Sturm spielen. Löw hat auch länger über einen Einsatz von Marcell Jansen auf der Linksverteidigerposition nachgedacht, sich darüber aber noch nicht final entschieden. Löw bestens gelaunt vor dem “Endspiel” morgen gegen Ghana.