Beiträge vom August, 2011

Premier League 2011/2012 Preview #1 – Are YOU concerned?

Freitag, 12. August 2011 16:42

Nun geht sie also endlich wieder los. Die Premier League startet morgen in ihre neue Saison. Zunächst mit neun Spielen. Wegen den Auswirkungen der Unruhen in London, die am letzten Wochenende im Stadtteil Tottenham begonnen haben, ist das Spiel zwischen den Tottenham Hotspur und dem FC Everton abgesagt worden. Die Partie wird am kommenden Donnerstag nachgeholt. Sollte es in London ruhig bleiben. Und danach sieht es zum Glück ja momentan aus.

Neun Spiele, von denen uns Sky drei Partien serviert (“Geplant sind aber bis zu fünf Spiele”, schreibt man weiterhin in den Social Media-Auftritten). Darunter immerhin das brisanteste Spiel an diesem Wochenende zwischen Newcastle und Arsenal. Dazu weiter unten mehr. Zwei Spiele finden am Sonntag statt, abgerundet wird der 1. Spieltag durch das Monday Night Game zwischen Man City und Swansea.

FC Liverpool – AFC Sunderland
Für einen Spieler könnte es ein ganz besonderer Nachmittag auf dem Rasen in Anfield werden: Jordan Henderson, 21-jähriger englischer Mittelfeldspieler und im Sommer ausgerechnet von Sunderland zu den Reds gewechselt. Kenny Dalglish hat bestätigt, dass Henderson vor seinem Debüt steht. Und Henderson wäre nur einer der drei Neuzugänge, die im Kader von Liverpool stehen. Auch Charlie Adam und Stewart Downing könnten beginnen. Steven Gerrard fehlt weiterhin wegen seiner Leistenverletzung. Ob Luis Suarez nach seiner Teilnahme an der Copa America schon wieder dabei ist – er trainiert erst wieder seit dieser Woche – ist noch nicht entschieden. “Wir hoffen, dass wir die hohen Erwartungen erfüllen können. Aber gleichzeitig versuchen wir realistisch zu bleiben und konzentrieren uns nur auf das nächste Spiel. Und dann schauen wir mal, wo uns das hinführt”, sagte Dalglish der versammelten Presse. Bei den Gästen aus Sunderland fällt Neuzugang John O’Shea mit Oberschenkelproblemen aus, dafür sind Wes Brown, Craig Gardner, David Vaughan, Sebastian Larsson und Connor Wickham im Kader. Insbesondere Wickham soll Gyan im Sturm unterstützen.

Queens Park Rangers – Bolton Wanderers
Was gibt es Schöneres für einen Aufsteiger als gleich am ersten Spieltag ein Heimspiel auszutragen. In diesen Genuss kommt QPR gegen Bolton. Wobei, ob es ein Genuss wird, wird sich erst nach den 90 Minuten zeigen. Obwohl die Queens Park Rangers einiges an Geld im Hintergrund haben, hat man sich mit großen finanziellen Investitionen zurückgehalten und hat häufig ablösefreie Spieler verpflichtet. Ausnahmen bestätigen die Regel, und die Ausnahme ist auch der bekannteste Neuzugang. DJ Campbell kam von Absteiger FC Blackpool. Neil Warnock, Trainer von QPR, konnte sich also nicht gegen die Besitzer durchsetzen bezüglich höherer Transferausgaben. Was der Kader von QPR wert ist, wird sich dann in den ersten Spielen zeigen. Die Wanderers, die saisonübergreifend nur eines der letzten 18 Auswärtsspiele gewonnen haben, haben im Sommer nicht viel umgestellt. Trainer Owen Coyle vertraut weiter seinem 4-4-2 mit Davies und Klasnic im Sturm. Tyrone Mears und Chung-Yong Lee fehlen hingegen nach ihren schweren Verletzungen in der Saisonvorbereitung.

FC Fulham – Aston Villa
Es ist das Spiel der beiden neuen Trainer. Martin Jol bei den Cottagers, Alex McLeish bei Aston Villa. Für beide wäre ein guter Start wichtig. Wobei für McLeish eigentlich noch mehr, denn viele Villa-Fans waren verärgert und wütend über die Bekanntgabe des neuen Trainers. Ausgerechnet vom Stadtrivalen Birmingham City. Da hat McLeish a priori schon mal viel Überzeugungsarbeit zu leisten. Und das geht in erster Linie mit erfolgreich gestalteten Spielen. Interessant wird sein, wie McLeish sein Mittelfeld aufstellt. Ashley Young und Stewart Downing haben den Verein verlassen, Jean Makoun und Stephen Ireland fehlen verletzt. Fest steht das Sturmduo: Emile Heskey und Darran Bent. Bei Fulham wird Neuzugang John Arne Riise mit von der Partie sein.

Wigan Athletic – Norwich City
Zum ersten Mal seit 2004/2005 steht Norwich City wieder in der Premier League. Trainer Paul Lambert, den meisten sicherlich noch durch seine Zeit bei Borussia Dortmund bekannt, bezeichnet das erste Saisonspiele als “step into the unknown“. “Es ist eine neue Situation für mich und die Spieler. Aber wir haben uns das Recht erspielt in der Premier League zu sein, also werden wir das jetzt angehen.” Wigan hat das jüngste Team in der Premier League. Das spricht nicht unbedingt für die Latics. Im Abstiegskampf zeichnet sich gewöhnlich Erfahrung aus. Wigan hat nur eines der letzten sechs Spiele am ersten Spieltag gewonnen.

Blackburn Rovers – Wolverhampton Wanderers
Zum ersten Mal seit 2003 treffen sich beide Teams am ersten Spieltag. Und wollen die Vergangenheit ganz schnell abhaken. Blackburn und die Wolves sicherten sich erst am letzten Spieltag der vergangenen Saison den Klassenerhalt. Und es wäre nicht überraschend, wenn sich beide Mannschaften auch in dieser Saison im Abstiegskampf befinden. Roger Johnson, Jamie O’Hara und Dorus De Vries sind als Neuzugänge bei den Wolves dabei. Bei Blackburn wird Neuzugang Radosav Petrovic, der von Partizan Belgrad gekommen war, in der Startelf stehen. Die Rovers haben keines der sechs Spiele gegen die Wolves verloren. Zu Buche stehen vier Siege, zwei Remis.

Newcastle United – FC Arsenal
Sky Sport1/ HD Extra live, Samstag 18h25, Kommentar: Markus Gaupp

Pressekonferenzen mit Arsene Wenger sind sowieso immer Genuss, aber besonders in diesen Tagen, wo sich bei Arsenal eigentlich nur alles darum dreht, ob Nasri und/oder Fabregas den Verein verlassen und wann endlich die Neuzugänge verkündet werden. Und solange da nichts Neues zu vermelden ist, sperrt sich Wenger vehement dagegen auch nur irgendeine Prognose abzugeben, Namen zu nennen oder Gerüchte zu kommentieren. Für die schreibende Zunft quasi ein Worst-Case-Szenario. Bei der heutigen Pressekonferenz um 10 Uhr deutscher Zeit – einen ausführlichen Zusammenschnitt gibt es bei der BBC – gab es dann auch die lapidare Aussage von Wenger, dass es keine neuen Nachrichten gebe und er nicht erwarte, dass Spieler den Verein verlassen. Ein Journalist fragt Wenger bezüglich der vehementen Anstrengungen von Man City Nasri mit einem deutlich höheren Angebot zu verpflichten: “Are you concerned?” Wenger lacht in sich hinein: “Are YOU concerned?” gibt es dann als Antwort. Es ist weiter alles offen. Von Wenger bekommt man keine Infos. Derzeit sieht es so aus, als sei Fabregas auf dem Weg nach Barcelona. Die Verhandlungen seien relativ weit fortgeschritten, liest man auf Twitter von einigen Journalisten, die exklusive Infos zu haben scheinen. Eine Einigung könnte am Wochenende erzielt werden, momentan will Arsenal wohl möglichst viel Geld aus dem Transfer ziehen. Deswegen gestalten sich letzte Absprachen schwierig. In der causa Nasri gibt es keine neuen Wasserstandsmeldungen. Also ist der derzeitge Stand: Fabregas wohl weg, Nasri unsicher. Aber das kann morgen ja schon wieder anders aussehen.
Fabregas und aller Voraussicht nach auch Nasri stehen nicht im Kader für das Auswärtsspiel in Newcastle. Fabregas, weil er nicht fit sei nach seiner Verletzung. Nasri, weil er sich nach seiner Krankheit noch nicht wieder komplett erholt hat. Walcott und Vermaelen sind wieder im Kader, ebenso wie Van Persie, der Kapitän für das Spiel ist, und Kieran Gibbs. Wilshere und Diaby fehlen verletzt. Also werden wohl Song und Ramsey den defensiven Part im Mittelfeld übernehmen, Rosicky und Walcott den offensiven Teil. Gervinho und Van Persie stürmen. Newcastle hat nur eines der letzten neun Heimspiele verloren und blickt auf einen etwas ruhigeren Sommer als die Gunners. Auch wenn die Magpies einige bitteren Pillen schlucken mussten. Im Januar erst der Weggang von Andy Carroll, im Sommer jetzt Kevin Nolan und seit gestern José Enrique, der zum FC Liverpool marschiert. Scheint eine gern genommene Route zu sein. Alan Pardew wird von den meisten Buchmachern als erster entlassener Trainer gesehen. Sturmduo morgen heißt übrigens Demba Ba und Shola Ameobi. Hätten die meisten Newcastle-Fans im Januar auch nicht gedacht. Fußball ist ein schnelllebiges Geschäft. Are you concerned?

Stoke City – FC Chelsea
Der FC Chelsea kann mit einer beeindruckenden Statistik aufwarten. Die Blues haben ihre letzten neun Saisoneröffnungsspiele gewinnen können. Bestwert, seitdem die Premier League vor 20 Jahren startete. Damit diese Bilanz weiter besteht, braucht es eine konzentrierte und engagierte Leistung bei den heimstarken Potters. Trainer Tony Pulis konnte sein Team fast komplett zusammenhalten und keine nennenswerten Abgänge verpflichten. Mit Jonathan Woodgate von den Tottenham Hotspur hat sich Stoke nochmal zusätzliche Erfahrung für die Verteidigung geholt. Man muss den Spielstil von Stoke nicht mögen. Das kraftvolle, hin und wieder leicht überharte Auftreten. Aber man muss Stoke bescheinigen, dass sie sich spielerisch in den letzten Jahren doch weiter entwickelt haben. Weiterhin liegt der Fokus auf den Standardsituationen, doch verstehen es die Potters mittlerweile ganz gut kreativen Fußball zu spielen, der über lange Einwürfe von Rory Delap hinausgeht. Bei Chelsea ist Fernando Torres rechtzeitig fit geworden und steht im Kader.

West Bromwich Albion – Manchester United
Sky Sport 1/ HD 2 live, Sonntag 16h45, Kommentar: Andreas Renner

Der Meister startet am Sonntag bei West Bromwich Albion, die immer noch von Roy Hodgson trainiert werden. Jener Hodgson, der nach seiner erfolgreichen Zeit in Fulham keinen Erfolg bei Liverpool hatte, letzte Saison aber die Baggies aus dem Tabellenkeller zum Klassenerhalt führte. 20 Punkte in den 12 Spielen unter seine Regie konnte West Brom holen. Entsprechend zuversichtlich blicken viele Fans von WBA auf die neue Saison, sprechen teilweise schon von einem einstelligen Tabellenplatz. Dafür ist das Spiel gegen Man Utd, die schwere Aufgabe zum Saisonstart, sicherlich nicht der Maßstab. Bekannteste Neuzugänge bei West Brom sind sicherlich Ben Foster von Birmingham City und Zoltan Gera aus Fulham, den Hodgson während seiner Zeit an der Themse schon trainierte. Ein anderer Spieler sollte aber noch die Aufmerksamkeit bekommen: Gareth McAuley, nordirischer Nationalspieler, 31 Jahre alt, Innenverteidiger, der ablösefrei von Ipswich Town aus der Championship kam. McAuley wurde erst mit 24 Profifußballer, es steht seine erste Saison in der Premier League bevor. Mit Scott Dann und Roger Johnson hat er aber zwei erfahrene Spieler vor sich, von denen er sicherlich noch einiges lernen kann. West Brom hat noch nie am ersten Spieltag einer Saison gewinnen können. Man Utd geht natürlich als Favorit in die Partie, muss aber auf Javier Hernandez verzichten. Wäre mal wieder Zeit sich für Dimitar Berbatov zu empfehlen. Ob für Sir Alex oder einen neuen Verein, dürfen Sie selbst entscheiden.

Swansea City – Manchester City
Sky Sport 1/ HD 2 live, Montag 20h55, Kommentar: Sven Schröter

Das Starensemble von Man City hat seinen ersten Auftritt im Etihad Stadium am Montagabend, leider noch nicht ganz zu der Zeit, wo es schon komplett dunkel ist. Trotzdem wird die Atmosphäre für Blue Moon so oder so wieder einzigartig sein. Dieses Attribut würden die Fans auch gerne nach dem Spiel von ihren Citizens sagen. In der letzten Jahren war der Saisonauftakt nicht unbedingt die beste Gelegenheit dazu. Denn City konnte am ersten Spieltag die letzten fünf Heimspiele nicht gewinnen. Ein Punktgewinn wäre für die Waliser aus Swansea ein Auftakt nach Maß. Trainer Brendan Rodgers wird versuchen sein attraktives Kurzpassspiel aus der Saison in der zweiten Liga mit in die neue Spielzeit zu transformieren. Das wird in der Premier League sicherlich schwieriger umzusetzen sein, aber es gibt genügend Beispiele für spielstarke Aufsteiger, die glänzende Saisonstarts hatten, in den letzten Jahren zum Beispiel Hull City oder der FC Blackpool. Warum nicht Swansea? Carlos Tevez und Aguero werden wohl nicht spielen bzw. nur auf der Bank sitzen. Auf Torejagd darf dann Edin Dzeko gehen.

Schön, dass es endlich wieder losgeht.

Thema: Premier League | Kommentare (2) | Autor: medispolis

Premier League 2011/2012: 10 Talking Points für die neue Saison

Donnerstag, 11. August 2011 19:36

1. Martin Jol als neuer Trainer beim FC Fulham
Wenn es einen Trainer in dieser Premier League Saison gibt, der sich noch einmal richtig beweisen will auf der Insel, dann ist das definitiv Martin Jol. Nach seinem geschmacklosen Rausschmiss im Herbst 2007 bei den Tottenham Hotspur und den Zwischenstationen Hamburger SV und Ajax Amsterdam will Jol nun noch einmal demonstrieren, dass er ein Team zum Erfolg formen kann. Mit Fulham konnte er in der Vorbereitung schon häufiger üben. Die Cottagers spielen dank Gewinn der Fairplay-Wertung die Qualifikation für die Europa League und sind noch eine Runde von der Gruppenphase entfernt. Die Vorbereitung verlief also ruhig, konzentriert und durchaus erfolgreich. Mit Pajtim Kasami vom US Parlermo hat Fulham sich jugendliche Kreativität für das offensive Mittelfeld geholt, gleichzeitig wurde mit der Verpflichtung von John Arne Riise (ehemals AS Rom, davor mal Liverpool) Erfahrung für die Linksverteidigerposition geangelt. Die Kombination aus Erfahrung und jungen Spielern – das ist die Handschrift von Martin Jol, bekannt aus erfolgreichen Zeiten bei den Spurs. Der Niederländer will sich ja nochmal beweisen.

2. Blackburn Rovers: Chicken anyone?
Vor einer schwierigen Saison stehen die Blackburn Rovers. Letzte Saison gerade so den Abstieg verhindert, geht Trainer Steve Kean jetzt in seine erste Saison mit den Rovers nach langer intensiver Vorbereitung. So richtig angekommen scheint Kean noch nicht zu sein, zu plötzlich war seine Beförderung letzte Saison nach dem überraschenden Rausschmiss von Big Sam Allardyce durch die neuen indischen Unternehmer, der Hähnchenproduzent Venky’s. Ganz große Brötchen wollten die Inder mit den Rovers backen. Dafür gehen sie bisher noch erstaunlich defensiv vor. Erstmal wurde Phil Jones für 20 Millionen Euro an Manchester United verkauft, rund 5 Millionen Euro davon wurden in Radosav Petrovic von Partizan Belgrad und David Goodwillie von Dundee United aus Schottland investiert. Mehr aber auch nicht. Die großen finanziellen Sprünge hat Venky’s noch nicht durchgeführt.

3. Theater, Theater: Wo bekommt der FC Everton neues Geld her?
Bill Kenwright ist nicht nur ein erfolgreicher britischer Schauspieler und Theaterproduzent, sondern auch Präsident des FC Everton und auf der Suche nach einem Investor für den Verein – und das schon ziemlich lange. Seit Jahren gehen die Toffees finanziell auf Krücken, spielen in einem für Premier League Verhältnisse eher wenig modernen Stadion. Seit Jahren hoffen die Fans auf neue Spieler, doch der Verein hat schlicht kein Geld für Transfers. Im Sommer 2010 wurde auf Neuzugänge verzichtet, auch in diesem Jahr hat der FC Everton noch keinen Penny in neue Spieler investiert, obwohl man deutlich über 2 Millionen Pfund von Norwich City für Stürmer James Vaughan bekommen hat. Solange kein Investor, solange keine großen Sprünge. Dass die Toffees trotzdem wieder für einen einstelligen Tabellenplatz favorisiert werden, zeigt, wie gut Trainer David Moyes mit seinem Team arbeitet. Ist halt eine eingespielte Mannschaft, die sich seit Jahren nicht groß verändert.

4. 140 Zeichen, große Wirkung: Twitter und die Premier League Vereine
Spätestens seit Joey Barton ist das Thema twitternde Fußballprofis wieder ein Thema in der Premier League. Obwohl Barton noch ein Jahr Vertrag bei Newcastle United hat, kritisierte er via Twitter das Management des Vereins und wurde zu Straftraining und einer Geldstrafe verdonnert. Und als i-Tüpfelchen setzte der Verein Barton gleich noch auf die Transferliste mit dem Nachruf, er könne den Verein sofort verlassen. Seitdem wirbt Barton mehr oder weniger offensiv für sich und eine neue Festanstellung. Magpies-Trainer Alan Pardew hat zwar nicht völlig ausgeschlossen, dass Barton noch eine Zukunft in Newcastle hat, doch scheint dies eher unwahrscheinlich. Nach dem kleinen Ausraster kam sofort wieder die Diskussion auf, ob es Richtlinien für den Umgang mit Twitter durch die Vereine geben soll und was Spieler twittern dürfen und was nicht. Die Football Association vertritt vehement die Ansicht, dass die Verein verantwortlich dafür sind, ihren Spielern den Umgang mit Social Media zu lehren und dabei auch auf externe Kräfte zurückgreifen dürfen/müssen/sollen.

5. Alex McLeish bei Aston Villa
Neuer Trainer auch in Birmingham, wobei so groß die Umstellung für Alex McLeish nicht ist, kommt er doch von Absteiger Birmingham City, bleibt also in der zweitgrößten Stadt Englands. Bei Aston Villa wird ganz interessant zu beobachten sein, wie sie die Abgänge von Ashley Young und Stewart Downing verkraften. Für die Flügelflitzer wurde kein Ersatz verpflichtet. Insbesondere Nachwuchstalent Mark Albrighton wird eine wichtigere Schlüsselrolle als vergangene Spielzeit bekommen. Ob Charles N’Zogbia Ashley Young im linken Mittelfeld ersetzen kann, bleibt abzuwarten.

6. Aufgepasst, Verteidigung: Grant Holt und die Kanarienvögel kommen
Von den drei Aufsteigern werden vor allem den Queens Park Rangers und Norwich City von vielen Experten gute Chancen eingeräumt die Klasse zu halten. Einzig Swansea City muss nach dem Urteil der schreibenen Zunft in mächsten Mai wieder in die Championship zurückkehren. So oder so wird es für die drei Neulinge eine abwechselungsreiche wie spannende Saison. Vor allem auf Norwich City freue ich mich. Nach sechs Jahren Abstinenz sind die Kanarienvögel wieder in der Premier League. Auf einen Spieler sollte Ihre Aufmerksamkeit gerichtet sein, nämlich Stürmer Grant Holt. Der 30-jährige Engländer spielt seit Sommer 2009 bei Norwich City und hat in 84 Spielen 45 Tore erzielt, also im Schnitt mehr als fast zwei Treffer pro Partie. In der vergangenen Saison erzielte er 21 Treffer und war damit maßgeblich am Aufstieg von Norwich beteiligt. Jetzt hoffen die Fans, dass er auch in der Premier League weiterhin mit der Quote trifft.

7. Ein neues Wunder für Roberto Martinez?
Auch Wigan Athletic konnte erst in letzter Sekunde den Abstieg verhindern. Roberto Martinez schaffte das nicht mehr für möglich gehaltende Wunder. Im Sommer war der Spanier ein gefragter Trainer. Es gab eine offizielle Anfrage für Aston Villa, doch Martinez blieb den Latics treu. Und steht vor einer Herkulesaufgabe. Er hätte es bei Villa sicherlich einfacher haben können. Mit Charles N’Zogbia verlor Wigan ausgerechnet an Aston Villa eine der Stützen des Teams. David Jones von den Wolverhampton Wanderers soll die Lücke schließen. Die Betonung liegt auf soll, denn N’Zogbia war das Herz im Mittelfeld von Wigan. Das wird äußerst schwierig. Mit Ali Al-Habsi hat Wigan immerhin einen starken Torhüter längerfristig an den Verein gebunden. Trotzdem ist der Kader extrem dünn besetzt.

8. Wer geht auf Torejagd für den FC Sunderland?
Die Black Cats haben letzte Saison eine exzellente Vorrunde gespielt. Dann ging Stürmer Darran Bent zu Aston Villa und Sunderland spielte eine miserable Rückrunde. Der Abgang von Bent konnte nicht kompensiert werden. Nun hatte Trainer Steve Bruce einen Sommer lang Zeit einen Nachfolger zu finden um Asamoah Gyan im Sturm ein wenig zu entlasten. Und Bruce war fleißig auf dem Transfermarkt. 11 neue Spieler wurden verpflichtet, davon aber nur zwei Stürmer. Auf Torejags sollen jetzt Connor Wickham, Neuzugang von Ipswich Town, 9 Millionen Euro teuer, und Dong-Won Ji, der von Chunnam Dragons in der K-League auf die Insel wechselte.

9. All he needs is a trophy. Wohin führt der Weg von Arsene Wenger?
Arsene Wenger stehe mal wieder vor einer entscheidenen Saison, heißt es in allen Vorschauserien zur Premier League. Es gehe mal wieder darum, ob Wengers Philosophie des soliden Wirtschaftens und der Aufbau von Stars durch den Kauf junger Perspektivspieler ein weiteres Mal scheitern wird, also nicht zu einem Titel führt. Spätestens dann sei Wenger bei Arsenal gescheitert. Aber diese Satzbausteine liest man ja durchaus schon seit drei Jahren jeden Sommer. Da dürfte also was dran sein. Blickt man durch die vielen Prognosen, wird Arsenal überraschend häufig nicht mehr in den Top Four gesehen. Das geht einher mit meiner dieses Mal sehr skeptischen Prognose. Ich sehe Arsenal auch eher auf dem fünften Platz, vielleicht mit Liverpool im Kampf um den vierten Rang. Mehr wird es aber nicht sein. Problem bleibt weiterhin die Defensive. Da hat Arsenal noch Nachholbedarf. Offensiv ist man sehr gut aufgestellt, auch wenn Fabregas nun wahrscheinlich doch zum FC Barcelona wechselt. So skeptisch wie vor dieser Saison waren die Prognosen bezüglich des FC Arsenal noch nie. Bisher haben die Gunners stets das Gegenteil geliefert. Stets die hohen Erwartungen nicht erfüllt. Vielleicht ist es diesmal genau umgekehrt. Es wäre notwendig für Arsene Wenger. Sonst bräuchten die Journalisten im nächsten Sommer neue Satzbausteine, vielleicht ohne den Namen Wenger. All he needs is a trophy.

10. Noch ein Stürmer to watch: Danny Graham, Swansea City
Sky zeigt am Montagabend gleich das erste Spiel von Aufsteiger Swansea City. Bitte schreiben Sie sich doch schon mal einen Spielernamen auf, der wichtig in dieser Saison werden könnte. Danny Graham, 25 Jahre alt, Stürmer der Schwäne. Graham war letzte Saison noch in Diensten des FC Watford in der Championship und dort mit 24 Treffern Torschützenkönig. Watford, Vorort von London, ist finanziell auch nicht der wohlhabenste Verein und konnte Graham natürlich nicht halten – wollte aber nochmal richtig Geld einstreichen. Im Mai kam die erste Offerte für Graham, von Aufsteiger Queens Park Rangers. Doch Besitzer Bernie Ecclestone wollte nur schlappe 2,5 Millionen Pfund aufbieten. Das war für Watford zu wenig. Swansea legte daraufhin noch einmal eine Million Pfund oben drauf – und Watford gab das Okay. So hat Swansea dem direkten Konkurrenten QPR einen großen Hoffnungsträger vor der Nase weggeschnappt.

Vorschau zum 1. Spieltag spätestens Samstagvormittag an dieser Stelle. Man liest sich.

Thema: Premier League | Kommentare (3) | Autor: medispolis

Premier League 2011/2012: Blick auf die Medienberichterstattung

Dienstag, 9. August 2011 20:35

Wie jedes Jahr vor dem Start der Premier League Saison eine wieder unvollständige und subjektive Liste zur Medienberichterstattung über die Premier League Saison 2011/2012. Wenn man so will, ist es eine Auflistung mit Informationsmöglichkeiten, die ich relativ häufig nutze um mich über die Premier League zu informieren. Hat sich im Vergleich zu den letzten Jahren gar nicht so viel verändert. Aber warum soll man auf Gutes und Bewährtes auch verzichten? Kleine Änderungen und Ergänzungen gibt es aber doch. Wer weitere Tipps, Hinweise und Informationen hat, ist herzlichst dazu eingeladen dies in den Kommentaren bekannt zu geben.

Premier League im TV
Sky Deutschland: Live-Fußball und Zusammenfassungen aus der Premier League gibt es in Deutschland weiterhin nur im Pay-TV. Sky wirbt zwar weiterhin damit, dass man “bis zu fünf Spiele” zeige und flexibel nach Wunsch der Zuschauer reagiert. In der Regel gibt es pro Spieltag drei Spiele, alle in HD. Von den Spieltagen unter der Woche sind es zwei Partien. Der Fokus soll auf den Top-Spielen liegen, aber es wird häufiger auf Spiele mit Top Six-Beteiligung verzichtet, wenn sie ungünstig liegen. Stattdessen gibt es dann vermeintlich unattraktivere Monday Night Games, wie QPR-Newcastle. Zusammenfassung aller Spiele des Spieltages in Premier League Kompakt sonntags um 21:00 Uhr, direkt nach Sky90, allerdings nur noch 30 Minuten lang.. Freitagabend und Samstagmittag gibt es vor jedem Spieltag das 30-minütige Premier League Magazin. So oder so eine deutliche Verschlechterung des Angebots im Vergleich zur Vorsaison. Weitere Informationen auf der Sky-Website.
BSkyB und ESPN UK: Wer etwas mehr Geld hat und gute persönliche Kontakte auf die Insel hat und darüberhinaus noch über einen Satellitenanschluss verfügt, kann sich auch die Pay-TV Pakete von Sky Sports und ESPN UK holen. Sky zeigt 115 Spiele live, ESPN UK etwa 25 Begegnungen. Mehr Infos bei ESPN UK und Sky Sports.
BBC Match of The Day: Wer einen Satellitenanschluss hat und die BBC-Kanäle empfangen kann, kommt in den Genuss der Spieltagszusammenfassungen der BBC. Immer samstags ab 23:30 Uhr deutscher Zeit auf BBC One (Moderatoren: Gary Lineker und Colin Murray). Wiederholung sonntagmorgens um 08:30 Uhr auf BBC One. Die Sonntagsspiele werden in Match of The Day 2 zusammengefasst, immer sonntags um 23:00 Uhr auf BBC Two. Weiter im Programm auch die Sendung Football Focus, jeden Samstag um 13:15 Uhr auf BBC One. Ab 17:30 informiert die Sendung Final Score in einer Art Schlusskonferenz über die Premier League Spiele. Die Sendung läuft bereits ab 15:30 Uhr auf den Interaktiv-Kanälen der BBC via Red Button und wird ab 18:30 Uhr in Ausschnitten auf BBC World wiederholt und damit auch für Kabelnutzer in Deutschland zu sehen

Premier League im Radio
BBC Five Live: Umfangreiches Begleitprogramm zur Premier League, die Live-Spiele sind für Kontinentaleuropäer weiterhin nicht zu empfangen. Jeden Tag gibt es abends ab 20:00 Uhr eine tägliche Sportsendung, welche die Geschehnisse vom Tage aufarbeitet. Jeden Freitag von 20:00 Uhr bis 23:00 Uhr Kicking-Off, die Preview-Show fürs Wochenende, mit Colin Murray, in der die Premier League den Schwerpunkt bildet. Jeden Montag ab 20:00 Uhr der Monday Night Club mit der Aufarbeitung des Wochenendes. Moderation: Marc Chapman (@marcchapman), Gäste sind meist John Motson, Steve Claridge und Ian McGarry, Sportjournalist der SUN. Alle Berichte und Sendungen nachzuhören im 5 Live Football Player.
TalkSport: Sportradio auf der Insel mit allen wichtigen Sportnews. Für Premier League Fans sind vor allem folgende Sendungen interessant. Sie sind alle live per Webstream zu hören. Sports Breakfast, jeden Tag von 7-11 Uhr, am Wochenende von 9-13 Uhr mit umfangreicher Presseschau. Und die Sendung Drivetime, montags bis Freitags von 17-20 Uhr, wo ausführlicher sich den Themen des Tages gewidmet wird.

Premier League Podcasts
Football Weekly: Immer montags und donnerstags (meist am frühen Abend) ist die neuste Episode verfügbar. Meist 40 Minuten amüsantes und informatives Gespräch über die Premier League und internationalen Fußball. Regelmäßige Gäste sind unter anderem die Guardian-Journalisten Sean Ingle (@seaningle), Barry Glendenning (@bglendenning), John Ashdown, Barney Ronay (@barneyronay), James Dart (@James_Dart). Sowie Raphael Honigstein (@honigstein) als Experte für die Bundesliga, Sid Lowe (@sidlowe) für die Primera Division und Paolo Bandini (@Paolo_Bandini) für den italienischen Fußball. Moderation: James Richardson, gleichzeitig Experte für die Serie A. Erste Folge zum Saisonauftakt erscheint bereits an diesem Mittwoch, 10. August.
BBC Five Live Football Daily: Spielberichte, Interviews und die Highlights der Diskussionsrunden werden hier zusammengestellt, samstags ausführliche Ausgabe mit Spielberichten und Interviews. Podcast meist am frühen Morgen mit den Höhepunkten des gestrigen Tages verfügbar. Eignet sich perfekt als Begleitung auf dem Weg zur Arbeit oder Uni.
BBC Five Live 606: Phone-In der englischen Fußballfans. Erscheint meist dreimal pro Woche am Samstagabend, Sonntagabend und Mittwochabend. Wer wissen will, was die Fans denken, kommt um diesen Podcast nicht herum.
BBC Five Live Sportsweek: Jeden Sonntagmorgen von 09:30 bis 10:30 Uhr empfängt Gary Richardson einen Sport-Journalisten und diskutiert die wichtigsten Sportthemen der Woche, häufig sind drei bis vier Gäste per Telefon zugeschaltet oder sogar im Studio anwesend.
The Times Game-Podcast: Immer noch nicht hinter der Bezahlschranke verschwunden. Den Podcast gibt es weiter kostenlos. Rückblick auf das Premier League Wochenende. Erscheint jeweils Montagabend. Regelmäßiger Gast ist Gabriele Marcotti (@Marcotti) und die Times-Korrespondenten. Ein eher schlichter Podcast, aber äußerst informativ.
Premier League Podcast: Seit letzter Saison gibt es den offiziellen Podcast der Barclays Premier League mit einer ausführlichen Vorschau auf den Spieltag. Erscheint immer donnerstags. Vorteil: Man erhält meist aktuelle Statements von Trainern und Spielern. Meist ist ein Journalist oder ehemaliger Spieler zu Gast, inklusive Raterunde und Tippspiel.
ESPN Soccernet: Ähnelt ähnlich dem Football Weekly Podcast, ist aber etwas länger und ausführlicher, dafür nicht ganz so unterhaltsam. Trotzdem empfehlenswert, weil in alle großen europäischen Ligen geschaut wird. Mit der Premier League wird stets begonnen. Erscheint zweimal die Woche, jeweils Montag und Donnerstag am frühen Abend.
EPL Talk Podcast: Der amerikanische Blick auf die Premier League. Erscheint meist wöchentlich, gibt aber auch häufige Sondersendungen und interessante Interviewgäste. Nicht sehr bekannt, aber sehr gut.
5 live’s World Football Phone-in: Einmal pro Woche liegt der Fokus auf dem Weltfußball, aber auch auf die Premier League wird geschaut. Kombination aus Informationen, Expertengespräch und Anrufe von Fußballfans.

Nachrichtenportale und Zeitungen:
Natürlich in aller erster Linie die großen Nachrichtenportale, allen voran die BBC, Sky Sports und ESPN Soccernet. Ebenso ans Herz zu legen ist Goal.com (von mir liebevoll nur noch Gerüchte.com genannt).
Die Online-Auftritte der großen überregionalen Zeitungen, allen voran der Guardian, der Independent und der Daily Telegraph.
Für den etwas boulevardesken Blick mit vielen Gerüchten ist die Daily Mail und die SUN empfohlen.
Für eine eher regionalere Berichterstattung empfehle ich die Liverpool Daily Post, die Manchester Evening News, den London Evening Standard , Metro Online und die Birmingham Post.
Die offizielle Seite der Premier League bietet ebenfalls die neuesten Nachrichten.
Nachrichten aus der Premier League ebenfalls bei Eurosport UK und Four Four Two.
Nachrichten auf deutsch: Spox, Sport 1 und der Kicker.

Premier League Blogs
BBC Football Blog: Aktuelle Hintergründe zum englischen Fußball
Phil McNulty: Der BBC-Sportkorrespondent (@philmcnulty) begleitet in seinem Blog die Premier League Saison mit meist zwei wöchentlichen Kolumnen.
Guardian Sport-Blog: Nicht nur für Premier League Fans interessant.
Paperround: ESPN Soccernet schaut in die Sportressorts der englischen Zeitungen.
EPL Talk: News, Hintergründe und Geschichten aus den USA über die Premier League, inklusive Blick auf die mediale Begleitung der Premier League in den Staaten.
Pitch Invasion: Berichte aus der globalen Welt des Fußballs, hin und wieder auch mit exzellenten Berichten zur Premier League.
The Swiss Ramble: Ganz großartiges Blog eines Arsenal-Fans aus Zürich. Schwerpunkt ist der wirtschaftliche Blick auf den Fußball. Exzellente Analysen und gute Datenaufbereitung. Top-Blog.
Life is a Pitch: Blogs, Interviews und Analysen von den Sportjournalisten auf der Insel. Zudem ausgewählte News aus der Premier League.
Ballverliebt: Fußballblog mit Autoren aus Österreich, Schwerpunkt stellen taktische Analysen von nationalen und internationalen Spielen dar, auch aus der Premier League
Zonalmarking: Die Top-Adresse für Fußballtaktik. Michael Cox blickt regelmäßig auf die Top-Duelle in der Premier League.
Dirty Tackle: Das Yahoo Sport Blog zum Weltfußball, beinhaltet auch zahlreiche Analysen zum Geschehen in der Premier League.
The Offside: Lese ich unglaublich gerne. Schöne Aufbereitung und Analyse der aktuellen Nachrichten aus der Premier League.
Rapidhammer: Aus Österreich der Blick auf die Premier League mit Fokus und Leidenschaft für West Ham United.
Paul Parker: Der ehemalige englische Nationalspieler mit Analysen zur Situation in der Premier League.
Early Doors: Tägliche Berichte und Hintergründe aus dem englischen Fußball, amüsant und mit der nötigen Portion Humor erzählt. Empfehlenswert.
Four Four Two Inside Track: Redaktionsblog von Four Four Two, häufig mit gelungener Vorschau auf den Premier League Spieltag und den Tops und Flops des Spieltags zu Beginn jeder Woche.
The Spoiler: “The Most influential football blog of the decade, sagt Sports Illustrated. Häufig humorvoller Blick auf das Fußballgeschehen weltweit.
Arseblog: Eines der besten Blogs über den FC Arsenal, blickt aber auch häufiger auf das generelle Geschehen in der Premier League.
Republik of Mancunia: Lesenswertes Blog zum Geschehen bei Manchester United

Informative Sportjournalisten auf Twitter (neben den bereits weiter oben erwähnten):

Ian Macintosh, freier Journalist (@ianmacintosh)
Matt Law, Daily Express (@MattLawExpress)
Henry Winter, Daily Telegraph (@henrywinter)
Guy Mowbray, BBC (@Guymowbray)
Jamie Jackson, The Guardian (@GuardianJamieJ)
Richard Conway, Sky News (@richard_conway)
John Cross, Daily Mirror (@johncrossmirror)
Dominic Fifield, The Guardian (@domfifield)
Oliver Kay, The Times (@OliverKayTimes)
Owen Gibson, The Guardian (@owen_g)
Jacob Steinberg, The Guardian (@JacobSteinberg)
Daniel Taylor, The Guardian (@DTGuardian)
Dean Scoggins, The SUN (@SunDeanScoggins)

Social Media-Aktivitäten der Premier League Klubs:

Arsenal (Twitter/Facebook)
Aston Villa (Twitter/Facebook)
Blackburn Rovers (Twitter/Facebook)
Bolton Wanderers (Twitter/Facebook)
Chelsea (Twitter/Facebook)
Everton (Twitter/Facebook)
Fulham (Twitter/Facebook)
Liverpool (Twitter/Facebook)
Manchester City (Twitter/Facebook)
Manchester United (Twitter/Facebook)
Newcastle United (Twitter/Facebook)
Norwich City (Twitter/Facebook)
Queens Park Rangers (Twitter/Facebook)
Stoke City (Twitter/Facebook)
Sunderland (Twitter/Facebook)
Swansea City (Twitter/Facebook)
Tottenham Hotspur (Twitter/Facebook)
West Bromwich Albion (Twitter/Facebook)
Wigan Athletic (Twitter/Facebook)
Wolverhampton Wanderers (Twitter/Facebook)

So, ich hoffe, Sie sind einigermaßen vorbereitet. Es kann dann demnächst auch losgehen.

Thema: Premier League | Kommentare (5) | Autor: medispolis

Vor der Premier League Saison 2011/2012: Big Six, Five, Four, Three?

Montag, 8. August 2011 17:58

Am Samstag hat die Leidenszeit für die Fußballfans auf der Insel ein Ende. Die Premier League fängt wieder an. Die vielleicht beste und spielstärkste Liga geht in ihre 20. Saison. Markiete die letzte Spielzeit mit dem 19. Meistertitel von Manchester United und dem damit verbundenen Status als englischer Rekordmeister eine kleine Zeitenwende, zumindest was die Statistik angeht, ist die Ausgangslage vor der Saison 2011/2012 im Titelkampf vielleicht so offen wie nie.

Die Premier League hat in den letzten Jahren wieder an Spannung und Dramatik zu genommen, weil die Liga insgesamt ausgeglichener geworden ist. Nach der Wirtschafts- und Finanzkrise 2008 mussten die großen Klubs und ihre zahlungskräftigen Besitzer ein wenig mit dem eigenen Geld haushalten. Die anderen Teams haben zwar nicht finanziell aufgeschlossen, die fehlenden Investitionen von Man Utd über Liverpool bis Arsenal haben sich aber insofern deutlich gezeigt, als dass die Dominanz der ehemals Big Four geringer geworden ist. Es ist mittlerweile keine Selbstverständlichkeit mehr, dass die Topteams mit drei Punkten bei Partien in Stoke, Bolton oder Blackburn rechnen können. Waren in den letzten Jahren die direkten Duelle der großen Vier die Schlüsselspiele, die es für die Meisterschaft zu gewinnen galt, sind jetzt die Spiele gegen die vermeintlich kleinen Mannschaften entscheidend. Möglichst wenig stolpern, heißt die Devise. Die Ausgeglichenheit der Premier League anno 2011 zeigt sich aber nicht nur dadurch, dass jedes Spiel für die Big Four kein Spaziergang mehr ist, sondern vielmehr im zuletzt breiten Mittelfeld der Liga. Die Regel, dass die Aufsteiger aus der Championship von vorneherein die Favoriten auf die letzten drei Tabellenplätze sind, mag zwar vom Papier her noch gelten. Es hat sich aber gezeigt, dass gerade die Teams aus der 2. Liga in ihrer ersten Saison in der höchsten englischen Spielklasse dynamischer und geschlossener auftreten und damit den arivierten Kellerkindern einiges voraus haben. Die Euphorie des Aufstiegs wird meist punktefördernd in die Hinrunde gerettet. Letztlich wird dann gehofft, dass die Puste gegen Ende der Saison, wie zuletzt beim FC Blackpool, nicht komplett ausgeht. Mannschaften, wie Bolton, Wigan, Wolverhampton, West Bromwich Albion oder Stoke, können eben nicht davon ausgehen, dass die letzten drei Plätze für die Aufsteiger vorgewärmt sind. Und dementsprechend rüsten die kleinen Teams, die teilweise ebenfalls zahlungskräftige Investoren im Hintergrund haben, auf. Das Mittelfeld rückt enger zusammen. Heißt für uns Zuschauer: Mehr Spannung, mehr Dramatik. Bleibt zu hoffen, dass sich das diese Saison auch fortsetzen wird.

Wieviele Mannschaften können wir denn nun diese Saison zum Kreis der Meisterschaftskandidaten zählen? Definitiv eine mehr als letzte Saison, denn der FC Liverpool sollte seine Schwächephase überwunden haben. So richtig schwach war das letztes Jahr auch nur zu Beginn der Saison. Mit den Neuverpflichtungen im Winter, den geklärten Besitzverhältnissen und Kenny Dalglish als neuem Trainer waren die Reds schnell wieder in der Erfolgsspur. Was ist mit den Tottenham Hotspur? Kann das Team von Harry Redknapp ernsthaft den ersten Platz angreifen, etwas, das der Trainer seit Jahren schon als Saisonziel ausgibt und von dem er überzeugt ist, dass seine Spieler und er als Trainer sowieso das Zeug haben dieses Ziel zu erfüllen? Muss Man City mit dem schier unerschöpflichen Geldregen als Top-Favorit auf den Titel gelten? Kann Arsenal nach dem ganzen Wechselstheater um Fabregas und Nasri im Sommer die Kräfte wieder bündeln und endlich nach über sieben Jahren Abstinenz wieder die Meisterschaft holen? Wie kommt der FC Chelsea mit dem neuen Trainer André Villas-Boas zurecht? Und ist Manchester United nicht sowieso die Konstante, die es jedes Jahr zu schlagen gilt? Viele offene Fragen im Titelkampf, die es zu besprechen gilt. Ein paar Hinweise an dieser Stelle und dann fortlaufend natürlich auch über die ganze Saison hinweg.

Und eigentlich führt der Weg zum Titel nur über Manchester United. Die Red Devils gewannen vier der letzten fünf Meisterschaften, nur der FC Chelsea hat einmal Spielverderber gespielt. Keine Spur davon zu erkennen, dass die Spieler nicht mehr erfolgshungrig ist. Und fragen Sie mal bei Sir Alex Ferguson nach, der in seine 26. Saison mit Man Utd geht. Großer Vorteil des Teams: Es bekommt bisher den schleichenden Umbruch, vor allem die Verjüngung im Mittelfeld, ohne großen Leistungsabfall geregelt. Paul Scholes und Ryan Giggs als Spieler der alten Generation haben sich zurückgezogen, Nani, Park, Anderson haben die Lücke hervorragend geschlossen, müssen jetzt aber zukünftig zeigen, dass sie dies dauerhaft über eine Saison schaffen. Mit Ashley Young von Aston Villa wurde das Mittelfeld, gerade das über links immer etwas unterbelichtete Flügelspiel von Man Utd, hervorragend ergänzt. Generationenwechsel gibt es auch in der Defensive bei den Red Devils. Edwin van der Sar hat mit 40 Jahren nun genug zwischen den Pfosten gesehen, für 20 Millionen Euro Ablöse kam der 20 Jahre jüngere David de Gea von Atletico Madrid. Im Community Shield am Wochenende hat er zumindest schon mal offenbart, dass er sich an den englischen Fußball erst noch gewöhnen muss und nicht sofort an die Leistung des Niederländers wird anknüpfen können. Aber die Perspektive ist sicherlich da, wenngleich die Verpflichtung natürlich ein gewisses Risiko birgt. In der Verteidigung hat United ebenfalls jung durch alt ersetzt. Wes Brown und John O’Shea, 30 Jahre oder älter, gehen zum FC Sunderland. Von den Blackburn Rovers kommt dafür der 19-jährige Phil Jones. Selten hat es bei Manchester United einen so umfangreichen Umbruch im Sommer gegeben. Die Mannschaft wat zwar alt, aber eben auch erfahren und erfolgreich. Und solange der Erfolg sich stets einstelle, stellte sich die Frage nach Verjüngung erstmal nicht. Nun können es die Red Devils nicht mehr verhindern. Es wird spannend zu sehen sein, wie das hohe Maß an Leistung, Erfahrung und Ruhe auf dem Platz durch den fast schon jugendlichen Eifer ersetzt wird. Vom Potential steht Man Utd immer noch ganz oben. Es würde mich aber nicht verwundern, wenn das Team Zeit braucht, die neuen jungen Spieler zu integrieren. Junge Spieler, die vielleicht auch häufiger Fehler machen als die etablierten Kräfte.

Die größte Konkurrenz kommt aus der eigenen Stadt. Ich war ja bisher immer ein wenig skeptisch bezüglich der Meisterschaftschancen von Manchester City, aber diese Saison sehe ich sie erstmal ganz vorne mit dabei. Es sei denn, deas ganze Geld und die großen Abende in der Champions League machen sie ein wenig nachlässig. Wobei der Community Shield da nicht als Maßstab gelten sollte. Die Citizens haben diesen Sommer mal wieder mächtig mit den Geldscheinen gewedelt. Zunächst hat man Anfang Juli einen 10-Jahres-Vertrag mit der Fluggesellschaft Etihad Airways abgeschlossen. Das City of Manchester Stadium wurde sofort in Etihad Stadium umbenannt. Zwischen Manchester und Dubai fliegt der Airbus A330-200 im Manchester City-Design. Der Guardian schrieb, dass der Deal ungefähr 400 Millionen Pfund wert sei. Rekord für die Premier League. Finanziell setzt Manchester City neue Maßstäbe. Sportlich ist dies noch ausgeblieben, könnte sich aber bald ändern. Über 70 Millionen Euro blätterte City für neue Transfer hin. Das sind Zahlen, von denen Arsenal-Fans nachts feuchte Träume bekommen. Rekordtransfer in diesem Sommer ist bisher Kun Agüero von Atletico Madrid für 45 Millionen Euro, Stefan Savic kam aus Belgrad für 12 Millionen Euro und soll die Abwehr nach dem Abgang von Jerome Boateng verstärken. Gael Clichy kam vom FC Arsenal für die linke Verteidigerseite für das schlappe Handgeld von 8 Millionen Euro. Ansonsten ist die Mannschaft komplett zusammengehalten worden. Ein mal mehr mal weniger großes Fragezeichen steht noch hinter der Zukunft von Carlos Tevez. Geht er nun nach Südamerika zurecht, auch um näher bei seiner Familie zu sein? City lässt ihn nur bei entsprechen hoch dotierten Offerten gehen. Die sind noch nicht eingetroffen. Mit Stammtorhüter Joe Hart hat der Verein gerade um fünf weitere Jahre verlängert. Es stehen also alle Zeichen auf Kampf um die Meisterschaft, und zur Not kann man im Januar ja nochmal nachkaufen. Viel fehlte Man City letztes Jahr nicht um ganz vorne zu stehen. Da war es in erster Linie die häufig defensive Spielweise und teilweise unerklärliche Aussetzer in der Defensive. Letzteres kann man sicherlich leichter abstellen als den Wandel in der Philosophie von Trainer Roberto Mancini. Wenn das auch gelingt, halte ich City diese Saison für reif genug um den Titel zu holen.

Ich würde es ja so gerne tun, aber den letzten Satz kann ich derzeit vom FC Arsenal nicht behaupten. Aber fragt mich Anfang September nochmal, wenn dann endlich, glaubt man den Aussagen von Arsene Wenger, die nötigen Transfers abgeschlossen sind. Auch wenn die Gunners nur ein Testspiel verloren haben – am Samstag gab es ein 1:2 bei Benfica Lissabon, wirkte Arsenal in keinem Testspiel über 90 Minuten souverän. Die Schwächen der letzten Saison – die mangelnde Chancenverwertung und defensive Unstimmigkeiten – waren wieder allgegenwärtig. Auch wenn die Leistungen noch nicht so ansprechen waren, zeigt sich Wenger zuversichtlich vor dem Saisonstart am Samstag in Newcastle: “Wir müssen fokussiert und zuversichtlich blieben. Momentan gibt es keinen Grund schlechte Laune zu haben”, sagte Wenger nach der Niederlage in Portugal. Er kündigte zudem weitere Neuzugänge an. Medienberichten zufolge soll Nachwuchstalent Alex Oxlade-Chamberlain vom FC Southampton heute beim FC Arsenal einen Medizincheck haben. Ablöse soll bei 10 Millionen Pfund liegen. Ob man mit einem weiteren 18-jährigen ein Mehr an Erfahrung und Stabilität bekommt, bleibt die offene Frage, die Wenger zu beantworten hat. Vor allem defensiv ist Nachholbedarf angesagt. Bisher hat Wenger mit dem 19-jährigen Carl Jenkinson von Charlton Athletic erst eine defensive Verstärkung geholt, in erster Linie um Barcary Sagna zu entlasten. Jenkinson ist genauso ein Transfer für die Zukunft wie Chamberlain. Kurzfristig gewinnt man so wahrscheinlich keine Titel. Mit Gervinho vom OSC Lille könnte Wenger hingegen die nötige Verstärkung und bessere Chancenverwertung gelungen sein. Der Stürmer der Elfenbeinküste machte in den Testspielen einen exzellenten Eindruck. Und was mit Nasri und Fabregas passiert, wissen wir definitiv erst Ende August. Ich bin die Spekulationen leid. Und sollte Wenger nicht noch einen erfahrenen Verteidiger verpflichten, könnte Arsenal erstmals den Sprung unter die ersten vier Plätze verpassen.

Denn die Konkurrenz um die Plätze drei bis fünf ist groß. Der FC Chelsea redet da ein gehöriges Wort mit. Eigentlich waren die Zeiten, in denen auch der FC Chelsea mit viel Geld um sich schmiss, fast vorbei. Doch diesen Sommer hat man sich zwar nur punktuell verstärkt, aber doch finanziell kräftig aufgerüstet. Die Erfolgslosigkeit des letzten Jahres und die internen Streitigkeiten zwischen Besiter, Co-Trainer und Trainerstab samt der vielen Wechsel auf der Trainerbank haben für viel Unruhe und Sehnsucht nach Kontinutität gesorgt. Fast 45 Millionen Euro gab der FC Chelsea für neue Spieler aus, am teuersten waren das 18-jährige belgische Stürmertalent Romelu Lukaku vom RSC Anderlecht und Thibaut Courtois, Torhüter vom KRC Genk. Und natürlich haben die Blues noch einen neuen Trainer. André Villas-Boas war angeblich Wunschkandidat der sportlichen Führung. Jetzt bleibt abzuwarten, ob der Portugiese die Zeit und das Vertrauen bekommt eine Mannschaft nach seinem Gusto und seinen Vorstellungen zu formen und dabei auch bei Rückschlägen vom Management des Vereins unterstützt wird. Etwas, was in den letzten Jahren fehlte. Villas-Boas lässt ein 4-3-3 oder 4-2-3-1 spielen. Bleibt noch eine Frage offen? Welches Spielsystem passt am besten zu Fernando Torres? Denn nicht nur der Trainer hat eine große Erwartungshaltung auf seinen Schultern, sondern auch Chelseas teuerster Transfer der Vereinsgeschichte. Der Seele der Blues würde es nicht gut tun, wenn im September schon wieder alle Experten die Minuten zählen, seitdem Torres zuletzt getroffen hat. Obwohl der Kader fast vollständig zusammengeblieben ist, gibt es also eine Menge Neuerungen beim FC Chelsea, die es interessiert zu verfolgen gilt. Ein erstes großes Ziel hätte der Verein geschafft, wenn nächsten Sommer mal kein neuer Trainer gesucht werden müsste.

Die letzte Saison war schon turbulent genug für den FC Liverpool. So viel Dramatik würden sich die Reds diese Spielzeit gerne ersparen. Zum ersten Mal seit langer Zeit spielt man nicht international. Aus finanzieller Sicht – fragen Sie mal bei Werder Bremen vorbei – ein Jahr der Konsolidierung. Nicht beim FC Liverpool. Knapp 50 Millionen Euro haben die Reds investiert um wieder um den Titel mitzuspielen. Mit Charlie Adam vom FC Blackpool und Stewart Downing von Aston Villa kam viel Erfahrung und Stabilität fürs Mittelfeld, Charakteristika, die dem Verein zu Beginn der letzten Saison abhanden gekommen waren. Mit Jordan Henderson vom FC Sunderland wurde ein Spieler verpflichtet, der vielleicht mal in drei, vier Jahren zum Superstar der Reds werden kann. Denn auch der FC Liverpool steht vor einer großen Herausforderung: Wie geht es weiter nach der Ära Gerrard? Ich will dem Kapitän der Reds auf alle Fälle kein frühzeitiges Karriereende wünschen, aber insbesondere das letzte Jahr hat gezeigt, wie verletzungsanfällig Stevie G ist. Da ist es richtig, dass sich der Verein schon jetzt nach Alternativen umsieht. Auch den Saisonstart wird Gerrard nicht mitmachen, es soll frühstens Mitte September wieder fit sein. Die Erwartungen in Anfield sind, auch angesichts der Verstärkungen fürs Mittelfeld, wieder gestiegen. Im Sturm hat man mit Andy Carroll und Luis Suarez sowieso ein Traumduo gefunden. Kuyt und David Ngog sind mehr als brauchbare Alternativen. Als offizielles Saisonziel ist die Qualifikation für die Champions League ausgegeben. Das scheint realistisch zu sein. Ob es die hohen Erwartungen der Fans zufrieden stellt, steht auf einem anderen Blatt Papier. Schließlich hat Manchester United mittlerweile eine Meisterschaft Vorsprung.


Harry Redknapp versucht mal wieder neue Spieler zu verpflichten. Werbung für die SkySports Fantasy Football League. Quelle: YouTube, via Sky Sports Facebook.

Der Trainer der Tottenham Hotspur wartet mit dem großen Transfer scheinbar wieder ganz bis zum Schluss. Normalerweile kauft Redknapp ja jeden Star, der nicht bei zehn auf einem Baum ist. Diesen Sommer war das anders. Die Spurs waren primär in der Diskussion, wenn es darum ging, Spieler nicht abzugeben. Potentielle Interessenten für die White Hart Lane hat man selten gehört. Und so hat Redknapp bis Stand heute Nachmittag noch nicht einen Penny in neue Spieler investiert. Brad Friedel, Torwart, 40 Jahre alt, kam ablösefrei von Aston Villa. Aber solange das Team der letzten Saison zusammenbleibt, gibt es eigentlich auch wenig Grund massiv in neues Personal zu investieren. Mit Heurelho Gomes haben die Spurs zwar nicht den beständigsten Torhüter, aber Carlo Cudicini als Backup ist fast ein gleichwertiger Ersatz für Gomes. Im Mittelfeld ist mit Aaron Lennon, Jermaine Jenas, Luka Modric, Rafael van der Vaart und Gareth Bale genug defensive Absicherung wie offensive Kreativität vorhanden. Überraschend ist bis dato nur, dass Roman Pavlyuchenko noch bei den Tottenham Hotspur ist. Der Russe wollte ja schon einige Mal weg. Vielleicht will er sich im Vierkampf zwischen ihm, Jermaine Defoe, Robbie Keane und Peter Crouch aber nochmal durchsetzen. Und so verläuft es im Umfeld der Spurs diesen Sommer erstaunlich ruhig ab. Schon verdächtig ruhig. Ob das reicht um die Plätze ganz vorne wieder ins Visier zu nehmen, bleibt abzuwarten. Chelsea, Man Utd, Man City und Liverpool haben kräftig aufgerüstet, Arsenal und Tottenham hinken ein wenig hinterher. Aber Redknapp wird schon eine Lösung finden.

There’s no money left?

Die Tage noch ein wenig mehr zum Start der Premier League Saison.

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Champions League 2011/2012, Auslosung Playoffs

Freitag, 5. August 2011 11:48

[12h07] So, dann scheint es jetzt auch loszugehen. Hier die Paarungen der CL-Playoffs 2011/2012:

Wisla Krakau – Apoel Nikosia
Maccabi Haifa – KRC Genk
Dinamo Zagreb – Malmö FF
FC Kopenhagen – FC Viktoria Pilsen
Bate Borisov – Sturm Graz

Odense BK – FC Villarreal
Twente Enschede – Benfica Lissabon
FC Arsenal – Udinese Calcio
FC Bayern München – FC Zürich
Olympique Lyon – Rubin Kasan

Eher einfaches Los für die Bayern, dagegen hat Arsenal eine etwas härtere Nuss zu knacken. Lyon gegen Kasan und Twente gegen Benfica sind weitere Partien, die definitiv Aufmerksamkeit verdienten. Der genaue Spielplan wird heute Nachmittag festgelegt.

[12h05] Das Prozedere der Auslosung wird erklärt. Wer weiß das eigentlich noch nicht?

[12h02] Die nächsten Minuten wird dann wieder viel geredet, viel gelobt und vorausgeschaut, bevor es dann mit der eigentlichen Auslosung losgeht. Ist ja wie immer, bei solchen UEFA-Auslosungen in Nyon. Ob die ihre Skripts für jedes Jahr neu schreiben?

[11h59] Bayern und Arsenal könnten also auf Twente Enschede, Rubin Kasan, Udinese Calcio, den FC Zürich oder Odense BK treffen. Attraktive Gegner und keinesfalls im Vorbeigehen zu erledigen.

[11h58] Die Lostöpfe:

Lostopf 1:
FC Kopenhagen
FC Bate Borisov
Maccabi Haifa
Dynamo Zagreb
Apoel Nikosia

Wisla Krakau
Sturm Graz
KRC Genk
Malmö FF
Victoria Pilsen

Lostopf 2:
FC Arsenal
Bayern München
Olympique Lyon
Benfica Lissabon
FC Villarreal

Twente Enschede
Rubin Kasan
Udinese Calcio
FC Zürich
Odense BK

[11h54] 10 Teams werden also noch für die Gruppenphase gesucht. Gespielt werden die Playoffs am 16./17. und 23./24. August. Es gibt zwei Töpfe à 10 Mannschaften. Ein Topf mit gesetzten Teams, ein Pott mit den ungesetzten Mannschaften und dann jeweils nochmal unterschieden, ob Meister oder nicht Meister. In den Playoffs spielt dann jeweils eine ungesetzte gegen eine gesetzte Mannschaft.

[11h48] Tach zusammen. Mal eben die Masterarbeits-Lektüre weglegen und sich kurz der Auslosung zu den Playoffs in der Champions League widmen. Eurosport überträgt ab 12 Uhr live.

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The actual situation, August 2011

Mittwoch, 3. August 2011 12:02

Ich wurde die Tage schon mehrfach per Mail gefragt, ob es wie in den letzten Jahren (hier zum Beispiel die letzte Ausgabe) eine ausführliche Saisonvorschau für die Premier League gibt. Die Antwort lautet diesmal ja und nein. Ich werde sicherlich ein paar Sachen schreiben übers Wochenende und nächste Woche, aber längst nicht so ausführlich und detailliert wie in den vergangenen Jahren.

Was eigentlich nur einen Grund hat: Masterarbeit, quasi die letzte Etappe im Studium. Die Arbeit ist beim Prüfungsamt angemeldet, Thema, Fragestellung, Methode sind festgelegt. Und jetzt geht es nach und nach ans Lesen und Schreiben, Organisieren, Strukturieren, Nachdenken und Planen für die nächsten Wochen. Spätester Abgabetermin ist zwar erst der Februar 2012, aber ab Oktober steht noch andere Arbeit an, von daher muss ich möglichst viel jetzt schon erledigen. Bisheriges Ziel ist es bis zum Ende des Jahres fertig zu sein. Ambitioniert, aber zu schaffen. Und wenn nicht, habe ich ja noch immer ein wenig zeitlichen Spielraum. Das heißt für diese Baustelle hier, dass in den nächsten Monaten ein wenig auf Sparflamme gekocht wird. Je nachdem, wie abends meine Motivation aussieht, wenn ich tagsüber schon so viel gelesen und geschrieben habe. Umfangreiche Artikel mit viel Recherche und Hintergrund werden also eher die Seltenheit sein. Hatte mir schon mal überlegt, die Masterarbeit als Tagebuch-Bloggen zu begleiten, habe aber davon Abstand genommen. So viel Reflektion will ich dann auch nicht.

Und während Kollegen, Freunde und Verwandte derzeit so häufig wie nur irgendmöglich erzählen, dass sie in den Urlaub fahren, oder bereits einen schönen Urlaub hatten, habe ich alle Urlaubsgedanken gestrichen. Soll erstmal die Masterarbeit fertig werden. Dann sehen wir weiter.

So, dann will ich mal weiterlesen. Der Stapel für den Theorieteil und die Aufbereitung des Forschungsstandes ist fast abgearbeitet. Eine erste wichtige Etappe ist genommen. Quasi meine Tour de Science bis Ende des Jahres. Aber ohne Doping. Und draußen hat sich der Sommer auch schon wieder verabschiedet, es regnet in Düsseldorf.

Und so bin ich wahrscheinlich der einzige Mensch, der dem schlechten Wetter im Sommer 2011 ganz viel Gutes abgewinnen kann. Regen und 17 Grad nächste Woche. Da kann man ohne schlechtes Gewissen prima an der Masterarbeit sitzen. Und alle anderen fahren ja sowieso weg in den Urlaub.

Thema: Alltägliches | Kommentare (0) | Autor: medispolis