Übersättigt von Fußball

Gestern Abend hat der FC Barcelona also ziemlich souverän die Champions League gewonnen. Ich habe das Spiel gestern Abend in der Düsseldorfer Altstadt geschaut. Es hat mich nicht vom Hocker gehauen. Natürlich war das eine brilliante Leistung von Barca, aber im Prinzip sehen wir das doch jede Woche. Wenn muss man von Man Utd enttäuscht sein. Als das Spiel dann endlich entschieden war, habe ich zum ersten Mal gemerkt, dass ich momentan einfach keine Lust mehr auf Fußballschauen habe.

Seit August letzten Jahres war es eine lange Saison. Premier League, Bundesliga, Champions League, Europa League, manchmal lief an zehn Tagen am Stück Fußball im TV. Alles konnte ich sowieso nicht mitnehmen. Aber ich freue mich erheblich, dass es jetzt erstmal Schluss, na ja, fast. Nächsten Freitag freue mich schon noch auf die EM-Quali Österreich gegen Deutschland und am Samstag dann England gegen die Schweiz. Und dann schaue ich zwei Monate mal keinen Fußball, Abstand gewinnen. Dann macht die neue Saison wieder richtig viel Spaß, zumal nächsten Sommer mit der EM 2012 wenig fußballfreie Zeit ansteht.

Ich kam kurz ins Grübeln, ob ich diesen Schritt durchziehen soll, aber so viel hätte ich ja ehe nicht verpasst. Eigentlich nur die U21-EM, die Copa America und eben die Frauen-WM in Deutschland. Und das kann ich verschmerzen. Eventuell schaue ich mal beim Freundschaftsspiel von Arsenal in Köln vorbei. Ich weiß gar nicht, wie es anderen Fußballfans in Deutschland geht. Aber wenn ich lese, dass es Probleme und Schwierigkeiten gibt, Karten für die Frauen-WM zu verkaufen, glaube ich gar nicht, dass es so eine große Abneigung gegen Frauenfußball gibt oder die deutsche Mannschaft zu wenig Unterstützung erhält. Für meinen Teil kann ich sagen, dass ich einfach mal ein paar Wochen keinen Fußball sehen will.

Meine Premier League Saison 2010/2011

Die letzten Entscheidungen der Premier League Saison 2010/2011 sind also heute Abend eingetütet worden. Manchester United hat noch einmal eindrucksvoll untermauert, dass die Red Devils verdient englischer Meister geworden sind. Man City festigt Rang 3, Tottenham spielt in der Europa League. Von West Ham, Blackpool und Birmingham City müssen wir uns verabschieden. Die Queens Park Rangers und Norwich City stehen als Aufsteiger bereits fest. An dieser Stelle also mein kleiner persönlicher Rückblick auf die vergangene Premier League Saison.

Mannschaft der Saison: Manchester United
Mit einer fast schon frechen Schlichtheit die 19. Meisterschaft eingetütet. Von allen Spitzenteams die wenigsten Schwächen gezeigt. Wenn es wichtig wurde, war die Mannschaft da. Beispielhaft der späte 1:0-Sieg gegen den FC Everton. Beeindruckende Heimbilanz im Old Trafford.

Spieler der Saison: Charlie Adam, FC Blackpool
Nicht nur wegen seines tollen Freistoßtores am letzten Spieltag im Old Trafford. 12 Saisontore insgesamt und im Januar viele angebote von Top-Klubs ausgeschlagen um bei Blackpool zu bleiben und den Klassenerhalt zu sichern. Das hat jetzt nicht ganz geklappt. Aber Adam wird der Liga sicherlich erhalten bleiben. Ganz toller Fußballer.

Trainer der Saison: Sir Alex Ferguson
Was soll man über Sir Alex Ferguson noch für große Worte verlieren? Er ist eine Legende. In der Außendarstellung nicht unbedingt ein Vorbild, gerade was sein Umgang mit den Schiedsrichtern oder einigen Medienvertretern angeht, aber als “Vater” für sein Team immer noch überragend. Wieder einmal fantastische Arbeit geleistet, fast alles richtig gemacht. Auch unpopuläre Entscheidungen mit dem Zwangsurlaub für Rooney in den USA hat er treffen müssen. Rotiert sein Team wie kein anderer – und hat damit weiterhin Erfolg. Der 19. Titel für Man Utd ist erreicht. Rekordmeister auf der Insel. Und jetzt noch das CL-Finale. Und dann?

Überraschung der Saison: Stoke City
Die Potters haben nichts mit dem Abstieg zu tun, sind ein gefestigtes Team, haben tolle Fans, sind extrem heimstark. Und mittlerweile eine feste Größe in der Premier League.

Enttäuschung der Saison: FC Arsenal
Wieder kein Titel. Und nie war es wohl so einfach wie in dieser Saison. Wieder kein Titel. Wieder kein Titel. Wieder…

Spiel der Saison: Newcastle United – FC Arsenal, 4:4,
Für mich als Arsenal-Fan wohl einer der bittersten Nachmittage in dieser Saison. Ein Spiel, wo ich noch Tage danach deprimiert war. Das passiert sonst eigentlich nie. Dieses Spiel hatte alles. Eine brilliante Arsenal-Leistung in der ersten Hälfte. Nach dem 4:0 hatte wohl keiner mehr damit gerechnet, dass diese Partie nochmal spannend wird. Doch wenn das eine Mannschaft schafft, dann Arsenal 2010/2011. Newcastle machte auch mit ein wenig Unterstützung des Schiedsrichters noch das 4:4.

Tor der Saison: Wayne Rooney
Selten war diese Entscheidung so einfach in dieser Saison. Rooneys Siegtreffer zum 2:1 im Derby gegen Manchester City, 12. Februar 2011.

Manchester United 2-1 Manchester City (Rooney) from WayneRooneyComps on Vimeo.

Beste Verpflichtung der Saison: Peter Odemwingie, West Bromwich Albion
Von Lokomotive Moskau für die schlappe Summe von einer Million Pfund zu den Baggies gewechselt. 15 Saisontore geschossen, darunter sechs Tore in den letzten acht Spielen. Odemwinige hat also maßgeblichen Anteil daran, dass West Bromwich auch nächste Saison in der Premier League spielt. Ob noch für West Brom, ist dann eine andere Frage.

Schlechteste Verpflichtung der Saison: Fernando Torres, FC Chelsea
Für die Rekordablöse von über 50 Millionen Euro vom FC Liverpool an die Stamford Bridge gewechselt. Profitiert davon hat bisher nur Liverpool, finanziell und weil viele Spieler bei den Reds nach dem Abgang von Torres ihre Form verbesser haben und den Weggang bestens kompensiert haben. Und der FC Chelsea? Hat von Torres ein mickriges Saisontor bekommen. Ganz viel Luft nach oben.

Schönster Moment der Saison: Tor von Aaron Ramsey gegen Man Utd
So viele Geschichten gab es diese Saison ja nicht für einen Arsenal-Fan. Aber dass Ramsey wieder Fußball spielen kann, freut mich schon ungemein. Und das er es immer noch mit für sein junges Alter mit toller Übersicht macht, erhöht zumindest schon mal die Vorfreude auf die neue Saison.

Peinlichster Moment der Saison: Avram Grant und West Ham
Ich habe mittlerweile aufgehört zu zählen, wie oft Avram Grant in dieser Saison bei West Ham vor dem Rauswurf stand. Ich habe in meinen Notizen aus dem Februar gefunden, dass es bis dahin vier Ultimaten gegeben hat. Letzlich hat Grant sie alle überlebt. Die Besitzer Gold und Sullivan agierten genauso planlos, wie es einige Journalisten und teilweise auch Spieler Grant insbesondere im taktischen Bereich immer wieder vorgeworfen haben. Als es so schien, dass West Ham dank der Verpflichtung von Ba und dem Comeback von Hitzlsperger den Klassenerhalt schaffen würde und in Wigan mit 2:0 führte um dann das Spiel 2:3 zu verlieren, wurde alle von Avram Grant wieder in Frage gestellt. Und am vorletzten Spieltag haben es dann auch Gold und Sullivan erkannt, dass Grant scheinbar nicht der richtige für West Ham war, ist und sein wird. Und als der Abstieg feststand, haben sie ihn entlassen. Muss man erstmal drauf kommen.

Überschätzt: Joe Cole
In Liverpool nicht mehr wirklich gebraucht, zwar auch lange verletzt gewesen, aber den Joe Cole von früher habe ich schon lange nicht mehr gesehen. Das dürfte interessant werden, ob Cole weiter bei Liverpool bleibt. In der jetzigen Form kann ihn eigentlich keine Mannschaft derzeit gebrauchen. Und das von einem Spieler, über den Steven Gerrard mal gesagt hat, er wäre so gut wie Messi und Christiano Ronaldo [via Guardian]

Unterschätzt: Raul Meireles
Steven Gerrard verletzt, Mascherano hat Liverpool verlassen, Alberto Aquilani dümpelt im Verletzungs-Nirvana. Doch Liverpool hat mit Meireles alles richtig gemacht. Ganz starke Saison des Portugiesen, der für 12 Millionen Pfund aus Porto kam und dem Liverpool-Mittelfeld neue Energie und Dynamik eingehaucht hat.

Comeback der Saison: FC Liverpool
Was war das für ein unschöner Herbst und Winter für die Reds. Roy Hogdson übernahm das Ruder von Rafael Benitez, doch so richtig fand er nie den Kontakt zur Mannschaft. Liverpool wurde an den Tabellenkeller durchgereicht. Dazu gab es das wochenlange Theater um die Übernahme des Klubs durch die New England Sports Venture. Letzlich hat Liverpool-Legende Kenny Dalglish das Ruder in die Hände bekommen und hat den havarierten Frachter wieder zum Laufen gebracht. Was wäre für Liverpool möglich gewesen, wenn Sie mal wieder konstant eine gute Saison spielen? Vielleicht ja nächstes Mal.

Besondere Auszeichung für: David Moyes
Wieder ein einstelliger Tabellenplatz für den FC Everton, trotz vieler Verletzte im ersten Saisondrittel und wenigen finanziellen Ressourcen im Winter-Transferfenster. Moyes, der vorübergehend unzufrieden schien, weil ihm der Kader zu klein war, hat wieder das Maximale aus der Mannschaft geholt. Wie jede Saison. Ein Trainer, der langfristig sich endgültig für höhere Aufgaben qualifiziert hat.

Das ging viel zu langsam: Andrej Arshavin
Der Russe ist für viele Arsenal-Fans ein Rätsel. Manchmal mit überzeugenden Leistungen und viel Kämpferherz, leider viel häufiger mit Lustlosigkeit auf der linken Seite im offensiven Mittelfeld. Wenn Arshavin weg will, sollte Wenger ihn gehen lassen.

Das ging viel zu schnell: Xavier Hernandez, Manchester United
Hach, was war das für ein Theater und eine Häme, die auf Sir Alex einschlug, als United die Verpflichtung von Hernandez bekanntgab. Die meisten hatten den Namen noch nie gehört. Spätestens seit dieser Saison kennen ihn alle, besonders die Verteidiger, die Hernandez mit seinem trickreichen schnellen Spiel häufig ins Leere laufen ließ. 13 Saisontore sind Beweis genug, dass Sir Alex ein glückliches Händchen hatte.

Das war schon richtig gut: Yaya Toure, Manchester City
Wenn man im Sommer fast 25 Millionen Pfund für einen Spieler auf den Tisch legt, sind Erwartungen hoch. Und meist können sie nur enttäuscht werden. Nicht bei Yaya Toure, der von Roberto Mancini mittlerweile alle Freiheiten im Spiel nach vorne bekommt und sich nicht nur auf die Defensive konzentrieren soll. Wichtige Tore – unter anderem im Halbfinale und Finale des FA-Cup – waren die Belohnung. Gut angelegtes Geld.

Das muss wieder besser werden: Social Media und die Vereine
Wie sollen die Teams mit Twitter umgehen? Immer mehr Spieler melden sich beim Kurznachrichtendienst an und kommunizieren mit ihren Fans. Einige verlassen Twitter, wie Boltons Stürmer Kevin Davies, weil er keine Zeit und Lust mehr habe, sich von eigenen und gegnerischen Fans beschimpfen zu lassen. Die Vereine reagieren planlos oder gar nicht. Newcastle United hat mal kurzfristig Richtlinien für den Umgang mit Twitter verkündet und detailliert aufgezählt, was Spieler twittern dürfen und was nicht. Damit stellen die Magpies aber eine Ausnahme. Arsene Wenger macht sich Sorgen, betont aber auch die Wichtigkeit der Kommunikation mit den Fans. Eine ganz besondere Sicht hat Sir Alex: “I don’t know why anybody can be bothered with that kind of stuff. How do you find the time to do that? There are a million things you can do in your life without that. Get yourself down to the library and read a book. Seriously.”

Das muss geklärt werden: Wie stark muss eine Mannschaft sein?
Es ist ein kurioses Thema in der Premier League geworden. Wie stark bzw. wie gut muss eine Mannschaft vom Papier her sein oder wie viele Spieler darf ich für ein wichtigeres Spiel in der nächsten Woche schonen? Die Antwort ist bis heute ausgeblieben. Die Wolverhampton Wanderers wurden bestraft, als Mick McCarthy in einem Spiel fast alle Stammspieler schonte. Ian Holloway, Trainer vom FC Blackpool, tat selbiges und trat nach dem Spiel, das man knapp mit 2:3 verloren hatte, wütend vor die Kamera und gab zu Protokoll, dass er sofort von seinem Amt zurücktrete, wenn ihn die FA für seine Rotation bestraft. Blackpool kam mit einem blauen Auge davon, im Gegensatz zu den Wolves. Wäre schön, wenn diese Regel einfach verschwinden würden.

Was ich mir für die neue Saison wünsche:
Ich weiß, dass es nächste Spielzeit wohl noch nicht kommen wird, aber ich fände ein Relegationsspiel um den vierten Platz – also die Qualifikation zur Champions League – wirklich spannend. Zumal die Wiederholungsspiel im FA-Cup ja abgeschafft werden, hat man auf der Insel ein klein wenig Spielraum, die Liga noch attraktiver zu machen.

Ein vorletztes Wort:
“There are many stories of their shocking behaviour. Gray and Keys are hated by the crews. It’s a climate of fear pervading. But as long as everyone is laughing and it’s a joke it’s all right isn’t it? I believe sexism is systemic and not openly challenged but goes underground or disguised as jokes or ‘just banter’.” Ein Sky-Mitarbeiter im Guardian-Interview nach dem Rücktritt von Andy Gray und Richard Keys, die sich über eine weibliche Linienrichterin lustig gemacht haben.

Ein letztes Wort
“I am very sad not to have been able to put my stamp on the squad, to be given the time to bring new players into the club in this transfer window and to have been able to be part of the rebuilding process at Liverpool.” Roy Hodgson nach seinem Rausschmiss beim FC Liverpool.

Ein allerletztes Wort:
“In football you need to have everything in your cake mix to make the cake taste right. One little bit of ingredient that Tony uses in his cake gets talked about all the time is Rory’s throw. Call that cinnamon and he’s got a cinnamon flavoured cake. It’s not fair and it’s not right and it’s only a small part of what he does.” Blackpool-Trainer Ian Holloway über Stoke City und die Einwürfe von Rory Delap [via Daily Mirror]

Das war es also für die Premier League Saison 2010/2011. Hat wieder sehr viel Spaß gemacht. Auf ein neues im August an dieser Stelle. Saisonstart wird am Samstag, 13. August 2011, sein.

Premier League 2010/2011 #38 – Saisonfinale

[19h05] Was für ein spannender Nachmittag. Blackpool schien lange gerettet zu sein. Doch am Ende müssen die Seasiders in die Championship. Birmingham darf sie begleiten. Kompliment an Wigan, die in Stoke gewonnen haben. Und Respekt an die Wolves, die noch auf 2:3 verkürzt haben. Arsenal heute enttäuschend in Fulham, aber City hat ja sowieso gewonnen.

Mein persönlicher Saisonrückblick folgt. Man liest sich. Schönen Sonntagabend noch.

[18h57] And it’s over. Die Saison 2010/2011 ist beendet.

Abgestiegen: FC Blackpool, Birmingham City, West Ham United.
Direkte CL-Quali: Man City
Europa League: Tottenham Hotspur.

Man Utd – Blackpool 4:2
Wolverhampton – Blackburn 2:3
Stoke – Wigan 0:1
Tottenham – Birmingham 2:1

Fulham – Arsenal 2:2
Bolton – Man City 0:2

Aston Villa – Liverpool 1:0

[18h54] Tottenham – Birmingham 2:1, Pavlyuchenko, 90. Minute +3

City damit jetzt auch so gut wie abgestiegen. Das freut sich der chinesische Milliardär, dass er demnächst einen Zweitligisten verwalten darf.

[18h52] Berbatov mit der fünften Chance heute die Torjägerkanone zu holen. Aber er versiebt sie alle.

[18h51] Vier Minuten Nachspielzeit im Old Trafford

[18h50] Fulham – Arsenal 2:2, Walcott, 87. Minute

[18h47] Tor für die Wolves!!!

Nur noch 2:3 gegen die Rovers. Damit wäre Birmingham jetzt unten, weil die Wolves mehr Tore geschossen haben. Ist das spannend. Stephen Hunt der Torschütze in der 87. Minute.

[18h46] Fünf Minuten noch. Blitztabelle aus der Guardian Clockwatch:

15 Blackburn 43pts -11GD
16 Wigan 42pts -21GD
17 Birmingham 40pts -20GD
—————————-
18 Wolves 40pts -21GD
19 Blackpool 39pts -23GD
20 West Ham 33pts -24GD

[18h41] Man Utd – Blackpool 4:2, Michael Owen, 81. Minute

Blackpool macht auf, Konter über Michael Owen, der lässig an Gilks vorbei zum 4:2 einschiebt. Das dürfte es dann langsam gewesen sein für Blackpool. Innerhalb von Minuten hat sich die Abstiegswelt einmal gedreht. Noch sind überall 10 Minuten zu spielen.

Rooney kommt für Vidic.

[18h41] Meine Fresse, was eine Dramatik! Damit jetzt die Wolves und Blackpool abgestiegen.

[18h39] Wigan führt in Stoke durch einen Treffer von Rodallega! Und Ausgleich für Birmingham durch Gardner bei den Spurs!!

[18h38] Viertelstunde noch. Blitztabelle:

15 Blackburn 43pts -11GD
16 Wolves 40pts -22GD
17 Wigan 40pts -22GD
—————————-
18 Blackpool 39pts -22GD
19 Birmingham 39pts -21GD
20 West Ham 33pts -24GD

[18h35] Man Utd – Blackpool 3:2, Eigentor Evatt, 74. Minute

Boah, wäre das bitter. Flanke von Nani von rechts, Evatt mit dem Fuß ins eigene Tor. Und momentan wäre Blackpool abgestiegen. So schnell kann sich im Fußball alles ändern.

[18h34] Die Wolves verkürzen gegen Blackburn auf 1:3 durch Jamie O’Hara.

[18h33] United hat in den letzten Minuten zwei Gänge hochgeschaltet und dominiert jetzt die Partie. Blackpool nur noch in der Defensive beschäftigt. Momentan ist das 3:2 eine Frage der Zeit. Scheinbar gehen bei Blackpool die Kräfte aus. Etwas mehr als 15 Minuten noch in der regulären Spielzeit.

[18h25] Bolton – Man City 0:2, Dzeko

Over and out. Man City qualifiziert sich wohl für die Champions League. Zumal Arsenal ja immer noch hinten liegt bei Fulham.

[18h23] Man Utd – Blackpool 2:2, Anderson, 63. Minute

Ji Sung Park mit seiner letzten Aktion, wird für Owen ausgwechselt. Vorher gab er aber die Vorlage zum Ausgleich. Anderson gibt den Ball nach links zum Südkoreaner, der bringt den zurück und Anderson vollendet mit wuchtigem Schuss ins lange Eck.

Eine Minute später die riesen Chance für United auf 3:2 zu erhöhen, doch Berbatov scheitert mit Kopfball nach Nani-Flanke an Gilks. Blackpool sehr unkonzentiert derzeit.

[18h22] So wie es derzeit aussieht, scheint in der oberen Tabellenhälfte alles geklärt zu sein. City vor Arsenal und die Spurs vor Pool. Was macht Wigan in Stoke?

[18h16] Man Utd – Blackpool 1:2, Gary Taylor-Fletcher, 57. Minute

Dreamland für Blackpool. Da haben sie die Lücke gefunden. Vaughan und Puncheon im Zusammenspiel auf der rechten Seite, präzise Hereingabe in die Mitte, wo Taylor-Fletcher mit der Fußspitze dem Ball die nötige Richtungsänderung gibt. Ball kullert an den Innenpfosten und von dort über die Torlinie. Ian Holloway rastet völlig aus. Momentan der Abstieg für Blackpool ganz weit weg.

[18:16] Fulham – Arsenal 2:1, Bobby Zamora

[18h15] So richtig viel Lust und Motivation hat Man Utd zurzeit nicht mehr. Lassen das sehr gemächlich angehen, wenig Tempo im Spiel zurzeit. Das kommt Blackpool zu Gute, die weniger in der Defensive laufen müssen und auf eine Lücke bei Man Utd warten. Von daher wenig los im Old Trafford.

[18h10] Tottenham – Birmingham 1:0, Roman Pavlyuchenko

Wichtiges Tor im Abstiegskampf. Dadurch Birmingham jetzt bei 39 Punkten und auf dem Abstiegsplatz, noch hinter Wigan. Die Spurs festigen den 5. Rang.

[18h09] Wieder der bessere Start für die Gäste. Freistoß Charlie Adam. Van der Sar lenkt den Ball über die Querlatte. Blackpool setzt sich erstmal fest, holt eine weitere Ecke. Und die sind alle gefährlich.

[18h06] Beginn 2. Halbzeit

[18h04] Wechsel Man Utd: Chris Smalling für Rafael

[17h55] Blitztabelle

3. Man City (71 Pkt, +26 Tore)
4. Arsenal (68 Pkt, +29 Tore)
5. Tottenham (60 Pkt, +8 Tore)
6. Liverpool (58 Pkt, +15 Tore)
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15. Blackburn (43 Pkt, -11 Tore)
16. Birmingham (40 Pkt, -20 Tore)
17. Blackpool (40 Pkt, -21 Tore)
18. Wolverhampton (40 Pkt, -22 Tore)
19. Wigan (40 Pkt, -22 Tore)

Von Platz 16 bis Platz 19 alle Teams bei 40 Punkten. Das wird spannend in den zweiten 45 Minuten.

[17h51] Halbzeit am letzten Spieltag in der Premier League

Man Utd – Blackpool 1:1
Wolverhampton – Blackburn 0:3
Stoke – Wigan 0:0
Tottenham – Birmingham 0:0

Fulham – Arsenal 1:1
Bolton – Man City 0:1

Aston Villa – Liverpool 1:0

[17h49] Wolves – Blackburn 0:3, David Hoilett

[17h48] Bolton – Man City 0:1, Joleon Lescott

[17h47] Zwei Minuten Nachspielzeit im Old Trafford

[17h41] Manchester United – FC Blackpool 1:1, Charlie Adam, 41. Minute

United kassiert zum ersten Mal in dieser Saison in der ersten Halbzeit ein Gegentor vor eigenem Publikum. Brillianter Freistoß von Charlie Adam, der van der Sar alt aussehen lässt. Ball schlägt in der Torwartecke ein. Die Standards bringen Blackpool wieder ein wenig Hoffnung.

[17h41] Wolves – Blackburn 0:2, Bratt Emerton

Die Rovers verabschieden sich ganz schnell aus dem Abstiegskampf. Und Wolverhampton rückt dank der Tordifferenz ganz schnell auf einen Abstiegsplatz. Blackpool verlässt dank der mehr geschossenen Tore derzeit den 18. Platz. Ist das spannend.

[17h37] Manchester City weiterhin spielbestimmend in Bolton. Barry mit dem Kopfball an die Querlatte. Im Kampf um Platz 3 weiterhin die Citizens vor Arsenal.

[17h32] Aston Villa – Liverpool 1:0, Stewart Downing

[17h30] Man Utd mit der Führung im Rücken kontrolliert die Partie im Old Trafford. Blackpool schafft es kaum noch offensiv Druck zu erzeugen und United in Bedrängnis zu bringen. Alles easy derzeit für die Red Devils, die eben die Chance zum 2:0 hatten. Wieder scheitert Berbatov nach Kuddelmuddel im Strafraum freistehend an Gilks. Und dann gibt es keinen Elfmeter bei der Aktion von Adam gegen Park. Fehlentscheidung!

[17h29] Fulham-Arsenal 1:1, Van Persie

[17h27] Fulham – Arsenal 1:0, Steve Sidwell

Die Gunners geraten im Kampf um den dritten Platz also ins Hintertreffen, mal wieder ganz schlecht verteidigt. Wie so oft in den letzten Wochen. Man City zurzeit noch Remis bei den Bolton Wanderers. Mark Hughes spielt derzeit also für seine vorherige Trainerstation.

[17h25] Blackburn führt bei den Wolves mit 1:0 durch ein Tor von Jason Roberts. Die Rovers damit auf gutem Wege, stehen jetzt bei 43 Punkten.

[17h22] Man Utd – Blackpool 1:0, Ji-Sung Park, 21. Minute

Der erste Fehler in der Defensive von Blackpool – und ein Champion nutzt sowas aus. Langer Ball auf Berbatov, der direkt weiterlegt zu Park. Der Südkoreaner schüttelt spielend leicht seine zwei Gegenspieler ab und hebt den Ball über den herauseilenden Gilks ins Tor. Da haben die Seasiders in der Defensive komplett geschlafen und werfen damit gute erste 20 Minuten weg. Wird ein langer Weg zum Klassenerhalt.

[17h19] Blackpool geht defensiv wie offensiv einen sehr hohen Aufwand. Bei Ballbesitz Man Utd doppelt Blackpool meist den ballführenden Spieler, die Verteidiger lassen Berbatov und Park kaum aus den Augen, stehen dich an den Gegenspielern. Das Mittelfeld wird ganz eng gemacht, aus dem 4-3-3 wird dann eher ein 4-5-1. Ganz viel Laufarbeit, Verschieben und Organisieren. Gelingt bis jetzt ganz gut. Nur im Angriff agieren die Seasiders etwas zu hastig.

[17h14] Noch keine Tore an diesem Sonntag. Im Kampf um Platz 3 Man City und Arsenal mit dem besseren Beginn in ihren Spielen. Im Old Trafford hat sich die Begegnung jetzt auch ein wenig beruhigt.

[17h09] Chancen im Minutentakt, diesmal für Manchester, als Berbatov plötzlich völlig frei vor Gilks auftaucht, der aber glänzend reagiert und den Ball immerhin noch nach vorne abwehren kann. Dann wird zur Ecke geklärt. Könnte hier 2:1 für Blackpool stehen, noch aber keine Tore.

[17h07] Blackpool gefällt mir sehr in den ersten Minuten. Nach einer Ecke kommt die flache Hereingabe von Adam, in der Mitte verpasst Taylor-Fletcher ganz knapp nur.

[17h05] Munterer Beginn im Old Trafford. Man Utd durch Rafael mit einer guten Chance, Volleyabnahme mit links aus knapp 20 Metern, allerdings zu zentral, keine Probleme für Gilks im Tor. United agiert sehr vorsichtig, ist um Ballbesitz bemüht, spielt wenig Risiko. Und macht trotzdem zu viele Fehler im Spielaufbau bisher.

[17h02] Um Himmels willen, 30 Sekunden gespielt und Blackpool hat die 1000%-Chance zur Führung. Ballverlust von Scholes, DJ Campbell legt nach links zur Charlie Adam raus, der sich fein bis zur Torlinie durchsetzt, Pass in den Rückraum, wo Southern völlig frei steht, das Tor vor sich hat, den Ball aber nicht richtig trifft.

[17h01] Beginn 1. Halbzeit

[16h57] Großartige Atmosphäre im Old Trafford, als die Blackpool-Spieler den einlaufenden Red Devils applaudieren und die Fans eine tolle Choreographie mit dem Schriftzug “Champions” aufziehen. Ansonsten grusliges Wetter in Manchester, es regnet und stürmt.

[16h55] Ian Holloway im Interview bei Sky: “What is the plan?” “To win”. Ein typischer Holloway. Will über Standardsituationen zum Erfolg kommen.

[16h53] Zum Mitschreiben die Ausgangslage vor den 90 Minuten:

Direkte Qualifikation für die Champions League: Man City (ein Zähler vor Arsenal)
Direkte Qualifikation für die Europa League: Tottenham Hotspur (ein Punkt vor Liverpool)
Abgestiegen: Wigan Athletic, FC Blackpool

Ansonsten braucht es heute sicherlich häufiger die Blitztabelle. Wenn ich mal meinen Tipp abgeben dürfte: Man City und Liverpool qualifizieren sich. Blackburn und Blackpool steigen ab. Aber ich bin im Tippen nicht wirklich gut.

[16h49] Die Aufstellungen im Old Trafford

Manchester United: Van der Sar – Rafael, Vidic, Evans, Evra – Scholes, Fletcher – Nani, Anderson, Park – Berbatov

FC Blackpool: Gilks – Eardley, Baptiste, Evatt, Crainey – Southern, Vaughan, Adam – Taylor-Fletcher, DJ Campbell, Puncheon

Ein paar Akteure schont Sir Alex also doch. Rooney sitzt nur auf der Bank, Hernandez ist gar nicht im Kader. Nani und Anderson sollen über die Flügel kommen, Scholes und Fletcher sollen die Zentrale zumachen. Bei Blackpool keine großen Überraschungen, wie immer unter Ian Holloway offensiv ausgerichtet. Charlie Adam soll im Mittelfeld die Fäden ziehen, Taylor-Fletcher und DJ Campbell für die Tore sorgen.

Und es ist das Ende einer großen Karriere. Aller Voraussicht nach das letzte Spiel von Edwin van der Sar für die Red Devils in der Liga.

[16h42] Sky meldet sich mit Markus Gaupp bereits um 16:45 Uhr aus Manchester.

[16h41] Die schwierigste Aufgabe im Tabellenkeller hat der FC Blackpool. Die Seasiders müssen zum amtierenden Meister Manchester United. Bevor es im Old Trafford die Übergabe des Meisterpokals gibt, wird aber erstmal Fußball gespielt. Blackpool-Trainer Ian Holloway gibt sich vor dem Showdown wie gewohnt sehr charmant:

“It will be the end of the world. It will definitely feel like that. You can’t be a football manager, or a player, or have anything to do with a club and be happy if you go down. (But) there is no danger of not being in existence. We will not go out of business. We have contracts to protect the club that other clubs don’t. More fool them.”

[16h38] Im Fokus um den Klassenerhalt ist vor allem das direkte Duell zwischen Wolverhampton und Blackburn. Die Rovers können auf Christopher Samba zurückgreifen, der heute Mittag den Fitnesstest bestanden hat.

[16h35] Wie schon in der Vorschau geschrieben, gibt es heute Nachmittag drei Schauplätze. Der Kampf um die direkte Qualifikation für die Champions League und die Europa League. Sowie der Abstiegskampf. Wer folgt West Ham United in die Championship? Wigan, Blackburn, die Wolves, Blackpool oder Wigan Athletic?

[16h32] Schönen Nachmittag zusammen.

Premier League 2010/2011 Preview #38 – The Great Escape am Survival Sunday?

Am Sonntag findet der letzte Spieltag in der Premier League Saison 2010/2011 statt. Eine ereignisreiche und spannende Saison liegt hinter uns. Ich werde noch einen kleinen Rückblick die Tage schreiben, jetzt aber zunächst mal der Blick auf die finalen 90 Minuten am Sonntag. Um 17:00 Uhr deutscher Zeit werden alle Spiele angepfiffen. Sky überträgt ab 16:55 Uhr die Partie Manchester United gegen den FC Blackpool (Kommentar: Markus Gaupp).

Viele Plätze sind schon vergeben: Manchester United ist mit dem 19. Titelgewinn Rekordmeister auf der Insel, der FC Chelsea hat sich den zweiten Platz gesichert. Mit West Ham United steht bereits ein Absteiger fest. Die Queens Park Rangers und Norwich City steigen in die Premier League auf, der dritte Aufsteiger wird dann übernächsten Montag im Playoff-Finale ermittelt. Trotzdem bleiben am letzten Spieltag noch drei Brennpunkte, auf die es sich lohnt näher hinzuschauen.

Brennpunkt I: Die direkte Qualifikation für die Champions League
Im Fernduell kämpfen Manchester City und der FC Arsenal um den dritten Platz in der Tabelle. Die Citizens haben dabei die bessere Ausgangslage, liegen einen Punkt von den Gunners. Das Team von Arsene Wenger hat aber ein um vier Treffer besseres Torverhältnis. Zum ersten Mal seit 43 Jahren wird Man City unter den ersten Vier der Tabelle landen, jetzt will die Mannschaft von Trainer Roberto Mancini mit dem dritten Platz das vereinbarte Saisonziel direkt erreichen. Manchester City muss zu den Bolton Wanderers reisen. Bei den Gastgebern wird Mark Davies nach seiner Knöcheloperation fehlen, ansonsten kann Owen Coyle auf seine beste Elf zurückgreifen. Johan Elmander wird wieder im Kader sein. Mit besonderer Motivation geht Carlos Tevez in die Partie. Gemeinsam mit Dimitar Berbatov steht der Argentinier bei 20 Saisontreffern und will im Fernduell mit dem Stadtrivalen zum ersten Mal die Torjägerkrone nach Eastlands holen. Blickt man zum FC Arsenal, die einmal durch die Hauptstadt zum FC Fulham reisen müssen, sieht man fast nur Probleme in diesen Tagen. Die Titelchancen in dieser Saison hat man alle erbärmlich vergeigt, letzte Woche fehlte im Heimspiel gegen Aston Villa jegliche Einstellung. Es wirkt so, als hätten drei Viertel der Arsenal-Mannschaft die Saison schon abgeschenkt. Und zu allem Überfluss ist die Personaldecke bei den Gunners eher dünn. Fabregas wird defintiv ausfallen, hinter Nasri, Clichy und Diaby steht ein großes Fragezeichen. Arsenal hat nur zwei der letzten 10 Ligaspiele gewonnen, bei Fulham steht die Quote immerhin bei fünf aus neun. Und so hat Mark Hughes dann doch souverän den Klassenerhalt geschafft. Und jetzt wollen die Cottagers zum Abschluss noch einmal Spielverderber spielen.

Brennpunkt II: Der Kampf um den Europa League Platz
Am vergangenen Wochenende hatte der FC Liverpool die große Chance für die Vorentscheidung zu sorgen, doch die Reds verloren mit 0:2 gegen die Tottenham Hotspur. Und so geht der Kampf um den fünften Platz in eine weitere Runde. Entscheidung an diesem Wochenende. Und beide stehen vor schwierigen Aufgaben. Der FC Liverpool muss bei Aston Villa antreten. Am liebsten würde Liverpool nach dem schwachen Saisonstart noch ein paar Spieltage mehr absolvieren. Beide Teams in Bestbesetzung, bei Pool wieder Raul Meireles wieder dabei, Villa kann auf Cieran Clark zurückgreifen. Die Gastgeber haben nur eines der letzten sieben Spiele verloren, Liverpool hat aus den letzten 15 Spielen 32 Punkte geholt. Die Tottenham Hotspur können vor eigenem Publikum den fünften Platz perfekt machen. Derzeit liegen die Spurs einen Zähler vor Liverpool, haben das schlechtere Torverhältnis gegenüber den Reds. Tottenham braucht, wenn Liverpool gewinnt, also drei Punkte. Die soll es gegen Birmingham City geben. Die Blues von Alex McLeish sind eines von fünf Teams, die noch um den Klassenerhalt kämpfen. Bei Tottenham wird Rafael van der Vaart fehlen.

Brennpunkt III: Abstiegskampf
Es ist Survival Sunday auf der Insel. Fünf Teams kämpfen noch um den Klassenerhalt. Nur West Ham United hat den Weg gen Championship bereits angetreten. Schauen wir zur Verdeutlichung zunächst auf die Platzierungen im Tabellenkeller vor dem Sonntag:
15. Blackburn Rovers (40 Punkte, -14 Tore)
16. Wolverhampton Wanderers (40 Punkte, -19 Tore)
17. Birmingham City (39 Punkte, -20 Tore)
18. FC Blackpool (39 Punkte, -21 Tore)
19. Wigan Athletic (39 Punkte, -22 Tore)
Die fünf Teams liegen also alle innerhalb eines Punktes. Sehr viel spannender kann es nicht sein. Und da es außer der Partie Blackburn gegen die Wolves keine direkten Duelle im Keller gibt, können alle fünf Teams noch den Abstieg erleiden. Fest steht aber auch: Blackpool und Wigan müssen punkten, eine hohe Niederlage von Birmingham City einzukalkulieren wäre schon sehr riskant. Die vielleicht schwierigste Aufgabe hat das Team von Ian Holloway, der FC Blackpool ist zur Übergabe des Meisterpokals bei Manchester United zu Gast. Holloway hat alle Gedankenspiele nach dem Motto, United sei schon Meister, hat ein CL-Finale vor sich und werde deshalb überhaupt nichts riskieren und gemütlich die Eier schaukeln im Old Trafford eine Absage erteilt. Mit dieser Einstellung gehe sein Team nicht in die Partie. Und auch Sir Alex Ferguson hat schon mal heute angekündigt, dass er seine Stars nicht alle schonen werde. Birmingham City muss – wie weiter oben schon erwähnt – bei Tottenham antreten. Sollten die Spurs in Torlaune kommen und Blackpool im Old Trafford unter die Räder geratan, wäre das die große Chance für Wigan Athletic. Blöderweise treten die Latics bei den heimstarken Potters aus Stoke an. Das sind für alle drei Teams und insbesondere für die beiden Kandidaten auf den Abstiegsplätzen schwierige Begegnungen. Und deshalb könnte es sein, dass vielleicht Wolverhampton und Blackburn gar nicht punkten müssen. Aber kann man sich darauf verlassen? Einer wird sowieso punkten, denn die beiden spielen gegeneinander. Wolves-Trainer Mick McCarthy hat die Ausgangslage für den Sonntag dann auf die sehr einfache Formel gebracht: Just win it! Und das geht im Tabellenkeller für alle Mannschaften.

Uns erwartet also ein spannender Sonntagnachmittag. Ich versuche die Zeit zu finden den letzten Spieltag live mit zu bloggen.

Auf der Suche nach neuen Fans

Als ich gestern in der Uni-Mensa mit einigen Professoren und wissenschaftlichen Mitarbeitern beim Mittagessen saß, haben wir – ich weiß gar nicht, wie wir darauf gekommen sind – über Fußballfans diskutiert. Jemand outete sich dann gleich, dass er sich nicht für Fußball interessiert und auch noch nie im Stadion war. Daraufhin bemerkte ich ein wenig flapsig, dass das eine großartige Einstellung sei, weil die Fans, die von Fußball nur wenig Ahnung haben, meistens die schlimmsten und nervigsten Sitznachbarn seien. Wer kein Interesse für Fußball habe, muss ja auch nicht ins Stadion. Meinen Ausführungen fanden dann letzlich doch irgendwie einen leichten Hauch von Zustimmung, doch im Nachhinein ließ mich das Gesagte nicht so wirklich los. Weil ich einerseits als Sportbegeisteter quasi von oben auf jemanden, der halt wenig für Sport übrig hat, heruntergeschaut habe und andererseits meine Haltung ja dann letzlich irgendwann dazu führt, dass es keinen neuen Fans für Sportarten mehr geben wird – oder schwieriger zu erreichen sein wird. Denn wie wird man Fan und Anhänger einer Sportart, einer Sportmannschaft? In erster Linie wird das Interesse für Sport gewöhnlich nicht in die Muttermilch gemischt, sondern das geschieht, indem sicherlich ein gewisses Grundinteresse, eine Offenheit gegenüber der Sportart, vorherrscht. Und dann natürlich in erster Linie, indem das klitzekleine Interesse sich entwickeln muss. Man schaut die Sportart häufiger im Fernsehen, geht mal ins Stadion oder die Sporthalle, beschäftigt sich ein wenig mit den Regeln, sodass über den Sport gesprochen werden kann. Will heißen: Jeder, der irgendwann einmal glühender Fan eines Sports und begeisteter Anhänger einer Mannschaft bzw. eines Sportlers wird, hat ganz klein angefangen. Als Ahnungsloser, vielleicht mal von Freunden mit zu einem Spiel genommen.

Von daher ärgert mich meine Aussage ein wenig. Jemand, der sich für Sport interessiert und begeistert, muss doch froh sein, wenn sich Menschen neu für eine Sportart interessieren. Also: Nehmt die vorerst Ahnungslosen doch mal zu solchen Spielel mit, auch wenn man häufig Dinge erklären muss. Dann hoffentlich von Spiel zu Spiel weniger.

Sportarten und Mannschftssportarten in Deutschland. Da kommt Fußball, Fußball, Fußball…und dann lange erstmal gar nichts. Vielleicht noch ein wenig Formel 1, auch dank des Weltmeistertitels von Sebastian Vettel und dem Comeback von Michael Schumacher. Und dann kommen irgendwann die – ich hasse eigentlich diese Bezeichnung- “Randsportarten”, wie Eishockey, Basketball, Handball, Wintersport, vielleicht noch Golf und Tennis. Der Fußball braucht sich um seine Fans und sicherlich auch um den Nachwuchs keine großen Sorgen machen. Der Motorsport erstmal auch nicht. Aber wie sieht es mit den anderen Sportarten aus? Dazu gleich mehr weiter unten.

Was macht eine Sportart populär, was bringt einer Sportart in Deutschland Fans und Zulauf? Es sind meiner Meinung nach insgesamt sechs wichtige Faktoren. Ein regionaler Bezug muss da sein, sowohl von der Mannschaft als auch der Medienpräsenz, Übertragungen im Free-TV, Erfolge bei großen Tunieren, einfache, sprich verständliche Regeln und Menschen müssen mit ihrer nächsten Umgebung, mit Freunden, Kollegen und Verwandten, über den Sport reden können. Egal, wie umfangreich und detailliert. Aber es gibt ein Thema, Anschlusskommunikation wird hergestellt. Und nicht zu vergessen sind Traditionen, teilweise historisch verwurzelt. Fußball hat in den USA nie eine bedeutende Rolle gespielt und etabliert sich erst langsam als fünfte oder sechste Säule neben der NFL, NBA, MLB und NHL. Je länger also die Geschichte, die gemeinsamen Erfahrungen über Generationen hinweg bestehen, desto einfacher dürfte es sein, neue Fans und Menschen an einen Sport heranzuführen. Natürlich lässt sich diese Liste beliebig lange ergänzen und ich habe sicherlich einige relevante Aspekte vergessen, für mich sind die genannten Punkte aber der Schlüssel. Sind sie alle erfüllt, fällt es für die Sportart leichter Fans zu generieren. Und dann kommen natürlich externe Faktoren wie die Außendarstellung der Sportart, die mediale Wahrnehmung und das wirkliche Bemühen neue, junge wie ältere Fans zu gewinnen, ergänzend hinzu.

Der Fußball hat es also einfach. Fußballmannschaften gibt es in fast jeder Stadt, von den Profis runter bis in die Kreisklasse, in Deutschland läuft im europäischen Vergleich viel Fußball im Free-TV, die Nationalmannschaft hat riesige Erfolge markieren können, die lokalen Zeitungen berichten überdurchschnittlich vom runden Leder, jeder kann mitreden, und bei den großen Tunieren mitfeiern. Solche positiven Charakteristika haben Eishockey und Basketball nicht in Deutschland.

Da nützt es derzeit wenig, dass Dirk Nowitzki Zauberleistungen in den NBA-Playoffs hinlegt oder die deutsche Eishockeynationalmannschaft eine sehr gute WM in der Slowakei gespielt hat. Der große Zuschauerboom insbesondere beim Eishockey ist nicht eingetreten. Immerhin konnte Sport1 mit dem exzellenten Kommentatorenduo Hindelang/Goldberg über eine Million Zuschauer bei einem Vorrundenspiel verzeichnen. Das passiert auch nicht alle Tage. Letzlich sind trotz Heim-WM im letzten Jahr und guter WM in diesem Sommer die üblichen Vokabeln von “Eishockey-Märchen” und neuer “Eishockey-Boom” in Deutschland nicht mehr gefallen.

In Deutschland scheint es – auch im Vergleich zum United Kingdom und den USA unglaublich schwierig – mehrere populäre Sportarten nebeneinander laufen zu lassen. In Deutschland ist bei zwei Schluss. Was schade ist. Da spielt Martin Kaymer sich an den ersten Platz der Weltrangliste und plötzlich fragen sich 30 Millionen Menschen in diesem Land: Huch, Golf wird noch gespielt und wir haben sogar einen deutschen Star dabei? Dann wird es natürlich schwierig, wenn sich neue Leute für einen Sport interessieren und begeistern sollen.

Bleibt am Ende dieses kleinen Brainstormings und einiger Feststellungen der kleine Appell an uns Sport-Fans: Nehmt doch mal jemand mit ins Stadion, in die Arena oder Sporthalle, der sich überhaupt nicht für diesen Sport interessiert, beantwortet brav alle Fragen. Denn so klein haben wir ja mal alle angefangen. Denn eines ist klar: Je mehr Fans diverse Sportarten in Deutschland haben, umso besser. Da gibt es keine Höchstgrenze. Und gerade Eishockey, Basketball und vielleicht auch Tennis können ruhig noch ein wenig aufholen. Der Handball hat zumindest teilweise den richtigen Zeitpunkt getroffen sich ein wenig zu emanzipieren. WM-Titel 2007 sei Dank.

Sport funktioniert nur mit emotionalen, leidenschaftlichen und begeisterungsfähigen Menschen. Und mit Fans, die dafür sorgen, dass vielleicht der ein oder andere neue Fan hinzukommt.

Zitat des Tages: Mittwoch, 18. Mai 2011: The best Dirk ever

“The man continues to raise his bar of expectations. In fact, Scotty Brooks, the Head Coach of Oklahoma City, shook his head in disbelief after the game as he marveled at the performance and talked about how the man still gets better every year. This Dirk is the best Dirk we have ever seen. And we have seen some very good versions of Dirk Nowitzki since he was drafted in 1998. We have seen all sorts of stages of his development and many nights where the league knew there was no stopping a 7-footer with that offensive arsenal. We have seen the MVP Award, the 2006 performances that seemed as good as it gets, and the All-NBA Teams. And, I am telling you – this is better than all of them. This Dirk; The 2011 version, who had it suggested that his window may no longer be open for NBA Title consideration is quite clearly at the very peak of his career. Just ask Portland. Or Los Angeles.”

Bob Sturm/Dallas Morning News mit einem Loblied auf “The German Wunderkind”. 48 Punkte, 24 von 24 verwandelten Freiwürfen. Als ich heute Morgen den TV angemacht habe und im ZDF-Morgenmagazin gerade die Bilder vom Spiel liefen, hatte ich gleich nach dem Aufstehen eine Gänsehaut. Was für eine wieder mal großartige Leistung!

Times are changing: Niedrigwasser in jeglicher Hinsicht

Morgen ist also Eurovision Song Contest in Düsseldorf. Und die Zeiten ändern sich, immer schneller und rasanter. Aber einige Dinge bleiben dieser Tage doch so vertrauensvoll und bekannt, dass man fast nur noch schmunzeln kann. Auch das Stadtbild von Düsseldorf sah vor vier Monaten noch ganz anders aus.


Hochwasser im Januar 2011, Pegelstand deutlich über 8 Meter.


Niedrigwasser im Mai 2011, Pegelstand bei knapp über 80 Zentimeter.

Niedrigwasser scheinen auch einige Journalisten in Hamburg zu haben, anders sind solche – ich möchte sie schon gar nicht mehr journalistisch nennen – Berichte über Düsseldorf nicht wirklich zu erklären. Es ist – und das nervt mich in diesem Land schon seit Jahren – dieser ewige Neid, dass Erfolg, Anerkennung und etwas Besonderers anderen Menschen nicht gegönnt wird. Ich finde es toll, wie sich Düsseldorf für den Eurovision Song Contest herausgeschmückt hat. Und wenn Spiegel Online und teilweise auch die HAZ sich darüber amüsieren, dass es in Düsseldorf bei einem Bäcker jetzt zum Beispiel Lena-Gebäck gibt, muss es diesem Land ja richtig gut gehen. Es ist ätzend, wie einige Menschen scheinbar immer noch Erfolg anderer nicht akzeptieren können und dann hämisch sich Texte zusammenschustern. Dass das dann auch noch Journalisten sind, die in einer Demokratie eine essentielle Aufgabe haben, macht zumindest mir Sorgen.

Und ich hatte es in diesem Blogeintrag vom Oktober 2010 schon geahnt. Neid überall, dass Düsseldorf den Contest austragen darf. Schon damals lächerliche Argumente.

Es geht aber auch anders, so gibt es bei der FAZ und der ZEIT einen sehr differenzierteren Blick auf Düsseldorf. Hier ist auch nicht alles Gold was glänzt, keine Frage. Aber welche Stadt kann das schon von sich behaupten. Trotzdem – und das merkt jeder, der in diesen Tagen in Düsseldorf ist – geben sich ganz viele Menschen unendlich viel Mühe, dass sich die Teilnehmer und Gäste der Songcontests hier wohl fühlen.

Hätte bloß noch gefehlt, dass sich Spiegel Online darüber beschwert hätte, dass wir Düsseldorfer den Rhein trockener als sonst gelegt haben. Muss sich um das niederländische Partyboot also keiner Sorgen machen. Noch ist genug Wasser da.

In diesem Sinne: Schönes Wochenende. Man liest sich.

Zensus 2011

Wurde heute im Rahmen des Zensus 2011 befragt. Hat zwar nur 10 Minuten gedauert, lässt mich aber doch noch ein wenig nachdenklich zurück. Was gewinnt Deutschland jetzt durch meine paar Antworten bzw. durch die Angaben der vielen anderen Menschen?

Immerhin war ich so clever anzugeben, dass ich Student bin, zumindest ja auch noch für ein paar Monate. Wobei: Wenn jetzt durch den Zensus als Ergebnis feststellt, dass wir zukünftig oder auch jetzt schon zu wenig Studienplätze in Deutschland haben – vor allem auch für ausländische Studierende – ist das ja scheinbar ein großer Erfolg: Endlich mal etwas schwarz auf weiß, mit Statistik ermittelt.

Dann wissen wir alles also ganz genau. Na ja.

2011: Und die Hälfte des Jahres ist noch nicht mal erreicht

Deutschland wird nichtständiges Mitglied im Sicherheitsrat der UN.
Dioxin-Skandal.
Attentat auf die US-Kongressabgeordnete Gabrielle Giffords.
Messi wurde zum Weltfußballer des Jahres 2010 gewählt.
Australien wird überschwemmt.
Rückzug aus Afghanisaten spätestens 2014.
Ausnahmezustand in Tunesien.
Alternativlos.
Regierungskrise in Irland.
Russland und die USA einigen sich auf ein Abrüsten von Kernwaffen.
Japan gewinnt die Asienmeisterschaft im Fußball.
Weißrussland und Demokratie – never.
Mubarak kündigt seinen Rückzug an.
Monica Lierhaus zeigt sich wieder in der Öffentlichkeit.
Flüchtlinge wollen nach Europa.
Anklage gegen Silvio Berlusconi.
Deutsche Börse goes USA.
Die SPD erobert Hamburg.
Guttenberg. Immer nur und überall Guttenberg. Er tritt ab.
Nach Tunesien und Ägypten nun Libyen.
Martin Kaymer führt die Weltrangliste im Golfen an.
Illinios schafft die Todesstrafe ab.
Erdbeben und Tsunami in Japan.
Atomkatastrophe in Japan.
Menschenketten gegen Atomkraftwerke.
Proteste auch in Bahrain. Absage des Formel 1-Auftakts.
3-monatiges Moratorium.
Weiter große Koalition in Sachsen-Anhalt.
Regierungskrise in Portugal, das Land muss sparen.
Lena bekommt einen Echo. Ina Müller war auch schon mal besser.
Baden-Württemberg strahlt grün.
Rheinland-Pfalz weiter mit the Beck’s experience.
Vettel. Vettel. Vettel.
Energiekonzerne reichen Klage gegen Moratorium ein.
Westerwelle tritt als Parteichef zurück.
Portugal braucht Finanzhilfen der Europäischen Union.
In Frankreich tritt ein landesweites Burkaverbot in Kraft.
Gbagbo, der Präsident der Elfenbeinküste, wird festgenommen.
Tornados wüten. Nicht mehr Sweet Home Alabama.
Eisbären eiskalt Deutscher Meister im Eishockey.
Jetzt Ausnahmezustand in Syrien.
Sony gehen Daten verloren – und Ansehen.
Terror in Marokko.
William und Kate heiraten.
Arbeitnehmerfreizügigkeit. Schönes Wort.
Papst Johannes Paul II. wird selig gesprochen.
Osama bin Laden wird getötet. Jubel in den USA.

Und dann wird da im Atlantik so ein Flugschreiber gefunden von einem Flugzeugunglück. Und dann muss ich minutenlang überlegen und dann fällt mir die Nachricht langsam wieder ein. Ach ja, da war mal irgendwas.

Was für ein dichtgedrängtes Jahr 2011 bisher. Und wir haben gerade mal Mai. Und das ist nur eine Auswahl an Ereignissen. Ich habe es mittlerweile aufgegeben auch nur annährend den Überblick zu behalten. Medienkonsum runterfahren. Mittlerweile habe ich seit ein paar Wochen die Einsicht, dass man sowieso nicht mehr alles mitbekommen geschweige denn verstehen und einordnen kann. Aufmerksamkeit ist begrenzt – und man muss sie ja nicht ausreizen.

Kann ich nur empfehlen. Deutlich angenehmer abends in Ruhe den Feedreader zu lesen und zu schauen, was tagsüber passiert ist. Wenn das dann überhaupt noch aktuell und relevant ist.

Zitat des Tages: Dienstag, 3. Mai 2011 – Watching Poor Performances

”Watching our poor away performances week after week, and not having the ability to influence things, has impacted on us. My family think I’m mad devoting so much time and money to the club and, as the match was on TV, I decided to watch it on TV. We couldn’t influence the result, we donated the cost of private plane to a charity for terminally ill children, we thought that would do more good. Had it not been on TV we would have been there.”

David Sullivan, Besitzer von West Ham United, hatte letzten Sonntag keine Lust beim Auswärtsspiel von West Ham dabei zu sein [via Daily Telegraph]

Auch David Gold, der zusammen mit Sullivan die Geschicke bei den Hammers leitet, war nicht im City of Manchester Stadium dabei. Das ist jetzt in erster Linie keine große Meldung wert. Roman Abramovitsch schaut sich schließlich auch nicht jedes Heimspiel des FC Chelsea an, und die US-Besitzer des FC Liverpool wurden am Sonntag gegen Newcastle nicht an der Anfield Road gesichtet. Vielmehr erstaunt die Begründung von David Sullivan: die schlechten und erfolgslosen Auswärtsspiele der Hammers in letzter Zeit. Der letzte Sieg in der Fremde datiert vom 2. Februar, damals ein 3:1 beim FC Blackpool. Seitdem hagelte es fast nur deutliche Niederlagen. Konsequenz: West Ham ist Schlusslicht in der Tabelle, drei Punkte fehlen bis zum rettenden Ufer. Drei Spiele sind noch zu absolvieren. West Ham wird wohl mindestens zwei Siege benötigen um den Klassenerhalt zu schaffen.

Und das Restprogramm hat es in sich: Samstag empfangen die Hammers im Upton Park die Blackburn Rovers, die auf Rang 16 platziert sind und sechs Punkte mehr haben als West Ham. Ein Must-Win-Game für das Team von Avram Grant, ebenso wie die Partie am darauffolgenden Wochenende: Kellerduell bei Wigan Athletic, drei Punkte vor West Ham auf dem ersten Abstiegsplatz. Wird spannend zu sehen sein, ob David Sullivan und David Gold dann wieder live im Stadion sein werden.

Hängt wohl auch vom Ergebnis am Samstag ab. Wenn es ganz blöd läuft an diesem Samstagnachmittag und Blackpool unwahrscheinlicherweise bei Tottenham gewinnt und West Ham verliert, könnte der Abstieg schon so gut wie besiegelt sein. Was dann für die Besitzverhältnisse im Verein heißen und ob Gold und Sullivan sich weiter den Reisestress und die finanzielle Unterstützung eines dann Zweitligisten antun, wird zu klären sein. Ein sportlicher Umbruch würde ebenso folgen. Aber soweit ist es ja noch nicht. Noch hat West Ham es selbst in der Hand.