Wie die Zeit vergeht. Die allererste Folge dieser Serie habe ich 2003 bei meiner Gastfamilie in den USA geschaut. Ich kann mich noch ziemlich genau dran erinnern, als mein Gastbruder nach dem Abendessen – ich hatte eigentlich noch Hausaufgaben zu erledigen – mich vor den Fernseher zerrte, um diese neue Serie zu schauen. Über 13 Millionen Zuschauer in den USA haben damals bei CBS eingeschaltet. Damals konnte noch keiner abschätzen, dass NCIS zu einer der erfolgreichsten Serien der USA werden würde. In der derzeit ausgestrahlten neunten Staffel schalten wöchentlich fast 21 Millionen Zuschauer ein. Damit ist NCIS die meistgeschaute Sendung in den USA. 2005 kam Navy CIS dann auch nach Deutschland – viel zu spät eigentlich. Denn nach meiner Rückkehr hatte ich von dieser Serie geschwärmt. Die Serie zeichnet sich jetzt nicht unbedingt durch die spannendste Handlung aus. Das natürlich auch, vielmehr ist es aber die kleinen Geschichten zwischen den Rollenfigueren, ihre eigene persönliche Geschichte, die die Serie so sehenswert machen.
Morgen am Sonntag um 20:15 Uhr strahlt Sat.1 die 200. Episode von Navy CIS aus, die Anfang Februar in den USA lief. Danach gibt es erstmal nur Wiederholungen, bevor es im September mit den restlichen Episoden der neunten Staffel weitergeht. Es ist ein Rückblick auf die ersten neun Staffeln mit Special Agent Jethro Gibbs, gespielt vom sympathischen Mark Harmon, im Mittelpunkt. Auf sein Leben wird zurückgeblickt. Viele ehemalige Schauspieler der Serie treten nochmal auf. Und es soll um mehrere wichtige Ereignisse gehen, die sich mit anderen Entscheidungen anders entwickelt hätten. Es ist also ein Rück- und gleichzeitig ein Ausblick, wie es in der neunten Staffel weitergehen könnte.
NCIS 9×14 – Life Before His Eyes. Sonntag 20:15, Sat.1
Eine sehr merkwürdige Folge wie ich fand. Was hätte wäre wenn…ja gut, aber was soll uns das bringen? Oder soll es uns einfach nur aufzeigen, dass Gibbs sich schwer tut mit seinen, in der Vergangenheit, getroffenen Entscheidungen? Was meinst?
Muss jede Episode einer Staffel dem Zuschauer einen Mehrwert bringen? Eigentlich doch nicht. Navy CIS hatte immer wieder Episoden, die nur einen Charakter in den Mittelpunkt gestellt haben und die für den Verlauf der Staffel nicht wirklich wichtig waren. Spontan fällt mir da die fünfte Staffel mit der Folge ein, als Gibbs der Freundin seiner verstorbenen Tochter Kelly hilft oder in der sechsten Staffel, 4. Episode, wo das Verhältnis von Gibbs zu seinem Vater erklärt und gezeigt wurde, wie Gibbs seine Frau Shannon traf (http://www.youtube.com/watch?v=a9ex1TE6nKU).
Und für eine 200. Folge (welche Serie kann das schon von sich behaupten derzeit?) hat sich ja ein Rückblick angeboten. Über die Aufarbeitung kann man unterschiedlicher Meinung sein – ich fand das sehr gut umgesetzt – aber alle wichtigen Schauspieler der Serie nochmal in einer Episode zu sehen, fand ich schon sehr emotional und gut umgesetzt.
Da hast du natürlich auch wieder Recht. Nur in den von dir angesprochenen Folgen hatte man eben eine Information, die “das Bild” um einen Charakter klarer machte, Hintergrundinformationen, reale Geschehnisse…aber hier? Was wäre wenn eben. Trotzdem die beste Serie derzeit, wie ich finde !:)