Lese- und Hörtipps: Montag, 27. September 2010

Sie Fragen – der Minister antwortet: Innenminister de Maizière über die Digitalisierung von Stadt und Land: Chancen und Grenzen von öffentlichen und privaten Geodatendiensten.

Zwar schon ein paar Tage älter, aber ein großartiger Bericht. New York Magazine: Why the worst of times for Politics and Media has been the best of Times for Jon Stewart and “The Daily Show

The International Herald Tribune mit einem ganz ausführlichen Porträt von der Labour-Party unter dem neuen Vorsitzenden Ed Miliband

Premier League 2010/2011 #6, FC Arsenal – West Bromwich Albion

[18h03] Ganz wichtiger Sieg für West Ham gegen die Spurs, die ihrerseits weit unter den Möglichkeiten spielten. In Liverpool kommt man weiter nicht vom Fleck. Die Reds nur mit einem 2:2 gegen Sunderland und Everton mit Remis in Fulham. Achtungserfolg für Blackburn mit dem späten Auswärtssieg in Blackpool.

Alles in allem mit den heutigen Ergebnissen eine ganz interessante Konstellation in der Tabelle. Verspricht viel Gesprächsstoff für die nächsten Wochen. Soviel für heute. Schönen Samstagabend noch. Bye.

[18h00] Auch wenn es am Ende noch einmal eng war, ein ganz verdienter Sieg für West Brom, die zwar nicht so viele Chancen im Spiel hatten, aber mit einer couragierten Leistung, ganz viel Leidenschaft und Herz sowie guter Chancenverwertung 3:0 bei Arsenal in Führung gingen, teilweise unterstützt durch schlechtes Defensivverhalten der Gunners. Koscielny ebenso wie teils Almunia – Ausnahme der stark gehaltene Elfmeter – mit einem gebrauchten Tag. Nach dem 0:3 zog Nasri das Spiel an sich, Daueroffensive der Gastgeber – am Ende hat es aber nicht gereicht.

Arsenal kam schwer in Spiel, was im Prinzip nicht weiter tragisch ist, solange man dann keine Tore zulässt. Dann gewinnt man halt auch im eigenen Stadion mal dreckig mit 1:0. Dafür war Arsenal in der Abwehr heute zu unkonzentriert. Die Gunners verpassen damit den Rückstand auf Chelsea zu verkürzen. West Brom schiebt sich auf Platz 5.

[17h54] Endstand FC Arsenal – West Bromwich Albion 2:3

Weitere Endstände:
FC Fulham – FC Everton 0:0
West Ham – Tottenham 1:0
Liverpool-Sunderland 2:2
Blackpool – Blackburn 1:2
Birmingham – Wigan 0:0

[17h53] Tolle Moral der Gunners, Spannung und Dramatik im Emirates. Hereingabe von links durch Wilshere, Direktabnahme von Rosicky über das Tor.

[17h52] FC Blackpool-Blackburn Rovers 1:2, Brett Emerton, 90. Minute +2

[17h51] Arshavin mit dem Schuss aus der Distanz, Scott Carson ganz sicher.

[17h49] FC Arsenal-West Bromwich Albion 2:3, Samir Nasri, 90. Minute

[17h49] Fünf Minuten Nachspielzeit! Sechs Minuten Nachspielzeit an der Anfield Road.

[17h43] FC Blackpool-Blackburn Rovers 1:1, Matt Phillips, 85. Minute

Ausgleich für den Aufsteiger. Erster Ballkontakt für Phillips Sekunden nach der Einwechselung.

[17h39] Ten minutes left at the Emirates as well as in Anfield.

[17h36] West Brom verstärkt weiter die Defensive. Morrison runter, Dorrans rauf. Roberto Di Matteo will den Sieg über die Zeit retten.

[17h34] FC Arsenal-West Bromwich Albion 1:3, Samir Nasri, 75. Minute

Schöne Einzelleistung des Franzosen, der zwei Verteidiger aussteigen lässt und mit Flachpass Carson keine Chance lässt. Ergebniskosmetik oder Aufholjagd?

[17h31] FC Arsenal-West Bromwich Albion 0:3, Jerome Thomas, 73. Minute

Dass man bei aller offensiver Drangphase die Defensive vernachlässigt, ist die eine Seite. Die andere ist, wenn man schon defensiv Überzahl hat, die Situationen schnell zu klären. Das bekommt Arsenal nicht hin. Brunt legt in die Mitte zu Thomas, der freistehend einschiebt. Almunia konnte sich mal wieder nicht entscheiden, ob rausgehen oder nicht. Wollte keinen Elfer riskieren und dann stand ein wenig unglücklich.

[17h30] Wechsel West Brom: Stephen Reid für Paul Scharner

[17h28] Etwas mehr als 20 Minuten noch in London. West Brom dreht schon an der Uhr. Song spielt jetzt Innenverteidiger, wenn Arsenal in der Offensive ist, macht Clichy teilweise den letzten Mann. Ganz viel Risiko der Gunners. Bleibt ja auch nichts anderers übrig.

[17h23] Arsenal wirft alles in eine Richtung, aber das ist nicht strukturiert genug, da fehlt das Konzept, die Genauigkeit im Abschluss. Viele Chancen, ganz wenig Ertrag.

Wechsel FC Arsenal: Laurent Koscielny geht, Carlos Vela kommt.

Offensive pur jetzt – aber bis jetzt hält West Brom noch durch. Druck von Arsenal immens.

[17h21] FC Liverpool-FC Sunderland 2:2, Steven Gerrard, 64. Minute

[17h20] Wenn man bedenkt, dass West Brom in den letzten 18 Auswärtsspielen nicht gewonnen hat und dann spielen die gegen Arsenal so souverän und stark. Respekt und Anerkennung.

[17h16] Über 30 Minuten noch und Arsenal wirft schon jetzt alles nach vorne. Sollte auch Liverpool tun, die gegen Sunderland vor eigenem Publikum zurückliegen.

[17h15] Wechsel FC Arsenal: Jack Wilshere für Eboue und Thomas Rosicky für Abou Diaby

[17h11] FC Arsenal-West Bromwich Albion 0:2, Gonzalo Jara, 52. Minute

Doppelschlag für die Baggies. Innerhalb von zwei Minuten fällt Arsenal in der Defensive wie ein kleines Kartenhaus zusammen. Der Chilene Jara rennt den rechten Flügel runter, findet in der Mitte keinen Anspielpartner und zieht einfach mal ab. Almunia rutscht der Ball unten durch, wobei man auch hier schon mal fragen darf, warum keiner Jara am Schuss gehindert hat.

[17h09] FC Arsenal-West Bromwich Albion 0:1, Odemwingie, 50. Minute

Und das ist, nimmt man die ersten Minuten der zweiten Halbzei hinzu, eine verdiente Führung, die Arsenals defensive Anfälligkeit markiert und ein wenig Sinnbild für die Leistung am heutigen Samstag. Jerome Thomas setzt sich viel zu einfach gegen Sagna auf der rechten Seite durch. In der Mitte Odemwingie und braucht den Ball nur noch einschieben. Schwache Defensivleistung.

[17h08] Unverändertes Bild in London, wo West Brom weiter mutig nach vorne spielt und so Arsenal immer wieder in der eigenen Hälfte beschäftigt. Ganz konzentrierte Vorstellung. Und Arsenal mit zu vielen Fehlern im Spielaufbau, da ist der Ball viel zu schnell weg, unkonzentriert, ein wenig zu lässig.

[17h06] FC Liverpool-FC Sunderland 1:2, Darran Bent, 48. Minute

[17h04] Beginn 2. Halbzeit

[16h53] Arsenal weit von der Bestform entfernt. Was aber zwei Erklärungen bedarf. Man spielt selbst nicht gut, braucht zu lange beim Umschalten und wirkt beim Abschluss hektisch. Bekannte Phänomene der Gunners, wenn der Offensivmotor noch nicht so richtig geölt ist. Und zum anderen die sehr starke und couragierte Leistung der Baggies, schaffen häufig Überzahl in Ballnähe und setzen offensive Nadelstiche. Nahezu perfekte Auswärtsleistung von West Brom, der verschossene Elfmeter dürfte aber schmerzen. Das war die beste Chance im Spiel, insgesamt hat Arsenal aber die Überzahl an Torgelegenheiten. Das Team von Wenger muss sich steigern, West Brom dürfte mit den ersten 45 Minuten sehr zufrieden sein.

[16h48] Halbzeit FC Arsenal – West Bromwich Albion 0:0

Weitere Halbzeitstände:
FC Liverpool – FC Sunderland 1:1
West Ham – Tottenham 1:0
Fulham – Everton 0:0
Blackpool – Blackburn 0:1
Birmingham City – Wigan 0:0

[16h47] Freistoß von Arshavin von der rechten Seite, Kopfball Sagna, Carson mit tollem Reflex, lenkt den Ball mit den Fingerspitzen über die Querlatte.

[16h45] Zwei Minuten Nachspielzeit im Emirates

[16h42] Barcary Sagna versucht per Fallrückzieher nach der Berbatov-Methode an der eigenen Eckfahne zu klären. Das macht auch nur Arsenal.

[16h37] Manuel Almunia hält den Elfmeter, 38. Minute

Almunia ist wieder ganz schnell unten und hält den Strafstoß von Brunt richtig stark. He’s like a new signing.

[16h36] Elfmeter West Bromwich Albion

Konter der Baggies und Arsenal schlicht einen Schritt zu spät am Ball. Toller Pass in die Spitze von Chris Brunt auf Peter Odemwingie , der das Laufduell mit Koscielny gewinnt. Der Franzose einen Schritt zu langsam, Almunia kommt auch einen Tick zu spät und foult Odemwingie. Klarer Elfmeter, gelb für den Spanier oben drauf als Zugabe.

[16h35] Das Konzept von Arsenal mit Flanken und Schüssen den Beton der Gäste zu brechen gelingt noch nicht. Man nährt sich dem Tor, das sieht wieder auch ganz gefällig aus, aber ist eben überhaupt nicht gefährlich für Scott Carson.

[16h32] In den letzten Minuten nun die Baggies mit über 60 Prozent Ballbesitz. Gibt es auch nicht so häufig. Arsenal findet ganz schwer ins Spiel. Liegt aber auch an der guten Leistung von West Brom, wenig Platz für die Gunners. Da heißt es geduldig zu sein und auf die Chancen zu warten. Nur müssen die dann auch genutzt werden.

[16h29] West Ham-Tottenham 1:0, Frederic Piquionne, 29. Minute

[16h27] Jetzt haben auch die Gäste ihren Aluminiumtreffer. James Morrison setzt sich auf der rechten Seite gegen Clichy durch. Flachschuss aufs kurze Eck, aber Almunia ist ganz fix unten und lenkt den Ball an den Außenpfosten. Großartig reagiert.

[16h25] FC Liverpool-FC Sunderland 1:1, Darran Bent (FE), 25. Minute

[16h24] Fast 70 Prozent Ballbesitz für Arsenal in den letzten fünf Minuten. Die Gunners erhöhen den Druck. Aber weiterhin Kompliment an die Baggies für ihre defensive Leistung. Genau so muss man im Emirates Stadium verteidigen, verschieben gut, laufen viel. Blöd nur, dass man das meist so konsequent nicht über 90 Minuten durchhalten kann.

[16h21] FC Blackpool-Blackburn Rovers 0:1, Charlie Adam (Eigentor), 21. Minute

[16h17] Mehr als eine Viertelstunde durch. Die zwei Pluspunkte für West Brom bisher. Jerome Thomas und Nicky Shorey machen auf links einen sehr guten Eindruck gegen Eboue und Sagna. Und das Arsenal-Mittelfeld bekommt noch nicht die Kompaktheit und den Druck auf den Ball. Sieht viel zu einfach aus, wie die Baggies sich da im Mittelfeld den Ball zuspielen lassen können.

[16h13] Erste richtig gute Chance für den FC Arsenal. Nasri hält den Ball wunderbar und legt präzise auf Eboue auf rechts, dessen Flanke in der Mitte Chamakh verpasst, am langen Pfosten Arshavin an den Pfosten. Müsste die Führung sein.

[16h12] Respekt für den Mut von West Brom, die Arsenal bereits in der eigenen Hälfte angreifen und unter Druck setzen und somit jegliche Offensivbemühungen der Gunners unterbinden kann. Wenn man das über 90 Minuten schafft…Arsenal, wenn mal vor dem Tor von Scott Carson, zu hektisch und unüberlegt im Abschluss.

[16h08] Jonas Olsson mit hartem Foul an Eboue, der behandelt werden muss. Geht aber weiter. Erste gelbe Karte der Partie. Sobald Arsenal offensiv aufs Gaspedal drückt, bekommt West Bromwich Probleme in der Defensive.

[16h06] FC Liverpool-FC Sunderland 1:0, Dirk Kuyt, 6. Minute

[16h06] Unterhaltsame erste Minuten im Emirates Stadium. West Brom versteckt sich keineswegs, sondern spiel offensiv und mutig nach vorne. Arsenal scheint ein wenig überrascht und ist mit Defensivaufgaben beschäftigt. Nach vorne noch ein paar Ungenauigkeiten, da läuft der Motor noch nicht so rund. Hohes Tempo beider Mannschaften.

[16h00] Beginn 1. Halbzeit

Arsenal mit pünktlichem Anstoß in den rot-weißen Trikots von links nach rechts in der ersten Hälfte. Die Baggies mit den weiß-schwarz gestreiften Jerseys.

[15h59] Kurzer Blick auf die anderen Plätze. Liverpool mit geballter Offensivpower gegen Sunderland. Joe Cole, Kuyt, Torres und Gerrard in der Startelf. Bei Fulham gegen Everton soll Zoltan Gera für Tore der Cottagers sorgen. Bei den Spurs in West Ham Crouch einzige Spitze, van der Vaart und Modric in der Startelf im Mittelfeld.

[15h57] Die Aufstellungen im Emirates Stadium

FC Arsenal: Almunia – Sagna, Squillaci, Koscielny, Clichy – Song, Diaby – Eboue, Nasri, Arshavin – Chamakh

West Bromwich Albion: Carson – Jara, Pablo Ibanez, Olsson, Shorey – Mulumbu, Scharner – Brunt, Morrison – Thomas, Odemwingie

Diaby bei den Gunners fit und gleich in der Startelf. Es fehlt Fabregas und Vermalen sowie die bekannten Langzeitverletzten. Ansonsten das Personal der letzten Wochen. Nasri soll die Fabregas-Rolle ausführen, Arshavin wieder als hängende Spitze. Wilshere bekommt eine Pause und ist erstmal auf der Bank. Bei West Brom Jerome Thomas, der fraglich war, doch mit dabei. Morrison ist nach seiner Sperre wieder zurück. Pablo Ibanez ersetzt Gabriel Tamas in der Innenverteidigung. Fortune nur auf der Bank.

[15h51] Nach der Niederlage von Chelsea bei Manchester City kann Arsenal mit einem Sieg gegen die Baggies jetzt bis auf einen Punkt an den Spitzenreiter ranrücken. Zudem alle Zwischenstände der übrigen Partien, unter anderem Liverpool-Sunderland und West Ham-Tottenham. Hereinspaziert.

Premier League 2010/2011 #6, Manchester City – FC Chelsea

[15h39] Endstand Manchester City – FC Chelsea 1:0

City nutzt die eine Chance und den einen groben Fehler der Blues zum Heimsieg aus in einem sehr mäßigen Premier League Spiel. Erste Saisonniederlage für den FC Chelsea und kein Tor bei zuvor 21 Treffern in den ersten fünf Spielen. Insgesamt zur vorsichtig und dann mit Rückstand im Kopf nie in der Lage gewesen auch nur ansatzweise Torgefahr auszustrahlen. Kompliment aber auch an die City-Defensive. Drogba und Anelka gut bewacht. Wenig zugelassen. Chelsea nur mit einer echten Torchance, den Kopfball von Ivanovic an die Latte. Offensiv war das aber auch von Manchester City kein Bewerbungsschreiben. Viel Stückwerk. Tevez als Solist häufig ohne Anspielpartner. Zu wenig Tempo über die Flügel. Das Mittel der hohen Bälle gegen Terry und Alex war wirkungslos. Dann half der einzige Fehler des FC Chelsea für den Sieg.

Würde dann jetzt trotzdem nicht zu viel in diese Partie lesen. Da würde ich noch ein Wochenende warten. Chelsea trifft am nächsten Sonntag auf Arsenal, Man City hat Newcastle zu Gast. Dann können beide noch einmal unter Beweis stellen, wie gut sie wirklich sind, zeigen, dass Chelsea gegen starke Gegner nicht wie ein Angsthase agiert und dass City auch gegen die vermeintlich kleinen Team wie Newcastle überzeugend agieren kann.

Chelsea bleibt Tabellenführer, City zunächst mal punktgleich mit Arsenal und Man Utd auf dem vierten Platz. Aber die Konkurrenz spielt ja erst noch.

[15h35] Vier Minuten Nachspielzeit

[15h33] Wechsel Manchester City: Dedryk Boyata geht, Jerome Boateng kommt.

Erstes Premier League Spiel für den deutschen Nationalspieler bei Manchester City.

[15h31] Wechsel Manchester City: Emmanuel Adebayor für Carlos Tevez

[15h29] Freistoß von Tevez aus 20 Metern knapp neben das Tor. City’s Führung sieht sicher aus. Von Chelsea kommt offensiv einfach zu wenig. Fünf Minuten noch regulär Zeit für Chelsea, aber vom Gefühl her ist es heute scheinbar nicht der Tag der Blues. Bisher schlechteste Saisonleistung – und dann im bisher wichtigsten Spiel mit einem Gegner auf Augenhöhe. City stark formverbessert. Da hat das Tor zur Führung doch viele Kräfte freigesetzt und Ängste und Respekt verschwinden lassen.

[15h25] Wechsel FC Chelsea: Ramires geht, Josh McEachran für ihn in der Partie.

17 Jahre alt, Premier League Debüt des Mittelfeldspielers. Zehn Minuten noch in Eastlands.

[15h22] Chelsea nur nach Standards gefährlich. Freistoß von links durch Malouda in den Strafraum gefühlvoll geschlagen. Der Kopfball von Alex geht am langen Pfosten vorbei.

Wechsel Manchester City: Adam Johnson für den leicht humpelnden David Silva.

[15h18] Jetzt hat der FC Chelsea mal eine Aufgabe, nämlich in diese Partie zurückzufinden, und seit dem Rückstand fällt denen gar nichts mehr ein. Ist ja fast schon eine kleine Offenbarung, dass man nicht mehr als verzweifelte Fernschüsse von Essien gestalten kann. City steht sehr defensiv und macht das taktisch jetzt sehr clever.

Wechsel FC Chelsea: Daniel Sturridge für Didier Drogba.

[15h16] Und die Blues versuchen es schon mit Fernschüssen aus 25 Metern in persona Essien. Bisschen sehr wenig.

[15h13] Wechsel FC Chelsea: John Obi Mikel geht, Yuri Zhirkov kommt.

Also mehr Offensive für den FC Chelsea, nur noch eine Sechser-Position mit Essien.

[15h10] Die Führung hat Manchester City jetzt etwas mehr Selbstvertrauen und Kontrolle gegeben. Sind jetzt das bessere Team. Chelsea muss nun auf einmal den Schalter umlegen und mehr für die Offensive tun. Nicht ganz einfach und das schaffen sie bisher auch nicht. City freut sich derweil auf die ein oder andere Kontergelegenheit. Dürfte eine interessante Schlussphase werden. 25 Minuten noch.

[15h04] 1:0, Carlos Tevez, 59. Minute

Erste Chance für Manchester City in der zweiten Hälfte und Tevez schießt ein wunderbares Tor nach einem Konter der Gastgeber. Ramires verliert den Ball in Höhe der Mittellinie und dann hat City endlich mal Platz. Tevez schnappt sich die Kugel, zwei gegen drei, Tevez geht alleine, Terry und Ivanovic orientieren sich auf die mitgelaufenen Mitspieler. Der Argentinier findet die Lücke, Flachschuss an den Innenpfosten und von dort ins Tor. Glückliche Führung. Chelsea mit dem ersten großen Fehler, der dann gleich bestraft wird. Sechstes Tor von Tevez in den letzten fünf Spielen gegen Chelsea.

[14h58] Hat sich was mit guter Start. Die Partie ist wieder in den Trott der ersten Hälfte zurückgefallen. Chelsea weiter – warum auch nicht – mit viel Vorsicht in diesem Spiel. Vom Gefühl die etwas bessere Mannschaft im zweiten Abschnitt. Bei City dauert das alles viel viel viel zu lange im Spielaufbau. Weiter kein gutes Spiel.

Immerhin endlich mal ein wenig Aufregung. Pass von de Jong auf Silva, der von der linken Seite mit Schuss aufs kurze Eck. Cech wachsam, rechtzeitig unten und lenkt den Ball zur Ecke, die dann fürchterlich schlecht getreten ist.

[14h51] Hui, es scheint ja zu gehen. Schönes Kombinationsspiel des FC Chelsea, Distanzschuss von Nicolas Anelka, den Joe Hart mit den Fingerspitzen noch um den Pfosten lenken kann. Nach der anschließenden Ecke Kopfball Essien aber deutlich über das Tor. Guter Start.

[14h50] Beginn 2. Halbzeit

[14h33] Halbzeit Manchester City – FC Chelsea 0:0

45 Minuten für die Taktikfreunde des Fußballs. Bis auf den Latten-Kopfball von Ivanovic und dem ein oder anderen zaghaften Versuch von City aufs Tor zu schießen kaum Torchancen, wenig Dramatik, dafür aber intensiv geführte Zweikämpfe.

Beide Teams spielen mit angezogener Handbremse, Chelsea noch mehr als Man City. Bei den Gästen sollen Drogba und Anelka die offensiven Alleinunterhalter geben, Malouda ist nach 15 Minuten völlig abgetaucht. Mikel und Essien geben keine offensiven Impulse und sind meist damit beschäftigt jegliche Konterversuche der Citizens zu unterbinden. Dann kann eine Torchance eigentlich nur nach einer Standardsituation fallen. City mit viel Vorsicht, eigentlich ganz ansehnlichem Spiel, aber das ist offensiv zu eindimensional mit der Flanken von links und dem Spiel durch die Mitte. Da hat sich Chelsea mit einem hervorragend spielenden John Terry sehr gut drauf eingestellt.

Mal sehen, wer zuerst mehr Risiko gehen wird. Ich denke, dass Chelsea auch sehr gut mit einem Punkt in Eastlands leben könnte, für City wäre es definitiv zu wenig. Vielleicht sieht man das ja endlich in der zweiten Hälfte.

[14h27] Chelseas Offensivbemühungen sind größtenteils auch Alibiveranstaltungen. Da rücken zu wenige Spieler nach, da sind Drogba und Anelka im Nirvana und finden keinen Mitspieler für ihre Flanken, weil sie selbst nach außen rücken und dann in der Mitte fehlen. Defensiv hat Chelsea weiter alles im Griff. Terry rettet vor dem einschussbereiten Tevez nach Flanke von links durch Milner. Sonst wenig passiert, was Erwähnung finden sollte.

[14h22] Zabaleta sieht nach rustikalem Einsteigen gegen Ivanovic die erste gelbe Karte in diesem Spiel. Intensiv geführte Zweikämpfe, aber insgesamt faires Spiel. Bis eben gerade.

[14h18] Von City hätte ich mir schon ein wenig mehr erwartet. Tevez vorne häufig ganz auf sich alleine gestellt, man scheut das Risiko in einen Konter des FC Chelsea zu laufen. Sehr viel Vorsicht. Und Chelsea scherrt sich einen Teufel hier die Kontrolle über das Spiel zu übernehmen. Mit Ausnahme der zwei Torchancen kann man die 30 Minuten auch ganz schnell wieder vergessen.

[14h14] Richtig viel Glück für Manchester City. Eckball von links für den FC Chelsea, kurz ausgeführt. Malouda hat richtig viel Zeit zum Flanken, wird von Boyata überhaupt nicht angegriffen. In der Mitte legt Alex per Kopfball für Ivanovic auf, dessen Kopfball an den Querbalken geht. Zweite Chance per Abpraller für Ivanovic, aber diesmal ist Joe Hart zur Stelle. Leichtes Übergewicht für die Londoner in den letzten Minuten.

[14h11] Eckball von rechts durch Milner, Kopfball Kolo Toure direkt in die Arme von Peter Cech. Wir nähern uns ganz langsam größerer Torgefahr.

[14h07] Beide Teams suchen den Weg zum Tor, mit Vorsicht und noch ohne der nötigen Dynamik und Geschwindigkeit. Häufig Einzelleistungen, eben von Anelka, zuvor ein geblockter Distanzschuss von Gareth Barry. Chelsea macht das weiter geschickt, stehen kompakt und lassen City im Mittelfeld wenig Platz für Konter. Und wenn City dann doch mal Raum hat zum Kombinieren, steht Chelseas Verteidigung sehr sicher. Ein mögliches Rezept für City könnte sein, mehr über die Außen zu spielen, das ist etwas auf die Mitte konzentriert. Gleiches gilt im Prinzip auch für das Offensivspiel von Chelsea, welche die rechte Seite komplett meiden. Und so bringt man Boyata auf links häufig in Aktion, aber bisher macht der Youngstar das hervorragend gegen Malouda und Ashley Cole.

[14h00] Interessant: Chelsea versucht derzeit alles nicht zu viel Tempo in dieses Spiel zu bringen, lassen den Ball ruhig durch die eigenen Reihen laufen, sind ballsicher und verhindern so, dass City Druck aufbauen kann. Die Gastgeber bemüht, finden derzeit aber noch nicht die Lücke gegen kompakte Blues aus der Hauptstadt.

[13h56] Erste gute Offensivszene jetzt von Manchester City. Freistoß von James Milner von der linken Seite, Cech kann mit den Fingerspitzen noch so ablenken, dass am langen Pfosten die City-Spieler die Kugel verpassen. Standardsituation entstand, weil Ivanovic auf der rechten Seite Zabaleta gefoult hat.

[13h54] Spiel noch in der Findungsphase. Ereignet sich vieles im Mittelfeld, aber kaum Struktur und Zeit für beide Teams mal einen gescheiten Angriff aufzubauen. Bis auf einen Torschuss von Tevez und eine harmlose Flanke von Silva wenig Action vor den Toren. City versucht die Kontrolle zu übernehmen, Chelsea schaut sich das ganz in Ruhe an.

[13h50] Musst eben zweimal hinschauen, aber Milner scheint tatsächlich über links zu kommen, David Silva vorerst über rechts. Boyata verteidigt auf rechts, Zabaleta übernimmt die linke Seite.

[13h47] Beginn 1. Halbzeit

Andrew Marriner aus den West Midlands pfeift die Begegnung an. Tolle Atmosphäre in Eastlands. Finde das Einlaufen zu Fatboy Slim ja immer sehr geil. City in hellblau mit Anstoß in der ersten Hälfte, spielen von links nach rechts. Chelsea in den dunklen Trikots.

[13h40] In der vergangenen Saison konnte Manchester City als einziges Team in der Premier League übrigens beide Aufeinandertreffen gegen den FC Chelsea für sich entscheiden.

[13h37] Bei City zunächst Adam Johnson nur auf der Bank. Der Guardian schrieb am gestrigen Freitag von schlechten Trainingseindrücken.

[13h32] Auslosung Carling Cup 4. Runde. Gespielt wird am 26./27. Oktober.

Wigan Athletic – Swansea
Birmingham City – Brentford
Newcastle United – FC Arsenal
Man Utd – Wolverhampton
Leicester – West Bromwich Albion
Aston Villa – FC Burnley
Ipswich Town – Northampton
West Ham United – Stoke City

[13h30] Die Aufstellungen im City of Manchester Stadium

Manchester City: Hart – Zabaleta, Kompany, Kolo Toure, Boyata – Milner, De Jong, Barry, Yaya Toure – Silva – Tevez

FC Chelsea: Cech – Ivanovic, Terry, Alex, Ashley Cole – Ramires, Mikel, Essien – Malouda, Drogba, Anelka

Bei Manchester City ist Micah Richards doch nicht rechtzeitig fit geworden, also rückt Zabaleta auf die rechte Verteidigerposition, auf links verteidigt Dedryk Boyata, in der Jugendakademie bei City ausgebildet und seit dieser Saison bei den Profis, häufig in der Europa League eingesetzt. In der Liga nur mit sporadischen Einsatzzeiten. Bei Chelsea die zwei erwarteten Veränderungen. John Terry kehrt ins Team zurück, damit rückt Ivanovic wieder auf die rechte Seite und befördert Paulo Ferreira auf die Bank. In der Offensive bekommt Anelka den Vorzug vor dem verletzten Salomon Kalou.

[13h19] Bin gespannt, wie mutig und offensiv Manchester City dieses Spiel angeht und damit zeigt, dass man selbstbewusst gegen die ganz großen Team in der Premier League auftritt. Und da man sich selbst zu den Big Four zählen möchte, wäre es schon ein wenig verwunderlich, wenn man nicht mit der Prämisse in diese Partie geht selbst das eigene Spiel dem FC Chelsea aufzuzwingen. Denn Chelsea dominieren zu lassen und auf Konter zu warten, scheint der verkehrte Weg. Dann wird man irgendwann von der Stärke der Blues erdrückt. Also volle Offensive bei Man City? Könnte man meinen, wenn es nicht den italienischen Trainer auf der Bank geben würde. Also doch Vorsicht und behutsames Agieren heute gegen den Tabellenführer?

[13h15] Der Samstag in der Premier League an dieser Stelle im Live-Blog, zu Beginn mit dem Spitzenspiel Manchester City gegen den FC Chelsea. Für die Blues aus der Hauptstadt die erste Bewährungsprobe in dieser Saison, für die Gastgeber aus Eastlands die Möglichkeit zu zeigen, wie stark und mutig man wirklich spielen kann.

Premier League 2010/2011 Preview #6 – Crisis at the Merseyside

Wir schreiben dieses Wochenende den 6. Spieltag der Premier League Saison. Schön für den Fernsehzuschauer ist der Triple-Header am Sonntag mit drei Spielen am Stück. Da es kein Samstagabendspiel oder ein Monday Night Game gibt, übertragen ESPN UK und Sky auf der Insel den kompletten Sonntag durch, sodass die Anstoßzeiten kompatibel sind mit den Sehgewohnheiten der Zuschauer und es keinerlei Überschneidungen gibt. Den Auftakt gibt es Samstagmittag im City of Manchester Stadium mit dem Spitzenspiel des Spieltages.

Im Trauern sind alle Fußballfans gleich
Viele Gründe zu Jubeln und sich zu freuen gibt es für die Fans des FC Liverpool und des FC Everton nicht. Die Stadt an der Mersey ist im kollektiven Hoffen auf bessere Ergebnisse in der Premier League. Noch verbrüdern sich die Fangruppen nicht, aber immerhin ist es dann doch noch einigermaßen zu verkraften, weil auch der Lokalrivale in einer Krise ist. Aus im Carling Cup, Liverpool gegen den Viertligisten Northampton, Everton gegen den Drittligisten Brentford, in der Premier League trotz einiger guter Leistungen mit zu wenigen Punkten. Liverpool sucht noch die Top-Form ihrer Stars, bei Everton wäre man froh, wenn überhaupt mal alle Top-Stars in der Startelf stehen könnten.

Liverpool-Trainer Roy Hodgson zeigte sich nach der Niederlage am Mittwoch bitter enttäuscht und nimmt seine Spieler vor der Partie gegen Sunderland in die Pflicht: “Es ist ein riesen Rückschritt für den Verein. Ich kann mich nur bei jedem Fan entschuldigen. Die Spieler müssen Verantwortung übenehmen und akzeptieren. Ich übernehme die Verantwortung für die vielen Wechsel im Team, weil ich ehrlich geglaubt habe, dass diese Spieler gut genug waren um dieses Spiel zu gewinnen – und sie waren es nicht. Wir alle müssen Verantwortung übernehmen. Ich bin unglaublich enttäuscht darüber, dass das Team, in welches ich einen so großen Glauben hatte, diesen nicht zurückgezahlt hat an diesem Abend, mit der Ausnahme von ein, zwei Leistungen.” Die Leistung im Carling Cup zeigt ein Problem des FC Liverpool für Roy Hodgson. Er scheint sich nicht auf seine zweite Garde verlassen zu können. Das muss er aber, bei der Teilnahme an den zahlreichen Wettbewerben und der Anfälligkeit von Verletzungen, insbesondere bei Torres und Steven Gerrard. Auf den Liverpool-Kapitän kommt es in einer solchen Phase immer besonders an, als Verbindung zwischen Mannschaft und Trainer und als Anführer auf dem Platz. Nur, wenn die Hälfte des Teams nicht mitzieht? Gerrard blickt trotzdem optimistisch auf die nächsten Aufgaben und bittet die Fans um Unterstützung: “Ich bitte die Fans den Spieler zu vertrauen. Ich habe gelesen und gehört, was sie gesagt haben, nämlich dass wir gemeinsam aus diesem Tief herauskommen – und das werden wir.”

Größte Sorgen beim FC Everton ist derzeit die Torflaute. Spielte man zu Beginn der Saison teilweise noch guten Fußball und hatte Pech im Abschluss, fehlen jetzt weiterhin die Tore und auch die Leistung auf dem Platz lässt zu wünschen übrig. Verdiente Heimniederlage gegen Newcastle, indiskutables Aus gegen im Carling Cup. Zwei Punkte aus fünf Spielen in der Premier League, schlechtester Saisonstart seit 16 Jahren. Tim Cahill ist mit zwei Saisontreffern Top-Torschütze, seine Kollegen Yakubu, Louis Saha und der Neuzugang aus Leeds, Jermaine Beckford, haben noch gar nicht getroffen. Trainer David Moyes hat den schwachen Abschluss seiner Stürmer als Hauptursache für den schlechten Saisonstart ausgemacht: “Wir hatten viele Spiele in der Premier League, wo wir zu wenige Tore geschossen haben. Dienstag das gleiche Leid. Wir spielen nicht schlecht, treffen aber das Tor einfach nicht.

Am 17. Oktober treffen sich beide Teams im Derby im Goodison Park. Mittlerweile werden bereits Wetten angenommen, dass Hodgson und Moyes sich nicht vor und nach dem Spiel die Hände schütteln werden.

Premier League in der Krise ja oder nein?
Einen sehr optimistischen und positiven Blick auf die Premier League gibt es in der Titelgeschichte der aktuellen 11 Freunde Ausgabe (Textauszug). Wenn man die Liga und das Geschehen in den Vereinen regelmäßig verfolgt, erfährt man nicht viel Neues außer ein paar nette Anekdoten. Aber der Text von Simon Kuper gibt einen guten Gesamtüberblick und ein rundes Bild über die aktuelle wirtschaftliche Lage der Premier League, beschränkt sich meiner Meinung nach aber zu sehr auf die großen Vereine. Dass zum Beispiel Vereine wie Bolton und Blackburn mit Schulden zu kämpfen haben und versuchen neue Einnahmequellen zu erschließen und damit stellvertretend für viele Teams im Mittelfeld der Liga stehen, wird leider ignoriert. Trotzdem lesenswert.

Geschäftszahlen FC Arsenal
Der Autor der 11 Freunde-Titelgeschichte bescheinigt Arsenal solides Wirtschaften. Das ist fast schon untertrieben, denn Arsenal hat heute exzellente Geschäftszahlen für den Zeitraum bis Mai 2010 vorgelegt. Fast 130 Millionen Pfund an Verbindlichkeiten konnte man an die Banken zurückzahlen. Hauptgrund dafür, dass die Einnahmen aus dem Verkauf von Wohnungen auf dem Gelände des ehemaligen Stadions Highbury weiter gestiegen sind. Gewinn und Einnahmen stiegen im Vergleich zum Vorjahr und dürften auch zukünftig auf dem Niveau bleiben, wenngleich durch weitere Wohnungsverkäufe sogar noch steigen. Schuldenfrei ist der Verein weiterhin nicht, was aber im Prinzip nur daran liegt, dass man weiterhin, wie mit den Banken vereinbart, bis 2031 den Bau des Emirates Stadiums abbezahlt. Für das Wohngelände am Highbury Square sind jetzt alle Schulden getilgt, viel eher als erwartet worden. Die guten Zahlen haben auch eine sportliche Komponente, denn fast schon kerngesund hat Arsenal durchaus die Möglichkeiten umfangreich auf dem Transfermarkt tätig zu werden, wenn Wenger denn will. Bei Erfolgslosigkeit wächst der Druck auf den Trainer Geld in die Hand zu nehmen. Denn es ist ja da. Insgesamt also sehr gute Zahlen, die zeigen, dass es richtig ist neben den Einnahmen aus dem Fußballgeschäft weitere Stützen für Einnahmen und Gewinne aufzubauen. Letzlich profitiert davon auch Arsenal selbst. 2014 werden die wichtigen Sponsoringverträge mit Emirates und Nike neu verhandelt. Arsenal bringt sich durch die gute finanzielle Lage in eine glänzende Ausgangsposition für die Verhandlungen. Jetzt müssen nur noch sportlich die Triumphe folgen.

Manchester City – FC Chelsea
Sky Sport 1/HD 2 live, Samstag 13h40, Kommentar: Markus Gaupp

Das Spitzenspiel des 6. Spieltages also gleich zu Beginn. Das Reichtum aus Eastlands empfängt den Maßstab der bisherigen Premier League Saison. Chelsea noch ohne Punktverlust bei einem Torverhältnis von 21:1 Toren. Von solchen Bilanzen kann das Team von Roberto Mancini nur träumen. Nach sechs Wochen muss man konstatieren, dass sich das Team noch nicht gefunden hat. Acht Punkte aus fünf Spielen sind noch gerade so okay, aber das Aus im Carling Cup gegen West Brom war ein weiterer Rückschlag. Dass man diese Saison ein ernsthafter Kandidat für einen Platz ganz oben in der Tabelle ist, kann man nicht besser als an der Stamford Bridge zeigen. Doch die Gäste plagen Personalsorgen. Mit Pablo Zabaleta, Kolo Toure und Vincent Kompany stehen nur drei etatmäßige Verteidiger zur Verfügung, der Einsatz von Micah Richards ist noch fraglich. Bei den Blues aus der Hauptstadt weiterhin kein Frank Lampard, der wohl auch das Derby gegen Arsenal verpassen wird. Zudem fehlen Benayoun und Salomon Kalou. Für den FC Chelsea ist es der erste große Härtetest in dieser Saison. Beide Teams schieden unter der Woche im Carling Cup aus, jetzt will man zeigen, dass das nur ein Ausrutscher war. Zahl am Rande: Chelsea in den letzten 13 Spielen mit 54 Toren. Man City’s Defensive wird gefordert sein.

FC Arsenal – West Bromwich Albion
Sky Sport 1 live, Samstag 15h55, Kommentar: Toni Tomic

Die Gunners haben noch kein Spiel in dieser Saison verloren, wenngleich sich das späte 1:1 letzten Samstag in Sunderland schon wie eine Niederlage angefühlt hat. Der Gegner West Brom ist mit Platz 10 passabel in die Spielzeit gestartet. Mit vier Siegen aus den letzten sechs Spielen geht man mit Selbstvertrauen in die Begegnung im Emirates. Aber auswärts klappt es noch nicht so. Die bisherigen zwei Partien in der Fremde gingen diese Saison verloren, überhaupt haben sie keines der letzten 18 Auswärtsspiele mit einem Sieg abschließen können. Scheint also schwer vorstellbar, dass Arsenal am Samstagnachmittag die erste Saisonniederlage kassiert. Bei den Gunners ist weiter die Verletzungshexe aktiv. Eine Zahl macht dies deutlich. Arsenal hat seit dem Januar 2009 nicht einmal bei zwei Spielen in Folge mit der gleichen Startelf begonnen. Diaby wird aller Voraussicht nach ins Team zurückkehren, Vermaelen und Fabregas werden frühstens im Spiel gegen Chelsea am kommenden Wochenende wieder dabei sein. Alex Song kehrt nach seiner Sperre im Carling Cup wieder ins Team zurück, Fragezeichen noch hinter Eboue und Rosicky. In der Innenverteidigung spielt Sebastien Squillaci an der Seite von Koscielny. Bei West Brom fehlt Jerome Thomas mit seiner Wadenverletzung. Wenger hat seine Spieler gewarnt, sie sollen in diesem Spiel wegen dem körperbetonten und spielerisch gutem Spiel der Baggies auf der Hut sein.

FC Fulham – FC Everton
Mark Hughes bekommt langsam sein System und seine Vorstellungen auf die Mannschaft gemünzt. Auch wenn man unter der Woche im Carling Cup an Stoke City scheiterte, ist Fulham in der Liga gut gestartet, zuletzt gab es vier Punkte aus zwei Spielen. Mit drei weiteren Punkten gegen die angeschlagenen Toffees würde man sich im oberen Tabellendrittel festsetzen. Und Everton wäre ja schon über einen Sieg froh. David Moyes muss weiterhin auf Louis Saha, der drei weitere Wochen fehlen wird, verzichten, der Einsatz von Tim Cahill steht ebenfalls auf der Kippe. Bei den Cottagers kehrt Damien Duff zurück, dafür fehlt Moussa Dembele nach seiner Verletzung aus dem Carling Cup Spiel bis Mitte Oktober. Bei Fulham steht mittlerweile Mark Schwarzer wieder im Tor, allerdings noch nicht in alter Bestform. Im Auswärtsspiel in Blackburn wirkte er unsicher bei Flanken, unterlief viele Bälle, hätte wegen Handspiels außerhalb des Stafraums sogar vom Platz fliegen müssen. Und zu allem Überfluss rasselte er auch noch mit dem winzigen El Hadji Diouf und tat dann so, als wäre er von drei Dampfwalzen niedergemacht worden.

FC Liverpool – FC Sunderland
Reds-Kapitän Steven Gerrard warnt angesichts der mangelhaften Ergebnisse für den FC Liverpool vor Panik: “Natürlich sind wie ein wenig nervös und verunsichert nach dem schlechten Lauf gegen Man Utd und Nottingham. Das ist doch ganz normal, aber wir haben gerade mal ein Siebtel der Saison absolviert. Es ist doch verrückt jetzt in Panik zu geraten. Wir müssen zusammenhalten, zwei, drei gute Resultate hebt die Stimmung und dann freut sich jeder wieder auf die nächsten Aufgaben. Man kann die Position in der Liga erst nach 10 bis 12 Spielen bewerten. Und drei Siege am Stück bringen dich wieder in die Nähe der Europapokalplätze.” Und diese Mission beginnt jetzt im Heimspiel gegen Sunderland, nächste Woche kommt Aufsteiger Blackpool, in drei Wochen das Derby im Goodison Park. Neun Punkte aus diesen Ansetzungen und die Welt der Reds sehe wieder in Ordnung aus. Sunderland wartet seit Ende August auf einen Sieg und muss an der Anfield Road wohl auf Asamoah Gyan verzichten. Dafür kehrt Lee Cattermole zurück. Bei Pool kehrt die erste Garde zurück, auch Dirk Kuyt könnte nach schneller Genesung schon wieder dabei sein.

West Ham United – Tottenham Hotspur
Kein Wochenende in der Premier League ohne Stadtderby in London, diesmal ist der Nordosten betroffen mit der Ansetzung zwischen den Hammers und den Spurs. Zwischen beiden Mannschaften gab es im Sommer Unstimmigkeiten, weil Spurs-Trainer Harry Redknapp verhement um Scott Parker geworben hatte. Parker hat nun aber einen langfristigen Vertrag bei den Hammers unterschrieben und die Streitigkeiten sollen geklärt sein. Die Gastgeber von Avram Grant, der dieses Wochenende an die Seitenlinie zurückkehrt, hat jetzt immer einen Punkt auf dem Konto nach dem 1:1 bei Stoke letztes Wochenende. Im Carling Cup unter der Woche gewann man mit 2:1 in Sunderland. Im Upton Park knallen jetzt schon die Sektkorken, weil man zwei Spiele in Folge ungeschlagen ist. Bei den Hammers weiter kein Hitzlsperger. Die Spurs wollen den Aufwärtstrend in der Liga durch einen Auswärtssieg fortsetzen und sich unter den ersten Vier platzieren. Redknapp kann wieder auf Luka Modric, Rafael van der Vaart und Vedran Corluka zurückgreifen, Ledley King und Assou-Ekotto sind wegen Kniebeschwerden fraglich. Ganz wichtiges Spiel für West Ham. Im Umfeld mehren sich die Stimmen, die Avram Grant gerne ersetzt sehen würden. Er braucht Siege – und bekommt Unterstützung vom gegnerischen Trainer. Harry Redknapp: “Ich verstehe es überhaupt nicht, wie man jemandem einen Job geben kann und dann nach drei, vier Wochen schon alles in Frage stellt. Das macht keinen Sinn.” Mehr zur Situation bei den Hammers vor dem Derby ist beim Rapidhammer nachzulesen.

FC Blackpool – Blackburn Rovers
Damit haben auch nicht alle gerechnet, dass am 6. Spieltag bei diesem Duell der FC Blackpool vor den Rovers steht. Aber an der Nordwestküste Englands fangen sie jetzt an zu zittern, denn es kommt das Team mit dem Trainer, der Real Madrid trainieren könnte. Interessant ist vor allem die unterschiedliche Spielanlage beider Teams. Ian Holloway lässt seine Seasiders offensiv spielen, Sam Allardyce impft seinen Spielern defensive Stabilität und robustes Körperspiel ein. Beide Teams trafen zuletzt 1980 aufeinander. Mit einem Sieg könnte Blackpool Sam Allardyce erstmal wieder um ein paar Größen schrumpfen lassen.

Birmingham City – Wigan Athletic
Zwei Aspekte verdienen bei Birmingham City dieser Tage Anerkennung. Fakt 1: Alle bisherigen sieben Saisontreffer sind von Engländern geschossen worden, ganz vorne mit seinen drei Treffern Craig Gardner. Fakt 2: Birmingham ist im heimischen St. Andrews Park seit einem Jahr ohne Niederlage, seit 17 Ligaspielen gab es keine Niederlage, zuletzt am 26. September 2009 gegen die Bolton Wanderers. Wigan kam nur mühsam in die neue Saison, aber auswärts konnte man mit einem Sieg in Tottenham aufmerksam machen. Bei den Blues fehlt weiterhin der Langzeitverletzte James McFadden mit seiner Knieverletzung. Sonst spielt die Stammelf der letzten Wochen, kämpfend für das 18. ungeschlagene Heimspiel in Folge.

Bolton Wanderers – Manchester United
Sky Sport 1 live, Sonntag 12h55, Kommentar: Marco Hagemann

Das Auswärtsspiel am Sonntag ist dann doch zu wichtig, als dass Sir Alex wie im Carling Cup unter der Woche nicht mit von der Partie sein wird. Man Utd hofft mit der machbaren Aufgabe Bolton ein wenig vom Vorsprung des FC Chelsea, die das schwierige Spiel gegen Man City haben, abzuknabbern und die Serie der ungeschlagenen Spiele fortzusetzen. Gute Nachrichten für die Red Devils auch außerhalb des Platzes. Rio Ferdinand ist wieder fit, zudem kann Anderson wieder eingesetzt werden und gibt im Mittelfeld neben Fletcher und Scholes weitere Alternativen. Dimitar Berbatov steht weiter im Fokus und soll für Tore sorgen und damit das kleine Formtief von Wayne Rooney ausgleichen. Mittlerweile gibt auch Sir Alex zu, dass Rooney mit der derzeitigen Situation und den vielen Gerüchten und News seines Privatlebens in der Öffentlichkeit nicht fertig wird. Wie gut, dass Berbatov in Topform ist. Das Team von Owen Coyle hat im heimischen Reebok Stadium diese Saison noch nicht verloren, zuletzt gab es aber lediglich zwei Punkte aus drei Spielen – Remis gegen Fulham und Birmingham. Der starke Saisonstart hat sich ein bisschen abgeschwächt. Bei den Wanderers kehrt Torhüter Jussi Jaaskelainen nach seiner Sperre zurück, Innenverteidiger Gary Cahill muss noch einmal pausieren. Den letzten Sieg der Wanderers gegen Man Utd gab es im November 2007. Das 1:0 erzielte damals Nicolas Anelka.

Wolverhampton Wanderers – Aston Villa
Sky Sport 1 live, Sonntag 15h00, Kommentar: Oliver Faßnacht

Das erste Midlands Derby dieser Saison findet in Molineux statt, wenn Aston Villa bei den Wolves gastiert. Rund 30 Autominuten nordwestlich von Birmingham liegt Wolverhampton. Es ist die Premiere von Trainer Gerard Houllier auf der Villa-Bank, nachdem jetzt endlich alle Vertragsunklarheiten geregelt sind. Zwei Personalien standen diese Woche im Fokus bei Villa. Einmal Gabriel Agbonlahor, der nach seiner Verletzung wieder fit sein könnte. Und zum anderen Ashley Young, der in den nächsten Tagen einen neuen Vertrag unterschreiben könnte. Die Wolves haben seit 30 Jahren nicht mehr gegen Aston Villa gewonnen, nehmen aber Schwung aus dem Ligapokal-Sieg gegen Notts County mit. Die letzten beide Ligaspiele gingen aber verloren, die Wolves bräuchten mal wieder einen Sieg und könnten mit drei Punkten Villa in der Tabelle sogar überholen. Im Mittelfeld ist alles eng. Beim Team von Mick McCarthy kehren die im Carling Cup geschonten Stammkräfte zurück, Villa hofft noch auf den Einsatz von Stephen Ireland und den ersten Punktgewinn in der Fremde diese Saison.

Newcastle United – Stoke City
Sky Sport 1/ HD 2 live, Sonntag 17h05, Kommentar: Markus Gaupp

Stoke City ist dann doch in der Premier League Saison 2010/2011 angekommen. Nach drei Niederlagen zum Auftakt gab es zuletzt vier Punkte aus zwei Spielen und wettbewersübergreifend ist man sogar seit drei Spielen ohne Niederlage. Diesen Lauf will man mit in die Partie bei Newcastle United geben. Die Magpies fahren noch ein wenig Achterbahn in dieser Spielzeit. Tolle Leistungen und Siege gegen Aston Villa und Everton sowie im Carling Cup beim FC Chelsea, blamable Auftritte bei Man Utd und zuletzt bei der Niederlage in Blackpool. Welches Gesicht bekommen die Magpies-Fans von ihrem Team am Sonntagabend? Fest steht immerhin, dass es ein neues Gesicht im Tor geben wird. Weil Stammtorhüter Steve Harper nach seiner Schulterverletzung aus dem Spiel in Everton mehrere Wochen nicht zur Verfügung stehen wird, hütet Tim Krul das Tor. Bei den Potters ist Jermaine Pennant fraglich.

Zahl des Tages: Donnerstag, 23. September 2010 – 18

18 neue Fahrer stellt die Rheinbahn ein. Das hat das Unternehmen bekanntgegeben. Damit reagiert man auf die vielen Ausfälle von Straßenbahnfahrten und zahlreichen Busverbindungen in den letzten Wochen.

Außerdem sollen, so meldete Antenne Düsseldorf in den Lokalnachrichten, organisatorische Abläufe geprüft werden. Was so viel heißt: Wir wussten seit Juli von den Fehlern, haben aber öffentlich nie zugegeben, dass Fahrten wegen zu wenigen Fahrern ausfallen. Wir entschuldigen uns. Nur eine richtige Entschuldigung gab es bis heute nicht. Aber immerhin scheint das Problem jetzt gelöst. Wurde auch Zeit.

Warum der frühe Saisonstart der DEL ein Verlustgeschäft für die Klubs ist

In Eishockey-Hannover brennt schon wieder ein wenig der Baum. Heute wurde durch Recherchen der Hannoverschen Allgemeinen Zeitung bekannt, dass die Spieler der Hannover Scorpions letzte Woche das Training wegen ausbleibender Gehalts- und Prämienzahlungen boykottiert haben. Vor gut einer Woche machte Geschäftsführer Marco Stichnoth darauf aufmerksam, dass der Verein durch die finanziellen Zusagen von Besitzer Papenburg zwar über den Berg sei, aber ansonsten für einen längeren Fortbestand nicht garantiert werden könne. Stichnoth nannte auch eines der größten Probleme für den DEL-Verein: die geringen Zuschauerzahlen zu Saisonstart, die deutlich unter dem Schnitt der letzten Saison lagen. Den Scorpions fehlen Einnahmen aus den Ticketverkäufen an Spieltagen. Marco Stichnoth brachte diesen Sachverhalt dann so auf den Punkt, dass Hannover “eben kein Scorpions-Land” sei. Das mag sein, ähnliche Probleme gibt es aber auch bei anderen Vereinen. Insbesondere die DEG Metro Stars aus Düsseldorf beklagen einen deutlich geringeren Zuschauerzuspruch als letzte Saison. Also mal wieder ein Problem der DEL mit dem frühen Saisonstart, den Negativschlagzeilen der letzten Monate? Wer geht auch schon zu einem Eishockeyspiel im September, wenn draußen 25 Grad sind und andere Aktivitäten locken?

Blicken wir mal detailliert auf die Zuschauerzahlen der bisherigen Saison und vergleichen sie mit dem Schnitt der gesamten Hauptrunde der vergangenen Spielzeit. Die meisten Vereine haben jetzt drei oder vier Heimspiele absolviert.

1. Eisbären Berlin (2010/2011:13.800, 2009/2010:14.060, -260)
2. Kölner Haie (2010/2011:9.970, 2009:2010: 10.076, -106)
3. Hamburg Freezers (2010/2011: 9.675, 2009:2010: 6.993, +2.682)
4. Adler Mannheim (2010/2011: 8.198, 2009/2010: 11.094, -2.896 )
5. Krefeld Pinguine (2010/2011: 4.255, 2009/2010: 3.439, +816)
6. Thomas Sabo Ice Tigers (2010/2011: 4.167, 2009/2010: 4.063, +104)
7. DEG Metro Stars (2010/2011: 4.155, 2009/2010: 5.707, -1.552)
8. Straubing Tigers (2010/2011: 4.073, 2009/2010: 4.322, -249)
9. Hannover Scorpions (2010/2011: 3.844, 2009/2010: 4.767, -923)
10. Iserlohn Roosters (2010/2011: 3.523, 2009/2010: 3.582, -59)
11. ERC Ingolstadt (2010/2011: 3.483, 2009/2010: 3.740, -257)
12. EHC München (2010/2011: 3.060)
13. Grizzly Adams Wolfsburg (2010/2011: 2.368, 2009/2010: 2.468, -100)

In der Liste fehlen die Augsburger Panther, die bisher noch keine Heimspiele in dieser Saison bestritten haben. Der EHC München spielte in der Saison 2009/2010 noch in der 2. Bundesliga, da konnte ich aber keine offiziellen Zuschauerzahlen finden.

Vergleicht man die bisherigen Zuschauerzahlen 2010/2011 mit dem Durchschnitt der Hauptrunde 2009/2010 liegen nur drei Teams über dem Schnitt, sehr deutlich die Hamburg Freezers, die in ihrer Halle immerhin gut 60% Auslastung vorweisen können. Ein Plus gibt es auch bei den Nürnberg Ice Tigers und ein vorzeigbares bei den Krefeld Pinguinen. Nun muss aber auch hier bedenken, dass der Krefelder Königspalast gut 8.000 Zuschauer fasst, die Auslastung also gerade mal bei knapp über 50% liegt. Für den finanziell auch nicht auf Rosen gebetteten Klub viel zu wenig um wirtschaftlich überleben zu können. Mit Ausnahme dieser drei Mannschaften weisen alle Klubs geringere Zuschauerzahlen auf. Beim Branchenprimus Eisbären Berlin fällt das nicht unbedingt weite groß auf, da die Halle fast immer ausverkauft ist. Kaum Verluste gibt es auch bei den Kölner Haien, wenngleich ich daran erinnern darf, dass diese Größenordnung aus der vergangenen Saison mit dafür verantwortlich war, dass den Kölnern langsam das Geld ausging. Eben, weil in die Lanxess-Arena sehr viel mehr Zuschauer gehen. Dramatisch ist der Rückgang bei den Adler Mannheim, trotz neuem Trainer und eigentlich immer einer Favoritenstellung vor Saisonbeginn. Und da wirkt sicherlich nicht das schlechte Abschneiden aus der letzten Saison nach. Auch die DEG Metro Stars kämpfen um Zuschauer, können sich im Vergleich zu den Hannover Scorpions aber der finanziellen Untestützung der Stadt für den wenig ausgelasteten ISS Dome sicher sein. Und noch ein Wort zu den Scorpions: Schlechte Publicity über den ganzen Sommer hinweg, Meistereffekt völlig verpufft. Weniger Zuschauer, aber deutlich mehr Dauerkarteninhaber. Klingt logisch, betrachtet man aber die anderen Zuschauerzahlen, fällt sehr schnell auf, dass es von der groben Richtung ein generelles Problem der DEL ist. Die Scorpions bräuchten für finanzielle Genesung knapp 5.000 Zuschauer pro Spiel, was ungefähr mit 100.000 Euro Einnahmen gekoppelt ist. Da ist man weit davon entfernt. Und je mehr bedeutungslose Spiele im Hochsommer, umso schwieriger wird das Ziel zu erreichen sein. Man kann nicht gerade behaupten, dass die DEL in schwierigem Umfeld perfekte Rahmenbedingungen für eine schnelle und zügige Verbesserung setzt.

Das sind zwar nur nackte Zahlen in der Auflistung, die aber eine Tendenz vorgeben und einmal mehr zum Handeln zwingen müssen, nämlich die DEL-Saison nicht schon Anfang September starten zu lassen, sondern später. Weniger bedeutungslose Spiele und dafür mehr entscheidende und wichtige Playoff-Spiele. Ich habe die Zuschauerzahlen der Playoffs 2009/2010 hier nicht aufgeführt, aber angeschaut. Und sie liegen bei allen Teams höher als der Durchschnitt der Hauptrunde. Es gibt also ein Interesse an Eishockey in Deutschland, aber vor allem dann, wenn es um etwas geht und nicht in einem bedeutunglosen Saisonspiel irgendwann dienstagabends im September. Darauf muss die DEL endlich reagieren, sonst brechen noch mehr Klubs weg. Denn Ticketeinnahmen sind nun einmal die wichtigste Einnahmequelle.

Beispiele gefällig, dass der Zuschauerschwund ein genrelles Problem sein könnte. Da spielt der EHC München sein erstes Saisonspiel in der Millionenmetropole München und es kommen knapp 2.700 Leute bei einer Kapazität von über 6.200 Plätzen. In Ingolstadt, einer der Favoriten auf den Titel in dieser Saison, empfängt den Branchenprimus, die Eisbären Berlin, und es schauen gerade mal etwas mehr als 3.000 Zuschauer zu. Das Derby Krefeld gegen Düsseldorf ist nicht ausverkauft und negativer Rekord bei Wolfsburg gegen Köln bei gerade mal 1.880 Zuschauer. Man könnte die Liste fortsetzen. Zum Nordderby zwischen Hannover und Hamburg kamen am Sonntag etwas mehr als 3.000 Zuschauer, letzte Saison im Winter, als die Schlagzahl der Spiele zunahm, über 8.000.

Und so bleiben für viele Vereine zu Beginn der Saison die Schweißperlen auf der Stirn. Draußen schwitzt das Volk derweil im Freibad.

Alle Zahlen sind dem Statistikportal der DEL entnommen.

Zitat des Tages: Montag, 20. September 2010 – Raising Hope and Running Wilde

Martha Plimpton isn’t the only reason “Raising Hope” could be the best new sitcom of the season, but she is the main reason. Greg Garcia created “Raising Hope,” and the show is similar in tone and setting to his previous series, “My Name Is Earl.” Mr. Garcia has a gift for lampooning blue-collar yokels in a way that endears rather than repels; in this dark comedy, the Chances are a trailer park Addams Family — so eccentrically cemented to their way of life and to one another that soon anything else seems alien and unappealing. Class is easy to mock on television, but it’s hard to do well. “Running Wilde”, which also begins on Tuesday on Fox and stars the very funny Will Arnett, is supposed to be a screwball comedy about a spoiled heir to an oil fortune, Steve Wilde, who wants to reconnect with his childhood love, Emmy (Keri Russell), the housekeeper’s daughter. Emmy became a radical environmentalist who raised her daughter, Puddle (Stefania Owen), in the Amazonian rain forest and is intent on saving an endangered indigenous tribe.

Die New York Times blickt auf die neuen Sitcoms Raising Hope und Running Wilde, welche diese Woche bei Fox in den USA starten und zumindest im Fall von Raising Hope als die beste neue Sitcom in diesem Jahr gilt.

Premier League 2010/2011 Preview #5 – Can you hear the drums, Fernando?

“Es ist das größte Spiel für uns in einer Saison, wegen der Geschichte und des Erfolgs, den beide Klubs vorweisen können. Wir hatten zahlreiche Schlachten in den letzten Jahren”, beschreibt Darran Fletcher das Aufeinandertreffen von Manchester United und dem FC Liverpool, das Spitzenspiel der 5. Runde am frühen Sonntagnachmittag. Und Man Utd-Trainer Sir Alex legt noch eins drauf: “Es klingt wie ein Papagei, aber es ist DAS Spiel. Es wird sich nie ändern, das steht außer Frage.”

Fünfter Spieltag also in der Premier League an diesem Wochenende. Und einige Teams müssen langsam aus den Puschen kommen. Lösbare Aufgabe für die Tabellenspitze und eben das Schlagerspiel im Old Trafford. Dürfte für jeden was dabei sein.

Stoke City – West Ham United
Sky Sport 1 live, Samstag 13h40, Kommentar: Oliver Faßnacht

Ich weiß gar nicht, ob man West Ham United in diesen Tagen noch ernst nehmen kann. Ich hielte es erst für einen schlechten Scherz, dass die Hammers angeblich Kontakt zu Berti Vogts gesucht haben. Herrscht nach vier Spieltagen schon Panik im Upton Park? Gründe für Besorgnis gibt es in der Tat, aber noch kein Grund Hektik zu verbreiten. Die Hammers sind das einzige Team der Premier League, das diese Saison noch ohne Punktgewinn dasteht. Und dabei schon 12 Tore erzielt, vier Gegentreffer pro Spiel. Was zu einem gewissen Grade schon eine Bankrotterklärung für Trainer Avram Grant ist. Spielerisch sieht das passabel aus bei den Hammers, aber taktisch gelingt es West Ham überhaupt noch nicht die Mischung zu finden zwischen defensiver Stabilität und offensiver Gefährlichkeit. Es kann ja nicht sein, dass die halbe Abwehr kollabiert, wenn eine kleine offensive Druckphase starten möchte. Bei den Hammers Thomas Hitzlsperger weiter nicht mit von der Partie. Aber er ist nicht der einzige Abwesende an diesem Wochenende. Trainer Avram Grant und Verteidiger Tal Ben Haim feiern den jüdischen Feiertag Jom Kippur. Grant gibt sich dennoch optimistisch: “Wir haben uns sehr gut vorbereitet. Die Treffen, die Gespräche, die Taktik, Training und Vorbereitung bleiben dieselbe, auch wenn ich nicht da bin.” Dabei müsste sich im Osten Londons eigentlich etwas ändern – und zwar schnell.
Ähnliche Sorgen wie West Ham hatte bis zum Anfang der Woche auch Stoke City, nämlich keine Punkte auf dem Konto, bis man in der Schlussphase zwei Treffer gegen Aston Villa erzielte und den wichtigen 2:1-Sieg feierte. Die Potters mit Trainer Tony Pulis stehen unter Druck diese Saison. Über 15 Millionen Pfund hat man für Transfers ausgegeben (Platz Fünf auf der Liste, wie The Swiss Ramble ausgerechnet hat), dann sollte man schon in der Lage sein, weil das Team sonst kaum Abgänge zu verzeichnen hatte, nichts mit den Abstiegsplätzen zu tun zu haben. Stoke spielt mit unverändeter Aufstellung im Vergleich zum Montag, also mit Neuzugang Eidur Gudjonhson wieder nur auf der Bank. Gleiches gilt für Jermaine Pennant.

Tottenham Hotspur – Wolverhampton Wanderers
Sky Sport 1 live, Samstag 15h55, Kommentar: Sven Schröter

Spiel 1 nach der Champions League für die Tottenham Hotspur in der Premier League. Als man die Qualifikation für den Wettbewerb schaffte, setzte es dann erstmal gleich eine Heimniederlage gegen Wigan Athletic. Sollte sich Geschichte nicht wiederholen, braucht es gegen die Wolves am Samstag eine deutlich konzentriertere Leistung als Ende August. Auch wenn die Spurs eine fantastische Heimbilanz aufweisen – nur drei der letzten 18 Spiele an der White Hart Lane – waren es genau solche Spiele gegen kleine Gegner, welche die Spurs in der Tabelle immer wieder zurückwarfen. Letzte Saison velor man gegen die Wolves mit 0:1 zuhause. Das Team von Mick McCarthy muss sich derzeit mit Vorwürfen auseinandersetzten, man würde unfair spielen. 13 gelbe Karte kassierte man in den letzten zwei Spielen. McCarthy lässt diese Vorwürfe aber nicht gelten: “Ich habe mir noch einmal die Verwarnungen gegen Fulham angeschaut und da war kein böses, gefährliches Foul. Trotzdem haben wir einen Platzverweis und sechs gelbe Karten bekommen. Wir sind kein dreckiges Team, auch wenn es die Umstände vielleicht so aussehen lassen.”

FC Everton – Newcastle United
Die Statistik der Woche dürfen wir dem FC Everton zuschreiben. Die Mannschaft von David Moyes hat fünf der letzten acht Saisontreffer in der 90. Minute oder später geschossen, zuletzt zwei Treffer in der Nachspielzeit gegen Manchester United. So rühmlich die Aufopferung der Toffees sein mag, es verdeckt ein wenig die derzeitigen Probleme. Aufwand entspricht nicht immer dem Ertrag. Man braucht viele Chancen für wenig Tore, gleichzeitig kassiert man zu häufig mit der ersten Chance des Gegners einen Gegentreffer. So steht nach vier Spieltagen noch kein Saisonsieg zu Buche. Jetzt soll es gegen Aufsteiger Newcastle klappen, die ihrerseits ein enttäuschendes Spiel gegen Blackpool aufboten. Dementsprechenc behält sich Trainer Chris Hughton vor sein Team kräftig durchzuwechseln. So könnte Ex-Gunner Sol Campbell sein Debüt in der Startelf geben. Ein Rückkehrer gibt es auch bei den Gastgebern. Phil Neville kehrt nach drei Wochen Verletzungspause wieder zurück ins Team.

Aston Villa – Bolton Wanderers
Noch ein weiteres Spiel müssen die Villa-Fans auf Gerard Houllier warten, bis der Franzose an der Seitenlinie steht. Schwierigkeiten bei der Vertragsauflösung in Frankreich verhindern, dass Houllier schon am Samstag gegen Bolton das Team leiten kann. Das übernimmt für ein letztes Mal Interimstrainer Kevin MacDonald. Villa hat beide Heimspiele gewonnen, beide Auswärtsspiele verloren. Zum Glück steht jetzt ein Heimspiel an, gegen Bolton, die vier ihrer fünf Punkte auswärts erreichten. Mit einem Sieg im Villa Park könnten die Wanderers ihren besten Saisonstart seit 2006 verwirklichen.

Blackburn Rovers – FC Fulham
Blicken wir bei dieser Partie erstmal in den Wirtschaftsteil bezüglich einer Übernahme der Blackburn Rovers durch den indischen Unternehmer Ahsan Ali Syed. Eigentlich sollten konkrete Ergebnisse und Optionen für einen Kauf des Klubs bereits im August erzielt worden sein. Doch die Western Gulf Advisory (WGA) von Ayed schaffte es in der kurzen Zeit nicht sich einen Überblick über die finanziellen Verhältnisse der Rovers zu schaffen. Man sei weiterhin an einer Übernahme interessiert, heißt es aus Klubkreisen. Und auch Ayed möchte den Verein kaufen. Mittlerweile hat sich die WGA mit Vertretern der Premier League so weit einigen können, dass andere potentielle Käufer kein Kontakt zu Verantwortlichen der Rovers aufnehmen dürften, solange die Verhandlungen laufen. Erste Schritte bezüglich einer Einigung sollen jetzt Ende September erreicht werden. Sportlich geht es für Blackburn darum, den leichten Aufwärtstrend der letzten Wochen, auch wenn die Ergebnisse nicht immer gestimmt haben, in Siege umzuwandeln. Fulham noch ungeschlagen in dieser Saison, darunter allerdings drei Remis, kann sich mit einem Sieg im oberen Tabellendrittel festsetzen. Besonderes Spiel für Fulham-Manager Mark Hughes, der an seine alte Wirkungsstätte zurückkehrt.

West Bromwich Albion – Birmingham City
Sehr nette Ausgangslage für Birmingham City. Da Manchester United und Blackpool erst am Sonntag spielen, kann das Team von Alex McLeish mit drei Punkten bei West Brom auf Platz 3 der Tabelle vordringen. Die Baggies haben aber alle ihre vier Punkte in The Molineux The Hawthorns geholt und sind daheim noch ungeschlagen. Bei den Gastgebern fehlt weiterhin James Morrison, der seine Sperre nach dem Platzverweis gegen Liverpool absitzt.

AFC Sunderland – FC Arsenal
Sky Sport 1/HD 2 live, Samstag 18h25, Kommentar: Markus Gaupp

Gestatten, Lee Cattermole, Verteidiger beim AFC Sunderland, vorher bei Wigan Athletic und dem FC Middlesbrough. Bisher knapp 80 Premier League Spiele, vier Tore und fünf rote Karten. Davon zwei schon in dieser Saison. Er sitzt jetzt die Sperre von drei Spielen ab. Ich kann mich noch gut erinnern, als Wolff Fuss über Cattermole einmal sagte: “Cattermole, der Name klingt schon nach Zweikampf.” Da kann man nur froh sein, dass er im Samstagabendspiel gegen die Ballzauberer aus Arsenal nicht dabei ist. Ansonsten hätte man sich um den Gemütszustand von Arsene Wenger vor und nach dem Spiel Sorgen machen müssen. Denn Spieler wie Cattermole sieht Wenger als Gefahr für seine junge, spielstarke Truppe. Und Wenger hört nicht auf, diese Diskussion weiter zu befeuern, nicht dauerhaft, sondern hin und wieder mal. Im Stadionheft für die Champions League Partie gegen Braga schlug der Franzose vor, man könne schwere Fouls doch mit Videobeweisen und Videotechnik bestrafen und damit dem Schiedsrichter zeigen, wie hässlich das Foul eventuell war (sollte er es nicht so dramatisch gesehen haben wie Wenger von der Seitenlinie). Wobei mit Ausnahme von Cattermole Sunderland eine sehr faire Mannschaft ist. Rustikal, kämpferisch, aber nicht überhart. Für Arsenal eine interessante und schwierige Aufgabe, ähnlich wie das letzte Auswärtsspiel in Blackburn. Die Gunners müssen sich wieder darauf einstellen, dass sie körperlich mehr gefordert sein werden als in Spielen gegen Blackpool oder Liverpool. Nur mit spielerischer Klasse gegenhalten reicht in solchen Begegnungen nicht aus. Wenger muss weiter auf Diaby und Vermaelen verzichten. Der Belgier wird wohl erst Anfang Oktober wieder einsatzbereit sein. Also bilden Koscielny und Squillaci das Innenverteidigerduo. Sonst gibt es keinen Grund für Wenger seine Mannschaft zu ändern. Bei Sunderland fehlt John Mensah. Zum ersten Mal vor eigenem Publikum spielt Asamoah Gyan und will nach seinem Treffer in Wigan letztes Wochenende jetzt auch im Stadium of Light einnetzen.

Manchester United – FC Liverpool
Sky Sport 1/HD 2 live, Sonntag 14h15, Kommentar: Roland Evers

Fernando Torres hatte am Sonntag nach dem enttäuschenden 0:0 der Reds bei Birmingham City sein Fett wegbekommen, vom Sky-Experten Jamie Redknapp, der sich zwar als großer Bewunderer von Torres herausstellte, dann aber gegen den Spanier loslederte: “Er hat keinen Appetit für dieses Spiel gezeigt. Er schaut frustriert aus, ist langsam, wirkt lethargisch. Er wirkt so, als hätte er überhaupt keinen Bock mehr auf dieses Spiel.” Harte Worte, die sein Trainer Roy Hodgson nicht so stehen lassen konnte. Torres habe seine volle Unterstützung, er sei noch nicht in seiner besten Form und brauche noch ein wenig Ruhe und Pause zum Krafttanken. Deshalb schonte Hodgson Torres ebenso wie Gerrard in der Europa League. Und gibt es eine bessere Gelegenheit als sein Können im Old Trafford unter Beweis zu stellen? Jamie Redknapp wird genau hinschauen.
Es ist das Aufeinandertreffen zwei großer Teams im englischen Fußball, welche diese Saison aber noch ihren Rhythmus suchen, Liverpool mehr als Man Utd. Fünf Punkte für die Reds sind schlicht zu wenig, ist Torres nicht in Topform, fällt das Toreschießen schwer. Und Man Utd hat schon zweimal in dieser Saison eine Führung in den Schlussminuten aus der Hand gegeben. Solche Punktverluste tun weh. Würde mich also nicht wundern, wenn beide Teams auch im direkten Aufeinandertreffen nicht über ein Remis hinauskommen. Im Fokus bei den Red Devils auch Wayne Rooney, der nach einer Woche “Zwangspause” wieder für Tore sorgen soll. Es fehlt Antonio Valencia, Rückkehr nach seiner schweren Knöchelverletzung wohl Ende Februar. Rio Ferdinand gibt sein Saisoncomeback in der Innenverteidigung. Bei Liverpool also wieder Gerrard und Torres in der Startelf, zudem kehrt Joe Cole nach seiner Rotsperre zurück. Beide Mannschaften haben ein paar Lanzeitverletzte, schleppen sich mit vielen kleinen Problemchen rum, die addiert ein größeres Puzzleteil ergeben. Richtungsweisendes Spiel schon am 5. Spieltag, wenn man unter den Erwartungen gestartet ist.

Wigan Athletic – Manchester City
Fünf Punkte nach vier Spielen, ein großartiger Sieg gegen Liverpool, glückliches Remis gegen die Spurs, nur ein Punkt gegen Blackburn, Niederlage in Sunderland. So richtig kommen die Citizens nicht vom Fleck. Noch ist es ruhig im Umfeld in Eastlands, Roberto Mancini bekommt Zeit von den Besitzern aus Dubai. Doch dafür müssten langsam mehr Siege eingefahren werden. Nach der Partie in Wigan reist man zum FC Chelsea. Ein kleines Sorgenkind unter vielen ist David Silva, der diese Woche – konfrontiert mit Gerüchten, dass er sich in England nicht wohl fühle und wieder zurück nach Spanien kehren möchte – erstaunlich offen über seine Anpassungsprobleme in der Premier League gesprochen hat: “Ich finde mich zurecht, nur sehr viel langsamer, wie ich mir das selbst gewünscht habe.” Der Einsatz von Adebayor, der Donnerstag in der Europa League in Salzburg schon gefehlt hat, ist weiter fraglich. Mal schauen, wie Wigan die Euphorie von vier Punkten aus den letzen zwei Spielen mit in diese Partie nimmt.

FC Chelsea – FC Blackpool
Sky Sport 1 live, Sonntag 16h55, Kommentar: Toni Tomic

Zweite Reise für den FC Blackpool nach London in dieser Saison. An die erste erinnert man sich nur ungerne zurück. Trainer Ian Holloway hatte pro forma ja schon angekündigt, dass die Hemmschwelle sich zu blamieren bei Partien wie gegen Arsenal oder Chelsea nicht all zu hoch ist. 0:6 verlor man dann im Emirates. Betrachtet man sich die derzeitige Form des Gegners der Seasiders am Sonntag, dürfte ein solches Resultat wieder im Bereich des Möglichen liegen. Für die Gäste weiter Anschauungsmaterial, eine kleine Lehrstunde. Und solange man Auswärtsspiele wie das in Newcastle erfolgreich gestalten kann, kann man beim FC Chelsea auch verlieren. Platz vier nach dem 4. Spieltag ist mehr als beachtlich für Blackpool. Bei den Blues weiter keine Frank Lampard, der wohl erst am 25.09. gegen Man City wieder spielen wird.

Lachen und heulen über die Politik

Diese Woche findet im Bundestag wieder die Haushaltsberatung statt. Ich schaue schon ein paar Jahren keine Bundestags-Debatten mehr, habe das aber früher ganz gerne gemacht. Wenn ich jetzt ein paar wichtige Informationen nachträglich brauche, lese ich das auf der Website des Bundestags nach. Nur die Generalaussprache zum Haushalt des Bundeskanzleramts schaue ich immer noch. Und zwar gerne.

Und ich muss zugeben, ich mache das nicht um mich über Politik zu informieren oder die Bundeskanzlerin über die politischen Leitlinien sprechen zu hören, sondern weil ich unterhalten werden möchte, weil ich es – zumindest geht es mir vor den Debatten – großartig finde, wenn die Politiker verbal aufeinander losgehen, wenn sie Phrasen und Zahlen verstreuen mit persönlichen Vorwürfen. Und immer wieder faszinierend zu sehen, wie man ein politisches Thema von völlig unterschiedlichen Perspektiven betrachten kann. Gabriel on fire, die Kanzlerin versucht sich zu wehren, Gysi stellt alles in Frage. Jürgen Trittin kommt sich so wichtig vor für ein paar Minuten und bei Birgit Homburger mache ich ausnahmsweise mal für eine gewisse Zeit den Ton aus. Will mich ja unterhalten lassen.

Es ist diese Szenerie von verbalem Angriff auf Gegenangriff, von einem politischen Schlagabtausch, der es verhindert, dass ich auch nur im Ansatz auf irgendwelche Inhalte achte und Sätze hinterfrage. Vielmehr amüsiere ich mich köstlich darüber, wie Sigmar Gabriel und Thomas Oppermann bei der Rede der Kanzlerin bedacht und vorsichtig mit ihren Stühlen hin und her fahren und dabei grinsend in Richtung Regierungsbank blicken. Zum Glück sehen das die Zuschauer nicht.

Und wenn ich dann abends die Debatte nochmal in den Nachrichten sehe und die wichtigsten Aussage betrachte, erschrecke ich mich immer, wenn ich sehe, bei was ich am Vormittag die ganze Zeit gelacht habe. Das hat Merkel wirklich gesagt? Und darüber habe ich mich auch noch amüsiert. Bestes Beispiel von Merkel: Die Grünen wollen die Bahn und die Schiene stärken – dann können sie doch nicht gegen Stuttgart 21 sein! Was für eine komische Logik. Im aktuellen SPIEGEL werden mehrere Studien zitiert – von der Bahn selbst – die zeigen, dass Stuttgart 21 überhaupt keinen Gewinn für das deutsche Schienennetz bringen würde.

Aber im Moment finde ich das politische Geschehen in Deutschland überaus interessant und verfolge das mit großem Interesse und Aufmerksamkeit. Aber auch mit ziemlich viel Ernüchterung. Dann ist es manchmal vielleicht gar nicht verkehrt, auch mal sich von Politik unterhalten zu lassen. Ist ja nur einmal pro Jahr. Und sonst bleibt ja nicht viel Freude im Moment über Politik ganz allgemein. Mal wieder bezeichnend, dass alle Akteure mahnen, Politikverdrossenheit vergröße sich. Und dann nicht einen Schritt nennen, wie man sie bekämpfen könnte. Vielleicht indem man die Sorgen und Ängste der Bürgerinnen und Bürger ernst nimmt. Da hatte ich in der Debatte sogar mal auf den Inhalt gehört.