Top Ten: Wenn man mal eine Woche nichts zu tun hat…

…lassen sich diverse scheinbar unwichtige Aktivitäten erledigen.

Platz 10: Keller aufräumen

Platz 9: Bei IKEA einen Salzstreuer kaufen

Platz 8: Staubsaugerbeutel wechseln

Platz 7: Zum Zahnarzt gehen

Platz 6: Alle wichtigen Daten auf die externe Festplatte packen

Platz 5: Bei Facebook die Timeline einrichten

Platz 4: Ein Paar neue Socken kaufen

Platz 3: Eine Laufanalyse bei Karstadt machen

Platz 2: Lebenslauf aktualisieren

Platz 1: Überlegen, was man nächste Woche so machen und erledigen kann. Außer Relaxen.

Premier League 2011/2012 Preview #23 – Zwischen den Pfosten ist wichtig

[Update, Montag 18h34: Kurz nach Fertigstellung des Posts nun die offizielle Meldung des FC Chelsea, dass Terry morgen nicht in Swansea dabei ist, angeblich wegen einer Knieverletzung. Gary Cahill könnte also sein Debüt machen für die Blues].

Nach dem Pokalwochenende gönnt sich der Fußball auf der Insel keine große Pause. Es geht weiter mit dem 23. Spieltag in der Premier League. Fünf Spiele am Dienstag, fünf Partien am Mittwoch. Die Top Fünf in der Tabelle stehen dabei alle vor lösbaren Aufgaben. Sky zeigt Dienstag und Mittwoch jeweils eine Partie live, die Zusammenfassung des Spieltags gibt es am Donnerstag um 21:00 Uhr auf Sky Sport 1 und HD 1.

Morgen um Mitternacht deutscher Zeit schließt sich das Transferfenster in der Premier League. Die Vereine haben also noch gut 24 Stunden Zeit ihr Team zu verstärken. Viel Bewegung und geldintensive Wechsel werden nicht mehr erwartet, vielmehr liegt der Fokus auf Leihgeschäften. Insbesondere die Teams in der unteren Tabellenhälfte wollen davon Gebrauch machen. Von den großen Teams wird wohl nichts mehr kommen. Es sei denn, der FC Liverpool bekommt nach seinem angeblichen Versuch, Andy Carroll im Tausch mit Carlos Tevez zu Manchester City zu transferieren, noch eine weitere Chance, den mittlerweile stagnierenden Stürmer loszuwerden. Carroll selbst sagt, er würde gerne weiter für die Reds spielen. Arsenal-Boss Ivan Gazidis hat den Arsenal-Fans in einem Interview mit Fox Sports keine große Hoffnungen gemacht, dass morgen noch neue Spieler verpflichtet werden. Geld sei für Transfers da, Wenger sieht aber keinen Bedarf für Verstärkungen. The SUN hatte heute Morgen berichtet, dass Arsenal kurz vor einer Verpflichtung von Adrian Mariappa vom FC Watford steht. Mal sehen, ob sich da morgen noch etwas tut.

Bisher war es ja im Januar eher ruhig. Die prominenten Transfers kann man an einer Hand abzählen. Zum Glück gibt es den FC Chelsea. Anelka nach Shanghai abgegeben, Alex zu Paris Saint Germain transferiert. Dafür Gary Cahill von den Bolton Wanderers geholt. Federico Macheda wurde von Man Utd an QPR ausgeliehen, Darran Gibson an den FC Everton verkauft. Wigan Athletic hat Jean Beausejour vom Zweitligisten Birmingham City verpflichtet.

Mehr zum Transfer-Theater vielleicht morgen.

Die Hälfte der Teams hat morgen Abend sowieso wichtigere Gedanken, denn Fußball wird auf alle Fälle gespielt.

Tottenham Hotspur – Wigan Athletic
Der Tabelleletzte reist an die White Hart Lane. Das Team von Roberto Martinez hat wettbewerbsübergreifend fünf der letzten sechs Spiele verloren, man hat sieben Punkte weniger als zum gleichen Zeitpunkt der letzten Saison. Zurzeit sind es 15 Zähler, vier Punkte Rückstand auf den Nichtabstiegsplatz. Und ausgerechnet jetzt geht es zu den heimstarken Spurs, die neun Punkte besser stehen als letzte Saison. Acht Punkte hinter der Tabellenspitze, vielleicht noch mit Restchancen auf die Meisterschaft. Im November 2009 nahm Tottenham Wigan mit 9:1 auseinander. Ganz so schlimm dürfte es diesmal sicher nicht werden. Bei den Gastgebern dürfte Gareth Bale nach seiner kurzen Verletzungspause wieder dabei. Ledley King steht ebenfalls wieder zur Verfügung, wird aber wohl für das Auswärtsspiel in Liverpool kommenden Montag geschont.

Swansea City – FC Chelsea
Das wird eine etwas größere Hürde für die Blues aus der Hauptstadt. Die Swans haben erst einmal zuhause verloren und die beste Heimbilanz aller Teams außerhalb der Top Sechs. Das Team von Brendan Rodgers hat gerade mal sechs Gegentreffer kassiert, genau so wenig hat nur Man City daheim zugelassen. Chelsea tritt formmäßig ein wenig auf der Stelle. Nur eines der letzten zehn Ligaspiele wurden verloren, aber auch nur zweimal in den letzten sieben Partien dreifach gepunktet. Im besonderen Fokus wird wieder mal John Terry stehen, der sich am Mittwoch vor Gericht zu den Anschuldigen äußern muss, er habe Anton Ferdinand von den Queens Park Rangers rassistisch beleidigt. Andre Villas-Boas muss auf die verletzten Ramires, Lampard und Obi Mikel verzichten, Drogba ist beim Afrika-Cup. Deshalb werden wohl weiterhin Mata, Sturridge und Fernando Torres stürmen. Der Spanier wartet seit 16 Spielen auf einen Treffer. Und dann ausgerechnet gegen das Defensivbollwerk Swansea?

Wolverhampton Wanderers – FC Liverpool
Der FC Liverpool kommt mit ganz viel Selbstvertrauen in den Spieltag. Pokalerfolge gegen beide Teams aus Manchester, jetzt müssen sie aber in der Liga nachziehen, um den Rückstand auf Platz 4 zu verkürzen. Die Vorzeichen stehen gut für die Reds. Die Wolves haben zuletzt am 4. Dezember zuhause gewonnen, 2:1 gegen Sunderland. Allerdings hat Liverpool auch nur eines der letzten fünf Auswärtsspiele gewinnen können. Trainer Mick Mc Carthy steht bei Wolverhampton massiv unter Druck. Seit neun Spielen warten die Wolves auf einen Sieg, man ist auf den vorletzten Tabellenplatz abgerutscht. Zu allem Überfluss hielten sich in den letzten Tagen Spekulationen um einen Abgang von Kevin Doyle gehalten. Der irische Nationalstürmer werde aber nicht abgegeben, betonte der Verein per Pressemitteilung. Blöderweise hat sich der Verein selbst in diese missliche Lage gebracht, spielte Doyle doch nur einmal in den letzten sechs Spielen. Da ergeben sich gerne Spekulationen. Bei den Reds fehlen nur Lucas und Spearing verletzt. Ansonsten kann Dalglish aus den Vollen schöpfen.

FC Everton – Manchester City
Wunden lecken bei Man City. Aus dem FA-Cup Anfang Januar rausgeflogen, im Carling Cup letzte Woche gegen Liverpool. Die Titelchancen schwinden. Allerdings ist man in der Premier League weiter ganz vorne dabei. Zum Glück spielt man in Everton, denn die Toffees haben diese Saison nur drei ihrer 11 Heimspiele gewonnen. Aus den letzten vier Partien holte man lediglich zwei Remis. Seit Weihnachten warten die Fans auf einen Heimerfolg. Allerdings hat Everton eine sehr gute Bilanz gegen Man City, fünf der letzten sieben Spiele konnten sie gewinnen, auch das Heimspiel in der letzten Saison. Bei Everton fallen weiterhin die etatmäßigen Innenverteidiger Sylvain Distin und Phil Jagielka aus. Jack Rodwell könnte nach Verletzung wieder im Mittelfeld starten, falls nicht übernehme Neuzugang Gibbson seinen Platz. City kann wieder auf Kompany nach seiner 4-Spiele-Sperre zurückgreifen. Allerdings fehlt jetzt Mario Balotelli gesperrt. Kolo und Yaya Toure sind beim Afrika-Cup.

Manchester United – Stoke City
Dienstag 20h55 live, Sky Sport 1 / HD 1, Kommentar: Markus Gaupp

Raus aus der Champions League, in der 4. Runde im FA-Cup gescheitert. Im Ligapokal gegen Crystal Palace rausgeflogen. Ob sich Sir Alex gegebenenfalls noch über den Gewinn der Europa League freuen wird? Oder aber eben noch die Liga, dazu muss man aber Schritt halten mit dem Lokalrivalen City, der derzeit drei Punkte vorne liegt. Erste Hürde für die Aufholjagd ist Dienstagabend Stoke City. Manchester United hat noch nie in der Liga gegen Stoke City verloren. Die Potters spielen eine respektable Saison und liegen auf Platz 8, sammeln fleißig jeden Punkt. Nur zwei der letzten zehn Spiele gingen verloren, es gab aber auch nur ein Sieg aus den letzten sechs Ansetzungen. Rio Ferdinand wird nach Verletzung wieder im Kader stehen und der angeschlagenen Abwehr hoffentlich etwas Stabilität verleihen. Defensive war das große Thema in den letzten Tagen in Manchester, in erster Linie die Torwartfrage. Im Sommer holten sich die Red Devils David de Gea für 19 Millionen Pfund von Atletico Madrid. Bisher konnte der Keeper selten überzeugen und sah am Samstag gegen Liverpool insbesondere beim ersten Gegentreffer unglücklich aus. Die Strafraumbeherrschung ist die große Schwäche von de Gea. Sir Alex ließ Anders Lindegaard am Samstag zumindest warmlaufen. Lindegaard stand in den letzten vier Spielen zuvor für United im Tor. Bekommt de Gea seine Chance zur Wiedergutmachung oder sägt ihn Sir Alex endgültig ab?

Aston Villa – Queens Park Rangers
Der zweite Teil des Spieltags eröffnet am Mittwoch mit der Partie im Villa Park. Die Gäste aus London wollen verhindern, noch näher an die Abstiegsplätze zu rücken. Es sind nur zwei Punkte Vorsprung. Viel Arbeit für den neuen Trainer Mark Hughes. Den letzten Sieg in der Liga feierte Queens Park am 19. November, damals ein 3:2 bei Stoke City. Für Besserung insbesondere im zuletzt kreativlosen Mittelfeld soll Samba Diakite sorgen, der vom AS Nancy bis Saisonende ausgeliehen wird. Villa hatte eine tolle erste Hälfte im FA-Cup bei Arsenal gespielt, um dann unerklärlicherweise in alle Bestandteile zu zerfallen. Zuletzt gab es in der Liga mit vier Punkten aus zwei Spielen eine klare Aufwärtstendez.

FC Fulham – West Bromwich Albion
Die gab es zuletzt beim FC Fulham nicht. Im FA-Cup schied man gegen Everton aus, zuvor gab es aber ein tolles 5:2 gegen Newcastle in der Liga. Die Cottagers sind eine kleine Wundertüte. Zuhause liefern sie stets beeindruckende Leistungen ab, auswärts treten sie mit der Gefährlichkeit und Schnelligkeit einer Ameisenstraße auf. Dass dabei zuletzt teilweise sogar Remis heraussprangen, wie gegen Chelsea oder Norwich, war teilweise schlicht pures Glück. Jetzt stehen die Vorzeichen teilweise gut. Heimspiel gegen die Baggies, die zuletzt aber drei ihrer letzten vier Auswärtsspiele in der Liga gewinnen konnten. Mit einem Sieg könnte West Brom Fulham in der Tabelle überholen.

FC Sunderland – Norwich City
Das direkte Duell der Tabellennachbarn steht an. Mit einem Sieg kann Sunderland an Norwich vorbei in die obere Tabellenhälfte rücken. Die Black Cats enttäuschten im FA-Cup gegen Middlesbrough. Ein bisschen Arbeit steht für Trainer Martin O’Neill noch an, der aber insgesamt schon viele positive Dinge bewegt hat. Zuletzt gab es nur eine Niederlage in den letzten sechs Ligaspielen und darunter immerhin vier Siege. Sunderland sucht noch nach einem neuen Stürmer. Im Fokus steht Kevin Davies von den Bolton Wanderers. Die Trotters haben das Angebot von Sunderland aber abgelehnt. Die BBC vermeldet, dass Gespräche über einen Transfer aber noch laufen. Norwich hat die letzten sechs Partien wettbewerbsübergreifend nicht verloren, am Wochenende gab es ein 2:1 im FA-Cup bei West Brom dank einer überragenden Leistung von Torwart Jed Steer bei seinem Debüt im Tor vor Norwich. Steer sehen viele schon jetzt als Bewerber für das englische Nationaltor. Ob er eine weitere Chance am Mittwoch bekommt, bleibt offen.

Bolton Wanderers – FC Arsenal
Mittwoch 20h55 live, Sky Sport 1 / HD 1, Kommentar: Marcel Meinert

Im Fernduell um den fünften Platz muss der FC Arsenal bei den Bolton Wanderers bestehen. Mal sehen, wie der Achtungserfolg im FA-Cup das Selbstvertrauen für die Liga beeinflusst. Dort gab es zuletzt für die Gunners drei Niederlagen in Serie. Jetzt stehen mit der Partie in Bolton und dem Heimspiel am Samstag gegen Blackburn zwei Spiele an, die gewonnen werden müssen, um die Konkurrenz auf Distanz zu halten und Platz 4 anzugreifen. Bei Arsenal hat sich die Personalsituation ein wenig verbessert. Henry ist wieder fit, auch Sagna könnte von Beginn an starten. Bolton hat zuletzt zwei der letzten drei Ligaspiele gewinnen können, unter anderem ein beeindruckendes 3:1 gegen den FC Liverpool. Im FA-Cup gab es einen Sieg gegen Swansea. Die Abstiegsplätze sind verlassen. Die Wanderers im Aufwind, Arsenal sollte gewarnt sein.

Blackburn Rovers – Newcastle United
Einer der Konkurrenten des FC Arsenal um einen Europapokalplatz ist Newcastle United. Den Magpies ging zuletzt ein wenig die Luft aus. Zuletzt gab es die Klatsche in Fulham, am Wochenende schied man im FA-Cup gegen den Zweitligisten Brighton aus. Die sonst stets stabile Defensive machte zuletzt ein paar Sorgen. Demba Ba and Papiss Demba Cisse kehren zwar verfrüht vom Afrika-Cup zurück, es ist aber noch unklar, wann sie für United wieder einsatzbereit sind. Die Gastgeber aus Blackburn stehen auf dem ersten Abstiegsplatz, haben aber in der näheren Vergangenheit ansprechende Leistungen gezeigt. Player to watch bei den Rovers David Goodwillie. Der schottische Nationalstürmer kommt nach seiner Verpflichtung im Sommer langsam in Fahrt. Zuletzt gelang dem 22-jährigen sein erstes Tor in der Premier League.

FA-Cup 2011/2012 4. Runde, FC Arsenal – Aston Villa

[18h55] Endstand FC Arsenal – Aston Villa 3:2

What a turnaround. Damit hatte ich nicht gerechnet. Balsam auf die Seele der leidenden Arsenal-Fans. Innerhalb von 15 Minuten drehen die Gunners die Partie von 0:2 auf 3:2. Verdienter Einzug ins Achtelfinale durch die Leistungssteigerung in den zweiten 45 Minuten. Next step Middlesbrough oder Sunderland auf der Road to Wembley.

Arsenal hat in der zweiten Halbzeit vieles besser gemacht. Druckvoller über die Flügel gespielt. In den Strafraum gezogen statt ungefährliche Flanken zu schlagen. Und dann klappt es auch mit den Torchancen und Toren gegen die kopfballstarke Villa-Defensive, die mit Flanken nicht zu knacken war. Das hätte man eigentlich auch schon vor dem Spiel wissen müssen. Defensiv wieder ein paar Patzer, dafür in der zweiten Halbzeit wenig zugelassen. Nach drei Niederlagen in der Liga ein Sieg für Arsenal. Wäre auch nur Futter für wütende Fans gewesen, wenn Arsenal lediglich ein Spiel im Januar gewonnen hätte. So scheint erstmal Ruhe einzukehren – bis Mittwochabend, wenn es nach Bolton geht.

[18h53] Arsenal bringt das Spiel bisher problemlos über die Zeit.

[18h50] Vier Minuten Nachspielzeit

[18h47] Wechsel FC Arsenal: Gleich doppelt. Walcott und Oxlade-Chamberlain gehen, Sagna und Henry jetzt mit dabei.

[18h43] Sieben Minuten noch regulär. Arsenal sieht ein wenig nervös aus.

[18h41] Wechsel Aston Villa: Stilian Petrov geht, Barry Bannan kommt.

[18h38] Es ist noch nicht vorbei. Wieder Gefahr von Villa nach einer Ecke. Diesmal die scharf gezogene Flanke von Ireland, in der Mitte Cieran Clarke mit dem Kopfball. Fabianski auf dem Posten. Eine Minute später Keane frei vor dem Tor. Trifft den Ball aber nicht, Koscielny kann klären.

[18h37] In other news: Jack Wilshere gibt Autogramme auf der Tribüne. Nichts Neues wegen des Comeback-Termins. Am Freitag wurde bekannt, dass eine alte Verletzung wieder aufgetaucht ist und die Rückkehr weiter verzögert. Freitagnachmittag war Wilshere erneut bei den Doktoren. Seitdem seitens des Vereins keine neue offizielle Verlautbarung.

[18h31] Wechsel: Mikel Arteta für Thomas Rosicky bei den Gunners. Bei Villa ist Agbonlahor gegangen, Gardner jetzt in der Partie

[18h30] Villa bleibt brandgefährlich. Wieder rettet Mertesacker zur Ecke, nachdem Koscielny wegrutscht. Petrov mit dem Zuspiel in die Mitte.

[18h28] Solo von Walcott auf rechts, mal keine Flanke, sondern ein fulminanter Schuss. Given wehrt in die Mitte ab, Villa kann klären. Bei Arsenal geht jetzt viel durch die Mitte und über rechts mit Song, Rosicky und Walcott. Dringend benötigte Leistungssteigerung umgesetzt, insbesondere Walcott.

[18h25] Erstmal durchatmen und sortieren. Das ging fix in den letzten Minuten. Arsenal drückt weiter aufs Tempo, will die Entscheidung zum 4:2. Villa hat sich kurz geschüttelt und versucht zurück ins Spiel zu kommen. Mertesacker klärt in höchster Not vor Bent und Keane. Weiter hohes Tempo, noch keine Wechsel.

[18h21] FC Arsenal – Aston Villa 3:2, Robin van Persie, 61. Minute (FE)

Koscielny geht auf links, zieht dynamisch in den Strafraum, wo ihn Bent aus dem Gleichgewicht bringt. Den Elfmeter kann man geben. Van Persie wie gewohnt sicher vom Punkt. Crazy game. Arsenal dreht das Spiel komplett. Henry mit einem Lächeln an der Seitenlinie. Die Gunners wie ausgewechselt.

[18h20] Elfmeter FC Arsenal

[18h19] Halbe Stunde noch. Packendes Spiel jetzt. Klasse.

[18h16] FC Arsenal – Aston Villa 2:2, Theo Walcott, 56. Minute

Endlich belohnt sich Arsenal mal für das druckvolle Spiel. Walcott setzt sich toll auf der rechten Seite durch, zieht in die Mitte an der Grundlinie entlang, Given kann zunächst klären, dann schießt Walcott an, von da landet der Ball im Netz. Zehn Minuten hat es gebraucht, bis Arsenal zurück im Spiel ist. Wenger hatte ne passende Halbzeitansprache.

[18h13] FC Arsenal – Aston Villa 1:2, Robin van Persie, 54. Minute (FE)

Song schickt Ramsey, der vom gelbverwarnten Dunne gefoult wird. Kein Platzverweis, aber dafür ein berechtigter Elfmeter. Van Persie verwandelt souverän in die linke untere Ecke.

[18h13] Elfmeter FC Arsenal

[18h10] Arsenal kommt mit Schwung aus der Kabine. Sieht alles paletti aus – bis auf der Abschluss. So auch diesmal. Feiner Spielzug über Rosicky und Walcott, gut durch die Mitte kombiniert. Ramsey mit dem Abschluss genau auf Given. Zu wenig.

[18h08] Die Arsenal-Fans hatten den Torschrei schon auf den Lippen. Eckball van Persie von rechts, Kopfball Mertesacker, Ireland klärt auf der Linie. Close.

[18h05] Beginn 2. Halbzeit

[17h50] Halbzeit FC Arsenal – Aston Villa 0:2

Villa macht es vor, was effektive Chancenverwertung heißt. Zwei gute Chancen, zwei Tore mit teils kräftiger Mithilfe der Arsenal-Verteidigung. Beim 0:1 wird die Ecke nicht verhindert und dann nicht hochgesprungen. Beim 0:2 lässt man sich stupide auskontern. Arsenal war besser, spielbestimmend, mit guten Ansätzen gleich zu Beginn und kurz vor der Pause. Blöderweise haben die Gunners aus der Überlegenheit in der ersten Viertelstunde nichts gemacht. Van Persie blass, Walcott bemüht, aber glücklos. Nur The Ox mit etwas Dynamik. Und dann mit Wut im Bauch auf den Ausgleich gedrängt und vergessen, dass Villa hervorragend kontern kann. Das hat Wenger Freitag sogar noch in der PK gesagt.

Das wird ein ganz langer Weg für Arsenal. Also schonmal warmpfeifen in der Halbzeit, falls Arshavin in der 60. Minute eingewechselt wird. Denn schlimmer kann es eigentlich nicht mehr werden. Credit to Villa. Gut verteidigt, bisschen Glück gehabt, aber eiskalt zugeschlagen. Perfekter kann ein Pokalspiel auswärts nicht laufen.

[17h49] FC Arsenal – Aston Villa 0:2, Darran Bent, 45. Minute +1

Die Gunners werden in der Nachspielzeit wie aus dem Lehrbuch ausgekontert. Peinlich. Da laufen alle nach vorne, unter anderem Mertesacker, um den Druck weiter zu erhöhen. Und Villa steht gut. Sauber rausgespielt, Bent wird lang geschickt. Fabianski reagiert zunächst großartig, kann den Nachschuss aber nicht verhindern. Bent trifft aus spitzem Winkel ins lange Eck. Fein gemacht.

[17h48] Arsenal ist wieder aufgewacht. Fernschuss von Oxlade-Chamberlain, Given klärt zur Seite weg. Man nährt sich.

[17h45] Beste Chance für Arsenal. Villa bekommt in persona Hutton den Ball nicht weg, Ramsey schnappt sich die Kugel, umkurvt Cuellar, zieht vors Tor, aber Given macht die kurze Ecke hervorragend zu und klärt zur Ecke.

[17h43] Arsenal hatte sehr gut begonnen. Villa wurde zuletzt stärker, war gefährlich bei Kontern. Und jetzt fällt Arsenal nicht mehr viel ein, was nach großer Torgefahr riecht. Lange Bälle auf van Persie oder eine erneut missglückte Flanke von Walcott. Villa macht es sich hinten bequem.

Herr Wenger, wie kann man trotz so viel Ballbesitz und Überlegenheit so ungefährlich aussehen?

[17h38] Im Gegenzug feine Kombination von The Ox und Walcott, Schüsschen von Rosicky aus der zweiten Reihe. Da hat Given sogar noch Probleme den Ball festzuhalten. Unverständlich, van Persie kommt aber zu spät. Flottes Spiel jetzt, aber auch viele Ungenauigkeiten.

[17h36] FC Arsenal – Aston Villa 0:1, Richard Dunne, 34. Minute

Schlimm verteidigt nach einer Ecke von Villa. Die Gäste mit der ersten guten Chance zur Führung. Kurz ausgeführte Ecke, Keane mit der gefühlvollen Hereingabe auf den langen Pfosten. Arsenal hat deutliche Überlegenheit. Aber entweder wird sich vom Ball weg orientiert oder nicht richtig hochgesprungen. Dunne mit dem problemlosen Kopfball. Fabianski chancenlos.

[17h33] Die nächste grauenvolle Flanke von Walcott

30 Minuten durch. Wie immer bei Arsenal zuletzt, wenn es gegen einen kompakt stehenden Gegner geht. Viel Ballbesitz, ein paar Chancen. Aber man macht viel zu wenig aus der Überlegenheit. Das ist für Villa alles nicht überraschend und leicht zu verteidigen.

[17h29] Die beiden Duelle auf den Flügeln – Walcott gegen Warnock und Hutton gegen The Ox – gehen bisher klar zu Gunsten von Arsenal aus. Und dafür springt offensiv einfach zu wenig raus. Die Mitte macht Villa ganz gut zu, Rosicky und auch Ramsey müssen häufig wieder hinten rum spielen.

[17h24] Villa zum ersten Mal offensiv in Aktion. Plötzlich ist Bent völlig frei vor Fabianski, ist aber selbst wohl zu erschrocken, weil Fabianski daneben greift und auch Bent nicht wirklich den Kopfball perfekt ansetzt. Zuvor Mertesacker mit, na ja, ausbaufähigem Stellungsspiel.

[17h21] Villa macht in den letzten Minuten die Räume ein wenig enger, steht besser im Mittelfeld, greift früher an. Von daher ist der große Druck der Gunners erstmal weg. Viel Ballbesitz, aber wenig Zug nach vorne. Offensiv Villa noch nicht vorhanden. Arsenal macht selbst zu wenig aus dem Platz in der Offensive, Kombinationen dauern noch zu lange.

[17h15] Wieder schneller Gegenzug von Arsenal. Diesmal schickt Rosicky Walcott auf die lange Reise. Doch der Rechtsaußen wird gut bedrängt und verteidigt, sein Abschluss doch recht weit neben das Tor.

BTW: Fabianski macht einen auf ganz lässig heute Nachmittag.

[17h10] Starker Konter vom FC Arsenal. Coquelin erkämpft sich den Ball in der eigenen Hälfte, schickt Walcott, der van Persie bedient. Doch der Niederländer nicht schnell genug im Abschluss. Lediglich Ecke für die Gastgeber. Die kann Villa aber problemlos klären.

[17h08] Erste gute Chance für die Gunners. Freistoß von Vermaelen aus über 25 Metern. Given reagiert großartig und faustet den Ball zur Ecke ab. Arsenal weiter spielbestimmend.

[17h06] Mal beobachten, ob Oxlade-Chamberlain und Walcott wieder die Flügel tauschen während des Spiels. Zunächst beginnt Walcott wie gewohnt auf rechts. Rosicky zentral. Arsenal mit zügiger Vorwärtsbewegung in den ersten Minuten.

[17h03] Beginn 1. Halbzeit

Die Gunners mit Anstoß in den roten Trikots. Villa in weiß von rechts nach links in den ersten 45 Minuten. Here we go.

[16h53] Und mit Alex McLeish hat Arsenal noch eine Rechnung offen. Der jetzige Villa-Coach trainierte letzte Saison noch Birmingham City, das Arsenal im Carling Cup Finale in Wembley mit 2:1 besiegte und danach die schleichende Krise im letzten Saisondrittel einläutete.

[16h50] Arsene Wenger hat am Freitagnachmittag auf der Pressekonferenz gesagt, dass er den FA-Cup ernst nehme. Und hat sich da mal geschickt auf seine ganze Amtszeit als Referenzwert bezogen. Clever. Denn seit 2005 hat Arsenal den Pokal nicht mehr gewonnen und sich in den letzten Jahren wahrlich nicht mit Ruhm bekleckert. Und so gab Wenger gleich einschränkend zu Protokoll, dass das Hauptsaisonziel das Erreichen der Champions League sei. Und das Verpassen könne auch nicht durch einen eventuellen Pokalerfolg abgemildert werden.

[16h43] Auslosung Achtelfinale FA-Cup 2011/2012

FC Liverpool – Brighton & Hove Albion
FC Everton – Blackpool / Sheffield Wednesday
FC Chelsea – Birmingham City
Crawley Town – Stoke City
Stevenage – Tottenham Hotspur
Norwich City – Leicester City
Sunderland / Middlesbrough – FC Arsenal / Aston Villa
Millwall / FC Southampton – Bolton Wanderers

Und alle großen Mannschaften gehen sich aus dem Weg. Schön. Gespielt wird am Wochenende 18./19. Februar.

[16h39] Die Aufstellungen im Emirates Stadium

FC Arsenal: Fabianski – Coquelin, Mertesacker, Koscielny, Vermaelen – Song, Ramsey – Oxlade-Chamberlain, Rosicky, Walcott – Van Persie

Aston Villa: Given – Hutton, Cuellar, Dunne, Warnock – Ireland, Clark, Petrov, Agbonlahor – Keane, Bent

Die Gastgeber im bekannten 4-2-3-1 mit van Persie als einziger Spitze. Henry sitzt auf der Bank. Ebenso Sagna, für einen Startelfeinsatz reicht es aber noch nicht. Deshalb spielt Coquelin Rechtsverteidiger, Djourou fehlt verletzt. Rosicky bekommt den Vorzug vor Arteta, the Ox vor dem formschwachen Arshavin. Vermaelen spielt wieder Linksverteidiger. Bei Villa Keane an der Seite von Bent im Sturm. Bei den Gösten sind kurzfristig Marc Albrighton und James Collins ausgefallen, haben sich beide gestern im Abschlusstraining verletzt.

[16h33] Bei den Gunners heute Fabianski im Tor, Oxlade-Chamberlain wieder in der Startelf. Bei Villa beginnt Robbie Keane von Beginn an. Komplette Aufstellungen gleich.

[16h29] In der ersten Partie des heutigen Tages trennten sich der FC Sunderland und der FC Middlesbrough leistungsgerecht 1:1. Damit bekommt der Zweitligist ein Wiederholungsspiel, voraussichtlich am 7. oder 8. Februar.

[16h26] Schönen Nachmittag zusammen. Gleich die Auslosung für die nächste Runde im FA-Cup, im Anschluss das Schlussspiel der 4. Runde. Der FC Arsenal empfängt im Premier League Duell Aston Villa.

Und was nun, Herr Wenger? [Season 2011/2012, Episode 3]

Januar 2012, 22 Spiele sind in der Premier League Saison 2011/2012 gespielt, der FC Arsenal hat 36 Punkte, 18 Zähler Rückstand auf Tabellenführer Manchester City. Noch nie standen die Gunners in der Ära von Arsene Wenger so schlecht da zu diesem Zeitpunkt in der Saison.

Es herrscht Ratlosigkeit beim Verein. Und auch bei den meisten Fans, mir eingeschlossen. Ich habe keine Erklärung für die mäßige Leistung gegen Manchester United in der ersten Hälfte finden können. Viele Gedanken, viele Notizen, aber kein Schema, das die vielen Fehlpässe, mangelnde Abstimmung im Mittelfeld und die geringe Kreativität in der Offensive klären könnten. Mangelnde Erfahrung als Begründung fällt weg. Und dass Arsenal schönen Fußball spielen kann, haben sie 20 Minuten in der zweiten Halbzeit demonstriert. Nur warum erst dann?

Der Verein bewegt sich in eine dramatische Situation. Die Qualifikation für die Champions League steht auf ganz wackeligen Füßen, die Gunners können noch nicht mal sicher sein, sich überhaupt für Europa zu qualifizieren. Schlechter kann die sportliche Lage auch im Hinblick auf eine Vertragsverlängerung von Robin van Persie eigentlich nicht sein. Die aktuelle Lage ist kritisch.

Was ist los beim FC Arsenal, wo liegen die Gründe für das mangelnde sportliche Abschneiden? Zwei Sachverhalte sind ganz offensichtlich, die auch als Hauptgründe für die sportliche Krise angeführt werden können. Blöd nur, dass im Verein keiner darauf reagiert.

Zu viele Verletzungen
Die Liste der verletzten Spieler ist schlicht zu lang. Es ist ja fast schon paradox, dass ausgerechnet Robin van Persie noch keine Saisonspiel verletzt gefehlt hat. Mit Thomas Vermaelen, der mittlerweile wieder fit ist, Sagna, Carl Jenkinson, Kieran Gibbs und Andre Santos fiel nahezu der gesamte Defensivverbund aus. Auf den Außenverteidigerpositionen spielten Innenverteidiger. Das erschwerte Druck über die Flügel aufzubauen. Mit Jack Wilshere und teilweise jetzt Mikel Arteta fehlen die Schaltstellen im defensiven Mittelfeld, jene Spieler, die Impulse für das Offensivspiel geben sollen. Ersatz in persona Abou Diaby fehlt ebenfalls verletzt. Zu allem Überfluss hatte sich vor dem so wichtigen Spiel gegen Manchester United auch Thierry Henry verletzt. Viele Spieler kommen in den nächsten Wochen zurück. Hoffentlich ist es noch nicht so spät.

Zu viele wichtige Spieler im Formtief
In Abwesenheit von Jack Wilshere musste insbesondere Aaron Ramsey viele Spieler absolvieren. Der Waliser wirkte in den letzten Spielen müde und erschöpft, was völlig verständlich ist, zumal Ramsey vor einem Jahr noch mit Beinbruch verletzt an seinem Comeback arbeitete und erst im Frühjahr wieder den Spielbetrieb aufnahm. Theo Walcott hatte einen guten Saisonstart, spielt in den letzten Wochen aber auch zu unkonstant. Chamakh im Sturm ist ein Schatten seiner selbst. Die ständigen Bekundungen, dass er irgendwann seine Form finde und den Durchbruch bei Arsenal schaffen werden, klingen wie Durchhalteparolen. Gleiches gilt für Andrej Arshavin, der spätestens nach dem Spiel am Sonntag sich endgültig aus den Herzen der Fans gedribbelt hat.
Der FC Arsenal hat eigentlich nur eine starke Achse derzeit im Team. Das sind Torhüter Szczesny, Koscielny in der Innenverteidigung, Song im defensiven Mittelfeld (zum Glück ist der nicht beim Afrika-Cup!) und Robin van Persie im Sturm. Und diese Achse reicht einfach nicht um ganz vorne mithalten zu können.

Die Stimmung bei den Fans ist gereizt, man ist unzufrieden über die sportliche Situation. Die Auswechselung von Alex Oxlade-Chamberlain war das Ventil, in dem es sich entladen hat. Es ist verständlich, nur kann man Wenger da nicht den größten Vorwurf machen. Hätte Arshavin den entscheidenen Pass gespielt, wäre Wenger der Held gewesen. Man kann mit Spielerwechseln richtig oder falsch liegen, Wenger liegt häufig richtig. Die Fans haben überreagiert, vielleicht war es auch gar nicht die Auswechselung an sich, sondern die generelle Unzufriedenheit. Wenger hat Recht. Er muss seine Auswechselungen nicht rechtfertigen. Die starre Haltung des Trainers wie die Reaktion der Fans zeigt, wie angespannt die Lage bei den Gunners ist.

Der FC Arsenal hat die letzten drei Spiele verloren und war teilweise nicht wieder zu erkennen. Viele Abspielfehler in der Vorwärtsbewegung, ein ganz langsamer Spielaufbau mit vielen Querpässen. Das kennt man von Arsenal gar nicht. Das Offensivspiel hat wenig Dynamik. Es zieht sich wie ein roter Faden durch die Saison. Mittlerweile wissen die Gegner perfekt, wie gegen Arsenal verteidigt werden muss. Swansea hat es vorgemacht. Und da Arsenal weiterhin defensive Aussetzer produziert, werden solche Spiele stets knapp verloren.

Und den großen Vorwurf, den man Arsene Wenger machen muss, ist, dass er für diese Situation und diese Entwicklung keinerlei Lösungsmöglichkeiten hat. Seine Sturheit bloß keine neue Spieler zu kaufen, steht im krassen Widerspruch zu der Notwendigkeit. Im Prinzip hat Arsenal einen brauchbaren Stürmer. Das soll reichen? Natürlich kommen einige wichtige Spieler demnächst zurück ins Team. Aber kann es der Anspruch der Gunners sein, um Platz fünf mitzuspielen? 39 Tore geschossen, 33 Treffer kassiert. Beides sind im Vergleich zu den Konkurrenten die schlechtesten Werte. Wenger scheint jeglichen Bezug verloren zu haben, wenn er öffentlich sagt, dass kein Bedarf für Neuverpflichtungen besteht.

Wenger geht ein hohes Risiko ein: Sollte es am Saisonende nicht für die Champions League reichen, dürfte es das für Wenger bei Arsenal gewesen sein. Nicht weil er rausgeschmissen wird, sondern weil sogar er dann sicherlich erkennt, dass er dem Verein nicht weitergeholfen hat. Nicht nur Wenger geht ein hohes Risiko ein, auch der Verein steht vor einer immensen Herausforderung: In der Europa League zu spielen kann sich Arsenal eigentlich nicht leisten, zumal dann wichtige Spieler, wie Van Persie oder Walcott, nur schwierig zu halten sein werden. Wenn sich Arsenal und Wenger schon weigern exorbitant hohe Gehälter zu zahlen und damit einen klaren Wettbewerbsnachteil gegenüber Tottenham, Chelsea und den Klubs aus Manchester hat, wäre es zumindest angemessen, dieses Geld in einen breiten Kader zu stecken. Und der ist zumindest in der Offensive nicht gegeben.

Es wäre ein fatales Zeichen, sollte van Persie am Saisonende den Verein verlassen, weil er sportlich keine Perspektive im Verein sieht. Wenn Wenger so weitermacht, steigen die Chancen auf dieses bedauerliche Ereignis.

Die nächsten Hürden heißen Aston Villa im FA-Cup, dann Bolton auswärts in der Liga. Es folgt ein Heimspiel gegen Blackburn, bevor es zum FC Sunderland geht. Klingt alles machbar, nur hat Arsenal zuletzt genau solche Spiele verloren.

Wenger hat in den letzten Tagen viel Kredit bei den Fans verspielt. Es wird Zeit brauchen, bis die Fans wieder zufrieden sind. Eigentlich helfen nur Siege – oder vielleicht mal ein, zwei neue Spieler. Sonst heißt es bald: In Arsene we trusted.

The greatest way to start the day: The Chris Moyles Show, BBC Radio 1

Die schönste Begleiterscheinung der jetzt etwas ruhigeren Phase bis Ende März ist, dass ich ganz in Ruhe und ohne schlechtes Gewissen morgens ein wenig bummeln kann. Was für mich heißt: Ich kann endlich wieder länger The Chris Moyles Show auf BBC Radio 1 hören. Als ich im Juli 2005 im Urlaub in London war, habe ich die Show das erste Mal gehört und fand sie sofort großartig, was sich durch die Live-Übertragung zur Fußball-WM aus Deutschland nochmal gesteigert hat. Ich wurde ein großer Fan und bin es bis heute noch. Nur konnte ich in den letzten zwei Jahren die Show nur selten hören und hatte abends meistens auch keine Zeit und Lust sie on demand zu verfolgen.

Warum bin ich ein so großer Fan der Chris Moyles Show geworden? Zu einem großen Teil liegt es vielleicht am Formatradio der deutschen Hörfunkwellen, die morgens aus einem Pool von 20 Liedern wählen, dazwischen Nachrichten, bisschen Comedy und Werbung. Aber nahezu null Interaktion mit dem Publikum und innerhalb des Radioteams. Und da liegt die ganz große Stärke der Chris Moyles Show. Die Sendung lebt von einem eingespielten Team, interagiert mit den Hörern bereits nach drei, vier Minuten on air und sorgt dafür, dass man gut gelaunt und mit einem Lachen in den Tag startet. Chris Moyles (@CHRISDJMOYLES) ist der Host der Sendung, an seiner Seite Dave Vitty (@davidvitty), langjähriger Freund von Moyles und damals mit ihm gemeinsam zu Radio 1 gewechselt. Aled Haydn Jones (@ahj) und Matt Fincham (@mattfincham) produzieren die Sendung, Dominic Bryne (@domisatwit) liest die Nachrichten, Tina Daheley (@TinaDaheley) liest die Sportmeldungen. Ansonsten sind alle Teammitglieder aber nicht an ihre Rollen gebunden, es entwickeln sich häufig lebhafte Debatten über den ganz normalen Alltag, sei es Ernährung, Premier League, hin und wieder auch Wirtschaft und Politik.

The Chris Moyles Show schafft es perfekt, Social Media einzubinden. Alle Teammitglieder sind bei Twitter und informieren über die Show. Die Sendung selbst hat einen Twitter-Account, ist bei Facebook und mit einem eigenen YouTube-Channel aktiv. Mehr Informationen zur Show gibt es auf der Radio 1 Website.


The Monday Cheesy Song der Chris Moyles Show

The Chris Moyles Show ist anders. Montags bis Freitags von 07:30 Uhr bis 11:00 Uhr deutscher Zeit wird gesendet, online via der Radio 1 Website in sehr guter Qualität zu hören. Von 07:30 bis 08:00 Uhr wird nach der Eröffnungshymne keine Musik gespielt, sondern der gestrige Tag Revue passiert. Meist werden Fußballergebnisse besprochen, die Teammitglieder erzählen aus ihrem Alltag, Hörer werden aufgefordert zu twittern, facebooken oder eine SMS zu schicken, was sie derzeit so bewegt. Nach den Nachrichten um 08:00 Uhr wird dann Musik gespielt, unterbrochen von längeren Diskussionen. Fast immer sind Gäste aus Musik, Showbizz und TV für ein Gespräch zu Gast. Wenn nicht, gibt es Quizzrunden, wie das beliebte Rob Dj Monday Night Pop Quiz jeden Dienstag um 08:45 Uhr und gegen Ende der Sendung Carpark Catchphrase, wo Hörer, in ihren Autos sitzend, Redewendungen erkennen müssen und mit ihrer Hupe deutlich machen, dass sie eine Antwortidee haben. Höhepunkt jeder Woche ist die Golden Hour freitags von 10:00 bis 11:00 Uhr, wo Chris Moyles in der ersten halben Stunde fast schon vergessene, selten im Radio gespielte Songs aus einem Jahr spielt. Die Teammitglieder müssen das Jahr erkennen. In der zweiten halben Stunde haben sich die Teammitglieder einen Song gewünscht, der dann gespielt wird.

Klingt auf dem ersten Blick vielleicht gar nicht so spektakulär, aber wenn man regelmäßig zuhört, verfällt man sehr schnell der wenig strukturierten, sehr lebhaften, unterhaltsamen und lustigen Show. Weiterer Vorteil: Fast alle neue Hits bekommen in der Show ihre erste Radiopremiere, viele Bands kommen dafür persönlich ins Studio. Die Mischung und perfekte Interaktion der Teammitglieder, samt der Einbindung der Hörer via Social Media, machen die Chris Moyles Show hörenswert. Chris Moyles war wegen vieler Äußerungen, u.a. dem Auffordern zum Alkoholkonsum, in den vergangenen Jahren immer wieder in die Kritik geraten. Er war bis zum Jahr 2009 übergewichtig, hat viel getrunken. Anfang 2009 bekletterte er dann den Kilimandscharo zu Gunsten einer Charity. Seitdem macht er einen kompletten Wandel seines Lebensstils durch, trinkt weniger, macht Sport und ernährt sich gesund. Seine Fortschritte und Schwierigkeiten erzählt er häufig während der Show. Das mag langweilig klingen, ist es aber nicht. The Chris Moyles Show schafft es die banalsten Alltagsprobleme in lockerer Atmosphäre aufzuarbeiten.

Chris Moyles hat ebenso viele Bewunderer wie Kritiker. Er polarisiert. Der Guardian hat es im Frühjahr 2009 auf den Punkt gebracht.

Chris Moyles is undoubtedly one of Radio 1′s funniest, most natural broadcasters. When he’s on a riff he can be hilarious. All he has to do is give out less yip about getting bladdered and submit to a spot of PC rewiring. If he could remember, occasionally, that he’s not just broadcasting to the Radio 1 “family”, or even to his mates, but to an audience that includes 11-year-olds, then, honestly, even the Daily Mail might grow to love him.

Aber er schafft es immer noch, über sieben Millionen Zuhörer jeden Morgen zu gewinnen. Er liegt damit zwar deutlich hinter der Show von Chris Evans auf BBC Radio 2, hat aber seit dem Start 2004 über zwei Millionen Hörer hinzugewonnen. Bereits seit 2004 ist die Show auf Sendung, Moyles hat seinen Vertrag mit der BBC zuletzt bis 2014 verlängert, zu einer Zeit, als Spekulationen an der Tagesordnung waren, dass Moyles die BBC verlässt. Im September 2009 wurde Moyles zum 5-jährigen Jubliäum der DJ, der am längsten die Morning Show auf Radio 1 innehatte. Jetzt schafft er sogar sein 10-jähriges Jubiläum. Die Plaudertasche.

Wer mal reinschauen will. Denn mittlerweile werden viele Sendungen auch teilweise ins Netz gestreamt. Dies stammt aus der Record Breaking Show im März 2011, als Moyles 52 Stunden am Stück on oir war und dadurch knapp 2,5 Millionen Pfund an Spenden für Comic Relief sammelte.

The Chris Moyles Show, montags bis freitags von 07:30 Uhr bis 11:00 Uhr via der Radio 1 Website oder on demand im BBC iPlayer.

Sonntagmittag

Mein Wohnung ist Chaos. 100 Seiten Papier liegen kreuz und quer mit farbigen Anmerkungen, Notizen, drei große Ordner mit Texten liegen auf dem Bett. Neben mir eine große Kanne Tee und der Rest des Weihnachtsgebäcks. Im CD-Player läuft die Britpop-Playlist. Ich lese, lese und lese. Finde Textpassagen großartig, andere scheußlich. Denke nach. Streiche, ersetze, ergänze. Nebenbei warte ich auf die Rückmeldungen meiner Korrekturleser, die nach und nach eintrudeln (danke an euch alle!). Zwischendurch mache ich mir einen Zeitplan für die nächsten Tage. Was muss ich noch machen? Was will ich nochmal in Ruhe lesen? Um was muss ich mich für Abgabe, Druck etc. noch kümmern? Nebenbei ein Blick auf die Dropbox, wo in der Schweiz fleißig am Buch gearbeitet wird. Noch eine anstrengende, vollgepackte Woche.

Nur noch eine.