Live-Blog: Premier League 2010/2011, Transfer Deadline Day

[23h09] So, ich mache das Fenster dann hier schon mal zu. So viele spektakuläre Dinge sollten sich nicht mehr ereignen. Sollte noch etwas passieren, trage ich das morgen früh nach. Da morgen wieder ein langer Arbeitstag ist und ich wenig geschlafen habe letzte Nacht, mache ich es wie Arsenals Jack Wilshere, der vor ein paar Minuten twitterte.

“BREAKING TRANSFER NEWS: I have just moved from the sofa to my bed!!”

Und das mache ich jetzt auch. Also, angenehmen Abend noch und gute Nacht. Danke fürs Lesen.

Closed.

[22h25] Der Luiz-Deal mit dem FC Chelsea scheint wohl doch über die Bühne zu gehen. Scheinbar ist es nicht von Nöten, dass der Spieler um Mitternacht in London sein muss. Warten wir es ab.

[22h21] Fans des FC Blackpool dürfen sich freuen. Charlie Adam wird bei den Seasiders bleiben. Gleichzeitig meldet die BBC, dass man Jason Puncheon, Stürmer vom FC Southampton, verpflichtet hat.

[21h46] Fernando Torres hat wie erwartet den Medizincheck beim FC Chelsea bestanden. Letzte Details bezüglich der Vertragslaufzeit sind zu klären.

[21h44] Der FC Liverpool bestätigt auf der Vereinshomepage die Verpflichtung von Luis Suarez. Vertrag bis Sommer 2016. Ajax Amsterdam bekommt 26,5 Millionen Euro Ablöse überwiesen.

[21h41] Die Blackburn Rovers haben den argentinischen Mittelfeldspieler Mauro Formica (zuvor gespielt in Argentinien bei Newell’s Old Boys) bis Sommer 2014 verpflichtet.

[21h38] Wechsel fix. Daniel Sturridge wird vom FC Chelsea an die Bolton Wanderers ausgeliehen.

[21h25] WAHNSINN. Es scheint sich zu bestätigen, dass Luiz weiter in Lissabon ist und nicht nach England geflogen ist. Damit ist der Deal eigentlich gescheitert oder schafft man es noch in 2,5 Stunden vom Flughafen Lissabon zur Stamford Bridge in London.

[21h22] Ich bekomme mich vor Lachen nicht mehr ein, sollte die Info stimmen, die Duncan Castles gerade twitterte. Luiz soll von Benfica wieder aus dem Flieger gezogen worden sein. Man prüfe noch das Angebot. Das ist fast schon tragisch.

[21h17] Doch noch die Ausleihe: Stephen Ireland von Aston Villa zu Newcastle United

[21h07] Torres soll beim FC Liverpool einen 5-Jahres-Vertrag bekommen, meldet Caughtoffside.

[20h45] Torres-Deal ist fast durch, Liverpool und Chelsea haben sich auf Ablöse geeinigt, geht wohl nur noch um das Gehalt. Liegt wohl in der Größenordnung von 175.000 Pfund pro Woche.

[20h33] Einen Transfer muss ich noch nachtragen: Die Blackburn Rovers haben Stürmer Ruben Rochina vom FC Barcelona für einen 4,5-Jahres-Vertrag verpflichtet. Mehr bei der BBC.

[20h20] Michael Bradley wird von Borussia Mönchengladbach an Aston Villa ausgeliehen. Kaufoption im Sommer. Quelle: Villa-Homepage

[20h11] Auch wenn es keine offizielle Bestätigung von Liverpool und Ajax Amsterdam gibt, scheint der Deal als fix zu gelten, glaubt man den Ausführungen auf Five Live. Suarez soll übrigens das Trikot mit der Rückennummer 7 bekommen.

[20h07] Bei BBC Five Live vernehme ich gerade das erste Mal den Gedankengang, dass Peter Crouch als Ersatz für Carroll nach Newcastle wechseln könnte.

[20h04] Unklar noch, inwieweit die Verhandlungen zwischen Rossi/Villarreal und Tottenham noch stattfinden. BBC Five Live sagt, dass ein Deal noch möglich ist. Sid Lowe, Spanienkorrespondent des Guardian, teilt via Twitter mit, dass Rossi tortz Mega-Angebot der Spurs nicht verlassen wird.

[20h00] Noch vier Stunden…

[19h44] Deal ist fix. David Luiz wechselt von Benfica Lissabon zum FC Chelsea. 21 Millionen Pfund Ablöse, Vertrag bis 2013. Da macht der FC Chelsea mal rund schlappe 90 Millionen Euro locker heute Abend. Wer hätte das vor ein paar Monaten noch gedacht.

Ab 20:00 Uhr auf BBC Five Live die Sondersendung zum Transfer Day mit zahlreichen Gästen und Experten. Auch via Stream für uns empfangbar.

[19h35] Die eine Saga neigt sich dem Ende entgegen. Torres auf dem Weg zum Medizincheck beim FC Chelsea, meldet die BBC.

[19h25] Aus Spanien kommen Meldungen, wonach Atletico Madrid ein Angebot der Tottenham Hotspur für Diego Forlan abgelehnt hat. Gleichzeitig kochen jetzt wieder Meldungen hoch, wonach auch Manchester United ins Rennen um Blackpools Charlie Adam einsteigt. Die wollen doch Liverpool sicherlich nur ärgern…

[19h23] Derweil erste vorsichtige Gerüchte, wonach Benfica Lissabon das knapp 30 Millionen Angebot vom FC Chelsea für David Luiz akzeptiert haben soll. Ist ein Gerücht, keine offizielle Bestätigung.

[19h21] Fassen wir mal den bisherigen Tag kurz zusammen:

Fernando Torres scheint auf dem Weg zum FC Chelsea zu sein, dafür wird Andy Carroll nach Newcastle wechseln. Blackpool verpflichtet Andy Reid von Sunderland und bangt noch um einen Verbleib von Charlie Adam, der ein weiteres Ziel vom FC Liverpool ist. Sonst war wenig los. Obafemi Martins wechselt zu Birmingham City, Tuncay verlässt Stoke City in Richtung Wolfsburg und Paul Konchesky wird von Liverpool an Nottingham Forest ausgeliehen.

[19h10] Letzter Stand in Sachen Torres. Liverpool hat noch keine Freigabe gebeten, damit Torres letzte persönliche Absprachen und Details klären kann.

[19h04] Reporter von Sky Sports News vor dem St. James’ Park in Newcastle. Viele enttäuschte Fans vor dem Stadion, Hektik in der Geschäftsführung. Carroll habe um Transfer dann gebeten. Nun wird nach einer eher kurzfristigen Lösung als Ersatz gesucht. Dauerhafte Lösung mit dem vielen Geld soll wohl erst im Sommer geschehen.

[18h49] Blackpools Charlie Adam soll nun ins Radar vom FC Liverpool gerückt sein. Man hat Verhandlungen aufgenommen, 14 Millionen Ablöse sollen im Raum stehen. Sind wohl nur noch Details zu klären.

[18h28] Der Korrespondent von talkSPORT meldet, dass Stephen Ireland, noch bei Aston Villa unter Vertrag, den Medizintest bei Newcastle United nicht bestanden hat.

Und die spannende Frage des Abends: Was macht Newcastle mit den 40 Millionen Euro. Und wer soll Andy Carroll ersetzen?

[18h25] Vom FC Liverpool auf der Homepage bestätigt.

“Liverpool FC confirmed this afternoon that Newcastle United had accepted a Club record offer for the transfer of Andy Carroll. The Club have been given permission by Newcastle to discuss personal terms with the player, who will now travel to Liverpool for a medical.”

[18h22] Breaking News: FourFourTwo und Sky Sports News melden soeben, dass Newcastle nun ein Angebot des FC Liverpool AKZEPTIERT hat. Warten wir mal lieber auf eine offizielle Bestätigung.

[18h08] Der FC Chelsea hat gerade eben übrigens Geschäftszahlen für den Zeitraum bis 30. Juni 2010 vorgelegt. Operativer Verlust von knapp 69 Millionen Pfund. Kann man sich einen Torres eigentlich nicht leisten…

[17h51] Nun meldet auch Sky Sports, dass Liverpool mit dem verbesserten Angebot bei Newcastle United nicht weitergekommen sei. Die Magpies sollen die Offerte in Höhe von 35 Millionen Pfund nicht angenommen haben. Da wirst du ja verrückt.

Und da ist er wieder – der unberechenbare Mike Ashley.

[17h41] Ja, was denn nun? Sky Sports meldet der Deal zwischen Newcastle und Liverpool sei durch. Die Times meldet, dass Newcastle das Angebot von Liverpool abgelehnt haben soll. Schauen wir mal, wird ein interessanter Abend.

[17h37] So, nach Hause geradelt, eingekauft, Abendessen vorbereitet. Bin wieder da.

[16h24] Meine Güte wird ein Theater um die 41 Millionen Euro für Carroll gemacht. Heute ist doch nicht der erste Tag um festzustellen, dass Transferablösesummen nicht mehr von dieser Welt sind. Sollte eigentlich keinen wirklich überraschen. Clever gemacht von Newcastle, sollte es so kommen…

[16h22] Der Guardian meldet, dass sich Dimitri Payet gegen den FC Chelsea und für Paris St. Germain entschieden hat. Er wolle gerne weiter in Frankreich spielen.

[16h19] Der Wechsel von Andy Reid aus Sunderland zum FC Blackpool ist fix. Medizinchek bestanden.

[16h01] Breaking News: Newcastle United und der FC Liverpool haben sich auf einen Transfer von Andy Carroll geeinigt. Reds zahlen über 40 Millionen Euro Ablösesumme. Guardian und Sky Sports melden dies übereinstimmend.

[15h52] Bereitet sich der FC Blackpool schon auf die Zeit nach Charlie Adam vor? Sunderlands Mittelfeldspieler Andy Reid wird zum Medizincheck bei den Seasiders erwartet.

[15h40] Ziemlich viel Ruhe bei Manchester United heute Nachmittag vor dem morgigen Ligaspiel gegen Aston Villa. Und auch als Arsenal-Fan verlebt man einen ganz ruhigen Transfer Deadline Day. Wenger wollte, wenn überhaupt, nur noch einen Verteidiger verpflichten, aber auch nur wenn der Preis stimmt und es als Ausleihe zur Überbrückung der Vermaelen-Verletzung möglich ist. Auch die Sperre von Squillaci hat Wenger keine neuen Impulse gegeben. Djourou, Koscielny und eventuell sogar Song reichen für die Innenverteidigung, bis Vermaelen im März wieder zurückkehrt. Riskanter Schritt, wenn man noch in allen Wettbewerben dabei ist. Aber warum auch auf Teufel komm raus einen Spieler verpflichten, wenn man unsicher ist, ob er der Mannschaft wirklich hilft?

[15h31] James Beattie, derzeit in den Diensten der Glasgow Rangers, ist zum Medizintest beim FC Blackpool eingetroffen. Blackpool würde Beattie gerne verpflichten, schreibt Sky Sports.

[15h27] Die nachmittagliche Pressekonferenz von Newcastle United scheint jetzt komplett abgesagt worden zu sein. Dürfte ein weiteres Indiz sein, dass Liverpool und Newcastle um einen Vertrag mit Carroll in Verhandlungen sind.

[14h16] Update in der Causa Andy Carroll und der FC Liverpool. Der Stürmer hat wohl in Gesprächen sehr deutlich gemacht, dass er Newcastle eigentlich nicht verlassen will. Gleichzeitig scheint Besitzer Mike Ashley (der Genießer von Apfelschorle im Stadion, you know) die 35 Millionen Pfund – so viel verlangen die Magpies – gerne nehmen zu wollen. Fragt sich nur, ob Liverpool bereit ist die zu zahlen.

[14h09] Der Hubschrauber war übrigens ein Audi.

[14h02] Die spanische Marca meldet auf ihrer Internetseite, dass die Tottenham Hotspur ein Angebot für Diego Forlan vorgelegt haben sollen.

[13h36] Journalisten auf dem Trainingsgelände des FC Liverpool vermelden, dass Fernando Torres mit einem Hubschrauber abgeholt wurde und gen Süden flog. Destination unbekannt (ich setze einen Zehner auf Stamford Bridge, London).

[13h29] Nach der Verletzung von Adam Johnson – er wird mehrere Monate ausfallen – wird Manchester City wohl doch nicht mehr auf dem Transfermarkt tätig. Eventuell wird der abwanderungswillige Shaun Wright-Philipps nicht gehen dürften beziehungsweise Man City setzt die Bedingungen. Kein Leihgeschäft für Wright-Philipps. Wäre eben eine Alternative für Johnson auf dem rechten Flügel.

[13h15] Alan Hansen rät im Daily Telegraph dem FC Liverpool indirekt zu einem Wechsel von Torres und verweist auf die Probleme und Schwierigkeiten, die der FC Chelsea mit ihm haben könnte.

“Now, it is nothing like as clear cut. Yes, Liverpool have been a two-man team for a long time. Yes, you should not sell your best players. But with Torres’s form this season and last, with the injuries he has had, it is a 50-50 decision. His goal record is still phenomenal, but his general play — even since Kenny arrived, prompting an improvement in his performances — has been distinctly average. Liverpool would get an unbelievable amount of money for him. They have a choice to make. Two years ago, they would not.”

Alan Hansen: Fernando Torres is a shadow of the player he was, and Liverpool have a major decision to make

[13h12] Habe gerade nochmal in meinen Unterlagen geschaut. Sollte Torres nach Chelsea wechseln, wäre es mit Abstand der teuerste Transfer der Premier League Geschichte. Bisher hat den noch Robinho inne mit seinem Wechseln von Real zu Man City.

[13h06] Zurück aus der Mittagspause. Wenig neue und überraschende Entwicklungen. Der Torres-Transfer dürfte eine Frage der Zeit sein, auch wenn in Liverpool noch alle Akteure dementieren. Die Reds haben derweil eine Offerte in Höhe von 25 Millionen Pfund für Newcastles Andy Carroll gemacht. Magpies: Viel zu niedrig.

Derweil scheint sich der Transfer von Daniel Sturridge zu den Bolton Wanderers anzubahnen. Seitens des FC Chelsea scheint es wohl grünes Licht für den Deal zu geben.

[11h51] Der Wechsel von Mönchengladbachs Michael Bradley zu Aston Villa ist nur noch Formsache. Derweil tauchen Gerüchte auf, wonach Liverpool wieder hinter Mario Gomez her sein soll. Wie schon im August letzten Jahres.

[11h33] Kai bloggt bei allesaussersport auch live mit und konzentriert sich auch auf die Bundesliga-Transfers.

[11h27] Gut unterrichtete Kreise der BBC wollen erfahren haben, dass Liverpool noch kein offizielles Angebot für Aston Villas Ashley Young vorgelegt hat. Ob das jetzt in irgendeiner Verbindung zum Torres-Transfer steht, können Sie gerne selbst entscheiden.

Der Daily Mirror vermeldet, dass Liverpool ein Angebot des FC Chelsea für Torres akzeptiert haben soll. Noch keine weiteren Quellen samt Bestätigung.

[11h10] Wie risikoreich wäre eigentlich ein Torres-Transfer aus Sicht des FC Chelsea? Sehr, glaubt man den meisten Beobachtern auf der Insel. 50 Millionen Pfund, Torres war zuletzt häufig verletzt, ist seit der WM sowieso mehr oder weniger außer Form, kommt garantiert nicht mit viel Selbstvertrauen nach London. Dazu ist die Offensive der Blues nun wahrlich nicht das größte Sorgenkind. Vielmehr liegt Chelsea derzeit aussichtlos im Kampf um die Meisterschaft zurück, weil man defensiv nicht an die Leistungen der letzten Jahre anknüpfen kann.

Und Liverpool? Könnte mit dem Deal den Prozess des Neubeginns starten, die Mannschaft breiter aufstellen. Trainer Kenny Dalglish meinte, dass kein Spieler wichtiger sein darf als der ganze Klub. In eine ähnliche Richtung argumentiert auch Paul Hayward im Guardian Sport Blog:

“With the ownership saga dragging on, Benítez falling and then Roy Hodgson being deemed unsuitable by the masses, you can see how Liverpool became preoccupied with retaining the best of their talent. Those days are gone now. The boardroom is comparatively settled, Kenny Dalglish is back in charge and across the club you can sense a restoration of the old identity and values. So there had to come a day when Liverpool broke out of their old defensive posture and started shouting the odds again at predators, transfer targets and their own players. This means hammering down the best possible deal for Torres – either now or in the summer –and then constructing a new side with the money. It means not judging the health of the organisation by whether one household name wants to stay around and be part of the reconstruction.”

Paul Hayward: Liverpool selling Fernando Torres would be a sign of self-confidence

[10h59] Birmingham City hat nach Wigan Athletic die zweitschlechteste Offensive mit gerade mal 21 Toren nach 22 Spielen. Da muss sich also was tun. Im Gegensatz zu den Konkurrenz im Abstiegskampf hat man durch den chinesischen Besitzer Yeung genug Kleingeld. Laut Sky Sports soll man hinter Obafemi Martins, ehemals Newcastle und Wolfsburg, her sein und würde dafür auch den eher glücklosen Stürmer Cameron Jerome (bisher nur drei Saisontore in der Liga) abgeben.

[10h55] Spurs-Trainer Harry Redknapp hat sich gegenüber verschiedenen Medien geäußert, dass es “sehr unwahrscheinlich” sei, dass man einen prominenten Stürmer für viel Geld verpflichten werde. Also bleiben Agüero und Llorente weiter in Spanien…

[10h01] Paolo Da Silva verlässt nach zwei Jahren Sunderland bei nur wenigen Einsätzen die Black Cats in Richtung Real Sarragossa, berichtet Sky Sports.

[09h38] Sky Sports News meldet gerade, dass Tuncay, Stürmer von Stoke City, zum Medizincheck in Wolfsburg erwartet wird.

[09h37] Zwei Gerüchte, die heute Morgen die Daily Mail exklusiv berichtet. Demnach versucht Tottenham Phil Neville (Verteidiger!) für rund 500.000 Pfund vom FC Everton loszureißen. Außerdem wird gemeldet, dass der FC Chelsea hinter Dimitri Payet, 23-jähriger Franzose, der beim AS St. Etienne im offensiven Mittelfeld spielt, her ist.

[09h25] Deadline für Transfers ist übrigens Mitternacht deutscher Zeit. Dann müssen die nötigen Unterlagen und Papiere (meist per Fax) bei der Premier League eingereicht sein.

[09h20] Sky Sports sammelt alle Tweets seiner Sportkorrespondenten zum Transfer Deadline Day. Hier geht es lang.

[09h11] Andy Carroll zu Tottenham oder vielleicht doch Liverpool? Nach einem Bericht der SUN will Reds-Trainer Kenny Dalglish 30 Millionen Pfund für Andy Carroll hinblättern, sollte Torres zum FC Chelsea wechseln.

[09h08] Harry Redknapp ist bekannt für medial-inszenierte Transfers kurz vor Toresschluss, siehe letzten Sommer bei der Verpflichtung von Rafael van der Vaart. Und momentan ist Harry weiter auf Stürmersuche. Fernando Llorente oder vielleicht doch Andy Carroll von Newcastle United. Die Spurs sollen ein Angebot an Newcastle gesandt haben, das die Magpies aber als zu niedrig einstuften. Gibt es von Tottenham noch einmal eine Stange mehr Geld?

[08h42] Im Sommer erst von Manchester City zu Aston Villa gewechselt, könnte die Zeit für Stephen Ireland im Villa Park schon wieder vorbei sein. Ireland soll an Newcastle United ausgeliehen werden, er ist bereits zum Medizincheck im St. James’ Park.

[08h36] Paul Konchesky, nach seinem Wechsel von Fulham zum FC Liverpool die hohen Erwartungen nicht wirklich erfüllend, wird von den Reds an Zweitligist Nottingham Forest ausgeliehen. Ursprünglich war angedacht, dass Konchesky sogar zu seinem ehemaligen Klub an die Themse zurückwechselt. Der Deal scheiterte.

[08h32] Talking Points: Was heute interessant sein könnte

1. Wie entscheidet sich Fernando Torres?

2. Die Tottenham Hotspur sind auf der Suche nach einem Stürmer. Agüero von Atletico Madrid wird nicht zu den Spurs wechseln. Angeblich ist man jetzt an Fernando Llorente von Athletic Bilbao dran. Nach der Klatsche gegen Fulham gestern im FA-Cup könnte man auch in der Defensive nochmal aktiv werden.

3. Können sich Blackpool und Aston Villa gegen das Geld des FC Liverpool wehren?

4. West Ham hat mit Robbie Keane bereits einen Spieler der Spurs verpflichtet. Nun könnte es in die umgekehrte Richtung gehen. Tottenham ist weiter an Scott Parker interessiert.

5. Stoke City und Sunderland versuchen sich auf einen Transfer von Ricardo Fuller zu einigen.

6. Tuncay von Stoke City steht angeblich ganz oben auf der Wunschliste von Wolfsburg.

7. US-Nationalspieler Michael Bradley soll kurz vor einem Wechsel zu Aston Villa stehen.

…to be continued.

[08h19] Bisher wurde noch niemand an irgendeinem Flughafen gesehen…

[08h05] Zwei Transfers sollten durch sein und brauchen erstmal keine große Beachtung mehr. West Ham United hat Robbie Keane von den Tottenham Hotspur ausgeliehen. Und Luiz Suarez hat den Medizintest beim FC Liverpool bestanden, letzte Absprachen sind ebenfalls geklärt. Vielleicht spielt er Mittwoch schon gegen Stoke City.

[08h01] Es war eigentlich bisher ein sehr ruhiges Transferfenster. Vorbei die Zeiten, wo die Big Four und Manchester City mit dem Geld sorglos einkaufen gehen. Nachfolgend die wichtigsten Transfers in der Übersicht. Einen kompletten Überblick gibt es bei der BBC.

Sulley Muntari, von Inter Mailand zum FC Sunderland (Leihe)
Demba Ba, von TSG Hoffenheim zu West Ham United
Emmanuel Adebayor, von Manchester City zu Real Madrid
Darran Bent, vom FC Sunderland zu Aston Villa
Andy O’Brien, von Bolton Wanderers zu Leeds United
Edin Dzeko, vom VfL Wolfsburg zu Manchester City
James Collins, von Aston Villa zu Shrewsbury (Leihe)
Wayne Bridge, von Manchester City zu West Ham United (Leihe)
David Bentley, von Tottenham Hotspur zu Birmingham City (Leihe)
Yakubu, vom FC Everton zu Leicester City (Leihe)
Roque Santa Cruz, von Manchester City zu Blackburn Rovers (Leihe)
Jean Makoun, von Olympique Lyon zu Aston Villa
Jermaine Jones, von Schalke 04 zu Blackburn Rovers
Eric Dier, von Sporting Lissabon zum FC Everton (Leihe)
John Carew, von Aston Villa zu Stoke City (Leihe)
Aaron Ramsey, von FC Arsenal zu Cardiff City (Leihe)
James Vaughn, vom FC Everton zu Crystal Palace (Leihe)
Gael Kakuta, vom FC Chelsea zum FC Fulham (Leihe)
Valon Behrami, von West Ham United zum AC Florenz
Carlos Vela, vom FC Arsenal zu West Bromwich Albion (Leihe)
Curtis Davies, von Aston Villa zu Birmingham City
Stephane Sessegnon, von Paris St. Germain zum FC Sunderland
Jamie O’Hara, von Tottenham zu Wolverhampton (Leihe)

[07h47] Die meisten Augen werden heute wohl auf Fernando Torres gerichtet sein – und das sechs Tage vor dem Ligaspiel zwischen Chelsea und Liverpool. Aktueller Stand ist, dass Chelsea bereit scheint rund 50 Millionen Pfund in die Hand zu nehmen. Scheinbar hat Roman Abramovitsch wieder fließig Öl gebohrt und hat ein Transfervolumen von rund 50 Millionen Pfund. Einmal ist mit dem Geld bei Atletico Madrid schon abgeblitzt. Jetzt soll Torres an die Bridge kommen. Die Details des Deals sind noch unklar. Wechselt Nicolas Anelka im Tausch nach Liverpool, gibt es noch ordentlich Geld obendrauf? Liverpool versucht derzeit mit den möglichen Einnahmen weitere Spieler zu verpflichten. Ganz oben auf der Prioritätsliste liegen Charlie Adam vom FC Blackpool und Ashley Young von Aston Villa. Halte den Adam-Transfer für wahrscheinlicher. Aber in Liverpool wird es heute viel Gesprächsstoff geben.

[07h40] Schönen guten Morgen. Heute ist Transferschluss in der Premier League. Obwohl ich noch einige andere Arbeiten zu erledigen haben, versuche ich hier möglichst zeitnah alle wichtigen Entwicklungen und Ereignisse festzuhalten. Also bitte nicht wundern, wenn ich nicht sofort auf eine Breaking News reagiere, aber am Ende des Tages sollte hier alles stehen und dokumentiert sein. Wer will, darf gerne in den Kommentaren Gerüchte, Nachrichten und Gedanken posten. Gehen wir es an.

No news ist auch eine News

Manchmal kann es auch von Vorteil sein, wenn man via digitales Kabel ein paar Nachrichtensender oder solche, die sich so nennen, empfängt. Also habe ich am Freitagnachmittag um 14:00 Uhr mal einen Schnelldurchlauf durch CNN, BBC World, Euronews, France 24, Sky News, Al Jazeera, N24, n-tv und Eins Extra – um mal einige zu nennen – gemacht um zu schauen, mit welchem Thema die Nachrichtensendungen zur vollen Stunde aufmachen. Und als n-tv der einzige Sender war, der die Proteste und Unruhen in Ägypten nicht als Topthema hatte, huschte nur ein müdes Lächeln über mein Gesicht. N24 schaffte es immerhin mit einem 2-minütigen Korrespondenbericht zu starten, bevor man dann wieder die Dokumentationsschiene fuhr.

Nichts Besonderes eigentlich und schon mehrfach erlebt, dass unsere Nachrichtensender in Deutschland nicht wirklich die Nachrichten in den Mittelpunkt stellen. Und so erlebt man, wenn man sich über die Krisen und großen Entwicklungen der Welt informieren möchte, bei n-tv nachmittags irgendwelche Modemagazine und abends bei N24 die hunderttausendste Wiederholung einer Dokus über Panzer oder die Sexualität des Mannes.

Nun habe ich an dieser Stelle es schon zu häufig erwähnt, als dass die Leier von den Nachrichtensendern in Deutschland, die reine Doku-Kanäle sind, nicht mehr wirklich neu sein sollte. Ich schaue N24 und n-tv mittlerweile gar nicht mehr. Für Außenpolitik und Weltgeschehen sowieso nur noch die BBC und Sky News und für Inlandsnachrichten greife ich meist auf Eins Extra im Fernsehen zurück. Für den schnellen Überblick reicht es. Doch war ich trotzdem schon erstaunt, wie im Laufe des Freitagnachmittags und am Abend immer mehr der Unmut über n-tv und N24 geäußert wurde, via Twitter, in vielen Blogs und auch in diversen Facebook-Updates. Da scheinen viele jahrelang einige Entwicklungen bei n-tv und N24 verpasst zu haben. Was aber auch zeigt: Es gibt bei solchen Ereignissen wie in Ägypten ein Bedürfnis nach Information, Menschen wollen sich informieren. Und können es in Deutschland im Fernsehen nicht. Und man kann nicht verlangen, dass Menschen sich extra Sender hinzuabonnieren um auf dem aktuellen Stand zu sein, von möglichen Sprachproblemen einmal ganz zu schweigen.

Nachrichtensender sind teuer
Rupert Murdoch und seine News Corporation machen mit Sky News – glaubt man Angaben der Financial Times – einen jährlichen Verlust von 30 bis 40 Millionen Pfund, wohlgemerkt bei einem Nachrichtensender, der rund um die Uhr berichtet, ein großes Korrespondentennetz hat und trotzdem Synergieeffekte mit Fox News in den USA und dem Sportsender Sky Sports News für die Sportberichterstattung nutzt. Nun ist ein Verlust solcher Größenordnung für Murdoch fast schon Taschengeld. Diesen finanziellen Spielraum hat insbesondere N24 nicht. Permira und KKR zücken eher den Rotstift anstatt massiv in N24 zu investieren. Warum man dann doch überhaupt noch Nachrichten zeigt, erschließt sich wahrscheinlich nur, weil man für die 20:00 Uhr-Ausgabe auf Sat.1 sowieso Korrespondentenberichte braucht. Warum aber die RTL Group mit Bertelsmann im Rücken nicht den Mut einen starken Nachrichtensender aufzubauen, erschließt sich mir nicht. Die Marktlücke wäre ja da, gerade auch im Konkurrenzkampf mit N24 um potentielle Werbekunden.

Eins Extra – wird das nun der große Wurf?
ARD und ZDF haben immer wieder angekündigt, eins Extra zu einem echten Nachrichtenkanal auszubauen, nach dem Vorbild von BBC News 24. Das scheint dringender denn je. Denn so informativ eins Extra auch sein mag, fehlt es diesem Sender an Flexibilität. Ich finde den starren, sekundengenauen Sendeplan – ähnlich wie bei den Inforadios der ARD-Wellen – nicht angemessen für einen Nachrichtenkanal. Wenn ich einem Thema plötzlich mehr Raum und Zeit geben möchte, sollte ein Nachrichtensender das tun. Das würde ja gerade seine Stärke auszeichnen. Es fehlt also noch ein ganzer Schritt, damit eins extra mit Sky News und der BBC mithalten kann. Im Prinzip scheitert es ja hier aber nur an der Umsetzung, Filmmaterial ist da, Korrespondenten sind da. Synergieeffekte mit tagesschau.de und den zahlreichen Inforadios können perfekt genutzt werden. Und dann noch Gäste einladen – und wir wären in Deutschland schon ein Schritt weiter. Und wenn dann wieder die privaten Zeitungsverleger und RTL und Sat.1 jammern, sollen sie einfach alle ignoriert werden. Die haben ihre Chance schon längst verspielt. Wird eins Extra nun der große Wurf, habe ich geschrieben. Man muss ihn nur wollen.

Inhalt von Nachrichtensendern: Nicht nur Politik
Die Stärke von Newssendern sind die Flexibilität, die Spontanität, die Aktualität und die Themenvielfalt. Es darf also nicht nur Politik und Wirtschaft bedient werden, sondern auch Kultur und Musik, jede Menge Sport, Gesundheit, Showbizz und viele andere Boulevardnews. Nur wenn ein politisches Thema wichtig wird, muss der Fokus darauf gelegt werden. Aber in nachrichtenärmeren Zeiten kann man doch auch mal eine Stunde über Fettleibigkeit diskutieren oder über Sporttransfers. Möglichst viele Interessen sollten bedient werden. Sprich nicht nur aktuelle News. Ziel muss es sein Zuschauer zu informieren und aufzuklären. Wie wunderbar könnte man die ARD-Themenwoche in einen Nachrichtensender eingliedern…

Wie gesagt, ich will n-tv und N24 bei weitem nicht in Schutz nehmen, sondern nur darauf hinweisen, dass die Produktion von erfolgreichen Nachrichtensendern viel Geld kostet. Das ist der eine Fakt. Gleichzeitig wollte ich damit deutlich machen, dass, wenn die Eigentümer von N24 und n-tv nicht gewillt sind zu investieren, kein Weg vorbeiführt an einem Nachrichtenkanal von ARD oder ZDF. Denn das Bedürfnis nach aktuellen Nachrichten, nach Einordnung des Weltgeschehens ist da. Und Nachrichtensender müssen nicht nur aktuelle Themen im Programm haben, sondern können auch über Themen des Alltags informieren, also eine breite Publikumsschicht ansprechen.

So, wie die Lage der Nachrichtensender in Deutschland jetzt ist, bleibt es ein Armutszeugnis. Denn Fernsehen hat trotz der Expansion der Online-Medien immer noch einen Vorteil. Bewegte Bilder. Und den sollte man nutzen.

Toni Krinners Medienschelte

Der Trainer der Hannover Scorpions hatte nach dem gestrigen 3:1-Sieg gegen die Straubing Tigers die Schnauze voll von den Untergangsszenarien einiger hannoverscher Sportjournalisten, vor allem bei der BILD und der Neuen Presse, und hat das ihnen gestern Nacht auf der Pressekonferenz sehr deutlich gesagt (ab Minute 3:35).

Carling Cup 2010/2011 Halbfinale Rückspiel, FC Arsenal – Ipswich Town

[22h39] Endstand FC Arsenal – Ipswich Town 3:0

Letzlich dann doch souverön und ohne Probleme dank einer starken Viertelstunde, wo man endlich die Chancen in Tore verwertete. Gegner in Wembley am 27. Februar ist entweder Birmingham oder West Ham.

In der Premier League Siege für Manchester United und Aston Villa (2:1 in Wigan). Gérard Houllier kommt langsam in Fahrt.

[22h36] Drei Minuten Nachspielzeit

[22h33] Das ganze Emirates Stadium erhebt sich und applaudiert. Flitzer auf dem Rasen

[22h31] Wechsel Arsenal: Walcott und Nasri für van Persie und Arshavin

Arsenal spielt das Spiel ruhig dem Ende entgegen. Passiert nicht mehr viel.

[22h23] 3:0, Cesc Fabregas, 77. Minute

Das ist ja jetzt eisekalt vor dem Tor. Classic Arsenal. Fabregas und Arshavin im Doppelpass, der Russe mit dem klugen Pass auf den Kapitän, der Fulop ohne Probleme überwindet. Game over.

[22h20] Wechsel Ipswich Town: Shane O’Connor für Healy

[22h19] Wenn Berbatov so weitermacht, muss ich meine vorübergehende Entscheidung für Nasri als Spieler der Saison nochmal überdenken. Der Bulgare mit dem 3:2 kurz vor Schluss, Manchester United führt an der Westküste in Blackpool.

[22h15] Erste gute Torchance für Ipswich im zweiten Durchgang. Fehler von Eboue, Jason Scotland ist auf links durch, zieht in den Strafraum, aber Szczesny ist schnell genug unten im kurzen Eck. Erster richtiger Fehler der Arsenal-Defensive. Die Londoner haben nach dem 2:0 einen Gang zurückgeschaltet, lauern auf Konter.

[22h10] 2:0, Laurent Koscielny, 64. Minute

Und jetzt sind die Gunners auf Kurs Finale. Doppelschlag innerhalb von drei Minuten. Ecke durch Arshavin von links, in der Mitte der Franzose mit dem Kopf eher am Ball als Fulop mit den Händen, keine Absicherung auf der Linie. Und ein dämliches Gegentor für Ipswich. Und jetzt sind die Gäste gefordert…

[22h09] Wechsel Ipswich Town: Jason Scotland für Priskin

[22h06] 1:0, Niklas Bendtner, 61. Minute

Vorerst nehme ich mal alles zurück. Langer Ball auf den Dänen, der auf dem linken Flügel verweilte. Und dann ein perfektes Tor. Ball schön mitgenommen, Gegner aussteigen lassen, in die Mitte gezogen und dann wunderschön ins lange Eck gezogen. Qualität vom Dänen, ganz hohes Niveau. Die halbe Miete ist gelegt.

[22h06] Ganz schwache Phase in diesem Spiel jetzt. Ipswich will und muss nicht, Arsenal kann nicht. Momentan geht bei den Gunners gar nichts zusammen. Halbe Stunde noch.

[22h02] Manchester United mit dem Ausgleich in Blackpool, 1:2 durch Berbatov und das 2:2 durch Hernandez.

[21h59] Herr Wenger, hören Sie mich? Walcott und Nasri rauf, Bendtner und Arshavin runter. Wäre ich doch Trainer. Arsenal läuft die Zeit weg und momentan hadert man ein wenig mit sich selbst statt guten Fußball zu spielen.

[21h56] Liebe Gunners, ich will die abgedroschene Phrase “In Schönheit sterben” heute Abend eigentlich nicht verwenden, aber Arsenal vertändelt sich da wieder vor dem Tor bei den ganzen Gegenspielern. Ein Torschuss wird scheinbar überbewertet.

[21h53] Ipswich mit gutem Start. Erspielen sich gleich eine Ecke, mal wieder ein wenig Unordnung in der Arsenal-Defensive, Delaney und O’Dea können den Ball aber nicht aufs Tor bringen. Mal sehen, ob Ipswich etwa mutiger wird und die Gunners damit mehr Platz im Mittelfeld kommen

[21h51] Beginn 2. Halbzeit

Keine Wechsel. Bendtner darf sich weiter auf dem rechten Flügel versuchen.

[21h35] Halbzeit FC Arsenal – Ipswich Town 0:0

Ohne Tore geht es in die Pause. Es bleibt spannend in diesem Halbfinale. Dürfte noch ein weiter Weg für Arsenal werden. Über drei Halbzeiten hat man es nicht geschafft ein Tor gegen Ipswich erzielt. Man spielt nicht schlecht, es fehlt das Tor. Mal wieder die bekannten Schwächen im Abschluss. Das liegt aber auch daran, dass Ipswich gut und laufintensiv verteidigt. Da sieht man die klare Handschrift von Paul Jewell, Stürmer übrigens gewesen. Offensiv man Ipswich wenig, Arsenal defensiv kaum vor Probleme gestellt. Über rechts geht bei Arsenal ganz wenig, Bendtner hängt in der Luft. Muss eigentlich schon zur Halbzeit Walcott kommen. Nasri hätte man auch noch als Backup. Arsenal muss zwei Tore finden. Noch 45 Minuten Zeit. Vorerst.

[21h30] Fünf Minuten Nachspielzeit

[21h25] Arshavin wieder mal mit einer – vorsichtig formuliert – bemühten Leistung. Wilshere und van Persie derzeit die besten Akteure auf dem Feld. Bendtner auf rechts weiterhin nicht der Weisheit letzter Schluss.

[21h21] Große Szene von Wilshere, ganz groß! Klasse Vorarbeit aus dem Stand gelupft auf Fabregas, der den Ball noch einen Schritt mitnimmt und dann am langen Pfosten vorbei legt. Arsenal wieder fahrlässig…ich hatte das mit der Chancenverwertung weiter unten ja schon mal angesprochen.

[21h20] Aber jedesmal wenn Leadbitter zum Freistoß antritt, verfällt Arsenal ein wenig in Panik. Ipswich bei Standards schon gefährlich, sollten die Gäste häufiger probieren. Aber es bleibt dabei: Offensiv sehr zurückhaltend.

[21h17] Blackpool erhöht auf 2:0 gegen Manchester United durch DJ Campbell.

[21h15] Arsenal bemüht, aber mit der Ausnahme des Lattenkopfballs sind das jetzt keine Torchancen, bei denen Ipswich in Panik ausbricht. Freistoß Fabregas, Fulop lässt den Ball fallen, Bendtners Schuss wird geblockt. Arsenal spielt zu viel durch die Mitte.

Und da haben wir wieder mal ein Highlight. Van Persie wird wunderbar von Fabregas freigespielt, der Niederländer kann den Ball an Fulop vorbeibringen, Mc Auley klärt den Ball rechtzeitig vor der Linie. Man nährt sich.

[21h11] Erste gelbe Karte in diesem Spiel. Wickham mit rustikalem Einsatz gegen Djourou. Sah im ersten Moment ohne Zeitlupe richtig schlimm aus. Geht die gelbe Karte aber in Ordnung.

[21h09] Credits to Ipswich, die das bisher sehr gut verteidigen. Unkonventionellerweise mit einer Dreierkette, wenn ich das richtig sehe, davor noch zwei defensive Absicherungen. Das macht die Mitte quasi unpassierbar. Kennedy und Healy laufen wirklich alles ab.

Arsenal legt einen Zahn zu. Flanke Bendtner, Kopfball van Persie an die Latte. Und den Rebound kann Ipswich dann klären. Gute Flanke des Dänen übrigens, muss ja mal gesagt werden.

[21h06] Wird ein Geduldsspiel für die Gunners. Wenig passiert in den letzten Minuten. Jetzt aber die zweite Chance für die Gastgeber. Schöne Kombination von van Persie, Wilshere und Fabregas. Der Spanier hat freie Bahn, Winkel aber zu spitz, Fulop verkürzt gut den Winkel und ist rechtzeitig unten um den Ball zu halten. Aber nur so kann es gehen. Schnell spielen. Mit Flanken ist Ipswich nicht in Bedrängnis zu bringen bisher.

[21h01] Wechsel FC Arsenal: Emmanuel Eboue für Barcary Sagna

Und Sagna bleibt benommen liegen und kann nicht weitermachen. Ist mit dem Kopf auf den Boden geknallt. Eboue kommt für ihn in die Partie. Macht die kleinen Defensivsorgen für Wenger nicht gerade kleiner.

[20h59] Freistoß für Ipswich von rechts, Szczesny irrt durch den Strafraum und knallt mit Sagna zusammen. Beide bleiben liegen und müssen erstmal ausführlich behandelt werden. Sieht nicht so gut aus. Kopfball der Gäste ging deutlich über das Tor. Szczesny dürfte weitermachen.

[20h55] Knapp zehn Minuten vorbei. Arsenal mit Feldvorteilen, aber Ipswich macht das gar nicht schlecht bisher. Laufen viel, doppeln im Mittelfeld, spielen den Ball sicher nach vorne, kein Risiko. Kompakte Defensive. Aber eben sehr laufintensiv. Wird schwierig das über 90 Minuten durchzuhalten. Mit Ausnahme der Ecke Ipswich aber noch nicht in der Hälfte der Gunners, die sich einen Weg suchen müssen um durch die kompakte Defensive zu kommen.

Bendtner kommt über rechts. Das kann ja nichts werden. Fabregas versucht einen Elfmeter rauszuholen. War fast eher eine Schwalbe. Er wird sich nach dem Spiel sicherlich entschuldigen.

[20h51] Erste gute Chance für den FC Arsenal. Wilshere tankt sich durch die Mitte, gibt mangels Anspielstation nach rechts zu Sagna raus, Flanke in die Mitte, wo van Persie per Volleyschuss für Gefahr sorgt. Ball geht aber knapp am Tor vorbei. Arsenal wie erwartet mit viel mehr Ballbesitz, aber Ipswich versteckt sich nicht. Haben die erste Ecke der Partie.

[20h50] Zwei Nachholspiele auch in der Premier League heute Abend. Der FC Blackpool ist gerade 1:0 gegen Man Utd in Führung gegangen.

[20h49] Noch ein Aspekt, der spannend zu beobachten sein wird: die Chancenverwertung des FC Arsenal.

[20h47] Beginn 1. Halbzeit

Mark Halsey ist der Referee. Die Gunners wie immer in rot-weiß. Ipswich hat Anstoß, spielt in blau von rechts nach links in der ersten Hälfte. Here we go.

[20h42] Über 50.000 Zuschauer im Emirates Stadium. Sehr gute Stimmung.

[20h38] Freue mich ausnahmsweise mal auf Niklas Bendtner heute Abend. Der Däne zuletzt mit großer Klappe, will sich bei Arsenal beweisen, will einen Stammplatz haben. Heute kann er dafür ja mal den ersten Beweis erbringen.

[20h34] Die Aufstellungen im Emirates Stadium

FC Arsenal: Szczesny – Sagna, Djourou, Koscielny, Clichy – Denilson, Wilshere, Fabregas – Bendtner, Arshavin, van Persie

Ipswich Town: Fulop – Leadbitter, McAuley, Delaney, O’Dea – Kennedy, Healy – Norris, Edwards, Wickham – Priskin

Starkes Team, das Arsene Wenger ins Rennen schickt. Die formstarken Wilshere, Fabregas und van Persie sind alle mit dabei. Dazu bekommen Bendtner und Arshavin eine Chance von Beginn an. Nasri, Song, Walcott und Chamakh erstmal nur auf der Bank. Fabianski weiterhin verletzt. Bei den Gästen fehlt Lee Martin, weil er bereits für Charlton Athletic im Carling Cup aktiv war, Markl Kennedy ersetzt ihn in einem eher defensiv ausgerichteten System. Safety first. Man geht ja auch mit einer Führung ins Spiel.

[20h25] Und demgegenüber der FC Arsenal zuletzt ganz stark in der Liga. Noch ohne Gegentor in 2011 und zusammen mit Manchester United den besten Angriff der Liga. Wenn man die Form der Premier League mit in den Abend nehmen kann, sollte das eine einfache Aufgabe werden. Komischerweise waren die Leistungen in den Pokalwettbewerben deutlich schlechter, unter anderem das Remis im FA-Cup gegen Leeds vor eigenem Publikum.

[20h21] Ipswich Town steckt derzeit im Abstiegskampf der Championship. Der Saisonstart und der bisherige Saisonverlauf waren miserabel. Nicht nur deswegen musste Roy Keane gehen. Nun hat Paul Jewell, den meisten vielleicht noch aus seiner Zeit bei Derby County bekannt, das Zepter übernommen. Seitdem hat sich Ipswich ein wenig stabilisiert. Zuletzt gab es ein 3:2 in der Liga gegen die Doncaster Rovers. Und auch beim 1:0 im Hinspiel gegen Arsenal konnte man zum Teil überzeugen. Dass bei The Tractor Boys nicht alle Bäume in den Himmel wachsen, zeigte die krachende Niederlage im FA-Cup, wo man beim FC Chelsea mit 0:7 unterging. Jewell hat vor dem Spiel die Favoritenrolle klar dem FC Arsenal zugeschrieben. Und damit hat er trotz des Hinspielergebnisses Recht.

[20h12] Kurz zum Prozedere im Carling Cup. Erst in der Verlängerung greift die aus dem Europapokal bekannte Regel bezüglich der Auswärtstore. Arsenal würde bei einem 2:1 nach 90 Minuten also noch nicht ausscheiden, sondern es würde dann in die Verlängerung gehen. Gewinnt Arsenal mit zwei Toren Unterschied, erreicht man ohne Verlängerung das Finale. Ansonsten gibt es einem Vorsprung von einem Treffer Zuschlag für die Fans im Emirates Stadium.

[20h08] Für die eine Mannschaft wäre es der größte Erfolg seit dem Gewinn des UEFA-Cup 1981, für die andere Mannschaft eine von derzeit noch vier Chancen seit über fünf Jahren mal wieder einen Titel zu gewinnen. Halbfinal Rückspiel im Carling Cup. Der FC Arsenal empfängt den Zweitligisten Ipswich Town und muss ein 0:1-Rückstand aus dem Hinspiel aufholen. Hereinspaziert, schönen guten Abend.

Der Patient NRW (IV): Warum Neuwahlen nicht notwendig sind

“Ich setze nicht auf zusätzliche Schulden. Das ist falsch [...] Wir beraten derzeit den Nachtragshaushalt 2010 mit einer Neuverschuldung von derzeit absehbaren 8,4 Milliarden Euro. In diesem Haushalt ist keinerlei Politik von Rot-Grün drin, keine Maßnahme, die wir in unserem Koalitionsvertrag vereinbart haben. Das ist schwarz-gelbes Erbe: Da ist etatisiert, war wir in den Schubladen der Ministerien vorgefunden haben…”

NRW-Mininsterpräsidentin Hannelore Kraft im Interview mit politik&kommunikation, Ausgabe 08/10, Seite 42-44

Die Aussage von Hannelore Kraft mag stimmen beziehungsweise stimmt sogar, politisch nützt ihr das momentan aber wenig. Denn in Nordrhein-Westfalen regiert nicht mehr die CDU mit der FDP, sondern eine Minderheitsregierung aus SPD und Grünen. Und blöderweise muss man den Scherbenhaufen der Vorgängerregierung leider mit in die eigene Legislaturperiode mitnehmen und dafür politische Lösungen finden und angemessen damit umgehen.

Besonders geschickt ist es ihr in diesem Fall nicht gelungen. Vor gut einer Woche hat das Landesverfassungsgericht in Münster den Nachtragshaushalt der Kraft-Regierung mit oben genannter Neuverschuldungssumme per einstweiliger Anordnung gestoppt. Geklagt hatte – wen wundert es – die Opposition im Düsseldorfer Landtag. Nun ist der Nachtragshaushalt und alle weiteren Planungen für den Haushalt 2011 auf Eis gelegt. Mitte Febraur soll die mündliche Verhandlung in Münster abgehalten werden. Komplett gekippt ist der Haushalt sowieso nicht, sondern erstmal nur aufgeschoben.

Und natürlich ist das ein Rückschlag für die Minderheitsregierung von Kraft und Silvia Löhrmann, wenn auch ein überschaubarer. Da gibt es schlimmere politische Krisen mit größerer Tragweite. Natürlich kann man argumentieren, dass in der Rot-Grünen-Regierung unsauber gearbeitet wurde, weil es eigentlich selbstverständlich sei, einen so wichtigen politischen Rahmen wie den Haushalt verfassungskonform aufzustellen. Aber wofür hätten wir nicht Gerichte, wenn sie auf Fehler oder Misstände aufmerksam machen und Politik auffordern, die nötigen Kosequenzen zu ziehen. Ob das von vorneherein absehbar gewesen sei, ist eine ganz andere Frage. Ich wette, dass jede Regierung so gehandelt hätte. Und besser so als ein Jahr später ein riesiges Loch im Haushalt zu entdecken und in Finanzierungsnöte kommen, weil man schon wusste, dass Ausgaben zu leisten sind, man aber nicht den Mut hatte die auch in den Haushalt einzubringen – nur damit die eigene Bilanz besser ausfällt.

Nun ist der Ruf nach Neuwahlen noch sehr leise, was aber im Prinzip nur daran liegt, dass sie für die jetzige Opposition zu einer weiteren krachenden Niederlage führt. Wenn CDU-Landeschef Röttgen aber schon in Interviews äußert, dass man “für Neuwahlen jederzeit bereit stehe“, weiß man, dass es ein geheimer Plan sein dürfte, den man öffentlich nur nicht aussprechen will. Die CDU werde Neuwahlen “aktiv und offensiv betreiben”. Der Haushalt zeige “fehlenden Respekt der Regierung gegenüber der Verfassung und den kommenden Generationen Zu hohe Kosten, nicht vermittelbar für den Wähler”, lässt sich Röttgen im Handelsblatt zitieren. . Aber wenn der Machtgewinn winkt, dürften die Argumente völlig egal sein. Konstruktiv geht anders.

Nun dürfte es Aufgabe von Hannelore Kraft sein so ruhig, behutsam und engagiert weiterzuregieren wie bisher. Denn trotz aller Unkenrufe von Skeptikern aus der ganzen Republik funktioniert die Minderheitsregierung in NRW ganz passabel. Man darf ja nicht vergessen, dass dieses Modell, diese Art zu regieren und Kompromisse zu finden, in Deutschland für alle Akteure noch völlig neu ist. Man darf demnach keine Wunderdinge erwarten, weil es im deutschen Parteiensystem schlicht nicht einfach ist Mehrheiten zu organisieren, weil jede Partei natürlich stets ein wenig an sich selbst, ihre Stammwählerschaft und die nächste Wahl – wann immer sie auch kommen mag – denkt. Von daher sind die Ergebnisse, wie immer man ihnen gegenübersteht, in der Schul- und Hochschulpolitik ein Ergebnis eines langwierigen Kompromisses. Aber es ist ein politisches Ergebnis. Wer jetzt erwartet hat, dass man mit keiner eigenen Mehrheit durchregieren kann (manche Parteien machen das ja nicht mal, obwohl sie die Mehrheit hätten), wird enttäuscht sein. Aber das war ja auch nicht erwartet worden.

Neuwahlen sind also überhaupt nicht notwendig. Und Gedanken sind (vorerst) nur verschwendete Zeit. Denn wenn irgendjemand von Neuwahlen profitiert hätte, wäres es Kraft selbst ganz zu Beginn ihrer Legislaturperiode. Sie hätte einfach sagen können, dass unter den gegebenen Umständen keine stabile Mehrheiten und kein Regieren möglich ist und Neuwahlen ausrufen können. Die Wahl hätte sie wahrscheinlich haushoch gewonnen. Hat sie aber nicht gemacht, was richtig war. Und jetzt soll ein Stolperstein plötzlich wieder Neuwahlen notwendig machen? Dann hätten wir in Berlin seit September 2009 schon ein paar Mal wählen müssen. Abwarten, was das Gericht final entscheidet. Und wenn es den Haushalt sogar für komplett verfassungswidrig erklären sollte, wäre der Politik nicht geholfen, wenn es Neuwahlen geben sollte. Denn nur wenn eine andere Regierung in den Landtag am Rhein einzieht, wird das Geld weniger. Oder man droht eisenhart zu sparen. Das dürfte dann die vielen bankrotten Kommunen in NRW auf die Palme bringen. Also alles gar nicht so einfach. Einfach ist nur der Ruf nach Neuwahlen.

Wie wohltuend, dass die FDP derzeit nicht nach Neuwahlen schreit. Sie wissen schon warum. Die sind politisch ganz vernünftig und sehen es nicht als notwendig an.

Premier League 2010/2011 #24 – Avram Grant: “Ich mag diese Regel nicht.”

[Aktualisierte Übersicht der terminierten Nachholspiele]

So ganz allmählich trennt sich die Spreu vom Weizen im Titelkampf der Premier League Saison 2010/2011. Auch der Abstiegskampf bleibt extrem spannend. Während um den Klassenerhalt aber nahezu alle Teams in der unteren Tabellenhälfte kämpfen, könnte der 24. Spieltag dafür gesorgt haben, dass die Entscheidung um die Meisterschaft sich zwischen drei Teams entscheiden wird.

Warum das so ist, mussten in erster Linie die Tottenham Hotspur feststellen, die bei Newcastle United nur 1:1 spielten. Da können sich die Mannschaften, die an die White Hart Lane reisen, noch so fürchten. Auswärts bekommen die Spurs momentan kein Bein auf den Boden. Erst setzte es die 1:2-Niederlage in Everton, nun kam man heute nur zu einem glücklichen Remis im St. James’ Park. Erst in der 91. Minute konnte Aaron Lennon den Führungstreffer von Colocini in dessen 100. Spiel für die Gastgeber ausgleichen. Zuvor hatten die Magpies beste Chancen die Führung aufzubauen. Warum Harry Redknapp nach dem Spiel von einem verdienten Ausgleich spricht, weiß wohl nur er selbst. Die Spurs hätten sich nicht beklagen dürfen, wenn sie 0:3 verloren hätten. Nur ein Punkt aus den letzten zwei Auswärtsspielen sind definitiv zu wenig für einen Meisterschaftsanwärter. Und da nützt es auch wenig, dass die Moral im Team stimmt. Kein Premier League Team hat nach einem Rückstand so häufig noch punkten können wie Tottenham. Newcastle führt das breit gestaffelte Mittelfeld an und muss sich um den Abstiegskampf wohl keine Sorgen mehr machen. Viel weiter nach vorne als Platz 7 wird es aber wohl auch nicht gehen.

Zehn Punkte bei einem Spiel mehr beträgt der Rückstand der Spurs auf Tabellenführer Manchester United, die heute Nachmittag Birmingham City mit 5:0 aus dem Old Trafford schossen. Gefeierter Held des Nachmittags war Dimitar Berbatov. Der Bulgare steuerte drei Treffer zum Sieg bei, Nani und Giggs erzielten die beiden übrigen Treffer. Die Red Devils geben derzeit die Schlagzahl in der Liga vor. Es wäre nicht übertrieben zu behaupten, dass United den Titel eigentlich nur verlieren kann, nicht nur weil man in dieser Saison noch nicht verloren hat. Der plötzliche Ausfall von Rio Ferdinand kann ebenso gut kompensiert werden wie die Formschwäche von Wayne Rooney. Berbatov und Nani springen dafür in die Bresche. Auf Tuchfühlung zu Man Utd bleibt der FC Arsenal, der Wigan Athletic mit 3:0 nach Hause schickte. Robin van Persie mit seinem ersten Hattrick für die Gunners schoss die Latics quasi im Alleingang ab. Einzig und allein die schwache Chancenverwertung der Gastgeber und ein sensationell aufgelegter Ali Al Habsi von Wigan im Tor verhinderten ein Debakel für die Gäste. Arsenal dominierte über 90 Minuten die Partie und zeigte eine exzellente Mannschaftsleistung. Entsprechend hoch zufrieden war Arsene Wenger nach dem Spiel: “Wir hatten ein großartiges Spiel, was das Ergebnis auf den ersten Blick nicht unbedingt erkennen lässt. Ich bin sehr zufrieden mit der Teamleistung, wir haben tollen Fußball gespielt. Wir fühlen uns von Spiel zu Spiel stärker und sicherer. Wir haben eine weitere interessante Chance vor uns nächste Woche. Die Art und Weise, wie wir derzeit spielen, ist fantastisch anzuschauen. Ich hoffe, wir können das fortsetzen.” United und Arsenal marschieren also vorneweg, die beiden heutigen Gegner der Teams stecken weiterhin in akuter Abstiegsgefahr. Wigan belegt den ersten Abstiegsplatz, Birmingham ist knapp über dem Strich.

Einen Rückschlag um die Meisterschaft musste Manchester City hinnehmen, die bei Aston Villa mit 0:1 verloren. Ausgerechnet Villa-Neuzugang Darran Bent schoss den Treffer des Tages. Villa zeigte eine engagierte und leidenschaftliche Leistung und belohnte sich für eine gute erste Halbzeit mit der Führung. Man City in der Offensive überraschend ideenlos. Das besserte sich eigentlich erst in der letzten halben Stunde, maßgeblich durch die Einwechselung von Adam Johnson, der einige gefährliche Flanken von rechts produzierte. Beste Chance für die Citizens gab es in der 84. Minute, als ein Schuss von De Jong noch abgefälscht von Ciaran Clark am Pfosten landete. Eine Minute später köpfte Dzeko aus bester Position am Tor vorbei. Zum zweiten Mal in Folge bleibt City auswärts ohne Tor. Im Vergleich zum 0:0 bei Arsenal hat man im Villa Park immerhin 20 Minuten auf den Treffer gedrückt. Aber das war insgesamt zu wenig um Villa dauerhaft in Gefahr zu bringen. Villa verschafft sich ein wenig Luft im Abstiegskampf.

Für den FC Chelsea, die am Montagabend im nicht ganz einfachen Auswärtsspiel bei den Bolton Wanderers antreten müssen, könnte es ein Schlüsselspiel werden, ob die Blues noch Ansprüche auf den Titelgewinn reklamieren können. Bolton könnte mit einem Sieg noch einmal in Richtung des fünften Platzes schielen, wartet aber seit vier Spielen auf einen Sieg. Nur einer von 12 möglichen Punkten konnte geholt werden. Überhaupt wartet man seit 14 Ligaspielen auf einen Sieg gegen den FC Chelsea. Auch die Gäste konnten nur zwei der letzten 10 Spiele gewinnen, zeigten zuletzt mit dem 2:0 gegen Blackburn aber aufsteigende Form.

Wichtige Siege gab es heute für den FC Liverpool mit dem durchaus souveränen 3:0 bei den Wolverhampton Wanderers. Es war der erste Sieg für Trainer Kenny Dalglish. Mittwoch trifft man an der Anfield Road im Nachholspiel auf den FC Fulham, die ihrerseits mit einem Sieg in die Nachholpartie gehen. Durch einen Doppelpack von Clint Dampsey konnte Stoke City mit 2:0 besiegt werden. Die Cottagers belegen nun den 14. Platz, einen Rang hinter dem FC Everton, der mit dem letzten Angriff noch ein 2:2 gegen West Ham United erzielte. Die Hammers bleiben trotz des Punktgewinns weiter Tabellenschlusslicht. Es war kein hochklassiges, aber unterhaltsames Spiel im Goodison Park, garniert für die Zuschauer mit einer dramatischen Schlussphase. Die Hammers gingen durch Jonathan Spector in der 26. Minute in Führung, Bilyaletdinov konnte eine Viertelstunde vor Schluss den Ausgleich markieren. Als alle Journalisten im Stadion schon wieder auf der Suche nach Nachfolger für Avram Grant waren, köpfte Frederic Piquionne in der 82. Minute West Ham wieder in Führung – und flog Sekunden später mit Gelb-Rot vom Platz, weil er zu extensiv mit den Fans im Gästeblock gejubelt hat. West Ham war die letzten zehn Minuten also in Unterzahl und musste noch den Ausgleich durch Fellaini in der Nachspielzeit schlucken. Da war Piquionne schon duschen. Wieder einmal konnte West Ham in einem Auswärtsspiel eine Führung nicht über die Zeit retten. Anstatt die Versäumnisse seines Teams zu hinterfragen konzentrierte sich Avram Grant merklich angesäuert nach dem Spiel vor allem auf den Platzverweis: “Der Platzverweis ist doch ein Witz. Worum geht es beim Fußball? Es geht um Emotionen. Wir sind keine Computer. Freedie hat das richtige gemacht, mit den Fans gefeiert. Ich muss mal nachschauen, wer diese Regel ins Leben gerufen hat. Ich mag sie nicht. Emotionen sind Teil des Fußballs und wir sollten diese ermöglichen.” Man könnte meinen, dass Piquionne die Regel kennen müsste.

Der FC Sunderland hat den Wechsel von Darran Bent gut verkraftet und kann nach dem 2:1 bei Aufsteiger FC Blackpool weiterhin von der Europa League träumen. Mann des Tages war Kieran Richardson, der beide Treffer für die Black Cats erzielte. Blackpool muss aufpassen, dass sie nicht weiter unten reinrutschen. Nun steht am Dienstag das Nachholspiel gegen Manchester United an. Wohl noch mit Kapitän Charlie Adam, der per Elfmeter auf 1:2 verkürzte, im Team. Adam ging nach dem Schlusspfiff zu den Fans und applaudierte ihnen zu. Einige haben es schon als Abschiedsrunde interpretiert. Doch da steht ihm noch sein Trainer Ian Holloway im Weg. Er bestätigte, dass es von Liverpool, Aston Villa und Birmingham City Angebote für Adam gegeben hat. Die seien aber “unverschämt niedrig” gewesen. Für eine Ablöse von vier Millionen Pfund lasse man Adam nicht gehen. To be continued.

Premier League 2010/2011 #24, Wolverhampton Wanderers – FC Liverpool 0:3

Der 24. Spieltag der Premier League eröffnet heute Mittag mit der Partie zwischen den Wolverhampton Wanderers und dem FC Liverpool, der Tabellendreizehnte zu Gast beim Tabellenvorletzten. Doch so wenig eindeutig wie die Situation in der Tabelle vor dem Spiel war, zeigte sich auch die Favoritenstellung nicht. Unter normalen Umständen sind die Reds in Partien gegen die Wolves Favorit, aber was ist schon normal in dieser Saison beim FC Liverpool? Nach dem Trainerwechsel von Roy Hodgson zu Kenny Dalglish hat Liverpool noch kein Spiel gewonnen. Auch Wolverhampton kann nun nicht behaupten, dass man Siegesserien erfunden hat. In der Liga gab es aber zuletzt ein aufopferungsvolle und spielerisch durchaus vorzeigbare 3:4-Niederlage bei Manchester City, unter der Woche besiegte im FA-Cup-Replay Doncaster glatt mit 5:0. Und das letzte Ligaheimspiel am 5. Januar hat man immerhin gegen den FC Chelsea gewonnen. Vier Siege aus den letzten acht Spielen ist für einen Abstiegskandidaten keine so schlechte Bilanz. Liverpool wollte zudem Revanche für die 0:1-Heimniederlage Ende Dezember gegen Wolverhampton. Extrem wichtiges Spiel also für beide Teams. Eigentlich nicht vorstellbar, dass Liverpool beide Spiele gegen die Wolves in einer Saison verliert. Aber was ist schon normal in dieser Saison beim FC Liverpool?

Im Vergleich zum Unentschieden im Derby gegen den FC Everton nahm Dalglish bei Liverpool wieder ein paar Änderungen vor. Christian Poulsen begann im defensiven Mittelfeld neben Lucas, Spearing musste wieder auf der Bank nehmen, weil Kuyt und Meireles den eher offensiveren Part im Mittelfeld übernahmen. Agger ist wieder fit, damit muss Kyrgiakos wieder auf der Bank Platz nehmen. Steven Gerrard fehlte zum letzten Mal gesperrt. Ein Wechsel bei den Wolves. Mick McCarthy brachte im Mittelfeld Karl Henry für David Jones – wenn man so will die etwas aggressivere Variante. Die Duelle im Mittelfeld können ein Schlüssel zu einem erfolgreichen Spiel sein, insbesondere für Wolverhampton, die schon im Spiel an der Anfield Road die Lücken bei den Reds perfekt ausnutzten.

Ausverkauftes Molineux. Kalt, windig, ein wenig Nieselregen. Es war alles angerichtet für ein leidenschaftliches und packendes Fußballspiel. Flotter Beginn von den Wolves, die schnell und geradlinig nach vorne spielten. So einen schnellen Konter konnte Poulsen nur mit einem taktischen Foul unterbinden, erste gelbe Karte nach knapp drei Minuten. Liverpool hatte sich den Start anders vorgestellt. Nach knapp 10 Minuten wurde Liverpool etwas aktiver. Glen Johnson setzte sich auf dem linken Flügel wunderbar durch, schickt Lucas, der den Ball noch vor der Torauslinie in die Mitte bringt, wo der Schuss von Poulsen aus bester Position gerade noch so geblockt wird. Ansonsten war es in den ersten 20 Minuten ein zwar bemühter Auftritt von beiden Mannschaften, große Torchancen sprangen auf beiden Seiten aber nicht heraus. Torres bekam wenig Unterstützung aus dem Mittelfeld und die Wolves kamen überhaupt noch selten vor das Gehäuse von Pepe Reina. Es fanden viele Duelle im Mittelfeld statt, kein Team konnte aber über mehrere Minuten Überlegenheit erzwingen. Folgerichtig war der Ballbesitz fast ausgeglichen. Wolverhampton überzeugte durch viel Laufarbeit, machte die Räume eng. Wenig Platz für aber auch sehr unkreative Reds. Die vorerst beste Chance in diesem Spiel dann nach 22 Minuten, als Torres einen langen Ball von Meireles wunderbar mitnimmt, seinen Gegenspieler Berra noch ins Kino schickt, letzlich ist der Torabschluss aber zu unpräzise. Keine Probleme für Hennessey im Tor der Wolves. Die Torchance blieb eine Ausnahme, weiter viel Kampf und Bewegung im Mittelfeld, aber ganz wenig Fußball. Wenn ein wenig Gefahr im Strafraum herrschte, dann durch den FC Liverpool. 33. Minute: Torres legt per Hacke auf Meireles zurück, der zieht direkt aus der Drehung ab, Schuss geht ganz knapp am Tor vorbei. Molineux wurde für einen ganz kurzen Moment ein wenig laut. Liverpool erhöhte ein wenig den Druck, Torres bedient Maxi Rodriguez, Hennessey ist blitzschnell unten beim Schuss des Argentiniers. Und Liverpool belohnte sich für die kleine Druckphase mit der Führung in der 37. Minute. Toller Pass von Poulsen auf Meireles, Zubar hebt das Abseits auf, Meireles gibt in die Mitte, wo Torres völlig frei mitgelaufen war und nur noch einschieben braucht. Schön herausgespieltes Tor und verdiente Führung für den FC Liverpool! Kurz vor der Pause hatte Wolverhampton die erste richtig sehenswerte Torchance. Freistoß von links durch Stephen Hunt, der Ball wird verlängert und kommt am langen Pfosten zu Milijas, aber Reina verkürzte exzellent den Winkel. Mit dem 1:0 für die Reds ging es nach einer höchsten durchschnittlichen Halbzeit in die Pause. Von den Wolves kam offensiv viel zu wenig. Und ein 1:0 zur Pause ist für Liverpool sowieso noch kein Freifahrtsschein gewesen. Man erinnere sich an die zwei Gegentreffer gleich nach der Halbzeit im Liverpool-Derby am vergangenen Wochenende.

Liverpool kam mit ganz viel Schwung und Engagement aus der Kabine und ging in der 50. Minute mit 2:0 in Führung. Langer Ball nach vorne, Kuyt legt per Kopf auf Meireles zurück, der den Ball volley in den Winkel hämmert. Wunderbares Tor. Und diesmal wurde es wohl nichts mit dem Einbruch der Reds nach der Halbzeit. Vor dem 2:0 hatte Liverpool bereits eine weitere Chance, als der Ball PingPong mit Meireles und Richard Stearman spielte und Hennessey knapp vor Kuyt an den Ball kam. Kenny Dalglish saß zufrieden auf der Trainerbank, sehr viel besser hätte der Start des FC Liverpool in die 2. Halbzeit nicht sein können. Bezeichnenderweise für die heutige Leistung der Wolves kamen die Gastgeber erst mit dem 2-Tore-Rückstand im Nacken besser ins Spiel, ermöglichten sich mehr Spielanteile, erspielten sich viele Freistöße und Ecken, aber – erstaunlicherweise – hielt Liverpools Defensive dem Druck sehr gut stand. Das dürfte Dalglish zuversichtlich stimmen. Liverpool zog sich weit zurück und beschränkte sich weitestgehend auf Konter. In der 67. Minute hatte Liverpool zum ersten Mal richtig Glück. Nach einer Flanke legt Skrtel den Ball direkt vor die Füße von Stephen Ward, Reina hält den leicht abgefälschten Schuss exzellent. Nach dem 2:0 kam insgesamt zu wenig von Liverpool, wäre überhaupt nicht nötig gewesen die Wolves noch einmal so eindrucksvoll ins Spiel kommen zu lassen. Kleine Randnotiz noch: Premier League Debüt für den 22-jährigen Wolves-Neuzugang Adam Hammill, der vom Zweitligisten Barnsley verpflichtet wurde, der jahrelang bei Liverpool in der Jugend trainierte. Auch Liverpool wechselte, Shelvey kam für den gut spielenden Poulsen. Und Shelvey hatte nach einem Konter über Meireles und Torres eine Viertelstunde vor Schluss die endgültige Entscheidung auf dem Fuß, zog aber knapp über das Tor. So blieb es mit aufopferungsvoll kämpfenden Wolves zumindest noch ein wenig spannend. Aber es dürfte frustrierend für Mick McCarthy gewesen sein, wie wenig sich sein Team für den großen Aufwand in der zweiten Halbzeit belohnte. Und es kam noch schlimmer für die Wolves. In der Nachspielzeit erhöhte Torres mit seinem Treffer aus kurzer Distanz auf 3:0, Kuyt hatte sich gut durchgesetzt. Der Spanier musste nur noch einschieben. Easy goals. Und zum ersten Mal seit September 2009 gelingen Torres zwei Auswärtstore. Alles positive Zeichen für Liverpool.

Am Ende blieb es beim alles in allem verdienten 3:0 – vielleicht insgesamt ein Tor zu hoch – für Liverpool , das damit ein wenig den Anschluss ans Mittelfeld schafft. Sehr ordentliche 20 Minuten, jeweils zehn vor und nach dem Halbzeitpfiff. Und das hat heute gegen insgesamt schwache Wolves, die den Elan von den drei guten Spielen zuletzt überhaupt nicht transformieren konnten. Die Gastgeber fingen erst nach dem 0:2 so richtig mit dem Fußballspielen an. Aber die Liverpool-Defensive hielt dem Druck stand und so feiert Dalglish seinen ersten Sieg als Liverpool-Trainer. Und wenn Meireles so weiterspielt, könnte er noch richtig wertvoll und wichtig für die Reds werden. Ein erster kleiner Schritt für den FC Liverpool. Heimspiel gegen Fulham am Mittwoch heißt die nächste Aufgabe. Wieder machbar. Eigentlich ein Pflichtsieg für Liverpool in normalen Zeiten. Aber was ist schon normal in dieser Saison beim FC Liverpool?

Premier League 2010/2011 Preview #24 – Scared at White Hart Lane

24. Spieltag in der Premier League. Nach den hochkarätigen Ansetzungen vom letzten Wochenende steht nun ein Spieltag bevor, den man ganz gut nebenbei schauen kann oder auch irgendwann als Zusammenfassung. Dann geht die Premier League erstmal 10 Tage in Pause. Unter der Woche werden noch einige Nachholspiele absvolviert, nächstes Wochenende ist wieder der FA-Cup auf der Tagesordnung. Im Schnelldurchlauf ein paar Hinweise, ich hoffe, ich finde trotz viel Arbeit am Wochenende Zeit für weitere Berichte.

Auftakt am Samstagmittag mit der Partie zwischen den Wolverhampton Wanderers und dem FC Liverpool. Bei den Reds weiß man immer noch nicht so genau, in welche Richtung es eigentlich gehen soll. Fakt ist, dass man sich eher den Abstiegspläten widmen muss. Es sei denn, man gewinnt am Samstag bei den Wolves.

Pflichtaufgaben in den Nachmittagsspielen. Arsenal muss gegen Wigan Athletic antreten. Wenger rotiert wieder und wird mit Walcott, Van Persie, Fabregas und Nasri beginnen. Manchester United will gegen Birmingham City weiter ungeschlagen bleiben. Für die Titelanwärter also zwei Pflichtaufgaben. Die Wahrscheinlichkeit, dass ein Team stolpert, ist eher beim FC Arsenal größer. Zuletzt hatte es wettbewerbsübergreifend zuhause nicht so gut mit dem Toreschießen geklappt. Und Manchester United kann im Old Trafford diese Saison sowieso so schlecht wie nur irgendwie spielen – am Ende bleiben die drei Punkte beim Team von Sir Alex.

Die Tottenham Hotspur müssen zu Newcastle United reisen. Rafael van der Vaart hat in einem Interview gesagt, dass die derzeit eher mäßige Auswärtsform den Spurs den Titel kosten kann. Zuletzt gab es eine Niederlage beim FC Everton. Und woran liegt das? Wenn ein Team an die White Hart Lane kommt, so van der Vaart, hat es Angst vor Tottenham. Scared at White Hart Lane. Auch eine Erklärung.

Sunderland muss nach dem Weggang von Darran Bent zum Aufsteiger FC Blackpool. Für drei Millionen Pfund soll Ricardo Fuller jetzt von Stoke City ins Stadium of Light wechseln. Blackpool hat zuletzt mit dem Heimsieg gegen Liverpool auf sich aufmerksam gemacht. Avram Grant reist mit West Ham zum FC Everton, die Steven Pienaar nun los sind. Da hat Harry Redknapp mal wieder die Geldschatulle geöffnet. Die Posse um Grant am letzten Wochenende war an Peinlichkeit eigentlich nicht zu überbieten. Nun halten die Besitzer Gold und Sullivan an Grant fest, fragt sich nur wie lange. Martin O’Neill dürfte als Nachfolger nicht mehr zur Verfügung stehen. Außerdem empfängt Fulham Stoke City am Samstagnachmittag.

Arsenal und Man Utd haben eventuell vorgelegt, Man City kann im Samstagabendspiel folgen. Die Citizens sind zu Gast bei Aston Villa. Erstes Spiel von Darran Bent im Trikot der Villens. Das dürfte interessant werden.

Am Sonntag noch Blackburn gegen West Brom und der Spieltag wird am Montag von Bolton gegen den FC Chelsea abgerundet.

Zitat des Tages: Donnerstag, 20. Januar 2011 – Guttenberg wird vielleicht noch gebraucht

„Immer dann, wenn es tatsächlich Verfehlungen gibt und Verfehlungen auch nachgewiesen werden können, hat die Bundeswehr diesen Verfehlungen nachzugehen. Gleichzeitig wehre ich mich aber dagegen, dass wir Pauschalurteile über Soldaten in unserem Lande aussprechen.”

Bundesministerium der Verteidigung: Zu Guttenberg verspricht rückhaltlose Aufklärung

Hui, ganz plötzlich steht der Herr zu Guttenberg ein klein wenig unter Druck. Tod durch Dienstwaffe, die Vorfälle auf der Gorch Fock und die Feldpost aus Afghanistan. Mal sehen, ob die Medien behutsam mit dem Verteidigungsminister umgehen. Und bitte nicht in die Enge treiben. Eventuell brauche ich Herrn zu Guttenberg noch für meine Masterarbeit, Stichwort erfolgreiche politische PR. Da wären solche Entwicklungen wie die der letzten Tage eher von Nachteil, wobei man mal abwarten muss, wie sich die Dinge entwickeln. Und zur Not vergleiche ich einfach Erfolg und Krise…

Wenn Blogger Interviews führen…und Journalisten es als ihre Leistung verkaufen

Es ist schon so vieles über die Beziehung zwischen Bloggern und Journalisten geschrieben worden, dass ich dieses Verhältnis, wie immer man es nun beschreiben oder klassifizieren will, an dieser Stelle gar nicht mehr länger ausführen will.

Trotzdem ist diese Story heute um ein kleines Kapitel reicher geworden. Wir blicken nach England. Es geht um ein Interview, das eine brasilianische Arsenal-Fanseite mit Denilson, dem brasilianischen Mittelfeldspieler des FC Arsenal, Anfang Januatr geführt hat. Wahrscheinlich um für das hörenswerte Interview, das einige ganz interessante und teils auch kontroverse Aussagen zum Mannschaftsgefüge der Gunners beinhaltet, eine größere Resonanz zu erreichen, haben die Macher der brasilianischen Fanseite beim Londoner Arseblog, eines der bekanntesten und besten Blogs über den FC Arsenal, angefragt, ob die nicht das Interview mit Verweis auf die brasilianische Fanseite veröffentlicht können. Dieser Bitte ist das Arseblog gestern Abend nachgekommen.

Und scheinbar verfolgt auch Charlie Wyett, Sportkorrespondent beim Boulevardblatt SUN und regelmäßiger Beobachter des FC Arsenal, das Arseblog und hat die zumindest teilweise kontroversen Aussagen von Denilson bezüglich Leadership in der Arsenal-Mannschaft (“I think that we lack leadership and without leadership we can’t move forward. You can walk forward a bit but then the same thing that’s happened will happen again. These things make us very sad but I don’t see a player at Arsenal who is a real leader. I can’t see a single one. Even if Fabregas is the captain, but he is not a leader to me.”) auch mitbekommen.

Soweit, sogut. Kann man als Boulevardblatt ja mal eine Story draus schnitzen. Hat die SUN dann auch gemacht und als großen Aufmacher auf ihrer Sportseite im Netz veröffentlicht, dick unterlegt mit dem Banner “Exclusive”, ohne auch nur in einem Wort zu erwähnen, dass die Story und die Informationen nicht von der SUN stammen, sondern von zwei Arsenal-Bloggern, die das Interview mit Denilson selbst geführt bzw. dann veröffentlicht haben. Und die beiden haben darum ausdrücklich in ihren Posts gebeten, dass, wenn man Aussagen aus dem Interview zitiert, bitte auf das Arseblog etc. verweist.

Es ist zwar nur die SUN, aber Journalist nennt sich Charlie Wyett trotzdem:

Mehr Infos beim Arseblog selbst.