Beiträge vom Juni, 2010

Amt des Bundespräsidenten: Völlig überbewertet

Sonntag, 20. Juni 2010 19:46

So eine freie Stunde am Sonntagnachmittag kann man mal gut nutzen, die diversen Festplatten aufzuräumen. Dabei auf dieses Fundstück getroffen, das ich danach erstmal wieder ein paar Mal gehört habe. Ist einfach zu gut. Rainald Grebe at his best. Mit schönen Grüßen an Herrn Wulff und Herrn Gauck. Und an uns, um für diesen Posten nicht unbedingt das größte Theater zu machen. Ganz unwichtig. Video stammt aus der ZDF-Sendung Neues aus der Anstalt vom 16.12.2008

Direktlink zu Youtube

Thema: Politik National | Kommentare (0) | Autor: medispolis

WM 2010 Gruppe C #2, England – Algerien

Freitag, 18. Juni 2010 18:46

[22h19] Endstand England – Algerien 0:0

Im Prinzip könnte ich das, was ich zur ersten Halbzeit hier reingeschrieben haben, nochmal wiederholen, hat sich in der zweiten Halbzeit nichts verändert. Total enttäuschender und ernüchternder Auftritt der Three Lions. Da hat gar nichts geklappt. Respekt an Algerien, die defensiv gut gestanden haben, aber selbst nach vorne häufig zu hektisch wirkten.

Hat Capello eigentlich einen Regenschirm? Sei es drum, so stellt man sich seinen Geburtstag sicherlich nicht vor. Pfeifkonzert der englischen Fans. Und jetzt Popcorn für 6-0-6 bereitstellen. Schönen Abend noch.

[22h16] Drei Minuten Nachspielzeit

[22h11] Egal wie das Spiel jetzt ausgehen sollte: Ein Blick in die englischen Zeitungen morgen dürfte sich lohnen oder jetzt gleich schon 6-0-6 bei BBC Five Live ab 22:30 Uhr.

[22h09] Peter Crouch kommt für Barry. Time für some Kick and Rush.

[22h06] Wechsel Algerien: Adlene Guedioura für Ziani.

[22h05] Zehn Minuten noch – und England in der zweiten Hälfte weiter ohne gefährliche Torchance. Interpretiert man die Körpersprache der Spieler, ist es die pure Unzufriedenheit und Verzweifelung.

[22h03] Jermain Defoe schon jetzt eine Bereicherung fürs Spiel. Sagt ein Arsenal-Fan.

[21h59] Endlich ein Segen. Jermain Defoe für Heskey, die Algerier bringen Abdoun für Boubedouz. Gute Viertelstunde noch. England weiter völlig harmlos. Kein gutes Spiel insgesamt.

[21h55] Rooney völlig neben der Spur. England wie die Ansammlung von Stars. Endlich mal schnell gespielt von den Three Lions, über Gerrard auf Heskey, der weiter zu Rooney in der Mitte geben wollte. Algerischer Verteidiger mit dem Fuß dazwischen. Ball landet auf dem Tornetz. 20 Minuten noch, England geht die Zeit langsam abhanden.

[21h48] Wechsel England. Shaun Wright-Philips für Aaron Lennon. Kann man machen, verstehe ich aber nicht wirklich. Es muss doch mal Kreativität her. Was nützt es, wenn ein weiterer den Flügel runterläuft? Wenn Philips mal bis zur Grundlinie gehen könnte, wäre er brauchbar. Mal sehen.

[21h44] Carragher sieht gelb nach Foul an Hassan Yebda, was mehr als fraglich war, fehlt im nächsten Spiel. Und Algerien mit guter Freistoßposition. Kläglich vergeben. Algerien schmeißt auch zu viele brauchbare Chancen weg. Und England ergibt sich lethargisch dem südafrikanishen Winterabend hin.

[21h43] Fabio, es wird Zeit für Wechsel.

[21h41] Zum Verrücktwerden. Algerien mit schlampigen Abspiel im Spielaufbau, England in Überzahl, aber Gerrard mit dem schlechtesten aller vorstellbaren Zuspiele in die Mitte, direkt in einen der zwei Gegenspieler. Am langen Pfosten war Rooney komplett blank. Es geht weiter gar nichts.

[21h37] Unverändertes Bild in den ersten Minuten der zweiten Hälfte. Keine Chancen, wenig los. Und England kommt weiter nicht auf Touren.

[21h31] Beginn 2. Halbzeit

Keine Wechsel auf beiden Seiten. Letzte Chance für die englische Elf der ersten 45 Minuten. Es muss besser werden.

[21h15] Halbzeit England – Algerien 0:0

Capello’s Überlegungen mit Gerrard auf links und mehr Power für die Offensive sind bis jetzt überhaupt nicht aufgegangen. Sehr mäßige Leistung der Three Lions, kaum Torchancen und wenn sind das Fernschüsse, weil man ja mal den Torwart zeigen müsste, dass man überhaupt noch auf dem Platz ist. Müssten viel agressiver spielen, da ist im Mittelfeld zu wenig Bewegung. Algerien steht defensiv sehr sicher, konnten Mitte der ersten Halbzeit offensiv sogar das Kommando übernehmen. Aber auch nicht alles so gefährlich.

Und in der Mitte stehen sich die Engländer alle selbst auf den Füßen. Gerrard zieht immer wieder von links in die Zentrale, Lampard hängt da irgendwo rum, dazu noch Rooney, der sich immer wieder fallen lässt. Plus die algerischen Verteidiger. Das da kein Durchkommen sein sollte, dürfte klar sein. Umso mehr ist Ashley Cole gefordert, der aber viel zu selten sich ins Spiel nach vorne einschaltet. Und so hakt dieses Spiel auf niedrigem Niveau mit lauem Tempo irgendwo zwischen der Notwendigkeit Englands eigentlich viel mehr tun zu müssen und der Präsmisse der Algerier bloß nicht zu viel Risiko zu gehen.

Wenn Fabio Capello schlau ist, bringt er Defoe und Joe Cole für die zweite Halbzeit. Wäre mein Wunsch. Mal schauen.

[21h04] Und im Gegenzug Algerien mit guter Gelegenheit. Ballverlust Barry in der Vorwärtsbewegung, wobei der Balleroberung durch Matmour ein klares Foul vorausging. Der Angriff hätte also gar nicht stattfinden dürften. Guter Pass auf Ziani, der Johnson aussteigen lässt, Carragher zu weit weg. Aber der Wolfsburger verzieht dann knapp am Tor vorbei. Spiel wird wieder etwas lebhafter.

[21h01] Erste richtig heiße Szene in dieser Partie. Flanke von Lennon wird in die Mitte abgewehrt, direkt vor die Füße von Lampard. Der zieht mit links ab, M’Bohli ist blitzschnell unten und hält den Ball sicher fest. Erste Chance für England, ein wenig dem Zufall geschuldet. Aber immerhin mal eine brauchbare Flanke in den Strafraum, das ist ja schon mal etwas.

[20h57] Noch keine echte torchance in diesem Spiel. Und das ist eher für die Engländer ein Armutszeugnis, die im Spiel nach vorne gar nichts auf die Reihe bekommen. Es wirkt häufig wie die Aneinandereihung von kleinen Puzzleteilen, die alle nicht zusammenpassen. Viel mehr Aggressivität nötig, viel mehr Bewegung. Algerien schaut sich das in Ruhe an. Spiel hat wenig Dynamik derzeit.

Gerrard mit Schuss aus 20 Metern, direkt in die Arme von M’Bohli, kein Problem für den algerischen Torwart.

Und was macht eigentlich Frank Lampard heute Abend?

[20h51] Großartiges aus dem Guardian Live-Blog:

“There’s a bird perched on the netting behind the Algerian crossbar. He looks pretty calm and settled, writes Jim Harris. He obviously knows Heskey is playing up front for England.”

[20h48] Algerien wird in den letzten Minuten etwas mutiger. Bekommen die Gelegenheit sich ganz in Ruhe in der Mitte zu positionieren und auf die Flanke von außen zu warten. Letzlich kommt bis auf einen harmlosen Kopfball nichts heraus, keine Probleme für James. Aber da ist die englische Defensive doch sehr passiv gewesen. So ein richtig roter Faden ist noch nicht im englischen Spiel.

[20h44] Viertelstunde durch, noch keine großen Torchancen, beide Teams lassen wenig zu. England optisch leicht überlegen, schaffen es aber noch nicht Druck auf die algerische Abwehr auszuüben. Im letzten Angriffsdrittel fehlt dann bisher die zündende Idee. Algerien steht tief, sucht hin und wieder mal den Weg nach vorne. Überschaubares Tempo.

[20h40] Und wievielen Engländern ist das Herz gerade in die Hose gerutscht, als die Bogenlampe auf James runtersegelte und er sich gar nicht zum Ball bewegte, letzlich aber noch eine Faust an die Kugel bekam? Souverän ist anders. Stempeln wir mal unter Anfangsnervosität ab.

[20h36] Schön zu sehen, dass sich Algerien nicht versteckt und hinten rein stellt, sondern gepflegt den Weg nach vorne sucht. Bekommen die erste Ecke in diesem Spiel, aber ganz schwach getreten. Wenn man schon solche Gelegenheiten hat, sollte mehr dabei rausspringen.

[20h33] Dadurch dass Barry im zentralen defensiven Mittelfeld agiert und Gerrard etwas offensiver agiert – aber eben nicht komplett auf dem linken Flügel – ist es vor allem an Ashley Cole gelegen, den linken Flügel zu beackern, also ähnlich häufig mit nach vorne zu gehen wie beim FC Chelsea. Auf rechts stellt sich diese Frage nicht so, weil Lennon konsequent die Position auf rechtsaußen halten soll. Mal sehen, wie sich das entwickelt.

[20h29] Beginn 1. Halbzeit

Man war sehr zeitig fertig und stand erstmal zwei Minuten beim Anstoßkreis herum um bis genau halb zu warten. Darf man nicht eher anpfeifen? Algerien mit Anstoß von rechts nach links in der ersten Hälfte, ganz in grün. England in den weißen Trikots. Es geht dann doch eine Minute eher los als sonst.

[20h23] Finde die englische Nationalhymne in einem Fußballstadion einfach großartig. Und die königliche Familie ist auch dabei.

[20h08] Ein Lichtblick bei Sky. Kevin Keegan im Gespräch mit Jens Westen. Frage des Sky-Moderators an Keegan, ob er oder Magath der bessere Spieler gewesen sei. Antwort Keegan: “Felix schaut doch zu, oder? Dann war er der bessere Spieler. Wenn er nicht zugeschaut hätte, wäre ich der bessere Spieler gewesen.” Und Keegan spricht deutsch. Hach.

[20h06] Die Aufstellungen im Green-Point-Stadium zu Kapstadt

England: James – Johnson, Carragher, Terry, Ashley Cole – Lennon, Barry, Lampard, Gerrard – Rooney, Heskey

Algerien: M’Bohli – Bougherra, Belhadj, Yahia, Kadir – Yebda, Lacen – Halliche, Boudebouz, Ziani -  Matmour

Also James im Tor an Stelle von Green. Carragher für King in der Innenverteidigung. Im Mittelfeld der defensive Part eher durch Lampard und Barry. Gerrard mit offensiverer Auslegung hinter den beiden Spitzen Rooney und Heskey.

[20h02] Tut mir Leid, aber die Vorberichterstattung bei Sky ist ja fürchterlich heute. Dieter Nickles ganz schwere Kost heute Abend, wirklich.

[19h58] Wenn es überhaupt ein Upset-Duell aus englischer Sicht gibt, dann vielleicht Ziani gegen Johnson auf der rechten englischen Verteidigungsseite. Johnson wurde auch im Spiel gegen die USA mehrmals überlaufen. Ziani technisch sehr gut veranlagt, mal sehen. Ashley Cole und auch Barry auf links sind eine sehr sichere Bank. Und die Innenverteidigung mit Terry und Carragher müssen ihre Gegner einfach im Griff haben.

[19h48] Eine BBC-Reporterin twitterte gerade, dass der neue algerische Torwart M’Bohli immerhin 23 Minuten Erfahrung in internationalen Spielen hat.

[19h46] Auch wenn die englische Nationalmannschaft ein paar Problemfelder hat, kann das eigentlich keine Ausrede für dieses Spiel sein. England muss dieses Spiel gewinnen, ohne wenn und aber. Algerien hat mich in der ersten Partie gegen Slowenien nicht vom Hocker gehauen. Die Torwartleistung der Nordafrikaner war genauso schlecht wie die der Engländer, aber die Three Lions sollten die Spieler haben und vor allem die Qualität in Mittelfeld und Sturm, Rais M’Bohli unter Dauerbeschuss zu setzen. Und dann sollte irgendwann schon mal ein Ball im Netz landen. Alles andere als drei Punkte wäre für die englische Fußballnation ein mittlerer Weltuntergang.

Und Gewinnen ist das eine heute Abend. Capello und den Spielern würde ein überzeugender, spielerisch attraktiver Sieg noch mehr helfen als ein schlichtes 1:0 oder 2:1. Denn man war schon ein wenig enttäuscht über die mangelnde spielerische Kreativität insbesondere im zweiten Durchgang gegen die USA. Mit der Hereinnahme von Barry werden Lampard und Gerrard entlastet und könnnen sich wieder mehr in die Offensive einschalten.

[19h39] Live-Blog auch bei allesaussersport.

[19h38] Die Vorberichte bei BBC Five Live kommen nicht wirklich in Fahrt heute, es wird viel über die englischen Torhüter diskutiert. Bei Sky reden Nickles und Magath schon wieder über die deutsche Mannschaft. Und RTL boykottiere ich bei dieser WM, trotz Jürgen Klopp.

[19h22] Die englische Nationalmannschaft hat übrigens noch nie gegen eine afrikanische Mannschaft verloren.

Und BBC Five Live spielt genüsslich Audio-Mitschnitte von Kommentaren ein, bei denen die Reporter fast ausflippen über die Fehler von David James.

[19h12] Die englischen Medien sind am Ausrasten, begleiten die Spieler auf jeden Schritt, versenden die Breaking News bei jeder neuen Entwicklung (Mannschaft hat das Stadion erreicht, Frank Lampard verlässt als dritter Spieler den Bus etc.). Und Fabio Capello mit der mutigen Entscheidung seinen Torwart während der WM zu wechseln. James muss das Vertrauen zurückzahlen.

[18h46] Guten Abend zusammen. Schon mal erste Infos zur englischen Aufstellung, die gerade bekannt gegeben wurde. David James steht zwischen den Pfosten, im Sturm darf weiter Heskey sein Glück versuchen. Jermain Defoe sitzt weiter auf der Bank. Gareth Barry spielt im Mittelfeld.

Thema: Live-Blog, WM 2010 | Kommentare (2) | Autor: medispolis

Live-Blog: WM 2010, Tag 8

Freitag, 18. Juni 2010 8:04

[17h52] Endstand Slowenien – USA 2:2

Es war ein richtig tolles Spiel. Unglaubliche Moral der US-Boys, die das Spiel in der Schlussphase auch für sich hätten entscheiden können. Slowenien im zweiten Durchgang zu passiv, haben ihre Konter auch nicht gut zu Ende gespielt. Damit Slowenien weiter an der Spitze der Gruppe B mit vier Punkten, USA jetzt bei zwei Zählern.

Umso wichtiger jetzt der Auftritt der Engländer, heute Abend ab 20:30 Uhr gegen Algerien. Live-Blog ab 19:30 an dieser Stelle. Bis später.

[17h47] Drei Minuten Nachspielzeit

Die USA gingen sogar in Führung, Tor wurde aber aus mir nicht erklärlichen Gründen nicht gegeben. Wurden am ersten Spieltag noch durchweg gute Schiedsrichterleistungen abgelegt, bekommt die FIFA zumindest mit ihren heutigen Ansetzungen in Zukunft Probleme.

[17h38] Ausgleich USA! Michael Bradley, 82. Minute

Die USA belohnen sich für das Anrennen in der zweiten Hälfte. Wieder mal wie in den letzten Minuten ein langer Ball nach vorne. Altidore gewinnt das Kopfballduell, Bradley sprintet in die Lücke der slowenischen Abwehr und bekommt den Fuß noch an den Ball vor dem slowenischen Torwart und haut die Kugel in die Maschen. Tolle Aufholjagd. Ganz wichtiges Tor. Damit Slowenien ein wenig bestraft für die Passivität in den letzten 10 Minuten.

Und ein richtig unterhaltsames Fußballspiel, klasse anzuschauen, auch wenn ich nebenbei Thesen zur Deliberativität in Online-Medien entwickle und noch ne Kanne Fencheltee aufgesetzt habe. Aber bei dem Spiel nehme ich alles in Kauf.

[17h27] Offenes Spiel im zweiten Durchgang, leichte Feldvorteile für die USA, die es aber nicht schaffen ihre Chancen zu verwerten. Gehen sukzessive mehr Risiko, Slowenien bekommt immer mehr Platz, spielen ihre Konter und Angriffe aber überhaupt nicht gezielt zu Ende.

[17h04] Anschlusstreffer USA

Dieses Spiel bleibt richtig schön anzuschauen. USA sind wieder im Spiel durch den Treffer von Donovan in der 48. Minute. Zieht von rechts in den Strafraum und knallt die Kugel aus spitzem Winkel unters Dach. Toll gemacht.

[16h47] Halbzeit Slowenien – USA 2:0

[16h42] 2:0 Slowenien, Zlatan Ljubijankic, 42. Minute

Verrücktes Fußballspiel. USA drängen mit Macht auf den Ausgleich und werden durch Konter in alle Einzelteile zerlegt. Zwei Pässe hebeln die Abwehr der USA auseinander, Novakovic mit tollem Zuspiel für Ljubijankic, der Howard keine Abwehrchance lässt. Slowenien mit einem Bein im Achtelfinale.

[16h41] Slowenien schwimmt sich dem Pausenpfiff entgegen, USA drückend überlegen, Ausgleich liegt in der Luft. Brecko klärt vor dem einschussbereiten Donovan.

[16h39] Aber es bleibt dabei…sie spielen es nicht gut genug zu Ende.

[16h36] Zehn Minuten noch in der ersten Hälfte. USA kommen immer besser ins Spiel.

[16h23] Noch ein paar Zitate zum Referree fällig. Alan Shearer in der Halbzeit bei der BBC.

“We have got a really fussy referee who has ruined the game for Germany. The red card completely changed the face of the match and Group D is wide open if this score stays the same.”

Der Schiedsrichter hat vergangene Saison in der Primera Divsion übrigens 11 rote Karten in 17 Spielen verteilt. Schien sich nicht ganz so weit rumgesprochen zu haben. Frage ist nur, warum der dann überhaupt bei dieser WM pfeifen darf.

[16h18] Bei den US-Boys passen die finalen Zuspiele in die Spitze noch nicht. Donovan zwar bemüht, geht viele Meter, scheitert beim letzten Pass aber immer an einem slowenischen Bein. Slowenien hat sich gut auf die Angriffe der Amis eingestellt, machen im Mittelfeld mit Koren in der Zentrale schon viele Räume zu, lässt sich hervorragend ansehen.

[16h13] 1:0 Slowenien, Valter Birsa, 13. Minute

Der 23-jährige Shootingstar vom AJ Auxerre mit der verdienten Führung für Slowenien. Schöner Distanzschuss aus über 20 Metern, Howard steht ein bisschen weit vor seinem Tor, sodass er keine Chance hat an den Ball, der direkt neben dem Pfosten einschlägt, zu kommen. Aber die Kugel hat sich auch extrem zu Seite weggedreht.

Ist ein munteres Spielchen. Dürfte nicht das letzte Tor bleiben. Und Slowenien bei aktuellem Stand im Achtelfinale.

[16h08] Die englische Presse sieht den Platzverweis für Klose natürlich völlig anders, weil man aus der Premier League einen ganz anderen Standard von Schiedsrichterleistung gewohnt ist. David Hytner teilt im Guardian Blog mit:

Klose’s red card was one of those moments that had eyes widening and mouths opening all around the stadium. Already on a booking for a trip on Branislav Ivanovic, as the Serb had burst out of defence, Klose’s challenge on Dejan Stankovic was nothing more than a nibble at ankles. Yes, it was a foul, but a second yellow card? Stanovic was not about to spark a Serbian attack and there was certainly nothing nasty in Klose’s intent. But you knew that the referee Alberto Undiano was going to do it by the way that he rushed in.

[16h03] Alle England-Fans müssen schon wieder vor den Fernseher, das andere Spiel aus der Gruppe C zwischen Slowenien und den USA hat vor wenigen Momenten begonnen.

[15h59] Immer wieder erstaunlich und faszinierend zu sehen, wie die Stimmung auf einem Public Viewing mit Laufe des Spiels, wenn es nicht so klappt wie gewünscht, kippt. Da wird dann auf allem rumgemeckert, was vor einem sitzt, die Welt und überhaupt alles. Dabei war das insgesamt meiner Meinung nach gar nicht so schlecht. Insgesamt geht der Sieg für Serbien aber durchaus okay.

1. Wir müssen uns zuallererst an die eigene Nase fassen. Es waren genug Chancen da um zurück in dieses Spiel zu kommen, alle mehr oder weniger kläglich vergeben, inklusive Elfmeter. Serbien hat seine wenigen Chancen in der ersten Hälfte eiskalt verwandelt, wie wir gegen Australien. Also darf man sich da nicht beklagen, zumal Serbien in der zweiten Hälfte auch noch gute Chancen hatte die Führung auszubauen. Deutschland insgesamt manchmal zu behäbig im Spielaufbau, das hat alles etwas zu lange gedauert. Da hatte Serbien genug Zeit sich in Ruhe zu positionieren. Und die Südosteuropäer haben es eben geschafft unsere kleine Schwachstelle mit Holger Badstuber effektiv zu nutzen, sind fast ausschließlich über deren rechte Angriffsseite gekommen. Also nicht schlecht gemacht aus Sicht von Serbien. Und wir hatten diesmal nicht das Glück mit den Einwechselungen.

2. Defensiv hat Serbien sehr gut gespielt und uns das Leben schwer gemacht, kompakt im Mittelfeld agiert, sodass wir häufig über die außen spielen mussten. Das hat heute im deutschen Team aber nicht so gut geklappt. Lahm hat sich häufig festgelaufen und wenn mal Zeit und Platz zum Flanken war, kamen die Zuspiele nicht präzise genug.

3. Natürlich hatte auch der Schiedsrichter seinen Anteil. Insgesamt viel zu kleinlich gepfiffen und dann diese kleinliche Linie am Ende noch nicht mal durchgehalten. Nur, wenn ich weiß, dass der Schiedsrichter fast jeden härteren Kontakt mit gelb belegt, hätte es Herrn Klose sehr gut gestanden, einfach das unnötige Foul in Höhe der Mittellinie nicht zu begehen. Aber hinterher ist man immer schlauer.

Sei es drum. Noch ist gar nichts verloren und auch heute waren wieder viele gute Ansätze zu erkennen. Letzlich fehlte das Glück im Abschluss und man schwächte sich selbst durch den blöden Platzverweis und die vielen vergebenen Chancen. Aber in Depression verfallen muss jetzt keiner. Jetzt haben wir die reivzolle Situation eines Endspiels gegen Ghana am Mittwoch. Darauf sollte man sich freuen.

[11h14] Noch keine Infos zur deutschen Aufstellung. Viel dürfte sich aber ehe nicht verändern. Diskutiert wird nur über zwei Positionen. Entweder im Sturm Cacau für Klose und links in der Viererkette eventuell Jansen oder Aogo für Badstuber.

Damit entlasse ich euch in das Mittagsspiel. Analyse sowie Vorschau und Live-Blog des England-Spiels dann ab heute Nachmittag. Daumen drücken später. Auf den zweiten Sieg!

[11h05] Sollte sich Capello tatsächlich für James entschieden haben, hätte ich schon ein paar Fragen, auf die es demnächst hoffentlich eine Antwort gibt. Waren jetzt für die Entscheidung des Torwartwechsels nur der Fehler von Green im Spiel gegen die USA ausschlaggebend oder auch wie zuletzt von den Medien immer wieder in Spiel gebracht die Trainingseindrücke? War es sowieso geplant mit David James als Nummer 1 zu starten und Green kam nur ins Tor, weil James am Samstag noch leicht angeschlagen war? Wusste das James, denn der hatte sich zu Beginn der Woche sehr lautstark gegen Capello geäußert und sich über seine Situation auf der Bank beschwert? Von außen macht es den Eindruck, dass Capello ein wenig den Überblick verloren hat. Und man mag gar nicht dran denken, dass James eventuell heute Abend auch nicht seine beste Leistung zeigt. Denn vergleicht man die Leistungen der beiden in der letzten Premier League Saison, kann David James nicht gerade behaupten, dass er stärker war als Green. Capello setzt also alles auf die Karte Erfahrung. Spannend.

Und es gibt seitens weiterer britischer Medien keine offizielle Bestätigung. Es soll heute Morgen aber ein Gespräch zwischen Capello und Green gegeben haben. Die Frage ist nur, wie die Medien jetzt zu dem Schluss kommen, James ins Tor zu hieven.

[10h57] Und jeder scheint ja so seine Quellen zu haben. Nach dem Guardian traut sich die BBC in ihrem Warm-Up-Liveblog auch mit der Breaking News an die Öffentlichkeit: David James heute Abend im Tor.

[10h55] Sky News ist seit heute Morgen nahezu ununterbrochen in Südafrika. Man nennt es Hyperventilieren. Per Twitter schicken die Sportreporter Bilder in die Welt, hier Londons Bürgermeister Boris Johnson in Kapstadt.

[10h50] Wenn ich es richtig im Kopf habe, war zumindest für Düsseldorf heute Vormittag noch sonniges Wetter angekündigt. Hat sich was damit, ist schon wolkig und nicht mehr so warm wie in den letzten Tagen. Also eine Jacke mitnehmen zum Public Viewing auf der Rheinprommenade.

Was erwarte ich mir vom deutschen Spiel? Ganz ehrlich gesagt, weiß ich es gar nicht. Wie schon mal erwähnt, war ich sehr erstaunt über die Leistung gegen Australien, eben auch von der spielerischen Komponente. Die Frage ist jetzt eben, ob man das noch einmal wiederholen kann, auch wenn der Gegner Serbien heißt. Bin also wieder leicht skeptisch oder meinetwegen auch verunsichert, was uns dann letzlich heute Mittag erwartet. Würde mir natürlich wünschen, dass wir wieder so brilliant aufspielen, kann es mir aber nicht vorstellen. Finde ich jetzt auch nicht unbedingt von Nöten. Ein Sieg würde mir schon reichen. Mir fällt es immer noch schwer Deutschland leistungsmäßig einzuordnen, vielleicht sind wir nach dem Spiel gegen Serbien heute schlauer.

[10h10] Der Guardian meldet, das heute Abend David James vom FC Portsmouth das englische Tor hüten wird.

[09h51] BBC-Experte Mark Lawrenson ist gerade aus Südafrika bei der Chris Moyles Show auf BBC Radio 1 zugeschaltet. Ihm wurde mitgeteilt, dass Robert Green spiele, er würde aber David James ins Tor stellen. Scheint wahrscheinlich, so Lawrenson, dass Jermain Defoe im Sturm von Beginn an spielen würde.

[09h42] Vielleicht noch ein kurzer Rückblick auf das Frankreich-Spiel gestern, weil mich die Leistung immer noch ein wenig fassungslos macht und ich immer noch nach Erklärungen suche. Natürlich war die Chemie und der innere Zusammenhalt im Team nicht unbedingt vorteilhaft und das ehe schon unterkühlte Verhältnis zwischen Team und Trainer hat sicherlich auch nicht dazu beigetragen, dass sich sowas wie eine Aufbruchstimmung entwickeln konnte. Es klang vielmehr nach einer Abschiedsvorstellung, bei der die Spieler eigentlich gar nicht dabei sein wollten. Und so haben sie, wenn man die 90 Minuten gesamt betrachtet, auch gespielt.

Was mich aber wundert, ist die stets gute Anfangsphase der Franzosen, bei der das im Spiel nach vorne wirklich vielversprechend aussah, und mit zunehmender Dauer man sich dann quasi seinem Schicksal ergab und gar nichts mehr nach vorne ging. Das war schon gegen Uruguay so, aber eben auch gestern im Spiel gegen Mexiko. Guite Ballrotation in den ersten Minuten, schön über die Flügel, viel Bewegung im Spiel, nach vorne sah das gestern wieder in den ersten 15 Minuten mehr als passabel aus. Unterschied zum ersten Spiel: Die Defensive war gestern irgendwie nicht von dieser Welt. Abidal und Gallas standen zu weit von ihren Gegenspielern weg, insbesondere von Gallas habe ich den Eindruck, dass er überhaupt kein Bock auf diese Weltmeisterschaft hat. Und die ehe schon labile Innenverteidigung hat dann auch die Außenverteidiger angesteckt. Sagna im Spiel gegen Uruguay noch sehr präsent und laufstark ließ er sich gestern von Salcido mehrmals überlaufen. Und Evra vor dem 0:2 zu sehen, grenzte fast schon an Arbeitsverweigerung. Abidal war da einfach nur das arme Schwein, das den Elfmeter verursacht hat.

Und als wenn dann die Grippe sich rapide im französischen Team verbreitet hat und Mittelfeld und Sturm gelähmt hat. Diaby völlig von der Rolle gestern, kaum offensive Impulse nach vorne, keine öffnenden Pässe. Nichts. Umso schwieriger war es dann eben auch für Malouda – der sich immerhin noch bemühte – und Govou sowas wie Druck über die Außen zu erzeugen. Ribery in der Mitte lustlos und von zwei Gegenspielern gut bewacht. Und Anelka vorne konnte einem Leid tun, weil er kaum verwertbare Zuspiele bekommen hat.

Als wenn man in den ersten 10 Minuten schnell zeigen wollte, dass man durchaus Fußball spielen kann und sich dann danach gemütlich zurücklehnen wollte. Als wenn einem mehr oder weniger alles egal wäre. Und Samir Nasri und Benzema genießen ihren Urlaub, etwas, das wohl auch alle anderen französischen Spieler sehr gerne machen würden.

[09h23] Heiß wie Frittenfett. Freue mich riesig auf den heutigen WM-Tag.

[09h18] Es scheint ja in Mode gekommen zu sein, bei der Nationalhymne Tränen zu verdrücken. Finde ich nicht schlimm. Leider geht es dann ein wenig zu Lasten des Singens. Deswegen mein Rat an die Fußballspieler. Macht es doch wie die Rugbyspieler, kurz vorm Heulen sein, aber trotzdem noch ganz laut mitsingen. Siehe die englische Hymne im Croke Park, ist doch Gänsehaut.

[09h07] Oliver und Daniel von Spox haben sich mal wieder Gedanken zur WM gemacht. Diesmal bekommt Serbien vier Stück. Unter Berücksichtigung, dass für Australien acht Gegentore vorhergesagt wurden, wären es diesmal ja zwei für Serbien, wenn immer die Hälfte stimmen sollte. Damit könnte ich leben. Hier die Einschätzung der beiden.

[08h43] Kevin McCarra/Guardian blickt optimistisch in das zweite Spiel der Engländer gegen Algerien. Kann eigentlich gar nicht schief gehen.

“Few doubted that Fabio Capello would do an excellent job with England since he always has both a practical plan and the force of character to ensure his men apply it. The surprise lay in the verve shown over the World Cup qualifiers that made his side the highest scorers in Europe, with a total of 34 goals. It might seem that such a spree is sure to come to an end at the finals, where opponents are supposed to be more obstinate, but, in practice, the contrast is not so stark. England scored nine times over the pair of games with Croatia, yet the losers then still enjoy a far loftier ranking than the Algeria line-up that Capello’s side take on in their second group fixture.”

[08h32] Sehr nette Visualisierung der Twitter-Konversation über die WM bei CNN. Bitte hier entlang.

[08h30] Zunächst ein Blick ins englische Lager. Die Three Lions stehen vor dem Spiel gegen Algerien gehörig unter Druck, drei Punkte müssen her. Fabio Capello widerfährt immer mehr Unzufriedenheit der Fans im Umgang mit der Teamaufstellung. Capello sagte gestern auf der Pressekonferenz, dass er seine Aufstellung bereits weiß, die Spieler aber erst wenige Stunden von Angriff darüber informieren möchte. Die Engländer sind ja immer schnell bei neuen Wortschöpfungen und haben für dieses Verhalten sehr schnell die Phrase to do a Capello erfunden.

Fest steht eigentlich nur, dass Gareth Barry ins linke Mittelfeld kommt an die Stelle von James Milner. Jamie Carragher ersetzt Ledley King in der Innenverteidigung. Völlig unklar ist noch, wer im Tor steht, wobei ich mir nicht vorstellen kann, dass Capello James Hart auswählt. Wird also auf Robert Green oder David James hinauslaufen. Und die taktische Variante eines 4-3-3 wird ebenso diskutiert, mit Rooney eher aus dem Mittelfeld kommend und insbesondere Gerrard mit einer deutlich offensiveren Auslegung seiner Position hinter der einzigen Spitze Heskey. Aber auch dahinter noch ein Fragezeichen. Wir werden es kurz vor der Nationalhymne erfahren.

Und dann ist heute auch noch Geburtstagsfeier. Fabio Capello wird 64 Jahre alt. Geburtstagsgeschenk dürfte klar sein.

[08h18] Zum Programm für heute: Erstes Spiel um 13:30 Uhr ist Deutschland gegen Serbien. Ich werde wieder beim Public Viewing sein, von daher kein Live-Blog. Das gibt es dann vom Spätspiel England-Algerien inklusive ausführlicher Vorberichte. Im Nachmittagsspiel die beiden anderen Teams aus der England-Gruppe im direkten Duell, USA gegen Slowenien.

[08h14] Sorry für den Mangel an Live-Blogs in den letzten Tagen, aber spätestens nach dem Spiel Niederlande-Dänemark hat mich ehe schon latente Erkältung endgültig umgehauen. Nichts Dramatisches, aber gibt ja nichts Lästigeres als Schnupen und Husten. Stets schlecht geschlafen, von daher morgens meist auch müde gewesen und abends versucht früh ins Bett zu gehen, was zur Folge hatte, dass ich zwar einigermaßen gut eingeschlafen bin, aber meist schon um 04:30 Uhr wieder aufgewacht bin. Die letzten Tage kann ich also getrost aus meinem Gedächtnis streichen. So toll waren sie nicht. Mittlerweile hat sich die Erkältung wieder nahezu verabschiedet und ich schlafe wieder so gut wie immer. Und Fencheltee mit Honig kann ich auch nicht mehr sehen, gefühlt habe ich davon 20 Liter in den letzten Tagen getrunken. Dazu viel Suppe und Salat. Fürs Wochenende wird es dann Zeit mal wieder zu Currywurst mit Pommes zu greifen. So viel aus dem Düsseldorfer Krankenlager. Jetzt wieder Sport.

[08h04] Guten Morgen. Nach dem Frankreich-Spiel, vor den Spielen von Deutschland und England. Dürfte ein interessanter Tag werden. Fürs Erste darf das Wörterbuch erweitert werden. To do a capello – jemanden im Ungewissen lassen. Später mehr dazu.

Thema: Live-Blog, WM 2010 | Kommentare (4) | Autor: medispolis

WM 2010 Gruppe A #2, Frankreich – Mexiko 0:2

Donnerstag, 17. Juni 2010 22:20

Die große Unbekannte bei dieser WM, die Equipe Tricolore. Ich fand den Auftritt gegen Uruguay gar nicht so schlecht, fand insbesondere die ersten 20 Minuten richtig stark. Leider konnte man diese Qualität über 90 Minuten nicht halten, auch weil Uruguay gut verteidigte. Nur reicht ein Remis eben nicht für die Ansprüche, im Team wie im Land. Entsprechend unruhig war die Situation im französischen Lager in den letzten Tagen. Und entsprechend groß der Druck auf die französische Nationalmannschaft vor dem Spiel gegen Mexiko. Zumal Uruguay mit vier Punkten einen gehörigen Schritt Richtung Achtelfinale gegangen ist. Beide Teams müssen also gewinnen um ihre Chancen auf das Achtelfinale aufrecht zu erhalten. Sind zwar nur drei Punkte, wie in jedem Fußballspiel, doch insbesondere für Frankreich steht viel mehr auf dem Spiel. “Es wird Zeit zu starten”, titelte heute die Sportzeitung L’Equipe.

Tränen bei Patrice Evra während der Nationalhymne. Wie immer eine großartige Stimmung. Gespielt wurde im Peter-Mokoba-Stadion zu Polokwane. Raymond Domenech hatte  sein Team im Vergleich zum Auftakt-Unentschieden gegen Uruguay ein wenig verändert. Gourcuff wurde auf die Bank verbannt, Ribery gab den 10er in der Mitte, Malouda übernahme die Position auf der linken Seite, Govou wieder auf rechts. Und wieder nur eine Spitze mit Nicolas Anelka. Defensiv alles so weit unverändert, mit zwei Sechsern, Diaby, der gegen Urugray bester Mann der Franzosen war, und Toulalan. Sonst alles wie gehabt. Mexiko wieder offensiv aufgestellt, mit drei Spitzen, Vela über links, Dos Santos über rechts, Franco im Zentrum. Juarez und Torrado sollten im Mittelfeld die Räume eng machen.

Frankreich begann pünktlich um 20:30 Uhr mit Anstoß in dieser Partie, spielte in der ersten Halbzeit von links nach rechts und in blau, Mexiko in den grünen Trikots. Aufregung schon nach zwei Minuten, als Dos Santos relativ freistehend von links den Innenpfosten traf, aber wegen Abseits zurecht zurückgepfiffen wurde. Und Franco sah nach vier Minuten die erste gelbe Karte dieser Partie, wegen Spielverzögerung. War ein guter, temporeicher Auftakt. Gruppe A erwachte zum Leben. Mexiko mit den besseren Chancen in dieser Partie, langer Ball auf Vela nach acht Minuten, aber der Spieler vom FC Arsenal zog über das Tor, aus sehr guter Position eigentlich. Drei Minuten war es Franco, der Abidal zweimal ins Kino schickte, aber wie vorher Vela aus bester Position über das Tor schoss. Insbesondere Frankreichs Defensive in den ersten Minuten erstaunlich passiv, sehr weit weg von den Gegenspielern, die Abseitsfalle ein fragiles Gebilde. Offensiv selbst zwar bemüht, mit mehr Ballbesitz, es fehlten aber die klaren Torchancen und vor allem auch mal der Abschluss aufs Tor. Es war ein sehr unterhaltsames Spiel, auch weil meist das Mittelfeld sehr schnell überbrückt wurde. Defensiv standen beide Teams mit wenigen Ausnahmen gut. Frankreich fehlte in den ersten 25 Minuten noch die letzte Brise Präzision bei den Flanken, einige Flanken waren schon sehr viel besser als im ersten Spiel, fanden aber keinen Abnehmer. Mexiko war stets gefährlich bei schnellen Konterangriffen. Insbesondere Salcido über links brachte Sagna und Galles ein ums andere Mal zur Verzweifelung, doch Llloris machte einen hervorragenden Eindruck. Ich bleibe dabei: Gallas häufig wie ein Fremdkörper auf dem Spielfeld. Und zum ersten Mal herrschte so ein bisschen wie Stimmung im Stadion, insbesondere die Mexikaner sangen sich mit Cielito Lindo im südafrikanischen Winter warm, hörbar für alle TV-Zuschauer.

Schock für Mexiko, als Vela nach einer halben Stunde wegen einer Verletzung vorzeitig vom Platz musste, Barrera kam. Hoffentlich nichts Ernsters beim Gooner. Frankreich blieb in der Defensive anfällig, überhaupt nicht sattelfest, vor allem auch bei hohen Flanken. Unerklärlich, gleichzeitig wurde mit fortlaufender erster Halbzeit das offensive Potential der Equipe Tricolore kaum noch abgerufen. Anelka vorne ohne Unterstützung, Ribery in der Mitte gut bewacht, über die außen mit Govou und Malouda zwar präsent, aber ohne wirkliche Durchschlagskraft. Und dass Sagna nur bedingt zum Flanken geeignet ist, weiß jeder Arsenal-Fan. Quasi mit dem Pausenpfiff erhielt Toulalan seine zweite gelbe Karte in diesem Turnier, fehlt damit im abschließenden Gruppenspiel gegen Südafrika. Keine Tore zur Halbzeit, 0:0 zwischen Frankreich und Mexiko. Insgesamt leistungsgerecht.

Gignac kam in der zweiten Halbzeit für Anelka. Der Stürmer vom FC Chelsea natürlich mit keiner guten Partie, hat sich auch nicht passend eingebracht, aber die Flanken, die für ihn bestimmt waren, waren allesamt Grütze. Insgesamt zu wenig Impulse aus dem Mittelfeld. So defensiv sicher Diaby auch stehen mag, gerade von ihm gab es im Spiel gegen Uruguay doch deutlich mehr Impulse. Vielleicht brachten ja Einzelaktionen den Erfolg. Malouda mit Fernschuss aus knapp 20 Metern, Perez konnte den Ball noch über die Latte lenken. Das erste kleine Highlight in der zweiten Hälfte. In der 55. Minute brachte Javier Aguierre einen weiteren Stürmer, Javier Hernandez kam für Mittelfeldspieler Juarez. die ersten 15 Minuten im zweiten Durchgang hätte man getrost streichen können. Viel passierte nicht. Frankreich konnte nicht, Mexiko schien in der Lage mehr zum Spiel beitragen zu können, scheuten aber das letzte Risiko. Dann kam aber Pfeffer ins Spiel, weil Mexiko in der 64. Minute in Führung ging, eigentlich wie aus dem nichts. Langer Ball auf Javier Hernandez, der aber ganz knapp im Abseits stand, Fahne des Linienrichters blieb unten, der Stürmer frei vor Llloris, umkurvt gekonnt den französischen Schlussmann und schiebt zum 1:0 ein. Wenn man immer so schön sagt, im Zweifel für den Stürmer, dann geht das Tor okay. Und Frankreichs Defensive wieder mal – unabhängig von der möglichen Abseitssituation – völlig woanders, meilenweit von den Gegenspielern entfernt. Und Domenech geht kurz zum Spielfeld, feuert seine Spieler an und setzt sich wieder hin. Und die Führung geht okay, Frankreich spielte in der zweiten Halbzeit immer weniger wie eine Mannschaft, die den Sieg unbedingt wollte. Domenech brachte in der 70. Minute Valbuena für Govou, Henry schmorte auf der Bank. Und das Spiel verlagerte sich nach der Führung immer mehr in die Hälfte der Franzosen, Mexiko hatte Überwasser und dass diese französische Viererkette heute mehr als anfällig war, hatte sie schon gezeigt. Und sie durfte nochmal ran. Patrice Evra lässt sich von Barrero ausspielen, der Mexikaner mit Tempo in Richtung Strafraum, wo Abidal zu spät kommt und Barrero von den Beinen holt. Blöd von Abidal, aber wie sich vorher der französische Kapitän von Barrero hat vernaschen lassen, offenbarte das gesamte französische Leid. Es passte einfach nicht. Blanco, das mexikanische Urgestein, verwandelte sicher zum 2:0, ließ Lloris mit dem präzisen Elfmeter keine Chance. 10 Minuten waren noch zu spielen, Mexiko verdiente sich die Führung mit guter Taktik und schnörkelloser Offensive. Und vom französischen Mittelfeld in der zweiten Halbzeit überhaupt nichts mehr zu sehen. Diaby hat aber noch mitgespielt, glaube ich. Gesehen habe ich ihn kaum.

11 Spieler in blau verlieren am Ende gegen ein kämpferisches und teilweise auch spielerisches sehr überzeugendes Team aus Mexiko mit 0:2. Die Hochzeitsglocken können zu läuten beginnen. Au revoir, les bleus! Da hatte ich mir trotz der Querelen im Team ein wenig mehr versprochen. Können wir eben alle noch ein wenig Cielito Lindon singen. Ay, ay, ay, ay, Canta y no llores!

Thema: WM 2010 | Kommentare (1) | Autor: medispolis

Premier League Spielplan für die Saison 2010/2011 veröffentlicht (Update)

Donnerstag, 17. Juni 2010 10:10

Update, Donnerstag 19h45: Ich habe einige weitere Bemerkungen zum Premier League Spielplan unten angefügt.

Die Premier League hat am heutigen Donnerstagmorgen um 10:00 Uhr deutscher Zeit den Spielplan für die Premier League Saison 2010/2011 veröffentlicht. Damit steige ich dann auch hier wieder in die Berichterstattung ein und werde bis Ende Juli regelmäßig die wichtigsten Nachrichten zusammenstellen. Da ich heute Vormittag viel beschäftigt bin und in der Uni rumsitze, wird dieser Beitrag erst im Laufe des Tages weiter aktualisiert. Paul Fletcher/BBC Sport hat bereits vergangenes Jahr in seinem Blog einen Überblick gegeben, wie der Computer den Spielplan erstellt und welche sonstige Schwierigkeiten bei der Spielplanerstellung auftreten können.

Die Premier League Saison startet am 14. August 2010. Und wie sie startet. Gleich mit zwei sehr attraktiven Begegnungen. Arsenal reist zum FC Liverpool, am der White Hart Lane empfangen die Tottenham Hotspur Manchester City, Chelsea und Manchester United beginnen mit Spielen gegen die Aufsteiger aus der Championship. Einen ersten Überblick über die Veröffentlichung des Spielplans gibt es beim Guardian.

1. Spieltag (Wochenende 14. August 2010)

  • Aston Villa – West Ham
  • Blackburn – Everton
  • Blackpool – Wigan
  • Bolton – Fulham
  • Chelsea – West Bromwich Albion
  • Liverpool – Arsenal
  • Man Utd – Newcastle
  • Sunderland – Birmingham
  • Tottenham – Man City
  • Wolverhampton – Stoke

2. Spieltag (Wochenende 21. August 2010)

  • Arsenal-Blackpool
  • Birmingham City – Blackburn
  • Everton – Wolverhampton
  • Fulham – Man Utd
  • Man City – Liverpool
  • Newcastle Utd – Aston Villa
  • Stoke – Tottenham
  • West Bromwich – Sunderland
  • West Ham – Bolton
  • Wigan – Chelsea

Da kommen auf Aufsteiger Newcastle United zu Beginn schon mal zwei kleine Brocken zu, erst bei Man Utd (wobei man vor zwei Jahren damals beim Saisonauftakt ein 0:0 holte) und dann zuhause im St. James Park gegen Aston Villa. Richtig leicht hat es auch nicht Manchester City, erst bei den Spurs und dann Heimspiel gegen den FC Liverpool, die ihrerseits mit dem Heimspiel gegen Arsenal und der Partie in Eastlands sich über hochkarätige Ansetzungen auch nicht beschweren dürften.

Die Premier League fängt äußerst früh wieder mit ihrem Spielbetrieb an, bereits am dritten August-Wochenende, eine Woche früher als die Bundesliga. Was zur Folge hat, dass man nicht ganz so hetzen muss. So fällt der traditionelle 2. Spieltag unter der Woche weg und man spielt erst wieder ein Wochenende später. Was positiv ist, zumal man etwas mehr Pause hat und somit nicht wieder die Hälfte der Spiele absagen muss wegen diverser Qualifikationsspiele für den Europapokal. Das dürfte den Spielplan entlasten. Die Saison endet am Sonntag, 22. Mai 2011.

Über die Feiertage zwischen Weihnachten und Neujahr sind diesmal vier komplette Spieltage angesetzt. Zum einen der traditionelle Boxing Day am 26. Dezember, es geht dann weiter am 28. Dezember und mit einem kompletten Spieltag am 01. Januar, also perfekt nach einer langen Silvesternacht. Und hat man dann an diesen Tagen nicht schon genug Premier League Fußball gesehen, geht es nach dem Spieltag an Neujahr, Samstag 01.01.2011, bereits mit einem kompletten Spieltag unter der Woche weiter, am 04.01. und 05.01. unter anderem mit Arsenal gegen Manchester City. An Neujahr übrigens mit Chelsea-Aston Villa und Tottenham-Fulham. Da fängt das Schlabbern bei mir schon wieder an.

Boxing Day Spieltag (26. Dezember 2010)

  • Arsenal – Chelsea
  • Aston Villa – Tottenham
  • Blackburn – Stoke
  • Blackpool – Liverpool
  • Bolton – West Bromwich
  • Everton – Birmingham
  • Fulham – West Ham
  • Man Utd – Sunderland
  • Newcastle – Man City
  • Wolverhampton – Wigan

Sehr reizvoller Boxing Day mit dem London-Derby Arsenal gegen Chelsea. Sehr viel besser geht das eigentlich gar nicht. Zudem auch sehr attraktiv, Aston Villa zuhause gegen die Spurs und Newcastle im heimischen stimmungsvollen St. James Park gegen Manchester City.

Der letzte Spieltag ist am 22. Mai 2011 mit ebenfalls attraktiven Begegnungen. Aston Villa empfängt Liverpool, Chelsea reist zum FC Everton und Arsenal fährt einmal durch London zum FC Fulham. Vergleichweise einfach das Heimspiel von Manchester United gegen Blackpool. Zudem gibt es am letzten Spieltag das Duell der beiden Aufsteiger, West Brom gegen Newcastle United. Auch der vorletzte Spieltag wartet mit hoffentlich viel Drama auf, wenn Arsenal Aston Villa zu Gast hat. Chelsea spielt an der Brigde gegen Newcastle und Liverpool empfängt die Spurs.

Die direkten Duelle der Big Four:

FC Liverpool – FC Arsenal (14.08. / 16.04.)

FC Chelsea – FC Arsenal (02.10. / 26.12.)

Manchester United – FC Liverpool (18.09. / 05.03.)

FC Chelsea – Manchester United (18.12. / 07.05.)

Manchester United – FC Arsenal (11.12. / 30.04.)

FC Liverpool – FC Chelsea (06.11. / 05.02.)

Damit diesmal Chelsea mit dem schwierigeren Programm. Letzte Saison hatte Arsenal ja alle Big Four hintereinander. Das ist diesmal besser entzerrt. Chelsea spielt Ende Dezember aber hintereinander erst Man Utd an der Bridge und dann beim FC Arsenal am zweiten Weihnachtsfeiertag. Gleiches gilt für Manchester United, die erst im Old Trafford gegen den FC Arsenal spielen und eine Woche später dann nach London zum FC Chelsea reisen.

Die brisanten Derbys auf der Insel:

Manchester City – Manchester United (10.11. / 12.02.)

FC Arsenal – Tottenham Hotspur (20.11. / 26.02.)

FC Everton – FC Liverpool (16.10. / 15.01.)

Newcastle United – FC Sunderland (30.10 / 15.01.)

Aston Villa – Birmingham City (30.10 / 15.01.)

Du meine Güte, das Wochenende am 15.01. ist ja mehr als nur ein Derby-Spieltag mit dem Tyne-Wear-Duell sowie den Lokalrunden in Liverpool und Birmingham. Auch darauf kann man sich sicherlich freuen.

Die kompletten Ansetzungen gibt es auf der offiziellen Seite der Premier League und bei der BBC.

Update, Donnerstag 19h45: Die Premier League lässt sich viel Zeit in der kommenden Saison. Erst im November gibt es eine englische Woche mit einem kompletten Spieltag unter der Woche. Dank der Qualifikation zur EM entstehen so im September und Oktober schon mal zwei Wochen Ligapause. Auch das Frühjahr mit den nun stattfindenden Pokalwettbewerben wird von der Premier League großzügig berücksichtigt. Im März gibt es nur zwei Premier League Spieltage. Auch im April und Mai gibt es keine Spieltage mehr unter der Woche. Das gibt natürlich auch Raum für etwaige Nachholbegegnungen.

Reaktionen auf den Premier League Spielplan gab es seitens der großen Vereine gab nicht so viele. Die meisten Trainer sind sowieso im Urlaub oder bei der Weltmeisterschaft in Südafrika. Aber die Trainer der Aufsteiger sind immer diejenigen, die sich gerne äußern und schon voller Vorfreude auf den Start im August blicken.

Ian Holloway, Trainer von Aufsteiger Blackpool: “Es ist natürlich wunderbar mit einem Heimspiel zu beginnen und mit Wigen vor der Brust eine auch für uns machbare Aufgabe. Und dann gleich zum FC Arsenal, das ist genau das, was ich wollte. Es wird für uns alle eine völlig neue Erfahrung sein im Emirates zu spielen. Hoffentlich sind bis dahin alle Schmetterlinge aus dem Bauch und wir können auch gegen Arsenal zeigen, zu was wir fähig sind.”

Steve Bruce, Trainer vom FC Sunderland: “Ich bin mir sicher, dass nach den beiden Ansetzungen gegen Newcastle United zuerst von unseren Fans geschaut wurde. Wir heißen Newcastle herzlich willkommen zurück in der Premier League und freuen uns sich mit ihren um die drei Punkte zu streiten. Ich komme aus dem Nordosten und weiß wie hoch die Bedeutung dieser beiden Spiele für die Menschen hier sind.”

Chris Hughton, Trainer von Newcastle United: “Das ist ein schwieriger Start für uns. Wir hätten natürlich gerne ein Heimspiel vorgezogen, aber wir nehmen wie es kommt. Wir müssen das Herz in die Hand nehmen und mit Selbstvertrauen spielen, so wie beim 1:1 bei Manchester United vor zwei Jahren. Aston Villa eine Woche später ist eine weitere schwere Aufgabe, aber eine großartige Ansetzung für das erste Heimspiel.”

Die genauen Terminierungen der einzelnen Spieltage findet meist Mitte Juli statt, nachdem die Premier League mit Sky und ESPN UK sich über die Spielauswahl und Aufteilung der Begegnungen geeinigt hat.

Thema: Premier League | Kommentare (0) | Autor: medispolis

Zitat des Tages: Mittwoch, 16. Juni 2010 – Schweizer Optimismus

Mittwoch, 16. Juni 2010 14:34

“Bemerkenswert offensiv war am Dienstag auch die Kommunikation des Verteidigers Philippe Senderos. Er verblüffte ausländische Journalisten, indem er in fünf verschiedenen Sprachen fliessend Auskunft gab – doch ob er Französisch, Englisch, Spanisch, Italienisch oder Deutsch sprach, er versprühte dasselbe: Selbstbewusstsein. Mit der Ruhe eines sanften Riesen sagte er, die Schweizer hätten eine grosse Chance und nichts zu verlieren, sie müssten angreifen – und Senderos schien kaum zu bezweifeln, dass die Bemühungen von Erfolg gekrönt würden. Wer die Schweizer nicht näher verfolgt, wäre niemals auf die Idee gekommen, dass die Equipe in den letzten fünf Spielen nie gewonnen und nur zwei Tore erzielt hat.”

Benjamin Steffen/Neue Zürcher Zeitung über die Stimmung im schweizer Lager vor dem Spiel gegen Spanien.

Thema: WM 2010, Zitat des Tages | Kommentare (0) | Autor: medispolis

Zitat des Tages: Dienstag, 15. Juni 2010 – Carragher lobt Deutschland

Dienstag, 15. Juni 2010 21:38

Weil ja heute alle in Deutschland auf Jamie Carragher, englischer Nationalspieler vom FC Liverpool, einschlagen und ihn für seine Aussagen zum WM-Ball lächerlich machen, vielleicht noch mal der Hinweis darauf, was Carragher noch über Deutschland gesagt hat.

“I don’t know what their mindset is but what they may have is a belief of always being there at the end of a tournament. Maybe that continues. It is similar to what we have at Liverpool where you are known for getting late goals no matter who is on the pitch. You just believe you are going to do it [...] If you look at Germany and the names come up, you wouldn’t say they roll off the tongue. But then when you see them in action and how they played against Australia, it was very impressive. The manager has done a great job [...] Ozil was outstanding. Right from the first two touches you could tell he had a bit of class with his left foot. You could tell straight away he is a talented player.”

Schade, dass in der deutschen Medienlandschaft diese Aussagen mal wieder verschwiegen wurden.

[via The Independent]

Thema: WM 2010, Zitat des Tages | Kommentare (0) | Autor: medispolis

WM 2010 Gruppe E #1, Niederlande – Dänemark

Montag, 14. Juni 2010 13:03

[15h19] Endstand Niederlande – Dänemark 2:0

Wenn Elia im nächsten Spiel nicht startet, weiß ich es auch nicht. Er war der entscheidene Mann, brachte viel Schwung in die letzten 15 Minuten rein. Dann boten sich auch den Niederlanden wieder zahlreiche Chancen. Kein gutes Spiel, aber der Sieg der Niederlande war nie wirklich gefährdet.

[15h13] Und um ein Haar das 3:0, aber Simon Poulsen kann gerade noch vor der Torlinie klären, nachdem die Niederlande wieder schnell über die Flügel gespielt haben und in der Mitte Affelay an den Ball kam, aber Poulsen mit großartiger Rettungsaktion.

[15h10] 2:0, Dirk Kuyt, 85. Minute

Das war mal stark, direkt und hervorragend gespielt! Traumpass von Sneijder in die Schnittstelle zu Elia, der den Ball an Sörensen vorbei an den Innenpfosten schiebt. Den Abpraller schiebt Kuyt über die Linie. Entscheidung in diesem Spiel – und einmal haben uns die Niederlande gezeigt, was sie offensiv imstande sind zu leisten, wenngleich Dänemark – auch im Vergleich zur ersten Halbzeit – mal wieder Meilen von den Gegenspielern entfernt standen.

[15h06] 10 Minuten noch. Dänemark in der zweiten Hälfte offensiv praktisch nicht exsistent. Die Holländer brauchen wenig um das Spiel hier sicher über die Zeit zu bringen. Hin und wieder nochmal Aufsehen, eben als Sneijder einen Schuss an die Querlatte setzt, war noch abgefälscht von Agger. Eines der wenigen Highlights. Von Hollands Offensive hätte gerne mehr kommen können.

[15h02] Van Persie auch nur mit einer durchschnittlichen Leistung. Für ihn ist Feierabend, Ibrahim Affelay kommt für die letzten 15 Minuten.

[14h58] Fünf Minuten im Spiel und Elia rechtfertigt seine Aufstellung schon. Macht viel Druck über die linke Seite, erneute Flanke, die Dänen bekommen den Ball nicht weg. Van Bommel kommt aus dem Rückraum, dribbelt sich um einen Gegenspieler, scheitert aber an Sörensen, der den Ball ans Außennetz lenkt. Schöne Aktion.

Wechsel bei Dänemark: Thomas Khalenburg geht, und das Supertalent von Ajax kommt. Christian Eriksen. Wenger soll an dem Mittelfeldspieler dran sein, munkelt man.

[14h55] Highlight bisher in der zweiten Halbzeit. Superzeitlupen von Kopfbällen, bei denen der Schweiß der Spieler wie eine kleine Wasserfontäne in die Luft steigt und in der Mittagssonne glitzert.

[14h52] Hamburger Wechsel bei den Niederlanden. Elia kommt für Van der Vaart. Jetzt HSV gegen ehemals HSV. Und das Spiel plätschert dem Ende entgegen.

[14h46] Niklas Bendtner hat nur Luft für eine gute Stunde. Er verlässt den Platz, Olsen bringt Mikkel Beckmann, offensiver Mittelfeldspieler. Mal sehen, ob er trotzdem Stürmer spielt.

[14h44] Bei den Dänen mittlerweile Grönkjaer für Enevoldsen in der Partie, was am Aggregatzustand der zweiten Hälfte nicht viel verändert hat. Niederlande spielbestimmend, gute Chance durch Van der Vaart. Dänemark schafft es nicht mehr defensiv so eng am Mann zu stehen wie in den ersten 45 Minuten.

[14h37] Irgendwer muss den Dänen etwas in den Tee gegeben haben, spielen jetzt völlig verunsichert. Fürchterlicher Fehlpass von Simon Kjaer, direkt auf Van der Vaart, der Van Persie schickt, aber Sorensen ist rechzeitig draußen und zudem verstolpert der Star vom FC Arsenal auch noch den Ball. Er hätte alles klar machen können. Weiterhin keine gute Leistung der holländischen Offensive, aber immerhin ist die dänische Defensive so löchrig, dass auch so sich Chancen bieten.

[14h31] 1:0, Eigentor Simon Paulsen, 46. Minute

Dann muss es eben so gehen. Und für Dänemark der Worst Case. Nicht mal 40 Sekunden in der zweiten Hälfte gespielt, und die Niederlande gehen in Führung. Flanke Van Persie , in der Mitte Chaos in der dänischen Abwehr, Simon Paulsen mit völlig verunglückter Kopfballabwehr, köpft nebenbei noch Agger an, von dessen Rücken der Ball endgültig seinen Platz im Tor findet. Direkt neben den Pfosten, keine Chance für Sorensen.

[14h30] Beginn 2. Halbzeit

[14h15] Halbzeit Niederlande – Dänemark 0:0

Die dänische Strategie geht voll auf. Hinten sicher stehen, viel Laufarbeit verrichten, Chancen verhindern, die Passwege auf die Stürmer zustellen. Deswegen wenige klare Torgelegenheiten für die Niederlande. Zumal sie trotz sehr viel Ballbesitz und gutem Kombinationsspiel vor allem in den ersten 15 Minuten noch zu viele Fehler im Aufbauspiel haben. Dänemark mit zwei, drei brauchbaren Angriffen, die auch zu passablen Chancen führten. Wäre sogar die Führung drin gewesen. Aber so geht das 0:0 in Ordnung.

[14h13] Fritz von Thurn und Taxis: “Eine typische de Jong-Aktion, ohne Rücksicht auf Verluste”. Van Persie hatte gerade eine ganz gute Chance aus aussichtsreicher Position, trifft aber nur die Kameras hinter dem Tor. Kein wirklich gutes Spiel. Fast 60% Ballbesitz für die Niederlande – alles für die Katz.

[14h07] Die Dänen haben Blut geleckt, nächster guter Angriff. Bendtner macht ein gutes Spiel, hält den Ball gut. Diesmal setzt er Kahlenberg mit einem schönen Steilpass in Szene. Doch der Wolfsburger scheitert am Torwart der Niederlande. Nur Eckball. Aber Dänemark in den letzten Minuten mit den besseren Chancen und mehr Zug zum Tor.

[14h03] In der 33. Minute das erste Mal so richtig Gefahr vor dem dänischen Tor, weil die Niederlande Platz und Zeit haben den Angriff abzuschließen. Kuyt mit flacher Hereingabe von rechts, in der Mitte Durcheinander, letzlich geht der Ball irgendwie abgefälscht leicht über das Tor.

Dänemark mit sporadischen Angriffen. Schuss von Rommedahl, aber direkt auf den Keeper. Keine Probleme für Stekelenburg. War mehr drin.

[13h56] Es bleibt dabei. Niederlande versuchen alles um die Dänen unter Druck zu setzen. Klappt aber nicht, weil die Dänen gut stehen, und man selbst noch zu viele Fehler macht.

Beste Chance des Spiels für Dänemark. Flanke von der rechten Seite durch Rommedahl, in der Mitte Bendtner mit dem Kopfball, aber knapp daneben. Das erste Mal, das Dänemark überhaupt einen Angriff sinnvoll abschließen kann.

[13h46] Viertelstunde durch. Fritz von Thurn und Taxis hat das Spiel gerade als “langweilig” bezeichnet. Ich finde es hochinteressant, weil man gerade sehr schön sehen kann, wie man den Niederländern den Zahn ziehen kann. Dänemark beherrscht es perfekt, die Räume dicht zu machen. Vor der Viererkette noch einmal zwei kleine Reihen, die das Mittelfeld zustellen. Dazu viel Laufarbeit, gutes Verschieben und Ergänzen. Fällt den Niederlanden schwer damit umzugehen. Bemüht sind sie zwar, Ball läuft auch einigermaßen passabel, aber Dänemark bis dato mit sehr guter Defensivleistung.

[13h40] Das sieht schon sehr fein aus, wie sich die Niederlande da durch das Mittelfeld dribbeln und kombinieren. Für den Gegner in der Defensive eine Herkulesaufgabe, möglichst immer vor dem Gegner am Ball sein, am besten noch doppeln. Verdammt viel Laufarbeit für die dänische Defensive. Bis jetzt gelingt ihnen das aber ganz gut, die Niederlande kommen trotz sehr viel Ballbesitz noch zu kaum erwähnenswerten Torchancen.

[13h37] Journalisten, die im Stadion sind, melden via Twitter wieder zahlreiche leere Plätze. Dank der orange-farbigen Sitze manchmal nicht zu unterscheiden, ob da jetzt ein Fan der Niederlande sitzt oder ob das eine leere Plastikschale ist.

[13h35] Wesley Sneijder mit einem ersten kleinen Annährungsversuch. Freistoß aus fast 40 Metern, direkt aufs Tor gezogen, aber mindestens drei Etagen drüber. Ob er wirklich dachte, dass er damit den Torwart überwinden könnte?

[13h30] Beginn 1. Halbzeit

Und los geht es. Dänemark in weiß mit Anstoß von rechts nach links in der ersten Hälfte. Die Niederlande in gewohnt orange.

[13h29] Die Aufstellungen im Soccer City Stadium zu Johannesburg

Niederlande: Stekelenburg – Van der Wiel, Heitinga, Mathijsen, van Bronckhorst – Kuyt, Van Bommel, Sneijder, de Jong – Van der Vaart, van Persie

Dänemark: Sorensen – Agger, Kjaer, Jacobsen, Simon Poulsen – Jorgensen, Christian Poulsen, Enevoldsen, Kahlenburg – Rommedahl, Bendtner

Also kein Robben bei den Niederländern, Van der Vaart dafür, Kuyt kommt über die rechte Mittelfeldseite, zwei Sechser mit de Jong unv Van Bommel. Bei den Dänen Bendtner fit, Sorensen mit seinem ersten Pflichtspiel seit April. Augenmerk auf Simon Kjaer, der in Parlermo in der Serie A eine sehr gute Saison gespielt hat.

[13h21] Grüße nach Hamburg. Kai bloggt bei Allesaussersport.

[13h19] So, bin wieder an der Tastatur. Anruf hatte mich davon abgehalten. Fritz kommentiert bei Sky.

[13h03] Erster Auftritt des Mitfavoriten Niederlande bei dieser WM. Vielleicht das Team mit der besten Offensive. Gegner Dänemark mit kleinen Außenseiterchancen in dieser Gruppe, aber nicht völlig chancenlos.

Thema: Live-Blog, WM 2010 | Kommentare (0) | Autor: medispolis

Live-Blog: WM 2010, Tag 4

Montag, 14. Juni 2010 8:46

[13h05] Fürs Live-Blogging zum Spiel Niederlande-Dänemark geht es weiter in diesem Eintrag.

[12h56] Wen es interessiert: Null neue Infos über mögliche Verlängerungen des Vertrages vom Trainerteam.

[12h47] Erste Infos zu den Aufstellungen für das Mittagsspiel. Die Niederlande noch ohne Arjen Robben, ansonsten mit der Elf, welche die erfolgreichen Testspiele bestanden hat. Bei Dänemark ist Niklas Bendtner rechtzeititg fit geworden und wird in der Startelf stehen. Van Persie vs. Bendtner im Sturm. Der Arsenal-Fan freut sich.

[12h32] Pressekonferenz mit Theo Zwanziger, Joachim Löw und später noch Miro Klose. Es wird gewartet, bis das ZDF drauf ist, die heute ausnahmsweise mal übertragen. Sky ist schon live drauf – und es passiert eine Minute nichts.

Ankunft heute Morgen um 03:30 Uhr, bis 10:00 Uhr haben die meisten geschlafen, heute Nachmittag gibt es eine Fitnesseinheit auf dem Hotel-Trainingsplatz.

Dr. Theo Zwanziger: Ich habe gespürt, dass eine junge Mannschaft unter der Führung eines Bundestrainers, den ich sehr schätze, zusammengewachsen ist. Da ist spielerisches Können, da ist Leidenschaft, da ist ein Auftreten, das die Menschen in Deutschland begeistern kann. Wir sind glücklich, kennen aber auch die Erwartungen, die damit verbunden sind. Da identifiziert sich ein ganzes Land mit diesen jungen Spielern. Das ist Chance, das ist aber auch Risiko. Ich habe gestern das Spiel erlebt, konnte auf der Ehrentribüne meine Fanleidenschaft nicht ganz so ausleben. Es war schön zu sehen, wie spielerisch leicht diese Mannschaft aufgetreten ist. Dieser Auftakt ist hervorragend gelungen.

Ich möchte ganz besonders diesem Bundestrainer denken. Ich weiß, was wir an ihm und diesem Team haben. Ich möchte Joachim Löw ganz herzlich für die Arbeit danken, die er bisher geleistet hat. Und das ist unabhängig vom Ausgang dieses Turniers. Ich danke ihm aber heute schon, weil er eine junge Mannschaft geführt und geprägt hat. Alles andere wird sich mit der Zeit geben.

Nach diesem Lob vom Präsidenten, kann Joachim Löw noch sprechen. Er äußert sich.

Joachim Löw: Sportlich kann ich noch nicht viel Neues erzählen, bin noch nicht dazu gekommen das Spiel und einige interessante Szenen mir anzuschauen und aufzuarbeiten. Wir im ganzen Team sind erleichtert und zufrieden. Einige Spieler haben sich heute Morgen behandeln lassen. Die Spieler, die gestern nicht gespielt haben, werden in dem Training heute Nachmittag anders belastet. Es wird in Gruppen trainiert. Urs Siegenthaler hat ja gestern die Serben beobachtet. Ich werde mich mit ihm nochmal ausführlicher unterhalten. Für uns war es wichtig dieses erste Spiel zu gewinnen. Die Serben sind ein angeschlagener Gegner, sie müssen dieses Spiel gewinnen. Sie sind gefährlich. Und wir werden natürlich auch unser Spiel von gestern Abend nochmal anschauen, weil ich einige Dinge beobachtet habe, die wir verbessern können.

Nochmal Zwanziger: Ich werde alles dafür tun, dass dieses Team auch nach der WM zusammen weiterarbeitet. Das ist eine faszinierende Aufgabe für einen Trainer, diese Mannschaft nicht nur bei einer WM zu begleiten. Wir respektieren aber die Entscheidung von Joachim Löw, sich erst später zu äußern. Gehen Sie mal davon aus, dass wir alle wissen, auf was es ankommt. Ich gehe davon aus, dass dieses Team noch weiterarbeiten möchte. Ich werde alles dafür tun.

[12h28] EPL Talk mit einem Artikel, der sich näher der Rolle von Mesut Özil widmet (EPL Talk: Mesut Özil – Birth of a star)

“Özil was the fulcrum of Germany’s team, his creativity has been unmatched in the tournament so far whilst his intelligent running created many opportunities.”

[12h25] Jamie Carragher mit dem Satz des Tages bisher: “Anyone who watches me at Anfield knows I’m louder than any vuvuzela.”

[12h20] Derweil Jamie Carragher in der PK auf Sky News

“Green hat einen großen Fehler gemacht, das weißt er, aber er hat es gut verarbeitet, er geht gut damit um. Ihm geht es gut.”

“Capello kann mit Druck umgehen, er war Trainer in Madrid und beim AC Mailand. Er macht das sehr gut, hat uns heute Morgen beim Training nach unserem freien Tag gestern ausführlich gezeigt, was wir gut gemacht haben und wo wir uns noch verbessern müssen.”

“Ich bin körperlich in bester Form. Wir müssen sicherstellen, dass wir das nächste Spiel gewinnen. Ob Robert Green im nächsten Spiel dabei ist, ist ganz allein Sache des Trainers.”

Journalisten mit zahlreichen kritischen Fragen, wollen wissen, ob es nicht schwachsinnig sei, wenn ein Abwehrspieler erst zwei Stunden vor dem Spiel erfährt, wer er hinter sich im Tor hat.

[12h16] Nächster Tagesordnungspunkt. PK der deutschen Nationalmannschaft um 12:30 Uhr mit Miroslav Klose, Jogi Löw und Dr. Theo Zwanziger.

[12h04] Die Engländer hatten heute Morgen eine Trainingseinheit. Anwesende Journalisten berichteten, dass viele Kameras auf Robert Green gerichtet waren. Rooney nahm nicht am Training teil, weil er an einer Knöchelverletzung leidet. Soll aber für das Spiel am Freitagabend gegen Algerien nicht gefährdet sein.

[11h53] Vielleicht mal ein paar Anmerkungen zur deutschen Berichterstattung über die WM in Südafrika. Ich habe ja bisher alles auf Sky verfolgt, mit Ausnahme der zweiten Halbzeit gestern beim Public Viewing. Aber da war es dann doch zu laut und stimmungsvoll, als das ich genauer Rethy zuhören konnte. Insgesamt von Sky eine ordentliche Leistung, da bin ich schon Schlechteres gewohnt gewesen.

Bei sehr vielen kommt Kai Dittmann, unter anderem England-USA und Serbian-Ghana kommentiert, sehr gut weg. Bei mir auch. Fand ihn eigentlich schon immer gut, wenn er mal nicht die Bayern in der Konferenz kommentiert. Vor vier Jahren bei der WM 2006 schon mit sehr sehr guten Kommentierungen, erinnert sei an das Vorrundenspiel Italien-Ghana. Es ist immer ein schmaler Grat, auf dem Dittmann sich bewegt, irgendwo zwischen guten Analysen, Spielbeobachtungen und dem Hang zum leicht ironischen Kommentieren. Bisher, gerade auch im Umgang mit den Vuvuzelas, geht seine Art zu kommentieren perfekt auf.

Trotzdem schaue ich immer noch mit offenem Mund auf die Insel, was man machen kann aus einer guten WM-Berichterstattung und wieviele Lichtjahre Deutschland dahinter herhängt. Größtes Manko weiterhin: Der Einbezug der Zuschauer/Leser/Zuhörer. Ist dank Twitter und Facebook ein klein wenig besser geworden in letzter Zeit, aber wenn ich sehe, wieviele Möglichkeiten die Fans in England haben sich zur WM zu äußern, schriftlich, mündlich whatsoever – da läuft mir das Wasser im Mund zusammen. Und weiter gestrickt: Wie sehr die britischen Medien die Urteile ihrer Leserschaft/Publikum auch betrachten und schätzen. Der Guardian hat ein eigenes Fan-Network mit Berichterstattern aus aller Welt, greift in seinen Live-Blogs Zuschauermeinungen mit ein. Die BBC richtet nahezu ihre gesamte Berichterstattung darauf aus, dass Fans zu Wort kommen können. Und davon lebt dann eben auch die Berichterstattung, es ist lebhaft, abwechselungsreich, kontrovers. Aber ich kann da stundenlang zuhören. Beste Unterhaltung, und alle wichtigen Infos kommen da nicht zu kurz. Liebe deutsche Medien, bindet doch endlich mal eure Zuschauer/Leser mit in das Programm und die Berichterstattung ein. Aber ich hoffe das schon seit Jahren – viel hat sich nicht getan. Woran es scheitert. Kein Mut, kein Geld vielleicht. Dabei kostet das, wenn es trotzdem gut gemacht werden soll, gar nicht so viel Geld. Warum kann man zum Beispiel den Zeigler nicht abends nach jedem Spieltag für eine Stunde in die ARD packen um mit Fans zu diskutieren. Stattdessen kommen da Waldis WM-Club, für den man sich ja schon fast schämen muss. Und das sind eben die Beispiele, die mir ein wenig missfallen und warum ich so verliebt in die britischen Medien bin.

Und beim Internetportal Der Westen knallen schon die Sektkorken, wenn man bei jedem Spiel auf seinen Live-Ticker hinweisen kann. Dabei ist das Ding diese 0-8-15-Version von Liveticker, die ein Anbieter zahlreichen Online-Portalen zur Verfügung stellt. Ist ungefähr so interessant und lebhaft wie eine belegte Scheibe Brot mit Käse.

Und noch eine Sache, die ich so schätze an den britischen Journalisten. Ihr Umgang mit Twitter, Facebook etc. Man bekommt ein Bild von ihnen, von ihrer Arbeit. Sie unterhalten und informieren, fragen nach bei ihrem Publikum, erkundigen sich, gehen auf Fragen ein. Sie sind für diejenigen Leute da, die sie in gewisser Weise ja auch bezahlen.

[11h11] Statistik des Tages kommt mal wieder von den Datensammlern Opta. Demnach haben fünf der letzten sechs Aufeinandertreffen zwischen beiden Teams remis geendet. Und damit wäre das für die Niederlande heute schon ein Rückschlag, sollte es zu einem Unentschieden kommen.

[11h01] Erstes Spiel heute ab 13:30 Uhr Niederlande gegen Dänemark und der erste Blick darauf, ob die Niederlande den hohen Erwartungen nach toller Qualifikation und guten Testspielergebnissen gerecht werden können. Vielleicht bekommen wir ja auch schon erste Antworten auf die Stabilität der niederländischen Defensive.

[10h31] Ein Nachtrag vielleicht noch zur Diskussion über das englische Team. Eine weitere Baustelle könnte der Sturm werden. Capello hatte Darran Bent, immerhin zweitbester englischer Torschütze in der vergangenen Premier League Saison beim FC Sunderland, zuhause gelassen und sich für Emil Heskey entschieden, der ja eine brauchbare Leistung gezeigt hat. Aber eben auch zwei sehr gute Chancen kläglich vergeben hat. Viele kann er sich davon nicht mehr erlauben, sonst hat auch Capello ein weiteres Problem.

[10h07] Waren die Reaktionen auf das 1:1 der Engländer gegen die USA am Sonntag noch vergleichsweise freundlich, ist die Stimmung zu Beginn der Woche ein wenig angespannter. Fabio Capello tun sich ein paar Baustellen auf.

1. Torwartposition: Robert Green wirkte erstaunlich selbstbewusst und sachlich nach seinem Fehler im Spiel gegen die USA. Capello nahm ihn auch in Schutz, meinte, Fehler könnten passieren. Eine Einsatzgarantie für Green wollte er aber nicht aussprechen. Nun meldet sich David James, die eigentliche Nummer 1, zu Wort und schildert seine Unzufriedenheit mit der Rolle auf der Bank. BBC Five Live hatte gestern Nachmittag eine längere Diskussion über die Torhüterposition. Essenz für mich war die Kritik an Capello, weil nur bei England nicht klar gewesen sei vor dem Turnier, wer die eigentliche Nummer 1 sei.

2. Innenverteidigung: Ledley King wird, wie weiter unten schon beschrieben, für den Rest der WM ausfallen. Nach der Verletzung von Rio Ferdinand der zweite Rückschlag für die eher wenig stabile englische Innenverteidigung. Carragher wurden am Samstag teilweise auch seine Grenzen aufgezeigt. Wird spannend, wer da jetzt mit wem zusammenspielt.

3. Erwartungshaltung: Man merkt schon, dass sich die Engländer mehr von der Partie gegen die USA erhofft haben. Erstaunlicherweise war Fabio Capello nach dem Spiel sehr zufrieden mit der Team Performance. Und damit die Messlatte für die weiteren Partien erstmal schön nach unten verlegt.

[09h49] Es muss ja auch ein innerer…es muss ja auch Erleichterung für Joachim Löw gewesen sein. Klose und Podolski treffen. Was besseres hätte sich der Bundestrainer nicht wünschen können. Klaus Hoeltzenbein in der Süddeutschen über die richtigen Personalentscheidungen von Löw.

Diese Mannschaft ist jung, aber nicht nur fit und damit turnierreif, sondern auch durch und durch clever komponiert. Zentrale Personalien wurden zum Start bestätigt: Es war richtig, dem Stürmer Klose seine Verdienste der Vergangenheit hoch anzurechnen, ihm die Chance zu geben, einen Weg ins Turnier zu finden – sein Kopfballtor war erster Dank. Es war richtig, mit Podolski zu arbeiten, was die Frage aufwirft, was der 1. FC Köln eine Saison lang mit ihm getrieben hat.

[09h18] Zum Sportlichen. War schon begeistert von der deutschen Elf, weil ich eben zwar durchaus damit gerechnet habe, dass wir gegen Australien gewinnen können, aber ich war dann doch mehr als positiv überrascht, wie gut das Team zusammenspielt, wie einstudiert die Laufwege waren, wie gut das Umschalten von Abwehr auf Angriff geklappt hat, wie man sich durch das Mittelfeld gespielt hat. Das sah alles fantastisch aus. Jetzt muss diese Form eben konserviert werden. Und man darf sich nicht blenden lassen, dass es nur Australien war, die wahrlich nicht ihren besten Tag hatten. Und so richtig wurde unsere Defensive ja auch nicht gefordert. Aber als Start, als Ausgangspunkt für diese WM hätte es nicht besser laufen können.

Was man eben auch daran sieht, dass im Ausland die Deutschen jetzt wieder auf dem Zettel für die WM-Favoriten stehen. Ob das jetzt so gut ist, ist eine andere Frage. Aber es zeigt eben, dass wir mit Respekt betrachtet werden, dass man vielleicht sogar ein bisschen Angst vor uns hat. Ein positiver Nebeneffekt. Und vor allem die Engländer machen sich gerade ernsthaft Sorgen, dass sie in einem möglichen Achtelfinale auf die deutsche Elf treffen. Die Witze kursieren schon. Man müsse sich dann immerhin nicht Sorgen machen, dass man im Elfmeterschießen ausscheide.

Ich habe gestern irgendwo eine Meldung gelesen, dass Arsene Wenger, Trainer vom FC Arsenal, dieser Tage auch in Südafrika verweilt. Wir wissen ja immer noch nicht, ob Cesc Fabregas bei den Gunners bleibt. Aber die Stimmen der Fans mehren sich, dass Özil eine hervorragende Alternative ist. Sollte der Bremer weiter so gut spielen, dürfte sein Marktwert rapide steigen und Klaus Allofs wird ein paar mehr Telefonanrufe zu beantworten haben.

[09h06] Ich war gestern Abend in großer Gemeinschaft Fußball schauen, Public Viewing auf der Düsseldorfer Rheinprommenade, was sich im Nachhinein als sehr lustige und entspannte Variante das Spiel zu schauen herausgestellt hat. Es war fast perfekt – außer für den Geldbeutel – dass wir schon sehr früh da waren – gegen kurz vor sechs – sodass wir sehr gute Plätze mit Sicht auf eine der zahlreichen Leinwände gehabt haben. Kurz vor sechs, heißt aber eben auch, noch zweieinhalb Stunden bis zum Spiel. Und heißt fast zweieinhalb Stunden irgendwelche Schlager, Ballermann- und Stadionhits aus dem Lautsprecher. Gewöhnungsbedürftig. Nebenbei lief zum Glück Formel 1, doch richtig verfolgen konnte ich das nicht. Einzig und allein Schumis Fehler liefen wie in einem Zeitraffer an mir vorbei.

Ansonsten war die Stimmung vor und während des Spiels, natürlich auch wegen des Verlaufs der 90 Minuten, sehr entspannt und ausgelassen. Interessante Randnotiz: In den zahlreichen Restaurants auf der Rheinprommenade stehen etliche Leinwände und Fernseher, auf einigen lief wie bei uns Sky Sport HD, im Restaurant nebenan ZDF. Das hat man dann in der Halbzeit glücklicherweise vereinheitlicht in Richtung ZDF, sodass das eine Restaurant nicht schon fünf Sekunden eher jubelte als wir. Ansonsten empfiehlt es sich rechtzeitig da zu sein, weil spätestens wenn es fast voll ist, an den Eingängen auch kontrolliert wird. Und Zeit mitbringen – auch für den Klobesuch. Bei den Männern musste man vor dem Spiel fast 10 Minuten warten. Ich war aber rechtzeitig zur Nationalhymne wieder auf meinem Platz.

[08h52] Gleich mehr zur deutschen Leistung. Zunächst News aus dem englischen Lager. Ledley King fällt jetzt nach offiziellen Angaben mindestens drei Wochen aus. Damit dürfte die WM für ihn vorbei sein – nach 45 Minuten Fußball. Nächste Baustelle für Capello.

[08h47] Die BBC lobt alles am deutschen Team, sogar den Kleidungsstil von Joachim Löw. Wir haben alles erreicht. Guten Morgen zu Tag 4 bei der WM. Ich werde später das Spiel Niederlande gegen Dänemark live mitbloggen.

Thema: Live-Blog, WM 2010 | Kommentare (0) | Autor: medispolis

Live-Blog: WM 2010, Tag 3

Sonntag, 13. Juni 2010 8:27

[15h21] Endstand Algerien – Slowenien 0:1

Kein gutes Spiel, glücklicher Sieg für die Slowenen, die beste Möglichkeiten für das Achtelfinale haben. So, ich bin raus für heute. Schönen Abend noch, viel Spaß mit dem Deutschland-Spiel. Daumen drücken! Wir lesen uns morgen früh wieder. Bis dahin.

[15h06] Algerien – Slowenien 0:1, Robert Koren, 80. Minute

Ich wollte mich schon auf ein 0:0 festlegen. Aber nachdem Algerien seit ein paar Minuten in Unterzahl agiert, hat Slowenien ein wenig den Druck erhöht und geht durch Robert Koren mit freundlicher Unterstützung des algerischen Torwarts in Führung. Hatte ich in Bezug Koren doch einen halbwegs guten Riecher, wenngleich auch er wie viele auf dem Platz ziemlich enttäuscht haben.

[14h16] Halbzeit Algerien – Slowenien 0:0

Ich konnte in aller Ruhe Mittagessen, die ZEIT lesen und mit der Nachbarin klönen und habe nicht wirklich was verpasst. Kein besonders gutes Spiel, insbesondere die Slowenen kriegen so gut wie gar nichts nach vorne, eine gute Chance steht auf der Habenseit. Algerien etwas mutiger und durchschlagskräftiger, mit ein paar ganz passablen Ansätzen. Aber letzlich fehlt so ein bisschen der Tick den Ball dann auch ins Tor schießen zu wollen. Kann nur besser werden. Wenn man die Fehler abstellt, wäre schon mal ein großer Schritt getan.

[13h03] Journalist des Guardian twittert, dass er gerade in Durban für das Spiel Deutschland gegen Australien angekommen ist. Auf dem Flug einen deutschen Fan getroffen, der ein T-Shirt mit dem Bild von Kevin Prince-Boateng getragen hat. Untertitel: “Wanted dead or alive.”

[12h38] Kleiner Bonuspunkt für Sky. Nettes Interview mit Mark Schwarzer und dann hat man den Vater noch aus Australien am Telefon. Mal was anderes.

[12h28] Erstes Spiel am Sonntag ist Algerien gegen Slowenien in Polokwane, die beiden Gruppengegner der Engländer. Auf einen Spieler freue ich mich besonders bei den Slowenen. Robert Koren hat vergangene Saison für West Bromwich Albion häufig überzeugt, spielt im offensiven Mittelfeld der Slowenen. Gleichzeitig halten viele große Stücke auf Algerien. Ich habe kein Spiel der Algerier bisher gesehen, bin also gespannt, was sie später anbieten.

[12h17] Das australische Fox Sports mit ersten Infos zu einer möglichen Aufstellung der Socceros heute Abend. Demnach ist Harry Kewell vorerst nur Bankdrücker, Brett Emerton soll rechtzeitig fit geworden sein und von Beginn an spielen. Australien will sich aber nicht verstecken. Die Viererkette steht, allerdings will man wohl nicht mit zwei Sechsern agieren, sondern Jason Culina etwas weiter offensiv im Mittelfeld spielen lassen. Vince Grella soll den defensiven Part übernehmen.

[12h12] Schaut man sich die Website des Sydney Morning Herald an, bekommt die Partie der Australier gegen Deutschland auf der Titelseite erstaunlich wenig Aufmerksamkeit. Die Rugby-League bekommt einen großen Aufmacher. Schaut man auf die Sportseiten, ist das dann schon anders. Interessant vor allem ein längeres Interview mit Harry Kewell, der glaubt man den bisherigen Gerüchten und Meldungen heute Abend einzige Spitze der Australier sein wird.

“Playing for Australia is a dream come true and representing Australia at a World Cup is one of the biggest honours you can have. But it has been an incredibly frustrating few months for me. To be totally honest, a few months ago I was wondering if I would even make it to South Africa. Since my season ended with Galatasaray, my focus has been entirely on getting ready for our first game against Germany.’’

[11h58] Die BBC meldet, dass es seitens der Organisatoren der WM in Südafrika Überlegungen gibt, die Vuvuzelas in den Stadien verbieten, nachdem es immer mehr Beschwerden von Spielern und übertragenden TV-Sendern gibt.

[10h52] Der Worst Case für einen TV-Sender. Wegen einer technischen Panne konnten Zuschauer von ITV gestern auf dem HD-Kanal des Senders nicht das 1:0 sehen, weil fälschlicherweise Werbung geschaltet wurde. Via The Guardian.

Direktlink zum Video

[10h08] Zwei lesenswerte Einschätzungen über die gestrige Leistung der englischen Nationalmannschaft.

Kevin McCarra im Guardian mit einem Lob für Steven Gerrard und dem Fazit, dass insgesamt die Aufteilung im englischen Team besser werden müsse, mehr Struktur rein, eben um auch Wayne Rooney besser in Szene zu setzen.

“Individualists like Gerrard depend on a solid context, but England’s organisation crumbled and not only because of King’s trouble. Rooney, seeing the confusion, may not so much have been nondescript as intent on distributing passes that would bring about some order. In the 18th minute his judicious ball to the right had Aaron Lennon haring in to spark panic among the opposition [...] The climb in the strike rate reflects the fact that, at 24, he is more mature, give or take the odd foul-mouthed complaint to a referee, but Capello has also struck a balance by keeping Rooney in dangerous areas without obliging him to put up with the drudgery of being a target man. Here, all the same, was definitive proof that mercurial presences, such as Rooney and Gerrard, need better order around them.”

Phil McNulty/BBC mit einer Gesamtbetrachtung der englischen Leistung und den Aufgaben für Fabio Capello bis zum Spiel gegen Algerien am Freitag.

“England’s rearguard is now pedestrian at its heart and it hard to see how Capello can remedy the flaw in South Africa. They will live in fear of teams with speed of thought and movement slicing through them should they reach the later stages. Capello is too experienced to be panicked by events in Rustenburg on Saturday. And he will be right to maintain a measure of calm. It would be easy to dismiss England’s World Cup aspirations at this uninspiring first sight. It would also be foolish – although only the deluded would offer up this performance as evidence to support their claims. There were some positives. Gerrard led by example, proof that he can carry the cares of captaincy while concentrating on his own game, while England also created enough chances to have won.”

[09h23] Einschaltquoten von den gestrigen WM-Spielen. Die ARD dürfte zufrieden sein. Südkorea gegen Griechenland schauten 5,51 Millionen Zuschauer (45,7% Marktanteil), Argentinien gegen Nigeria schauten 7,93 Millionen (50,3%) und die Abendpartie zwischen England und den USA verfolgen 12,56 Millionen Menschen (42,8%). Waldis WM-Club danach 2,79 Millionen. Audience Flow at it’s best. Quelle: Quotenmeter.

[09h14] Was aus englischer Sicht eben noch nicht geklappt hat, dann sind es die Zuspiele auf Wayne Rooney und die Außenpositionen. Lennon hatte einen guten Auftritt, bis es dann zur eigentlichen Flanke kam. Problem liegt dann eher auf dem linken Flügel. James Milner war nicht richtig fit, Shaun Wright-Phillips auf links war ein wenig fehlplatziert. Konsequenz, dass insbesondere in der zweiten Halbzeit fast alle englischen Angriffe über rechts und durch die Mitte liefen. Capello kann nur inständig hoffen, dass Gareth Barry rechtzeitig zum Spiel am Freitag fit wird.

[09h05] Es scheint in Mode gekommen zu sein, wann immer möglich Häme über einen anderen Menschen oder eine andere Nationalmannschaft zu schütteln. Klar war das gestern von Robert Green ein fürchterlicher Fehler und vielleicht auch nicht die beste Leistung des englischen Teams. Aber was ich teilweise gestern Abend bei Twitter oder in den Kommentaren auf sonstigen Sportseiten gelesen habe, macht mich schon ein wenig nachdenklich. Ich hoffe, es sind einfach nur die Gelegenheitsfußballzuschauer, die sich mal zu einem Sport äußern, den sie sonst nur wenig sehen. Und ich wäre durchaus gespannt, was diejenigen sagen würde, wenn wir heute Abend gegen Australien nicht gewinnen sollten (was ich nicht hoffe und auch nicht glaube), wäre aber interessant.

[08h47] Ein bisschen sehr böse ist nur die Sonntagsausgabe des Daily Mirror. Also man ist schon enttäuscht in England über das Unentschieden. Fans, wie Medien. Aber noch ist alles möglich für den weiteren Verlauf im Turnier.

[08h38] Schaut man durch die englische Presse an diesem Morgen, bekommt Robert Green natürlich sein Fett weg, insbesondere bei den Boulevardmedien. Das war nicht anders zu erwarten. Trotzdem ist die Stimmung in der Presse immer noch so, dass man trotz des Remis an ein Weiterkommen glaubt und noch nicht wirklich Dramatisches passiert ist.

Ganz interessant gestern Abend viele Aussagen der Anrufer bei BBC Five Live 606, dem Call-In der Fußballsender. Viele haben die Medien kritisiert für ihren Hype um die englische Nationalmannschaft, für das Diskutieren über einen möglichen Weltmeistertitel, für den häufig angebrachten Vergleich mit 1966. Die Medien hätten dann aber übersehen, dass England als Team noch gar nicht so gut ist um als WM-Favorit.

Sei es drum: Bei Fans und Medien wurden die Erwartungen, die man an die englische Nationalmannschaft hatte, schon ein wenig enttäuscht. Dabei fand ich die Leistung insbesondere in der ersten Hälfte wirklich gut. Und die USA sind ja nun auch nicht mehr Laufkundschaft, die man im Vorbeigehen mal eben 4:1 wegputzt.

Screenshot der World Cup 2010 Homepage der Sun

[08h27] Guten Morgen aus Düsseldorf. Der Tag nach dem Spiel der Engländer gegen die USA und heute steigt endlich die deutsche Mannschaft ins Turnier ein. Das sollte genug Gesprächsstoff bieten.

Thema: Live-Blog, WM 2010 | Kommentare (0) | Autor: medispolis