Premier League 2010/2011 #14, FC Fulham – Manchester City

[18h52] Endstand FC Fulham – Manchester City 1:4

Locker, leicht und souverän bringt City dieses Spiel über die Zeit. Fulham stark verbessert in der zweiten Hälfte, aber viel schlechter als in Halbzeit eins ging es ja auch nicht. Tolle erste Hälfte mit einem sehr gut aufgelegten Marco Hagemann am Mikro. Das war schon toll anzusehen, auch wenn die Partie sehr einseitig war. Mancini kann durchatmen. City jetzt einen Schritt näher Richtung Tabellenspitze, man ist Vierter, überholt die Bolton Wanderers und liegt nur noch drei Zähler hinter Tabellenführer Chelsea. Fulham muss kleinere Brötchen backen, bleibt im Tabellenkeller. Und Mark Hughes verliert gegen seinen Ex-Klub.

Nur sechs Punkte liegen zwischen den ersten sechs Plätzen und zwischen Platz 7 und 18 sind es nur fünf Zähler. Das wird eine richtig tolle Saison und ganz viel Spannung und Dramatik in den nächsten Wochen. Freuen wir uns drauf. Schönen Sonntag noch.

[18h49] Drei Minuten Nachspielzeit

[18h43] Zoltan Gera schießt einen Freistoß aus aussichtsreicher Position in den Abendhimmel der englischen Hauptstadt. Fünf Minuten noch plus Nachspielzeit. Das wird nichts mehr für Fulham, aber hat irgendjemand überhaupt daran ersnthaft einen Gedanken verschwendet?

[18h35] Wechsel Manchester City: Adam Johnson für Carlos Tevez

[18h33] Fulham drückt auf den zweiten Treffer, aber es fehlen weiterhin die klaren Torchancen. Aber Moral hat das Team aus London.

[18h28] 1:4, Zoltan Gera, 70. Minute

Wird nicht wirklich der Beginn einer Aufholjagd sein, sondern eher Ergebniskosmetik. Ecke von links, Zoltan Gera durch Mann und Maus durch, noch leicht abgefälscht, zu spät zu sehen für Joe Hart. Diesmal hat City den Ball nicht gut geklärt.

[18h27] Bei Fulham mittlerweile Kamara für den schwachen Etuhu. Hat am Aggregatzustand dieses Spiels aber nichts verändert. Man City hat weiter alles im Griff. Hin und wieder nach Ecken oder Standards kleinere Druckphasen der Cottagers, aber auch nur, weil City jetzt doch mindestens zwei Gänge zurückgeschaltet hat.

[18h14] 0:4, Carlos Tevez, 56. Minute

Over and out. Tevez mit seinem zweiten Treffer an diesem Abend, nachdem er eben nach wunderschönem Zuspiel von Zabaleta noch freistehend am glänzenden Schwarzer scheiterte. Die anschließende Ecke bringt dann die finale Entscheidung in diesem Spiel. Ecke von rechts, diesmal ist es Etuhu, der den Ball direkt in die Mitte abwehrt, Schuss aus dem Hintergrund von Zabaleta (ganz starker Auftritt heute!), Tevez hält den Schlappen dazwischen zum 4:0. Mal wieder ganz blöd für Fulham gelaufen.

[18h11] Besser von Fulham in der zweiten Hälfte, neuer Schwung durch den eingewechselten Gera, aber bis auf einen Kopfball von Gera nach Flanke von Hangeland, nicht wirklich viele Situationen, bei denen Manchester City wirklich unter Druck gerät. Aber Fulham arbeitet ein wenig an der eigenen Rehabilitation. Und die Fans sind auch wieder da. Man City tut wenig nach vorne, warum auch, Tevez macht jetzt die einzige Spitze. Silva und Jo kommen eher aus dem offensiven Mittelfeld. Ein viertes Tor hingegen und die Messe wäre endgültig gelesen. Aber Fulham ist ja noch weit vom Torerfolg entfernt.

[18h05] Fulham in den ersten beiden zwei Minuten der zweiten Hälfte schon mit mehr Torgefahr als in der gesamten ersten Hälfte. Joe Hart hatte die Hände am Ball. Und das soll was heißen.

[18h03] Beginn 2. Halbzeit

Fulham hat einmal gewechselt, Zoltan Gera kommt für den enttäuschenden Damien Duff. Mal sehen, ob für die Cottagers noch was geht in diesem Spiel.

[17h47] Halbzeit FC Fulham – Manchester City 0:3

Verdiente Halbzeitführung, vielleicht die beste Saisonleistung von Manchester City. Führung auch in der Höhe dem Spielverlauf und den Spielanteilen auf dem Platz entsprechend. City in allen Belangen Fulham überlegen.

[17h45] Zwei Minuten Nachspielzeit

[17h41] Und genau so muss man als Spitzenmannschaft auftreten, wenn du überlegen bist und der Gegner keinen Fuß in diesem Spiel hat. Etwas, das Arsenal gestern zum Beispiel nicht geschafft hat. Und Fulham wirkt leblos, ohne Ideen. Habe in meinen Notizen nochmal nachgeschaut, es ist das erste Spiel diese Saison, das ich von Fulham sehe. Nicht mehr vergleichbar zur letzten Spielzeit. Da scheint der Umbruch nach dem Abgang von Hodgson und der Neuverpflichtung von Hughes doch länger zu dauern. Viel Zeit hat man aber eigentlich nicht.

[17h38] Und schon wieder ein Spiel, das ich live mitblogge und nach einer guten halben Stunde praktisch entschieden ist. Wo sind meine Statistik-Unterlagen nochmal?

[17h34] 0:3, Yaya Toure, 35. Minute

Meine Fresse, Fulham wird jetzt in sämtliche Bestandteile zerlegt. Tevez wird von Hangeland nicht wirklich angegriffen, gibt rechts raus zu Yaya Toure, der von Salcido alleine gelassen wird. Flachschuss ins lange Eck, Schwarzer wieder ohne jegliche Abwehrchance. Ganz fein gespielt von City gegen einen Gegner, der nicht mehr auf dem Platz scheint.

Mancini-Sprechchöre der City-Fans. Und drei Tore für City in der ersten Hälfte. Was für eine Reaktion auf die “City is boring”-Debatte.

[17h32] 0:2, Pablo Zabaleta, 32. Minute

Und wieder ging es zu schnell für Fulham. Mark Hughes kocht innerlich, weil im Prinzip wieder ein hergeschenktes Tor. Fulham lädt Man City zum 2:0 ein. Eine Flanke von links wehrt Damien Duff direkt in die Mitte ab, mit anlauf knallt Zabaleta dann den Ball direkt neben den Pfosten ins Tor. Keine Chance für Schwarzer.

[17h30] Halbe Stunde durch und mit ganz wenigen Ausnahmen ist City immer einen Schritt eher am Ball als Fulham, die noch gar nicht so richtig in dieses Spiel gefunden haben. Spielen weiter sehr vorsichtig, wenn die Möglichkeit mal besteht den Risikopass nach vorne zu initiieren, wird meist wieder hinten rum die Zeit vertrödelt. Ganz anders City, straight, direkt und schnell nach vorne. Fulham noch ohne echte Torchance.

[17h22] Fulham fliegt der eigene Freistoß um die Ohren. Brillianter Konter von City, drei gegen eins, aber City vergibt diese großartige Chance. Kolarov ignoriert den besser postierten Mitspieler und zieht selbst ab. Schwarzer lenkt den Ball zur Ecke ab. Gute Parade, schöner Schuss, aber das muss eigentlich, wenn gut ausgespielt, das 0:2 sein. Und die Cottagers dürften gewarnt sein nicht noch einmal in einen solchen Konter zu laufen. Der Konter gelang übrigens auch nur, weil Fulham die einstudierte Freistoßvariante versemmelte. Da hat man schon mal eine Standardsituation – und macht nicht das 1:1, sondern ermöglicht fast das 2:0 für die Gäste.

[17h17] Die Gastgeber finden weiter kein Rezept gegen defensiv kompakt stehende Citizens. City macht jetzt nicht mehr viel nach vorne, wenn Fulham den Ball hat, ist nur Tevez in der Hälfte des Gegners, ansonsten 10 Spieler hinter dem Ball. Und da fehlt Fulham die spielerische Klasse dieses Bollwerk zu knacken. Man hofft auf die gefährlichen Standards, aber die kann City noch verhindern. Und so sieht das sehr komfortabel für das Mancini-Team aus. Ein Treffer liegt momentan überhaupt nicht in der Luft, viel spielt sich im Mittelfeld ab. Und das tut City im Moment nicht weh.

[17h10] Und Fulham macht erstmal weiter mit der Zurückhaltung, spielen sehr vorsichtig nach vorne und wollen bloß keinen weiteren Fehler machen. Ging ja nur bedingt auf, auch weil Man City schon getroffen hat. Die Gäste mit mehr Ballbesitz, mit der besseren Technik am Ball, mit mehr Genauigkeit im Passspiel. Das sieht schon sehr gut aus für das Team von Mancini, klasse Vorstellung bisher.

[17h06] 0:1, Carlos Tevez, 6. Minute

Da wollte ich gerade schreiben, dass das eine harte Nuss zu knacken sein wird, weil Fulham bei Ballbesitz Man City verdammt tief steht. Und dann macht City die frühe Führung. Eigentlich war alles schon geklärt, Hughes mit dem Befreiungsschlag, und dann schaltet Fulham kollektiv ab. Barry nimmt den Ball auf, Pass in die Tiefe an die Strafraumgrenze zu Tevez, der am Rande des Abseits steht. Der Argentinier gewinnt den Zweikampf gegen Salcido und kann ohne Probleme einschieben. Tevez – wer sonst. Und jetzt wird es für Fulham ein unangenehmer Abend vorerst. So hatte sich Mark Hughes das nicht erwünscht.

[17h01] Beginn 1. Halbzeit

Diego Maradona gibt sich die Ehre und schaut im Südwesten Londons vorbei. Und sieht, wie Fulham in weiß spielt, mit Anstoß von links nach rechts in der ersten Hälfte. Manchester City in den dunkelblauen Trikots.

[16h57] Cravan Cottage bei einbrechender Dunkelheit ergibt ja schon eine sehr schöne Szenerie.

[16h54] Die Aufstellungen im Cravan Cottage

FC Fulham: Schwarzer – Baird, Hangeland, Hughes, Salcido – Davies, Murphy, Etuhu, Duff – Dempsey, Andy Johnson

Manchester City: Hart – Zabaleta, Toure, Kompany, Kolarov – Yaya Toure, De Jong, Barry – Jo, Tevez, Silva

Fulham im 4-4-2, das System, das Mark Hughes mehr oder weniger von Roy Hodgson übernommen hat und das ganz gut zu den Cottagers passt. Bei Fulham Baird und Salcido nach Verletzung zurück im Team. Dickson Etuhu ersetzt im Mittelfeld den verletzten Moussa Dembele. Langzeitverletzt natürlich weiter Bobby Zamora. Bei City das klassische 4-3-3, diesmal nur mit einer defensiven Absicherung. Milner und Adam Johnson nur auf der Bank, dafür bekommt Jo im Sturm seinen ersten Saisoneinsatz von Beginn an, gepaart mit Tevez und David Silva. Joe Hart, unter der Woche noch vor dem Freundschaftsspiel Englands gegen Frankreich verletzt abgereist, hat seine Verletzung wieder auskuriert.

[16h48] Interessant die Bilanz von Mark Hughes letzte Saison bei Manchester City. Nach 13 Spielen hatte er ebenfalls 22 Punkte auf dem Konto, also genau so viele, wie Mancini bisher verbuchen kann. Das 14. Spiel- also heute – gewann Man City und brachte Mark Hughes 25 Punkte. Drei Wochen später – allerdings nach einer kleinen Negativserie – wurde Hughes entlassen. Bedingt vergleichbar, allerdings haben beide eigentlich genug Punkte gesammelt um ruhig im Sattel sitzen zu dürfen. Was bei Hughes wie Mancini nicht passt, ist die Art und Weise, wie das Team auftritt. Unter Mark Hughes gab es viel zu viele Gegentore (nach 14 Spielen 19 Gegentreffer), dafür hatte man aber auch schon 24 Mal selbst getroffen. Jetzt hat Mancini die Defensive stabilisiert (erst 10 Gegentore), allerdings hat man auch gerade erst 15(!) Mal selbst ein Tor erzielt. Und für die hohen Ambitionen des Vereins und die Erwartungen des Publikums ist das schlicht zu wenig.

[16h40] Schönen Nachmittag zusammen. Für Manchester City und Trainer Roberto Mancini schlägt langsam die Stunde der Wahrheit in dieser noch eher jungen Saison. Immer weiter unter den eigenen Möglichkeiten bleiben gilt nicht mehr. Mit den Niederlagen von Chelsea und Arsenal haben die Citizens heute die Chance bis auf drei Punkte an die Tabellenspitze und einen Zähler an die Gunners ranzurücken. Und wenn das nicht gelingt, gibt es in Eastlands auch keine Ausreden mehr. Denn Gegner ist “nur” Fulham, derzeit Tabellensiebzehnter. Aber da sitzt jemand auf der Trainerbank, der noch eine kleine Rechnung mit Man City offen hat. Mark Hughes, Vorgänger von Mancini, hat noch nie als Trainer gegen Man City und seine Ex-Klubs überhaupt verloren. Und Mancini hätte ein Problem mehr, sollte die Serie von Hughes bestehen bleiben.

Premier League 2010/2011 #14, FC Liverpool – West Ham United

[20h21] Endstand FC Liverpool – West Ham United 3:0

Verdienter und nie gefährdeter Sieg für die Reds. West Ham mit enttäuschender Leistung auf ganzer Linie. Robert Green verhinderte ein kleines Debakel. Roy Hodgson lächelt. Mit wenig Aufwand viel erreicht und die Stoke-Niederlage wieder ausgebessert. Liverpool verbessert sich auf Rang 9, West Ham bleibt Tabellenschlusslicht. Und da gehören sie nach dieser Leistung auch hin. Schwere Tage stehen für Avram Grant bevor. Mal sehen, wie lange er noch das Vertrauen bei den Besitzern genießen wird. Ich werde es beobachten. Fürs Erste einen schönen Samstagabend noch. Bye.

[20h19] Zwei Minuten Nachspielzeit

[20h12] Wechsel FC Liverpool: Raul Meireles geht, der englische U19-Nationalspieler Jonjo Shelvey kommt für ihn in die Partie Shelvey wurde von Charlton Athletic letzten Sommer verpflichtet und gilt bei vielen Experten als “The next Steven Gerrard”. Torres bekommt ebenfalls Applaus, Ryan Babel neu in der Partie.

[20h03] Wechsel FC Liverpool: Fabio Aurelio für David Ngog. Ergebnis verwalten nennt man das dann wohl.

[20h03] Ich schaue mir derweil zur Unterhaltung die besten Tore von Steven Gerrard auf YouTube an. Eines werde ich nie vergessen, das 3:1 gegen Piräus, damals selbst auf PREMIERE gesehen. Ein Champions League Abend, den ich wohl nicht mehr vergessen werde. Damals ging ich noch zur Schule und hatte am nächsten Tag eine wichtige Geschichtsklausur. Und wollte eigentlich früh ins Bett gehen. Hat dann nicht geklappt, weil ich so von dem Spiel gefesselt war. Und der Live-Kommentar von Andy Gray mit das Beste, was ich je gehört habe.

[20h01] Drama, Baby, Drama. Endlich mal wieder. Erst Torres mit einem kraftvollen Distanzschuss, Green mit Weltklasse-Parade, lenkt den Ball mit den Fingerspitzen noch an die Querlatte. Sekunden später kann sich Green wieder auszeichnen, Schuss von Poulsen sensationell um den Pfosten gelenkt.

[19h58] Wechsel West Ham: Benny McCarthy für Carlton Cole

[19h57] Spiel ist langweilig geworden. Es passiert nicht mehr viel. West Ham zeigt auch keinerlei Ambitionen an dem Ergebnis noch was zu ändern.

[19h46] West Ham steht jetzt etwas sicherer in der Defensive. Und Liverpool tut nur noch das Nötigste in der zweiten Halbzeit. Und so plätschert das Spiel vor sich hin. Da kann man Liverpool angesichts des umfangreichen Programms bis zum Jahreswechsel keinen großen Vorwurf machen.

[19h39] Und völlig überraschend hat dieses Spiel weiterhin nur eine Richtung. Auf das Tor von Robert Green. Das 4:0 liegt jetzt zwar noch nicht in der Luft, wird aber sicherlich noch fallen. Torres hat ja noch nicht getroffen.

[19h35] Wechsel West Ham United: Barrera spielt für Obinna. Avram Grant konnte ja leider keine zehn Wechsel machen.

[19h34] Beginn 2. Halbzeit

[19h18] Halbzeit FC Liverpool-West Ham United 3:0

Zitat Avram Grant vor dem heutigen Spiel: “Ich bin sehr sicher und zuversichtlich, dass wir aus dem Tabellenkeller rauskommen.” Wenn er die 45 Minuten gesehen hat, wird er sich so schnell nicht wieder trauen eine solche Aussage zu treffen.

Liverpool beeindruckend, West Ham auf ganzer Linie enttäuschend. Für die Reds ist es ein besseres Trainingsspiel. Führung zur Halbzeit auch in dieser Höhe absolut verdient. West Ham zu weit weg vom Gegner und Liverpool hat seine spielerische Klasse genutzt um den Raum im Mittelfeld erfolgreich zu durchlaufen und gefährliche Torabschlüsse zu produzieren. Die Tore waren eine Frage der Zeit.

[19h14] Liverpool könnte langsam mal überlegen dieses Spiel zu nutzen um das leicht angeschlagene Torverhältnis aufzubessern.

[19h12] Und die West Ham Fans verlassen das Stadion oder suchen Alkohol in ihrer Nähe.

[19h10] 3:0, Maxi Rodriguez, 38. Minute

Das geht alles viel viel viel zu einfach für die Reds. Flanke von links, in der Mitte Rodriguez völlig frei, präziser Kopfball in die lange Ecke, keine Chance für Robert Green. Zuvor hatte bereits Torres das 3:0 auf dem Fuß, da konnte Green aber noch abwehren. Zuspiel kam von Kuyt für den Spanier, der dann auf die kurze Ecke zielte, Green per Fußabwehr zur Stelle.

[19h06] Gabbidon klärt kurz vor der Linie für seinen geschlagenen Torwart Green, der sich nach einer Flanke ein wenig verschätzt hat und ins Stolpern kommt. Glen Johnson wäre erneut der Torschütze gewesen, aber West Ham kann klären.

[19h02] Natürlich fehlt West Ham mit Scott Parker die Schlüsselfigur im Mittelfeld. Aber auch von der Körpersprache, der Bereitschaft lange Wege zu gehen und den Mitspieler zu unterstützen, legen die Gäste eine Performance hin, die nicht mehr als tauglich für die Premier League bezeichnet werden kann. So spielt man, wenn man kein Selbstvertrauen hat.

[18h59] 2:0, Dirk Kuyt, 27. Minute (FE)

Handelfmeter von West Ham verursacht. Torres setzt sich schön durch und Gabbidon nimmt die Hand raus um den Schuss zu blocken. Korrekte Entscheidung und dumme Aktion des Hammers-Innenverteidiger. Kuyt schnappt sich die Kugel und netzt zum 2:0 ein. Nicht besonders orginell direkt in die Mitte, da sich Green aber für die aus der Sicht des Schützen rechte Ecke entscheidet, sieht das dann doch recht souverän aus. Und ich sage ja, es könnte bereits zur Halbzeit entschieden sein. Aber das dachte und hoffte ich bei Arsenal gegen die Spurs heute Mittag auch.

[18h58] Elfmeter FC Liverpool

[18h56] Avram Grant sieht ja sowieso immer schon ein bisschen wie Frankenstein vom Gesichtsausdruck aus. Aber die Gestik eben auf der Bank konnte man so interpretieren, als würde er am liebsten aufs Spielfeld laufen und jeden seiner 11 Spieler mal richtig die Meinung sagen.

[18h53] So, mal schauen, ob West Ham auch noch an diesem Spiel teilnehmen möchte. Momentan geht das gar nicht, keine Optionen im Angriff, viel zu weit weg vom Gegenspieler, machen die Räume im Mittelfeld nicht eng. Das passt beim Team von Grant von vorne bis hinten nicht. Carlton Cole ist als einzige Spitze hoffnungslos verloren, bekommt überhaupt keine Unterstützung aus dem Mittelfeld. Grant muss sich ganz schnell was überlegen, sonst ist das Spiel bereits zur Halbzeit entschieden.

[18h49] 1:0, Glen Johnson, 18. Minute

Überfällig, überfällig, überfällig. Hat sich angedeutet. Liverpool belohnt sich für eine sehr ordentliche Anfangsphase. Ecke von rechts, in der Mitte kann Johnson den Ball in aller Ruhe annehmen und schließt mit viel Kraft durch Mann und Maus ins Tor ab. Sicht für Green verdeckt und aus der kurzen Distanz auch keine Abwehrchance.

[18h42] West Ham hat immer noch nicht in dieses Spiel gefunden. Liverpool dafür umso mehr, was fehlt, ist die letzte Präzision im Abschluss. Ngog tankt sich gegen drei Gegenspieler durch und bedient an der Strafraumgrenze noch Torres, dessen Schuss knapp am Tor vorbeigeht. Liverpool versteht es bisher sehr gut die Räume zu nutzen, die West Ham anbietet. Kuyt zieht häufig in die Mitte hinter die Spitzen, Ngog weicht häufig auf rechts aus, Torres lässt sich zurückfallen. Konchesky und Glen Johnson schalten sich immer wieder ins Spiel nach vorne ein. Das sieht variabel und ganz gut aus. Braucht es nur noch ein Tor.

[18h35] Richtig starker Beginn der Gastgeber. Robert Green im Tor von West Ham hat schon reichlich zu tun bekommen. Beste Chance nach einem Solo von Ngog auf der linken Seite, zieht in die Mitte, aber Green ist nach dem Flachschuss schnell genug unten um den Ball zur Seite abzuwehren. Eine Minute später geht ein Schuss von Maxi Rodriguez knapp daneben. Vielversprechend für das Team von Roy Hodgson.

Und West Ham ist noch gar nicht da, lassen viel zu viele Schüsse zu und verhindern die Flanken und Pässe in die Tiefe nicht. Liverpool will was gutmachen.

[18h32] Beginn 1. Halbzeit

Liverpool in den roten Trikots. Spielen von links nach rechts in der ersten Hälfte. Und haben Anstoß, West Ham spielt in den weißen Trikots. Dann kann es ja losgehen. West Ham wartet seit über einem Jahr auf einen Auswärtssieg. Mal sehen, ob das Warten auch nach 90 Minuten weitergeht.

[18h26] Flutlicht an der Anfield Road. Sehr gute Stimmung. Fehlen nur noch 90 dramatische Minuten.

[18h24] Die Aufstellungen an der Anfield Road

FC Liverpool: Reina – Johnson, Carragher, Skrtel, Konchesky – Kuyt, Meireles, Poulsen, Maxi Rodriguez – Torres, Ngog

West Ham United: Green – Jacobsen, Gabbidon, Upson, Ilunga – Noble, Kovac, Boa Morte – Piquionne, Obinna – Cole

Roy Hodgson stellt sein System wegen des verletzt fehlenden Gerrard ein wenig um auf ein klassisches 4-4-2 mit den Spitzen Torres und Ngog, Kuyt kommt über rechts, Maxi Rodriguez über links. Glen Johnson kehrt ins Team zurück, damit kann Jamie Carragher wieder in der Innenverteidigung spielen und Kyrgiakos muss Platz auf der Bank nehmen. Christian Poulsen spielt im defensiven Mittelfeld für den gesperrten Lucas. Bei West Ham gibt es zwei Veränderungen zum Remis gegen Blackpool letztes Wochenende. Carlton Cole spielt für den verletzten Kieran Dyer und Kovac ersetzt Scott Parker, der kurzfristig passen musste. West Ham mit nur einer Spitze, Carlton Cole. Dahinter ein flexibles 5er-Mittelfeld mit Piquionne auf dem rechten Flügel.

[18h15] Ganz besonderes Spiel heute Abend für Jamie Carragher, sein 650. Spiel im Trikot der Reds und in Abwesenheit vom verletzten Steven Gerrard noch Kapitän des FC Liverpool.

[18h12] Good Evening. Was ist die beste Medizin nach enttäuschenden Fußballergebnissen? Genau, man schaut weiter Fußball. Das Samstagabendspiel am 14. Spieltag der Premier League, zumindest ein kleiner Krisengipfel. West Ham braucht dringend Punkte um nicht schon an Weihnachten für die Championship planen zu müssen, Liverpool wäre mit einem Sieg heute Abend vorübergehend bis auf drei Punkte am vierten Platz dran. Für die Reds gilt es den “Ausrutscher” in Stoke vergessen zu machen.

Premier League 2010/2011 Preview #14 – Der 69. Versuch für die Spurs

Interessanter und schön aufgeteilter Spieltag. Insgesamt sechs Anstoßzeiten gibt es, daher auch sechs Live-Spiele bei Sky, inklusive einem Monday Night Game. Im Schnelldurchlauf ein komprimierter Blick auf die Spiele. Mehr zur Premier League im Laufe des Wochenendes, darf schon mal auf ein Live-Blog mit Liverpool gegen West Ham am Samstagabend hinweisen.

Der Spieltag eröffnet aber mit dem Spitzenspiel zwischen dem FC Arsenal und den Tottenham Hotspur am Samstagmittag. Das Nordlondon-Derby hat eigentlich schon Brisanz genug, unabhängig von der Tabellenkonstellation, aber dieses Mal ist es für beide zudem ein ganz wichtiges Spiel und zudem noch die Rückkehr von Willam Gallas ins Emirates. Die Gunners könnten mit einem Sieg vorerst die Tabellenführung übernehmen und den FC Chelsea unter Zugzwang setzen. Und die Spurs wollen endlich beweisen, dass sie auch auswärts gegen ein Team der Big Four gewinnen können. Seit 68 Spielen wartet das Team von Harry Redknapp auf drei Punkte bei Arsenal, Chelsea, Liverpool und Man Utd. Gleichzeitig würde man mit einem Erfolg Manchester City auf dem vierten Platz auf die Pelle rücken. Schaut man auf die Statistik, steht der Sieger im Prinzip ja schon fest. Doch die Heimform von Arsenal in dieser Saison gibt nicht gerade Anlass, jedes Heimspiel im Vorhinein mit drei Punkten zu verbuchen. Heimniederlagen gegen Newcastle und West Brom machten deutlich, dass Arsenal Schwierigkeiten hat, wenn Teams defensiv eingestellt sind und Arsenal dann zu offensiv agieren muss für den Torerfolg. Schnelle Gegenangriffe sind die Folge. Dafür wäre auch Tottenham mit den schnellen Flügelspielern und van der Vaart in der Zentrale prädestiniert. Bleibt abzuwarten, ob die Spurs aber nicht selbst die Initiative ergreifen, sodass sich auch für die Gastgeber Kontergelegenheiten ergeben. Bei Arsenal fehlen weiterhin die Langzeitverletzten, Laurent Koscielny kehrt nach seiner Sperre zurück, Jack Wilshere, mit Verletzung von der englischen Nationalmannschaft vorzeitig abgereist, hat sich ebenfalls fit gemeldet.

Der FC Arsenal legt vor, die Blues aus dem Südwesten Londons müssen eventuell nachlegen. Der FC Chelsea tritt bei Birmingham City an. Nach der Niederlage letzten Sonntag gegen den FC Sunderland ist ein wenig Ratlosigkeit an der Stamford Bridge eingekehrt. Zum ersten Mal in dieser Saison war man richtig chancenlos in einem Spiele – und das gegen die Black Cats. Es fällt auf, dass die Mannschaft die defensiven Ausfälle von Terry und Alex (hat seine Operation erstmal verlegt, damit er spielen kann, aber wird demnächst länger fehlen) ebenso wie das Fehlen von Essien und Lampard im Mittelfeld nicht kompensieren kann. Das ist nicht weiter verwunderlich, fehlen doch vier Stützen im Team von Carlo Ancelotti. In den vergangenen Jahren hatte man aber genug erfahrene Spieler, die diesen Verlust ausgleichen konnten. Im Zuge der Sparmaßnahmen von Besitzer Abramovitsch sitzt jetzt die englische Jugend auf der Bank. Nun geht es nach Birmingham, City mit nur einem Sieg in den letzten 11 Spielen. Man steht auf einem Abstiegsplatz, hat aber meist besser gespielt als es die Tabellenposition offenbaren lässt.

Außerdem am Samstagnachmittag: Pflichtaufgabe für Manchester United gegen Wigan Athletic. Da dürfte für die Red Devils trotz der eher mäßigen Auswärtsform in dieser Saison nicht viel anbrennen, zumal man im Old Trafford spielt. Die Latics erst mit einem Auswärtssieg in dieser Saison, ausgerechnet bei den Tottenham Hotspur. Es findet das direkte Aufstiegsduell zwischen dem FC Blackpool und den Wolverhampton Wanderers statt. Ian Holloway, Trainer der Seasiders, musste sich die letzte Woche mit heftiger Kritik auseinandersetzten, weil er im Spiel bei Aston Villa vor eineinhalb Wochen 10 Spieler tauschte, und prompt 2:3 verlor. Die Wolverhampton Wanderers – ausgerechnet der Gegner am Samstag – wurden für ein ähnliches Vorgehen letzte Saison von der Football Association bestraft. Holloway hatte aber gleich nach dem Spiel im Villa Park angekündigt, dass er zurücktreten werde, sollte er eine Strafe bekommen. Außerdem spielt West Bromwich Albion, zuletzt drei Niederlagen in den letzten vier Spielen, gegen Stoke City, zuletzt zwei Siege in Folge. Und ganz still und heimlich sind die Potters an den Baggies in der Tabelle vorbeigezogen. Und ergänzend das interessante Verfolgerduell zwischen den Bolton Wanderers und Newcastle United, das ist der 5. gegen den 8. der Tabelle. Die Wanderers könnten mit einem Heimsieg auf 22 Punkte klettern, nach 14. Spielen. Wer hätte das vor der Saison gedacht und erwartet? Die Wanderers haben sieben Punkte aus den letzten drei Spielen geholt, Newcastle aus den letzten fünf zehn Zähler. Die Magpies haben ihre letzten beiden Auswärtsspiele gewinnen können.

Dass es Rückschläge beim FC Liverpool geben würde, war offensichtlich und zu befürchten. Zu instabil das System, zu schwankend die Form der Leistungsträger, zu viele gute Spieler haben den Verein verlassen. Nach der Derby-Niederlage folgten drei Siege und ein Unentschieden, darunter ein überzeugender Sieg gegen den FC Chelsea. Dieser Aufschwung wurde letztes Wochenede durch das 0:2 bei Stoke City gebremst. Die altbekannten Fehler traten auf, das defensive Mittelfeld ließ Stoke zu viel Platz in der Offensive. Insgesamt sieht die Tendenz bei den Reds aber weiter positiv aus. Nur muss man jetzt die vierwöchige Verletzung von Steven Gerrard verkraften, genau zum falschen Zeitpunkt. Denn der Kapitän war Garant dafür, dass es wieder aufwärts ging. Am Samstagabend kommt nun Tabellenschlusslicht West Ham United an die Anfield Road. Die Hammers warten seit sieben Spielen auf einen Sieg und dürften der ideale “Aufbaugegner” für Liverpool sein – oder vielleicht sogar umgekehrt? West Ham hat seit 47 Jahren nicht mehr beim FC Liverpool gewonnen – und auch sonst so weiß man bei West Ham nicht so wirklich, was man eigentlich falsch macht. Außer Spiele verlieren. Man wirkt ein wenig ratlos im Upton Park. Bei Liverpool fehlen neben Gerrard noch Lucas und Youngstar Jay Spearing, dafür sind Glen Johnson und Fabio Aurelio wieder fit. West Ham hat nach 13 Spieltagen schon fünf Punkte Rückstand auf einen Nichtabstiegsplatz. Viele Chancen darf man nicht mehr vergeben im November und Dezember.

Zwei interessante Spiele am Sonntag. In der frühen Ansetzung empfangen die Blackburn Rovers das wiedererstarkte Aston Villa. Die Rovers haben jetzt endlich die Übernahme des Vereins abgeschlossen. Die indische Unternehmerfamilie Rao kauft für 23 Millionen Pfund Anteile am Verein und hat gleich nochmal 20 Millionen Pfund Schulden des Vereins an die Banken zurückbezahlt. Die Rao Familie will mit ihrem Engagement und ihren guten Kenntnissen des indischen Marktes die Rovers in Asien besser platzieren und langfristig in den Verein investieren. Ob Blackburn und sein Trainer dafür die richtige Station sind, steht auf einem anderen Blatt. Aber immerhin konnte jetzt endlich Vollzug gemeldet werden. Denn bereits seit zwei Jahren hat man einen zahlungskräftigen Unternehmer, der willig ist den Rovers längerfristig Geld zu geben, gesucht. Jetzt muss es nur noch sportlich klappen. Platz 14 und zwei Punkte vor den Abstiegsplätzen ist nicht gerade die beste Ausgangslage. Und jetzt kommt Aston Villa, das zwar nur eines der letzten sieben Spiele gewinnen konnte, aber zuletzt die letzten vier Spiele nicht verloren hat und dabei sechs Punkte geholt hat – und das in Abwesenheit fast des gesamten etatmäßigen Sturms. Trainer Houllier scheint endlich angekommen zu sein, die Leistungen werden besser, er verbessert seine Ausstrahlung auf der Bank. Wie positiv und nachhaltig diese Entwicklung ist, bekommt am Sonntag ihre erste Prüfung. Was genau das richtige Stichwort auch für Roberto Mancini ist, denn sein Team, Manchester City, darf danach beim FC Fulham antreten. Der Italiener will weiter nichts von einer Krise, schlechte Laune uim Umfeld und eine mangelnde Attraktivität im Offensivspiel wissen und verweist stattdessen auf den derzeitgen vierten Tabellenplatz, den City belegt. Aber die Konkurrenz sitzt im Nacken und den Anschluss an die Tabellenspitze hat man auch ein wenig verpasst. Doch die Resultate sehen anders aus. Fünf Punkte aus den letzten vier Spielen, zuletzt zweimal in Eastlands nicht gewonnen. Natürlich steht Manchester City nicht völlig schlecht in der Tabelle da, aber es könnte – gemessen an den Ansprüchen und dem Potential der Mannschaft eben sehr viel besser sein. Fulham läuft bei mir diese Saison völlig unter dem Radar, das ist am Sonntag wohl das erste Spiel mit Beteiligung der Cottagers, das ich sehen werde. Aus den letzten neun Spielen konnte man nur einen Sieg verzeichnen. Trotzdem ist Fulham schwierig zu schlagen, hat eine großartige Moral und Comeback-Qualitäten. Keine leichte Aufgabe für City.

Im Monday Night Game will der FC Sunderland seinen Coup mit dem Sieg beim FC Chelsea durch drei Punkte gegen den FC Everton vergolden. Die Toffees aus Liverpool haben nur vier der letzten 24 Ligaspielen verloren, dabei aber in den letzten drei Begegnungen nicht gewinnen können. Sunderland ist im Stadium of Light seit fast einem Jahr ungeschlagen. Sunderland wird aller Voraussicht nach wieder auf Darran Bent zurückgreifen können. Der Stürmer hat zusammen mit Kollege Asamoah Gyan bereits 11 Tore diese Saison erzielt.

Ein bisschen Hysterie schadet nie

Deutschland soll also im Fokus islamistischer Terroristen gerückt sein. Jedenfalls sagt das der Innenminister. Die Bedrohungslage habe sich verschärft, die Bürger sollten nach Möglichkeit doch wachsam durch ihren Alltag marschieren und  bei dem ein oder anderen Becher Glühwein auf dem Weihnachtsmarkt hin und wieder mal nach verdächtigen Personen oder Gegenständen Ausschau halten. So oder so ähnlich stellt sich das die Regierung vor. Wachsam sein, durchaus ein Grund zu Sorge, wie de Maizière verkünden lies. Aber doch bitte keine Hysterie. Das sei nun wirklich nicht angebracht.

Seit dem 11. September 2001 und dem Engagement der Bundeswehr in Afghanistan fallen immer wieder Warnungen vor Terroranschlägen über Europa hinein. London und Madrid wurden von furchtbaren Anschlägen heimgesucht, aber ansonsten ist es bisher zum Glück glimpflich verlaufen, mit Ausnahme der Kofferbomben, die in mehrere Regionalexpress-Zügen in Deutschland nur aufgrund der Dummheit der Attentäter nicht gezündet haben. Spätestens seit diesem Zwischenfall wurden die ehe schon strengen Sicherheitsvorkehrungen, gerade auf Flughäfen, noch einmal verschärft. Und summa summarum hat Deutschland beim Schutz vor Terrorismus hervorragende Arbeit geleistet. Ich zumindest fühle mich sehr sicher und habe keine Angst vor terroristischen Anschlägen, denn bisher wurden Verdächtige immer rechtzeitig vor möglichen Attentaten aufgespürt und verhaftet.

Dass Deutschland vor Weihnachten (was das nicht so ähnlich auch letztes Jahr?) wieder vermehrt Ziel von Terroristen sein soll, beunruhigt mich nicht, wenngleich man natürlich schon ein wenig wachsamer über große öffentliche Plätze geht. Wachsam, ein bisschen besorgt. Bis jetzt bekommt die Bevölkerung das ganz passabel hin. Keine Panik, keine Hysterie. Warum nur schaffen das die Politiker und die Medien nicht in dem Maße, wie der normale Bürger, der morgens mit dem Zug zur Arbeit fährt?

Jetzt auf einmal fordern einige Innenminister der SPD wieder die Einführung der Vorratsdatenspeicherung. Auf einmal soll jetzt wieder die Telekommunikation überwacht werden. Warum jetzt auf einmal dieser Aktionismus, wo doch vorher ehe schon so gearbeitet wurde, dass die Bevölkerung sicher war? Nur, weil angeblich Deutschland etwas stärker ins Blickfeld des Terrorismus rückt. Frei nach dem Motto: Ein bisschen Hysterie schadet nie. Die Politik verhält sich derzeit so, als würde die Bevölkerung jeden abgestellten Koffer auf einem Bahnhof melden. Muss nicht wirklich sein. Durch so einen Aktionismus macht man die Lage nur viel unübersichtlicher – für alle Seiten. Wer soll da noch den Überblick behalten?

Oder die schreibende Zunft: Bilder mit Polizisten und Maschinenpistolen auf Flughäfen und Bahnhöfen machen sich scheinbar immer besonders gut, aus jedem möglichen Winkel, am besten noch als Klickstrecke. Ein sachlicher Artikel über die Terrorwarnungen verkauft sich scheinbar nicht so gut. Spiegel Online fragt, ob es eine Bombe oder eine Attrappe war? Na, vielleicht warten wir erstmal ab, bis Ergebnisse vorliegen. Dann können wir immer noch den Worst Case bestätigen Ständige Spekulationen helfen doch nicht weiter, gerade bei einem so sensiblen Thema. Aber viel wichtiger beim dem Fund des Gepäckstücks in Afrika: Kontrollsysteme greifen, warum also panisch die Sicherheitsbestimmungen verschärfen? Man muss die Spielchen der Terroristen nicht bis zur Besinnungslosigkeit mitmachen. Ich würde mir etwas mehr Ruhe und einen sachlichen Blick auf die Realität wünschen – ohne die eigenen Interessen im Hinterkopf.

Und zur Not gibt es ja immerhin noch Niedersachsen Innenminister Uwe Schünemann, der die Flugzeuge einfach mal schnell abschießt, bevor sie in irgendeinen Bankenturm fliegen. Wir müssen uns also überhaupt keine Sorgen machen.

Zitat des Tages: Mittwoch, 17. November 2010 – America’s political system is broken

“American political institutions are in a period of crisis. The source of the crisis is relatively simple. Our institutions work only when leaders can reasonably expect broad bipartisan co-operation, but the emergence of more ideologically rigorous parties makes such co-operation extremely unlikely. The typical response among American political elites is to respond to this impasse by deploring the rise of more rigorous partisanship. But the previous era of lax partisanship was a direct consequence of white supremacist rule in the old one-party south and neither can nor should be restored. The correct solution is to update our institutions to fit the circumstances.”

Matthew Yglesias/Center for American Progress auf der umfangreichen Debattenseite des Economist zum aktuellen Zustand des politischen Systems der USA.

Viel Text, aber sehr lesenswert.

Herbst-Atmosphäre

Ich bin kein Freund der jetzigen Jahreszeit. Ich liebe Sommer, wenn es früh morgens schon richtig warm ist, wenn es tagsüber heiß und schwül wird und abends die Gewitter über die Stadt ziehen. Und ich finde Winter großartig, wenn es draußen richtig kalt ist, Schnee fällt oder die Sonne scheint. Aber mit dem Herbst konnte ich mich noch nie so richtig anfreunden, immer dieses Novembergrau, der tagelang anhaltende Hochnebel, der nervige Sprühregen, dazu Temperaturen irgendwo zwischen fünf und elf Grad. Nichts halbes, nichts ganzes, irgendwie so ein Übergang, der viel zu lange dauert.

Doch seit heute Morgen habe ich meinen Meinung über den Herbst ein wenig positiv verändern müssen. Ich bin gegen kurz vor acht mit dem Fahrrad von Pempelfort aus Richtung Universität aufgebrochen. Heute mal wieder Rad, weil kein Regen vorausgesagt war. Mittlerweile dauert die Fahrt mit der Rheinbahn im Berufsverkehr sowieso länger. Es war ein kalter Morgen, in der City ein wenig neblig, doch je näher ich Richtung Rhein fuhr, nahm der Nebel zu, bis ich bei der Fahrt durch den Hofgarten schon manchmal richtig Probleme hatte 50 weit nach vorne zu schauen. Ich fahr schon seit meinem ersten Tag immer einen Umweg zur Uni. Ich könnte den direkten Weg über die Königsallee und Bilk nehmen und dann durch das Uniklinikumgelände auf den Campus gelangen. Doch ich habe keine Lust mich durch den Berufsverkehr zu quälen, auch weil Düsseldorf Radwege nur bedingt kennt. Was schade ist und längst schon hätte verbessert werden können. Also fahr ich von Pempelfort aus durch den Hofgarten und die Ratinger Straße an den Rhein, auf der Prommenade lang, am Landtag vorbei, lasse den Medienhafen rechts liegen, durch Unterbilk und Flehe und komme dann von Südwesten aufs Unigelände. Dauert 10 Minuten länger als der Weg durch die Innenstadt, ist aber auch weniger stressig. Wenngleich so interessant keiner der beiden Wege ist.

Doch das galt nicht für den heutigen Morgen. Als ich durch die Ratinger Straße fuhr, nährte ich mich den großen Nebelbänken, die sich über die ganze Flussebene ausgebreitet haben. Vom Ufer konnte man kaum das Wasser erkennen, irgendwo tuckerten die Schiffe, doch man sah sie nicht. Die Oberkasseler Brücke und die Rheinkniebrücke waren vollständig in Nebel eingehaucht. Beim Blick gen Himmel sah man ein paar blaue Wolkenlücken. Am Landtag vorbei, wieder vom Fluss weg, nahm der Nebel ab. Die Sonne versuchte sich zu zeigen, Sonnenstrahlen leuchteten durch die Häuserschluchten. Durch das schnuckelige Flehe gefahren, komme ich dann wieder an den Rhein in Höhe Fleher Brücke um ein paar hundert Meter auf dem Deich zu fahren und dann Richtung Universität abzubiegen.

Und an der Fleher Brücke habe ich dann angehalten, weil ich sowas von fasziniert von der Kulisse war, dass das iPhone dann herhalten musste um die Atmosphäre wenigstens einigermaßen festzuhalten. Auf dem Rhein die dichten Nebelbänke, wie Dämpfe, die durch die Luft wirbelten, man konnte wieder kein Wassser sehen. Und aus dem Nebel schaute der Brückenpfeiler hervor, markiert von der aufgehenden Sonne, die es mittlerweile teilweise geschafft hatte den Nebel ein wenig aufzulösen. Auf dem Rhein fuhren die Schiffe, hin und wieder erklangen sekundenlange Schiffstuten. Scheint wohl trotz Radar und modernster Technik nicht so einfach bei diesem Wetter auf dem Rhein zu fahren (wobei das für Autos noch gefährlicher scheint). Jedenfalls war das eine traumhafte Kulisse, die ich selten gesehen habe. Vielleicht kann ich mich ja doch noch mit dem Herbst anfreunden, jedenfalls, wenn er so bleibt wie heute Morgen.

Premier League 2010/2011 #13 – Es wird eng für Grant und Mancini

Zuvor ein kurzer Lesetipp: Football clubs media battle über die Anstrengungen und Bemühungen der Premier League Klubs mit Eigenproduktionen um die mediale Aufmerksamkeit der Fußballfans zu bekommen.

Kommen wir zum Geschehen vom Tage, acht Spiele standen auf dem Programm in der Premier League am heutigen Samstag. Und die Krise bei West Ham United und Manchester City verstärkt sich. Und wenn Sie sich jetzt fragen, welche Krise bei Manchester City gemeint ist, heißen Sie entweder Roberto Mancini oder sind nicht ganz so kritisch wie viele englische Journalisten oder die Fans von Manchester City. Die Citizens kamen heute nur zu einem 0:0 gegen Birmingham City. Und man spielte genauso uninspiriert, mutlos, ideenlos und unattraktiv wie am vergangenen Mittwoch im Derby gegen United. Mancini zog sich den Unmut der Fans zu, als er zehn Minuten vor Schluss Carlos Tevez (Stürmer!) für Gareth Barry (defensiver Mittelfeldspieler!) auswechselte. Da gehen Anspruch der Fans, investierte Geldsummen und Wirklichkeit doch einiges auseinander. Mancini sieht das offensichtlich anders. Der Trainer betont immer wieder, dass man doch noch auf dem vierten Tabellenplatz steht. Er spüre keinen Druck, es sind ja gerade mal erst 13 Spiele absolviert. Größtes Problem in Eastlands ist mittlerweile die Offensive, gemessen an der Anzahl der geschossenen Tore. 15 Tore haben die Citizens erzielt – zum Vergleich Chelsea 28, Man Utd 26, Arsenal 24 – und solange Carlos Tevez nicht trifft, will keiner Tore schießen. In den letzten drei Heimspielen hatte man nicht getroffen. Und die Fans, die dann reichlich Geld für ihren Besuch bezahlen, sind entsprechend sauer und ungeduldig. Und vielleicht am enttäuschendsten: Man erspielt sich auch immer weniger Torchancen in den letzten Spielen. Zum Glück für Mancini gibt es jetzt wieder zwei Auswärtsspiele, bei Fulham und in Stoke. Die Frage ist dann eben, ob Mancini dann noch auf der Bank sitzt. Die Besitzer scheinen noch Geduld zu haben, fragt sich nur, wielange die Fans ruhig bleiben und ihren Unmut bisweilen auf das Auspfeifen nach dem Spiel beschränken.

Nicht wirklich vom Fleck kommt auch West Ham United, man bleibt nach dem 0:0 gegen den FC Blackpool weiter Tabellenschlusslicht. Insgesamt hatten beide Teams gute Chancen ein Tor zu erzielen, Blackpool kann mit dem Punkt sicherlich gut leben, für West Ham ist das schlicht zu wenig. Aus den letzten drei Heimspielen gegen die Aufsteiger Newcastle, West Brom und Blackpool holte man zwei Punkte. Auf dem direkten Weg Richtung Championship. David Sullivan, einer der Besitzer des Klubs, hat Grant und dem Team ein kleines Ultimatum gestellt. Sieben Punkte aus vier Spielen sollen es nach den Wünschen von Sullivan sein. Jetzt hat man aus den letzten drei Partien gerade mal drei Punkte geholt, da braucht es in Liverpool am kommenden Samstagabend vier Zähler theoretisch. Apropos FC Liverpool: Der Aufwärtstrend der letzten Woche wurde heute Abend durch eine fürchterlich schlechte Leistung bei Stoke City gestoppt. Die Reds verloren verdient mit 2:0, es war ein Rückfall in die Zeiten von vor ein paar Wochen bis zur ersten Halbzeit in der Europa League gegen Neapel.

Die weiteren Ergebnisse:
Newcastle-Fulham 0:0
Wolverhampton-Bolton 2:3
Tottenham-Blackburn 4:2
Wigan-West Brom 1:0
Aston Villa-Manchester United 2:2

Während Bolton seine tolle Saison fortsetzt (jetzt Tabellenfünfter mit 19 Punkten) und Owen Coyle damit weiterhin ganz großartige Arbeit leistet (Johan Elmander mit seinem sechsten Saisontreffer, alle davon auswärts), ist der Höhenflug von West Brom ein wenig vorbei. Seit vier Spielen wartet man auf einen Sieg. Derweil kann sich Wigan durch das 1:0 über die Baggies über den dritten Saisonsieg freuen und feiert damit drei wichtige Punkte im Abstiegskampf. Manchester United kam nach einem 0:2 noch zu einem 2:2 bei Aston Villa. Es bleibt dabei: United spielt nicht gut, ist zwar immer ein wenig überlegen, macht aber zu wenig aus seinem Übergewicht. Und trotzdem sammelt man weiter fleißig Punkte und hat noch kein Spiel in dieser Saison verloren. Aber überzeugend ist das nicht, komische Saison der Red Devils.

Morgen ab 14h55 bei Sky das Spitzenspiel des Spieltages, wenn der FC Everton die Gunners vom FC Arsenal empfängt. Die Gäste aus London wollen mit einem Sieg auf Platz 2 klettern und ihre gute Auswärtsform untermauern. Aber das wird keine leichte Aufgabe, Everton ist seit sieben Spielen ungeschlagen, war in den letzten Jahren aber häufig chancenlos gegen Arsenal. Das Team von Wenger könnte mit einem Sieg zudem den FC Chelsea ein wenig unter Druck setzen, der im Anschluss den Spieltag mit dem Abendspiel gegen den FC Sunderland abschließt.

Zitat des Tages: Donnerstag, 11. November 2010 – Shared experiences

On his Facebook profile, Fisher has posted photos from a vacation in San Diego and his 25th birthday party. But it is the 108 photos in an album titled Marine Pics 3rd deployment to Iraq which stand out. Fisher has shared some of these photos in several groups, including one of his best friend, Sgt Ryan Cummings, who was killed in action in June 2006. “Not everybody might know about his legacy, about his obituary website, but everybody can go to Facebook and look, and if they want to leave a message they can,” says Fisher. “It’s a good way to relieve some stress overall.”

Franz Strasser/BBC World News America: How social media is helping today’s war veterans

Lesenswerter Artikel bei der BBC über die Hilfe, Vor- und Nachteile von Social Media bei der Verarbeitung von Kriegserfahrungen durch ehemalige US-Soldaten. Das Departement of Veteran Affairs hat einen eigenen YouTube-Kanal, Facebook-Page und sehr aktuelle und beeindruckende Bilder bei Flickr.

Premier League 2010/2011 #12, Tottenham Hotspur – FC Sunderland

[22h52] Endstand Tottenham Hotspur – FC Sunderland 1:1

Ein mittellautes Rumoren geht durch die White Hart Lane. Für die Spurs zu wenig. Tottenham startet die kleine Heimspielserie – am Samstag kommen die Rovers an die Lane – nur mit einem Remis, weil man offensiv zu eindimensional agierte und dann nach der Führung einmal defensiv nicht aufpasste. Sunderland nimmt diesen Punkt gerne mit, haben gut verteidigt und sich auf die vielen Flanken und Ecken der Spurs hervorragend eingestellt und Gareth Bale so gut es eben geht aus dem Spiel genommen. Starke Leistung von Turner und Onuoha. Nur einmal gewann Tottenham ein entscheidendes Kopfballduell, vor dem 1:0 durch Crouch, der Van der Vaart bediente. Postwendend verbesserte Gyan seine tolle Bilanz in dieser Saison mit dem überraschenden Ausgleich. Danach gelang beiden Teams wenig und am Ende hatte Sunderland sogar noch mehr Spielanteile. Beide Teams verpassen den Sprung in die vorderen Tabellenregionen und bleiben im breitgestreuten Mittelfeld. Sunderland muss am Sonntag zum FC Chelsea reisen, vielleicht kann man ja wieder in London den Spielverderber spielen.

[22h48] Vier Minuten Nachspielzeit

[22h46] Starker Konter von Sunderland, Gomes kommt raus, kann den Ball nicht festhalten und foult dann Malbranque. Zum Glück für die Spurs außerhalb des Strafraums und nicht als letzter Mann, weil einige Spieler bereits Richtung Torlinie eilten. Webb gibt die gelbe Karte für Gomes. Freistoß bringt dann nichts ein. Sunderland mit eine Folge von Ecken. Und die Spurs brauchen Schwimmflügel.

[22h43] Wechsel FC Sunderland: Kieran Richardson geht, Malbranque kommt für die letzten fünf Minuten.

[22h42] Endtand Stoke City – Birmingham City 3:2

Derweil Bentley mit einem Schuss aus 25 Metern in den Londoner Nachthimmel, geht nicht mehr viel zusammen momentan.

[22h37] Starker Auftritt von Onuoha gegen Gareth Bale. Zehn Minuten noch an der White Hart Lane. Tottenham erspielt sich jetzt kaum noch Möglichkeiten, Sunderland lässt weiterhin wenig zu.

[22h30] Stoke City-Birmingham City 3:2, Dean Whitehead, 85. Minute

[22h29] Fünf Tore in neun Minuten in den beiden Abendspielen. Kurz durchatmen. Etwas mehr als eine Viertelstunde noch an der White Hart Lane, Spiel jetzt ausgeglichen. Tottenham versucht wieder einen Gang zuzulegen, für Sunderland ergeben sich Kontergelegenheiten.

[22h28] Unnötig hartes Tackle von Cattermole gegen Luka Modric. Da er von vorne kommt und auch den Ball trifft, belässt es Webb bei einer gelben Karte. Für englische Verhältnisse geht das okay.

[22h24] Tottenham Hotspur-FC Sunderland 1:1, Asamoah Gyan, 67. Minute

Aus dem Nichts der Ausgleich für die Black Cats. Das Innenverteidigerduo Kaboul und Gallas behindert sich gegenseitig, Welbeck spielt in die Schnittstelle, wo Gyan startet und ganz souverän und locker zum Ausgleich einschiebt. We have a game.

[22h22] Tottenham Hotspur-FC Sunderland 1:0, Van der Vaart, 65. Minute

Und jetzt ist der Bann gebrochen. Ich wollte schon schreiben, dass ich angesichts des Dramas in Stoke heute Abend das falsche Spiel schaue, aber jetzt hat auch die White Hart Lane ihr erstes Tor gesehen. Flanke Bale, in der Mitte legt Crouch per Kopfball für den Niederländer auf. Der nimmt den Ball gut an, leicht mit der Hand mitgenommen, dreht sich und schiebt dann locker ein.

[22h19] Stoke City-Birmingham City 2:2, Cameron Jerome, 76. Minute

[22h18] Stoke City-Birmingham City 2:1, Fahey, 74. Minute

[22h16] Stoke City-Birmingham City 2:0, Ricardo Fuller, 71. Minute

[22h16] Eckenverhältnis nach 58 Minuten – 13:1 für die Gastgeber. Im Prinzip die ersten 15 Minuten des zweiten Durchgangs ein Abbild der letzten 15 Minuten der ersten Hälfte.

[22h09] Beste Chance für die Spurs in der zweiten Hälfte. Flanke Hutton, in der Mitte Van der Vaart völlig frei, doch der Niederländer setzt den Kopfball ganz knapp daneben. Aufregung eine Minute später, als Bentley und Zenden im Strafraum aneinandergeraten. Richtig von Webb auf den Elfmeterpfiff zu verzichten, die gelbe Karte für Bentley wegen Schwalbe brauchte es aber nicht, wenngleich Bentley doch schon sehr sehr früh fiel. So einseitig das Offensivspiel der Spurs auch ist, immer wieder gibt es solche guten Chancen wie eben. Aber das ist die Ausnahme. Sunderland hat sich auf die Flanken sehr gut eingestellt, ich denke, man würde mit schnellem direkten Spiel mehr erreichen. Dafür fehlen aber die Spielertypen, vielleicht wäre es eine Überlegung wert, wenn Bale und Bentley häufiger in die Mitte ziehen. Aber so ist das hin und wieder gefährlich, insgesamt ordentlich anzusehen, aber für Sunderland defensiv keine wirklich große Herausforderung.

[22h07] Guten Abend Herr Gomes, Sie spielen ja auch noch mit.

[22h06] Und mit Crouch vorne im Zentrum, dürften gelangweilte Zuschauer mal Strichliste führen, wieviele hohe Bälle es auf Crouch geben wird. Wird eine einseitige Spielweise der Spurs wahrscheinlich.

[22h03] Beginn 2. Halbzeit

[22h02] Wechsel FC Sunderland: Zweite Auswechselung bei den Black Cats. Danny Welbeck für Riveros

[22h01] Wechsel Tottenham Hotspur: Die Spurs wollen Kopfballduelle gewinnen. Peter Crouch kommt für den leicht am Rücken verletzten Roman Pyvlyuchenko.

[21h47] Halbzeit Tottenham Hotspur – FC Sunderland 0:0

Keine Tore an der White Hart Lane in der ersten Hälfte. Guter Beginn von beiden Teams, aber danach hatte die Partie doch einige Hänger. Tottenham das bessere Team, mit mehr Ballbesitz, mehr Torschüssen, mehr Ecken, aber wirklich hochkarätige Chancen waren nicht dabei, mit Ausnahme des Lattentreffers von Huddlestone. Sunderland verteidigt sehr gut, steht kompakt, hat die Lufthoheit. Deshalb bringen die vielen Flanken von den Außenbahnen, wo die Spurs überlegen sind, bisher wenig Ertrag ein. Tottenham in der Defensive kaum gefordert, wenn Sunderland sich mal in der Hälfte der Spurs festsetzte, spielten sie es viel zu umständlich aus. Die Gastgeber gehen mal wieder ohne Führung in eine Halbzeit, so wie in 11 von 12 Spielen in dieser Premier League Saison.

[21h44] Noch mal ein kleines Highlight vor der Halbzeit. Bentley hat auf rechts mal wieder ganz viel Platz, Zenden ist nur aufmerksamer Beobachter, Bentley zieht in die Mitte, toller Schuss, der genau in den Winkel eingeschlagen hätte. Aber Gordon fischt den Ball aus dem Winkel. Tolle Szene von beiden. Eine Minute Nachspielzeit.

[21h37] Craig Gordon mit sehr starkem Spiel bisher, macht einen souveränen Eindruck. Auch keine Probleme beim Freistoß von Bentley von der linken Seite. Tottenham näher am 1:0 als Sunderland, aber es fehlt das letzte Quäntchen noch.

[21h34] Phil Bardsley hat sich übrigens gefangen, jetzt mit besserer Zweikampfbilanz gegen Hutton respektive Bentley. Tottenham erhöht den Druck in den letzten Minuten, erspielt sich ein paar Chancen, ein paar Ecken hintereinander, aber außer durch einen Schuss von Van der Vaart, von Gordon zur Ecke abgewehrt, war das Sunderland-Tor nicht wirklich in Gefahr. Für die Überlegenheit der Spurs springen einfach bis jetzt zu wenige hochkarätige Torchancen raus. Liegt auch ein bisschen daran, dass Sunderland fast alle Kopfballduelle im Zentrum gewinnt.

[21h33] Halbzeit Stoke City-Birmingham City 1:0

[21h29] Stoke City-Birmingham City 1:0, Robert Huth, 44. Minute

[21h26] Was ein Miss Match für Bardsley gegen David Bentley, der Linksverteidiger kann sich nur mit Fouls gegen Bentley wehren. Das muss Tottenham noch viel stärker nutzen, denn auf links bekommt Bale sehr wenig Platz und konnte sich noch kaum in Szene setzen. Hutton und Bentley auf der rechten Seite sind da besser im Spiel. Viel geht im Mittelfeld über Modric, aber mit Ausnahme des Lattentreffers von Huddlestone sind noch keine wirklich großen Torchancen für die Gastgeber rausgesprungen.

[21h19] Wechsel FC Sunderland: Anton Ferdinand muss verletzt raus, Phil Bardsley für ihn jetzt in der Partie.

[21h18] Beste Chance in diesem Spiel bisher. Huddlestone nach einer Ecke mit dem zweiten Ball. Distanzschuss, noch leicht abgefälscht, an das Lattenkreuz.

[21h16] Ordentlicher Einstieg in diese Partie. Gutes Tempo, beide Teams sind bemüht Struktur in ihr Spiel zu bringen, gelint beiden nur bedingt. Insgesamt noch zu viele Fehler, Ballverluste und ungenaue Zuspiele. Die Spurs höchsten mit leichten Vorteilen noch, haben mehr Ballbesitz und Spielanteile in der Hälfte von Sunderland. Aber die Black Cats kommen besser ins Spiel.

[21h09] Ein Spiel der Distanzschüsse und Einzelleistungen bisher. Für Sunderland versucht sich jetzt Cattermole, setzt sich im Laufduell gut gegen Huddlestone durch, Schuss geht knapp daneben. Sunderland jetzt druckvoller für einen Moment, Zenden läuft sich auf links frei, bekommt das Zuspiel und findet mit seiner Flanke Richardson in der Mitte. Schuss wird von Kaboul zur Ecke abgefälscht. Zum ersten Mal die Gäste mit einem offensiven Lebenszeichen.

[21h05] Nur Tottenham in den ersten Minuten. Kaboul mit Freistoß aus 25 Metern, aber doch ein ganzes Stück daneben. Eine Minuten später hat Pavlyuchenko reichlich Platz im Mittelfeld, da geht Lee Cattermole nicht energisch genug auf den ballführenden Spieler der Spurs. Schuss des Russen geht aber knapp vorbei. Alles noch nicht wirklich gefährlich, aber Tottenham nährt sich der Führung von Minute zu Minute mehr.

[21h03] Gareth Bale könnte in der Liga auch endlich mal seine erste Vorarbeit in dieser Saison leisten. Dann ist diese fürchterliche Saison Diskussion auch abgeschlossen.

Zweieinhalb Minuten gespielt und die Spurs zum ersten Mal gefährlich vor dem Tor der Black Cats. Sunderland bekommt nach einer Ecke und einer weiteren Flanke den Ball nicht geklärt, Zenden köpft den Ball direkt vor die Füße von Luka Modric, der sofort abzieht. Craig Gordon schnell genug unten.

[21h01] Beginn 1. Halbzeit

Die Spurs haben Anstoß, spielen in den weißen Trikots von links nach rechts in der ersten Hälfte. Sunderland in den weiß-rot gestreiften Trikots. White Hart Lane nicht ganz ausverkauft.

[20h56] Sunderland gewannen zuletzt vor zwei Jahren bei den Spurs. Es war gleichzeitig der letzte Sieg in der englischen Hauptstadt. Schiedsrichter der Partie ist Howard Webb. Flutlicht, großartige Stimmung. Es ist angerichtet.

[20h54] Die Aufstellungen an der White Hart Lane

Tottenham Hotspur: Gomes – Hutton, Kaboul, Gallas, Assou-Ekotto – Bentley, Huddlestone, Modric, Bale – Van der Vaart – Pavlyuchenko

FC Sunderland: Gordon – Onuoha, Turner, Bramble, Ferdinand – Henderson, Cattermole – Riveros, Richardson – Zenden – Gyan

Die Spurs mit Verletztungsproblemen. Ledley King, Aaron Lennon, Michael Dawson und Jermain Defoe fehlen alle weiterhin verletzt. Aber das lässt sich trotzdem immer noch sehr gut sehen, Crouch nur auf der Bank, ebenso wie Palacios und Krancjar. Pavlyuchenko ist einzige Spitze, Van der Vaart ist rechtzeitig fit geworden. David Bentley bekommt auf der rechten Außenbahn seinen ersten Start in dieser Saison von Beginn an. Kaboul und Gallas bilden wieder die Innenverteidigung. Sunderland mit insgesamt sechs Veränderungen gegenüber dem 2:0 gegen Stoke City. Im Tor spielt Craig Gordon zum ersten Mal in dieser Spielzeit, Mignolet bekommt eine Pause. Ob aufgrund seiner schlechten Leistungen, weiß niemand so richtig. Darran Bent fehlt bei den Black Cats, die Hoffnung auf Tore hat Asamoah Gyan zu erfüllen.

[20h46] Die Spurs wollen die dritte Pflichtspielniederlage in Folge verhindern und Anschluss nach oben halten. Sunderland will den zuletzt gezeigten Aufwärtstrend festigen, tritt heute mit dem jüngsten Team in dieser Saison auf. Beide Mannschaften sind Tabellennachbarn, Tottenham auf 7, Sunderland auf 8. Der Sieger der Partie würde vorübergehend auf den fünften Platz stoßen und Newcastle United erstmal verdrängen.

[20h42] Guten Abend zusammen.

Premier League 2010/2011 Preview #12 – Referee Relegations

Es geht Schlag auf Schlag in der Premier League. Bereits heute und am morgigen Mittwoch wird ein kompletter Spieltag absolviert. Nur zwei Spiele finden heute statt. Sky zeigt ab 20:55 Uhr auf Sport 1 und HD1 (Kommentar: Toni Tomic) die Partie der Tottenham Hotspur gegen den FC Sunderland. Die Spurs mussten nach der Gala in der Champions League erneut erkennen, dass die Bäume in der Liga nicht in den Himmel wachsen. Einmal mehr – nach dem Remis am ersten Spieltag gegen Werder verlor man das folgende Heimspiel gegen Wigan – konnte man die gute Leistung aus der Königsklasse nicht fortsetzten. Knackpunkt beim 2:4 in Bolton war diesmal die sonst so sichere und hoch gelobte Defensive. Tottenham will den Anschluss nach oben bewahren, mit einem Sieg wäre man vorübergehend wieder Fünfter. Sollte es nicht klappen, wäre es die dritte Niederlage in Folge. Aber an der White Hart Lane hat das Team von Redknapp erstmal einmal verloren diese Saison. Sunderland konnte sich mit dem Sieg gegen Stoke (Doppeltorschütze Asamoah Gyan) für die Schmach von Newcastle entschuldigen. Sunderland wartet diese Saison noch auf einen Auswärtssieg und hat nur eines der letzten neun Spiele an der White Hart Lane gewinnen können.

Die zweite Partie am Dienstagabend ist das Aufeinandertreffen von Stoke City und Birmingham City. Die Potters zuletzt mit vier Niederlagen am Stück, nur noch einen Punkt von den Abstiegsplätzen entfernt. Da kommt es der Mannschaft von Tony Pulis vielleicht gerade recht, dass Birmingham noch auf einen Auswärtssieg wartet, zuletzt aber drei Spiele in Folge nicht verloren hat. Nicht nur von der Tabellenkonstellation ein interessantes Spiel, die Partie bekommt ihre Würze durch Aussagen von Tony Pulis am Samstagnachmittag nach der Niederlage gegen Sunderland. Kurz zum Hintergrund: Lee Cattermole hatte im Spiel den Kopfball von Kenwyne Jones auf der Linie per Hand geklärt. Schiedsrichter Martin Atkinson hatte dies aber nicht gesehen – warum weiß keiner – und damit blieb Stoke ein klarer Elfmeter und der Platzverweis für Sunderland verwahrt. Tony Pulis zeigte sich nach dem Spiel wütend und forderte die Punktevergabe an Schiedsrichter. Nach jedem Spiel sollen die Referees bewertet werden und am Ende jeder Saison hat jeder Verein eine Stimme für einen Schiedsrichter, der ihrer Meinung nach nicht mehr in der Premier League pfeifen soll, sondern zum Beispiel in der Championship. Die Bewertungen würden natürlich auch miteinfließen. Pulis’ Formel ist klar: Falsche Entscheidungen vom Schiedsrichter, Zurückversetzung und Lernen eine Liga weiter unten. Zumindest von Spurs-Trainer Harry Redknapp gab es Unterstützung für den Vorschlag. Er würde dies zumindest mal genauer angucken wollen, so Redknapp. Dabei dürfte klar sein, dass diese Idee niemals umgesetzt wird. Aber es zeigt sich – auch gefühlt meinerseits – dass ich diese Saison schob viele krasse Fehlentscheidungen in der Premier League gesehen habe.

Der Rest an Spielen dann am Mittwochabend. Aston Villa ist unter dem neuen Trainer Houllier weiter auf der Suche nach einem Sieg. Der FC Blackpool kommt in den Villa Park. Am Wochenende gab es ein unglückliches Remis in Fulham, Gegentreffer durch Hangeland in der 94. Minute. Villa weiter mit den Stürmerproblemen, aller Voraussicht nach wird wieder Nathan Delfouneso einzige Spitze sein. Die Tore müssen dann aus dem Mittelfeld kommen, zum Beispiel durch Marc Albrighton wie am Samstag. Ashley Young ist derweil noch auf der Suche nach einem Torerfolg. Der FC Chelsea will im London-Derby gegen den Nachbarn FC Fulham die Tabellenführung behaupten. In der Erfolgsspur wollen Newcastle United und der FC Liverpool bleiben. Die Magpies empfangen Blackburn. Die Rovers feierten am Samstag einen wichtigen Erfolg gegen Wigan, die ihrerseits jetzt am Mittwochabend die Reds von der Mersey empfangen. Scheinbar hat Roy Hodgson zumindest vorübergehend erstmal den Schalter umlegen können. Die Gründe für die letzten Erfolge sind vielschichtig. Torres trifft wieder, Gerrard stark formverbessert, mit Dirk Kuyt hatte man am Sonntag gegen Liverpool einen laufstarken Spieler im offensiven Mittelfeld. Dadurch konnten Lucas und Raul Meireles ein wenig stärker auf die Defensive Rücksicht nehmen. Liverpool stand sehr viel kompakter und dichter gestaffelt im Mittelfeld als in den letzten Begegnungen. Alles noch sehr latent und sicherlich auch brüchig, aber Hodgson scheint unter Liverpool auf einem sehr viel besseren Weg als noch vor ein paar Wochen.

Beim direkten Duell zwischen dem FC Everton und den Bolton Wanderers könnte für eines der beiden Teams der Aufwärtstrend vorbei sein, je nach Spielausgang. Toffees-Trainer David Moyes wurde von der Premier League zum Trainer des Monats Oktober gewählt. Zuletzt gab es ein 2:2 in Blackpool, Bolton schlug die Spurs. Die Wanderers machen sich immer besser unter Owen Coyle. Und wie hier schon häufiger geschrieben, macht es immer mehr Spaß der Mannschaft zuzuschauen, weil sie attraktiven Fußball spielt, direkt, schnörkellos, unspektakulär, aber derzeit sehr erfolgreich. Geheimwaffe in der Fremde weiterhin Johan Elmander, der weiterhin nur auswärts trifft. Der FC Arsenal musste am Sonntag mal wieder erkennen, warum es doch weiterhin nicht so abwegig scheint, dass man diese Saison nicht den Titel in der Premier League holt. Wer gegen die Aufsteiger West Brom und Newcastle zuhause keine Punkte holt, hat wenig Argumente auf seiner Seite. Zum Glück geht es nun in die Fremde, zu den wieder erstarkten Wolverhampton Wanderers, die wie im Carling Cup auch in der Premier League nur knapp bei Manchester United unterlagen. Bei Arsenal klappt es derzeit an vielen Stellen nicht. Man braucht zu viele Chancen für ein Tor, hat Pech im Abschluss, Fabregas hat sich Sonntag mal eine komplette Auszeit genommen und zu allem Überfluss hat auch Fabianski mal wieder einen seiner altbekannten Patzer eingestreut. Und wenn das dann alles in 90 Minuten zusammenkommt, verliert man gegen einen starken Gegner wie Newcastle. Mal sehen, ob Mittwochabend Robin van Persie seine Chance von Beginn bekommt. Kleine Randnotiz: Arsene Wenger wird Karl Henry versuchen gar nicht erst ins Stadion zu lassen. Spaß beiseite, Arsenal wird auf einen kämpferischen und aggressiven Gegner treffen. Das lässt sich dann nicht nur spielerisch lösen.

Sky zeigt am Mittwochabend ab 20:55 Uhr auf Sport 1 und HD1 (Kommentar: Markus Gaupp) das Topspiel des 12. Spieltages, das Derby in Eastlands zwischen Manchester City und Manchester United. Für City ging das Wochenende dann doch noch sehr gut zuende. Das 2:0 bei West Brom war endlich mal wieder eine Leistung, die den Ansprüchen von City gerecht wird. Ob Roberto Mancini jetzt aber dauerhaft fest im Sattel sitzt, können wir an Weihnachten ja nochmal überprüfen. Der Preis Gurke des Wochenendes geht übrigens an City’s Mario Balotelli. Der Italiener schoss seine ersten beiden Premier League Tore und flog dann wegen einer Tätlichkeit vom Platz. City hat gegen den Platzverweis Einspruch eingelegt. Mit einer Entscheidung der Liga wird bereits morgen gerechnet, aber eher unwahrscheinlich, dass Balotelli am Mittwoch auflaufen wird. Bisher hatte es Mancini ganz gut geschafft Undiszipliniertheiten im Zaum zu halten. Balotelli ist so ein Kandidat, der das ganze ein wenig einreißen könnte. Entsprechend ungehalten war Mancini auch wegen des Platzverweises, zumal er Balotelli eigentlich wenige Minuten später auswechseln wollte. Bei United das alte Lied der letzten Wochen. Nicht überzeugend gespielt, aber gewonnen. Diesmal sprang Ji-Sun Park in die Bresche und sicherte die drei Punkte mit seinem Treffer in der 93. Minute. Wayne Rooney weilt derweil im wunderschönen US-Bundestaat Oregon. Wetter für den heutigen Dienstag. Dauerregen und 7 Grad. Er wird sich wie zuhause fühlen.

Aufmerksamen Lesern wird aufgefallen sein, dass noch ein Spiel fehlt. West Ham United empfängt im Upton Park Aufsteiger West Bromwich Albion. Die Baggies zuletzt mit einem ersten kleinen Rückschlag in der fabelhaften Saison. Etwas, das die Hammers gerne hätten. West Ham bleibt mit sieben Punkten nach 11 Spielen das Schlusslicht der Premier League. Am Samstag führte man nach 64 Minuten mit 2:0 bei Birmingham City um dann in neun Minuten durch Cameron Jerome und Ridgewell den Ausgleich zu kassieren. West Ham gelingt momentan kaum was. Führungen werden verspielt, Torhüter Robert Green hatte auch nicht seinen besten Tag erwischt. Und mit der latenten Nervosität und Verunsicherung kommt dann ein aufs andere zusammen. Avram Grant wirkt in den Interviews nach dem Spiel ratlos, sucht häufig die Schuld beim Referee – am Samstag teilweise zurecht – und weniger bei seinen Spielern. Umso ärgerlicher, weil mit Birmingham, und den beiden Heimspielen gegen West Brom am morgigen Abend und Blackpool am Samstagnachmittag drei Gegner auf die Hammers warteten und warten, die du schlagen musst, wenn du in der Premier League bleiben willst.

Soviel als Vorspeise. Ich hoffe, ich kann es endlich mal wieder einrichten, den Spieltag per Live-Blog zu begleiten. Man liest sich.