Premier League 2010/2011 #10, Newcastle United – FC Sunderland 5:1

Es ist einer der heißesten und brisantesten Derbys auf der Insel, wenn im Tyne and Wear derby Newcastle United den FC Sunderland empfängt. Nach einem Jahr Pause durch den Abstieg von den Magpies in die Championship treffen sich beide Rivalen heute wieder zum ersten Mal. Begleitet von umfangreichen Sicherheitsmaßnahmen versuchen beide Teams mit drei Punkten ein Punktepolster auf die Abstiegsplätze aufzubauen. Und es sollte ein denkwürdiger Nachmittag für alle Newcastle-Fans werden.

Newcastle United ging mit der Empfehlung des Auwärtssieges bei West Ham am letzten Wochenende in diese Partie. Manager Chris Hughton, der unter der Woche mit Gerüchten über einen vorzeitigen Abgang kämpfen musste, spielte im Upton Park erstmals in dieser Saison in einem 4-4-2 mit zwei zentralen Stürmern, Shola Ameobi und Andy Carroll. Joey Barton nahm eine zentrale Rolle im Mittelfeld ein. 4-4-2 oder 4-4-1-1 war also die zentrale Frage, die Chris Hughton vor dem Spiel beantworten musste. Sollte ein Stürmer wegfallen, würde Kevin Nolan die zusätzliche Position im Mittelfeld übernehmen. Steve Bruce, Trainer vom FC Sunderland, vertraut diese Saison weiterhin seinem 4-5-1, trotz der Verpflichtung des ghanaischen Nationalspielers Asamoah Gyan, der noch in keinem Premier League Spiel von Beginn an dabei war.

Chris Hughton vertraute seinem 4-4-2 aus dem Spiel gegen West Ham, brachte sowohl Ameobi als auch Carroll von Beginn an, Kevin Nolan rückte ins Mittelfeld, Stephen Taylor nach seiner Schulterverletzung wieder auf der Bank. Coloccini und Williamson bilden das Innenverteidigerduo. Bei Sunderland Gyan weiterhin auf der Bank, Darran Bent einzige echte Spitze, dahinter aber durchaus ein offensiv ausgerichtetes Mittelfeld. Schiedsrichter der Partie ist Phil Dowd.

Fantastische und emotionale Atmosphäre schon vor dem Spiel bei bedecktem Himmel im St. James’ Park. Ausverkauft mit 52.000 Zuschauer – keine Frage. Newcastle hatte nur eines der letzten 11 Derbys verloren. Die Magpies hatten Anstoß in der ersten Hälfte, spielten in schwarz-weiß von links nach rechts in der ersten Hälfte. Sunderland in den rot-weiß-gestreiften Trikots. Und es war eine richtig unterhaltsame Anfangsphase. Newcastle gehörten die ersten Minuten, Sunderland-Kepper Mignolet unterlief einen Eckball, Newcastle fand aber keinen Abwehr und lief stattdessen in einen Konter der Gäste, Welbeck und Bent hatten sogar Überzahl, doch Welbeck spielte viel zu eigensinnig und ignorierte den mitgelaufenen Bent. Da wäre für beide Teams in den ersten Minuten mehr drin gewesen. Referee Dowd legte eine strenge Linie vor, gab Newcastle’s Tiote bereits nach sechs Minuten die erste gelbe Karte in diesem Spiel. Torchancen blieben in der Folge aus, trotzdem blieb es ein sehenswertes, weil intensives, körperbetontes, aber nicht überhartes Spiel (zwei gelbe Karten nach 14 Minuten, aber das waren keine ekligen Fouls). Newcastle mit leichten Vorteilen im Spiel nach vorne, Sunderland ließ den Ball besser durch die eigenen Reihen laufen, wirkte insgesamt etwas ruhiger, Newcastle häufig zu hektisch in ihren Situationen. Und defensiv standen die Black Cats exzellent, Bardsley schien einen ganz starken Tag erwischt zu haben, zwei tolle, faire Tackles zu Beginn. Die beste Chance in diesem Spiel bisher hatte Newcastle nach 24 Minuten, als nach einer Ecke von links Mignolet wieder leicht verwirtt durch seinen Fünfmeterraum irrte und Andy Carroll völlig frei zum Kopfball kam. Mignolet kann den Ball noch abwehren, allerdings direkt vor die Füße von Coloccini, dessen Flugkopfball knapp das Tor verfehlt. Da war die Abwehr von Sunderland zweimal nicht nah genug bei den Gegenspielern. Newcastle erhöhte den Druck. Schuss von Barton aus 18 Metern, Mignolet lenkte den Ball noch um den Pfosten. Kurze Zeit später war der Bann dann gebrochen, Newcastle ging durch Kevin Nolan in der 27. Minute mit 1:0 in Führung. Nach der anschließenden Ecke gewinnt Shola Ameobi das Kopfballduell in der Mitte, Nolan – mit dem Rücken zum Tor – verlängert das Zuspiel exzellent ins Tor hinein. Klasse gemacht, 5. Saisontor für Nolan, und verdient nach der Drangphase der Magpies. Die blieben danach spielbestimmend und erhöhten in der 34. Minute die Führung auf 2:0, wieder war Nolan der Torschütze. Aber es war ein umstrittenes Tor, das trotzdem zählte. Der Schuss von Gutierrez wird zunächst geblockt, Carroll nimmt am rechten Strafraumeck den Abpraller per Seitfallzieher auf, in der Mitte blockt Ameobi – beim Zuspiel von Carroll klar im Abseits stehend – den Gegenspieler gut weg, der Ball geht zu Nolan durch. Der Rest ist Formsache, St. James’ Park tobt. Steve Bruce reagierte fünf Minuten vor Halbzeit, brachte Asamoah Gyan für El Mohamady und stellte damit ebenso auf 4-4-2 um. Als alle Fans schon damit rechneten, dass es mit einem 2:0 in die Pause gehen würde, legte Newcastle noch einen drauf. Jonas Gutierrez wird von Nedum Onuoha im Strafraum zu Fall gebracht. Den fälligen Abwehr verwandelt Shola Ameobi eiskalt. 3:0, 45. Minute +3. Dreamland für Newcastle.

3:0 für Newcastle zur Halbzeit, vielleicht ein Tor zu hoch. Insgesamt aber verdient. Nach der Drangphase von Newcastle gleich zu Beginn, kam Sunderland dann 10 Minuten lang besser ins Spiel. Als die Partie drohte zu verflachen, erhöhte Newcastle den Druck, erspielte sich zahlreiche Chancen und ging verdient mit 2:0 in Führung. Sunderland zu passiv und schlampig in der Defensive, zu weit vom Gegner weg. Mignolet in der Strafraumbeherrschung ein ums andere Mal unsicher. Das hat Newcastle sehr gut ausgenutzt. Und zu allem Überfluss schwächten sich die Black Cats durch den blöden Elfmeter noch selbst. Spiel zur Halbzeit vorentschieden. Blieb nur noch die Frage, ob Newcastle Sunderland richtig abschießen und demütigen würde oder ob den Black Cats ein ganz großes Comeback gelingt?

Das mit dem großen Comeback konnte man schnell zu den Akten legen, als nach 53 Minuten Titus Bramble für ein hartes Einsteigen gegen den überragenden Andy Carroll von Phil Dowd glatt rot kassierte, bereits der dritte Platzverweis für Sunderland in dieser Spielzeit. Sehr harte Entscheidung, das Foul war gelbwürdig, Bramble war zwar letzter Mann, aber der Winkel für eine gute Torchance von Carroll war schon sehr schlecht. Newcastle hatte mal Aston Villa in den ersten Saisonwochen zuhause mit 6:0 geschlagen, Sunderland drohte ähnliches. Steve Bruce musste von seinem 4-2-2 wieder abrücken, nahm Welbeck vom Platz und brachte Kieran Richardson, Bent mehr als hängende Spitze. Sunderland wirkte frustiert, spielte viele, teils mit gelb geahndete Fouls, nach 68 Minuten bekam auch Lee Cattermole seine erste gelbe Karte. Nach vorne ging gar nichts, Newcastle spielte locker lässig die zweite Halbzeit runter, hin und wieder unternahm man Offensivaktionen, ließ aber verständlich die letzte Konsequenz vermissen. Bis zur 70. Minute. Simpson sprintet auf dem rechten Flügel runter, präzise Flanke in die Mitte, wo Carroll aus kurzer Distanz den Ball an die Latte köpft, den Abpraller knallt Shola Ameobi zum 4:0 in die Maschen. Sunderland endgültig zerstört. Fünf Minuten später krönte dann Kevin Nolan seine fantastische Leistung. Der Kapitän der Magpies mit dem ersten Hattrick für Newcastle in einem Tyne and Wear derby seit 25 Jahren, 5:0 in der 75. Minute. Ecke von rechts durch Joey Barton, Kopfballverlängerung von Ameobi, Nolan hat keine Mühe einzunetzen. Sunderland verteidigte schon seit einer Viertelstunde nicht mehr. Bent sorgte in der Nachspielzeit lediglich nur noch für Ergebniskosmetik, da war Newcastle schon beim Feiern.

Am Ende blieb es beim 5:1 für die Gastgeber. Was für ein Tag. Es klappt alles und man belohnte sich mit Toren für die engagierte Leistung. Sunderland völlig überfordert, mit miserabler Leistung in der Defensive und vielen Aktionen einzelner Spieler, die das Team insgesamt geschwächt haben. Da wird Steve Bruce einiges aufzuarbeiten haben. Newcastle überholt Sunderland in der Tabelle und liegt mit 14 Zählern auf Platz 7. Was für ein Nachmittag auch für Trainer Chris Hughton. Unter der Woche mit Meldungen konfrontiert, er würde keinen neuen Vertrag bekommen oder vielleicht sogar vorzeitig entlassen werden, hatte er sein Team exzellent eingestellt. Und die Spieler haben das Vertrauen des Trainers mehr als nur zurückbezahlt. Und das im prestigeträchtigen Tyne and Wear Derby. The perfect day.

Premier League 2010/2011 Preview #10 – Polizeieskorte für die Fans der Black Cats

Der 10. Spieltag der Premier League steht ganz im Zeichen des Derby-Wochenendes, in Birmingham spielt Villa gegen City und im Nordosten des Landes kommt es zum Tyne and Wear Derby zwischen Newcastle und Sunderland. Das Samstagabendspiel sieht die attraktive Ansetzung von Manchester United gegen die Spurs, im Montagabendspiel gibt es das direkte Duell zweier Aufsteiger, ansonsten Pflichtaufgaben für die Top-Teams in der oberen Tabellenregion.

FC Arsenal – West Ham United
Pflichtaufgabe I – Die Gunners empfangen im Londoner Derby Tabellenschlusslicht West Ham United. Gegenläufig die Formkurve beider Teams in den letzten Wochen. Während West Ham den Saisonstart völlig verschlief, spielte man einen solide im September und Anfang Oktober (vier Spiele in Folge ohne Niederlage), nur um dann in den letzten zwei Premier League Spielen richtig schlecht auszusehen. Glückliches Remis bei den Wolves und Heimniederlage gegen Newcastle. Beim Auftritt gegen die Magpies waren zwei Baustellen bei den Hammers mal wieder offensichtlich. Man hatte insbesondere in der ersten Hälfte viel Ballbesitz, schaffte es aber überhaupt nicht aus der Überlegenheit Chancen zu kreieren. Da brauchte es schon eines Geistesblitzes von Mark Noble um für die Führung zu sorgen. Doch mit dem 1:0 im Rücken brach das Spiel der Hammers zusammen, gepaart mit defensiver Schlurigkeit war es leicht für Newcastle die drei Punkte mitzunehmen. Ganz anders die Formkurve vom FC Arsenal. Schwacher September, aber zuletzt vier Siege in den letzten vier Pflichtspielen, darunter in der Premier League die Erfolge gegen Birmingham und bei Man City. Das Team von Arsene Wenger braucht drei Punkte um am FC Chelsea dranzubleiben. Diaby und Kieran Gibbs stehen nicht zur Verfügung.

Blackburn Rovers – FC Chelsea
Sky Sport 1 live, Samstag 15h55, Kommentar: Andreas Renner

Pflichtaufgabe II – Der Tabellenführer muss zum eher unangenehmen Auswärtsspiel bei den Blackburn Rovers, die nur eines ihrer letzten acht Ligaspiele gewinnen konnten. Derweil sind die Gäste aus London seit acht Premier League Spielen ungeschlagen. Pluspunkt für die Blues, weil sich langsam auch die Verletztensituation in der Defensive verbessert. Für die Partie in Blackburn kehrt alex zurück in die Innenverteidigung, damit kann Ivanovic wieder auf die rechte Seite rücken. Frank Lampard und Ramires fehlen weiterhin. Bei den Rovers kehren Samba nach seiner Sperre und Ryan Nelson zurück ins Team. Bei Blackburn kündigt sich nun endlich ein Ende der Übernahmesaga an. Bis Ende November soll eine Einigung zwischen der Rovers-Direktive und der indischen Gruppe Venky (spezialisiert auf die Pharmabranche und Landwirtschaft) gefunden werden. Es wäre der erste Premier League Klub, der in indische Hände fällt.

Wolverhampton Wanderers – Manchester City
Pflichtaufgabe III – City muss zum Tabellenvorletzten Wolverhampton. Die Wolves warten seit dem 1. Spieltag nach dem Sieg gegen Stoke auf einen Sieg in der Premier League. Ich weiß nicht, wie hoch die Wettquoten für einen Platzverweis in einem Spiel sind, wo Nigel de Jong und Karl Henry (nach drei Spielen Sperre wieder dabei) auf dem Platz anwesend sind. Bei den Citizens fehlt Carlos Tevez, der nach seiner Verletzung aus dem Arsenal-Spiel zu seiner Familie nach Argentinien gereist ist. Dedryck Boyata fehlt gesperrt, dafür dürfte Kolo Toure wieder fit sein.

Außerdem am Samstagnachmittag: Das Duell der Tabellennachbarn zwischen Fulham und Wigan und Everton will nach dem Derby-Sieg gegen Liverpool und dem Remis bei den Spurs seinen Aufwärtstrend gegen Stoke City fortsetzen.

Manchester United – Tottenham Hotspur
Sky Sport 1 live, Samstag 18h25, Kommentar: Markus Gaupp

Die Statistik des Wochenendes gibt es von den Tottenham Hotspur. Seit August 1993 haben die Spurs keines ihrer 67 Auswärtsspiele gegen Chelsea, Arsenal, Liverpool oder Manchester United gewinnen können. Und auch die Bilanz im Old Trafford ist erschreckend. Vor 21 Jahren gewannen sie zuletzt im Theatre of Dreams, in den letzten 25 direkten Duellen mit den Red Devils konnte das Team von Harry Redknapp nicht gewinnen. Aber vielleicht scheint ja jetzt die Zeit gekommen zu sein, diese Statistik endlich in die Schublade zu legen. Manchester United spielt in den letzten Wochen alles andere als überzeugend. 2:2 daheim gegen West Brom, knapper Sieg bei Stoke, knapper Sieg im Carling Cup gegen die Wolves, dazu weiter die Verletzung von Wayne Rooney. Da muss dann schon ein Xavier Hernandez für die kleinen Highlights sorgen. Interessant wird sein, inwieweit Spurs-Trainer Redknapp schon das Champions League Spiel am Dienstag gegen Inter im Kopf hat. So gibt es Überlegungen den in brillianter Form spielenden Gareth Bale zunächst auf die Bank zu setzen.

Aston Villa – Birmingham City
Aston Villa hat auch schon einfachere Tage in der Premier League erlebt. Der Effekt des Trainerwechsels ist ganz schnell verpufft, von Gerard Houllier nimmt man unter der Woche selten etwas war, äußert sich wenig, alles ruhig. Was ja durchaus positiv sein kann und auch ist, scheint er doch seinen ganzen Fokus auf das Team zu legen. Für diese Menge an Konzentration kommt dann aber letzlich zu wenig bei herum. Letztes Wochenende Niederlage gegen Sunderland, unter der Woche im Carling Cup mit Ach und Krach ein 2:1 gegen Zweitligist Burnley durch den Siegtreffer von Stewart Downing in der Verlängerung. Es ist das 119. Derby zwischen beiden Teams. Dürfen wir viele Tore erwarten? Eher nicht, denn hier liegt das größte Problem von Aston Villa. Das Team, das weiterhin auf den gesperrten Marc Albrighton und Stürmer Gabriel Agbonlahor verzichten muss, schießt mit neun Treffern so wenig Tore wie kein anderes Team in der Premier League derzeit. Erst zwei Tore in der zweiten Hälfte stehen zur Buche, wieder Negativrekord. Und erst ein Tor fiel für Villa nach einer Standardsituation. Die Gäste in Blau haben nur vier Treffer in den letzten sechs Ligaspielen erzielt. Nochmal zurück zu Villa. Natürlich hat die Torflaute ihre Ursache auch in den vielen Verletzungen, Agbonlahor, Carew und Heskey fielen immer wieder aus. Aber mit James Milner fehlt ebenso ein torgefährlicher Mittelfeldspieler. Immerhin kehrt John Carew für das Derby in den Kader zurück.

Newcastle United – FC Sunderland
Sky Sport 1/HD 2 live, Sonntag 14h25, Kommentar: Marcel Meinert

Ursprünglich war das Tyne and Wear derby für den späten Sonntagnachmittag angesetzt, aus Sicherheitsgründen und nach Absprache mit der Polizei in Northumbria wurde es dann aber doch auf die frühe Anstoßzeit gelegt. Überhaupt ist die Polizei in Newcastle in höchste Alarmbereitschaft versetzt worden, die Partie ist ein Hochsicherheitsspiel. Fans aus Sunderland werden erst aus dem Stadion gelassen, wenn die Anhänger der Magpies den St. James’ Park verlassen haben. Über Durchsagen werden die Fans der Black Cats auf dem Laufenden gehalten, wielange sie noch zu warten haben (Toilettengänge sind zwischendurch erlaubt), anschließend geht es unter Polizeischutz aus dem Stadion und der Stadt. Der FC Sunderland hat zahlreiche kostenlose Bustranfers organisiert, die Fans sicher zum und vom Spiel weg transportieren. Sobald die Busse das Stadtgebiet von Newcastle erreichen, werden sie per Polizeieskorte zum Stadion begleitet. Der örtliche Polizeichef gibt sich zuversichtlich, dass es zu keinen Ausschreitungen kommt:

“We have been working closely with both clubs and Newcastle City Council in planning for this fixture and I am confident that our plans will enable a swift departure for the Sunderland coaches and indeed this approach worked well following the last fixture between the two clubs. We do have plans to ensure the safety of Sunderland fans travelling independently by train or Metro, however we’d encourage where possible fans to take advantage of the free bus service to and from the Stadium of Light as other methods of travel may involve delays.”

Chronicle live: Police to stop trouble at Tyne-Wear derby

Sportlich steht für beide Teams einiges auf dem Spiel. Beide könnten sich mit einem Sieg ein wenig in der oberen Tabellenhälfte festsetzen und ein kleines Polster auf die Abstiegsränge legen. Nach dem Aus im Carling Cup gegen Arsenal kamen Gerüchte über die Zukunft von Magpies-Coach Chris Hughton auf, dessen Vertrag am Ende dieser Saison ausläuft und bisher noch nicht verlängert wurde. Der Verein veröffentlichte daraufhin ein Statement, indem geäußert wurde, dass der aktuelle und der zukünftige Trainer in Newcastle Chris Hughton heißen werde. Es ist vielleicht eines der emotionalsten Derbys auf der Insel, voller Stolz der jeweiligen Fangruppen. Nur 15 Kilometer liegen zwischen beiden Städten. Ein echtes Highlight in jeder Premier League Saison.

Bolton Wanderers – FC Liverpool
Sky Sport 1/HD 2 live, Sonntag 16h55, Kommentar: Marco Hagemann

Die Mission “Aus dem Tabellenkeller raus” geht in die nächste Runde für den FC Liverpool. Nach dem mühsamen 2:1 letzten Sonntag im Heimspiel gegen die Blackburn Rovers geht es nun zu den Bolton Wanderers, die die letzten sieben Aufeinandertreffen mit den Reds alle verloren haben, aber diese Saison bisher erst einmal verloren haben. Weil aber insbesondere das Mittelfeld der Premier League dicht gedrängt ist, könnten die Reds mit einem Auswärtssieg punktemäßig schon zu Bolton aufschließen. So dramatisch schlecht ist die Lage für Liverpool also nur bedingt, wenngleich das natürlich überhaupt nicht die Ambitionen des Vereins sein können. Und zu allem Überfluss kommen dank der weiter angespannten finanziellen Lage und der dürftigen sportlichen Perspektive gleich wieder die Gerüchte hoch, wonach Fernando Torres und Torwart Pepe im Januar die Fliege machen würden. Roy Hodgson und auch Neu-Besitzer John W. Henry von der NESV haben das aber umgehend dementiert. Man wolle den Kader nicht schwächen, was immer das heißen mag. Die beste Medizin gegen solche Unruhe außerhalb des Platzes: weiter Punkte sammeln, am besten gleich 3 in Bolton.

FC Blackpool – West Bromwich Albion
Sky Sport 1/HD 2 live, Montag 20h55, Kommentar: Toni Tomic

Das Duell der beiden Aufsteiger schließt den 10. Spieltag der Premier League ab. So gut und überraschend der FC Blackpool in die Spielzeit gestartet war, so sehr musste man in den letzten Wochen doch häufig Lehrgeld zahlen und wurde in der Tabelle doch durchgereicht. Seit dem Sieg gegen Newcastle am 11. September haben die Seasiders vier der letzten fünf Ligapartien verloren, wobei man fairerweise konstatieren muss, dass die Gegner unter anderem FC Chelsea und Manchester City hießen. Will man in der Premier League verbleiben, kommen den direkten Duellen gegen die Mitaufsteiger eine Schlüsselrolle zu – und eigentlich sollte man die Heimspiele gegen erwähnte Gegner definitiv gewinnen. Wenn das in der aktuellen Situation aber so einfach wäre gegen West Brom. Die Baggies sind die bisherige Überraschung der Saison, liegen auf Platz 6 mit 15 Punkten, nur zwei Zähler hinter dem Tabellenzweiten FC Arsenal. Das Team von Roberto di Matteo hat vielleicht wie kein anderes Team derzeit in der Liga einen Lauf und spielt dabei ganz einfachen Fußball, nicht spektakulär, aber erfolgreich.

Zitat des Tages: Donnerstag, 28. Oktober 2010 – Not happen ovenight

Obama replied: “When I say that when we promised during the campaign, change you can believe in, it wasn’t change you can believe in in 18 months …What I would say is, ‘Yes, we can’, but it is not going to happen overnight.” Stewart suggested one of the problems was that far from bringing about change, Obama had brought into power many of the same old faces, such as his economics adviser, Larry Summers, who is about to leave the administration and has been heavily criticised over the lacklustre state of the economy. “In fairness, Larry did a heck of a job,” Obama said. Stewart interjected: “You don’t want to use that phrase, dude.”

The Guardian: Laughs in short supply as Barack Obama gets serious on The Daily Show

Das sehenswerte Interview von US-Präsident Barack Obama bei Jon Stewart’s The Daily Show gibt es hier.

Update aus meinem Leben, 28.10.2010

So, da bin ich wieder. Sorry für die mal wieder längere Auszeit hier im Blog. Ist eigentlich ganz einfach und stets dasselbe Prinzip. Wenn hier nicht so viel passiert, habe ich einfach zu viele andere Dinge um die Ohren. Und da das hier meine Freizeitbeschäftigung ist, kommt es leider im Ranking der wichtigen Erledigungen immer an letzter Stelle, was nicht heißt, dass ich mir in meiner Abwesenheit keine Gedanken ums Bloggen mache. Nur kann ich die vielen Ideen dann nicht umsetzen.

Der Oktober war wieder ein wenig stressig, was ich allerdings erwartet hatte, von daher war ich jetzt nicht so überrascht. Nach den schönen Tagen in der Schweiz ging es dann wieder Schlag auf Schlag. An erster Stelle derzeit auf der To-Do-Liste das kleine Forschungsprojekt, was ich mit drei Komilitonen seit April durchführe. An dieser Stelle vielen Dank an alle, die an der Umfrage teilgenommen haben. Freut mich sehr. Wer noch nicht teilgenommen hat, kann dies bis einschließlich Sonntag noch erledigen.

Dann war ich seit Juli in ein größeres Forschungsprojekt am Lehrstuhl für Kommunikations- und Medienwissenschaften eingespannt, das jetzt erstmal nicht mehr in unseren Händen und damit auf meinem Schreibtisch liegt (aber hoffentlich bald mal wieder, wenn es eventuell genehmigt wird). An dieser Stelle heißt es dann auch erstmal ein wenig Durchschnaufen können. Und gewöhnlich sind Semesteranfänge und der Beginn der Vorlesungen und Seminare grundsätzlich chaotisch und zeitaufwendig. Irgendwann will ich nochmal erleben, dass man im Oktober oder April auch am ersten Tag des neuen Semesters ganz ruhig in die Universität rein- und wieder rausgehen kann. Und ich freue mich, dass ich mit zwei bezaubernden Menschen zusammen die Teamleitung für das Düsseldorfer Forum Politische Kommunikation 2011 übernommen habe. Und das brauchte im Oktober auch erstmal vermehrt meine Aufmerksamkeit. Und dann blieb leider eher wenig Zeit für Freizeitaktivitäten, weil nebenbei auch noch einige andere Dinge zu erledigen waren.

Hieß die letzten Tage und Wochen auch eher wenig Sport schauen, und wenn nur nebenbei mit geringer Aufmerksamkeit. Was aber auch mal ganz nett ist und seine Vorteile hat. Man regt sich über keine Schiedsrichter und vergebene Chancen auf, man ist umso erfreuter, wenn man dann im Radio auf der Autobahn Endergebnisse hört und nicht zwischendurch permanent aufs iPhone schaut, ob Werder, 96 oder Arsenal schon wieder Tore geschossen haben. Denn es gibt tatsächlich Gegenden in Deutschland, wo man keinen Empfang für mobiles Internet besitzt. Hat also auch alles seine Vorteile, wenn man beschäftigt ist und sich keine Meinung bilden muss zu Kämpfen zwischen Bloggern und Verlegern, und politischen Aussagen zu Integration und Zuwanderung – abseits der leeren Kühlschränke, weil man es spätabends wieder nicht geschafft hat einzukaufen oder einfach keine Lust mehr hatte.

Der Herbst ist bisher irgendwie an mir vorbeigerauscht. Zu wechselhaft ist momentan das Wetter, ich kann mich nur noch sporadisch an die goldenen Oktobertage vor ein paar Wochen erinnern. Mit Vorfreude blicke ich jetzt auf den November, zumindest weil ich hoffe, dass etwas weniger Arbeit ansteht und ich endlich längst überfällige Sachen erledigen kann (zu IKEA fahren, Winterjacke zur Änderungsschneiderei bringen).

Und heute Abend sitze ich mal nicht am Schreibtisch. Endlich.

Premier League 2010/2011 Preview #9 – Zeitlos

Anstrengende Arbeitswoche hinter mir. Da ich morgen auch den ganzen Tag beschäftigt sein werde und meine paar freien Stunden heute Abend lieber beim Eishockey verbringen möchte als mit Laptop auf dem Sofa, diesmal nur ein kleiner zeitloser Hinweis auf die Premier League. Nachdem ich wenigstens ein paar Zeilen zu Wayne Rooney verlieren wollte (hatte schon über 1000 Wörter getippt), hat ja auch das nicht geklappt. Denn Rooney bleibt bei United und unterschreibt einen 5-Jahres-Vertrag. Trotzdem möchte ich euch die Äußerungen von Blackpool-Trainer Ian Holloway zur Causa Rooney nicht vorenthalten.

Sonntag dann mehr zur Premier League. Fürs erste einen schönen Start ins Wochenende.

Zitat des Tages: Montag, 18. Oktober 2010 – Stillstand für Westerwelle

“Die Entscheidung über Stuttgart 21 ist von grundsätzlicher Bedeutung für den Wirtschaftsstandort Deutschland. Als Außenminister stelle ich mir auch die Frage, welches Zeichen wir als Land insgesamt in die Welt senden. Sind wir ein Standort der Veränderungsbereitschaft oder des Stillstands? Die dynamische Welt des 21. Jahrhunderts ist voller Länder, deren Gesellschaften eine enorme Veränderungsbereitschaft an den Tag legen. Dagegen sehe ich hierzulande Anzeichen für eine skeptische Grundhaltung, die sich breitmacht. Das kann so nicht weitergehen, wenn wir im globalen Wettbewerb auch in Zukunft bestehen wollen.”

Außenminister und FDP-Vorsitzender Guido Westerwelle zu den Protesten gegen Stuttgart 21 im Interview mit dem Tagesspiegel: “Wir werden in ganz Europa beneidet“.

Ich wollte eigentlich schon viel früher mal einen längeren Artikel zu meiner Sicht auf Stuttgart 21 schreiben, konnte mich zuletzt aber nicht dazu motivieren, weil ich die ganze Diskussion über das Projekt, die Proteste drumherum und die Aussagen vieler Politiker, für komplett aus dem Ruder gelaufen sehe. Zum einen frage ich mich, wer da noch den Überblick behalten soll. Zum anderen denke ich schon seit Wochen darüber nach, wo die Kombination aus ein bisschen Bahnhofabreißen, Protesten in Stuttgart, Verhandlungsangebote der Politik, Brechstange der Deutschen Bahn und Bemühungen für ein Schlichtungsgespräch eigentlich hinführen soll – außer in die Sackgasse. Oder sieht jemand eine Lösung, außer dass Stuttgart 21 trotz aller Proteste weiter gebaut wird? Das ist doch bizarr, was die letzten Wochen da passiert ist. Und wir stehen immer noch bei keinem Ergebnis oder Lösungsansatz. Von daher kann ich zumindest in Ansätzen die Sorge der Politiker verstehen, schließlich ist das Projekt durch alle demokratischen Instanzen gegangen und hat jeweils eine demokratische Mehrheit bekommen. So what also. Nennt sich repräsentative Demokratie, die wir ja nun mal haben. Stammleser dieses Blogs kennen meine Bewunderung für direkte Demokratie, wobei ich mir ja immer, wenn ich Volksentscheide gefordert habe, kräftig Gegenwind eingefangen habe. Und jetzt soll also alles durch das Volk entschieden werden. Ist die generelle Unzufriedenheit mit der Politik da vielleicht stärker als der rationale Gedanke, jetzt auf einmal direktdemokratische Elemente zu fordern?

Das war es dann aber auch mit meinem Verständnis für die Politiker – und insbesondere die Deutsche Bahn. Und wenn ich solche Aussagen, wie die von Westerwelle im Tagesspiegel lese, muss ich mich sowieso manchmal fragen, warum ich eigentlich noch wählen gehe.

Ich bin gegen den Bau von Stuttgart 21 und das eigentlich nur aus einem Grund: Das Geld ist anderswo viel sinnvoller und nachhaltiger investiert. Leider sieht das scheinbar die Deutsche Bahn nicht so.

Und da wären wir dann wieder auch bei Stuttgart 21 und dem Wirtschaftsstandort Deutschland. Mag sein, dass Stuttgart 21 den Wirtschaftsstandort Deutschland stärken würde, aber das würde ein Ausbau der Rheintalstrecke von Karlsruhe über Freiburg nach Basel noch viel mehr (siehe den ganzen aufgelisteten Vorteilen in der Bahn-Broschüre). Oder eine ICE-Schnellfahrstrecke Frankfurt-Mannheim. Oder eine vernünftige Hinterlandanbindung für die norddeutschen Häfen und ein Ausbau der Strecken Hannover-Bremen und Hannover-Hamburg. Man muss sich das mal vorstellen: Da baut die Schweiz mit dem Gotthard-Tunnel ein Jahrtausendprojekt für den europäischen Transitverkehr und Deutschland schafft es nicht die Güterstrecke im Rheintal nach Basel auszubauen. Das Projekt zieht sich jetzt schon seit Jahren hin. Gleiches gilt für die Y-Trasse Hannover-Bremen-Hamburg. Und das wäre viel viel dringender als eine schnelle Verbindung Stuttgart-Ulm. In der Tagesschau vergangene Woche hieß es von Seiten der Projektleitung, dass der Gotthard-Tunnel bereits 2016 fertig sein könnte. Optimistischer Termin für das Ende aller Bauarbeiten im Rheintal liegt bei 2020. Da sind wir ja voll dabei im globalen Wettbewerb, Herr Westerwelle.

Ich verstehe das einfach nicht. Von daher beteilige ich mich auch nicht mehr an Diskussionen zu Stuttgart 21. Und dann redet Westerwelle irgendwas von globalem Wettbewerb, Stillstand und skeptische Grundhaltung gegenüber Veränderung. Die mag es teilweise geben, aber viele Politiker scheinen genauso wenig zu erkennen, was gut für den Wirtschaftsstandort Deutschland ist. Fragen sie mal die Millionen Fahrgäste, die täglich in Limburg oder Montabaur in einen ICE einsteigen. Pure Geldverschwendung. Genauso wie Stuttgart 21 auch. Denn es gibt dringendere Bahnprojekte in Deutschland. Herr Grube, packen Sie die Brechstange ein!

In eigener Sache: Bitte um Teilnahme an einer Umfrage

Ich arbeite mit drei Kommilitonen aus dem Masterstudiengang Politische Kommunikation an der Uni Düsseldorf seit April an einem Forschungsprojekt, um das Thema Smart Mobs/Flashmobs und andere Mob-Aktionsformen erstmals in Deutschland empirisch ein wenig genauer zu erkunden. Dazu haben wir eine Umfrage gestartet, die in erster Linie erfragen möchte, warum jemand an einer solchen Aktion teilnimmt, aber auch warum nicht.

Um das Forschungsprojekt in den nächsten Wochen erfolgreich abschließen zu können, wäre ich für Hilfe und Unterstützung dankbar. Wenn ihr also jemanden kennt, der schon mal an solch einer Aktionsform teilgenommen hat, macht ihn auf die Umfrage aufmerksam! Und wenn ihr selbst schon mal dabei wart, füllt doch bitte die Umfrage aus. Mitmachen können auch Personen, die noch nie an einer solchen Aktion beteiligt waren bzw. noch nie etwas von diesen ganzen Begriffen gehört haben.

Natürlich gibt es auch etwa zu gewinnen, nämlich einen iPod-Shuffle.

Hier der Link zur Umfrage: http://ww3.unipark.de/uc/Smart_Mobs

Freue mich außerordentlich über jeden einzelnen Teilnehmer der Umfrage und wenn die Leser dieses Blogs ein wenig Werbung für die Umfrage machen könnten und vielleicht sogar selbst teilnehmen.

Vielen Dank für eure Zeit und Mühe.

Herzlichst,

Felix

Premier League 2010/2011 #8, FC Everton – FC Liverpool

[16h26] Endstand FC Everton – FC Liverpool 2:0

Liverpool hatte die beste Phase nach dem 0:2-Rückstand. Und nicht mal da wirkte man überzeugend und dominant. Verdienter Sieg für die Blauen, taktisch, spielerisch und insbesondere in der ersten Halbzeit von der Leidenschaft eine gute Klasse besser als die Reds. Everton setzt den Aufwärtstrend der letzten Wochen fort, und für David Moyes wohl am wichtigsten, dass man jetzt die guten Leistungen auch in Siege verwandelt. Everton klettert ins Mittelfeld der Tabelle. Defensiv stand man fast immer bombensicher, Jagielka mit überzeugender Rückkehr. Offensiv in der Abwesenheit von Fellaini die Defensive mit der Hereinnahme von Heitinga genau richtig gestärkt, hatte man über 60 Minuten ein Übergewicht im Mittelfeld. Und dann – im Gegensatz zu Liverpool – eiskalt vor dem Tor.

Roy Hodgson wirkte ratlos, die ganze Zeit mit verschränkten Armen an der Seitenlinie stehend. Viel mit Sammy Lee kommuniziert. Es gibt Redebedarf in den nächsten Tagen beim FC Liverpool. Donnerstag steht die Europa League auf dem Programm. Bei den Reds bleiben, das hat das Spiel heute erneut gezeigt – zwei große Baustellen. Einmal das defensive Mittelfeld, besonders in der ersten Halbzeit schlicht nicht da. Wenn die Kombination vor gut einem Jahr damals noch Mascherano und Xabi Alonso hieß, ist das mit Lucas und Meireles ein großer Qualitätsverlust. Meireles immerhin mit offensiven Impulsen, Lucas einfach nicht da. Zweite Baustelle: Das Toreschießen. Torres zwar mit guten Chancen, aber es macht einfach nicht klick. Der Spanier zu sehr auf sich alleine gestellt. Man spielt zu häufig durch die Mitte, wenig über die Außen, kaum verwertbare Flanken, wenig Abwechselung, wenig Kreativität. Liverpool fast nicht wiederzuerkennen. Das wird eine interessante Woche in Liverpool. Ich bin mir ziemlich sicher, dass Hodgson weitermachen darf, es sei denn, er tritt freiwillig zurück. Aber das scheint nicht die Art von Hodgson zu sein. Mal sehen, was die nächsten Spiele bringen. Sollte die Erfolgslosigkeit anhalten, wird es auch langsam für Roy ganz eng. Everton gewinnt das 214. Merseyside Derby verdient mit 2:0 und schlägt erstmals seit 2006 die Reds.

[16h21] Vier Minuten Nachspielzeit

[16h18] Und die beste Chance für den FC Liverpool in der 87. Minute. Langer Ball von Ryan Babel auf Fernando Torres, der lässt zwei Gegenspieler aussteigen, 1 gegen 1 mit Tim Howard, aber der Keeper des FC Everton reagiert glänzend. An guten Tagen macht Torres den mit verbundenen Augen.

[16h15] Wechsel FC Liverpool: Milan Jovanovic für Maxi Rodriguez

Wie gesagt, Liverpool nährt sich. Dabei bleibt es dann auch. Everton nicht wirklich unter Dauerbeschuss.

[16h10] Wechsel FC Liverpool: Ryan Babel für Joe Cole

[16h06] Viertelstündchen noch. Zweite Baustelle für den FC Liverpool neben dem schwachen defensiven Mittelfeld konnte man in den letzten Minuten beobachten. Man macht zu wenig aus der Überlegenheit, Distanzschüsse von Meireles kann doch nicht der Weisheit letzter Schluss sein. Wo sind die Direktpässe, wo die Flanken? Torres hängt durch, wird aber auch kaum in Szene gesetzt. Die Hereingaben von Joe Cole sind zwei Nummern schlechter als die von Steven Cherundolo. Das passt alles nicht zusammen. Und wenn du zwei solch großen Baustellen im Team hast, wird es gegen einen engagierten Gegner wie den FC Everton ganz ganz schwierig.

[16h05] Wechsel FC Everton: Jermaine Beckford, Neuzugang aus Leeds – ganz interessanter Spieler – für den verletzten Mikel Arteta

[16h04] Roy Hodgson guckt in Minute 73 an der Seitenlinie genauso ratlos wie in Minute 34.

[16h03] Wechsel FC Everton: Tony Hibbert für den sehr starken John Heitinga

[16h02] Wechsel FC Liverpool: David Ngog für den enttäuschenden Lucas.

[15h59] Everton hat momentan beide Füße vom Gaspedal genommen und lässt Liverpool ein wenig kommen. Die kommen häufiger zum Torabschluss, aber wirklich gefährlich ist das weiterhin nicht. Gerrard versucht jetzt das Spiel an sich zu reißen, hat die zentrale Rolle im offensiven Mittelfeld, Maxi Rodriguez gibt einen zweiten Stürmer, Joe Cole kommt vermehrt über die linke Seite. Liverpool nährt sich langsam den Anschluss, der dringend benötigt wird.

[15h54] Schuss von Meireles aus 30 Metern in die Arme von Howard. Wenn das alles ist, muss man sich als Liverpool-Fan ernsthaft Gedanken machen.

[15h52] Gute Stunde durch. Everton verwaltet die Führung ohne wirklich allzu viele Torchancen zuzulassen. Die Reds zwar bemühter als in der ersten Hälfte, aber immer noch plan- und konzeptlos in der Hälfte des FC Everton. Tor für die Reds liegt jetzt nicht unbedingt in Reichweite.

[15h47] 80% Ballbesitz in den ersten 10 Minuten der zweiten Halbzeit für den FC Everton. Wow. Die Toffees wie im Rausch derzeit.

[15h43] Und der FC Liverpool hat noch 40 Minuten Zeit nicht noch tiefer in die Krise zu schlittern. Und der Goodison Park tobt.

[15h41] 2:0, Mikel Arteta, 50. Minute

Und hat sich was von Schwung nach der Halbzeit, wenn der FC Everton mit der ersten Chance die Führung ausbaut. Bilyaletdinov holt eine Ecke von links raus, Krygiakos mit Kopfballbefreiung völlig unnötig direkt in die Mitte. Arteta aus 20 Metern einfach drauf gehalten. Reina sieht dank der vielen Spieler vor sich überhaupt nicht, wo der Ball hingeht und kann nicht mehr reagieren. 2:0. Herzlich Willkommen, John W Henry.

[15h37] Nach einer guten Minute schon ein Torschuss für den FC Liverpool. Baines mit unglücklicher Kopfballvorlage für Maxi Rodriguez, gute Schussposition, aber zu zentral auf Tim Howard gezielt. Liverpool mit Schwung aus der Halbzeit kommend, ist ja auch nötig.

[15h36] Beginn 2. Halbzeit

[15h35] Wechsel FC Everton: Der Freund aller Fußball-Kommentatoren, Diniyar Bilyaletdinov, für den angeschlagenen Leon Osman.

[15h19] Halbzeit FC Everton – FC Liverpool 1:0

Überzeugende Leistung des FC Everton. Verdiente Führung für die Toffees, die viel mehr in dieses Spiel investieren. Tolle Laufarbeit. Die Taktik von Moyes Heitinga ins defensive Mittelfeld zu verfrachten, geht wunderbar auf. Everton hatte ja auch in den letzten Spielen nie schlecht gespielt, heute belohnt man sich dann auch mit dem Tor, nachdem bereits einige gute Chancen hatte. Liverpool enttäuscht auf ganzer Linie, ernüchternd wieder zu sehen, wie wenig das defensive Mittelfeld der Reds eine Bindung ins Gesamtgefüge der Mannschaft bekommt. Nach vorne mit der Ausnahme des Torres-Kopfball ist das schlicht viel zu wenig. Tolle Partie, intensiv geführt, beste Nachmittagsunterhaltung für die Zuschauer.

[15h16] Zwei Minuten Nachspielzeit

[15h11] Unfassbar gute Laufarbeit vom FC Everton und weiter enttäuschend, was Liverpool in der Offensive anbietet. Fünf Minuten noch bis zur Halbzeit. 60 Prozent Ballbesitz für die Toffees.

[15h05] 1:0, Tim Cahill, 34. Minute

Und da ist die verdiente Führung für die Gastgeber. Lucas (er spielt ja doch mit) verliert im Mittelfeld den Ball, dann folgt eine exzellente, wunderbare Vorarbeit von Seamus Coleman, der auf der Außenbahn zwei Liverpool-Spieler abschüttelt, Flachpass in die Mitte, wo Krygiakos durch Yakubu gebunden ist. Cahill völlig frei – und knallt die Kugel in die Maschen. Null Abwehrchance für Reina.

[15h04] Auch wenn spielerisch sicherlich noch ganz viel Luft nach oben ist, bisher ein richtig interessantes Spiel. Kann man gut zuschauen.

[14h58] Trotz der einen Chance eben durch Torres wenig Offensives für die Gäste. Credit to Everton, ganz starkes Spiel, viel Laufarbeit, viel über die Flügel, weil die Außenverteidiger fleißig mit nach vorne gehen. Die Räume werden eng für den FC Liverpool gemacht, die Reds im Mittelfeld hoffnungslos unterlegen (wo ist eigentlich Lucas?), es hapert bei den Blauen mal wieder am Abschluss. Aber trotzdem kann David Moyes sehr zufrieden sein, Roy Hodgson eher weniger. Zumindest mit dem Ergebnis noch.

[14h54] 23 Minuten durch und wir schreiben die erste Chance vom FC Liverpool auf den Notizzettel. Flanke von Links durch Joe Cole, in der Mitte Torres mit dem Kopf am Ball, Howard lenkt den Ball über die Linie. Man spielt offensiv noch mit. Und die neuen Besitzer nehmen es erfreut zur Kenntnis.

[14h50] Und jetzt hat Howard Webb keine Gnade mehr. Maxi Rodriguez mit der ersten gelben Karte nach 18 Minuten. Everton weiter spielbestimmend. Von Liverpool kommt gar nichts nach vorne.

[14h45] Everton drückt und spielt gut die Chancen raus. Baines gewinnt den Ball auf links, schickt Yakubu, der mal auf den Flügel ausgewichen ist. Schuss in die Mitte, wo wirklich alle Reds-Spieler verpassen, Distin kommt an die Kugel, dreht sich um seinen Gegenspieler, Abschluss wieder einen Tick zu hoch.

Viele Fouls, Gerrard mit einem gelbwürdigen Tackle, aber Webb wie immer großzügig zu Beginn, belässt es bei einer strengen Ermahnung.

[14h43] Erste gute Chance in diesem Spiel, für den FC Everton. Nach einem Freistoß für die Toffees bekommen die Reds den Ball nicht weg. Baines dribbelt am Strafraum, legt links raus, Flachpass in die Mitte, wo Skrtel den Ball direkt vor die Füße von Phil Jagielka legt, doch der Linksschuss des Innenverteidigers deutlich zu hoch. Everton nährt sich dem Tor immer mehr.

[14h40] Bleibt eine intensiv geführte, körperbetonte Partie. Spielerisch leider bisher noch ganz wenig zu vermelden, ebenso wie nennenswerte Torchancen. Leichter Vorteil für Everton in den ersten Minuten, der soweit geht, dass man sich ganz gut durchs Mittelfeld bewegt. Aber der letzte Pass, die letzte Flanke findet dann noch keinen Abnehmer.

[14h35] Everton mit viel Pressing in den ersten Minuten, gehen früh auf die ballführenden Spieler, machen die Räume eng. Liverpool bleibt vorerst nur der Weg das Spiel zu beruhigen und hinten rum zu spielen. Schon jetzt unglaublich intensive Begegnung.

[14h32] Beginn 1. Halbzeit

Referee Howard Webb pfeift an. Liverpool in rot, Everton in blau. Wie es sich gehört. Die Gäste mit Anstoß, spielen von rechts nach links in der ersten Hälfte. Sonnenschein in Liverpool, man mag es sich gar nicht vorstellen.

[14h26] Wie ich diese Intros der Premier League liebe…

[14h21] Skrtel und Kyrgiakos, nicht unbedingt die stärkste Defensive für die Reds, gegen einen wenig gehemmten Sturm der Toffees. Könnte also auch ein 0:0 werden. Überhaupt dürfte der Verlierer des Spiels einen ungemütlichen Oktober bekommen.

[14h19] Die Aufstellungen im Goodison Park:

FC Everton: Howard – Neville, Jagielka, Distin, Baines – Coleman, Heitinga, Arteta – Osman, Cahill – Yakubu

FC Liverpool: Reina – Carragher, Skrtel, Kyrgiakos, Konchesky – Gerrard, Lucas – Meireles, Cole, Maxi Rodriguez – Torres

Zunächst zu den Gästen. Torres wie erwartet fit, Kuyt wird noch längere Zeit fehlen. Kurzfristig auch ausgefallen ist Glen Johnson, deshalb rückt Carragher auf die rechte Abwehrseite, Kyrgiakos mit Skrtel in der Innenverteidigung (auf die Schnelle kann ich mich nicht erinnern, dass die beiden von Beginn an schon mal zusammengespielt haben). Das Mittelfeld wie immer flexibel, mal schauen, wie die Rolle von Gerrard genau aussehen wird. Torres ist einzige Spitze. Bei Everton Aufatmen, weil Jagielka zurück in die Innenverteidigung kehrt. Heitinga rückt ins Mittelfeld und ersetzt den verletzten Fellaini. Das ist dann doch die etwas defensivere Variante, zumal wohl Arteta und Cahill auch eher die Rollen im Mittelfeld übernehmen. Yakubu nominell einzige Spitze, Cahill kann aber gut und gerne auch in den Sturm rücken. Hat das letzte Saison, als Everton wegen Verletzungen die Stürmer ausgingen, mehrmals gespielt.

[14h11] Liverpool muss defensiv wieder sicherer stehen als zuletzt, als die Rückwärtsbewegung bei Angriffen des Gegners schlicht nicht exsistent war und große Lücken im Mittelfeld klafften. Und ein Fernando Torres mit Torriecher dürfte heute auch nicht schaden. Und Everton würde sich heute mal über eine effizientere Chancenverwertung freuen als in den letzten Wochen. Zu viel Aufwand, zu wenig Ertrag. Mit Ausnahme des ersten Saisonsiegs vor zwei Wochen in Birmingham.

[14h07] Schönen Nachmittag zusammen. Endlich wieder mal sportlich auf den FC Liverpool blicken. Nachdem die Besitzerfrage gelöst ist, sind jetzt wieder Spieler und Trainer gefordert. Hinter dem Hickhack um einen neuen Besitzer kann man sich jetzt nicht wieder verstecken. Das 214. Merseyside Derby und für beide Vereine die Hoffnung einen Schritt raus aus der sportlichen Krise zu machen. Die neuen Besitzer von der NESV sind im Goodison Park, Roy Hodgson hat erstmal eine Jobgarantie bekommen. Es könnte alles so schön sein für die Reds. Warten wir aber erstmal die 90 Minuten ab.

Premier League 2010/2011 Preview #8 – “Your manager dictates how your players behave”

Ist die Premier League zu einer dreckigen, überharten Fußballliga geworden? 11. September, Cravan Cottage, Fulham gegen Wolverhampton. Wolves-Spieler Karl Henry bricht Bobby Zamora von den Cottagers das Bein. Der Stürmer wird wohl den Rest der Saison ausfallen. Am letzten Spieltag war eben jener Karl Henry wieder für ein ganz dunkles Kapitel auf dem Rasen verantwortlich, als er Jordi Gomez von Wigan Athletic – vorsichtig formuliert – vom Platz fegte. Henry darf auf das Gehalt von zwei Wochen verzichten und wurde von der Liga für XXX gesperrt. Nächster Tatort am letzten Spieltag vor zwei Wochen, Manchester City hatte Newcastle zu Gast. Nigel De Jong haut Hartem Ben Arfa um und bricht ihm ebenfalls das Bein, wahrscheinliches Saisonaus für die Hoffnung der Magpies. Und jetzt fängt das große Diskutieren in der Premier League an. Immer wieder ist zu hören, dass die robusten Spieler lernen müssen richtig und sauber zu tackeln. Bisher standen immer die Spieler im Fokus der Kritik, seit vergangenem Wochenende, ein wenig unbemerkt wegen der Länderspielpause, nun auch die Trainer, weil Danny Murphy vom FC Fulham zum Rundumschlag ausgeholt hat und bewusst bestimmte Trainer an den Pranger gestellt hat.

“But the fact is the managers are sending out their players so pumped up there are inevitably going to be problems in games. Every ship has a captain and that’s the manager who is in charge. You get managers who are sending their teams out to stop other teams playing, which is happening more and more – the Stokes, Blackburns, Wolves. Your manager dictates what your players do and how you behave. The pace in which some players go into tackles now is ridiculous. There’s no brains involved in the players who are doing that. I don’t believe players are going out to break another player’s leg but there has to be some logic and intelligence involved.”
BBC Sport: Managers must take responsibility for tackles – Murphy

Die Reaktion ließ dann doch einige Tage auf sich warten. Explizit hatte Murphy drei Teams genannt. Blackburn, Stoke und die Wolves. Letztgenannte stehen wegen Karl Henry sowieso schon die ganze bisherige Saison unter Dauerbeschuss. Und nun überlegen Sie mal, welcher Trainer der drei genannten Teams solche Kritik nicht wortlos hinnimmt. Genau, es kann nur Blackburn’s Big Sam Allardyce sein, der die Vorwürfe heute bei einem kurzen Briefing mit den Medien widerlegen wollte. Und brachte ein ganzes Bündel an Statistiken mit: Blackburn seit momentan Vierter in der Fairplay-Tabelle. Und überhaupt haben ja alle einen völlig falschen Eindruck von seinem Team und ihm als Trainer:

“The perception of Blackburn Rovers is the wrong one, in many, many cases and we have to live with it. The perception of Sam Allardyce is the wrong one, but I have to live with it .I don’t quite know why he said it, you would have to ask him that, but it created a huge stir around the media world for a few days and unfortunately we have to say he’s nothing but completely wrong in his suggestions regarding Blackburn Rovers being anything other than good professionals who do the job honestly and who are committed.”
BBC Sport: Sam Allardyce dismisses Danny Murphy allegations

Auch die League Managers Association (LMA) hat die Vorwürfe von Danny Murphy als haltlos und teilweise mit Blick auf die Fairplay-Tabelle nicht berechtigt bezeichnet. Dennoch dürfen wir Murphy immerhin verdanken, dass das Thema Härte in der Premier League auf die Tagesordnung gekommen ist. Arsene Wenger wird sich zu gegebener Zeit sicherlich auch noch einmal äußern. Denn auch sein Schützling Aaron Ramsey wurde im Februar letzten Jahres Opfer überharten Spiels. Nach dem Foul von Ryan Shawcross zog sich Ramsey einen Schien- und Wadenbeinbruch zu. Nun ist er langsam auf dem Weg der Besserung und hat auch schon wieder mit Ballübungen begonnen. Ursprünglich war ein Comeback für Anfang November vorgesehen. Wenger möchte die Dinge aber nicht überstürzen, angepieltes Datum ist jetzt erstmal das London Derby am 20.11. gegen die Tottenham Hotspur.

***

Die Saga um die Übernahme des FC Liverpool scheint fast beendet zu sein. Aktuelle Entwicklungen der letzten Stunden sind in meinem ausführlichen Live-Blog nachzulesen.

***

Ganz interessanter 8. Spieltag mit einem echten Kellerduell, vermeintlichen Pflichtaufgaben für die Big Three, dem ersten Heimspiel vom FC Blackpool im deutschen TV. Aber alles wird überstrahlt vom Merseyside Derby zwischen dem FC Everton und dem FC Liverpool am Sonntagnachmittag.

Wolverhampton Wanderers – West Ham United
Der Schock für West Ham und vielleicht auch viele deutsche Premier League Fans kam am frühen Donnerstagabend, als bekannt wurde, dass Thomas Hitzlsperger nach seiner Oberschenkelverletzung nun darunter leidet, dass sich der Oberschenkelmuskel komplett vom Knochen abgelöst hat. Eigentlich sollte Hitzlsperger im Aufgebot für das Spiel bei den Wolves stehen. Nun fällt er bis Februar aus, ein Karriereende drohe aber nicht. Damit weiter “The Hammer” weiter auf seinen ersten Pflichtspieleinsatz für die Hammers nach seinem Wechsel im Sommer von Lazio Rom zu West Ham. Er unterschrieb einen 3-Jahres-Vertrag. Es ist das Kellerduell an diesem Spieltag, der 19. hat den 20. zu Gast. Die Formkurve spricht aber für die Gäste. West Ham mit vier Punkten aus den letzten zwei Spielen. Wolverhampton hat in den letzten sechs Pflichtspielen nicht gewinnen können, die letzten vier Ansetzungen gingen verloren. Zuletzt hatten die Wolves 2004 vier Spiele in Serie verloren, es folgte der Abstieg in die Championship. Weiteres Indiz für die Probleme von Wolverhampton: In den letzten 10 Spielen hat man immer mindestens ein Gegentor kassiert. West Ham hofft auf den Einsatz von Valon Behrami, der die letzten drei Wochen mit einer Knieverletzung gefehlt hat. Bei den Wolves fehlt der gesperrte Karl Henry, dafür könnte es endlich das lang erwartete Comeback von Stephen Hunt gegen, der vier Monate nach seinem Wechsel von Hull zu den Wolves in seinem ersten Einsatz Sturmpartner von Kevin Doyle werden könnte.

Manchester United – West Bromwich Albion
Sky Sport 1 live, Samstag 15h55, Kommentar: Andreas Renner

Im Old Trafford spielen am Samstagnachmittag der Tabellendritte gegen den Tabellensechsten. Bei Manchester United hätte man eine solche Platzierung verständlicherweise erwartet, nicht unbedingt bei den Baggies. Gelingt West Brom nach dem Auswärtssieg beim FC Arsenal der nächste große Coup? Während Albion auf Zusatzpunkte hofft, die für das möglichst schnelle Erreichen der 40-Punkte-Marke nett wären, würde Manchester United einfach mal wieder gerne gewinnen gegen einen vermeintlich beherrschbaren Gegner. Aber das hatte man ja auch schon von Bolton und Sunderland gedacht. Trainer Sir Alex Ferguson forderte von seiner Truppe wieder “Killerinstinkt”. Wenn man schon die Spiele derzeit nicht überzeugend spielerisch gewinnen könne, dann lieber bitte ein dreckiges 1:0 in der Nachspielzeit. Größtes Manko von United ist weiter die Formschwäche von Wayne Rooney, die zumindest teilweise von den brillianten Leistungen von Nani kompensiert werden können. Auf Dauer brauchen die Red Devils aber die Tore von Rooney. Unter der Woche gab es ein wenig Verwirrung, als Ferguson behauptete, Rooney habe die letzten Spiele für Man Utd wegen einer Knöchelverletzung nicht absolvieren können. Rooney, der am Dienstag mit der englischen Nationalelf gegen Montenegro spielte, wollte davon nichts wissen: “Ich hatte die ganze Saison bisher keine Probleme mit dem Knöchel.” Immer noch nicht wieder mitwirken kann Owen Hargreaves, dessen Comeback eigentlich für die Partie gegen die Baggies angekündigt wurde. Aber das Spiel kommt zu früh.

FC Fulham – Tottenham Hotspur
Abseits des Spielfeldes schreiben die Tottenham Hotspur gerade interessante Schlagzeilen, was die Pläne für ein neues Stadion angehen. Vorstellungen für einen Wegzug oder einen Neubau von der White Hart Lane gibt es ja schon länger, allerdings sind die Kosten in den letzten zwei Jahren immer weiter gestiegen. 460 Millionen Pfund soll ein Neubau jetzt in der Nähe der White Hart Lane kosten, zu viel für die Spurs, auch wenn man dann das jetzige Gelände, ähnlich wie mit Arsenal’s Highbury, verkaufen oder Wohnungen bauen könnte. Nun haben die Spurs eine fixe Idee und bewerben sich jetzt ebenfalls wie West Ham United um ab 2012 im Olympiastadion im Londoner Osten, in Stratford, zu spielen. West Ham galt eigentlich als Favorit und einziger Bewerber bisher, zumal die Hammers zusicherten, dass sie die Leichtathletikbahnen im Stadion beibehalten wollen, damit die Location neben den Fußballspielen auch für weitere Sportveranstaltungen und Konzerte genutzt werden kann. Die Spurs grätschen nun scheinbar dazwischen und würden gerne auch die Laufbahnen abschaffen, sollten Sie den Zuschlag bekommen. Und überlegen sogar, dass eher minimalistische Stadion komplett umzubauen zu einer modernen Fußballarena. Alles noch in der Findungsphase, aber da könnte sich in den nächsten Wochen und Monaten vielleicht ein Konflikt abzeichnen.

Sportlich stehen die Spurs passabel da und könnten mit einem Sieg bei Fulham ihren Platz unter den ersten Fünf sichern. Nötig wäre dafür sicherlich das 100. Auswärtstor in London-Derbys für die Spurs, bisher stehen sie bei 99. Wird wieder interessant zu sehen sein, wie Tottenham mit dem Gefühl des bevorstehenden Champions League Spiels gegen Inter Mailand in diese Partie geht. Fulham dümpelt durch das Mittelfeld der Premier League. Wenn man es weiterhin nicht schafft Unentschieden auch mal in Siege zu verwandeln, wird sich daran so schnell nichts ändern.

FC Arsenal – Birmingham City
Jeden Donnerstagnachmittag vor einem Premier League Spieltag steht Arsene Wenger einem Journalisten von Arsenal TV Online Rede und Antwort. Großes Thema jeden Gesprächs sind dabei an erster Stelle immer Personalien, Dauer von Abwesenheiten wegen Verletzungen und mögliche Prognosen für eine Rückkehr. In den letzten Wochen war Wenger bei diesen Gesprächen nicht sonderlich gut gelaunt, doch gestern konnte man ein kleines Lächeln zwischen den Zeilen entdecken (und das nicht nur, weil Wenger am Samstag gegen Birmingham zum 800. Mal als Arsenal-Trainer an der Seitenlinie steht). Denn es gab viele positive Nachrichten. Niklas Bendtner steht für das Heimspiel gegen Birmingham wieder im Kader und sei, so Wenger, so gut in Form wie noch nie. Auch Kieran Gibbs kehrt ins Team zurück, Theo Walcott wäre ebenfalls wieder soweit. Bei Walcott wurde nach der Trainingseinheit am Freitag auf positiv entschieden. Dafür fehlt Laurent Koscielny wegen einer Rückenverletzung, also wird wohl Alex Song an der Seite von Squillaci in der Innenverteidigung spielen. Noch ein paar Tage fehlen Cesc Fabregas (möglicherweise Einsatz am Dienstag in der Champions League gegen Donezk) sowie Almunia, Vermaelen und Sagna, die alle am nächsten Wochenende wieder zur Verfügung stehen könnten. Robin van Persie wird noch bis Mitte November fehlen. Für die Gunners ist die Partie gegen die Blues von ganz wichtiger Bedeutung, will man wieder den Anschluss an die Tabellenspitze schaffen nach den zwei unglücklichen Niederlagen gegen West Brom und Chelsea. Und Birmingham will nach dem Sieg gegen Blackburn am 21. August endlich mal wieder drei Punkte einsammeln und muss dabei auf den chilenischen Nationalspieler Jean Beausejour verzichten, der weiterhin einen Fitnessrückstand aufweist.

Newcastle United – Wigan Athletic
Duell der Tabellennachbarn. Der Sieger bekommt endlich ein wenig Abstand von den Abstiegsplätzen. Und für diese Partie würde ich sogar Wigan Athletic leicht favorisiert ansehen. Newcastle schafft es bisher zuhause nicht an die teilweisen guten Leistungen in der Fremde anzuknüpfen und Wigan tut sich viel leichter, wenn sie nicht das eigene Spiel machen müssen, sondern abwarten können und dann über die schnellen Spieler im Mittelfeld und Sturm kontern können. Bei den Magpies kehrt Fabricio Coloccini nach überstandener Wadenverletzung wieder zurück ins Team.

Bolton Wanderers – Stoke City
Die Gäste aus Stoke hoffen auf die Rückkehr von Torhüter Thomas Sörensen, der mit einer Hüftverletzung zwei Wochen pausieren musste. Stoke möchte den Höhenflug aus dem September (10 Punkte aus vier Spielen) auch im Oktober fortsetzen und hofft auf den zweiten Auswärtssieg in Folge. Ebenfalls ins Team kehrt Verteidiger Andy Wilkinson zurück. Stoke möchte die Entwicklung fortsetzen, Bolton am liebsten wieder komplett rückgängig machen. Es gab nur ein Sieg in den letzten vier Spielen, wenngleich man fairerweise die gute Leistung im Remis gegen Man Utd anerkennen muss. Mit einem Sieg könnte man Stoke in der Tabelle sogar überholen. Alles ist noch eng beieinander, das macht in dieser Phase der Saison länger andauernde Misserfolge ein wenig mehr verschmerzbar. Doch das kann auch kein Dauerzustand sein. Es ist auch ein Spiel der Rückkehrer. Eidur Gudjohnsen, Abdoulaye Faye und Jonathan Walters haben alle eine Bolton-Vergangenheit und stehen jetzt bei Stoke unter Vertrag. Walters hat eine hohe Meinung auf den jetzigen Trainer seines Ex-Klubs: “Die Art und Weise, wie Bolton spielt, hat sich unter Oen Coyle dramatisch verändert. Er hat großartige Arbeit bei Burnley geleistet und bringt jetzt sein System immer mehr den Wanderers bei. Wir wissen, dass es ein ganz schwieriges Spiel wird.”

Aston Villa – FC Chelsea
Sky Sport 1 live, Samstag 18h25, Kommentar: Markus Gaupp

Die Blues aus der Hauptstadt grüßen weiter komfortabel von der Tabellenspitze und wollen zumindest den Vorsprung nicht verkleinern lassen. Nötig dazu ist im Samstagabendspiel bei Aston Villa ein Sieg. Aber die Vorzeichen für das Team von Carlo Ancelotti standen schon besser diese Saison, vor allem vom Personal in der Defensive. Der Einsatz von John Terry ist fraglich, er hatte ja bereits das EM-Qualispiel gegen Montenegro verpasst, wird am Samstag abert wohl spielen können Alex fehlt ebenso verletzt, von daher wird wohl Ivanovic in die Innenverteidigung rücken und Ferreira bekommt den Platz rechts in der Viererkette. Ansonsten spielt aber die Startelf der vergangenen Wochen, weiter ohne Kapitän Frank Lampard und auch ohne Didier Drogba, der an einer fiebrigen Erkältung leidet. Auch die Gastgeber können nicht ihre beste Elf aufbieten. Emile Heskey ist mehr als fraglich und auch Gabriel Agbonlahor plagen immer wieder Schmerzen, also wird John Carew wohl einzige Spitze sein, etwas zurückgezogen dahinter Ashley Young. Während der FC Chelsea die Tabellenspitze verteidigen will, versucht Aston Villa Anschluss in die obere Tabellenregion herzustellen. Das ist zwingend notwendig, will man sich wieder für die Europa League qualifizieren. Und solange Everton und Liverpool sportlich weiter schwächeln, muss Aston Villa in der Lage sein diese Situation auszunutzen, ohne James Milner, für den Villa noch keinen Ersatz gefunden hat. Chelsea kommt mit breiter Brust, erst eine Saisonniederlage, 23 Tore geschossen, erst zwei Treffer kassiert. Das wird eine harte Nuss für den neuen Villa-Trainer Gerard Houllier, der diese Woche das stramme Trainigsprogramm mit zwei Einheiten pro Tag fortsetzte. Der mögliche Erfolg zeigt sich Samstagabend.

FC Everton – FC Liverpool
Sky Sport 1/HD 2 live, Sonntag 14h25, Kommentar: Marco Hagemann

Und bei aller Diskussion um die finanzielle Zukunft des FC Liverpool wird am Wochenende an der Mersey auch noch Fußball gespielt. Und der Spielplancomputer meinte es mal wieder gnädig mit allen Fußballfans und hat passenderweise das Derby mit dem FC Everton ausgespuckt. Beide Teams in der sportlichen Krise und es wurden viele Wetten angenommen, dass bereits vor dem Spiel einer der beiden Trainer die 90 Minuten nicht an der Seitenlinie mehr miterleben wird. Soweit ist es das doch nicht gekommen, aber derzeit scheint Roy Hodgson stärker gefährdet als David Moyes. Die Toffees schafften vor zwei Wochen ihren ersten Saisonsieg beim 2:0 in Birmingham, während Liverpool an der Anfield Road gegen Blackpool verlor. Positive Nachrichten bei Liverpool durch den Einsatz von Fernando Torres, dafür wird Dirk Kuyt wegen Verletzung wieder ein paar Wochen fehlen. Die Reds dann also wieder im 4-5-1 mit Joe Cole und Steven Gerrard für den offensiven Part im Mittelfeld. Bei Everton fällt Marouane Fellaini kurzfristig aus, der Einsatz von Phil Jagielka ist fraglich. Liverpool erlebt gerade den schlechtesten Saisonstart seit 1981, hat von den letzten 10 Auftritten im Goodison Park aber acht gewonnen, darunter die letzten drei Spiele. Mehr zum 214. Merseyside Derby am Sonntag ab 14:00 Uhr im Live-Blog.

FC Blackpool – Manchester City
Sky Sport 1/HD 2 live, Sonntag 16h55, Kommentar: Sascha Roos

Es ist vielleicht eines der schnuckeligsten Stadien in dieser Premier League Saison, die Bloomfield Road des FC Blackpool. Und jetzt kommt die Reichen-Truppe aus Eastlands. Anlass genug, damit Seasiders-Trainer Ian Holloway mal wieder ein paar Sachverhalte gerade rückt: “Manchester City gibt so viele Millionen aus – und jetzt kommen die an die Bloomfield Road. Das kann man nicht übertreffen. Es ist großartig uns gegen die Besten der Welt zu testen und hoffentlich zeigen wir eine gute Leistung und besiegen sie.” Das ärmste Team der Liga gegen die reichste Mannschaft der Premier League. Beide Team ohne Verletzungsprobleme, können ihre beste Elf aufstellen. Wird spannend zu beobachten sein, ob Holloway auch gegen die Citizens so offensiv aufstellt. Blackpool hat die schwächste Defensive der Liga, steht aber auf Platz 9, weil man selbst häufig ein Tor mehr schießt als der Gegner. Das wird gegen die geballte Offensivpower von City, allen voran Carlos Tevez (26 Tore in den letzten 30 Spielen), sicherlich eine Herkulesaufgabe.

Blackburn Rovers – AFC Sunderland
Sky Sport 1/HD 2 live, Montag 20h55, Kommentar: Toni Tomic

Der Spieltag wird mit dem Monday Night Game zwischen Blackburn und Sunderland abgeschlossen, von den Namen nicht unbedingt die interessanteste Ansetzung, aber alle Teams sollen ja mal TV-Präsenz erhalten. Beide Teams mit acht Punkten im Mittelfeld der Tabelle. Blackburn kann zeigen, dass sie weiterhin eines der fairsten Teams der Liga sind und Sunderland will das Selbstvertrauen aus den guten Spielen gegen Liverpool und Manchester United mit in die Partie nehmen. Dei Frage ist eben nur, ob die Black Cats auch gegen Teams wie Blackburn oder Stoke so leidenschaftlich spielen wie gegen Liverpool, Arsenal und Manchester United. Gegen alle drei Teams hatte man nicht verloren. Fünf Gegentreffer in den letzten sechs Spielen kassierten die Black Cats. Das ist eine ordentliche Bilanz, die zum großen Teil auch Simon Mignolet, Torhüter des FC Sunderland. Der belgische U21-Nationaltorhüter hat sich klammheimlich zur Nummer 1 unter Steve Bruce gemacht. Nach seinen Patzern zum Saisonstart ist er jetzt ein verlässlicher Rückhalt geworden.

Live-Blog: D-Days für den FC Liverpool

Freitag, 15. Oktober 2010

[17h37] Es gibt eine offfizielle Erklärung auf der Website des FC Liverpool. Die Reds sind nun offiziell an die NESV verkauft worden.

New England Sports Ventures announces that it has completed the purchase of Liverpool Football Club. NESV wishes to extend its sincere gratitude to the Board of Liverpool FC for their diligence and their efforts on behalf of the Club and its supporters. The transaction values the Club at £300m and eliminates all of the acquisition debt placed on LFC by its previous owners, reducing the Club’s debt servicing obligations from £25m-£30m a year to £2m-£3m. NESV Principal Owner John Henry said: “On behalf of the entire NESV partnership, I want to express how incredibly proud and humbled we are to be confirmed as the new owners of Liverpool FC. We regard our role as that of stewards for the Club with a primary focus on returning the Club to greatness on and off the field for the long-term. We are committed first and foremost to winning. We have a history of winning, and today we want LFC supporters to know that this approach is what we intend to bring to this great Club.”
Offizielle Erklärung: Liverpool FC sold to NESV

[15h15] Damit wird nun noch auf die Bestätigung gewartet, dass die NESV der neue Eigentümer des FC Liverpool ist. In der Hoffnung, dass das Geld rechtzeitig überwiesen ist.

[15h01] Die Royal Bank of Scotland wartet nun auf den Eingang von über 200 Millionen Pfund um den Klub an die NESV zu verkaufen. Die Überweisung soll wohl schon auf dem Weg sein. Wie schnell das dann alles gehen kann.

[14h58] Damit wäre nun der Weg frei für die NESV. Ist ja schon mal ein Anfang, dass ich das schreiben konnte.

[14h50] Breaking News: Sky und der Guardian vermelden, dass Tom Hicks das Handtuch geworfen haben könnte. It could be over! Tom Hicks und George Gillett werden nicht weiter den Verkauf des Vereins behindern, damit auch eine Insolvenz verhindert werden kann. Gleichzeitig fordern die beiden eine Abfindung in Höhe von 1,6 Milliarden Pfund (!). “It’s an extraordinary swindle and it will result in exactly the wrong thing for the Club and the fans.”

Steve Stodghill, Vertreter vor Gericht für Hicks und Gillett: “Mr. Hicks and Mr. Gillett wanted to position this club for the future, but others have a different agenda. In truth, there is nothing positive from these events for Liverpool Football. That is exactly the opposite of what my clients wanted to achieve.” Weiter gab Stodghill zu Protokoll, dass Hicks und Gillett bereit gewesen wären, die Schulden des Vereins an die RBS zurückzuzahlen (was möglicherweise gleichgekommen wäre mit einer Übernahme durch Mill Financial nach Übergabe der Hicks-Anteile), aber das wurde von der Liverpool-Direktive geblockt.

Als wäre unter Hicks und Gillett alles bisher gewesen. Aber das könnte, sollte die Besitzerfrage erstmal geklärt sein, noch ein weiteres schönes Hickhack um die Entschädigung von Hicks und Gillett geben.

[14h36] In diesen Minuten Verhandlungen in Dallas und London. Und sicher ist mal gar nichts. Keine Ahnung, wer sich in diesem Hickhack durchsetzt. Stand gestern Abend hat es keinen Verkauf der Hicks-Anteile an Mill Financial gegeben. Die Aufhebung der einstweiligen Verfügung durch Hicks und Gillett soll noch durch einen Richter in Dallas abgezeichnet und bestätigt werden.

[13h59] Tweets diverser englischer Sportjournalisten zufolge soll die Mill Financial bereits gestern Abend bei der Premier League mal angeklpft haben. Die hat aber abgeschmettert, weil man nur mit der Liverpool Direktive im Gespräch sein möchte. Aber der Mill Financial scheint es ernst zu sein.

[13h53] Interessantestes Szenario, das den trüben Düsseldorfer Nachmittag versüßen könnte, wäre, wenn Tom Hicks es wirklich schaffen würde seine Anteile an die Mill Financial zu veräußern und die dann bereit wären die Schulden des Vereins zurückzuzahlen. Damit wäre dann pro Forma erstmal der US-Hedgefond Besitzer der Reds (ob das überhaupt in Liverpool jemand will, steht auf einem ganz anderen Blatt Papier). Ob sich die Premier League damit einverstanden zeigt, wollen wir noch gar nicht thematisieren. Call it a Hängepartie. Aber eine richtige. 17:30 Uhr deutscher Zeit läuft die Frist zur Rückzahlung des Darlehens ab.

[13h50] Live-Blog aus Dallas vom Dallas Observer, inklusive Beobachtungen aus der Gerichtsverhandlung.

[13h37] Auch zur Stunde weiter alles offen im Übernahmekampf um den FC Liverpool. Hicks/Gillett mit der Mill Financial auif der einen Seite, RBS und die NESV auf der anderen Seite. Und irgendwo dazwischen der Verein, der weiter die NESV präferiert und bereits mit ihr vertragliche Details festgehalten hat. Die nächsten Minuten gegen 14:00 Uhr dürften dann wieder interessanter werden.

[12h48] Es ist eigentlich schade, was gerade um diesen großen Traditionsverein und die leidenschaftlichen Fans passiert.


YouTube-Direktlink

[12h44] Stichwort Gelassenheit der NESV: Vertreter der New England Sports Venture sind überzeugt, dass eine mögliche Einigung zwischen Hicks/Gillett und Mill Financial erneut die Zustimmung der Liverpool-Direktive benötigt, ein möglicher Deal also nicht einfach so am Verein vorbei realisiert werden kann.

[11h46] Journalisten am Trainigsgelände des FC Liverpool vermelden einerseits, dass die Trainigssitzung unter Ausschluss der Öffentlichkeit heute stattfindet, zum anderen die Pressekonferenz vor dem Merseyside Derby von 14:30 auf 15:30 Uhr deutscher Zeit verschoben wurde. Scheinbar scheint man bis dahin wissen zu wollen, wem der FC Liverpool denn nun gehört.

[11h22] Sportliches zum FC Liverpool: Jamie Carragher hat seinen Vertrag noch einmal verlängert, um zwei Jahre bis 2013.

[11h08] Keine Ahnung, wie das jetzt juristisch abgelaufen ist, aber wenn Hicks und Gillett die einstweilige Verfügung gegen den Verkauf aufgehoben haben, ist der FC Liverpool wieder einen großen Schritt näher an einem Verkauf an die New England Sports Venture.

Oder zweite Möglichkeit, was schlecht für Liverpool wäre. Hicks und Gillett haben einen Deal mit Financial Mill unter Dach und Fach. Abwarten. Da bin ich aber überfragt, ob das jetzt so einfach geht. Und welche juristischen Mittel dann RBS und die NESV dagegen unternehmen könnten. Damit stellt sich dann aber auch wieder die Frage, ob es der RBS egal ist, von welcher Partei sie die Schulden des Vereins zurückgezahlt bekommt. Hätte wohl mal doch mehr Jura-Seminare nebenbei belegen sollen.

[11h06] Breaking News: Sky News meldet: Liverpool owners Tom Hicks and George Gillett lift restraining order blocking sale of club. Wo das nun auf einmal herkommt?

[11h01] Die Meldungen bestätigen sich, wonach Tom Hicks die Mill Financial mit ins Boot holen möchte um einen Verkauf des FC Liverpool zu verhindern. Und auch das Gespenst einer Insolvenzanmeldung macht wieder verstärkt die Runde. John W Henry von NESV ist weiterhin in London um eine Einigung zu erzielen. Doch momentan sind noch zu viele unbekannte Variablen im Spiel. Bleibt spannend.

[10h00] Tom Hicks und George Gillett scheinen hinter den Kulissen alles zu unternehmen, um einen Verkauf der Reds an die NESV zu verhindern. Die BBC vermeldete von einigen Minuten, dass Tom Hicks versucht seinen Anteile am Verein nun auch an den US-Hedgefonds Mill Financial zu veräußern. Gillett hatte das bereits im August getan. Mit den Anteilen von Hicks und Gillett könnte Mill Financial dann die Bezahlung der Schulden übernehmen und die NESV wäre erstmal außen vor. Vertreter der NESV geben sich derzeit aber noch gelassen.

[09h07] Leitartikel in der britischen Zeitung The Independent, der ein wenig losgelöst von den letzten Entwicklungen in Liverpool ein düsteres Bild von der Premier League zeichnet. Die Situation bei den Reds stehe stellvertretend für viele negative Entwicklungen in der Premier League und einem Wirtschaften auf Pump und Anhäufung immenser Schuldenberge.

“But the greatest blame must lie with the Premier League. What has befallen Liverpool is just one entry in a long catalogue of derelictions of duty by the league’s governors. Over the past decade the Premier League has allowed English clubs to be acquired by a succession of dubious characters and financial predators. It has failed to ensure a reasonably level financial playing field across the league. The game’s governors have shrugged their shoulders as sugar-daddy owners have pumped in money to buy quick success, putting immense financial pressures on smaller clubs that have attempted to compete. They have sat back while clubs have squandered vast television revenues on ludicrous transfer fees and grotesquely-inflated player wages. The majority of Premier League clubs are now running unsustainable losses and several have mortgaged their futures with staggering recklessness.”
The Independent: Black days for English football

[08h08] Was also, wenn der Worst Case eintritt und der FC Liverpool heute nicht den Verkauf an die NESV vollziehen kann. Was macht dann die Royal Bank of Scotland? Es wird kräftig spekuliert, aber keiner der Journalisten will sich so richtig festlegen. Owen Gibson/Guardian schreibt aber, dass die RBS zugunsten von Liverpool die Deadline verlängern könnte:

“Tomorrow’s date is significant because 15 October is when the £237m owed to RBS and Wells Fargo is due to be called in, although in practice the bank has been able to do so for some time and would be likely to extend the loans until Monday.”
The Guardian: Battle for Liverpool goes into extra-time after day in court

Paul Kelso/Daily Telegraph kann schlicht nicht abschätzen, wie die RBS entscheiden würde.

“Should the deal not go through RBS will finally face the decision that it has spent the last three days in court trying to avoid: what to do if the loans are not repaid on time.”
The Daily Telegraph: Liverpool takeover: Anfield club’s future to be decided in Dallas court on Friday

[07h59] Mit einer juristischen Entscheidung aus Dallas wird gegen 14:00 Uhr deutscher Zeit (7:00 Uhr Ortszeit in Dallas) gerechnet.

[07h57] Guten Morgen. Über Nacht hat sich eigentlich nichts grundlegend an der Situation für den FC Liverpool verändert. Der Verkauf an die NESV könnte über die Bühne gehen, wenn man grünes juristisches Licht aus Dallas bekommt und das Gericht keine weitere einstweilige Verfügung gegen einen Verkauf unternimmt bzw. die jetzige Regelung aufhebt und das Gerichtsurteil aus London anerkennt. Wenn nicht, dürfte es wieder interessant werden. Sollte das Gericht weiter zugunsten von Hicks und Gillett entscheiden, könnte Liverpool befürchten, Insolvenz anmelden zu müssen, inklusive eines möglichen Punktabzugs. Das meldete zumindest eben BBC Radio 1 in seinen Frühstücksnachrichten. Heute wäre die große Rückzahlung an die Royal Bank of Scotland fällig. Es gibt aber keine einheitlichen Aussagen, ob Liverpool wirklich vor der Insolvenz steht, wenn der Verkauf heute nicht über die Bühne gebracht werden kann.


Donnerstag, 14. Oktober 2010

[22h17] Will man den heutigen Donnerstag ganz kurz zusamenfassen, dann ist nach dem positiven Gerichtsurteil vom frühen Abend der FC Liverpool einem Verkauf an die NESV sicherlich wieder ein Stück näher gerückt, als beide Parteien nach der nächtlichen Intervention von Hicks und Gillett heute früh waren. Trotzdem ist das im Vergleich zur Situation von Mittwochmorgen, als eigentlich schon alles für einen Verkauf bereitet war, ein großer Rückschritt, auch wenn wichtige Verhandlungsschritte schon klammheimlich erledigt wurden. Jetzt liegt der Spielball wieder bei Hicks und Gillett in Dallas, die einen Verkauf des Vereins weiter verhindern wollen. Neben der sportlichen und finanziellen Komponente haben wir nun also auch juristische Streitigkeiten. Die Spieler bereiten sich derweil auf das Merseyside Derby vor. Fernando Torres hat grünes Licht für einen Start bekommen. Morgen aber erstmal wieder ganz viel Justiz. Entscheidung immer noch vertagt. Auf der Suche nach der finalen Einigung. Bis morgen früh.

[21h40] Breaking News: Sky News meldet per Nachrichtenlaufband und Twitter, dass George Gillett und Tom Hicks erneut das Gericht in Texas anrufen um den Verkauf des Klubs zu verhindern. Verhandlung ist aufgeschoben bis 14:00 Uhr deutscher Zeit am morgigen Freitag. Und sie können es nicht lassen. Es könnte wieder interessanter werden.

[21h30] Mittlerweile sickern immer mehr Meldungen durch, wonach die Rechtsanwälte der NESV überzeugt sind, dass heute Nacht eine Einigung erzielt werden kann. Voraussetzung: letzte Streitigkeiten mit Dallas werden so schnell wie möglich gelöst.

[21h20] BBC Five Live beschäftigt sich schon den ganzen Abend mit der Liverpool-Übernahme. Blöderweise habe ich nicht den Auftakt der Sendung mitbekommen. Wenn die Nachrichten von vor 20 Minuten aber stimmen, dann sind Vertreter der NESV auf dem Weg nach Dallas.

[21h17] Alles schon in trockenen Tüchern? Harry Harris/ESPN Soccernet schreibt, dass die Übernahme der NESV bereits in kleinem Kreis am Mittwochabend beschlossen und durchgewunken wurde. Für 300 Millionen Pfund wandert der FC Liverpool in die Hände der NESV. Die Anwälte und Vertreter beider Seiten waren sich nach der Genehmigung am Mittwochmorgen so sicher, dass sie bereits ein paar Stunden später alle wichtigen Details festhielten. Dies soll auch der primäre Grund sein, warum der Unternehmer aus Singapur, Peter Lim, heute Nachmittag seinen Rückzug verkündete. Dies würde die Übernahme beschleunigen, sollten alle wichtigen Fakten bereits geklärt sein. Man würde nach Ablauf der Frist morgen um 17:00 Uhr also nicht ganz vorne wieder anfangen müssen. Gute Neuigkeiten für alle Reds-Fans, sollten sie sich bewahrheiten.

[20h34] Der FC Liverpool hat in einem Statement auf der Vereinshomepage zum Gerichtsurteil vom frühen Abend Stellung genommen.

“The Independent Directors of Liverpool Football Club are delighted with the verdict of Mr. Justice Floyd in the High Court this afternoon which now requires Mr. Hicks and Mr. Gillett to withdraw their Texas Restraining Order by 4pm tomorrow. We are glad to have taken another important step towards completing the sale process.”

[19h09] Durch die juristische Deadline rechnen Beobachter mit einem Verkauf des FC Liverpool frühstens am Montag.

[18h42] Richter Floyd gibt Hicks und Gillett bis morgen 17 Uhr deutscher Zeit sich mit dem heutigen Gerichtsurteil einverstanden zu erklären. Interessante Frist, weil sie den Spielraum für die Rückzahlungen weiter eingrenzt, sollten sie wirklich planmäßig bis Freitag beglichen werden müssen.

[18h38] Etwas, das Liverpool hoffentlich nicht bevorsteht, hat jetzt den schottischen Erstligisten Dundee United. Britische Medien melden gerade, dass die Tangerines Insolvenz angemeldet haben. Die finanziellen Schwierigkeiten von Dundee United waren schon seit längerem bekannt. Überhaupt ist die Scottish Premier League (SPL) finanziell nicht mehr auf Rosen gebettet. Das geht über zurückgehende Zuschauerzahlen bis zum Kollaps von Setanta vor einem Jahr und geringeren Einnahmen aus den TV-Rechten. Immer wieder wird über einen Abgang der beiden “Leuchttürme” Celtic und Glasgow Rangers in die englische Premier League spekuliert.

[18h30] Man sollte George Gillett und Tom Hicks sicherlich nicht unterschätzen, aber es wäre doch schon überraschend, wenn der Verkauf des FC Liverpool an die NESV jetzt nicht wie geplant durchgeführt werden könnte. Ich rechne vorerst nicht mehr mit einer Wendung. Aber abwarten. Nach der Entscheidung in London ist vor einer weiteren Entscheidung in Dallas? Wie entscheidet das Gericht in Dallas?

[18h25] Breaking News: Die Direktive des FC Liverpool und die Royal Bank of Scotland bekommen das Recht die einstweilige Verfügung der US-Besitzer nach dem Gerichtsbeschluss in Dallas aufzuheben. “This case has nothing to do with Texas.” Damit könnte der Verkauf des FC Liverpool jetzt theoretisch weiter wie geplant abgewickelt werden. Interessant, wie Hicks und Gillett reagieren werden.

[18h08] Noch einmal ein Statement von Richard Snowdon von der Royal Bank of Scotland aus der heutigen Gerichtsverhandlung:

“This is the most outrageous abuse of process. The proceedings in Texas are plainly inappropriate. This dispute involves an English football club and three English companies and has no connection with Texas other than that Hicks and Gillett may reside there. It is a plain attempt to frustrate and impede the proceedings. But it is apparent the US judge himself was aware that what he was being asked to do might cause some ruffling of feathers in this jurisdiction.”

[18h04] Wie sehr die Menschen ein mögliches weiteres Gerichtsurteil bewegt, sieht man gerade, dass die Guardian Sport-Website wegen zu hoher Besucherzahlen in die Knie gezwungen wird.

[17h58] Sky Sports hat die Saga um die Besitzer und Übernahmegerüchte beim FC Liverpool zusammengefasst.

[17h52] Richter Floyd: Es ist ganz offensichtlich, dass der Gerichtsbeschluss aus Texas bereits eine beträchtliche Zeit in Vorbereitung war. Was im Prinzip auch ein Eingeständnis ist, dass man mit solch einer Aktion nicht rechnen konnte und Hicks und Gillett bereits sehr lange vor einem möglichen konkreten Verkauf des Klubs scheinbar diesen Schritt überlegt und gestaltet haben.

[17h39] Aus einem Forumsbeitrag beim Liverpool Echo: Don’t mess with The Kop!

[17h35] Sky News und der Guardian melden übereinstimmend, dass mit einer Entscheidung von Richter Floyd um 18:00 Uhr deutscher Zeit zu rechnen ist.

[17h23] In den nächsten Minuten wird eine Entscheidung des Gerichts erwartet, wie man weiter vorgehen will und ob heute überhaupt noch mit weiteren Schritten zu rechnen ist. Hicks und Gillett scheinen dort ein ganz dickes Brett zum Bohren hinterlassen haben. Kam für viele ganz überraschend und lässt sich wohl auch nicht so schnell wieder abwenden.

[17h01] Auf “englischer” Seite geht das primäre Bemühen darum zu versuchen, die einstweilige Verfügung von Hicks und Gillett wieder aufzuheben und alle Möglichkeiten auszuschließen, dass weitere Unterlassungen seitens der US-Besitzer unternommen werden können. Das dauert.

[16h40] Breaking News: Und diesmal ganz sportlich. Fernando Torres hat von den Ärzten des FC Liverpool grünes Licht für einen Einsatz am Sonntag im Merseyside Derby bekommen.

[16h37] Was machen denn eigentlich die Fans des FC Liverpool gerade? Wieder Versammlung vor dem Gerichtsgebäude und “You never walk alone” singen, ähnlich wie am Mittwoch, als die Entscheidung bekanntgegeben wurde, dass der FC Liverpool verkauft werden kann (Video BBC)

[16h34] Gerichtsunterlagen oder die Frage, welcher Mittelname gehört zu wem: Im Angebot die Herren Hicks, Gillett und Broughton. Mittelnamen sind Faulkner, Nield und Ollis. Raten Sie doch mal.

[16h09] Die Argumente der beiden Parteien im Liverpooler Gericht konzentrieren sich vor allem darauf aufmerksam zu machen, dass es doch nicht angehen könne, dass ein amerikanisches Gericht sich einmische und mit seinen Urteilen rechtskräftig werde, wenn alle beteiligten Akteure, Verein, Bank etc. “english” seien. Tja, nur scheiße, wenn die derzeitigen Besitzer des Vereins zwei Amerikaner sind.

[16h05] Auf meinem Nachhausweg zwei Ereignisse, die erwähnenswert sind. Die Gerichtsverhandlungen mit Teilnahme von Vertretern der Reds und der RBS sind zurzeit unterbrochen. Derweil halten sich Hicks und Gillett in einem Gericht in Dallas auf und beraten eine weitere Anklage vor. Der FC Liverpool würde die gestern getroffene Gerichtsentscheidung missachten.

Zweite Entwicklung: Peter Lim, Unternehmer aus Singapur, dem durchaus Ambitionen für einen Kauf des FC Liverpool nachgesagt wurden, hat sein Angebot zurückgezogen, nicht, weil er finanziell die Lasten nicht stemmen könne, sondern weil er sich von der Direktive des Vereins nicht beachtet genug gefühlt sah. Er wurde mit seinem Angebot ignoriert, also habe er auch kein Bedürfnis länger seine Pläne aufrechzuerhalten.

[15h12] Aus dem Gerichtssaal von einem Vertreter der Royal Bank of Scotland:

“Proceedings in Texas are inappropriate. It involves an English football club and three English companies. It is intended to frustrate.

[15h07] Alles Wichtige aus dem Gerichtsaal und zur Lage beim FC Liverpool, inklusive Beantwortung von Fragen, bei den Guardian-Journalisten Owen Gibson und Steve Busfield.

[15h00] Nun also erstmal Gerichtstermin mit Vertretern des FC Liverpool und Gesandten der Royal Bank of Scotland, unklar auch, ob in den USA weitere juristische Verhandlungen unternommen werden müssen. Die NESV ist weiter, so die Liverpool-Direktive, der präferierte Bieter. NESV-Chariman Tom Werner, der heute eigentlich über den Atlantik auf die Insel fliegen sollte, bleibt erstmal in den USA.

[14h47] Ein Schlüsselakteur ist die Royal Bank of Scotland, deren Kredit eigentlich morgen zurückgezahlt werden müsste. Die Frage bleibt unklar, was passiert, wenn der Verein oder die alten/neuen Besitzer des FC Liverpool am Freitag das Geld nicht aufbringen werden.

[14h42] Der Guardian hat die Schlüsselakteure für die nächsten 24 Stunden zusammengefasst.

[14h36] Eine weitere überraschende Wendung kam dann heute Mittag, als durch die eigentlich stets gut unterrichtete Liverpooler Tageszeitung Liverpool Echo bekannt wurde, dass Hicks und Gillett ihre Anteile am FC Liverpool an Mill Financial, eine Investorengruppe formerly known as “Heuschrecke” verkauft hat. Dies wurde inzwischen von Hicks dementiert. Das ist insoweit interessant, als dass Mill Financial dann mit den Anteilen in der Hand und der Bereitschaft die Schulden an die RBS zurückzuzahlen, offiziell Besitzer des Vereins wären und die NESV leer ausgehen würde.

[14h32] Wie geht es in den nächsten Stunden weiter? Im Prinzip schien ja alles schon geklärt, der FC Liverpool bekam die Freigabe für den Verkauf des Klubs an die NESV, die auch den fälligen Kredit an die Royal Bank of Scotland begleichen würde. Die entscheidene Wendung kam gestern am späten Abend über die englischen Nachrichtenagenturen. Die US-Besitzer Hicks und Gillett hatten bei einem Gericht in Texas eine einstweilige Verfügung gegen den Verkauf des Vereins erlangt. Dies scheint nach geltendem US-Recht möglich zu sein. Sie würden durch den Verkauf geschädigt und schickten gleich mit eine utopische Entschädigung an den Verein in Höhe von einer Milliarde Pfund. Der Vorstand des FC Liverpool sah sich erneut genötigt, weitere juristische Schritte zu gehen. Heute Nachmittag um 15:00 Uhr deutscher Zeit soll nun vor einem Gericht in Liverpool die einstweilige Verfügung rückgängig gemacht werden und der Verkauf des Klubs damit weiter voranschreiten. Ohne die dramatische Intervention von Hicks und Gillett wären wir wohl schon drei Schritte weiter.

[14h24] Die Situation um den FC Liverpool bezüglich eines neuen Eigentümers spitzt sich weiter zu. Drei Tage vor dem wichtigen Merseyside-Derby beim FC Everton ist die Frage nach den Eigentümern der Reds unklarer denn je. Die Zeit drängt, denn die Royal Bank of Scotland würde gerne ihr Geld zurück haben. Die noch derzeitigen Besitzer, die US-Amerikaner Tom Hicks und George Gillett, blockieren den Verkauf an die Investorengruppe New England Sports Ventures (NESV), eine Tochtergesellschaft der Boston Red Sox. Nachdem gestern Mittag alle Zeichen auf einen Verkauf standen und auch juristisch grünes Licht kam für einen Eigentümerwechsel, stehen jetzt alle Räder wieder still. Die entscheidenen Stunden im Kampf um den Besitz des FC Liverpool hier im Live-Blog mit Einschätzungen und den wichtigsten News.