Beiträge vom Januar, 2011

Premier League 2010/2011 #23, FC Liverpool – FC Everton

Sonntag, 16. Januar 2011 14:32

Man kann wohl stundenlang darüber streiten, welches das emotionalste Derby in der Premier League ist. Vielleicht das gerade laufende Newcastle gegen Sunderland, aber heute mit dem Heimpremiere von Liverpools Trainerlegende Kanny Dalglish im 215. Merseyside Derby gegen den FC Everton muss man nicht lange überlegen. Beide Mannschaften nur vier Punkte von einem Abstiegsplatz entfernt. Verlieren verboten – das sollte im Stadtderby ja sowieso selbstverständlich sein. Hereinspaziert zum Live-Blog. Kommentaren, Anmerkungen und Beobachtungen sind wie immer gerne gesehen.

Thema: Live-Blog, Premier League | Kommentare (0) | Autor: medispolis

Premier League 2010/2011 Preview #23 – Offene Rechnungen und Wiedergutmachung

Freitag, 14. Januar 2011 18:43

Kinners, wie die Zeit rennt. Schon fast wieder Wochenende. Im Schnelldurchgang ein kurzer Blick auf die Premier League am Wochenende. Mehr und ausführlich dann hoffentlich in den Live-Blogs am Sonntag. Es ist ein toller 23. Spieltag in der Premier League, der uns bevorsteht. Vier Derbys stehen uns bevor, dazu zum Abschluss am Sonntag das Topspiel zwischen Tottenham und Manchester United. Könnte besser nicht sein. Sechs Spiele stehen am Samstag auf dem Programm, vier Ansetzungen am Sonntag. Weil die Bundesliga wieder beginnt, kehrt Sky zum alten Übertragungsschema zurück, sprich ein Einzelspiel zu jeder Anstoßzeit.

Offene Rechnung I bei Manchester City gegen Wolverhampton Wanderers. Das Spiel in der Hinrunde verloren die Citizens mit 1:2. Es war einer der wenigen Ausrutscher für das Team von Roberto Mancini, mittlerweile hat man sich oben festgespielt und kann am Samstag mit einem Sieg gegen die Wolves vorübergehend die Tabellenspitze übernehmen. Edin Dzeko wird noch nicht in der Startelf stehen. Carlos Tevez wird einzige Spitze bei den Gastgebern sein, weil Mario Balotelli mit seiner Knieverletzung weiterhin fehlt. Die Wolves haben diese Saison die meisten Niederlagen aller Teams in der Premier League kassiert, Man City hat zusammen mit Sunderland am häufigsten kein Gegentor geschluckt. Dass die Wolves trotzdem ernst zu nehmen sind, haben sie mit dem Auswärtssieg in Liverpool gezeigt.

Am Samstagnachmittag unter anderem FC Chelsea gegen die Blackburn Rovers. Neun Punkte hinter Manchester United bei einem Spiel mehr – das ist die magere Bilanz von Carlo Ancelotti in diesem Januar. Wiedergutmachung ist für Chelsea also angesagt. Im FA-Cup hat das mit dem 7:0 gegen Ipswich Town schon gut geklappt. Jetzt muss man diese Leistung nur noch mit in die Liga nehmen. Wigan Athletic will mit einem Sieg gegen den FC Fulham die Abstiegsplätze verlassen und hofft gleichzeitig darauf, dass West Bromwich Albion gegen das Überraschungsteam FC Blackpool nicht gewinnt. Die Seasiders kommen mit der Empfehlung eines verdienten 2:1 über den FC Liverpool und rücken mit jedem weiteren Sieg dem Klassenerhalt näher. Die Baggies haben die letzten fünf Spiele verloren. Grund genug für Trainer Roberto di Matteo einen Torwartwechsel vorzunehmen. Scott Carson, unter anderem negativ aufgefallen bei der Niederlage in Fulham, muss fortan Platz auf der Bank nehmen. Ins Tor rückt Boaz Myhill, dem ein oder anderen vielleicht noch bekannt aus seiner Zeit bei Hull City, die letzte Saison noch in der Premier League gespielt haben. Blackpool ist das drittbeste Auswärtsteam der Liga (fünf Siege, nur Arsenal und Man City haben jeweils einen mehr) und hat schon fünf Mal auswärts zu Null gespielt – Ligabestwert. Zudem will Stoke City sich in der Partie gegen die Bolton Wanderers weiter von den Abstiegsplätzen absetzen, die Gäste ihre Fühler nach dem fünften Platz strecken.

Wiedergutmachung auch für den FC Arsenal, die am Mittwochabend im Carling Cup – ich habe das Spiel zum Glück nicht gesehen – eine fürchterliche Leistung anboten und trotz teilweise 80 Prozent Ballbesitz nicht einen Treffer erzielten, sondern mit 0:1 verloren. Jetzt steht die Partie bei West Ham United an, es folgt das Rückspiel im Carling Cup, dann kommt Wigan ins Emirates, bevor man in knapp zwei Wochen an die Ellen Road zu Leeds United für das Rückspiel im FA-Cup reist. So blöd es auch klingen mag. Aber das sind vier Spiele, die Arsenal gewinnen muss um in der zweiten Saisonphase im Rennen zu bleiben. Und es sind aber auch solche Spiele, die Arsenal auch in dieser Saison schon verloren hat oder kläglich an der eigenen Chancenverwertung scheiterte. Von daher dürfte es interessant werden, wie Arsenal sich am Samstagabend präsentieren wird gegen das Team von Avram Grant, der scheinbar schon wieder eine neue (oder ist es noch die alte?) Vorgabe seitens der Vereinsführung bekommen hat: Gewinne dieses Spiel mit deiner Mannschaft oder du darfst gehen. Avram Grant hatte sich unter der Woche mal deutlich beschwert, dass er es nicht gut finde, wie mit ihm im Verein umgegangen werde. Und da hat er vollkommen Recht. Wenn die Besitzer Grant unbedingt entlassen wollen, dann sollen sie es doch auch tun. Wojciech Szczesny wird bei den Gunners wieder das Tor hüten, Sagna fehlt gesperrt, Squillaci ist verletzt. Ins Team kehren Samir Nasri und Robin van Persie zurück.

Wiedergutmachung in dreierlei Hinsicht beim Stadtderby in Birmingham zwischen Birmingham City und Aston Villa. Beide Teams wollen sich bei ihren Fans für das trostlose Spiel aus der Hinserie rehabilitieren, City-Kepper Ben Forster seinen Lapsus aus dem Carling Cup vergessen machen und bei Villa-Trainer Gérard Houllier eigentlich für die ganze letzte Zeit. Der Tabellenfünfzehnte hat den Achtzehnten zu Gast. Beide Teams dürfen angesichts des engen Tabellenfeldes eigentlich nicht verlieren.

Offene Rechnungen II bei Tyne and Wear-Derby zwischen dem FC Sunderland und Newcastle United. Die Magpies schossen die Black Cats Ende Oktober mit 5:1 aus dem St. James’ Park. Da will sich Sunderland nun für revanchieren. Sollte Tottenham verlieren, würde Sunderland mit einem Sieg nach Punkten mit den Spurs gleich ziehen. Bei Newcaslte fehlt Stürmer Andy Caroll.

Offene Rechnungen III und ganz viel Wiedergutmachung bei der Heimpremiere von Kenny Dalglish im 215. Merseyside Derby zwischen dem FC Liverpool und dem FC Everton. Mitte Oktober verloren die Reds mit 2:0 bei Everton, mittlerweile wurde man noch weiter in der Tabelle durchgereicht. Nun hat man einen Sympathieträger an der Linie, Hodgson wurde weggemobbt und die Mannschaft spielt völlig überraschend weiterhin richtig schlecht. Bei Liverpool fehlt der gesperrte Gerrard, bei Everton ist Tim Cahill auf Asien-Reise. Everton verlor nur eines der letzten sechs Spiele und ich kann derzeit noch nicht erkennen, wie Dalglish bei Liverpool die Kurve zum Besseren nehmen will. Jetzt noch eine Derby-Niederlage und die Krise bei Liverpool hätte eine neue Dimension erreicht, weit mehr als “Twitterjail”, wie Dalglish die Vorfälle mit Ryan Babel ein wenig amüsant kommentierte.

Nachdem Harry Redknapp nun völlig überraschend nicht Welt-Trainer des Jahres 2010 geworden ist, wollen die Tottenham Hotspur den Tabellenführer Manchester United die erste Saisonniederlage beifügen. Und wenn das jemand schafft, dann natürlich Harry Redknapp. Das könnte auch ganz leicht gehen, wenn United auswärts so spielt wie bisher in dieser Saison. Nur zwei Siege aus neun Spielen, die Spurs haben die letzten vier Heimspiele gegen Teams der Big Four nicht verloren. Tottenham wieder mit Bale und Kaboul – aber ohne Beckham (das wäre dann auch gegen United zu viel des Guten), die Red Devils wieder mit Van der Sar, Rooney und Vidic in der Startelf.

Read you on Sunday.

Thema: Premier League | Kommentare (2) | Autor: medispolis

The old newspaper is dead, long lives the newspaper

Donnerstag, 13. Januar 2011 18:13

Ich war am Mittwoch ausnahmsweise mal in einem Bachelor-Seminar zur Mediennutzung. Ungefähr 40 Studierende, ein Professor. Es geht um die veränderte Mediennutzung in Deutschland. Der Professor fragt, wer heute noch eine Tageszeitung abonniert hat. Drei Arme gehen hoch. Der Professor schaut erstaunt und verblüfft: “Als Studenten der Sozialwissenschaften müssen Sie doch eine Tageszeitung lesen, damit sie jeden Morgen über das Neuste informiert sind und auch Hintergründe zum politischen Alltag erfahren.” Aus der letzten Reihe ruft jemand: “Bekomme ich im Prinzip auch alles im Internet, man muss nur ein wenig suchen und die richtigen Quellen ansteuern.”

Innerlich konnte ich mir ein kleines Lachen nicht verkneifen. Da prallten wohl zwei Generationen von Medienkonsum aufeinander. Und der Seminarinhalt von gestern erinnerte mich wieder an zwei Sachverhalte, die ich hier eigentlich schon länger kurz erzählen wollte. Ich war im Dezember nämlich für zwei Wochen mal wieder Abonnent einer Tageszeitung. Eigentlich nur, weil ich einer Kommilitonin, die Testabos vertickerte, einen Gefallen gemacht und das Formular unterschrieben habe, nicht wirklich aus Überzeugung, ich könnte noch einmal zum Tageszeitungsleser mutieren. Also kam ich im Dezember 14 Tage lang wieder in den Genuss der Süddeutschen Zeitung. Und im Vergleich zu meinem Blogeintrag von vor einem Jahr hat sich nicht viel verändert: Solange sich die Zeitungen nicht wirklich wandeln und sich meinen Lesegewohnheiten anpassen, werden wir keine Freunde.

Inhaltlich hatte ich an der Süddeutschen Zeitung gar nicht so viel auszusetzen, na gut, außer den falsch abgedruckten Wetterbericht, der statt Schnee auf einmal Sonne und 14 Grad vorhersagte. Der Sportteil der Süddeutschen Zeitung ist in Deutschland immer noch einer der besten, wenn nicht der beste. Und auch sonst habe ich hervorragenden Journalismus erlebt, beim Porträt von Heiner Geißler, den zahlreichen Leitartikeln von Heribert Prantl zu den Bürgerprotesten oder einen exzellenten Bericht auf Seite 3 über den veränderten Regierungsstil von Herrn Mappus im Ländle. Alles ganz toll und würde ich auch sofort für bezahlen…nur

1. Das Format. Ich habe von einer Freundin letzte Woche aus London ein paar Zeitungen bekommen, weil ich da ein paar Artikel für die Uni brauchte. Und dieses händliche Format von Guardian und Times hat mich dann wieder begeistert. Kann man hierzulande in der Straßenbahn wunderbar lesen und umklappen, hingegen hängt man bei der Süddeutschen Zeitung, sobald man nur ans Umblättern denkt, schon dem Sitznachbarn im Gesicht. Und der Versuch vom Mantel und den einzelnen Ressorts bloß die erste Seite zu lesen – um das Umblättern zu vermeiden – kann ja auch nicht die Lösung sein. Was wäre eigentlich so schwierig an einer Formatumstellung auf das Berliner Zeitungsformat? Wäre schon deutlich lesefreundlicher. Und der Inhalt müsste darunter ja auch nicht leiden, Guardian und Times machen es vor.

2. Aktualität: Nur zwei Sätze. Wenn ich erst Mittwoch in einer Tageszeitung einen ausführlichen Nachbericht zum Spiel Barcelona gegen Real Madrid bekomme, das am Montagabend stattfand, ist das einfach nicht mehr aktuell. Da habe ich mich schon auf zahlreichen anderen Seiten durchgelesen. Da bringt mit die Tageszeitung weiterhin keinen Mehrwert.

3. Ich würde weiterhin für ausgewählte Artikel der Süddeutschen Zeitung zahlen. Fürs Streiflicht, die Seite 3, den Sportteil. Und das dann am liebsten online lesen. Aber ich warte ja immer noch darauf, dass man nur noch für einzene Ressorts und Artikel der gedruckten Zeitung online zahlt und die dann lesen kann. Wäre das so ein großes Verlustgeschäft für die Zeitungen?

Ich bin ja gespannt, wann sich die Zeitungen hier in Deutschland endlich ein kleines Stück nach vorne bewegen. Interesse an gutem Journalismus ist ja definitiv da. Und dass guter Journalismus kostet, werden sicherlich die meisten ebenso akzeptieren. Nur warum muss ich eigentlich ständig hinter dem guten Journalismus hinterherlaufen? Warum kommt er nicht zu mir auf den verschiedensten Wegen, passt sich den individuellesten Lesegewohnheiten an und nimmt Rücksicht auf die vorhandene Zeit und den Tagesablauf der Leser? Wahrscheinlich, weil es noch keiner wirklich ausprobiert hat. Es will sich keiner die Finger brennen, bis dann irgendwann in den Redaktionen deutschlandweit der Baum brennt. Soweit soll es doch nun nicht kommen.

Thema: Zeitungen/Zeitschriften | Kommentare (1) | Autor: medispolis

Impressionen aus Düsseldorf (II)

Montag, 10. Januar 2011 18:33

Netter Wochenanfang gewesen, nicht nur weil ich einiges an Arbeit geschafft habe und gleich nach dem Abendessen noch schaffen werde. Es war auch vom Wetter endlich mal wieder ein wunderschöner Tag. Ein kühler und sonniger Morgen mit ein wenig Nebel über dem Rhein. Dazu trockene Luft, welche die Sonne über den Tag zwar nur zögerlich erwärmen konnte, aber die Sonnenstrahlen waren schon gern gesehen auf vielen Gesichtern, die zum Rhein “pilgerten” um sich das Hochwasser anzuschauen. Da für morgen schon der nächste Regen vorhergesagt ist, war der Kaffee vorhin in der Nachmittagssonne am Rheinufer eine willkommene Gelegenheit die Sonne wenigstens ein bisschen zu genießen.

Thema: Alltägliches, Düsseldorf | Kommentare (0) | Autor: medispolis

Lesetipp: Wie Politiker in Europa Social Media nutzen

Sonntag, 9. Januar 2011 18:18

Man kann es auf die einfache Formel bringen: Sie informieren sich darüber, kommunizieren aber nicht mit ihren Zielgruppen. Was schade und bedenklich ist. So kommt die Studie der Düsseldorfer Agentur Ketchum Pleon, die im letzten Sommer durchgeführt wurde und bei der 500 Parlamentarier befragt wurden, auch zu dem eher ernüchternden Ergebnis: Social Media spielt bei der Wahlkampfkommunikation in Europa nahezu keine Rolle.

Wenn 85% der Politiker Europas das persönliche Gespräch als bevorzugten Weg im europäischen Wahlkampf mit der Bevölkerung zu kommunizieren nennen und Internetanwendungen weit abgeschlagen sind, kann man ohne zu übertreiben behaupten, dass Social Media bei Europas Politikern noch ganz am Anfang steht.

Die Ergebnisse der Studie samt Interpretation und Analyse sind in dieser Präsentation kompakt und übersichtlich zusammengefasst. Lohnt sich mal einen Blick draufzuwerfen.

Thema: Politik International, Social Media | Kommentare (0) | Autor: medispolis

Nach Protest 2010 und vor “Superwahljahr” 2011: Und jetzt gehen wir alle wieder wählen?

Freitag, 7. Januar 2011 18:32

Viele politische Experten oder solche, die sich diesen Namen selbst zugestehen, haben letztes Jahr behauptet, dass sich durch die Proteste im vergangenen Jahr die Demokratie in Deutschland nachhaltig verändert hat. Die Bürgerinnen und Bürger wollen nicht länger nur Zuschauer bei den politischen Entscheidungen sein, sondern selbst mitbestimmen und Einfluss auf den politischen Gesetzgebungsprozess ausüben. Es ist ein schmaler Grad zwischen wirklichem Gestalten und der Demonstration des eigenen Frusts über die politischen Eliten. Vielleicht ist es auch beides zusammen – und von daher bin ich skeptisch, ob sich bei der politischen Partizipation und Beteiligung wirklich etwas verändert. Wenn der SPIEGEL die “Dagegen-Republik” ausruft, wundern sich die meisten Menschen wahrscheinlich, denn viele fühlen sich gar nicht angesprochen, hat doch auch in Stuttgart nur ein Bruchteil der Einwohner demonstriert und sich an den Protesten beteiligt. Und gab es nicht immer schon Proteste, gegen Autobahnneubau, Atomkraft oder wegen zu geringem Lärmschutz?

Wenn sich in unserer Demokratie wirklich etwas ändern sollte, dann könnte man das ja prima in 2011 überprüfen. Wenn die Bürgerinnen und Bürger so unzufrieden sind mit einigen politischen Entscheidungen, müssten sie doch in Scharen an die Urnen laufen und die Partei wählen, die noch am ehesten ihre Ansichten vertritt. Was nützt der ganze Protest, die Tage und Nächte, die man im Schlosspark verbracht hat oder in Zügen zur Anti-Atomkraft-Demonstration nach Berlin, wenn am Ende sich aufgrund der Wahlentscheidung der Bevölkerung überhaupt nichts ändern wird? Sehen wir also den Ansturm auf die Wahlurnen? Wenn die Wahlbeteiligung bei den vielen Wahlgängen in diesem Jahr wirklich steigt, dann können wir gerne darüber reden und nachdenken, dass die Proteste des letzten Jahres unsere Demokratie verändert haben. Es wird in diesem Jahr genug Anlässe geben dies zu kontrollieren:

20.02.: Bürgerschaftswahl Hamburg
20.03.: Landtagswahl Sachsen-Anhalt
27.03.: Landtagswahlen Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz
27.03.: Kommunalwahlen Hessen
22.05.: Bürgerschaftswahlen Bremen
04.09.: Landtagswahlen Mecklenburg-Vorpommern
11.09.: Kommunalwahlen Niedersachsen
18.09.: Wahl zum Abgeordnetenhaus in Berlin

Man darf also wieder von einem “Superwahljahr” sprechen mit vielen Wahlgängen auf Landes- und Kommunalabene. Die Politikwissenschaften unterscheidet bei politischer Beteiligung zwischen konventionellen und unkonventionellen Formen. Konventionell fasst dabei zum Beispiel den Wahlgang oder die Parteimitgliedschaft zusammen, unter konventionelle Formen fällt die Beteiligung an Protesten, Demonstrationen und die aktive Mitgliedschft in zivilgesellschaftlichen Organisationen, zum Beispiel Nichtregierungs-organisationen, wie Greenpeace. Es ist definitiv eine Stärke von Demokratie, wenn sie unkonventionelle Beteilungsformen zulässt und diese von der Bevölkerung häufig in Anspruch genommen werden. Von daher hatten die Proteste im Jahr 2010 eine belebende Wirkung für die politische Gesellschaft, keine Frage. Nur – und da kommen wir an den zentralen und viel wichtigeren Punkt – kann eine Demokratie nur überleben, stabil und lebendig sein, wenn sich ihre Akteure (also die Politiker) legitimieren können und von der Bevölkerung legitimiert werden und diese gleichzeitig sich mit den politischen Entscheidungen befasst und sich darüber informiert. In der politischen Öffentlichkeit besitzen demnach alle wichtigen Akteursgruppen Verantwortung: die Politik, weil sie ihre Entscheidungen erklären und rechtfertigen muss; die Medien, weil sie dazu verpflichtet sind wahrheitgemäß über politische Entscheidungen zu berichten und wir Bürgerinnen und Bürger, die sich mit Politik auch beschäftigen müssen um sie zu verstehen und auf Basis dieser Informationen unter anderem unsere Wahlentscheidung zu treffen. Nur wenn diese drei Bedingungen einigermaßen erfüllt sind, kann Demokratie funktionieren und auch nur dann lässt sich Demokratie positiv weiterentwickeln, andernfalls lediglich negativ verändern. Und das meinten die politischen Experten sicherlich nicht als sie über die Konsequenzen des Protestjahres 2010 sprachen. Will sagen: Proteste, Demonstrationen, Wut schön und gut. Wenn weiterhin immer weniger Menschen wählen gehen und die Parteien weiterhin massiv an Vertrauen verlieren, nützen dieser Demokratie auch keine Senioren, die im Stuttgarter Schlosspark sich den Wasserwerfen stellen. Außer vielleicht schöne Bilder für die Medien.

Von daher würde ich es großartig finden, wenn im Wahljahr 2011 endlich wieder mehr Menschen wählen gehen. Vielleicht haben viele ja gemerkt, dass man politische Entscheidungen, Inhalte und Ergebnisse nicht nur durch Sitzblockaden verhindern kann, aber indem man sich am Wahlgang beteiligt und das Kreuz an der entsprechenden Stelle macht. Das stellt sicherlich einige Anforderungen an die Bevölkerung, macht aber ebenso deutlich, dass sich Politik in Deutschland ändern muss, in ihrer Art, wie sie Inhalte angeht und wie Entscheidungen kommuniziert werden. Denn auch wenn dieses Jahr vielleicht mehr Bürger an die Urne gehen und gleich wieder merken, dass “die da oben” doch sowieso nur das machen, was sie wollen, in die eigene Tasche wirtschaften und auf die Bedenken, Gefühle und Meinungen der Bevölkerung einen Pfifferling geben, verkriechen sich die Wähler am Wahltag dann wieder zuhause oder beim Familienausflug.

1. Politik muss ehrlich sein
Ich habe es hier schon zigmal erwähnt: Honesty is the best policy. Ehrlich kommunizieren, zuhören, nicht herablassend Entscheidungen vermitteln und kommunizieren. Und wenn ein Versprechen nicht eingehalten werden kann (zum Beispiel “mehr Netto vom Brutto”), dann sollte Politik dafür gerade stehen und deutlich machen, warum es nicht funktioniert. Und sich nicht einfach verstecken und weiterregieren. Ich glaube, dass das Verständnis in der Bevölkerung für Politik sehr viel höher sein kann, wenn ehrlich kommuniziert wird und Fehler zugegeben werden. Auch im normalen Leben können Versprechungen nicht immer eingehalten werden, passieren Fehler. Und was macht man? Man redet und tauscht sich aus darüber. Wäre nicht verkehrt, wenn Politik dieses Bewusstsein verinnerlicht. Denn ich würde das eher als Stärke statt als Schwäche sehen.

2. Politik muss Prioritäten setzen
Wo ist eigentlich die Agenda dieser Bundesregierung? Was sind die großen Themen und Leitlinien, die in den nächsten Jahren angegangen werden sollen? Ich habe das Gefühl, dass man sich seit sieben Jahren nur noch von Problem zu Problem, von Thema zu Thema und von Missstand zu Misstand hängelt. Das ist übrigens keine Dimension von CDU/CSU und FDP, auch die Opposition bietet ja kaum längerfristige Ziele an. Das letzte Mal, das etwas langfristiger geplant wurde, war die Agenda 2010, deren Entscheidungen uns unter anderem heute den Aufschwung ermöglichen. Natürlich sind nicht alle Inhalte der Agenda ausgereift gewesen, vieles davon, unter anderem der Ausbau der Ganztagsbetreuung, richtig gewesen, viele anderen Dinge sind dank schlechter Umfragewerte zu schnell entworfen worden oder schlecht kommuniziert gewesen. Aber so einen Fahrplan für die nächsten Jahre hätte ich mal gerne wieder…und dabei entscheiden, was ist wichtig, was müssen wir angehen, wo können wir als Land unsere Stärken ausspielen.

3. Politik muss sich auf das Wesentliche konzentrieren
Haben Sie auch alle gelacht, als sie über Weihnachten gehört haben, dass Verkehrsminister Ramsauer Anglizismen abschaffen will? Als wenn das ein dringend zu lösendes Problem wäre? Bitte Populismus unterlassen und sich auf die wirklich wichtigen Themen konzentrieren. Stimmung machen kann die CSU sowieso sehr gut. Aber jetzt bitte nicht denken, dass es Deutschland besser gehen würde, wenn wir die CSU nicht mehr hätten…

Es kann also auch ganz schnell wieder passieren, dass die Bevölkerung ihr Vertrauen in Politik verliert oder gar keines aufbaut. Dann geht man weiter demonstrieren und protestieren. Aber nicht zur Wahl. Oder man wählt Extremisten. Dann würde sich unsere Demokratie auch verändern, leider zum Negativen. Als alle Experten im letzten Jahr so belebende Einflüsse für die Demokratie sahen, haben sie einen wichtigen Faktor für die Stabilität dieser – nämlich die Politik selbst – völlig außer Acht gelassen. Nur von Demonstrationen und Protest gegen Politik kann nämlich keine Demokratie überleben. Bleibt zu hoffen, dass zumindest 2011 sich die politische Beteiligung auch in der Wahlbeteiligung niederschlägt. Die Wissenschaft würde dem eher widersprechen, weil die Partizipation als eine Art Stufenreihe aufgebaut ist. Bekomme ich auf der untersten Stufe – dem Wahlgang – nicht den gewünschten Effekt und die Beteiligung, die ich mir wünsche, klettere ich eine Stufe höher und beteilige mich an Protesten und Demonstrationen. Die Stufe geht weiter bis zum gewaltfreien Verhalten. Proteste und Demonstrationen schön und gut. Ein paar wenige waren 2010 dabei. Viel haben sie was die konkrete Änderung von Politik angeht nicht erreicht. Politik sollte darauf nicht unbedingt stolz sein und die Ernste, Sorgen und Ängste der Bürger Ernst nehmen. Sonst wählt bald keiner mehr.

Thema: Politik National, Wahlen und Umfragen | Kommentare (2) | Autor: medispolis

Premier League 2010/2011 #22, FC Arsenal – Manchester City

Mittwoch, 5. Januar 2011 20:20

[22h43] So, jetzt erstmal ein paar Tage Abstand vom englischen Fußball. Diese Sucht…schönen Abend noch. Gute Nacht aus Düsseldorf.

[22h39] Endstand FC Arsenal – Manchester City 0:0

Arsenal hat fantastisch gespielt. Es fehlte bloß das Tor. So muss man sich mit einem Punkt begnügen. Aber man hat gezeigt, dass man taktisch wie spielerisch zuletzt einen guten Schritt nach vorne gemacht hat. Song im defensiven Mittelfeld überragend, Djourou in der Innenverteidigung exzellent. Nur heute war das Tor vermauert. City über 90 Minuten gesehen eine einzige Enttäuschung. Unschöner Höhepunkt die beiden Platzverweise.

Markus Gaupp mit dem Zitat des Tages zu den Auswechselungen von Mancini: “Manchester City darf eigentlich nicht englischer Meister werden.” City und Arsenal festigen die Plätze 2 und 3, weil Chelsea verloren hat und Tottenham noch hinten liegt beim FC Everton.

[22h34] Vier Minuten Nachspielzeit. More to come sicherlich

Tevez geht, Jerome Boateng kommt. Mancini mauert sich zum Unentschieden.

[22h33] Platzverweise Sagna/Arsenal und Zabaleta/Man City

Zweikampf der beiden. Zabaleta provoziert Sagna. Der deutet zweimal eine Kopfnuss aus. Und beide müssen gehen. Sagna zurecht, für Zabaleta die Entscheidung zu hart.

[22h24] Wechsel FC Arsenal: Niklas Bendtner für Jack Wilshere. Volle Offensive bei den Gunners.

[22h21] Und wenn Roberto Mancini sieht, wie gut sich Adam Johnson bemüht und wie sehr viel besser er sich ins System einfügt als Jo, wird er sich auch in den Hintern beißen. Jo war verschenkt. Arsenal legt noch mal ein wenig zu, aber es fehlt weiterhin das Glück und die letzte Präzision.

[22h16] Liverpool mittlerweile 0:3 hinten in Blackburn, Newcastle führt 5:0 gegen West Ham.

[22h12] Wechsel FC Arsenal: Arshavin für Theo Walcott

Wenger versucht jetzt langsam neue Spieler zu bringen. Vielleicht haben die ja mehr Glück. Walcott in der zweiten Halbzeit ein wenig abgetaucht. Gute 20 Minuten noch. Weiterhin 0:0

[22h10] 70 Prozent Ballbesitz von Arsenal in den letzten fünf Minuten. Das sagt eigentlich alles.

[22h08] Wechsel Manchester City: Adam Johnson für den ganz schwachen Jo

[22h04] Nächste exzellente Gelegenheit für Arsenal. Van Persie mit Distanzhammer aus über 20 Metern. Der hätte in den Knick gepasst. Aber Joe Hart mit Weltklasse-Save, lenkt den Ball noch zur Ecke ab.

[22h03] Man kann Arsenal zu den bisherigen 60 Minuten eigentlich nur gratulieren. Bloß hat man das Toreschießen verpasst. Und ein guter Konter von City und alle Bemühungen waren für die Katz. Es sieht derzeit nicht nach einem Treffer für die Gäste aus, aber das kann ja im Fußball ganz schnell gehen.

[21h58] Und van Persie könnte auch einen Tick weniger eigensinnig agieren.

[21h54] Unverändertes Bild. Arsenal spielbestimmend, aber die Gunners machen weiterhin viel zu wenig aus ihren Torchancen und der Überlegenheit. Schön, aber noch nicht erfolgreich das Spiel der Gastgeber.

[21h49] Beginn 2. Halbzeit

[21h39] Die Blackburn Rovers mit dem 2:0 gegen Liverpool. Die Reds mit ganz schwacher Partie. Es wird eng für Roy Hodgson.

[21h33] Halbzeit FC Arsenal – Manchester City 0:0

Unter normalen Umständen – mit etwas Glück, weniger Verspieltheit und Präzision beim letzten Pass – müsste Arsenal hier 2:0 führen. Tun sie aber nicht und so ist Man City hier noch im Spiel, obwohl man selbst nur zweimal gefährlich vor dem Arsenal-Tor auftauchte und defensiv einige Male an die Wand gespielt wurde. Insgesamt ein tolles, temporeiches Spiel. Es fehlen die Tore – und das dürfte vor allem den Arsenal-Fans schmerzen

Der FC Chelsea liegt übrigens zurück bei den Wolves mit 0:1. Everton-Tottenham 1:1, Newcastle-West Ham 3:0 und gerade ist Blackburn mit 1:0 gegen Liverpool in Führung gegangen.

[21h31] Zwei Minuten Nachspielzeit

[21h30] Wir notieren mal wieder eine Chance für City. Yaya Toure hat auf dem rechten Flügel ganz viel Platz. Flanke in die Mitte, Djourou klärt in letzter Sekunde, aus dem Hintergrund dann der Schuss von Tevez am Tor vorbei,

[21h24] Mal wieder ein Distanzschuss von van Persie, in die Arme von Hart. Arsenal mit Ausnahme der Pfostenschüsse nicht mit klaren Torchancen. Das wird häufig doch zu kompliziert gespielt. Insbesondere Walcott versucht statt der Flanke lieber noch mal einen Gegenspieler auszutanzen. Nichtsdestotrotz trotzdem genug klare Chancen um 1:0 oder gar 2:0 in Führung zu liegen.

[21h19] City eigentlich nur gefährlich bei Kontern. Langer Ball auf Tevez, vier Arsenal-Spieler laufen nur mit. Tevez zielt über das Tor. Fehlte ein Spieler, der mitgelaufen ist. So musste es Tevez alleine machen. Aber da könnte sich eine mögliche Anfälligkeit der Gunners zeigen.

[21h13] Bist du verrückt, nächste Riesenchance für Arsenal. Und wieder Pech. Nasri bedient Fabregas, der Kapitän der Gunners mit dem Schuss an den Innenpfosten. Den Rebound knallt Walcott ans Lattenkreuz. Aber die Fahne war oben, Walcott im Abseits. Führung wäre jetzt verdient.

[21h12] Beste Chance für City nach einem Freistoß. Barry auf den langen Pfosten gezogen, wo Tevez völlig frei steht. Song klärt zur Ecke. Zum ersten Mal Arsenal ein wenig unter Druck.

[21h10] Nächste gute Chance für Arsenal. Nette Freistoßkombination. Van Persie auf Wilshere, direkt weiter zu Walcott. Der sieht gar nicht erst, wieviel Platz er vor sich hat. Verzieht dann knapp am langen Pfosten vorbei. Mal wieder etwas Gefahr vor dem Tor, sonst spielt sich viel im Mittelfeld ab.

[21h07] City spielt nur mit einer Spitze, ist also defensiver eingestellt, als ich erst dachte. Das System krankt noch ein wenig, weil Tevez sich häufig sehr weit zurückfallen lässt und dann vorne gar keine Anspielstation mehr rumläuft.

[21h01] Nach der furiosen Anfangsphase hat sich das Spiel erstmal beruhigt, Spiel gestaltet sich ausgeglichener, Arsenal leicht überlegen. Und Arsenal kassiert weiter kein Tor in der Anfangsviertelstunde.

[20h54] Fantastische Chance für Arsenal, tolle Einzelleistung von van Persie, lässt einen Gegenspieler ins Leere laufen und dann aus 16 Metern der Schuss an den Pfosten. Atemberaubendes Tempo in den ersten Minuten. Wenn beide Teams jetzt noch etwas präziser den letzten Pass spielen, hätten wir auch mehr Torchancen. Arsenal drängt auf die Führung. Nächste Chance nur eine Minute später, Kuddelmuddel im City-Strafraum, Nasri und Fabregas legen auf Wilshere, Joe Hart blitzschnell unten. Toller Reflex.

[20h49] Und Arsenal weiter am Zug, ganz viel Tempo der Gunners. Schuss von Wilshere, allerdings direkt auf Joe Hart. City gelingt kaum beziehungsweise kommt gar nicht in einen geordneten Spielaufbau.

[20h47] Was für Anfangsminuten. Arsenal mit Druck im Spiel nach vorne. Nasri gibt zu Wilshere raus, Flachpass in die Mitte, wo Robin van Persie nur um Zentimeter verpasst. Walcott macht die Kugel nochmal heiß, der Schuss von Fabregas wird dann geblockt. Direkt im Gegenzug der Konter von City, Adam Johnson verzieht knapp. Da hatte auch nicht viel gefehlt.

[20h46] Beginn 1. Halbzeit

Mike Jones ist der Referee. Arsenal von links nach rechts in der ersten Hälfte, in den rot-weißen Trikots. Die Gunners haben Anstoß. Man City in hellblau.

[20h41] Fabianski wird spielen. Erstmal zumindest.

[20h35] Manchester City hat übrigens die meisten Treffer in der Start-viertelstunde geschossen in dieser Saison, Arsenal in den ersten 15 Minuten noch keinen Treffer kassiert. Dürfte ein interessanter Auftakt werden.

[20h33] Breaking News: Laut diversen Tweets von englischen Journalisten soll sich Fabianski beim Aufwärmen an der Schulter verletzt haben. Noch unklar, ob Wojciech Szczesny für ihn spielen muss.

[20h32] Die Aufstellungen im Emirates Stadium

FC Arsenal: Fabianski – Sagna, Djourou, Koscielny, Clichy – Song, Wilshere – Fabregas, Nasri, Walcott – van Persie

Manchester City: Hart – Richards, Kompany, Toure, Zabaleta – De Jong, Barry, Yaya Toure – Milner, Jo – Tevez,

Rotation ist ein Fremdwort heute Abend für Wenger. Er schickt dieselbe Elf ins Rennen wie beim Sieg an Neujahr in Birmingham. Van Persie wieder einzige Spitze, Arshavin muss wieder auf die Bank. Chamakh und Bendtner auf der Bank. City wieder im 4-3-3/4-3-2-1 allerdings mit viel defensiver Absicherung. Zwei prominente Ausfälle bei den Gästen. David Silva und Balotelli fehlen verletzt. Jo bekommt seine Chance im Sturm an der Seite von Tevez und Milner, der wohl eher im offensiven Mittelfeld agieren wird. Adam Johnson ist der Leidtragende der Jo-Einwechselung und muss vorerst die Bank drücken. Ansonsten auf beiden Seiten wenig Überraschungen.

[20h25] Sieben Spiele am heutigen Abend, ich konzentriere mich aber ganz auf das Topspiel zwischen Arsenal und Manchester City, der Zweite zu Gast beim Dritten. Wenn es das Spiel erlaubt, blicke ich hin und wieder auf die Zwischenstände der anderen Partien. Ist ja schon ein Test für beide Teams heute Abend. Arsenal kann zeigen, dass der Heimsieg gegen Chelsea keine Eintagsfliege war und sie im direkten Duell mit den Titelkandidaten gut bestehen können. Und City kann endlich und final eine Erklärung abgeben, dass sie ein ernsthafter Konkurrent für die Meisterschaft sind. Und das geht am besten durch Auswärtssiege bei den Big Four. Die Citizens haben seit 35 Jahren in Nordlondon nicht gewinnen können. Das Spiel in der Hinserie gewann Arsenal souverän mit 3:0. Ein Sieg heute und man würde City in der Tabelle überholen.

[20h20] Guten Abend zusammen

Thema: Live-Blog, Premier League | Kommentare (2) | Autor: medispolis

Premier League 2010/2011 #22 – Die Konferenz am Dienstag, u.a. Man Utd-Stoke City

Dienstag, 4. Januar 2011 20:13

[22h52] Peep…peep…peep. Die Spiele des Abends beendet. Zwei Heimsiege und Birmingham schafft endlich wieder einen Auswärtssieg. Die Konkurrenz von United muss sich langsam Sorgen machen. Die Red Devils spielen nicht gut, aber sie gewinnen. Fulham freut sich über drei Punkte. Birmingham und Fulham verlassen durch die Siege die Abstiegsplätze und setzten Wigan und West Ham unter Druck. Ich hoffe, ich finde die Zeit morgen Abend Arsenal gegen Man City live mitzutickern. Sage nochmal Bescheid, ob es klappt.

Endergebnisse:
Manchester United – Stoke City 2:1
Blackpool – Birmingham City 1:2
Fulham – West Bromwich Albion 3:0

[22h47] Drei Minuten Nachspielzeit in Manchester und Blackpool

[22h46] Blackpool – Birmingham 1:2, Scott Dann, 89. Minute

Dramatik an der Blommfield Road. Die Gäste mit dem späten Tor. Der Innenverteidiger macht es. Blackpool klärt den Ball nicht weit genug, der Ball kommt zu Dann und der behält die Ruhe. Birmingham verlässt die Abstiegsplätze.

[22h38] Manchester United verwaltet sich derweil zum Heimsieg und der Festigung der Tabellenführung.

[22h35] Ist das jetzt ein tolles Spiel zwischen Blackpool und Birmingham. Jetzt haben auch die Seasiders ihren Aluminiumtreffer. Schöne Einzelleistung vom Kapitän Charlie Adam. Strammer Linksschuss an den Pfosten. Fehlte nicht viel.

[22h32] Und nochmal Pech für Birmingham, als Hleb nach einem Foul im Strafraum ein klarer Elfmeter verwehrt bleibt. Viertelstunde noch an der Bloomfield Road. Begeisterndes Spiel, weil Blackpool auf den Sieg spielt. Schöne Kombination über drei Stationen, der Ball wird zu Varney durchgesteckt, toller Reflex von Foster, der mit der linken Hand gerade noch so an den Ball kommt.

[22h26] FC Fulham-West Bromwich Albion 3:0, Brede Hangeland, 65. Minute

Same procedure as last goal. Ecke für Fulham durch Simon Davies, diesmal ist es Hangeland in der Mitte. Scott Carson bleibt auf der Linie. Selbstbewusste Torhüter fangen den Ball da ab. Fulham ist durch. Nach 65 Minuten in einem Heimspiel. Gab es zuletzt nicht so häufig.

[22h25] Blackpool – Birmingham City 1:1, DJ Campbell, 68. Minute

Ist das bitter für Birmingham. Zwei Pfostentreffer innerhalb von zwei Minuten und dann fängt man sich im Gegenzug den Ausgleichtreffer, weil man zum ersten Mal defensiv schläft. Gary Taylor-Fletcher nach einer Flanke mit der Kopfballrückagbe auf den völlig freistehenden DJ Campbell. Schöne Aktion der beiden Stürmer.

[22h24] Ach, vielleicht ist das jetzt aber auch Pech. Larson mit tollem Freistoß aus 25 Metern. Und man hört nur das Klatschen an den Pfosten.

[22h22] Keane hätte den vielleicht gemacht. Traumpass von Larson auf Jerome – und am Ende ist Kingson schon geschlagen, aber der Pfosten im Weg.

[22h21] Sky Sports News hatte heute Abend gemeldet, dass sich Birmingham City um Robbie Keane bemüht. Wenn man sich die offensive Leistung heute Abend anschaut, ist das auch bitter nötig. Immerhin lässt man defensiv wenig zu.

[22h18] Manchester United – Stoke City 2:1, Nani, 62. Minute

Geiles Tor von Nani. Bekommt ein Zuspiel von Hernandez an der Strafraumecke, hat einen Gegenspieler gegen sich, legt sich den Ball auf den linken Fuß und schießt ins lange Eck ein. Fast nicht zu verteidigen. Und United wieder ein Stück näher am Heimsieg. Individuelle Klasse, wie es so schön heißt.

[22h16] FC Fulham – West Bromwich Albion 2:0, Clint Dampsey, 56. Minute

Jetzt ist was passiert. Fulham baut die Führung aus. Ecke von links, wuchtiger Kopfball Dampsey. Diesmal Carson ohne Chance. Die Cottagers auf dem Weg zu einem Heimsieg und in der Blitztabelle derzeit auf Platz 14, haben West Brom überholt. Noch ein Tor und man würde sich auch noch den FC Everton schnappen.

[22h13] In Fulham läuft die Partie schon wieder einige Minuten, viel ist noch nicht passiert. Und Blackpool läuft weiter mit Leidenschaft und Herz, aber ohne großes Konzept und mit wenig Struktur gegen das Abwehrbollwerk Birmingham. Ausnahmen bestätigen die Regel, als Charlie Adam eben den Ausgleich auf dem Fuß hatte, aber in Ben Foster seinen Meister fand.

[22h06] Manchester United – Stoke City 1:1, Dean Whitehead, 50. Minute

Aus dem Nichts der Ausgleich für die Potters. Das war eigentlich der erste brauchbare Angriff überhaupt. Tuncay über links, lässt Smalling (erste schlechtere Aktion vom Verteidiger, der sonst einen hervorragenden Eindruck macht) aussteigen, Flanke in die Mitte, wo Whitehead völlig alleine gelassen wurde. Schöner Kopfball, keine Chance für Kuszczak. Erster Treffer für Stoke im Old Trafford seit über 30 Jahren.

[22h04] Stoke City gefährlich vor dem Tor von Manchester United, die Potters machen aber wieder viel zu wenig draus. Man Utd mal kurz gefordert, mehr war das nicht.

[22h02] Beginn 2. Halbzeit

[21h51] Halbzeit in den drei Stadien. Überall jetzt Tore, dankeschön, Scott Carson am Abend der kleinen Geschenke der Defensivreihen.

Manchester United – Stoke City 1:0
Vediente Halbzeitführung, könnte vielleicht sogar noch ein Tor höher ausfallen. Stoke nach vorne harmlos.

FC Blackpool – Birmingham City 0:1
Auch das geht in Ordung, weil die Seasiders sich gegen die kompakt stehenden Blues schwer tun und Birmingham das 1:0 geschenkt haben durch einen fürchterlichen Pass von Stephen Crainey

FC Fulham – West Bromwich Albion 1:0
Kurz vor der Halbzeit ein wenig überraschend und glücklich das 1:0 für die Cottagers. Fulham mit starker Anfangsphase, danach verstanden es die Baggies immer besser das Spiel vor eigenem Tor fernzuhalten und hatten selbst zwei exzellente Möglichkeiten, die David Scottdale aber super parierte. Im Gegensatz zu Scott Carson. Fulham hat mit acht Gegentreffern übrigens die wenigsten Gegentore aller Premier League Teams in der zweiten Halbzeit kassiert. Weiter Weg wird es für West Brom.

[21h46] Fulham – West Bromwich Albion 1:0, Simon Davies, 45. Minute +1

Meine Güte, kurz vor der Halbzeit ein Geschenk der Baggies für die Gastgeber. Erst verliert Mulumbu im Spielaufbau den Ball, Fulham schaltet blitzschnell um, und völlig ohne Grund und aus purer Verzweiflung zieht Davies aus 25 Metern ab. Scott Carson dann mit dem nächsten Baggies-Fehler. Der Ball flattert, aber Carson faustet daneben und lenkt den Ball ins lange Eck. Fulham freut es. Und Carson war mal englischer Nationaltorhüter. Das Kroatien-Trauma aus der EM-Quali, falls sich jemand erinnert.

[21h44] Birmingham City mit der riesengroßen Chancen kurz vor dem Halbzeitpfif die Führung auszubauen. Konter der Blues, Überzahl drei gegen zwei für die Gäste. Hätte Jerome den Ball nicht erst verstolpert, wäre die Chance vielleicht sogar noch größer gewesen. So scheitert er mit seinem Schuss unter Bedrängnis eines Gegenspielers am glänzend reagierenden Kingson.

[21h40] Fünf Minuten noch bis zur Pause. Stoke mit dem 0:1 ganz gut bedient. Und eigentlich praktisch chancenlos.

[21h37] Fulham mal wieder mit einer guten Chance. West Brom bekommt den Ball nach einer Flanke nicht weg, Kugel kommt pfannenfertig direkt auf den Fuß von Simon Davies, Dropkick, aber am langen Pfosten vorbei. Beide Teams nicht gerade prädestiniert heute Abend für das Toreschießen.

[21h32] Marek Cech im Zweikampf mit Pantsil an der Eckfahne. Beide gehen zum Ball, Pantsil übersteht den harten Zweikampf unbeschadet, Cech wird “unglücklich” von Pantsil getroffen und bleibt verletzt liegen. Und das sieht ziemlich schlimm aus, konnte jetzt noch keine Zeitlupe sehen. Aber das sieht nicht so toll aus. Spielerisch nicht ganz so toll die Partie, da hatten die schwungvollen Anfangsminuten eigentlich mehr versprochen.

Nicky Shorey kommt für den Linksverteidiger. Sieht bei Cech nach einer schlimmeren Fuß- oder Knöchelverletzung aus.

[21h26] Manchester United – Stoke City 1:0, Xavier Hernandez, 27. Minute

Schön herausgespielt von United. Flanke Nani von der rechten Seite, in der Mitte zieht Berbatov zwei Gegenspieler auf sich, Hernandez kommt am kurzen Pfosten an den Ball, will mit der Hacke den Ball über die Linie drücken. Versucht das zumindest. Ist dann halb Hacke, halb Fuß. Aber egal, Ball geht in Tor. Die Red Devils mit der verdienten Führung.

[21h23] Blackpool – Birmingham 0:1, Alexander Hleb, 24. Minute

Ich hatte geschrieben, dass die Abwehr von Blackpool noch nicht sattelfest wirkt. Beweis gefällig? Dann schauen Sie doch mal auf die Entstehung des 0:1. Stephen Crainey will den Ball zurück spielen, findet aber direkt die Füße von Hleb, der direkt aufs Tor marschiert und den Ball an Kingson vorbeischiebt. Fürchterlicher Abspielfehler von Stephen Crainey, meine Güte.

[21h22] Im Old Trafford hatte Berbatov die Führung auf dem Fuß. Der Bulgare kann einen abgefälschten Schuss von Giggs direkt mitnehmen, schiebt den Ball dann aber knapp am Tor vorbei. Glück für Stoke, die da auf Abseits spielen wollten. Dürfte man in diesem Fall als für gescheitert erklären.

[21h19] Beste Chance des Spiels derweil für West Brom. Langer Ball auf Jerome Thomas, der ist frei durch, will den Ball aber flach an Stockdale vorbeischieben. Der spekuliert goldrichtig und ist rechtzeitig unten um den Ball abzuwehren. Da hätten die Baggies den Spielverlauf auf den Kopf stellen können.

[21h16] Hleb mit einem Torschuss knapp über das Gehäuse. Birmingham etwas besser im Spiel, auch weil Blackpool in der Defensive noch sicht ganz sattelfest wirkt. Aber der Gegner heißt nur City heute Abend, Birmingham macht viel zu wenig aus seinen Spielanteilen in der Blackpool-Hälfte und ist harmlos nach den Ecken. Da ist noch viel mehr drin. Blackpool läuft sich bei seinen Angriffen immer wieder in den Gegnern fest.

[21h13] Schöne Kombination von den Red Devils. Giggs chippt den Ball zu Berbatov, der direkt zurückliegt auf Gibson, dessen Schuss leicht abgefälscht aber deutlich über das Tor geht. Die anschließende Ecke kann Stoke dann problemlos klären.

[21h12] Man Utd weiter das spielbestimmende Team, aber Stoke City hat sich so langsam in die Partie gefuchst und versucht selbst offensiv aktiv zu werden. Also man traut sich mal über die Mittellinie, was das Erspielen von Chancen angeht, ist das aber noch sehr ausbaufähig.

[21h09] Nun mal schnell und direkt von West Brom nach vorne gespielt. Odemwingie weicht auf den rechten Flügel aus, zieht in die Mitte. Findet aber nicht wirklich einen Anspielpartner und knallt deswegen den Ball einfach mal in die Mitte. David Stockdale blitzschnell unten und wehrt den Ball aus der Gefahrenzone ab.

[21h06] Auch in Fulham die Gastgeber mit dem besseren Start. Langer Ball auf Kamara, der dreht sich um seinen Gegenspieler, doch Scott Carson ist auf dem Posten, kann den Schuss zwar zunächst nur abprallen lassen, schmeißt sich dann aber schnell genug auf die Kugel.

[21h04] Gut, ich gebe die Suche nach einem brauchbaren Stream für das Blackpool-Spiel auf. Was ich so gesehen habe in den ersten Minuten. Gute Chance für Birmingham City, Flanke Jerome, in der Mitte verpasst Derbyshire ganz knapp. Ansonsten Blackpool das spielbestimmende Team, spielen schnell und gut nach vorne, kamen aber zu keinen Torchancen.

[21h01] Begovic muss zum ersten Mal nach 30 Sekunden eingreifen, als Hernandez von Rafael steil geschickt wird, Flanke des Mexikaners aber zu nah ans Tor direkt in die Arme des Torwarts. Schwungvoller Beginn der Gastgeber.

[21h00] Beginn 1. Halbzeit

[20h50] Die Aufstellungen im Old Trafford. Stoke hat zuletzt 1984 bei Man Utd gewinnen können. Die Potters derzeit mit gutem Lauf auswärts, sieben Punkte aus den letzten drei Spielen. United hat die letzten sechs Heimspiele allesamt gewonnen.

Manchester United: Kuszczak – Rafael Da Silva, Vidic, Smalling, Evra – Nani, Gibson, Fletcher, Giggs – Berbatov, Hernandez

Stoke City: Begovic – Wilkinson, Huth, Shawcross, Collins – Tuncay, Wilson – Whitehead, Delap, Etherington – Jones

Sir Alex ist mutig und schont nach den anstrengenden letzten Tagen zahlreiche Spieler. Ferdinand, Neville, Carrick, van der Sar und Rooney sind nicht mit dabei, dafür spielen Rafael, Smalling, Gibson und Hernandez. Nani ist wieder fit, deswegen muss Obertan wieder Platz auf der Bank nehmen. Bei Stoke Robert Huth nach seiner Gelbsperre wieder mit von der Partie, Tuncay bekommt den Vorzug vor Ricardo Fuller. Stoke daher wohl nur mit einer echten Spitzen, ganz vorne soll Kenwyne Jones für Tore sorgen.

[20h41] Die Aufstellungen an der Bloomfield Road. Zum ersten Mal seit dem 20. November spielen die Seasiders vor eigenem Publikum. In der Zwischenzeit hatte man sich auswärts ganz gut geschlagen. Aber auch zuhause lief es vor der Zwangspause sehr gut, man holte sieben Punkte aus drei Spielen. Birmingham City noch ohne Auswärtssieg in dieser Saison, aber heute mit Alexander Hleb von Beginn an.

FC Blackpool: Kingson – Eardley, Cathcart, Evatt, Crainey – Vaughan, Adam, Phillips, Varney – Taylor-Fletcher, DJ Campbell

Birmingham City: Foster – Carr, Johnson, Dann, Ridgewell – Hleb, Gardner, Ferguson, Fahey – Jerome, Derbyshire

[20h35] Die Aufstellungen im Cravan Cottage. Fulham wartet seit fünf Spielen auf einen Heimsieg, West Brom hat drei der letzten vier Partien in der Fremde verloren. Bei Fulham heute Abend David Stockdale im Tor, weil Marc Schwarzer in Asien weilt. Bei West Brom ist mit Jara zumindest ein etatmäßiger Innenverteidiger wieder an Bord.

FC Fulham: Stockdale – Pantsil, Hangeland, Hughes, Baird – Davies, Murphy, Etuhu, Duff – Dempsey, Kamara

West Bromwich Albion: Carson – Hurst, Zuiverloon, Jara, Cech – Dorrans, Mulumbu – Brunt, Morrison, Thomas – Odemwingie

[20h30] Bei Birmingham City wird heute Abend Lee Bowyer fehlen. Letzte Woche noch umjubelter Schütze des Ausgleichstreffers gegen Man Utd, leistete er sich am Samstag gegen Arsenal eine Dummheit, als er auf dem am Boden liegenden Sagna nachtrat. Abseits des Blickes des Schiedsrichters haben ihn aber die TV-Kameras überführt. Bowyer wurde daraufhin für drei Spiele gesperrt. Der Daily Telegraph hat die Verfehlungen von Bowyer mal aufgelistet. Er ist übrigens der derzeitige Premier League Spieler mit den meisten gelben Karten.

“March 1995: Fails a drug test while a teenager at Charlton Athletic. Bowyer is banned by the club for eight weeks and dropped from the England U18 squad. “It was horrible but I’d made a mistake and I had to pay for it, didn’t I,” he said at the time.”
Nick Pearce: Lee Bowyer ‘stamp’ incident latest in long line of misdemeanours for Birmingham City midfielder

[20h22] Erste Informationen zur Aufstellung von Man Utd: Rio Ferdinand, Rooney, Edwin van der Sar und Gary Neville werden geschont. Dafür kehrt Nani ins Team zurück. In den Innenverteidigung spielt Chris Smalling.

[20h18] Wieder viel los gewesen heute in der Premier League. Nein, Ronaldinho und Beckham haben immer noch nicht unterschrieben. Dafür Dzeko, der nun doch für 35 Millionen Euro zu Manchester City geht, morgen gegen Arsenal aber noch nicht spielen wird. Und Manchester City stand heute noch einmal im Blickpunkt. Beim Training sind ausgerechnet die beiden ehemaligen Arsenal-Spieler Kolo Toure und Adebayor im Training aneinandergeraten und mussten von Mitspielern auseinandergehalten werden, damit sie sich nicht die Köpfe einschlugen. Blöderweise aus Sicht von Man City hat ein Besucher des Trainings die Streiterei fotografiert und die Bilder dann gleich mal an die englischen Boulevardzeitungen verkauft. Sportlich läuft es prima bei den Citizens, aber auf solche Nebenkriegsschauplätze kann Roberto Mancini sicherlich gut verzichten.

Konzentrieren wir uns jetzt auf Fußball. Drei Spiele heute Abend. Man Utd will gegen Stoke City die Tabellenführung festigen und im Tabellenkeller will der FC Fulham bei West Brom und Birmingham City in Blackpool wichtige Punkte gegen den Abstieg einfahren.

[20h13] Guten Abend zusammen.

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Premier League 2010/2011 Preview #22 – Warten auf Ronaldinho und Beckham

Montag, 3. Januar 2011 19:41

Nein, bis jetzt haben Ronaldinho oder David Beckham noch bei keinem Verein in der Premier League unterschrieben.

Na, noch jemand Lust auf Premier League und englischen Fußball? Ich muss ganz ehrlich sagen, dass ein paar Tage Pause ganz gut tun. Immerhin bis Samstag, denn dann ist ja schon wieder FA-Cup-Wochenende. Aber vorher hat der Spielplancomputer den vierten Spieltag innerhalb der letzten zehn Tage gesetzt. Im Schnelldurchlauf ein kurzer Überblick, ich versuche, soweit ich es zeitlich unterkriege, Live-Blogs anzubieten. Sky überträgt wieder alle Spiele in der Konferenz, zudem gibt es als Einzelspiel Man Utd-Stoke City (morgen 20h55) und morgen Abend das Topspiel des 22. Spieltages, Arsenal gegen Manchester City (Mittwoch 20h40, nicht in HD).

Nur drei Spiele finden am Dienstag statt, im Fokus der Auftritt des Tabellenführers Manchester United gegen Stoke City. Auswärts haben die Red Devils derzeit mehr Glück als Verstand, aber immerhin können sie sich auf ihre Form und die Ergebnisse im Old Trafford verlassen. United gewann elf der letzten 12 Heimspiele, Stoke hat seit Anfang November (0:2 in Sunderland) auswärts nicht mehr verloren. Unklar ist noch der Einsatz von Wayne Rooney, der sich an Neujahr ein mehr oder weniger schlimme Verletzung am Knöchel zuzog. Mehr schlimm als dass er erstmal Minuten am Boden liegen blieb um dann weniger schlimm anschließend nach kurzer Pause an der Seitenlinie wieder in die Partie zurückzukehren. Der FC Blackpool darf erstmals seit dem 20. November endlich mal wieder ein Heimspiel an der Bloomfield Road austragen, Birmingham City ist zu Gast, das nach der Niederlage gegen Arsenal nun auf einem Abstiegsplatz steht. Das Team von Alex McLeish muss, nachdem man sehen konnte, dass vor eigenem Publikum die Grenzen doch recht schnell erreicht werden können, nun endlich auch in der Fremde punkten. Birmingham City ist das einzige Team, das in dieser Saison auswärts noch nicht gewonnen hat. Im dritten Spiel am Dienstagabend wollen der FC Fulham und West Bromwich Albion endlich mal wieder gewinnen. Die Baggies haben die letzten vier Spiele verloren, Fulham konnte immerhin mit dem Auswärtssieg in Stoke ein kurzes Lebenszeichen von sich geben, wartet aber seit Ende Oktober auf drei Punkte im Cravan Cottage. Bei Fulham wird Stammtorhüter Marc Schwarzer fehlen, der mit Australien bei der Asien-Meisterschaften aktiv ist.

Alle Augen sind am Mittwochabend auf das Emirates Stadium gerichtet, wenn es zum Spitzenspiel zwischen dem FC Arsenal und Manchester City kommt, der Zweite zum Gast beim Tabellendritten. Mit einem Sieg würden die Gunners an den Citizens vorbeiziehen. Es trifft die Mannschaft der Stunde – Manchester City gewann die letzten drei Spiele – auf die derzeit drittbeste Mannschaft – Arsenal holte sieben Punkte aus den letzten drei Begegnungen. Arsenal hat gezeigt, dass man die großen Teams der Liga vor eigenem Publikum schlagen kann. Eine ähnliche Leistung wie gegen den FC Chelsea wird notwendig sein, wenn nicht sogar noch eine Leistungssteigerung, hat City doch derzeit einen exzellenten Lauf. Trainer unter Druck (Episode I), wenn die Wolverhampton Wanderers den FC Chelsea empfangen. Die Wolves konnten den Schwung des Auswärtssieges bei Liverpool nicht wirklich lange aufrecht erhalten und verloren im Kellerduell bei West Ham und sind damit wieder Tabellenletzter. Das darf eigentlich kein weiterer Stolperstein für die Blues aus London sein, wenngleich das 3:3 gegen Villa unerklärliche Defensivschwächen aufgezeigt hat. Trainer Ancelotti spricht noch optimistisch von der Meisterschaft und scheint vorerst noch die Unterstützung des Vereins, der Fans und Spieler genießen. Sollte es aber mit drei Punkten bei Wolverhampton nicht klappen, hätte die Formschwäche der Blues eine neue Dimension erhalten. Trainer unter Druck (Episode II), wenn die Blackburn Rovers den FC Liverpool zu Gast haben. Roy Hodgson scheint, nimmt man die Medienberichte vom Wochenende als Gradmesser, immer mehr Dead Man Walking zu sein. Scheinbar warten die Besitzer nun auf einen Zeitpunkt, der den Rausschmiss wenigstens noch einigermaßen akzeptabel aussehen lässt. Zum Beispiel nach einer Niederlage bei den Rovers. Blackburn hat im Dezember nur ein Spiel gewinnen können, wartet also auch nicht mit breiter Brust auf. Und vielleicht verunsichert das ganze Theater um eine Verpflichtung von Beckham und/oder Ronaldinho nur noch zusätzlich. Das dürfte Liverpool sowiesp alles egal sein. Die Reds müssen auswärts einfach besser spielen. Punkt. Komma. Aus. Der letzte Auswärtssieg der Reds datiert vom 31. Oktober bei den Bolton Wanderers.

Drei Londoner Klubs stehen derzeit auf den Rängen drei bis fünf, im Sandwich von Arsenal und Chelsea versuchen die Tottenham Hotspur sich näher an die Tabellenspitze zu spielen. Nötig dafür wäre ein Sieg beim FC Everton. West Ham steht erstmals in dieser Saison nicht auf einem Abstiegsplatz. Die Erfolge der letzten Wochen machen sich nun also auch im Tabellenbild bemerkbar. Nun reisen die Hammers zu Newcastle United, die durch ein müheloses 1:0 in Wigan wieder in die Erfolgsspur zurückgefunden haben. West Ham auf der Suche nach dem zweiten Auswärtssieg der Saison. Das versucht ebenso der FC Sunderland, die bei Aston Villa antreten müssen. Die Black Cats sind defenitiv eine ganz positive Erscheinung in dieser Saison, feiern die Erfolge aber meist vor eigenem Publikum. Wenn nicht jetzt, wann dann kann Aston Villa mal wieder einen Sieg einfahren. Denn Villa noch etwas über Wasser respektive des Abstiegsplätzen hält, dann ist es die vorhandene Heimstärke. Welche Serie weitergeht, hat sicherlich Einfluss auf Gérard Houllier. Der Franzose mag sicherlich nicht so auf der Abschussliste wie Hodgson stehen, doch werden die Probleme für Villa bei weiteren Niederlagen nicht kleiner. Und man hat derzeit nicht den Eindruck, dass Houllier auch in der Kommunikation nach außen die Bereitschaft und Leidenschaft zeigt alles dafür zu tun, dass Villa die Klasse hält. Im direkten Duell um den sechsten Platz hoffen definitiv die Bolton Wanderers auf eine Niederlage von Sunderland. Um dann den möglichen Platz für die Europa League wieder einzunehmen, ist aber ein Sieg gegen Wigan Athletic nötig.

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Premier League 2010/2011 #21 – Zum Sterben zu viel, zum Leben zu wenig

Sonntag, 2. Januar 2011 18:45

FC Chelsea – Aston Villa 3:3 (1:1)
Der Sonntag in der Premier League eröffnete mit einem spektakulären Spiel. Nach einer dramatischen Schlussphase und drei Toren in den letzten zehn Minuten trennten sich die Blues und der Gast aus Birmingham mit 3:3. Nach dem 1:1-Halbzeitstand ging Villa gleich nach der Pause durch den ins Team zurückgekehrten Emil Heskey mit 2:1 in Führung. Chelsea wirkte danach geschockt und erst als Aston Villa ein wenig die Kräfte schwanden und sich die Mannschaft von Houllier immer weiter zurückzog, drehte Chelsea noch einmal auf und machte durch Drogba und Terry binnen fünf Minuten aus dem 1:2 ein 3:2. Die Spieler fielen nach dem Treffer des Chelsea-Kapitän Carlo Ancelotti an der Seitenlinie um den Hals und hatten das Spiel danach wohl schon als gewonnen eingestuft. Anders war das fürchterliche Abwehrverhalten beim 3:3 durch Ciaran Clarke in der zweiten Minute der Nachspielzeit nicht zu erklären. Für beide Teams bringt das Ergebnis keinen wirklichen Fortschritt in der Tabelle, wenngleich Villa mit dem Punktgewinn sicherlich zufriedener sein dürfte. Villa bleibt Tabellenfüftzehnter, Chelsea musste Tottenham in der Tabelle passieren lassen und rangiert auf dem fünften Platz.
Die Blues treten auf der Stelle. Nur ein Sieg aus den letzten acht Spielen ist schlicht zu wenig um als ernsthafter Titelkandidat zu gelten. Sollte Manchester United sein Nachholspiel noch gewinnen, wären es neun Punkte Vorsprung auf den FC Chelsea. Bei solchen Abständen hatte man Arsenal in den letzten Spielzeiten stets zur Grabe getragen. Chelsea konnte insgesamt nur wenig Schwung aus dem Sieg gegen Bolton mit in die Partie nehmen. Es fehlt die Dominanz alter Tage. Es bleibt dabei, dass Chelsea bei einem normalen Spielaufbau derzeit zu ausrechenbar ist. Es brauchte schon Geniestreiche von Lampard oder Malouda um die Abwehr von Villa vor große Probleme zu stellen. Heute hatte man auch ein wenig Pech dank eines sehr gut aufgelegten Brad Friedel im Villa-Tor. Aber wenn man dann schon vorne nicht alles trifft, war es zumindest in den letzten Spielzeiten Markenzeichen von Chelsea, dass die Defensive felsenfest von sich überzeugt war und stabil stand und man eine knappe Führung über die Zeit schaukelte. Da ist man Lichtjahre von entfernt. Die Berufung des 19-jährigen niederländischen Innenverteidigers Jeffrey Bruma in die Startelf konnte zunächst als möglicher Überraschungscoup von Ancelotti gelten, Bruma hatte gegen Heskey aber häufig das Nachsehen. Es passt derzeit vieles bei Chelsea nicht zusammen, entsprechend enttäuscht blickte Ancelotti auf den Nachmittag an der Stamford Bridge: ” Ich bin offensichtlich enttäuscht, weil ich denke, dass wir sehr viel Energie in die zweite Halbzeit gesteckt haben um nach dem Rückstand zuzrückzukommen und das Spiel zu gewinnen. Wir hatten eine fantastische Reaktion und spielten mit viel Leidenschaft und Druck in den letzten Minuten nach vorne. Als wir dachten, dass wir das Spiel gewonnen hatten, haben wir in der letzten Situation zwei Punkte verloren. Deswegen bin ich enttäuscht, weil wir gewinnen musste und es auch verdient gehabt hätten. Es ist einzig und allein unsere Schuld weil wir nicht fähig waren uns bis zum Ende zu konzentrieren.” Bleibt also weiter spannend, wie es mit Chelsea und Ancelotti weitergeht. Ich glaube nicht an einen schnellen Rücktritt oder Rausschmiss ebenso wenig wie bei Aston Vlla und Gérard Houllier. Noch rettet man sich von Spiel zu Spiel, weil man immer wieder ein Erfolgserlebnis einsträuen kann. Scheinbar braucht es schon eine längere Negativserie um die beiden Trainer noch stärker unter Druck zu setzen.

Newcastle United und die Twitter-Richtlinien
Mittlerweile sind auch zahlreiche Spieler bei Twitter, ob nun Rio Ferdinand von Man Utd, Kevin Davies von den Bolton Wanderers oder Jack Wilshere vom FC Arsenal (um mal ein paar bekannte Namen zu kennen. Ich kenne leider keine aktuelle Liste, die alle Spieler aufführt. Wenn ich irgendwann mal ganz viel Zeit habe, nehme ich mir das vielleicht mal vor). Jedenfalls stellt die Expansion von Twitter unter den Spielern der Premier League für die Vereine eine kleine Herausforderung dar, verbunden mit der Frage, was die Spieler über Vereinsinterna und mögliche Einsätze twittern dürfen. Newcastle United ist nun der nächste Verein, der Regeln für die Spieler im Umgang mit Twitter aufstellt. Hintergrund ist ein Tweet von Mittelfeldspieler José Enrique (@josenufc3) am Dienstagvormittag, wo er mitteilte, dass er wegen Verletzung nicht spielen werde. Das brachte den neuen Newcastle-Trainer Alan Pardew sowas von auf die Palme, das er mit seinem Trainerteam eine Präsentation für die Spieler ausarbeiten ließ, wie mit Informationen im digitalen Zeitalter umzugehen ist. Ergebnis: Aktuelle Fitnesszustände, Aufstellungen und sonstige Vereininterna haben bei Twitter nichts zu suchen. Mehr beim Guardian.

Wie lange steht Roy Hodgson noch an der Seitenlinie für Liverpool?
Trotz des knappen Sieges gestern gegen die Bolton Wanderers scheinen die Tage für Hodgson an der Anfield Road gezählt zu sein. Der Daily Telegraph berichtet heute Vormittag exklusiv, dass die Besitzer des FC Liverpool bereit wären Hodgson zu entlassen und zunächst auf eine langfristige Lösung für den Trainerposten zu verzichten. Man könne sich eine Übergangslösung bis zum Sommer vorstellen. Ein Name, der immer wieder gehandelt wird und der sicherlich auch die Fans versöhnen würde, ist Kenny Dalglish, der von 1985 bis 1991 die Reds trainierte, dabei drei Meisterschaften holte und seit zwei Jahren die Jugendakademie des FC Liverpool betreut. Hodgson scheint noch die Unterstützung der Spieler zu haben, Fakt ist aber auch, dass Liverpool derzeit nicht die Erwartungen erfüllt. Ich hatte schon in einem Kommentar bei allesaussersport kurz zur Lage in Stellung bezogen und den Aderlaß zahlreicher Stammspieler der letzten Jahr und die fehlende Tiefe des Kaders als Hauptursachen identifiziert. Fraglich, ob das jetzt ein anderer Trainer besser machen würde. Unklar auch, ob Liverpool im Januar auf dem Transfermarkt groß zuschlagen wird. Die Reds werden ja immer wieder in Verbindung mit Ashley Young von Aston Villa (mögliche Ablöse bei rund 15 Millionen Pfund) in Verbindung gebracht.

Wenn Harry Redknapp einen Lauf hat…will er David Beckham
Die Verpflichtung von David Beckham durch die Tottenham Hotspur scheint von Seiten der Spurs nur noch Formsache. Redknapp will Beckham, man habe, so Redknapp gestern, ein ordentliches Angebot vorgelegt, Beckham selbst soll bekundet haben, dass er gerne für die Spurs spielen würde. Nun muss nur noch LA Galaxy zustimmen. Alles, was Harry Redknapp seit Anfang August angefasst hat, wurde zu Gold. Die Verpflichtung von Rafael van der Vaart, Einzug ins Achtelfinale der Champions League und Platz vier in der Premier League zum Jahreswechsel. Ihm gelingt alles. Und wenn man einen solchen Lauf hat, scheint man ein wenig blind zu werden um zu denken, dass Beckham die Spurs personell wirklich verbessern und weiterbringen würde. Aber über Redknapp wird gesprochen. Und wenn dieser Tage sein Name fällt, muss man ja auch zwangsläufig über die Erfolge der Spurs sprechen. Cleverer Mann.

Thema: Premier League | Kommentare (0) | Autor: medispolis