Good things are coming my way

2011 war schon jetzt ein ziemlich lehrreiches Jahr. Viele Entscheidungen mussten getroffen werden. Einige davon waren so falsch, dass ich mich nachträglich manchmal wundere, wo ich hin und wieder mit meinen Gedanken war. Aber hinterher ist jeder bekanntlich schlauer. Und so fühlt sich 2011 derzeit irgendwie gehetzt und verloren an. Aber mit dem Potential, dass ich in ein paar Jahren darauf zurückblicke und sagen kann: war doch gar nicht so schlecht.

Es ist ruhig hier an dieser Stelle und das wird es bis Ende des Jahres irgendwie mehr oder weniger bleiben. Nachdem ich gemerkt habe, dass es nicht immer vorteilhaft ist auf vielen Hochzeiten zu tanzen, habe ich jetzt für den Rest des Jahres “nur” noch meine Masterarbeit und den Tagungsband vom DFPK 2011 auf der To-Do-Liste. Man beachte das nur in den Gänsefüßchen. Ende Januar muss die Masterarbeit abgegeben werden, vor Weihnachten will ich so gut wie fertig sein, damit ich ausreichend Zeit für Korrekturen, Formatierungen und den ganzen eher langweiligen Kram haben werde. Und so wie es aussieht, ist vor Weihnachten das Buchprojekt ebenfalls so gut wie fertig. Das werden ja besinnliche Feiertage. Diesen beiden Projekten gehört derzeit meine ganze Aufmerksamkeit, hin und wieder auch mal am Wochenende, wobei ich das bisher noch vermieden habe bzw. nicht immer plane. Sonst werde ich völlig verrückt. Und bis Ende des Jahres köchelt hier weiter die Sparflamme. Hoffe, dass ich Mitte Dezember dann wieder voll einsteigen kann.

Und so schiebe ich alle anderen Aufgaben derzeit einfach weg. Das Blog hat ein etwas größeres Datenbankproblem, für den Leser nicht sichtbar, und solange ich keine Updates mache, auch nicht für mich. Aber da habe ich derzeit einfach keine Lust und Zeit mich damit zu beschäftigen. Und all die Gedanken und Fragen, wie es nach dem Studium weitergeht, blocke ich derzeit auch ab. Aber sie kommen aus allen Richtungen, was verständlich ist. Aber erstmal noch die nächste Episode in der Masterarbeit schreiben (hoffentlich Mitte bis Ende November fertig) – und dann wird weiter geschaut. Prioritäten und die vielen Hochzeiten. Man lernt ja.

Wenn ich wie heute dank Statistiksoftware und leistungsfährigem Rechner nicht zuhause am Schreibtisch sitze, verweile ich in der Bibliothek. Ich war eigentlich während der fünf Jahre Studium nie der Bibliotheksarbeitstyp, fand ich zu stressig, zu unruhig. Zuhause konnte ich alleine in Ruhe arbeiten. Mittlerweile hat sich das während der Masterarbeit verändert. Ich bin in der Bibliothek deutlich produktiver, wobei das daran liegen könnte, dass zumindest heute die BBC wieder exzellente Radiosendungen hervorgebracht hat. Morgen geht es wieder in die Bibliothek, die Seiten wollen weiter gefüllt werden.

Ein Ende ist zumindest absehbar. Good things are coming. Und bis dahin

Eine Abrechnung mit den DEL-Schiedsrichtern

Nicht von mir, wobei ich das auch könnte, nur wegen der Masterarbeit nicht alle Gedanken beisammen habe. Sondern von Toni Krinner, Trainer der Hannover Scorpions.

Nachdem die Hannover Scorpions am Freitag beim Spiel in Hamburg ein reguläres Tor nach Betrachtung des Videobeweises nicht bekommen haben und am Sonntag im Heimspiel gegen die Krefeld Pinguine Marvin Krüger mit schwerer Verletzung verloren hatten und der Krefelder Gegenspieler dafür nur eine 2-Minuten-Strafe erhielt, platzte Scorpions-Coach Toni Krinner auf der anschließenden Pressekonferenz der Kragen. Eine Abrechnung mit den DEL-Schiedsrichtern, die vielen Fans aus der Seele sprechen wird.

“Die Schiedsrichterleistung in Hamburg war verheerend. Die Schiedsrichterleistung hat uns einen Punkt gekostet. Ich finde es schade, dass unsere Fans, die so super mitgemacht haben und so zahlreich erschienen sind in Hamburg, leider nicht sehen konnten, dass wir etwas mitnehmen. Aber so ist das und es ist ja mal ganz gut, dass die Fans auswärts sehen, wie wir manchmal verschaukelt werden. Das muss ich ganz deutlich sagen. Da sind wir verschaukelt worden. [...]
Ja, er sagt, er hat nur zwei Minuten gegeben, weil der Spieler nicht blutet. Das ist eine so lächerliche Aussage. Wenn der Spieler so von hinten gecheckt wird, dass er benommen liegenbleibt, dann muss schon was passiert sein. Die sind zu dritt – und sehen nichts. Und genauso war es in Hamburg. Die sind zu dritt, sehen nichts, brauchen einen Fernsehbeweis, und machen selbst dann noch Fehler. Das Problem ist so groß, dass das fürchterlich ist. Und wenn man dann was sagt, dann wird man abgestraft, so wie wir im letzten Drittel, als nichts mehr gepfiffen wird. Und dass eine selbstherrliche Darstellung abgeliefert wird, die seines Gleichen sucht. Es ist peinlich, wie 40 Spieler, zwei oder vier Trainer, eine ganze Woche lang die Mannschaft vorbereiten, mit der Mannschaft arbeiten, und dann wird innerhalb von Momenten ein Spiel kaputt gemacht. Mich ärgert das heute noch so maßlos, was der Brüggemann sich in Hamburg erlaubt hat. Das ist eine Sauerei, die stinkt zum Himmel. Das ist eine Unverschämtheit. Wenn der so schlecht ist, dass er solche Entscheidungen nehmen muss, dann ist es peinlich. Dann hat er da nichts zu suchen. Oder er ist nicht so schlecht. Dann will ich ihm da nichts unterstellen. Dann wird es ins Uferlose gehen. Aber das ist peinlich.”